Philosophie Lexikon der Argumente

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Hegel, G.W.F.
 
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Zenon Bubner I 72
Zenon/Hegel: seine Eigentümlichkeit ist die Dialektik. Vernunft macht den Anfang (Hegel pro).
Vorteil gegenüber Parmenides: dass so nicht Behauptungen aufgestellt werden, die eine Abstraktion voraussetzen und also zum eigentlichen Anfang gar nicht taugen.
Die zenonische Vernunft schaut gelassen dem zu , was sich entwickelt, wenn etwas gesetzt wird, weil sie die Unmöglichkeit gegenteiliger Auffassungen an der Sache selbst sich dartun lässt.
Unmöglichkeit: weil derjenige in Widerspruch gerät, der dem Vielen statt dem Einen des Parmenides Sein zuspricht.

Paradoxien/Bewegung/Zenon/Hegel: Hegel übernimmt Aristoteles' Lösung: die eingeführte Distinktion zweier Aspekte bei Raum und Zeit, nämlich Kontinuität und Diskretion.
Bubner: das ist aber unhistorisch, weil es Zenon noch nicht bewusst sein konnte.
Lösung: das von Aristoteles eingeführte Kontinuum lässt die unendliche Teilbarkeit von Raum und Zeit mit der Einheit derselben verträglich werden.
Hegel: "die Sichselbstgleichheit, Kontinuität ist absoluter Zusammenhang, Vertilgtheit alles Unterschieds, alles Negativen, des Fürsichseins.
Der Punkt ist hingegen das reine Fürsichsein, das absolute Sichunterscheiden und aufheben aller Gleichheit und Zusammenhangs mit anderem.
Diese beiden aber sind in Raum und Zeit in eines gesetzt, Raum und Zeit also der Widerspruch (!). Es liegt am nächsten, ihn an der Bewegung aufzuzeigen: Denn in der Bewegung ist auch für die Vorstellung Entgegengesetztes gesetzt.
BubnerVsHegel: hier entdeckt Hegel mehr, als die Übersetzung hergibt. Es ist anachronistisch, Zenon zum Dialektiker zu erheben.
Anachronismen sind aber der Preis für Strukturvergleiche, die philosophisch erhellend sind.

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 26.04.2017