Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 21 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Abstraktion Bigelow
 
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I 380
Abstraktionen/Zahlen/Armstrong/Bigelow/Pargetter: Zahlen sind kausal inaktiv.
Mathematik/Realismus/Bigelow/Pargetter: einige mathematische Entitäten sind sogar beobachtbar!
I 381
Verursachung/Mathematik/BigelowVsArmstrong/Bigelow/Pargetter: genau genommen, sind Menschen auch keine Ursachen, aber sie sind doch in Kausalprozessen involviert. Zahlen: auch sie sind in Kausalprozessen involviert. Wenn Objekte nicht die Quantitäten instanziierten, die sie instanziieren, hätten sich andere Veränderungen ereignet. So sind zumindest Proportionen kausal involviert. ((s) FieldVsZahlen als kausale Agenten, aber nicht Vs Proportionen).
I 382
kontrafaktische Abhängigkeit/Bigelow/Pargetter: so kann man wieder Folgen von kontrafaktischen Konditionalen aufstellen, z.B. für die Hebelgesetze des Archimedes. Das liefert auch wieder Warum-Erklärungen.
I 383
Zahlen/Kausalität/Bigelow/Pargetter: das zeigt, daß Zahlen eine fundamentale Rolle bei Kausalerklärungen spielen.
BigelowVsField: (a propos Field, Science without numbers): dieser geht fälschlich davon aus, dass die Physik zuerst mit reiner Empirie startet, um die Ergebnisse anschließen in völlig abstrakte Mathematik umzuwandeln.
Field/Bigelow/Pargetter: will diesen Umweg vermeiden.
BigelowVsField: sein Projekt ist überflüssig wenn wir einsehen, dass Mathematik nur eine andere Beschreibung der physikalische Proportionen und Relationen ist und kein Umweg.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Ähnlichkeit Armstrong
 
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II 34/35
exakte Ähnlichkeit:/Armstrong ermöglich Bildung von Äquivalenzklassen (statt Universalien) - Nominalismus (Place) pro: dann Eigenschaft (als Einzeldinge) alle exakt ähnliche Eigenschaften - Vertreter v. Universalien (Armstrong): viele Einzeldinge mit derselben Eigenschaft -Universalien-Realist: nimmt für jede Klasse genau ein Universale an.
II 72
Ähnlichkeit/Gleichheit/Eigenschaft/Martin: These wir brauchen ein Umdenken von der gewöhnlichen Betonung exakter und unexakter Gleichheit zwischen Objekten (diese brauchen eine Hinsicht, in Bezug auf die sie gleich sein können) zu der zwischen Eigenschaften
II 97f
Ähnlichkeit: NominalismusVsArmstrong: muss für jede Ähnlichkeit, die nicht exakt ist, die Instantiation verschiedener Universalien annehmen! Vervielfachung - MartinVsArmstrong: Ähnlichkeit ontologisch als Grundbegriff.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Chance Armstrong
 
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III 32
Def Chance/Armstrong: = Wahrscheinlichkeit zu t - objektive Chance: Eigenschaft, eine bestimmte Chance zu haben (Eigenschaft höherer Stufe) - Ramsey/Mellor pro, Ramsey/MellorVsArmstrong: Vs Naturgesetze als Relation zwischen Universalien. - ArmstrongVsVs: "objektive Chancen" sind ontologisch fragwürdig, Universalien vermeiden das.
III 34
Chance: logische Möglichkeit in re (statt deterministischem Gesetz: Notwendigkeit de re) - diese Kräfte müssen als "bloße Kraft" (bare powers") verstanden werden: ihre Natur scheint sich in ihrer Manifestation zu erschöpfen. D.h. man kann sie nicht als Ergebnis a posteriori einer empirischen Untersuchung verstehen, als kategorische Struktur S.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Dispositionen Armstrong
 
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II 1 f
Disposition: Problem der Unbeobachtbarkeit
II 113
Verifikation/Place: von dispositionalen Eigenschaften: hier geht es darum, was wahrscheinlich passiert, nicht darum, was beobachtbar ist.
II 4f
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Mellor: auch kategorische (nicht nur disp.) Eigenschaften genügen kontrafaktischen Konditionalen (KoKo) - Armstrong: werden nicht von kontrafaktischen Konditionalen wahrgemacht - Martin: er kann auch wahr sein, während eine verknüpfte Eigenschaft nicht realisiert ist - Dispositionen können nicht auf die Tatsachen reduziert werden, die von den kontrafaktischen Konditionalen festgestellt werden, die sie oft beinhalten
II 5
Armstrong: These: dispositionale = kategorische Eigenschaft: Mikrostruktur (MiSt) - (daher sind Dispositionen keine Possibilia) - andere Autoren: eine kategorische Eigenschaft "realisiert" dispositionale Eigenschaften.
Disposition/Martin: genauso aktual - es wäre pervers, sie nicht-aktual zu nennen.
Disposition/Armstrong: sind selbst keine Ursachen - (andere dito) - Dispositionen sind immer aktual, nur nicht ihre Manifestationen.
II 6
Bsp Draht/Martin: Problem: ein Kontrafaktisches Konditional kann wahr sein, ohne kraft der zugeschriebenen Dispositionen wahr zu sein: wenn der Draht berührt, fließt Strom: kann auch wahr sein, wenn der Draht tot ist: "elektro-fink": dieser erweckt den Draht statt dessen im selben Moment zum Leben: ((s) falsche Ursache).
II 62
Dispositionale Eigenschaft/PlaceVsArmstrong: Gene sind nicht die Propensität (Tendenz) zur Krankheit, die Propensität wird vielmehr durch die Gene (kategorische Eigenschaft) erklärt, daher können sie nicht mit der dispositionalen Eigenschaft identisch sein.
II 90
Dispositionen/Armstrong/Place/Martin: "in" den Einzeldingen. - Martin: Bsp entfernte Elementarteilchen, die nie mit unseren bekannten ET interagieren - >irreduzible Dispositionen - ArmstrongVs: keine irreduzible Dispositionen - Armstrong: warum annehmen, dass Teilchen zusätzliche Eigenschaft zu den manifestierten rein kategorischen Eigenschaft haben?
II 90/91
Martin-Bsp: Fazit/Martin: These: in der wirklichen Welt ist Dispositionalität eine irreduzible Seite, verbunden mit allen kategorische Eigenschaften - Wahrmacher/WM/Armstrong: die Pointe der Geschichte ist die Frage der WM: nach Martin muss er irreduzibel "in" den Teilchen sein - Vs: das verlangt platonistische, nie instantiierte Naturgesetze (NG).
II 92
Aber die nicht-dispositionale Eigenschaften plus "starke" Naturgesetze, die diese nicht-dispositionale Eigenschaften verbinden, sind hinreichende Wahrmacher - keine unbekannte Weise der Interaktion nötig - II 93 Armstrong: gewisse kontrafaktische Konditionale gelten, aber ihr Konsequens muss unbestimmt bleiben, nicht nur epistemisch sondern auch ontologisch.
II 94
Intentionalität/Armstrong: Vs Parallele zu Dispositionen: im Mentalen ist das Zeigen intrinsisch, bei Dispositionen nur projiziert
II 108
Disposition/Martin: Lösung: Teilchen ohne Struktur betrachten
II 109
Martin-Bsp/Place: sein Beispiel mit entfernten Teilchen die selbst keine Mikrostruktur haben erlaubt ihm, die Feinheiten des Verhältnisses der Eigenschaften des Ganzen und der Eigenschaften der Teile zu untersuchen, verbietet ihm aber die Beziehungen zwischen kategorischen und dispositionalen Eigenschaften zu untersuchen.
II 119
Rein dispositionale Eigenschaft/PlaceVsMartin: haben strukturelle Basis im Träger, die beiden sind getrennte Entitäten in einer Kausalrelation. - Teile/Ganzes getrennte Entitäten, als Kausalrelation in Ordnung - dispositionale Eigenschaften des Ganzen Wirkung der dispositionale Eigenschaften der Teile und ihres Arrangements.
II 163
Disposition: Place: außerhalb der Entitäten, Eigenschaften der Interaktion (MartinVs: Verwechslung mit Manifestation - Armstrong: innerhalb? Eher in der Verbindung - Martin wechselseitige Reaktionspartner - Ryle: nicht lokalisiert, gehören aber zur Person oder Objekt.
II 165
Disposition/MartinVsPlace: seine Einführung von "kausaler Interaktion" zwischen den Dispositionen ist eine Verdopplung der Kausalität.
II 166
Dispo/Martin: sind immer völlig aktual, auch ohne Manifestation - II 174 nicht betrachter-abhängig - ungleich Fähigkeit.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Dispositionen Rorty
 
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Richard Rorty
Frank I 594
Disposition/Realismus/RortyVsArmstrong: die realistische Auffassung von Dispositionen bringt mit sich, daß der Physikalismus wahr sein muss - dann wäre der Physikalismus keine empirische wissenschaftliche Wahrheit (oder Theorie) mehr.
Frank I 595
Phänomenologie/Disposition/Armstrong: der Phänomenalist kann, anders als der Realist, Dispositionen nicht erklären ((s) sonst zirkulär, weil Dispositionen auch nur beschrieben werden können) - Er kann nicht erklären, warum kontrafaktische Konditionalsätze wahr sind.
Rorty I 115
Disposition/RortyVsRyle: 1. keine notwendige (begriffliche, sprachliche) Verbindung zwischen Empfindung und Disposition wie zwischen Hitze und Röte - Rorty: dennoch ist der Behaviorismus etwas Richtigen auf der Spur - er macht klar dass die Frage "mental oder nicht mental" witzlos wird.
I 119
Dosposition/SellarsVsRyle/RortyVsRyle: sein Fehler war: der Nachweis eines »notwendigen Zusammenhangs« zwischen Dispositionen und inneren Zuständen zeige, dass es in Wirklichkeit keine innere Zustände gäbe - - Wittgenstein: (PU § 308) das ganze Problem rührt daher, dass wir von Dingen reden, und ihre Natur offen lassen.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Eigenschaften Armstrong
 
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III 12
Eigenschaften/Armstrong: sind immer nicht-lokal! (>Chisholm) - Bsp "in Australien lebend" keine Eigenschaft - auch relationale Eigenschaften dürfen nicht lokal sein.
III 14
Individuation/Individuum/Einzeldinge/Eigenschaften/Armstrong: es ist wahrscheinlich, dass es für jedes Einzelding wenigstens eine individuierende Konjunktion von Eigenschaften gibt. - Bsp "eine Lichtsekunde von Proton A entfernt seiend" - keine Eigenschaft - aber: Bsp "eine Lichtsekunde von einem Proton entfernt seiend" wäre richtig. ((s) Abstand)
III 83
Eigenschaften/Armstrong: strikt identisch in allen verschiedenen Instantiierungen (Universale) - daher nicht alle beliebigen Prädikate - Pseudo-Eigenschaft: Identität mit sich selbst (kein Universale) - Identität verleiht keine kausale oder nomische Kraft.
III 114f
Eigenschaften/Armstrong: der Zustand N(F,G) ist gleichzeitig eine Relation 1. Stufe - wenn Bsp "eine Masse sein" eine Eigenschaft von Eigenschaften ist, dann wird "die Eigenschaft von 1 Kg, eine Masse zu sein" ein Zustand 2. Stufe sein (M(K) und das wird, aus Symmetriegründen auch eine Eigenschaft 1. Stufe sein, die auf ED 1. Stufe angewendet wird, so wie dieses Gewicht -VsRealismus von Eigenschaften: Gefahr der Verdoppelung, Zwischenglieder - Armstrong spät: skeptisch Vs "Eigenschaft, eine Masse zu sein".
III 141
Eigenschaften/Armstrong: die "Eigenschaft, eine Eigenschaft zu sein" ist nicht erwünscht - jedenfalls keine HG (Humesche Gleichfömigkeit) 2. Stufe - wird aber von Tooley gebraucht, wenn er ein universales Gesetz als Gesetz 2. Stufe über Gesetze annimmt.
III 145
Lieber neue Eigenschaften einführen als neue Gesetze.
III ~ 163
Eigenschaften/Armstrong: wenn wesentlich, dann nur in Bezug auf ein Begriffsschema
II 5
Eigenschaften/Armstrong: kategorisch = nicht-dispositional - aber viele Eigenschaften sind eigentlich dispositional "hart" genauso wie "biegsam" - aber dispositional ist nicht auf kategorisch reduzierbar
II 96
Eigenschaften/kategorisch/dispositional/Armstrong: Asymmetrie zwischen kategorisch/dispositional: Dispositionen erfordern kategorische Eigenschaften in einer Weise, in der kategorische Eigenschaften Dispositionen nicht erfordern. - Es ist möglich, dass in einer möglichen Welt Dinge nur kategorische Eigenschaften haben, ohne dispositionale Seite. - Das wäre nach Martin eine träge Welt, weil es keine Kausalität gäbe.
II 102
MartinVsArmstrong: Welt muss nicht so "geschäftig" sein, dass jede Disposition manifestiert sein müsste - (>II 77)
II 97
Eigenschaften/Nominalismus/Martin/Place: sind ED (Einzeldinge) - daher keine strikte Identität zwischen verschiedenen Manifestationen oder Vorkommnissen von Eigenschaften - statt dessen: "exakte Ähnlichkeit" - Verursachung: Prinzip: "Gleiches verursacht Gleiches" - ArmstrongVs: das ist nur eine kosmische Regularität und damit als ganzes ein kosmischer Zufall - ArmstrongVs: pro Universalien-Sicht: erklärt, warum dieselben Eigenschaften in denselben Umständen dieselben Wirkungen hervorbringt (nicht bloß die gleichen). - Prinzip: "Identisches verursacht Identisches".
II 168
Kompositionsmodell/Martin: These: wir sollten Eigenschaften statt Teile annehmen - die komplexen Eig und Dispositionen und Relationen des Ganzen sind zusammengesetzt aus den einfacheren Eigenschaften und Relationen und Dispositionen der Teile.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Gesetze Nozick
 
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II 144
Gesetz/Naturgesetze/NG/Sprache/Interpretation/WittgensteinVsArmstrong/Nozick: Gesetze können gar nicht sprachlich formuliert werden, weil sie immer anders interpretiert werden können (>Regelfolgen).
II 145
Ereignis/Gesetz/NG/Relation/Hume/Nozick: Hume: die Relationen zwischen Ereignissen sind nicht logisch. - Die Verbindung zwischen Ereignis und Gesetz kann nicht kausal sein. - Anderes Problem: logische Verbindungen müssen ihrerseits interpretiert werden.
II 146
Wenn die Interpretation fixiert sein sollte, dann müsste das Gesetz etwas Analoges zur reflexiven Selbstreferenz beinhalten. - Das ist selbst mysteriös. - Also darf man Gesetze nicht als mit Aussagen verwandt behandeln. - Wegen Gödel gibt es wohl auch kein "Bild aller Tatsachen", aus dem alle Tatsachenaussagen abgeleitet werden können. Determinismus/Nozick: sollte sich daher nicht auf Ableitbarkeit aus Kausalgesetzen berufen.
II 146
Gesetz/Tatsache/Allgemeinheit/Besonderes/Wahrmachen/Nozick: wenn ein Gesetz nicht als Quasi-Aussage sondern als allgemeine Tatsache behandelt wird, wie kann sie einzelne Zustände wahrmachen? - Wie kann "wahrmachen" eine reale Relation zwischen Tatsachen sein? Dann müsste es mit Kausalität verwandt sein. Damit würden sich die Probleme wiederholen. - Dass Gesetze Tatsachen einschränken sollen, benennt nur das Problem.
II 147
Wenn Gesetze bloße Beschreibungen sind, erklären sie nichts. - Wenn sie bloß Konjunktionen von Ereignissen sein sollen, dann gibt es keine Fundamentalität und keine Hierarchie. - Aber: Fundamentalordnungen können wieder verschieden interpretiert oder axiomatisiert werden.
II 148
Statt Fundamentalordnung: "organische Einheit". - Problem: das ist keine Begründung. - Analogie zum Kunstwerk. - Problem: Begründung brauchte wieder eine Fundamentalordnung. - Mögliche Welten mit reflexiver Selbst-Subsumtion könnten zusammenhängender sein, also solche ohne Reflexivität. - Dann wiederholt sich die Frage, warum eine bestimmte Erklärung gilt. - Das Problem des Zusammenhangs von Tatsachen und Gesetzen können wir hier nicht lösen.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
Gesetzesaussagen Armstrong
 
