Philosophie Lexikon der Argumente

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Feyerabend, Paul
 
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Sophistik II 221
Sophismus/Feyerabend: Argumentform: wenn A, dann entweder B oder C . Weder B noch C, also auch nicht A. Bsp die Argumente Zenons haben diese Form.

II 221
Sophismus/Feyerabend: Bsp Gott: 1. muss einer sein. Wären sie viele und sind sie gleich, die dann liegt doch nur wieder eines vor. Sind sie ungleich, dann sind einige und diese sind eines. Und die anderen sind nicht, zählen also nicht.
2. Gott kann nicht entstanden sein. Wäre entstanden, dann wäre er entweder aus Gleichem oder aus Ungleichem hervorgegangen. Das Vorgehen aus Gleichen heißt, dasselbe bleiben. Das Vorgehen aus dem Ungleichem ist unmöglich, denn was ist, kann nicht von dem kommen, was nicht ist.
3. Gott muss allmächtig sein: ein allmächtiger Gott kommt aus Gleichem oder aus Ungleichem. Im ersten Fall bleibt er wieder derselbe, entsteht also nicht. Im zweiten Fall kommt er entweder aus Stärkerem oder aus Schwächerem. Er kann nicht aus Stärkerem kommen, denn dann müsste das Stärkere ja noch vorhanden sein. Er kann auch nicht aus Schwächerem kommen, die denn dazu hat das Schwächere keine Kraft.
»Erhaltungsprinzipien«/Theologie/Gott/Feyerabend: sie sind in diesen Argumenten enthalten und werden beim Nachweis von nicht B und nicht C verwendet. Sie nehmen an, dass die einzige Eigenschaft, die ein Gott besitzt, sein Sein oder seine Macht ist. Unterschiede sind Unterschiede im Sein, also zwischen Sein und Nichtsein.
Das ist ein sehr verdünnter und ganz unmenschlicher Gottesbegriff.

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

> Gegenargumente gegen Feyerabend



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.03.2017