Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 106 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Abbildtheorie Millikan
 
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I 102
Abbildungsrelation/Sprache/Millikan: wir beginnen damit, dass wenigstens einige Wörter mit Gegenständen koordiniert sind. Entsprechend korrespondieren wahre Sätze mit Tatsachen in der Welt.
Problem: falsche Sätze korrespondieren keiner Tatsache. Frage: wie können Wörter, die einzeln sehr wohl Gegenständen korrespondieren so zusammengesetzt werden, dass am Ende der ganze Satz nicht korrespondiert?
Bsp „Theaitetos fliegt“: „Theaitetos“ korrespondiert Theaitetos“, „fliegt“ korrespondiert fliegen.
falsche Lösung: zu sagen, dass es an der Relation zwischen Theaitetos und dem Fliegen läge. Denn die Relation korrespondiert schon etwas, dies kann instanziiert (Bsp zwischen Theaitetos und Gehen) oder uninstanziiert sein. Alles korrespondiert mit etwas - nur nicht der gesamte Satz „Theaitetos fliegt“.
Lösung/Frege: er verband singuläre Termini mit „Werten“, die die Gegenstände in der Welt waren.
I 103
Satz/Frege/Millikan: interpretierte er damit ähnlich wie Namen, als komplexe Zeichen, die am Ende das Wahre oder das Flasche bezeichneten. (Millikan pro Frege: “elegant!”) Lösung/Wittgenstein/WittgensteinVsFrege/Millikan: (Millikan: besser als Frege): Komplex aRb, wobei im Fall vom falschen Sätzen die Korrespondenz mit der Welt fehlt.
Korrespondenz/Wittgenstein/Millikan: das ist aber ein anderer Sinn von „korrespondiert“! D.h. Wörter sollen anders mit Dingen korrespondieren, als Sätze mit der Welt.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Abbildtheorie Wittgenstein
 
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Danto I 70/71
Abbildtheorie/Wittgenstein/Danto: These: die Welt hat die gleiche Form hat wie die Sprache - ohne dass die Welt selbst ihrer Struktur nach irgendwie linguistisch wäre, also mehr Spiegelung. - - -
Hintikka I 67
Abbildtheorie/Bildtheorie/Sachverhalt/Gegenstand/Wittgenstein früh/Hintikka: "wenn der Satz ein sprachliches Gegenstück zum Sachverhalt ist I 68 dann ist jene Verbindung keine Relation, sondern nur das Bestehen einer Relation".- Das ist Wittgensteins Position vor dem Tractatus - WittgensteinVs: später Vs - Russell: pro.
I 127
Bild/Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: kommt von Frege - findet sich auch bei Tarski wieder.
I 131
Hintikka These: die "Bildtheorie" ist in Wirklichkeit eine Vorwegnahme der ersten Bedingung Tarskis Wahrheitstheorie.
I 132
WittgensteinVsTarski: eine Wahrheitstheorie ist unausdrückbar. I 132f aRb/Ausdrücken/Darstellung/Abbildtheorie/Bildtheorie/Komplex/Wittgenstein/Hintikka: nicht ein Zeichen (Bsp "R") stellt etwas dar - sondern die mit ihm verknüpfte sprachliche Beziehung - hier das flankieren - die sprachliche Relation steht nicht für eine Klasse von Paaren von Individuen (Freges Werteverlauf) - sondern für eine wirkliche Beziehung.
WittgensteinVsFrege - TarskiVsWittgenstein/ CarnapVsWittgenstein/(s): extensionale Semantik - Gegenstand /WittgensteinVsFrege: Elemente möglicher Tatsachen - dann ist die Relation, die dem "R" entspricht immer eine besondere.
I 134/35
Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: keine Abbildungsrelation, sondern Isomorphismus - (Strukturgleichheit, Isomorphie) - keine Theorie der Sprache, sondern der Wahrheit (der Wahrheitsbedingungen (WB)).
I 135
Eine solche Theorie lässt sich als Theorie aber gar nicht ausdrücken.
I 141
Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: nur einfache Sätze sind Bilder - nicht die komplexen Sätze - diese wären nur Rezepte zur Konstruktion von Bildern -" wenn man sie zuließe, hätte man kein Argument für die Sonderstellung einiger Sätze: - nämlich wahr zu sein.
I 161
Bildtheorie/Abbildtheorie/Widerspiegelung/Tractatus/Hintikka: Bild ungleich Widerspiegelung - Abbildung: verlangt, dass einige der zulässigen Verbindungen einige der möglichen Konfigurationen der Gegenstände wiedergeben - daraus folgt aber nicht, dass die Widerspiegelung vollständig sein muss - d.h. nicht jede zulässige Verbindung muss von einem möglichen Sachverhalt sprechen - Name: kein Bild des Gegenstands - kann ihn aber widerspiegeln - Satz: Bild - Logik: Spiegelbild der Realität.
I 183
Wittgenstein/früh/mittel/spät/Werk/Hintikka: Bildtheorie: 1929 aufgegeben- Hintikka: er hat nie eine vollkommene Abbildtheorie vertreten - später als 1929: Vs These, dass Sprache nach strengen Regeln funktioniere - Hintikka: Das hat er vielleicht nie vertreten - 1934/35: neu: Sprachspiele. WittgensteinVsTractatus: VsWiderspiegelung.
I 184
Sprache/mittlerer Wittgenstein: 1929: physikalische Sprache statt phänomenologischer Sprache - ((s) >Quine) - es ist aber immer die gewöhnliche Sprache.
III 144
Sprache/Denken/Welt/Wirklichkeit/Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Flor: das eigentliche Verhältnis zwischen Sprache (Denken) und Wirklichkeit kann nicht selbst Teil der Wirklichkeit sein - denn das Bild B, das das Verhältnis zwischen A und S wiedergeben sollte, müsste dann identisch sein mit A - daher kann der Satz seinen Sinn bloß zeigen, nicht aussprechen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Abstraktion Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 286
Intensionale Abstraktion : "Hund sein", "Das Kuchenbacken", "Das Irren" I 289 Klassenabstraktion zurückgeführt auf sing Kennzeichnungen: (iy)(x)(x aus y genau dann, wenn
..x..) - statt: x^(..x..)- geht nicht für intensionale Abstraktion
I 295
Abstraktion von Relationen, Propositionen und Eigenschaften: undurchsichtig (Planeten-Bsp)
I 322
Eigenschaftsabstraktion (Elimination) statt "a = x(..x..)" - neu: irreduzibler zweistelliger Operator "0": "a0x (..x..)" - Variablen bleiben als einziges! - Vorangstellung des Pronomens
IX 12ff
Klassenabstraktion/Quine: "{x: Fx}" bezeichnet die Klasse aller Objekte x mit Fx - in der eliminierbaren Kombination, die wir im Sinn haben, kommt "e" nur vor einem Klassenabstraktionsterm vor und Klassen-Abstraktionsterme kommen nur nach "e" vor - die gesamte Kombination "y e {x: Fx}" reduziert sich nach einem Gesetz: Konkretisierungsgesetz/Quine: reduziert "y e {x: Fx}" auf "Fy" - Existenz/Ontologie: damit bleibt kein Hinweis, dass ein solches Ding wie die Klasse {x:Fx} überhaupt existiert
Einführung: es wäre ein Fehler, Bsp "*(Fx)" für "x = 1 u EyFy" zu schreiben. Denn es wäre falsch, "*(F0) *(F1)" aus "F0 F1" zu schließen - daher müssen wir unserer Definition 2.1 misstrauen, die "Fx" im Definiendum, aber nicht im Definiens aufweist.
IX 16
Relationenabstraktion/Relationsabstraktion/Quine: "{xy:Fxy}" soll die Beziehung eines gewissen x zu einem gewissen y derart, dass Fxy darstellen - Relation/Zutreffen/Quine: parallel zur Elementbeziehung gibt es für Relationen den Begriff des Zutreffens - Def Konkretisierungsgesetz für Relationen/Quine: ist gleichzeitig die Def Zutreffen/Relation: "z{xy: Fxy}w steht für "Fzw".
IX 52
Funktionenabstraktion/Lambdaoperator/Quine: vor Terme, erzeugt Terme (Ausdrücke) -(Frege/Church: hier auch von Aussagen, damit ein zweites Mal Klassenabstraktion, aber bei den beiden werden Aussagen unter Terme und Klassen unter Funktionen subsumiert -(QuineVsFrege, QuineVsChurch) - Def Lambdaoperator/Quine: wenn "...x..." x als freie Variable enthält so ist λx (...x...) diejenige Funktion, deren Wert für jedes Argument x gleich ...x... ist - also ist λx (x²) die Funktion "Quadrat von" - allgemein: "λx (...x...)" steht für "{‹x,y›: y = ...x...}" - Identität: λx x {‹x,y›: y = x } = I. - λx {z: Fxy} = {‹x,y›: y = {z : Fxz}}. - "λx a" steht für "{‹x,y›: y = a}" - neu: Gleichheitszeichen jetzt auch zwischen Variabler und Klassenabstraktion.
IX 181
Abstraktion/Ordnung/Quine: die Ordnung des abstrahierenden Ausdrucks darf nicht kleiner als die der freien Variablen sein.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Atomismus Wittgenstein
 
