Philosophie Lexikon der Argumente

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Burge, Tyler
 
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Objektivität Frank I 700
Objektivität/Burge: wir halten Wahrnehmungswissen gewöhnlich für objektiv (s.o.).
Dabei gilt es, zwei Objektivitätsbegriffe zu berücksichtigen:
Fra I 701
a) kausale Beziehungen: wir glauben, dass es hier keine notwendige Verbindung gibt ((s) sonst Wissen a priori).
Jede Wahrnehmung hätte auch eine Täuschung sein können.
Normativer Aspekt der Wahrnehmung:
Def "rohe Irrtümer"/Burge: nicht aus irgendeiner Art Sorglosigkeit, Mangelhaftigkeit oder Irrationalität, es kann sein, dass die Wahrnehmung nicht stimmt, ohne dass mit der Person etwas nicht stimmt. Rohe Irrtümer hänge von der Unabhängigkeit der Natur von dem, wie wir sie begreifen und wahrnehmen ab und von der Zufälligkeit unserer kausalen Beziehungen.
kausal: notwendig "dass", aber zufällig "wie".
b) Wahrnehmungswissen ist in einem zweiten Sinn objektiv: in Bezug auf das Verhältnis der Wahrnehmungen des gleichen Objekts durch verschiedene Personen.
Frank I 702
Obwohl es Personen sein müssen, die empirische Festlegungen treffen, müssen es nicht bestimmte Personen sein, die diese Festlegungen treffen. ((s) "dass" , nicht "welche".)

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.03.2017