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II 157
Gesetzesaussage/GA/PlaceVsArmstrong: Goodman (Tatsache, Fiktion, Voraussage, S.39): GA müssen nur über einzelne zeitlich beschränkte Individuen Allaussagen machen - das sind Gesetze über die zeitliche Natur eines Gegenstands, keine Naturgesetze. Dann braucht man als Wahrmacher nur Interaktion einer reziproken dispositionalen Eigenschaft. - reziprok: nur unsere Sprache zwingt uns, die Eigenschaften einer Seite zuzuschreiben. - Kausalgesetze sind dann allquantifiziert über Individuen - VsUniversalien.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

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Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Mathematische Entitäten Armstrong
 
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Big I J. Bigelow, R. Pargetter Science and Necessity Cambridge 1990
Big I 380
Zahlen/Armstrong/Bigelow/Pargetter: Armstrong These: Zahlen sind kausal inaktiv. (Field dito). Mathematik/Realismus/Bigelow/Pargetter: einige mathematische Entitäten sind sogar beobachtbar!
I 381
Verursachung/Mathematik/BigelowVsArmstrong/Bigelow/Pargetter: Zahlen: auch sie sind in Kausalprozessen involviert. Wenn Objekte nicht die Quantitäten instanziierten, die sie instanziieren, hätten sich andere Veränderungen ereignet. So sind zumindest Proportionen kausal involviert. ((s) FieldVsZahlen als kausale Agenten, aber nicht FieldVsProportionen).
I 382
Kontrafaktische Abhängigkeit/Bigelow/Pargetter: so kann man wieder Folgen von Kontrafaktischen Konditionalen aufstellen, z.B. für die Hebelgesetze des Archimedes. Das liefert auch wieder Warum-Erklärungen.
I 383
Zahlen/Kausalität/Bigelow/Pargetter: das zeigt, dass Zahlen eine fundamentale Rolle bei Kausalerklärungen spielen. BigelowVsField: (a propos Field, Science without numbers): dieser geht fälschlich davon aus, dass die Physik zuerst mit reiner Empirie startet, um die Ergebnisse anschließen in völlig abstrakte Mathematik umzuwandeln.
Field/Bigelow/Pargetter: will diesen Umweg vermeiden.
BigelowVsField: sein Projekt ist überflüssig wenn wir einsehen, dass Mathematik nur eine andere Beschreibung der physikalische Proportionen und Relationen ist und kein Umweg.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Mikrostruktur Armstrong
 
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II 29
Mikrostruktur/PlaceVsArmstrong: dieser Zustand, dass das Einzelding existiert und der Referent des kontrafaktischen Konditionals ist, und sein Wahrmacher ist, ist aber nicht derselbe Zustand wie die Mikrostruktur des Einzeldings, wie Armstrong glaubt. - Obwohl die Existenz der Mikrostruktur der "ultimative Wahrmacher" ist
II 30
die dispositionale Eigenschaft (als Wirkung der Mikrostruktur) ist nicht der Referent des kontrafaktischen Konditionals.
II 29
Dispositionale Eigenschaft/PlaceVsArmstrong: sind nicht identisch mit Mikrostruktur: 1. Hume: kausal relativierte Dinge müssen getrennt sein - 2. sprachlich anders spezifiziert. Mikrostruktur: wir müssen die Teile untersuchen. - Dispositionale Eigenschaft: gesamtes Ding einem Test unterwerfen.
III 39
Mikrostruktur mit Dispositionen: kontingente Identifikation - ungleich a posteriori Identifikation: Wärme mit Molekülbewegung: notwendig, Bsp Identität Gene/DNA: per definitionem kausale Rolle.
II 58
Mikrostruktur/Place: falsch: dass das Zerbrechen durch Schlagen plus Mikrostruktur verursacht wäre.
II 60
Dispositionale Eigenschaften/Place: bestehen in ihren möglichen zukünftigen und vergangenen Manifestationen - Mikrostrukturen/Place: sind kategorische Eigenschaften.
II 62
PlaceVsArmstong: es gibt gerade eine Kausalrelation zwischen einer dispositionalen Eigenschaft und ihrer mikrostrukturellen Basis. - ArmstrongVsPlace: das kann er nicht zugestehen, denn dafür muss er nach Hume eine Trennung zwischen beiden akzeptieren.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Nichtexistenz Armstrong
 
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III 21
Nichtexistentes/Nichtexistenz/Naturgesetze/Armstrong: Bsp "nichts ist schneller als Licht": Armstrong: uninstantiiertes Naturgesetz - VsRegularitätstheorie: nicht "leeres" Gesetz, (leitet sich aus Paradoxie der Implikation her) - LewisVsArmstrong: Allaussage, die auch die Negation umfasst - Naturgesetze/Armstrong: gelten auch für Nichtexistentes (RegularitätstheorieVs).
III 163ff
Nichtexistentes: Bsp fiktive Grammatiken können stärker/komplexer sein: dann Relation! - Vs: besser kontrafaktische Konditionale. - Problem: was ist der Wahrmacher im Fall von kontrafaktischen Konditionalen? - begriffliche Wahrheit: das, was komplexer ist. - Problem: Gesetze sind nicht "begriffliche Wahrheiten".

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Nominalismus Armstrong
 
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II 34
Exakte Ähnlichkeit/Armstrong: ermöglicht Bildung von Äquivalenzklassen (statt Universalien) - Nominalismus (Place) pro: dann sind Eigenschaften (als Einzeldinge) alle exakt ähnliche Eigenschaften - Vertreter von Universalien (Armstrong): viele Einzeldinge mit derselben Eigenschaft - Universalien-Realist: nimmt für jede Klasse genau ein Universale an.
II 104
Induktion/ArmstrongVsMartin/VsPlace: als Nominalisten können sie keinen atomaren Zustand höherer Stufe annehmen, der die Universalien verbindet
II 97
Eigenschaften/Nominalismus/Martin/Place: sind Einzeldinge! - daher keine strikte Identität zwischen verschiedenen Manifestationen oder Vorkommnissen von Eigenschaften. - Stattdessen: "exakte Ähnlichkeit" - Verursachung: Prinzip: "Gleiches verursacht Gleiches" - ArmstrongVs: das ist nur eine kosmische Regularität und damit als ganzes ein kosmischer Zufall! - ArmstrongVs: pro Universalien-Sicht: erklärt, warum dieselben Eigenschaften in denselben Umständen dieselben Wirkungen hervorbringt (nicht bloß die gleichen). - Prinzip: "Identisches verursacht Identisches".
II 97
Ähnlichkeit: NominalismusVsArmstrong: dieser muss für jede Ähnlichkeit, die nicht exakt ist, die Instantiation verschiedener Universalien annehmen! Vervielfachung - MartinVsArmstrong: Ähnlichkeit ontologisch als Grundbegriff.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Ontologie Lewis
 
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IV 40
Ontologie/Lewis: besteht für mich aus iterativer Mengenlehre mit Individuen - der einzige unorthodoxe Zug ist meine Sicht dessen, welche Individuen es gibt - Teil-Ganzes-Relation: bezieht sich bei mir auf Individuen, nicht Mengen - Mengen/mögliche Welten/MöWe: daher ist keine Menge in einer Welt im Sinn von Teil-sein - Mengen: Bsp Zahlen, Eigenschaften, Propositionen, Ereignisse - selbst eine Sequenz möglicher Individuen (alle aus derselben Welt) ist strikt gesehen nicht selbst (als Menge) in dieser Welt - Zahlen: Mengen - sie sind nicht stärker im logischen Raum lokalisiert als in der Raumzeit. Sie bestehen sogar aus Sicht aller Welten - Eigenschaften: Mengen (von Individuen) - Propositionen: Mengen - Ereignis: Mengen.
Schw I 232
Ontologie/Lewis/(s): alles auf Verteilung von Eigenschaften statt von Gegenständen zurückgeführt: "a priori Reduktionismus von allem".
Schw I 233
Ontologie/Erklärung/Theorie/Lewis/Schwarz/(s): Analyse/LewisVsArmstrong: sucht Definitionen, ArmstrongVsLewis: nach Wahrmachern - Schwarz: das ist der Unterschied zwischen Analyse und notwendiger Implikation.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Strukturen Armstrong
 
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II 109
Struktur/PlaceVsMartin: disp und nicht-disp Eig haben immer mit Struktur zu tun, aber VsArmstrong: das kann auch Makrostruktur sein: Bsp Schneide d. Messers

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Supervenienz Armstrong
 
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II 132
"cum": statt Supervenienz - MartinVsArmstrong/VsPlace: Eigenschaften sind unlöslich qualitativ-cum-dispositional (oder umgekehrt) und nicht die Dispositionalität supervenient auf der kategorischen Eigenschaft und auch nicht umgekehrt. - Statt "träge", d.h. unfähig etwas zu bewirken oder bewirkt zu werden. - Lösung/Martin: reziproke Dispositions-Partner für gegenseitige Manifestation: Bsp Salz löst sich in Wasser auf, beide ändern sich.
II 167
Supervenienz/Searle: Festigkeit superveniert kausal auf Mikrostruktur - kein Epiphänomen - kausales Hinreichendsein der Mikrostruktur macht den Begriff der Supervenienz überflüssig. - MartinVsSearle: wie können Dinge, die mit Teilen des Ganzen identisch sind, eine kausale Wirkung auf das Ganze haben, das aus ihnen besteht? Absurd.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Universalien Armstrong
 
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III 82
Universalien/Armstrong: müssen instantiiert sein, aber nicht unbedingt jetzt: Def Universale/Armstrong: die wiederholbaren Eigenschaften der raumzeitlichen Welt - falsch: jedem allgemeinen Prädikat entspräche ein Universale: dann gäbe es auch uninstantiierte Universalien, (ArmstrongVs) - welche Universalien es gibt, ist nicht semantisch (a priori) bestimmt - sondern a posteriori: aus Entdeckungen. - ((s) a posteriori: auch aus Schlussfolgerungen.) - Es gibt keine disjunktiven oder negativen Universalien - wohl aber konjunktive und komplexe.
III 88
Stufen/Ebenen/Universalien/Einzeldinge/Armstrong: Universale 1.Stufe: Relation, 2. Stufe: Notwendigkeit? - Einzelding 2. Stufe: = Universale 1. Stufe. - Zustand: Bsp Fa oder aRb. ebenso N(F,G) - 1. Stufe: aRb. beinhaltet Einzeldinge 1. Stufe, die unter ein Universale 1.Stufe (Relation) fallen. - 2. Stufe: N(F,G) involviert Einzeldinge 2. Stufe (nämlich Universalien 1. Stufe!) die unter ein Universale 2. Stufe fallen.
III 99
Prinzip der Invarianz der Ordnungen: wenn ein Universale von Stufe M ein Universale einer Instantiation ist, dann ist es von der Stufe M in allen Instantiationen.
III 118
Universalien/Armstrong: es darf keine uninstantiierten Universalien (uiU) geben. - VsTooley: sein Bsp mit einem Teilchen, das idiosynkratisch mit anderen reagiert, wobei eine unbekannte einfache Eigenschaft emergiert, wozu es aber nie kommt, macht ein in diesem Fall ein einzelnes uiU als Wahrmacher notwendig, weil der Inhalt des entsprechenden Gesetzes völlig unbekannt ist.
III 120
Uninstantiierte Universalien: sind logisch möglich, aber ein Desaster für die Theorie der Universalien: dann nicht auszuschließen, dass überhaupt keine instantiiert sind und trotzdem existieren (>Platonismus). - Mögliche Lösung: zu leugnen, dass es absolut einfache Universalien gibt. ((s) Wegen einfacher emergierender Eigenschaften) - Armstrong: das möchte ich nicht - ich weiß nicht, ob es sie gibt.
II 57
Universalien/PlaceVsPlaton: statt geteilter Eigenschaften im Fall von Ähnlichkeit mehrerer Einzeldinge: eine Eigenschaft ist ein Kriterium der Zuschreibung von Instanzen. - Die Art "Eigenschaft" hat eine Instanz. - Place pro Universalien in diesem Sinn. (s.o.)
MartinVsArmstrong: nicht "verteilte Existenz" des Universale über verschiedene und unterbrochene Instantiierungen. - Wahrmacher von kontrafaktischen Konditionalen ist die einzelne Instantiierung, nicht ein zwischen den Instanzen gleichbleibendes Universale. - Sonst muss man Realist sein in Bezug auf Kräfte und Tendenzen "in" den Eigenschaften.
II 77
"Geschäftige Welt"/MartinVsArmstrong: die offensichtliche Möglichkeit, dass eine einzelne Universalien -Instantiierung nur kurz dauert, macht es logisch notwendig, das andere Einzeldinge existieren, die die über die Raumzeit verteilten Manifestationen zusammenhalten. - Es scheint doch aber offensichtlich, dass die Welt nicht so geschäftig sein muss. - Lösung: These: der Wahrmacher ist die einzelne Instanz selbst. - > II 96, II 102
II 129
Universalien/MartinVsArmstrong: dass es dasselbe Universale sein soll, zählt wenig, solange die Relation immer noch notwendig oder kontingent sein kann.
II 179
Universalien/MartinVsArmstrong: sind mysteriös: das numerisch identische Universale ist nichts mehr als die Instantiierung und besteht nur in den numerisch verschiedenen und nicht-identischen Instanzen.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

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Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Ursachen Lewis
 
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V 159
Ursache/Lewis: heutzutage: Ursache kann nur ein unverzichtbarer Teil von etwas sein. - Niemals ein Ganzes. - Eine Mengen von Gesetzes-Propositionen und eine mengen von Tatsachen-Propositionen müssen zusammen implizieren C > E. - Wobei E die Proposition ist, dass e existiert und C, dass c existiert. - ((s) Diese sind allgemeine Aussagen.)
V 167
Ursache/Lewis: ein Ereignis ist Ursache eines anderen, wenn eine Kausalkette existiert, die vom einen zum anderen führt. - Kausalkette: erhalten wir, wenn wir kausale Abhängigkeit (die eigentlich nicht transitiv ist) transitiv machen.
V 191f
Ursache/Unterlassung/Lewis: Unterlassen kann eine Ursache sein. - Dafür brauchen wir eine andere Art von kontrafaktischen Konditionalen. Auch Schlaf ist dann ein Ereignis. - Unterschied: a) ein Ereignis als nicht gegeben anzunehmen - b) es qua Unterlassung wegzudenken.
V 201f
Verhinderung/Ursache/Lewis: Problem: wie kann eine frühe Verhinderung eine Ursache sein? - (Für das Ausbleiben) - Lösung: Zwischenereignis zwischen zu früh und zu spät. - So unterscheiden wir die echte Ursache von der verhinderten Alternative - späte Verhinderung: ist schwieriger. - Die Verhinderung muss nach der letzten Alternative kommen. - Lewis: das ist nicht die Weise, wie wir mögliche Welten sehen. - Besser: common sense.
V 326
Backtracking: Bsp von verschiedenen Wirkungen auf verschiedene Ursachen schließen.
Schw I 139
Ursache/Verursachung/Armstrong: Abwesenheit ist keine echte Ursache. LewisVsArmstrong: sie ist doch eine Ursache, bloß so alltäglich, dass sie ignoriert wird. - Problem: in Vakuum dann unzählige Abwesenheiten.
I 140
Lösung/Lewis: Abwesenheiten sind überhaupt nichts, da gibt es nichts - Problem: wenn Abwesenheit bloß leere Raumzeit-Region, warum gäbe es dann ohne sie gerade Sauerstoff und nicht Stickstoff? - > Lösung/Lewis: "Einfluss", leichte Erhöhung der Wahrscheinlichkeit.
I 141
Kontrafaktische Abhängigkeit gibt es auch zwischen dem Wie, Wann und Wo des Geschehens.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Verbindung Armstrong
 