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Hintikka I 25
Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: These: alle logischen Formen lassen sich aus den Formen der Gegenstände aufbauen.
I 175
logische Unabhängigkeit/Elementarsatz/Atomismus/Wittgenstein/Hintikka: (1931) die Suche nach der logischen Unabhängigkeit der Elementarsätze gibt Wittgenstein schließlich auf. - Sie war ein regelrechter Fehlschlag. - Grund: Farbattribute (Farbprädikate) sind nicht unabhängig! - Bsp Rot ist im Grade q1r vorhanden und Rot ist im Grade q2r vorhanden , dann folgt: wenn q2>q1 folgt q1r aus q2r. - Später Vs: geht auch nicht bei unreinen und undurchsichtigen Farben.
I 176
Atomismus/mittlere Periode/Wittgenstein/Waismann/Hintikka: neu: Atomsätze werden nicht mehr einzeln mit der Welt verglichen, sondern als Satzsysteme - ("holistisch"). - WittgensteinVsAtomismus: mittlere Periode. - Neu: ich lege die ganze Farbskala zugleich an. - Das ist der Grund, warum ein Punkt nicht mehrere Farben haben kann. - >Messen - Wenn ich ein Satzsystem an die Wirklichkeit anlege, so ist damit gesagt, dass immer nur ein Sachverhalt zu einer Zeit bestehen kann. - - -
II 138
WittgensteinVsAtomismus//WittgensteinVsTractatus: Zwei Fehler: 1. Das Unendliche als Zahl anzunehmen und anzunehmen, dass es unendlich viele Sätze gäbe.
2. Es gibt Aussagen gibt, die Grade von Qualitäten ausdrücken - Atomismus; verlangt aber, dass wenn p und q im Widerspruch stehen, sie weiter analysiert werden können, bis sich t und ~t ergeben.
II 157
Atomismus/Atomsatz/WittgensteinVsRussell: bei der Analyse von Atomsätzen stößt man nicht auf "Einzeldinge", nicht wie bei einer chemischen Analyse. -
IV 14
Atomismus/Substanz/Tractatus/Wittgenstein: hätte die Welt keine Substanz, ((s) = unveränderliche Gegenstände), wären die Atomsätze nicht von einander unabhängig.
a propos IV 36ff
Tractatus/Atomismus/Wittgenstein/(s): Atome: undefinierte Gegenstände, quasi materielle Dinge, (Laute), Urzeichen - offen, ob Ding (Sache) oder immateriell, übersetzt werden nur Bestandteile des Satzes. - Damit sind sie offen für Bedeutungstheorie, die sich gleichzeitig aus Komplex von Dingen, Sachverhalten wie aus Verbindung von Wörtern herleite, aber (4.0312) die Logik der Tatsachen läßt sich nicht vertreten - die logischen Konstanten (und, oder, nicht) vertreten nicht. - Stellvertreter: Zeichen für Gegenstand - interne Eigenschaften: im Satz, anders als die Relationen zur Welt (extern). WittgensteinVsRussell, VsFrege: Verwechslung Erwähnung/Gebrauch: intern/extern.
VII 122
Atomismus/Atomsatz/Wahrheitswert/Wahrheitsfunktionen/WaFu/Naturgesetze/Tractatus/Tetens: die Wahrheitswerte (WW) der Atomsätze determinieren die Wahrheit aller übrigen Sätze mit logischer Notwendigkeit, auch die der Naturgesetze. - Dann jedoch sollte man auch nicht davon reden, etwas sei naturgesetzlich oder kausal möglich, unmöglich oder notwendig. - (6.37) - Naturgesetze sind die Wahrheitsfunktionen der Elementarsätze. - Daher kann die Welt als Ganzes nicht erklärt werden.
VII 124
Naturgesetze: sind nicht das Letzte, das ist der logische Raum.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Bedeutung Perry
 
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Frank I 396
Bedeutung/Gedanke/PerryVsFrege: wir müssen die Bedeutung vom Gedanken scharf trennen. - Der Gedanke ist keine psychische Entität sondern entspricht dem informationellen Gehalt. - Die Bedeutung entspricht der Rolle der Wörter. - Dieselbe Rolle erzeugt in jedem Kontext eine andere de-re-Proposition.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Begriffe Carnap
 
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VI 5
Begriff/Gegenstand/Carnap. auch Eigenschaften, Relationen usw. sind alles Gegenstände. - Zu jedem Begriff gehört genau ein Gegenstand - das ist aber nicht ein "Fallen unter". - Begriff und Gegenstand sind dasselbe. - Funktionalisierung des Begriffs.
VI 242
Begriff/Gegenstand/CarnapVsFrege: die Grenze ist zuweilen fließend! Frage: ob es sich um einen wirklichen Gegenstand oder eher eine begriffliche Zusammenfassung handelt(Bsp Mobiliar, Kohlebestand Mitteleuropas). - Relation: es ist umstritten ob Bsp Entfernung etwas Wirkliches ist.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Begriffe Geach
 
