Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 33 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Als ob Searle
 
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John R. Searle
III 156
Als ob-Intentionalität/Searle: erklärt nichts, wenn es keine echte Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft - SearleVsDennett: sie ist so leer wie seine "intentionale Einstellung".

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Bedeutung Dennett
 
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I 565
Bsp Getränkeautomat:These: Umwelt schafft Bedeutung. Bedeutung/Funktion/Evolution/Dennett: die Bedeutung ist wie die Funktion im Moment ihres Entstehens noch nichts Bestimmtes! Bsp Angenommen, wir haben einen Froschzoo mit ausschließlich Fliegenattrappen, aber ausreichender Ersatzernährung für Frösche: was sagen die Augen dem Gehirn dann?
I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik" an - "Quasi-Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen - SearleVsDennett: nur Als-Ob-Intentionalität - DennettVsSearle: irgendwo muß man anfangen - die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen.
I 282
Auch zu uns gehören Teile, die nur Halb-Intentionalität haben. - - -
Brandom I ~110
Bedeutung/Dennett: dass etwas ein Stück Kupfer ist, bedeutet nichts anderes, als dass es angemessen ist, es als solches zu behandeln.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Beschreibung Nagel
 
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I 93
Denken/Nagel: das Denken hat Vorrang vor seiner Beschreibung, denn seine Beschreibung setzt notwendig Denken voraus.
Rorty VI 144 ff
NagelVsDennett/Rorty: etwas "anderes, Beschreibbares" interessiert mich gar nicht! Man soll das Unbeschreibbare nicht durch etwas Beschreibbares ersetzen. Das wäre so, als wollte man von Kant verlangen, nach der Rezeption von Hegel doch noch das Ding an sich zu erkennen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bewusstsein Block
 
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Metzinger II 458
Bewusstsein/Block: ist ein Mischbegriff aus "Phänomenalem Bewusstsein" (P Bewusstsein/Terminologie) und "Zugriffsbewusstsein" (Z Bewusstsein). Def Z Bewusstsein/Terminologie/Block : sich einer Tatsache z bewusst zu sein, heißt, dass die Information für rationales Schließen zur Verfügung steht. (Funktionaler Begriff).
Bewusstsein/Burge: (VsBlock): P Bewusstsein Voraussetzung für Z Bewusstsein.
Phänomenalität ist nicht gleich Bewusstsein! Phänomenale Zustände können durchaus auch unbewusst sein.
II 524
Blindsight/Block: Patienten, die in einem Teil ihres Gesichtsfeldes nicht sehen können, können auf Nachfrage verbale, zutreffende Beschreibungen geben. Das lässt vermuten, dass Bewusstsein eine Funktion haben muss, die beim Überleben, Berichten und der Verhaltenssteuerung wirksam wird.
II 530
Zugriffs-Bewusstsein/Block: seine Grundlage nenne ich die informationsverarbeitende Funktion des phänomenalen Bewusstseins in >Schacters Modell. ((s) Teil oder Grundlage als Gegenüber).
II 531
Def P Bewusstsein/phänomenales Bewusstsein/Block: Erleben. Es kann nicht nicht-zirkulär beschrieben werden! Aber das ist kein Manko! P-bewusste Eigenschaften sind unterschieden von jedweder kognitiven, intentionalen oder funktionalen Eigenschaft.
Obwohl der Funktionalismus in Bezug auf das P Bewusstsein falsch ist, kann der Funktionalismus viele meiner Punkte akzeptieren.
II 535
Def Z-Bewusstsein/Zugriffs-Bewusstsein/Block: ein Zustand ist z bewusst, wenn kraft des Sich in dem Zustand Befindens eine Repräsentation seines Gehalts 1. inferentiell ungebunden ist, d.h. als Prämisse beim Überlegen bereit steht
2. für die rationale Handlungskontrolle bereitsteht
3. für die rationale Sprachkontrolle bereitsteht (nicht notwendig, auch Schimpansen können p bewusst sein).
P Bewusstsein und Z-Bewusstsein interagieren: Hintergrund kann Vordergrund werden. Bsp zu fühlen, wie sich das Hemd am Hals anfühlt.
Fehlschluss/Block: es ist aber ein Fehler, unbemerkt von einem zum anderen Bewusstsein überzugehen.
Fehler: aus dem Bsp Blindsight zu schließen, dass es die Funktion des P-Bewusstsein sei, rationale Handlungskontrolle zu ermöglichen.
P Bewusstsein/Block: nicht funktional! Empfindungen.
Z Bewusstsein/Block: funktional. Typisch: "propositionale Einstellungen".
Schmerz/Block: sein repräsentationaler Gehalt ist zu primitiv, um beim Schließen eine Rolle zu spielen. Schmerz ist nicht begrifflich vermittelt, schließlich können Hunde auch Schmerzen haben.
Zusammenfassung: P Bewusstsein kann Bewusstsein von sein und Bewusstsein von muss nicht Z Bewusstsein sein.
II 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt!
2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben.
3. Bewusstsein ist eine "zerebrale Zelebrität": nur die Gehalte sind bewusst, die beharrlich sind, die die Ressourcen lange genug monopolisieren, um gewisse typische und "symptomatische" Wirkungen zu erzielen.
BlockVsDennett:
ad 1. das ist eine Verschmelzung von mehreren Bewusstseinsbegriffen. ad 2. P Bewusstsein kann kein kulturelles Produkt sein.
Auch wahrscheinlich nicht das Z Bewusstsein: sehr viel niedere Lebewesen haben es, und zwar auch ohne einen solchen Begriff.
ad 3. Aber das ist doch eine biologische Tatsache und keine kulturelle.
II 568
Fehlschluss/BlockVsSearle: Frage: warum der Bsp durstige Blindsight-Patient nicht nach dem Wasser greift: ihm fehlen sowohl P Bewusstsein als auch Z Bewusstsein. das ist richtig. Aber es ist ein Fehler, von einer Funktion der Maschinerie des Z-Bewusstseins zu irgendeiner Funktion des P-Bewusstseins überzugehen .
Fehlschluss: aus der Prämisse, dass "Bewusstsein" fehlt, (ohne sich klar zu sein, welche Art von Bewusstsein) voreilig die Schlussfolgerung zu ziehen, dass P Bewusstsein eine gewisse Funktion habe.




Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Bewusstsein Churchland
 
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II Güven Güzeldere Ist Bewusstsein die Wahrnehmung dessen, was im Geist vorgeht? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 397f
Bewusstsein mentaler Zustände: "wahrnehmungsartig": Locke,Armstrong, Paul und Patricia Churchland, Lycan "gedankenähnlich": Rosenthal, Carruthers, Dennett, auch Descartes.
II 404
Bewusstsein/Locke/Churchland/Armstrong/Lycan: sprechen von "Scanning" oder "Monitoring". Frage: was wird denn wahrgenommen, der Inhalt oder der Zustand selbst?
II 411
Bewusstsein/Churchland: introspektives Bewusstsein ist eine Unterart von Wahrnehmung. These: In der Sprache einer reifen Neurowissenschaft könnte es eine differenziertere Darstellung des "menschlichen subjektiven Bewusstseins" geben.
Bsp Dopamin-Level könnte so gedeutet werden, wie in der Musik Gm7-Akkorde.
Wir müssten dieses Begriffssystem lernen und seine Anwendung üben. (DavidsonVsBegriffsschema).
Güzeldere: Churchland ist also nicht nur überzeugt, dass mentale Zustände mit Gehirnzuständen identisch sind, sondern auch, dass ihre Eigenschaften identisch sind.
- - -
IIb Patricia Smith Churchland Die Neurobiologie des Bewusstseins - Was können wir von ihr lernen? In Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
II 475
Bewusstsein/Dennett: ist eine virtuelle Maschine. These: Menschen werden in dem Maße bewusst, in dem sie Sprache erwerben und lernen, über sich selbst zu reden. Bei diesem Übergang simuliert eine parallele Maschine (die neuronalen Netzwerke im Gehirn) eine serielle Maschine (die Operationen Schritt für Schritt anhand von Regeln, die rekursiv sein können, ausführt.) Dennett: Bewusstsein verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen innerhalb des Computers.
II 476
ChurchlandVsDennett:
1. die Annahme der Sprachabhängigkeit von Bewusstsein spricht Kindern und Tieren Bewusstsein ab.
II 477
2. Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass rekurrente neuronale Netze zeitliche Sequenzierungen erzeugen können! 3. Es ist keine virtuelle Maschine nötig, eine bestimmte Klasse von Operationen kann der Output eines einzigen, wenn auch stark verteilten Netzwerkes sein.
Dennett könnte durchaus Recht haben, aber nicht auf diesem Weg.


Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Bewusstsein Dennett
 
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Rorty VI 161
Bewusstsein/Dennett: es ist eine Illusion zu glauben, das Bewusstsein sei die Ausnahme von der Regel, dass sich alles durch seine Beziehungen zu anderen Dingen erklären lässt. Es ist keine Ausnahme. - - -
Den I 534
Bewusstsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewusstsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Den II 23ff
Sprache/Tier/Bewusstsein/Dennett: da es keine Grenze für Bewusstsein (mit oder ohne Sprache) gibt, da es allmählich entstanden ist, ist die Frage, welche Tiere Bewusstsein haben, unentscheidbar - "Eine Frage des Stils" - Bewusstsein ist nicht gleich Denken! Dennett: kein Denken ohne Sprache, aber Bewusstsein ohne Denken. - - -
Metzinger/Rosenthal II 430
Bewußtsein/Dennett: selbst für die Erste Person nicht immer klar, was bewusst ist und was nicht - Bsp sich des Inventars eines Zimmers bewusst werden - Bsp Tapetenmuster: Vervollständigung durch Urteil, nicht sensorisch!
Metzinger II 475
Bewusstsein/Dennett: ist wie eine Simulation der Welt - verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen im Computer.
Metzinger II 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt - 2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben - BlockVsDennett: falsche Verschmelzung von P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein. - - -
Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
Chalmers I 229
Bewusstsein/Dennett/Chalmers: (Dennett 1993b) Bewusstsein ist, was in Gehirnprozessen hervorsticht. („Cerebral celebrity“). Solche Inhalte sind bewusst, die Ressourcen auf sich fixieren und monopolisieren. (p. 929). Chalmers: das ist nah bei meinem Ansatz, nur dass ich von potentiellen Hervorstechen spreche, Es muss nur möglichsein, dass ein Inhalt diese Rolle spielen kann.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Bewusstsein Nagel
 
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Rorty VI 144 ff
Dennett: sein Modell der mannigfachen Konzepte enthebt uns der Verpflichtung, die (Metaphern der) Qualia zu erklären. Wir können sie dem historisch entstandenen Sprachgebrauch zuschreiben. NagelVsDennett: lächerlich! Eine Theorie des Bewußtseins, in der geistige Gegebenheiten keine Rolle spielen, ist wie ein Buch über Picasso, in dem keine Bilder vorkommen.
Bewußtsein/Nagel: Daß ein Mensch Bewußtsein hat, ist nicht bloß ein Glaube, sondern eine Schlußfolgerung aus den Belegen.
Also gibt es eine Lücke (laut Rorty) zwischen den Belegen und dem Schluß aus den Belegen.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bewusstsein Rorty
 
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Richard Rorty
Rorty I 60
Bewusstsein: Antike hatte dafür keinen Namen.
III 37/38
RortyVsRyle/RortyVsDennett: deren Zweifel, ob es etwas wie »Geist« oder "Bewusstsein" gibt, hat mit der Vorstellung von einem Medium zwischen dem selbst unter Realität zu tun, einem Medium, dass Realisten für transparent und Skeptiker für opak gehalten. Rorty: da gibt es gar kein Medium.
VI 176
Bewusstsein/Rorty: Welches Ergebnis wünschen wir uns denn als Resultat unserer Forschung? Warum sollten wir unsere intuitiven Anschauungen verändern wollen? Weder Intuition noch ambitioniertes Streben bieten einen archimedischen Punkt.
Frank I 584
Bewusstsein/Rorty: gibt es im Sinne eines eigenständigen Bereichs von Mentalem in Wirklichkeit gar nicht - mentale Ereignisse sind Konventionen, ein kontingentes Sprachspiel - These: das kann ohne Verlust abgeschafft werden.
Rorty I 132
Mentales/Ryle/Rorty: These: mentale Zustände wie Meinungen, Wünsche usw. sind Eigenschaften nicht des Bewusstseins, sondern der Person.
III 37
Bewusstsein/Geist/RortyVsRyle/RortyVsDennett: Geist bzw. Bewusstsein sind kein Medium zwischen einem selbst und der Realität.
III 67
Bewusstsein/Kant/Rorty: zwei Teile: a) vernünftig: bei allen gleich b) empirisch, kontingent. - Dagegen: Freud: behandelt Rationalität als einen Mechanismus, der Kontingenzen anderen Kontingenzen anpasst. - Schon Platon: (Staat) Gewissen = verinnerlichte Eltern und Gesellschaft. - Vernunft/Kant: allgemeine Prinzipien - FreudVsKant: zum Besonderen zurückkehren. - Kant: ehrliche Menschen seien paradigmatisch. - Freud: nichts Menschliches ist paradigmatisch.
VI 147
Bewusstsein/Verhalten/Wittgenstein/Rorty: falsche Frage: "Ist das Verhalten eine andere Tatsache als das Bewusstsein?" - Wittgenstein: wir sollten nicht versuchen, zwischen Sprache und Gegenstand zu treten.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Denken Gärdenfors
 
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Peter Gärdenfors
I 72
Denken ohne Sprache/DennettVsGärdenfors: im Gegensatz dazu vertreten einige Autoren die These, dass Denken nicht ohne Sprache möglich ist: (Dennett, 1991). Begriffe/Dennett: These: viele Begriffe können erst gebildet werden, wenn Sprache schon ansatzweise vorhanden ist, wie B Inflation, Monat, Erbe.
Begriffe/Gärdenfors: das ist sicher richtig, aber es spricht nicht dagegen, dass die meisten unserer Begriffe sich durch Beobachtung und Handlung herausgebildet haben, bevor sie ihren sprachlichen Ausdruck fanden. GärdenforsVsDennett.
I 259
Deduktion/Shirky/Gärdenfors: (Shirky, 2003): deduktive Vernunft wird überschätzt von Leuten, die an Künstlicher Intelligenz arbeiten und insbesondere am Semantischen Web. GärdenforsVsDerscartes: diese Überschätzung kommt von Arthur Conan Doyle her, dessen Sherlock Holmes-Geschichten mehr Schaden angerichtet haben in Bezug auf die Vorstellung davon, wie der menschliche Geist arbeitet, als alles seit Descartes.


