Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 19 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bekanntschaft Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 120
Bekanntschaft/Chisholm: "epistemische Vertrautheit" ("epistemische Nähe") - auch ohne Bekanntschaft, per Informationsquelle. - Dann ist Wissen möglich, dass es sich um ein und denselben handelt, aus Bekanntschaft und aus Beschreibung.
II 125
"Epistemische Vertrautheit" nur in speziellen Fällen hinreichend: den rein referentiellen Fällen.
II 123
Referenz/Bekanntschaft/Beschreibung/BrandlVsChisholm: Problem: zweierlei Einzigkeitsrelation - das entspricht dem Problem, dass neben der referentiellen auch attributive Bezugnahme möglich ist.
II 124
BrandlVsChisholm: sein Irrtum liegt darin, das "Kennen" von Gegenständen mit einem Wissen gleichzusetzen, das wir auch auf rein sprachlichem Wege erwerben können
II 124.
Epistemisch nah/Chisholm: mehr Beziehungen zum Gegenstand - so erscheint er nur mir. - Auch Wissen, dass.. - BrandlVs: das ist aber auch nur theoretisches Wissen!
II 125
Nur in rein referentiellen Fällen ist epistemische Nähe hinreichend.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Bezug/Referenz Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 105f
Bezugnahme/Referenz/Brandl: durch Zeichen oder durch den Sprecher? Durch den Sprecher. - Strawson: dito also: der Gebrauch des Zeichens referiert, nicht das Zeichen. - Problem: Intentionalität müsste Zeichen erklären - BrandlVsChisholm: These: es ist zwecklos zu entscheiden, ob das Sprachliche oder das Psychische (Intentionalität) den Primat haben soll. - Gerichtetheit unverständlich, wenn Bezeichnung der Worte noch nicht eingeführt - Trennung der Bereiche würde entweder zum totalen Behaviorismus oder Psychologismus führen.
II 107
"Einheit" würde auch nichts erklären! - Auch hier gibt es die Frage nach dem Primat: entweder "Denken an" oder Sprechen über den Gegenstand - Lösung: verschiedene Arten von singulären Termini für verschiedene Arten der Referenz unterscheiden. - Aber nur eine Art Intentionalität.
II 108
Bereich/Russell: nichtsinguläre Propositionen sind immer auf einen Bereich von Gegenständen bezogen, nicht eindeutig. - Singuläre Propositionen: enthalten den Gegenstand als "echten Bestandteil" (durch Bekanntschaft) - QuineVsRussell: Verwechslung von Erwähnung/Gebrauch.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Dinge Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 257
res/Thomas von Aquin/Duns Scotus: "Ding", transzendental, konvertierbar mit dem Seienden (ens) - Brentano: Reismus (spät) Abstrakta, Universalien, Negationen, Sachverhalte, Formen, Fiktionen: keine Dinge. - - -
Simons I 2
Chisholm: These: (erscheinende) Dinge (appearances) ((s) alltägliche Dinge) sind logische Konstruktionen aus Objekten, für die der mereologische Essentialismus gilt. - Flux: Problem: sich verändernde Objekte dürfen nach der CEM nicht als mit sich identisch angesehen werden - Lösung/Chisholm: These: die tatsächlichen sind mereologisch konstant und die Erscheinungen wieder logische Konstruktionen aus unveränderlichen Objekten - VsChisholm: andere Lösung: Prozesse (mit zeitlichen Teilen) statt Gegenstände (continuants).
Simons I 120
Objekt/Ding/Gegenstand/Chisholm: These: "Mereologische Konstanz", Objekte im ursprünglichen Sinn: - entia per se: können sich nicht verändern. - Im abgeleiteten Sinn: entia per alio: unterliegen dem Flux, aber nur indem sie sukzessive durch verschiedene entia per se konstituiert sind, die sich in ihren Teilen unterscheiden.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Eigenschaften Castaneda
 
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Frank I 380f
Eigenschaften/CastanedaVsChisholm: 1. Dieser fasst Eigenschaften als Subjekte der Prädikation auf 2. Er quantifiziert über sie.
I 382
Das ist verheerend in deontologischen Kontexten - zu kompliziert bei kumulativen Zitaten.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Eigenschaften Chisholm
 
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I 20
Eigenschaften/Chisholm: Problem: Bsp ""französisch" ist nicht auf sich selbst anwendbar": hier kann man nicht sagen, dass es die Eigenschaft hat, nicht auf sich selbst... sonst Paradoxie - Lösung: "...hat nicht die Eigenschaft..." - nicht jedem Prädikat entspricht eine Eigenschaft - daher drückt auch nicht jeder Satz eine Proposition aus.
I 24
Eigenschaften/Chisholm: keine Konjunktionen: Bsp "weise und größer als dieser Mann" keine Eigenschaft - "Gegenüberwohnen" ist keine Eigenschaft.
I 170
Eigenschaften/Chisholm: "größer als" keine Eigenschaft, auch nicht "größer als z", usw. - kein prädikativer Ausdruck, der freie Variablen enthält, hat eine Eigenschaft als Bedeutung. - - -
Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 67
Eigenschaften/Chisholm: keine konjunktive Eig: Bsp e(denkend und (nichtdenkend oder denkend)) sei keine konjunktive Eigenschaft der Teileigenschaften von e(denkend) - Involvieren: a inv b gdw. b Teileigenschaft von a ist.
II 75
Synthetisch apriori/SauerVsChisholm: unter dem Gesichtspunkt der Eigenschaftsinklusion scheint es kein synthetisches Apriori zu geben - unter dem der Eigenschaftsexistenz kein analytisches Apriori - da Apriorizität Notwendigkeit impliziert, kann es dann, weil die Äquivalenz zwischen Notwendigkeit und Existenz in allen möglichen Welten besteht, gar kein Chisholmsches Apriori geben. - - -
Frank I 362
Eigenschaften/Chisholm: nicht-komparative Form grundlegend: man denkt, dass etwas rot ist, bevor man denkt, dass zwei Dinge gleichrot sind.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Epistemisch/ ontologisch Chisholm
 
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I 113
Epistemisch/Erwägen/Chisholm: - epistemische Begriffe: Bsp was ist vernünftiger? - Zurückhaltung? - Bsp wenn Agnostizismus nicht vernünftiger als Theismus, dann Theismus vernünftiger als Atheismus.
I 115
Epistemische Ebenen: mutmaßlich sich für etwas halten - akzeptabel sein - jenseits eines vernünftigen Zweifels - evident - gewiss - (auf Propositionen anzuwenden). - - -
Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 47 - 52
epistemische Begriffe/Chisholm: Grundbegriff: vernünftiger als, dann; akzeptierbar, gewiss, evident - SchrammVsChisholm: wenn objektiv vernünftiger, dann unabhängig von Subjekt, dann auch unabhängig vom Akzeptieren, sogar von Kenntnis usw! - Es muss auch zugelassen sein, dass das Subjekt dagegen handelt, dass es das Vernünftige nicht glaubt usw. - Sogar gegen Evidenz! - Lösung/Chisholm: Selbstpräsentation"faktuale Komponente": Subjekt stimmt zu - SchrammVs: Dilemma: a) bei objektiver Vernünftigkeit fehlt die faktuale Komponente - b) bei Zustimmung des Subjekts gehorchen die epistemischen Begriffe nicht der epistemischen Logik - Schramm: nur immer neues "vernünftiger".

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Essentialismus Chisholm
 
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Simons I 272
mereologischer Essentialismus/Chisholm/Simons: folgt aus seiner Festlegung auf mereologische Konstanz - SimonsVsChisholm - Chisholm: Bsp Tisch aus Stumpf + Platte - ein bestimmter Tisch kann nur aus diesem Stumpf und dieser Platte gebaut sein.
I 273
Superposition/Simons: der Teile garantiert also nicht die Existenz des Tischs (oder die Identität des Tischs mit der Summe) - das führt auch zur unterbrochenen Existenz, die Chisholm auch als Problem ansieht. - Es verpflichtet aber nur zur Annahme wesentlicher Teile - nicht auf Leim statt Nägel usw. - Simons These: es muss einen wesentlichen Teil geben.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Ethik Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 277
Ethik: das Kriterium darf die Richtigkeit der weitergehenden Zwecke nicht schon voraussetzen - daher Frage nach dem Endzweck. II 279 Endzweck/Moore/Brentano: Das Beste, was man tun kann" (Summe des Guten) - verlangt unmittelbare Evidenz - wir müssen vorher wissen, wie wir das Gute erkennen.
II 276
Ethik/Chisholm: intuitiver Zugang - Vs: obskure absolute Werte - Gegenstand von Wertprädikaten ist immer ein Sachverhalt.
II 286
Intrinsischer Wert: steht nur fest, wenn Widerspiegelung alles Guten und Schlechten in allen möglichen Welten bekannt - KollerVsChisholm: falsch, die Kriterien nur in den Zwecken zu suchen.
II 295
Pareto-Prinzip/stark/Ethik/Koller: immer der Zustand ist vorzuziehen, wo mindestens ein Individuum besser und niemand schlechter gestellt ist - Vs: das ist umstritten und nicht evident.
II 297
VsAltruismus: bei Knappheit der Mittel ist gegenseitiges Wohlwollen begrenzt - daher gibt es meist keine übereinstimmende Einschätzung von Situationen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Ethik Prior
 
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I 78
Ethik/Chisholm: Erfordernis: manche Situationen erfordern bestimmte Aktionen, auch wenn keine Person dafür eintritt. PriorVsChisholm: das Erfordernis ist aber nicht so in der Situation zu fixieren, wie eine Aussage aus einer Frage.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Extensionalität Simons
 
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Chisholm II 185
Extensionalität/Quine: Raumzeit-Punkte statt "dauerhafte Gegenstände" - SimonsVsQuine: Sprache ohne continuants (dauerhafte Ggst) nicht lernbar - Chisholm: wohl Zeit und Modalität, aber nicht zeitliche oder modale Teile: entweder a) Erscheinungen akzeptieren, Extensionalität ablehnen oder b) Erscheinungen ablehnen, Extensionalität für wirkliche dauerhafte Gegenstände fordern (> entia sukzessiva). SimonsVsChisholm: besser mit Aristoteles Dinge mit nichtnotwendigen Teilen annehmen: Bäume bestehen einfach aus Materie - mehr Evidenz als Wittgensteins Atome.
Simons I 3
Extensionalität/Simons: wenn sie zurückgewiesen wird, können mehr als ein Objekt exakt dieselben Teile haben und daher auch mehrere verschiedene Objekte zur selben Zeit am selben Ort sein - dann haben wir es mit continuants zu tun. continuant/Simons: alles, was kein Ereignis ist - (s.u.) alles was Masse haben kann.
I 11
CEM/Extensionalität/Simons: charakteristisches Merkmal: Relation "Teil-von-oder-identisch-mit": entspricht "kleiner-gleich"-Relation - Überlappen: kann als einziger Grundbegriff gebraucht werden - Grenzfall: Getrenntsein und Identität
I 105f
Teil/Vsextensionale Mereologie/Simons: 1. Ganzes manchmal nicht einer der eigenen Teile - 2. manchmal nicht transitiv - 3. Existenz von "Summen-Individuen" nicht immer garantiert - d.h. da die Axiome für Individuen, die einem beliebigen Prädikat gehorchen, falsch sind - 4. Identitätskriterien für Individuen, die alle Teile gemein haben, sind falsch. - I 106 5. liefert eine materialistische Ontologie vierdimensionaler Objekte - Teil/Simons: These: es gibt keine einheitliche Bedeutung von "Teil".
I 117
Extensionalität/Simons: wird mit der Zurückweisung des PPP (Proper Parts Principle) verlassen - PPP.
I 28
Proper Parts Principle/starkes/SSP/strong supplement-principle: wenn x nicht Teil von y ist, dann gibt es ein z, das Teil von x ist und von y getrennt ist - Lösung für Unterscheidung von Summe (Tib + Tail) und Ganzem (Prozess) Tibbles (Katze) - ((s) Intentionalität, intentionale Mereologie?) - Simons: Koinzidenz von Individuen: zeitweise ununterscheidbar (wahrnehmungsmäßig) - > Superposition: zur selben Zeit am selben Ort.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Handlungen Pauen
 
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V 282
Akteurskausalität/Chisholm/Pauen: (1978),(Im Anschluss an Kant): das Subjekt muss Urheber einer Kausalkette sein können. "Unbewegter Beweger" -" > Handlungsfreiheit. PauenVsChisholm: Problem: Erziehung und Vererbung sowie Wünsche und Bedürfnisse stellen die Autonomie in Frage.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Ich Chisholm
 
