Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 21 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Austin
 
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laut Hungerland:
Austin/Prinzip: Keine Modifikation ohne Abweichung.
Meg I 290
Hungerland VsAustin: anderer Sinn von "normal". Bsp "Ich sitze ganz normal im Stuhl" Hier läßt sich weder sagen , daß ich absichtlich, noch daß unabsichtlich auf dem Stuhl saß. VsAustin: Wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Äußerungen Hungerland
 
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Meggle I 290
Äußerungen/Modifikation/Austin/Prinzip: Keine Modifikation ohne Abweichung!
Hungerland VsAustin: es gibt einen anderen Sinn von "normal". Bsp "Ich sitze ganz normal im Stuhl". Hier lässt sich weder sagen, dass ich absichtlich, noch dass ich unabsichtlich auf dem Stuhl saß.
I 292
HungerlandVsAustin: Wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala. Bsp Ein Geistlicher, der gar kein Geistlicher ist, weil er ein Schwindler ist, ist nicht eine besondere Art Geistlicher, er ist gar kein Geistlicher!


Grice: > Meg I
G. Meggle (Hg)
Handlung, Kommunikation, Bedeutung Frankfurt/M 1979
Behauptbarkeit Stroud
 
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I 60ff
Behauptbarkeit/Stroud: für sie, nicht aber für Wahrheit spielt Relevanz von Gründen eine Rolle - Skeptizismus/Descartes/Stroud: hat mit Wahrheitsbedingungen, nicht mit Behauptbarkeitsbedingungen zu tun - StroudVsAustin: müsste zeigen, dass ein falscher Sprachgebrauch von "Wissen" vorliegt, nicht bloß eine Umdefinition.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Ereignisse Vendler
 
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Vendler Die Linguistik und das a priori
in Grewendorf/Meggle Linguistik und Philosophie, Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
I 264
Ereignis/Tatsache/VendlerVsAustin: assimiliert beides - Vendler: Bsp "Zusammenbruch des Reiches" - Tatsache: kann bestritten werden - Ereignis: kann schnell oder langsam geschehen - aus der Mehrdeutigkeit folgt nicht, dass manche Tatsachen Ereignisse sind.

Ven I
Z. Vendler
Linguistics in Philosophy Ithaca 1967
Konventionen Strawson
 
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II 257
Konvention/StrawsonVsAustin: schafft nicht Wahrheit: Relation zwischen dem Premierminister und dem Ausdruck "der Premierminister" konventionell, aber wer den Ausdruck gebraucht, sagt ohne Kontext nichts Wahres.
II 260
VsAustin: verwechselt semantische Bedingungen mit dem Ausgesagten.
II 268
Bsp dass eine Aussage übertrieben ist, hängt nicht von einer Konvention ab, sondern von einer Differenz zu einer Tatsache.
II 269
Existenzaussagen und eingeschränkte allg Aussagen machen keinen Gebrauch von Konventionen
II 257
Wahrmacher/Strawson: Bsp Eine Sprache mit "Platte" (Wittgenstein, PU) wäre genauso konventionell, aber jene angeblichen Pseudoentitäten, die Aussagen wahr machen (Tatsachen) , wären nicht unter den nicht-sprachlichen Korrelaten. - ((s) Die Welt wäre aber deswegen nicht leerer.)

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Korrespondenz-Theorie Austin
 
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Horwich I 185
Korrespondenztheorie/Austin: gereinigte Version: These: ein Satz ist wahr; ein Sprechakt (Episode) ist konventionell bezogen auf etwas außerhalb seiner selbst. - Korrespondenz/Austin: ist immer konventionell - StrawsonVsAustin: wir müssen die Korrespondenztheorie. eliminieren! Sie kann nicht gereinigt werden. - StrawsonVsAustin: Aussagen sind nicht immer mit Ereignissen (Episoden) gleichzusetzen. - Die Möglichkeit eines Ereignisses ist hinreichend.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Korrespondenz-Theorie Prior
 
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I 23
Korrespondenztheorie/Austin: pro: Tatsachen sind "in der Welt". - Das sind nicht nur Zeichen, sondern Wahrmacher. - StrawsonVsAustin: Tatsachen brauchen wir nicht zusätzlich zu Gegenständen!

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Landkarten-Beispiel Austin
 
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Horwich I 195
Landkarte/Beispiel/Austin: eine Landkarte ist nicht "wahr", bloß weil die Ähnlichkeit zur Landschaft nicht gänzlich konventionell ist. Konvention/StrawsonVsAustin: das ist nicht der wirkliche Grund: die Relation zwischen "Minister" und dem Minister ist konventionell, aber man braucht den Kontext trotzdem immer. - Tatsachen: hier ist nicht die Konvention das Problem, sondern die Verdinglichung.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Negation Searle
 
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John R. Searle
V 171
Negation/Searle: die Philosophen haben die Idee, es gäbe irreduzible negative Sätze, längst aufgegeben. Warum sollte es irreduzible Existenzsätze geben?
V 219
Negation/Searle: die Negation gewisser Sätze Bsp »er weiß nicht ob der Schmerzen hat« sind einfach falsch, nicht wie manchmal angenommen wird, weder wahr noch falsch. Wenn sie aber falsch sind, müssen dann nicht ihre Verneinung wahr sein?
IV 113
Negation/Metapher/Searle: die Verneinung ist genauso metaphorisch!
VII 91
Negation/Searle: die Negation eines A Wortes (für eine Tätigkeit, die man sinnvollerweise "freiwillig" nennen kann) ist nicht wiederum ein A Wort! Bsp Ich kaufte mein Auto nicht freiwillig, ich wurde dazu gezwungen.
Ich kam nicht freiwillig, ich wurde hergeschleift.
Er weiß nicht, ob der Gegenstand vor ihm ein Baum ist.
Beträchtliche Asymmetrie zwischen A Wörtern und deren Gegenteil bzw. Negation.
VII 95
SearleVsAustin: seine These geht sogar nicht einmal über Sätze: eine Behauptung machen heißt, sich darauf festlegen, dass etwas der Fall ist. Wenn die Möglichkeit, dass der Sachverhalt nicht besteht, ausgeschlossen ist, ist das sinnlos. Austins Slogan sollte reformuliert werden zu:
"Keine Bemerkung, die nicht bemerkenswert ist" oder
"Keine Behauptung, die nicht behauptenswert ist".
Gegenteil/Negation/Searle: das Gegenteil einer Standardbedingungen ist selbst keine Standardbedingung.
Daher ist für die Äußerung einer Negation eines A Satzes keine A Bedingung erforderlich. A Sätze markieren Standardsituationen, ihre Negationen dagegen nicht.
A-Bedingung: normalerweise ein Grund für die Annahme, dass die Negation des A Satzes wahr ist. weil im allgemeinen nur dort, wo ein Grund für die Annahme vorhanden ist, eine Standardsituation hätte auch eine Nicht Standardsituation sein können, die Bemerkung sinnvoll ist, dass sie eine Standardsituation ist.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Redundanztheorie Strawson
 
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II 264
Redundanztheorie/StrawsonVsAustin: es ist nicht wahr, dass mit "wahr" etwas über eine Aussage behauptet wird - (pro Redundanztheorie).
II 265
Lösung: einfach nachsehen, ob die Katze auf der Matte ist - >Zeigen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Skeptizismus Austin
 
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Stroud I 41
AustinVsSkeptizismus: Descartes habe bloß eine Umdefinition von "Wissen" vorgenommen. - Bsp jemand behauptet, es gäbe keine Ärzte in New York - wobei er eine Umdefinition von "Arzt" vornimmt: es sei jemand, der einen in 2 Minuten kurieren könnte. - StroudVsAustin: Descartes geht tiefer. MancheVsDescartes: Wissen erfordert nicht das, was Descartes behauptet: nicht zu träumen und das zu wissen. - Wissen/Stroud: wenn VsDescartes recht hat, dann müsste Wissen a) nicht geschlossen unter logischer Konsequenz sein oder b) nicht alle logischen Konsequenzen unseres Wissens durchdringen. (StroudVsVs)
Stroud I 45
AustinVsSkeptizismus: "genug ist genug": es muss nicht immer alles bewiesen werden, um Wissen beanspruchen zu können. - Der Skeptiker behauptet nur einen Mangel an Information. - StroudVsAustin - Austin: ein "wirklicher" Goldfink ist nicht mehr als ein Goldfink. - Stroud: es wäre absurd, philosophisch gegen unser gewöhnliches Wissen zu argumentieren, aber das trifft auf Descartes nicht zu. - Traum/Austin: es gibt anerkannte Prozeduren, um ihn von Wachsein zu unterschieden - sonst könnten wir die Wörter nicht gebrauchen. Stroud I 47 Austin: es ist qualitativ unterscheidbar, ob man dem Pabst vorgestellt wird, oder das nur träumt.
Stroud I 48
Starke These/Skeptizismus/Terminologie/Descartes: wir können nicht wissen, ob wir nicht träumen. - Austin Kernthese: das Infragestellen des Wissens ist im Alltag praktisch nie zugelassen (ob wir nicht träumen) - es muss bestimmte Gründe geben. - Austin These: man kann nicht alle immer täuschen. - Dann schwächere These/Austin: es muss einen Grund geben, zu zweifeln, dass wir wach sind. - stärker: wir müssen es immer bezweifeln.
I 57
Austin: was gilt als unangemessen? - > Unterscheidung Wahrheit/Behauptbarkeit (wegen der unterschiedlichen Bedingungen).
Stroud I 64/65
Skeptizismus/Descartes/Stroud: (tiefer als der von Austin bestrittene) - kann weder im Alltag noch in der Wissenschaft angenommen werden. - Betonung von Theorie und Praxis. - Stroud: Standards der Rechtfertigung variieren von Fall zu Fall. - Beim Sprechakt gibt es keine allgemeine Anweisung, was wir berücksichtigen müssen.
Stroud I 74
Def "paradigm-case argument"/Wissen/Wahrheit/Oxford/Terminologie/Austin/Stroud: Mitte der 50er dachte man, der Skeptiker müsste zu dem Schluss kommen, dass in bestimmten Situationen sowohl S als auch nicht-S zutrifft. - StroudVsAustin: um den Begriff von "Wissen" in Frage zu stellen müssen wir fragen, wie und warum er angewendet wurde. - Flugzeug-Bsp "Er weiß es nicht" ist auf jeden Fall korrekt bevor das Flugzeug am Boden ist). - Aber das ist nicht die Unterscheidung zwischen Wissen und Nichtwissen. - Daher können wir aus unserem Sprachgebrauch keine skeptische Konklusion ziehen.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Sprechakttheorie Hare
 
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Searle V 207
SearleVstraditionelle Sprechaktanalyse. (SearleVsAustin,SearleVsHare) These »Gut«, »wahr« bedeutet in verschiedenen Akten dasselbe. Wird von der traditionellen Sprechakttheorie nicht berücksichtigt) Gut/wahr/Sprechakttheorie/Tradition: Hare: Bsp »Gut« wird gebraucht, um etwas zu empfehlen.
Strawson: »Wahr« wird gebraucht, um Aussagen zu bekräftigen oder anzuerkennen
Austin: »Wissen« wird gebraucht, um Garantien zu geben. (SearleVs).
Im Prinzip: »das Wort W wird gebraucht, um den Sprechakt A zu vollziehen«.


