Psychologie Lexikon der Argumente

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Selektive Aufmerksamkeit/Kognitionspsychologie/Matthews: Selektive Aufmerksamkeit bezieht sich auf die Konzentration der Aufmerksamkeit auf eine von mehreren Reizquellen. Persönlichkeit kann die Effizienz der selektiven Aufmerksamkeit beeinflussen. Furnham und Strbac (2002)(1) fanden heraus, dass Extravierte bei einer Reihe von Aufgaben widerstandsfähiger gegen Hintergrundgeräusche waren als Introvertierte. Extravertierte können es in der Tat vorziehen, mit Musik oder anderen Geräuschen im Hintergrund zu lernen. Angst und Neurotizismus sind auch häufig mit selektiven Aufmerksamkeitsdefiziten verbunden, ein Ergebnis, das eine allgemeinere Aufmerksamkeitsstörung im Zusammenhang mit diesen Eigenschaften widerspiegeln kann. Newton, Slade, Butler und Murphy (1992)(2) fanden heraus, dass sowohl Extraversion als auch niedriger Neurotizismus mit einer schnelleren visuellen Suche verbunden waren, wenn die Probanden ein einziges Buchstabenmuster in einer zufälligen Darstellung von Buchstaben finden mussten.
Schizophrenie: Schwierigkeiten bei der Hemmung anomaler Gedanken und Bilder können zu den "positiven Symptomen" der Schizophrenie einschließlich Halluzinationen und Wahnvorstellungen beitragen (Lubow und Gewirtz 1995)(3). Schizotypische Individuen können in der Hemmung irrelevanter Reize unzureichend sein. Studien mit Aufmerksamkeitsaufgaben, die Messungen der latenten Hemmung ermöglichen, haben diese Hypothese bestätigt (z.B. Tsakanikos 2004)(4).
Angst: Eine Vielzahl von Paradigmen wurden verwendet, um zu zeigen, dass Angst mit der bevorzugten Auswahl von Bedrohungsreizen zusammenhängt (siehe Bar-Haim, Lamy, Pergamin et al. 2007(5); Williams, Watts, MacLeod und Mathews 1997(6) für Rezensionen).
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Unbewusste Ausrichtung: Ist die Ausrichtung unbewusst oder spiegelt sie eine freiwillige Strategie der aktiven Suche nach potenziellen Bedrohungen wider? (Siehe Matthews and Wells 2000(7)). Es ist plausibel, dass beide Arten von Prozessen beteiligt sein können. Mathews und Mackintosh (1998)(8) schlugen einen dualen Prozessansatz vor, bei dem die Verzerrung zunächst durch ein automatisches Bedrohungsbewertungssystem erzeugt wird, aber durch freiwillige Anstrengungen kompensiert werden kann.



1. Furnham, A. and Strbac, L. 2002. Music is as distracting as noise: the differential distraction of background music and noise on the cognitive test performance of introverts and extraverts, Ergonomics 45: 203–17
2. Newton, T., Slade, P., Butler, N. M. and Murphy, P. 1992. Personality and performance on a simple visual search task, Personality and Individual Differences 13: 381–2
3. Lubow, R. E. and Gewirtz, C. 1995. Latent inhibition in humans: data, theory, and implications for schizophrenia, Psychological Bulletin 117: 87–103
4. Tsakanikos, E. 2004. Latent inhibition, visual pop-out and schizotypy: is disruption of latent inhibition due to enhanced stimulus salience?, Personality and Individual Differences 37: 1347–58
5. Bar-Haim, Y., Lamy, D., Pergamin, L., Bakermans-Kranenburg, M. J. and van IJzendoorn, M. H. 2007. Threat-related attentional bias in anxious and nonanxious individuals: a meta-analytic study, Psychological Bulletin 133: 1–24
6. Williams, J. M. G., Watts, F. N., MacLeod, C. and Mathews, A. 1997. Cognitive psychology and emotional disorders, 2nd edn. Chichester: Wiley
7. Matthews, G. and Wells, A. 2000. Attention, automaticity and affective disorder, Behaviour Modification 24: 69–93
8. Mathews, A. and Mackintosh, B. 1998. A cognitive model of selective processing in anxiety, Cognitive Therapy and Research 22: 539–60


Gerald Matthews, „ Personality and performance: cognitive processes and models“, in: Corr, Ph. J. & Matthews, G. (eds.) 2009. The Cambridge handbook of Personality Psychology. New York: Cambridge University Press


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Kognitionspsychologie

Corr I
Philip J. Corr
Gerald Matthews
The Cambridge Handbook of Personality Psychology New York 2009

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