Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 10 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutung McDowell I 160ff
Bedeutung/Quine: Neu: "empirische Bedeutung": ist intellektuell angesehen, weil er vollständig durch die gesetzmäßig ablaufenden Operationen der Rezeptivität erklärbar ist. Der alte Bedeutungsbegriff steht dagegen auf der falschen Seite dieser Dualität. (Siehe auch Inhalt/McDowell). Bedeutung/Quine: der Witz besteht bei Quine darin, dass Bedeutung im intuitiven Sinn nicht durch exogene Faktoren bestimmt werden kann.
I 184/5
McDowell: wenn wir nun das Dritte Dogma (Trennung von >Schema/Inhalt) fallen lassen, ist es nicht überraschend, dass die Bedeutung nun durch die "empirische Bedeutung" unterbestimmt ist.
I 185
McDowell: die "empirische Bedeutung" kann ja sowieso gar keine richtige Bedeutung sein, da sie als Gegenstück zur "begrifflichen Souveränität" nichts mehr mit Gründen und Rechtfertigung zu tun haben kann. McDowellVsQuine: das zeigt aber nicht, dass Bedeutung überhaupt unterbestimmt ist! Dazu müsste man zeigen, daß wir einen untilgbaren Spielraum haben, wenn wir nach einer Art von Verstehen suchen, die uns aus dem Gebiet der "empirischen Bedeutung" herausbringt. Ein Verstehen, das zeigt, wie Lebensphänomene in der Ordnung der Rechtfertigung, dem Raum der Vernunft, strukturiert werden. Das kann man nicht von Quine lernen.
I 119
Bedeutung/McDowell: wir dürfen sie nicht "sozialpragmatisch" oder "kommunitaristisch" konstruieren. (Das hat Wittgenstein auch nicht getan). Sonst ist sie nicht mehr autonom. Ungezügelter Platonismus wäre hier ein Hang zum Okkulten.
Wittgenstein: hat nicht behauptet, dass Bedeutung nichts anderes wäre als Zustimmung oder Ablehnung durch die Gemeinschaft. (>Bedeutung/Kripke).
I 119
Kripkes Wittgenstein/McDowellVsKripke: kommt zu dem Ergebnis, dass es nichts gibt, was die Empfänglichkeit für die Forderung konstituiert, die die Bedeutung an uns stellt, stattdessen müssen wir die Rolle des Gedankens in unserem Leben mittels unserer Partizipation in der Gemeinschaft verstehen.
I 121
These: Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung bürgt dafür, dass die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das lässt keine echten Fragen über Normen aufkommen.
II XIV
Bedeutung/McDowell: Wahrheitstheorie ist nicht ausreichend für eine Bedeutungstheorie wegen der Äquivalenz von "Schnee ist weiß" und "Gras ist grün". - Das ist wahr, aber nicht bedeutunggebend. - McDowell: These: wir brauchen zusätzlich psychologische Begriffe. -
II XV
Problem: dann müssen die propositionalen Einstellungen genauso fixiert sein wie die Bedeutungen. - > Radikale Interpretation.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
Dualismus Chalmers I 125
Dualismus/Bewusstsein/Chalmers: wir haben gesehen dass der Materialismus wegen der fehlenden logischen Supervenienz bewussten Erlebens auf physikalischen Tatsachen scheitert. Daraus folgt ein Dualismus, aber kein Cartesischer Dualismus, der einen „Geist in der Maschine“ annimmt, der extra kausale Arbeit leistet. Stattdessen folgt für uns eine Art Eigenschaftsdualismus. > Eigenschaftsdualismus.
I 134
Dualismus/Chalmers: man könnten den Dualismus vermeiden, indem man eine Zombie-Welt, die physikalisch identisch mit unserer ist als falsch beschrieben bezeichnet.
I 135
Diese Welt wäre gleichzeitig identisch und verschieden. Wir könnten die physikalischen Eigenschaften mit dem Operator „ddieses“ („dthat“) starr machen, Bsp ddieses(spielt die Rolle von…). Pointe: dann würde die Zombie-Welt einige Eigenschaften nicht haben, die unsere Welt hat.
Pointe: dann könnte Bewusstsein metaphysisch auf anderen Eigenschaften supervenieren. Das wäre ein interessantes Argument.
ChalmersVsVs: 1. Ist das spekulativ.
2. (direkter): es beruht auf einer unkorrekten Semantik physikalischer Begriffe.
I 136
Bsp ein Elektron mit noch unerkannten Eigenschaften würden wir immer noch ein Elektron nennen, nicht aber ein Elektron mit Eigenschaften eines Protons. Metaphysik/Chalmers: die Semantik ist hier nicht so entscheidend, aber die metaphysische Frage bleibt.
I 154
Dualismus/Def Protophänomenale Eigenschaft/Chalmers: beinhaltet als einzelne nicht selbst Erleben, mehrere gleichzeitig vorhandene könnten es aber. Das ist merkwürdig für uns, kann aber nicht a priori ausgeschlossen werden. Das würde eine kausale Rolle des Phänomenalen nahelegen. Eine solche Theorie zu vertreten würde einfach bedeuten, eine andere mögliche Welt anzunehmen, wo etwas anderes die Rolle der Verursachung innehat, aber logisch ausgeschlossen wäre eine solche Welt nicht.
I 155
Dualismus/Chalmers: wenn wir eine solche Position einnehmen würden, verträten wir einen essentiellen Dualismus. ChalmersVsDualismus: man kann diese Position aber auch nichtdualistisch verstehen, wenn auch nicht als materialistischen Monismus. Sie liefert dann ein Netzwerk intrinsischer Eigenschaften, das die extrinsischen physikalischen Eigenschaften „realisiert“ (verwirklicht). Die Gesetze sind immer noch die physikalischen. In extremster Form, wenn alle intrinsischen Eigenschaften phänomenal sind, haben wir es mit einer Variante des Idealismus zu tun, aber nicht nach Art von Berkeley.
Am ehesten würde es einer Version von Russels neutralem Monismus entsprechen:
I 155
Monismus/Russell/Chalmers: neutraler Monismus: die grundlegenden Eigenschaften der Welt sind weder physikalische noch phänomenale, sondern das Physische und das Phänomenale sind beide aus diesem Grundlegenden aufgebaut. Das Phänomenale ist aus den intrinsischen Naturen gebildet, das Physische aus den extrinsischen.