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I 26ff
Begriff/Frege/Geach: die Bedeutung von "Menschen" ist nicht "viele Menschen" sondern der Begriff.
I 220
Begriff/GeachVsFrege: Frege: "Der Begriff Pferd ist kein Begriff": also muss er ein Gegenstand sein: das ist ein Fehlschluss! - Gegenstände sind nicht realisiert, sondern Begriffe. - (Ersteres ist keine Falschheit, sondern Unsinn). - Richtig: Bsp "Der Begriff Mensch ist realisiert" teilt sich auf in "Mensch" und "der Begriff ... ist realisiert" - letzteres = "etwas ist ein..". - Was nicht so aufgeteilt werden kann, ist sinnlos: Bsp "der Begriff Mensch ist zeitlos".
I 226
Begriff/Frege: rein extensionale Sicht - daher nicht "Sinn des Namens", sondern Referenz des Prädikats. - ((s) Referenz/(s): Menge der bezeichneten Gegenstände = Extension.) - aber: Extension/Frege: Gegenstand - Begriff/Frege: kein Gegenstand - Grund: der Begriff ist ungesättigt, der Gegenstand ist gesättigt. - "Rot" steht nicht für einen Begriff, sonst wäre der Begriff ein Name.
I 228f
Begriff/Geach: "Der Begriff Pferd" kein Begriff, weil sonst Begriffe Namen hätten - (...+...) - Ein Begriff ist auch keine logische Einheit. - Genauso wenig wie Bsp "Napoleon war ein großer General und der Besieger von Napoleon war ein großer General". - Bsp "Ein Mensch ist weise" ist nicht eine Instanz von "___ist weise" ("ein Mensch" ist kein Name) sondern von einem abgeleiteten Prädikat "ein ... ist weise" - Sätze, aus denen "der Begriff Mensch" nicht eliminiert werden kann, sind sinnlos! - Bsp "Der Begriff Mensch ist eine abstrakte Entität" - Sätze über Begriffe brauchen einen Quantor.
I 230
Begriff/Geach: kann keinen Eigennamen haben. - Wir referieren stattdessen mit dem Prädikat auf den Begriff. - VsFrege: dieser benutzt Pseudo-Eigennamen für Begriff: "Die Extension des Begriffs x schnitt x’ Kehle durch." Pseudo-Name: "der Begriff x schnitt x" - Geach: richtig: der Name der Extension ist "der Bereich von x für x schnitt x’s Kehle durch."
I 234
Begriff/Gegenstand/Quine: die Unterscheidung ist unnötig! - GeachVsQuine: sie ist nötig! - Ihr entspricht in Verkleidung auch die Quinesche Unterscheidung zwischen Klasse und Element.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Bezug/Referenz Dummett
 
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I 41
Frege: erst Bezug, dann "Sinn" heute Tendenz: singulärer Term: Bedeutung = Referenz - DummettVs: das istabsurd bei komplexen Termini (Kennzeichnungen).
I 47
Bezug: Wörter - nicht Sätze oder Satzteile. Def Bezug eines Ausdrucks ist dasjenige, das allen übrigen Ausdrücken gemeinsam ist, bei denen feststeht, dass ihre Substitution anstelle des ursprünglichen Ausdrucks den Wahrheitswert eines beliebigen Satzes, in dem er vorkommt, nicht beeinflusst.
I 48
Frege: Theorie des Bezugs vor Theorie des "Sinns". - "Sinn" bestimmt den Bezug. - Husserl: Bezug = "Sinn". Gebrauch gibt Bedeutung - Sinn gibt Bezug - Bedeutung ungleich Bezug: Bsp Einhorn, Pegaus, rundes Quadrat.
RussellVsUnterscheidung Sinn/Bezug (Bedeutung/Referenz) (RussellVsFrege).

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Bivalenz Dummett
 
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EMD II 103
Bivalenz, Prinzip der/PdB/Wahrheit/Dummett: das Prinzip der Bivalenz setzt den Begriff der Wahrheit schon voraus - und das ist transzendental im Fall von unentscheidbaren Sätzen. - Es geht über unsere Fähigkeit hinaus, zu erkennen, was eine Manifestation wäre.
EMD II 103f
Unentscheidbarkeit/Anti-Realismus/Dummett: (ohne Bivalenz) die Bedeutungstheorie wird dann nicht mehr rein beschreibend in Bezug auf unsere aktuale Praxis sein. - - -
Dum III 17
Sinn/Frege: Erklärung des Sinns durch Wahrheitsbedingungen - Tractatus: dito: "Unter welchen Umständen"... DummettVsFrege/DummettVsWittgenstein: dazu muss man aber bereits wissen, was die Aussage dass P wahr ist, bedeutet - Vs: wenn es dann heißt, P ist wahr bedeute dasselbe, wie P zu behaupten.
VsVs: dann muss man bereits wissen, welchen Sinn es hat, P zu behaupten! Das ist aber genau das, was erklärt werden sollte.
VsRedundanztheorie: wir müssen sie entweder ergänzen (nicht bloß Bedeutung durch Behauptung und umgekehrt erklären), oder die Zweiwertigkeit aufgeben.
III 74
Sinn/Bezug/Bivalenz/Dummett: Zweiwertigkeit: Problem: nicht jeder Satz hat einen solchen Sinn, dass wir ihm im Prinzip, wenn er wahr ist, als wahr erkennen können (Bsp Einhorn, Goldbachsche Vermutung) - aber Freges Argument hängt gar nicht von Zweiwertigkeit ab.
III 76
Zweiwertigkeit allerdings doch für Elementarsätze: wenn hier der semantische Wert die Extension ist, muss aber nicht entschieden werden können, ob das Prädikat zutrifft oder nicht - die Anwendung kann vielleicht nicht effektiv entschieden werden, aber das (undefinierte) Prädikat kann verstanden werden, ohne den Wahrheitswert zuteilen zu können. - Daher Unterscheidung von Sinn und semantischem Wert.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Denken Dummett
 
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I 93 ff
DummettVsFrege: Umgekehrt steht seine Theorie der Wahrnehmung im Widerspruch zu seiner These, der Mensch könne nur diejenigen Gedanken fassen, die er als den Sinn von Sätzen begreift. davon kann man zwei Lesarten nehmen.
I 105
Gedanken/DummettVsFrege: sind nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema.
I 137 f
Stärkste Lesart: wir können nur in der Sprache denken. schwächste: keiner von uns kann einen Gedanken haben, den er nicht zum Ausdruck bringen kann.
I 141
DummettVsQuine,DummettVsDavidson: nicht Idiolekt, sondern gemeinsame Sprache ist vorrangig.
III 209
Sprache/Denken/Wittgenstein/Dummett: die Rolle der Sprache als Vehikel des Denkens ist ihrer Rolle als Werkzeug der Mitteilung untergeordnet.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Einführung Strawson
 
