Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 18 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ähnlichkeit Berkeley
 
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Putnam V 96
Ähnlichkeit/PutnamVsBerkeley: die Frage, ob A und B einander ähnlich sind, ist sinnlos: alles ähnelt jedem anderen in irgendeiner Hinsicht - Selbstreflexion über Ähnlichkeit ist zirkulär, weil Aufmerksamkeit auf ein Ding Ähnlichkeit schon voraussetzt - Ähnlichkeit: ist nicht selbstinterpretierend.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Allgemeinheit Berkeley
 
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I 231
Allgemeines/Berkeley: Allgemeinheit ist nur möglich, wenn ein Wort Zeichen für mehrere Vorstellungen wird. - Ein bestimmtes Zeichen übernimmt die Funktion, Allgemeines zu repräsentieren. (ArmstrongVsBerkeley: es gibt kein Zeichen für Allgemeines > AR I 112 ff).
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
Berkeley Kant
 
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Adorno XIII 57
Berkeley/KantVsBerkeley/Adorno: Kant (…) nennt Berkeley, den wir einen Spiritualisten nennen würden, einen Idealisten und spricht dabei von träumerischem Idealismus, weil es ein Idealismus sei, der die Realität der Außenwelt einfach bestreitet, während sein eigener transzendentaler Idealismus als Versuch zur Rettung der Objektivität ja gerade empirischer Realismus sein will.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Empfindungen Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty I 135
Quine: es gibt keine Empfindungen! (Wie die Sonne nicht "aufgeht".) - - -
Quine V 15ff
Empfindung/Quine: strukturierte Ganzheiten (Gestalten), nicht Bsp Lichtblitze. - VsBerkeley: Tiefe: wird nicht erschlossen. - Wahrnehmung: Gestalt, nicht Reize (>Bewusstsein). - (Diese fallen unter Rezeption). - Reize: statt Sinnesdaten.
V 17
GestalttheorieVsSinnesdaten-Theorie - QuineVsGestalttheorie: es geht um Zusammenhang mit Rezeptoren, nicht mit Bewusstsein.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Erfahrung James
 
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Suhr I 93
Erfahrung/James: "doppelläufiges Wort": wie "Leben" und "Geschichte". - - -
Diaz-Bone I 55
Erfahrung/Empfindung/JamesVsHume, JamesVsMill: "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
I 59
Reine Erfahrung/James: Erfahrung ist die Wirklichkeit! (>Berkeley: Sein ist Wahrgenommenwerden, Sein der Dinge ist ihr Erkanntsein.) JamesVsBerkeley: esse est percipere.

Dew I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 2016

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996
Geist/ Geistzustand Berkeley
 
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I 222
Geist/Berkeley: ist selbst von Vorstellung verschieden - aber stets auf Vorstellungen bezogen. - Er ist das aktive Substrat der passiven Vorstellung. - HumeVsBerkeley: ein Geist kann in einem anderen Geist keine Vorstellung erzeugen. - Den Geist erkenne ich nicht durch Sinneseindrücke, sondern am Wollen.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
Gott Berkeley
 
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Stegmüller IV 380
Berkeley/Stegmüller: pro Theismus - Berkeley führt einen theistischen Gottesbegriff ein.
IV 381
VsBerkeley/Berkely/Stegmüller: 1. Vs: es könnten auch mehrere Geister sein, nicht bloß ein Gott - 2. Vs: die Ordnung wird übertrieben.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
Ideen Rorty
 
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Richard Rorty
I 74
"Idee der Idee"/Berkeley/Rorty: ermöglicht es, den Begriff der ausgedehnten Substanz überflüssig zu machen. - BerkeleyVsDescartes.
II 129
Berkeley/Rorty: These: "Nichts außer einer Idee kann einer anderen Idee gleichen". - RortyVsBerkeley: er hätte sagen sollen: nur ein Satz kann für die Wahrheit eines anderen Satzes relevant sein. - ((s) > Kohärenztheorie - > Ayer.)

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Ideen Sellars
 
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I 51
Ideen/Berkeley: die Idee von A kann nicht die Idee von B sein. - SellarsVsBerkeley: dann hätte er nicht die Idee von etwas Karminrotem zulassen können. - ((s) Rot und karminrot gleichzeitig kein Widerspruch - ((s) auch kein "Hinzukommen", sondern eine nähere Bestimmung, daher linguistisch zweierlei.).

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
Immanenz Chisholm
 
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II 33
Def Immanenzprinzip/Berkeley/Rutte: "reales Außending": absurd, weil es sonst von niemand gedachte Gedanken geben müsste. - VsBerkeley: Verwechslung von "nicht gedacht" mit"denkunabhängig". - denkunabhängige Gegenstände müssen deshalb nicht existieren. - Berkeley: es gibt keine spezifischen Erlebnisse für Überprüfungen. - Wir können dieselben Prognosen machen, wenn die die Außenwelt leugnen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Rationalismus Chisholm
 
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II 36f
RationalismusVsBerkeley: wir glauben von Anfang an an die Außenwelt, es gibt gar keine Entscheidungssituation, ähnlich Hume, aber sehr bescheidene Position Methodik/Wissenschaften: Strategie: besser Beibehalten als Wechseln - >Glaube an die Gleichförmigkeit der Welt.
II 39
Rationalismus/Rutte: Vernunft appelliert stets an schon vorhandene Glaubensmehrheiten - Vernunft: Strategie: Haltung beibehalten, wenn ist Wechsel nicht attraktiver. Das gilt auch für Unentschiedenheit - Realismus beibehalten: attraktiver - Solipsismus: beibehalten: weniger attraktiv.
II 76
KantVsRationalismus: bloße Widerspruchsfreiheit soll Existenz unterschieben. - > Field: Widerspruchsfreiheit = logische Möglichkeit.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Realität Berkeley
 
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I 217f
Materie/materielle Welt/Außenwelt/Realität/Wirklichkeit/Berkeley: es gibt keine materielle Substanz - wohl aber eine äußere Realität!
I 232
Das unwillkürliche Wahrnehmen ist ein Moment der Wirklichkeit. - - -
Danto I 202
LockeVsBerkeley: es gibt Objekte, die verglichen werden.
Danto I 202
Berkeley - Schopenhauer: nur zwei Arten von Dingen: Bewusstsein und sein Inhalt.
Danto I 206
Welt/Realität/Berkeley/Danto: es gibt nichts als Vorstellungen - aber wir sitzen nicht in einem Käfig, der uns von der Welt abschirmt. - BerkeleyVsPlaton: es gibt keinen Käfig, weil es gar keine Unterscheidung von innen und außen gibt. Wissenschaft/Berkeley: bezieht sich nicht auf eine Realität hinter den Erfahrungen, sondern auf die Erfahrungen selbst.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Repräsentation Berkeley
 
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Berkeley: die Wirklichkeit besteht genau aus unseren Repräsentationen. Problem: wie kann ich falsche Repräsentationen haben?

