Philosophie Lexikon der Argumente

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Formale Sprache: eine Sprache, die meist aus einem Zeichenvorrat (Symbolen für einen definierten Gegenstandsbereich) sowie Regeln zu deren Verknüpfung bestehen. Zwecke der Formalisierung sind Kürze, Eindeutigkeit und Einsetzbarkeit bei Anwendungen der Programmierung, Automation, >Mathematik u.a. >Bereich, >Symbol, >Zeichen, >Sprache, >Rekursion, >Regeln
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Thiel, Christian
 
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Formale Sprache Thiel I 80
Formelsprache der Logik/Lorenzen/Thiel: Paul Lorenzen: "protologischer Ansatz": Regelsystem zur Herstellung von aus 0 und + linear zusammengesetzten Figuren. "A" vertrete als schematischer Buchstabe derartige Figuren. Regeln:

(1) > +
(2) A > A 0
(3) A > + A +.

nach diesem "Kalkül" ist z.B. die Figur ++00+ herstellbar: (1), 2 mal (2), dann (3).
I 80/81
Jede herstellbare Figur muss entweder rechts ein 0 oder links ein + haben. Testfigur 0++ geht daher nicht. Führten wir die Zusatzregel:

(4) A > 0 A +

hinzu, würde sie herstellbar. Dagegen würde folgende Regel keine neuen Figuren ermöglichen:

(5) A > + + A.

Das nennt man "Überflüssigkeit" (in der Metamathematik "Zulässigkeit")
Solche Regelsysteme können auch als "operative Logik" bezeichnet werden.
I 83
Sie können der Einführung von Junktoren dienen (I 82 Bsp v) Protologik liegt demnach noch vor der Logik.

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.04.2017