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Methode: ein Verfahren, auf das sich Teilnehmer an einer Diskussion oder einem Forschungsvorhaben geeinigt haben. Bei Verstößen gegen eine Methode wird vor allem die Vergleichbarkeit der Ergebnisse angezweifelt, da diese nicht mehr aus einer Menge mit einheitlich definierten Eigenschaften der Elemente stammen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Upton I 147
Methode/Levinson/Upton: Levinson stützte seine Theorie der Erwachsenenentwicklung auf eine Reihe von tiefgreifenden Interviews mit 40 erwachsenen Männern, welche zum Zeitpunkt der Durchführung der Interviews in den späten 1960er Jahren zwischen 35 und 45 Jahren alt waren (Levinson, 1986)(1). Er war motiviert, diese Studie durchzuführen, weil er versuchen wollte, seine eigene Midlife Transition zu verstehen. Der in Psychoanalyse ausgebildete klinische Psychologe Levinson nannte die Interviews "biographisch" und erklärte den Teilnehmern, dass die Hauptaufgabe darin bestand, die Lebensgeschichte eines Mannes zu konstruieren. Ziel war es, den gesamten Lebensweg von der Kindheit bis zur Gegenwart im Leben eines jeden Menschen abzudecken. (Levinson (1986(1), 1996(2)).
Die Männer, die Levinson befragte, arbeiteten entweder als Biologieprofessoren, Schriftsteller, Geschäftsführer oder Industriearbeiter. Die biographischen Interviews dauerten ein bis zwei Stunden und mit jedem Teilnehmer wurden sechs bis zehn Interviews durchgeführt.
Die gestellten Fragen konzentrierten sich auf die Darstellung der eigenen Erfahrungen in der Zeit nach der Pubertät, wobei Themen wie der Hintergrund des Mannes (Bildung, Einkommen usw.) und Überzeugungen zu Themen wie Religion und Politik im Mittelpunkt standen.
Die Männer wurden auch nach wichtigen Ereignissen oder Wendepunkten in ihrem Leben gefragt. Mehr als die Hälfte der Männer, mit denen Levinson sprach, bezeichnete die Lebensmitte als die letzte Chance, ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Diese Ziele waren mit Schlüsselereignissen wie dem Erreichen eines bestimmten Einkommensniveaus oder mit Karrierepunkten wie der Tätigkeit als Supervisor oder ordentlicher Professor verbunden.
Die übrigen Männer hatten eine negative Sicht auf ihr Leben, weil sie in einer Sackgasse oder in sinnlosen Jobs feststeckten.
In den 1980er Jahren befragte Levinson 45 gleichaltrige Frauen (Levinson, 1996)(2). Die Stichprobe umfasste zu gleichen Teilen Frauen, die entweder Hausfrauen, Hochschullehrkräfte oder Geschäftsfrauen waren.
Er fand heraus, dass Frauen im Allgemeinen die gleiche Art von Lebenszyklen durchlaufen wie Männer. Allerdings war es unwahrscheinlicher, dass sie mit konkreten Zielen ins Erwachsenenalter eintreten und daher weniger wahrscheinlich, dass sie den Erfolg in Bezug auf wichtige Karriere-Events definieren würden. Anstatt sich auf externe Ereignisse zu konzentrieren, sehnten Frauen sich in der Regel nach Veränderungen der persönlichen Identität in ihrer Lebensmitte.
Upton I 148
VsLevinson/Upton: Es ist zwar gut, dass Levinson sein persönliches Interesse anerkannt hat, aber [man] könnte sich fragen, ob dies seine Interpretation der Ergebnisse beeinflusst hat. Man könnte auch argumentieren, dass das biografische Interview nicht sehr objektiv und Levinsons Stichprobe nicht sehr repräsentativ ist.
(...) Männer, die für Levinsons Studien befragt wurden, wurden zwischen 1924 und 1934 geboren. Sie wurden daher in den 1930er und 1940er Jahren aufgezogen. Frauen und Männer, die in dieser Zeit aufgewachsen sind, waren viel stärker geschlechtstypisiert als Männer und Frauen in der heutigen Zeit.
Andere Probleme mit den Studien:
Lebenserfahrungen: Männer, die in den letzten Jahrzehnten aufgewachsen sind, mussten sich möglicherweise mit weniger stabilen Familien aufgrund hoher Scheidungsraten und einer anderen Art von Wirtschaft auseinandersetzen.
Frauen: Die Erziehung, die Ziele und Erwartungen der heutigen Frauen unterscheiden sich stark von denen zum Zeitpunkt der Arbeit von Levinson.


1. Levinson, DJ (1986) The Seasons of a Man’s Life. New York: Alfred Knopf.
2. Levinson, DJ (1996) The Seasons of a Woman’s Life. New York Alfred Knopf.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Levinson, Daniel J.

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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