Gä I
P. Gärdenfors
The Geometry of Meaning Cambridge 2014
Evolution Fodor
 
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IV 145
Evolutionstheorie/Dennett/Fodor/Lepore: sieht Dennett als "Element der Interpretation" - Fodor/LeporeVsDennett: aber was man nicht hat, sollte nicht als Mittel im Überlebenskampf gewertet werden - DretskeVsDennett/MillikanVsDennett: genau deswegen sind die meisten Evolutionstheoretiker Realisten in Bezug auf Inhalt.
IV 146
Irrationalität/Glauben/Evolution/Rationalität/Dennett: These: irrationale Mutationen dürfen wir nicht als Glaubenssystem beschreiben. - Ein Glaubenssystem, das etwas falsches glaubt, ist eine begriffliche Unmöglichkeit. - FodorVsDennett//LeporeVsDennett: die Evolutionstheorie kann kaum als Garant für das Wahrheitsprinzip fungieren.
IV 149
Evolutionstheorie/Wahrheit/Fodor/Lepore: wenn man sie einsetzt, um intentionale Zuschreibung zu erklären, dann ist es eher eine empirische als eine begriffliche Frage, ob das Wahrheitsprinzip zutrifft - aber wir stimmen dem Antezedens sowieso nicht zu.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Funktionalismus Chalmers
 
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I 15
Functionalism/Lewis/Armstrong/Chalmers: Lewis and Armstrong tried to explain all mental concepts, not only some. ChalmersVsLewis/ChalmersVsArmstrong: both authors made the same mistake as Descartes in assimilating the psychological to the phenomenal (see ChalmersVsDescartes).
E.g. When we wonder whether somebody is having a colour experience, we are not wondering whether they are receiving environmental stimulation and processing it in a certain way. It is a conceptually coherent possibility that something could be playing the causal role without there being an associated experience.
I 15
Funktionalismus/Bewusstsein/ChalmersVsFunktionalismus/ChalmersVsArmstrong/ChalmersVsLewis/Chalmers: es gibt gar kein Mysterium darüber, ob irgendein Zustand eine kausale Role spielt, höchstens ein paar technische Erklärungsprobleme. Warum dabei eine phänomenologische QWualität des Bewusstseins im Spiel ist, ist eine vollkommen andere Frage. Funktionalismus/Chalmers: dieser leugnet, dass es hier zwei verschiedene Fragen gibt. ((s) Auch: ChalmersVsDennett).
I 231
Funktionalismus/Bewusstsein/Chalmers: zwei Varianten: Funktionalismus 2. Stufe: darunter fallen Rosenthals Ansatz von Gedanken 2. Stufe über Bewusste Erlebnisse und Lycans (1995) Ansatz über Wahrnehmungen 2. Stufe. Diese Theorien geben gute Erklärungen für Introspektion.
Funktionalismus 1. Stufe: These: es werden nur kognitive Zustände 1. Stufe gebraucht. Solche Theorien sind besser in der Erklärung von bewussten Erlebnissen. Da aber nicht alle kognitiven Zustände bewussten Erlebnissen entsprechend, braucht man für diese noch ein Unterscheidungsmerkmal.
Lösung/Chalmers: mein Kriterium dafür ist die Zugänglichkeit zu globaler Kontrolle.
I 232
Kirk: (1994): These: „direkt aktive“ Information ist es, was benötigt wird. Dretske: (1995): These: Erfahrung ist Informationen, die für ein System repräsentiert wird.
Tye: (1995): These: Information muss für Zwecke der kognitiven Verarbeitung „ausbalanciert“ werden.
I 250
Funktionalismus/VsFunktionalismus/Chalmers: die Autoren, die mit vertauschen Qualia oder fehlende Qualia argumentieren, bringen die logische Möglichkeit von Gegenargumenten vor. Das ist hinreichend im Fall eines starken Funktionalismus. Beim Invarianzprinzip (aus dem folgt, dass bei identischer biochemischer Organisation in einem System bewusste Erlebnisse möglich sind) handelt es sich um einen schwächeren Funktionalismus. Hier ist die bloß logische Möglichkeit von Gegenbeispielen nicht hinreichend zur Widerlegung. Wir brauchen stattdessen eine natürliche Möglichkeit von fehlenden oder vertauschten Qualia. Lösung: um natürliche Möglichkeit zu erwägen, werden wir verblassende oder „tanzende“ Qualia annehmen.
I 275
Funktionalismus/Chalmers: die Argumente in Bezug auf fehlende, vertauschte und tanzende Qualia unterstützen zwar keine starken, aber den von mir vertretenen nichtreduktiven Funktionalismus. These: funktionale Organisation ist mit natürlicher Notwendigkeit hinreichend für bewusste Erlebnisse. Das ist eine starke Schlussfolgerung, die die Chancen für >Künstliche Intelligenz stärkt.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Funktionen Dennett
 
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I 276
Funktion/Kausalität/Dennett: kausale Kräfte zu haben, ist noch keine Funktion. - Frage: ob die ersten Nucleotide schon eine Funktion hatten. - Funktion: ist mehr als Kausalität. - Frage: haben die "Glider" im "Spiel des Lebens" eine Funktion oder bewegen sie sich einfach? (> Conway).
I 575
Bedeutung/Funktion/Dennett: Bsp Getränkeautomat und Bsp Mitteilung des Froschauges beziehen ihre Bedeutung aus der Funktion - wo die Funktion keine Antwort liefert, gibt es nichts mehr zu untersuchen. - Die Bedeutungen der Menschen sind genauso abgeleitet wie die des Getränkeautomaten - das beweist das Beispiel der Zwillingserde. - Sonst muss man Essentialismus postulieren. - PutnamVsDennett: Bedeutung hat mehr mit Referenz als mit Funktion zu tun. - Funktion weist der Bedeutung keine richtige kausale Rolle zu.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Geist/ Geistzustand Pinker
 
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I 34
Def Geist/Pinker These: Der Geist ist ein System von Rechenorganen, das von der Selektion so gestaltet wurde, dass es Probleme von Jägern und Sammlern lösen kann, insbesondere indem es Gegenstände, Pflanzen, Tiere und andere Menschen versteht und überlistet.
I 37
Geist/Pinker: Ansammlung von nicht gegeneinander abgeschlossenen Modulen. - Geist ist nicht gleich Gehirn, sondern Tätigkeit des Gehirns, aber nicht die einzige: das Gehirn setzt auch Fett um. Sehen/Denken/Fühlen: Informationsverarbeitung
I 46
Geist/Fodor: Modul. - PinkerVsFodor: das ist zu abgegrenzt - besser: Chomsky: Geist als "mentales Organ".
I 182
Geist/Minsky: Gesellschaft mit Agenten. Geist/Dennett: große Ansammlung teilweise fertiger Entwürfe - In dieser Ansammlung gibt es keinen "Präsidenten".
PinkerVsDennett: die Agenten sind hierarchisch.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Hetero-Phänomenologie Radner
 
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Daisie Radner
Heterophänomenologie: wie wir etwas über die Vögel und die Bienen lernen in
Tie I D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt 2005

Perler I 408
Heterophänomenologie/HP/DennettVsBrentano/VsHusserl: aus der Perspektive der 3. Person statt der ersten. RadnerVsDennett: These: Heterophänomenologie kann man auch aus der 1. Person Perspektive betreiben.
I 409
Heterophänomenologie/Radner: beschäftigt sich mit: 1. Wie erscheinen die Dinge einem Subjekt
2. Wie ist das Erleben des Subjekts ("wie ist es für das Subjekt...")
Frank Jackson: behandelt beide als gleichwertig:
Bsp Fred: für ihn gibt es zwei Rottöne, wo alle anderen nur einen wahrnehmen. Wie ist es für Fred, wenn er Rot1 und Rot2 sieht?
Radner: die Frage schwankt zwischen (1.) und (2.).
Im ersten Sinn: Jackson: "Wie ist die neue Farbe?"
im zweiten Sinn: Jackson: "wenn wir unsere Physiologie der von Fred anpassen könnten, würden wir es endlich wissen".
Bsp M. Tye: anstatt zu sagen,
a) Der Farbenblinde Jones wisse nicht, wie die verschiedenen Farben aussehen, können wir genauso gut sagen,
b) Er wisse nicht, wie es ist, die Erlebnisse zu haben, die für das Sehen der Farben charakteristisch ist.
Beide hängen zusammen, Probleme werden aber nicht immer gleich gut im Sinne von 1. wie von 2. gestellt und umgekehrt.
I 410
Bsp Farbenforscherin Mary/Jackson/Radner: das Problem ist nicht, wie Rot für Mary aussehen mag (vermutlich wie für uns), sondern wie ihr Erlebnis sein wird. Wird es eine Überraschung sein?
I 411
Umwelt/Innenwelt/Radner: beide können sowohl aus der Sicht der 1. als auch der 3. Person angegangen werden.
I 412
Diese Unterscheidung entspricht nicht der zwischen Auto und Heterophänomenologie. HP: 1.,3. Person/Umwelt/Innenwelt. alle Kombination von Fragen möglich.
Umwelt/heterophänomenologisch: 3. Person: Bsp "Wie erscheinen Dinge für das Subjekt?"
1. Person: Bsp "Wie würden mir die Dinge erscheinen, wenn ich einen Sinnesapparat wie den des Subjekts hätte?"
Innenwelt/heterophänomenologisch: 3. Person: Bsp "Wie sind die Erlebnisse des Subjekts?"
1. Person: Bsp "Wie wären meine Erlebnisse, wenn ich mit in den Umständen des Subjekts befände und gewisse Merkmale mit ihm gemeinsam hätte?".
I 413
Heterophänomenologie/Radner: Bsp möchte wissen, wie ein Warnruf für ein anderes Subjekt klingt, Bsp für Raubvögel wie Habichte oder Eulen, die einen kleinere Kopf haben als wir.
I 414
Wie wäre es, wenn ich keine Ohrmuscheln hätte und die Ohren nur zwei Zentimeter voneinander entfernt stünden? Problem: ich kann mir andere Ohren an meinem Gehirn vielleicht vorstellen, aber nicht, wie es für mich mit einem Katzengehirn wäre.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Inhalt Dennett
 
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McDowell I 77
Inhalt/Dennett/McDowell: schlägt vor, die Rolle des Inhalts auf der personalen Ebene zu einem Teil des Inhalts auf der sub-personalen Ebene zu verstehen. ((s) "Vorgefühl", kommt allerdings nicht isoliert vor).
McDowellVsDennett.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Intensionen Proust
 
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Joelle Proust Das intentionale Tier in D. Perler/M. Wild (Hg) Der Geist der Tiere Frankfurt/M. 2005

Perler I 233
Tier/Geist/Intentionalität/Premack/Woodruff/Proust: berühmte Untersuchungen von Premack/Woodruff über "Theorie des Geistes" bei Tieren, "Überzeugungen und Wünsche" usw. Proust: wenn man von einer Theorie des Geistes spricht, sollte man sie von einer sozialen nicht von einer psychologischen Kompetenz im strengen Sinn unterscheiden, kraft derer soziale Tiere versuchen, sich gegenseitig zu beeinflussen.
Premack: ein Tier kann absichtlich darauf hinwirken, was ein anderes tut (sozial) oder denkt (dann auch psychologisch).
"Spielverderber Version": der Erklärung von Verhalten: nicht Intention sondern nur festgestellte Korrelation soll Verhalten eines Tiers erklären.
I 234
Dann kann auf die psychologische Seite verzichtet werden. Sprachlose Tiere stellen einfach eine Korrelation fest. DennettVs: intentionale Einstellung zur Erklärung.
I 234
Intentionalität/Dennett: Stufen: 1. Wünsche und Überzeugungen können zugeschrieben werden.
2. Überzeugung und Wünsche über Überzeugungen und Wünsche
3. Überzeugungen und Wünsche über Überzeugungen und Wünsche der 2. Stufe usw.
I 235
ProustVsDennett: öffnet dem Hang des Menschen Tür und Tor, seine psychologischen Begriffe auf offensichtlich begriffslose Prozesse anzuwenden: Autos, Hunde, Katzen. Etwas anderes ist es bei Primaten.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Intentionalität Dennett
 
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Rorty VI 27
"Intentionale Haltung"/intentionaler Standpunkt/Dennett: wird durch das Erfassen eines Davidsonschen Musters ermöglicht.Das Muster dieser Rationalität ist das gleiche wie das der Wahrheit. Weder Sprache ohne Rationalität, noch eines von beiden ohne Wahrheit. - - -
I 282
SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität". Intentionalität/DennettVsSearle: aber irgendwo muss man anfangen (wenn man Metaphysik vermeiden will). Der erste Schritt in die richtige Richtung ist kaum als Schritt in Richtung Bedeutung zu erkennen.
Def Intentionaler Standpunkt/Dennett: der Versuch, zu ermitteln, was die Gestalter (oder Mutter Natur) im Sinn hatten.
I 317
Er erlaubt oft große Sprünge in den Schlussfolgerungen, ohne dass die Unkenntnis der zugrunde liegenden Physik dabei stört. Bsp der Mechanismus von Antikythera. Dass er ein Planetarium war erschließt sich daraus, dass er ein gutes Planetarium war!
Bsp Marsmenschen fragen sich: warum gibt es im Computer soviel überflüssige Kapazität: Grund: Chips wurden so billig. Das ist zwar eine historische Erklärung, die aber auch vom intentionalen Standpunkt ausgeht.
I 318
Bsp Flog der Archäopteryx? Man ist nicht sicher, fand aber, dass seine Kralle sich hervorragend zum Sitzen auf Ästen eigneten! Also: wie kam er da rauf...?
II 43
Def Gestaltungsstandpunkt/Dennett: Bsp ein Wecker ist (im Gegensatz zum Stein) ein gestaltetes Objekt und ist auch für eine raffinierte Art von Vorhersagen zugänglich. (Nach dem Gestaltungsstandpunkt). Wenn ich die und die Knöpfe drücke, wird ein paar Stunden später etwas passieren. Dafür brauche ich die physikalischen Gesetze nicht zu kennen.
Intentionaler Standpunkt/Dennett: Bsp Schachcomputer: Nichts in den Gesetzen der Physik zwingt den Schachcomputer, den nächsten Zug zu machen, aber auch nichts in seiner Gestaltung.
- - -
Brandom I 109
Intention/Intentionalität/Dennett: Einstellung-Einstellung: (stance-stance): behauptet, man könne nicht unterscheiden, ob etwas tatsächlich ein intentionales System ist und ob es angemessener Weise als ein solches behandelt wird. - - -
Den I 592ff
Intentionalität/echte/abgeleitete/Dennett: Bsp Einfrieren: ein Roboter muss selbständig handeln können - muß an Belohnung glauben, entwickelt aber Eigeninteressen - Frage: Intentionalität immer noch abgeleitet? - wenn ja, dann auch unsere eigene auch bloß abgeleitet - aber das ist Haarspalterei - Pointe: wir selbst sind nur solche Überlebensmaschinen für unsere Gene
I 596
Intentionalität/SearleVsDennett: keine Maschine, auch kein Getränkeautomat Einfrieren/DennettVsSearle: irgendwann ist die Intentionalität nicht mehr abgeleitet, sondern echt!

