Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Diaz-Bone I 29
JamesVsPhysiologische Psychologie (Lotze).
I 44
Psychologie/James: "Provisorischer Wissensbestand".
I 50f
Psychologie/James: James gewinnt Erkenntnisse über die Verfassung des Universums aus der metaphysischen Re Interpretation der (materiellen) Ergebnisse der Psychologie.
Chalmers I 13
Psychologie/William James/Wilhelm Wundt/Chalmers: Wilhelm Wundt und William James hatten auf kartesische Weise psychologische Theorien entwickelt, die durch Selbstbeobachtung das Verhalten erklären und die Phänomenologie zum Schiedsrichter der Psychologie machten. Damit lehnten sie die Psychologie als autonomen Bereich ab.
Corr I 8
Psychologie/William James: Im Laufe der Geschichte der Psychologie haben Beobachter eine Dichotomie zwischen denen festgestellt, die rigorose wissenschaftliche Methoden hervorheben, einerseits und denen, die offener für subjektive Erfahrungen und eine ganzheitliche Untersuchung der Person sind: das, was William James (1902(1)) den "Hartgesottenen" und den "Zartgebliebenen" nannte (1984). Es spiegelt eine größere intellektuelle Kluft zwischen Wissenschaft und Humanismus wider, die sich sowohl auf den Inhalt als auch auf die Methoden der Persönlichkeitstheorie und -forschung auswirkt. Wie James bereits sagte, spiegeln die beiden Pole wohl die Persönlichkeiten derjenigen auf jeder Seite der Dichotomie wider (Conway 1992(2); Feist 2006)(3).
A. Der "hartgesottene" Pol, der in experimentellen Labors nach dem Vorbild von Wilhelm Wundt gut vertreten ist, fand seinen Einfluss in der Persönlichkeit durch Verhaltensforschung, mit der Arbeit von John B. Watson und später B. F. Skinner.
B. Skinner: Der andere Pol, der zärtliche oder humanistische, blieb ebenfalls bestehen. So nahm Gardner Murphy in den 1950er Jahren eine integrativere Haltung ein, und es wuchs eine humanistische Psychologiebewegung, die 1962 mit der Gründung der Association for Humanistic Psychology mit Abraham Maslow, Carl Rogers und Rollo May als Gründungsmitglieder ihren Einzug hielt.


1. James, W. 1902. The varieties of religious experience; a study in human nature; being the Gifford lectures on natural religion delivered at Edinburgh in 1901–1902. New York: Modern Library
2. Conway, J. 1992. A world of differences among psychologists, Canadian Psychology 33: 1–24
3.Feist, G. J. 2006. How development and personality influence scientific thought, interest, and achievement, Review of General Psychology 10: 163–82

Susan Cloninger, “Conceptual issues in personality theory”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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