Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungs-Wandel Rorty
 
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Richard Rorty
I 293f
Bedeutungswandel/Rorty: Frage: Bezogen sich die Griechen mit dem Ausdruck Sophrosyne auf Besonnenheit? Rorty: Diese Frage kann man zurückweisen mit dem Hinweis, dass es für die Erwartung, in einer ganz anderen Kultur werde dieser Ausdruck implantierbar sein, keinen besonderen Grund gibt. Wir müssten uns mit dem exotischen Sprachspiel selbst vertraut machen. Im Falle der Wissenschaft jedoch scheint uns eine solche Einstellung widernatürlich. Hier möchten wir sagen, dass es da draußen sowohl etwas gibt, Gesetze, auf den man sich beziehen sollte oder zumindest bisher bezogen hat.
Rorty: "whiggistische" Siegerperspektive: erzählt uns, Aristoteles aber in Wirklichkeit von der Gravitation gesprochen, als er von einer natürlichen Absetzbewegung sprach, Matrosen hätten sich, als sie von Einhörnern sprachen, in Wirklichkeit auf die Hörner von Narwalen bezogen, "Wärmeströmung" sei eine irreführende Beschreibung der Energieübertragung zwischen tanzenden Molekülen.
I 301
Bedeutung/Wahrheit/Existenz/Theoriewechsel/Bedeutungswandel/Quine/Rorty: Quineaner würden sagen, die Frage, ob sie damals dasselbe meinten, stellt sich gar nicht. - Es geht eher um Wahrheitswerte. - Rorty: a) Aristoteles sagte Falsches über Bewegung, oder b) Er sagte Wahres, aber das war nicht Bewegung. RortyVsAyers: damit kommt man nicht weit, wenn man an Begriffe wie geistiges Vermögen usw. nicht mehr glaubt. Ayers übertreibt den Gegensatz zwischen unseren und seinen Begriffen.
I 315 ff
Bedeutungswandel/Theoriewechsel/Referenz/Rorty: Lösung: das Funktionieren eines Ausdrucks sollte man sich besser als Herausgreifen von Gegenständen denken, denn als Beschreibung der Wirklichkeit. - Also entweder a) Referenz als Grundlage, oder b) Auch Referenz als konventionell annehmen. - Searle-Strawson-Kriterium: "Was die meisten seiner Meinungen wahr machen würde."
I 318
Lösung: Unterscheidung Referenz: a) philosophisch - b) "sprechen über" (common sense) - Rorty: es geht nur um Existenz. - Daher kein Kriterium für Referenz möglich.
I 321
RortyVsReferenztheorie/Theorie der Referenz: 1. Semantische Suche nach den Gegenständen ist hoffnungslos. - 2. Hoffnungslos: eine erkenntnistheoretische Widerlegung des Skeptizismus anzustreben.
III 103
Bedeutungswandel: Adorno/Horkheimer/Rorty: pro - PutnamVs.
IV 131
Begriff/Bedeutungswandel/Begriffswandel/Theoriewechsel/Rorty: Begriffe, die durch einen Denker einen neuen Drall bekommen haben: Bsp Aristoteles: ousia - Descartes: res - Hume: impression - Wittgenstein: Spiel - Einstein: Gleichzeitigkeit - Bohr: Atom.
VI 361
Interpretation/Rorty : bei solchen Angleichungsbemühungen verfährt man natürlich anachronistisch. Doch wenn das bewusst geschieht, ist nichts dagegen einzuwenden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Idealismus Ayers
 
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Rorty VI 402
Ayers über Locke/Rorty: prägnantes Beispiel für die Weitergabe untauglicher Probleme. RortyVsAyers: Ayers Buch über Locke ist nur ein Vorwand für seine Kritik an dem, was er "sprachlichen Idealismus" nennt (AyersVsSellars).

Ayrs I
M. Ayers
Locke (Arguments of the Philosophers) London 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Interpretation Ayers
 
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Rorty VI 360
Interpretation/Bennett: These: wir können Kant heute nur verstehen, indem wir klar mit Hilfe heutiger Begriffe angeben können, welches seine Probleme waren, welche davon heute noch Probleme sind, und was Kant zu ihrer Lösung beisteuerte.
VI 361
M. AyersVsBennett: das hieße, dass es unmöglich ist, einen Philosophen der Vergangenheit heute nach seiner eigenen Begrifflichkeit zu verstehen. Ayers: These: Wir sollten versuchen, die gleiche Beziehung zwischen Denken und Empfinden herzustellen, wie er selbst.
RortyVsAyers: damit kommt man nicht weit, wenn man an Begriffe wie "geistiges Vermögen" usw. nicht mehr glaubt. Ayers übertreibt den Gegensatz zwischen "unseren" und "seinen" Begriffen.


