Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Herbrand, J.
 
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Berechenbarkeit Thiel I 251
Berechenbarkeit/Herbrand/Thiel: Aufgrund der Herbrandschen Forderungen verlieren manche der klassischen Gesetze der Logik ihre Gültigkeit
Bsp Der Schluss von ~(x)A(x) auf (Ex)~A(x) ist nicht zulässig:
Bsp Dass nicht alle reellen Zahlen algebraisch sind, verhilft uns noch nicht zu einer transfiniten reellen Zahl.
Bsp Daraus, dass die Aussagen: "Die Dezimalbruchentwicklung von π enthält eine ununterbrochene Folge von 1000 Einsen" und "Die Dezimalbruchentwicklung von π enthält nirgends eine ununterbrochene Folge von 100 Einsen" nicht beide wahr sein können, (da aus der ersten Aussage die zweite folgt) kann man nicht darauf schließen, dass das Negat der ersten Aussage oder die zuletzt in der Klammer genannte Aussage wahr sei.
I 252
Dieses Gegenbeispiel aber zeigt, dass der klassische Schluss von
~(a u b) auf ~a v ~b nicht zulässig ist, wenn das Adjunktionszeichen dabei zum Ausdruck einer entscheidbaren Alternative benutzt werden soll. Insbesondere darf man, wie bei der Ersetzung von b durch ~a sichtbar wird, nicht von ~(a u ~a) auf ~a v ~~a schließen, obwohl dies doch ein Spezialfall des klassisch unbeschränkt gültigen tertium non datur ist. > Satz vom ausgeschlossenes Dritten.

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995

> Gegenargumente gegen Herbrand



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.04.2017