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Intentionalität Searle
 
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John R. Searle
Dav II 112
SearleVsDavidson: schlägt vor zwischen zwei Arten von Intentionen zu unterscheiden: a) "prior intentions" und
b) "intentions in action" Intentionale Handlung nur, wenn das erste das zweite verursacht.
- - -
Dennett I 281 SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität".
Dennett II 67
Def abgeleitete Intentionalität/Searle: beschränkte Form, die manche unserer Kunstprodukte besitzen: Bsp Wörter, Sätze, Bücher, Landkarten, Bilder, Computerprogramme usw. Ihre Intentionalität ist nur eine Leihgabe unseres Geistes. Einkaufsliste, ob geschrieben oder auswendig. Ebenso geistige Bilder. Etwas Inneres, aber dennoch ein Kunstprodukt. - - -
Searle I 67
Intentionalität biologisch, teleologisch: SearleVs: bei Verwechslungen wären Wörter wie "Pferd-oder Kuh" nötig. Intentionalität normativ: Wahrheit, Widerspruchsfreiheit, Rationalität intrinsisch - der darwinistischen Evolution dagegen nicht normativ.
I 178
Erfüllungsbedingungen: intentionale Zustände repräsentieren ihre Erfüllungsbedingungen nur unter gewissen Aspekten, die für den Betreffenden wichtig sind
I 266f
Intentionale Phänomene :Regelfolgen: echt kausale Phänomene - Funktionale Erklärungen: nur nackte physische Fakten, Kausalität hier nur durch interessengeleitete Beschreibung - Regeln keine Ursachen für Handlungen. Gegenstände der Intentionalität brauchen nicht zu existieren: (Hoffnung)
Glauben, Befürchten , Wünschen, Überzeugung keine Akte, man hat sie einfach.
II 208
Intentionalität/Erfüllungsbedingungen/Searle: der Geist verleiht der Hervorbringung von Klängen dadurch Intentionalität, dass er der Hervorbringung die Erfüllungsbedingungen des Geisteszustands verleiht - >Sprechakt. - Doppelte Ebene der Intentionalität: a) psychischer Zustand - b) Ebene der Absicht.
III 156
als ob-Intentionalität/Searle: erklärt nichts, wenn es keine echte Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft - SearleVsDennett: sie ist so leer wie seine "intentionale Einstellung". - - -
Graeser I 124
Intentionalität/Sprechakte/Searle: Handlungsabsichten haben Erfüllungsbedingungen, die von ihnen repräsentiert werden und indem Handlungsabsichten ihre Erfüllungsbedingungen repräsentieren, sind sie ipso facto intentional - abgeleitete Intentionalität: physische Realisierungen von Sprechakten sind nicht intrinsisch intentionale wie die propositionalen Einstellungen selbst.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Introspektion Chalmers
 
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I 13
Introspektion/Psychologie/Phänomenologie/Verhalten/Bewusstsein/Wundt/Chalmers: wenn man wie z.B. Wilhelm Wundt Introspektion gebraucht, um Verhalten zu erklären, verhält man sich 1. Cartesianisch und 2. macht man die Phänomenologie zum Schiedsrichter über die Psychologie.
I 26
Introspektion/Chalmers: die Weise, wie wir über den Inhalt unserer inneren Zustände klar werden. Das ist eine wichtige Komponente unseres alltagssprachlichen Begriffs von Bewusstsein. Analysiert werden kann Introspektion in Begriffen eines rationalen Prozesses der Aufgeschlossenheit für Information über innere Zustände und die Fähigkeit, diese Information sinnvoll anzuwenden. Zustandsberichte: erfordern zusätzlich Sprachbeherrschung.
I 189
Introspektion/Bewusstsein/Erklärung/Dennett/Chalmers: (Dennett, 1979) …es gibt öffentliche Berichte über unser Bewusstsein und Episoden unserer propositionalen Aufmerksamkeit (awareness), unsere Urteile und dann – soweit es Introspektion betrifft – Dunkelheit (1979, p. 95). ChalmersVsDennett: dann ist Dennetts Introspektion sehr verschieden von meiner. Ich find Empfindungen, Gefühle, Schmer, usw. die, obwohl sie von Urteilen begleitet sind, sie selbst nicht nur Urteile sind.
I 190
Introspektion/Chalmers: Dennetts Vorgehen ist besser als Extrospektion beschrieben. Er geht von außen vor, um sein Inneres zu erkunden. Dennett/Chalmers: (in Dennett, 1991, p. 363-364): worum es ginge, sei zu erklären, warum die Dinge uns so erscheinen wie sie es tun. Und damit wäre alles erklärt, was erklärt werden muss.
Erscheinen/ChalmersVsDennett: es gibt zwei Bedeutungen von Erscheinung:
a) phänomenal („wie es ist…“)
b) psychologisch (als Disposition für Urteile).
Dennetts Theorie erklärt nur b).


Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Kognition Chalmers
 
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I 111
Kognition/Erklärung/Bewusstsein/Kognitive Modelle/Chalmers: Kognitive Modelle sind sehr gut, wenn es um die Erklärung von Dingen wie Lernen und Verhalten geht, nicht aber bei der Erklärung von bewusstem Erleben. Bei allem, was kognitiv erklärt wird bleibt die Frage, warum es von so etwas wie Bewusstsein begleitet wird.
I 112
Kognitive Modelle können sicher die psychologische Seite des Bewusstseins (Verhaltenserklärung, Lernen, Informationsverarbeitung) abdecken, nicht aber die phänomenale Seite des bewussten Erlebens.
I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsbverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und Chalmers I 370.
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
I 172
Kognition/Chalmers: es ist falsch anzunehmen, dass sie vom Bewusstsein getrennt ist, auch wenn sie zu einer anderen Sphäre (dem Physischen) gehört. Bsp man hat eine (physische) Wahrnehmung von etwas Grünem, die aber psychologisch individuiert wird. Andererseits haben wir auch Wahrnehmungen über unser Bewusstsein.
I 218
Kognition/Bewusstsein/Kognition/Psychologie/Chalmers: die Kohärenz zwischen bewusster Erfahrung und kognitiven Strukturen ist bemerkenswert. Wir können Prinzipien erkennen: Prinzipien: 1. Verlässlichkeitsprinzip: Unsere Urteile 2. Stufe über Bewusstsein sind im Großen und Ganzen korrekt.
I 219
Wenn ich urteile, dass ich etwas höre, dann höre ich normalerweise etwas. 2. Deduzierbarkeitsprinzip (umgekehrtes Verlässlichkeitsprinzip): auch wenn uns viele Erlebnisse entgehen, haben wir normalerweise die Fähigkeit, sie zu bemerken.
I 222/223
3. Prinzip der strukturellen Kohärenz: bewusste phänomenale Erlebnisse sind immer begleitet von (geeignet charakterisierter) psychologischer Bewusstheit.
I 223
Bsp Strukturelle Gegebenheiten des Gesichtsfelds finden sich in unseren Erlebnissen von größeren und kleineren, helleren und dunkleren usw. Gegenständen wieder und ebenso in unseren Reaktionen darauf. Das trifft auch auf implizite Strukturen wie Relationen zwischen Farben zu.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Kognition Dennett
 
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Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsbverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.


Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Materialismus Chalmers
 
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Sta I 242
Def Typ-A-Materialismus/Chalmers/Stalnaker: (Chalmers 1996, 165-6) These: Bewusstsein, so weit es existiert, superveniert logisch auf dem Physischen, aus funktionalistischen oder eliminativistischen Gründen. - Def Typ-B-Materialismus: These: Bewusstsein superveniert nicht logisch auf dem Physischen, also gibt es keine a priori-Implikation vom Physischen auf das Phänomenale, dennoch wird der Materialismus behauptet. - - -
Chalmers I XIII
Materialism/Chalmers: to account for consciousness, we have to go beyond the resources it provides.
Chalmers I 41
Def Materialismus/Physikalismus/Chalmers: die These, dass alle positiven Tatsachen über die Welt global logisch supervenieren auf physikalischen Tatsachen. (>Supervenienz/Chalmers)
I 42
Der Materialismus ist wahr wenn alle positiven Tatsachen über die Welt von den physikalischen Tatsachen beinhaltet (entailed) sind. (Siehe auch Chalmers I 364).D.h. wenn für jede logisch mögliche Welt W, die physikalisch von unserer Welt ununterscheidbar ist, alle positiven Tatsachen, die wahr von unserer Welt sind, auch wahr von Welt W sind. Das entspricht Jacksons Physikalismus:
Def Physikalismus/Jackson: (Jackson 1994): Kriterium: jedes minimal physikalische Duplikat unserer aktualen Welt ist simpliciter ein Duplikat unserer Welt (Siehe auch Chalmers I 364).
I 123
Materialismus/ChalmersVsMateialismus: wenn meine Annahmen über bewusstes Erleben (phänomenales Bewusstsein) richtig sind, muss der Materialismus falsch sein: 1. Es gibt bewusste Erlebnisse in unserer Welt
2. Es gibt eine logisch mögliche Welt, die physikalisch identisch mit unserer aktualen Welt ist, in der die positiven Tatsachen über Bewusstsein in unserer Welt nicht gelten.
3. Daher sind Tatsachen über Bewusstsein zusätzliche Tatsachen, jenseits der physikalischen Tatsachen.
4. Daher ist der Materialismus falsch.
I 124
Die gleiche Schlussfolgerung kann aus der logischen Möglichkeit von Welten mit vertauschten bewussten Erlebnissen gezogen werden. Wenn Gott also die Welt erschuf hatte er, nachdem er die physikalischen Fakten sicherstellte, noch mehr zu tun, wie Kripke sagt: er musste bewirken, dass die Tatsachen über das Bewusstsein bestehen.
Das fehlschlagen dieser Art von Materialismus führt zu einer Art Dualismus.
I 139
MaterialismusVsChalmers: könnte argumentieren, dass die Unvorstellbarkeit gewisser Welten (s.o.) nur auf unsere kognitiven Beschränkungen zurückzuführen sei. Dann wäre die entsprechende Welt nicht einmal logisch möglich! (Das wäre eine mögliche Interpretation von McGinn 1989.) Analogie: man könnte vermuten, dass die Entscheidung Bsp über die Kontinuumshypothese oder ihre Negation jenseits unserer kognitiven Fähigkeiten liegt.
ChalmersVsVs: diese Analogie greift nicht im Fall unseres Verständnisses von Modalitäten (Spielarten von Notwendigkeit und Möglichkeit).
Bsp es ist auch nicht so, dass eine smartere Version der Farbenforscherin Mary besser wüsste, wie es ist, eine Farbe zu sehen.
I 144
Materialismus/Chalmers: müsste schlichtweg leugnen, dass Mary überhaupt irgendwelche Entdeckungen macht. Das ist die Strategie von Lewis (1990) und Nemirow (1990): Mary erwirbt nur eine zusätzliche Fähigkeit (zum Wiedererkennen), kein Wissen. ChalmersVsNemirow/ChalmersVsLewis: bei dieser Strategie gibt es zwar keine internen Probleme, sie ist aber unglaubwürdig.
I 145
Mary lernt sehr wohl neue Tatsachen über die Natur der Erfahrung. Sie hat den Raum epistemischer Möglichkeiten verringert. Allwissenheit/Chalmers: für ein allwissendes Wesen gibt es keine solche Verengung der Möglichkeiten.
Loar: (1990) leitet aus diesem neuen Wissen von Mary Konditionale ab: „Wenn das Sehen roter Dinge so ist, und das Sehen blauer Dinge so, dann ist das Sehen violetter Dinge wahrscheinlich so.“
DennettVsJackson: (Dennett 1991) Mary lernt überhaupt nichts. Man könnte sie nicht hinters Licht führen, z.B. indem Experimentatoren einen blauen Apfel statt eines roten hochhalten. Sie hat schon das Nötige aus den Reaktionen Anderer in ihrer Umwelt gelernt.
ChalmersVsDennett: das zeigt aber nicht, dass sie das entscheidende (phänomenale) Wissen hatte.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Ontologie Fine
 
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Rorty VI 172
Arthur Fine: "natürliche ontologische Einstellung": man sollte gewisse Fragen gar nicht beantworten. Man sollte keine großartigen ontologischen Bindungen haben, FineVsDennett: nicht vom "Mobiliar der physikalischen Welt" reden. Niemand würde fragen "wie real ist das?" (Rorty dito).

Fin I
K. Fine
The Limits of Abstraction Oxford 2008

FinA I
A. Fine
The Shaky Game (Science and Its Conceptual Foundations series) Chicago 1996

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Perspektive Sterelny
 
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Kim Sterelny Primatenwelten in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

Perler I 381
Def Two Action Test/Methode/Experiment/Perspektive/Sterelny: Gruppe 1 Ratten sehen A: linker Hebel wird gedrückt Gruppe 2 Ratten sehen B: rechter Hebel
1. Das erlaubt Lösungen mit mehr als nur einem Verhaltensprogramm. Eine Aufgabe kann in Unteraufgaben zerlegt werden.
2. Es muss verschiedene aber gleich angemessene Arten geben, die Unteraufgaben zu erledigen.
Bsp ein Schimpanse kann etwas mit den Füßen ebenso gut wie mit den Händen ausführen.
Wenn er nun wechselt, dann kann man sagen, dass er das Verhaltensprogramm richtig ausführt, aber nicht die Unteraufgaben exakt nachahmt.
I 384
Perspektive/Tier/Geist/Sterelny: statt anzunehmen, dass z.B. Schimpansen eine fremde Perspektive übernehmen können, kann man die Experimente auch so interpretieren: "Bettle um Futter bei denen, die es gesehen haben": das braucht keine Theorie über die inneren Ursachen des Verhaltens oder über die Rolle des Sehens.
I 385
Weitreichende Verhaltenskompetenzen können nicht durch ein einzelnes Experiment enthüllt werden. Dennett/Whiten: je mehr Situationen es gibt, in denen Primaten die Relevanz der Blickrichtung einsetzen, desto mehr kann gelten, dass sie sie als etwas verstehen, das durch den Geist vermittelt ist.
SterelnyVsDennett: ich sehe es weniger metaphysisch und mehr methodisch.


Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005
Psychologie Churchland
 
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I Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie in: Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993
Lanz I 302
Alltagspsychologie/Churchland: (pro Alltagspsychologie/Sellars - ChurchlandVsDennett): knüpfen an Sellars an: Alltagspsychologie hat den Status einer nützlichen empirischen Theorie. Man muss prüfen ob a) die alltagspsychologischen Prädikate tatsächlich natürliche Arten bezeichnen
b) ob die lingua mentis-Theorie des sich eng an die Alltags Psychologie anschließenden Funktionalismus plausibel ist. Die Churchlands verneinen a) und b).
Stattdessen Patricia S. Churchland: "Neurophilosophie":
ad a): es ist bemerkenswert, dass wir aufgrund von Alltagspsychologie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was den uns vertrauten psychologischen Phänomenen zugrunde liegt.
I 303
ad b): VsMentalesisch, VsLingua Mentis-Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muss man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014
Qualia Dennett
 
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Rorty VI 144
Qualia/Dennett: wir glauben an Qualia und das Phänomenologische, weil wir uns eine bestimmte Menge von Metaphern zu eigen gemacht haben.
NagelVsDennett: sinnenfeindlich! DennettVsNagel: Geheimniskrämer!
Dennett: es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.
Rorty VI 145
Qualität/Qualia/Eigenschaften/DennettVsNagel/Rorty: es gibt keine Qualitäten, es gibt nur Urteile.
Rorty VI 146
Qualia/Dennett: (wie Smart und Place): Wie sähe es denn aus, wenn es tatsächlich nichts weiter wäre, als eine Verbindung elektrochemischer Prozesse in deinem Gehirn? - ((s) Nämlich genau so).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Realität Rorty
 
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Richard Rorty
VI 169
Realität/Aussagen/Wittgenstein/Rorty: wir sind nicht imstande, zwischen unseren Aussagen über Elektronen und den Elektronen selbst hin und her zu bewegen - auch nicht zwischen unseren Zuschreibungen von Überzeugungen und den Überzeugungen selbst. - Bsp (Wittgenstein) das wäre so, als wollte man das, was in der Zeitung steht dadurch nachprüfen, dass man nachschaut, was in einem anderen Exemplar derselben Zeitung steht.
VI 170
Erfolg/Erklärung/Realität/RortyVsDennett: Erfolg als Erklärung hilft uns, auf "Realität" zu verzichten - der Erfolg besteht in der Nützlichkeit.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Dennett
 
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Rorty VI 167
Repräsentation/Dennett/Rorty: wie Übereinstimmung, durch Erfolg zu erklären: Bsp eine Karte, die Untiefen repräsentiert, ist einfach besser, als eine, die das nicht tut. RortyVsDennett: Bsp Elektron : wir sind nicht imstande, zwischen unseren Aussagen über Elektronen und den Elektronen selbst hin und her zu bewegen.Auch nicht zwischen unseren Zuschreibungen von Überzeugungen und den Überzeugungen selbst. Bsp (Wittgenstein) Das wäre so, als wollte man das, was in der Zeitung steht dadurch nachprüfen, daß man nachschaut, was in einem anderen Exemplar derselben Zeitung steht.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Selbstbewusstsein Block
 
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Metzinger II 547
Selbstbewusstsein/Tier/Block: Besitz des Begriffs des Selbst. einige Tiere erkennen sich im Spiegel. Bsp Tierversuch: Schimpansen werden narkotisiert und ihnen werden dann Farbflecken auf die Nase und an die Ohren geschmiert. 7 bis 15 Jahre alte Schimpansen bemühen sich, nach einem Blick in den Spiegel, die Farbflecken abzuwischen.

