Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Allwissenheit Hintikka II XV
Logische Allwissenheit/Hintikka: These: ist nur ein angebliches Problem. ChomskyVsHintikka: dieser hat das angebliche Paradox als Grund für seine Ablehnung jeglicher modell-theoretischer Semantik für propositionale Einstellungen angeführt.
HintikkaVsChomsky: sein Problem ist schon vor langer Zeit gelöst worden.
II 21
Allwissenheit/Lösung/Hintikka: wir müssen erlauben, dass Individuen nicht in jeder möglichen Welt existieren müssen. Sonst müssten alle Weltlinien stets ad libitum ausdehnbar sein, dann würde jeder wissen müssen, was ein Individuum in jeder Welt (in welcher Verkleidung (Guise) auch immer) wäre, und zwar auf der Basis der Form von Wissen + indirekte W-Frage.
II 23
Logische Allwissenheit/epistemische Logik/Modelltheorie/Hintikka: Problem: Angenommen (S1 › S2) d.h. alle Modelle von S1 sind Modelle von S2. Dann sind alle epistemischen Alternativen, in denen S1 wahr ist, solche, in denen S2 wahr ist.
Problem: daraus folgt, dass für jeden Wissenden b und jedes Szenarium gilt:
(3.1) {b} KS1 › {b} K S2.
D.h. man muss alle logischen Konsequenzen aus seinem Wissen auch wissen.
Das hat einige zur Ablehnung der Modelltheorie geführt.
Modelltheorie/HintikkaVsVs: das folgt aber nur, wenn man die Allwissenheit nicht vermeiden kann, und man kann sie vermeiden.
Lösung: man kann eine Teilmenge von logischen Konsequenzen (S1 › S2) finden, für die (3.1) gilt.
(i) diese Teilmenge kann syntaktisch beschränkt werden. Die Zahl der freien Individuensymbole zusammen mit der Zahl von Schichten von Quantoren beschränken die Zahl der Individuen, die in einem Satz S (oder in einem Argument) berücksichtigt werden können.
Lösung: diese Zahl (Parameter) sollte an keiner Stelle der Argumentation größer sein als die in S1 oder S2 ist.
Problem: es gibt noch kein einfaches axiomatisch-deduktives System dafür.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Angeborenes Locke Danto I 113
Einbildungskraft/angeboren/Locke: These: Die Einbildungskraft ist angeboren. - (ChomskyVs). - Einfache Ideen kann man nicht vorstellen.
Euchner I 17
Ideen/LockeVsAngeborene Ideen: gäbe es sie, könnten Kulturen nicht so auseinanderklaffen.
I 19
Geist/Locke: leere Tafel.
Arndt II 191
Angeborene Ideen/Tradition/Arndt: gewisse Unabhängigkeit von Ideen und Sprache, Erkennbarkeit ohne Sprache, Repräsentation.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Loc I
W. Euchner
Locke zur Einführung Hamburg 1996

Loc II
H.W. Arndt
"Locke"
In
Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg) Göttingen 1997
Chomsky Psychologische Theorien Slater I 191
Chomsky/Psychologische Theorien: Chomsky (1957)(1) [argumentierte] (...) für stark eingeschränkte angeborene Tendenzen, die dazu führen, dass alle natürlichen Sprachen eine kleine Anzahl universeller Eigenschaften teilen. Der Spracherwerb erfordert also keine langwierige Entwicklungszeit, in der das Kind den Eigenheiten seiner Muttersprache ausgesetzt ist. Vielmehr dienen kurze Ausschnitte aus der "Oberflächen"-Eingabe dazu, eine von wenigen möglichen "versteckten" Strukturen auszulösen, die sich dann zu einem System entwickeln, das in der Lage ist, eine unendliche Vielfalt von grammatikalisch korrekten Sätzen in der jeweiligen Muttersprache, der das Kind ausgesetzt ist, zu erzeugen. Psychologie: Während Chomsky nie direkt Kindersprache studierte, beobachteten psychologische Studien einen mehrjährigen Zeitraum, der allmählich das Vokabular und die grammatikalische Komplexität steigerte. Z.B. >Eimas et al. (1971)(2). >Sprachentwicklung/Eimas.
VsChomsky/ChomskyVsVs: Als diese Spracherwerbsforscher das Fehlen von Beweisen für angeborene Sprachfähigkeiten feststellten, war die Erklärung derjenigen, die sich für Chomskys nativistische Perspektive aussprachen, dass Kinder von einer beeindruckenden Reihe von "Produktionsmängeln" befallen sind, die ihre wahre zugrunde liegende Kompetenz verdecken.
VsProduktionsmängel-Theorie: >Phonetik/Psychologische Theorien.
Slater I 196
Chomsky: Das Argument für einen speziellen Sprachmodus beruhte auf zwei Ansprüchen: (a) Sprache wird auf eine Weise wahrgenommen, die nicht mit nicht-sprachlichen Klängen geteilt wird, und (b) die Sprachwahrnehmung ist grundsätzlich linguistischer Natur und spricht damit für einen angeborenen Mechanismus, der spezifisch für den Menschen ist. VsChomsky: Beide Behauptungen wurden durch starke empirische Daten im Jahrzehnt nach Eimas et al. in Frage gestellt (1971(2)). Zunächst zeigten Kuhl und Miller (1975(3), 1978(4), dass ein nicht-menschliches Säugetier (Chinchilla) CP (kategoriale Wahrnehmung; >Phonetik/psychologische Theorien) für VOT (Voice onset time - Stimmeinsatz-Zeit, einschließlich der gleichen synthetischen Sprachlaute wie in Eimas et al. verwendet wurden) hat. Darüber hinaus waren Kuhl und Miller in der Lage
Slater I 197
ein Verfahren zu entwickeln, das Kennzeichnungsdaten von den Tieren gewinnt. Die Art und Weise, wie Chinchillas auf VOT reagiert haben, ist praktisch identisch mit menschlichen Erwachsenen. Nachfolgearbeiten von Kuhl und Padden (1982)(5) testeten Rhesusaffen und bestätigten diese Ergebnisse mit einer dem Menschen ähnlicheren Art. Kategoriale Wahrnehmung: So ist die Anwesenheit von CP kein ausreichendes Argument für den Betrieb eines sprachlich relevanten Sprachmodus, da niemand behauptet, dass Chinchillas oder Affen im Entferntesten etwas wie Sprache und schon gar keine Fähigkeit zur Sprachproduktion erreichen. Nachfolgende Untersuchungen von Kluender, Diehl und Killeen (1987)(6) haben gezeigt, dass die grundlegenden Eigenschaften von CP nicht einmal für Säugetiere einzigartig sind (...). Vgl. >Tiersprache.
Problem: CP ist nicht annähernd so definitiv wie die Ansprüche von Liberman et al. (1957)(7), (1961)(8), (1967)(9). Siehe Pisoni und Lazarus (1974)(10), Miller (1997)(11).



1. Chomsky, N. (1957). Syntactic structures. Mouton: The Hague.
2. Eimas, P. D., Siqueland, E. R.,Jusczyk, P., &Vigorito,J. (1971). Speech perception in infants. Science, 171, 303-306.
3. Kuhl, P. K., & Miller, J. D. (19 75). Speech perception by the chinchilla: Voiced-voiceless distinction in
alveolar plosive consonants. Science, .190, 69—72.
4. Kuhl, P. K., & Miller, J. D. (19 78). Speech perception by the chinchilla: Identification functions for synthetic VOT stimuli. Journal of the Acoustical Society of America, 63, 905—917.
5. Kuhl, P. K., & Padden, D. M. (1982). Enhanced discriminability at the phonetic boundaries for the voicing feature in macaques. Perception and Psychophysics, 32, 542—550.
6. Kluender, K. R., Diehl, R. L., & Killeen, P. R. (1987). Japanese quail can learn phonetic categories. Science, 237, 1195—1197.
7. Liberman, A. M., Harris, K. S., Hoffman, H. S., & Griffith, B.C. (1957). The discrimination of speech sounds within and across phoneme boundaries. Journal of Experimental Psychology, 54, 358—368.
8. Liberman, A. M., Harris, K. S., Kinney, J., & Lane, H. (1961). The discrimination of relative onset-time of the components of certain speech and non-speech patterns. Journal of Experimental Psychology, 61,379—388.
9. Liberman, A. M., Cooper, F. S., Shankweiler, D. P., & Studdert-Kennedy, M. (1967). Perception of the speech code. Psychological Review, 74, 431—461.
10. Pisoni, D. B., & Lazarus, J. H. (1974). Categorical and non-categorical modes of speech perception along the voicing continuum. Journal of the Acoustical Society of America, 55, 328—333.
11. Miller, J. L. (1997). Internal structure of phonetic categories. Language and Cognitive Processes, 12,
865—869.


Richard N. Aslin, “Language Development. Revisiting Eimas et al.‘s /ba/ and /pa/ Study”, in: Alan M. Slater and Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications

Slater I
Alan M. Slater
Paul C. Quinn
Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012
Erkenntnistheorie Putnam III 87
Interesse/Erkenntnis/Putnam: Erkenntnis ist interessegeleitet (ChomskyVs). - Aber VsChomsky: das heißt nicht, dass es uns freisteht, unsere Interessen zu wählen - oder dass Interessen nicht kritisierbar wären. - Auch Vernünftigkeit ist von den Umständen abhängig. - Die Behauptung, ein Begriff sei interessenrelativ heißt nicht, dass alle Interessen gleich vernünftig wären. >Interesse.
I (g) 200
Kripke/Putnam: nimmt an, dass wir etwas wie "intellektuelle Anschauung" haben. - PutnamVsKripke - Was soll einer "transzendentalen Entsprechung" korrespondieren?

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
Form Chomsky I 310
Chomsky: ist interessiert daran, ob es "Ideen u Prinzipien" gibt, die die Form der erworbenen Kenntnis determinieren (rationalistische Variante) oder die Struktur des Aneignungmechanismus auf einfache Verarbeitungsmechanismen beschränkt ist (empiristische Variante, ChomskyVs). - Empirismus/Chomsky: ist nicht so wichtig.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Generative Grammatik Lyons I 158
Generative Grammatik/Erzeugungsgrammatik/Transformationsgrammatik/Lyons: „generativ“ wird oft falsch verstanden: eine generative Grammatik muss keine Transformationsgrammatik sein. Beide werden oft verwechselt, da Chomsky die Begriffe gleichzeitig einführte. Transformation: wurde von Harris zuvor schon in dem Sinn gebraucht wie später von Chomsky.
Def Generativ/Grammatik/Lyons: 1. „projektiv“ („prädikativ“): damit werden auch potentielle Sätze festgelegt. Durch eine Anzahl grammatischer Regeln, die ein Korpus von Sätzen beschreiben, indem sie dieses Korpus auf eine größere Anzahl von Sätzen „projizieren“.
I 159
2. „Explizit“ („formal“): liefert ein Entscheidungsverfahren, ob Sätze oder Kombinationen von Sprachelementen grammatisch sind oder nicht. (ähnlich in der Mathematik: Bsp 2 n: liefert gerade Zahlen). Darüber hinaus wird auch eine strukturelle Beschreibung geliefert.
I 161
Diese zweite Bedeutung von „generativ“ bedingt die Formalisierung der grammatischen Theorie. ((s) Statt einer Liste von Regeln).
Lyons I 237
Generative Grammatik/ChomskyVsBloomfield/Lyons: Chomsky spricht von Erzeugung. Generative Methode, >Generative Grammatik). BloomfieldVsChomsky: Bloomfield spricht von Analyse (Klassifikation).

