Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Hare, R.M.
 
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Wissen II R. M. Hare Philosophische Entdeckungen in Grewendorf/Meggle(Hg) Linguistik und Philosophie, Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

Grewendorf II 142
Wissen/Sagen/Ryle: es kann sein, dass wir etwas wissen, ohne sagen zu können, was wir wissen. Bsp Wie ein bestimmtes Wort verwendet wird, oder ein bestimmter Tanz getanzt wird.

HenleVsRyle: man sollte das aber nicht auf Rede Situationen ausweiten.
II 143
Es ist keineswegs klar, dass man hier stets wissen kann, wie ein Wort verwendet wird, auch wenn man nicht sagen kann, wie es verwendet wird.

Wissen/Sagen/HareVsHenle: in der Sprache ist das aber vielleicht klarer als irgendwo anders.
Bsp Wenn wir den Gebrauch eines Ausdrucks erklären, müssen wir ihn nicht selbst verwenden. Folglich können wir seinen Gebrauch in allen Kontexten in vollem Umfang kennen, auch ohne sagen zu können, wie er gebraucht wird.
Bsp ein Kind kann den Gebrauch des Wortes "Vater" gelernt haben, und es richtig verwenden, aber vielleicht nicht sagen können, wie es gebraucht wird, weil es den Gebrauch von "bedeuten" noch nicht gelernt hat!
Henle verwechselt die Fähigkeit
"Aus logischen Gründen zu entscheiden", ob eine Aussage wahr ist
mit der Fähigkeit
Den Ausdruck " die Aussage ist logisch wahr" zu verwenden.
Verwechslung Erwähnung/Gebrauch. (Tun ohne Wissen).
Hare: wer nicht weiß, wie der Ausdruck "logisch wahr" verwendet wird, könnte zwar das erstere, nicht aber das letztere tun.
Grewendorf II 150
Menon/Sokrates: Frage. was ist das Gute? Menon: wie kann man etwas suchen, wenn man nicht weiß, was man sucht, Und wenn man es gefunden hat, woher soll man wissen, dass es das ist, was man gesucht hat? (Wissen/Sagen).
II 151
Sokrates: wenn wir es bereits wüssten, hätten wir die erste Frage gar nicht gestellt. Also kann das Philosophieren nie beginnen, oder es kann nie zu einem Schluss führen.
Lösung/Hare: liegt in der Unterscheidung zwischen dem Wissen, wie ein Tanz geht und der Fähigkeit, auch sagen zu können wie er geht. Vor Beginn der Untersuchung können wir das erstere aber nicht das Letztere. Beginnen konnten wir, weil wir die ganze Zeit das erstere konnten.
VsMenon: man weiß schon, was das Gute ist, d.h. man kann es herausgreifen.

Meg II
G. Grewendorf/G. Meggle
Linguistik und Philosophie Frankfurt 1995

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.03.2017