Erklärung/Block: Bsp es gibt eine Erklärung dieses Tierversuchs, die darin besteht, den Schimpansen das Selbstbewusstsein abzusprechen. Statt dessen sollen sie einen Artgenossen im Spiegel erkennen und den Schluss bilden, sie selbst könnten ähnliche Flecken haben.
Block: das ist keine Widerlegung der eigentlichen Erklärung, sondern setzt bei den Schimpansen ungewollt ein viel stärkeres Bewusstsein sowie außerdem die Fähigkeit zum Schlussfolgern voraus!
Außerdem Selbstbewusstsein: um darüber nachzudenken, ob ich einen Farbfleck auf der Stirn habe, muss ich über mich selbst nachdenken können.
II 557
Tierversuch: Bsp ein Schimpanse kontrolliert auf einem Bildschirm die Bewegungen seines Armes in einem Loch, das er nicht einsehen kann. (Wird von manchen als "Kulturleistung" gewertet.) BlockVsDennett: Selbstbewusstsein ja, aber warum kulturell?
Bsp Dass ich ein "Direktorenselbstbewusstsein" brauche, um mich als Direktor zu sehen, ist einfach banal und erfordert eigentlich keine Kultur. Sonst brauchte ich noch ein gesondertes Selbstbewusstsein für mich als jemand, der die Schlüssel in der Tasche hat. ad infinitum. Unendlich viele Charakterisierungen erfordern nicht jeweils ein eigenes spezielles Selbstbewusstsein.


Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Sprache Nagel
 
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I 57
NagelVs Primat der Sprache : führt zur Abwertung der Vernunft, Verfallsprodukt der analytischen Philosophie. Abwendung von Frege. Denken ist oft nichtsprachlich. die allgemeinsten Formen des Denkens hängen von keiner Einzelsprache ab.
I 57
Wenn Sprache Denkprinzipien erkennen lässt, liegt das nicht daran, dass Logik Grammatik ist, sondern daran, daß Grammatik der Logik gehorcht.
I 61
Daß »und« durch kontingente Umstände zum Wort für die Konjunktion geworden ist, hat überhaupt keine Konsequenzen für den Status der wahren Aussage, dass p von p und q impliziert wird. Was eine Menge von Sätzen bedeutet, ist von Konventionen abhängig. Was aus einer Menge von Prämissen folgt, ist nicht davon abhängig (formal.)
Rorty VI 144 ff
NagelVsDennett: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. - Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
Rorty VI 144 ff
NagelVsWittgenstein: (laut Rorty): die Grenzen der Sprache sind nicht die Grenzen des Denkens! "Der Gehalt einiger Gedanken geht über jede Form hinaus, die sie im menschlichen Bewusstsein annehmen können." (Pro Unterscheidung Schema/Inhalt!).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Terminologien Fodor
 
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IV 1
Def anatomisch/Fodor/Lepore: ist eine Eigenschaft genau in dem Fall, wo, wenn etwas sie hat, dann wenigstens ein zweites Ding diese Eigenschaft haben muss. - ((s) Aber nicht alle Dinge müssen diese Eigenschaft haben, im Gegensatz zum Holismus). - Bsp Zwilling ((s) Aber nicht männlicher Zwilling). - Def atomistisch: Eigenschaft, die nicht anatomisch sind - Bsp -"...aß das letzte...".
IV 13
Holismus/Fodor/Lepore: Bsp angenommen, anatomische Eigenschaften wären auch holistisch - dann könnte sich herausstellen, dass Bsp keine Sprache einen Ausdruck für "the pen of my aunt" haben könnte, wenn sie nicht auch Ausdrücke hat, die folgenden Ausdrücken entsprechen, z.B. "zwei ist eine Primzahl".
IV 134
Bsp belief/shmelief/Glauben/Shlauben/Fodor/Lepore: shmeliefs: wie Glauben, aber ohne dass Nachsicht für sie analytisch ist, dann können die meisten falsch sein, Glauben aber müssen meist wahr sein.
IV 140
Projektivismus/Fodor/LeporeVs: 1. Der Projektivismus muss behaupten, dass es auf der Zwillingserde keine Glaubenseinstellungen gibt. 2. Er kann das Element der Interpretation der intentionalen Zuschreibung gar nicht erklären.
IV 148
Interpretationstheorie/Fodor/Lepore: die These, dass es keine intentionalen Zustände gibt - ((s) Dennett pro?) - Fodor/LeporeVsDennett: wenn Intentionalität nicht existiert, kann Interpretation ihr auch keine Eigenschaften zuschreiben - wenn es keine Glaubenseinstellungen und Wünsche gibt, kann es auch nichts geben, wofür sie selektiert werden.
IV 197
Zustandsraum-Semantik/Churchland/Fodor/LeporeVsChurchland: der technische Apparat hilft nicht, wenn man die alltäglichen Begriffe nicht versteht. - Bsp "heiratsfähig" wird nicht durch eine "Dimension der Heiratsfähigkeit" erklärt.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Vorhersage Fodor
 
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IV 150
Vorhersage/Fodor/LeporeVsDennett: Voraussagefähigkeit muss nicht auf Rationalität basieren. - Sie kann auch auf Regularität gestützt werden.
IV 150f
Vorhersagbarkeit des Verhaltens ist kein Argument für intentionale Zuschreibung - Bsp Regelmäßigkeit statt Nachsicht. - Gesetzesartige Verbindungen mit geteilten Reizen sind hinreichend. - Keine Rationalität ist notwendig.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
Zwillingserde Dennett
 
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I 572
Zwillingserde/Putnam/DennettVsPutnam: er verlangt einen Sprung in der Bezugnahme, einen Sprung in der Intentionalität.
I 573f
Dennett: man könnte jetzt zu der Auffassung neigen, dass die innere Intentionalität eine gewisse "Trägheit" habe. Das Gehirn kann sich nicht auf etwas richten und etwas anderes meinen. (Wittgenstein). Zwillingserde/Dennett/VsPutnam: man kann nicht eine Geschichte erzählen unter der Annahme, dass Tische keine Tische sind, obwohl sie wie Tische aussehen und so benutzt werden.
Etwas anderes wäre ein "Lebewesen, dass wie Fury aussieht" (Aber eben nicht Fury ist).
Aber Wenn es auf der Zwillingserde "Schmerde" gibt, die ganz wie unsere Pferde sind, dann sind Schmerde Pferde - eine nichtirdische Sorte Pferde zwar, aber immerhin Pferde.
((s) deshalb hat bei Putnam das Zwasser doch gerade eine andere chemische Formel: YXZ.)
Dennett: man kann natürlich auch eine strengere Meinung vertreten, nach der die nichtiridschen Pferde eine eigene Spezies sind. Beides ist möglich. ((s)VsDennett: es hängt davon ab, wie man Bestimmtheit definiert). ((s) Das funktioniert nur bei "verdeckten" Eigenschaften).
Zwillingserde/DennettVsPutnam: er versucht, die Lücke zu schließen, indem er sagt, dass wir uns auf natürliche Typen beziehen, ob wir es wissen, oder nicht.
Dennett: Aber welche Typen sind natürlich? Rassen sind ebenso natürlich wie Arten oder Gattungen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 33 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDennett Sellars Vs Armstrong, D.
 
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I XXXVIII
Def Wahrnehmung/Armstrong: „nichts anderes als der Erwerb von Wissen um einzelne Tatsachen über die Welt mit Hilfe der Sinne“.(1961). Von einem deskriptiven Inhalt ist hier genauso wenig die Rede wie bei der Dennett.
I XXXIX
Wahrnehmung/Denken/SellarsVsArmstrong/SellarsVsDennett/Sellars: es ist nicht dasselbe, ob man bloß etwas denkt oder ob man etwas sieht und zugleich denkt! Selbst wenn man einräumt, dass die Gedanken, die in die Wahrnehmung hineinspielen, einen bestimmten Inhalt besitzen (Sellars pro) so lässt sich doch kaum verstehen, wie die Hinzufügung eines weiteren begrifflichen Gegenstands für den Unterschied zwischen Sehen und bloßem Denken aufkommen kann.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
VsDennett Pauen Vs Blackmore, S.
 
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Pauen V 244
Ich/Blackmore/Pauen: Überzeugungen sind nur Akkumulationen von Memen, die sich ständig verändern. VsMinsky, VsDennett: Das Selbst hat auch keinen pragmatischen Wert. Unbelastet davon, können wir einen unbefangeneren Zugang zur Gegenwart haben. (NagelVs.)
V 245
Ich: nicht Ursprung unserer Wünsche, sondern Funktion der Bündelung. PauenVsBlackmore: wie sollte dann überhaupt Kontinuität gewahrt bleiben?
Vs: Individuen können sich ganz unterschiedlich zu Wünschen verhalten, auch wenn sie (memgesteuert) zur gleichen sozialen Gruppe gehören.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsDennett Dennett Vs Churchland, P.
 
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II 64
Sprache/Zahlen/Messen/Churchland, Paul: hat Aussagen mit Zahlen verglichen: Bsp "X hat ein gewicht in Gramm von 144"
"Y hat eine Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde von 12".
DennettVsChurchland: Es gibt Probleme, wenn wir die gleichen Umwandlungsregeln und Gleichsetzungsregeln auf verschiedene Ausdrucksweisen für eine vermutliche gleiche Aussage anwenden. Aussagen sind nun einmal leider keine so braven theoretischen Gebilde wie Zahlen. Aussagen ähneln mehr den Dollars als den Zahlen! Bsp
"Diese Ziege ist 50 Dollar wert.
Und wieviel in griechischen Drachmen?, heute mehr als im alten Athen? usw.
Lanz I 302
Churchland: (pro Alltagspsychologie/Sellars ChurchlandVsDennett): knüpfen an Sellars an: Alltagspsychologie hat den Status einer nützlichen empirischen Theorie. Man muss prüfen ob a) die alltagspsychologischen Prädikate tatsächlich natürliche Arten bezeichnen
b) ob die lingua mentis Theorie des sich eng an die Alltags Psychologie anschließenden Funktionalismus plausibel ist. Churchland verneinen a) und b).
Stattdessen P.S. Churchland: » Neurophilosophie«:
ad a): es ist bemerkenswert, dass wir aufgrund von Alltagspsychologie nicht die leiseste Ahnung davon haben, was den uns vertrauten psychologischen Phänomenen zugrunde liegt.
I 303
ad b):VsMentalesisch, VsLingua Mentis Theorie: aus der Sicht der Evolution ist Sprache ein Spätankömmling. Es gab intelligente Lebewesen, bevor Sprache in die Welt kam und es gibt intelligente Lebewesen, die nicht sprachbegabt sind. So muss man aufgrund der evolutionären Kontinuität zwischen Menschen und ihren Vorfahren auch bei Menschen eine große Anzahl nicht sprachanaloger kognitiver Prozesse annehmen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett Newen Vs Davidson, D.
 
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Newen I 201
Verhalten/DennettVsKausalerklärung/Erklärung/Verhaltenserklärung/Dennett/DennettVsDavidson/Ryle/Newen: Dennett (wie Ryle): Verhalten nicht kausal erklärbar, sondern durch Wünsche und Überzeugungen als intentionale Einstellungen, nicht Ursachen. (DennettVsDavidson).
I 205
Überzeugung/Intentionalität/intentionale Erklärung/Dennett/Newen: Dennetts Erklärung schließt nicht die These ein, dass es Wünsche und Überzeugungen überhaupt gibt. DennettVsDavidson/VsKausalerklärung/Dennett/Newen: These: die Ebenen (intentional,. physikalisch, funktional) sind getrennt und dürfen nicht verknüpft werden.
mentale Phänomene/Dennett/Newen: sind nur durch die Zuschreibung intentionaler Einstellungen erfassbar.
I 206
VsDennett: Bsp Zahnschmerzen sind ein mentaler Zustand. Dann muss Dennett behaupten, dass der Zustand davon abhängt, ob es für jemand nützlich ist, der Person Zahnschmerzen zuzuschreiben.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsDennett Brandom Vs Dennett, D.
 
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I 113
Bedeutung/intentionale Systeme/BrandomVsDennett: zur Bedeutung gehört Verstehen, und solche Systeme verstehen nichts.
II 54
BrandomVsDennett: wenn man derivative Intentionalität unterscheiden muss von ursprünglicher Intentionalität des Interpreten dann droht ein Regress. BrandomVsHume, BrandomVsLocke: wir sollten das herunterspielen, womit sie sich herumgeschlagen haben, die Ähnlichkeit mit Tieren. (Auch Dennett, als Naturalist).
Wir sind kulturelle und nicht bloß natürliche Wesen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsDennett Churchland Vs Dennett, D.
 
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Metzinger II 477
ChurchlandVsDennett: 1. die Annahme der Sprachabhängigkeit von Bewußtsein spricht Kindern und Tieren Bewußtsein ab. 2. Es ist seit einiger Zeit bekannt, daß rekurrente neuronale Netze zeitliche Sequenzierungen erzeugen können!
3. es ist keine virtuelle Maschine nötig, eine bestimmte Klasse von Operationen kann der Output eines einzigen, wenn auch stark verteilten Netzwerkes sein.
Dennett könnte durchaus Recht haben, aber nicht auf diesem Weg.

Churla I
Paul M. Churchland
Matter and Consciousness Cambridge 2013

Churli I
Patricia S. Churchland
Touching a Nerve: Our Brains, Our Brains New York 2014

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsDennett Davidson Vs Dennett, D.
 
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II 136
Ereignis/Davidson: Haben von Gründen, alle prop. Einst. im Gegensatz zu physikalischen Ereignissen, die physikalische Beschreibungen haben. Diese Beschreibungen der materiellen Welt können alltagssprachlich sein, nur nicht intentionalistisch (DavidsonVsDennett) - Mikroebene: Haben von Gründen, Makro: Körperbewegungen
II 139
Die Individuationsverfahren des intentionalistischen und des physikalistischen Diskurses weisen eine prinzipielle Inkommensurabilität auf. Den intentionalistischen Prädikaten wohnt essentiell Normativität inne.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsDennett Dretske Vs Dennett, D.
 
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Dennett I 567
Bedeutung/Funktion/Dennett: es erscheint manchen Philosophien unerträglich, Bedeutung mit Funktion zu verknüpfen, denn sie weist der Bedeutung keine richtige kausale Rolle zu. DF Ähnliche Idee: daß der Geist nur eine Wirkung und keine ursprüngliche Ursache ist. (Evolution).
Bedeutung/DretskeVsDennett: das genügt nicht, die Bedeutung muß in unserem geistigen Leben eine Rolle spielen, wie sie es im Leben eines künstlichen Gegenstands (Bsp Getränkeautomat) nie tut.