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I 23
Ich/Chisholm: Ich-sein ist keine Eigenschaft! - daraus folgt: falsch: "x hat notwendig die Eigenschaft, mit x identisch zu sein" - stattdessen: "notwendig gilt für jedes x...". - Es gibt keine Eigenschaft "mit x identisch zu sein".
I 41
Ich/Anscombe: das Ding, von deren Handlung diese Vorstellung einer Handlung eine Vorstellung ist usw. - ChisholmVsAnscombe: Anscombe erklärt Ich durch Demonstrativum.
I 43
ich/CastanedaVsChisholm: pro Propositionen der ersten Person als konkrete Dinge mit endlicher Existenz - nie möglich, fremde Ich-Propositionen auszudrücken oder zu erfassen.
I 46f
Ich/Selbst/Chisholm: es ist nicht sicher, dass jede Person ihr eigenes individuelles Wesen erfassen kann - emphatisches Reflexivum:/Chisholm: "er selbst" - die nichtemphatischen sind ein Sonderfall der emphatischen - Bsp es ist egal ob der Motor den Motor kontrolliert, oder der Motor sich selbst - hier keine nichtemphatischen Reflexiva möglich - aber Unterschied: Bsp ob der Doktor den Doktor behandelt oder der Doktor sich selbst - Unterschied, ob psychologische oder nichtpsychologische Prädikate anwendbar - wenn überhaupt psychologische möglich sind, dann nicht den "er-selbst"-Ausdruck als Sonderfall des gewöhnlichen Ausdrucks de re verstehen, sondern umgekehrt.
I 73
Ich/Russell/Chisholm: die Biographie, zu der dieses gehört - jetzt: die Zeit von diesem - hier: der Platz von diesem - jetzt/Chisholm: greift keine identifizierende Eigenschaft heraus, welche sollte das sein? - um auszudrücken, dass Gegenwart die einzige bestehende Zeit ist, braucht man "jetzt" oder ein Synonym - Zeit: Konjunktion von Ereignissen oder Sachverhalten
I 74
Ich/ChisholmVsAnscombe: versucht, ihren Gebrauch von "ich" durch ihren Gebrauch von "dieses" zu erklären ("Ich bin dieses Ding"). - Vs: damit kann sie aber meinen Gebrauch von "ich" nicht erklären - ChisholmVsAnscombe: wir brauchen keine Demonstrativa (wie Brentano: keine identifizierenden Eigenschaften) I 78 "Wir sind F"/Chisholm: nicht immer Konjunktion "ich bin F und Du bist F".
I 184
Ich/Eigenschaften/Chisholm: selbst wenn ich kein individuelles Wesen habe, sind einige meiner Eigenschaft für mich wesentlich: vielleicht mein Personsein.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Intensionen Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 379
Chisholm (laut Quine): Intensionales Vokabular ("Bedeutung", "denotieren", "synonym") nicht einfach durch andere Begriffe zu eliminieren. - Gavagai: Zustimmung nicht durch Kaninchen,sondern durch Glauben an Kaninchen (intensional!) QuineVsChisholm: Reize, nicht Glauben, (Reize sind nicht intensional).
I 381
Brentano: intensionale Ausdrücke sind nicht reduzierbar. (Quine dito) > Unbestimmtheit.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Quasi-Indikator Castaneda
 
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Frank I 163ff
Quasi-Indikator/Castaneda: bildet die fundamentale Rolle des Ich nur im Moment des Sprechakts - muss sich auf ein Antezedens beziehen: Peter glaubt, dass "er"...
I 165
These: "er*" usw. können nicht durch Indikatoren, auch nicht als Variablen oder Stellvertreter sing Term oder (Kennzeichnungen) ersetzt werden - These: (Fazit von "ER"): die Bezugnahme von "ich" ist eine logisch irreduzible Kategorie, die nur durch den überpersönlichen und transsituativen Quasi-Indikator "er" äquivalent abgebildet werden kann.
I 321
Quasi-Indikator/Castaneda: steht im Widerspruch zur klassischen Theorie der Propositionen: dass propositionale Einstellungen sich auf Propositionen beziehen. - ChisholmVs/LewisVs: mentale Zustände sind nicht primär auf Propositionen bezogen, sondern Relation zwischen Subjekt und einer Eigenschaft, die es sich direkt zuschreibt. - CastanedaVsChisholm: Attributionstheorie erklärt nicht hinreichend das explizite Selbstbewusstsein.
I 430ff
Quasi-Indikator Er/Castaneda/Perry* kann nicht durch Kennzeichnung oder Namen ersetzt werden, der nicht wieder einen Quasi-Indikator enthält - PerryVsCastaneda: der andere kann auch denken "er*, nämlich der andere..."
I 459ff
Quasi-Indikator/Castaneda: bildet die indexikalische Bezugnahme ab, er nimmt sie nicht vor. Er ist nicht gänzlich Stellvertreter, sondern in die Bezugnahme eingeschlossen.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Selbstzuschreibung Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 117
Chisholm Selbstzuschreibung/Fremdzuschreibung (indirekte Zuschreibung) - entspricht Russell: Wissen durch Bekanntschaft/bzw. durch Beschreibung - Chisholm: dann ist letztlich alles attributiver Bezug (wegen direkter Zuschreibung). - Patentlösung: dann besteht allein schon durch die Selbstzuschreibung eine Einzigkeitsrelation - wenn die Existenz des Gegenstands gesichert ist. - - -
Frank I 19ff
Selbstzuschreibung/Chisholm: ich kann mich sehr wohl bei der Interpretation irren.
Frank I 261ff
Selbstzuschreibung/VsChisholm: ein Kleinkind urteilt nicht zuerst, dass es die Mutter wiedererkennt und schreibt sich dann das Urteil selbst zu.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Synthetisches Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 60
Synthetisch: Existenzsatz/Kant: jedes Existentialurteil ist nach Kant synthetisch. synth. Urteile a priori/Kant: machen bedingte Existenzbehauptung. (> Analogien der Erfahrung) - ChisholmVs.
II 61
Synthetisch a priori/Kant: Bsp der Raum ist dreidimensional. - RiemannVs: dass der Raum dreidimensional ist, ist durch die Riemannsche Geometrie widerlegt. Synthetisch a priori/Chisholm: hängt davon ab, ob es nicht-analysierte Propositionen der Form Alle S sind P gibt. - Bsp Chisholm: Alles Quadratische ist gestaltbesitzend, alles Rote ist farbig, nichts Rotes ist grün. - Aber das ist nicht eindeutig: es gibt zwei Formen: a) Alle Menschen sind sterblich, b) Alle Menschen sind Nachkommen.
II 62
Chisholm: das ist formgleich mit den analytischen Propositionen. - KantVsChisholm: formverschieden.
II 72
Synthetisch a priori/Chisholm/Sauer: Problem: es gibt kein synthetisch a priori, wenn die Definition von "notwendig" lautet: p drückt eine nicht widerspruchsfrei negierbare Proposition aus. - Falsche Lösung: Notwendigkeit als bloße Inklusion (Erfassen von a schließt Erfassen von b ein) zu wählen, dann folgt ein Widerspruch: es wäre möglich, dass es eine und keine mögliche Welt gäbe, sodass non-p. - Grund: Bsp p drückt eine Inklusion aus, dann ist non-p widersprüchlich.
II 73
Synthetisch a priori/Chisholm/Sauer: Bsp (S) Alles Rote ist farbig: ist keine logische Wahrheit, weil nicht in jeder möglichen Welt rote Gegenstände existieren. - analytisch/Sauer: Problem: das gleiche passiert bei der Analytizität: aus der Tatsache, dass (A) "Alle Quadrate sind Rechtecke" analytisch ist, würde folgen, dass das in jeder möglichen Welt so ist, aber nicht aus dem einfachen Satz "Alle Quadrate sind Rechtecke". - ((s) Denn es gibt möglichen Welten ohne Quadrate.) - Vs: s.u.
II 74
Wenn "Alle Quadrate sind rechteckig" wahr ist, dann existiert die Eigenschaft des Quadratischseins.
II 76
Die Lehre vom synthetischen Apriori bei Kant ist VsEmpirismus. - Die Lehre vom analytischen Apriori ist VsRationalismus: allein durch konsistentes Denken zur Erkenntnis von Gegenständen zu kommen. - ((s) daraus folgt keine Existenz.)

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Terminologien Castaneda
 
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Frank I 325
Guise-Theorie/Castaneda: "Theorie ontologischer Gestaltungen". zieht aus dem semantischen Befund, dass private Bezugnahmen eine uneliminierbare Bedeutung haben (Nichtersetzbarkeit) und den Intensionalitätsbedingungen ontologische Konsequenzen. - Nicht zwischen Denken und Welt, sondern primärer Referent des Denkens. - Dann muss Privates nicht mehr aus dem Gegenstandsbereich ausgeschlossen werden. - Außerdem können Denken und Welt klassisch propositional strukturiert bleiben. (VsLewis/VsChisholm).
I 337f
"Doxastischer Akkusativ"/Castaneda: vermeidet Tatsachen als Gegenstände - Denkepisoden werden durch ihre Akkusative individuiert - Akkusativ: ein Attribut, nicht Ding.
I 386~
Doxastische Akkusative/Castaneda: Problem: reine Universalien sind zu weit weg, partikularisierte Eigenschaften oder Propositionen sind zu groß - Lösung: Guise-Theorie der Gestaltungen: Mittelweg: partikularisierte Eigenschaften, partikularisiert zu ganz dünnen, endlichen Individuen.
I 463ff
Gestaltung/Guise/CastanedaVsFrege: Konsubstantiation: Selbigkeit von Ödipus Vater und Ödipus Vorgänger auf dem Thron - VsFrege: jeder sing Term denotiert in jeder Verwendung einen Gegenstand - keine variierende Denotation - Gestaltungen sind eindimensional, nicht wie bei Frege - zweidimensional: sind Sinn und Gegenstand.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Veränderung Simons
 
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I 134
Veränderung/Ereignis/Simons: eigentlich können sich Ereignisse nicht verändern. - Ausnahmen: Bsp die Auseinandersetzung wurde hitziger. - Bsp die Hochzeit verlagerte sich ins Haus. - Lösung: in Wirklichkeit sprechen wir über die involvierten continuants.
I 135
Veränderung/Simons: die Veränderung einer Größe (vektoriell oder skalar, Bsp Beschleunigung) ist ein Maß einer Veränderung, nicht selbst eine Veränderung.
I 176
Veränderung/Simons: es ist aber der ganze continuant, nicht bloß ein Teil, der diese verschiedenen Eigenschaften hintereinander hat. Zuschreibung/Veränderung: daraus folgt, dass eine Zuschreibung von Eigenschaften an ein continuant normalerweise den Zeitpunkt mit angeben muss.
I 193
Teil/Veränderung/Flux/Wandel/SimonsVsChisholm: wenn von einem Tisch ein kleiner Teil abgeschnitten wird, dann ist das kein Tisch. ChisholmVsVs: doch: weil er schon vorher da war, muss er Tisch sein.
Lösung/Quine: von den vielen gleichzeitig verschlungenen Summen, die jede Tisch sein können, sollte nur das als Tisch zählen, was nicht in die anderen eingebettet ist. - "Tische sind so gemeint, dass sie sich gegenseitig ausschließen".