Putnam V 87
Berkeley/PutnamVsBerkeley/Putnam: missliche Konsequenz der Ähnlichkeitstheorie der Bezugnahme: sie impliziert dass nichts existiert außer geistigen Entitäten. Argument: der Tisch ist ja nicht wirklich im Kopf. Nichts kann eine Empfindung oder einem Vorstellungsbild ähnlich sein, außer einer anderen Empfindung oder einem anderen Vorstellungsbild.
V 88
Daraus folgt: keine "Idee" (kein geistiges Bild) kann etwas anderes als ein weiteres Bild oder eine weitere Empfindung repräsentieren, bzw. sich darauf beziehen! Das stürzte die Philosophie in eine tiefe Krise. Aus einer völlig stringenten Argumentation folgte etwas Absurdes.

G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Skeptizismus Searle
 
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John R. Searle
III 179
TraditionVsSkeptizismus: wenn man etwas behauptet, das über die Erfahrung hinausgeht, dann stellt man sowieso etwas total Unüberprüfbares auf - wenn also die Wirklichkeit aus nichts als unseren Erfahrungen besteht, läuft der Skeptizismus ins Leere - Tradition: der Skeptizismus ermöglicht erst den Abgrund zwischen Schein und Wirklichkeit. SearleVsTradition: es ist nicht so, dass die Erfahrung das ist, was wahrgenommen wird. - Ich schließe auch nicht aus der Wahrnehmung auf den Gegenstand.
SearleVsBerkeley: meine Erfahrung verschafft mir Zugang zu etwas, das selbst keine Erfahrung ist: der Tisch.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Vorstellung Berkeley
 
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I 230f
Vorstellung/abstrakt/Berkeley: Vorstellung eines Dreiecks darf weder spitzwinklig noch stumpf noch rechtwinklig usw. sein. - Dann ist es überhaupt kein Dreieck. - Also gibt es keine abstrakten Vorstellungen. - VsBerkeley: dieser übergeht dabei das Problem der Abstraktion: wie ist"s möglich, dass ein Einzelnes eine Relation zu einer Klasse oder Gattung haben kann? (Allgemeines/Besonderes). - Es kann keine Ähnlichkeit geben zwischen etwas, das eine Vorstellung ist und etwas, das keine Vorstellung ist. - Also kann eine Wahrnehmung auch nichts Wahrnehmungsfremdes abbilden.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
Wahrnehmung Chisholm
 
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I 136ff
Wahrnehmung/ChisholmVsTradition: Erscheinungsweise statt Empfindung - adverbiale Redeweise: "empfindet rötlich" - kann nichtkomparativ sein. - Halluzination: hier kommt es auf die Erlebnisweise an. - Erscheinung: ist aufteilbar > Sinnesdatensprache ist zulässig - Wahrnehmung: es ist mir epistemisch evident, dass der Gegenstand da ist. - transzendente Evidenz: das Urteil über das Objekt steht in Relation zu mir. - wahrnehmbare Eigenschaften: sekundäre Qualitäten - 1. primäre Qualitäten: indirekte Zuschreibung einer Eigenschaft, 2. nichtpropositional: das Subjekt nimmt den Besitz der Eigenschaft wahr, selbstpräsentierend - das impliziert nicht den Gegenstand!
I 150
Wahrnehmung/Wissen/Erkenntnistheorie/Chisholm: Epistemisches Prinzip 9: EP 9 de re: x ist so, dass es für x evident ist, dass es F ist. (Das ist weniger rein als die anderen Prinzipien) - es ist nicht anwendbar, wenn Ding nicht existiert. - Existenz ist nicht reflektierend zu erschließen, nicht selbstpräsentierend.
I 152
Negative Wahrnehmung: scheint Inkompatibilität zu fordern, muss es aber nicht. - Russell: negative Wahrnehmung: empirische Propositionen, werden direkt gewusst, nicht erschlossen - Chisholm: Bsp nichts hören: ist ein psychischer Zustand. - Negative Wahrnehmung./Whitehead: schafft überhaupt erst Bewusstsein! - Chisholm pro: Bewusstwerden der eigenen intentionalen Einstellungen. - - -
Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 24
Wahrnehmung/Rutte: ist mehr als Erlebnis: Aufnehmen eines Äußeren durch die Sinne. - Erlebnis: könnte auch rein immanent sein. - Aporie der Wahrnehmung/Hartmann: wie ist Übereinstimmung (Korrespondenz) möglich, wenn das eine bewusstseins-immanent und das andere bewusstseins-transzendent ist? - Verursachen von Erlebnissen ganz andere Eigenschaft als Haben von Erlebnissen.
II ~25
Wahrnehmungsproblem: das Problem ist nicht, ob wir die Dinge wahrnehmen, wie sie sind, sondern ob wir aus unseren Erlebnissen auf einen Verursacher schließen können. - Wahrnehmung/Rutte: erlebnishafter Kern des unmittelbar Gegebenen (SellarsVs). - Wahrnehmung/Rutte: Wirkung des Objekts ruft gesetzmäßige Erlebnisordnung hervor, die die Erlebnisse kausal bestimmt und Erwartungen hervorruft.
II 27
Wahrnehmung/Helmholtz: nicht als Abbild von Eigenschaften, sondern deren "Anzeichen". Diese werden aufgrund von Hypothesen gedeutet - die Erscheinungsweise eines Dings spiegelt sich in einer bestimmten gesetzmäßigen Ordnung unserer sinnlichen Erlebnisse strukturell wider > Hypothetischer Realismus: Schlick, Kraft, Popper, Konrad Lorenz u.a.
II 34
Wahrnehmung/Rutte: Erfolg/Misserfolg setzt Realismus schon voraus - sprachanalytische Philosophie: Kriterien für Täuschung - Berkeley: gibt es nicht - VsBerkeley: dann nicht einmal begriffliche Unterscheidung von Halluzination, aber von Berkeley selbst vorausgesetzt.
II 36
Realismus/Wahrheit/Rutte: wer wissen will, ob es Außendinge gibt, der vermag die Wahrheit darüber vielleicht zu erraten. - Es gibt keinen wahrheitsorientierten Weg, es herauszufinden, weil keine Erfolge oder Misserfolge aufweisbar sind, die für oder gegen die Annahmen sprechen könnten.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Wahrnehmung Pinker
 
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I 148
Berkeley: Bsp Kirsche: ist nur ein Gemisch von Empfindungen, wenn man sie wegnimmt, nimmt man die Kirsche weg. PinkerVsBerkeley: wir können von zwei Gegenständen genau die gleichen Kenntnisse haben und dennoch wissen, dass sie zwei sind. - Vor dem Vertauschen nummerieren wir sie.
I 176
Sinneswahrnehmung/Gedanken/Pinker: Sinneswahrnehmung und Gedanken haben eine emotionale Färbung. Sie brauchen ein leitendes Organ, ein "Ich".