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I 187
Term/Ausdruck/Sache/Einführen/Strawson: alles was durch einen Ausdruck in eine Äußerung eingeführt wird, ist eine Sache (Term: StrawsonVsQuine: hier auch nichtsprachlich, Sache!)) - I 188 VsGeach: dieser unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Arten der Einführung in die Rede - man kann sagen, eine Aussage sagt etwas über jede Sache, die in sie eingeführt wird, nicht nur über die Sachen, auf bezugnehmende Weise eingeführt wurden - (also auch über das Rauchen) - "ist weise" wird behauptend eingeführt, Sokrates nicht - I 192 Aber dennoch kein Unterschied zwischen behauptendem und dem sacheinführenden Modus, weil letzterer auch aussagend ist - I 193 Der Behauptungsmodus ist primär.
I 194
Einführung: indikativische Verbalform: führt Sache in eine Aussage ein - substantivische: hat keine solche Implikation, kann auch Listen von Sachen einführen - VsFrege: ist darauf festgelegt, dass Begriffe nur nicht-substantivisch eingeführt werden können - daher das Paradox, dass "ist weise" ein Objekt ist und kein Begriff - (nicht im behauptenden Modus eingeführt).
I 196
StrawsonVsFrege: dass die Teile des Satzes nur durch Ungesättigtes aneinanderhaften, ist bloß metaphorisch - RamseyVsFrege: kein Grund, irgendeinen Teil als ungesättigt zu betrachten.
I 232ff
Einzelding/Einführung: durch identifizierende Beschreibung - damit Sprecher und Hörer dasselbe ED meinen - I 234 Identifizierende Beschreibung muss nicht Beschaffenheit angeben: Bsp die Stadt in der ich lebte - aber wahre empirische Aussage - I 235 für Universalien nichts entsprechendes - I 236 aber keine Tatsachen über die Welt sondern über die Sprache! - ((s) keine Wahrmacher).
I 238
Wenn U in Sprache eingeführt, keine empirische Gewissheit über Wahrheit der Sätze notwendig - I 239: Sonderfall: wenn U nicht durch Ausdruck sondern durch Kennzeichnung eingeführt, dann Bestätigung durch empirischen Satz notwendig. - Bsp statt "Grippe": "Johns Krankheit".
I 239f
Universale/Einzelding/Einführung: Klasse (1): (U): Ausdrücke, von denen man (ohne empirische Tatsachen) nicht wissen kann, was sie einführen - Klasse (2) (ED) auch ohne empirische Tatsache möglich zu wissen, was sie einführen - beide sind unvollständig - (1) setzen implizite Aussagen voraus, haben faktisches Gewicht - (2) haben kein faktisches Gewicht
I 241
Subjekt/Prädikat/Ding/Einzelding/Universale: 3. Kriterium: Ausdrücke zur Einführung von "ED können niemals Prädikat-Ausdrücke sein - Def Subjekt-Ausdruck: präsentiert eine Tatsache aus eigener Kraft (vollständig) - Prädikat-A: unvollständig, "ist verheiratet mit John" ist keine Tatsache aus eigener Kraft - I 242 Bsp "Großmut ist eine liebenswertere Tugend als Klugheit" -"Großmut" und "Klugheit" präsentiert keine verdeckte gemeinsame Tatsache.
I 242
Allgemeines/Einzelnes: die Affinität zwischen dem grammatischen und dem kategorialen Kriterium für Subjekt/Prädikat-Unterscheidung erklärt auch die traditionelle Verkettung der beiden Unterscheidungen.
I 254ff
Einführung/Einzelding: bisher nur quasi wie Quantifikation nach einer empirischen Voraussetzung - neu: anderer Sinn von Einführen: E der Gepflogenheit, Einzelding im 1. Sinn einzuführen - dann auch E1: führt Einzeldinge ein , E2: Klassen von Einzeldingen. - Dann Voraussetzung2 V2: Klasse von Dingen (oder Universale) die eingeführt werden können. - Wo bleibt dann die Asymmetrie zwischen Einzelding und Universale?
I 258
Verbindung der beiden Theorien: eine EF1 eines Einzeldings der relevanten Klasse können wir in der Weise denken, dass sie eine Tatsache der v2 Klasse v1 - I 263 beide Theorien sind unabhängig, aber verbindbar.
I 259
Einzelding/Einführung: Sätze in denen gewisse Typen von Einzeldingen ef werden, können nicht auf solche zurückgeführt werden, in denen sie nicht vorkommen - Bsp Aussagen über Nationen nicht in A über Menschen zurückführbar - aber sie haben A über Menschen zur Voraussetzung2 - Problem: was steht am Ende der Kette? - >Grundzug-Universalien.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Einzeldinge Brandom
 
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II 162
Einzelding/Gegenstand/Frege: kann nicht ohne den Begriff des singulären Terms erklärt werden.
II 163
QuineVsFrege: doch: weil sie "beabsichtigen" zu referieren.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Empfindungen Wittgenstein
 
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Rorty I 128
Wittgenstein: Empfindungen hätten irgend eine halbe Existenz zwischen einem Nichts und einem Etwas, sie »fielen« aus der Welt »heraus« wie der Käfer in der Schachtel. Wittgenstein: Empfindung: »kein Etwas, aber auch kein nichts! Das Ergebnis war nur, dass ein Nichts die gleichen Dienste täte wie ein etwas, worüber sich nicht aussagen lässt.« (Philosophische Untersuchungen § 304.)
RortyVsWittgenstein: Verwechslung des Begriffs der Unkorrigierbarkeit mit dem Begriff der Inkommunikabilität.
Rorty VI 147
Gefühl/Wittgenstein : Spüren allein (ohne Sprache) genügt nicht! . - - -
Dummett I 35
WIttgensteinVsFrege: keine privaten Gegenstände (Empfindungen), sonst Privatsprache, für das Subjekt selbst unerkennbar
- - -
Wittgenstein VI 118
Empfindung/Wittgenstein/Schulte: ein Satz über die Empfindungen, weil er ganz auf der Ebene des Sprachlichen bleibt, ist außerhalb der wahr/falsch-Dimension.
VI 199f
Empfindung/Wittgenstein/Schulte: hat keinen Gegenstand.
VI 200
Ausdruck: nicht Beschreibung (sondern direkter).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Existenzielle Generalisierung Hintikka
 