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Glau Chomsky I 290
Glau/ChomskyVsGoodman: ist ein Randproblem - die Ausgangsfrage ist zu vage. - Man kann problemlos eine Eigenschaft der Sprache "Grotrün" finden, die nicht Eigenschaft einer "Sprache wie Deutsch" ist. - Bsp das Prädikat "sich gleichen", nur eben auf Objekte anstatt auf Qualia angewandt. - Chomsky: es gibt keinen Zeitpunkt t, derart, dass wir von den Gegenständen vorhersagen können, dass sie sich nicht gleichen werden. - Sie könnten sich gleichen, wenn beide grün sind. - Es ist eine Eigenschaft natürlicher Sprachen, dass sie sich eher wie Deutsch als wie "Grotrün" verhalten. - Aber Sprachbegriffe wie "Deutsch" sind zu vage, um Goodmans Kriterium zu genügen. - Wir können nicht erklären, warum der Lernende nicht grot als Generalisierungsbasis erwirbt. - Das folgt sicher aus dem sensorischen System.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Grammatik Chomsky Searle VIII 414
ChomskyVsStrukturalismus: Phrasenstrukturregeln allein können Zweideutigkeiten nicht klären. - Bsp aktiv/passiv - Lösung/Chomsky: Transformationsregeln, transformieren Phrase-Marker durch Permutation, Insertion, Tilgung von Elementen in andere Phrase-Marker. - Dann besteht die Syntax aus zwei Komponenten: Basis und Transformation.
VIII 418
Tiefenstruktur/Chomsky: bestimmt die Bedeutung - Oberflächenstruktur: bestimmt die Lautgestalt (Spätwerk: Oberflächenstruktur bestimmt teilweise auch die Bedeutung). - Syntax/Chomsky: ist von Semantik zu trennen. - (laut Searle): der Mensch ist ein syntaktisches Lebewesen, das Gehirn ist syntaktisch.
VIII 421
SearleVsChomsky: daraus würde folgen, dass wenn der Mensch eines Tages syntaktisch geänderte Formen hätte, er gar keine Sprache mehr hätte, sondern etwas anderes.
VIII 421
Generative Grammatik/JungtürkenVsChomsky: Semantik ist entscheidend für die Bildung syntaktischer Strukturen.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kompetenz Chomsky I 307
Kompetenz/ChomskyVsHarman: ich habe nicht behauptet, dass sie im "Wissen-dass" bestehen, dass die Sprache durch die Regeln der Grammatik beschrieben wird - Kompetenz/ChomskyVsHarman: keine Menge von Gewohnheiten, keine Beziehung zur Fähigkeit des Fahrradfahrers (der automatisch an den Ampeln anhält). - Stattdessen die Beherrschung der generativen Grammatik - (nichtformuliertes Wissen) - weniger als die Fähigkeit, eine Sprache zu sprechen.
Searle VIII 404
Kompetenz/Performanz/Chomsky: These: Performanz ist nur die Spitze des Eisbergs der Kompetenz.
Searle VIII 437
SearleVsChomsky: die Unterscheidung ist verfehlt: er nimmt an, dass eine Theorie der Sprechakte eher eine Theorie der Performanz als eine der Kompetenz sein muss. - Er sieht nicht, dass Kompetenz letztlich Performanz-Kompetenz ist - ChomskyVsSprechakttheorie: Chomsky vermutet hinter ihr den Behaviorismus. SearleVs: das trifft nicht zu, weil die Sprechakttheorie Intention involviert.
Searle VIII 409
Chomsky: neu: der Untersuchungsgegenstand ist die Sprachkenntnis - alt: wahllose Mengen von Sätzen, Klassifikationen. ChomskyVsStrukturalismus: eine Theorie muss erklären können, welche Ketten Sätze darstellen und welche nicht.
VIII 414
SearleVsChomsky: nicht klar, wie die grammatische Theorie die Kenntnis des Sprechers liefert.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kompetenz Searle VIII 404
Kompetenz/Performanz/Chomsky: These: Performanz ist nur die Spitze des Eisbergs der Kompetenz.
VIII 437
SearleVsChomsky: die Unterscheidung ist verfehlt: er nimmt an, dass eine Theorie der Sprechakte eher eine Theorie der Performanz als eine der Kompetenz sein muss. - Er sieht nicht, dass Kompetenz letztlich Performanz-Kompetenz ist. ChomskyVsSprechakttheorie: er vermutet hinter ihr den Behaviorismus. >Behaviorismus.
SearleVs: das trifft nicht zu, weil Sprechakttheorie Intention involviert. >Sprechakttheorie.
VIII 409/10
Chomsky: neu: Untersuchungsgegenstand ist die Sprachkenntnis - alt: wahllose Mengen von Sätzen, Klassifikationen. ChomskyVsStrukturalismus: eine Theorie muss erklären können, welche Ketten Sätze darstellen und welche nicht.
VIII 414
SearleVsChomsky: es ist nicht klar, wie die grammatische Theorie die Kenntnis des Sprechers liefert. >Transformationsgrammatik.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Kriterien Chomsky II 345
Kriterien/mentale Zustände/Wittgenstein: mentale Zustände bzw. die "inneren Funktionsweisen des Geistes" liefern kein Kriterium für den richtigen Gebrauch eines Ausdrucks.
II 346
ChomskyVsWittgenstein: dabei geht es aber gar nicht um eine "richtige Behauptung" z.B. ob jemand liest, sondern um eine berechtigte Behauptung. - Bsp Fata morgana: kann eine berechtigte (falsche) Behauptung provozieren.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Methode Chomsky I 278
Methode/Theorie/Chomsky: Voraussetzung; wir müssen das, was die Person rezipiert, beschreiben können - das Perzept ist selbst ein Konstrukt erster Ordnung - seine Eigenschaften werden Experiment bestimmt - Grammatik: Konstrukt zweiter Ordnung - dazu muss man von den anderen Faktoren abstrahieren, die bei Gebrauch und Verstehen der Sprache beteiligt sind und sich auf internalisierte Kenntnis des Sprechers beziehen - VsBehaviorismus: schließt den Begriff dessen "was wahrgenommen wird" und "was man lernt" von vornherein aus.
I 297ff
Methode/Theorie: PutnamVsChomsky: bestimmte Mehrdeutigkeiten können erst durch Routine entdeckt werden, daher ist ihre postulierte Erklärung durch Chomskys Grammatik nicht so beeindruckend - ChomskyVsPutnam: das mißversteht er, in Wirklichkeit bezieht sich das auf Kompetenz und nicht auf Performanz - Routine spielt hier keine Rolle, sondern die inhärente Korrelation von Laut und Bedeutung.
I 303
Chomsky: meine universale Grammatik ist keine "Theorie des Spracherwerbs", sondern ein Element davon - meine These ist ein "Alles-auf-einmal-Vorschlag" und versucht nicht das Zusammenspiel zu erfassen zwischen dem vom Kind konstruierten tentativen Hypothesen und neuen, damit interpretierten Daten.
II 315f
Methode/Theorie/Chomsky: "Assoziation", "Verstärkung", zufällige Mutation": verbergen unser Nichtwissen - (s) es kann auch etwas Unähnliches assoziiert werden.
II 321
Methode/Theorie/ChomskyVsQuine: sein Begriff der "Verstärkung" ist nahezu leer - wenn zum Lernen Verstärkung benötigt wird, läuft das darauf hinaus, dass Lernen nicht ohne Daten vonstatten gehen kann.
II 323
Sprachlernen/ChomskyVsQuine: erklärt er nicht: wenn nur Assoziation und Konditionierung, dann resultiert bloß eine endliche Sprache.
II 324
VsQuine: Begriff der Wahrscheinlichkeit eines Satzes ist leer: dass ich einen bestimmten deutschen Satz äußere, ist genauso unwahrscheinlich, wie ein bestimmter japanischer Satz von mir.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Oberflächenstruktur Chomsky I 269f
Oberflächenstruktur/Chomsky: Feststellung einer Hierarchie von Satzteilen, die zu bestimmten Kategorien gehören: Nominalphrase, Verbalphrase, Adjektivphrase usw. Bsp John ist certain that Bill will leave - John ist certain to leave: ähnliche Oberflächenstruktur, verschiedene Tiefenstruktur.
I 273
Oberflächenstruktur/Chomsky: Annahme: sie trägt nichts zur Bedeutung bei - welchen Beitrag ein Ausdruck zum Satz beiträgt, regelt die Tiefenstruktur (>Kompositionalität). - ChomskyVs analytische Philosophie: wenn unterschiedliche Intensionen nach Substitution die Bedeutung ändern sollten, müsste es einen entsprechenden Unterschied in der TS geben, das ist unwahrscheinlich.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Regeln Lyons I 157
Regeln/Grammatik/Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: Chomsky scheint dies abzulehnen. Seiner Meinung nach ist: ChomskyVsGrammatische Regeln: These: Die grammatische Struktur der Sprache ist bestimmt ((s) nicht nach den obigen Regeln) und wird vom muttersprachlichen Sprecher „intuitiv“ (unbewusst) beherrscht. (ChomskyVsRegeln wegen der Konsequenz der „Unbestimmtheit der Grammatik“ /ChomskyVsUnbestimmtheit der Grammatik).
Lyons: die Meinungsverschiedenheiten sind hier übertrieben. Nicht die ganze Grammatik ist unbestimmt.

I 219
Phrasenstrukturgrammatik/Konstituentengrammatik/Regeln/Chomsky/Lyons: Jede Regel klammert die Konstituenten ein, die die durch sie definierten Konstruktion bilden und bezeichnet sie auch. Schichten: (der Struktur) werden durch die Reihenfolge festgelegt, in der die Regeln angewendet werden.
Def Anfangssymbol/initial symbol/Terminologie/Grammatik/Chomsky/Lyons: Bsp ∑ für Satz ((s) steht am weitesten links bzw. über einer Verzweigung).
Grammatik: produziert durch die Anwendung der Regeln eine Kette von Symbolen.
Def Endsymbol/Grammatik/Lyons: gibt die Klasse von Elementen des Lexikons an Bsp Adjektiv.
Def Endkette/terminal string/Grammatik/Terminologie/Lyons: besteht aus Endsymbolen.
I 220
Satz/Grammatik/Chomsky/Lyons: entsteht, wenn wir die Endsymbole aus der Endkette durch ein Element der durch sie bezeichneten lexikalischen Klasse ersetzen. Seine Konstituentenstruktur ist völlig durch die Ersetzungsregeln bestimmt, die die Endkette erzeugen.
I 220
Ersetzungsregeln/Grammatik/Alternativregeln/Erweiterung/Chomsky/Lyons: um transitive und intransitive Verben zu unterscheiden, führen wir ein:
(1) ∑ > NP + Vp
(2a) VP > V intr + Adv
2b) VP > V tr + Adv
(3) Np > A + N.
I 221
Wenn wir die Wahlmöglichkeit zwischen (2a) und (2b) einführen, müssen wir die Wortklassifikation im Lexikon ändern:
V intr = [{ran, usw.}
V ir = {love, kill, usw.}. Grammatik/Problem: sie ist immer noch unbefriedigend:
1. sie produziert immer noch unzulässige Sätze wie Bsp Poor John kill old women ((s) keine besondere Form für 3. Person singular).
Lösung: wir müssen die Kongruenz zwischen „Subjekt“ und dem Verb berücksichtigen. 3 (das lassen wir hier weg).
2. so wie sie jetzt steht, können wir mit der Grammatik nur Sätze mit fünf Wörtern wie Bsp Old men love young women oder Sätze mit vier Wörtern wie Bsp Poor John ran away produzieren.
Folgende Sätze sind nicht möglich: Bsp John ran away, Bsp Men love young women, Bsp Old men love women, Bsp Old men love young women passionately.
Fakultative Regel/Erweiterung/Grammatik/Ersetzungsregeln/Lyons: Bsp wir erweitern Regeln (3) indem wir zwei Regeln aus einer machen:
(3) NP > N
(4) N > A + N
Dabei sagen wir, dass (3) obligatorisch ist, (4) aber fakultativ.
Neu: dann erhalten wir auch: Bsp John ran away, Bsp Men love young women, Bsp Old men love women usw.
Alle diese Sätze sind Untertypen des Satztyps. ∑(NP + VP). D.h. dass ihre Strukturen auf einer bestimmten Stufe der Analyse identisch sind.
Stammbaum/Strukturbaum: Bsp
(I) John ran away
(II) Poor John ran away
(III) Men love women
(IV) Old men love women (V) Men love young women,
(VI) Old men love young women
I 223
Regeln/Ersetzungsregeln/Reihenfolge/Grammatik/Chomsky/Lyons: die Priorität einer bestimmten Rangordnung der Regeln gegenüber einer anderen kann das Resultat der Grammatik erheblich verändern. fakultativ: Bsp
(1) ∑ > NP + VP
(2a) VP > V intr + Adv
2b) VP > V tr + Adv
(3) Np > A + N. (4) N > T + N
(5) N > Adj + N
Regeln (4) und (5) sind fakultativ. Neu: daher erzeugt die Grammatik nun Bsp men, the men, good men, und the good men.
Reihenfolge: wenn (5) vor (4) kommen dürfte, gäbe es Bsp good the men.
Reihenfolge: auch die von (3) ist wesentlich: wenn sie nämlich vor (2b) stünde, müßte sie nachher noch mal wiederholt werden, um die Erweiterung für den aus VP > V tr + NP resultierenden Komplex zu garantieren. Die Reihenfolge kann also unzulässige Sätze verhindern und den Umfang des Regelkorpus reduzieren.
Reihenfolge: Angenommen,
(6) N > N + and + N
Wenn (6) vor (5) operiert, erhalten wir Bsp (old men) and women und men and (old women)
Wenn (6) nach (5) operiert, erhalten wir Bsp old (men and women).
I 224
Semantisch ist das dasselbe, trotz der unterschiedlichen Klammerung. Def Rekursive Regeln/rekursiv/Rekursion/Lyons: ermöglichen unendlich wiederholte Anwendung. (nur im unendlichen Fall heißen sie rekursiv). Bsp
(6b) N > N + and + N + and + N
(6c) N > N + and + N + and + N + and + N
(6d)

Bsp So kann man Geschichten erzählen: Bsp He came in and he sat down and he said that …and he…
Rekursion/Grammatik/Lyons: ein „realistisches“ Modell der Grammatik
I 225
Wird so angelegt sein, dass es mehr Beispiele rekursiver Strukturen mit zwei Konstituenten als mit drei, mehr mit drei als mit vier, usw. gibt. ((s) die einfachsten Formen sollen die wahrscheinlichsten sein). Wahrscheinlichkeit/Grammatik/Korrektheit/Lyons: die Wahrscheinlichkeit eines Vorkommens darf nicht mit seiner Korrektheit verwechselt werden.
Koordination/rekursive Regeln/Grammatik/Lyons: Problem: Koordination mit Hilfe einer rekursiven Regel: Mehrdeutigkeit durch verschiedene mögliche Klammerung Bsp Tom and Dick and Harry, (Tom and Dick) and Harry, Tom and (Dick and Harry).
Dilemma: a) Intuition: rekursive Regeln geben nicht an, was die intuitiv als korrekt empfundene strukturelle Beschreibung ist.
b) und doch sind rekursive Regeln notwendig.
I 227
Formationsregeln/Phrasenstrukturregeln/Konstituentenstrukturgrammatik/Chomsky/Lyons: Schreibweise/Terminologie: PSG Phrasenstrukturgrammatik PS-Regeln. Phrasenstrukturregeln.
a) Formationsregeln = PS-Regeln
b) Transformationsregeln: geben an, wie die Endketten in reale Sätze transformiert werden.
I 249
Kontextabhängigkeit/Regeln/Ökonomie/Lyons: der Regelzuwachs, um alle anderen Kongruenzverhältnisse abzudecken, wäre gering. Dagegen wäre er in einer kontextunabhängigen Grammatik erheblich. Hier sind als kontextabhängige Grammatiken ökonomischer. Korrektheit/Lyons: beide Arten von Grammatiken formalisieren die Kongruenzverhältnisse allerdings korrekt.


Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Semantik Searle I 236
Chinese Room/Searle: das Beispiel zeigt, dass Semantik nicht der Syntax intrinsisch ist. >Syntax.
VI 205
Semantik/Sprechakttheorie/Searle: die Sprechakttheorie ist kein Anhängsel, sondern umfasst alles, was man früher als Semantik und Pragmatik bezeichnet hat. >Pragmatik, >Sprechakttheorie.
VII 100
Semantik/Pragmatik/Searle: ich habe die Unterscheidung von Pragmatik und Semantik nie für nützlich gehalten, da sie eine spezielle Theorie in der Sprachphilosophie voraussetzt.
VII 102
Sprache/Searle: ohne eine kohärente allgemeine Theorie der Syntax und Semantik haben wir keine Möglichkeit der Unterscheidung zwischen Merkmalen von Äußerungen, die von besonderen Wörtern herrühren und Merkmalen, die von anderen Fakten herrühren, z.B. vom Sprechakt oder vom syntaktischen Satzcharakter.
VIII 419
Generative Semantik/"Jungtürken": These: Nach dieser Meinung (von Chomskys Schülern) gibt es keine Grenze zwischen Syntax und Semantik und daher keine solchen Entitäten wie syntaktische Tiefenstrukturen. ChomskyVs: Syntax sollte getrennt von der Semantik untersucht werden. (Erbe des Strukturalismus).
Searle: tiefliegende philosophische Auffassung: der Mensch ist für Chomsky ein syntaktisches Lebewesen, das Gehirn syntaktisch strukturiert.
Die semantische Funktion bestimmt nicht die Form der Syntax.
Form hängt nur beiläufig mit Funktion zusammen.
VIII 420
Generative Semantik/"Jungtürken"VsChomsky: einer der entscheidenden Faktoren bei der Bildung syntaktischer Sturkturen ist die Semantik. Selbst Begriffe wie "grammatisch korrekt" oder "wohlgeformter Satz" verlangen die Einführung semantischer Begriffe! Bsp "Er nannte ihn einen Republikaner und beleidigte ihn".
VIII 422
Jungtürken: Ross, Postal, Lakoff, McCawley, Fillmore. These Die Grammatik beginnt mit einer Beschreibung der Bedeutung eines Satzes.
Searle: wenn die Generative Semantik recht hat und es keine syntaktischen Tiefenstrukturen gibt, wird die Linguistik erst recht interessant, wir können dann systematisch untersuchen, wie Form und Funktion zusammenhängen. (Chomsky: hier gibt es keinen Zusammenhang!)


Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Sprache Chomsky I 279ff
Sprache/Chomsky: hat abgesehen von ihrer mentalen Repräsentation keine objektive Existenz. Daher brauchen wir hier nicht zwischen "Systemen von Überzeugungen" und "Wissen" zu unterscheiden.
II 319
Sprache/ChomskyVsQuine: Quine muss Sprache und Theorie trennen - sonst könnten zwei Sprecher derselben Sprache keine Meinungsverschiedenheiten haben.
II 330
Sprache/Chomsky/Quine: kein Rahmen einer tentativen Theorie wie bei der Physik - mehrere analytische Hypothesen nicht nur möglich sondern sogar notwendig - ChomskyVsQuine: Vs "Eigenschaftsraum": nicht sicher ob die Begriffe der Sprache mit physikalischen Dimensionen erklärt werden können - Aristoteles: eher mit Handlungen verknüpft - VsQuine: es ist nicht evident, dass Ähnlichkeiten in einem Raum lokalisierbar sind - es geht um Prinzipien, nicht "gelernte Sätze".
II 333
VsQuine: kann nicht von "Dispositionen zur Reaktion" abhängig sein, sonst wären Stimmungen, Augenverletzungen, Ernährungsstand usw. zu maßgeblich.
II 343
Sprache muss vielleicht gar nicht gelehrt werden.
Graeser I 121f
Sprache/ChomskyVsGrice: Frage: sollte der Hauptaspekt wirklich Kommunikation sein? - Searle: eher Repräsentation, aber nicht als Gegensatz. Meinen/VsGrice: die meisten Sätze einer Sprache sind niemals geäußert worden, daher kann schwerlich jemand jemals etwas mit ihnen gemeint haben.
Bedeutung/VsGrice: Sprecherbedeutungen können wir überhaupt nur ausfindig machen, weil wir wissen, was der Satz bedeutet. - Schüler von Grice: Strawson und Searle.

Münch III 320
Sprache/Chomsky/Holenstein: ist keine natürliche Art.

Elmar Holenstein, Mentale Gebilde, in: Dieter Münch (Hg) Kognitionswissenschaft, Frankfurt 1992

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Sprache Harman Chomsky I 306
Sprache/Harman: da sie offensichtlich kein Wissen-dass ist, muss sie ein Wissen-wie sein.
I 308
HarmanVsChomsky: das innere System zur Auswahl der Grammatik müsste in einer noch grundlegenderen Sprache dargestellt werden, die das Kind bereits verstanden haben müsste. ChomskyVsVs: vielleicht grundlegendere Sprache, aber das Kind muss sie nicht sprechen. - Das Kind muss die Muttersprache lernen, beherrscht aber vielleicht tatsächlich schon eine Grammatik.

Harman I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Harman II
Gilbert Harman
"Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Sprache Quine X 134
Sprache/Carnap/Quine: die Sprache ist bei Carnap wie ein deduktives System dargestellt. 1. Bildungsregeln: Liefern die Grammatik und das Lexikon damit liefern sie die wffs (well formed formulas)
2. Umformungsregeln: liefern die logischen Wahrheiten (auch die mathematischen, generell die analytischen).

VI 17
Ontologie/Sprache/Quine: so weit die Annahme einer wissenschaftlichen Theorie eine sprachliche Angelegenheit genannt werden kann, so kann auch - aber nicht mehr - die Annahme einer Ontologie sprachlich genannt werden.
VI 63
Sprache/Beobachtung/Übersetzung/Quine: die meisten unserer Äußerungen sind gar nicht mit Reizen korreliert, z.B. Junktoren usw.
VI 64
Der Sprachforscher kann ein Archiv von uninterpretierten Sätze anlegen und sie sezieren. Wiederkehrende Segmente kann er als Wörter behandeln. (Analytische Hypothese).
VI 65
Letztendlich hängen wir von sehr dürftigem Datenmaterial ab. Von sukzessiven Äußerungen ist zu erwarten, dass sie etwas miteinander zu tun haben.
Später wir der Übersetzer auf psychologische Hypothesen angewiesen sein. was dürften die Dschungelbewohner am ehesten für wahr halten? Was werden sie wahrscheinlich glauben?
VI 66
Erkennbar rationalen Übersetzungen wird dann der Vorzug gegeben. Eine angebliche Grammatik und Semantik der Eingeborenen aufzustellen wäre aber nichts weiter als schlechte Psychologie. Stattdessen sollte man davon ausgehen, dass die Psyche der Eingeborenen unserer weitgehend gleicht.
VI 67
Wenn der Sprachforscher einen Fehler entdeckt wird er sich fragen, wie weit dieser zurückreicht.
VI 105
Sprache/QuineVsMentalismus: Voraussetzung der Sprache ist, dass Menschen wahrnehmen, dass andere etwas wahrnehmen. Darin liegt nun aber die Verführung, die mentalistische Sprechweise zu überdehnen. >Mentalismus.

VII (b) 26
Definition/Quine: kann zwei entgegengesetzten Zwecken dienen: 1. Abkürzung und praktischen Darstellung (kurze Notation)
2. umgekehrt: Redundanz in Grammatik und Vokabular.
Sparsames Vokabular führt zu längeren Zeichenketten.
Umgekehrt vereinfacht sparsames Vokabular den theoretischen Diskurs über eine Sprache.

Sprache/Quine: durch Gewohnheit sind diese beiden Typen zusammengeschmolzen, die eine als Teil der anderen:
Äußere Sprache: redundant in Grammatik und Vokabular. Ökonomisch in Bezug auf die Länge von Zeichenketten.
Teilsprache "primitive Notation": ökonomisch in Grammatik und Vokabular.
VII (b) 27
Teil und Ganzes sind durch Übersetzungsregeln verbunden. Diese nennen wir Definitionen. sie sind nicht einer der beiden Sprachen zugeordnet, sondern verbinden sie. Aber sie nicht willkürlich. Sie sollen zeigen, wie die primitiven Notationen allen Zwecken dienen können.

VII (c) 61
Sprache/Übersetzung/Whorf/Cassirer/Quine: man kann die Sprache prinzipiell nicht vom Rest der Welt trennen. Unterschiede in der Sprache werden Unterschieden in der Lebensform entsprechen. Daher ist es prinzipiell überhaupt nicht klar, wie man annehmen soll, dass Wörter und Syntax von Sprache zu Sprache wechseln, während der Gehalt (Inhalt) fixiert bleibt.

VII (d) 77
Einführung/Sprache/Allgemeiner Term/Quine: der Gebrauch allgemeiner Termini ist im Lauf der Sprachentwicklung wahrscheinlich dadurch entstanden, dass ähnliche Stimuli ähnliche Reaktionen hervorrufen. Sprache wäre unmöglich ohne allgemeine Termini.
Um sie zu verstehen, muss man bei ihrer Einführung den zusätzlichen Operator "Klasse von" oder " heit" anerkennen. Das zu versäumen war wahrscheinlich der Grund, abstrakte Entitäten anzunehmen.
VII (d) 78
Wissenschaft/Sprache/Quine: wie viel von unserer Wissenschaft wird eigentlich von der Sprache beigesteuert, und wie viel ist eine ursprüngliche (echte) Reflexion der Realität? Um das zu beantworten, müssen wir sowohl über die Welt als auch über die Sprache sprechen! ((s) Und das ist schon die Antwort!)
Quine: und um über die Welt zu sprechen, müssen wir schon ein bestimmtes Begriffsschema voraussetzen, das zu unserer besonderen Sprache gehört.
Begriffsschema/Quine: wir sind hineingeboren, aber wir können es ändern, Stück für Stück, wie Neuraths Schiff.
VII (d) 79
Sprache/Quine: ihr Zweck ist Effizienz in Kommunikation und Voraussage. Eleganz kommt sogar als Selbstzweck hinzu.

X 34/35
Wahrheit/Sprache/Quine: Wahrheit ist von der Sprache abhängig, weil es möglich ist, dass Laute oder Schriftzeichen in einer Sprache mit Bsp „2 < 5“ gleichbedeutend sind und in einer anderen mit „2 > 5“. Bei Bedeutungswandel im Laufe vieler Jahre innerhalb einer Sprache denken wir, dass es sich um zwei verschiedene Sprachen handelt.
Wegen dieser Relativität ist es sinnvoll, nur Tokens Von Sätzen einen Wahrheitswert zuzuschreiben.
Wahrheit/Welt/Quine: der Wunsch nach einer außersprachlichen Grundlage für die Wahrheit entsteht nur, wenn man nicht beachtet, dass das W Prädikat gerade den Zweck hat, die Erwähnung sprachlicher Formen mit dem Interesse an der objektiven Welt zu verbinden.
X 42
Immanent/Sprache/Quine: sprachimmanent sind: Bildungsregeln, grammatische Kategorien, der Begriff des Wortes, bzw. technisch: des Morphems.
ad X 62
Objektsprache/Metasprache/Erwähnung/Gebrauch/(s): die Objektsprache wird erwähnt (es wird über sie gesprochen), die Metasprache wird gebraucht, um über die Objektsprache zu sprechen.
X 87
Sprache/Grammatik/Quine: dieselbe Sprache – dieselbe unendliche Menge von Sätzen kann mit verschiedenen Bildungsregeln aus verschiedenen Lexika erzeugt werden. Daher ist der Begriff (die Definition) der logischen Wahrheit nicht transzendent, sondern (sprach ) immanent. (logische Wahrheit: immer in Bezug auf eine bestimmte Sprache, wegen grammatischer Struktur).
Abhängigkeit von Sprache und ihrer Grammatisierung.

XI 114
Theorie/Sprache/Quine/Lauener: wir müssen nicht schon über eine interpretierte Sprache verfügen, um erst danach eine Theorie zu formulieren. Das ist die Zurückweisen des isolierten Gehaltes von theoretischen Sätzen.
Sprache/Syntax/Lauener: Sprache kann nicht rein syntaktisch als die Menge aller korrekt gebildeten Ausdrücke betrachtet werden, denn ein uninterpretiertes System ist ein bloßer Formalismus. ((s) Ein solcher ist nicht wahrheitsfähig).
XI 115
Sprache/Theorie/ChomskyVsQuine/Lauener: die Sprache einer Person und ihre Theorie sind auf jeden Fall verschiedene Systeme, auch wenn man Quine sonst zustimmen würde.
XI 116
Quine: (dito). Unbestimmtheit der Übersetzung: wegen ihr kann man nicht von einer gegenüber Übersetzungen invarianten Theorie sprechen.
Man kann auch nicht sagen, dass eine absolute Theorie in verschiedenen Sprachen formulierbar sei, oder auch umgekehrt, daß verschiedene (sogar einander widersprechende) Theorien in einer Sprache ausgedrückt werden können.
((s) >Wegen der ontologischen Feststellung, dass ich nicht über Ontologie streiten kann, indem ich dem anderen sagen, dass es die Dinge, die es bei ihm gebe, bei mir nicht gibt, weil ich dann den Selbstwiderspruch aufstelle, dass es Dinge gibt, die es nicht gibt).
Lauener: das entspräche dem Irrum, dass die Sprache die Syntax, die Theorie aber den empirischen Gehalt beisteuere.
Sprache/Theorie/Quine/Lauener: d.h. nicht, dass es gar keinen Gegensatz zwischen beiden gäbe: insofern dennoch zwei verschiedene Theorien in derselben Sprache niederlegt werden, heißt das dann, dass die Ausdrücke nicht in allen Ausdrücken austauschbar sind.
Es gibt aber auch Kontexte, wo die Unterscheidung Sprache/Theorie keinen Sinn hat. Daher ist der Unterschied graduell. Die Kontexte, wo Sprache/Theorie austauschbar sind, sind die, wo Quine von einem Netzwerk spricht.

V 32
Def Sprache/Quine: „Komplex von Dispositionen zu sprachlichem Verhalten“.
V 59
Sprache/Quine: Ideen mögen so oder so beschaffen sein, aber Wörter sind da draußen, wo man sie sehen und hören kann. Nominalismus/Quine: wendet sich von Ideen ab und den Wörtern zu.
Sprache/QuineVsLocke: dient nicht zur Übermittlung von Ideen! (> NominalismusVsLocke).
Quine: es ist wohl richtig, dass wir beim Sprachlernen lernen, wie Wörter mit gleichen Ideen zu verbinden sind (wenn man Ideen akzeptiert). Problem: woher weiß man, dass diese Ideen die gleichen sind?
V 89
Zusammensetzung/Sprache/Tier/Tiersprache/Quine: Tieren fehlt die Fähigkeit, Ausdrücke zusammenzusetzen.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Sprachentstehung Gärdenfors I 71
Sprachentstehung/Evolution/Sprache/Sprachevolution/Gärdenfors: These: in frühen Formen der Kommunikation war der kommunikative Akt selbst wichtiger als seine expressive Form. (Vgl. H. Clark, 1992; Winter, 1998; Gärdenfors, 2010). Daher ist die Pragmatik der natürlichen Sprache evolutionär gesehen das grundlegende. Später, wenn die Kommunikationsakte vielfältiger und vom unmittelbaren Kontext unabhängig werden, tritt die Semantik in den Vordergrund. Syntax wird gebraucht, wenn die Kommunikation noch später konventioneller wird: Marker werden gebraucht, um Eindeutigkeit herzustellen. Dann wird Syntax nur für die subtilsten Aspekte der Kommunikation gebraucht. VsGärdenfors: Das steht im Gegensatz zu den meisten zeitgenössischen Autoren in der Linguistik.
ChomskyVsGärdenfors: für Chomskys Schule steht Syntax am Anfang der Untersuchung, semantische Merkmale werden erst hinzugefügt, wenn Grammatik nicht ausreicht.
GärdenforsVsChomsky.
I 72
Pragmatik/GärdenforsVsChomsky/Gärdenfors: Für Chomsky ist die Pragmatik nur der Abfallkorb für die Reste: Kontext, Deixis, usw.). Gärdenfors: für eine Theorie der Evolution der Sprache müssen wir anders vorgehen: Pragmatik vor Semantik vor Syntax.
I 73
Sprachentstehung/Gärdenfors: so wie das Geld erst später zur Tauschwirtschaft hinzukam und diese effizienter machte, trat die Sprache zur bereits bestehenden Kommunikation unter Menschen hinzu. Analogie/sprachliche Kommunikation/Geldwirtschaft/Gärdenfors: man kann die Analogie weitertreiben: so wie das Geld ein stabiles Preissystem ermöglicht, bildet sich durch Sprache ein relativ stabiles System von Bedeutungen aus.
Spieltheoretische Erklärung/Analogie: so wie Preise sind auch sprachliche Bedeutungen Gleichgewichtspunkte in einem System. (>Meeting of minds).
I 78
Sprachentstehung/Kommunikation/Gärdenfors: These: wachsende semantische Komplexität wird durch Ausdehnung der Bereiche im geteilten Begriffsraum erreicht. Dabei kann man das verknüpfen verschiedener Bereiche als Schaffung von Produkträumen verstehen. ((s) Produktraum: Kartesisches Koordinatensystem, bei dem eine Achse einer Begriffsdimension entspricht.) So werden Bereiche kombiniert.

Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Spracherwerb Chomsky I 281
Lernen/Chomsky: ein Kind lernt genauso gut Japanisch wie Englisch - es ist sinnlos zu fragen, "welche Hypothesen es reduziert". - Es muss mehr als Fähigkeit zur Assoziation geben. - Strukturelle Grammatik ergibt nicht die Strukturen, die wir als generative Grammatik postulieren müssen.
I 283
Innere Organisation spielt für die Wahrnehmung eine große Rolle, sie bestimmt ein äußerst restriktives Anfangsschema.
I 285
VsGoodman: Lernen der Zweitsprache ist nicht so verschieden vom lernen der Erstsprache.
I 299
Lernen/Chomsky: ob die Bewertungsfunktion erlernt wird oder die Grundlage des Lernen ist, ist eine empirische Frage.
II 324
Sprachlernen: behavioristisch/Quine: Konditionierung, Assoziation - ChomskyVsQuine: zusätzlich Prinzipien, nur so unendlich viele Sätze erklärbar.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Synonymie Chomsky II 335
Synonymie/ChomskyVsQuine: falsche Idealisierung: nicht "Gleichheit in den Bedingungen" verursachen synonyme Äußerungen und auch nicht Behauptbarkeitsbedingungen (Umstände). Stattdessen geht es um die Unterscheidung von langue und parole, zwischen Kompetenz und Performanz.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Tiefenstruktur Chomsky I 269f
Oberflächenstruktur/Chomsky: Feststellung einer Hierarchie von Satzteilen, die zu bestimmten Kategorien gehören: Nominalphrase, Verbalphrase, Adjektivphrase usw. Bsp John ist certain that Bill will leave - John ist certain to leave: ähnliche Oberflächenstruktur, verschiedene Tiefenstruktur.
I 273
Oberflächenstruktur/Chomsky: Annahme: sie trägt nichts zur Bedeutung bei. - Welchen Beitrag ein Ausdruck zum Satz beiträgt, regelt die Tiefenstruktur (>Kompositionalität). ChomskyVsAnalytische Philosophie: wenn unterschiedliche Intensionen nach Substitution die Bedeutung ändern sollten, müsste es einen entsprechenden Unterschied in der Tiefenstruktur geben, das ist unwahrscheinlich.
I 276f
Tiefenstruktur/Chomsky: spielen in der mentalen Repräsentation von Sätzen eine Rolle.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Transformationsgrammatik Chomsky Chomsky I 271
Chomsky These: in jeder Sprache werden Oberflächenstrukturen durch "grammatische Transformation" aus "Tiefenstrukturen" erzeugt. Def Transformation: Abbildung einer indizierte Klammerung auf eine indizierte Klammerung
Bsp [S[NPJohn][VP is [AP certain][VP...]
Tiefenstruktur: selbst eine indizierte Klammerung - die unendlich große Klasse der Tiefenstrukturen wird von Basisregeln spezifiziert - TS: Subjekt und Prädikat können verwechselt werden - Tiefenstrukturen sind in ihrer Varianz eingeschränkt.
Chomsky I 296
Transformation/Grammatik/ChomskyVsPutnam: die Transformationen sind nicht Regeln sondern Operationen - (zur Bildung von Oberflächenstruktur aus der Tiefenstruktur).
Strawson VI 395
TransformationsgrammatikVs traditionelle Grammatik: sie sei zu unsystematisch, es ist keine Erklärung mit den traditionellen Begriffen "Verb", "Nomen", "Objekt" möglich. - Transformationsgrammatik Vs formale Logik.
Strawson VI 397
Grammatik/Strawson: muss zwischen wesentlichen und nichtwesentlichen Verbindungen unterscheiden.
Lyons I 269
Generalisierte Transformation/Chomsky/Lyons: bisher hatten wir nur eine Endkette als Eingabe in die Transformationskomponente. Das System ermöglicht jedoch auch die Kombination von zwei oder mehr Endketten (durch aufeinanderfolgende Verkettung von Kettenpaaren= durch fakultative generalisierte Transformationen, Diese nennt man auch Def Transformationen mit doppelter Basis/double-based/Chomsky/Lyons: wenn zwei oder mehr Endketten als Eingabe für die Transformation dienen. = „verallgemeinerte Transformation“).

Transformation/Chomsky/Lyons: hier gibt es zwei Klassen:
a) Einbettungsregeln
b) Konjunktionsregeln.
Tradition/Lyons: das entspricht nicht ganz der traditionellen Unterscheidung von Satzgefüge und Satzreihe.
Lyons I 269
Oberflächenstruktur/Lyons: Bsp flying planes hat dieselbe Oberflächenstruktur/ wie Bsp supersonic planes (Adjektiv + Nomen). Tiefenstruktur: Bsp flying planes steht in transformationeller Beziehung zu der TS von Bsp planes fly und zu planes are flying.
Grammatik: erzeugt also eine Matrix-Kette (matrix-string) der Form NP – be – A) und eine Konstituentenkette (constituent string) der Form NP – V intr.
Lyons I 269
Einbettung/Einbettungsregeln/Chomsky/Lyons: wurden in „Syntactic Structures“ (N. Chomsky, Syntactic Structures, Berlin, New York 1957) bloß angedeutet. Das Wesentliche ist, dass eine eingebettete Struktur
Lyons I 270
das Transform einer Kette ist, die auch die zugrundeliegende Struktur eines ganzen Satzes sein könnte, die aber als Konstituente eines anderen Satzes fungiert. Es ist ein Satz in einem anderen Satz. Der P-Marker der von S dominierten Matrixsatzes enthält daher ein anderes S, das hinsichtlich der Funktion die der Konstituentensatz in der Gesamtstruktur innehat, durch das entsprechende Symbol dominiert wird.
Def clause/Terminologie/Linguistik/Lyons: Teilsatz
Def phrase/Terminologie/Linguistik/Lyons: Wortkomplex.
Konjunktionstransformation: verbindet dagegen auch Sätze innerhalb eines größeren Satzes. Dabei wird aber kein Satz untergeordnet sondern beide bewahren ihren Satzstatus. Der P-Marker für den größeren Satz wird also zwei (oder mehr) miteinander koordinierte ∑ unter dem obersten ∑ enthalten.
Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: verbindet eigentlich nicht Sätze, sondern die den Sätzen zugrundeliegenden Strukturen.


Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Transformationsgrammatik Lyons I 157
Regeln/Grammatik/Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: Chomsky scheint dies abzulehnen. Seiner Meinung nach ist: ChomskyVsGrammatische Regeln: These: Die grammatische Struktur der Sprache ist bestimmt ((s) nicht nach den obigen Regeln) und wird vom muttersprachlichen Sprecher „intuitiv“ (unbewusst) beherrscht. (ChomskyVsRegeln wegen der Konsequenz der „Unbestimmtheit der Grammatik“ /ChomskyVsUnbestimmtheit der Grammatik).
Lyons: die Meinungsverschiedenheiten sind hier übertrieben. Nicht die ganze Grammatik ist unbestimmt.
I 252
Transformationsgrammatik/transformationelle/Lyons: jede Grammatik die den Anspruch erhebt, eine Analyse der Tiefen- wie auch der Oberflächenstruktur zu liefern, ist eine transformationelle Grammatik.
I 252
Mehrdeutigkeit/transformationelle/Grammatik/Lyons: hier gibt es viele weitere Arten, zusätzlich zu den verschiedenen Klammerungen. Bsp amor dei: die Liebe Gottes: a) von Gott, b) zu Gott. Subjektiver oder objektiver Genitiv.
I 253
Chomsky: berühmtes Beispiel: Flying planes can be dangerous
a) Flugzeuge können gefährlich sein
b) Fliegen kann gefährlich sein.
Tradition: würde das nach dem Unterschied von Partizip und Gerundium erklären:
Def Partizip/Lyons: ist ein Wort, das von einem Verb abgeleitet ist und als Adjektiv gebraucht wird
Def Gerundium/Lyons: ist ein Wort, das von einem Verb abgeleitet ist, und als Nomen gebraucht wird.
Lösung: a) Flying planes are dangerous
b) Flying planes is dangerous.
I 254
Lexem/Lyons: ein bestimmtes Wort (hier im abstrakten Sinn) kann in einem Satz verbal und in einem transformationell verwandten Satz nominal sein. (Partizip/Gerundium). Lösung/Transformation/Lyons: dann können wir sagen, dass Bsp das Syntagma Flying planes durch eine Regel abgeleitet wird, die die dem Satz Flying planes can be dangerous zugrundeliegende Struktur transformiert.
I 256
Subjekt/Objekt/Grammatik/Transformationsgrammatik/Lyons: Bsp John eats the apples, John is eating: dann hat The eating of the apples eine Objektbedeutung. Problem: ob s auch eine Subjektbedeutung hat hängt davon ab, ob ein Satz wie The apples are eating erzeugt werden kann. ((s) Grammatisch, nicht semantisch!).
Lösung: ob es geht hängt dann davon ab, ob das Nomen apple und das Verb eat im Lexikon (durch grammatische Merkmale) so subklassifiziert werden kann, dass die grammatischen Regeln die Zuordnung eine Merkmals (z.B. unbelebt) zu einem Nomen als Subjekt jener Verbklasse, der eat angehört, zulassen oder nicht.
I 258
Aktiv/Passiv/Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: obwohl Subjekt und Objekt vertauscht werden, herrscht zwischen den beiden entsprechenden Sätzen in der Tiefenstruktur Identität oder Ähnlichkeit. Dies ist aber auch die Voraussetzung, dass man die Vertauschen von Subjekt und Objekt überhaupt feststellen kann. Problem: es herrscht Uneinigkeit darüber, ob hier Dissimilation herrscht oder nicht.
Bsp Angenommen, the shooting of the hunters sei nicht mehrdeutig.
Problem: dann würden wir immer noch von der Grammatik verlangen, dass sie
a) Zwischen the shooting of the hunters und dem transitiven Satz NP1 shoot the hunters sowie
b) Zwischen the hunters shooting und dem intransitiven the hunters shoot Beziehungen herstellt.
I 270
Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: verbindet eigentlich nicht Sätze, sondern die den Sätzen zugrundeliegenden Strukturen. Konjunktionstransformation: verbindet dagegen auch Sätze innerhalb eines größeren Satzes. Dabei wird aber kein Satz untergeordnet sondern beide bewahren ihren Satzstatus. Der P-Marker für den größeren Satz wird also zwei (oder mehr) miteinander koordinierte ∑ unter dem obersten ∑ enthalten.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Unbestimmtheit Chomsky II 325
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine/Chomsky: nach dieser These sollen "alle Vorschläge für die Übersetzung mit der Totalität der Sprechdispositionen verträglich, aber untereinander unverträglich" sein können. (Quine, Word and Object, 27) - Chomsky: das geht wegen der Probleme in Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit nicht, wenn alle Wahrscheinlichkeiten ununterscheidbar sind, sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Sprache. - Quine: umgeht das Problem, indem er nicht von der "Totalität der Dispositionen" sondern von der "Reizbedeutung" ausgeht.
II 325
Übersetzungsunbestimmtheit, Unbestimmtheit: ChomskyVsQuine: Disposition entweder in Bezug auf Reiz, oder in Bezug auf Gesamtkorpus der Sprache: dann sind alle Sätze gleichwahrscheinlich - (> Bezugsklassen).

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Unbestimmtheit Quine Rorty I 227
McDowellVsQuine: Wenn Wahrheit unterbestimmt durch die Gesamtheit des Beobachtbaren ist, dann muss sie davon unabhängig sein! Das ist für Verifikationisten absurd, daher darf man das nicht realistisch verstehen. Diese Strategie würde jedoch implizieren, dass man die Biologie einschließt, die Übersetzung jedoch ausschließt.
ChomskyVsQuine: es gibt nur eine einzige Unbestimmtheit: die altbekannte Unterbestimmtheit einer jeden Theorie durch alle Beobachtungen.
((s) Man weiß nie, ob alle Beobachtungen berücksichtigt sind, bzw. schon gemacht sind.)

Quine I 257
Unbestimmte sing Term bezeichnen keine Gegenstände! - Ein unbestimmter sing Term muss daher in rein bezeichnender Position stehen: Bsp "Der Steuerprüfer sucht jemand" (Position bezeichnend - "jemand" ist nicht bezeichnend).
I 283
Unbestimmter singulärer Term: verschwindet in Quantifikation "etwas ist ein x, sodass", "alles ist ein x.."
I 285
Glaubenssätze und Zitate können als unendlich viele verschiedene Dinge verstanden werden (Unbestimmtheit)
II 33
Unerforschlichkeit des Bezugs: kein Unterschied: "x ist ein Hund" oder: "x ist der Raumzeit-Strang, der von einem Hund ausgefüllt ist" - nur eine Aussage über die benutzte Terminologie und deren Übersetzung, nicht über physikalische Gegenstände (Stellvertreterfunktion). - Unerforschlichkeit: tritt auf bei Übersetzung oder Permutation.
VI 69
Unbestimmtheit der Übersetzung/Syntax/Quine: die Unbestimmtheit erstreckt sich nicht auf die Syntax - wohl aber auf den referentiellen Apparat: Pluralendungen, Gleichheitszeichen, Quantoren - diese gehören aber nicht zur Syntax!
XII 60
Übersetzungsunbestimmtheit/Quine: Bsp Zahlen von Neumann, Frege, Zermelo: jede Definition ist korrekt, aber alle sind miteinander unverträglich. - Lösung: wir denken uns mengentheoretische Modelle aus, die die Gesetze erfüllen sollen, die die Zahlen in nicht-explizitem Sinn erfüllen - Problem: man weiß nicht, ob man über die Ausdrücke oder über die Gödelzahlen redet. - (> verschobene Ostension).
XII 62
Übersetzungsunbestimmtheit/ÜU/Muttersprache/Quine: Übersetzungsunbestimmtheit gilt auch in einer Sprache: Bsp wir übersetzen "hoffentlich" eines bestimmten Sprechers vielleicht besser anders. - Prinzip der Nachsicht: rechtfertigt Abweichungen von der homophonen Übersetzung, der Wiedergabe durch die gleiche Phonemfolge. - Kompensation: kann durch Korrekturen an den Prädikaten vorgenommen werden - Problem: wir können nicht fragen: "Beziehst du dich wirklich auf Gödelzahlen?" - Weil die Antwort: "auf Zahlen" ihr Recht auf homophone Übersetzung verloren hat - ((s) Wegen des Prinzips der Nachsicht).
XII 97
Unbestimmtheit/Übersetzung/Gavagai/Linguistik/Quine: der Sprachwissenschaftler kommt natürlich immer zu einer eindeutigen Übersetzung, aber nur, weil er unbewusst willkürliche Entscheidungen trifft - entscheidend: der Holismus: Aussagen sind nicht isolierbar. - ((s) Jede Abweichung ist in anderen Teilsatzübersetzungen kompensierbar.)