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Welt Berkeley
 
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Stegmüller IV 384/385
Berkeley/Stegmüller: Doppeldeutigkeit: a) Unsere Weltauffassung trifft nicht zu. - b) Gott selbst perzipiert eine vierdimensionale Welt - (der modernen Physik). - 1. MackieVsBerkeley: 1. Zur physischen Welt gehört auch die Anatomie der Wahrnehmung. - 2. Wenn es Willensfreiheit gibt, müssten wir auch Veränderungen in Gottes Ideen bewirken können. - 3. Nach Berkeley müssten Gottes Ideen widerspruchsfrei sein, aber nicht vollständig. - D.h. nicht durchgängig bestimmt. - Sie haben den Status intentionaler Objekte. - Bsp Ich kann einen Gegenstand denken, ohne seinen genauen Platz zu kennen. - Analog müssten Gottes Ideen auch unbestimmt sein. - 4. Viele Details ergeben sich ganz natürlich. - Nach Berkeley werden sie künstlich komplizierter.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 22 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsBerkeley Berkeley Vs Aristoteles
 
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I 230
Allgemeines/BerkeleyVsAristoteles/BerkeleyVsPlaton/BerkeleyVsLocke: die Vorstellung eines Dreiecks als abstrakte Vorstellung darf weder spitzwinklig noch rechtwinklig, noch stumpfwinklig sein (>SellarsVsLocke: Disjunktion, Berkeley: Rejektion). Berkeley: dann ist es aber überhaupt kein Dreieck, also gibt es keine abstrakten Vorstellungen.
I 231
VsBerkeley: wie ist dann überhaupt Wissenschaft möglich? Lösung/Berkeley: Verweisungscharakter der Zeichen.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
VsBerkeley Danto Vs Berkeley, G.
 
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I 209
VsBerkeley: Verletzt den common sense. Alles scheint die Beschaffenheit eines Traums zu haben. Weiteres Problem, Berkeley sehr bewusst: die Existenz von Objekten zu Zeiten, da sie niemandem erscheinen. Was geschieht mit den Dingen, wenn ich das Licht in der Küche ausmache und weggehe? Sicher gibt es noch eine Menge Küchenschaben, aber es ist doch fraglich, ob deren Welt die meine ist.

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsBerkeley Frege Vs Berkeley, G.
 
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IV 47
FregeVsBerkeley: wenn alles Vorstellung ist, gibt es keinen Träger. Wenn es keinen Träger gibt, gibt es aber auch keine Vorstellungen. Aber es kann doch kein Erleben geben ohne jemand, der es erlebt.
Dann aber gibt es etwas, was nicht meine Vorstellung ist und doch Gegenstand meiner Betrachtung.
Könnte es nun sein, dass dieses "Ich" als Träger meines Bewusstseins nur ein Teil dieses Bewusstseins ist, während ein anderer Teil vielleicht eine "Mondvorstellung" (?) ist? D.h. dass etwas anderes stattfindet, wenn ich urteile, dass ich den Mond betrachte?
Dann hätte dieser erste Teil ein Bewusstsein und ein Teil dieses Bewusstseins wäre wiederum ich usw. Regreß.
Frege: ich bin nicht meine Vorstellung, ich bin der Träger meiner Vorstellung.
Also ist das, wovon ich etwas aussage, nicht notwendig meine Vorstellung.
VsFrege: man könnte nun einwenden, Bsp wenn ich denke, dass ich in diesem Moment keinen Schmerz empfinde, entspricht dann nicht dem Wort "ich" etwas in meiner Vorstellung?
Frege: das mag sein.
IV 48
Ich/Frege: dem Wort "ich" mag in meinem Bewusstsein eine gewisse Vorstellung verbunden sein. Aber dann ist sie eine Vorstellung neben anderen Vorstellungen und ich bin ihr Träger wie der Träger anderer Vorstellungen. Ich habe eine Vorstellung von mir, aber ich bin nicht diese Vorstellung!
Es ist scharf zu unterscheiden zwischen dem Inhalt meines Bewusstseins (meine Vorstellungen) und dem Gegenstand meines Denkens (objektive Gedanken).
Nun ist der Weg frei, auch andere Menschen als selbstständige Träger von Vorstellungen anzuerkennen.
Auch Vorstellungen können gemeinsamer Gegenstand des Denkens von Menschen sein, die diese Vorstellungen nicht haben. Vorstellung kann Gegenstand werden.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsBerkeley Hume Vs Berkeley, G.
 
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Danto2 I 213
HumeVsBerkeley: wenn ich schon kein äußeres Objekt x annehme, welche besseren Gründe habe ich eigentlich dafür, die Existenz eines Selbst, oder eines Geistes, anzunehmen?
I 214
HumeVsBerkeley: Berkeley hatte seine liebe Not damit, zu behaupten, dass es keine Idee des Selbst gebe, da Geister für sich selber keine Ideen darstellten, nicht für sich selbst wahrnehmbar waren. Gerade deshalb musste er etwas so Abstruses wie das Objekt x zulassen, das er eigentlich verworfen hatte. Hume: also sollte er entweder die Idee der Geister fallenlassen oder dem Objekt die Existenz erlauben. Hume: wenn ich »mich selber« betrete, so stolpere ich immer über Wahrnehmungen von Hitze oder Kälte, Licht oder Schatten, Liebe oder Hass, Schmerz oder Freude. Ich erwischte mich niemals selber ohne irgend eine Wahrnehmung.
»Bündel verschiedener Wahrnehmungen, permanent in Bewegung«.
Hume: für ihn gibt es kein Objekt, von dem die Erscheinungen Erscheinungen wären, und kein Subjekt, dem sie erscheinen würden.