I 156
Dualismus/Def Interaktionistischer Dualismus/Def Interaktionismus/Chalmers: hier füllt Erfahrung die kausalen Lücken im physikalischen Prozess. ChalmersVs: das schafft mehr Probleme als es löst. Es löst nicht die Probleme mit dem Epiphänomenalismus.
Pro: das einzige Argument für den interaktionistischen Dualismus sind einige Eigenschaften der Quantenmechanik, die besser erklärt werden könnten. (>Eccles 1986)
I 157
ChalmersVsEccles: die Effekte wären viel zu klein, um eventuelle Verhaltensänderungen zu bewirken. Weitere Gegenargumente: VsInteraktionistischer Dualismus/VsInteraktionismus/Chalmers:
1. er widerspricht dem quantenmechanischen Postulat, dass die microskopischen „Entscheidungen“ zufällig sind.
2. Ein Verhalten, dass durch diese mikroskopischen Einflüsse ausgelöst wurde, müsste sich von anders ausgelöstem Verhalten unterscheiden.
ChalmersVsEccles: solche Theorien schweigen sich auch darüber aus, was im Gehirn passieren soll, wenn die Wellenfunktion kollabiert.
ChalmersVsInteraktionistischer Dualismus: dieser macht das Phänomenale irrelevant:
I 158
ChalmersVsEccles: wenn es seine Psychonen gibt, dann kommen sie mit rein kausalen Interaktionen aus, ohne angenommene phänomenale Eigenschaften. VsChalmers: man könnte einwenden, dass Psychonen (oder Ektoplasma oder was immer) durch phänomenale Eigenschaften erst konstituiert sind.
ChalmersVsVs: selbst dann sind ihre phänomenalen Eigenschaften irrelevant für Verhaltenserklärung: in der Geschichte über Verursachung sind es nur die relationalen Eigenschaften, die zählen. Es bleibt also bei der kausalen Geschlossenheit des Physischen.
ChalmersVsInteraktionismus/ChalmersVsEccles: selbst wenn man Psychonen annähme, könnte man eine Geschichte über Zombies erzählen, die Psychonen involvierte. Man müsste dann wiederum zusätzliche phänomenale Eigenschaften von Psychonen annehmen, ohne sie nachweisen zu können.
I 162
Def interaktionistischer Dualismus/Chalmers: akzeptiert, das Bewusstsein nicht-physikalisch ist (VsMaterialismus) aber er leugnet, dass die physikalische Welt kausal geschlossen ist, so dass Bewusstsein eine autonome kausale Rolle spielen kann.
I 162
Naturalistischer Dualismus/Chalmers: so charakterisiere ich meine eigene Sicht: These: Bewusstsein superveniert natürlich auf dem Physischen, ohne logisch oder „metaphysisch“ zu supervenieren. Ich behaupte, dass der Materialismus falsch ist und dass der Bereich des Physikalischen kausal abgeschlossen ist.
I 171
Naturalistischer Dualismus/Chalmers: diese meine Position wird schon von vielen implizit geteilt, die sich selbst noch „Materialisten“ nennen. Alles was ich gemacht habe ist, die ontologischen Implikationen der naturalistischen Sicht – dass Bewusstsein aus dem Physischen (oder Physikalischen) „entsteht“, explizit zu machen. Wir müssen gar nich6t viel aufgeben, was für unsere wissenschaftliche Weltsicht wichtig ist.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Dualismus McGinn II 37
Dualismus/McGinn: kommt unserem Alltagsverstand viel näher als andere Sichtweisen. Def Dualismus/McGinn: die Auffassung, dass zwischen Geist und Gehirn keinerlei logische Beziehung besteht.
Dass wir den Geist nicht mit Bezug auf das Gehirn erklären können, liegt daran, dass es nicht essentiell vom Gehirn abhängt. Bewusstsein ist eine eigene grundlegende Größe im Universum, wie Raum, Zeit, Materie.
Wahrnehmung/Geist,Gehirn/McGinn: Bsp dass ich einen lauten Knall wahrnehme, stellt sich als eine andere Art von Erscheinung dar, als die elektrische Aktivität in meinem Gehirn.
II 38
McGinnVsDualismus: das Problem ist, dass er bei der Deutung von Daten zu weit geht. Er reagiert auf den äußeren Anschein, indem er erklärt, der Geist sei von Gehirn so gut wie unabhängig.
1. Das Zombie-Problem
2. Das Gespenster-Problem Zombie/Dualismus/McGinn: das Zombie-Problem des Dualismus besteht darin, dass er uns erlaubt, den Geist vom Gehirn abzuziehen und dabei das Gehirn intakt zu lassen.
Die Zombie-Alternative ist dem Epiphänomenalismus verpflichtet.
II 40
Def Gespenster-Problem/McGinn: die Umkehrung des Zombie-Problems: Wenn der Geist vom Körper getrennt ist, kann nicht nur das Gehirn ohne den Geist existieren, sondern auch der Geist ohne das Gehirn. Wie könnte der Geist dann auf die physikalische Welt wirken? Warum verfügen wir überhaupt über so komplexe Gehirne, wenn sie für das Funktionieren unseres Geistes so entbehrlich sind? Warum löschen Hirnschäden geistige Fähigkeiten aus?
II 107ff
Dualismus/McGinn: es gibt zwei mögliche Dualismen ohne Gott:
1. Hyperdualismus
2. Panpsychismus Def Hyperdualismus/McGinn: Angenommen, beim Urknall habe es zwei Universen gegeben, ein materielles und ein paralleles, das nur aus Bewusstsein bestand. Es enthält keine Materie, nicht einmal Raum. Es besteht in einer Art Weltgeist, einem weiten Meer bewusster Empfindungen. Es ist aber völlig unorganisiert. Es gibt kein Selbst, keinen individuellen Geist, wie wir ihn kennen.
Wir können uns vorstellen, es enthalte Partikel, Grundbausteine dessen, was später zu Geist werden wird.
Def Panpsychismus/McGinn: verlagert den Geist in die materielle Welt zurück.(VsHyperdualismus). ("Elvis is everywhere").