Dret I
F. Dretske
Naturalizing the Mind Cambridge 1997

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett Field Vs Dennett, D.
 
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II 70
Repräsentation/Messen/Dennett/Field: (Dennett 1982) alternatives Repräsentations-Theorem: hier werden Zahlen nicht physischen Objekten zugeschrieben, sondern zu monadischen Massen-Eigenschaften, Eigenschaften, eine bestimmte Masse zu haben. DF. Analogie zur Intentionalität: keine Objekte oder Vorkommnisse mit Boolescher oder Satzstruktur, sondern Eigenschaften mit einer solchen Struktur.
Field: verpflichtet uns das auf weniger innere Struktur?
intentionale Eigenschaften/Dennett/Field: vielleicht sollen diese Dennettschen Eigenschaften einem Organismus als ganzem zugeschrieben werden? Von diesen könnte ein Organismus viele zur gleichen Zeit haben. Dann ist alles was wir an Struktur brauchen, Relationen, die für Propositionen zwischen gleichzeitigen Zuständen eines ganzen Organismus bestehen, geeignet sind. Das ist aber nicht das, was die meisten Leute unter „inneren Repräsentationssystem“ verstehen.
2. (wichtiger, im Zusammenhang mit Nominalismus): nicht jede Abbildung von Repräsentationen auf Propositionen, die die Boolesche oder Satzstruktur bewahrt, genügt den Erklärungsansprüchen die wir an Propositionen stellen:
II 71
Wir könnten leicht welche finden, die die Boolesche oder Satzstruktur bewahren und die Proposition daß Gras grün ist dem Geistzustand, „Schnee ist weiß“ zuschreiben. Proposition/Field: für sie (anders als für Zahlen) ist Struktur nicht hinreichend.
FieldVsDennett: daher ist seine Analogie nur begrenzt. Die Rolle von Propositionen ist ganz anders als die von Zahlen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsDennett Fodor Vs Dennett, D.
 
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Dennett I 570
Bedeutung/Evolution/FodorVsDennett: Bsp Auge des Froschs: Berichte über Bedeutung zu unbestimmt, wenn sie nicht zwischen Schatten und wirklicher Fliege unterscheiden. Bedeutung/Evolution/DennettVsFodor: wo man schlicht nicht unterscheiden kann, was die selektionierende Umwelt war, gibt es in der Frage, was das Auge wirklich sagt, keine Wahrheit.

Fodor/Lepore IV 142
Def Normativismus/Dennett/Fodor/Lepore: ein Wesen sollte repräsentiert werden als eins, das solche intentionalen Zustände hat, wie sie den Umständen angemessen sind. Und die Wünsche, die seinen Interessen entsprechen. Es gibt zwei Richtungen, warum das mit der Interpretationstheorie zusammenhängen soll:
1. weil einige der Zuschreibungsprinzipien normativ sein sollen,
2. wenigstens einige der Prinzipien sind idealisiert und heuristisch. Sie werden nicht von intentionalen Systemen aus Fleisch und Blut erfüllt.
Fodor/Lepore VsDennett/VsNormativismus der intentionalen Zustände: wir stellen beides in Frage.
ad 1. nun also, welche Prinzipien denn? Hier unterscheidet sich Dennett nicht von Davidson und Lewis.
IV 143
Betrachten wir folgende Prinzipien der Nachsicht/PdN: 1. Wahrheitsprinzip: notwendig, intentionale Zuschreibungen sind mehrheitlich wahr. (Davidson, Lewis, Dennett)
2. Kohärenzprinzip: notwendig, die meisten intentionalen Zuschreibungen sind kohärent. (Davidson, Lewis, Dennett)
3. Schließungsprinzip, Geschlossenheitsprinzip: notwendig, wenn eine Kreatur P glaubt, und P Q beinhaltet, muss man annehmen, dass sie beides glaubt (nur Davidson)
4. Angemessenheitsprinzip: die meisten Kreaturen wünschen für sich das, was gut für sie ist. (Alle Autoren).
IV 144
Evolutionstheorie/Fodor/LeporeVs Dennett: seine evolutionstheoretischen Unterstellungen sind zweifelhaft:
IV 145
dass ein System evolutionär selektiert ist, bedeutet nicht, dass alle seine Subsysteme es sind! Es ist nicht offensichtlich, dass ein System, das das meiste zu recht glaubt, einen Entwicklungsvorteil hat! (siehe Stich, The Fragmentation of Reason). Anmerkung
5. > IV 145
VsDennett: es ist einfach nicht wahr, dass wenn wir ein Wesen mit intentionaler Struktur finden, dass diese dann aufgrund der Selektion vorhanden sein muss.
IV 146/147
Fodor/Lepore VsDennett: 1. so scheint der hermeneutische Status der Zuschreibung intentionaler Einstellungen (an uns) von dem entsprechenden hermeneutischen Status der Zuschreibung biologischer Funktionen (an mentale Zustände) abgeleitet. Fodor/LeporeVsDennett: 2. es ist nicht klar, wozu die These der Interpretationstheorie (dass es keine intentionalen Zustände gibt) in der Biologie dienen soll.
IV 150
Vorhersage/Voraussagefähgigkeit/Vorhersagbarkeit/Kohärenz/Rationalität/Erklärung/Fodor/Lepore VsDennett: Vorhersagemöglichkeit muss nicht auf der Annahme von Rationalität basieren, sie kann auch einfach auf festgestellter Regelmäßigkeit basieren.
I 154
Normativismus/Fodor/LeporeVsDennett: sein Normativismus basiert aber auf dem PdN. Vs: das evolutionstheoretische Argument macht aber die Relation zwischen Interpretation und Nachsicht kontingent.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett Hofstadter Vs Dennett, D.
 
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II 709
Bedeutung/Computer/SearleVsDennett: Computer besitzen keine "Semantik", und werden nie eine haben.
VsDennett McDowell Vs Dennett, D.
 
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I 77
Inhalt/Dennett: schlägt vor, die Rolle des Inhalts auf der personalen Ebene zu einem Teil des Inhalts auf der sub-personalen Ebene zu verstehen. ("Vorgefühl", kommt allerdings nicht isoliert vor.). McDowellVsDennett.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsDennett McGinn Vs Dennett, D.
 
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I 69
Bewußtsein/McGinn: Auch eine syntaktische KAGA-Erklärung, die annimmt, daß es im Gehirn tatsächlich Symbole gibt, macht es nicht möglich, das Bewußtsein als bloße Aneinanderreihung solcher Symbole zu erklären. (McGinnVsDennett, McGinnVsPinker). Grundstruktur der Bewußtseinszustände: wenn es überhaupt so etwas gibt, liegt sie auf der Ebene des Bewußtseins! Sie ist kein Verfahren zum Heraushieven des Bewußtseins aus Gehirnzuständen oder Gehirneigenschaften.
II 191
Def Tod/McGinn: die Auslöschung des Ichs, Sterben ist der Prozeß dieser Auslöschung.
II 192
Wir haben lediglich die bloße Vorstellung davon, in einem Augenblick zu existieren und bald darauf nicht mehr zu existieren. Der Prozeß bleibt verschwommen und undurchsichtig. Es ist in vielem dasselbe wie der Beginn der Existenz. Wir können uns den Anfang des Ichs nicht einfach so vorstellen, wie Materie, die Form annimmt. (DennettVs).

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
VsDennett Nagel Vs Dennett, D.
 
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Rorty VI 144
Erklärung/Dennett/Rorty: es reicht aus, zu erklären, warum es etwas Phänomenologisches zu geben scheint also warum es so zu sein scheint " dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Denken .. dass etwas rosarot erscheint, und dem, dass etwas wirklich rosarot erscheint. (!) VsDennett: seine Kritiker glauben, dass sein Buch bloß dazu taugt, das Bewusstsein wegzuerklären.
Glauben/Existenz/Dennett/Rorty: sollte erwidern, dass es eine gute Sache ist, etwas wegzuerklären, also zu erklären, dass wir dem Etwas in unserem Bild keinen Platz einräumen müssen, sondern nur dem Glauben an dieses Etwas.
NagelVsDennett/Rorty: prokusteshafte Anpassung an Objektivität. Stattdessen sollten wir uns um eine Objektivität bemühen, die den Standpunkt der ersten Person mit dem der dritten Person verbindet.
Erste Person/Nagel/Searle/Rorty: (u.a.): Kenntnis von intrinsischen, nichtrelationalen Eigenschaften geistiger Ereignisse.
RortyVsNagel/VsSearle: falls sie die Maxime: "hat man alle relationalen Eigenschaften (alle Ursachen und Wirkungen) erklärt, so hat man die Sache selbst erklärt" akzeptieren, so werden sie erkennen, dass sie hier den Kürzeren ziehen.
I 145/146
Nagel: (laut Rorty) daher muss er darauf beharren, dass nichtrelationale Eigenschaften unmöglich auf relationale zurückführbar sind. Bewusstsein/Nagel/Rorty: dass ein Mensch Bewusstsein hat, ist nicht bloß ein Glaube, sondern eine Schlussfolgerung aus den Belegen.
Also gibt es eine Lücke (laut Rorty) zwischen den Belegen und dem Schluss aus den Belegen, die Lücke zwischen der Gesamtheit der Relationen zwischen dem Bewusstsein und der übrigen Welt und der intrinsischen Beschaffenheit des Bewusstseins andererseits.
VI 147
NagelVsDennett/Rorty: seine "Heterophänomenologie" ist nicht ausreichend. Nagel These: die Quellen der Philosophie sind vorsprachlich, ihre Probleme nicht kulturabhängig.
VI 149
Heterophänomenalismus/DennettVsNagel: er sollte den "Heterophänomenalismus" als neutrale Beschreibung akzeptieren. RortyVsDennett, RortyVsNagel: beides ist verfehlt! Der Heterophänomenalismus beansprucht, das was Nagel für unsagbar hält, auszusprechen. Nagel hat hier recht, wenn er dem eine petitio principii vorwirft, denn damit werden alle interessanten Fragen vorentschieden.
DennettVsNagel: vielleicht ist man nur jetzt nicht in der Lage, und später sehr wohl, gewisse Dinge zu beschreiben!
NagelVsDennett: etwas "anderes, Beschreibbares" interessiert mich gar nicht! Man soll das Unbeschreibbare nicht durch etwas Beschreibbares ersetzen.
VI 150
Das wäre so, als wollte man von Kant verlangen, nach der Rezeption von Hegel doch noch das Ding an sich zu erkennen.
VI 151/152
Def Heterophänomenologie/Rorty: nimmt für sich in Anspruch, dem anderen mitzuteilen, worüber dieser "eigentlich geredet hat". VsQualia, Vs unerkennbares Wesen, Vs Wissen, das nicht durch Redeweise beeinflussbar ist, (Reduktionismus) . (RortyVsDennett: dieser glaubt fälschlich, er sei neutral).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDennett Putnam Vs Dennett, D.
 
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Dennett I 575
Bedeutung/Dennett: Getränkeautomat und Mitteilung des Froschauges beziehen ihre Bedeutung aus der Funktion. Wo die Funktion keine Antwort liefert, gibt es nichts mehr zu untersuchen. Die Bedeutungen der Menschen sind genauso abgeleitet wie die des Getränkeautomaten. Das beweist die ZE. Sonst muß man Essentialismus postulieren. Bedeutung/PutnamVsDennett: hat nicht primär mit Funktion zu tun! Eher mit Bezug.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett Rorty Vs Dennett, D.
 
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Richard Rorty
VI 171
Existenz/RortyVsDennett: niemand würde fragen "wie real ist das?" es sei denn, im schwebt ein parteiischer Gegensatz vor. (Royce: Z "manche Dinge sind nicht so verflucht wirklich").
VI 172
Dennett hält alle für Abstrakta. Im Gegensatz dazu sind Elektronen für ihn Illata! Ontologie/Arthur Fine: "natürliche ontologische Einstellung": man sollte solche Fragen gar nicht beantworten. Man sollte keine großartigen ontologischen Bindungen haben.
FineVsDennett: man sollte nicht vom "Mobiliar der physikalischen Welt" reden.
Ontologie/RortyVsDennett: sobald man die Aufgabe des Antizipierens und Verstehens der Welt abgeschlossen hat, verspürt man keinen Reiz mehr, sich einem neuen Thema nämlich der Ontologie zuzuwenden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDennett Searle Vs Dennett, D.
 
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John R. Searle
Dennett I 558
Intentionalität/SearleVsDennett: ist nicht durch die Zusammensetzung von Apparaten oder den immer besseren Aufbau von Algorithmen zu erreichen. DennettVsSearle: das ist der Glaube an Himmelshaken: der Geist soll nicht entstanden sein, er ist nicht gestaltet, sondern nur (unerklärliche) Quelle von Gestaltung.
SearleVsDennett: die Ansicht, man könne nach den "freischwebenden Gründen" für einen Selektionsprozeß für den Geist suchen, sei ein Zerrbild des darwinistischen Denkens.
- - -
Searle I 179
Wir können den Begriff von einem unbewussten Geisteszustand nur so verstehen, dass er von einem wirklichen Inhalt des Bewusstsein handelte. Def "Verbindungsprinzip": die Idee, dass alle unbewussten intentionalen Zustände im Prinzip Bewusstsein zugänglich sind.
1. SearleVsDennett: es gibt einen Unterschied zwischen intrinsischer Intentionalität und Als ob Intentionalität. Wollte man diesen Unterschied aufgeben, müsste man in Kauf nehmen, dass alles zu etwas Geistigem wird, denn relativ zu irgend einem Zweck lässt sich alles und jedes so behandeln, als ob es etwas geistiges wäre.
Bsp Fließendes Wasser ließe sich so beschreiben, als ob es Intentionalität hätte: es versucht, nach unten zu gelangen, indem es cleverer Weise die Linie des geringsten Widerstands besucht, es verarbeitet Information, des berechnet die Größe von Felsen usw.. (> Naturgesetze). Doch wenn Wasser etwas Geistiges ist, dann ist alles etwas Geistiges.
2. Unbewusste intentionale Zustände sind intrinsisch.
I 180
3. intrinsische intentionale Zustände, bewusst oder unbewusste, haben immer eine Aspektgestalt. Jemand mag ein Glas Wasser trinken wollen, ohne ein Glas H2O trinken zu wollen. Es gibt unbestimmt viele wahre Beschreibungen des Abendsterns oder eines Glases Wasser, aber wenn jemand ein Glas Wasser wünscht, dann geschieht dies nur unter gewissen Aspekten und unter keinen anderen.
I 181
4. Das Aspekte Merkmal lässt sich allein mit Hilfe von Dritte Person Prädikaten nicht erschöpfend oder vollständig charakterisieren. Es wird immer eine Folgerungslücke klaffen zwischen den erkenntnistheoretische Gründen, die wir aus dem Verhalten dafür gewinnen können, dass der Aspekt vorliegt, und der Ontologie des Aspekts selbst. Eine Person mag sehr wohl ein Verhalten des Wassersuchens an den Tag legen, aber jedes solche Verhalten wird auch ein Suchen von H2O sein. Es gibt keine Möglichkeit das Zweite auszuschließen.
I 182
Bsp Angenommen, wir hätten ein Hirn o Skop um in den Schädel einer Person zu blicken, und sehen, dass sie Wasser, aber kein H2O will, dann müsste immer noch eine Schlussfolgerung im Spiel sein! Wir müssten dann immer noch eine gesetzesartige Verknüpfung haben, die uns in die Lage versetzt, aus unseren Beobachtungen der neuralen Architektur zu schließen, dass in diesem Fall der Wunsch nach Wasser, nicht aber der Wunsch nach H2O realisiert ist. Die neurophysiologischen Tatsachen sind immer für eine beliebige Menge geistiger Tatsachen kausal hinreichend.
5. Doch die Ontologie der unbewussten Geisteszustände besteht einzig und allein in der Existenz rein neurophysiologischer Phänomene.
Bsp stellen wir uns vor, jemand schläft fest und traumlos. Nun ist es so, dass er glaubt, dass die Hauptstadt von Colorado Denver ist. Nun, die einzigen Tatsachen, die existieren können, während er völlig ohne Bewusstsein ist, sind neurophysiologische Tatsachen.
I 183
Das scheint ein Widerspruch zu sein: die Ontologie der unbewussten Intentionalität besteht ganz und gar aus objektiven, neurophysiologischen Dritte Person Phänomenen, und dennoch haben diese Zustände eine Aspektgestalt. Dieser Widerspruch löst sich auf, wenn wir folgendes berücksichtigen: 6. Der Begriff eines unbewussten intentionalen Zustands ist der Begriff von einem Zustand, der ein möglicher bewusster Gedanke ist.
7. Die Ontologie des Unbewussten besteht in objektiven Merkmalen des Gehirns, die fähig sind, subjektive bewussten Gedanken zu verursachen.
I 184
Die Existenz von Kausalmerkmalen ist damit verträglich, dass ihre Kausalkräfte in jedem Einzelfall durch Störfaktoren blockiert sein mögen. Ein unbewusster intentionaler Zustand mag so beschaffen sein, dass er von der betreffenden Person einfach nicht zum Bewusstsein gebracht wären werden könnte. Er muss jedoch ein Ding von der Art sein, das prinzipiell zum Bewusstsein gebracht werden kann. Mentalismus: der naive Mentalismus führt zu einer Art dispositionalen Analyse unbewusster Geistesphänomene. Die Idee einer dispositionalen Theorie des Geistes ist genau zu dem Zweck eingeführt worden, die Berufung auf das Bewusstsein loszuwerden. (> Ryle).
- - -
III 156
Regel/VsSearle: man könnte einwenden: "ist es nicht eigentlich einfach so, "als ob" wir den Regeln folgten?" Als ob/Intentionalität/Searle: "Als ob-Intentionalität" erklärt nichts, wenn es keine wirkliche Intentionalität gibt. Sie hat keine kausale Kraft.
SearleVsDennett: sie ist so leer wie dessen "intentionale Haltung".