S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Sprechakttheorie Searle
 
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John R. Searle
II 25
Aufrichtigkeitsbedingung: ist den Sprechakten intern.
IV 251
Sprechakt/Searle: regelbestimmte Handlungen - immer konstitutive (nicht regulative) Regeln - Searle: Sprechakt: Schlüssel zur Bedeutung - VsSearle: umstritten, weil Sprachregeln für z.B. sing Term ganz anderer Art als für Handlungen
V 68
Sprechakt ungleich Spiel! - Erklärung muss Regeln voraussetzen - Regeln nicht gleich Konvention - Sprechen regelgeleitetes Verhalten - Regeln, nicht Verhalten ist ausschlaggebend.
V 207
traditionelle Sprechakttheorie/Austin/Strawson/Hare: Wort W wird gebraucht, um Sprechakt A zu vollziehen - dann Bsp "gut" empfiehlt, "wahr" bekräftigt, "Wissen" garantiert etwas - SearleVs: das funktioniert nur bei performativen Verben wie "versprechen", aber nicht bei wertenden - erfüllt nicht die Adäquatheitsbedingung für semantische Analyse: ein Wort muß in allen grammatisch verschiedenen Sätzen dasselbe bedeuten - das kann es nicht, wenn die Bedeutung der Vollzug verschiedener Akte sein soll.
V 213
Falsch: anzunehmen, dass die Bedingungen für den Vollzug eines Sprechakts aus den Bedeutungen der Wörter folgten - ("Behauptungs-Fehlschluss").
IV 27
Sprechakttheorie/SearleVsAustin: nimmt Verben für Akte - das muss man aber unterscheiden - Bsp Verkündung eines Befehls kein Befehl.
IV 78
Sprechakttheorie/Searle: unterscheidet sich von anderen philosophischen Ansätzen dadurch, dass sie keine Menge von logisch notwendigen und hinreichenden Bedingungen für das zu erklärende Phänomen gibt - (Bsp Linguistik: Struktur-Regeln).
IV 86
Der illokutionäre Akt ist die Funktion der Bedeutung des Satzes.
IV 86
Fiktion/Sprechakt/Searle: Fiktion nicht anderer Sprechakt, sondern vorgegebener Akt - in Literatur, nicht anderer Akt als in Zeitung - keine semantische oder syntaktische Eigenschaft weist einen Text als fiktional aus.
IV 204
SprechakttheorieVsChomsky, VsRegeln, statt Semantik/Pragmatik.
VII 99
Sprechakt/Proposition/Searle: Unterschied: aus dem propositionalen Gehalt folgt nicht, dass die Behauptungsbedingungen erfüllt sind - die Proposition besagt vielmehr, dass der Sprecher beim Akt impliziert, dass sie erfüllt sind
VIII 435
Sprechakt/Searle: wird durch die semantischen Intentionen des Sprechers zusammengekittet. - VsChomsky: sieht nicht die wesentl. Verbindung von Bedeutung und Sprechakten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Sprechakttheorie Strawson
 
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II 272
StrawsonVsSprechakttheorie/StrawsonVsAustin: Fehler: die Annahme, dass wir mit dem Gebrauch des Wortes "wahr" behaupten, dass Bedingungen vorliegen. - "Wahr" zeigt nicht eine bestimmte Art einer Kommunikation.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Tatsachen Austin
 
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I 231
Tatsache/Austin: "Tatsache" ist nur ein anderer Ausdruck für "wahre Aussage". (pro Brandom, VsAyer) - zu jeder wahren Aussage gibt es eine und nur eine und genau entsprechende Tatsache. (Ayer: aber zu jeder Tatsache gibt es viele (Davidson: unendlich viele) wahre Aussagen - aber Brandom: T = wahre Behauptung (im Sinne von "Behauptetes") (Brandom I S. 841) -. AyerVsAustin - AyerVsBrandom.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Tatsachen Strawson
 
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Horwich I 189
Tatsachen/StrawsonVsAustin: falsche Angleichung von Tatsachen und Dingen.
Horwich I 190
Tatsache/StrawsonVsAustin: soll über das "über" der Aussage hinausgehen. - Aber da gibt es nichts. - Das kommt von Austins Bedürfnis nach einem "Wahrmacher".
I 191
Dass die Katze krank ist, wird nicht durch die Katze wahr gemacht, sondern höchstens durch die Tatsache, die durch den Satz ausgedrückt wird. Referenz/Strawson: einer Aussage: ist das materiale Korrelat, nicht eine Tatsache. - Das Korrelat kann ich evtl. mit der Uhr messen, aushändigen usw. - Tatsache: pseudo-materiales Korrelat der gesamten Aussage. - Tatsache: kein Ding, auch kein zusammengesetztes Objekt.
I 192
Sie ist das, was die Aussage feststellt, nicht, worüber sie ist. - Tatsachen sind nicht "über".
I 193
Tatsachen und Aussagen entsprechend einander, sie sind füreinander geschaffen, wenn man eins aus der Welt schafft, dann auch das andere. Die Welt wird dadurch aber nicht ärmer. - - -
Seel III 104f
Tatsache/Strawson/Seel: wenn wir etwas eine Tatsache nennen, meinen wir, es sei tatsächlich so, wie ein Satz es sagt. - Eine Tatsache ist nichts weiter als der Inhalt einer wahren Überzeugung - die behaupteten Tatsachen sind nicht selbst von der Welt. - III 104/105 im Unterschied zu konkreten Vorgängen sind Tatsachen abstrakte Gegenstände - sie betreffen einen realen Zustand, ohne selbst ein Vorkommnis in der Welt zu sein. - Bsp die Tatsache, dass Napoleon die Schlacht gewann, ist nicht dasselbe wie die Schlacht - den "Bildern" entsprechen keine Wesenheiten in der Welt. - - -
Strawson II 20
Tatsachen können nicht verbrennen, sie vergehen nicht. - (zeitlos)
II 250
Tatsache/StrawsonVsAustin: Gleichsetzung von Tatsache und Ding führt zur Gleichsetzung von Etwas-aussagen und Sich-auf-etwas-beziehen. - Aussage und Satz dürfen auch nicht gleichgesetzt werden.
II 253
Tatsache/Ding/StrawsonVsAustin/StrawsonVsSprechakttheorie: völlig verschiedene Typen. - Tatsache: was ausgesagt wird. - Ding: worüber etwas ausgesagt wird. VsAustin: glaubt, eine Aussage wäre "etwas in der Welt"! - Verwechslung mit Ereignis der Äußerung. (Sprechakt).
II 254
Natürlich entsprechen sich Tatsachen und Aussagen, sie sind füreinander gemacht. - Tatsachen, Sachverhalte und Situationen werden nicht "gesehen" sondern eher erfasst oder zusammengefasst.
II 255
Bsp Von Tatsachen beunruhigt zu sein, ist nicht dasselbe wie von einem Schatten. - Er ist "beunruhigt, weil...".
II 259
Tatsache: impliziert schon einen Diskursrahmen - dabei sprechen wir nicht über diesen Rahmen, ebenso nicht mit Begriffen wie "Aussage" und "wahr".
IV 150/51
Tatsache/Strawson: etwas festzustellendes, nicht etwas zu beschreibendes. - Es sind immer verschiedene Beschreibungen möglich.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Se I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Se II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Se III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
Terminologien Austin
 
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Grice I 292
Austin: keine Modifikation ohne Abweichung. - HungerlandVsAustin: wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala - Bsp ein falscher Pastor ist keine besondere Art Geistlicher.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993
Wahrheit Strawson
 
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Rorty VI 52
StrawsonVs"Wahrmachen": verhöhnt "satzförmige Sachen". ((s) Vergleich von Welt mit Sätzen ist nicht auf nichtsprachlichem Weg möglich) - - -
Ayer I 296
Wahrheit/StrawsonVsAustin: sicher verwenden wir das Wort »wahr«, wenn die von Austin beschriebenen semantischen Bedingungen erfüllt sind - aber indem wir dieses Wort verwenden, sagen wir nicht aus, dass sie erfüllt sind. (> Austin I 230). - - -
Strawson II 261
Wahrheit/StrawsonVsAustin: Fehler: statt zu fragen, "wie verwenden wir das Wort "wahr" (Gebrauch, Konvention) - fragt er: "wann..." (Bedingungen) - Tatsachen können nicht durch Änderungen an den Sprachkonventionen geändert werden.
II 266
Wahrheit ist nicht Eigenschaft eines Sprechereignisses.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Wahrmacher Austin
 
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Horwich I 190
Wahrmacher/Austin: der Wahrmacher muss dem referierenden Teil der Aussage entsprechen, nicht nur dem beschreibenden. - Letztlich der ganzen Aussage. - StrawsonVsAustin: Wahrmacher gibt es, aber nur als Entsprechung des beschreibenden Teils, nicht des referierenden. - Sonst logischer Typenfehler: eine Aussage korrespondiert nie einem Ding.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrmacher Strawson
 
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Horwich I 194
Wahrmacher/Strawson: wenn die Situation das Subjekt ist, ist es nicht die Situation, die die Aussage wahr macht. - Tatsache: ist ein nicht-linguistischer Term (daher nicht Subjekt). - - -
Strawson II 20f
Wahrmacher/Strawson: Tatsachen machen Behauptungen wahr, nicht Dinge.
II 252
Wahrmacher/VsAustin: dass die Katze die Räude hat, wird nicht von der Katze wahr gemacht (als Ding), sondern von dem Zustand der Katze. (Tatsache).
II 257
Wahrmacher/wahr machen/Strawson: Bsp Sprache mit "Platte" (Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen) wäre genauso konventionell, aber jene angeblichen Pseudoentitäten, die Aussagen wahr machen (Tatsachen), wären nicht unter den nicht-sprachlichen Korrelaten. - ((s) Die Welt wäre aber deswegen nicht leerer.)

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Welt Strawson
 
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Danto I 259
Welt/Strawson/Danto: zwei Hauptkomponenten: Personen und Dinge. (Einzeldinge). Dem entsprechen M-Prädikate: Bsp "wiegt 100 kg".
P-Prädikate: "denkt an Ruhm". Nichts ist allein mit P-Prädikaten beschreibbar.
Das wäre anders, wenn es wirklich körperlose Geister gäbe. - Personen werden durch beide Prädikatarten beschrieben.
I 263
Behaviorismus: versucht, den Unterschied zwischen P- und M-Prädikaten zu verwischen. - - -
Strawson I 35
Welt/Strawson: scheint aus Einzeldingen und Ereignissen aufgebaut. - Sind auch andere Bilder möglich? - Wenn jemand etwas außerhalb von Raum und Zeit erwähnt, gehen wir davon aus, dass es nicht existiert.
II 256
Welt/StrawsonVsWittgenstein: These: allein Dinge und Ereignisse Teil der Welt. - VsAustin: sonst Versuchung, über Situationen wie über Dinge zu sprechen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 25 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsAustin Dummett Vs Alltagssprache
 
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Dummett III 185
Oxford Philosophie/Dummett: stärkster Einfluß: von Ryle. RyleVsCarnap: verfehlte Methodologie VsHeidegger: Witzfigur Ryle: Einfluß von Husserl
III 196
Partikularismus/Gebrauchstheorie/Oxford/Dummett: angeblich könne die GT nur jeden einzelnen Satz erklären. Der Philosoph dürfe kein Muster entdecken wollen, wo es keins gebe. DummettVs: wir lernen die Sprache auch nicht Satz für Satz!
Allerdings richtig: es sind Sätze und nicht Wörter, die im allgemeinen Sinne einen "Gebrauch" haben.
III 196/197
Alltagssprache: hier konnte die Oxford Philosophie (wegen ihres antisystematischen Ansatzes) nichts dazu beitragen, jene Prinzipien besser zu verstehen, aufgrund derer wir offensichtlich die Sprache so schnell lernen.(>Chomsky). DummettVsOxford: verwendete ständig psychologische und semantische Begriffe, die eine Bedeutungstheorie nicht voraussetzen darf, sondern erklären soll! Bsp "eine Einstellung zum Ausdruck bringen", "eine Frage zurückweisen" usw. (DummettVsAustin).
Ebenso wurden ständig "Wahrheit" und "Falschheit" unerklärt verwendet.
III 198
DummettVsPartikularismus: mißachtete auch die Unterscheidung semantisch/pragmatisch. Jeder, der nicht in den Klauen der Theorie steckt, würde zunächst dazu neigen, das, was ein Satz buchstäblich sagt, von dem zu unterscheiden, was man unter speziellen Umständen damit mitzuteilen versuchen könnte.
Nach der "Philosophie der Alltagssprache" galt nur der letztere Begriff als legitim. "buchstäbliche Bedeutung" galt als ein illegitimes Nebenprodukt.
III 199
DummettVsOxford, DummettVsStrawson: künstlich eingeführte neue Begriffe wie "Präsupposition" oder "Konversationsimplikatur" oder DummettVsAustin: die Unterscheidung zwischen "illokutionären" und "perlokutionären" Akten (DummettVsSprechakttheorie) traten an die Stelle der allgemeinen semantischen Begriffe, und ohne daß jemand merkte, hörte die "Normalsprache" (Alltagssprache) dabei auf, zu existieren.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsAustin Positivismus Vs Alltagssprache
 