Er besagt, dass Bewusstsein überall ist und durch das All wabert (vermutlich mit Elvis zusammen). D.h. alle Materie, auch Steine Plankton, Elektronen und Sterne tragen eine Spur von Bewusstsein in sich. Die materiellen Bestandteile des Gehirns schleppen bereits ihr eigenes spezielles Bewusstseinspäckchen mit sich.
II 119
Damit behauptet er, wir wüssten bereits, welche Eigenschaften des Gehirns Bewusstsein entstehen ließen, nämlich die einzelnen Bausteine. (VsEmergenz). a) harte Version des Panpsychismus: die Neuronen im Gehirn fühlen buchstäblich den Schmerz, sehen Gelb, denken ans Abendessen. - und dasselbe tun auch Elektronen und Sterne.
Gehirn/Panpsychismus/McGinn: es bleiben immer noch Probleme bezüglich der generativen Kräfte des Gehirns: zwei Standpunkte:
a) Das Gehirn spielt eine minimale Rolle, nur eine Art Auslöser
b) Das Gehirn spielt eine aktivere Rolle: das Gehirn bedient sich der Eigenschaften der Materie und verwandelt sie kraft seiner besonderen Struktur in Bewusstsein. McGinn pro!
McGinn pro Panpsychismus: alle Materie muss das Potential haben, Bewusstsein mitzubegründen.

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Dualismus Pauen Pauen I 35
Dualismus/Pauen: zwei Arten von Zuständen, die auch unabhängig auftreten können - Interaktionistischer Dualismus: wechselseitiger Einfluss: Descartes (>Dualismus/Descartes), >Eccles/Popper. Eigenschaftsdualismus: bestimmte neuronale Prozesse besitzen neben ihren physischen zusätzlich auch noch mentale Eigenschaften, die theoretisch unabhängig von den neuronalen - Typische Theorie: Computeranalogie (>Computation), >Marsmenschen usw.
I 60
Bewusstsein als autonome Eigenschaft.
I 38
Dualismus/Pauen: 1. Erklärung für die Einheitlichkeit unserer Erfahrungen angesichts der Vielfalt physischer Realisierungen (>Multiple Realisierung). Integrationsleistung des freien Geistes 2. Erklärung des freien Willens.
I 39
3. Pro Dualismus: VsMonismus: Problem der qualitativ vielfältigen Erfahrungen bei gleichförmiger Aktivität der Nervenzellen.
I 56
VsDualismus: dieser hat gar keinen konkreten Forschungsgegenstand.
I 44
Descartes/Pauen: die Unterscheidung der Substanzen lässt sich durch die Vorstellbarkeit einer solchen Unterscheidung rechtfertigen. - Das Argument spielt bis heute eine wichtige Rolle: Kripke benutzt es als Basis für seinen Einwand VsIdentifikation von mentalen und neuronalen Prozessen. (>Identitätstheorie).

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Dualismus Searle I 32 ff
Dualismus: a) > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/details.php?id=988387&a=$a&autor=Searle&vorname=John%20R.&thema=Eigenschaftsdualismus">Eigenschaftsdualismus - b) >Substanzdualismus - c) >"Begriffsdualismus".
I 40
SearleVsMonismus: es ist falsch, überhaupt das Zählen anzufangen! >Monismus.
I 54 f
SearleVsKripke: Kripke ist Dualist in Bezug auf Geist/Körper.
II 326
VsDualismus: Behaviorismus: Bsp Hände zu haben ist eine Disposition zu bestimmtem Verhalten. >Funktionalismus: Hände können durch ihre Ursachen/Wirkungen vollständig beschrieben werden.
Turing-Theorie: in einem Computerzustand mit bestimmten Inputs und Outputs zu sein (für Hände).
>Handlungstheorie: zu sagen, ein System habe Hände, heißt, dem System gegenüber eine bestimmte Haltung einzunehmen.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Dualismus Vollmer II 86
Split-Brain/VsDualismus: zeigt, dass das Bewusstsein teilbar ist! Und die Einheit ist das Hauptargument des Dualismus - für die Identitätstheorie kein Problem. VsDualismus: wie sollte das materielle Skalpell des Chirurgen ein angeblich immaterielles Bewusstsein verdoppeln können?
II 88
Dualismus/Voollmer: noch so viele Äquivalenzen, Übereinstimmungen, Korrelationen entscheiden nicht zwischen Monismus und Dualismus.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
Einheit Luhmann Reese-Schäfer II 9
Einheit/Luhmann/Reese-Schäfer: Luhmann ist kein Theoretiker der Einheit, sondern der Differenz - Problemlösung: durch Erhöhung der Komplexität. Aber:
Reese-Schäfer II 28
LuhmanVsDualismus: gegen einen Dualismus von Beobachter und Gegenstand.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
Gegenstände Carnap VI 32
Def Logischer Gegenstand/Carnap: Bsp Negation, Implikation, indirekter Beweis. (l.G. im engeren Sinn)
VI 35
Quasigegenstand/Carnap: Zeichen, die nur im Zusammenhang mit anderen eine selbständige Bedeutung (Bezug) haben.
VI 36
Ungesättigte Zeichen: bezeichnen Quasigegenstände - (Fiktionscharakter, >Fiktion). - Bsp "ein Hund" in "Karo ist ein Hund" - Bsp "Ein Hund ist ein Säugetier": hier kommen überhaupt keine eigentlichen Gegenstandsnamen mehr vor - (>eigentliche Namen).
VI 54
Quasi-Gegenstand/Carnap: Bsp die "Klasse der Fünfergruppen" bezeichnet keinen eigentlichen Gegenstand, sondern einen Quasigegenstand - Bsp die Klasse der fünf Finger meiner Hand ist ein Quasigegenstand. - Sie dient nur dazu, Aussagen über die Elemente zu machen, ohne diese immer aufzählen zu müssen.
VI 223
Gegenstand/Ordnung/CarnapVsDualismus: es gibt wohl verschiedene Ordnungsformen, aber nicht verschiedene Gegenstandsarten - Bsp Fixsterne, Abstände, Verhältnisse von Abständen, Dreiecke von Sternabständen, Überdeckung von Abstandsdreiecken: das sind alles verschiedene Ordnungsformen, aber nicht Gegenstände im eigentlichen Sinn.
