Psychologie Lexikon der Argumente

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Kausalität: die Relation zwischen zwei (getrennten) Entitäten, wobei eine Zustandsveränderung der einen Entität bewirkt, dass der Zustand der anderen Entität sich ändert. Heutzutage wird angenommen, dass eine Energieübertragung entscheidend dafür ist, dass man von einem Kausalzusammenhang sprechen kann.
D. Hume leugnete als erster konsequent die Beobachtbarkeit von Ursache und Wirkung. (David Hume Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, Hamburg 1993, S. 95).


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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Corr I 237
Kausalität/Bindungstheorie/Shaver/Mikulincer: In den ersten Studien zur Bindung von Säuglingen identifizierten Ainsworth, Blehar, Waters and Wall (1978) mehrere mütterliche Verhaltensweisen bei der Beobachtung von Mutter-Kind-Interaktionen zu Hause, die mit der Bindungssicherheit eines Säuglings in der fremden Situation verbunden waren. Zu diesen Verhaltensweisen gehörten beispielsweise die Reaktion auf das Schreien des Säuglings, der Zeitpunkt des Fütterns, die Sensibilität für die Signale und Bedürfnisse des Säuglings, die psychologische Zugänglichkeit, wenn der Säugling verzweifelt war oder einen Bedarf oder Wunsch nach Unterstützung und Geborgenheit signalisierte. In den folgenden Jahrzehnten folgten Dutzende von Studien den Erkenntnissen von Ainsworth et al. (1978)(1) und der weiteren Verknüpfung der Bindungssicherheit von Säuglingen mit sensiblem mütterlichem Verhalten und der Qualität der väterlichen Betreuung (siehe Atkinson, Niccols, Paglia et al. 2000(2); De Wolff und van IJzendoorn 1997(3), für Rezension und Metaanalysen). Basierend auf diesen soliden Beweisen kamen van IJzendoorn und Bakermans-Kranenburg (2004(4), S. 248) zu dem Schluss, dass die kausale Rolle der mütterlichen Sensibilität bei der Bildung der Bindungsbeziehung zwischen Säugling und Mutter ein stark gesicherter Befund ist.


1. Ainsworth, M. D. S., Blehar, M. C., Waters, E. and Wall, S. 1978. Patterns of attachment: assessed in the Strange Situation and at home. Hillsdale, NJ: Erlbaum
2. Atkinson, L., Niccols, A., Paglia, A., Coolbear, J., Parker, K. C. H., Poulton, L., Guger, S. and Sitarenios, G. 2000. A meta-analysis of time between maternal sensitivity and attachment assessments: implications for internal working models in infancy/toddlerhood, Journal of Social and Personal Relationships 17: 791–810
3. De Wolff, M. and van IJzendoorn, M. H. 1997. Sensitivity and attachment: a meta-analysis on parental antecedents of infant attachment, Child Development 68: 571–91
4. van IJzendoorn, M. H. and Bakermans-Kranenburg, M. J. 2004. Maternal sensitivity and infant temperament in the formation of attachment, in G. Bremner and A. Slater (eds.), Theories of infant development, pp. 233–57. Malden, MA: Blackwell Publishing


Phillip R. Shaver and Mario Mikulincer, “Attachment theory: I. Motivational, individual-differences and structural aspects”, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge Handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Bindungstheorie

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

Corr II
Philip J. Corr (Ed.)
Personality and Individual Differences - Revisiting the classical studies Singapore, Washington DC, Melbourne 2018

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