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Kausalität: die Relation zwischen zwei (getrennten) Entitäten, wobei eine Zustandsveränderung der einen Entität bewirkt, dass der Zustand der anderen Entität sich ändert. Heutzutage wird angenommen, dass eine Energieübertragung entscheidend dafür ist, dass man von einem Kausalzusammenhang sprechen kann.
D. Hume leugnete als erster konsequent die Beobachtbarkeit von Ursache und Wirkung. (David Hume Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, Hamburg 1993, S. 95).


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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Corr I 171
Kausalität/Entwicklungspsychologie/Ackerman: Eines der (....) Themen, die im Hinblick auf die Beziehungen zwischen Charakterzügen und Intelligenz zu behandeln sind, ist die Richtung der Kausalität. Korrelationsanalysen an sich, wie die überwiegende Mehrheit der hier betrachteten Daten, erlauben es nicht, festzustellen, ob positive Aspekte der Persönlichkeit positive Auswirkungen auf intellektuelle Fähigkeiten haben (oder negative Aspekte der Persönlichkeit negative Auswirkungen auf intellektuelle Fähigkeiten haben). Oder ob hohe oder niedrige intellektuelle Fähigkeiten zu positiveren oder negativen Persönlichkeitsmustern führen, oder ob einige andere Variablen für die Kovariation von Charakterzügen und intellektuellen Fähigkeiten verantwortlich sind.
Einige Entwicklungstheorien (und die wenigen Längsschnittstudien) liefern eine theoretische Grundlage für bestimmte Persönlichkeitsmuster (z.B. hohe Testangst, die zur Vermeidung von Situationen führt, die eine Evaluierung beinhalten könnten), was zu niedrigeren intellektuellen Fähigkeiten über die langfristige Entwicklung führt (siehe z.B. Sarason 1960)(1).
Andere Theorien der intellektuellen Entwicklung Erwachsener (z.B. Ackerman 1996)(2) deuten darauf hin, dass Einzelpersonen zum Erwerb von Wissen und Fähigkeiten zu Bereichen tendieren werden, die am ehesten mit ihren Persönlichkeitsmustern und einer Reihe von konsistenten beruflichen Interessen übereinstimmen (z.B. Einzelpersonen mit hohem TIE-Wert - typisches intellektuelles Engagement, siehe >Intelligenz/Psychologische Theorien). Sie neigen dazu, mehr allgemeines Wissen über die Welt zu erwerben als Einzelpersonen mit niedrigem TIE-Wert.


1. Sarason, I. G. 1960. Empirical findings and theoretical problems in the use of anxiety scales, Psychological Bulletin 57: 403–15
2. Ackerman, P. L.1996. A theory of adult intellectual development: process, personality, interests, and knowledge, Intelligence 22: 229–59


Phillip L. Ackerman, “Personality and intelligence”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Entwicklungspsychologie

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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