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Unerforschlichkeit Newen, A./Schrenk, M. Newen I 76
Unbestimmtheit/Gavagai/Quine/Newen/Schrenk: 1. Unerforschlichkeit der Referenz: Bsp unabgetrennte Kaninchenteile erfüllen dieselben Beobachtungssituationen. - 2. Unbestimmtheit der Übersetzung: Bsp unabgetrennter Kaninchenteil: kann a) -ždasselbe sein-œ b) -žzum selben Ding gehören-œ (jeweils in der fremden Sprache! Das ist weitergehend als die Unerforschlichkeit des Bezugs. - 3. Unterbestimmtheit (einer Theorie) durch die Daten: (entspricht der Übersetzungsunbestimmtheit): es kann rivalisierende Theorien geben, die zu derselben Menge von Beobachtungen passen. - VsQuine: es kommt nie zu radikalen Übersetzungen, weil viele Aspekte der Sprache evolutionär im Gehirn festgeschrieben sind und gar nicht so stark variieren können. -(ChomskyVsQuine) - Dann bleibt nur die 3. Unbestimmtheit.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
Unterbestimmtheit Chomsky I 337
Unterbestimmtheit/Unbestimmtheit/Theorie/ChomskyVsQuine: jede Hypothese geht über die Daten hinaus, sonst wäre sie uninteressant.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Unterbestimmtheit Rorty I 227
Unterbestimmtheit/Daten/McDowellVsQuine: wenn Wahrheit unterbestimmt durch die Gesamtheit des Beobachtbaren ist, dann muss sie davon unabhängig sein. - Dann müsste man aber Biologie einschließen, während man Übersetzung ausschließt. Vgl. >ChomskyVsQuine, >Theorie/Quine.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 20 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Behaviorismus Danto I 268
DrehfigurenVsBehaviorismus > Mentale Repräsentation (innere R) VsIntrospektion (ChomskyVsBehaviorismus) - FodorVsBehaviorismus
Chomsky I 278
ChomskyVsBehaviorismus: hat sich als ziemlich unfruchtbar erwiesen. Er schließt den Begriff dessen, "was wahrgenommen wird" und dessen, "was man lernt" von vornherein aus.
II 351
ChomskyVsBehaviorismus: ist ungefähr so, als wenn man die Physik die "Wissenschaft vom Skalenablesen" nennen wollte.
Searle VIII 404
ChomskyVsBehaviorismus: fundamentale Konfusion zwischen Datenmaterial und Untersuchungsgegenstand.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Fodor Vs Behaviorismus Danto I 268
DrehfigurenVsBehaviorismus > Mentale Repräsentation (innere R) VsIntrospektion (ChomskyVsBehaviorismus) - FodorVsBehaviorismus
Fodor/Lepore IV 56
VsBehaviorismus/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen "dog" und "shmog" seien zwei Wörter mit denen Sprecher auf exakt die gleichen Reize reagieren, nämlich Hunde. Dann müßte für (z.B.) Skinner folgen, dass "dog" und "shmog" synonym sind.
Dann wäre folgender Satz analytisch in der Sprache des Sprechers:
"Was immer ein dog ist, ist ein shmog".
QuineVs: es gibt weder Synonyme noch analytische Sätze!
IV 57
Also muss Skinners Semantik falsch sein. VsVs: und zwar a priori!
Noch schlimmer: alle Semantiken müssen falsch sein, a priori, weil diese nihilistische Theorie sagen wird, dass es überhaupt keine semantischen Eigenschaften gibt.
Fodor/Lepore: was ist diesmal falsch gelaufen? Wir haben hier wörtlich genommen, dass Quine in Two Dogmas (TD) nicht gezeigt hat (und auch gar nicht argumentiert hat), dass es keine semantischen Tatsachen und keine analytischen Wahrheiten gibt.
Bedeutung/Fodor/Lepore: was wir vielmehr zugestehen ist, dass wenn Bedeutung überhaupt einen Sinn haben soll, dann kann sie nicht rekonstruiert werden, indem man auf die Sätze bezug nimmt, denen der Sprecher zustimmt.
Bedeutung/TD/Quine: kann nicht auf die Inferenzen reduziert werden, denen man zuzustimmen bereit ist.
Grund: welche Inferenzen Sie billigen, hängt nur davon ab, wie sie die Welt sehen, also was Sie beabsichtigen, was ihre Wörter bedeuten sollen. ((s) >Interesse, Absicht, Meinen).
Pointe: dabei kann man nicht erkennen, welche seiner Ansichten der Sprecher a priori akzeptiert! Also gibt es keine analytischen Sätze.
IV 195
Qualia/Qualität/Empfindung/vertauschte Spektren/Fodor/Lepore: es ist begrifflich möglich, dass während Sie etwas rotes sehen, ich etwas grünes sehe. Wenn die Vertauschung systematisch ist, gibt es im Verhalten nichts, was sie aufdecken könnte.
VsBehaviorismus/VsFunktionalismus: die vertauschten Spektren scheinen so zu zeigen, dass der Behaviorismus falsch ist. Und auch der Funktionalismus! (Block/Fodor, Shoemaker).
Man könnte meinen, dass eine Theorie des qualitativen Inhalts das Problem lösen könnte. Aber es ist gerade der qualitätive Inhalt, der vertauscht wurde.
Und gerade der Begriff der empfindungsmäßigen Identität wird dadurch zweideutig.
VsChurchland: sein Ansatz hilft da überhaupt nicht. Die Aufschriften der Punkte des Würfels könnten genauso vertauscht werden. ((s) Man könnte sie immer umschreiben, aber wüßte nicht, welche Empfindungen beim anderen vorliegen.)

F/L
Jerry Fodor
Ernest Lepore
Holism. A Shoppers Guide Cambridge USA Oxford UK 1992

Fodor I
Jerry Fodor
"Special Sciences (or The Disunity of Science as a Working Hypothesis", Synthese 28 (1974), 97-115
In
Kognitionswissenschaft, Dieter Münch Frankfurt/M. 1992

Fodor II
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
Sprachphilosophie und Sprachwissenschaft
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Fodor III
Jerry Fodor
Jerrold J. Katz
The availability of what we say in: Philosophical review, LXXII, 1963, pp.55-71
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Bloomfield, L. Lyons I 237
ChomskyVsBloomfield: spricht von Erzeugung. Generative Methode, >generative Grammatik). BloomfieldVsChomsky: spricht von Analyse (Klassifikation).
generative Grammatik/Chomsky/Lyons: setzt der Klassifikation Grenzen.
Bsp longlegs/Bloomfield: sei exozentrisch, dass sie sowohl als Singulare als auch als Plurale vorkommen können. Das zeigt aber, dass diese Formen gar keine Konstruktionen sind. Sie müssen im Lexikon vielmehr als nicht weiter analysierbare Entitäten eingetragen werden.
Distribution: von Bsp longlegs ist aber anders als die von long legs.
BloomfieldVsChomsky: dem kann aber nicht durch eine produktive Formationsregel Rechnung getragen werden.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
ChomskyVsChomskyVs Harman Vs Chomsky, N. I 306
Kompetenz/Performanz/HarmanVsChomsky: Kompetenz als "Wissen daß die Sprache durch Regeln der Grammatik beschrieben wird". Und daß "Grammatik diese Kompetenz spezifiziert". ChomskyVsHarman: das habe ich nicht nur nie behauptet, sondern auch mehrfach öffentlich zurückgewiesen. Es wäre auch absurd, wenn der Sprecher die Regeln explizit kennen müßte.
Wissen/Sprache/Harman: a) Wissen daß, b) Wissen wie.
Da Sprache offensichtlich kein "Wissen, daß" ist, muß es "Wissen, wie" sein. Der Sprecher weiß, "wie er andere Sprecher zu verstehen hat". Analog zur Fähigkeit des Fahrradfahrers.
I 307
ChomskyVsHarman: er gebraucht "Kompetenz" ganz anders als ich. Ich sehe keine Beziehung zur "Fähigkeit des Fahrradfahrers", keine "Menge von Gewohnheiten" oder etwas derartiges.
I 308
HarmanVsChomsky: das internalisierte System (das die Auswahl der Grammatiken beschränkt) muß in einer grundlegenderen Sprache" dargestellt werden, und das Kind muß letztere bereits verstanden haben muß, ehe es diesen Schematismus anwenden kann. a) das führt zu einem Zirkel: würde man sagen, daß das Kind die "grundlegendere Sprache" "direkt" , ohne sie gelernt zu haben, beherrscht, warum sagt man dann nicht auch, daß es die eigentliche Sprache "direkt" , ohne sie zu lernen, beherrscht. Oder:
b) Regreß: sagt man dagegen, daß es die grundlegendere Sprache erst lernen muß, dann stellt sich die Frage, wie diese grundlegende Sprache selbst gelernt wird,
ChomskyVsHarman: selbst wenn man annimmt, daß der Schematismus an einer "angeborenen Sprache" dargestellt sein muß, folgt nicht das, was Harman sieht:
Das Kind muß vielleicht die "grundlegendere Sprache" beherrschen, aber es muß sie nicht "sprechen und verstehen". Wir müssen nur annehmen, daß es davon Gebrauch machen kann.
ad a): die Annahme ist falsch, daß das Kind seine Muttersprache beherrscht, ohne sie zu lernen. Es wird nicht mit perfekten Deutschkenntnissen geboren. Andererseits spricht nichts gegen die Annahme, daß es mit perfekten Kenntnissen einer universalen Grammatik geboren wird.
HarmanVsChomsky: in einem Modell kann erst dann aus gegebenen Daten auf eine Grammatik geschlossen werden, wenn in dem Modell bereits detaillierte Informationen über eine Theorie der Performanz enthalten sind.
Chomsky: interessant, aber nicht zwingend.
I 310
Empirie/Theorie/HarmanVsChomsky: nennt Chomskys Strategie "erfinderischen Empirismus", eine Doktrin, die "Induktionsprinzipien" verwendet. Solcher "erfindungsreichen Empirismus" sei sicher nicht zu widerlegen, "ganz gleich, wie die sprachlichen Daten aussehen".
ChomskyVsHarman: Empirismus ist nicht so wichtig. Mich interessiert die Frage, ob es
"Ideen und Prinzipien verschiedener Art" gibt, die die "Form der erworbenen Kenntnis auf weitgehend festgelegte und hochorganisierte Weise determinieren" (Rationalistische Variante) oder ob andererseits
"die Struktur des Aneignungsmechanismus auf einfache und periphere Verarbeitungsmechanismen beschränkt ist..." (empiristische Variante).
Es ist historisch gerechtfertigt und heuristisch sinnvoll, das auseinanderzuhalten.

Harman I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Harman II
Gilbert Harman
"Metaphysical Realism and Moral Relativism: Reflections on Hilary Putnam’s Reason, Truth and History" The Journal of Philosophy, 79 (1982) pp. 568-75
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
ChomskyVsChomskyVs Putnam Vs Chomsky, N. Chomsky I 293
PutnamVsChomsky: Putnam nimmt für die Phonetik in der universalen Grammatik an, dass sie lediglich eine einzige Liste von Lauten hat. Das erfordere keine ausgefeilte Erklärungshypothese. Nur "Gedächtnisspanne und Erinnerungsvermögen". "Kein aufrechter Behaviorist würde leugnen, dass dies angeborene Eigenschaften sind". ChomskyVsPutnam: es sind aber sehr starke empirische Hypothesen über die Auswahl der universellen distinktiven Merkmale aufgestellt worden, von denen offenbar keine auf der Grundlage von Beschränkungen des Gedächtnisses erklärt werden kann.
Chomsky I 298
PutnamVsChomsky: These statt eines angeborenen Schematismus könnte man "generelle Mehrzweck Strategien" annehmen. Diese angeborene Basis müsste für den Erwerb jedweden Wissens die gleiche sein, sodass nichts Besonderes am Spracherwerb ist.
Chomsky I 299
ChomskyVsPutnam: damit ist er nicht mehr zur Annahme von etwas Angeborenem berechtigt. Außerdem verschiebt es das Problem nur. PutnamVsChomsky: die in der universalen Grammatik vorgeschlagenen Bewertungsfunktionen "wird die Art von Fakten konstituiert, die die Lerntheorie zu erklären versucht, nicht aber die gesuchte Erklärung selbst".
ChomskyVsPutnam: Bsp niemand würde sagen, daß die genetische Basis für die Entwicklung von Armen statt Flügeln "die Art von Tatsache ist, die die Lerntheorie zu erklären versucht". Vielmehr sind sie die Grundlage für eine Erklärung anderer Fakten des menschlichen Verhaltens.
Ob die Bewertungsfunktion erlernt wird oder die Grundlage des Lernen ist, ist eine empirische Frage.
PutnamVsChomsky: bestimmte Mehrdeutigkeiten können erst durch Routine entdeckt werden, daher ist ihre postulierte Erklärung durch Chomskys Grammatik nicht so beeindruckend.
ChomskyVsPutnam: das mißversteht er, in Wirklichkeit bezieht sich das auf Kompetenz und nicht auf Performanz (tatsächliche Praxis).
Was die Grammatik erklärt ist, warum Bsp in "die Kritik der Studenten" "Studenten" als Subjekt oder Objekt verstanden werden kann, während Bsp "Korn" in "das Wachsen des Korns" nur Subjekt sein kann.
Die Frage der Routine spielt hier gar keine Rolle.
Chomsky I 300
angeborene Ideen/ChomskyVsPutnam: die angeborene Repräsentation der universalen Grammatik löst das Problem des Lernens tatsächlich (zumindest zum Teil) wenn es wirklich stimmt, daß diese die Basis für den Spracherwerb darstellt, was sehr wohl der Fall sein kann!
III 87
Putnam/Chomsky: Putnam schlägt vor: Korrektheit in der Linguistik ist, was sie gegenwärtig verfügbaren Daten über das Verhalten des Sprechers, unter einem gegenwärtigen Interesse am besten erklären. Was heute richtig ist, wird morgen falsch sein. PutnamVsChomsky: ich habe nie behauptet, was heute richtig ist, wird morgen falsch sein.
Putnam: Chomskys verborgene Hauptthesen:
1. das es uns freisteht, unsere Interessen nach Belieben zu wählen,
2. dass Interessen ihrerseits keiner normativen Kritik unterliegen.
Bsp der Herzanfall von Hans liegt in der Missachtung der ärztlichen Gebote. Andere Erklärung: hoher Blutdruck. Es kann sein, dass tatsächlich an einem Tag mehr das eine, am andern Tag mehr das andere Faktum im Interesse des Sprechers legt.
III 88
PutnamVsChomsky: 1. unsere Interessen können wir uns nicht einfach aussuchen. 2. es kommt mitunter vor, dass die Relevanz eines bestimmten Interesses umstritten ist. Wie kommt es jedoch, dass einige Interessen vernünftiger sind als andere? Vernünftigkeit sei in verschiedenen Zusammenhängen von verschiedenen Bedingungen abhängig. Es gibt keine allgemeingültige Antwort.
III 88/89
Die Behauptung, ein Begriff sei interessenrelativ, läuft nicht auf das Gleiche hinaus wie die These, alle Interessen seien in gleichem Maße vernünftig.