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett Verschiedene Vs Dennett, D. I 400
VsDennett These "ich bin der Bursche, der bekanntermaßen leugnet, daß die Menschen Farben oder Schmerzen wahrnehmen und der glaubt, daß Thermostaten denken - man braucht nur meine Kritiker zu fragen."




VsDennett Peacocke Vs Dennett, D.
 
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I 204/205
PeacockeVsDennett: die kausale Rolle von Glauben und anderen propositionale Einstellungen kann nicht in dieser (über Zuschreibungsregeln) abgeleiteten Weise erfasst werden, nämlich als Konsequenz einer instrumentalistischen Sicht. Vs interner Instrumentalismus/VsInstrumentalismus: Dennetts instrumentalistische Bedingungen sind nicht hinreichend für die Zuschreibung psychischer Zustände.
Bsp Angenommen, es gibt einen "Körper", der genau einem menschlichen gleicht außer, dass er kein Gehirn hat. Er sei vom Mars aus gesteuert und die Marsmenschen verstehen völlig die menschliche Neurophysiologie. Ihr Computer kann Nervenreizungen für jede gegebene Stimulation und Vergangenheitssituation vorhersagen.
Der Computer hat eine Spezifikation der Vergangenheit des "Körpers" aber nur eine endliche Menge von Konditionalen, die vorschreiben, wie sich der "Körper" verhalten sollte. So kann er den "Körper" dazu veranlassen, sich in jeder Situation wie ein Mensch zu verhalten. Dieses Verhalten ist nun genauso vorhersagbar, wenn man ihm Intentionen unterstellt. Er ist aber bloß eine Marionette. Daher sind Dennett Bedingungen nicht hinreichend.
Peacocke: was lassen die Bedingungen aus?
Falsche Lösung: vorzuschlagen, dass ein System von einem anderen intentionalen System gebaut werden müsste. Das wäre zu streng.
Lösung: was fehlt, ist, dass der Glaube und die anderen nicht kausal verursacht werden! Bsp wenn sich jemand erinnert, dann gibt es einen Zustand, in dem er einmal gewesen ist...
I 206
Solche Zustände hat der Computer nicht. Wohl wird es eine Geschichte der früheren Stimulationen geben. Aber das kann kaum mit einer Gedächtnisspur identifiziert werden.
PeacockeVsVs: damals mag sich gleichzeitig eine Intention gebildet haben, die überdauert hat. Dann können wir nicht sagen, dass diese Intention die Beschreibung dieser Begegnung in der Vergangenheit ebenfalls als kategorisches Fundament (categorical grounds) hat.
Der Computer als volkspsychologisch erklärt, nimmt Glauben, Erfahrung, Erinnerung, Intention usw. als aufeinander bezogen.
Peacocke: das legt nahe, dass Intentionen zu haben mehr ist als eine komplexe und zusammenhängende Familie von Dispositionen (sogar zusammen mit einer kategorischen Fundierung).
Der Fall des Computers zeigt, dass Dennetts kausale Interaktionen nicht immer vorhanden sind, wenn die instrumentalistischen Bedingungen für die Zuschreibung von Glauben erfüllt sind. Daher bringt Dennett sogenannte "Kernelemente" Diese sind im Computer Fall nicht vorhanden.
Peacocke: man kann sagen, dass der Computer keine Erlebnisse (Erfahrungen) hat, dann hat er auch keine propositionale Einstellungen.
Peacocke: das macht es notwendig, eine mittlere Position zu beziehen. Wenn es diese nicht gäbe, würde uns das auf die Seite des Mentalesisch zwingen!

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsDennett Stalnaker Vs Dennett, D.
 
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II 180
DennettVsSententialismus/Dennett/Stalnaker: Vs Sätze als Glaubensobjekte. (Relationstheorie). Lösung/Dennett: "organismischer Beitrag" des Glaubenden. Neutral in Bezug auf die Weise, wie er repräsentiert wird.
Def notionale Einstellung-Psychologie/not. Einst/Dennett: (statt propositionale Einstellung) neutral in Bezug auf die Weise der Repräsentation. Definiert in Begriffen von möglichen Welten (MöWe), "notionalen Welten".
Def prop Einst-Psychologie/Dennett: beschreibt Einstellungen in Begriffen von weitem Inhalt.
Def sententiale Einstellungen/sent.Einst/Dennett: syntaktisch, nimmt Mentalesisch an.
Def notionale Welt/Dennett: eine fiktionale Welt, die von einem Theoretiker als externem Beobachter konstruiert wird,
II 181
um die engen Einstellungen eines Subjekts zu charakterisieren. D.h. Mein Zwilling auf der Zwillingserde und ich haben die dieselbe notionale Welt. Def enger Inhalt/Dennett: ist durch eine Menge von notionalen Welten definiert, die die Weise ist, wie eine Person, die aktuale Welt (WiWe) sei.
notionale Welt/Stalnaker: scheinen genau die MöWe zu sein, die in der Psychologie der propositionalen Einstellungen den weiten Inhalt charakterisieren.
StalnakerVsDennett: alle MöWe außer einer sind fiktiv – wie können notionale Einstellungen von propositionalen Einstellungen verschiedenen sein. Warum sollen not Einst eng und prop Einst weit sein?
enger Inhalt/StalnakerVsDennett: sind dann nach Dennett einfach Propositionen. Der Unterschied findet sich weder in den Welten selbst, noch in der Natur der Inhalte, wenn es beiden einfach Mengen von MöWe sind. Der Unterschied liegt in den verschiedenen Antworten der beiden Theorien auf die Frage, kraft welcher Tatsache jemand eine Überzeugung mit diesem Inhalt.
prop Einst-Psychologie/Dennett/Stalnaker: nach ihr sind Inhalte ein Funktion der Relation zur aktualen Umwelt, wobei die Zwillingserden-Bsp zeigen, dass sie nicht rein intern sein können.
notionale Einstellungen/not. Einst-Psychologie/Dennett/Stalnaker: soll erklären, wie rein interne (intrinsische) Eigenschaften eine Menge von MöWe herausgreifen können, die verschieden ist von der Menge, die durch propositionale Einstellungen herausgegriffen wird.
weiter Inhalt: Bsp O’Leary denkt, (korrekterweise) dass Wasser im Erdgeschoß ist. In der Zwillingserde (ZE) ist das falsch, weil es kein Wasser, sondern XYZ ist.
enger Inhalt/Lösung: "wasser-ähnliches Zeug".
Dennett/Fodor/Stalnaker: wir können beide Ansätze vergleichen:
II 182
Enger Inhalt/Fodor/Stalnaker: er verändert die Art des Glaubensobjekt, enge Inhalte sind nicht mehr Propositionen, sondern Funktionen von Kontext auf Propositionen. Enger Inhalt/Dennett/Stalnaker: ist für Dennett von derselben Art wie weiter Inhalt: beides sind Propositionen – Funktion von MöWe (= notionale Welten) auf Wahrheitswerte (WW). Was sich im Vergleich zum weiten Inhalt ändert ist die Relation zwischen einem Glaubenden in einer Proposition kraft derer die Proposition die Überzeugung korrekt beschreibt.
StalnakerVsDennett: dazu muss er uns aber noch erklären, wie die rein internen (intrinsischen) Eigenschaften des Subjekts den engen Inhalt festlegen.
Lösung/Dennett: Bsp Angenommen, wir wissen alles über die Dispositionen und Fähigkeiten eines Subjekts, aber nichts über seine Kausalgeschichte. Dann ist das so ähnlich, wie wenn wir einen antiken Gegenstand finden und uns fragen, wozu er gut sei ((s) >Valéry, Fundstück am Strand, objet ambigu).
Dennett: dann stellen wir uns vor, wozu er idealerweise geschaffen wurde. Bei der notionalen Welt eines Organismus stellen wir uns vor, wie die Umwelt aussieht, der er am besten angepasst ist.
Lösung: Sätze, die in solchen möglichen Umwelten (MöWe) wahr sind, werden die engen Inhalte der Überzeugungen dieser Subjekte sein.
StalnakerVsDennett: das ist nun gar nicht, was wir wollen: solche MöWe sehen eher so dass, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Organismen in ihnen erfüllt werden, und nicht, dass ihre Propositionen in ihnen wahr sind.
Bsp Es ist nicht klar, dass die Antilope mit ihren Eigenschaften auf Löwen zu reagieren besser dran in einer Welt mit Löwen, als in einer ohne. Sie könnte dann einen besser Job machen in Bezug auf Überleben und sie zu reproduzieren.
ideal/ideale Umwelt/Dennett: könnte auch eine sehr häßliche MöWe sein, in der die Organismen aber dafür präpariert sind, in ihr zu überleben.
II 183
StalnakerVsDennett: das ist besser, sicher versuchen wir mit der Welt klarzukommen, in der wir zu leben glauben. Aber etwas fehlt: a) viele Eigenschaften, die Organismen das Überleben ermöglichen, haben gar nichts mit ihren Überzeugungen zu tun,
b) die Tatsache, dass einige kontrafaktische Fähigkeiten uns helfen würden, in einer kontrafaktischen MöWe zu überleben, ist nicht hinreichend dafür zu sagen, dass eine solche kontrafaktische Möglichkeit kompatibel ist mit der MöWe, die wir für die aktuale Welt (WiWe) halten.
Bsp Angenommen, es gibt in der WiWe keine wirklichen Fressfeinde der Stachelschweine, diese tragen ihre Stacheln einfach noch so. Dann wäre es unrealistisch, ihre notionale Welt künstlich mit Freßfeinden zu bevölkern.
Bsp Angenommen, eine MöWe mit Wesen, die gerne uns Menschen fressen würden, aufgrund unseres speziellen Geruchs. Dann sollten wir solche MöWe aber nicht gebrauchen, um unsere Überzeugungen zu charakterisieren.
Lösung/Stalnaker: eine Glaubenszustand muss in irgendeiner Weise dazu dienen, empfänglich für Information aus der Umwelt zu sein, und die Information muss eine Rolle für die Bestimmung des Verhaltens haben.
StalnakerVsDennett: wenn wir ihn so verstehen, haben wir es immer noch mit weitem Inhalt zu tun.
II 184
Repräsentationssystem/Stalnaker: ist dann fähig, in einer Menge alternativer interner Zustände zu sein, die systematisch von der Umwelt abhängig sind. S1, S2,.. seien interne Zustände
Ei: ein Zustand der Umwelt.
Dann ist ein Individuum normalerweise in einem Zustand Si wenn die Umwelt in Zustand Si ist. Repräsentation: dann könnten wir sagen, dass der Organismus die Umwelt als in Zustand Ei seiend repräsentiert.
Inhalt: wir können auch sagen, dass die Zustände Information über die Umwelt enthalten.
Angenommen, die Zustände determinieren ein bestimmtes Verhalten, sich angemessen in der Umwelt Ei zu verhalten.
Glaubenszustand/GZ: dann können wir sagen, dass diese Repräsentationen geeignet sind, als allgemeine Art von GZ angesehen zu werden.
Das ist so, wie Dennett engen Inhalt auffasst.
Problem/StalnakerVsDennett:
1. die Beschreibung der Umwelt wird dem Organismus nicht zugeschrieben.
2. Information wird nicht von Falschinformation (Irrtum, Täuschung) unterschieden.
D.h. wenn er in Zustand Si ist, repräsentiert er die Umwelt als in Ei seiend, egal ob sie es ist.
Problem: der Begriff, der aus einer Kausalrelation herrührt, ist wieder weiter Inhalt.
Pointe: wenn die Umwelt radikal anders wäre, wäre das Subjekt vielleicht in anderer Weise sensitiv auf sie, oder sensitiv auf andere Merkmale ((s) würde alles umkehren) oder er wäre gar nicht sensitiv auf die Umwelt!
enger Inhalt/StalnakerVsDennett: Problem: wenn die Fähigkeiten und Dispositionen des Organismus in die Beschreibungen des Inhalts einbezogen werden, ist zunächst die aktuale Welt (WiWe) maßgeblich.
((s) Problem/Stalnaker/(s): wie sollten wir ihre Fähigkeiten in kontrafaktischen MöWe charakterisieren?)
II 185
Dennett: wenn Organismen raffiniert genug sind, könnten wir auch hier einen engen ((s) kontrafaktischen) Inhalt zuschreiben. StalnakerVsDennett: ich sehe keinen Grund für einen solchen Optimismus. Man kann keine Information über virtuelle MöWe erwarten, wenn man überhaupt keine Annahmen über die aktuale Welt (WiWe) (aktuale Umwelt) macht.
Zuschreibung/Inhalt/Überzeugung/Glauben/Stalnaker: in normalen Glaubenszuschreibungen ignorieren wir nicht nur märchenhafte Welten, sondern überhaupt alle Möglichkeiten außer den völlig alltäglichen!
Bsp O’Leary: unterscheidet nur MöWe, in denen das Erdgeschoß trocken oder naß ist,
II 186
nicht auch noch solche, in denen XYZ rumschwimmt. Frage: würde er sich dann anders verhalten? Bei Olivenöl sicher, aber nicht bei XYZ. Zwillingserde/ZE/Zuschreibung: auch wenn sich das Verhalten in ZE-Fällen nicht ändern würde, ist es immer noch vernünftig, keine ZE-Fälle zuzuschreiben.
Kontext-Abhängigkeit/Revisionismus/Stalnaker: könnte argumentieren, dass es nicht ZE, sondern normale KA ist, die sie ungeeignet macht für wissenschaftlichen Zuschreibungen.
Dennett: macht sich für seinen neutralen Ansatz (notionale Welt) stark.
StalnakerVsDennett: dennoch ist kausal-informationelle Repräsentation wesentlich relativ auf eine Menge alternativer Möglichkeiten (MöWe).
intern/intrinsisch/Kausalität/Problem: das System kausaler Relationen kann nicht selbst dem Repräsentierenden intrinsisch sein.
Theorie: hat zwar einen Spielraum, zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Definition von Inhalt zu wählen
II 187
StalnakerVsDennett: aber es gibt hier keinen absolut neutralen Kontext ohne Präsuppositionen über die Umwelt. Enger Inhalt/Dennett/Stalnaker: bindet sich selbst eine Hand auf den Rücken, indem er sich die Information, die für weiten Inhalt zugänglich ist, verbietet.
StalnakerVsDennett: ich glaube, dass aus dieser Beschränkung kein vernünftiger Begriff von Inhalt resultiert.
- - -
II 238
Sprachabhängigkeit/Zuschreibung/Glauben/Stalnaker: diese dritte Art der Sprachabhängigkeit ist von den drei anderen verschieden.
II 239
Leute müssen nicht dazu disponiert sein, Glauben dieser Art von Sprachabhängigkeit überhaupt auszudrücken. Es können unbewusste oder stillschweigende Annahmen sein. Der Inhalt muss auch gar keine Sprache involvieren. Dennett: Bsp Berdichev: wir sollten einfache sprachabhängige Fälle - deren Objekte informationale Zustände sind – von denen unterscheiden, so Sätze gespeichert werden – Bsp Zustimmung oder Meinungen.
StalnakerVsDennett: wir sollten solche Fälle lieber als Spezialfälle allgemeineren Glaubens verstehen, den auch nichtsprachliche wesen wie Tiere haben können.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsDennett Pauen Vs Dennett, D.
 