Ayrs I
M. Ayers
Locke (Arguments of the Philosophers) London 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Philosophie Ayers
 
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Rorty VI 408
Philosophie/AyersRorty: folgende Thesen werden tendenziell von den gleichen Leuten vertreten 1. Realismus/Antirealismus wichtige Unterscheidung
2. Dummett hat recht: diese A/R Kämpfe sind die ausschlaggebenden in der Philosophiegeschichte gewesen.
VI 409
3. Wilson hat Recht, wenn sie Zweifel an der Kontingenz der Probleme äußert. 4. Ayers hat Recht, man darf die eigenen metaphysischen und erkenntnistheoretischen Ansichten nicht von seiner Politik und Moral beeinflussen lassen.
5. Farbe: das Problem des "Wesens der Farbe" ist nicht lösbar. Das gleiche gilt infolgedessen für das Leib Seele Problem.
6. Descartes’ Skeptizismus ist ahistorisch.
7. Sellars und Davidson haben Unrecht, wenn sie sagen, dass die Sinnesorgane bloß eine kausale Rolle spielen. Pro McDowell: Wiederbelebung des Empirismus.
8. Identität mit sich selbst ist nicht von Beschreibung abhängig, sondern von intrinsischen, nichtrelationalen Merkmalen. manche Termini sind starr.
9. Anerkennung des Unsagbaren ist lobenswerte intellektuelle Bescheidenheit.
10. Lockes "Essay concerning human understandig" ist kein Wegweiser, sondern ein immer noch auszulotendes Werk, dass bisher noch nicht artikulierte Wahrheiten enthält.
RortyVsAyers: in allen 10 obigen Thesen vertreten Ayers und ich diametral entgegengesetzte Standpunkte.
VI 410
Rorty: wir werden niemals ein "rein logisches" Argument für oder gegen eine der 10 Thesen aufstellen können.
VI 411
"Sprachlicher Idealismus"/Rorty: Kampfbegriff von AyersVsSellars. RortyVsAyers: es muss schon viel in der Sprache angelegt sein, bevor eine einleuchtende Berufung auf den Geschmack von Zwiebeln überhaupt möglich ist.
VI 412
Dazu gehört auch die Vorstellung einer inneren "cartesianischen Bühne". Dazu gehört auch die Vorstellung von "Bewusstsein" (als Vorstellung des 17. Jahrhunderts).


Ayrs I
M. Ayers
Locke (Arguments of the Philosophers) London 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Realismus Ayers
 
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Rorty VI 407
Realismus/Antirealismus/Davidson: die Bejahung des Schlagworts, das Wirkliche und das Wahre seien "unabhängig von unseren Überzeugungen", ist ebenso müßig wie dessen Bejahung. RortyVsAyers: so können wir auch die Unterscheidung Realismus/"Idealismus" zum Abfall der Geschichte werfen.


Ayrs I
M. Ayers
Locke (Arguments of the Philosophers) London 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsAyers Rorty Vs Ayers, M.
 
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Richard Rorty
VI 408
Philosophie/Rorty: wir müssen deutlich zwischen Fragen zu den Aufgaben der Philosophie und inhaltlichen Themen wie z.B. Erkenntnis trennen, und sich über deren Wechselverhältnis möglichst deutlich äußern. Philosophie/Rorty: folgende Thesen werden tendenziell von den gleichen Leuten vertreten
1. Realismus/Antirealismus wichtige Unterscheidung
2. Dummett hat recht: diese A/R Kämpfe sind die ausschlaggebenden in der Philosophiegeschichte gewesen.
VI 409
3. Wilson hat recht, wenn sie Zweifel an der Kontingenz der Probleme äußert. 4. Ayers hat recht, man darf die eigenen metaphysischen und erkenntnistheoretischen Ansichten nicht von seiner Politik und Moral beeinflussen lassen.
5. Farbe: das Problem des "Wesens der Farbe" ist nicht lösbar. Das gleiche gilt infolgedessen für das Leib Seele Problem.
6. Descartes’ Skeptizismus ist ahistorisch.
7. Sellars und Davidson haben Unrecht, wenn sie sagen, dass die Sinnesorgane bloß eine kausale Rolle spielen. Pro McDowell: Wiederbelebung des Empirismus.
8. Identität mit sich selbst ist nicht von Beschreibung abhängig, sondern von intrinsischen, nichtrelationalen Merkmalen. manche Termini sind starr.
9. Anerkennung des Unsagbaren ist lobenswerte intellektuelle Bescheidenheit.
10. Lockes "Essay concerning human understandig" ist kein Wegweiser, sondern ein immer noch auszulotendes Werk, dass bisher noch nicht artikulierte Wahrheiten enthält.
RortyVsAyers: in allen 10 obigen Thesen vertreten Ayers und ich diametral entgegengesetzte Standpunkte.
VI 410
Rorty: wir werden niemals ein "rein logisches" Argument für oder gegen eine der 10 Thesen aufstellen können.
VI 411
"Sprachlicher Idealismus"/Rorty: Kampfbegriff von AyersVsSellars. RortyVsAyers: es muss schon viel in der Sprache angelegt sein, bevor eine einleuchtende Berufung auf den Geschmack von Zwiebeln überhaupt möglich ist.
VI 412
Dazu gehört auch die Vorstellung einer inneren "cartesianischen Bühne". Dazu gehört auch die Vorstellung von "Bewusstsein"- (Als Vorstellung des 17. Jahrhunderts).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Interpretation Bennett, J.
 
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Rorty VI 360
Interpretation/Bennett: These wir können Kant heute nur verstehen, indem wir klar mit Hilfe heutiger Begriffe angeben können, welches seine Probleme waren, welche davon heute noch Probleme sind, und was Kant zu ihrer Lösung beisteuerte.
VI 361
M. AyersVsBennett: das hieße, daß es unmöglich ist, einen Philosophen der Vergangenheit heute nach seiner eigenen Begrifflichkeit zu verstehen. Ayers: These "wir sollten versuchen, die gleiche Beziehung zwischen Denken und Empfinden herzustellen, wie er selbst".
RortyVsAyers: damit kommt man nicht weit, wenn man an Begriffe wie "geistiges Vermögen" usw. nicht mehr glaubt. Ayers übertreibt den Gegensatz zwischen "unseren" und "seinen" Begriffen. DF.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000