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II 47
Verbindung/Armstrong: so wie der Zustand, dass die a's F sind, die Existenz von a und F beinhaltet ohne durch die Existenz der beiden Konstituenten erschöpft zu sein, so beinhaltet die postulierte Verbindung der Universalien die Existenz von Regularität, ohne von den Regularitäten erschöpft zu sein.
II 126
Verbindung/Universalien/U/Martin: muss Armstrong als wesentlichen undefinierten kausalen Grundbegriff einführen. Nur so kann er zwischen zufälligen und nicht-zufälligen (kausalen) Ko-Vorkommnissen zwischen Universalien-Instantiierungen unterscheiden. - Armstrong: nicht formal, eher wie ein Bedeutungspostulat - keine mysteriöse notwendige Verbindung zwischen getrenntem.
II 127
MartinVsArmstrong: wir brauchen Verbindbarkeit statt tatsächlicher Verbindung.
II 128
Frage: ist die Verbindung zwischen Universalien selbst ein Universale 2. Stufe?
II 128
Martin-Bsp: MartinVsArmstrong: (Bsp entferntes Teilchen) - wegen der Möglichkeit in Zeit und Raum entfernter Konstellationen braucht er Verbindbarkeits-Universale = dispositionales Universale statt eines Verbindungs-Universale als Grundbegriff.
II 129
MartinVsArmstrong: Verbindungen zwischen Universalien können immer noch notwendig oder kontingent sein, das ist kein Fortschritt gegenüber Regularitätstheorie. - Lösung/Martin: "Dispositionalität" "in" den Dingen.
II 149
Verbindung/MartinVsArmstrong: wohl Verbindbarkeit, aber keine Verbindung. - ArmstrongVsMartin: zwischen verschiedenen Dingen a und b gibt es noch nicht einmal so etwas wie Verbindbarkeit - > II 176

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Wahrmacher Armstrong
 
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II 21
Wahrmacher: Problem: kontrafaktische Konditionale weisen auf etwas, das nicht existiert: ein "kontrafaktischer Zustand" kann kein Wahrmacher sein. - Es gibt keine kontrafaktischen Zustände -(s) s.u. wohl aber kontrafaktische Tatsachen (als Annahmen).
II 66
Wahrmacher/kontrafaktisches Konditional/Place: besondere Disposition, zeitlich begrenzt (wie Goodman, Nominalist) - ArmstrongVsPlace: Wahrmacher: Gesetz, zeitlich unbegrenzt.
II 92
Wahrmacher/Armstrong: sind auch für die wahre Zuschreibung von unmanifestierten Dispositionen notwendig - aber nicht-dispositionale Eigenschaften plus Naturgesetz hinreichend - Bsp zwei nichteintretende gleichwahrscheinliche Ereignisse: haben keine Tatsachen als Wahrmacher - gleicher Fall: Bsp entfernte Elementarteilchen, die niemals reagieren, würden sich idiosynkratisch verhalten: kein Wahrmacher, keine bestimmte Weise, dennoch: das kontrafaktische Konditional gilt: wenn sie zusammengekommen wären, hätten sie sich idiosynkratisch.../(s) ((s) "idiosynkratisch" bezeichnet nicht die Weise und legt sie nicht fest.)
II 99
Gesetz/Armstrong: Wahrmacher für Gesetzesaussagen - atomarer Zustand: Relation höher Ordnung zwischen Universalien; die Anzahl der Instantiation ist irrelevant, alle identisch, daher aus a ist F deduzierbar: a ist G. -- Hume: molekularer Zustand, Gleichförmigkeit. - Armstrong: hier erweitern die viele Fälle nur das Gesetz und sind keine Rechtfertigung für Deduktion von Unbeobachtetem.
II 121
Wahrmacher/Armstrong: ein einzelnes Naturgesetz macht eine universale Gesetzesaussagen wahr und deckt alle Instantiierungen ab. - PlaceVsArmstrong: einzelne Wahrmacher sind nötig.
II 156
Wahrmacher/Place: verlockend: dass der Zustand, der das kontrafaktische Konditional wahr macht derselbe ist, der die kausale Gesetzesaussagen wahr macht, von dem es epistemisch abgeleitet ist - (Vs "kontrafaktische Tatsachen") - PlaceVs, Vs "allgemeine Tatsache" - VsArmstrong, Vs denkunabhängige Naturgesetze als Wahrmacher. - > II 176
II 175f
Wahrmacher/MartinVsArmstrong: es ist noch immer unklar, ob seine Anrufung von Gesetzen stark genug ist, das volle ontologische Gewicht als Wahrmacher für die Lösbarkeit des Salzes zu leisten, das nicht in Wasser gestreut wurde.
II 176
Welche auch immer er anführt, sie scheinen falsch für die Situation zu sein, nämlich ausschließlich für die Situation der Verbindung, d.h. der tatsächlichen Manifestation.
II 182 f
Abwesenheit/Mangel/Löcher/MartinVsLewis: doch als Wahrmacher geeignet: Zustand - Problem: Zustand bloß "allgemeine Tatsache" (Russell) (>allg Term) - Lewis: "wie es ist", "wie die Dinge sind" darf nicht einfach alles abdecken, was durch Dinge erfüllt wird, sonst trivial. - Lewis: Wahrheit superveniert darauf, was für Dinge es gibt und welche Eigenschaften und Relationen sie instantiieren. - MartinVsLewis: "wie das Universum ist" ist ein allgemeiner Term, aber immer noch 1. Ordnung! - Lösung/Martin: reziproke Dispositions-Partner für gegenseitige Manifestierung - Existenzsatz/Martin: egal ob positiv oder negativ: die Welt ist am anderen Ende und nicht vergebens.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Wahrmacher Lewis
 
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V 269
Wahr machen/Wahrmachen/Wahrmacher/Lewis: ist logisch, nicht kausal. - - -
Schw I 231
Wahrmacher-Prinzip/Armstrong: es muss etwas geben, dass "Es gibt keine Einhörner" wahr macht. LewisVs. - Armstrong: auch für Eigenschaften gilt: Gegenstand (Träger) als Wahrmacher.
LewisVsArmstrong: es genügt, dass der Gegenstand die Eigenschaft hat. - Pointe: zwei mögliche Welten können sich dann bei gleichem Gegenstandsbereich in der Verteilung der Eigenschaften unterscheiden.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Wahrnehmung Armstrong
 
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Sellars I XXXVIII
Def Wahrnehmung/Armstrong: "nichts anderes als der Erwerb von Wissen um einzelne Tatsachen über die Welt mit Hilfe der Sinne".(1961). Von einem deskriptiven Inhalt ist hier genauso wenig die Rede wie bei der Dennett. SellarsVsArmstrong: diese Lösung ist inakzeptabel. Es ist nicht dasselbe, ob man bloß etwas denkt oder ob man etwas sieht und zugleich denkt.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 28 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsArmstrong Kripke Vs Armstrong, D.
 
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Frank I 121
KripkeVsIdenttätsteorie: erfüllt diese einfachste Anforderung nicht: Schmerz muss als Schmerz gefühlt werden, sonst ist er kein Schmerz! kausale Rolle: Bsp Absicht ruft Handlung hervor, Schmerz Schmerzverhalten.
Identitätstheorien/KripkeVsLewis/KripkeVsArmstrong: gehen gewöhnlich davon aus, dass Reize und kausale Rollen einen Gehirnzustand zu einem psychischen Zustand machen.
Das legt den Vertretern irrtümlicherweise die Vorstellung nahe, dass diese Verursachung kontingent sei.
Bzw. dass die Identität dieses Gehirnzustands mit dem und dem psychischen Zustand zufällig sei.
Identitätstheorie:
1. X ist ein Gehirnzustand 2. Die Tatsache ist kontingent, dass Schmerz gerade von dem und dem Reiz hervorgerufen wird. (Klingt ja auch ganz plausibel) und ein bestimmtes Verhalten hervorruft.
Der Gehirnzustand kann nun auch existieren, ohne das passende Verhalten hervorzurufen.
Somit scheinen 1. und 2. zu behaupten, dass ein gewisser Schmerz hätte existieren können, ohne Schmerz gewesen zu sein.
Identität/KripkeVsIdentitätstheorie: wenn x = y, dann teilen x und y alle ihre Eigenschaften. Einschließlich ihrer modalen Eigenschaften.
Bsp wenn x der Schmerz und y der Gehirnzustand ist, dann ist es eine wesentliche Eigenschaft von x, ein Schmerz zu sein und eine wesentliche Eigenschaft von y, ein Gehirnzustand zu sein!
Wenn nun die Beziehung zwischen beiden tatsächlich Identität ist, dann muss es von y notwendig sein, dass es einem Schmerz entspricht, und von x notwendig, dass es einem Gehirnzustand entspricht, nämlich y.
Beide Behauptungen scheinen aber falsch zu sein.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsArmstrong Lewis Vs Armstrong, D.
 
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V 353
"New Work for a Theory of Universals" (1983) Universalien/Armstrong: seine Theorie der U. soll eine Lösung des
Problems des Einen und des Vielen sein.
LewisVsArmstrong: aber das gestattet entweder nominalistische Lösungen, oder es gestattet überhaupt keine Lösung irgendwelcher Art.
- - -
Schwarz I 71
Kombinatorialismus/Armstrong: besteht lediglich aus einigen fundamentalen Eigenschaften, bei denen anders als bei Farben – jede Kombination möglich sein soll (1986,§7). LewisVs: 1986a,86, HellerVs (1998): es ist nicht klar, ob das überhaupt geht. LewisVsArmstrong: damit verschiebt sich das Problem aber nur auf die Interpretation der Beschreibungen: wann repräsentiert so eine Satzmenge, in der von Eseln nicht die Rede ist, da es Esel gibt? Nur, wenn die Sätze die Existenz von Eseln notwendig implizieren (1986e,,150 157).
Problem: das setzt wieder Modalität voraus.
VsVs: man könnte sagen, da die Beziehung zwischen der Verteilung fundamentaler Eigenschaften und allen anderen Wahrheiten analytisch ist, und damit auch ohne primitiv modales Vokabular charakterisierbar ist. (2002b, Heller 1996, s.u. Kapitel 11. (LewisVs: 1992a,209).
- - -
Schwarz I 118
Naturgesetze/NG/DretskeVsLEwis/TooleyVsLewis/ArmstrongVsLewis: Lewis’ NG fehlt etwas: bei Lewis sind NG bloße Regularitäten, sie müssten aber mehr sein. Dretske-Tooley-Armstrong-Theorie: These: NG beruhen auf fundamentalen Beziehungen zwischen Universalien, also Eigenschaften. Weil Regularitäten logisch unabhängig von lokalen Ereignissen sind, können sich mögliche Welten (MöWe) mit denselben lokalen Ereignissen gut in ihren NG unterscheiden: was hier eine bloße Regularität ist, mag dort eine Universalien Beziehung sein.
Universalien Beziehung: ist grundlegend und unanalysierbar. Es genügt nicht zu sagen, es bestehe eine Beziehung zwischen Fs und Gs, weil alle Fs Gs sind. Das wäre die Reg Th.
SchwarzVs: das gibt Probleme mit uninstantiierten Universalien (Mellor 1980, §6).
NG/LewisVsArmstrong/LewisVsTooley/LewisVsDretske: Wenn NG fundamentale Beziehungen zwischen Universalien ausdrücken, die logisch unabhängig sind von beobachtbaren Regularitäten, wieso nehmen wir dann an, dass die Physik uns etwas über NG verrät?
Schwarz I 119
Welchen Nutzen bringen Universalien? Physiker wollen bloß Regularitäten beobachten. Und was hat die Universalien Beziehung dann mit noch mit den Regularitäten zu tun? Das muss man dann noch zusätzlich erklären! Wie könnte ein angenommener Gesetzgeber ausschließen, dass N(F,G) gilt und dennoch einige Fs keine Gs sind? Es genügt nicht, dem „Gesetzgeber“ einen Namen zu geben wie Armstrong das tut mit „necessitation“ („Notwendigmachung“). NG/LewisVsArmstrong: vielleicht besser: Regularitäten, die zusätzlich durch eine primitive Beziehung zwischen Universalien abgesegnet sind, eine Beziehung, die auch in MöWe besteht, in denen das NG nicht gilt. Das ist zwar noch obskurer, aber dann ist es wenigstens kein Wunder mehr, dass alle Fs Gs sind, wenn ein NG das verlangt.
Schwarz I 124
Wschk/LewisVsArmstrong: Vs fundamentale Wahrscheinlichkeit- Eigenschaft. Fundamentale Eigenschaften können die Rolle nicht erfüllen, die wir Wschk zuschreiben.
Schw I 139
Ursache/Verursachung/Armstrong: Abwesenheit keine echte Ursache. LewisVsArmstrong: doch, bloß so alltäglich, dass ignoriert– Problem: in Vakuum dann unzählige Abwesenheiten
Schwarz I 140
Lösung/Lewis: Abwesenheiten sind überhaupt nichts, da gibt es nichts Problem: wenn Abwesenheit bloß leere RZ Region, warum gäbe es dann ohne sie gerade Sauerstoff und nicht Stickstoff? > Lösung/Lewis: „Einfluss“, leichte Erhöhung der Wschk –141 kontrafaktische Abhängigkeit auch zwischen dem Wie, Wann und Wo des Geschehens
Schwarz I 231
Def Wahrmacher-Prinzip/ Wahrmachen/Armstrong/Martin/Schwarz: alle Wahrheiten müssen in der Ontologie verankert sein. Starke Form: für jede Wahrheit existiert etwas, das sie wahr macht, dessen Existenz die Wahrheit notwendig impliziert. LewisVsArmstrong: das ist zu stark: Bsp dass „Es gibt keine Einhörner“ wahr ist, liegt nicht daran, dass es etwas bestimmtes gibt, sondern daran, dass es Einhörner gerade nicht gibt. (1992a,204, 2001b,611f).
Wahrmacher: wäre hier ein Gegenstand, der nur in Welten existiert, in denen es keine Einhörner gibt. Problem: warum kann dieser Gegenstand nicht auch in Welten mit Einhörnern existieren?. Antwort: weil ein solcher Gegenstand dem Rekombinationsprinzip widerspräche.
SchwarzVsLewis: das stimmt aber nicht: der Wahrmacher für „es gibt keine Einhörner“ könnte ein Ding sein, das essentiell in einer MöWe ohne Einhörner lebt, aber durchaus Duplikate in MöWe mit Einhörnern hat. Die GR ist keine Beziehung intrinsischer Ähnlichkeit.
Wahrmachen/Prädikat/Armstrong/Schwarz: (Armstrong 1997a,205f): wenn ein Ding A eine Eigenschaft F hat, muss es einen Gegenstand geben, dessen Existenz diese Tatsache impliziert.
LewisVsArmstrong: warum kann dieser Gegenstand nicht existieren, obwohl A nicht F ist? (1998b). Warum muss immer, wenn in einer Welt A F ist und in einer anderen nicht, in der einen auch etwas existieren, das in der anderen MöWe fehlt: Zwei MöWe können sich auch nur darin unterscheiden, was für Eigenschaften die Dinge in ihnen haben ((s) Also bei konstant gehaltenem Gegenstandsbereich andere Eigenschaften).
Eigenschaft/Wahrmacher/Lewis: dass etwas eine (grundlegende) E hat, benötigt also keine Wahrmacher: Der Satz, dass A F ist, ist wahr, weil A die Eigenschaft F hat, Das ist alles. (1998b, 219).
Def Wahrmacher-Prinzip/LewisVsArmstrong/Schwarz: es bleibt dann nur übrig: Wahrheit superveniert darauf, welche Dinge es gibt und welche perfekt natürlichen Eigenschaften und Relationen sie instantiieren. (1992a,207,1994a,225, Bigelow 1988, §25).
Wann immer zwei Möglichkeiten sich unterscheiden, gibt es in ihnen entweder verschiedene Gegenstände oder diese Gegenstände haben verschiedene fundamentale Eigenschaften.(1992a,206, 2001b,§4).
Schwarz I 232
Anmerkung: wenn es qualitativ ununterscheidbare, aber numerisch verschiedene Möglichkeiten gibt, (was Lewis weder behauptet noch bestreitet, 1986e,224) muss das Prinzip auf qualitative Wahrheiten bzw. Eigenschaften beschränkt werden (1992a, 206f). Wenn es keine gibt, lässt es sich vereinfachen: keine zwei Möglichkeiten stimmen exakt darin überein, was für Dinge es gibt und welche fundamentalen Eigenschaften sie instantiieren. ((s) Wenn die Verteilung fundamentaler Eigenschaften alles festlegt, sind die Dinge damit gegeben, und die MöWe könnten sich nur in Eigenschaften unterscheiden, aber die sind ja gerade festgelegt). Schwarz: das kann noch etwas verstärkt werden.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsArmstrong Nagel Vs Armstrong, D.
 