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I 42
Existentielle Generalisierung/EG/HintikkaVsParsons, Terence: sein Kriterium der EG ist falsch, denn sie kann fehlschlagen aus Gründen, die nichts mit Nichtexistenz zu tun haben. Bsp
(1) Königin Victoria wusste, dass Lewis Carroll Lewis Carroll ist
daraus kann man nicht schließen, selbst obwohl Caroll existierte, und dies von der Königin gewusst wurde, dass
(2) (Ex)Königin Victoria wusste, dass Lewis Carroll x ist.
Und daher
(3) Jemand ist so, dass Königin Victoria wusste, dass er Lewis Carroll ist
(2) und (3) sagen dasselbe wie
(4) Königin Victoria wusste, wer Lewis Carroll ist.
Das ist aber nicht von (1) impliziert (entailed).
Existentielle Generalisierung/EG/Hintikka: die Äquivalenz von (2)-(3) mit (4) ist aber ganz unabhängig davon, ob die Quantoren nur über existente oder auch über nichtexistente Objekte gehen.
Der Grund für das Fehlschlagen der EG ist nicht ein Fehlschlagen der Eindeutigkeit.
Eindeutigkeit schlägt allerdings fehl, denn in verschiedenen Situationen, die mit dem Wissen der Königin kompatibel sind, kann der Name Lewis Carroll auf verschiedene Personen angewendet werden. Daher kann nicht nur ein einzelnes, bestimmtes Objekt als Wert von „x“ fungieren.
Daher findet die EG keine Anwendung und (1) und dennoch kann sie so verstanden werden, dass sie den Äußerer auf die Existenz von Lewis Carroll verpflichtet. Daher schlägt Parsons Kriterium fehl.
I 54
Existentielle Generalisierung/EG/Hintikka: berechtigt uns, von einem Satz S(b) mit einem sing Term „b“ zur Existenzaussage (Ex) S(x) überzugehen. Dies schlägt fehl in intensionalen (epistemischen) Kontexten.
Übergang von „any“ zu „some“. (>Existentielle Generalisierung)
Bsp epistemischer Kontext:
(10) (Prämisse) George IV wusste, dass (w = w)
(11) (versuchsweise Konklusion) (Ex) George IV wusste dass (w = x)
I 55
Problem: der Übergang von (10) zu (11) schlägt fehl, weil (11) die Stärke von (12) hat (12) George IV wusste, wer w ist.
EG/Fehlschlagen/Lösung/Frege/Hintikka: nahm an, dass wir es in intensionalen (opaken) Kontexten mit Ideen von Referenten zu tun haben.
HintikkaVsFrege: Problem: dann würde (11) auf jeden Fall aus (10) folgen ((s) Und das ist gerade nicht gewünscht). Denn man müsste annehmen, dass es auf jeden Fall irgendeinen Sinn gibt, unter dem George IV sich ein Individuum w vorstellt.
Problem: „w“ greift in verschiedenen Welten verschiedene Individuen heraus.
I 56
Semantik möglicher Welten/Lösung/Hintikka: Bsp AG (13) George weiß, dass S(w)
zu
(14) (Ex) George weiß, dass S(x)
wobei S(w) keine Ausdrücke enthält, die opake Kontexte schaffen.
Dann brauchen wir eine zusätzliche Bedingung
(15) (Ex) in allen relevanten Welten (w = x)
Das ist aber kein wohlgeformter Ausdruck in unserer Notation. Wir müssen sagen, was die relevanten Welten sind.
Def relevante Welt/Hintikka: sind alle die, die kompatibel sind mit dem Wissen von George.
Damit ist (15) gleichbedeutend mit
(16) (Ex) George weiß, dass (w = x).
Dies ist die zusätzliche Prämisse. D.h. George weiß, wer w ist. (Wissen-dass, Wissen-wer, Wissen-was).


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Externalismus Davidson
 
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Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
I 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung - Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro)
I 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person - Radikale Interpretation: der Interpret muß anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a): sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) - b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig. - Burge: kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen. - DavidsonVsBurge: schützt nicht vor Irrtum.
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie - Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet).
Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genausowenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Frank I 663
Externalismus/Autorität: wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar. - VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss. - Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen - DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums. - DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: all das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Formalismus d’Abro
 
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A. d'Abro Die Kontroversen über das Wesen der Mathematik 1939 in Kursbuch 8 Mathematik 1967
33
Formalismus: der Formalist sieht Arithmetik und Logik als komplementär an.
Eine gewisse Übereinstimmung der beiden Lehren ergibt sich aus der Unmöglichkeit, die Zahl und insbesondere ganze Zahlen zu definieren (VsFrege) Die Formalisten behaupten jedoch eine indirekte Möglichkeit auf der Basis von Axiomen.

A. d'Abro Die Kontroversen über das Wesen der Mathematik 1939 in Kursbuch 8 Mathematik 1967
50
Intuitionismus/Formalismus/d’Abro: Der Intuitionist ist ein Rigorist, insofern, als er Definitionen und Beweise, die der Formalist akzeptiert, für unzureichend hält. Man sollte zugeben, dass sie nicht von der Logik, sondern der Intuition gegeben werden.

Bsp Zermelos (Formalist) Beweis, dass das Kontinuum eine geordnete Menge ist. d.h., dass die Punkte nacheinander platziert werden können, mit einem Nachfolger für jeden Punkt.

PoincaréVsZermelo erfand dazu ein typisches Streitgespräch: der Pragmatiker lehnt Zermelos Beweis ab weil er zu viel Zeit beanspruchen würde um ihn auszuführen, die Zahl der durchzuführenden Operationen wäre sogar größer als Aleph Null, nicht mit endlich vielen Worten auszudrücken. Der Pragmatiker wird folgern, dass das Theorem sinnlos ist.

Lager: Formalisten: Cantor, Hilbert, Zermelo, Russell – Intuitionisten: Poincaré, Weyl

53
Nach Weyl muss der Begriff der irrationalen Zahl entweder aufgegeben, oder gründlich modifiziert werden.

Brouwer: bei der Behandlung unendlicher Mengen gilt der Satz vom ausgeschlossenen Dritten nicht.

Die Intuitionisten behaupten mit Poincaré, dass Antinomien ohne Unendlichkeiten läppisch seien.
Poincaré: Die Antinomien gewisser Logiker sind einfach zirkulär.

54
Formalismus/d‘Abro: Bsp sieht kein Hindernis, x in der folgenden Weise zu definieren:
(a) x hat diese und diese Beziehung zu allen Gliedern vom Typ G.
55
(b) x ist ein Glied von G.
Für einen Intuitionisten ist, Poincaré zufolge, eine derartige Definition zirkulär.
Bsp Kontroverse um Definitionen die man nicht in einer endlichen Anzahl von Wörtern ausdrücken kann. Von den Intuitionisten abgelehnt.

1 + 1/2 + 1/4 + 1/8...
Diese Reihe ist nach den Intuitionisten geeignet, in endlich vielen Worten ausgedrückt zu werden, da eine Regel formuliert werden kann.
Es sei darauf hingewiesen, dass der Unterschied theoretisch und nicht praktisch wichtig ist, ein Beweis, der in z.B. eine Trillion Wörtern formuliert werden könnte, wäre akzeptabel.

