Philosophie Lexikon der Argumente

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Grundbegriff: Theorien unterscheiden sich dadurch, welche Begriffe sie als Grundbegriffe, die nicht weiter definiert werden, zugrunde legen. Eine Definition dieser Begriffe innerhalb der Theorie wäre zirkulär und kann zu Paradoxien führen. Bsp Die Theorie von G. Ryle über den Geist stützt sich auf den Begriff der Disposition, andere Theorien legen z.B. angenommene innere Objekte zugrunde. Siehe auch Paradoxien, Theorien, Begriffe, Definitionen, Systeme Erklärung.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Lorenzen, Paul
 
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Grundbegriffe Thiel I 80
Formelsprache der Logik: Paul Lorenzen: "protologischer Ansatz": Regelsystem zur Herstellung von aus 0 und + linear zusammengesetzten Figuren "A" vertrete als schematischer Buchstabe derartige Figuren): Regeln:

(1) > +
(2) A > A 0
(3) A > + A +.

nach diesem "Kalkül" ist z.B. die Figur ++00+ herstellbar: (1), 2 mal (2), dann (3).
I 80/81
Jede herstellbare Figur muss entweder rechts ein 0 oder links ein + haben. Testfigur 0++ geht daher nicht. Führten wir die Zusatzregel:

(4) A > 0 A +

hinzu, würde sie herstellbar. Dagegen würde folgende Regel keine neuen Figuren ermöglichen:

(5) A > + + A.

Das nennt man "Überflüssigkeit" (in der Metamathematik "Zulässigkeit")
Solche Regelsysteme können auch als "operative Logik" bezeichnet werden.
I 83
Sie können der Einführung von Junktoren dienen (I 82 Bsp v) Protologik liegt demnach noch vor der Logik.

Lorn I
P. Lorenzen
Constructive Philosophy Cambridge 1987

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995

> Gegenargumente gegen Lorenzen



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.04.2017