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Fodor II 118
PositivismusVsAlltagssprache/PositivismusVsOxford: die Philosophie der Alltagssprache (PdA) hat keine Systematik. Eine Darstellung der natürlichen Sprache, die nicht deren formale Struktur bestimmt, kann die Erzeugungsprinzipien für die syntaktischen und semantischen Eigenschaften nicht erfassen.
II 123
FodorVsAlltagssprache: das zwingt den Philosophen der Alltagssprache, immer mehr bei den Intuitionen Zuflucht zu suchen.
II 124
Insbesondere wird er in Anspruch nehmen, Anomalien intuitiv zu erkennen und zu sagen, ein philosophisches Problem sei dann gelöst, wenn Anomalien erkannt seien. (Cavell behauptet das!). FodorVsCavell: Widerspruch: er meint also, dass es in der philosophischen Praxis darauf ankommt, Wörter nicht falsch zu verwenden und zugleich meint er, dass er mit Hilfe der Intuitionen entscheiden kann, wann ein Wort falsch gebraucht wird.
Wenn es intuitiv auch klar sein mag, wann ein Wort anomal ist, so genügt es für philosophische Zwecke nicht zu wissen, dass es anomal ist, es kann aus vielen Gründen anomal sein, von denen einige nicht fehlerhaft sind!
Bsp Wenn man dem Metaphysiker vorwirft, dass er die Sprache falsch verwendet, wird er zu recht antworten: "Na und?"
Außerdem können wir von einer Bedeutungstheorie nicht verlangen, dass sie jede Äußerung, die ein theoretisch ungeschulter Sprecher anomal nennt, auch von der Theorie so bewertet wird.
II 125
Die Theorie sollte vielmehr nur semantische Verletzungen bestimmen.
II 126
FodorVsIntuitionen: Entscheidungen über Ungewöhnlichkeiten (Anomalien) sind in keiner Weise zu extrapolieren, wenn sie sich nur auf Intuitionen gründen. Dann haben wir gar keine Theorie, sondern nur überanstrengte Intuitionen. OxfordVsFodor/AlltagsspracheVsFodor: könnte kontern, dass wir das Prinzip ignoriert hätten, ähnliche Fälle mit ähnlichen Methoden zu behandeln.
FodorVsVs: das geht an der Sache vorbei: die relevante Ähnlichkeit angeben heißt gerade, genau die Erzeugungsregeln zu bestimmen.
III 222
Alltagssprache/Cavell: hier gibt es drei mögliche Typen, Feststellungen über sie zu machen: Typ I Feststellungen: "Wir sagen ...... aber wir sagen nicht...." ((s) Gebrauchsfeststellungen)
Typ II Feststellungen: Die Ergänzung von Typ I Feststellungen durch Erläuterungen.
Typ III Feststellungen: Verallgemeinerungen.
Austin: Bsp wir können freiwillig ein Geschenk machen. (Aussage über die Welt).
Cavell: faßt dies als "materialen Modus" auf für "Wir sagen: ’Das Geschenk wurde freiwillig gemacht’ “. (Aussage über die Sprache).
freiwillig/RyleVsAustin: drückt aus, dass an der Handlung etwas suspekt ist. Wir hätten die Handlung nicht tun sollen.
Cavell These: solche Widersprüche sind in keinem vernünftigen Sinn empirisch.
III 223
Äußerungen der Native Speaker (Muttersprachler) sind keine Feststellungen darüber, was man in einer Sprache sagen kann, sie sind die Quelle von Äußerungen. ((s) Datenmaterial). Wir sind auch ohne Empirie zu jeder beliebigen Typ I Feststellung, die wir zur Stützung einer Typ II Feststellung benötigen, berechtigt.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsAustin Ayer Vs Austin, John L.
 
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I 296
AyerVAustin: deskriptive/demonstrative Konventionen. Ausdehnen behauptet, daß eine Aussage wahr genannt wird, »wenn der historische Sachverhalt, mit dem sie durch die demonstrativen Konventionen korreliert ist, einen Typ angehört, mit denen der Satz durch die deskriptiven Konventionen korreliert. AyerVsAustin: nicht alle bedeutungsvollen Aussagen beziehen sich explizit auf etwas! Allgemeine und unbestimmte Aussagen können gut durch Sätze ausgedrückt werden, in denen überhaupt keine hinweisenden Zeichen vorkommen.
VsVs: darauf könnte entgegnet werden, daß die Wahrheit solcher Aussagen immer von der Wahrheit anderer Aussagen abhängt. Aber:AyerVsAustin (mit Strawson): immer wenn man eine Aussage als wahr bezeichnet, läßt man sich auf eine semantische Ausführung über die Bedingungen ein, unter denen sie überhaupt Bedeutung hat! Austin selbst kritisiert die Semantiker, weil sie Wahrheit zu einer Eigenschaft von Sätzen machen.
A.J.Ayer
I A.J. Ayer Wahrheit, aus G. Skirbekk (Hrsg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt/M 1996
II Hügli/Lübke (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
VsAustin Derrida Vs Austin, John L.
 
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Rorty IV 106
DerridaVsAustin/Rorty: er sei jemand, der die herkömmliche Vorstellung gelten lässt, Bedeutung sei etwas, was »in einem homogenen Element« mitgeteilt wird, »indem die Einheit, die Integrität des Sinnes nicht wesentlich beeinträchtigt wäre«. RortyVsDerrida: das ist eine ungerechtfertigte Unterstellung. Austin sagt über die Sprache, wenn auch nicht über die Philosophie ungefähr das gleiche wie Derrida.

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsAustin Dummett Vs Austin, John L.
 
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I 165
Als Ryles Buch erschien, war es auf längere Zeit hinaus die Diskussionsgrundlage. Dummett: Ryles Einfluß nicht so positiv, ich war auch sehr VsAustin.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsAustin Lewis Vs Austin, John L.
 
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IV 222
Performativa/Lewis: es ist nicht klar, ob wir sie als Behauptungssätze (Deklarativa) auffassen sollen! Wenn nicht, können wir Satzbedeutungen in behauptende und nichtbehauptende (Satzbedeutungen) aufeilen, wobei die letzteren von Befehlen und Fragen repräsentiert werden.
LewisVsAustin: aber ich würde vorziehen, performative Sätze als Behauptungssätze zu klassifizieren, und dann ist diese Unterscheidung rein syntaktisch, die Oberflächenstruktur betreffend.
IV 224
Performativa/Austin: haben keinen Wahrheitswert (WW). weder wahr noch falsch, weil Äußerungen in normalen Umständen wie Wetten sind. Performativa/LewisVsAustin: können sie doch haben. Bsp "ich wette sixpence, dass es morgen regnet" : ist wahr bei der Gelegenheit, weil er gewettet hat.
Performativa/Austin: haben keinen WW. Sie sind weder wahr noch falsch, weil Äußerungen in normalen Umständen wie Wetten sind.
Lewis: zugestanden, aber warum soll die Äußerung dann nicht wahr sein?
pro Austin: könnte man sagen, dass performative Äußerungen einfach kaum etwas anderes tun können, als wahr sein! Bsp "Ich behaupte" : es ist dann einfach wahr, dass ich etwas behaupte.
Bsp "Ich spreche" ist immer wahr, wenn ich spreche!.
Und dennoch ist es möglich!
Es ist kein Wunder, dass die WW von Behauptungsperformanzen verdunkelt sind:
Bsp "Ich behaupte, dass die Erde flach ist" hier hat natürlich jemand etwas behauptet, so ist der ((s) Gesamtsatz) wahr.
Man könnte aber versucht sein zu sagen, dass er etwas falsches gesagt hat,. weil der eingebettete Satz falsch ist.
LewisVsRoss: daher schlage ich nicht vor, normale Behauptungen als paraphrasierte Performativsätze zu verstehen wie Ross. Das würde die WB falsch machen.
Wenn es syntaktische Gründe für Ross’ Vorschlag gibt, würde ich das semantisch als eine Version der Methode der Satzradikale ansehen.
IV 225
WW: ich schlage nur einen einzigen WW für Sätze wie Bsp "Ich befehle dir, spät zu sein" vor. Vs: man könnte sagen, dass ermöglicht eine Zweideutigkeit, weil der Satz auf zwei weisen gebraucht werden kann:
a) Paraphrase von "sei spät!" das ist wahr einfach weil es geäußert wurde
b) als Beschreibung meiner eigenen Tätigkeit, dann kein paraphrasierter Imperativ, denn es ist schwer einen Befehl zu geben und gleichzeitig zu sagen, was ich mache!
Aber daraus folgt noch nicht , dass es hier zwei Bedeutungen gäbe!
Bsp I am talking in trochaic hexameter
In hexameter trochaic am I talking
Nur das letztere kann gebraucht werden um in trochäischen Hexametern zu sprechen und ist wahr bei jeder Gelegenheit.
Das erstere ist falsch bei der Gelegenheit, wo es richtig betont wird.
Dennoch sind beides offensichtlich Paraphrasen.
Ob ein Satz gebraucht werden kann, um in Hexametern zu sprechen sit keine Sache seiner Bedeutung. Die Unterscheidung zwischen Hexameter Gebrauch und Nicht H G ist eine Sache.
Eine andere Sache ist die Unterscheidung zwischen performativem und selbst beschreibendem Gebrauch. aber die Parallele ist interessant:
Eine Unterscheidung des Gebrauchs braucht keine Unterscheidung der Bedeutung nach sich zu führen. (>Gebrauchstheorie).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsAustin Putnam Vs Austin, John L.
 
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Hacking I 179
AustinVsMoore: es gibt doch eine unabhängige Möglichkeit, Tatsachen herauszugreifen: Zeigen. Sodann stellen wir Behauptungen auf, indem wir bezugnehmende Ausdrücke und Namen für Eigenschaften und Relationen verbinden. PutnamVsAustin: muß nun annehmen, daß dieses Vorgehen von Austin durch Löwenheim zum Scheitern gebracht wird, indem es keine Möglichkeit unabhängiger Bezugnahme gibt.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsAustin Quine Vs Austin, John L.
 
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Willard V. O. Quine
II 114
Austins: "How to do Things with words" Hintergedanke am Ende des Buchs: a) dem Wahr/Falsch Fetisch b) dem Werte/Fakten Fetisch den Garaus zu machen.
QuineVsAustin: das ganze Buch wäre anders ausgefallen, wenn Austin aufgeschlossener gewesen wäre im Hinblick auf Tarskis Wahrheitsbegriff.

Quine: es gibt zwei Arten, auf Probleme zu reagieren:
a) sich über Störungen (z.B. Planetenbewegungen vor Einstein) den Kopf zu zerbrechen;
b) ihn durch Fehler der Beobachtungsinstrumente weg zu erklären.

Austins Einstellung war von der negativen Art, Methode zur Überwindung der Metaphysik.
II 115
Nach Tarskis Wahrheitstheorie ist das, was als wahr gilt, Sprache.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsAustin Searle Vs Austin, John L.
 