VI 228
Konstitutionstheorie: ähnlich: es ist für den Gegenstand wesentlich, dass er zu gewissen Ordnungszusammenhängen gehört. >Konstitutionssystem.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982
Physikalismus Schiffer I 138
SchifferVsPhysikalismus: er muss falsch sein, denn These wenn es wahre Zuschreibungen von Glauben gibt, können sie nicht ohne mentalistisches oder intentionales Vokabular dargestellt werden.
I 142f
Def Ontologischer Physikalismus/oP/Schiffer: These keine irreduziblen psychologischen Entitäten. Def sententialistischer Physikalismus: es gibt keine psychologischen Sätze (das ist falsch) wenn es welche gibt, fallen die beiden Physikalismen zusammen.
Def sententialistischer Dualismus/sD: es gibt wahre psychologische Sätze. - Glaubenseigenschaften (GE) wenn es welche gibt, können oP und sD nicht wahr sein.
Ontologischer Dualismus/ SchifferVsDescartes: ist nicht vertretbar.
Sententialistischer Dualismus/Ontologischer Physikalismus: weil beide wahr sind, gibt es keine Glaubenseigenschaften.
NominalismusVsDualismus/Quine: wenn der sententialistischer Physikalismus falsch ist, gibt es gar keine wahren Glaubenssätze.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Zweite Natur McDowell I 19
Def zweite Natur/McDowell: Natur schließt die zweite Natur ein, die durch begriffliche Fähigkeiten erworben wird, deren wechselseitige Beziehungen in den logischen Raum der Gründe gehören. Zweite Natur/(s): verinnerlichter Hintergrund von Normen, die aus der Natur entlehnt wurden.
I 109/110
Zweite Natur/McDowell: sie kann nicht frei über den Möglichkeiten schweben, die zum normalen menschlichen Organismus gehören. >Bildung.
I 114
Zweite Natur/McDowell: Unsere Bildung aktualisiert einige der Potentiale, mit denen wir geboren wurden. Aber: Tier/Mensch/McDowell: das ist kein Hinzufügen zu unserer animalischen Natur. Keine Beimengung.
I 118
Zweite Natur/McDowell: These: Es gibt Vorschriften der Natur, egal ob man für sie empfänglich ist oder nicht. Das ist die Folge richtiger Erziehung. "Naturalismus der zweiten Natur", "Naturalisierter Platonismus". Naturalisierter Platonismus/McDowell: die Struktur des Raums der Gründe besitzt Autonomie.
Er läßt sich aber nicht aus Wahrheiten über den Menschen ableiten.
Er ist nicht ungezügelt: nicht isoliert vom "bloß Menschlichen". (Statt dessen: Empfänglichkeit durch Erziehung).
I 121
McDowellVsPlatonismus: jeder Platonismus hat zur Folge, dass sich die Normen auf der gegenüberliegenden Seite des Abgrunds befinden. Wittgensteins Quietismus erkennt das als Scheinproblem. Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung sorgt dafür, dass die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das lässt keine echten Fragen über Normen aufkommen.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 14 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsDualismusVsDualismus Davidson Vs Dogmen (Quine) Brandom I 854
DavidsonVsDualismus Schema/Inhalt. Das Problem ist, dass der Verstand, wenn er nicht überflüssig sein soll, sein Material bei der Anwendung der Begriffe irgendwie verändern muss.(>Hegel Phänomenologie).(Siehe auch >BrandomVsKant). >Schema/Inhalt ("Drittes Dogma").

Davidson (e) I 85
Die Vorstellung eines wirklich fremden Schemas ist für uns unverständlich. Falls sich andere in einem Zustand befinden der mit Hilfe unserer Methoden nicht zu ermitteln ist, dann kann das nicht daran liegen dass die Methoden versagen (mit denen wir Bewusstseinszustände eben ermitteln) sondern dass man solche Zustände nicht als Bewusstseinszustände bezeichnet.
Es handelt sich dann eben nicht um Wünsche, Überzeugungen oder Absichten. Die Sinnlosigkeit der Vorstellung eines unserem Verständnis auf ewig entzogenen Begriffsschemas verdankt sich nicht unserer Unfähigkeit, ein solches Schema zu begreifen, sondern ist einfach auf das zurückzuführen, was wir mit einem solchen Schema meinen.
Die begrifflichen Hüllen können wir nicht Satz für Satz abstreifen. Dennoch ist nach Quine eine Unterscheidung zu treffen zw. dem invarianten Inhalt und den wechselnden Hüllen. "Zwischen Bericht und Erfindung, Gehalt und Stil, Fingerzeig und Begriffsbildung.".."..indem wir diese Anhaltspunkte subtrahieren von der Weltsicht des Menschen, erhalten wir als Differenz das, was er selbst zu dieser Weltsicht beiträgt. Das markiert das Ausmaß der begrifflichen Souveränität des Menschen, den Bereich, in dem man seine Theorien ändern kann, ohne etwas an den Daten zu ändern."
I (e) 89
Davidson: das ist eben die Trennung von Schema und Inhalt.
I (e) 91
Sofern nun die letzten Belege in der beschriebenen Weise subjektiv sind, gilt das auch für unsere Überzeugungen, Wünsche usw. und alles, was wir mit Worten meinen. Sie sind zwar Frucht unserer Weltsicht, aber sie bewahren ihre cartesianische Unabhängigkeit von dem, wovon sie handeln sollen. Sie könnten anders sein, ohne daß sich an der Welt etwas änderte.
Man könnte sagen die moderne Philosophie ist von dem Dualismus Schema/Inhalt oder ebensogut vom Dualismus Subjektivem/Objektivem beherrscht worden.
DavidsonVs wir brauchen eine radikal umgemodelte Auffassung der Beziehung zwischen Geist und Welt.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsDualismusVsDualismus Carnap Vs Dualismus VI 223
Leib Seele Problem/Dualismus/Carnap: zunächst ist das Dualismusproblem vom Leib Seele Problem zu unterscheiden. Dualismus: These: daß es trotz Einheit der Basis doch verschiedene Gegenstandsarten gibt.
VsDualismus: es gibt wohl verschiedene Ordnungsformen, aber nicht verschiedene Gegenstandsarten. (>Konstitutionssystem).
