Philosophie Lexikon der Argumente

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Bewegung: Ortsveränderung eines oder mehrerer beobachteter oder nicht beobachteter Objekte in der Zeit. Probleme entstehen im Zusammenhang mit Zuschreibung oder Aberkennung von Prädikaten. Siehe auch Veränderung, Wechsel, zeitliche Identität, Prozess, Flux, Vektoren.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Bigelow, John
 
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Bewegung I 63
Bewegung/Veränderung/Bigelow/Pargetter: war immer ein Problem, Bsp Bewegung als Ortsveränderung: scheint einen Widerspruch zu implizieren.
Bsp die Veränderung einer Scheibe von rund zu quadratisch: scheint zu implizieren, dass sie sowohl rund als auch quadratisch ist. Widerspruch.
Lösung/Ockham/Mittelalter/Bigelow/Pargetter: verschiedene Zeitpunkte. (Doktrin der wechselnden Formen, forma fluens).
Problem: was ist der Unterschied zwischen
a) einer wechselnden Form und
b) dem Wechsel von Formen? ((s) eine/mehrere).
Veränderung: ist einmal selbst das Thema, einmal ist es die Form.
I 64
NewtonVsOckham: die Gegenposition war, dass ein sich bewegender Körper nicht nur eine Position zu einer Zeit besitzt, sondern auch eine Geschwindigkeit.
Flux/Newton/Bigelow/Pargetter: Theorie des „fluxus“ war der Ausdruck von Newton für die Differentialrechnung.
Bewegung/Newton: schrieb sich bewegenden Körpern instantane Geschwindigkeiten zu: einen Vektor. (Strang).
Vektor/Ockham/Bigelow/Pargetter: auch die Ockhamisten schrieb Vektoren zu, aber in einem schwächeren Sinn: als Sequenz von Positionen. Aber das ist dann eine Abstraktion und entspricht keiner intrinsischen Eigenschaft der Bewegung.
Bewegung/Newton/Bigelow/Pargetter: ist nach ihm eine vollwertige Eigenschaft 1. Stufe eines Objekts, nach den Ockhamisten eine Eigenschaft 2. Stufe. Und diese ist bei Newton unabhängig von Vorgeschichte und „Bestimmung“, bei den Ockhamisten nicht.
I 65
Sphären/Aristoteles/Bigelow/Pargetter: nach Aristoteles war jenseits der Sphären (der Sterne) nichts, nicht einmal leerer Raum, der nach Aristoteles ein Widerspruch in sich war..
Bewegung/Aristoteles/Bigelow/Pargetter: das Universum als Ganzes kann keine Geschwindigkeit haben. Dann kann Gott ihm auch keine gegeben haben.
VsAristoteles: der Kirche erschien das als eine Beschränkung von Gottes Allmacht.
> Vektoren

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

> Gegenargumente gegen Bigelow



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.03.2017