Berkeley I 221
HumeVsBerkeley: ein anderer Geist kann in einem Geist ebensowenig eine Vorstellung hervorrufen wie eine Substanz. VsHume: der Einwand verkennt, daß Berkeley im Begriff des "materiellen Dings" einen begrifflichen Widerspruch sieht, der nicht in gleicher Weise auf die spirituellen Substanzen zu übertragen ist. (Ein nicht wahrgenommenes Ding wäre ein Widerspruch, wie eine nicht wahrgenommene Wahrnehmung).
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953,1988)
II Norbert Hoerster Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997
VsBerkeley James Vs Berkeley, G.
 
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reine Erfahrung/James: Erfahrung ist die Wirklichkeit! (>Berkeley: Sein ist Wahrgenommenwerden, Sein der Dinge ist ihr Erkanntsein.) - JamesVsBerkeley: esse est percipere! I 59
VsBerkeley Kant Vs Berkeley, G.
 
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Putnam I 167
Kant/Putnam: hat quasi als erster die Trennung von "interner" und "externer" Wahrheitsauffassung vorgeschlagen.
I 167/168
KantVsBerkeley: völlig inakzeptabel - "ein Skandal!". Putnam: aus dem folgt bei Kant die Aufgabe der "Ähnlichkeitstheorie".
BerkeleyVsLocke: hatte sowohl die primären wie die sekundären Qualitäten verworfen und einzig das zugelassen, was Locke die "einfachen" Qualitäten der Empfindung genannt hätte.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsBerkeley Locke Vs Berkeley, G.
 
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Berkeley - Schopenhauer: nur zwei Arten von Dingen : Bewußtsein und sein Inhalt Datno" I 202
LockeVsBerkeley: es gibt Objekte, die verglichen werden

Loc II
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsBerkeley Phänomenalismus Vs Berkeley, G.
 
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Danto2 I 216
DantoVsBerkeley: dennoch bleibt die Frage, wozu ich Gott brauche, wenn ich das Licht in der Küche ausmache. Eine Antwort gibt der Phänomenalismus. Phänomenalismus: die Bezugnahme auf Objekte ist zuletzt immer Bezugnahme auf die Sinneserfahrung. Die ganze Theorie ist eine Art Übersetzungsprogramm.
VsBerkeley Pinker Vs Berkeley, G.
 
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I 148
Assoziationismus/Assoziation/Berkeley: "Nimm die Empfindungen des Weichen Feuchten, Roten, Herben hinweg und du nimmst die Kirsche hinweg. Da sie kein von den Empfindungen verschiedenes Wesen ist sage ich, sie ist ein Gemisch sinnlicher Eindrücke." VsBerkeley: das funktionierte nie. Bsp wir können von zwei Gegenständen genau die gleichen Kenntnisse haben und dennoch wissen, dass es zwei sind! Werden zwei gleichartige Stühle vertauscht wird der Zustand geändert, auch wenn wir keine Eigenschaft kennen, durch die sich die Stühle unterscheiden. Wir numerieren sie einfach.
- - -
I 161
Kategorie/unscharfe Kategorien/Pinker: Bsp Versuchspersonen kamen übereinstimmend zu der Aussage, 13 sei ein besseres Beispiel für eine ungerade Zahl als 23! Bsp eine Mutter sei ein besseres Beispiel für eine Frau als eine Komikerin einen Moment später behaupteten sie, eine Zahl könne nur entweder gerade oder ungerade sein, ein Mensch nur Mann oder Frau, keine Grauzonen.
I 162
Bsp Vermutung: Wenn wir erfahren, dass Schimpansen Zwiebeln essen, halten wir es (fälschlich) für wahrscheinlich, dass auch Gorillas sie essen. Pinker: aber tatsächlich funktionieren wir nicht so, dass wir das annehmen. (Auch VsBerkeley). Menschen sind also komplexer als das Konnektoplasma.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
VsBerkeley Prior Vs Berkeley, G.
 
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I 91
PriorVsBerkeley: Bsp Ich kann nicht konsistent denken, dass ich nie an ein bestimmtes Ding gedacht habe ("dieses Krokodil" oder dass Gras grün ist), und niemals daran denken werden. Es war Berkeley Fehler, von der Wahrnehmung der Unmöglichkeit des Zweiten auf eine völlig ungesicherte Unmöglichkeit des Ersten zu schließen, da ich nicht denken könne, dass es (unspezifizierte, nicht partikularisierte) Dinge gibt, die ich nicht denken kann.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsBerkeley Putnam Vs Berkeley, G.
 
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V 94
Korrespondenztheorie: man könnte sie retten, indem man sie auf Empfindungen und Vorstellungsbilder beschränkt. PutnamVsBerkeley: Irrtum: Tatsache ist, dass alles allem anderen in unendlich vielen Hinsichten ähnelt!
V 95
Die Frage, sind A und B einander ähnlich? Ist völlig nichtssagend, sie ist zu unspezifisch.
V 96
Ähnlichkeit: Die Anzahl der Ähnlichkeiten ist ausschließlich durch unserere geistigen Fähigkeiten und unsere Zeit begrenzt. Wenn es zu viele Ähnlichkeiten gibt, gibt es auch zu viele Kausalitäten. Also kann Ähnlichkeit nicht auf Kausalketten beruhen. Regress/Ähnlichkeit/Putnam: entsteht, wenn wir selbst privat über Ähnlichkeit entscheiden sollen. Wenn wir zunächst unserer Aufmerksamkeit auf etwas lenken sollen, dann setzen wir die Ähnlichkeit nämlich schon voraus.
Irrtum/Täuschung: sicher kann man sich täuschen, aber der Ausdruck »Pferd« bezieht sich nicht auf Situationen, in denen irgend etwas passiert, sondern auf bestimmte Tiere.
Kausalketten: welche ist angemessen? Wenn ich das entscheiden kann, habe ich vorher schon den Bezug.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsBerkeley Quine Vs Berkeley, G.
 