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Frank I 65
NagelVsArmstrong/KripkeVsArmstrong: die epistemische Natur des psychischen Zustands ist gewiss, also könnte ich sie haben, ohne mir notwendigerweise bewusst zu sein, dass ich funktionale Zustände habe. ShoemakerVsNagel/VsKripke: zu Idealismus freundlich.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsArmstrong Putnam Vs Armstrong, D.
 
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I 176
Materialismus/PutnamVsArmstrong: benutzt unerschrocken die mittelalterlichen "Kausalkräfte" und "eingebaute" Ähnlichkeiten". Sogar "Essenz"! PutnamVs.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsArmstrong Rorty Vs Armstrong, D.
 
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Richard Rorty
Frank I 583
Unkorrigierbarkeit/RortyVsArmstrong: kein epistemischer Wahrheitsbegriff: soll nicht bedeuten: "impliziert seine eigene Wahrheit". Stattdessen: konventionelle Standards der jeweiligen Kultur!
Später: RortyVsRorty: sollte die Wissenschaft ein Nichtübereinstimmen z.B. der retinalen Bilder mit den Berichten einer Person ergeben: wie bei der Halluzination kann dann zwar die Repräsentation falsch sein, ohne dass dadurch der Bericht des halluzinierenden Subjekts falsch würde!
Rorty: "es gibt keine anerkannten Verfahren, Zweifel an p aufzulösen, wenn p in eine Muster aufrichtiger Berichte des Subjekts S passt, selbst, wenn p nicht in eine allgemeine Theorie paßt"
I 584
Rorty arrangiert sich mit der "Ontologie des Mannes auf der Straße", der sich ohne mentale Entitäten auf absehbare Zeit noch schwertun würde. Rorty These: bevor wir die Unkorrigierbarkeit aufgeben, werden wir vielleicht eines Tages die mentalistische Redeweise aufheben.
I 589
mentaler Zustand/Armstrong: dieser Begriff betrifft das, was auch immer es sein mag, das durch bestimmte Reize hervorgerufen wird und bestimmte Reaktionen hervorruft.
I 590
RortyVsArmstrong: wenn das stimmte, könnten wir nie den Gegensatz zwischen a) Materialismus und Dualismus oder b) Mentalem und Physischem oder c) Materialismus und Behaviorismus verstehen.
I 591
mentaler Zustand/Armstrong: Bsp ein bestimmter Zustand der Leber kann übellauniges Verhalten hervorrufen. Problem: was zeichnet mentale Zustände gegenüber anderen aus? Komplexität?
I 592
Problem: wenn die Komplexität der Ursache fehlt, um komplexe Wirkungen zu erzielen. Nicht bevor die Ursachenkette das Gehirn erreicht hat, treten hinreichend komplexe Prozesse auf.
Lösung/Armstrong: unser Begriff von einem mentalen Zustand ist der Begriff einer "Ursache, deren Komplexität die Komplexität des Verhaltens spiegelt, die hervorzubringen sie fähig ist".
RortyVs: verwechselt, dass Maß von Komplexität physischer und mentaler Zustände.
RortyVsArmstrong: setzt schon voraus, es gehöre zu unserem Begriff des mentalen Zustands, dass er mit dem einen oder anderen physiologischen Prozeß identifiziert werden muss.
I 595
Identitätstheorie/Rorty: ihre Bedeutung liegt in der Aussage, dass die Entitäten, von denen man immer gemeint habe, sie könnten nicht physisch sein, sich nun als physisch herausstellen. Wenn der Materialismus zu einer apriorische Wahrheit gemacht wird, fehlt diese Pointe.
VsArmstrong: wenn in seiner "ontologisch neutralen" Analyse das Mentale bloßer Stellvertreter ist (und selbst nichts), dann fehlt eine Seite der Unterscheidung. Es gibt nichts, was sich als identisch mit physikalischen Teilchen herausstellen könnte!
RortyVsArmstrong/RortyVsRyle: mentale Entitäten, die ihrem Charakter nach nicht physisch sein können, müssen beibehalten werden, weil sonst keine Identität angenommen werden könnte.
Phänomenologie/Disposition/Armstrong: der Phänomenalist kann, anders als der Realist, Dispositionen nicht erklären ((s) sonst zirkulär, weil Dispositionen auch nur beschrieben werden können).
Er kann nicht erklären, warum kontrafaktische Konditionalsätze wahr sind.
I 607
Mentales/RortyVsArmstrong: darüber, ob eine Entität mental ist, entscheidet nicht, ob sie Verhalten erklärt, und darüber, ob eine Eigenschaft mental ist, nicht, ob sie die Eigenschaft einer physischen Entität ist oder nicht.
Einziges Merkmal: Unkorrigierbarkeit.
Unkorrigierbarkeit/Armstrong: A glaubt dass p
impliziert logisch (p).
Fra I 608
RortyVsArmstrong: ich möchte Notwendigkeiten vermeiden .1. wegen Quines Zweifel an "natürlichen" Notwendigkeiten).
2. sonst müßten wir folgern, dass die Bedeutung der Ausdrücke "denken" und "Gedanke" es unmöglich machte, falsche Meinungen zu haben, was man glaubt.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsArmstrong Sellars Vs Armstrong, D.
 
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I XXXVIII
Def Wahrnehmung/Armstrong: „nichts anderes als der Erwerb von Wissen um einzelne Tatsachen über die Welt mit Hilfe der Sinne“.(1961). Von einem deskriptiven Inhalt ist hier genauso wenig die Rede wie bei der Dennett.
I XXXIX
Wahrnehmung/Denken/SellarsVsArmstrong/SellarsVsDennett/Sellars: es ist nicht dasselbe, ob man bloß etwas denkt oder ob man etwas sieht und zugleich denkt! Selbst wenn man einräumt, dass die Gedanken, die in die Wahrnehmung hineinspielen, einen bestimmten Inhalt besitzen (Sellars pro) so lässt sich doch kaum verstehen, wie die Hinzufügung eines weiteren begrifflichen Gegenstands für den Unterschied zwischen Sehen und bloßem Denken aufkommen kann.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
VsArmstrong Wittgenstein Vs Armstrong, D.
 
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Arm III 41
WittgensteinVsArmstrong/Tractatus: Naturgesetze können keine Erklärungsprinzipien für beobachtete Phänomene sein. (6.371).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Wright Vs Armstrong, D.
 
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I 153
VsBasisgleichungen/WrightVsLewis/WrightVsArmstrong/WrightVsKontrafaktische Konditionale: kontrafaktische Konditionale sind in der Geschichte der Philosophie kaum auffallend erfolgreich gewesen. Problem: folgender Satz kann immer zunichte gemacht werden, wenn es möglich ist, dass die Verwirklichung von Q kausal störend auf einen Sachverhalt einwirkten könnte, der selbst faktisch auf den Wahrheitswert von P Einfluss ausübt:
P dann und nur dann, wenn (wäre es der Fall, dass Q), es der Fall wäre, dass R
(P = Aussage, Q = "Licht an", R = Reaktion).
Bsp Johnston: ein Chamäleon sitzt im Dunkeln auf einem grünen Billardtisch. Dann kann die Herbeiführung von "Standard" Bedingungen eine Veränderung bewirken, die wir an der Hautfarbe des Chamäleons ablesen können.
Wenn nun aber die Wahrheitsbedingungen korrekt durch das konjunktivische Konditional erfasst würden, dann müssten wir sagen "Das Chamäleon ist grün, bis die Lichter angehen".
I 154
Konditionaler Fehlschluss: hier wirkt die Klasse der Urteile, an denen wir interessiert sind, an der kausalen Ordnung mit. Es kann daher nicht a priori gelten, dass die Wae verfügbar) hrheitsbedingungen für P durch die zu analysierende Aussage erfasst werden.
Vs: wir haben doch sicherlich, wenn wir einen kontrafaktischen Konditionalsatz betrachten, nur einschlägig relevante, nicht abwegige mögliche Situationen zu betrachten!

VsVs: das ist aber so, im Fall des Bsp Chamäleons. Der Einwand verfehlt den Kern: die Art der Äquivalenz, an der wir interessiert sind, muss a priori gültig sein können.
I 155
Es muss möglich sein, a priori zu wissen, dass die Implementierung des Antezedens diejenigen Verhältnisse nicht materiell beeinflussen wird, die auf die tatsächlichen Wahrheitswerte des Analysandums einwirken können. Aber wie könnte man dies wissen, ohne kollaterale empirische Information über die Eigenart der Welt, in der man sich tatsächlich befindet?
Also: a priori korrekte konjunktivisch konditionale Kennzeichnungen der Wahrheitsbedingungen (im uns interessierenden Diskurs) sind nicht zu bekommen. Die Basisgleichung ist zu verwerfen.
Statt dessen:
"Provisorische Gleichungen"/Wright: das Problem mit dem Bsp Chamäleon könnte nicht passieren, wenn wir festgelegt hätten, dass es um seine Farbe unter Standardbedingungen geht, die ein Standard Beobachter zu prüfen hat
Änderung der Wahrheitswerte dürfte kein Problem sein, wenn es der Wahrheitswert von P unter C Bedingungen (keine anderen Umstände)ist, den S unter C Bedingungen beurteilen soll.
Provisorische Gleichung:
Wenn CS, dann (Es würde der Fall sein, dass P dann und nur dann, wenn S urteilen würde, dass P).
So konzentrieren wir uns nicht auf Bikonditionale mit konditionalen Teilen zur Rechten, sondern auf Konditionale mit bikonditionalen Konsequenzen.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsArmstrong Verschiedene Vs Armstrong, D. Arm III 90
Naturgesetze/Universalien/Armstrong: der Zustand, das Gesetz N(F,G) ist ein zweistelliges U, d.h. eine Relation zwischen Zuständen. Pavel TichyVsArmstrong: N(F,G) kann nicht gleichzeitig ein zweistelliges Attribut sein und ein () stelliges Attribut (sein Ausdruck für Zustände.
ArmstrongVsVs: warum nicht gleichzeitig zweistelliges Attribut und Zustand? Sicher nicht gleichzeitig zweistelliges und nullstelliges Attribut (gleiche Ebene). Ein nullstelliges Attribut wäre ein Uinversale 2. Stufe, ein Zustand 2. Stufe.
- - -
Wright I 176
Disposition/JohnstonVsArmstrong: die simple konditionale Formulierung dispositioneller Eigenschaften scheitert, weil sie nicht ernst genug nimmt, dass hier wesentliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Problemfälle: Veränderung , Mimikry, Maskierung. (Also ceteris paribus Bedingung) Bsp Maskierung: ein Engel verhindert, dass der herunterfallende Gegenstand zerbricht,
Bsp Starker Strom lenkt die Kompassnadel ab
I 177
Mimikry: auch wenn ein Gegenstand der Disposition entbehrt, kann durch zusätzliche Bedingungen doch eintreten: Bsp obwohl die Zündkerze defekt ist, sorgt ein zufällig vorhandenes Gasgemisch für die Zündung. WrightVs: das sind nette Überlegungen, die sicherlich auch unserem intuitiven Denken entsprechen. Aber: können wir erwarten, dass sie hinreichend präzise entwickelt werden können? ((s) Um an die Stelle der erwarteten Disposition zu treten).





AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsArmstrong Bigelow Vs Armstrong, D.
 
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I 39
Universalien/ArmstrongVsBigelow: alle Universalien sind zumindest potentiell multipel lokalisiert. BigelowVsArmstrong: es gibt welche, die nur an einem Ort zu einer Zeit sein können.
Def Wiederkehr/Rekurrenz/recurrence//Bigelow/Pargetter: sind paradigmatische Universalien, die tatsächlich multipel lokalisiert sind.
Individuum/Existenz/: instantiiert ein Universale. Das Individuum existiert.
Universale/Existenz/Bigelow/Pargetter: das, was von einem Individuum instantiiert wird, es existiert auch.
I 46
Universaliern/Armstrong: „a posterieri-Realismus. Es wird sich herausstellen, welche Universalien es vielleicht gibt - - dagegen: QuineVsArmstrong/GoodmanVsArmstrong/BigelowVsArmstrong.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsArmstrong Güzeldere Vs Armstrong, D.
 
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Metz II 413
Fehlschluss der repräsentationalen Kluft/GüzeldereVsArmstrong/Güzeldere: Versuch, Veränderungen in der Aufmerksamkeit durch nach inne gerichtete höherstufige Wahrnehmung zu erklären – Versuch, das Repräsentierte durch das Repräsentierende zu erklären – II 414 Lösung: mentale Zustände qua Gehirnzustände sind es, die beides repräsentieren – II 415 Variante des Fehlschlusses: das „geistige Auge“ – („inneres Auge“) .
Metz II 408
Introspektion/Armstrong: kontrastiert introspektives Bewusstsein mit gewöhnlicher Wahrnehmung. "In der Wahrnehmung scannt das Gehirn die Umwelt im Gewahrsein der Wahrnehmung scannt ein anderer Prozess im Gehirn dieses Scannen".
II 409
Bsp Fernfahrer , der gewissermaßen mit "Auto Pilot" fährt: völlig automatisch, bis ihm klar wird, dass er vor einer roten Ampel angehalten hat. Armstrong: obwohl er seiner Umwelt bewusst ist (er vermeidet Unfälle) ist er sich nicht seiner Wahrnehmung bewusst, er ist in einem gewichtigen Sinne "bewusstlos" gefahren, ihm fehlt introspektives Bewusstsein.
II 410
GüzeldereVsArmstrong: hier fehlt leider völlig eine philosophische Analyse welche Natur haben denn diese Eigenschaften?
II 415
Def Fehlschluss der repräsentationalen Kluft/Güzeldere: Versuch, das Repräsentierte durch das Repräsentierende zu ersetzen. VsArmstrong: als ob der Fernfahrer aufgrund seiner "inneren Wahrnehmung" seiner gewöhnlichen Wahrnehmung gewahr würde.
Das, wovon der Zustand erster Stufe handelt, scheint eine kausale Rolle für die Wahrnehmung zweiter Stufe zu beinhalten. So, als ob der Inhalt eines Zustands der ersten Stufe für sein Verhalten wichtig zu werden beginnt.
Güzeldere: gleichgültig, wie viel wir über die intrinsischen Eigenschaften repräsentationaler Zustände herausfinden, wir sind vielleicht dennoch einfach nicht in der Lage, die andere Seite der "Repräsentationalen Kluft" allein dadurch zu erreichen und zu den extrinsischen, relationalen Eigenschaften jener Zustände zu gelangen.
Falsche Voraussetzung: dass man, indem man die Eigenschaften des Repräsentierenden untersucht, um zu beantworten, wie die Repräsentierenden das repräsentieren, was sie repräsentieren.
Bsp Das ist so, als wollten wir, um herauszufinden, was ein Stoppschild ist, lediglich die Farbe, Form, Gewicht und Material untersuchen.
Variante des Fehlschlusses: das Modell des "geistigen Auges".
II 416
"Inneres Auge"/"geistiges Auge"/Güzeldere: könnte tatsächlich funktionieren, wenn die Eigenschaften des Repräsentierenden (des Gehirns) ähnlich den Eigenschaften des Repräsentierten wären. ((s) So wie Locke annahm, dass schwache Abbilder im Gehirn reproduziert würden.) Selbst wenn aber solche "Ähnlichkeiten" im Gehirn vorhanden wären, (z.B. eine "Rötung" des Gehirns, wenn wir etwas Rotes sehen) müßte immer noch erklärt werden, wie solche Verfärbungen von einem "inneren Auge" wahrgenommen werden sollten.
1. gibt es dafür keine neurophysiologischen Belege,
2. führt es zum Regress.
VsArmstrong Stalnaker Vs Armstrong, D.
 
