Philosophie Lexikon der Argumente

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Foucault, Michel
 
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Redundanztheorie II 115ff
Aussage/Foucault: auf den ersten Blick erscheint die Aussage als letztes, unzerlegbares Element, das isoliert werden kann und in ein Spiel mit anderen Elementen eintreten kann. Ein Punkt ohne Oberfläche. Problem: wenn die Aussage die elementare Einheit des Diskurses ist, worin besteht sie dann? Welches sind ihre unterscheidenden Züge? Welche Grenzen muss man ihr zuerkennen?
Bsp Redundanztheorie: die Frage, ob in der Logik »A« und »es stimmt, dass A« austauschbar sind. Foucault: als Aussagen sind sie nicht äquivalent und nicht austauschbar. (FoucaultVsRedundanztheorie). Sie können sich im Plan des Diskurses nicht an der gleichen Stelle befinden.
Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl: kann nur analysiert werden, wenn man in der Form einer einzigen Aussage zwei verschiedene Propositionen anerkennt, von denen jede für sich wahr oder falsch sein kann. (Strawson: Äußerung, Zeitpunkt).
Bsp »ich lüge«: kann nur wahr sein in einer Beziehung zu einer Behauptung auf niedrigerem Niveau.
Die Kriterien für die Identität einer Proposition gelten nicht für die Beschreibung der besonderen Einheit einer Aussage!

Fouc I
M. Foucault
The Order of Things: An Archaeology of Human Sciences 1994

Fouc II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.04.2017