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Pauen V 143
Vertauschte Spektren/VsDennett: natürlich kann ein neuronales Netz zwei ganz unterschiedliche formen von Aktivität, z.B. Mustererkennung und Verhaltenssteuerung realisieren. Es spricht auch nichts dagegen, eine Aktivität mit wechselnden Aktivitäten des anderen Typs zu verbinden. Ein trainiertes Netz kann zusätzlich noch zu unterschiedlichen Reaktionen auf ein Muster veranlasst werden.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsDennett Rosenthal Vs Dennett, D.
 
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Pauen V 140
RosenthalVsDennett: Dennetts Beharren auf der Revidierbarkeit läßt sich sehr wohl mit der Zuschreibung mentaler Zustände vereinbaren.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsDennett Dennett Vs Fodor, J.
 
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I 533
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 534
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen. Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Dennett I 570
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten. Bedeutung/Evolution/FodorVsDennett: Bsp Auge des Froschs: Berichte über Bedeutung zu unbestimmt, wenn sie nicht zwischen Schatten und wirklicher Fliege unterscheiden.
I 571
Bedeutung/Evolution/DennettVsFodor: wo man schlicht nicht unterscheiden kann, was die selektionierende Umwelt war, gibt es in der Frage, was das Auge wirklich sagt, keine Wahrheit. Material/Evolution/DennettVsFodor: die Unbestimmtheit, die Fodor bemängelt sind in Wirklichkeit das Material, mit dem die Evolution arbeitet, ihre Voraussetzung. (die "Zweifelsfälle").
I 571
Meinen/Bedeutung/Material/Evolution/DennettVsFodor: die Ansicht, es müsse etwas bestimmtes geben, das das Auge des Frosches "meint", ist schlichter Essentialismus.
Lanz I 299
DennettVsFodor: bestreitet Fodors Voraussetzung, daß intentionale Ausdrücke tatsächlich existierende Personenzustände bezeichnen. Dennett bestreitet damit ihr Merkmal: kausale Effizienz intentionaler Zustände.(damit auch DennettVsLewis). - - -
Rorty I 279
DennettVsFodor/Rorty: zwei Subjekte können durchaus dasselbe glauben, obgleich ihre jeweiligen Prozessoren noch nicht einmal die gleiche Sprache sprechen. Demnach bedarf es keiner Schlüsse von den Propositionen der Prozessoren auf die Propositionen, die das Subjekt glaubt. Anders als bei den »Ideen« der Empiristen braucht dem Kausalvorgang keine Schlusskette zu entsprechen, die die Meinungen der Person rechtfertigt.
Mögen Erklärungen ihren privaten Charakter haben, Rechtfertigung jedenfalls ist insofern öffentlich, als Meinungsverschiedenheiten unterschiedlicher Personen auf die Funktionsweise ihrer trickreichen Köpfe weder Bezug nehmen noch Bezug nehmen sollten.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDennett Fodor Vs Instrumentalismus
 
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IV 148
Evolutionstheorie/Evolution/Dennett/Fodor/Lepore: Bsp Angenommen, die Funktion des Waldes würde von uns so gesehen, dass er der Verhinderung von Bodenerosion dienen sollte. Also wird die Ökologie einen solchen Begriff verwenden oder sie tut es nicht.
Wenn sie es tut, ist es eine Tatsache, wofür der Wald gut ist, wenn sie den Begriff nicht verwendet, können wir die Situation nicht dadurch verbessern, dass wir "intentionale Einstellungen" annehmen!
Natürlich könnten wir eine Märchengeschichte darüber erzählen, wie "Vater Erosion" den Boden wegwaschen möchte, und der liebe Wald ihn stoppen möchte.
IV 149
Aber eine solche Geschichte von uns kann nicht darüber entscheiden, welche biologischen Funktionen es gibt oder nicht gibt. Fodor/LeporeVsInstrumentalismus/VsDennett: sieh, wie Gott den Instrumentalismus bestraft: lehne die Unterscheidung von Theorien gegenüber Geschichten ab, und bald wirst du Geschichten nicht mehr von Theorien unterscheiden können.
Evolutionstheorie/Wahrheit/Fodor/Lepore: wenn man sie einsetzt, um intentionale Zuschreibung zu erklären, dann ist es eher eine empirische als eine begriffliche Frage, ob das Wahrheitsprinzip zutrifft. Aber wir stimmen dem Antezedens sowieso nicht zu.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsDennett Dennett Vs Mentalesisch
 
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II 177
Mentalesisch/Dennett: das meiste, was über die Möglichkeiten einer "Denksprache" geschrieben wurde, setzt voraus, daß wir in einer geschriebenen Denksprache denken! (DennettVsMentalesisch). ((s)VsDennett: das ist überhaupt kein Beweis gegen Mentalesisch).
Münch III 375
DennettVsAdaptionismus: ist wie der Mentalismus in Gefahr, ganze Gebäude aus dem Nichts aufzubauen. Theorie/Dennett: Adaptionsismus und Mentalismus sind keine Theorien im traditionellen Sinne! Sie sind Einstellungen und Strategien, um Daten zu organisieren, Beziehungen zu erklären und der Natur Fragen zu stellen. DF.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett McGinn Vs Pinker, St.
 
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I 69
Bewußtsein/McGinn: Auch eine syntaktische KAGA-Erklärung, die annimmt, daß es im Gehirn tatsächlich Symbole gibt, macht es nicht möglich, das Bewußtsein als bloße Aneinanderreihung solcher Symbole zu erklären. (McGinnVsDennett, McGinnVsPinker). Grundstruktur der Bewußtseinszustände: wenn es überhaupt so etwas gibt, liegt sie auf der Ebene des Bewußtseins! Sie ist kein Verfahren zum Heraushieven des Bewußtseins aus Gehirnzuständen oder Gehirneigenschaften.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
VsDennett Fodor Vs Projektivismus
 
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IV 139
Fodor/Lepore VsProjektivismus/Fodor/Lepore VsDennett: 1. der Projektivismus ist nicht in der Lage Existenzquantifikationen zu konstruieren, die über Inhalte von prop Einst gehen. (Im Gegensatz zu Sätzen, die den Inhalt zitieren). Bsp Smith’ Dreijähriger hört seinen Vater etwas über die Unterscheidung analytisch/synthetisch erzählen, Er referiert später:
"blahblahblah, analytisch synthetisch, blahblahblah".
Für die Projektionstheorie ist das selbstwidersprüchlich, denn dieser Zustand, der vom (dreijährigen) Sprecher zugeschrieben wird, ist gar kein mentaler Zustand!
IV 140
Bsp Zwillingserde/ZE: Angenommen, die Leute auf der ZE haben bereits herausgefunden, dass das, was sie "Wasser" nennen, kein H2O ist. Daher ist der Glauben den sie mit
"Wasser ist naß" ausdrücken, nicht der Glauben, dass Wasser naß ist!
Denn sie stehen nicht in der richtigen kausalen Beziehung zu Wasser, (sondern zu XYZ).
Vielleicht würden Sie gerne sagen, dass es immerhin den einen oder anderen Glauben gibt, der durch den Gebrauch dieses Ausdrucks (Formel) durch ihren Zwilling ausgedrückt wird.
Fodor/Lepore: aber wie können sie das sagen, wenn Sie wissen (wie Sie es tun), dass der Glauben, den er ausdrückt, keiner ist, den Sie überhaupt ausdrücken könnten?
((s) Um die projektivistische Sprecherzuschreibung vorzunehmen).
1. VsProjektivismus: muss behaupten, dass es auf der ZE keine Glaubenseinstellungen gibt!
Umgekehrt müßte Ihr Zwilling ihnen jeden Glauben absprechen.
Das sind nicht nur technische Schwierigkeiten.
Wenn der Projektivismus recht hat, hängt das, was Sie glauben, vom Interpreten ab.
Vs: aber wenn irgend etwas metaphysisch unabhängig von etwas anderen ist, dann ist es, dass das Repertoire des potentiellen Glaubens eines Menschen unabhängig von den potentiellen Sprechakten von irgend jemand anderem ist.
2. VsProjektivismus: kann das "Element der Interpretation" der intentionalen Zuschreibung gar nicht erklären!
Auf der anderen Seite zählt er doch als eine Spielart der Interpretationstheorie.
Warum sollte der Projektivist nicht überhaupt die Realität des Intentionalen annehmen,
IV 141
wenn auch einer, der üblichen Annahmen über mehrstellige Prädikate der prop Einst ablehnt? D.h. Projektivismus: vierstellige Relation: 1. Kreatur, 2. mentaler Zustand, 3. prop. Objekt, 4. Interpret.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsDennett Dennett Vs Putnam, H.
 
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I 571/572
Bedeutung/Funktion/Evolution/Dennett: die Bedeutung ist wie die Funktion im Moment ihres Entstehens noch nichts Bestimmtes. Twin Earth/t.e./Putnam/DennettVsPutnam: er verlangt einen Sprung in der Bezugnahme, einen Sprung in der Intentionalität.
Dennett: man könnte jetzt zu der Auffassung neigen, daß die innere Intentionalität eine gewisse "Trägheit" habe.
I 573
Zwillingserde/Dennett/VsPutnam: man kann nicht eine Geschichte erzählen unter der Annahme, daß Tische keine Tische sind, obwohl sie wie Tische aussehen und so benutzt werden. Etwas anderes wäre ein "Lebewesen, daß wie Fury aussieht" (Aber eben nicht Fury ist).
Aber Wenn es auf der twin earth "twin earth horses" gibt, die ganz wie unsere Pferde sind, dann sind twin earth horses horses - eine nichtirdische Sorte Pferde zwar, aber immerhin Pferde.
((s) deshalb hat bei Putnam das twin earth water doch gerade eine andere chemische Formel: YXZ.
Dennett: man kann natürlich auch eine strengere Meinung vertreten, nach der die nichtiridschen Pferde eine eigene Spezies sind. Beides ist möglich.
I 575
Unbestimmtheit/Zwillingserde/Dennett: dann leidet ihre Vorstellung, was "Pferd" für Sie wirklich bedeutet unter der gleichen Unbestimmtheit wie die Vorstellung des Frosches von der Fliege als "kleiner fliegender eßbarer Gegenstand". Unbestimmtheit/DennettVsPutnam: Bsp "Katze", "Siamkatze": vielleicht stellt man einfach eines Tages fest, daß man eine Unterscheidung treffen muß, die einfach vorher nicht notwendig war, weil das Thema nicht aufs Tapet kam.
Diese Unbestimmtheit unterhöhlt Putnams Argument der t.e.
Münch III 379
Zwillingserde/DennettVsPutnam: er versucht, die Lücke zu schließen, indem er sagt, daß wir uns auf natürliche Typen beziehen, ob wir es wissen, oder nicht. Dennett: Aber welche Typen sind natürlich? Rassen sind ebenso natürlich wie Arten oder Gattungen! ((s)VsDennett: Da gibt es aber auch die Ansicht, einzig Arten seien natürlich).
DennettVsEssentialism: hat sich Bsp Getränkeautomat in Nichts aufgelöst. Genauso: Bsp Frosch: er hätte in freier Wildbahn genauso nach Futterkügelchen geschnappt, wenn sie ihm in die Quere gekommen wären. Disjunktion: in gewisser Weise ist "Fliege oder Kügelchen" ein natürlicher Typus für Frösche. Sie unterscheiden nicht von Natur aus zwischen beiden. Auf der anderen Seite ist die Disjunktion kein natürlicher Typus: er kommt in der Natur nicht vor!
Zwillingserde/DennettVsPutnam: "natürlicher Typus" twin earth horse/Pferde/Disjunktion: Bsp angenommen, jemand hätte unbemerkt twin earth Pferde auf die Erde gebracht, hätten wir sie bereitwillig als Pferde bezeichnet. Bedeutung/Dennett: Getränkeautomat und Mitteilung des Froschauges beziehen ihre Bedeutung aus der Funktion. Wo die Funktion keine Antwort liefert, gibt es nichts mehr zu untersuchen.
Die Bedeutungen der Menschen sind genauso abgeleitet wie die des Getränkeautomaten. Das beweist die t.e. Sonst muß man Essentialismus postulieren.
Erklärung/DennettVsPutnam: eine Erklärung auf mikrophysikalischer Ebene steht nicht im Widerspruch mit einer Erklärung aus Vernunftgründen.
- - -
Putnam III 31
DennettVsPutnam: nach Putnams Auffassung sei der Geist etwas Chaotisches. Dennett und Fodor: beide Autoren haben eine unausgesprochene Prämisse im Sinn, und diese ist reduktionistisch. Es gibt aber auch Kognition ohne Reduktionismus.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsDennett Block Vs Qualia
 
