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Moral: Eine mehr oder weniger kodierte Menge von Regeln, Handlungsmaximen, Pflichten und Verboten innerhalb einer Gesellschaft oder Gruppe. Die meisten dieser Regeln sind bei den Mitgliedern der Gesellschaft oder Gruppe unbewusst verinnerlicht. Ihre Rechtfertigung und die mögliche Bewertung von Handlungen werden in der Ethik und Metaethik reflektiert. Siehe auch Werte, Normen, Rechte, Ethik.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Upton I 124
Moral/Gender Studies/Upton: Gender StudiesVsKohlberg: Laut Gilligan (1982(1), 1996(2)) spiegelt die Reihenfolge der Stufen daher eine geschlechtsspezifische Verzerrung wider. Die Platzierung abstrakter Gerechtigkeitsprinzipien (Stufe 4) über Beziehungen und die Sorge um andere (Stufe 3) basiert auf einer männlichen Norm und spiegelt die Tatsache wider, dass die meisten von Kohlbergs Forschungen männliche Teilnehmer nutzten. Gilligan argumentiert daher, dass diese Orientierungen zwar unterschiedlich sind, dass aber die eine nicht unbedingt besser ist als die andere.
Es gibt jedoch einige Diskussionen über das Ausmaß der Beweise zur Unterstützung von Gilligans Behauptungen über geschlechtsspezifische Unterschiede in der moralischen Argumentation; eine Meta-Analyse der Beweise durch Jaffee and Hyde (2000)(3) ergab, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Argumentation klein waren und in der Regel besser durch die Art des Dilemmas erklärt werden als durch das Geschlecht. Die Beweise scheinen nun darauf hinzudeuten, dass sorgebasiertes Denken sowohl von Männern als auch von Frauen verwendet wird, um zwischenmenschliche Dilemmata zu bewerten, während Gerechtigkeitsüberlegungen auf gesellschaftliche Dilemmata angewendet werden. >Moral/Kohlberg, >Moralität/Kulturpsychologie.


1. Gilligan, C (1982) In a D4fferent Voice: Psychological theory and women’s development. Cambridge, MA: Harvard University Press.
2. Gilligan. C (1996) The centrality of relationships in psychological development: a puzzle, some evidence and a theory, in Noam, GG and Fischer, KW (eds) Development and Vulnerability in Close Relationships. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum.
3. Jaffee, S and Hyde,JS (2000) Gender differences in moral orientation: a meta-analysis. Psychological Bulletin, 126: 703-2 6.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Gender Studies

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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