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John R. Searle
V 207
SearleVstraditionelle Sprechaktanalyse. (SearleVsAustin,SearleVsHare) These: "Gut", "wahr" bedeutet in verschiedenen Akten dasselbe. Wird von der traditionellen Sprechakttheorie nicht berücksichtigt) gut/wahr/Sprechakttheorie/Tradition: Hare: Bsp "Gut" wird gebraucht, um etwas zu empfehlen.
Strawson: "Wahr" wird gebraucht, um Aussagen zu bekräftigen oder anzuerkennen
Austin: "Wissen" wird gebraucht, um Garantien zu geben. (SearleVs).
Im Prinzip: "das Wort W wird gebraucht, um den Sprechakt A zu vollziehen".
- - -
IV 17
illokutionärer Akt/Austin: fünf Kategorien: Verdiktiv, Expositiv, Exerzitiv, Konduktiv, Kommissiv) Sprechakte/SearleVsAustin: Unterscheidung zwischen illokutionärer Rolle und Äußerung mit propositionalem Gehalt:
R(p).
Die verschiedenen Akte vollziehe sich in verschiedenen Kontinua! Es gibt mindestens 12 wichtige Dimensionen.
IV 18
1. Unterschiede in Witz (Zweck) des Akts. (Allerdings muss nicht zu jedem Akt ein Zweck gehören).
IV 19
Der illokutionäre Witz gehört zur Rolle, beide sind aber nicht dasselbe. Bsp Eine Bitte kann denselben Witz wie ein Befehl haben. 2. Unterschiede der Ausrichtung (Wort auf Welt oder umgekehrt).
Entweder, die Welt muss zu den Wörtern passen, oder umgekehrt.
IV 20
Bsp von Elisabeth Anscombe: Einkaufszettel mit Waren, dieselbe Liste wird vom Warenhausdetektiv erstellt.
IV 21
3. Unterschiede in den zum Ausdruck gebrachten psychischen Zuständen Bsp andeuten, bedauern, schwören, androhen. (Selbst wenn die Akte unaufrichtig sind).
Def Aufrichtigkeitsbedingung/Searle: Man kann nicht sagen, "Ich stelle fest, dass p. aber ich glaube nicht, dass p" "Ich verspreche, dass p, aber ich habe nicht die Absicht, dass p"
Der psychische Zustand ist die Aufrichtigkeitsbedingung des Akts.
IV 22
Diese drei Dimensionen: Witz, Ausrichtung, Aufrichtigkeitsbedingung sind die wichtigsten. 4. Unterschiede in der Stärke mit der der illokutionäre Witz vorgebracht wird.
Bsp "Ich schlage vor", "ich schwöre"
5. Unterschiede in der Stellung von Sprecher und Hörer
Bsp der Soldat wird den General nicht auf die unordentliche Stube aufmerksam machen.
IV 23
6. Unterschiede darin, in welcher Beziehung die Äußerung dazu steht, was im Interesse von Sprecher und Hörer ist. Bsp Jammern, Gratulieren
7. Unterschied im Bezug zum restlichen Diskurs
Bsp Widersprechen, Erwidern, Schließen.
8. Unterschiede im propositionalen Gehalt, die von den Indikatoren der illokutionären Rolle herrühren
Bsp Bericht oder Vorhersage
IV 24
9. Unterschiede zwischen solchen Akten, die immer Sprechakte sein müssen, und solchen die auch anders vollzogen werden können. Bsp man braucht nichts zu sagen, um etwas zu klassifizieren, oder zu diagnostizieren
10. Unterschiede zwischen solchen Akten, für die außersprachliche Einrichtungen nötig sind, und solchen für die sie nicht nötig sind
Bsp Trauung, Segen Exkommunikation
IV 25
11. Unterschiede zwischen Akten, wo das illokutionäre Verb eine performative Verwendung hat, und solchen, wo das nicht der Fall ist Bsp Performative Verwendung: feststellen, versprechen, befehlen keine performative: "Hiermit prahle ich", "hiermit drohe ich".
12. Unterschiede im Stil
Bsp Verkünden, Anvertrauen.
IV 27
SearleVsAustin: die Liste bezeichnet nicht Akte, sondern Verben. Man muss aber zwischen Verb und Akt unterscheiden!
Bsp Man kann Befehle, Versprechen, Berichte verkünden das ist aber etwas anderes, als zu befehlen, zu verkünden oder zu berichten.
Eine Verkündigung ist niemals bloß eine Verkündigung, sie muss ebenfalls eine Feststellung, ein Befehl oder dergleichen sein.
IV 30
Searle: Bsp Wenn ich dich zum Vorsitzenden mache, befürworte ich nicht, dass du Vorsitzender
IV 36
Def Deklaration/Searle: der erfolgreiche Vollzug garantiert, dass der propositionale Gehalt der Welt entspricht.(Spätere Terminologie: "institutionelle Tatsachen). Ausrichtung: durch Erfolg der Deklaration passen Wort und Welt zueinander. (). Kein Aufrichtigkeitsbedingung. Überschneidung mit Assertiven: Schiedsrichterentscheidungen. SearleVsAustin: Vs Unterscheidung Konstativ/Performativ.
- - -
VII 86
Cavell: "Must we mean what we say?" verteidigt Austin und fügt hinzu: Die Abweichung kann "wirklich oder angeblich" vorliegen.
Austin: es ist weder wahr noch falsch, dass ich diesen Artikel aus freiem Willen schreibe, denn wenn es keine Abweichung gibt, ist der Begriff des freien Willens gar nicht anwendbar.
SearleVsAustin: das ist verblüffend.
VII 88
SearleVsAustin: Fünf Thesen, um Austin in einem anderen Licht zu sehen: 1. Austin exemplifiziert ein heute geläufiges Analyse Muster, wie es auch bei Ryles Analyse von "freiwillig" gebraucht wird.
Ryle These "freiwillig" und "unfreiwillig" lassen sich nur auf Handlungen anwenden, "die man nicht hätte tun sollen". Auch hier ist es absurd, es bei einer gewöhnlichen Verwendung zu gebrauchen.
VII 89
Weder wahr noch falsch: Wittgenstein: Bsp dass ich "weiß dass ich Schmerzen habe" Bsp Dass Moore weiß, dass er zwei Hände hat. usw. (> Gewißheit).
Austin: Bsp es ist weder wahr noch falsch, dass ich aus freiem Willen in die Sitzung ging.
VII 90
Die Anwendung von "freiwillig" erforderte gewisse Bedingungen, die hier nicht erfüllt sind. Wörter, in denen sie nicht Erfüllt sind, können wir "A-Wörter" nennen, die Bedingungen
"A-Bedingungen". Wir können eine Liste erstellen.
2. die Bedingungen, die durch den Slogan "Keine Modifikation ohne Abweichung" exemplifiziert sind, durchdringen die ganze Sprache und sind nicht auf bestimmte Wörter begrenzt.
Bsp Der Präsident ist heute nüchtern
Hans atmet. usw.
VII 91
3. Negation/Searle: die Negation eines A-Wortes ist nicht wiederum ein A-Wort! Bsp Ich kaufte mein Auto nicht freiwillig, ich wurde dazu gezwungen.
Ich kam nicht freiwillig, ich wurde hergeschleift.
Er weiß nicht, ob der Gegenstand vor ihm ein Baum ist.
Beträchtliche Asymmetrie zwischen A-Wörtern und deren Gegenteil bzw. Negation.
VII 92
SearleVsAustin: nach ihm ist in beiden Fällen eine Abweichung erforderlich. 4. Eine Abweichung ist im allgemeinen ein Grund für die Annahme, dass die Behauptung, die durch die Äußerung des Gegenteils gemacht wird, wahr ist, oder hätte sein können oder hätte zumindest von jemand für wahr gehalten worden sein können.
Eine A-Bedingung ist einfach ein Grund für die Annahme, dass die Bemerkung hätte falsch sein können.
SearleVsAustin: seine Darstellung ist irreführend, da sie nahelegt, dass jede beliebige Abweichung eine Modifikation rechtfertigt.
Bsp wenn ich ein Auto kaufe und dabei mit den nackten Zehen auf einer Gitarre klimpere, ist das zwar eine abweichende Weise, ein Auto zu kaufen, aber es rechtfertigt nicht die Bemerkung "Er kaufte sein Auto freiwillig."
VII 93
SearleVsAustin: wir können zu keiner Liste von A-Wörtern kommen, denn ob es Wort eine Abweichung erfordert, wird vom Rest des Satzes und vom Kontext abhängen. Dann ist Austins These keine über Wörter sondern über Sätze.
VII 94
Standardsituation/Umstände/SearleVsAustin: feststellen, dass es sich um eine Standardsituation handelt, heißt nahelegen, dass diese Tatsache bemerkenswert ist und dass es Grund für die Annahme gibt, dass es sich auch um eine Nichtstandardsituation hätte handeln können.
VII 95
SearleVsAustin: seine These geht sogar nicht einmal über Sätze: eine Behauptung machen heißt, sich darauf festlegen, dass etwas der Fall ist. Wenn die Möglichkeit, dass der Sachverhalt nicht besteht, ausgeschlossen ist, ist das sinnlos. Austins Slogan sollte reformuliert werden zu:
"Keine Bemerkung, die nicht bemerkenswert ist" oder
"Keine Behauptung, die nicht behauptenswert ist".
VII 96
SearleVsAustin: dieser hat das falsch gesehen. Das hängt mit dem Begriff der Intention zusammen: Intention/Searle: These: die Seltsamkeit oder Abweichung die eine Bedingung für die Äußerung
"X wurde absichtlich getan" ist, stellt gleichzeitig einen Grund für die Wahrheit der Äußerung von
"X wurde nicht absichtlich getan" dar.
Behauptbarkeitsbedingung/Äußerungsbedingung: sie ist die Äußerungsbedingung für die eine Behauptung gerade deshalb, weil sie ein Grund für die Wahrheit der anderen ist.
SearleVsAustin: die Daten müssen mit Hilfe der Anwendbarkeit bestimmter Begriffe erklärt werden. Daher ist meine Darstellung einfacher und plausibler.
(VII 98): Bei Austins Slogan "Keine Modifikation ohne Abweichung" geht es nicht um die Anwendbarkeit dieser Begriffe, sondern eher um Bedingungen für das Aufstellen von Behauptungen im allgemeinen.
Negation/SearleVsAustin: dann sind die Negationen der obigen Feststellungen nicht weder wahr noch falsch, sondern einfach falsch!
Bsp Ich ging nicht freiwillig in die Sitzung (Ich wurde mitgeschleift). usw.
VII 98
Bsp Die Fähigkeit, sich an seinen Namen zu erinnern gehört zu den Grundbedingungen...

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsAustin Strawson Vs Austin, John L.
 