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I 9
Def Universalien/Armstrong/Lewis: wiederholbare Entitäten, die vollständig präsent sind, wenn ein Einzelding sie instantiiert.
StalnakerVsLewis: was soll der Unterschied zwischen "vollständig präsent" und "teilweise präsent"? Das ist zu obskur.
I 10
Eigenschaften/Universalien/StalnakerVsArmstrong: ich will nicht nominalistisch sein, aber das Modell des Eigenschaftsraums legt keine Dinge wie die von Armstrong favorisierten nahe. Bsp Wenn die Eigenschaft Rot eine Region im Eigenschaftsraum (ER) sind, dann wäre zu sagen, dass die c Teil der Rose ist, so wie zu sagen, dass Texas ein vollständiger Teil von George W. Bush ist, wenn er in Texas ist.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsArmstrong Meixner Vs Armstrong, D.
 
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Sachverhalte/SV/Meixner:
Def elementarer Instantiierungs Sachverhalt: Bsp dass Anna Fritz liebt, Bsp dass jedes Lebewesen sterblich ist (beinhaltet, dass jeder Mensch sterblich ist)
Def höherstufige SV: Bsp "dass ist größer als eine transitive Relation ist"
Def konjunktive SV: Bsp "dass Anna Fritz liebt und Ist größer als eine transitive Relation ist"
Def negative SV: Bsp dass Nürnberg nicht zwischen Regensburg und München liegt
Def Möglichkeits SV: Bsp dass es möglich ist, dass im März 2013 ein Irak Krieg ausbricht
Def Notwendigkeits SV: Bsp dass es unausbleiblich ist, dass im März 2013 ein Irak Krieg ausbricht.
Diese Klassen sind nicht unverbunden: jeder SV ist ein elementarer Instantiierungs SV. negative SV: jeder ist auch ein negativer SV, indem er mit der Negation seiner Negation identisch ist.
I 122/123
Alle konjunktiven SV sind Negationen von Disjunktionen von SV. Alle disjunktiven Negationen von Konjunktionen von SV, alle Notwendigkeits SV Negationen von Möglichkeits SV und umgekehrt. Alle Mindestens ein SV Negationen von All SV und umgekehrt.
Meixner: dennoch ist es erstaunlicherweise unter Ontologen umstritten, ob es negative SV gibt.
Parallel zur Diskussion, ob es negative Universalien gibt:
ArmstrongVsnegative Universalien.
MeixnerVsArmstrong: pro negative SV: man kann nicht bestreiten, dass der Satz nicht A eine Proposition ausdrückt und damit auch einen SV. (Obwohl SV ungleich Propos.).
ArmstrongVsdisjunktive SV.
MeixnerVsArmstrong: viel eindeutiger ist das Auftreten von negativen und disjunktiven SV in Namen für disjunktive und negative SV:
Bsp der Kommissar ist überzeugt, dass
1. der Gärtner oder der Butler am Mord beteiligt ist
2. nicht beide
3. niemand, der sowohl vom Gärtner als auch vom Butler verschieden ist (also niemand sonst).
Absurd: dass der Kommissar als Konsequenz von keinem SV überzeugt wäre. er ist vielmehr von drei SV überzeugt.
I 124
Genauso kann man für All und Mindestens ein SV plädieren: ihre Namen treten in Beschreibungen der Exemplifikation von propositionalen Einstellungen auf. Hier können sie nicht eliminiert werden.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsArmstrong Wessel Vs Armstrong, D.
 
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I 305
Def Naturgesetz/Wessel: hier wird behauptet, dass eine wahre allgemeine konditionale Aussage dann ein Gesetz ausdrückt, wenn ihr wahre irreale Konditionalaussagen entsprechen. (>Lewis, Armstrong) Im Gegensatz dazu trifft eine bloß gesetzesartige Aussage nicht auf alle möglichen Gegenstände zu.
Gesetze wie das von der Spule gelten auch für während der Steinzeit von außerirdischen auf die Erde gebrachte Exemplare.
I 306
Es wird vorausgesetzt, dass die Wahrheit der irrealen Bedingungssätze unabhängig von der Gesetzesaussage festgestellt werden kann. Das ist für irreale Bedingungssätze aber in der Regel schwer. WesselVsArmstrong/WesselVsLewis: These: der irreale Bedingungs-Satz ist von der realen Aussage abhängig.
Gesetzesaussagen stützen und garantieren die Gültigkeit entsprechender irrealer Konditionale und nicht umgekehrt!
Bsp ..."Selbst wenn": solche Aussagen gelten als wahr, weil das Konsequens "sowieso wahr" ist.
alltagssprachliche Übersetzung:
Bsp "Es ist nicht so, dass es regnet, wenn der Schamane tanzt und er tanzt nicht und es regnet nicht".

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsArmstrong Armstrong Vs Hume, D.
 
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Arm III 120
... Then all universals would only be substances in Hume’s sense: i.e. something that logically might have an independent existence.
III 121
ArmstrongVsHume/ArmstronVsTooley: it is wrong to think of universals like that. Then there are problems regarding how universals are to relate to their particulars (P). Ex If a rel between Pa and Pb is something that is able to have an independent existence without a and b and any other P, would there not have to be at least one other rel to relate it with a and b?
And if this rel itself can be uninstantiated (ex in a universe with monads!), then this rel is just as questionable, etc. ad infinitum (Bradley’s regress).
This can only be avoided if universals are merely abstract factors of states (but real).

Arm II 46
Causality/Causation/ArmstrongVsHume: Ex Inhaling a quantum of cyanide leads to the death of the person who inhales it. There seems to be a causal relation here, i.e. one between types: one type produces the other type.
II 47
Analytic philosophy/Armstrong: hastens to reassure that we are dealing only with the truth of a universal proposition. "Any person who inhales cyanide dies." Those who represent a singularistic theory of causation will say that each (unique event of) inhaling by a particular person causes their death. (Armstrong pro).
But that’s not the whole truth!
Surface structure/Proposition/Armstrong: the proposition itself asserts a connection of universals on its surface, from which individual causal findings follow. Thesis this surface structure reflects something more profound.
If the connection exists, then regularity is included at the level of universals, of course.
But this Entailment can probably not be grasped formally. Rather, it is something like Carnap’s "meaning postulate"!

Arm II 64
Causality/Hume/Armstrong: ... From this follows that we can never have an empirical proof of the truth of a counterfactual conditional (co.co.). Law statement/Place: (universal counterfactual conditional (co.co.)): what we can have, however, is empirical proof that supports the truth of a universal co.co.!
Proof/Hume/Armstrong: but the proof consists in nothing more than the observation of either regular following or coinciding with Type B and Type A. (Regularity)
II 65
ceteris paribus/PlaceVsHume/PlaceVsArmstrong: Such regularities are no evidence of the truth of the co.co. if it is not ensured that all circumstances remain the same. C.p. must supplement regularity in order for it to become proof. But then Armstrong does not need to refute the regularity theory.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Martin Vs Hume, D.
 
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Arm II 94
logische Verbindung/Hume: zwischen getrennten Entitäten wie Ursache und Wirkung kann es keine logische Verbindung geben. (Armstrong pro). II 95 Armstrong: dieses Prinzip ergibt sich umgekehrt aus der Idee, dass absolute Notwendigkeit nur aus Identität entspringt (II 95).
MartinVs: da muß man aber die Reichweite der Beispiele genau betrachten!
Martin: Analogie: die Dispositionalität und Qualitativität jeder intrinsischen Eig sind analog zu Größe und Form von ausgedehnten Gegenständen: das eine kann nicht ohne das andere existieren, aber das eine kann ohne das andere variieren! (Asymmetrie, Abhängigkeit).
MartinVsArmstrong/VsHume: sie sind verschieden, aber nicht getrennt!
Unterschiedenheit/MartinVsArmstrong: es gibt sogar Fälle von Unterschiedenheit, die nicht separierbar sind. Bsp gleichseitig/gleichwinklig.
Grenzsicht/Martin: nach ihr muß man Separabilität logisch ausschließen und die Notwendigkeit der Ko-Existenz von Dispositionalität und Qualitativität für jede Eig, aber dann ist man frei, in jedem Einzelfall zu entscheiden, ob die Kovarianz notwendig oder kontingent ist.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Millikan Vs Leibniz, G.W.
 
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I 261
VsLeibniz/VsLeibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Ununterscheidbares/Millikan: der klassische Einwand VsLeibniz ist, auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass das Universum perfekt symmetrisch sein könnte, wobei dann ein perfekt identisches ((s) ununterscheidbares) Individuum an einem anderen Ort wäre. ((s) D.h. es gäbe etwas von x Ununterscheidbares, das dennoch nicht identisch mit x wäre, gegen Leibniz Prinzip). Varianten: Bsp ein sich zeitlich wiederholendes Universum usw. Bsp zwei identische Wassertropfen, zwei identische Billardkugeln an verschiedenen Orten.
Eigenschaft/Leibniz: These: ein Bezug auf Raum und Zeit führt zu einer Eigenschaft, die nicht rein qualitativ ist.
Millikan: wenn man nun solche "unreinen" Eigenschaften außer acht lässt ((s) also nicht auf Raum und Zeit bezug nimmt) haben die zwei Billardkugeln dieselben Eigenschaften!
VsLeibniz’ Prinzip/Gesetz/R. M. Adams/Millikan: These: das Prinzip, das gebraucht wird, wenn man solche symmetrischen Welten konstruiert ist, das Prinzip, dass ein Individuum nicht von sich selbst unterschieden (getrennt) werden kann, daher können die zwei Welthälften nicht ein und dieselbe Hälfte sein.
Leibniz’ Gesetz/VsVs/Hacking/Millikan: (jüngste Verteidigung von Hacking): die Einwände gehen nicht darauf ein, dass es sich um gekrümmten Raum statt um eine Verdoppelung handeln könnte.
Gekrümmter Raum/Hacking/Millikan: hier taucht ein und dasselbe Ding nochmals auf, es ist keine Verdoppelung wie in der Euklidischen Geometrie.
MillikanVsHacking: aber das würde eben die Frage nicht beantworten.
I 262
Es gibt aber immer noch zwei interessante Möglichkeiten: Leibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Millikan:
1. symmetrische Welt: man könnte behaupten, dass hier einfach keine Tatsache gibt, die darüber entscheidet, ob der Raum gekrümmt ist oder verdoppelt. ((s) >Nonfaktualismus).
Pointe: das würde beinhalten, dass Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig ist, und dass seine Gültigkeit nur eine Frage der Konvention ist.
2. symmetrische Welt: man könnte sagen, dass das Beispiel keine allgemeine Lösung anbietet, wohl aber die Annahme einer bestimmten gegebenen symmetrischen Welt: hier gäbe es dann sehr wohl einen Tatsache, ob der Raum gekrümmt ist oder nicht. Ein bestimmter gegebener Raum kann nämlich nicht beides sein!
Pointe: dann ist Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig.
Pointe: aber in diesem Fall ist das dann keine Frage der Konvention, sondern eine wirkliche Tatsache!
MillikanVsAdams/MillikanVsArmstrong/Millikan: weder Adams noch Armstrong berücksichtigen das.
Gekrümmter Raum/Millikan: hier ist das, was identisch ist, notwendig identisch ((s) weil es nur gespiegelt ist). Hier gälte das kontrafaktische Konditional: wenn die eine Hälfte anders gewesen wäre, dann auch die andere. Hier scheint der Raum überhaupt nur doppelt zu sein.
Verdoppelung/Millikan: wenn der Raum (in Euklidischer Geometrie) gespiegelt ist, ist die Identität eine zufällig, nicht notwendige. Hier könnte die eine Hälfte sich ändern, ohne dass die andere Hälfte sich ändert. ((s) Kein kontrafaktisches Konditional).
Identität: ist dann gegeben, wenn die Gegenstände nicht deswegen ununterscheidbar sind, weil ein Gesetz in situ gilt, sondern ein Naturgesetz, eine naturnotwendige Übereinstimmung.
I 263
Dann gilt in der zweiten Option Identität aus Kausalität. (x)(y){[NN(F)Fx ⇔ Fy] ⇔ x = y}
NN/Schreibweise: naturnotwendig unter natürlich möglichen Umständen.
MillikanVsVerifikationismus: wenn meine Theorie richtig ist, muss er falsch sein.
Wahrheit/Welt/Relation/Millikan: These: letztlich liegen Bedeutungshaftigkeit und Wahrheit in Relationen zwischen Denken und Welt,
I 264
Deshalb können sie nicht im Kopf sein, wir können sie nicht internalisieren.
I 268
Eigenschaften/Millikan: These: Eigenschaften (ein- oder mehr-stellig) die in denselben Bereich fallen, sind Eigenschaften, die Gegenteile von einander sind. Sicher kann ein Bereich auch einen anderen Bereich enthalten. Bsp "rot" beinhaltet "scharlachrot" statt es auszuschließen und Bsp "zwei Zentimeter groß sein plus minus 1 Millimeter" beinhaltet eher "2,05 Zentimeter groß sein plus minus 1 Millimeter" als dass es diese Eigenschaft ausschließt.
Die Annahme, dass zwei Eigenschaften nur dann dieselben sein können, wenn die vollständigen Gegenteilsbereiche aus denen sie kommen, zusammenfallen, suggeriert, dass die Identität einer Eigenschaft oder eines Eigenschaftsgebiets an die Identität eines weiter gefassten Bereichs gebunden ist, aus dem sie kommt, und daher an die Identität ihrer Gegenteile gebunden ist. Jetzt stellen wir Leibniz’ Auffassung mit der von Aristoteles gegenüber:
Identität/Leibniz/Millikan: alle einfachen Eigenschaften sind intrinsisch vergleichbar. Allerdings vielleicht nicht in der Natur vergleichbar, weil Gott nur die beste der möglichen Welten geschaffen hat – aber sie wären metaphysisch vergleichbar.
Komplexe Eigenschaften/Leibniz/Millikan: das wären Eigenschaften, die nicht vergleichbar sind. Sie beinhalten auch Abwesenheiten oder Negationen von Eigenschaften. Sie haben die allgemeine Form "A und nicht B".
((s) Vergleich/Vergleichbarkeit/vergleichbar/Millikan/(s): zusammengesetzte Eigenschaften sind nicht vergleichbar Bsp "A und nicht B".)
Natürlich ist sie unvereinbar mit der Eigenschaft "A und B".
Pointe: damit beruht die metaphysische Unvereinbarkeit auf der logischen Unvereinbarkeit. D.h. auf dem Widerspruch.
I 269
Notwendigkeit/Leibniz/Millikan: dann hat Gott zuerst logische Notwendigkeit geschaffen und erst später Naturnotwendigkeit. („Am Anfang…“). gegensätzliche Eigenschaften/Gegenteil/Eigenschaft/Leibniz/Millikan: nach Leibniz sind gegenteilige Eigenschaften von zweierlei Art:
1. beide widersprechende Eigenschaften einem Ding zuzuschreiben hieße dann, sich selbst zu widersprechen ((s) logisch) oder
2. der Widerspruch zwischen den Eigenschaften läge in deren eigener Natur. Das läge aber nicht in ihrer jeweiligen Natur als einzelner betrachtet, sondern wäre von Gott so festgelegt, der verhinderte, dass die Eigenschaften jemals zusammen kämen.
MillikanVsLeibniz.
Identität/Eigenschaften/Aristoteles/Millikan: gegenteilige Eigenschaften: für Aristoteles dienen sie dazu zu erklären, dass nicht etwas aus nichts entstehen kann. Def gegenteilige Eigenschaft/Aristoteles: sind solche, die sich gegenseitig die Grundlage entziehen, sich gegenseitig unmöglich machen. Die Verhinderung einer anderen Eigenschaft ist diese Eigenschaft!
Veränderung/Wandel/Wechsel/Aristoteles/Millikan. wenn eine Veränderung sich ereignet, erwerben Substanzen neue Eigenschaften, die die Gegenteile der früheren Eigenschaften sind.
Gegenteil/Aristoteles: ist die Potentialität (Möglichkeit) der anderen Eigenschaft. Dann sind diese Gegenteile auf der fundamentalsten Ebene (in ihrer Natur) aneinander gebunden.
Millikan pro Aristoteles: mit dem letzteren hatte er recht. Bei Aristoteles gibt es nicht einen „Anfang“ wie bei Leibniz.
Eigenschaften/Gegenteil/Leibniz/Millikan pro Leibniz: dieser hatte recht damit, dass die Behauptung, dass zwei gegenteilige Eigenschaften auf dieselbe Substanz zutreffen, heißt, sich zu widersprechen. Aber dabei geht es um eine unbestimmte Negation, nicht um die Behauptung einer bestimmten Abwesenheit. Bzw. Abwesenheit ist das Vorliegen einer Widersprüchlichkeit. Bsp
Null/0/moderne Wissenschaft/Mathematik: ist nicht die Behauptung eines Nichts: Bsp Null Beschleunigung, Nullpunkt der Temperatur, leerer Raum usw. Null repräsentiert eine Quantität.
Nichtwiderspruch/Gesetz des Nichtwiderspruchs/Millikan: ist dann eine Schablone einer abstrakten Welt-Struktur oder etwas, das für eine solche Schablone hinreichend ist.
Erkenntnistheorie/epistemisch/Leibniz/Aristoteles/Millikan: der Streit zwischen Leibniz und Aristoteles erscheint auf der Ebene der Epistemologie wieder:
I 270
Bsp de Behauptung "x ist rot" sei äquivalent zur Behauptung "x sieht rot aus für einen Standardbeobachter unter Standardbedingungen". Problem: dann folgt aus "x ist nicht rot": "x sieht nicht rot aus für.. unter Standardbedingungen".
Ontologisch/Ontologie: dem entspricht dass Nicht-rot-sein eine Leerheit wäre, eine Abwesenheit von Rot – eher als ein Gegenteil von Rot.
Es geht aber darum, dass "x ist nicht rot" äquivalent ist zu "x sieht nicht rot aus unter Standardbedingungen" entweder leer oder falsch ist.

