Philosophie Lexikon der Argumente

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Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Chalmers, David
 
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Zombies I 94
Zombies/Roboter/Chalmers: sind logisch möglich. Es könnte einen Zwilling von mir geben, der molekülidentisch mit mir ist, aber ohne inneres Erleben.
I 95
Zombie-Identität/Chalmers: die Identität zwischen meinem Zombie-Zwilling und mir wird auf folgenden Ebenen bestehen
1. Funktional: er wird die gleichen Informationen verarbeiten wie ich
2. Psychologisch: er wird das gleiche Verhalten an den Tag legen
Phänomenal: wird der Zombie nicht mit mir identisch sein: er wird nicht die gleichen inneren Erlebnisse haben (können).
I 96
Zombies/Chalmers: es geht nicht darum, ob die Annahme ihrer Existenz plausibel ist, sondern darum, ob sie begrifflich inkohärent ist. Es gibt jedenfalls keine versteckten begrifflichen Widersprüche.
I 97
Vorstellbarkeit: da ein solcher Zombie nicht begrifflich ausgeschlossen ist, folgt, dass mein bewusstes Erleben nicht logisch aus der funktionalen Verfassung meines Organismus folgt.
Fazit: (phänomenales) Bewusstsein superveniert nicht logisch auf dem Physischen.
I 131
Zombies/Notwendigkeit a posteriori/VsChalmers: man könnte einwenden, dass eine Zonmbiewelt bloß logisch, aber nicht metaphysisch möglich wäre. Außerdem wird zwischen Vorstellbarkeit und wahrer Möglichkeit unterschieden.
Notwendig a posteriori/Kripke: Bsp dass Wasser H2O ist, diese Notwendigkeit ist nur a posteriori wissbar. Dann ist es logisch, aber nicht metaphysisch möglich, dass Wasser nicht H2O ist.
VsChalmers: es sei unnatürlich, dasselbe für Zombies anzunehmen, und das wäre hinreichend, um den Materialismus zu retten.
ChalmersVsVs: der Begriff der Notwendigkeit a posteriori kann die Last dieses Argument nicht tragen und ist nur ein Ablenkungsmanöver. ((s) Es wird übrigens nicht von Kripke selbst ins Spiel gebracht). (FN 3/ Kap 5).
I 132
ChalmersVsVs: das Argument gegen mich hätte nur Aussicht auf Erfolg, wenn wir primäre Intensionen (Bsp Wasser und H2O) gebraucht hätten, wir haben es aber mit sekundären Intensionen (Bsp Wasser und „Wässrigkeit“) zu tun. Daher könnten psychisch/physische Begriffe a posteriori andere Dinge herausgreifen als der a priori-Unterscheidung entsprechen würde.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.03.2017