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Zuschreibung Strawson
 
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Frank I 641f
Fremdpsychisches/mentale Zustände/Strawson: man muss beides sein: Selbst- und Fremdzuschreiber - Rorty: Selbstzuschreibung ursprünglich auf Basis derselben Art von Beobachtung wie Fremdzuschreibung - WittgensteinVsRorty: Selbstzuschreibung ohne Anhaltspunkte. DavidsonVsRorty: zeigt nicht, dass die Zuschreibungen mit/ohne Anhaltspunkte dieselben Entitäten betreffen.
- - -
Strawson I 127
StrawsonVsChisholm: indirekte Zuschreibung von direkter Zuschreibung - ChisholmVsStrawson: umgekehrt. -
I 141
Zuschreibung/Kluft/Strawson: keine logische Kluft zwischen selbst- und Fremdzuschreibung - sonst verschwindet Depression - Lösung: spezieller Charakter der P-Prädikate: dass sie sowohl sich als auch anderen zugeschrieben werden.
I 142
Analogie: Zeichen auf Spielkarten identifizieren diese (Kriterium), aber Bedeutung im Spiel geht darüber hinaus.
I 144
Unterschied: Selbst-Zuschreibung nicht aufgrund von Beobachtung - aber Prädikate sind keine Lösung des Leib-Seele-Problems.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 22 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsChisholm Castaneda Vs Attributionstheorie
 
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Frank I 322
Attributionstheorie/Terminologie/Castaneda: sein Ausdruck für die Theorie von Chisholm/Lewis, Selbstzuschreibung. Theorie/Terminologie/Castaneda: vertritt die von ihm so genannte Dia Philosophie: alternative Theorien können gemeinsam weiterentwickelt werden.
CastanedaVsChisholm: VsAttributionstheorie: erklärt nicht hinreichend das explizite Selbstbewusstsein (SB).
I 323
"Unhaltbarer Fichteanismus": Fichte: kein Bewusstsein ohne Selbstbewusstsein.
I 329
Proposition/Glauben/Selbstzuschreibung/CastanedaVsAttributionstheorie/CastanedaVsLewis: 1. definiert Lewis die Glaubensobjekte extensional (aus Mengen).
Das verletzt Castanedas zweite Intensionalitätsbedingung für die Objekte von intentionalen Eistellungen. (s.o.).
Mögliche Welten (MöWe) sind aufgrund ihrer unendlichen Extension (unendlich viele mögliche Aspekte) ungeeignet als primäre Objekte des Glaubens und
Eigenschaften lassen sich nicht durch Mengen von Objekten individuieren, weil die Mengenbildung die Prädikation von Eigenschaften bereits voraussetzt. (>Individuation).
2. Lewis’ These, dass Selbstzuschreibung nur durch ein nicht propositionales Wissen zu erklären sei, hängt von der Prämisse ab, dass es keine indexikalischen oder auf Privates bezogenen Propositionen geben könnte.
CastanedaVsLewis: dafür fehlt aber eine überzeugende Begründung.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsChisholm Chisholm Vs Carnap, R.
 
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Carnap VIII 164
Pragmatik/ChisholmVsCarnap: seine Darstellung sei übervereinfacht. Carnap: dito. Ich habe mögliche Wirkungen der Unbestimmtheit außer acht gelassen, und auch tatsächliche Irrtümer des Sprechers. (>Radikale Interpretation, RI).
Chisholm: die Analyse kann durch den Begriff des Glaubens vereinfacht werden. Carnap pro.
Glauben/Pragmatik/Carnap: verlangt einen begrifflichen Rahmen der theoretischen Pragmatik.
Die Grundbegriffe der Pragmatik werden am besten nicht behavioristisch definiert, sondern als theoretische Konstruktionen in der theoretischen Sprache, eingeführt auf der Grundlage von Postulaten und durch Korrespondenzregeln mit der Beobachtungssprache verbunden.
Def Glauben/Church: Beziehung zwischen einer Person und einem Sachverhalt.
Def Glauben/Carnap: Beziehung zwischen einer Person und einer Aussage.
Dabei ist der Begriff von Church nichtpragmatisch: (Zustand, der nicht notwendig Sprache beinhaltet).
VIII 165
Es ist weder impliziert, daß die Person sich des Glaubens bewußt ist, noch ihn verbalisieren könnte. Carnap: bei der Aussage ist natürlich die Verbalisierbarkeit Bedingung. Dem entspricht das Für wahr Halten.
Der pragmatische Begriff der Intension dient der Verknüpfung von Churchschem Glauben, und Glauben einer Aussage.
II 68/69
Bedeutungspostulate/ChisholmVsCarnap: es gibt "keinen klaren Sinn", in dem ein solcher Satz sich auf Wörter und deren Gebrauch bezieht! SauerVsChisholm: der Einwand ist nicht schwerwiegend: Lösung: wenn
’(x) (Fx > Gx)’
ein Bedeutungspostulat in S ist, dann ist nicht von diesem Satz selbst auszugehen, sondern von
" ’(x)(Fx > GX)’ ist ein Bedeutungspostulat in S". Das ist eine Aussage über "F" und "G" in S.

Chisholm II 71
analytisch/Bedeutungspostulate/ChisholmVsCarnap: sichern nicht, daß die Festsetzung "Quadrat" bezeichnet Quadrat nicht bloß ad hoc und willkürlich ist.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Austin Vs Chisholm, R.M.
 
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Sellars I XVI
Unkorrigierbarkeit/AustinVsLewis, Cl.I./AustinVsChisholm: es ist falsch, zu glauben, dass Aussagen darüber, wie einem Sprecher etwas erscheint, von einem Irrtum ausgeschlossen sind! Man kann sich in Bezug auf seine eigenen Vorstellungen zwar nicht täuschen, aber bei der Beschreibung der eigenen Vorstellungen, Wiedererkennen und Erinnerungen können durchaus Fehler auftreten.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsChisholm Kant Vs Chisholm, R.M.
 
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Chisholm II 62
synth. apriori/Chisholm: Bsp Alles Quadratische ist gestaltbesitzend Alles Rote ist farbig
Nichts Rotes ist grün
formgleich mit den analytischen Propositionen.
KantVsChisholm: formverschieden!
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Putnam Vs Chisholm, R.M.
 
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IV 178
Ziff: Semantik, die „Intentionalität“ nicht als undefinierten Grundbegriff enthält. ChisholmVsZiff: eine solche „behavioristische“ Semantik ist unmöglich.
PutnamVsChisholm: selbst wenn das stimmte, wäre es irrelevant. Selbst wenn irgend einen semantische Theorie erfolgreich auf die menschliche Sprache anwendbar ist, muss gezeigt werden, warum sie nicht auf Maschinen anwendbar wäre.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsChisholm Rorty Vs Chisholm, R.M.
 
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Richard Rorty
Frank I 600
Empfindung/aboutness/RortyVsChisholm: eine Empfindung ist nicht "von" etwas! Auch nicht "von" etwas Rotem! - Gedanken wohl. innere Wahrnehmung/Rorty: zwar ist alles Mentale innerlich wahrnehmbar und umgekehrt.
Aber es ist kein Merkmal des Mentalen, dass z.B. die Wahrnehmung einer Magenverstimmung nicht als Fall innerer Wahrnehmung gilt, weil ja der Gegenstand physisch ist.
I 601
So können wir innere Wahrnehmung nur bestimmen, wenn wir zuvor den Begriff des Mentalen geklärt haben.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsChisholm Verschiedene Vs Chisholm, R.M. Chisholm I 169
Herbert HeidelbergerVsChisholm: scheitert beim Versuch, Meinungen der re mit Hilfe von Meinungen de dicto zu erklären: Bsp AG ein Tisch mit zwei Gegenständen, einer Schüssel und einem Korb. Ich werde nun aufgefordert, den wertvolleren der beiden wegzunehmen.
Ich halte den Korb für wertvoller.
Angenommen daß ich weiter weiß, daß beide Gegenstände nicht den gleichen Wert besitzen.
Aber anders als ich angenommen habe, ist in Wirklichkeit die Schüssel der wertvollere Gegenstand.
Heidelberger: da ich weiß, daß der wertvollere Gegenstand der wertvollere Gegenstand ist, muß ich nach Chisholms Erklärung der Meinung de re sowohl von der Schüssel als auch von dem Korb meinen, daß dieser Gegenstand der wertvollere sei.
Doch dann wären wir darüber hinaus gar nicht in der Lage zu erklären, warum nun der Korb und nicht die Schüssel wertvoller sein soll.
Heidelberger: es muß eine Erklärung für das eine Objekt geben, die nicht auf das andere Objekt anwendbar ist.
Chisholm: Heidelberger hat recht in Bezug auf meine frühere Theorie, meine jetzige löst das Problem jedoch: enge/weite Bedeutung.
I 170
Das Subjekt nimmt den Korb wahr und meint, es sei nicht nur der Korb sondern auch der wertvollere Gegenstand. "Der Korb ist so, daß das Subjekt ihn als ein Ding identifiziert, von dem es meint, es sei nicht nur der Korb, sondern auch der wertvollere Gegenstand."





Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Peacocke Vs Chisholm, R.M.
 
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I 119
konstitutive Rolle: Bsp von 'die Person, die die und die Erfahrungen und Gedanken hat': hier gibt es zwei mögliche Mißverständnisse:
1. Bsp bei Chisholm:
PeacockeVsChisholm: Verwechslung von Allgemeinem und Besonderem. Anscombe: 'ich bin dieses Ding hier': d.h. die Person, von deren Handlung diese Idee einer Handlung eine Idee ist usw.'
ChisholmVsAnscombe: das erklärt ihren Gebrauch der ersten Person, aber nicht meinen Gebrauch!
Peacocke: eine Unterscheidung Allgemeines/Einzelnes (partikular) ist bei unserer konstitutiven Rolle implizit.
Einzelnes: die besondere k. R. ist durch die bewussten Zustände einer Person zu einer bestimmten Zeit spezifiziert.
allgemein: die allgemeine k. R. kann man als die Funktion von Denkenden und Zeiten auf die assoziierten einzelnen konstitutiven Rollen angesehen werden.
PeacockeVsChisholm: Bsp so gibt es ein allgemeines Rezept für die verschiedenen einzelnen konstitutiven Rollen von [selbst] (Schreibweise) für die beiden Denker Anscombe und Chisholm. Dieses legt die allgemeine k. R. fest. Und das gilt auch für zwei Gedanken von Chisholm zu zwei verschiedenen Zeiten.


Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsChisholm Hintikka Vs Chisholm, R.M.
 
