Philosophie Lexikon der Argumente

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Feyerabend, Paul
 
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Widerspruchs- Freiheit I 39
Konsistenz/FeyerabendVsKohärenztheorie/Kohärenz/Feyerabend: die Konsistenzbedingung, nach der neue Hypothesen mit anerkannten Theorien übereinstimmen müssen, ist unvernünftig, Theorienvielfalt ist für die Wissenschaft fruchtbar, Einförmigkeit lähmt ihre kritische Kraft.

Theorie/Physik/Widerspruchsfreiheit/Duhem/Feyerabend: Bsp die Theorie von Newton widerspricht dem Fallgesetz von Galilei und den Keplerschen Gesetzen. Bsp die statistische Thermodynamik widerspricht 2. Hauptsatz. Bsp die Wellenoptik widerspricht der geometrischen Optik.
Pointe: es handelt sich hier um logische Inkonsistenz. Es ist durchaus möglich, dass die Unterschiede der Voraussagen so klein sind, dass sie experimentell nicht festgestellt werden können!
Außerdem sind die Theorien nicht in sich inkonsistent.
I 40
Konsistenzbedingung/Feyerabend: sie ist weit weniger großzügig: sie eliminiert eine Theorie nicht, weil sie den Tatsachen widerspricht, sondern einer anderen Theorie, deren bestätigte Instanzen sie teilt. Damit wird der noch ungeprüfte Teil dieser Theorie zum Kriterium erhoben. Der einzige Unterschied zwischen diesem Kriterium und einer neueren Theorie sind Alter und Gewohnheit!
Ein Verteidiger der Konsistenzbedingung würde sagen: die einzige wirkliche Verbesserung wäre die Gewinnung neuer Tatsachen.

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

> Gegenargumente gegen Feyerabend



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 30.03.2017