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Identität: Zwei Gegenstände sind niemals identisch. Bei Identität handelt es sich um einen einzigen Gegenstand, auf den unter Umständen mit zwei verschiedenen Bezeichnungen referiert wird. Die Tatsache, dass mit zwei Beschreibungen ein einziger Gegenstand gemeint ist, wird möglicherweise erst im Laufe einer Untersuchung entdeckt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Upton I 117
Identität/Marcia/Upton: Die Suche nach Identität wird durch das, was Erikson ein psychosoziales Moratorium nennt, unterstützt. Was er meint, ist, dass Jugendliche relativ verantwortungslos sind, was ihnen den Raum gibt, verschiedene Identitäten auszuprobieren (und zu verwerfen). (>Identität/Erikson.)
Marcia: Marcia (1987)(1) schlug vor, dass diese Entwicklung ein gestufter Prozess ist, und er identifizierte vier verschiedene Identitätsstatus.
1) Identitätsdiffusion bezieht sich auf das Individuum, welches noch keine Krise erlebt hat oder Verpflichtungen eingegangen ist. Es ist unentschlossen über zukünftige Rollen und hat kein Interesse an solchen Themen gezeigt.
2) Identitätsabschottung beschreibt Individuen, die sich zu einer Identität verpflichtet haben, ohne eine Krise zu erleben. Sie können zum Beispiel einfach den Ideologien und Wünschen ihrer Eltern gefolgt sein.
3) Identitätsmoratorium ist der Begriff für Individuen, die sich in einer Identitätskrise befinden und deren Verpflichtungen noch nicht fest definiert sind.
4) Identitätserfolg ist erreicht, wenn Individuen eine Krise durchlebt haben und sich zu ihrer Identität bekennen.

Nach Marcia (1993)(1) werden junge Heranwachsende in der Regel durch einen der ersten drei Status beschrieben. Es gibt jedoch immer mehr Hinweise darauf, dass Identitätsentwicklung nicht nur eine Aufgabe der Adoleszenz ist. Tatsächlich sind einige Aspekte der Identität bereits auf dem besten Weg, sich vor der Pubertät zu etablieren. Gender zum Beispiel ist ein Identitätsaspekt, der ein Schlüsselaspekt der Entwicklung in jungen Jahren ist, aber weiterhin auf einem komplexeren Verständnis dessen aufbaut, was es bedeutet, männlich oder weiblich zu sein. Ebenso treten einige der wichtigsten Identitätsveränderungen nach der Adoleszenz auf, die im frühen Erwachsenenalter stattfinden (Waterman, 1992)(2).



1. Marcia, JE (1993) The status of the statuses: research review, in Marcia, JE Waterman, AS Matteson, DR Archer, SL and Orlofsky, JL (eds) Identity: A handbook for psychosociogical research (pp 22-41). New York: Springer-Verlag.
2. Waterman, AS (1992) Identity as an aspect of optimal psychological functioning, in Adams, GR Gullotta, TP and Montemayor, R (eds) Adolescent ldentity Formation (50-72). Newbury Park, CA: Sage.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Marcia, James

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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