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I 197
Intentionalität/Hintikka: dass sie verschiedene Dimensionen hat, kann ich am besten in meiner Kritik HintikkaVsChisholm zeigen: Verschiedene Kriterien von Chisholm für Intentionalität stellen sich als Kriterien für verschiedene Dimensionen von Intentionalität heraus.
Terminologie: „referentielle Opazität“: so nennt Chisholm das Fehlschlagen der Substitutivität der Identität (SI).
Nichtextensionalität/Chisholm: so nennt er das Fehlschlagen der Substitutivität von Sätzen auf der Basis von geteilten WW. Diese ist für ihn kein Kriterium der Intentionalität, weil der Begriff der Notwendigkeit ebenso die Nichtextensionalität verletzt.
Intentionalität/Kriterien/Chisholm/Hintikka: zunächst betrachten wir die von Chisholms Kriterien, bei denen es um die Reihenfolge von Quantoren und intentionalen Operatoren geht: Das wird durch das Fehlschlagen folgender Implikationen gezeigt:
(1) a glaubt dass jedes Individuum F-t > von jedem Individuum glaubt a, dass es F-t.
(2) umgekehrt
Eine Formalisierung von (1) wäre
(3) Ba (x)F(x) > (x)(Ey) (x = y & Ba F(y))
(4) Formalisierung von (2) entsprechend umgekehrt.
I 198
HintikkaVsChisholm: seine Erklärungen der eigenen Kriterien sind nicht völlig klar. Chisholm: es kann sein, dass man fälschlicherweise von einer nicht vollständigen Menge von Dingen denkt, sie umfasse jedes Individuum, und umgekehrt, kann man fälschlich glauben, dass eine vollständige Menge nicht alle Individuen umfaßt.
MöWe-Semantik/Hintikka: ist klarer: (i) kann es Individuen geben, die nicht in der Glaubenswelt von jemand existieren
(ii) kann es Individuen in der Glaubenswelt von jemand geben, die nicht in der wirklichen Welt (WiWe) existieren.
HintikkaVsChisholm: er erkennt nicht, dass das Fehlschlagen von (1) und (2) in einer viel tieferen Weise geschehen kann:
Bsp die Werte der gebundenen Variablen seien Politiker in Kalifornien und Ich glaube, dass sie alle Juristen sind. Angenommen außerdem, dass ich keine Überzeugungen darüber habe, welche Politiker es dort sonst noch gibt, außer denen, die ich kenne. Insbesondere gibt es keine Menge von Politikern, von der ich glaube, dass sie die Klasse der Politiker erschöpft.
Frage: folgt daraus, dass ich glaube, dass jeder Politiker in Kalifornien ein Jurist ist? Nein, das folgt nicht daraus. ((s) Aus dem Fehlen einer Überzeugung kann man nicht auf eine Überzeugung über ein Fehlen schließen).
HintikkaVsChisholm: nach seinen Kriterien müsste es aber daraus folgen!
Lösung/Hintikka: es gibt eine Menge von Politikern, über die ich gar keine Meinung habe, ich bezweifle aber nicht ihre Existenz oder ihr Jurist sein. Die Frage, was ich über sie glaube, stellt sich gar nicht.
MöWe-Semantik/Hintikka: hier heißt das, dass es Elemente der WiWe gibt, die nicht durch irgendwelche Weltlinien mit meinen Glaubenswelten verknüpft sind.
Pointe: es bedeutet nicht, dass sie nicht in den Glaubenswelten existieren, sondern nur, dass die Frage ihrer Existenz oder Nichtexistenz dort nicht aufkommt.
Weltlinien: lassen sich in dem Fall nicht ausdehnen. :
Chisholm: beschränkt sich auf Nichtexistenz in doxastischen MöWe (Mögliche Welten, Glaubenswelten).
HintikkaVsChisholm: mir geht es dagegen um die Möglichkeit, Weltlinien zu ziehen, Und zwar hier von alternativen MöWe zurück zur wirklichen Welt („nach Hause“).
I 199
Intentionalität/Kriterien/Chisholm/Hintikka: seine Kriterien sind eine Mischung meiner Kriterien (b) (i), (ii) und (d) (i),(ii). Sie erhalten ihre Plausibilität aber eher aus (d) als aus (b). Nichtexistenz/Weltlinien/Definierbarkeit/HintikkaVsChisholm: das Zusammenbrechen von Weltlinien stellt einen viel tieferen Graben zwischen Möwe dar als Nichtexistenz.
Nichtexistenz/Hintikka: wird von zeitgenössischen Philosophen als viel entscheidend angesehen.
Def Intentionalität/Kriterien/Chisholm/Hintikka: nach Chisholm ist ein
Operator p intentional gdw. p(S) kontingent ist für jeden Wert von "S".
HintikkaVsChisholm: das ist unangemessen: danach gibt es überhaupt keine intentionalen Begriffe!
Bsp p = John glaubt, dass S = (S1 & ~S1).
D.h. damit ein Glaubensbegriff intentional ist, muss nach es Chisholm möglich sein, einen expliziten Widerspruch zu glauben.
Widerspruch/Hintikka: man kann nicht explizit einen Widerspruch glauben, nur implizit. ((s) > Cresswell: wenn man nicht versteht, welche Proposition von einem widersprüchlichen Satz ausgedrückt wird.)
Chisholm/Hintikka: meint sicher etwas anderes: selbst wenn John keine explizite Kontradiktion (S1 & ~ S1) glaubt, gibt es viele logisch äquivalente Sätze, die logisch falsch sind, die John aber glauben kann.
I 200
HintikkaVsChisholm: aber selbst dann wird sein Kriterium nicht erfüllt: denn dann ist es nicht mehr die Kontingenz von p(S), sondern das Fehlschlagen der logischen Äquivalenz, die die Substitutivität der Identität (SI) garantieren soll. SI/Hintikka: wenn sie aufgegeben wird, kann ich gleichzeitig die logische Falschheit von
(5) John glaubt, dass (S1 & ~S1)
behaupten und die Kontingenz von
(6) John glaubt dass S2
ebenfalls behaupten!
Intentionalität/HintikkaVsChisholm: wir brauchen dagegen einen Begriff von Intentionalität, der logische Allwissenheit ausschließt.
Def intentional/Hintikka: ist dann ein Begriff, gdw. logische Äquivalenz die SI nicht garantiert in einem Kontext, der von diesem Begriff regiert wird.
Proposition/Satz/HintikkaVsChishom: daher können wir nicht annehmen, dass wir Chisholms Kriterium retten können , indem wir Propositionen statt Sätze als Werte von „S“ annehmen, ((s) Denn Propositionen sind per definitionem verstandene Sätze und daher müsste John explizit widersprüchliche Überzeugungen haben, wenn wir ihm Propositionen zuschreiben.).
Lösung/Hintikka: logische Äquivalenz garantiert nicht mehr Substitutivität der Identität (SI).
Hintikka: diese korrigierte Variante von Chisholms Kriterium ((s) nur implizite Widersprüche glaubhaft, keine widersprüchlichen Propositionen) können wir weiter analysieren:
Äquivalenz/Hintikka: wir können zwischen solchen logischen Äquivalenzen unterscheiden, die SI in epistemischen Kontexten erlauben, und solchen, die es nicht tun. (>Lit, Hintikka 1974 Logic and language games). …+…

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsChisholm Skeptizismus Vs Chisholm, R.M.
 
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III 43
Selbstpräsentation/VsChisholm: Bsp Kopfweh-zu-haben-scheinen ist bei uns selbstpräsentierend. Skeptizismus/VsChisholm: könnte fragen: wie weißt Du, daß das Kopfweh-zu-haben-scheinen notwendigerweise so ist, daß , wenn Du es zu haben scheinst, auch evident ist, daß Du es zu haben scheinst?
mögliche Lösung/Chisholm: ein weiteres Merkmal F anführen, das alle solche Zustände gemeinsam haben. Das würde den Skeptiker freuen.
SkeptizismusVs: würde dann wiederum fragen: woher weißt Du, daß alle diese Fälle die Eigenschaft F haben?
Lösung/Chí: die Antwort ist eben: „Ich scheine,…“, „ich glaube…“, ich weiß,…daß Kopfweh-zu-haben-scheinen selbstpräsentierend ist“.
III 71
Axiom/SkeptizismusVsChisholm: woher weiß man, daß bestimmte Propositionen axiomatisch sind? Man kann nicht wissen, daß eine Proposition ein Axiom ist, ohne eine Erfahrung der Wahrheit dieser Proposition zu haben. ChisholmVsVs: diese Prämisse ist falsch.
III 72
Verallgemeinerungsthese/Skeptizismus/Chisholm:… . r. ist eine Proposition, die bewirkt, daß p die Bedingungen erfüllt, die in q angegeben sind.
Problem: wenn das wahr ist, weiß niemand etwas!
Fehler/ChisholmVsSkeptizismus: die Verallgemeinerungstheorie müßte ja auch q und r wiederum angewendet werden. Regreß.
SkeptizismusVsVs: mit deinem Einwand gegen mein allgemeines Prinzip setzt Du doch voraus, daß wir doch etwas wissen. (petitio principii).
ChisholmVs: aber indem Du Dein allgemeines Prinzip bejahst setzt Du voraus, daß wir gar nichts wissen, petitio principii.
Lösung/Chisholm: (VsSekptizismus, der sich auf ein ganzes Gebiet bezieht): wir haben in der Tat das fragliche Wissen, daher ist jede Theorie, die das Gegenteil impliziert, falsch.
VsChisholm Simons Vs Chisholm, R.M.
 
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Chisholm II 166
SimonsVsChisholm/SimonsVsBrentano: These: Chisholm hat von Brentano einen mereologischen Essentialismus geerbt, mit dem ich nicht übereinstimme. Ich werde aber diese Ideen benutzen, um eine leicht abweichende Interpretation von Wittgensteins Tractatus zu geben. Wittgenstein selbst war nicht so klar in bezug auf Tatsachen wie es scheint. Selbstkritik: Durcheinander von Tatsachen und Komplexen.
Zwischen dem späteren Wittgenstein und Brentano liegen Welten, aber es gibt Berührungen zwischen Brentano und dem Tractatus.
- - -
Simons I 1
Extensionale Mereologie/Simons: ist die klassische Theorie. Schreibweise: CEM.
Individuenkalkül/Leonard/Goodman: (40er Jahre): andere Name für die CEM. Das soll zum Ausdruck bringen, dass die Gegenstände der Teil-Ganzes-Relation zum niedrigsten logischen Typ gehören (alles Individuen sind, sowohl ein Ganzes als auch ein Teil sind Individuen).
VsCEM: 1. Behauptet die Existenz von Summen als Individuen, für deren Existenz wir außerhalb der Theorie keinerlei Hinweise haben.
Vs: 2. Die ganze Theorie ist für die meisten Dinge in unserem Leben gar nicht anwendbar.
Vs: 3. Die Logik der CEM hat nicht die Ressourcen, mit temporalen und modalen Begriffen umzugehen: Bsp zeitlicher Teil, wesentlicher Teil usw.
Simons: das sind alles externe Kritiken, es gibt aber eine interne Kritik: die erwächst aus der
Extensionale Mereologie: These: Objekte mit denselben Teilen sind identisch (analog zur Mengenlehre).
Problem:
1. Flux: Bsp Menschen haben verschiedene Teile zu verschiedenen Zeiten.
I 2
2. Modalität/extensionale Mereologie: Problem: Bsp ein Mensch könnte andere Teile haben, als er aktual hat und dennoch derselbe Mensch sein. (s) Die Extensionalität würde dann zusammen mit der Leibniz‘schen Identität verlangen, dass alle Teile wesentlich sind. Das führt zum:

Chisholm/Mereologischer Essentialismus/Simons: Chisholm vertritt den mereologischen Essentialismus: These: kein Objekt kann andere Teile haben, als es aktual hat.
Vs: Problem: zu erklären, wieso normale Gegenstände nicht modal starr (alle Teile wesentlich) sind.
Lösung/Chisholm: These: (erscheinende) Dinge (appearances) ((s) alltägliche Dinge) sind logische Konstruktionen aus Objekten, für die der mereologische Essentialismus gilt.
Flux/Mereologie/Simons: Problem/(s): sich verändernde Objekte dürfen nach der CEM nicht als mit sich identisch angesehen werden.
1.
Lösung/Chisholm: These: die tatsächlichen sind mereologisch konstant und die Erscheinungen wieder logische Konstruktionen aus unveränderlichen Objekten. SimonsVsChisholm: der Preis ist zu hoch.
2.
verbreitete Lösung: Ersetzung der normalen Dinge (continuants) durch Prozesse die ihrerseits zeitliche Teile haben.
SimonsVs: damit kann die Extensionalität nicht aufrechterhalten werden. Solche vierdimensionalen Objekte scheitern am modalen Argument.

CEM/Ereignis/Simons: im Fall von Ereignissen ist die extensionale Mereologie angebracht. Auch bei:
Klassen/Massen/Simons: das sind nicht-singuläre Objekte, für die die Extensionalität gilt.
Teil/Simons: ist mehrdeutig, je nachdem ob im Zusammenhang mit Individuen, Klassen oder Massen gebraucht.

