Philosophie Lexikon der Argumente

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Leibniz, G.W.
 
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Welt Holz I 25
Welt/Leibniz/Holz: für Leibniz teilt sich die Welt in drei Bereiche:
1. Natur
2. Prozessualität der Geschichte
3. "res cogitans".
Welt/Weltmodell/Erklärung/Philosophie/Leibniz: hat als erster erkannt, dass eine Theorie der Welt keine Theorie von qualitativen Aussagen über Substanzen ist, sondern als ein Relationensystem entworfen werden muss, in dem die Einheit aus der Vielheit bestimmt wird.
I 29
Welt/Leibniz: die Konstruktion eines Weltmodells ist so auf Einheit als Relationenterminus, in dem Einheit und Vielheit als ein reales Verhältnis begriffen werden, angewiesen.
Holz I 47/48
Welt/Leibniz: Problem: wie der Begriff der Totalität alles Seienden und aller Sachverhalte daraus konstruiert werden kann.
Denn wie die Zahl der Sinneswahrnehmungen ist auch die Zahl der entsprechenden identischen Sätze (und Axiome) unendlich.
Holz I 75
Welt/Leibniz: durch den universellen Zusammenhang, der für die Bestimmung jedes Einzelnen notwendig ist (vollständiger Begriff) ergibt sich, dass, wenn eines sich ändert, das Ganze sich ändert.
I 88
Letztbegründung/Metaphysik/Leibniz: außerhalb der Welt ist irgendein dominierendes Eines gegeben, nicht so sehr wie die Seele in mir, eher wie mein Ich in meinem Körper (?) wenn auch von viel höherer Vernunft.
Der zureichende Grund der Existenz kann nicht nur in keinem Einzelnen, sondern auch nicht im ganzen Aggregat und der Reihe der Dinge gefunden werden. Er ist verschieden von der Kette der Verknüpfungen.
I 89
Das ist im Sinne des logischen Verfahrens, ein Subjekt, dem alle möglichen Prädikate zukommen (soweit sie kompossibel sind).
Dieses Subjekt muss außerweltlich sein, weil die Welt sein Prädikat ist!
Aber dieses außerweltliche Eine ist auch die Welt selbst, weil diese sein einziges Prädikat ist! (Diese "Entelechie" darf aber nicht als Existenz aufgefasst werden, die als eigenes Seiendes zur Welt hinzukommt, sondern als organisierendes Prinzip!).
Scheinbare Paradoxie: das einzige notwendige Seiende muss zugleich als die Welt im ganzen und als außerweltlich gedacht werden.
Auflösung: die doppelte Bewegung des begründenden Denkens: aufsteigend und absteigend.
I 90
1. Aufsteigend: hier ist der Grund außerweltlich, weil von der Welt grundsätzlich kein quantitativ bestimmbares Ende gedacht werden kann. .
2. Absteigend: hier erscheint die ganze Welt als die Entfaltung des Einen, in dem diese eingeschlossen ist.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.03.2017