Philosophie Lexikon der Argumente

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Determinismus, Philosophie: die These, dass Ereignisse oder auch Geistzustände aufgrund strikter Gesetze eintreten und daher im Voraus festgelegt sind. Zur Voraussage muss man dann nur noch die Rahmenbedingungen kennen. Dass wir nicht wissen, ob der Determinismus wahr ist, wird zuweilen auf die unvollständige Kenntnis der Rahmenbedingungen zurückgeführt. Siehe auch Indeterminismus, strikte Gesetze, Vorhersage, Wahrscheinlichkeit, Probabilismus.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Feynman, Richard
 
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Determinismus I 540
Determinismus/Wissen/Indeterminiertheit/Feynman: selbst wenn die Welt durchgehend klassisch bestimmt wäre (die QM nicht gälte) könnten wir das Verhalten der einzelnen Teilchen nicht vorhersagen: der kleinste anfängliche Fehler weitet sich schnell zu einer großen Ungewissheit aus. Wenn eine beliebige Genauigkeit gegeben ist, ganz gleich wie genau, dann kann man eine Zeit angeben, die lang genug ist, dass unsere Voraussagen für eines so lange Zeit keine Gültigkeit haben.
Bsp bei einer Genauigkeit von 1 zu einer Milliarde sind es nicht etwa Millionen von Jahren, die Zeit hängt nur logarithmisch von dem Fehler ab. Wir werden schon nach sehr kurzer Zeit alle Informationen verlieren.
Es ist daher nicht fair, zu behaupten, dass wir aus der Freiheit des menschlichen Geistes hätten erkennen müssen, dass die "Quantenmechanik die Erlösung von einem mechanistischen Universum" bedeutet hätte.

Unschärferelation/Unbestimmtheit/Feynman: gab es in praktischer Hinsicht schon in der klassischen Physik.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.04.2017