VI 224
Bsp Fixsterne, Abstände, Verhältnisse von Abständen, Dreiecke von Sternabständen, Überdeckung von Abstandsdreiecken: das sind alles verschiedene Ordnungsformen, aber nicht Gegenstände im eigentlichen Sinn. Leib Seele Problem/Dualismus/Carnap: Physisch/Psychisch: verschiedene Ordnungsformen, nicht verschiedene Gegenstandsarten oder "verschiedene Substanzen".
Wesen/Carnap: Es gibt in der heutigen Wissenschaft genug gleichberechtigte Gegenstandsarten, die mit gleichem Recht Anspruch erheben könnten, als Wesensseiten der Welt zu gelten.
CarnapVsDualismus: ist daher eine willkürliche Beschränkung auf zwar wichtige, aber nicht prinzipiell herausgehobene Gegenstandsgebiete.
Ordnung/Gegenstand/CarnapVsDualismus: es gibt unbegrenzt viele mögliche Ordnungsformen! Aber nur eine einheitliche Art Elemente.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982
VsDualismusVsDualismus Deutsch Vs Dualismus I 165
Leben: Lebende Moleküle (Gene) sind lediglich Moleküle und gehorchen denselben Naturgesetzen wie unbelebte! Sie enthalten keine besondere Substanz und haben auch keine besonderen physikalischen Eigenschaften!(VsDualismus: Leben keine Substanz).

Deutsch I
D. Deutsch
Die Physik der Welterkenntnis München 2000
VsDualismusVsDualismus Esfeld Vs Dualismus I 201
Regelfolgen/Esfeld: 1. VsReduktion der Beschreibung von intentionalen Zuständen auf die Beschreibung von physikalischen Zuständen. 2. VsDualismus in der Ontologie: denn intentionalen Vokabular ist genau deshalb nicht auf physikalisches reduzierbar, weil intentionale Zustände nur relativ zu sozialer Praxis determiniert sind.
Dies Praktiken haben allerdings eine physikalische Realisierung.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsDualismusVsDualismus McDowell Vs Dualismus I 121
Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung sorgt dafür, daß die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das läßt keine echten Fragen über Normen aufkommen.
I 127
Bewußtsein/McDowell: um den Cartesianismus zu vermeiden, sollte wir nicht vom "Fluß des Bewußtseins" (Bewußtseinsstrom) sprechen, sondern von einer bleibenden Perspektive auf etwas, das selbst außerhalb des Bewußtseins liegt.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
VsDualismusVsDualismus McGinn Vs Dualismus II 38
McGinnVsDualismus: das Problem ist, daß er bei der Deutung von Daten zu weit geht. Er reagiert auf den äußeren Anschein, indem er erklärt, der Geist sei von Gehirn so gut wie unabhängig.
1. Das Zombie-Problem
2. Das Gespenster-Problem
II 106
McGinnVsDualismus: koppelt den Geist zu radikal vom Gehirn ab. Also ob der Geist ohne Assistenz der Gehirnmaschine seinen Geschäften nachgehen könnte. Er hat recht, daß das Gehirn, so wie wir es uns gegenwärtig vorstellen, den Geist nicht erklären kann, er hat unrecht, wenn er daraus schließt, daß keine Gehirneigenschaft dies vermag. II 42
Geist/Gehirn/McGinn: der Geist steht offenkundig in einer kausalen Beziehung zum Gehirn, so schwierig diese auch zu fassen sein mag. Warum sollte das so sein, wenn die Existenz des Bewußtseins von Gott abhängt.
Theismus/McGinn: der theistische Dualismus übertreibt die Kluft zwischen Geist und Gehirn.
II 108 - II 110
Def Hyperdualismus/McGinn : AG beim Urknall habe es zwei Universen gegeben, ein materielles und ein paralleles, das nur aus Bewußtsein bestand. McGinnVsHyperdualismus: Wo liegt der verhängnisvolle Irrtum? Im Kausalitätsbegriff. Das mentale Universum soll angeblich keinerlei Materie enthalten und doch sollen Ereignisse und Gegebenheiten in diesem Universum auch im anderen Universum Dinge geschehen lassen. Damit wird vorausgesetzt, daß körperloses Bewußtsein imstande sein soll, den Gang der Ereignisse zu beeinflussen. Das wirft zwei große Fragen auf: 1. Wie kann körperloses Bewußtsein die Ursache von etwas sein?
2. Wie kann die physikalische Ereignisfolge im materiellen Universum durch etwas gestört werden, das im anderen Universum vor sich geht?

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
VsDualismusVsDualismus Ryle Vs Dualismus Pauen I 82
Ryle/Pauen: es scheint, als wolle Ryle die Existenz mentaler Zustände bestreiten, das ist jedoch ein Missverständnis. Er bestreitet lediglich eine autonome geistige Substanz.
I 84
RyleVsDualismus: Kategorienfehler: setzt fälschlich voraus, dass man von geistigen Vorgängen im gleichen Kontext sprechen könne wie von physischen Prozessen. Als ob Geist und Gehirn sich wie Bibliothek und Hörsaalgebäude unterschieden. Daher ist es sinnlos, von "gleichzeitig stattfindenden" mentalen und physischen Ereignissen zu sprechen.

Ryle I 226 ff
Dualismus/RyleVsDualismus/Ryle: das Leben ist nicht eine Doppelreihe von Ereignissen, die sich in zwei verschiedenartigen Materien abspielen. Es ist nur eine Verkettung von Ereignissen verschiedener Gattungen, deren Unterschiede hauptsächlich darin bestehen, dass logisch verschiedene Typen von Gesetzesaussagen und gesetzesähnlichen Aussagen auf sie anwendbar sind.
I 228
Wir blicken nicht in eine geheime Kammer. In Wirklichkeit ist das Problem nicht von der Art. Es handelt sich vielmehr um die methodologische Frage, wie wir gesetzesartige Aussagen über das stille Benehmen von Leuten beweisen und anwenden. Bsp Ich finde heraus, dass jemand ein wahrer Meister des Schachs ist, indem ich ihm zuschaue. Das ein Schüler faul ist, indem ich ihn längere Zeit beobachte.
Die Frage ist nicht die Rahmenfrage: Wie entdecke ich , dass wir eine Seele haben?" sondern: eine ganze Reihe besonderer Fragen, der Form: wie entdecke ich dass ich selbstloser bin als du, dass ich schwach im Dividieren bin, aber besser im Lösen von Differentialgleichungen? Dass du an Angstzuständen leidest, oder gewisse Arten von Tatsachen leicht übersiehst?.