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Ayer I 296
StrawsonVsAustin: "sicher verwenden wir das Wort "wahr", wenn die von Austin beschriebenen semantischen Bedingungen erfüllt sind. Aber indem wir dieses Wort verwenden, sagen wir nicht aus, daß sie erfüllt sind". - - -
Searle III 211
Korrespondenztheorie/StrawsonVsAustin: (Debatte vor über 40 Jahren. Es gilt als ausgemacht, dass Strawson diese Debatte gewonnen hat.) Strawson: die Korrespondenztheorie muss nicht gereinigt, sie muss eliminiert werden.
III 212
Sie vermittelte uns ein falsches Bild vom Gebrauch des Wortes "wahr" und der Natur der Tatsachen: dass Tatsachen eine Art komplexer Dinge oder Ereignisse oder Gruppen von Dingen seien und dass Wahrheit eine besondere Beziehung der Korrespondenz zwischen Aussagen und diesen nichtsprachlichen Gebilden darstelle. (Geht auf die Abbildtheorie aus dem Tractatus zurück). - - -
Strawson II 248
Sprechakttheorie/StrawsonVsAustin: wenn er recht hätte, dass wir das Prädikat "wahr" im wesentlichen Sprechereignissen zuschreiben, dann müsste es möglich sein, Behauptungen über die Wahrheit von Aussagen in einen nicht auf Sprechereignisse bezogenen Sinn auf Behauptungen über die Wahrheit von Sprechereignissen zu "reduzieren". Austin: man kann mit demselben Satz verschiedene Aussagen machen.
Strawson: man kann auch mit verschiedenen Sätzen dieselbe Aussage machen.
II 249
Bsp über Jones: "Er ist krank". zu Jones: "Du bist krank". (Sogar verschiedene Bedeutung). Def "wahr"/Strawson: Irrtum: wir könnten sagen, verschiedene Leute machen dann dieselbe Aussage, wenn die Worte die sie in ihrer jeweiligen Situation dazu verwenden, entweder alle zu wahren oder alle zu falschen Aussagen führen müssen. Aber wenn wir das sagen, verwenden wir »wahr« um den Ausdruck »dieselbe Aussage« zu klären.
II 252
Tatsache/"wahr machen"/Welt/Strawson: Aber die ausgesagte Tatsache ist nicht etwas in der Welt. Sie ist kein Objekt! Damit wird natürlich nicht bestritten, dass es etwas in der Welt gibt, von dem eine Aussage dieser Art handelt, worauf sie sich bezieht, das sie beschreibt und das der Beschreibung entspricht. StrawsonVsAustin: erscheint zu übersehen, dass "Tatsache" und "Ding" vollkommen verschiedenen Typen angehören. Das Ding, die Person usw., auf die Aussagen sich beziehen, sind das materielle Korrelat des referierenden Teils der Aussagen. Die Beschaffenheit oder Eigenschaft ist das pseudomaterielle Korrelat. Die Tatsache ist das pseudomaterielle Korrelat der Aussage insgesamt.
II 253
Tatsache/Strawson: ist eng mit "Dass"-Sätzen verbunden. Tatsachen sind bekannt, werden ausgesagt, geglaubt, vergessen, übersehen, kommentiert, mitgeteilt oder bemerkt. Tatsachen sind das, was Aussagen aussagen; sie sind nicht dasjenige, worüber etwas ausgesagt wird! Es ist falsch, Tatsachen mit wahren Aussagen gleichzusetzen. Gleichwohl überlappen sich ihre Rollen.
Tatsache/StrawsonVsAustin: er glaubt, eine Aussage und eine Tatsache seien etwas in der Welt.
II 254
Bsp aber ich damit keine Gelegenheit vorstellen, bei der ich den Unterschied zwischen der Tatsache, dass meine Frau Mia Zwillinge gebärt (um Mitternacht) und dem, was ich (10 Minuten später) sage, nämlich dass meine Frau mir Zwillinge geboren hat, vernachlässigen würde. Korrespondenz/Austin: es gibt keine theoretische Grenze für das, was wahrerweise über die Dinge in der Welt gesagt werden könnte, aber es gibt sehr deutliche praktische Grenzen dafür, was Menschen tatsächlich über sie sagen können.
Aussage/Tatsache/StrawsonVsAustin: aber was könnte der Tatsache, dass es regnet, besser entsprechen als die Aussage, dass es regnet? Natürlich entsprechen sich Aussagen und Tatsachen. Sie sind für einander gemacht.
Wenn man die Aussagen aus der Welt brächte, dann brächte man auch die Tatsachen aus der Welt. Die Welt aber würde dadurch nicht ärmer. Man wird dabei die Welt nicht los, von der etwas ausgesagt wird. (> Welt).
Ein Symptom für Austins Unsicherheit ist seine Bevorzugung der Ausdrücke »Situation« und »Sachverhalt«. Weder Situationen noch Sachverhalte (genausowenig wie Tatsachen) können nämlich gesehen oder gehört werden, sondern werden eher zusammengefasst oder auf einen Blick erfasst.
II 255
Tatsache/Strawson: Bsp von einer Tatsache beunruhigt zu sein, ist nicht dasselbe, wie von einem Schatten erschreckt zu werden. Es bedeutet, beunruhigt zu sein, weil....
II 256
Welt/Strawson/Strawson: warum soll man darauf beharren, dass allein Dinge und Ereignisse Teile der Welt sind? Warum kann man nicht auch Situationen und Tatsachen zur Welt rechnen? Antwort: die Versuchung, über Situationen in einer Weise zu sprechen, die für Dinge und Ereignisse angemessen ist, wird überwältigend.
StrawsonVsAustin: Austin widersteht ihr nicht: der schmuggelt das Wort „Kennzeichen“ (feature) als Synonym für „Tatsache“ ein. Begründung: Landkarten sind nicht auf dieselbe Weise "wahr" wie Aussagen, weil sie nicht vollständig konventionell sind, Fotografien überhaupt nicht konventionell.
II 260
StrawsonVsAustin: wenn er sagt, die Beziehung zwischen einer Aussage und der Welt sei rein konventionell, dann handelt es sich um zwei Verwechslungen zwischen: a) den semantischen Bedingungen und b) dem, was behauptet wird. Es ist genauso absurd zu sagen, dass jemand, der eine Aussage bestätigt, bestätigt, die semantischen Bedingungen seien erfüllt, wie zu sagen, dass der Sprecher das behauptet hätte.
II 261
Bedingungen/Gebrauch/Strawson: dadurch dass wir ein Wort verwenden, sagen wir nicht, dass Bedingungen erfüllt sind. StrawsonVsAustin: Fehler: statt zu fragen: Wie verwenden wir das Wort "wahr"? Fragt er Wann verwenden wir es?
- - -
II 267
StrawsonVsAustin: "übertrieben" ist nicht eine Relation zwischen einer Aussage und etwas von dieser Verschiedenem in der Welt. (Zu einfach).
II 268
Dann treten die Schwierigkeiten der Korrespondenz erneut auf. Austin würde nicht sagen, dass es Bsp einer Relation zwischen einem Handschuh und einer zu großen Hand entspricht. Er würde von einer konventionellen Relation sprechen. Aber die Tatsache, dass die Aussage, dass p, übertrieben ist, ist in keinem Sinne konventionell! (Es ist vielleicht die Tatsache, dass 1200 Leute und nicht 2000 da waren. Die Kritik an einer Übertreibung setzt eine vorherige Aussage voraus.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsAustin Verschiedene Vs Austin, John L. Austin/Prinzip: Keine Modifikation ohne Abweichung.
Hungerland VsAustin: anderer Sinn von "normal". Bsp "Ich sitze ganz normal im Stuhl" Hier läßt sich weder sagen, daß ich absichtlich, noch daß unabsichtlich auf dem Stuhl saß. Grice I 290
VsAustin: Wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala. I 292
Bsp Ein Geistlicher,, der gar kein Geistlicher ist, weil er ein Schwindler ist, ist nicht eine besondere Art Geistlicher, er ist gar keine Geistlicher!




VsAustin Schiffer Vs Austin, John L.
 
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Stephen Schiffer
I 266
Austin: der Ausdruck: „die Bedeutung eines Wortes“ ist fast immer ein gefährlicher Unsinn. (1961, 24. Auch Wittgenstein 1953, Ryle 1957) Damit alle VsFrege. DavidsonVsSchiffer/DavidsonVsAustin/DavidsonVsWittgenstein: spricht von einer Entität, die von dem „dass“ bezeichnet wird in Bsp „dass Schnee weiß ist“. (Davidson 1968).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsAustin Brendel Vs Austin, John L.
 
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Elke Brendel
I 56
Sachverhalt/Wahrheit/VsAustin/wahr/Brendel: andere Autoren nehmen an, dass eine Proposition wahr ist, wenn der entsprechende Sachverhalt (SV) besteht.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsAustin Vendler Vs Austin, John L.
 
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I 264
Ereignis/Tatsache/Austin: hat die Tendenz, beides zu assimilieren auf der Grundlagen dessen "was man sagen kann": Bsp der "Zusammenbruch des Deutschen Reiches" kann sowohl eine Tatsache als auch ein Ereignis sein.
Vendler: nur die Transformationsgrammatik kann hier zeigen, dass "Zusammenbruch des deutschen Reiches" mehrdeutig ist
I 265
entweder unvollständig oder vollständig nominalisierter Satz. Tatsache: dass das Reich zusammengebrochen ist. (Kann bestritten werden).
Ereignis: das Zusammenbrechen. (Kann schnell oder langsam gehen).
Tatsache/Ereignis/VendlerVsAustin: aus der Mehrdeutigkeit folgt aber nicht, dass dann, gewisse Tatsachen Ereignisse sind! Das übersieht Austin!

Ven I
Z. Vendler
Linguistics in Philosophy Ithaca 1967
VsAustin Russell Vs Ayer, Alfred Jules
 
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Bertrand Russell
VI 85
Kennzeichnung/Satz/Russell: kommt eine (bestimmte) Kennzeichnung in einem Satz vor, so hat dieser Satz keinen konstitutiven Bestandteil, der der Kennzeichnung als ganzer entspricht.
VI 86
Bsp Drei Teile: "Scott", "ist" "der Autor". Hier ist "Der Autor" kein konstitutiver Bestandteil des Satzes. Grund: Sinnvoll ist ein Satz, der negiert werden kann.
Bsp sinnvoll: "Das Einhorn existiert nicht", "die größte endliche Zahl existiert nicht".
Man könnte das aber nicht sagen, wenn das Einhorn ein konstitutiver Bestandteil des Satzes wäre.
Russell: dann kann das Einhorn auch nicht Bestandteil irgendeiner Tatsache sein!
Also sind Aussagen keine Tatsachen. (VsAustin, VsAyer, VsBrandom).

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
VsAustin Strawson Vs Brandom, R.
 
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Horwich I 193
Tatsache/Aussage/StrawsonVsAustin/StrawsonVsBrandom: es ist niemals irrelevant, zwischen einer Tatsache und einer entsprechenden wahren Aussage zu unterscheiden. Bsp der Tatsache, dass meine Frau mir um Mitternacht Zwillinge geboren hat, und der Aussage, die ich 10 Minuten später über diese Geburt mache. Aussage/Strawson: es gibt natürliche, praktische Grenzen für die Fähigkeit, Aussagen zu produzieren.
Korrespondenz: was ist natürlicher um der Tatsache, dass es regnet zu entsprechen, als die Aussage, dass es regnet? ((s) Interessanterweise sagt Strawson es nicht umgekehrt! Er will vermeiden, dass Tatsachen als notwendige Postulate erscheinen).
Tatsache/Strawson: Z natürlich entsprechen sie einander: sie sind füreinander geschaffen. Wenn man Aussagen aus der Welt entfernt, entfernt man auch die Tatsachen. Damit wird die Welt aber nicht ärmer.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsAustin Austin Vs Descartes, R.
 