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Willard V. O. Quine
Quine II 213
QuineVsBerkeley: Zwischen Kenntnissen zweier Personen gibt es substantiellere Ähnlichkeit als zwischen Person und Ding (Sprache, Beobachtungstermini haben Konsensneigung). - - -
V 15
Empfindung/Quine: in erster Linie strukturierte Ganzheiten (Gestalten) nicht Lichtblitze usw. Raum/Tiefendimension/QuineVsBerkeley: nicht aus Schluss rekonstruiert, weil die zweidimensionalen Daten dafür gar nicht bewusst sind.
Wahrnehmung/Quine: hier geht es um Gestalt, nicht um Reize (diese fallen unter Rezeption).
Berkeley/traditionelle Erkenntnistheorie: Problem: woher wissen wir, dass es überhaupt Gegenstände gibt und dass die Wissenschaft wahr ist?
V 16
Quine: die Einführung der physischen Sinnesorgane wäre ihnen als Zirkel erschienen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsBerkeley Russell Vs Berkeley, G.
 
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Bertrand Russell
Newen I 50
RussellVsBerkeley: seine These muss falsch sein, weil sie Gottes Existenz und seine Wahrnehmung zu unserer eigenen Existenz annehmen muss.
I 51
Russell: die eine Richtung des Bikonditionals ist falsch: warum sollte etwas existieren, weil es wahrgenommen wird? - - -
Russell IV 84
Universalien/Qualität/Russell: Angenommen, nehmen wir an, jemand wollte leugnen, dass es überhaupt Universalien gibt. Dann müssten wir feststellen, dass wir gar nicht beweisen können, dass es Qualitäten gibt, während wir sehr wohl beweisen könnten, dass es Relationen geben muss.
IV 85
Bsp »Schwärze«: wenn wir leugnen, dass es eine „abstrakte Idee“ gibt, an der alle schwarzen Dingen teilhaben, dann brauchen wir immer noch so etwas wie Ähnlichkeit. Und diese Ähnlichkeit ist wiederum etwas Universales: eine Beziehung, Relation! Man kann nicht sagen, dass es für jedes Paar eine andere Ähnlichkeit gibt! Denn dann müssten wir zugeben, dass sich diese Ähnlichkeiten ähnlich sehen!.
IV 86
RussellVsBerkeley, RussellVsHume: haben diesen Gegeneinwand gegen die Leugnung der »abstrakten Ideen« übersehen, weil auch sie nur an Qualitäten als Universalien dachten, und die Relationen (z. B. Ähnlichkeit) nicht beachteten.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsBerkeley Verschiedene Vs Berkeley, G. I 218
Realität/Wirklichkeit/Existenz/Ontologie/Samuel JohnsonVsBerkeley: seine Lösung scheint ebenfalls paradox zu sein. Insbesondere verstößt sie gegen die alltägliche Erfahrung. ((s) nicht Wahrnehmung, denn die könnte ja genauso sein. Erfahrung).
I 219
Bsp Johnson: stieß einen Stein mit dem Fuß an. VsJohnson: zeigte damit höchstens, daß er Berkeleys These mißverstanden hatte. Berkeley hatte von Anfang an solche Einwände vor Augen.
Berkeley: auch nach seiner immateriellen Hypothese Bsp "steht das Pferd im Stall", "ist die Wand weiß" usw.




VsBerkeley Mackie Vs Berkeley, G.
 
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IV 384/385
Berkeley/Stegmüller: Deutung a): seiner Philosophie: alle Einzelheiten unserer Weltauffassung treffen im Detail nicht zu, sondern Gott gibt uns nur die Ideen, die zufällig solchen Interpretationen Raum lassen. Deutung b): Gott selbst perzipiert eine vierdimensionale Welt mit einer Mikrostruktur, wie sie von der modernen Physik ans Licht gebracht wird.
Das klingt zwar plausibler, hat aber vier Schwierigkeiten:
Wir können die Sinnesphysiologie Bsp des Auges nachzeichnen und erklären.
Solche Erklärungen sind ein Problem für Berkeleys Theorie. Wie wird sie damit fertig?
1. MackieVsBerkeley: zur physischen Welt gehört auch die Anatomie und Physiologie der Sinneswahrnehmung selbst. Nach dem Theismus wäre das alles völlig bedeutungslos.
Die Schwierigkeit für Berkeleys Theorie ist in dem Moment aber größer, wenn kausaler Zusammenhang geleugnet wird!
IV 386
2. MackieVsBerkeley: Willensfreiheit: wenn es sie gibt, müssten wir mit Willenshandlungen Veränderungen in Gottes Ideen bewirken können! 3. MackieVsBerkeley: (hintergründiger): nach Berkeley müssen die göttlichen Ideen widerspruchsfrei sein, aber sie brauchen nicht vollständig, d.h. nicht durchgängig bestimmt zu sein! Sie haben den Status intentionaler Objekte, und deren Logik würde auch hier gelten: Bsp ich kann an ein Buch im Regal denken, ohne genau an den Platz zu denken, an dem es sich befindet. Analog dazu müsste auch Gott unbestimmten Ideen haben!
Demgegenüber scheinen unsere Sinnesdaten insgesamt eine vollständig bestimmte Welt widerzuspiegeln.
VsVs: Berkeley könnte sich verteidigen: es sei eine Eigentümlichkeit Gottes....
4. MackieVsBerkeley: viele Details sind ganz natürlich, wenn man eine materielle objektive Welt annimmt, sie werden durch Berkeley künstlich komplizierter.
IV 387
Für die theoretische und moderne Physik ist eine materialistische Theorie vorzuziehen.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsBerkeley Peacocke Vs Berkeley, G.
 
