Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Cavell, Stanley
 
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Sprache I 185
Sprache/Universalien/Wittgenstein/Cavell: wir projizieren zwar Wörter von einem Kontext in den nächsten, aber ohne uns auf Definitionen oder Regeln zu verlassen. Meistens( nicht immer) brauchen wir dafür keine Universalien als fundamentalistische Prämisse.
Der Skeptizismus würde hier nur wieder nach neuen Universalien suchen.
I 186
Sprachenlernen/Spracherwerb: der Eintritt in unsere Kultur wird nicht durch irgendetwas Wesenhaftes garantiert.
I 187
Die Projektion ist stattdessen garantiert durch unsere Übereinstimmung im Urteil.
Unsere Wörter kommen in einer unbegrenzten Zahl von Fällen und Projektionen vor und ihre Varianz ist dabei nicht willkürlich.
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Cavell II St. Cavell Müssen wir meinen was wir sagen? aus Grewendorf/Meggle Linguistik und Phil. Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

II 189
Sprachphilosophie/Cavell: hier geht es nicht so sehr darum, sensationelle Vergehen gegen den Intellekt zu rächen, als dessen zivilen Verfehlungen abzuhelfen.
Wir müssen tyrannisierende Ideen (wie z.B. Existenz, Gewissheit, Identität, Wirklichkeit, Wahrheit...) wieder in ihre spezifischen Kontexte, in denen sie normal funktionieren, zurückführen, damit sie normal funktionieren können, ohne unser Denken zu korrumpieren.

Sprache/Welt/Cavell: der Übergang von der Sprache zur Welt vollzieht sich unmerklich, wenn Austin sagt, dass "Wir können freiwillig ein Geschenk machen" (allgemeine Feststellung) ein "materialer Modus" (Mates) für "Das Geschenk wurde freiwillig gemacht"(spezieller Fall) ist.

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.03.2017