Extensionalität/Mereologie/Simons: wenn Extensionalität zurückgewiesen wird, haben wir es mit continuants zu tun.
I 3
continuants/Simons: können im Flux sein. Extensionalität/Simons: wenn sie zurückgewiesen wir, können mehr als ein Objekt exakt dieselben Teile haben und daher auch mehrere verschiedene Objekte zur selben Zeit am selben Ort sein.
I 175
Zeitlicher Teil/continuants/Mereologie/SimonsVsalle/SimonsVsChisholm: These: auch continuants können zeitliche Teile haben! D.h. sie sind nicht mereologisch konstant, sondern mereologisch variabel. continuants/Simons: These: müssen auch nicht ununterbrochen existieren. Das liefert uns eine überraschende Lösung für das Problem des Schiffs des Theseus.
I 187
SimonsVsChisholm: wenn er recht hat, sind die meisten alltäglichen Dinge, einschließlich unseres Organismus, nur logische Konstruktionen.
I 188
strikte Verbindung/Getrenntheit/SimonsVsChisholm: das Kriterium für strikte Verbindung ist unglücklicherweise so, dass es impliziert, dass wenn x und y strikt verbunden sind, aber nicht in Kontakt stehen, sie dadurch getrennt werden können, dass ein drittes Objekt zwischen ihnen vorbeigeht, was nicht per se ein Wandel ist auch nicht in ihren direkten Relationen zu einander. Problem: wenn dieses Vorbeigehen nur sehr kurz ist, ist die Frage, ob die getrennte Summe der beiden, die durch das dritte Objekt ausgelöscht wurde, dieselbe ist, die wieder in die Existenz trit, wenn das dritte Objekt verschwunden ist. Wenn es dieselbe ist, haben wir eine unterbrochen existierende Summe.
Chisholm: er selbst stellt sich diese Frage an dem Bsp eine Burg aus Spielzeugsteinen wird abgerissen und aus denselben Steinen wieder aufgebaut.
I 189
Chisholm These: es ist ein Grund, mit der normalen Ontologie unzufrieden zu sein, weil sie gerade solche Beispiele ermöglich. SimonsVsChisholm: aber Chisholms eigene Begriffe haben uns gerade das vorige Beispiel ermöglicht.
Topologie/Simons: dennoch gibt es keinen Zweifel, dass es sinnvoll ist, topologische Begriffe wie Berühren oder im Innern von etwas sein, zur Mereologie hinzuzufügen.
I 192
Def Sukzession/Chisholm:
1.
x ist ein direkter a-Nachfolger von y zu t’ = Def (i) t beginnt nicht vor t’
(ii) x ist ein a zu t und y ist ein y zu t’
(iii) es gibt ein z so dass z ein Teil von x zu t ist und ein Teil von y zu t’ und in jedem Moment zwischen t’ und t einschließlich, ist z selbst ein a.
Simons: dabei wird es im Allgemeinen mehrere solche Teile geben. Wir wählen immer den größten.
w: sei dabei der gemeinsame Teil Bsp bei der Veränderung eines Tisches.
SimonsVsChisholm: Problem: w ist nicht immer ein Tisch!
ChisholmVsVs: behauptet, dass w sehr wohl ein Tisch sei: wenn wir einen kleinen Teil des Tischs wegschneiden bleibt immer noch ein Tisch über.
Problem: aber wenn das Ding das übrigbleibt, ein Tisch ist, weil es schon vorher dort war, dann war es ein Tisch, der ein echter Teil eines Tisches war!
I 193
SimonsVsChisholm: das Argument ist nicht gültig! Bsp Shakespeare Heinrich IV., Akt IV Szene V: Prinz Hal überlegt: wenn der König stirbt, werden wir immer noch einen König haben, (nämlich mich selbst, den Erben). Aber wenn diese Person ein König ist, dann, weil er früher schon da war, dann war er ein König, der der älteste Sohn eines Königs war. ((s) Widerspruch, weil dann zwei Könige gleichzeitig hätten da sein müssen).
Simons: dieser Punkt ist nicht neu und wurde schon von Wiggins und Quine (nicht VsChisholm) hervorgehoben.
I 194
Veränderung/Wandel/Teil/Sukzession/SimonsVsChisholm: es scheint, dass sie aber nicht kompatibel sind mit dem einfachen Fall, wo a gleichzeitig Teile gewinnt und verliert. Bsp dann sollte a+b ein A-Vorgänger von a+c und a+c ein A-Nachfolger von a+b sein. Aber das wird durch die Definitionen nicht erlaubt, außer wenn wir wissen, dass a die ganze Zeit ein A ist, so dass es a+b und a+c in einer Kette verbindet. Aber das wird meist nicht der Fall sein.
Und wenn es nicht der Fall ist, wird a überhaupt nie ein A sein!
SimonsVsChisholm: seine Definitionen funktionieren also nur, wenn er ein falsches Prinzip annimmt!
Sukzession/entia sukzessiva/SimonsVsChisholm: Problem: dass jedes der Dinge die “einstehen” sollen (für ein konstantes ens per se, um den Wandel zu erklären) selbst ein a im ursprünglichen Sinn sein soll (Bsp Tisch, Katze usw.) ist kontraintuitiv.
Lösung/Simons: das "ist" ist hier ein "ist" der Prädikation und nicht der Konstitution. (>Wiggins 1980, 30ff).
mereologische Konstanz/Simons: These: die meisten Dinge, von den wir Sachen prädizieren wie Bsp "ist ein Mensch" oder "ist ein Tisch" sind mereologisch konstant. Der Rest ist einfach lockere Redeweise und ein Spielen mit Identität.
Bsp wenn wir sagen, dass der Mann vor uns im letzten Jahr eine Menge Haare verloren hat, gebrauchen wir "Mann" sehr locker.
Chisholm: wir sollten strenggenommen sagen, dass der Mann, der heute für (stehen für) denselben sukzessiven Mann einsteht, weniger Haare hat als der Mann, der letztes Jahr für ihn einstand.
SimonsVsChisholm/WigginsVsChisholm: damit ist er gefährlich nahe am Vierdimensionalismus. Und zwar besonders wegen folgender These:
I 195
Einstehen für /stehen für/entia sukzessiva/Chisholm: These: das ist keine Relation eines Aggregats zu seinen Teilen. Sortalbegriff/Simons: die Frage ist, ob Sortalbegriffe, die an die Bedingungen geknüpft sind, die festlegen, was zu einer Zeit oder über die Zeit als ein Ding oder als mehrere Dinge einer Art zählen soll, eher auf mereologisch konstante Objekte (Chisholm) oder auf variable Objekte (Simons, Wiggins) anwendbar sind.
SimonsVsChisholm: seine These hat zur Folge dass die meisten Menschen meist ihre meisten Begriffe falsch gebrauchen, wenn das dann nicht überhaupt immer der Fall ist.
I 208
Person/Körper/unterbrochene Existenz/Identität/Mereologie/Chisholm/Simons: unsere Theorie ist am Ende gar nicht so verschieden von der von Chisholm, außer dass wir nicht Materie-Konstanz als „streng und philosophisch“ annehmen und diese einem alltagssprachlichen Gebrauch von Konstanz gegenüberstellen. SimonsVsChisholm: Vorteil: wir können zeigen, wie der aktuale Gebrauch von „Schiff“ mit versteckten Tendenzen zusammenhängt, ihn im Sinne von „materie-konstantes Schiff“ zu gebrauchen.
Schiff des Theseus/SimonsVsChisholm: wir sind nicht zu mereologischem Essentialismus verpflichtet.
Ein materie-konstantes Schiff ist letztlich ein Schiff! D.h. es ist gebrauchsfähig!
unterbrochene Existenz/Substrat/Simons: es muss ein Substrat geben, das die Identifikation über die Lücke hinweg erlaubt.
- - -
I 274
SimonsVsChisholm: nach seinem Prinzip gibt es gar kein echtes Objekt, das ein Tisch ist, denn dieser kann ständig seine Mikrostruktur ändern ((s) Atome gewinnen oder verlieren). Chisholm/Simons: damit ist Chisholm aber nicht der geringste Widerspruch nachgewiesen.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Castaneda Vs Chisholm, R.M.
 
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Chisholm I 43
CastanedaVsChisholm: Propositionen der 1. Person sind bei ihm nicht abstrakte (ewige) Gegenstände, sondern kontingente Dinge. Sie hören auf zu existieren, wenn die Person x aufhört zu existieren. - - -
Frank I 330
Selbstzuschreibung/Chisholm: knüpft an Lewis an. In jeder Fremdzuschreibung ist eine Selbstreferenz enthalten (implizit).
I 331
Bewusstsein/CastanedaVsChisholm: jeder bezieht sich zunächst auf seine eigene Welt, (pro Chisholm), daraus ergibt sich aber nicht die Notwendigkeit, dass jedes Bewusstsein und jeder Gedanke explizit selbstbewusst ist. (CastanedaVsFichte). Die Ich Perspektive ist eben nur implizit in einem nicht reflexiven Bewusstsein enthalten.
Von diesem Bewusstsein unterscheidet sich aber eine explizites Selbstbewusstsein, wenn man darunter bewussten expliziten Selbstbezug versteht.
Selbstzuschreibung/CastanedaVsChisholm: wenn alles Bewusstsein direkte Zuschreibung beinhaltet, also auch ein ich loses, rein weltzugewandtes Bewusstsein, dann kann die Direktattribution nur ein rein objektives Selbstverhältnis ausdrücken und deshalb Selbstbewusstsein nicht erklären.
Wenn Chisholm darauf hinweist, dass die Reflexion noch hinzukommen muss argumentiert er zirkulär, denn dieses Selbstbewusstsein sollte ja gerade durch die Selbstzuschreibung erklärt werden.
I 332
Reflexion/Selbstbewusstsein/ChisholmVsCastaneda/Grundmann: das trifft nicht den Kern von Chisholms Argumentation: dieser würde nämlich die Unterstellung, dass in der Selbstzuschreibung nur ein rein externer oder objektiver Selbstbezug artikuliert wird, zurückweisen. Externer Selbstbezug: äußerst selten. Bsp Mach, Omnibus (s.o.).
Selbstzuschreibung/Chisholm: bezeichnet implizites Selbstbewusstsein.
VsChisholm: allerdings gelingt es ihm nicht, die Überführung vom impliziten in explizites Selbstbewusstsein (SB) zu erklären.
Reduktion/CastanedaVsChisholm: nach Chisholm läßt sich die Verwendung aller Indikatoren auf solche der ersten Person zurückführen.
Bsp das Subjekt schreibt sich die Eigenschaft zu, seine Aufmerksamkeit auf ein Buch zu richten und schreibt diesem Buch indirekt die Eigenschaft zu, geistreich und spannend zu sein.
I 333
Konsubstantiation/CastanedaVsChisholm: die Tätigkeit des Richtens der Aufmerksamkeit ist in einem feststellenden Satz nur konsubstantiiert (implizit). Demnach ist der intentionale Akt nicht Teil des demonstrativen Gedankens.
I 338
Attributionstheorie/CastanedaVsLewis/CastanedaVsChisholm: sollte nicht monolithisch sein: man muss zwischen prop Einst und Praktitionen unterscheiden: "gemischte Konditionale: Bsp die Intention, das Fenster zuschließen, wenn ich die Tür öffne, ist verschieden von der Intention, die Tür zu öffnen, wenn ich das Fenster schließe.
I 375
Bewusstsein/Zuschreibungstheorie/CastanedaVsChisholm: Problem: Unterscheidung zwischen reflektivem und nicht reflektivem Bewusstsein. Das ist eine semantisch pragmatische Unterscheidung zwischen Gedankeninhalten und sie kollidiert mit Chisholms Einheitssyntax.
Fra I 380
Eigenschaften/CastanedaVsChisholm: 1.faßt Eigenschaften als Subjekte der Prädikation auf 2. quantifiziert über sie verheerend in deontologischen Kontexten zu kompliziert bei kumulativen Zitaten.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsChisholm Lycan Vs Chisholm, R.M.
 
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Cresswell II 183
Selbstzuschreibung/Boer/LycanVsLewis/LycanVsChisholm: (Boer/Lycan (1980, 445) der Begriff ist alles andere als klar. Selbstreferenz/Lakoff/Cresswell: (Lakoff 1972, 639): Bsp „Ich träumte ich wäre Brigitte Bardot und ich küßte mich“. (Stechow 1982, 43-45).

Lyc I
W. G. Lycan
Modality and Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsChisholm Nominalismus Vs Chisholm, R.M.
 
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Frank I 260
Universalien/VsChisholm/Heckmann: dieser vertritt einen extremen platonischen Universalienrealismus. Damit bringt er sich in einen Gegensatz sowohl zum moderaten aristotelischen Universalienrealismus, als auch zum ontologischen Nominalismus.
I 261
Begriffe/Nominalismus/Chisholm/Heckmann: Chisholm ist nicht nur im Gegensatz zum ontologischen, sondern auch zum konzeptuellen (Begriffs )Nominalismus: was heißt es überhaupt, "Begriffe zu haben"? Doch sicher, die Bedeutung von Prädikaten zu kennen. NominalismusVsChisholm: das ist aber kein wie auch immer gearteter Zugang zu Universalin, man ist nicht mit einem Universale bekannt, das man zuerst denkt und dann mit einem Prädikat zum Ausdruck bringt.
Vielmehr kann derjenige, der die Bedeutung des Prädikats kennt, es regelkonform gebrauchen.
I 262
Nominalismus/Gebrauchstheorie/VsChisholm: die Bedeutung von Prädikaten und Sätzen läßt sich nicht mentalistisch (durch Rückgriff auf intentionale Leistungen) explizieren (Humpty Dumpty). MentalismusVsNominalismus/Chisholm: alles Semantische hat im Denken seinen Ursprung.
direkte Zuschreibung/Attributionstheorie/VsChisholm: Bsp ein Kleinkind erkennt die Mutter wieder, aber nicht, indem es zunächst urteilt, dass es die Mutter wiedererkennt und sich diesen Zustand dann selbst zuschreibt. (Chisholm: muss eigentlich annehmen, dass die Mutter nur indirektes Objekt der Zuschreibung ist).
I 263
Bewusstsein/Chisholm: entsteht in einem Akt des direkten Erwägens einer selbst präsentierenden Eigenschaft. VsChisholm: das läßt einen fundamentalen Zug jeglichen Bewusstseins aus, bzw. kann ihn nicht verständlich machen: die Selbsterschlossenheit der Selbst Durchsichtigkeit des Bewusstseins. Bewusstsein sei, wann immer es auftritt, mit sich selbst bekannt und vertraut, und zwar auf eine präreflexive und irreflexive Weise. (Frank, >Sartre).
Bsp ich haben unmittelbare Kenntnis von meinem Schmerz, nicht erst durch Reflexion und anschließender direkter Zuschreibung. (Das wäre höherstufig).
Bewusstsein/HeckmannVsChisholm: zwischen dem selbst präsentierenden und dem selbst präsentierten gib es noch ein Drittes: das Selbst Präsente: das durch prä attributives Wissen immer schon erschlossene, Vertraute und Bekannte. (>Hintergrund).

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsChisholm Meixner Vs Chisholm, R.M.
 
