Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 1 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ceteris paribus Bigelow I 222
ceteris paribus/BigelowVsceteris paribus/Qualifikation/qualifiziertes Gesetz/Ausnahmen/Bigelow/Pargetter: Variante: “wenn keine anderen Störungen vorliegen”: 1. Problem: das droht, ein Gesetz zu einer Tautologie werden zu lassen, die letztlich so lautet: „Dinge bewegen sich so und so, außer wenn sie es nicht tun“.
2. Problem: die Reichweite eines „qualifizierten“ Gesetzes droht so eng zu werden, dass nichts mehr darunter fällt.
Andererseits wird man sagen, dass ein Gesetz überhaupt keine positiven Instanzen hat, wenn man es strikt auffasst. ((s) >N. Cartwright).
Lösung/Bigelow/Pargetter: man kann das Rätsel lösen, indem man versteht, wie Gesetze Modalitäten enthalten.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsCeteris paribusVsCeteris paribus Schiffer Vs ceteris paribus I 287
ceteris paribus/SchifferVsceteris paribus-Bedingung: es ist einfach Quatsch von c.p. zu reden, wenn überhaupt nicht klar ist, was diese "anderen Dinge" sein sollten oder was es für sie ist "gleich" zu sein".
I 160
Bsp der Baseball trifft die Fensterscheibe und "ceteris paribus" würde sie kaputtgehen. Das führt zu Vervollständigungen, die den Satz nahtlos in Gesetze übergehen lassen. Die interessante Frage ist, warum überhaupt jemand hier eine Vervollständigung erwarten würde. Wahrscheinlich, weil commonsense Erklärungen für Glauben sonst nicht gültig wären. Schuld daran sind die covering laws von Hempel.
SchifferVscovering law/SchifferVsHempel/SchifferVsVolkspsychologie: 2. Grund, warum die Volkspsychologie falsch ist, dass die covering laws falsch sind.
Bsp Al fliegt nach Key West, Bob fragt warum und Carla erklärt, dass er seine Schwerster dort besuchen will.
covering law: Carla kennt ein allgemeines psychologisches Gesetz und eine Konjunktion von Einzeltatsachen, die zusammen das vollständige Explanans ergeben und die zu erklärende Tatsache enthalten.
Schiffer: es ist klar, dass Carla das überhaupt nicht zu wissen braucht! Schon gar nicht als Kind. Das braucht auch nicht mit "Probabilisierungen" verfeinert zu werden oder mit "maximaler Spezifikation" (Hempel 1965). Oder durch subdoxastische Repräsentation vollständiger Gesetze. Das brauchen wir alles nicht.
I 161
Sicher kennt Carla keine "probabilistische Vervollständigung". Es gibt auch gar keinen Grund anzunehmen, dass die vollständige Geschichte die Begriffe "Glauben" und "Wunsch" enthält! Aber das heißt nicht, dass man daraus schließen sollte, dass es keine Glauben und Wünsche gibt! "weil"/Erklärung/Schiffer: Bsp Carla. Al ging nach Key West, weil er seine Schwester besuchen will. Diese wahre Aussage funktioniert unter diesen Umständen als eine Erklärung, wegen der Interessen und Annahmen, die Bob hatte, als er fragte. Dennoch kann man fragen, ob solche "weil"-Aussagen überhaupt analysierbar sind. Wahrscheinlich wurde nie eine Analyse gegeben. Das heißt aber nicht, dass nichts gesagt wurde.
Lösung: Kontrafaktisches Konditional: Al wäre nicht gegangen, wenn er nicht den Wunsch gehabt hätte...usw.
"weil"/Schiffer: ich bezweifle vor allem, dass die Kenntnis solcher "weil"-Tatsachen gesetzesartige Verallgemeinerungen verlangt.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsCeteris paribusVsCeteris paribus Bigelow Vs Verschiedene I 222
ceteris paribus/BigelowVsceteris paribus-Annahme/Qualifikation/qualifiziertes Gesetz/Ausnahmen/Bigelow/Pargetter: Variante: “wenn keine anderen Störungen vorliegen”: 1. Problem: das droht, ein Gesetz zu einer Tautologie werden zu lassen, die letztlich so lautet: „Dinge bewegen sich so und so, außer wenn sie es nicht tun“.
2. Problem: die Reichweite eines „qualifizierten“ Gesetzes droht so eng zu werden, daß nichts mehr darunter fällt.
Andererseits wird man sagen, daß ein Gesetz überhaupt keine positiven Instanzen hat, wenn man es strikt auffaßt. ((s) >Cartwright).
Lösung/Bigelow/Pargetter: man kann das Rätsel lösen, indem man versteht, wie Gesetze Modalitäten enthalten.
Def Gesetze/Gesetz/Bigelow/Pargetter: These sind Wahrheiten über Possibilia.
I 204
Eigenschaftstheorie/ Welteigenschaften/Terminologie/Bigelow/Pargetter: widersprüchliche Prädikate: entsprechen keinen Eigenschaften. Bsp rund und viereckig.
I 210
Zugänglichkeit: solche möglichen Welten (MöWe) sind dann nicht zugänglich für einander. Die eine ist vom Standpunkt der anderen nomisch unmöglich. VsEigenschaftstheorie/VsWelteigenschaften/Bigelow/Pargetter: auch diese Theorie ist dem Vorwurf der Zirkularität ausgesetzt, aber wir hoffen, den Einwand beheben zu können.
I 53
Determinables/Determinates/Johnson: stehen in engen logischen Relationen: eine D-ate zu haben impliziert (entails) die entsprechende D-able zu haben.
I 54
Aber nicht umgekehrt! Eine D-able zu haben verlangt nicht den Besitz einer bestimmten D-ate! Wohl aber irgendeiner D-ate aus dem Bereich. BigelowVsJohnson, W.E.: dieser konnte die Asymmetrie aber nicht erklären.
Lösung/Bigelow/Pargetter: Eigenschaften 2.Stufe.
Problem: unsere Theorie ist immer noch unvollständig!
Problem: zu erklären, warum Quantitäten graduell sind. Dabei geht es jetzt nicht darum, daß Gegenstände gleichzeitig gleich und verschieden sind.
neu: das Problem. daß wir außerdem noch genau sagen können, Bsp wie sehr sie sich unterscheiden. Oder Bsp daß zwei Massen sich ähnlicher sind, als zwei andere.
Platon: das löst Platon mit der Teilhabe.
Bigelow/Pargetter: wir versuchen eine andere Lösung.
Bigelow I 234
natürliche Notwendigkeit/Tractatus/Wittgenstein/Bigelow/Pargetter: dramatische Wendung Vsnatürliche Notwendigkeit! Auch später Wittgenstein.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990