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I 51
Sinnesraum/sinnlicher Raum/Wahrnehmungsraum/Peacocke: ist nicht zu leugnen, und er ist weder bloß künstlich noch derivativ. Er ist natürlich nicht von den Erfahrungen selbst bevölkert.
Vielmehr gibt es für jeden intrinsisch räumlichen Sinn einen korrelierten Raum, der durch ihn charakterisiert ist.
I 52
Bsp wenn wir am Nacken berührt werden ist es etwas anderes, als wenn wir etwas vor uns sehen. Bsp aber es ist derselbe Sinn von "näher", wenn wir jemand sich nähern hören oder sehen. (repräsentational) und es bezieht sich auf denselben Raum. ((s) Hier geht es um einen Wortsinn, nicht Wahrnehmungssinn).
PeacockeVsBerkeley: Fehler, von der (richtigen) Prämisse, dass Seh und Tastsinn keine gemeinsamen Ideen (ideas, Vorstellungen) haben, zu der falschen Konklusion: dass eine Sinnesdimension hier Priorität in bezug auf die philosophische Erklärung haben sollte.
gesternte Prädikate/"elliptisch*" /"rot*"/ Gesichtsfeld/Sternchen/Peacocke: die gesternten Prädikate sind in einer Hinsicht echt räumlich! Sie betreffen Größe und Form im Gesichtsfeld.
Es gibt hier keine Zweideutigkeit, weil verschiedene Räume betroffen sind.
"Elliptisch" macht für uns in verschiedenen beliebigen Räumen Sinn. (nicht nur physikalischen).
Wenn es nur um einen einzigen Raum ginge, gäbe es Probleme: s.o.: Probleme mit der Übersetzungstheorie oder zusätzlichem repräsentationalen Inhalt, um "elliptisch nur durch öffentlichen, physikalischen Raum zu erklären.
Sinnesdaten/Peacocke: die Sinnesdatentheorie hat charakteristisch räumliche Begriffe wie quadratische oder längliche Sinnesdaten usw.
Die Einsicht besteht darin, dass diese räumlichen Prädikate
I 53
nicht auf der Ebene des repräsentationalen Inhalts gefasst werden können. Der Raum, in dem diese zusätzlichen räumlichen Prädikate angesiedelt sind, ist der Empfindungsraum (nichtrepräsentational).
Diese Unterscheidung bewahrt uns vor dem Fehler zu fragen: "Sind Sinnesdaten Oberflächen physischer Objekte?" "Nehmen wir Sinnesdaten wahr?".

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsBerkeley Solipsismus Vs Berkeley, G.
 
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Berkeley I 219
VsBerkeley: ein Argument gegen eine Reduktion der Dinge auf ihr Wahrgenommenwerden wäre, daß sie dann keine permanente Existenz mehr hätten. BerkeleyVsVs: man könnte erwidern, daß zwar ein bestimmter Mensch nicht immer alle Dinge wahrnimmt, aber doch an jeden Gegenstand wenigstens ein Mensch denke.
Vs: doch in einer Zeit, in der man noch unbewohnte Länder und Meere entdeckte, muß dieses Argument Berkeley schwergefallen sein.
I 220
Statt dessen wird die Seinskontinuität abhängig von Gott. Die Frage, warum Berkeley überhaupt eine Kontinuität fordert, ist damit aber noch nicht beantwortet! VsBerkeley: sein Dingbegriff sei künstlich und spitzfindig.
BerkeleyVsVs: er stehe selbst auf der Seite der einfachen Leute, den seine Philosophie führe wieder auf die einfachen Ursprünge zurück.
VsBerkeley: dabei übersieht er, daß das philosophisch Primäre weder in der Philosophie noch im Alltag das Einfache zu sein pflegt.
Traum/Realität/VsBerkeley: Frage: wie kann man zwischen Wirklichkeit und Phantasie unterscheiden?
Man könnte versuchen die Differenz dadurch festzustellen, daß man die willkürlichen von den unwillkürlichen Vorstellungen trennt.
Berkeley VsVs: da aber keine Vorstellung eine andere verursachen kann, müssen auch die gegen unseren Willen
I 221
entstehenden Vorstellungen von einem Vorstellenden, d.h. einem Geist, hervorgerufen werden. Da diese Vorstellungen stärker, lebhafter intensiver und dauerhafter sind als unsere Phantasiegebilde, müssen wie von einem Geist hervorgerufen werden, der stärker ist als der menschliche Geist. So wird die Stärke und Dauerhaftigkeit zu einem Kriterium von Wirklichkeit.
VsBerkeley: 1. Problem der Anwendung des Kriteriums: seine Unbestimmtheit. Es ist bloß relativ. Wie soll man bei einer Rivalität der Merkmale entscheiden?
Bsp besonders intensive, aber unregelmäßige Vorstellungen im Vergleich zu sehr schwachen, aber regelmäßigen Vorstellungen?
SolipsismusVsBerkeley: 2. wenn schon der Geist als Vermögen angesehen wird, Vorstellungen zu produzieren, ist es dann möglich, daß ein Geist in einem anderen Geist Vorstellungen hervorruft, und welches sind die Bedingungen dieser Möglichkeit?
I 222
DiderotVsBerkeley: "Brief über die Blinden", lettre sur les aveugles": "Idealisten werden diejenigen Philosophen genannt, die nur ihre eigene Existenz und die Existenz der Empfindungen in ihnen anerkennen. Ein extravagantes System, das seine Entstehung nur einem Blinden verdanken kann.
Und dieses System ist zur Schande des menschlichen Geistes und der Philosophie am schwierigsten zu widerlegen, obwohl es am absurdesten ist.
VsDiderot: hier wird nicht der Idealist Berkeley geschildert, sondern ein Solipsist.
VsBerkeley Chisholm Vs Berkeley, G.
 
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II 33
Def Immanenzprinzip/Rutte: Bsp Berkeley: der Begriff des realen Außendings sei absurd, weil dies bedeuten würde, den Gedanken an ein von niemandem gedachtes Ding fassen zu wollen. (Widerspruch). VsBerkeley: Verwechslung von "nicht gedacht" mit "denkunabhängig".
Realität/Überprüfung/Berkeley: die Erlebnisse und ihre Verläufe geben Überprüfungsinstanzen für die Annahme von Außendingen ab. Es gibt keine spezifischen Erlebnisse für solche Überprüfungen.
Wir können dieselben Prognosen machen, wenn die die Außenwelt leugnen.
Wir können uns auf keine andere Instanz als unsere Erlebnisordnung berufen.
II 34
Um zu zeigen, daß die Dinge Verursacher sind, müßten wir zeigen können, daß wir eine Erfahrung von den Außendingen ohne unsere Erlebnisse haben könnten. Das ist aber unmöglich. Dieselbe Erlebnisordnung könnte bestehen, wenn es gar keine Außendinge gäbe.
BerkeleyVsRealismus: damit ist der Realismus überflüssig!
VsBerkeley: dasselbe gilt nun aber auch von Spiritualismus, was Berkeley nicht zu sehen scheint! (Daß er überflüssig ist wie der Realismus).
II 35
analytische Philosophie/Sprachphilosophie/Rutte: das sprachanalytische Pendant zum Realismus ist die Annahme, daß wir anhand von Kriterien gelernt haben, Wahrnehmung von Täuschung zu unterscheiden: ohne Kriterien könnten wir es nicht erlernen. BerkeleyVs: solche Kriterien gibt es nicht!
VsBerkeley: dann können wir nicht einmal den Begriffen nach die Unterscheidung zwischen einer Wahrnehmung von Außendingen und einer totalen Halluzination machen!
Berkeley selbst setzt diese begriffliche Unterscheidung aber bereits voraus! ((s) Wieso?).
(Rutte: andernorts sieht Berkeley den Begriff des Außendings bereits als absurd an, hier jedoch nicht).
Berkeley: braucht aber gar keine Kriterien, da wir sowieso niemals diese Unterscheidung erlernen.
VsBerkeley: dennoch kann diese Unterscheidung sinnvoll gedacht werden. Die Begriffe "Erlebnis" und "subjektunabhängig" stehen jedermann zur Verfügung. Sie können expliziert werden, ohne auf eine konkrete Wahrnehmungssituation zu verweisen.
III 36
RationalismusVsBerkeley/Rutte: der Vertreter der Vernunft kann darauf verweisen, daß de facto eine solche Entscheidungssituation nicht besteht: wir glauben von Anfang an an die Außenwelt. Hume: hat auf einen ähnlichen natürlichen Glauben angesichts der noch fundamentaleren Frage nach der Gleichförmigkeit der Welt verwiesen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsBerkeley Stegmüller Vs Berkeley, G.
 
