Philosophie Lexikon der Argumente

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Wissen Re III 202
Read: aus Wissen folgt Wahrheit.
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Sai V 141
Wissensparadoxie/unerwartete Prüfung/Sainsbury: es tut nichts zur Sache, dass die Schüler Erwartungen haben könnten, zu denen sie nicht berechtigt sind.
V 143
Gerade, dass wir glauben, die Lehrerin widerlegt zu haben und ihr damit die Möglichkeit genommen zu haben, die Arbeit schreiben zu lassen, lässt die Ankündigung wieder wahr werden. - Variante: die Klasse weiß von der Wahrheit der Ankündigung. - Dann kann n die Klasse zeigen, dass sie nicht wissen kann, dass sie wahr ist. - Variante: die Ankündigung enthält zusätzlich die Tatsache, dass die Klasse aufgrund der Ankündigung nicht weiß... - Bsp A1 "ihr werdet am betreffenden Morgen nicht wissen..." - fragwürdiges Prinzip: "wenn man weiß... dann weiß man, dass man es weiß" - Pointe: eine Paradoxie entsteht erst, wenn man auf W(A1) schließen muss.
V 148
Variante: Ankündigung: A2 Entweder [M und nicht-WM (Wenn A2, dann M)] oder [D und nicht-WD (Wenn A2, dann D)] - Neu: das ist selbstbezüglich - Problem: dann weiß man am Dienstag (Wenn A2, dann D) daß A2 falsch ist.
Sai V 150
echte Wissensparadoxie/Sainsbury: A3 W (nicht-A3) Bsp Man weiß, dass die Ankündigung falsch ist - so kommen wir zu MV 3 (...) u.a.: "was bewiesen wird, wird gewusst". - MV 3: 1. Angenommen, A3 - 2. W (nicht A3) (Definition von A3) -3. Nicht-A3 (was gewusst wird, ist wahr) - 4. Wenn A3, dann nicht A3 - (1-3 zusammengefasst) - 5. Nicht-A3 (nach 4.) - . Nicht-W (nicht-A3) (nach 5. + Definition von A3) - 7. W (nicht-A3) - (5. + was bewiesen ist, wird gewusst). - 6 und 7. widersprechen sich.
V 160
locus classicus: Montague/Kaplan.
Sai V 155
Glaubensparadoxie/Sainsbury: G1 a glaubt nicht, was G1 sagt. - Wenn a G1 glaubt, dann kann er verstehen, dass er etwas Falsches sagt. - Das enthält zwei Annahmen: 1) Dass a verstehen kann, dass G1 falsch ist, wenn er an es glaubt, und wahr, wenn er nicht an es glaubt - 2) Dass a verstehen wird, was er verstehen kann - jetzt kann man unter Einsetzen von Vernünftigkeit, Selbstbewusstsein, sowie Geschlossenheit und Verstehen die Paradoxie analog zur Wissensparadoxie konstruieren.
V 156
Selbstbewusstsein: Wenn G(f), dann G[G( f)]. - Vernünftigkeit: Wenn G(f) dann nicht-G (nicht-G). - Geschlossenheit: Wenn G(wenn f, dann y) und G(nicht-y), dann G(nicht-f). - Obwohl Glauben nicht Wissen beinhaltet, kann man die gleich Paradoxie konstruieren.
V 160/61
Wissen/Glauben/Wissensparadoxie/Sainsbury: es gibt eine Diskussion, ob Wissen bzw. Glauben korrekt durch einen Operator oder ein Prädikat wiedergegeben werden sollte. - Bsp Operator: A1 ist wahr . - Bsp prädikativ: wird es mit Namen von Ausdrücken zu tun haben, statt mit deren Gebrauch.
Montague/Kaplan: prädikative Version, um auszuschließen, dass Operatoren die Schuld haben.

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.04.2017