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I 49
Def continuant/Kontinuante/Meixner: zeitlich dauernde, singuläre Individuen, die höchstens räumliche Teile haben. Keine zeitlichen Teile! Deshalb keine Akzidentia. zeitliche Teile/Meixner: viele Individuen haben aber zeitliche Teile, die Akzidentia!
Individuum/moderne Ontologie/Meixner: (VsChisholm?) viele moderne Ontologen vertreten aber die These, dass alle existenten Individuen zeitlich Teile haben. Danach ist ein materielles Individuum nicht zur nicht zur selben Zeit an zwei verschiedenen Orten, sondern auch nicht als ein Ganzes zu verschiedenen Zeiten am selben Ort! ((s) Das Individuum ändert sich dann ständig, von Zeitpunkt zu Zeitpunkt, d.h. es ist nicht dasselbe in zwei aufeinanderfolgenden Momenten. (>Lewis: "fragil").).
"Vierdimensionalismus"/Meixner: die These, dass Individuen aus drei räumlichen und einer zeitlichen Dimension bestehen. MeixnerVs.
Unabhängig von Dimensionen kann man auch sagen: alle Individuen haben raumzeitliche Teile, das gilt in jedem Bezugssystem! Und in jedem BS lassen sich raumzeitliche Teile wiederum in räumliche und zeitliche zerlegen.
I 49/50
Relativitätstheorie: legt den Vierdimensionalismus bloß nahe, impliziert ihn aber keineswegs! zeitliche Teile/Meixner: wir als Individuen haben keine zeitlichen Teile! nur unsere Lebensgeschichten haben zeitliche Teile.
Wir sagen nicht "er erstreckte sich von..bis", sondern "er lebte von..bis.."
Wir sagen nicht "eine frühere Phase von mir war Handwerker"; sondern "in einer früheren Phase meines Lebens war ich Handwerker"
Wenn wir sterben, sterben wir als ganze Individuen, Es stirbt nicht nur die letzte zeitliche Phase.
Bsp der Gegenstand X existiert zu t1 und ist F. Das ist aber keine Identität von X und F, sondern die Exemplifikation von F durch X.
((s) haben/sein: haben einer Eigenschaft ist nicht Identität mit der Eigenschaft.)
Und X existiere auch zu t2, aber nicht F.
VsMeixner: Wenn nun der Dreidimensionalismus richtig wäre, dann wären beide, X zu t1 und X zu t2 mit X identisch. Folglich wären X zu t1 und X zu t2 miteinander identisch!
Sie sind aber nicht miteinander identisch, denn einmal ist X F, das andere Mal nicht F.
MeixnerVs: Lösung: aus der Annahme des Dreidimensionalismus folgt nicht, dass X mit
X zu t1 oder X zu t2 identisch wäre! Zwar ist X als Individuum als ein Ganzes anwesend, aber er ist sowohl von X zu t1 als auch von X zu t2 verschieden, denn diese Entitäten existieren anders als X nicht zu mehreren Zeitpunkten.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsChisholm Simons Vs Essentialismus
 
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I 272
mereologischer Essentialismus/Chisholm/Simons: entwaffnend einfaches Beispiel von Chisholm: (1976,146) Bsp ein Tisch sei aus einem Stumpf und einer Platte gebildet. Er ist nur derselbe Tisch, wenn beides dasselbe bleibt.
Chisholm: daher sollte es scheinen, dass ein bestimmter Tisch notwendig aus dieser Platte und diesem Stumpf gebaut ist.
Simons: dies ist das einzige Beispiel aus "Person and Object".
I 273
So wie es dasteht ist es in der Tat überzeugend. a: Stumpf, b: Platte, c: der resultierende Tisch:
N(E!c > (t)[Ext c > a ≤≤t c u b ≤≤t c])
alltagssprachliche Übersetzung/logische Form/(s) : "(t)[E Ext a...": "zu allen Zeiten, zu denen", "immer wenn es ein c gibt.. " – "N(E!c > …”:ein c muss....”… - "N(E!c > (t)[Ext c ..." "ein c muss immer...".
Simons: anders als die Summe, die auch existieren würde, wenn Platte und Stumpf nicht verbunden wären, kann der Tisch nur existieren, wenn beide verbunden sind.
Superposition/Simons: der Teile garantiert also nicht die Existenz des Tischs (oder die Identität des Tischs mit der Summe)!
I 275
SimonsVsEssentialismus: dass Bsp der Motor eines Autos ein bestimmter Motor sein muss ist nicht so klar. Hier gibt es Raum für Vagheit und Konvention. Pro Essentialismus: klarer Fall: Bsp ein Atom muss diese bestimmten Protonen haben, sonst ist es ein anderen Atom.
I 276
(...) Chisholm pro Essentialismus: >Sorites (...)
SimonsVsChisholm/SimonsVsEssentialismus: unser alltagssprachliches Begriffsschema liefert keine solchen Identitätsbedingungen und Existenzbedingungen für normale Objekte (Dinge, Gegenstände) so dass sie beim geringsten Wandel nicht weiter existieren könnten.
I 278
Die meisten Objekte der Naturwissenschaften Bsp Sterne, Planeten, Organismen, Vulkane sind so, dass sie beides sind: natürliche Gegenstände oder Ganze und gleichzeitig mereologisch variabel, so dass es einen Mittelweg: gegen könnte zwischen Chisholms extremem Essentialismus und der Position, dass die Teile eines Objekts bloß willkürlich oder konventionell bestimmt wären:
Simons: These: man könnte ein „natürlich zusammengesetztes Objekt“ (naturally unified object) annehmen. (s.u.: "Normale Art", "Normales Ding", "Normales Musikstück").
- - -
I 338
Verbindung/Whitehead: (s.o. WD5’) Individuen sind verbunden, wenn sie eine binäre Summe haben. Zusammen mit Tiles’ Definition ist dann in Whiteheads System jedes Individuum selbst-verbunden, das entspricht seiner Intention. SimonsVsExtensionalität: das alles widerlegt nicht die Argumente VsCEM: Systeme die die Existenz von Summen und kleinsten oberen Schranken (koS) beschränken, aber dennoch extensional bleiben, sind immer noch zu stark um als allgemeine Theorien für Teil und Ganzes fungieren zu können. (Sie sind dennoch nützlich).
Charakteristische Relation/Ganzes/Simons: Kontinuität ist nur eine charakteristische Relation unter vielen. Einige mögen unwichtig sein, aber man sollte keine a priori ausschließen.
Bsp die politischen Relationen zwischen Alaska und dem Rest der USA überwiegen die räumliche Kontinuität mit Kanada.
Kontinuität: hilft aber, diskontinuierliche Summen auszuschließen. Bsp Summen von Chemikalien mehrerer Organismen.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsChisholm Castaneda Vs Fichte, J.G.
 
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Frank I 211
Erfahrung/CastanedaVsFichte: müssen nicht zu Ichen gehören! Aber wenn sie das trotzdem tun, so so setzt die Integration im Ich die Einheit der in seinem Besitz befindlichen Erfahrung voraus! Ebenso CastanedaVsKant: gegen die Rolle der Apperzeption, statt dessen: umgekehrt!
Fichte: verlangt, dass die Einheit des Bewusstseinsinhalte sich von oben herab, von dem erfahrend sich erfahrenden Selbst her auf die Gehalte überträgt, die zum Nicht Selbst gehören.
Castaneda: das widerspricht den Tatsachen der Erfahrung und verhindert eine Erklärung des tierischen Bewusstseins.
VsFichte: ungerechtfertigte Vermischung externer und interner Reflexivität!
I 239
Bewusstsein/Kumulation/Subsumtion/Castaneda: wenn man von der subsumtiven Natur des Bewusstseins ausgeht, können die niederen Ebenen unabhängig von den höheren existieren. CastanedaVsFichte: nicht jedes Bewusstsein ist Selbstbewusstsein.
Das ist die anti idealistische Naturalisierung des Bewusstseins.
Die Einheit einer Bewusstseinsepisode ist nicht erklärbar, weil dieses Bewusstsein zu einem Selbst oder Ich gehört.
In der Tat setzt die Einheit der Erfahrung in einem Ich die Einheit jeden Bewusstseinsinhalts voraus! D.h.
Wenn eine Bewusstseinsepisode intern einem Ich zugehört, dann ist die Einheit jenes Bewusstseins ein Element bei der Konstitution dieser Zugehörigkeit, also ist sie eine interne Voraussetzung der Existenz des betreffenden Ich.
Castaneda: trotzdem ist Fichtes Ansicht immer noch weit verbreitet, sogar unter anti cartesischen Philosophen der Gegenwart.
Bewusstsein/Fichte: "Wissenschaftslehre nova methoda, 1798, 1982,S. 34 "Alles Bewusstsein ist Begleitet von einem unmittelbaren Selbstbewusstsein"...
- - -
I 244
Wahrnehmung/Physiologie/Castaneda: in komplexen Fällen entsteht aus feinabgestimmter Anpassung eine Art physikalisches blindes Überwachen (monitoring). Das schließt so etwas wie die Darstellung von Reizgraden ein. Das funktioniert auch ohne die Emergenz von Vergegenwärtigungen des Überwachens selbst.
VsFichte: dann würde Bewusstsein ohne Selbstbewusstsein (SB) existieren.
Natürlich kann es Aufzeichnungssysteme geben. Dieses Aufzeichnen ist aber nicht mit SB identisch.
Fra I 331
Bewusstsein/CastanedaVsChisholm: jeder bezieht sich zunächst auf seine eigene Welt, (pro Chisholm), daraus ergibt sich aber nicht die Notwendigkeit, dass jedes Bewusstsein und jeder Gedanke explizit selbstbewusst ist. (CastanedaVsFichte). Die Ich Perspektive ist eben nur implizit in einem nicht reflexiven Bewusstsein enthalten.
Von diesem Bewusstsein unterscheidet sich aber eine explizites Selbstbewusstsein, wenn man darunter bewussten expliziten Selbstbezug versteht.
Selbstbewusstsein/CastanedaVsFichte: ist nur ein Sonderfall von Bewusstsein, es ist nicht in jeder Bewusstseinsepisode präsent. Bsp rein sensitives Bewusstsein, Bsp kognitiv, aber nicht selbstbewusst (>Bsp Friedrich schaut den Bienen zu). Nicht nur entwicklungsgeschichtlich unterschieden, sondern auch beim Erwachsenen.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsChisholm Chisholm Vs Kant, I.
 
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II 57
analytisch/synthetisch/Chisholm: enger an Kant als die meisten. Auch synthetisch a priori: Chisholm pro.
II 58
Aber in Bezug auf die Form der Sätze, in denen s.A. auftreten kann: VsKant: sehr verschiedener ontologischer Rahmen.
Inhalt:
I. Unterscheidung synth/anal. II. Eigenschaftstheorie
III. Involvierung von Eigenschaften (bei analyt. Urteilen) ChisholmVs sprachbezogene Auffassung
IV. Eigenschaftsinklusion und Eigenschaftsexistenz. Ergebnis:
SauerVsChisholm: These: durch Chisholms Eigenschaftstheorie scheint weder eine Konzeption des s.A. noch eine der Analytizität fundierbar zu sein.
II 60/61
synthetisches Apriori/Chisholm: hängt davon ab, ob es nichtanalytische Propositionen a priori der Form "Alles was S ist ist P" gibt. synth. apriori/VsKant: dieser führt als Bsp an: "der Raum ist dreidimensional" Das ist aber von Riemann widerlegt. Kants Kriterium der "strengen Allgemeinheit" kann daher nicht die Form "Alle S sind P" implizieren.
II 62
synth. apriori/ChishomVsKant: vielmehr phänomenologisch als bei Kant, der in verhängnisvoller Eingeschränktheit das materiale (synthetische) Apriori übersehen habe. Husserl: "kontingentes Apriori" (Bsp Farbsätze).
II 76 analytisch/synthetisch/Kant/Sauer. bei Kant dient die Unterscheidung nur der Vorbereitung der Frage: "wie sind synthetische Urteile a priori möglich?" Also die Frage nach dem "Dritten", worauf sich der Verstand stützt und das Prädikat, das nicht im Begriff des Subjekts liegt, doch als zugehörig zu erkennen.
ChisholmVsKant: fragt dagegen, wie Vernunftwahrheiten apriorische Propositionen möglich seien.
I 77
SauerVsChisholm: es ist nicht recht zu sehen worin die spezifische Signifikanz eines s.A. liegen soll, wie er es konzipiert.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Stalnaker Vs Mögliche Welten
 
