Philosophie Lexikon der Argumente

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Analogie: formale Parallelität. Soll zeigen, dass aus einem ähnliche Fall ähnliche Schlüsse gezogen werden können.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Foucault, Michel
 
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Analogien I 50 f
Analogie: bereits in der griechischen Antike. Ihre Kraft ist immens, denn die Ähnlichkeiten die sie behandelt, sind nicht jene sichtbaren und massiven der Dinge selbst. Es sind die subtileren der Verhältnisse. (rapports) Dadurch erleichtert, kann sie von einem einzigen Punkt aus ein unbeschränkte Zahl von Verwandtschaften herstellen.
Ein Analogie kann sich umkehren, ohne in Frage gestellt zu sein.
Bsp die Pflanze ist ein aufrechtes Tier, Ernährungsprinzipien von unten nach oben, Blüte wie Kopf, Adersystem aufsteigend, wie beim Tier.
Durch die Analogie können sich alle Gestalten der Welt einander annähern.
In jenem Raum mit in jede Richtung verlaufenden Furchen existiert jedoch ein privilegierter Punkt:
Der Mensch, mit Analogien übersättigt.
Die Sieben Öffnungen im Gesicht bilden, was die sieben Planeten am Himmel sind, der Puls in seinem Körper schlägt, wie die Sterne ihren eigenen Lauf nehmen, aber alle diese Beziehungen wirft er durcheinander.
Sein Fleisch ist eine Scholle, seine Adern große Flüsse.
Der Raum der Analogie ist ein Raum der Strahlungen.
I 53
Von allen Seiten ist der Mensch davon betroffen. aber der gleiche Mensch vermittelt diese Ähnlichkeiten, die er von der Welt erhält. Er ist der große Herd der Proportionen. (Siehe Ähnlichkeit/Foucault).

Fouc I
M. Foucault
The Order of Things: An Archaeology of Human Sciences 1994

Fouc II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.04.2017