Philosophie Lexikon der Argumente

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Determinismus, Philosophie: die These, dass Ereignisse oder auch Geistzustände aufgrund strikter Gesetze eintreten und daher im Voraus festgelegt sind. Zur Voraussage muss man dann nur noch die Rahmenbedingungen kennen. Dass wir nicht wissen, ob der Determinismus wahr ist, wird zuweilen auf die unvollständige Kenntnis der Rahmenbedingungen zurückgeführt. Siehe auch Indeterminismus, strikte Gesetze, Vorhersage, Wahrscheinlichkeit, Probabilismus.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Montague, R.
 
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Determinismus Lewis V 37
Def Determinismus/Mögliche Welten/Lewis: wenn zwei Welten den Gesetzen perfekt gehorchen, dann sind sie entweder exakt gleich durch die ganze Zeit oder in keinen zwei Zeitabschnitte gleich. Nehmen wir um des Arguments willen einmal an, dass die Naturgesetze deterministisch seien. Meine Definition von Determinismus rührt von Montague her, weicht aber in zwei Punkten von ihm ab:
LewisVsMontague:
1. Ich vermeide seine mathematische Konstruktion von ersatz worlds (Ersatz Welten ((s) = Mengen von Sätzen)).
2. Ich nehme zeitweise Gleichheit von Welten als einfache Relation. Montague statt dessen nimmt die Relation, dieselbe vollständige Beschreibung in einer bestimmten Sprache zu haben, als Grundrelation, die er unspezifisch lässt.
Meine Definition setzt voraus, dass wir verschiedene Zeitabschnitte von einer Welt zur anderen identifizieren können.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.03.2017