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I 49
Mögliche Welt /MöWe/Wissen/Mathematik/StalnakerVsLewis/Stalnaker: ich bin geneigt zu sagen, dass die MöWe-Theorie Annahmen über die Natur ihrer Objekte macht, die - anders als die entsprechenden Annahmen des mathematischen Platonismus – unverträglich sind mit der Darstellung der Verbindung zwischen den Wissenssubjekten und ihren Objekten im Fall der MöWe. MöWe/MR/Vsmodaler Realismus/Wissen/Verifikationismus/StalnakerVsLewis: der modale Realist kann keine verifikationistischen Prinzipien für das, was er sein Wissen nennt, anführen.
Fazit: Problem: der MR kann nicht auf der einen Seite sagen, dass MöWe Dinge von der selben Art sind wie die aktuale Welt (kontingente physikalische Objekte) und auf der anderen Seite sagen, MöWe seien Dinge, von denen wir auf dieselbe Art wissen, wie von Zahlen, Mengen Funktionen. ((s) Nämlich keine real existierenden Dinge).
I 53
StalnakerVsLewis: er widerspricht sich selbst, weil seine andere These über MöWe über die wir substantielle Überzeugungen haben können, seiner Definition von Inhalt (s.o.) widerspricht.
I 58
Widerspruch/Lewis: es gibt keinen Gegenstand, wie phantastisch auch immer, über den man die Wahrheit sagen könnte, indem man sich selbst widerspricht. Fußnote:
Takashi YagisawaVsLewis: warum nicht? Was sollte man denn sonst erwarten? Unmögliche Dinge sind unmöglich.
- - -
II 20
Glaubenszuschreibung/Lösung/Stalnaker: ich frage immer, wie die MöWe wäre, entsprechend dem, was der Glaubende glaubt. Bsp Pierre: für ihn gibt es zwei Städte (Londres und London)
Bsp Lingens in der Bibliothek: für ihn gibt es zwei Männer, eine namens „Lingens“, über den der andere etwas liest.
Relationstheorie/RelTh/Stalnaker: das kann man mit der Annahme versöhnen, dass Propositionen die Glaubensobjekte sind. (Lager: Stalnaker pro Relationstheorie? (1999))
Index/Glauben/Stalnaker: dennoch glaube ich, dass Überzeugungen in irreduzibles indexikalisches Element haben.
Lösung/Lewis: Mengen von zentrierten MöWe als Glaubensobjekte.
StalnakerVsLewis: ich habe zwar zugestanden, dass solche MöWe dann eine Repräsentation des mentalen Zustands des Glaubenden enthalten.
Aber darum geht es nicht! Es ist nicht hinreichend, dass MöWe, die kompatibel sind mit jemandes Überzeugungen dann eine Person enthalten, die diese Überzeugungen hat (> Bsp Lingens), der Glaubende muss sich selbst mit der Person identifizieren, die diesen Gedanken hat!
Proposition/Identifikation/Selbstidentifikation/Stalnaker: ich behaupte nicht, dass diese Identifizierung durch den Glauben an eine Proposition erfüllt wird.
Ich denke jetzt, dass es dabei überhaupt nicht um irgendeine Art kognitiver Leistung geht.
Indexikalische Überzeugung/Stalnaker: (Bsp Perry: Gedächtnisverlust, Bibliothek, Bsp Lewis: 2 Götter (2 allwissende Götter, Bsp Castaneda: Gedächtnisverlust): indexikalisches Nichtwissen.
Stalnaker: These: die Leute unterscheiden sich nicht darin, was sie glauben.
II 21
Bsp O Leary weiß, dass er im Keller ist und dass Daniels in der Küche ist. Und Daniels weiß dasselbe: dass er in der Küche ist und O’Leary im Keller. Jeder weil wer und wo er selbst ist und wer und wo der andere ist. Die MöWe, die mit den Überzeugungen der beiden kompatibel sind, sind dieselben. Sie streiten sich über nichts.
Dennoch gibt es einen offensichtlichen Unterschied ihrer doxastischen Situation: O’Leary identifiziert sich selbst mit dem im Keller und Daniels identifiziert sich selbst als denjenigen, der in der Küche ist.
MöWe-Semantik/StalnakerVsMöWe-Semantik/Stalnaker: dieser Unterschied in den Glaubenszuständen der beiden wird durch eine Menge von MöWe als Glaubenszustand nicht reflektiert.
Lösung/Lewis: Selbstzuschreibung von Eigenschaften, oder - äquivalent dazu – Mengen zentrierter MöWe.
StalnakerVsLewis: das möchte ich nicht.
StalnakerVsLewis: Problem: es ist falsch, den Unterschied in der Perspektive als einen Streit (disagreement) zu behandeln. Die beiden streiten sich über nichts.
Problem: es ist nicht sicher, ob man ihre Übereinstimmung damit ausdrücken kann, dass die Menge ihrer unzentrierten MöWe dieselbe ist. Denn
Bsp Heimson/Perry/Stalnaker: (Heimson glaubt, „ich bin David Hume“) alle seine unpersönlichen Überzeugungen über Hume sind korrekt. Nehmen wir an, sie sind dieselben Überzeugungen wie die Überzeugungen von Hume über Hume.
Stalnaker: dennoch wäre es falsch zu sagen, dass sie sich über nichts streiten. ((s) Anders als O’Leary und Daniels).
- - -
II 134
Lokalisation/Raum/Zeit/Selbstlokalisation/logischer Raum,/Lewis/Stalnaker: logischer Raum/Lewis/Stalnaker: Menge von MöWe, aus denen man einen auswählt.
Selbstlokalisation/physisch: in Raum und Zeit. Wir wissen meist, so wir sind. ((s) Aber wir kennen nie alle MöWe, in denen wir lokalisiert sein könnten, wir können diese MöWe nicht alle unterscheiden, weil wir nicht alles wissen).
Götter-Bsp/Stalnaker: die beiden wissen genau, wo im logischen Raum sie sind.
II 135
Aber sie wissen nicht, wo sie innerhalb dieser MöWe sind. LewisVsTradition: die Doktrin der Proposition ist nur auf eine der beiden Arten des lokalisierenden Glaubens konzentriert.
Verallgemeinerung: ist es, was wir brauchen, und dazu dient der Übergang von Propositionen zu Eigenschaften (als Glaubensobjekten).
- - -
II 144
Götter-Bsp/Stalnaker: auch dies ist ein Fall von Unwissenheit, welche von zwei ununterscheidbaren MöWe aktual ist. Eine ist tatsächlich die aktuale Welt (WiWe), während die andere genauso ist, mit der Ausnahme, dass der Gott, der in der WiWe auf dem höchsten Berg sitzt, diesmal auf dem kältesten Berg sitzt und zwar mit allen Eigenschaften, die der Gott auf dem höchsten Berg tatsächlich hat.
((s) zwei Individuen tauschen die Plätze, nehmen aber alle Eigenschaften mit. Das geht nur, wenn Lokalisierung keine Eigenschaft ist)
Allwissenheit/Stalnaker: dann muss man sagen, die beiden Götter sind nicht wirklich allwissend in Bezug auf Propositionen, wohl aber allwissend in Bezug auf rein qualitative Merkmale.
LewisVsStalnaker: dieser Erklärung weist Lewis aus zwei Gründen zurück:
1. weil er die Gegenstücktheorie (GT) vertritt, die Querwelteinidentität überflüssig bzw. sinnlos macht.
2. selbst ohne GT würde es nicht funktionieren, weil
Angenommen, die beiden Götter aus Welt W haben in Welt V die Plätze getauscht, angenommen, der Gott auf dem höchsten weiß, dass seine Welt W ist, nicht V. Angenommen, er ist allwissend in bezug auf alle Propositionen, nicht nur die qualitativen Propositionen.
II 145
V: die Welt V kann keine Rolle spielen, denn er weiß, dass er nicht dort lebt. Problem: es gibt immer noch zwei Berge in der einen MöWe W, wo er, nach allem was er weiß, leben kann.
StalnakerVsLewis: das beantwortet die Frage nicht: man kann nicht einfach stipulieren, dass der Gott in W etwas weiß und nicht V nicht. Denn nach der von uns vorgeschlagenen Erklärung führt das doch dazu, dass er weiß, auf welchem Berg er lebt.
Lewis/Stalnaker: seine Erklärung ist plausibel, wenn man sie als Metapher für eine Lokalisation im logischen Raum auffasst:
logischer Raum/Lewis/Stalnaker: Angenommen, eine Karte des logischen Raums, aufgeteilt in große Regionen, die MöWe entsprechen und darin kleinere Unterteilungen, die Lokalisierungen innerhalb von MöWe repräsentieren.
Pointe: dann können wir jemand mitteilen, in welcher großen Region er ist, ohne ihm zu sagen, wo genau darin er lokalisiert ist.
modaler Realismus/logischer Raum/Stalnaker: für ihn mag dieses Bild angemessen sein.
Aktualismus/logischer Raum/Lokalisierung/Stalnaker: für den Aktualismus ist dieses Bild irreführend: zu wissen, in welchem Land man ist, ist verschieden davon zu wissen, wo in dem Land man ist, aber es ist nicht so klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, dass man etwas darüber weiß, in welcher MöWe man ist und dem Wissen, welche MöWe die aktuale ist.
Das gesteht auch Lewis zu.
Stalnaker: mein Ansatz scheint eigentlich nahe an dem von Lewis zu sein, aber nein.
Zentrierte MöWe: man sollte vielleicht statt von ununterscheidbaren MöWe von zentrierten Welten (nach Quine) sprechen. Diese sind dann unterscheidbar.
Ununterscheidbarkeit/MöWe/Stalnaker: distinkte aber ununterscheidbare MöWe wären dann dieselben Welten, aber mit unterschiedlichen Zentren.
Einstellung/Eigenschaften/Propositionen/zentrierte Welt/Lewis: Objekte von Einstellungen als Mengen zentrierter MöWe zu behandeln macht sie zu Eigenschaften statt Propositionen.
zentrierte MöWe/Stalnaker: ich stimme zu, dass mögliche Situationen normalerweise, vielleicht sogar wesentlich, zentriert sind im Sinne einer Repräsentation eines bestimmten geistigen Zustands.
II 146
StalnakerVsLewis: das macht den Ansatz (Götter-Bsp) aber komplizierter, wenn es um die Relationen zwischen verschiedenen mentalen Zuständen geht. Bsp vergangene mit gegenwärtigen Zuständen zu vergleichen ist dann schwieriger, oder Relationen zwischen den Überzeugungen verschiedener Personen.
Information/Kommunikation/Stalnaker: wir brauchen dann zusätzliche Erklärungen darüber, wie Informationen ausgetauscht werden. Zwei Beispiele:
Bsp O’Leary ist aus seinem Kofferraum befreit und fragt sich gegen neun:
a) „Wie spät war es, als ich mich frage, wie spät es sei?“
Stalnaker: das ist dieselbe Frage wie die, dieser damals stellt.
Wenn er erfährt, dass es drei Uhr war, ist sein Zweifel beseitigt.
Lösung: der Zweifel ist beseitigt, weil alle möglichen Situationen (MöWe) in denen ein Gedanke zu zwei verschiedenen Zeiten vorkommt, involviert sind. De Zentren dieser Situationen haben sich bewegt in dem Sinn, dass es jetzt neun Uhr ist, und O’Leary nicht mehr im Kofferraum, aber dennoch kann es sein, dass das erste Vorkommnis des damaligen Gedankens ist, an das O’Leary jetzt denkt.
Pointe: diese Verschiebung des Zentrums erfordert nicht, dass die MöWe, die die Propositionen charakterisieren, verändert werden.
b) „Wie spät war es, als ich mit fragte, ob es drei oder vier sei?“. (Wenn er sich zweimal fragte)
Ununterscheidbarkeit: selbst wenn die beiden Vorkommnisse für O’Leary ununterscheidbar waren, kann es immer noch sein, dass es das erste Mal war, an das sich O’Leary gegen neun Uhr erinnert.
StalnakerVsLewis: sein Ansatz ist komplizierter. Nach seinem Ansatz müssen wir um drei Uhr sagen, O’Leary wundert sich über seine gegenwärtige zeitliche Lokalisierung in der aktualen Welt (WiWe), statt sich zu fragen, in welcher MöWe er ist.
Dagegen: um neun sieht die Sache ganz anders aus: jetzt fragt er sich, ob er in einer MöWe lebt, vo ein bestimmter Gedanke um drei vorkam oder um vier. Das ist unnötig kompliziert.
Bsp Lingens, immer noch in der Bibliothek, trifft Ortcutt und fragt ihn, „Weiß Du, wer ich bin?“ – „Du bist mein Cousin, Rudolf Lingens!“.
Stalnaker: das scheint eine einfache und erfolgreiche Kommunikation zu sein. es wurde Information verlangt und gegeben. Die Frage wurde beantwortet.
II 147
Proposition/Stalnaker: (Propositionen als Glaubensobjekte) Ortcutts Antwort drückt eine Proposition aus, die zwischen möglichen Situationen unterscheidet, und Lingens Zweifel beseitigt. StalnakerVsLewis: nach seinem Ansatz (Selbstzuschreibung von Eigenschaften) ist es wiederum komplizierter:
Lingens: fragt, ob er sich selbst eine gewisse Menge von Eigenschaften korrekterweise i zuschreibt.
Ortcutt: antwortet, indem er sich selbst eine ganz andere Menge von Eigenschaften zuschreibt.
Lingens: muss die Antwort dann danach erst selbst erschließen. So sind alle Antworten in Kommunikation immer indirekt. ((s) Auch StalnakerVsChisholm, implizit).
Kommunikation /Lewis/Chisholm/StalnakerVsLewis/StalnakerVsChsholm: alle Leute reden dann immer nur von sich selbst.
Lösung/Stalnaker: Lewis müsste sonst zwischen Einstellungen und Sprechakten unterscheiden und sagen, dass Sprechakte Propositionen als Objekt haben und Einstellungen Eigenschaften als Objekt.
Problem/StalnakerVsLewis: Lewis kann nicht intuitionsgemäß sagen, dass der Inhalt von Ortcutts Antwort die Information ist, die Lingens’ Zweifel behebt.
Das ist auch ein Problem für Perrys Ansatz. (> StalnakerVsPerry)