Formalismus Thiel
 
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Thiel I 20
Formalismus/Thiel: Vollzieht sozusagen die "linguistische Wende" in der Mathematik. Es wird jetzt gefragt, was der Gegenstand der Arbeit des Mathematikers sei. Regeln für Handlungen. Symbole werden durch andere ersetzt. Dabei fragt der Formalist nicht nach der "Bedeutung". Mathematik: Lehre von den Formalismen oder formalen Systemen (>Bernays). Neben dieser "kalkültheoretischen Variante" des Formalismus gibt es die "strukturtheoretische" Variante. (>Hilbert). Verschiedene formale System können als von genau demselben mathematischen Objektbereichen gültig gedeutet werden. Wir können dies deren "Beschreibung" durch die formalen Systeme nennen.
- - -
Thiel I 279
Formalismus/Geometrie/Hilbert/Thiel: Hilbert hatte 1899 in seinen Grundlagen der Geometrie Termini wie Punkt, Gerade, Ebene, "zwischen" usw. verwendet, aber deren Sinn auf bis dahin ungewohnte Weise verstanden. Sie sollte nämlich nicht nur die Herleitung der üblichen Sätze ermöglichen, sondern in ihrer Gesamtheit überhaupt erst die Bedeutung der in ihnen verwendeten Termini festlegen.
I 280
Später nannte man dies "Definition durch Postulate", "implizite Definition" >Definition. Die Benennungen Punkt, Gerade usw. sollten allenfalls eine bequeme Hilfe für die mathematische Anschauung sein.
FregeVsHilbert: stellt im Briefwechsel klar, dass dessen Axiome nicht Aussagen sondern Aussageformen seine. >Aussageform.
Er bestritt, dass durch deren Zusammenwirken den in ihnen auftretenden Begriffen eine Bedeutung verliehen werde. Definiert werde vielmehr ein (in Freges Terminologie) "Begriff zweiter Stufe", heute würde man auch sagen eine "Struktur".
HilbertVsFrege: die Pointe des Hilbertschen Vorgehens ist gerade, dass die Bedeutung von "Punkt", "Gerade" usw offengelassen wird.
Frege und Hilbert hätten sich darauf durchaus einigen können, taten es aber nicht.
Axiome/Frege/Thiel: ein Axiom sollte eine im klassischen Sinne einfache, im Sinn völlig klare Aussage am Anfang eines Systems sein.
Axiome/Hilbert: Aussageformen, die zusammengefasst eine Disziplin definieren. Daraus hat sich die "schlampige" Redeweise entwickelt Bsp "Gerade" in der Kugelgeometrie sei eben ein Großkreis.


T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
Formalismus Wittgenstein
 
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VI 119
Formalismus/Stellvertreter/Zeichen/Symbol/WittgensteinVsFrege: Frege: Zeichen sind entweder bloße Schwärzung oder Zeichen von etwas - dann ist das, was sie vertreten, ihre Bedeutung. - Wittgenstein: falsche Alternative. - Bsp Schachfiguren: vertreten nichts - Lösung: Gebrauch wie im Spiel statt Vertretung von etwas. - ((s) Gebrauch ist mehr als bloße Schwärzung und weniger als Vertretung eines Gegenstands). - Wittgenstein: Formalismus ist nicht ganz unberechtigt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Gedanken Dummett
 
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I 19
Gedanke/Frege: der Gedanke nicht mit Sinn des Satzes identisch. - Wesen mit identischen Gedanken ohne sprachliches Kleid sind möglich.
I 32 f
Frege/Gedanke: Nach Frege ist der Gedanke - der Inhalt eines Denkakts - kein Bestandteil des Bewusstseinsstromes.
I 32 f
Frege Erfassen des Gedankens: psychischer Akt - Gedanke nicht Bewusstseinsinhalt - Bewusstsein subjektiv - Gedanke objektiv - WittgensteinVs Frege: Gedanken sind objektiv, Vorstellungen nicht. - Wäre es anders, könnten wir nie verschiedener Meinung sein.
I 194 ff
Gedanken/DummettVsFrege: nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) - (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema.
I 120
Ein Gedanke kann gar nicht anders erfaßt werden, denn als Komplex. Evans: "Allgemeinheitsbedingung": niemand kann den Gedanken "Diese Rose duftet süß" haben, der außerstande ist, mit Bezug auf diese Rose andere Gedanken zu haben, oder sich nicht im klaren ist, was süß duften ist.(Dummett pro).
Dum I 89
Fassen: nicht Bestimmung des Wahrheitswertes, sondern der Wahrheitsbedingungen.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Gedanken Perry
 
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Frank I 395f
Gedanke ist nicht gleich Gehalt: es kann sein, dass ich jetzt glaube, dass es heute schön ist, aber morgen nicht glaube, dass es gestern schön war. Das ist ein anderer Gedanke, gleicher Gehalt. - Dann ist der Gedanke nicht der informationelle Gehalt.
I 396
Bedeutung/Gedanke/PerryVsFrege: wir müssen die Bedeutung vom Gedanken scharf trennen. - Der Gedanke ist keine psychische Entität sondern entspricht dem informationellen Gehalt - die Bedeutung entspricht der Rolle der Wörter - dieselbe Rolle erzeugt in jedem Kontext eine andere de-re-Proposition.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gegenstände Wittgenstein
 
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Dummett I 34
Gegenstand/Wittgenstein: setzt voraus, dass wir einen Gegenstand nur wiedererkennen, wenn wir in der Lage sind, einen Gedanken über diesen Gegenstand zu denken.
Dummett I 35
WIttgensteinVsFrege: keine privaten Gegenstände (Empfindungen), sonst Privatsprache, für das Subjekt selbst unerkennbar. - - -
Hintikka I 51
Gegenstand/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: zu den verbreiteten Missverständnissen über den Tractatus zählt die Vorstellung, dass das, was er "Gegenstände" nennt, keine Relationen und Eigenschaften umfasst. - Wittgenstein mündlich: "zu den Gegenständen gehören auch die Beziehungen".
I 55
Unzerstörbarkeit der Gegenstände/Hintikka: - ""Rot" kann nicht zerstört werden".
I 57
Individuen: Beziehungen mit null Argumentstellen (Tractatus 5.554).
I 85
Gegenstand/Name/Sprache/Sokrates/Theaitet/Hintikka: für die Urelemente, aus denen alles zusammengesetzt ist, gibt es keine Erklärung - Alles was ist, kann man nur mit Namen bezeichnen, eine andere Bestimmung ist nicht möglich - weder es sei, noch, es sei nicht - so ist auch die Sprache eine Verflechtung von Namen.
I 99
Gegenstand/Eigenschaft/Besitz/Wittgenstein/Hintikka: Bsp Besitz ist nicht wesentlich für einen Gegenstand - auch nicht Bsp für meine Hand - auch nicht für meinen Gesichtsraum! Er wird nur subjektiv aufgefasst - weil der objektive Raum auf seiner Basis konstruiert ist. - ((s) >extrinsische Eigenschaft) - (PB VII 71, 99f) - so kann es auch nützlich sein, einer Hand beim wiederholten Gebrauch einen Namen zu geben.
I 106
Gegenstand/Bekanntschaft/Täuschung/Irrtum/Russell/Moore/Hintikka: These: weil man sich täuschen kann, sind die Gegenstände der Bekanntschaft nicht dasselbe wie die physikalischen Gegenstände - ("Illusionsargument").
I 181
Gegenstand/Wittgenstein/Hintikka: selbst die einfachsten Gegenstände Wittgensteins sind strukturiert. - ((s) (s.o.) Sie haben eine logische Form, gebildet durch ihr mögliches Vorkommen in Sachverhalten.)
I 223
Gegenstand/Wittgenstein/Hintikka: (mittlere Periode): uneigentliche Gegenstände: Farbflecken im Gesichtsfeld, Tönen etc. - eigentliche Gegenstände: Elementen der Erkenntnis.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Glaubensobjekte Hintikka
 