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Stegmüller IV 376
Wahrnehmung/Berkeley: die Elemente der Ideen (die realen Dinge) sind vom Willen des Wahrnehmenden abhängig! Sie verlaufen im Einklang mit gewissen Regeln (die wir heute Naturgesetze nennen würden). Nicht so die Täuschungen. Das beweist, dass der göttliche Geist mächtiger ist als der unsere.
Realität/Berkeley: diejenigen Ideen, die das ausmachen was wir die Wirklichkeit nennen, brauchen nicht ständig wieder hervorgebracht zu werden. Wenn wir sie nicht wahrnehmen, so bleiben sie doch dadurch existent, dass Gottes Geist sie ständig perzipiert.
VsBerkeley: unklar: falls eine Idee nur in und durch das Perzipiertwerden existiert, dann scheint es sich bei ihr um einen Bewusstseinsgegenstand zu handeln. Dann aber ist es unmögliche, dass mehr als ein Geist genau dieselbe Idee wahrnehmen könnte!
VsVs: Bsp der Baum, den ich sehe, der nur meine eigenen Idee ist, hört auf zu existieren, wenn ich aufhöre, ihn zu sehen.
IV 377
Die Ideen sind zwar kausal abhängig von den wahrnehmenden Geistern, sie werden jedoch nicht durch das Perzipiertwerden konstituiert! Ideen: wären dann mehr als geistige Inhalte oder Bezugsgegenstände: die wirklichen Dinge wären unmittelbar von Gott hervorgebrachte Ideen. Der Baum wäre dann von mir unabhängig.
Terminologie: "Immaterieller Realismus". Realismus deshalb, weil es für den Wahrnehmenden eine ganze Welt anderer Geister und Ideen gibt.
Theismus/Stegmüller: auch der gewöhnliche Theismus behauptet, die physische Welt hänge "von Gott ab". doch diese Beziehung bleibt hier dunkel. Demgegenüber ist Berkeleys System eine klare und verständliche Deutung: die Welt besteht einfach aus Ideen, die im göttlichen Geist existieren.
IV 382
Materialismus/Idealismus/Berkeley/Stegmüller: die Entscheidung für eine Alternative hängt von der Stellungnahme zu Berkeleys sieben Argumenten (IV 379 380) ab.
VsBerkeley:
zu (i): welche Art von Ähnlichkeit fordert denn der Materialist? zu (ii): Locke setzt nur voraus, dass es für das Sehen, Hören, Berühren usw. akzeptable Erklärungen gibt, in denen als Ausgangspunkt nur Gegenstände mit räumlichen Eigenschaften verwendet werden, deren sonstige Eigenschaften aber keine Ähnlichkeiten mit unseren Ideen von sekundären Qualitäten zu haben brauchen. Die Frage, ob dies bei primären Qualitäten ähnlich ist, kann man offen lassen.
IV 383
zu (iii): selbst wenn Bewegung, Größe usw. relativ sind, können sie doch objektiver Art sein! Relativität impliziert nicht Geistabhängigkeit! zu (v): es könnte sein, dass es könnte sein, dass eine Theorie über eine geistunabhängige Realität dadurch bestätigt wird, dass sie eine bessere Erklärung für unsere Sinnesdaten liefert als jede andere Theorie.
Außerdem ist dieses Argument für Berkeley wertlos: es wendet sich nicht speziell gegen den Materialismus im Unterschied zu seinem immateriellen Realismus.
Das Grundproblem jeder Repräsentationstheorie: der "Schleier der Wahrnehmung" besteht auch für ihn!
zu (vi): dies ist in der Tat ein Problem für den Materialismus, aber dass eine solche Schwierigkeit wie das Leib Seele Problem auftritt, beweist nicht die Unhaltbarkeit aller Varianten dieser Theorie.
zu (vii): Dinge oder Qualitäten, die unseren Ideen ähnlich sind, brauchen nicht ebenfalls passiv zu sein!
Fazit:: StegmüllerVsBerkeley: kein Argument von BerkeleyVsMaterialismus ist schlüssig!

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsBerkeley Berkeley Vs Realismus
 
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Chisholm II 33
Realität/Überprüfung/Berkeley: die Erlebnisse und ihre Verläufe geben Überprüfungsinstanzen für die Annahme von Außendingen ab. Es gibt keine spezifischen Erlebnisse für solche Überprüfungen. Wir können dieselben Prognosen machen, wenn die die Außenwelt leugnen.
Wir können uns auf keine andere Instanz als unsere Erlebnisordnung berufen.
II 34
Um zu zeigen, daß die Dinge Verursacher sind, müßten wir zeigen können, daß wir eine Erfahrung von den Außendingen ohne unsere Erlebnisse haben könnten. Das ist aber unmöglich. Dieselbe Erlebnisordnung könnte bestehen, wenn es gar keine Außendinge gäbe.
BerkeleyVsRealismus: damit ist der Realismus überflüssig!
VsBerkeley: dasselbe gilt nun aber auch von Spiritualismus, was Berkeley nicht zu sehen scheint! (Daß er überflüssig ist wie der Realismus).
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsBerkeley Frege Vs Skeptizismus
 
