Psychologie Lexikon der Argumente

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Verhalten, Philosophie: Beobachtbare Veränderungen im beschreibbaren Zustand von lebenden Organismen, die von diesen Organismen selbst initiiert sind oder die eine Reaktion auf äußere Reize darstellen, bei denen eine gewisse Wahlmöglichkeit der Reaktion besteht. Flankierende Gedanken gehören nicht zum Verhalten, da sonst eine beliebige Ausweitung des Bezugsrahmens eine Bestimmung des Verhaltens unmöglich machen würde. Siehe auch Behaviorismus, Psychologie, Mentalismus, Naturalismus, Beobachtung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Corr I 349
Verhalten/Gray: Gray verwendete die Sprache der Kybernetik (vgl. Wiener 1948)(1) - die Wissenschaft der Kommunikation und Kontrolle, die Endziele und Rückkopplungsprozesse umfasst, die die Kontrolle von Werten innerhalb des Systems beinhalten, die den Organismus zu seinem Endziel führen - in Form einer cns-CNS (Konzeptuelles Nervensystem/Zentrales Nervensystem >Terminologien/Gray) Brücke, um zu zeigen, wie der Informationsfluss und die Kontrolle der Ergebnisse erreicht wird (siehe auch Gray 2004)(2). >Reinforcement Sensitivity Theory/Gray, >Konzeptuelles Nervensystem/Gray.
Gray stand vor zwei großen Problemen: erstens, wie man Gehirnsysteme identifiziert, die für das Verhalten verantwortlich sind, und zweitens, wie man diese Systeme charakterisiert, sobald sie identifiziert wurden. Die Perspektive der individuellen Unterschiede ist ein wichtiger Weg, um die Hauptquellen für Variationen im Verhalten zu identifizieren. Folglich muss es kausale Systeme (d.h. Quellen) geben, die zu beobachteten Variationen im Verhalten führen. Hans Eysencks (1947(3), 1957(4), 1967(5)) Ansatz bestand darin, mittels multivariater statistischer Analysen diese Hauptquellen der Variation in Form von Persönlichkeitsdimensionen zu identifizieren.
GrayVsEysenck: Gray akzeptierte, dass dieser "Top-Down"-Ansatz die minimale Anzahl von Variationsquellen identifizieren kann (d.h. das "Extraktionsproblem" in der Faktoranalyse), aber er argumentierte, dass solche statistischen Ansätze niemals die korrekte Ausrichtung dieser beobachteten Dimensionen (d.h. das "Rotationsproblem" in der Faktoranalyse) lösen können.
Lösung/Gray: "bottom-up"-Ansatz: ruht auf anderen Formen von Evidenz, einschließlich der Auswirkungen von Hirnläsionen, experimenteller Hirnforschung (z.B. intrakranielle Selbststimulationsstudien) und, von größter Bedeutung, den Auswirkungen auf das Verhalten von Medikamentenklassen, von denen bekannt ist, dass sie bei der Behandlung psychiatrischer Störungen wirksam sind.
Umwandlung der pharmakologischen Basisbefunde in eine wertvolle neuropsychologische Theorie. Dies war eine subtile und clevere Art, die Natur der fundamentalen Emotions- und Motivationssysteme aufzudecken, insbesondere derjenigen, die in den wichtigsten Formen der Psychopathologie involviert sind. >Methode/Gray, >Furcht/Gray.



1. Wiener, N. 1948. Cybernetics, or control and communication in the animal and machine. Cambridge: MIT Press
2. Gray, J. A. 2004. Consciousness: creeping up on the Hard Problem. Oxford University Press
3. Eysenck, H. J. 1947. Dimensions of personality. London: K. Paul/Trench Trubner
4. Eysenck, H. J. 1957. The dynamics of anxiety and hysteria. New York: Preger
5. Eysenck, H. J. 1967. The biological basis of personality. Springfield, IL: Thomas


Philip J. Corr, „ The Reinforcement Sensitivity Theory of Personality“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Gray, Jeffrey A.

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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> Gegenargumente gegen Gray

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