Philosophie Lexikon der Argumente

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Churchland, Paul M.
 
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Qualia Fodor IV 197
Empfindung/Darstellung/Qualia/Semantik/Bedeutung/Fodor/Lepore: die Frage stellt sich selbst: wann sind S1 und S2 der gleiche Zustand (im semantischen Zustandsraum)?
Aber mit den Frequenzen kommt einfach das alte Problem zurück.
IV 198
Wenn wir nicht wissen, was es für zwei Wörter ist, "heiratsfähig" zu bedeuten, dann wissen wir auch nicht und aus demselben Grund wie es für zwei semantische Räume ist, beide die Dimension Heiratsfähigkeit zu haben!
Empirismus/Tradition: hat das semantische Netzwerk durch Referenz auf das erklärt, was dort fixiert wird. Die Dimensionen sollten Beobachtungseigenschaften ausdrücken und eine externalistische (z.B. kausale) Theorie sollte die Relation erklären. Und zwar unabhängig von der Interpretation des Rests des Vokabulars!
Churchland: sein Vorschlag läuft darauf hinaus, dass die Dimensionen des semantischen Raums nicht allgemein den Beobachtungseigenschaften korrespondieren! Sie können dem entsprechen, was auch immer das Gehirn repräsentieren mag!
Fodor/Lepore VsChurchland: aber dann stellt sich wieder die Frage, wie die Identität der Zustandsräume fixiert wird.
Wir haben kein anderes Identitätskriterium als Beobachtungseigenschaften! Angenommen, wir hätten eins, würde sich die Frage nach der semantischen Identität von neuem stellen.
Zustandsräume: wir haben ein Kriterium für ihre Identität nur, wenn wir eins für die Identität ihrer Dimensionen haben!
Und ein nichtempirisches Kriterium für die Dimensionen haben wir nur, wenn wir eins haben für "die Eigenschaft, die durch eine Dimension des Zustandsraums ausgedrückt wird" haben, das für beliebige Eigenschaften gilt, nicht nur für Beobachtungseigenschaften.
IV 199
Aber das wäre eben ein Kriterium für Bedeutungsgleichheit.
Fodor/LeporeVsChurchland: setzt schon einen interpersonalen Begriff für die Identität von Zustandsräumen voraus, bevor er sein Ziel erreichen kann, den Begriff von "Inhaltsgleichheit" (Ähnlichkeit) zu erklären.
Er hat die Bezeichnungen der Dimensionen unerlaubterweise vorausgesetzt.
Die Bezeichnung (label) einer Dimension sagt, wie diese zu interpretieren ist, z.B. Grad von F-heit. Wieso soll dann eine Dimension F-heit ausdrücken und nicht eher G-heit? Was macht es, dass die Dimension in meinem Zustandsraum die gleichen Eigenschaft ausdrückt wie in deinem? >Konnektionismus.
Fodor IV 205
Anmerkung
11. IV 205
Empirismus/Tradition: unsere Begriffe sind Funktionen unserer sensorischen Begriffe.
Wir haben gesehen, dass Churchlands Behandlung der Qualia davon abhängt, dass er sensorische und psychophysische Begriffe vermengt.
((s) Sensorisch: (ein Aspekt - aber als "sensorischer Begriff" wiederum zwei Aspekte. Allerdings mit dem Anspruch, die psychische Erklärung zu liefern).
IV 248
Anmerkung 13 IV 205
Daraus folgt aber nicht, dass Organismen, die dieselbe sensorische Ausstattung haben, auch dieselben Begriffe haben müssten! Sie müssten es nur, wenn ihre Begriffe dieselben oder gleiche Positionen im semantischen Raum besetzen.


Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

> Gegenargumente gegen Churchland
> Gegenargumente zu Qualia



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.03.2017