Millk II
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsArmstrong Schwarz Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 31
personale Identität/SchwarzVsLewis: sein Kriterium ist nicht präzise und liefert in interessanten Fällen keine Antwort. Bsp Kontinuität nach Gehirnoperation usw. Aber das will Lewis auch nicht. Unser (vager) Alltagsbegriff soll nur explizit gemacht werden. Beamen/Teleportation/Verdopplung/Lewis: das alles wird von seiner Theorie erlaubt.
- - -
Schwarz I 60
Identität/Lewis/zentrierte Welt/MöWe/Schwarz: mein Wunsch, jemand anderer zu sein, bezieht sich vielleicht nicht auf die ganze Welt, sondern nur auf meine Lage in der Welt. Bsp Zwillingserde/Schwarz: einer von beiden Planeten wird morgen gesprengt, den beiden Möglichkeiten (dass wir auf dem einen oder dem anderen sind) entsprechen aber nicht zwei MöWe! Detailkenntnis würde nicht helfen herauszufinden, wo wir sind, da beide gleich sind. ((s) also keine „zentrierte Welt“). Eigentlich wollen wir wissen, wo wir selbst uns in dieser Welt befinden. (1979a,1983b,1986e:231 233).
SchwarzVsLewis: sagt zu wenig über diese perspektivischen Möglichkeiten. Es reicht hier nicht, mehrere Gegenstücke (GS) in einer Welt zuzulassen. Es sollte nicht nur möglich sein, dass Humphrey genauso ist wie der tatsächliche Nixon, er sollte auch abweichen dürfen. Humphrey darf also kein GS von sich selbst sein. (>irreflexive GR, >S.u. Abschnitt 9.2. „doxastische GS“.
Ähnlichkeitsrelation. Egal welche Aspekte man beton: Nixon wird Humphrey nie ähnlicher sein als er sich selbst.
- - -
Schwarz I 100
fundamentale Eigenschaften/SchwarzVsLewis: dieser scheint zu schwanken, ob er die fE zur begrifflichen Basis für die Reduktion aller Prädikate und letztlich aller Wahrheiten bilden sollen, oder nur eine metaphysische Basis, auf der alle Wahrheiten supervenieren. (>Supervenienz, Reduktion). - - -
Schwarz I 102
Natürlichkeit/natürlich/Eigenschaft/Inhalt/Lewis: der tatsächliche Gehalt ist dann der natürlichste Kandidat, der zum Verhalten passt. „giftig“ ist keine perfekt natürliche Eigenschaft (PnE), aber natürlicher als „weiter als 3,78 Lichtjahre entfernt“ und gesund und weniger entfernt und giftig“. Natürlichkeit/Maß/Lewis: (1986e:, 61,63,67 1984b: 66): die Natürlichkeit einer Eigenschaft ist durch die Komplexität oder Länge ihrer Definition durch perfekt natürliche Eigenschaften bestimmt.
PnE: sind immer intrinsisch und alle ihre Booleschen Kombinationen bleiben es.
Problem: extrinsische Eigenschafen drohen, unnatürlich zu wirken. Außerdem wäre Bsp „Rot oder Frühstück“ viel komplizierter zu erklären, als Bsp „Hat Ladung –1 oder eine Masse, dessen Wert in kg eine Primzahl ist. (Obwohl sie nach der Definition unnatürlicher zu sein scheint).
Natürlichkeit/Eigenschaft/Lewis: (1983c,49): eine Eigenschaft ist um so natürlicher, je mehr sie wohlumgrenzten Dingen zukommt. Vs: dann ist Bsp „Wolke“ weniger natürlich als Bsp „Tisch in der Umgebung eines Kernkraftwerks oder Uhr, die 7:23 anzeigt“.
Schw I 103
Natürlichkeit/Eigenschaften/Lewis: (1983c:,13f): Natürlichkeit könnte auf Ähnlichkeit zwischen Eigenschaften zurückgeführt werden: Bsp eine Klasse ist umso natürlicher, je mehr die Eigenschaften ihrer Elemente sich ähneln. Ähnlichkeit: Lewis verweist auf Armstrong: Ähnlichkeit zwischen Universalien 1978b,§16.2,§21, 1989b: §5.111997 §4.1). Letztlich LewisVs.
Natürlichkeit/Lewis/Schwarz: (2001a:§4,§6): schlägt Test für Natürlichkeit vor, der auf Ähnlichkeit zwischen Einzeldingen beruht.: Koordinatensystem: „intrinsische“ und „extrinsische“ Achse. Eine Eigenschaft ist dann um so natürlicher, je dichter und kompakter die entsprechende Region ist.
Problem: 1. das setzt graduelle Ähnlichkeit voraus und kann daher auch nicht gut zur Definition gradueller Natürlichkeit verwendet werden.
2. die pnE kommen ziemlich unnatürlich heraus, denn die Instanzen gleichen einander oft nicht stark. Bsp wenn eine bestimmte Masse Eigenschaft perfekt natürlich ist, dann bilden alle Dinge mit dieser Masse eine perfekt natürliche Klasse, egal wie unähnlich sie einander sind.
SchwarzVsLewis: er zeigt Unterscheidungen zwischen natürlichen und weniger natürlichen Eigenschaften in verschiedenen Bereichen, zeigt aber nicht, dass die Unterscheidung immer dieselbe ist.
Natürlichkeit/SchwarzVsLewis: könnte auch von Interessen und biologischer Ausprägung abhängen. Und dennoch können die verschiedenen Arten von Natürlichkeit auf verschiedene Weise – durch perfekte Natürlichkeit bestimmt sein. Das heißt aber nicht viel, weil bei Lewis alles per definitionem durch die Verteilung der pnE bestimmt ist. ((s) > Mosaik).
Schwarz I 122
Natürlichkeit/SchwarzVsLewis: nicht sinnvoll anzunehmen, sie sei objektiv, unabhängig davon, wie natürlich sie uns erscheint. Lewis hat objektive Natürlichkeit als metaphysische Grundlage für qualitative, intrinsische Ähnlichkeit und Verschiedenheit eingeführt, dafür dass manche Dinge sich gleichen wie Eier und andere nicht. (s.o. 5.2). Intrinsische Ähnlichkeit: sowie qualitativer Charakter und Duplikation: diese Begriffe sollen nach Lewis unsere vertrauten Begriffe sein.
SchwarzVsLewis: wenn objektive Natürlichkeit aber zur Unterscheidung unserer Meinungen über Ähnlichkeit zu erklären, kann man nicht mehr sinnvoll in Frage stellen, ob die Unterscheidung eben dies leistet.
Also: zwar gibt es mögliche Wesen (oder Welten) deren Prädikate relativ unnatürliche Eigenschaften ausdrücken und sich deshalb über Naturgesetze irren, ohne dass sie den Irrtum entdecken können. Doch wir können a priori sicher sein, dass wir nicht zu ihnen gehören (!).
Problem: die anderen Wesen können ihrerseits glauben, a priori sicher zu sein, dass ihre physikalischen Prädikate relativ natürlich sind.
Lösung: aber sie (und nicht wir) unterlägen dabei einem Irrtum, vorausgesetzt, „natürlich“ bedeutet in ihrem Mund dasselbe wie bei uns. ((s) aber genauso könnten wir bloß glauben, keinem Irrtum zu unterliegen. Bzw. wir wissen gar nicht ob wir „wir“ oder „die“ sind.).
Schwarz: hier zeigt sich eine Spannung in unserem Begriff der Naturgesetze (NG):
a) einerseits ist klar, dass wir sie empirisch erkennen können,
b) andererseits sollen sie in einem starken Sinn objektiv sein, unabhängig von unseren Standards und Begriffen.
Problem: Wesen mit anderen Standards können mit denselben empirischen Daten zu ganz anderen Urteilen über NG kommen.
Schwarz I 134
Ereignis/SchwarzVsLewis: vielleicht besser: Ereignisse doch als die Regionen selbst oder die Dinge in den Regionen: dann kann man Bsp den Flug von der Rotation des Balls unterscheiden. Dem scheint Lewis später auch zugeneigt gewesen zu sein. (2004d). Lewis: Bsp der Tod eines Menschen der in einen völlig leeren Raum geworfen wird, wird nicht durch etwas verursacht, das in diesem Raum geschieht, weil da ja nichts ist. Wenn aber Ereignisse Klassen von RZ Regionen sind, könnte ein Ereignis auch eine leere Region enthalten.
Def Qua Ding/Lewis/Schwarz: spätere Theorie: “Qua-Dinge” (2003): Bsp „Russell qua Philosoph“: (1986d,247): Klassen von Gegenstücken – dagegen:
LewisVsLewis: (2003) Russell qua Philosoph und Russell qua Politiker und Russell sind identisch. Dann liegt der Unterschied in kontrafaktischen Kontexten an der durch die jeweilige Beschreibung bestimmte Gegenstück Relation. Das sind dann intensionale Kontexte. (ähnlich 1971). kontrafaktische Asymmetrie/Lewis/Schwarz: Lewis’ Analyse setzt Ähnlichkeit zwischen MöWe voraus.
HorwichVsLewis: (1987,172) sollte erklären, warum er an dieser barocken Abhängigkeit interessiert ist.
Problem/SchwarzVsLewis: bisher liefert die Analyse immer noch falsche Ergebnisse Bsp Verursachung späterer durch frühere Ereignisse.
- - -
Schwarz I 139
konjunktive Ereignisse/SchwarzVsLewis: er sieht nicht, dass dasselbe auch für konjunktive Ereignisse gilt. Bsp seien A,B,C,D beliebige Ereignisse, so dass A B verursacht und C D. Wenn es ein Ereignis B & C gibt, das genau dann eintritt, wenn sowohl B als auch C geschehen, dann ist A die Ursache von D: ohne A wäre B nicht geschehen, also auch nicht B & C. Ebenso wäre D nicht geschehen, ohne B & C. Da Verursachung transitiv ist, verursacht folglich jede beliebige Ursache jede beliebige Wirkung. Anmerkung: nach Voraussetzung wäre D ohne C nicht geschehen, aber vielleicht ist die nächste mögliche Welt (MöWe), in der B & C fehlt, eine, in der C trotzdem stattfindet? Nach Lewis soll die nächste MöWe aber eine sein, wo die fehlende Ursache völlig ausgelöscht ist.
Schwarz: man kann sicher nicht alle konjunktiven Ereignisse ausschließen. Bsp ein Gespräch oder Bsp ein Krieg setzt sich aus vielen Ereignissen zusammen und kann dennoch als Ganzes Ursache oder Wirkung sein. Lewis (2000a,193) gebraucht sogar ziemlich unnatürliche Konjunktionen von Ereignissen, um Einwänden zu entgehen: Bsp Konjunktion aus dem Gehirnzustand einer Person und einer Entscheidung einer anderen Person.
Abwesenheit/Lewis/Schwarz: weil Lewis keine harmlosen Entitäten findet, die als Abwesenheiten in Frage kommen, leugnet er ihre Existenz: sie sind keine Ereignisse, sie sind überhaupt nichts, da gibt es nichts relevantes. (2000a, 195).
SchwarzVsLewis: aber wie passt das mit den Mooreschen Tatsachen zusammen? Wie kann eine Relation instantiiert sein, deren Relata nicht existieren?
Mooresche Tatsachen/Schwarz: Bsp dass Abwesenheiten oft Ursachen und Wirkungen sind. Etwas, das zu bestreiten nur Philosophen in den Sinn kommt.
I 142
Einfluss/SchwarzVsLewis: Problem: Beeinflussung vergangener Ereignisse durch zukünftige. Bsp Hätte ich schon vor einer halben Minute aus der Tasse getrunken, dann wäre jetzt ein bisschen weniger Tee in der Tasse, und je nachdem, wieviel Tee ich vor einer halben Minute getrunken hätte, wie warm der Tee damals war, wohin ich die Tasse dann stellte, je nachdem wäre auch die jetzige Situation ein wenig anders. Nach Lewis’ Analyse ist mein zukünftiges Teetrinken daher eine Ursache dafür, wie der Tee jetzt vor mir steht. (? Wegen Ai und Bi?). Da die Vorkommnisse des Trinkens einander wahrscheinlich sehr ähnlich sind, ist der Einfluss um so größer. Er ist aber im Gegensatz zum Mond nicht kausal. - - -
Schwarz I 160
Wissen wie/SchwarzVsLewis: es ist nicht ganz korrekt, dass der phänomenale Charakter kausal wirkungslos sein muss, wenn die Mary und Zombie Argumente durchgehen. Für kausale Wirksamkeit reicht es aus, wenn Mary auf ein phänomenal anderes Erlebnis anders reagiert hätte ((s) KoKo, kontrafaktisch). Dualismus/Schwarz: das kann man als Dualist akzeptieren. Dann kann man phänomenal Eigenschaften wie fundamentale physikalische Eigenschaften verstehen. Dass es dann (wie oben Bsp Ladung 1 und Ladung 1 tauschen ihre Rollen in möglichen Welten (MöWe)): möglich ist, dass in verschiedenen MöWe die phänomenalen Eigenschaften ihre Rollen getauscht haben, bedeutet nicht, dass sie kausal irrelevant sind! Im Gegenteil: ein Teilchen mit getauschter Ladung würde sich anders verhalten.
Lösung: denn eine mögliche Welt (MöWe), in der das Teilchen eine andere Ladung hat und diese Ladung eine andere Rolle spielt, ist unserer wirklichen Welt sehr unähnlich! Weil dort andere Naturgesetze herrschen. ((s) Ist hier wesentlich, dass außer der geänderten Ladung auch noch zusätzlich die Rollen getauscht wurden? s.o.: >Quidditismus)
SchwarzVsLewis: dieser muss nur akzeptieren, dass Unterschiede in fundamentalen Eigenschaften sich nicht immer in kausalen Unterschieden wiederfinden. Mehr muss man auch nicht akzeptieren, um Mary den Erwerb neuer Information zuzugestehen.
- - -
Schwarz I 178
Gehalt/Individuation/Lösung/LewisVsStalnaker: (1983b,375,Fn 2, 1986e,34f) eine Person kann manchmal mehrere verschiedene Meinungssysteme haben! Bsp Split Brain Patienten: Zur Erklärung von Handbewegungen auf einen Gegenstand zu, den der Patient zu sehen leugnet. Dann kann man Rechnen und logische Folgerung als Zusammenführen getrennter Überzeugungsfragmente auffassen.
Wissen/Glauben/notwendige Wahrheit/Allwissenheit/SchwarzVsLewis/SchwarzVsFragmentierung: Problem: auch innerhalb von Lewis’ Theorie ist Fragmentierung nicht so leicht zu bekommen, weil die Alltagspsychologie sie nicht bevorzugt.
Schw I 179
Bsp bei inkonsequentem Verhalten oder bei Lüge nehmen wir nicht ein fragmentiertes Überzeugungssystem an. Wir nehmen eher an, dass jemand seine Überzeugungen ändert oder jemand absichtlich in die Irre führen will. Bsp wenn jemand nicht den besten Schachzug vollzieht, muss das nicht an Fragmentierung liegen. Man sollte echte Unkenntnis kontingenter Wahrheiten statt scheinbare Unkenntnis notwendiger Wahrheiten annehmen. Fragmentierung hilft auch nicht bei mathematischen Wahrheiten, die in jedem Fragment wahr sein müssen: Frieda lernt nichts neues, wenn sie endlich herausfindet, dass 34 die Wurzel aus 1156 ist. Dass sie den entsprechenden Satz vorher bestritt, lag an einer Beschränkung ihrer kognitiven Architektur.
Wissen/Schwarz: wie auch immer unser Gehirn funktioniert, ob in Form von Karten, Sätzen oder neuronalen Netzen – es bedarf gelegentlich einigen Aufwands, die gespeicherte Information abzurufen.
Allwissenheit/VsMöWe/Gehalt/VsLewis/Schwarz: der Einwand der logischen Allwissenheit ist der häufigste Einwand gegen die Modellierung mentalen und sprachlichen Gehalts durch MöWe bzw. mögliche Situationen.
SchwarzVsVs: hier tritt bloß ein Problem besonders hervor, das alle anderen Ansätze genauso betrifft.
- - -
Schwarz I 186
Wert/Moral/Ethik/VsLewis/Schwarz: größter Nachteil seiner Theorie: ihr latenter Relativismus. Was Leute unter Umständen wünschen, ist kontingent. Es gibt mögliche Wesen, die nicht Glück wünschen. Viele Autoren haben die Intuition, dass Werturteile objektiver sein sollten. Lösung/Lewis: nicht nur wir, sondern alle möglichen Personen sollten unter idealen Bedingungen dasselbe wertschätzen. Bsp wenn dann jemand Sklaverei gutheißt, sollte es daran liegen, dass ihm die Sache nicht wirklich klar vor Augen ist. Moralische Meinungsverschiedenheiten wären dann prinzipiell immer lösbar. ((s) >kognitive Defizienz/Wright).
LewisVsLewis: das trifft unsere Intuitionen zwar besser, aber es gibt leider keine so definierten Werte,. Leute mit anderen Dispositionen sind möglich.
Analogie zur Situation bei objektiver Wschk (s.o. 6.5): es gibt nichts, was all unsere Annahmen über echte Werte erfüllt, aber es gibt etwas, was dem nahe kommt, und das ist gut genug. (1989b,90 94).
Wert/wirkliche Welt/WiWe/Lewis: es ist auch völlig offen, ob es in der WiWe Leute mit völlig anderen Wert Dispositionen gibt. D.h. aber nicht, dass wir sie nicht überzeugen könnten.
Relativismus/Werte/Moral/Ethik/Lewis/Schwarz: Lewis heißt eine andere Art Relativismus allerdings willkommen: Wunsch Inhalte können perspektivisch sein. Das Schicksal meiner Nächsten kann mir mehr am Herzen liegen als das von Fremden. (1989b, 73f).
- - -
Schwarz I 232
Wahrmacher Prinzip/ SchwarzVsLewis: hier ist etwas faul, das WP ist von Anfang an falsch formuliert: wir wollen nicht „die Welt wie sie ist“ als Wahrmacher, weil das keine Erklärung ist, wir wollen erklären, wie die Welt die Wahrheit macht, wie etwa die Gegenwart Sätze über die Vergangenheit wahr macht.
Schw I 233
Erklärung/Schwarz: sollte notwendige Implikation und Analyse auseinander halten. Für reduktive Metaphysik ist notwendige Implikation nur bedingt interessant. SchwarzVsLewis: das übersieht er, wenn er schreibt: „Eine Supervenienz-These ist im weiteren Sinne reduktionistisch“. (1983,29).
Anderswo sieht er den Unterschied: Bsp LewisVsArmstrong: dieser hat einen ungewöhnlichen Begriff von Analyse: für ihn ist sie nicht Suche nach Definitionen, sondern nach Wahrmachern“.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsArmstrong Wessel Vs Lewis, David
 