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Block I 198
Man könnte sagen, daß einige Homunculi Sätze gespeichert haben und sie "erinnern". Das ist jedoch kein Grund, Qualia anzunehmen.
Qualia zu haben ist keine Sache der Informationsverarbeitung.
Theorie/Block: Das System, das wir hier diskutieren ist nun nach der Hypothese etwas, auf das jede wahre psychologische Theorie zutrifft. Jeder Zweifel daran, daß es Qualia hat, ist dann ein Zweifel daran, daß Qualia in das Gebiet der Psychologie gehören. DF .
Vs: das kann ja nur die kognitive Psychologie sein. Kein wWnder, daß Qualia nicht in dieses Gebiet gehören!
BlockVsVs: ich denke gar nicht an kognitive Psychologie: vielmehr hat nichts, was wir über die psychologischen Prozesse wissen, die unserem bewußten mentalen Leben zugrunde liegen, irgendetwas mit Qualia zu tun!
Nur die Psychophysik könnte so konzipiert werden, daß sie von sich aus von Qualia handele. Aber sie hätte nur mit funktionalen Aspekten zu tun, nicht mit qualitativem Charakter. So wird sie die Qualia auch nicht erhellen.
Block I 200
Dennett: These: Bewußtseinsinhalte bestehen nur aus Urteilen. Qualia sind wahrscheinlich keine Urteile (Meinungen). Dann sind sie unechte theoretische Entitäten, die wir postulieren, um den Wunsch zu erklären, alles Mögliche darüber zusagen, was in unserem Geist vor sich geht. BlockVsDennett: er hat das gleiche Verhältnis zu Qualia, das die amerikanische Luftwaffe zu vietnamesischen Dörfern hat: er zerstört sie, um sie zu retten.
I 200
Argument der fehlenden Qualia/Block: nutzt die Möglichkeit, daß der funktionale* und der psychofunktionale Zustand den man mit Schmerz identifizieren will, auftreten kann, ohne daß gleichzeitig ein Quale vorhanden ist. Es scheint wenigstens vorstellbar, daß ein Quale ohne den funktionalen Zustand auftreten kann. Bsp Split-Brain-Patienten berichten, daß sie immer noch Schmerzen haben, obwohl die Schmerzen sie nicht mehr quälen. Sie erkennen Nadelstiche als scharf, vermeiden sie aber nicht.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsDennett Dennett Vs Qualia
 
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Block I 200
Dennett: These: Bewußtseinsinhalte bestehen nur aus Urteilen. Qualia sind wahrscheinlich keine Urteile (Meinungen). Dann sind sie unechte theoretische Entitäten, die wir postulieren, um den Wunsch zu erklären, alles Mögliche darüber zusagen, was in unserem Geist vor sich geht. BlockVsDennett: er hat das gleiche Verhältnis zu Qualia, das die amerikanische Luftwaffe zu vietnamesischen Dörfern hat: er zerstört sie, um sie zu retten.

PauenV 142
Qualia/DennettVsErklärungslücke: nichts als Komplexe von Dispositionen. Wenn man sagt: "Dies ist mein Quale", dann greift man damit eben diesen Komplex heraus, ob man will oder nicht. es scheint bloß, als würde man sich auf ein privates unfaßbares Etwas vor den Augen des Geistes beziehen, aber so scheint es nur. ErklärungslückeVsDennett: den Vertretern dieses Arguments zufolge ist es nicht auszuschließen, dass Unterschiede auf der phänomenalen Ebene existieren, denen keine funktionalen Unterschiede entsprechen.
Bsp Argument der vertauschten Spektren, Argument der fehlenden Qualia (s.u.).
Vertauschte Spektren/Pauen: Argument: es ist möglich, dass zwei Personen gegensätzliche Farbempfindungen haben, aber auf der physischen Ebene keinerlei Unterschiede aufweisen.
Weder Verhalten noch neuronale Ebene zeigt den Unterschied.
V143
Akzeptiert man das, dann wären phänomenale Zustände überhaupt nicht in Verhaltensdispositionen, ja überhaupt nicht in funktionalen Beschreibungen zu erfassen. Problem: das zieht die unerwünschten Konsequenzen des Epiphänomenalismus nach sich, wenn mentale Unterschiede sich nicht auf der neuronale Ebene bemerkbar machen dürfen.
Vertauschte Spektren/DennettVs vertauschte Spektren/Pauen: Verhalten und phänomenale Erfahrung sind nicht zu trennen, weil sie auf der neuronalen Ebene verwoben sind. Damit sind Bewusstsein und Verhalten nicht zu trennen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsDennett Dennett Vs Searle, J.R.
 
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I 282
Intentionalität/Darwin/Dennett: Darwin kehrt das ganze um: Intentionalität sichert von unten herauf. Die erste Bedeutung war keine voll ausgebildete Bedeutung, sie zeigt bestimmt nicht alles "wesentlichen" Eigenschaften (was auch immer das sein mag). "Quasi-Bedeutung", Halbsemantik.
I 555
SearleVsDennett: "Als-ob-Intentionalität". Intentionalität/DennettVsSearle: aber irgendwo muß man anfangen (wenn man Metaphysik vermeiden will). Der erste Schritt in die richtige Richtung ist kaum als Schritt in Richtung Bedeutung zuerkennen.
SearleVsKI: Computer besitzen nur "Als-ob-Intentionalität".
DennettVsSearle: dann hat er ein Problem. Denn während die KI sagt, wir seien aus Automaten zusammengesetzt, sagt der Darwinismus, wir stammen von Automaten ab!
I 557
Man kann kaum das erste ablehnen, wenn man der zweiten Aussage zustimmt. Wie kann etwas, das aus Automaten hervorgegangen ist, etwas anderes sein, als ein viel, viel raffinierterer Automat? . (s)VsDennett: damit leugnet er die Emergenz. Also: wie könnte aus einem Ei etwas anderes herauskommen als ein Ei? Funktion/Searle: (laut Dennett): nur Produkte, die von einem echten menschlichen Bewußtsein hergestellt wurden, haben eine Funktion (> objet ambigu).
DennettVsSearle: also dienen die Tragflächen des Flugzeugs, aber nicht die Flügel des Adlers zum Fliegen!
I 558
Intentionalität/SearleVsDennett: ist nicht durch die Zusammensetzung von Apparaten oder den immer besseren Aufbau von Algorithmen zu erreichen.
I 569
DennettVsSearle: das ist der Glaube an Himmelshaken: der Geist soll nicht entstanden sein, er ist nicht gestaltet, sondern nur (unerklärliche) Quelle von Gestaltung. Intention/DennettVsSearle: (Bsp Getränkeautomat): Diejenigen, die seine neue Funktion auswählen, formulieren vielleicht gar keine neue Absicht. Sie verfallen nur in die Gewohnheit, sich auf die neue nützliche Funktion zu verlassen. Sie nehmen dabei nicht wahr, daß sie einen Akt von unbewußter Exaptation vollziehen.
Parallele: >Darwin: es gibt eine unbewußte Selektion von Eigenschaften bei Haustieren.
II 73
Searle: Beim Artefakt muß man immer den Urheber fragen. Intrinsische (ursprüngliche) Intentionalität/DennettVsSearle: ist metaphysisch, eine Illusion. Als ob der "Urheber eine ursprünglichere Intention" haben müßte.
Dennett: aber dafür gibt es überhaupt keine Aufgabe. Der hypothetische Roboter wäre genauso in der Lage, weiteren Kunstprodukten abgeleitete Intentionalität zu übertragen.
Intentionalität/DennettVsSearle: es gab früher sicher gröbere Formen von Intentionalität (von Searle verächtlich "bloße Als-ob-Intentionalität" bezeichnet).
Dennett: sie dienen sowohl als zeitliche Vorläufer als auch als gegenwärtige Komponenten.
Wir stammen von Robotern ab und bestehen aus Robotern (DNA, Makromoleküle). Alle Intentionalität, deren wir uns erfreuen, leitet sich von der fundamentaleren Intentionalität dieser viele Milliarden Systeme ab.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsDennett Dennett Vs Sententialismus
 
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Stalnaker II 180
DennettVsSententialismus/Dennett/Stalnaker: Vs Sätze als Glaubensobjekte. (Relationstheorie). Lösung/Dennett: „organismischer Beitrag“ des Glaubenden. Neutral in Bezug auf die Weise, wie er repräsentiert wird.
Def Notionale Einstellung-Psychologie/not. Einst/Dennett: (statt propositionale Einstellungen) neutral in Bezug auf die Weise der Repräsentation. Definiert in Begriffen von möglichen Welten (MöWe), "notionalen Welten".
Def Propositionale Einstellungs-Psychologie/Dennett: beschreibt Einstellungen in Begriffen von weitem Inhalt.
Def Sententiale Einstellungen/sent.Einst/Dennett: syntaktisch, nimmt Mentalesisch an.
Def notionale Welt/Dennett: eine fiktionale Welt, die von einem Theoretiker als externem Beobachter konstruiert wird.
II 181
Um die engen Einstellungen eines Subjekts zu charakterisieren. D.h. Mein Zwilling auf der Zwillingserde und ich haben die dieselbe notionale Welt. Def enger Inhalt/Dennett: ist durch eine Menge von notionalen Welten definiert, die die Weise ist, wie eine Person… sei.
Notionale Welt/Stalnaker: scheinen genau die MöWe zu sein, die in der Psychologie der prop Einst den weiten Inhalt charakterisieren. (> StalnakerVsDennett).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsDennett Pinker Vs Verschiedene
 
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I 26
Roboter Grundgesetze/Asimov: 1. Ein Roboter darf nie einen Menschen verletzen, 2. Er muss den Befehlen der Menschen gehorchen, es sei denn, die Befehle stehen im Widerspruch zum 1. Gesetz 3. Er muss seine eigene Existenz schützen, es sei denn, dies stünde im Widerspruch zum 1. oder 2. Gesetz.
I 27
PinkerVsAsimov: er war nicht in der Lage, sich außerhalb seiner eigenen Denkprozesse zu stellen. Die Fähigkeit des Menschen zum Bösen ist nicht beachtet und ihre Unterstützung wird durch die Gesetze nicht ausgeschlossen. - - -
I 458
Gehirn/Emotion/Tradition: "Dreieiniges Hirn": Einheit von Großhirn als evolutionärem Palimpsest aus drei Schichten: 1. unten Basisganglien (Reptilien), Sitz der primitiven und selbstsüchtigen Emotionen
2. Limbisches System, weichere soziale Emotionen (Elterngefühle usw.
3. Das beides ist umgeben vom modernen Säugetierhirn, dem Neokortex, der während der Evolution stark wuchs und die Intelligenz beherbergt.

PinkerVsDreieinigkeitstheorie (mit Paul MacLean): die evolutionären Kräfte häufen nicht einfach Schichten auf. Obgleich unsere Körper Zeugen der Vergangenheit sind, besitzen sie nur wenige Teile, die nicht modifiziert wurden. Selbst dem Blinddarm erkennt man heute im Zusammenhang mit dem Immunsystem eine Funktion zu. Auch die Schaltkreise für Emotionen blieben nicht unberührt. (Also auch: VsDennett?).
I 459
Gefühle sind leicht umzuprogrammieren! Bsp Hunde umfassen nach weniger als 1000 Jahren Züchtung Pittbulls und Bernhardiner. Außerdem reitet die Hirnrinde nicht huckepack auf dem vorzeitlichen limbischen System. Die Systeme arbeiten Hand in Hand. Der Mandelkern färbt unsere Erfahrungen mit Gefühlen ein,. Er unterhält Verbindungen mit praktisch jedem anderen Teil des Gehirns.
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I 62
Def SSM/"Sozialwissenschaftliches Standardmodell": Trennung zwischen Kultur und Biologie. These die biologische Evolution sei von der kulturellen Evolution abgelöst worden. (E.O.Wilson, wurde später Opfer wütender Proteste). LewontinVsWilson.
I 63
Falsche Zitate der Gegner: Bsp Dawkins: Gene schufen uns, Körper und Geist." (Richtig).
VsDawkins: falsches Zitat: "Gene kontrollieren uns, Körper und Geist".
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I 324
Sehen/PinkerVsGombrich, Ernst H.: entgegen der weitverbreiteten Ansicht sehen wir nicht das, was wir zu sehen erwarten. - - -
I 342
Sehen/Marr: lässt die Rückseiten völlig außeracht, und sogar die Oberflächen. Er analysierte die Form von Tieren, als wären sie aus Pfeifenreinigern gebogen. Sehen/BiedermanVsMarr: ordnet jedem z.B. Tier mehrere Geonen Kombinationen für verschiedene Ansichten zu.
PnkerVsBiederman/PinkerVsGeonen: gerade dieses Zugeständnis eröffnet die Möglichkeit, dass Formen auf völlig andere Weise erkannt werden. Warum soll man den Gedanken nicht zu Ende denken und jeder Form zahlreiche Gedächtniselemente zuordnen, eins für jeden Standpunkt? Solche Erinnerungen brauchen keinen exotischen objektzentrierten Bezugsrahmen, sondern können sich der Koordinaten der zweieinhalbdimensionalen Skizze bedienen, solange es so viele Erinnerungen gibt, dass alle Blickwinkel abgedeckt werden.
Pinker: das wurde für viele Jahre von vornherein abgetan. Es brauchte für jeden Gegenstand vielleicht 40.000 Aspekte (Gedächtniselemente. Damit sind aber noch nicht die Positionen außerhalb der Mitte des Gesichtsfelds erfasst!
In jüngster Zeit hat man aber überlegt, dass für jeden Gegenstand höchsten 40 Ansichten ausreichend sind, wenn man zwischen Ansichten interpoliert.
I 343
Richtung/oben/unten/Sehen/Pinker: Menschen richten sich nach der Oben unten Ausrichtung aus: das auf der Seite liegende Afrika wird nicht erkannt, ein Quadrat ist keine Raute. Das bringt eine weitere Verwässerung der Geonen Theorie: Beziehungen wie "über" oder "oben" müssen von der Netzhaut stammen, und nicht vom Gegenstand.
Diese Einschränkung dürfte unverzichtbar sein, denn oft gibt es bei einem Gegenstand keine Möglichkeit, das "Oben" festzulegen, bevor man ihn erkannt hat!
Außerdem können wir Gegenstände im Geist drehen (VsGeonen). Dadurch wird ein am Gegenstand orientierte Bezugsrahmen der Geonen noch weniger notwendig.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Hetero-Phänomen. Dennett, D.
 
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Püerler/Wild I 408
Heterophänomenologie/HP/DennettVsBrentano/VsHusserl: aus der Perspektive der 3. Person statt der ersten. RadnerVsDennett: These HP kann man auch aus der 1. Person-Perspektive betreiben.
Intentionalit Dennett, D.
 
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I 281
Bedeutung/Dennett: Entstehung, Geburt der Bedeutung: These die Nucleotidsequenzen, zunächst rein syntaktisch, nehmen "Semantik" an ï·" "Quasiï·"Bedeutung": Bsp Wirkungsweise von Makromolekülen ï·" SearleVsDennett: nur Alsï·"Obï·"Intentionalität ï·" DennettVsSearle: irgendwo muß man anfangen ï·" die ersten Schritte sind aber nicht als Schritte in Richtung Bedeutung zu erkennen ï·" I 282 auch zu uns gehören Teile, die nur Halbï·"Intentionalität haben ï·"
II 147
Person/Intentionalität/Dennett: These Personwerdung ist der Übergang von einem intentionalen System 1. Ordnung (Überzeugungen und Wünsche, aber nicht über Überzeugungen und Wünsche) zu einem
intentionalen System 2. Ordnung (Überzeugungen über eigene und fremde Überzeugungen).
Intentionales System 3. Ordnung: ist in der Lage zu wollen, daß jemand glaubt, daß es etwas will.