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Davidson II 124
FregeVsSkeptizismus: der Skeptiker ist nicht heilbar, weil er selbst bei seiner nächsten Äußerung nicht davon ausgehen kann, daß seine Worte noch dasselbe bedeuten wie vorher).
Dummett I 58
Skepsis: nie sicher, ob Sinn auch ein Bezug entspricht -Frege: bloß schwerer Mangel unserer Sprache, der beseitigt werden muß.
IV 45
FregeVsSkeptizismus: Die Reizung der Sehnerven ist uns nicht unmittelbar gegeben, sondern nur Annahme! - Wenn alles Vorstellung ist, gibt es keinen Träger. Wenn es keinen Träger gibt, gibt es aber auch keine Vorstellungen! - Frege: ich bin nicht meine Vorstellung, ich bin der Träger meiner Vorstellung. Also ist das, wovon ich etwas aussage, nicht notwendig meine Vorstellung. - IV 50 Vorstellung/Psychologie/Skeptizismus/Frege: nicht alles ist Vorstellung, sonst enthielte die Psychologie alle Wissenschaften in sich.
(s)VsFrege: Das macht es aber nicht unmöglich, daß alles doch Vorstellung wäre. (raa reicht nicht aus.)) - IV 51 Wahrnehmung/Frege: zur Sinneswahrnehmung gehört notwendig der Sinneseindruck, und dieser ist Teil der Innenwelt.
---
Frege IV 46
FregeVsSkeptizismus: interessanterweise schlagen bei seiner Erwägung die Gegensätze ineinander um. (>"Dialektik"). Bsp ein Sinnesphysiologe ist als Naturforscher zunächst weit davon entfernt, die Dinge, die zu sehen und zu tasten er überzeugt ist, für seine Vorstellungen zu halten.
IV 46
Reiz/Frege: der Skeptizismus kann sich leicht auch auf ihn beziehen: die Reizung der Sehnerven ist uns nicht unmittelbar gegeben, sondern nur Annahme! Wir erleben nur das eine Ende des Vorgangs, der in unser Bewusstsein hineinragt! Vielleicht sind andere Ursachen am Werk? So löst sich alles in Vorstellung auf, auch die Lichtstrahlen.
Der empirische Sinnesphysiologe untergräbt so seine eigenen Voraussetzungen.
Alles bedarf eines Trägers, ich habe mich selbst als Träger meiner Vorstellungen angesehen, bin ich aber nicht selbst eine Vorstellung?
IV 47
Wo ist dann der Träger dieser Vorstellungen? Wenn alles Vorstellung ist: gibt es keinen Träger. Auch sind keine Vorstellungen irgendwie ausgezeichnet. Jetzt erlebe ich den Umschlag ins Gegenteil:
FregeVsBerkeley: wenn alles Vorstellung ist, gibt es keinen Träger. Wenn es keinen Träger gibt, gibt es aber auch keine Vorstellungen! ((s) das führt einen neuen Begriff ein, den es bei Berkeley nicht gibt: den des Trägers).
Aber es kann doch kein Erleben geben ohne jemand, der es erlebt.
Dann aber gibt es etwas, was nicht meine Vorstellung ist und doch Gegenstand meiner Betrachtung.
Könnte es nun sein, dass dieses "Ich" als Träger meines Bewusstseins nur ein Teil dieses Bewusstseins ist, während ein anderer Teil vielleicht eine "Mondvorstellung" ist? D.h. dass etwas anderes stattfindet, wenn ich urteile, dass ich den Mond betrachte?
Dann hätte dieser erste Teil ein Bewusstsein und ein Teil dieses Bewusstseins wäre wiederum ich usw. Regreß.
Frege: ich bin nicht meine Vorstellung, ich bin der Träger meiner Vorstellung.
Also ist das, wovon ich etwas aussage, nicht notwendig meine Vorstellung.
VsFrege: man könnte nun einwenden, Bsp wenn ich denke, dass ich in diesem Moment keinen Schmerz empfinde, entspricht dann nicht dem Wort "ich" etwas in meiner Vorstellung?
Frege: das mag sein.
IV 48
Ich/Frege: dem Wort "ich" mag in meinem Bewusstsein eine gewisse Vorstellung verbunden sein. Aber dann ist sie eine Vorstellung neben anderen Vorstellungen und ich bin ihr Träger wie der Träger anderer Vorstellungen. Ich habe eine Vorstellung von mir, aber ich bin nicht diese Vorstellung!
Es ist scharf zu unterscheiden zwischen dem Inhalt meines Bewusstseins (meine Vorstellungen) und dem Gegenstand meines Denkens (objektive Gedanken).
Nun ist der Weg frei, auch andere Menschen als selbstständige Träger von Vorstellungen anzuerkennen.
Auch Vorstellungen können gemeinsamer Gegenstand des Denkens von Menschen sein, die diese Vorstellungen nicht haben. Vorstellung kann Gegenstand werden.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsBerkeley Berkeley Vs Verschiedene
 
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Ber I 224
absolut/Zeit/Raum/Wissenschaft/BerkeleyVsNewton: es gibt keine absolute Zeit, keinen absoluten Raum, keine absolute Bewegung, keine absolute Kraft.
I 225
Theologische Wurzel: eine Vorstellung ist nicht Ursache einer anderen Vorstellung eine Kraft nicht Ursache einer anderen Kraft. Ursache aller natürlichen Dinge ist nur Gott. Realität/Zeit/BerkeleyVsNewton: Gott gibt uns eine Abfolge von Vorstellungen. Daher gibt es keine absolute Zeit. Die Zeit ist die Reihe dieser Vorstellungen.
Eimerexperiment/BerkeleyVsNewton: versucht zu zeigen, daß es keine absoluten Raum gibt, aber seine Widerlegung ist fehlerhaft. Dennoch gibt es keinen absoluten Raum.
Wissenschaft/VsBerkeley: wie ist überhaupt eine Naturwissenschaft möglich, wenn alle Wahrnehmungen nicht durcheinander, sondern unmittelbar durch Gott verursacht werden?
Lösung/Berkeley: so wie er an der Realität der Dinge festhält, hält er auch an der Regelmäßigkeit de Naturerscheinungen fest, die aber als Folge der Güte und Weisheit des Schöpfers von ihm auch durchbrochen werden könnte.

Ber I 212
BerkeleyVsScholastik: ihr "pro und kontra" (Sic et Non) hatte sich modisch eingebürgert. Spiegele nur Ungewißheit wider. Seit Descartes: Versuche, dem Meinungsstreit dadurch zu entgehen, daß man sich auf unbezweifelbare Erkenntnis zurückzieht, um einen Neuaufbau zu beginnen.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997