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I 304/305
Irreale Bedingungssätze/Kontrafaktische Konditionale/Wessel: der Anspruch, eine allgemeine Konditionaltheorie zu sein, wird im allgemeinen nicht erfüllt. Bsp
(1) Wenn Peter nicht gekommen wäre, wären Paul und Peter nicht gekommen.
(2) Wenn jetzt durch die Spule ein Strom fließen würde...
(3) Selbst wenn der Schamane den Regentanz tanzen würde, würde es nicht regnen.
(4) Wenn Oswald Kennedy nicht erschossen hat, hat es ein anderer getan.
(5) Wenn .....nicht erschossen hätte, hätte..
(6) Wenn Bizet und Verdi Landleute wären, wäre Bizet Italiener
(7) ...wäre Verdi Franzose.

(1) ist vom System der logischen Folgebeziehung (hier FK) abhängig.
(2) hypothetischer Sachverhalt: Solche Aussagen werden zur Explikation des Begriffs "empirisches Gesetz" genutzt.
Def Naturgesetz/Wessel: hier wird behauptet, dass eine wahre allgemeine konditionale Aussage dann ein Gesetz ausdrückt, wenn ihr wahre irreale Konditionalaussagen entsprechen. (>Lewis, Armstrong)
Im Gegensatz dazu trifft eine bloß gesetzesartige Aussage nicht auf alle möglichen Gegenstände zu.
Gesetze wie das von der Spule gelten auch für während der Steinzeit von außerirdischen auf die Erde gebrachte Exemplare.
I 306
Es wird vorausgesetzt, dass die Wahrheit der irrealen Bedingungssätze unabhängig von der Gesetzesaussage festgestellt werden kann. Das ist für irreale Bedingungssätze aber in der Regel schwer. WesselVsArmstrong/WesselVsLewis: These:: der irreale Bedingungs Satz ist von der realen Aussage abhängig.
Gesetzesaussagen stützen und garantieren die Gültigkeit entsprechender irrealer Konditionale und nicht umgekehrt!
ad (3) "selbst wenn": solche Aussagen gelten als wahr, weil das Konsequens "sowieso wahr" ist.
alltagssprachliche Übersetzung:
Bsp "Es ist nicht so, dass es regnet, wenn der Schamane tanzt und er tanzt nicht und es regnet nicht".
I 307
Irreale Bedingungssätze/Wessel: Bsp Oswald/Kennedy (4) ist zweifellos wahr und (5) zweifellos falsch. Wie ist das zu erklären? Mögliche Welten/MöWe/viele Autoren: man muss sich in einen Kontext versetzen, der dem aktuellen Gang der Geschichte möglichst nahe ist. Der ähnliche Kontext (nächste MöWe) ist der, in dem ein anderer Kennedy erschossen hat.
ad (5): hier ist die ähnlichste Welt die, in der, wenn Oswald nicht geschossen hat, dass niemand geschossen hat und Kennedy noch lebt. Daher sei (5) falsch.
WesselVsMöWe/WesselVsLewis: Nachteil: die Auswahl der ähnlichsten Welt muss begründet werden!
I 307
Irreale Bedingungssätze/Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Ähnlichkeitsmetrik/Wessel: (5) ist eine versteckte "selbst wenn" Aussage: "Selbst wenn Oswald Kennedy nicht erschossen hätte, wäre Kennedy erschossen worden".
Die Wahrheit solcher aussagen, die in politischen und historischen Kontexten häufig sind, ist schwer festzustellen.
(6)/(7): Bizet/Verdi Bsp/Wessel: Lösung: der Grund für die Entstehung des Paradoxes liegt in der unkontrollierten Verwendung des Prädikats "Landsleute"., und nicht in der Konditionallogik.
Wenn beide Landsleute wären, folgte daraus noch nichts über die konkrete Nationalität beider., ausgenommen: es ist dieselbe. Mit demselben Recht könnte dann beide auch Japaner sein!
Anstelle des zweistelligen Prädikats "Landsleute" sollte man die einstelligen Prädikate "Landsmann von Verdi" und "Landsmann von Bizet" verwenden. ((s) Dann eindeutig: Bizet als Landmann von Verdi müsste Italiener sein.)
I 308
"Immer, wenn jemand Landsmann von Bizet ist, ist er Franzose". Das ist dann gar kein Problem mehr.
Irreale Bedingungssätze/Konditional/Konjunktion/Wessel: jedes Vorkommen eines irr. Bedingungs Satzes kann durch Konjunktionen ersetzt werden, in denen reale Konditionale vorkommen.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsArmstrong Place Vs Martin, C.B.
 
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Arm II 110
Ähnlichkeit/Martin: muß "exakt" sein, wenn zwischen Einzeldingen derselben Art herrschen soll. PlaceVsMartin: das ist ein zu großes Zugeständnis an Armstrong, nach dem ein Universale eine Art Einzelding ist, das selbst in allen Instantiationen irgendwie anwesend ist.
Konzeptualismus/Ähnlichkeit/Place: (pro, wie Martin): es muss eine Hinsicht geben, in der sich zwei Dinge ähneln, damit sie "von derselben Art" sein können. Und in dieser Hinsicht können sie nicht "unexakt" ähnlich sein. Aber zu sagen, dass sie dort "exakt" sein muss, ist bloß pleonastisch.
II 111
kat/disp/Eig/PlaceVsMartin: Mißverständnis: Place zugeschrieben: es seien seiner Meinung nach zwei verschiedene Eig, so daß die kat (qual) Eig die einzige Ursache für die disp Eig als Wirkung ist. PlaceVsMartin: das kann nicht meine Sicht sein, denn es kann gar keine Kausalrelation geben, wenn nicht eine disp Eig die beiden (getrennten) interagierenden Objekte verbindet.
Folgende Prinzipien erkennt Place an:
1. Hume Mackie Prinzip: kausale Notwendigkeit ist eine Frage der Wahrheit von kontrafaktischen Konditionalen (KoKo).
2. die Wahrheit von KoKo hängt von der Wahrheit einer kausalen Gesetzesaussage (GA) ab
3. Ryle Prinzip: dispositionale Aussagen sind kausale GA, die auf das Individuum beschränkt sind und auf die Zeit, in der die Disposition andauert.
4. Goodman Prinzip: die Wahrheit einer Dispo Aussage ist alles was gebraucht wird, um die Wahrheit eines kausalen KoKo zu unterstützen.
5. Wahrmacher Prinzip: der Besitz einer disp Eig besteht in einem Zustand, der nicht anders charakterisiert werden kann, als daß man sagt dass es der Zustand ist, durch den die Dispo Aussage wahr ist.
Fazit: die Struktur muß sowohl disp als auch kat Eig haben.
VsArmstrong: also kann es nicht richtig sein, dass alle Eig letztlich kat sind.
pro Martin: das Dispositionale ist genauso real und irreduzibel wie das kategoriale.
II 113
disp Eig/PlaceVsMartin: ich akzeptiere ihre aktuale Existenz hier und jetzt. Aber alles was existiert ist eine Eig des Trägers der Eig, ein substantielles Naturgesetz, das nur durch Referenz auf potentielle zukünftige Manifestationen spezifiziert werden kann. Das ist alles, was es gibt. Dabei geht es nicht um Beobachtbarkeit, sondern um die linguistische Tatsache, die sie so weit erstreckt, wie die Entailments der disp Prädikate sich erstrecken. (> Wahrmacher).

Place I
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Armstrong Vs Mellor, D.H.
 
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Arm II 34
Kraft/objektive Chance/ArmstrongVsMellor/ArmstrongVsLewis: ich glaube, dass der Begriff einer Eig, die nur beschrieben werden kann als das, was eine Chance darstellt, eine Eig niedrigerer Stufe zu haben, inkohärent ist. Aber selbst wenn das nicht so ist, ist die Postulierung ein Stück unerwünschte Metaphysik. Die angeschlagene Regularitätstheorie damit zu retten, ist ein schwaches Motiv. Es hat sich auch stark von der ursprünglichen Regularitätstheorie entfernt.
II 35
MellorVsArmstrong/RamseyVsArmstrong: Mellor folgt Ramsey: Naturgesetze sollten nicht als Relation von Universalien aufgefaßt werden. ArmstrongVsVs: man sollte sich bei der Einführung objektiver Chancen ontologisch nicht zu sicher fühlen, sie sind mysteriös.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Armstrong Vs Nominalismus
 
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Arm III 81
Nominalism/Armstrong: some allow the existence of objective relations of similarity between particulars. But they cannot analyze them in terms of common prop, because that would lead them to realism. (Lit: 1978, ch 5: ArmstrongVsNominalism). Vs: here: In his opinion there is nothing common of F and G. F is similar to all other Fs, but one other F also resembles many other things! The same applies to the Gs. It is doubtful whether this wavering reason is sufficient to provide the necessary uniform connection between being-F and being-G.
Arm II 97
Similarity/ArmstrongVsNominalism: if one, on the other hand, regards the situation in a way where similarity is analyzed in terms of identity: Martin and Armstrong: agree that one thing causes the things it causes by virtue (of a subset) of its properties.
If now causally effective prop can also be identical between different instantiations, then one can explain why the same prop produces the same effect in the same circumstances.
- - -
Schiffer I 234
Realismus/Schiffer: . Der Realismus setzt diese beiden Relationen gleich: 1. Zwischen Namen und Objekt
2. Zwischen Prädikat und Eigenschaft.
Dann haben wir eine Relation zwischen Mutter Teresa und Bescheidenheit, das erste instantiiert das zweite.
Schiffer: das kann man so paraphrasieren:
(b) Mutter Teresa hat die Eigenschaft, bescheiden zu sein.
hier hat der zweite sing Term ((s) "Eigenschaft, bescheiden zu sein") denselben Status wie der erste.
NominalismusVsRealismus/Schiffer: der vernünftige (sensible) Nominalismus leugnet das alles.
FN I 288
Der unvernünftige Nominalist nimmt die Referenz auf Eigenschaften zu ernst. Bsp ArmstrongVsNominalismus (Armstrong 1978), Außerdem den Austausch zwischen Armstrong 1980, Devitt 1980 , Quine 1980. (SchifferVsArmstrong)
I 235
Schiffer: es gibt keine Entität "die Eigenschaft, bescheiden zu sein", die in Beziehung zu „bescheiden“ steht, so wie Mutter Teresa zu „Mutter Teresa“ steht. Verstehen/Schiffer: von Bsp (a) verlangt nur Kenntnis (awareness) von Mutter Teresa, nicht von Bescheidenheit.
Eigenschaft/Schiffer: These: Eigenschaften existieren nicht, sie sind nicht zu finden unter den Dingen, die wirklich existieren.
Existenz/"es gibt"/substitutionale Quantifikation/sQ/Schiffer: dennoch sollte der vernünftige Nominalist vorsichtig sein, und nicht sagen „es gibt keine Eigenschaft, bescheiden zu sein“.
Realismus/Nominalismus/referentielle Quantifikation/substitutionale Quantifikation/Schiffer: der Streit entsteht darüber, welche Art der Quantifikation in (b) vorliegt.
I 236
Nominalismus: der scheinbare sing Term referiert auf gar nichts. Die "logische Form" von (b) ist nicht Fab

Mit „F“ = "x hat a", "a" für Mutter Teresa, "b" für Bescheidenheit.
Sondern nur
Fa.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsArmstrong Martin Vs Quine, W.V.O.
 
