Philosophie Lexikon der Argumente

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Existenz, Philosophie, Logik: Das Vorhandensein von etwas, dem Eigenschaften zugeschrieben werden können. Vorhandensein bedeutet hier nicht, dass etwas unmittelbar gegeben sein muss oder sinnlich wahrnehmbar ist. Siehe auch Ontologie, Eigenschaften, Prädikate, Existenzsatz, Realismus, Quantifikation, Zuschreibung.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Parmenides
 
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Existenz Taureck I 16
Existenz/Sein/Parmenides (Eleat)/Taureck: These: ein "Nichts" kann es nicht geben, weil es für uns nicht denkbar ist. - GorgiasVsParmenides.
Taureck I 85
Existenz/Parmenides: These: nur Seiendes kann existieren und gedacht werden.
Gorgias: ad 1. („Es ist gar nichts“): "Wenn nämlich das Nichtsein Nichtsein ist, dürfte sowohl das Nichtseiende nichtseiend, als auch das Seiende ist seiend, so dass um nichts mehr sind als nicht sind die Dinge".
Taureck: wenn man vom Nichtsein sagt, dass es Nichtsein ist, dann gehörte das Nichtsein zum Bereich des Seienden!
"Nichts ist" kann auch bedeuten, dass weder Nichtseiendes noch Seiendes ist. Warum soll aber eingeräumt werden, dass Nichtsein ist? ("Ist" muss hier als "bedeutet" aufgefasst werden).
I 87
Existenz/Existenzprädikat/VsParmenides/Taureck: auch heute noch nehmen wir diesen Fehler bei ihm wahr: er verwechselt den Existenzbegriff mit einem Prädikat (Existenz als Eigenschaft).
Gorgias könnte das erkannt haben, aber die Überlieferung lässt das nicht zu.
Außerdem würde Gorgias den Fehler spiegelbildlich wiederholen.

Tau I
B. H.F. Taureck
Die Sophisten Hamburg 1995

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.03.2017