Philosophie Lexikon der Argumente

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Aspekt: Gesichtspunkt, unter dem ein Gegenstand oder ein Problem betrachtet wird. Aspekte, Hinsichten, Perspektiven dürfen nicht vergegenständlicht werden. Sie bestehen nicht an dem Objekt, sondern in der Relation zu dem Objekt.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Waismann, Friedrich
 
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Aspekte Friedrich Waismann Suchen und Finden in der Mathematik 1938 in Kursbuch 8 Mathematik 1967
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Aspekt/Waismann: Dass ein Aspekt möglich ist, sieht man erst, wenn er da ist. Man kann das neu entdeckte einfach unterstreichen, so gibt man damit ein neues Zeichen.

Die Formeln mit den Unterstreichungen leisten etwas anderes, als die ohne Unterstreichungen, sie machen die neue Struktur sichtbar.

Bsp Angenommen es gäbe irgendwo einen Volksstamm, der unser Dezimalsystem besitzt, und genau so rechnet wie wir, aber unendliche Dezimalbrüche sind ihm unbekannt geblieben. Die Menschen brechen die Division z.B. an der 5. Stelle ab.
1/3= 0,33333.
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Die Periodizität müsste ihnen nicht auffallen, sie müssten nicht auf den Gedanken kommen, dass das immer so weiter geht.

Nach der Entdeckung der unendlichen Dezimalbrüche "sieht" man die Rechnung anders! Darin besteht die Entdeckung, dass man die unendliche Möglichkeit des Weiterschreitens in die Rechnung hineinsieht.

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976

> Gegenargumente gegen Waismann



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.03.2017