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsChisholm Chisholm Vs Objektivität
 
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II 105f
Bezugnahme/Referenz/Brandl: durch Zeichen oder Sprecher? Durch Sprecher Strawson: dito also: Gebrauch des Zeichens referiert, nicht das Zeichen Problem: Intentionalität müßte Zeichen erklären – BrandlVsChisholm: These: zwecklos zu entscheiden ob das Sprachliche oder das Psychische (Intentionalität) den Primat haben soll Gerichtetheit unverständlich, wenn Bezeichung der Worte noch nicht eingeführt Trennung der Bereiche würde entweder zum totalen Behaviorismus oder Psychologismus führen –
II 107
"Einheit" würde auch nichts erklären! auch hier Frage nach Primat: entw. "Denken an" oder Sprechen über Ggst Lösung: versch. Arten von sing Term für versch. Arten der Referenz unterscheiden aber nur eine Art Intentionalität.
II 120
objektive Referenz/Chisholm: steht und fällt mit der "epistemischen Nähe". Möglichkeit der Identifikation. Bsp Angenommen, Tom wäre der kleinste Spion: dann können wir noch nicht schließen, daß jeder vernünftige Mensch Tom für einen Spion hält. Er kann noch keine de re Zuschreibung machen. Also brauchen wir diese Glaubenseinstellung nicht im strengen Sinne als de re zu klassifizieren.
II 120/121
Bsp Angenommen, der kleinste Spion sei außerdem der reichste Kaffeehändler: dann lassen sich auch zweierlei Beziehungen angeben, in denen ich ausschließlich zum kleinsten Spion stehe. DF. Weiß ich darüber hinaus, daß es sich um dieselbe Person handelt, dann müßte ich mit ihr "epistemisch vertraut" sein. Das könnte ich aber auch schon sein, wenn ich nur eine Informationsquelle habe, ohne mit der Person bekannt zu sein,.
de re: Ich kann aber nichts vom kleinsten Spion de re glauben, bevor ich ihn persönlich kenne.
VsChisholm: wir erfahren von ihm nicht, worin diese engere Beziehung des "Kennens" bestehen soll. Damit wird neuerlich unklar, was der Mechanismus der indirekten Zuschreibung beitragen soll.
II 123
Referenz/Bekanntschaft/Beschreibung/BrandlVsChisholm: Problem: zweierlei Einzigkeitsrelation entspricht dem Problem, daß neben der referentiellen auch attributive Bezugnahme im Spiel ist.
II 124
Gefahr der Vereinfachung: es gibt keine reine Unterscheidung referentiell/attributiv: wir müssen immer fragen, welche Rolle der einen wie der anderen Form der Bezugnahme im konkreten Fall zukommt. Hier gibt es ein Spektrum von Möglichkeiten, die nicht durch die Dichotomie ref/att zu erklären ist. Eigene Erfahrungen und Informationen von anderen beeinflussen den Mechanismus der Bezugnahme.
II 125
VsChisholm: nur in ganz besonderen Fällen, nämlich rein referentiellen gelingt das allein durch "epistemische Vertrautheit".
II 126
Frage: was könnte als solchen Verbindungsglied zwischen und X fungieren? Wittgenstein: zwei Kandidaten:
1. ein Bild, das dem Gegenstand ähnlicher als jedem anderen ist
2. eine Äußerung des Vorstellenden, mit dem nur X bezeichnet wird.
ChisholmVsWittgenstein: Die Beziehung zwischen einer Äußerung (Satz) und einem Gegenstand könne nicht "grundlegender" sein, als die zwischen V und X.
II 128
BrandlVsChisholm: umgekehrt: Wittgenstein stellt uns hier eine Fangfrage. Wenn wir hier reduktionistisch argumentieren, werden wir nie einen Endpunkt finden. Wir brauchen immer weitere Zwischeninstanzen als Verbindungen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Chisholm Vs Ryle, G.
 
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I 69
privilegierter Zugang/ChisholmVsRyle: jeder von uns hat ihn: jede Person ist so, daß sie sich selbst Eigenschaften direkt zuschreiben kann. (s)VsChisholm: benutzt hier selbst ständig den Ausdruck "selbst", obwohl er es für unmöglich erklärt, Propositionen damit zu bilden. Es sind aber auch keine Propositionen, die den "Standort mitführen" ((s)), sondern Sätze, die das Reflexivpronomen allgemein enthalten.
Chisholm: wir haben den privilegierten Zugang aber nicht wie viele Philosophen durch den Gebrauch von "Ich" erklärt, sondern umgekehrt
I 70
die Verwendung des Pronomens der ersten Person durch die direkte Zuschreibung.
II 118
Identifikation/Chisholm/Brandl: führt einen anspruchsvolleren Begriff der Fremdzuschreibung (hier kurz: de re Zuschreibung) ein:
II 119
1. ich muß in mindestens zwei Beziehungen R und R’ zu diesem und nur diesem Gegenstand stehen 2. ich muß für beide Beziehungen unabhängige Evidenz besitzen
3. Ich muß wissen, daß ich in diesen Beziehungen zu dem Gegenstand stehe.
Identifikation/Chisholm: das geht weiter als Russell, der forderte, um über einen Gegenstand zu urteilen, müsse ich wissen, um welchen es sich handelt.
Russell: wenn ich nicht weiß, welcher Gegenstand der so und so ist, kann nicht nichts von ihm wissen oder glauben.
ChisholmVsRussell: kann ich den Gegenstand hingegen bloß nicht identifizieren, so ist nicht ausgeschlossen, daß ich ihn zum Gegenstand einer indirekten Zuschreibung mache. Ich kann mich dann sogar "auf" ihn beziehen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsChisholm Nominalismus Vs Universalien
 
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Frank I 261
Nominalismus/VsUniversalien/Attribute/Eigenschaften/Quine: ontologisch: Attribute haben keine klaren Identitätsbedingungen.
epistemisch/Heckmann: unser kognitiver Zugang zu Attributen ist ungeklärt.
Schließlich handelt es sich um Entitäten, die sich der naturalen Welt des Entstehens und Vergehens entziehen, deren Seinsmodus es mithin ausschließt, dass sie einen kausalen Einfluß auf uns (oder wir auf sie) ausüben.
Frage: wieso sollten wir von solchen Entitäten überhaupt etwas wissen können?
Lösung/Chisholm: Attribute als undefinierter Grundbegriff. (>Ontologie).
Begriffe/Nominalismus/Chisholm/Heckmann: Chisholm ist nicht nur im Gegensatz zum ontologischen, sondern auch zum konzeptuellen (Begriffs-)Nominalismus: was heißt es überhaupt, "Begriffe zu haben"? Doch sicher, die Bedeutung von Prädikaten zu kennen.
NominalismusVsChisholm: das ist aber kein wie auch immer gearteter Zugang zu Universalien, man ist nicht mit einem Universale bekannt, das man zuerst denkt und dann mit einem Prädikat zum Ausdruck bringt.
Vielmehr kann derjenige, der die Bedeutung des Prädikats kennt, es regelkonform gebrauchen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
mereol. Essentialism VsChisholm Pro Simons I 208 mereologischer Essentialismus: Pro: Chisholm - Vs: Simons: Bsp Schiff des Theseus: anfängliche Koinzidenz von Materie-Konstanz und Funktions-Konstanz
I 275
mereologischer Essentialismus/Chisholm: alle Teile notwendig - SimonsVsChisholm: einige wesentlich, andere nicht.
mereol. Essentialism VsChisholm Versus Simons I 272
Mereologischer Essentialismus: Chisholm pro - SimonsVs
I 275
mereologischer Essentialismus/Chisholm: alle Teile notwendig - SimonsVsChisholm: einige wesentlich, andere nicht.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
mereol. Variabilität VsChisholm Versus I 275
Mereologischer Essentialismus/Chisholm: alle Teile notwendig - SimonsVsChisholm: einige wesentlich, andere nicht.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 4 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Essentialismus Chisholm, R.
 
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II 166
SimonsVsChisholm/SimonsVsBrentano: These Chisholm hat von Brentano einen mereologischen Essentialismus geerbt, mit dem ich nicht übereinstimme. Ich werde aber diese Ideen benutzen, um eine leicht abweichende Interpretation von Wittgensteins Tractatus zu geben. Wittgenstein selbst war nicht so klar in bezug auf Tatsachen wie es scheint. Selbstkritik: Durcheinander von Tatsachen und Komplexen.
Zwischen dem späteren Wittgenstein und Brentano liegen Welten, aber es gibt Berührungen zwischen Brentano und dem Tractatus.
Simons I 2
Chisholm/Mereologischer Essentialismus/Simons: Chisholm vertritt den mereologischen Essentialismus: These kein Objekt kann andere Teile haben, als es aktual hat. Vs: Problem: zu erklären, wieso normale Gegenstände nicht modal starr (alle Teile wesentlich) sind. Lösung/Chisholm: These (erscheinende) Dinge (appearances) ((s) alltägliche Dinge) sind logische Konstruktionen aus Objekten, für die der mereologische Essentialismus gilt. Lösung/Chisholm: These die tatsächlichen sind mereologisch konstant und die Erscheinungen wieder logische Konstruktionen aus unveränderlichen Objekten. SimonsVsChisholm: der Preis ist zu hoch.
Simons I 275
mereologischer Essentialismus/Zwischenposition/Chisholm/Simons: es gibt noch eine weitere, die Chisholm ablehnt: daß einige Teile wesentlich sind und andere nicht. Das ist meine Position. ChisholmVsSimons: alle Teile sind notwendig.
Simons: These einige Teile sind wesentlich (nicht notwendig!).

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Individuum Meixner, U.
 
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I 49
Individuum/moderne Ontologie/Meixner: (VsChisholm?) viele moderne Ontologen vertreten aber die These, daß alle existenten Individuen zeitlich Teile haben. Danach ist ein materielles Individuum nicht zur nicht zur selben Zeit an zwei verschiedenen Orten, sondern auch nicht als ein Ganzes zu verschiedenen Zeiten am selben Ort! (s) Individuum ändert sich dann ständig, von Zeitpunkt zu Zeitpunkt, d.h. es ist nicht dasselbe in zwei aufeinanderfolgenden Momenten. (>Lewis: "fragil").
continuant Simons, P.
 
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I 175
Zeitlicher Teil/continuants/Mereologie/SimonsVsalle/SimonsVsChisholm: These auch continuants können zeitliche Teile haben! D.h. sie sind nicht mereologisch konstant, sondern mereologisch variabel. continuants/Simons: These müssen auch nicht ununterbrochen existieren. Das liefert uns eine überraschende Lösung für das Problem des Schiffs des Theseus.
I 351
Continuant/Existenz/Simons: ob ein continuant existiert (E!) steht und fällt mit der Frage, ob es Ereignisse gibt, die sich zu der Form einer Lebensgeschichte zusammenfinden. Genidentität: ist selbst nicht hinreichend für die Existenz eines continuants via Integration von Ereignissen in eine Geschichte. Sie kann die Vereinigung nur unterstreichen.
Continuant/Simons: These hat ontologische Priorität gegenüber dem Leben.
Sortal Simons, P.
 
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I 195
Sortalbegriff/Simons: die Frage ist, ob Sortalbegriffe, die an die Bedingungen geknüpft sind, die festlegen, was zu einer Zeit oder über die Zeit als ein Ding oder als mehrere Dinge einer Art zählen soll, eher auf mereologisch konstante Objekte (Chisholm) oder auf variable Objekte (Simons, Wiggins) anwendbar sind. SimonsVsChisholm: seine These hat zur Folge daß die meisten Menschen meist ihre meisten Begriffe falsch gebrauchen, wenn das dann nicht überhaupt immer der Fall ist.