Neben solchen rein dispositionalen Fragen gibt es noch den ganzen Bereich von Ausführungs und Ereignisfragen der Form: wie finde ich heraus, dass ich den Witz verstanden habe, du aber nicht? Dass zu deiner Tat mehr Mut gehörte als zu meiner?
I 229
Fragen dieser Art sind keine Rätsel!
I 230
Kurz gesagt, es gehört zur Bedeutung von "er hat es verstanden" dass er dies und das hätte tun können und dass er es getan hätte... und die Probe ist eine Reihe von Verrichtungen. Mit einem einzigen Erfolg wären wir nicht ganz zufrieden aber wir wären es nach zwanzig. (Ob ein Junge dividieren kann).
Wittgenstein VII 147
Philosophie/Unsinn/logische Grammatik/Tetens: die These, dass sich die Philosophie einem Missverständnis der „logischen Grammatik“ der Sprache verdankt, findet sich weder bei Carnap noch im Tractatus, sondern bei Ryle in seiner Kritik RyleVsDualismus, VsDescartes (Ryle 1969).

Ryle I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsDualismusVsDualismus Wittgenstein Vs Dualismus IV 49
Monismus/Dualismus/WittgensteinVsMonismus/WittgensteinVsDualismus: es gibt in der Logik keine ausgezeichneten Zahlen und darum gibt es keinen philosophischen Monismus oder Dualismus.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960
VsDualismusVsDualismus Verschiedene Vs Dualismus Vollmer II 86
Split-Brain/VsDualismus: zeigt, dass das Bewusstsein teilbar ist! Und die Einheit ist das Hauptargument des Dualismus! Für die Identitätstheorie kein Problem.
VsDualismus: wie sollte das materielle Skalpell des Chirurgen ein angeblich immaterielles Bewusstsein verdoppeln können?
Eccles: die rechte Hirnhälfte ist nur eine Art Computer.
II 87
VsDualismus: die Wirkung von Alkohol, Narkotika, Psychopharmaka, einfachen chemischen Verbindungen, die doch offenbar eine ungeheure Wirkung auf das Bewusstsein haben. VsDualismus: das Auftreten von eineiigen Zwillingen, Schizophrenie, Bewusstlosigkeit, Schlaf, Koma.
BungeVsDualismus: eine wissenschaftliche Anomalie: nirgendwo sonst wird derart zwischen einem System und seinen Eigenschaften und Funktionen getrennt! Es gibt sonst nur Eigenschaften von etwas.
Bsp Bewegung ist Bewegung eines Körpers, Energie ist Energie eines Systems, keine eigenständigen Wesenheiten.
Der Dualist verdinglicht diese Eigenschaften und Zustände zu getrennt existierenden Dingen.
Wir sprechen sonst doch auch nicht vom "Körper-Bewegungs-Problem"!





Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsDualismusVsDualismus Pauen Vs Dualismus Pauen I 56
VsDualismus: dieser scheint zwar die Einheitlichkeit der Erfahrungen und den freien Willen besser zu erklären, aber es bleibt doch völlig unklar, wie das Bewusstsein diese Integrationsleistungen vollbringen könnte. Welchen nichtphysischen Gesetzmäßigkeiten unterliegt es? Der Dualist hat überhaupt keinen konkreten Forschungsgegenstand! Wenn die Integration völlig unbewusst abläuft ist es auch keine Tätigkeit des Bewusstseins!
MonismusVsDualismus: hat im Gegensatz dazu ein Forschungsobjekt, dessen Funktionsweise im Ansatz bekannt ist und das nach Hinweisen auf Integrationsleistungen überprüft werden kann.
I 57
VsDualismus: verlagert bloß das Problem der Willensfreiheit durch autonomen Geist. Der autonome Geist kann sich kaum selbst geschaffen haben. Daher ist er auch abhängig von den Eigenschaften und Charakterzügen, die er aus dem Akt der Entstehung mitbringt, bzw. nach diesem Akt erworben hat.
I 58
VsDualismus: ist er nicht wenigstens in der Frage der Entstehung des Bewusstseins überlegen? Auch hier nur Verlagerung des Problems: der Dualist kann hier nicht auf Theorien über neuronale Prozesse zurückgreifen, sondern muss sich auf etwas jenseits davon berufen. Es ist jedoch völlig unklar, wo er hier ansetzen sollte.
Die Annahme, immaterielle Substanz besäße die Fähigkeit, Bewusstsein hervorzubringen ist genauso rätselhaft wie die Annahme, materielle Prozesse besäßen diese.
Man kann auch nicht den Geist als "Fähigkeit, Bewusstsein hervorzubringen" definieren. Das wäre zirkulär wie Schachspiel auf eine "Schachspielfähigkeit" zurückzuführen.
MonismusVsDualismus: besitzt hier einen konkreten Untersuchungsgegenstand, auch wenn ihm die gleiche Frage den Kopf zerbricht.
I 59
Vsinteraktionalistischer Dualismus: nimmt er eine Interaktion an, verstößt er gegen das Prinzip der kausalen Geschlossenheit und das Prinzip der physischen Determination. Bsp Ziegelstein: die Flucht kann hier nicht durch durchgängig physikalisch beschriebene Ereignisse zurückgreifen, schließlich wäre die Reaktion von einem Willensakt abhängig.
Verletzt wird auch das Prinzip der physischen Determination: der Willensakt hätte keine Entsprechung in physikalisch beschreibbaren Ereignissen, schließlich soll er ja unabhängig von neuronaler Aktivität sein.
I 60
Eigenschaftsdualismus: geht diesen Problemen aus dem Weg und stellt Bewusstsein als autonome Eigenschaft dar, die gleichzeitig neue Art physischer Eigenschaften ist. Dazu müßte man aber auf Ereignisse stoßen, die durch neuronale Prozesse nicht zu erklären sind. Damit wären wir zu einer methodischen Erweiterung der Naturwissenschaften gezwungen.
MonismusVsDualismus: verstößt gegen das Prinzip der ontologischen Sparsamkeit.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsDualismusVsDualismus Materialismus Vs Dualismus I 13
MaterialismusVsDualismus: dieser bestreitet die Wirksamkeit des Erlebens und widerspricht damit dem Prinzip.