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Stroud I 42
AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes/Stroud: (Austin, Sense and Sensibilia, 1962, 4-5) These: an die Quelle von Descartes skeptischer Konklusion gelangt man durch die Aufdeckung einer Reihe von Misserständnissen und (vor allem verbaler) Irrtümer und Fehlschlüsse.
I 43
StroudVsAustin: Descartes geht viel tiefer als das Bsp Ärzte in New York mit seiner simplen Umdefinition. Es handelt sich auch nicht um sprachliche Irrtümer in Bezug auf die Bedeutung der Begriffe Traum und Wissen. Aber: Angenommen, Descartes hätte Unrecht und es gäbe nicht die Bedingung wissen zu müssen, dass man nicht träumt um wissen zu können, dass man etwas über die Welt weiß:
Problem: woher könnten wir wissen, dass dies wahr ist? Was würde zeigen, dass Descartes einem Missverständnis unterliegt?
Wissen/VsDescartes/Stroud: wenn seine Kritiker recht haben, dass der Begriff "Wissen" nicht das erfordert, was Descartes behauptet (nicht zu träumen und das zu wissen),
dann ist
a) Wissen ist nicht "geschlossen unter logischer Konsequenz" (logischer Folge), bzw.
b) Das Wort "Wissen" durchdringt nicht alle logischen Konsequenzen von dem, was wir wissen, bzw.
c) Es dringt nicht zu dem durch, was wir als logische Konsequenzen (unseres Wissens) wissen oder sogar
d) Zu dem, was wir wissen, was die logischen Konsequenzen wiederum daraus sind.
I 44
Stroud: aber wie sollen diese Behauptungen ihrerseits gestützt werden?
I 47
Methode/Verifikation/Skeptizismus/StroudVsAustin: Austin sagt nicht viel über diese "Prozeduren", er scheint mit der Idee zufrieden, dass es sie geben muss, weil unser Sprachgebrauch sonst nicht zwischen den Begriffen ((s) hier immer "Wörter") unterscheiden könnte.
I 64
StroudVsAustin: der Vorwurf AustinVsSkeptizismus (AustinVsDescartes), dass die Bedeutung von "Wissen" im Alltagsgebrauch verzerrt worden wäre, kann nur erhoben werden, wenn gezeigt werden kann, dass ein bestimmter Sprachgebrauch, ein bestimmter Begriff und die Relation zwischen ihnen falsch aufgefasst wurde. Das wäre viel mehr als der Vorwurf einer simplen "Umdefinition" eines einzelnen Begriffs nämlich des Wissens.
Stroud: These: das ist es was ich damit meinte, dass die Quelle von Descartes Forderung etwas Tiefes und Wichtiges zum Vorschein bringt.
I 74
….Stroud: etwas ähnliches könnte auf Austins Frage angewendet werden: "Wie sollten wir die Wörter "Wachsein" und "Schlaf" anwenden, wenn wir nicht anerkannte Methoden haben, um in bestimmten Situationen sagen zu können, dass wir nicht träumen?" StroudVsAustin: das schlägt fehlt, weil es nicht der Frage Rechnung trägt, wie und warum diese Begriffe in diesen Situationen zur Anwendung kommen. (Warum-Frage).
Traum/StroudVsAustin: es könnte leicht unterscheidbare Merkmale für verschiedene Situationen geben und wir könnten einen Begriff oder seine Negation anwenden aufgrund dieser Merkmale.
Stroud pro Skeptizismus/StroudVsAustin: Pointe: (analog zum Flugzeug-Bsp ): wenn es verbreitete aber ununtersuchte Methoden gibt (wie das Handbuch der Soldaten) dann könnte es sein, dass die Unterscheidung die wir treffen nicht die Unterscheidung zwischen Situationen ist, in denen S wahr ist solchen, in denen es nicht wahr ist. Dann haben wir wiederum kein Wissen.
Korrektheit/Flugzeug-Bsp: "Er weiß es nicht" ist auf jeden Fall korrekt!
I 75
Aber diese Unterscheidung war nicht die zwischen Wissen und Nicht-Wissen! Denn auch der sorgfältige Spotter kann falsch liegen, "er weiß dass es ein F ist" ist so lange falsch, wie er das Flugzeug nicht am Boden gesehen hat. Fazit/Skeptizismus/Gebrauchstheorie/StroudVsAustin: wir können keine anti-skeptische Konklusion ziehen aus der bloßen Tatsache, dass wir die Begriffe "ich weiß..." und "ich weiß nicht..." so gebrauchen wie wir sie gebrauchen. ((s) Aus dem Sprachgebrauch folgt nicht, dass wir wissen, wann wir etwas wissen, denn (> Flugzeug-Bsp) wir könnten noch Informationen entbehren, ohne dass wir wissen, dass sie uns fehlen.).
I 76
Platitüden/StroudVsAustin/Pointe: wenn man den Skeptizismus jetzt mit dem Argument widerlegen möchte, er ändere die Bedeutung des Begriffs "Wissen" muss zeigen, dass die alltäglichsten Platitüden falsch sind, und diese scheinen offensichtliche Wahrheiten zu sein. (…+…) Moores Hände/Stroud: so erhält Moores Beweis philosophische Wichtigkeit und Kraft!
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsAustin Quine Vs Descartes, R.
 
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Willard V. O. Quine
I 56
Die Wahrheitszuschreibungen sitzen im selben Boot wie die wahren Sätze selbst. QuineVsDescartes: Selbst wenn wir mitten im Philosophieren sind, behalten und verwenden wir - anders als Descartes - unsere augenblicklichen Überzeugungen bis wir sie hier und da aufgrund der wissenschaftlichen Methode verbessern.
- - -
Stroud I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymy) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein „einziger Punkt“ ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkepticismVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsAustin Searle Vs Hare, R.M.
 
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John R. Searle
V 207
SearleVstraditionelle Sprechaktanalyse. (SearleVsAustin,SearleVsHare) These: "Gut", "wahr" bedeutet in verschiedenen Akten dasselbe. Wird von der traditionellen Sprechakttheorie nicht berücksichtigt) gut/wahr/Sprechakttheorie/Tradition: Hare: Bsp "Gut" wird gebraucht, um etwas zu empfehlen.
Strawson: "Wahr" wird gebraucht, um Aussagen zu bekräftigen oder anzuerkennen
Austin: "Wissen" wird gebraucht, um Garantien zu geben. (SearleVs).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsAustin Strawson Vs Korrespondenztheorie
 
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Horwich I 196
StrawsonVsKorrespondenztheorie: das Problem mit ihr ist nicht, dass die entsprechenden Relationen konventionell sind, sondern dass die Tatsachen, die die Relata sind, als Dinge oder Gegenstände angesehen werden. Tatsache/Aussage/StrawsonVsAustin: Bsp 1. die Beschreibung einer Schachstellung kann nicht verschoben oder durcheinandergebracht werden.
2. es gibt kein Ereignis der Feststellung (Aussage) über die Schachstellung die einen Gegenstand darstellt, der der Schachstellung selbst gleichwertig wäre, Bsp dass man Kaffee drüber verschütten könnte.
- - -
Strawson IV 112/113
StrawsonVsKorrespondenztheorie: ein Großteil unserer Überzeugung gründet sich überhaupt nicht auf persönliche Erfahrung mit der Wirklichkeit. Sie meisten stammen nicht einmal aus zweiter Hand.
Bsp Wenn die Benzinuhr Null anzeigt, hängt meine Fähigkeit, diese Beobachtung zu machen, mit sehr vielen Dingen außerhalb der Situation zusammen, für die diese Situation überhaupt keinen Anhaltspunkt liefert. (>Konvention)
IV 114/115
Korrespondentheorie/Strawson: die Wirklichkeit (Realität) enthält den Besitz von Erfahrungen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsAustin Verschiedene Vs Prosatztheorie Horwich I 344
Zitat/VsProsatz Theorie/Camp, Grover, Belnap/VsCGB: man wirft der Prosatz Theorie vor, Fälle zu ignorieren, wo Wahrheit von Zitaten, d.h. Namen von Sätzen ausgesagt wird. Bsp (27) „Schnee ist weiß“ ist wahr.
CGB: wir könnten hier mit Ramsey sagen, dass (27) einfach bedeutet, dass Schnee weiß ist.
CGBVsRamsey: das verschleiert wichtige pragmatische Merkmale des Beispiels. Sie werden deutlicher, wenn wir eine fremdsprachige Übersetzung heranziehen. Bsp
(28) If „Schnee ist weiß“ is true, then…
Warum (28) anstatt von
If it’s true that snow is white, then
Oder
If snow is white, then…
CGB: hier gibt es mehrer mögliche Gründe. Es kann sein, dass wir deutlich machen wollen, dass der Originalsatz auf Deutsch geäußert wurde. Oder es könnte sein, dass es keine elegante Übersetzung gibt, oder wir kennen die Grammatik des Deutschen nicht gut genug. Oder Bsp „Schnee ist weiß „muss wahr sein, weil Fritz es gesagt hat und alles was Fritz sagt, ist wahr.
I 345
Angenommen, Englisch* hat eine Möglichkeit, einen Satz formal zu präsentieren: Bsp „Betrachte __“ („consider).
(29) Betrachte: Schnee ist weiß. Das ist wahr.
CGB: warum soll das nicht genauso funktionieren wie „Schnee ist weiß ist wahr“ in normalem Englisch?
VsCGB: man könnte einwenden, dass damit eine Referenz auf Sätze oder Ausdrücke verlangt wird, weil Anführungszeichen namenbildende Funktoren sind.
Anführungszeichen/CGB: wir weichen von dieser Darstellung ab! Anführungszeichen sind keine namen bildenden Funktoren. ((s) bei CGB nicht).
Zitat/CGB: sollte im normalen Englisch vielleicht nicht als Referenz auf Ausdrücke betrachtet werden. Aber das wollen wir hier nicht weiterverfolgen.
I 346
VsCGB: man hat der Prosatz Theorie Tunnelblick vorgeworfen: Vielleicht haben wir bestimmte, grammatisch ähnliche Konstruktionen übersehen? Bsp (30) John: es gibt sieben beinige Hunde
Mary: das ist überraschend, aber wahr.
(31) John: das Sein von Wissen ist das Wissen von Sein
Mary: das ist tiefgründig und es ist wahr.
Ad (30): natürlich ist die erste Hälfte, „das ist überraschend“ in keiner Weise prosentential. Es ist eine Charakterisierung!
VsCGB: Ad (31) „ist tiefgründig“ drückt eine Eigenschaft aus, die Mary dem Satz zuschreibt. Warum sollte man „wahr“ nicht in der gleichen Weise auffassen?
CGB: es liegt nahe, „das“ hier als auf einen Satz referierend aufzufassen. Aber das würde die Sache komplizierter machen, weil wir dann „das“ und „es“ unterschiedlich behandeln müssten in „das ist wahr“ und „es ist wahr“.
CGBVsVs: 1. es ist einfach nicht wahr, dass das „das“ in „das ist überraschend“ auf eine Äußerung referiert (in dem Sinn dessen, was gesagt wurde, bzw. eine Proposition).
Was ist hier überraschend? Tatsachen, Ereignisse oder Zustände (states of affairs).
Aussage/Überraschung/CGB: eine Aussage kann nur als Akt überraschend sein.
I 347
Das Überraschende an der Aussage ist die berichtete Tatsache. ((s) Aber dann doch der Inhalt eher als der Akt des Aussagens.)
CGBVs(s): es ist nicht die Tatsache, dass es sieben beinige Hunde gibt, die in (30) als wahr behauptet wird, denn diese Tatsache kann nicht wahr sein!
Proposition/CGB: (ad (31) Propositionen sind nicht tiefgründig. Tiefgründig können Akte sein. Bsp Einsichten oder Gedanken.
Wahrheit/Akt/Handlung/Aussage/CGB: aber Aussagen im Handlungssinn sind nicht das, was man wahr nennt. ((s) siehe auch StrawsonVsAustin, dito).
Referenz/Prosatz/CGB: selbst wenn wir Bsp „das ist überraschend, aber es ist wahr“ als referierend ansehen, referieren die beiden Teile nicht auf dieselbe Sache! Und dann ist die Theorie nicht mehr ökonomisch.
Referenz/Prosatz Theorie/CGB: gibt es vielleicht andere Fälle, wo es plausibel ist, dass ein Pronomen auf eine Proposition referiert? Bsp
(32) John: Einige Hunde fressen Gras.
Mary: Das glaubst Du, aber es ist nicht wahr.
Proposition: wird oft als Träger von Wahrheit aufgefaßt, und als Glaubensobjekt. (CGBVs).
I 348
Allerdings, wenn „das“ hier als referierendes Pronomen aufgefaßt wird, dann muss der Referent eine Proposition sein. CGBVs: wir können „das glaubst du“ auch anders auffassen: als prosententiale Anapher (wie oben bei Bsp „das ist falsch“, mit vorgeschaltetem Negations Präfix). Dann haben wir keine pronominale Referenz.
Pointe: es geht darum, dass keine Eigenschaft zugeschrieben wird. Wahrheit ist keine Eigenschaft.
VsCGB: anderer Einwand: es sei ebenso ein „Tunnelblick“, dass wir nur „das ist wahr“ aber nicht Bsp „das ist richtig“ im Blick haben. Oder das Bsp „übertrieben“ von Austin.
Bsp ein Kind sagt
Ich habe 15 Klötze
Das ist richtig.
I 349
Frage: sollte das (und Bsp „Das ist eine Übertreibung!“) prosentential aufgefaßt werden? CGBVsVs: „das ist richtig“ ist hier die Feststellung, dass das Kind richtig gezählt hat, dass es etwas richtig ausgeführt hat. Manchmal kann sich das überlappen mit der Feststellung, dass eine Äußerung wahr ist. Das Überlappen muss es geben, weil es keine klare Grenze zwischen Sprachlernen und Sprachgebrauch gibt.
I 349
Anapher/Prosatz Theorie/VsCGB: könnte man nicht den Prosatz doch aufsplitten und das einzelne „das“ als Anapher nehmen? CGBVsVs: dann müsste man auch „ist wahr“ abspalten und nicht mehr als referierend, sondern als charakterisierend auffassen ((s) Und damit als eigenschafts zuschreibend).
CGBVs: dann müssten wir unsere These aufgeben, dass Rede über Wahrheit vollkommen verständlich ist ohne „Träger von Wahrheit“ oder „Wahrheits Charakteristik“.
Außerdem:
Referenz/CGB: es ist bekannt, dass nicht jede Nominalisierung referierend sein muss ((s) Bsp Einhorn).
Prädikation/CGB: auch muss nicht jede Prädikation charakterisierend sein.
- - -
göttliche Perspektive//außen/PutnamVsGottesstandpunkt/Rorty: Putnam amüsiert sich wie James und Dewey, über solche Versuche.
Rorty: er hat aber ein Problem, wenn es um PutnamVsDisquotationalismus geht: dieser riecht ihm zu reduktionistisch, zu positivistisch, zu „behavioristisch“ (transzendentaler Skinnerismus“).
Wahrheit/Putnam: wenn ein Philosoph sagt, Wahrheit sei etwas anderes als Elektrizität weil es wohl Raum für eine Theorie der Elektrizität aber keinen für eine WT gebe,
I 456
und dass die Kenntnis der WB alles sei, was man über Wahrheit wissen könnte, dann leugnet er, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. Damit gibt es dann auch keine Eigenschaft der Korrektheit oder Richtigkeit ((s) >Deflationismus, PutnamVsDeflationismus, PutnamVsGrover.) PutnamVs: das heißt zu leugnen, dass unsere Gedanken Gedanken sind und unsere Behauptungen Behauptungen.
Theorie/Existenz/Reduktion/Putnam/Rorty: Putnam nimmt hier an, dass der einzige Grund dafür zu leugnen, dass man eine Theorie für ein X braucht, ist, zu sagen, dass das X „nichts als Y“ sei ((s) eliminativer Reduktionismus).
PutnamVsDavidson: Davidson muss zeigen, dass Behauptungen auf Geräusche reduziert werden können. Dann müsste der Feldlinguist Handlungen auf Bewegungen reduzieren.
Davidson/Rorty: aber dieser sagt nicht, dass Behauptungen nichts als Geräusche seien.
Statt dessen:
Wahrheit/Erklärung/Davidson: anders als Elektrizität ist Wahrheit keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet, wahr ist).





Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsAustin Stroud Vs Quine, W.V.O.
 
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I 183
Intern/extern/Carnap/StroudVsQuine: in Carnaps Unterscheidung muss noch etwas anderes geben. Dass sie als interne Frage beantwortbar ist, als (gleichlautende) externe jedoch nicht, zeigt, dass die beiden nicht verwechselt werden dürfen. Sprache/Carnap/Stroud: daher unterscheidet Carnap verschiedene "Sprachen" oder "Systeme". Diese beantworten jeweils nur interne Fragen.
Ausdruckskraft: dass eine "philosophische" (externe) Frage dann sinnlos ist, liegt nicht bloß an der Terminologie.
I 184
Die Terminologie ist jeweils bedeutungsvoll. Bsp innerhalb der Mathematik ist "Es gibt Zahlen" sinnvoll. - - -
I 223
Wissen/Skeptizismus/Quine: wenn alles Wissen zugleich auf dem Prüfstand steht, kann man sich auf keinen Teil des Wissens berufen. ((s) > Bsp "Alles was er sagte ist wahr"). Empirie/Wissen/Lösung/Quine: das ist der Grund, warum Wissen auf Basis der Sinneserfahrung gerechtfertigt werden muss.
Psychologie/Wissen/Erklärung/Rechtfertigung/Quine: eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie führt zur Zirkularität. ((s) Weil die Psychologie selbst über das bloße Feststellen von Reizen hinausgeht).
StroudVsQuine/StroudVsnaturalisierte Erkenntnistheorie: ist genauso eine Preisgabe der Erkenntnistheorie an die Psychologie. Und damit genauso zirkulkär!
Erkenntnistheorie/Stroud: kann es sein, dass damit wohl die traditionelle Erkenntnistheorie widerlegt ist, nicht aber Quines naturalisierte Erkenntnistheorie selbst? Liegt die Lösung in der Relation zwischen beiden?
Quine: legt manchmal nahe, dass die beiden Standpunkte (naturalisierteVstraditionelle Erkenntnistheorie) sich unterscheiden: die „doktrinäre“ Frage sollte als falsche Hoffnung ad acta gelegt werden.
Bewusstsein/Kenntnis/Tradition/Erkenntnistheorie/Rechtfertigung/Stroud: die traditionelle Erkenntnistheorie insistiert auf einer Isolation gewisser Objekte des Bewusstseins, um unzweifelhafte Information zu identifizieren.
Bewusstsein/QuineVsTradition: wir können die Frage des Bewusstseins umgehen und einfach versuchen zu erklären,
I 224
wie unser reichhaltiger Output aus den Ereignissen entsteht, die an unserer sensorischen Oberfläche (Nervenenden) geschehen. Pointe: das kann man wissenschaftlich angehen.
Dann kann man zwei Arten von Ereignissen in der beobachtbaren physikalischen Welt unterscheiden, und das ist dann das wissenschaftliche Ziel.
StroudVsQuine: das sieht nun so aus, als hätte Quine nur das Thema gewechselt. Skeptizismus droht dann noch immer. Und das will Quine nicht.
„befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: (Wurzeln der Referenz, 3): ist nicht dasselbe wie empirische Psychologie, es ist eher ein "erleuchtetes Fortbestehen" (enlightened, "Erleuchtung") des traditionellen epistemischen Problems.
Empirie/Wissen/Rechtfertigung/Begründung/Zirkel/Quine: (s.o.) Tradition: unser Wissen kann nicht empirisch gerechtfertigt werden, weil sonst zirkulär.
QuineVsTradition: diese Angst vor Zirkularität ist unnötige logische Schüchternheit.
„Erleuchtung“/“befreite“ Erkenntnistheorie/Quine: die Einsicht in die Tatsache, dass der Skeptizismus aus der Wissenschaft selbst entspringt. Und um ihn zu bekämpfen sind wir berechtigt, wissenschaftliches Wissen einzubringen.
QuineVsTradition: hat die Stärke ihrer Position gar nicht erkannt.
I 225
Wissen/Skeptizismus/QuineVsTradition: die traditionelle Erkenntnistheorie hat nicht erkannt, dass die Herausforderung des Wissens aus dem Wissen selbst heraus entstand. These: die Zweifel an seiner Verlässlichkeit waren immer wissenschaftliche Zweifel. Bewusstsein/Quine: die Verwirrung beruhte auf der Konzentration auf das Bewusstsein.
Introspektion/Tradition: dachte, Fakten über unseren "mageren" Input würden durch Introspektion ans Licht gebracht.
QuineVsIntrospektion: die Gründe dafür, den Input mager zu finden, kommen aus der Wissenschaft.
I 227
Täuschung/Skeptizismus/QuineVsTradition: der Begriff der Illusion beruht selbst auf der Wissenschaft, denn die Qualität der Täuschung besteht einfach in dem Abweichen von externer wissenschaftlicher Realität. (Quine, Roots of reference, RR 3) Illusionen gibt es nur relativ zu einer vorher akzeptierten Annahme echter Körper.
Gegebenes/QuineVsSellars/Stroud: das kann der Grund sein, ein unverbindliches Gegebenes anzunehmen. (SellarsVsQuine).
QuineVsDescartes/Stroud: Pointe: dann könnte es so scheinen, dass es unmöglich ist, sich auf die Möglichkeit der Täuschung zu berufen, weil ein gewisses Wissen über die äußere Realität notwendig ist, um den Begriff der Illusion zu verstehen!
Stroud: wir haben Argumente dieser Form schon früher behandelt (s.o. >Verzerrung der Bedeutung). Verletzung der notwendigen Bedingungen für die Anwendung gewisser Begriffe.
Quine/Stroud: ihm könnte man jetzt analog zu StroudVsAustin, MooreVsAustin antworten, aber Quine macht diese Fehler nicht.
Sprache/Skeptizismus/Quine/Stroud: sein Ansatz in Bezug auf die Sprache (QuineVsAnalytizität, QuineVsSynonymie) lässt ihm keine Möglichkeit, sich auf das zu berufen, was in der Bedeutung eines bestimmten Terms liegt.
StroudVsQuine: aber, wenn er denkt, dass die wissenschaftlichen Ursprünge nicht zum Skeptizismus führen, warum denkt er, dass weil die "skeptischen Zweifel wissenschaftliche Zweifel" sind,
I 228
der Erkenntnistheoretiker "klarerweise" berechtigt ist, empirische Wissenschaft einzusetzen? Die Frage wird noch schwieriger durch Quines explizite Leugnung, dass:
Skeptizismus/Quine: ich sage nicht, dass er die Frage unbeantwortet lässt, er hat Recht darin, Wissenschaft zu bemühen, um Wissenschaft zurückzuweisen. Ich sage eben bloß, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind.
TraditionVsQuine/Stroud: das ist wichtig für die Verteidigung des traditionellen Erkenntnistheoretikers: wenn es kein logischer Fehler ist, Zweifel aus der Wissenschaft selbst heraus letztlich zu widerlegen, so dass am Ende Gewissheit steht, was ist denn dann noch der entscheidende logische Punkt, den er verfehlt hat?
StroudVsQuine: wenn sein "einziger Punkt" ist, dass skeptische Zweifel wissenschaftliche Zweifel sind, dann wird Erkenntnistheorie ein Teil der Naturwissenschaft.
SkeptizismusVsQuine/Stroud: aber der Skeptiker könnte mit einer "reductio ad absurdum" antworten, und dann wäre Erkenntnistheorie nicht mehr Teil der Wissenschaft:
"reductio ad absurdum"/SkeptizismusVsQuine/Stroud: entweder
a) Wissenschaft ist wahr und gibt uns Wissen oder
b) Sie ist nicht wahr und gibt uns kein Wissen. Nichts was wir über die äußere Welt glauben, ist Wissen.
I 230
Moore/Stroud: auch Moore soll damit nicht verleumdet werden. Nach Kant und Carnap ist es völlig legitim was er sagt. Skeptizismus/StroudVsQuine: Pointe: die Ergebnisse einer unabhängig durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wären im selben Boot wie Bsp Moores Hände. Sie wären "wissenschaftliche" Versionen von Moores Argument mit dem Common Sense.

Philosophie/Wissenschaft/Quine: beide gehen kontinuierlich in einander über.
Stroud: damit könnten sich Descartes und andere traditionellen Philosophen einverstanden erklären.
StroudVsQuine: Problem: dann haben wir eben vielleicht auch gar kein wissenschaftliches Wissen. Wir haben nicht mehr Grund daran zu glauben, wie nicht daran zu glauben. Keine wissenschaftliche Untersuchung könnte hier Klarheit verschaffen.
I 231
Es wäre auch keine Herausforderung „von innen“ denkbar. Also würde der Skeptizismus folgen.
I 233
Skeptizismus/StroudVsQuine: aber ob er korrekt ist oder nicht, ist nichts, was durch zukünftige Erfahrung oder durch Experimente entschieden wird! Wenn die erkenntnistheoretische Frage richtig gestellt sie - so wie Quine sie stellt – dann wissen wir schon jetzt, wie zukünftige Erfahrung geartet sein wird! Wir werden immer mit der Frage nach dem Überschuss unseres reichhaltigen Outputs über den mageren Input konfrontiert sein. Sicher, wenn wir heute mit einer Erfahrung konfrontiert werden, die unseren Glauben unterminiert, wird der Skeptizismus heute gerechtfertigt. Aber: Pointe: genauso war er schon 1630 gerechtfertigt!
I 234
Naturalismus/StroudVsQuine: wird nicht genug sein, wenn der Skeptizismus mit der reductio ad absurdum argumentiert. Wir müssen eben das Schiff auf hoher See umbauen. Der traditionelle Erkenntnistheoretiker kann das Stück aus dem Schiff heraussägen (identifizieren!), das den mageren Input repräsentiert.
I 240
Wissen/StroudVsQuine: selbst wenn ich den „mageren „Input dafür verantwortlich machte, dass er eine "Projektion" angenommen hat, wäre das keine Erklärung seines Wissens oder wahren Glaubens.
I 245
Wissen/Wissenstheorie/Erklärung/Projektion/StroudVsQuine: Angenommen, ich nehme mit Quine an, dass alle meine Glaubenseinstellungen nur "überfließender Output aus magerem Input" (also Projektion) sei, dann heißt das nicht, dass ich nicht denken könnte, dass ich wahre Glaubenseinstellungen habe, in dem Sinn, dass es nichts gibt, was meinen Glauben davon abhalten könnte, wahr zu sein. Problem: selbst wenn sie alle wahr wären, wäre ich nicht in der Position erklären zu können, oder auch zu verstehen, wie eine Wissenstheorie sie erklären und verstehen sollte. Ich kann nicht erklären, wie mein ((s) zufällig) wahrer Glauben zum Wissen beiträgt.