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I 45
(A) Glaubensobjekte/Wissensobjekte/Wissen/Frege/Hintikka: Frege ging es darum, welche Objekte wir annehmen müssen, um das logische Verhalten der Sprache zu verstehen, wenn es um Wissen geht.
Lösung/Frege/Hintikka: (s.u.: Freges Wissensobjekte sind die Fregeschen Sinne, >reifiziert, intensionale Objekte).
Hintikka: mir geht es zunächst um die Individuen von denen wir in epistemischen Kontexten reden, erst in zweiter Linie geht es mir darum, ob wir sie „Wissensobjekte“ nennen können.
Semantik möglicher Welten/HintikkaVsFrege: seinem Ansatz können wir die Semantik möglicher Welten gegenüberstellen. (Hintikka pro Semantik möglicher Welten).
I 46
Idee: Anwendung von Wissen führt zur Elimination von möglichen Welten (Alternativen). Mögliche Welten/Hintikka: der Ausdruck ist irreführen, weil zu global.
Def Szenario/Hintikka: alles, was mit dem Wissen eines Wissenden b kompatibel ist. Wir können sie auch b‘s Wissenswelten nennen.
Menge aller Welten/Hintikka: können wir als illegitim bezeichnen.
Wissensobjekt/Hintikka: das können Gegenstände, Personen, Artefakte usw. sein.
Referenz/Frege/Hintikka: Frege geht von einer vollständig referentiellen Sprache aus. d.h. alle unsere Ausdrücke stehen für irgendwelche Entitäten. (Freges These). Diese können als Freges Wissensobjekte genommen werden.,
Identität/Substituierbarkeit/SI/Terminologie/Frege/Hintikka: SI sei die These von der Substituierbarkeit der Identität ((s) gilt nur eingeschränkt in intensionalen (opaken) Kontexten).
I 47
(…) Bsp (1) …Ramses wusste dass der Morgenstern = der Morgenstern
Daraus kann man nicht schließen, dass Ramses wusste, dass Morgenstern = Abendstern (obwohl Morgenstern = Abendstern).
I 48
Kontext/Frege/Hintikka: Frege unterscheiden zwei Arten von Kontext: direkter Kontext/Frege/Hintikka: extensional, transparent
indirekter Kontext/Frege/Hintikka: intensional, opak. Bsp Kontexte mit „glaubt“ (Glaubenskontexte). ((s) Terminologie: „extensional“, „opak“ usw. stammt nicht von Frege).
Frege/Hintikka: nach seinem Bild:
(4) Ausdruck > Sinn > Referenz.
((s) D.h. Nach Frege bestimmt die Intension die Extension.
Intensionale Kontexte/Frege/Hintikka: hier ist das Bild modifiziert:
(5) Ausdruck ( > ) Sinn ( > Referenz).

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Gleichungen Wittgenstein
 
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II 97
a priori/Wittgenstein: Ausdrücke, die a priori aussehen, müssen erläutert werden. So wie derselbe Ausdruck Satz oder Hypothese sein kann, so kann derselbe Ausdruck auch Gleichung oder Hypothese sein. Wir müssen unterscheiden. Eine Gleichung hat Notwendigkeit. Sie ist eine Regel der Grammatik und deshalb willkürlich (sic).
Fehler: da es wahr ist, dass die Mathematik a priori ist, glaubte man, es müsse auch eine Metaphysik a priori geben.
Gleichung/Hypothese/Wittgenstein: 2 + 2 = 4 ist im physikalischen Raum eine Hypothese und bedarf der Verifikation. Im Gesichtsfeld kann das nicht passieren. Vier Tropfen Regenwasser in zwei Zweiergruppen kann man ausschließlich als vier Tropfen sehen, während sie in der physikalischen Welt zusammenfließen und einen großen Tropfen bilden können.
II 354
WittgensteinVsRussell: aber woher weiß man, dass sie einander zugeordnet sind? Dies kann man gar nicht wissen und demnach auch nicht, ob ihnen dieselbe Anzahl zukommt, es sei denn, man führt die Zuordnung durch, das heißt, man schreibt sie hin.
II 354
Überdies kann man Russells Gleichheitszeichen eliminieren, und in diesem Fall kann man die Gleichungen gar nicht hinschreiben. Unterschied:
Messen: Bsp numerische Gleichheit von Klassen oder
Rechnen: Bsp gleiche Anzahl von Wurzeln einer Gleichung 4. Grades: das eine ist eine Messung,
das andere eine Berechnung.
Gibt es ein Experiment, um festzustellen ob zwei Klassen dieselbe Anzahl zukommt? Bei Klassen, die sich nicht überblicken lassen könnte es der Fall sein oder auch nicht.
II 355
Es ist ein schädliches Vorurteil, zu glauben, dass es sich um ein Experiment handelt, wenn man Striche benützt.
II 409
Def Fundamentalsatz der Algebra/Wittgenstein: wonach jede Gleichung eine Lösung hat, ist völlig anders als der Satz der Multiplikation: 26x13=419. Es scheint ein isolierter Satz zu sein, der mit dem letzteren keine Ähnlichkeit hat. Wenn wir fragen, ob jede algebraische Gleichung eine Wurzel hat, hat die Frage kaum einen Inhalt.
II 424
Wenn wir die Rechnung immer weiter durchführen, ist es so etwas wie eine Frage der Physik. Die mathematische Frage bezieht sich auf die ganze Gleichung, nicht auf eine Seite! Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben, sondern das Wesentliche ist, dass die Gleichung nicht notwendig ist, um zu zeigen, dass die beiden Ausdrücke, die das Gleichheitszeichen verbindet, dieselbe Bedeutung haben, da sich dies aus den beiden Ausdrücken selbst ersehen lässt.
VI 118
Gleichung/Mathematik/Wittgenstein/Schulte: Gleichungen sind Scheinsätze - sie drücken keine Gedanken aus, sondern kennzeichnen einen Standpunkt, von dem aus man die Ausdrücke in der Gleichung betrachtet.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Grenzen Carnap
 
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VI 242
Begriff/Gegenstand/CarnapVsFrege: die Grenze ist zuweilen fließend! Frage: ob es sich um einen wirklichen Gegenstand oder eher eine begriffliche Zusammenfassung handelt (Bsp Mobiliar, Kohlebestand Mitteleuropas) - Relation: es ist umstritten, ob Bsp Entfernung etwas Wirkliches ist.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Identität Frege
 
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II 65
Identität/Frege: Bsp a = b: die Bedeutung von "a" ist dieselbe wie die von "b". - Aber der Sinn von "b" ist verschieden von dem von "a". - >Urteil, >Erkenntniswert, >nichttriviale Identität.
Dum III 70f
Identität/VsFrege/Dummett: (informativ/uninformativ) Bsp a = b: manche: um das zu verstehen, muß man - wenn es wahr ist - wissen, dass es wahr ist - Pointe: dann liefert es keine Information. - FregeVs: man muss nicht wissen, ob zwei Ausdrücke denselben Gegenstand bezeichnen, wenn man die Ausdrücke versteht. ((s) Man kann auch den "allgemeinen" Bezug kennen.) - ((s) Die Intensionen können eben verschieden sein.) - - -
Frege II 40
Identität/Aussage/Identitätsbehauptung/Identitätsaussage/Frege: Bsp a = b: sagt nicht von Zeichen etwas aus, sondern von Gegenständen. - Sonst würde gar keine Erkenntnis damit ausgedrückt, weil Zeichen sowieso willkürlich sind. - Es geht also nicht darum, dass "a" und "b" dasselbe bedeuten. - Das wäre eine Aussage über Zeichen. - ((s) Stattdessen: daaa es verschiedene Gegebenheitsweisen denselben Gegenstands sind. - (Weise des Gegebenseins/(s): ist nicht das Zeichen!)
II 65
Identität/Frege: a = b: Bedeutung von "a" dieselbe wie die von "b". - Aber der Sinn von "b" ist verschieden von dem von "a". Identität/Frege: dieselbe Bedeutung, verschiedener Sinn. - Gedanke: daher ist der durch "a = a" ausgedrückte Gedanke verschieden von dem durch "a = b" ausgedrückten Gedanken.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Identität Geach
 