VsDualismusVsDualismus Esfeld Vs Reduktionismus I 201
Regelfolgen/Esfeld: 1. VsReduktion der Beschreibung von intentionalen Zuständen auf die Beschreibung von physikalischen Zuständen. 2. VsDualismus in der Ontologie: denn intentionalen Vokabular ist genau deshalb nicht auf physikalisches reduzierbar, weil intentionale Zustände nur relativ zu sozialer Praxis determiniert sind.
Dies Praktiken haben allerdings eine physikalische Realisierung.
I 202
VsReduktionismus/Esfeld: eine Beschreibung , die einem außenstehenden Beobachter zugänglich ist, verfehlt notwendigerweise den begrifflichen Inhalt.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsDualismusVsDualismus Dewey Vs Verschiedene Suhr I 57
DeweyVsVermögen: Es gibt keine "Fähigkeit an sich", sondern nur in Zusammenhang mit einer Aufgabe! Denken ist Probehandeln
Suhr I 95
DeweyVsDualismus: Erfahrung nicht von der Natur, sondern in der Natur.
Hacking I 109
Dewey/Hacking: es hat den (fälschlichen) Anschein, als sei für Dewey alles soziales Konstrukt. DeweyVsDualismus, alle Dualismen. Theorie/Praxis, Geist/Materie, Denken/Handeln, Tatsache/Wert. Vs"Zuschauertheorie der Erkenntnis".

Putnam III 237
Durkheim: war zu dem Schluss gekommen, politische Meinungen sollten auf der "Meinung von Experten" beruhen.
III 238
DeweyVsDurkheim: hat diese Abhandlung vielleicht gar nicht gekannt dennoch Vs: "es kann gar nicht ausbleiben, dass sich eine Expertenklasse so weit von den Interessen der Gemeinschaft entfernt, dass sie zu einer Klasse mit Privatinteressen und Privatwissen wird. Und Privatwissen ist mit Bezug auf soziale Angelegenheiten überhaupt kein Wissen."
Rorty VI 88
Wahrheit/Ziel/DeweyVsSpencer: es gibt kein Ziel einer zu erreichenden Wahrheit ( Dieses Ziel wird auch von Peirce und heute von Bernard Williams vertreten).

Dew II
J. Dewey
Essays in Experimental Logic Minneola 2004

Suhr I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 1994

Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsDualismusVsDualismus Luhmann Vs Verschiedene Habermas I 436
VsParsons: bildet das klassische Modell einfach durch Systeme nach. (Soziales System = Handlungssystem). - Luhmann stattdessen: Mensch als Teil der Umwelt der Gesellschaft. Das ändert die Prämissen aller Fragestellungen. - Methodischer Antihumanismus.
Habermas I 440
LuhmannVsHumanismus: "Kardinalfehler" Verquickung von Sozial und Sachdimension.
Reese-Schäfer II 28
LuhmannVsDualismus: von Beobachter und Gegenstand. Universalität/Vs: die Gesamtsicht, die Universalität musste aufgegeben werden und wurde durch »Kritik« ersetzt, mit der der Standpunkt des Subjekts sich zur Universalität wieder aufrundet«. - Fundament/Luhmann: es gibt keinen letzten Halt. (Wie Quine, Sellars, Rorty). II 42 - VsMarx: lehnt die Rede von »gesellschaftlichen Widersprüchen« ab: es geht einfach um einen Interessengegensatz. Auch Konkurrenz ist kein Widerspruch: zwei Personen können durchaus dasselbe Gut anstreben.
Widersprüche/Luhmann: entstehen nur aus der Selbstbezüglichkeit von Sinn. Nicht wie bei Marx. - Widersprüche/Rechtssystem: dient nicht zur Vermeidung, sondern zur Regelung von Konflikten. II 78 - Wertfreiheit: (Max Weber): der Verzicht auf Wertungen ist sozusagen der blinde Fleck einer Beobachtung zweiter Ordnung. II 89 - Vs Rechte Politik: hier gibt es überhaupt keine Theorie, die in der Lage wäre, andere Theorien zu lesen. Es gibt nur Apercus oder gewisse literarische Leitideen. II 90/91 - VsGehlen: wir haben uns nicht den Institutionen unterzuordnen. II 102 - VsHandlungstheorie: ganz unscharfer, nur durch Zeigen auf Menschen bestimmbarer Begriff von Individuen. So werden Sprachgewohnheiten als Sachkenntnisse ausgegeben: denn die Sprache verlangt von uns, Subjekte einzusetzen. >Sprache/Luhmann.
Reese-Schäfer II 103
Vernunft/VsAdorno: man sollte nicht resignieren (Dialektik der Aufklärung) sondern fragen, ob es nicht ohne Vernunft besser geht! II 112 - Reizüberflutung/LuhmannVsTradition: kann gar nicht stattfinden. Denn schon der neurophysiologische Apparat schirmt das Bewusstsein drastisch ab. Das operative Medium Sinn tut ein übriges. II 125 - Mensch/Gehlen: versuchte, den Menschen aus seinem Unterschied zum Tier zu bestimmen. (LuhmannVs). II 138 - VsParsons: Begrifflichkeit beschränkt durch Strukturfunktionalismus: man konnte nicht nach der Funktion von Strukturen fragen, oder Begriffe wie Bestand oder Bestandsvoraussetzung, Variable oder den ganzen methodologischen Bereich zu untersuchen. Beschränktheit dadurch, daß ein bestimmter Gegenstand als vorgegeben angenommen wurde. - keine Kriterien für den Bestand des Gegenstands - statt dessen muss die Theorie alle Devianz (Abweichung) und Disfunktion mitenthalten können. (bei Parsons nicht möglich). - Frage: in welchem Zeitraum und welchen Bandbreiten ist ein System identifizierbar? (Bsp Revolution: ist die Gesellschaft hinterher noch die selbe Gesellschaft?) Bestandskriterien Biologie: Definition durch Tod. Das Lebende reproduziert sich aus eigenen Mitteln. Selbstreferenz (wichtig in der modernen Systemtheorie) ist im Rahmen des Parsonschen Modells nicht möglich. Daher brauchen wir interdisziplinäre Lösungen. (Kass 3.) - VsHandlungstheorie: der Begriff der Handlung eignet sich nicht, weil ein Akteur vorausgesetzt wird! Es gibt sie aber auch ohne Zuschauer! Im Prinzip kann eine Handlung als solitäre, sozial resonanzlose Sache vorgestellt werden! - Paradoxie/Luhmann: das Verfahren der Auflösung der Paradoxie ist logisch anrüchig, wird aber von den Logikern selbst ständig angewendet: sie benutzen einen Ebenenwechsel. Einzig folgende Frage darf nicht gestellt werden: was denn die Einheit der Differenz der Ebenen sei. (Kass.4) - VsGleichgewichtstheorien: Heute fragwürdig; 1. von der Naturwissenschaft her: es sind gerade Ungleichgewichte stabil, GG eher Metapher (Kass.6). Tradition: "Übertragung von Patterns von Generation zu Generation" Gespeicherte Wertmuster, die immer wieder angeboten werden und vom Nachwuchs übernommen. Diese Muster sind dann dennoch dieselben.