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
VsAustin Austin Vs Redundanztheorie
 
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I 19
AustinVsRedundanztheorie: eine Aussage hat noch andere Funktionen, als nur wahr oder falsch zu sein. Aussagen, nicht Sätze (wie bei Tarski) sind Kandidaten für die Prädikate "wahr" und "falsch". "Ist wahr" beschreibt eine befriedigende Beziehung zwischen Worten und Welt. (StrawsonVs).
I 234
AustinVsRedundanztheorie: es ist behauptet worden, daß zu sagen, daß eine Behauptung wahr ist, keine weitere Behauptung ist. Sie sei logisch überflüssig. Austin: das stimmt aber nicht. DAdA bezieht sich auf die Welt außer dAdA. Das heißt, auf alles außer dieser Aussage selbst! DAdAW bezieht sich auf die Welt einschließlich dAdA, obgleich die Aussage selbst, also dAdAW wiederum ausgenommen ist! DadAW ist überhaupt nur dann angebracht, wenn man sich vorstellt, daß dAdA bereits gemacht und verifiziert ist.
I 236
AustinVsRedundanztheorie: eine Aussage, die besagt, daß sie selbst wahr ist, ist genauso absurd, wie eine des Inhalts, daß sie selbst falsch ist! Hierarchiebildung ist auch keine Lösung. - - -
Strawson II 263
AustinVsRedundanztheorie: AustinVsRamsey und StrawsonVsRamsey: wir widersprechen der These, dass der Ausdruck "ist wahr" logisch überflüssig sei. "Wahr" hat eigene Aufgaben. Wenn wir es verwenden, behaupten wir nicht einfach, dass etwas so ist, wir behaupten es so, wie wir es nicht könnten, wenn nicht bestimmte Bedingungen erfüllt wären. Wir können dabei auch etwas einräumen, bestreiten, bestätigen usw. StrawsonVsAustin: das bedeutet aber nicht die Annahme der These, dass wir durch die Verwendung von "wahr" etwas über eine Aussage behaupten. Es ist überhaupt keine neue Behauptung!
II 265
Durch Nachschauen ((s) durch Zeigen) kann man auch ohne performativen Gebrauch von "wahr" feststellen, ob eine Aussage wahr ist. Bsp jemand berichtet, "er sah, dass die Aussage wahr war". Was berichtet er? Er berichtet, dass ich eine Katze auf der Matte gesehen habe. Aber nur unter bestimmten Umständen. Dazu gehört auch, dass man daher eine solche Aussage gehört hat.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsAustin Prior Vs Strawson, P. F.
 
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I 23
Korrespondenztheorie/Austin/Prior: in den 50er Jahren verteidigte Austin sie: These Tatsachen sind "in der Welt", nicht nur Zeichen, damit Kommunikation stattfinden kann. Es muss etwas anderes zusätzlich zu den Zeichen noch da sein! Wahrmachen/Austin: wenn eine Aussage wahr sein soll, dann muss es etwas außerhalb dieser Aussage ("in der Welt") geben, das sie wahr macht.
StrawsonVsAustin: "in der Welt" sind nur Gegenstände, auf die sich unsere Aussagen beziehen ("über die sie sind") und nicht außerdem noch "Tatsachen" (wie Geach, Lager).
Tatsachen/Strawson: sind das, was Aussagen (wenn sie wahr sind) feststellen, sie sind nicht "worüber" Aussagen (Sätze) sind.
Der einzige plausible Kandidat für Wahrmacher von Aussagen ist die Tatsache, die sie feststellt, aber diese Tatsache ist nichts in der Welt. Sie ist kein Objekt (kein Gegenstand).
Strawson/Prior: scheint damit zu sagen, dass Tatsachen logische Konstruktionen sind. So weit so gut, aber da scheint noch mehr zu sein, was nicht klar ist: er meint:
Strawson: natürlich passen Aussagen und Tatsachen zusammen. Sie wurden füreinander geschaffen: wenn man (prise) die Aussagen aus der Welt (prise)schafft, dann (prise) schafft man damit auch die Tatsachen aus der Welt Sie würde dadurch nicht ärmer!
PriorVsStrawson: das scheint zu bedeuten, dass es keine Tatsachen ohne Feststellung gibt oder dass es keine Tatsachen ohne Feststellung gäbe und wenn es das heißt, dann ist es
a) sicherlich falsch,
b) folgt es nicht daraus, dass Tatsachen logische Konstruktionen sind (Kapitel 2).
Und es gibt sicher eine enge Beziehung zwischen einer Tatsache und ihrem in der Welt sein!
Realität/Realismus/Prior: Redewendungen wie "in der Welt" bekommen ihre Kraft aus der Gegenüberstellung mit "nur im Kopf" oder "nur bei Homer".
I 24
Es suggeriert die Vorstellung von verschiedenen Schachteln, in die man das einordnen könnte. Das sollte man nicht so ernst nehmen: "Bei Homer" heißt, dass Homer sagt, dass das und das eine Tatsache ist.
Zu sagen, dass Götter bloß im Geist existieren, heißt, es sei bloß ein Gedanke, dass sie existieren.
Und zu sagen, dass etwas eine Tatsache in der Welt ist, heißt bloß, alle diese Präfixe wegzulassen und zu sagen, dass es eine Tatsache ist. (Dass es der Fall ist).
Tatsachen/Wittgenstein: sind die Welt! Nicht in der Welt.
Sie sind auch nicht "in" den Sätzen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsAustin Strawson Vs Wittgenstein, L.
 
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Horwich I 195
Tatsache/Situation/VsStrawson: man könnte einwenden, dass sie (weil sie mit dass Sätzen verbunden sind) als Platzhalter für noch zu spezifizierende Ausdrücke stehen. So wie Bsp "Ding“ für Substantive", Bsp "Ereignis" für gewisse Verben usw. StrawsonVsVs: die Antwort darauf ist zweifach:
(i)
Welt/StrawsonVsWittgenstein: die Welt ist die Gesamtheit der Dinge, nicht der Tatsachen. Der ganze Charme dieser Ausdrücke wie "Situation", "Zustand" (state of affairs), "Tatsache" usw. ist, dass wir sie als Dinge oder Mengen von Dingen betrachten! (StrawsonVs).
StrawsonVsAustin: dieser Drang ist überwältigend. Austin widersteht ihm nicht. Er braucht zur Verschleierung "Merkmal" (feature) als Ersatz für "Tatsache".
Def Merkmal/feature/Strawson: Bsp die Nase kann ein Merkmal eines Gesichts sein. Bsp ein Berg Merkmal einer Landschaft.
- - -
Strawson II 265
StrawsonVsWittgenstein: die Welt ist die Gesamtheit der Dinge, nicht der Tatsachen. - - -
Wittgenstein VI 172
StrawsonVsWittgenstein/Schulte: eigentlich dürfe man nur in ganz speziellen Fällen von der Bedeutung von Namen reden: Bsp "Peter" (Pierre) bedeute "Stein". Schulte: das ist Wittgenstein ganz fremd.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Tatsachen VsAustin Versus Prior I 23
StrawsonVsAustin: "in der Welt" sind nur Gegenstände, auf die sich unsere Aussagen beziehen ("über die sie sind") und nicht außerdem noch "Tatsachen" (wie Geach, Lager).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Aussage Austin, J.L.
 
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Horwich I 189
Aussage/Austin: jede Aussage involviert beides. Referenz ("Demonstration") und Charakterisierung ("Kennzeichnung"). StrawsonVsAustin: es ist fraglich, daß alle Aussagen das tun, wenn auch sicher einige es tun.
Die These entspricht ungefähr der, daß alle Aussagen Subjekt-Prädikat-Aussagen sind, oder diese involvieren.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsSkeptizismus Austin, J.L.
 
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Stroud I 42
AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes/Stroud: (Austin, Sense and Sensibilia, 1962, 4-5) These an die Quelle von Descartes skeptischer Konklusion gelangt man durch die Aufdeckung einer Reihe von Mißverständnissen und (vor allem verbaler) Irrtümer und Fehlschlüsse.
I 44
Wissen/Philosophie/Alltag/Austin/Stroud: (Austin Other Minds, (Phil.Papers) 1961,45) These die typische philosophische Untersuchung weicht von unserer normalen (Alltags-) Praxis ab.
I 45
Austin These: "genug ist genug": d.h. es muß nicht alles gesagt werden. Es muß nicht immer bewiesen werden, Bsp daß dieser Goldfink kein ausgestopfter Vogel ist. (OM 52).
I 48
Traum/AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes: es geht um die starke These von Descartes, daß wir nicht wissen können, ob wir nicht träumen. Ohne sie wäre der Skeptizismus entwaffnet. Austin Kernthese
Methode/Alltagssprache/AustinVsDescartes: kann es gezeigt werden ((s) >Manifestation), daß Descartes mit seiner starken These die normalen Standards oder Bedingungen für Wissen verletzt?
I 51
Irrtum/Täuschung/Austin: These: "Du kannst nicht alle Leute immer täuschen".
I 64
StroudVsAustin: der Vorwurf AustinVsSkeptizismus (AustinVsDescartes), daß die Bedeutung von "Wissen" im Alltagsgebrauch verzerrt worden wäre, kann nur erhoben werden, wenn gezeigt werden kann, daß ein bestimmter Sprachgebrauch, ein bestimmter Begriff und die Relation zwischen ihnen falsch aufgefaßt wurde. Stroud: das ist es was ich damit meinte, daß die Quelle von Descartes Forderung etwas Tiefes und Wichtiges zum Vorschein bringt.
I 76
Stroud: These das führt uns auf die Tiefe und Wichtigkeit des Skeptizismus. Es geht um viel mehr als darum zu entscheiden, ob man etwas über die Welt um einen herum weiß, es geht um unsere Praxis (Handlungen) und Reflexion unseres Wissens (Selbst-Wissen). Können wir hier eine distanzierte Position einnehmen?
I 82
Skeptizismus/Quelle/Stroud: die Quelle des philosophischen Problems der Außenwelt liegt irgendwo in unserem Begriff einer objektiven Welt oder unserem Wunsch, nach einem Verstehen unserer Relation zur Welt.
Wahrheit Austin, J.L.
 
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Horwich I 185
Austin: These zu sagen, daß ein Satz wahr ist, heißt sagen, daß ein bestimmter Sprechakt (Episode) konventionell bezogen ist auf etwas in der Welt außerhalb seiner selbst. StrawsonVsAustin: das ist unbefriedigend. Z Die Korrespondenztheorie braucht keine Reinigung, sie muß eliminiert werden.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
W-Prädikat Austin, J.L.
 
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Horwich I 187
wahr/Austin: wird Sprechakten zugeschrieben. (Episoden). StrawsonVsAustin: wenn er recht hat, muß es möglich sein, Behauptungen, in denen wir über Aussagen im nicht-episodischen Sinn reden, zu reduzieren, auf solche, in denen wir Episoden selbst Wahrheit zuschreiben.
Aussage/Austin: derselbe Satz kann gebraucht werden, um verschiedene Aussagen zu machen.
Bsp von Jones: "Er ist krank" zu Jones: "Du bist krank", Jones: "Ich bin krank".
I 188
Strawson: wir können nicht nur verschiedene Sätze mit derselben Bedeutung, sondern auch denselben Satz mit verschiedenen Bedeutungen gebrauchen.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrmacher Strawson, P.F.
 
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Horwich I 191
Wahrmacher/StrawsonVsAustin: gibt es wohl, aber als Entsprechung nur des beschreibenden Teils, nicht des referierenden Teils einer Aussage. Tatsache/Wahrmache/StrawsonVsAustin: seine These, daß eine Aussage wahr ist, wenn eine Sprechepisode konventionell korreliert ist, und zwar auf ein Relatum jenseits der Beschreibung, ist ein logischer Typen-Fehler.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994