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Arm II 73
Unterscheidung/Martin: immer auf Basis von Eig nicht Objekten. Kinder und auch Erwachsene sehen davon ab, was die Eig hat. Auch wenn wir Objekte durch Raum Zeit Segmente oder Felder ersetzen sind die Eig das entscheidende, was man dort antrifft.
Eig sind dann immer noch mehr als bloße Mathematisierungen: Die Repräsentation von RZ Punkten braucht mehr als Zahlen oder Quantitäten.
Maß: jede Quantität ist von einer Eig!
MartinVsQuine: Vs dessen "Wither physical objects" ("Obj. austrocknen").
Bsp Martin: das folgende Bsp wurde in den 50er Jahren in Adelaide entwickelt und
II 74
in den früher 60ern in Harvard und Columbia weiterentwickelt. Dispo/MartinVsQuine: (Word and Object): Vs Gleichsetzung von Dispo mit (unmanifestierten) strukt. Eig mit angenommener manifestierter Dispo.
Bsp ein Fall von komischer geographischer Tatsache, die die raumzeitliche Verteilung von Elementarteilchen (ET) betrifft, Angenommen, es gibt ET isoliert in einer Region des Universums, so daß sie verschieden sind von denen in unserer eigenen Region und sie sind so entfernt, daß sie die vielen Dispo zur Interaktion niemals mit irgend etwas anderem im Universum entfalten. Sie ähneln aber nichts anderem im Universum.
disp/kat/MartinVsArmstrong: die Unterscheidung suggeriert, daß Dispo nicht real in dem Objekt seien.
MartinVsQuine: ein ergebener Quineaner sagte in einer Diskussion: "Und wenn Schweine Flügel hätten, würden sie fliegen". Ich sagte, dass wir beide nicht wüssten, ob das wahr ist und er wiederholte den Satz einfach. Ich hätte damals sagen sollen, dass Schweine dann immer noch nicht fliegen können.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Armstrong Vs Regularitätstheorie
 
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Arm III 13
ArmstrongVsRegularitätstheorie: 1. extensionale Probleme: A.
Humesche Gleichförmigkeit: es scheint welche zu geben, die keine Naturgesetze sind sind. (HG = Humesche Gleichförmigkeit).
D.h. eine HG zu sein, ist nicht hinreichend dafür, ein NG zu sein.
B.
NG: es könnte welche geben, die nicht universell in Zeit und Raum gelten. Es gibt auch Wahrscheinlichkeitsgesetze (WschkG).
Keine dieser beiden wären Humesche Gleichförmigkeiten (HG).
D.h. eine HG zu sein, ist nicht notwendig dafür, ein NG zu sein.
2. "intensionale" Probleme: angenommen, es gibt eine HG, der ein NG entspricht, und der Inhalt dieser Gleichförmigkeit ist derselbe wie der des Gesetzes.
Selbst dann gibt es Gründe anzunehmen, dass das Gesetz und die Gleichförmigkeit nicht identisch sind.
Arm III 25
TooleyVsArmstrong: (s.u.): Naturgesetze, die wesentlich Einzeldinge involvieren, müssen als logisch möglich zugelassen werden. Dann muss es erlaubt sein, dass sich Gesetze von einer komischer Epoche zur nächsten ändern. TooleyVsRegularitätstheorie: für sie ist es ein Problem, dass nur eine schmale begriffliche Lücke die kosmischen Epochen (d.h. HG) von einfach nur sehr groß ausgedehnten Gleichförmigkeiten trennt, die nicht mehr kosmisch sind.,
Angenommen, es gäbe keine kosmischen Gleichförmigkeiten (GF), aber wohl die ausgedehnten, dann ist das logisch kompatibel mit all unseren Beobachtungen.
VsRegth: wie soll sie die Situation beschreiben, dass es
a) keine Gesetze gibt aber ausgedehnte Gleichförmigkeiten? oder
b) dass es Gesetze gibt, aber diese nicht kosmische Reichweite haben? Dem Geist der Regth entspricht eher letzteres.
III 27
VsRegth: sie kann nicht behaupten, dass jede lokale GF ein Gesetz ist.
III 52
ArmstrongVsRegth: macht Induktion irrational.
Arm III 159
ArmstrongVsIdealismus: zur Annahme eines unerklärten Absoluten gezwungen, wegen der Vorraussetzung der Notwendigkeit der Existenz. Es gibt keine Prinzipien der Deduktion vom Absoluten abwärts. Es hat nie eine ernsthafte solche Deduktion gegeben.
Erklärung/Armstrong: wenn aber die Erklärung kurz vor dem Absoluten halten muss, dann muss auch der Idealismus Kontingenz akzeptieren. An welchem Punkt sollten wir die Kontingenz akzeptieren?
ArmstrongVsRegularitätstheorie: diese gibt zu früh auf.
Universalientheorie: können die atomaren Verbindungen von Universalien die wir für die molekularen Gleichförmigkeiten angenommen haben, erklärt werden?
Notwendigkeit/Armstrong: kann immer nur behauptet werden, sie kann nicht gezeigt werden oder auch nur plausibel gemacht werden.

Arm III 53
Induktion/ArmstrongVsRegularitätstheorie: 1. Induktion ist rational. Wir bewältigen mit ihr unser Leben. Der Schluß ist formal ungültig, und es ist ausgesprochen schwierig, ihn zu formalisieren. HumeVsInduktion: mit seinem Skeptizismus gegen Induktion hat er einen Grundpfeiler unseres Lebens in Frage gestellt. (Viel schlimmer als Skeptizismus in Bezug auf Gott).
Moore: verteidigte Induktion wegen des common sense. Armstrong pro.
III 54
Das beste, was der Skeptiker VsInduktion erhoffen kann, ist einige unserer am besten begründeten (induktiv gewonnenen) Alltagsgewißheiten gegeneinander auszuspielen. VsVs: es ist ein kohärentes System, daß unsere Alltagsgewißheiten (Glauben) ein kohärentes System bilden. Anwendung auf sich selbst.
Hume: der Zweifel daran beinhalten ein Quantum an mauvaise foi. (Armstrong dito).
Er bleibt nur während seiner Studien Skeptiker und verwirft den Skeptizismus im Alltag.
VsRegth: es ist daher ein schwerer Vorwurf gegen eine philosophische Theorie, wenn sie auf den Skeptizismus VsInduktion verpflichtet ist.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Armstrong Vs Shoemaker, S.
 
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Arm III 161
Eigenschaften/Shoemaker: These: was eine Eigenschaft zu einer Eig macht, ist ihre Fähigkeit, einen Beitrag zu den Kausalkräften der Dinge zu leisten, die diese Eig haben
III 162
ArmstrongVsShoemaker: sein Argument scheint sein einziges zu sein. Außerdem kann aus der Prämisse, daß Naturgesetze (NG) notwendig sind, nicht erschlossen werden, dass unwirksame Eigenschaften keine sind. Könnte es nicht Eig geben, die mit nomischer Notwendigkeit unwirksam sind? Oder zwei verschiedene Eig mit gleichen Verflechtungen? > Identität Shoemaker: kann hier nur sagen, dass wir keinen Grund haben, das anzunehmen.
Eig/Reduktion: aber Shoemaker könnte sein Argument verteidigen, in dem er sagt, dass Eig nichts anderes sind als ihre nomischen Verbindungen mit anderen Eig. Nomisch leere sind dann gar keine Eig.
Das ist die Sichtweise, daß Eig reine Kräfte sind.
ArmstrongVs: Regreß, weil es für andere Eig auch gilt.
(s)VsArmstrong: daß Bsp Computerdateien "Andockstellen" ("Haken") haben, führt doch auch nicht zum Regreß! Oder Bsp daß Viren Haken und Andockstellen haben).
ArmstrongVsVs: aber das gilt nur für die Sichtweise, daß Eig aus nichts anderem als der Fähigkeit bestehen, in diese Relationen einzutreten.
Eig/ArmstrongVsShoemaker: wenn keine Eig irgendetwas isoliertes ist, nichts logisch unabhängiges vom System (nomischen Netzwerk),
III 163
kann sie dann zu etwas werden, indem sie in das System eintritt? (>Swinburne, 1980, S 313 29,) s.o. hier: Kapitel 8,3). ArmstrongVsShoemaker: wenn eine Ontologie reiner Kräfte abgelehnt wird, hat Shoemaker nur sein epistemisches Argument
Aber das ist auch besser so als eine unakzeptable Ontologie. Ich möchte zeigen, dass die Theorie, daß NG notwendig sind, ontologisch unakzeptabel ist.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Martin Vs Supervenienz
 
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Arm II 73
Eigenschaften/Dispo/MartinVsArmstrong/VsPlace: nicht bloß strukturell, diese nicht allein für Dispo verantwortlich. Terminologie: statt "kategorisch" (disp) besser "qualitativ".
Martin: These: Vorteil, über Eig auf elementarer Basis zu sprechen (Elementarteilchen?), es gibt keine Debatte über Reduktion auf noch tiefere Ebene. (Nicht makroskopisch, nicht strukturell).
Eig/MartinVsSupervenienz: die Diskussion auf struktureller oder makroskopischer Ebene wird davon verdorben, daß man sich fragt, ob es Eig auf höherer Ebene gibt, das ist ontologisch
irreführend.
II 144
Teil/Ganzes/Ontologie/Martin: es muß selbst für den ontologisch Zurückhaltenden evident sein, daß die einfacheren Teile ,Eig, oder Rel gehen, auch die komplexeren Ganze folgen,
II 145
die aus den einfacheren bestehen. MartinVsSupervenienz: diesen Ausdruck sollte man vermeiden und direkt auf die Teil Ganzes Beziehung gehen. (Martin erwähnt nicht den Ausdruck >Mereologie).
Teile: als Teil des Ganzen sind sie nicht wirklich getrennt.
Wechselbeziehung: bringt eine Masse von Dispo, die niemals realisiert sind.
Ganzes: besteht aus den Teilen in ihrer Korrelation. Und deren Stabilität und den Graden dieser Stabilität.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsArmstrong Lewis Vs Tooley, M.
 
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Schwarz I 119
Naturgesetze/NG/Reduktionismus/LewisVsTooley: das ist der Preis für anti reduktionistische Intuitionen: Es klingt schön und gut, dass NG nicht auf lokalen Ereignissen supervenieren, dass unsere Begriffe von NG, kontrafaktischen Wahrheiten und Kausalität nicht auf außerhalb liegendes reduziert werden können. (Tooley 1987, 2003). Problem: die offensichtlichsten Merkmale von NG werden damit unbegreiflich! Lewis: (als Reduktionist) kann demgegenüber erklären, warum man die NG empirisch entdecken kann, warum die Physik auf dem Weg dazu ist, warum es nützlich ist, die NG zu kennen, und warum alle Fs überhaupt Gs sind, wenn „alle Fs sind Gs“ ein NG ist. Als Anti Reduktionist muss man all dies bloß mit Demut zur Kenntnis nehmen.
Lewis: die Annahme einer primitiven modalen Tatsache, die sicherstellt, dass in jeder möglichen Welt (MöWe) in der N(F,G) besteht, auch alle Fs Gs sind, ist obskur und fast sinnlos: wenn es keine Möwe gibt, in denen N(F,G) besteht, aber einige Fs nicht G sind, dann muss das eine Erklärung haben, dann muss an der Vorstellung solcher Welten etwas inkohärent sein. (s.o. 3,2): MöWe können nicht einfach fehlen.
NG/LewisVsArmstrong: vielleicht besser: Regularitäten, die zusätzlich durch eine primitive Beziehung zwischen Universalien abgesegnet sind, eine Beziehung, die auch in MöWe besteht, in denen das NG nicht gilt. Das ist zwar noch obskurer, aber dann ist es wenigstens kein Wunder mehr, dass alle Fs Gs sind, wenn ein NG das verlangt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsArmstrong Place Vs Wittgenstein, L.
 
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Arm II 55
PlaceVsWittgenstein/PlaceVsArmstrong: man sollte die Welt nicht als eine "Welt der Tatsachen" (Tractatus) auffassen. Situationen/Armstrong: sind räumlich und zeitlich lokalisiert. Raumzeit ist selbst eine "große Situation". (II 33/34)
Konzeptualismus/PlaceVsArmstrong: so verstanden wären Raum und Zeit Abstrakta. Aber diese sind nur linguistische Fiktionen.
Ontologie/Place: alles was existiert sind bestimmte räumliche Relationen zwischen ED. Auch Relationen innerhalb von Einzueldingen (ED). Und zwischen Situationen.
Raum/Zeit/Place: sind nur Abkürzungen für räumliche, zeitliche und raumzeitliche Relationen.
räumliche Relationen/Place: bestehen zwischen ED.
zeitliche Relationen/Place: nicht zwischen ED, sondern zwischen Situationen.

Place I
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
VsBehaviorismus Armstrong, D.M.
 
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Fra I 592
Armstrong: These er habe eine echte Alternative zum Behaviorismus aufgezeigt. RortyVsArmstrong: die alternative Materialismus/Behaviorismus ergibt keinen Sinn, so wie Armstrong sie aufstellt.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ontologie Armstrong, D.M.
 
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Meixner I 78
Ontologie/Logik/Meixner: umstrittene Frage: wie weit die logische Form (Komposition) von Ausdrücken eine ontologische Gegebenheit oder Unterscheidung widerspiegelt. Armstrong: These Ontologie hängt von der logischen Struktur ab.
MeixnerVsArmstrong: viel plausibler ist es, d die bloße Komplexität eines Ausdrucks nicht über die ontologische Beschaffenheit entscheiden sollte, also nicht, wie viele Vorkommnisse von Negation oder Disjunktion, und anderer logischer Operatoren da sind.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
Ontologie Meixner, U.
 
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I 78
Ontologie/Logik/Meixner: umstrittene Frage: wie weit die logische Form (Komposition) von Ausdrücken eine ontologische Gegebenheit oder Unterscheidung widerspiegelt. Armstrong: These Ontologie hängt von der logischen Struktur ab.
MeixnerVsArmstrong: viel plausibler ist es, d die bloße Komplexität eines Ausdrucks nicht über die ontologische Beschaffenheit entscheiden sollte, also nicht, wie viele Vorkommnisse von Negation oder Disjunktion, und anderer logischer Operatoren da sind.
Kontrafakt. Kondit. Reichenbach, H.
 
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Fraassen I 118
Kontrafaktisches Konditional/Naturgesetze/Reichenbach/Goodman/Hempel: These: kontrafaktische Konditionale liefern ein objektives Kriterium dafür, was ein Gesetz ist, oder wenigstens eine gesetzesartige Aussagen. Denn nur Gesetze, nicht aber allgemeine Wahrheiten implizieren kontrafaktische Konditionale. - - -
Wessel I 306
Es wird vorausgesetzt, dass die Wahrheit der irrealen Bedingungssätze unabhängig von der Gesetzesaussage festgestellt werden kann. Das ist für irreale Bedingungssätze aber in der Regel schwer. WesselVsArmstrong/WesselVsLewis: These: der irreale Bedingungssatz ist von der realen Aussage abhängig.
Gesetzesaussagen stützen und garantieren die Gültigkeit entsprechender irrealer Konditionale und nicht umgekehrt!

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999