VsTradition: Frage: woher kommt überhaupt die Identität. Wie könnte man von Selbigkeit reden, ohne externen Beobachter? Das wird auch nicht viel anders durch die Annahmen eines reziproken Verhältnisses mit Lernen. Luhmann: statt dessen: (Autopoiesis): Sozialisation ist immer Selbstsozialisation.

AU Kass 6
Information/Luhmann: der Begriff muss nun darauf abgestimmt werden! Man sprach in den 70ern von "genetischer Information", behandelte Strukturen als informativ, der genetische Code enthalte Information.
Luhmann: das ist falsch, weil Gene nur Strukturen enthalten und keine Ereignisse!
Die semantische Seite des Begriffs blieb lange ungeklärt, d.h. die Frage, aus was eine Information auswählen kann.

Reese-Schäfer II 76
LuhmannVsMarx/Reese-Schäfer: lehnt die Rede von »gesellschaftlichen Widersprüchen« ab: es geht einfach um einen Interessengegensatz. Auch Konkurrenz ist kein Widerspruch: zwei Personen können durchaus dasselbe Gut anstreben.
AU Kass 11
Emergenz/Reduktionismus/Systemtheorie/Luhmann: das stellt die eigentliche Frage noch gar nicht: wodurch zeichnet sich eigentlich ein emergentes System aus? Was ist das Charakteristikum für die Unterscheidung von dem basalen Zustand? Was ist das Kriterium, das Emergenz ermöglicht? Will Martens: (Heft 4, Kölner Zeitschrift f. Sozialforschung): Autopiesis sozialer Systeme.
Behandelt die Frage im Anschluss an das Konzept der Autopoiesis und der Kommunikation.
Kommunikation/Luhmann: Dreigliederung:
Information,
Mitteilung, Verstehen (nicht Handlungsfolgen). (Kommt aus der Linguistik, aber auch schon Antike!).
Martens: diese Dreiteilung ist die psychologische Fundierung der Kommunikation. Die Kommunikation muss zunächst im individuellen Kopf ausgehandelt werden, ich muss sehen, was ich als unbekannt unterstelle und was ich auswählen möchte, außerdem muss mein Körper in Schuss sein.
Martens These: die Sozialität kommt nur in der Synthese dieser drei Komponenten zustande.
Soziales entsteht, wenn Information, Mitteilung und Verstehen als Einheit erzeugt werden mit Rückwirkung auf die teilnehmenden psychischen Systeme, die sich entsprechend verhalten müssen.
Die Einheit ist nur die Synthese selbst, während die Elemente nach wie vor psychologisch bzw biologisch usw. beschrieben werden müssen. Ohne dieses Fundament geht es nicht.
LuhmannVsMartens: ich hoffe, Sie fallen darauf rein! Das klingt zunächst sehr einleuchtend. Aber jetzt kommt die Frage:
Was wird denn in dem Text von Martens kommuniziert? Sicher nicht der Blutkreislauf! In dem Text ist auch kein Blut! Das würde die Redaktion schon abwehren, auch kein Bewusstseinszustand ist im Text! Ich kann mir also gar nicht vorstellen, was der Verfasser sich gedacht hat! Ich kann mir wohl vorstellen, dass er durchblutet war und vor dem Computer gesessen hat. Und dass er gerne an der Diskussion teilnehmen wollte.
Luhmann: das sind alles Konstruktionen, die in der Kommunikation nahegelegt werden, die aber eigentlich in der Kommunikation nicht vorhanden sind. (>Interpenetration/Parsons).
Kommunikation/LuhmannVsMartens: Frage: was wird eigentlich in dem Text behauptet, und widerlegt er es nicht eigentlich selbst?
Paradoxie: der Text der von Blut und Gedanken erzählt, behauptet, er bringe Blut und Gedanken, aber er bringt nur Buchstaben und das, was man als geübter Leser aus dem Text machen kann. Das ist Kommunikation. Mehr sehe ich eigentlich nicht!
Kommunikation/Luhmann: wenn man realistisch und operativ denkt, ist nicht mehr in dem Text zu sehen. Die Worte müssen wir schon selbst aus den Buchstaben zusammensetzen.
Wenn psychische System auf Kommunikation eingehen, ändern sie ihre internen Zustände entsprechend.
Kommunikation/Luhmann: wenn man diese Botschaft (von Martens) bekommen hat, kann man sagen: alles ist eigentlich richtig, man könnte eine Kommunikation völlig auf der Basis körperlicher oder psychologischer Tatsachen beschreiben. Es würde nichts fehlen, mit Ausnahme der Autopoiesis selbst.
Frage: wir müssen erklären, wie Kommunikation sich selbst erhält, ohne psychische und körperliche Operationen einzubauen!
Luhmann: diese Reproduktion von Kommunikation durch Kommunikation geht nur durch völligen Ausschluss von körperlichen, psychischen usw. Operationen.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Philosophie Ryle, G. Tetens Wittgenstein VII 147
Philosophie/Unsinn/logische Grammatik/Tetens: die These, daß sich die Philosophie einem Mißverständnis der "logischen Grammatik" der Sprache verdankt, findet sich weder bei Carnap noch im Tractatus, sondern bei Ryle in seiner Kritik VsDualismus, VsDescartes (Ryle 1969).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960