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
ChomskyVsChomskyVs Searle Vs Chomsky, N. SearleVsChomsky: Chomsky ging einen Schritt zu weit: er hätte leugnen sollen, dass das Sprachorgan überhaupt eine Struktur hat, die sich als Automat beschreiben lässt. So hat er sich der analytischen Technik ausgeliefert.
Dennett I 555
Sprache/SearleVsChomsky: Man kann den Spracherwerb so erklären: es gibt tatsächlich eine angeborene Spracherwerbsvorrichtung. Es wird aber der Hardware-Erklärung nichts hinzugefügt, wenn man tief unbewußte universalgrammatische Regeln annimmt. Das steigert nicht den Vorhersagewert. Es gibt die nackten, blinden neurophysiologischen Vorgänge und es gibt Bewusstsein,. Darüber hinaus gibt es nichts. ((s) sonst Regress durch Zwischeninstanzen).

Searle I 273
SearleVsChomsky: für die Universalgrammatik gibt es eine viel einfachere Hypothese: Es gibt tatsächlich eine Spracherwerbsvorrichtung. Sie bringt Einschränkungen mit sich, welche Sprachtypen für den Menschen erlernbar sind. Und es gibt eine funktionale Erklärungsebene, welche Sprachtypen das Kleinkind erlernen kann, wenn es diesen Mechanismus anwendet.
Durch unbewusste Regeln wird der Erklärungswert keineswegs gesteigert.

IV 9
SearleVsChomsky/SearleVsRyle: es gibt weder alternative Tiefenstrukturen noch bedarf es spezieller Konversationspotulate.
IV 204
Sprechakttheorie/SearleVsChomsky: oft wird im Anschluss an Chomsky gesagt, die Sprache müsse endlich vielen Regeln gehorchen (für unendlich viele Formen).
IV 205
Das ist irreführend, und war nachteilig für die Forschung. Besser ist dieses Bild: Zweck der Sprache ist die Kommunikation. Deren Einheit ist der illokutionäre Sprechakt. Es geht darum, wie wir von Lauten zu den Akten gelangen.

VIII 411
Grammatik/Sprache/Chomsky/Searle: Chomskys Schüler, (von Searle "Jungtürken" genannt) verfolgen Chomskys Ansatz radikaler über Chomsky hinaus. (s.u.). Aspekte der Syntaxtheorie/Chomsky: (reifes Werk, 1965 (1)) ambitiösere Ziele als bisher: Erklärung aller sprachlichen Beziehungen zwischen dem Lautsystem und dem Bedeutungssystem.
VIII 412
Dazu muss die Grammatik aus drei Teilen bestehen: 1. syntaktische Komponente, die die interne Struktur der unendlichen Anzahl von Sätzen beschreibt, (Herz der Grammatik)
2. phonologische Komponente: Lautstruktur. (rein interpretativ)
3. semantische Komponente. (rein interpretativ),.
Auch der Strukturalismus verfügt über Phrasenstrukturregeln.
VIII 414
Dabei wird nicht behauptet, dass ein Sprecher einen derartigen Prozess der Anwendung von Regeln (z.B. "Ersetze x durch y") tatsächlich bewusst oder unbewusst durchläuft. Das anzunehmen wäre eine Verwechslung von Kompetenz und Performanz. SearleVsChomsky: Hauptproblem: es ist noch nicht klar, wie die vom Grammatiker gelieferte Theorie der Konstruktion von Sätzen genau die Fähigkeit des Sprechers repräsentieren und in genau welchem Sinn von "kennen" der Sprecher die Regeln kennen soll.
VIII 420
Sprache/Chomsky/Searle: Chomskys Auffassung der Sprache ist exzentrisch! Entgegen der common sense Auffassung diene sie nicht zur Kommunikation! Statt dessen nur allgemeine Funktion, die Gedanken des Menschen auszudrücken.
VIII 421
Falls Sprache doch eine Funktion hat, so gibt es dennoch keinen signifikanten Zusammenhang mit ihrer Struktur! These: die syntaktischen Strukturen sind angeboren und besitzen keinen signifikanten Zusammenhang mit Kommunikation, obwohl man sie natürlich zur Kommunikation verwendet.
Das Wesentliche an der Sprache ist ihre Struktur.
Bsp Die "Bienensprache" ist überhaupt keine Sprache, da sie nicht die richtige Struktur besitzt.
Pointe: wenn der Mensch eines Tages zu einer Kommunikation mit ganz anderen syntaktischen Formen käme, besäße er keine Sprache mehr, sondern irgendetwas anderes!
Generative Semantik/"Jungtürken"VsChomsky: einer der entscheidenden Faktoren bei der Bildung syntaktischer Strukturen ist die Semantik. Selbst Begriffe wie "grammatisch korrekt" oder "wohlgeformter Satz" verlangen die Einführung semantischer Begriffe! Bsp "Er nannte ihn einen Republikaner und beleidigte ihn".
ChomskyVsJungtürken: Scheinstreit, die Kritiker haben die Theorie lediglich in einer neuen Terminologie reformuliert.
VIII 422
Jungtürken: Ross, Postal, Lakoff, McCawley, Fillmore. These: die Grammatik beginnt mit einer Beschreibung der Bedeutung eines Satzes.
Searle: wenn die Generative Semantik recht hat und es keine syntaktischen Tiefenstrukturen gibt, wird die Linguistik erst recht interessant, wir können dann systematisch untersuchen, wie Form und Funktion zusammenhängen. (Chomsky: hier gibt es keinen Zusammenhang!).
VIII 426
angeborene Ideen/Descartes/SearleVsChomsky: Descartes hat zwar die Idee eines Dreiecks oder der Vollkommenheit als angeboren angesehen, aber von Syntax natürlicher Sprache hat er nichts behauptet. Er scheint ganz im Gegenteil angenommen zu haben, dass Sprache willkürlich ist: er nahm an, dass wir unseren Ideen willkürlich Wörter beilegen!
Begriffe sind für Descartes angeboren, Sprache nicht.
Unbewusstes: ist bei Descartes nicht zugelassen!
VIII 429
Bedeutungstheorie/BT/SearleVsChomsky/SearleVsQuine: die meisten Bedeutungstheorien begehen denselben Fehlschluss: Dilemma:
a) entweder die Analyse der Bedeutung enthält selbst einige zentrale Elemente des zu analysierenden Begriffs, zirkulär. ((s) > McDowell/PeacockeVs: Verwechslung Erwähnung/Gebrauch; >Erwähnung, >Gebrauch).
b) die Analyse führt den Gegenstand auf kleinere Elemente zurück, denen seine entscheidenden Merkmale abgehen, dann ist sie unbrauchbar, weil sie inadäquat ist!
SearleVsChomsky: Chomskys generative Grammatik begeht denselben Fehlschluss: wie man von der syntaktischen Komponente der Grammatik erwartet, dass sie die syntaktische Kompetenz des Sprechers beschreibt.
Die semantische Komponente besteht aus einer Menge von Regeln, die die Bedeutungen der Sätze bestimmen, und setzt dabei sicherlich richtig voraus, dass die Bedeutung eines Satzes von der Bedeutung seiner Elemente sowie von deren syntaktischer Kombination
abhängt.
VIII 432
Dasselbe Dilemma: a) Bei den verschiedenen Lesarten mehrdeutiger Sätze handelt es sich lediglich um Paraphrasen, dann ist die Analyse zirkulär.
Bsp Eine Theorie, die die Kompetenz erklären will, darf nicht zwei Paraphrasen von "Ich ging zur Bank" anführen, weil die Fähigkeit, die Paraphrasen zu verstehen, genau die Kompetenz voraussetzt, die sie erklären will! Ich kann die generelle Kompetenz, Deutsch zu sprechen nicht dadurch erklären, dass ich einen deutschen Satz in einen anderen deutschen Satz übersetze!
b) Die Lesarten bestehen nur aus Listen von Elementen, dann ist die Analyse inadäquat: sie kann nicht erklären, dass der Satz eine Behauptung ausdrückt.
VIII 433
ad a) VsVs: es wird behauptet, dass die Paraphrasen lediglich illustrativen Zweck hätten und nicht wirklich Lesarten seien. SearleVs: doch was können die wirklichen Lesarten sein?
Bsp Angenommen, wir könnten die Lesarten als Steinhaufen interpretieren: für einen sinnlosen Satz gar keine, für einen analytischen Satz wird die Anordnung im Prädikat Haufen in dem Subjekthaufen enthalten sein usw.
Nichts in den formalen Eigenschaften der semantischen Komponente könnte uns davon abhalten, aber statt einer Erklärung der Beziehungen zwischen Laut und Bedeutung ieferte die Theorie eine nicht erklärte Beziehung zwischen Lauten und Steinen.
VsVs: wir könnten die wirklichen Lesarten in einem zukünftigen universalen semantischen Alphabet ausgedrückt finden. Die Elemente stehen dann für die Bedeutungseinheiten in allen Sprachen.
SearleVs: dasselbe Dilemma:
a) Entweder ist das Alphabet eine Art neuer künstlicher Sprache und die Lesarten wiederum Paraphrasen, nur diesmal in Esperanto oder
b) Die Lesarten in dem semantischen Alphabet sind lediglich eine Liste von Merkmalen der Sprache. Die Analyse ist inadäquat, weil sie einen Sprechakt durch eine Liste von Elementen ersetzt.
VIII 434
SearleVsChomsky: der semantische Teil seiner Grammatik kann nicht erklären, was denn der Sprecher eigentlich erkennt, wenn er eine der semantischen Eigenschaften erkennt. Dilemma: entweder steriler Formalismus oder uninterpretierte Liste.
Sprechakttheorie/SearleVsChomsky: Lösung: Sprechakte haben zwei Eigenschaften, deren Kombination uns aus dem Dilemma entlässt: sie sind regelgeleitet und intentional.
Wer einen Satz wörtlich meint, äußert ihn in Übereinstimmung mit gewissen semantischen Regeln und mit der Intention, seien Äußerung gerade durch die Berufung auf diese Regeln zum Vollzug eines bestimmten Sprechakts zu machen.
VIII 436
Bedeutung/Sprache/SearleVsChomsky: es gibt keine Möglichkeit, die Bedeutung eines Satzes ohne Berücksichtigung seiner kommunikativen Rolle zu erklären.
VIII 437
Kompetenz/Performanz/SearleVsChomsky: seine Unterscheidung ist verfehlt: er nimmt anscheinend an, dass eine Theorie der Sprechakte eher eine Theorie der Performanz als eine der Kompetenz sein muss. Er sieht nicht, dass Kompetenz letztlich Performanz Kompetenz ist. ChomskyVsSprechakttheorie: Chomsky scheint hinter der Sprechakttheorie den Behaviorismus zu argwöhnen.


1. Noam Chomsky, Aspects of the Theory of Syntax, Cambridge 1965

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Hintikka Vs Chomsky, N. II XV
Logische Allwissenheit/Hintikka: These: sie ist nur ein angebliches Problem. ChomskyVsHintikka: dieser hat das angebliche Paradox als Grund für seine Ablehnung jeglicher modell-theoretischer Semantik für propositionale Einstellungen angeführt.
HintikkaVsChomsky: sein Problem ist schon vor langer Zeit gelöst worden. (Essay 5)

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
ChomskyVsChomskyVs Locke Vs Descartes, R. I 27
angeborene Ideen/LockeVsSchoalstik/LockeVsDescartes: es gibt keine angeborenen Ideen! Weder im spekulativen noch im praktischen (moralischen, theologischen) Denken, auch nicht in Form von "Maximen", also unmittelbar einleuchtenden Prinzipien. 1. spekulative Prinzipien: wären sie angeboren, müssten sie bei noch nicht durch Vorurteile verbildeten Menschen nachweisbar sein, als z.B. bei Kindern oder Geistesschwachen, und das sind sie nicht!
2. wären Wahrheiten in Form von Sätzen angeboren , so müssten dies auch die dazugehörenden Begriffe sein, sogar die Folgerungen aus diesen Sätzen! Derartige Annahmen dehnten den Bereich angeborener Begriffe und Sätze aber ins Unübersehbare aus.
3. Maximen: die spontane Zustimmung zu ihnen bedeutet, dass sie zuvor nicht gewusst wurden! Angeborenes müsse aber immer präsent sein.
ChomskyVsLocke/(s): würde einwenden, dass Grammatikregeln auch erst ins Bewusstsein treten. Da geht es um die Leichtigkeit des Lernens).
angeborene Ideen/Locke: die Annahme, Denken beginne mit der Anwendung angeborener Denkgesetze oder erster Prinzipien, die mehr seien als bloß instrumentales Denkvermögen, ist eine Täuschung.
I 45
Körper/Ausdehnung/res extensa/LockeVsDescartes: Ausdehnung und Körper sind daher nicht identisch! Es ist auch gar nicht ausgemacht, dass sie der Geist vom Körper unterscheiden lassen muss. (Riskierte den gefährlichen Vorwurf des Materialismus). Die Idee der Ausdehnung und die Idee des Körpers sind verschieden.
Ausdehnung: schließt weder Festigkeit noch Widerstand gegen Bewegung (Trägheit) ein.
Raum: kann nicht geteilt werden, weil sonst Oberflächen entstünden!
VsCartesianer: diese müssen zugeben, dass sie in Anbetracht der Unendlichkeit des Raums entweder Körper als unendlich denken, oder aber zugeben müssten, dass Raum nicht mit Körper identifiziert werden kann.
I 52
res cogitans/LockeVsDescartes: Descartes: Welt der Körper und des Denkens strikt zu trennen.
Locke: gibt zu bedenken, ob es nicht ausgedehnte Dinge, also Körper geben könnte, die denken, etwas fließende Materiepartikel. Jedenfalls ist nicht auszuschließen, dass Gott in seiner Allmacht "Materiesystemen" die
I 53
Kraft der Wahrnehmung und des Denkens gegeben oder "übergestülpt" habe. Dadurch fühlten sich zeitgenössische Theologien, besonders sein Kontrahend Stillingfleet provoziert.
LockeVsDescartes: führt auch zu Problemen mit der menschlichen Identität (s.u.).
I 54
Identität/LockeVsDescartes: Problem: das Verhältnis von Substanz und Person, wenn die Denkfähigkeit allein einer immateriellen Substanz zugeschrieben wird. Bsp so wäre es denkbar, dass jemand die Überzeugung vertreten könnte, ersei dieselbe Person wie Nestor. Wenn man nun die Richtigkeit der Cartesianischen These voraussetzt,
I 55
so sei es denkbar, dass ein zeitgenössischer Mensch tatsächlich die Person Nestor sei. So sei er deshalb aber doch nicht der Mensch Nestor, eben weil die Idee des Menschen nicht von seiner körperlichen Gestalt ablösbar sei.
Das ist für uns heute abstrus. (>Person/Geach).
Locke relativiert die These damit, dass es für das Bewusstsein auf die Beschaffenheit der Substanz gar nicht ankomme, weshalb er diese Frage offen lassen wolle - er vermittelt dabei den Eindruck, dass er der materialistischen Sichtweise zugeneigt ist.

