Philosophie Lexikon der Argumente

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Farben, Philosophie: Im Zusammenhang mit dem Begriff der Farbe geht es in der Philosophie unter anderem um die Frage, wie individuelle Sinneseindrücke verallgemeinert oder objektiviert werden können. Siehe auch Qualitäten, Qualia, Wahrnehmung, Vertauschte Spektren, Privatsprache.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Nida-Rümelin, M.
 
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Farben Martine Nida-Rümelin: Was Mary nicht wusste in Th. Metzinger (Hg.) Bewusstsein Paderborn, München 1995
Metzinger I 264
Farbenforscherin Mary/Terminologie/Nida-Rümelin: nicht-phänomenal glauben: aus dem Sprachgebrauch heraus - Bsp der Himmel ist blau - dabei kann man selbst glauben, es gehe um rot - phänomenal glauben: "Die gleiche Farbe wie dieses" oder auch "Wissen-wie".
I 273
Aber sie erwirbt neues Wissen nicht einfach dadurch, dass sie Farben aus eigener Erfahrung kennenlernt.
Metzinger I 273
Farbwahrnehmung/Farbwörter/Farben/Mary/Marianna/Nida-RümelinVsJackson: besser zwei Stufen:
1. Sie sieht endlich Farben im Haus - jetzt erst kann sie fragen, ob der Himmel für Normalsichtige rotp, blaup, grünp oder gelbp aussieht - früher: konnte sie die Alternativen nicht erwägen - aber noch kein Erwerb von Wissen.
2. Stufe: Sie tritt ins Freie und sieht, dass der Himmel blau ist - damit weiß sie, welche Alternative zutrifft - damit wird ihre eigene de se-Überzeugung widerlegt, dass der Himmel rotp ist - damit korrigiert sie ihren Irrtum über die Bedeutung von Farbwörtern.

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.03.2017