II 189
Klarheit/LockeVsDesacrtes: kein Wahrheitskriterium, sondern weiterer Sinn: auch im Bereich bloß wahrscheinlichen Wissens.
II 190
Deutlichkeit/LockeVsLeibniz/LockeVsDescartes: bei ihm an Benennbarkeit gebunden. Setzt die Möglichkeit eindeutiger Bezeichnung voraus. (>Sprache/Locke).
II 195
Erkenntnis/Locke: intuitive und demonstrative Erkenntnis bilden nach Locke eine vollständige Disjunktion der möglichen sicheren Erkenntnis. VsDescartes: diese besteht nicht in einem Erkennen vorgegebener begrifflicher Gehalte, das sich in deren Anschauung vollzieht, sondern konstituiert sich erst auf der empirischen Grundlage einfacher Ideen in der Verstandestätigkeit.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Goodman, N. I 287
Sprachlernen/Goodman: Zweitsprache nicht problematisch, weil der Erwerb der Erstsprache der Erwerb eines "sekundären Symbolsystems" ist. ChomskyVsGoodman: das könnte einiges Gewicht haben, wenn es sich zeigen ließe. (Z.B. für die Unterscheidung von OS und TS).
Aber wir haben keine empirischen Hinweise.
I 288
ChomskyVsGoodman: Erwerb von Erst und Zweitsprache: Fehlschluß: wenn wir die Zweitsprache anhand von Erklärungen aus der Erstsprache leichter lernen, hätten wir zum Erwerb der Erstsprache (der besonders leicht von statten geht) eine Sprache vor der Erstsprache erwerben müssen. (Regreß). Goodman: Erwerb der Erstsprache sei Erwerb eines "sekundären Symbolsystems" und daher dem Erwerb der Zweitsprache entsprechend.
ChomskyVs: die primären Symbolsysteme, die er im Sinn hat, sind rudimentär und können nicht in derselben Weise verwendet werden, wie eine Erstsprache beim Erwerb der Zweitsprache.
GoodmanVsChomsky: seine Thesen können nicht überprüft werden, weil wir keine Beispiele für "schlechte Sprachen" haben.
I 289
ChomskyVsGoodman: es gibt Dutzende von Büchern in denen Eigenschaften einer universalen Grammatik formuliert und deren empirische Konsequenzen überprüft werden, wobei jede solche Eigenschaft "schlechte" Sprachen spezifiziert.
I 290
Glau/ChomskyVsGoodman: betrifft mehr ein Randproblem. Die Ausgangsfrage ist zu vage. Man kann problemlos eine Eigenschaft, sogar eine ziemlich generelle, der Sprache "Grotrün" finden, die nicht Eigenschaft einer "Sprache wie Deutsch" ist.
Bsp Chomsky: das Prädikat "sich gleichen" (Structure of Appearance") nur eben auf Objekte anstatt auf Qualia angewandt.
Nun hat die Sprache Grotrün die seltsame Eigenschaft: "Wenn ein Gegenstand A vor t und ein Gegenstand B nach t untersucht werden und wenn von beiden festgestellt wird, daß sie grot (oder rün) sind, dann wissen wir, daß sie sich nicht gleichen.
Es gibt aber kein t derart, daß wir von diesen Gegenständen vorhersagen könnten, daß sie sich nicht gleichen werden. Sie genauso gut könnten sie sich gleichen, wenn beide grün (oder rot) sind.
Chomsky: es ist nun zweifellos eine generelle Eigenschaft natürlicher Sprachen, daß sie sich eher wie Deutsch als wie "Grotrün" verhalten.
So besteht also keine Schwierigkeit, eine Unterscheidung zwischen solchen Sprachen wie Grotrün und solchen wie Deutsch aufzustellen.
Das würde Goodman natürlich nicht genügen, weil man immer noch raffiniertere Bsp konstruieren könnte.
Solange es nur um vage Begriffe wie "Wie Deutsch" oder "Wie Grotrün" geht, ist Goodmans Forderung unmöglich zu erfüllen.
I 291
ChomskyVsGoodman: es ist vielleicht für Induktion, aber nicht für Linguistik relevant, genausowenig wie für jede andere Wissenschaft, etwa für die Frage, warum Embryos innerhalb eines gegebenen Rahmens von Bedingungen Arme und keine Flügel bekommt. (s) deswegen irrelevant, weil einmal begrifflich, einmal empirisch.
Chomsky: damit können wir über überhaupt nicht erklären, warum der Lernende nicht grot als Generalisierungsbasis erwirbt. Zweifellos folgt das aus bestimmten Eigenschaften des sensorischen Systems.
angeborene Ideen/ChomskyVsGoodman: es scheint mir nicht unverständlich, daß irgendein Aspekt des "Endzustandes" eines Organismus oder Automaten auch ein Aspekt seines "Anfangszustandes" sein soll. Und zwar vor jeglicher Interaktion mit seiner Umgebung!
I 292
angeborene Ideen/ChomskyVsGoodman: in seinem Aufsatz gibt Goodman wenigstens einmal zu, daß der Geist in irgendeinem Sinn Ideen enthält. Dann ist es offensichtlich nicht unverständlich, daß einige dieser Ideen dem Geist "als ursprüngliche Ausstattung eingepflanzt" sind.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Künstliche Intelligenz Dennett I 540
Sprache/ChomskyVsKünstliche Intelligenz: das Kind legt später nur einen Schalter um, ob es Chinesisch oder Englisch lernt, es ist aber kein "allgemeiner Problemlöser". Auch "langsame" Kinder "lernen" genausogut sprechen! Sie "lernen" es ebensowenig wie Vögel ihre Federn.
I 541
Dennett pro Chomsky. Aber wenn er recht hat, sind die Phänomene der Sprache sehr viel schwerer zu erforschen.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Lewis, David Schwarz I 200
Sprache/Semantik/Konvention/Psychologie/Lewis/Schwarz: die Psychologie hinter den Absichten und Erwartungen interessiert Lewis eigentlich nicht. ChomskyVsLewis: leugnet den Mechanismus
LewisVsVs: das wird ihm zu Unrecht unterstellt. Er hält es nur bei gegenwärtigen Stand der Neurophysiologie für müßig, darüber zu spekulieren.
Es wäre auch möglich, dass Wesen ohne interne Grammatik die deutsche Sprache verwenden, oder dass verschiedene Sprecher des Deutschen verschiedene interne Grammatiken haben. Wir sollten uns daher nicht auf kognitive Implementierung festlegen.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Locke, J. Danto2 I 114
Locke: die Einbildungskraft ist angeboren. (ChomskyVs) Einfache Ideen kann man nicht vorstellen.
Chomsky I 284
ChomskyVsLocke: seine Argumente kommen mit dem dispositionellen Charakter der angeborenen Struktur nicht zu Rande. Daher gehen sie an der Sache vorbei.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Quine, W.V.O. II 319
Sprache/Quine: Geflecht von Sätzen. Theorie/Sprache/ChomskyVsQuine: Quine selbst muß sogar voraussetzen, daß beide getrennt sind: er ist sicher nicht der Ansicht, daß zwei monolinguale Sprecher der selben Sprache keine Meinungsverschiedenheiten haben können!
((s) Wenn Sprache und Theorie identisch wären, könnte man sich nicht streiten, da selbst nach Quine die Theorien eine gewisse Einheitlichkeit haben müssen).
Chomsky: sonst wäre nach Quine jeder Streit völlig irrational, wie zwischen zwei Sprechern verschiedener Sprachen.
II 320
Def Sprache/Quine: "Komplex von vorliegenden Dispositionen zu verbalem Verhalten, in denen sich Sprecher derselben Sprache notgedrungen einander angeglichen haben". (W+O,27) Sprache/ChomskyVsQuine: dann müßte sich unsere Disposition zu einem bestimmten Verbalverhalten durch ein bestimmtes System erklären lassen. Das ist sicher nicht der Fall.
II 321
Verstärkung/ChomskyVsQuine: sein Begriff der "Verstärkung" ist nahezu leer. Wenn zum Lernen Verstärkung benötigt wird, läuft das darauf hinaus, daß Lernen nicht ohne Daten vonstatten gehen kann. Das ist noch leerer als bei Skinner, der im Gegensatz zu Quine nicht einmal verlangt, daß verstärkende Reize einwirken. Hier genügt es, daß die Verstärkung bloß vorgestellt ist.
II 324
Sprachlernen: behavioristisch/Quine: Konditionierung, Assoziation ChomskyVsQuine: zusätzlich Prinzipien, nur so unendlich viele Sätze erklärbar. Wahrscheinlichkeit/Sprache/ChomskyVsQuine: der Begriff der "Wahrscheinlichkeit eines Satzes" ist völlig nutzlos und leer:
II 325
Übersetzungsunbestimmtheit, Unbestimmtheit: ChomskyVsQuine: Disposition entweder in Bezug auf Reiz, oder in Bezug auf Gesamtkorpus der Sprache: dann alle Sätze gleichwahrscheinlich (Bezugsklassen)
II 326
logische Wahrheit/Quine: wird bei ihm von Konditionierungsmechanismen hergeleitet, die bestimmte Satzpaare miteinander assoziieren,
II 327
so daß unsere Kenntnis der logischen Relationen als ein finites System verknüpfter Sätze repräsentierbar sein muß. ChomskyVsQuine: dabei bleibt unklar, wie wir logische von kausalen Relationen unterscheiden.
Wahrheitsfunktionen/Quine: erlauben eine radikale Übersetzung ohne "nicht verifizierbare analytische Hypothesen" daher lassen sie sich aus dem empirischen Datenmaterial unmittelbar erlernen (W+O § 13)
ChomskyVsQuine: seine Bereitschaft, diese Dinge innerhalb des Rahmens der radikalen Übersetzung anzusiedeln, zeigt möglicherweise, daß er bereit ist, Logik als eine angeborene erfahrungsunabhängige Basis für das Lernen anzusehen.
Dann ist es jedoch willkürlich, gerade diesen Rahmen als angeboren zu akzeptieren, und nicht auch vieles andere, das man ebenfalls beschreiben oder sich vorstellen kann.
II 328
ChomskyVsQuine: sein eng gefaßter Humescher Rahmen (Chomsky pro) mit der Sprache als endlichem (!?) Geflecht von Sätzen ist mit diversen Binsenwahrheiten unverträglich, die auch Quine sicherlich akzeptieren würde
II 329
analytische Hypothese/Reizbedeutung/Quine: Reizbedeutung involviert im Gegensatz zur analytischen Hypothese lediglich "normale induktive Ungewissheit". Da die entsprechenden Sätze Wahrheitsfunktionen enthalten können, führen sie zur "normalen Induktion". Das ist noch keine "Theoriekonstruktion" wie bei den analytischen Hypothesen.
ChomskyVsQuine: die Unterscheidung ist nicht klar, weil die normale Induktion auch innerhalb der radikalen Übersetzung vorkommt.
II 330
ChomskyVsQuine: Vs "Eigenschaftsraum": nicht sicher ob die Begriffe der Sprache mit physikalischen Dimensionen erklärt werden können Aristoteles: eher mit Handlungen verknüpft. - VsQuine: nicht evident, daß Ähnlichkeiten in einem Raum lokalisierbar sind Prinzipien, nicht "gelernte Sätze" I 333 VsQuine: kann nicht von "Disposition zur Reaktion" abhängig sein, sonst wären Stimmungen, Augenverletzungen, Ernährungsstand usw. zu maßgeblich I 343 Sprache muß vielleicht gar nicht gelehrt werden.
II 335
Synonymie/ChomskyVsQuine: (dieser hatte vorgeschlagen, daß Synonymie "grob gesprochen" in annähernder Gleichheit der Situationen, und annähernd gleicher Wirkung bestehe). Chomsky: es besteht nicht einmal annähernde Gleichheit in den Bedingungen, die mit Wahrscheinlichkeit synonyme Äußerungen hervorbringen.
ChomskyVsQuine: Synonymie kann man also nicht mit Hilfe von Gebrauchsbedingungen (Behauptungsbedingungen) oder Wirkungen auf den Hörer charakterisieren. Es ist wesentlich, zwischen langue und parole, zwischen Kompetenz und Performanz zu unterscheiden.
Es geht um sinnvolle Idealisierung, Quines Idealisierung ist sinnlos.
II 337
Übersetzungsunbestimmtheit/ChomskyVsQuine: die These läuft in einem psychologischen Kontext auf eine unplausible und ziemlich gehaltlose empirische Behauptung hinaus, nämlich darüber, welche angeborenen Eigenschaften der Geist zu Spracherwerb beisteuert. In einem erkenntnistheoretischen Kontext ist Quines These lediglich eine Version der bekannten skeptischen Argumente, die genauso gut auf die Physik oder anderes angewendet werden können.
II 337
Unterbestimmtheit/Unbestimmtheit/Theorie/ChomskyVsQuine: jede Hypothese geht über die Daten hinaus, sonst wäre sie uninteressant
Quine V 32
Def Sprache/Quine: „Komplex von Dispositionen zu sprachlichem Verhalten“. ((s) das könnte man zirkulär nennen, weil „sprachlich“ vorkommt. Vs: dann soll damit ausgedrückt werden, dass es neben dem Verhalten eben nicht noch eine Sprache gibt.)
Disposition/ChomskyVsQuine: so ein Komplex lässt sich vermutlich als eine Menge von Wahrscheinlichkeiten darstellen, unter bestimmten Umständen eine Äußerung zu machen.
Vs: der Begriff der Wahrscheinlichkeit bringt gar nichts: die Wahrscheinlichkeit, mit der ich einen bestimmten englischen Satz äußere, ist gar nicht zu unterscheiden von der Wahrscheinlichkeit, mit der ich einen bestimmten japanischen Satz äußere.
QuineVsChomsky: man vergesse nicht, dass Dispositionen ihre Bedingungen haben.
V 33
Diese finden wir durch das Verfahren von Frage und Zustimmung.
Quine XI 115
Sprache/Theorie/ChomskyVsQuine/Lauener: die Sprache einer Person und ihre Theorie sind auf jeden Fall verschiedene Systeme, auch wenn man Quine sonst zustimmen würde.
XI 116
Quine: (dito). Unbestimmtheit der Übersetzung: wegen ihr kann man nicht von einer gegenüber Übersetzungen invarianten Theorie sprechen.
Man kann auch nicht sagen, dass eine absolute Theorie in verschiedenen Sprachen formulierbar sei, oder auch umgekehrt, dass verschiedene (sogar einander widersprechende) Theorien in einer Sprache ausgedrückt werden können.
((s) >Wegen der ontologischen Feststellung, dass ich nicht über Ontologie streiten kann, indem ich dem anderen sagen, dass es die Dinge, die es bei ihm gebe, bei mir nicht gibt, weil ich dann den Selbstwiderspruch aufstelle, dass es Dinge gibt, die es nicht gibt).
Lauener: das entspräche dem Irrtum, dass die Sprache die Syntax, die Theorie aber den empirischen Gehalt beisteuere.
Sprache/Theorie/Quine/Lauener: d.h. nicht, dass es gar keinen Gegensatz zwischen beiden gäbe: insofern dennoch zwei verschiedene Theorien in derselben Sprache niederlegt werden, heißt das dann, dass die Ausdrücke nicht in allen Ausdrücken austauschbar sind.
Es gibt aber auch Kontexte, wo die Unterscheidung Sprache/Theorie keinen Sinn hat. Daher ist der Unterschied graduell. Die Kontexte, wo Sprache/Theorie austauschbar sind, sind die, wo Quine von einem Netzwerk spricht.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Sprechakttheorie Searle VIII 437
ChomskyVsSprechakttheorie: Chomsky scheint hinter der Sprechakttheorie den Behaviorismus zu argwöhnen.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Strukturalismus Searle VIII 409
ChomskyVsStrukturalismus: eine Theorie muss erklären können, welche Ketten Sätze darstellen und welche nicht. Alt: Untersuchungsgegenstand: eine wahllose Menge von Sätzen. Klassifikationen, entsprechende Entdeckungsprozeduren.
Neu: Untersuchungsgegenstand: die zugrundeliegende Sprachkenntnis des Sprechers.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Tradition Lyons I 136
Grammatik/Moderne/Lyons: wird heute häufig im Gegensatz zur traditionellen "inhaltsbezogenen" Grammatik als "formal" bezeichnet. ((s) Lager: Lyons pro formale Grammatik, teilweise VsChomsky).
I 137
Zwischenposition;: einige Grammatiker gehen davon aus, dass es außersprachliche Kategorien gibt, die von den zufälligen Sachverhalten bestehender Sprachen unabhängig sind. Jespersen: These: es gibt universale grammatische Kategorien (Tradition). Bsp "Redeteile" (Teile der Rede), "Tempus", "Modus" usw.). (s.u. Es ist die Frage, ob es diese überhaupt gibt! ).
formale Grammatik/Lyons: schließt nicht aus, dass es diese universellen grammatischen Kategorien gar nicht gibt. Die Struktur jeder Sprache soll individuell beschrieben werden.

Quine X 38
ChomskyVsTradition/Quine: Bäume von Bildungsregeln reichen nicht, man braucht auch grammatische Transformation. Einige Zusammensetzungen kann man am besten verstehen, wenn man sich zwischen verschiedenen Bäumen der Bildungsregeln vor und zurückarbeitet. Transformationen erlauben diese seitliche Bewegung. Quine: für die künstlichen Ausdrücke der Logik ist das überflüssig.

Searle VIII 407
ChomskyVsTradition: berühmtestes Bsp "John is easy to leave" - "John is eager to leave". Die (strukturalistische) Tradition behandelt beide Sätze als grammatisch gleich. Die VP und NP sind aber verschieden gruppiert.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Lyons, J. Vs Tradition Lyons I 137
Grammatik/Jespersen/Tradition/Lyons: es gibt universelle grammatische Kategorien („Redeteile“), Tempus, Modus, usw.. formale GrammatikVsTradition: jede Sprache sollte individuell beschrieben werden –
I 150
Def grammatische Klassen: Bsp Verb, Nomen, usw. - Bsp Wortklassen: Mann, Hund, Banane, läuft, isst, sieht – Problem: Unterscheidung zu grob – Lösung/Tradition: Subklassen (Bsp a {Mann, Linguist, Wissenschaftler,…}, b {Affe, Pferd, Hund…}), um „Der Affe sieht die Bedeutung“ zu vermeiden.
I 167
VsTradition/ChomskyVsTradition: nicht die Grammatik, sondern das Lexikon schließt das aus! – Chomsky: dennoch Grammatik nicht unbestimmt.
I 140
Universalien/Chomsky: 1. substantive Universalien/Chomsky/Lyons: (nicht „substantiell“): wenn man eine Menge distinktiver Merkmale einführt, von denen jeweils eine Teilmenge verschiedenfach in den phonologischen Systemen der einzelnen Sprachen kombiniert wird, dann sind die distinktiven Merkmale die substantiven Universalien.
2. formale Universalien/Chomsky/Lyons: jede Bedingung für die Wirkungsweise der phonologischen Regeln oder die Kombinationen der phonologischen Einheiten gemäß den Regeln. Bsp das Postulat der Eindimensionalität.
VsTradition. die dortigen Universalkategorien können weder als formal noch als substantiv bezeichnet werden, da die regeln der traditionellen Grammatik nicht explizit formalisiert wurden.
I 140
Tradition/Chomsky: wurde in erste Linie vom „Substantiven“ her definiert.
I 150
Def Grammatische Klassen/Tradition/Lyons/VsTradition: Grammatische Klassen: Nomen, Verb, Adjektiv usw.
Problem: die Tradition vermischte zwischen Gesichtspunkte:
1. hier wird nach den Bedingungen gefragt, die für die Zuordnung eines Worts zu einer bestimmten grammatischen Klasse ausschlaggebend sein sollen. Bsp „Gehört das Wort „men“ zu X oder zu Y? Das ist praktisch immer schon durch die Distribution des Worts festgelegt. (Tradition dito).
2. hat mit der Benennung der Klasen zu tun (wenn ihr „Klasseninhalt“ auf formaler Grundlage bereits feststeht): Bsp „Wird X zu recht als Klasse der Nominal bezeichnet?“.
formale Grammatik: hier ist jede Beschreibung gleich gut, man muss etwas nicht „Adjektiv“ nennen!
„universal“: hier werden Wortklassen wie „Verb“, „Nomen“ usw. inhaltsbezogen aufgefasst. (Tradition).
formal: (moderne Grammatik): hier nehmen wir an, dass die Klassen aufgrund der Distribution erstellt wurden, und auch anders hätten heißen können.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Verschiedene Lyons I 157
Regeln/Grammatik/Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: Chomsky scheint dies abzulehnen. Seiner Meinung nach ist: ChomskyVsgrammatische Regeln: These: die grammatische Struktur der Sprache ist bestimmt ((s) nicht nach den obigen Regeln) und wird vom muttersprachlichen Sprecher „intuitiv“ (unbewusst) beherrscht. (ChomskyVsRegeln wegen der Konsequenz der „Unbestimmtheit der Grammatik“ /ChomskyVsUnbestimmtheit der Grammatik).
Lyons: die Meinungsverschiedenheiten sind hier übertrieben. Nicht die ganze Grammatik ist unbestimmt.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
ChomskyVsChomskyVs Dennett Vs Whorf, B. Newen/Schrenk I 147
Welt/Sprache/Realität/Struktur/Newen/Schrenk: wenn wir am Realismus festhalten, müssen wir sagen, dass einige Sprachen die Wirklichkeit besser abbilden als andere, die eine ganz andere Struktur haben.
Newen/Schrenk I 148
Sapir-Whorf-These/Newen/Schrenk: findet sich schon bei Wilhelm von Humboldt. (Literatur: 11-3a, Bd IV, S. 27). These: Sprecher mit verschiedenen Wortschatz und vor allem unterschiedlicher Grammatik müssen ganz anders über die Welt denken als andere.
Bsp Hopi-Sprache: hat nur Wörter für „Sohn“ und „Tochter“. Problem: „Onkel“ und „Großvater“ sind nur indirekt charakterisierbar. Es sieht so aus, als würden beide nicht hinsichtlich ihrer Verwandtschaft unterschieden.
Newen/Schrenk I 149
DennettVsWhorf/EvolutionstheorieVsWhorf/ChomskyVsWhorf/PinkerVsWhorf: die Fähigkeit des Sprachgebrauchs wird durch spezifische Gehirnareale realisiert, die evolutionär gebildet wurden und daher genetisch codiert und allen Menschen gemein sind. FodorVsWhorf: die Sprache ist schon im Gehirn verankert.
Newen/Schrenk: Problem: es kann dennoch sein, dass wir Struktur in die Welt hineinlesen (Idealismus) statt sie zu entdecken. Dann ist es aber unwahrscheinlich, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen auf sehr verschiedene Weisen tun, da die relevante biologische Ausstattung ja allen gemeinsam ist.
Sprache/Realität/Welt/Newen/Schrenk: wenn die Sprachkapazität im Gehirn sich durch Anpassung an eine Umwelt entwickelt hat, liegt es nicht fern, dass die Struktur der Welt in der Sprache ihre Abdrücke hinterlassen hat.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
ChomskyVsChomskyVs Chomsky Vs Wittgenstein II 344
ChomskyVsWittgenstein: dieser spricht von "den verschiedenen Vorgängen, jemand zum Tee zu erwarten". Chomsky: es gibt keinen Sinn, von "Vorgängen des Erwartens" zu sprechen.
II345
Kriterien/mentale Zustände/Wittgenstein: mentale Zustände bzw. die "inneren Funktionsweisen des Geistes" liefern kein Kriterium für den richtigen Gebrauch eines Ausdrucks.
II 346
ChomskyVsWittgenstein: dabei geht es aber gar nicht um eine "richtige Behauptung" z.B. ob jemand liest, sondern um eine berechtigte Behauptung!
I 349
ChomskyVsWittgenstein: dieser führt oft an den Rand der tiefsten und interessantesten Probleme, um dann stehen zu bleiben und zu behaupten, daß der Philosoph hier nicht weiter kann.
II 350
Wir brauchen mehr als bloße Beschreibung (deskriptive Linguistik oder Philosophie): sonst wird die wichtige Frage vergessen, wofür die Daten eigentlich Daten sind.

Chomsky I
Noam Chomsky
"Linguistics and Philosophy", in: Language and Philosophy, (Ed) Sidney Hook New York 1969 pp. 51-94
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky II
Noam Chomsky
"Some empirical assumptions in modern philosophy of language" in: Philosophy, Science, and Method, Essays in Honor of E. Nagel (Eds. S. Morgenbesser, P. Suppes and M- White) New York 1969, pp. 260-285
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Chomsky IV
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Chomsky V
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Darwinismus ChomskyVs Versus Dennett I 543
ChomskyVsSkinner, ChomskyVsKünstliche Intelligenz, ChomskyVsDarwin

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Regeln Chomsky, N. I 272
Chomsky: These: dann könnte man vorschlagen, daß eine Sprache Regeln enthält, die Tiefenstrukturen zu Repräsentationen aus der universalen Semantik in Beziehung setzen. (Analog zur Phonologie).
Lyons I 157
Regeln/Grammatik/Transformationsgrammatik/Chomsky/Lyons: Chomsky scheint dies abzulehnen. Seiner Meinung nach ist: ChomskyVsgrammatische Regeln: die grammatische Struktur der Sprache ist bestimmt ((s) nicht nach den obigen Regeln) und wird vom muttersprachlichen Sprecher "intuitiv" (unbewußt) beherrscht. (ChomskyVsRegeln wegen der Konsequenz der "Unbestimmtheit der Grammatik" /ChomskyVsUnbestimmtheit der Grammatik).
Lyons: die Meinungsverschiedenheiten sind hier übertrieben. Nicht die ganze Grammatik ist unbestimmt.

Ly II
John Lyons
Semantics Cambridge, MA 1977

Lyons I
John Lyons
Einführung in die moderne Linguistik München 1995
Unbestimmtht Chomsky, N. I 325
Unbestimmtheit der Übersetzung/Quine/Chomsky: nach dieser These sollen "alle Vorschläge für die Übersetzung mit der Totalität der Sprechdisposition verträglich, aber untereinander unverträglich" sein können. (Q+O, 27). Chomsky: das geht wegen der Probleme in Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit nicht. Die These wenn alle Wahrscheinlichkeiten ununterscheidbar sind, sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Sprache.
Quine: umgeht das Problem, indem er nicht von der "Totalität der Dispositionen" sondern von der "Reizbedeutung" ausgeht.
I 337
Übersetzungsunbestimmtheit/ChomskyVsQuine: die These läuft in einem psychologischen Kontext auf eine unplausible und ziemlich gehaltlose empirische Behauptung hinaus, nämlich darüber, welche angeborenen Eigenschaften der Geist zu Spracherwerb beisteuert. In einem erkenntnistheoretischen Kontext ist Quines These lediglich eine Version der bekannten skeptischen Argumente, die genauso gut auf die Physik oder anderes angewendet werden können.
Es ist ganz sicher, daß ernstzunehmende Hypothesen "über das Datenmaterial hinausgehen" .Wäre das nicht so, wären sie als Hypothesen uninteressant!
Angeboren Locke, J. Danto I 113
Einbildungskraft/angeboren/Locke: These die Einbildungskraft ist angeboren. (ChomskyVs). Einfache Ideen kann man nicht vorstellen.

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Generative Grammatik Searle VIII 419
Generative Semantik/"Jungtürken": These: Nach dieser Meinung (von Chomskys Schülern) gibt es keine Grenze zwischen Syntax und Semantik und daher keine solchen Entitäten wie syntaktische Tiefenstrukturen.
VIII 422
Jungtürken: Ross, Postal, Lakoff, McCawley, Fillmore. These: Die Grammatik beginnt mit einer Beschreibung der Bedeutung eines Satzes.
Searle: Wenn die generative Semantik recht hat und es keine syntaktischen Tiefenstrukturen gibt, wird die Linguistik erst recht interessant, wir können dann systematisch untersuchen, wie Form und Funktion zusammenhängen.
ChomskyVsSearle: hier gibt es keinen Zusammenhang.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005