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I 218
Identität/GeachVsFrege: ist keine Relation! - "Ist ein A" heißt nicht "hat Identität mit A" - (wobei "A" ein Name ist). - VsFrege: (in Frege, Grundlagen der Arithmetik) statt "Es gibt genauso viele Fs wie Gs": "Entweder ist jedes gegebene Objekt F gdw. es ein G ist, oder es gibt eine Relation, die eine Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen den Fs und Gs setzt". Das darf aber keine Identität sein.
I 226
Identität/Geach: nur Gegenstände können strikt identisch sein. - Bei Begriffen gibt es bloß analoge Identität: wenn sie koextensiv sind.
I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ. - Wenn jemand sagt "x ist identisch mit y" ist das ein unvollständiger Ausdruck. - Es ist eine Abkürzung für "x ist dasselbe A wie y". - (Komisch, das Frege das nicht vertreten hat). - - -
Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden.
(1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt. - Daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab:
"l- a = a".
Denn wenn wir nehmen "Fx" für "x ungleich a" dann liefert uns Schema (1):
(2)l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich "l-a = a".
I 240
Identität/Geach: wenn wir strikte Identität fordern, ungeachtet der Theorie, in der wir uns bewegen, geraten wir in die semantischen Paradoxien wie Grelling’s Paradoxie oder Richard’s Paradoxie. - Lösung: relative Identität auf Theorie bzw. Sprache, Ununterscheidbarkeit/ "Indiscernibility"/Quine - >partielle Identität. - - -
Tugendhat I 37
Identität/Dummett/Geach: "=" kann nur mit Bezug auf Gegenstände verwendet werden!

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Identität Wittgenstein
 
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Hintikka I 22
Def Sinn des Satzes/Tractatus: (4.2:) seine Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung mit den Möglichkeiten des Bestehens und Nichtbestehens der Sachverhalte. Hintikka: daraus ergibt sich, dass die Identität der Bedeutung zweier Ausdrücke sprachlich nicht behauptet werden kann. (6.2322)
I 140 Anmerkung
Hintikka: ...für Wittgenstein geht es hier um die Entbehrlichkeit des Identitätsbegriffs. Er hätte auch sagen können, dass dieser Begriff in den anderen Elementarsätzen bereits vorhanden ist.
I 364
Erlebnis/Empfindung/Identität/Wittgenstein: der Vergleich zwischen Erlebnissen im Hinblick auf ihre >Identität gehört nicht zu den primären, sondern zu den sekundären Sprachspielen. In einem bestimmten sekundären Sprachspiel kann die Beziehung z.T. durch das mögliche Belegmaterial geprägt sein.
II 338
Identität/Relation/Notation/WittgensteinVsRussell: Russells Schreibweise löst Verwirrung aus, weil sie den Eindruck erweckt, die Identität sei eine Beziehungen zwischen zwei Dingen. Diese Verwendung des Gleichheitszeichens müssen wir von seiner Verwendung in der Arithmetik unterscheiden, wo wir es als Teil einer Ersetzungsregel auffassen können. WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise erweckt fälschlich den Eindruck, es gebe einen Satz wie x = y oder x = x. Man kann das Identitätszeichen aber abschaffen.
II 338/339
Identität/logische Form/Satz/Wittgenstein: in meiner Schreibweise ist weder (Ex,y) x=y, noch (Ex) x=x ein Satz. Falls es ein Ding gibt, warum soll man das dann durch eine Aussage über ein Ding zum Ausdruck bringen?
Was verlockt uns zu der Annahme, es sei eine fundamentale Wahrheit, dass ein Ding mit sich selbst identisch ist? Dem Satz der Identität bin ich damit eigentlich noch nicht gerecht geworden.
II 416
WittgensteinVsRussell: er war darauf aus, neben der Liste noch eine weitere "Entität" zu erhalten, also lieferte er eine Funktion, die die Identität verwendet, um diese Entität zu definieren.
II 418
Identität/Substitution/Gleichheitszeichen Wittgenstein: Bsp "a = a": hier hat das Gleichheitszeichen einen speziellen Sinn - denn man würde ja nicht sagen, dass a durch a ersetzt werden kann. - Gleichheitszeichen: sein Gebrauch ist auf Fälle beschränkt, in denen eine gebundene Variable vorkommt.
IV 103
Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben. - Sondern dass man das schon an den beiden Seiten sieht.
VI 179
Identität/Wittgenstein/Schulte: bei sich überschneidenden Schattenbildern ist die Frage sinnlos , welches nach der Trennung A bzw. B sei.
VI 183
Schmerz/Identität/Kriterien/Wittgenstein/Schulte: welches Kriterium für Identität? Nun, einfach, der der dort sitzt oder eine beliebige Beschreibung. Aber für meine Schmerzen? Kein Kriterium!


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Idiolekt Cresswell
 
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II 151
Def "Extremer Fregeanismus"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): These, dass Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören. - Problem: dann geht es im Pierre-Beispiel gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher. der den Fall bereichtet, und seinen Idiolekt. Pierre-Beispiel. Pierre glaubt, dass Londres schön ist, hat aber gehört, London sei hässlich.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Indexwörter Perry
 
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Frank I 22
PerryVsFrege: "heute" ist kein komplettierender oder "sättigender" Sinn, überhaupt kein Sinn, sondern ein Bezugsgegenstand - Bedeutung bleibt, Referenz variiert.
Frank I 393f
Index-Wörter/Perry: ohne Zeigekomponente - Demonstrativa: mit Zeigekomponente - Bedeutung von Index-Wörtern: ihre Rolle - entspricht dem Verfahren zur Bestimmung des Gegenstands.
I 394f
Heute/Bedeutung: konstant, Wahrheitswert mit Indexwort "heute ist es schön": ist nicht konstant, also ist der Sinn wechselnd - wenn Verstehen das Kennen des Wahrheitswerts ist. - Perry: Rolle (Bestimmungsverfahren) wechselt, Bedeutung konstant - dann kann die Bedeutung kein Bestandteil des Gedankens sein! - was der Sprecher glaubt, ist für die Bedeutung des Index-Worts irrelevant
I 419
Indexwörter/Perry: wahr-falsch-Prüfung hilft nicht! - Bsp Zwei verirrte Wanderer: dass der Berg Tatzmann höher als der Berg die Gretchenspitze ist, wird von allen bejaht. - ((s) Das setzt voraus, dass die beiden nicht in Sichtweite nebeneinander stehen. - Perry: es gibt keinen Berg, den alle für den Tatzmann halten, keinen Kunden, von dem alle glauben, dass er die Schweinerei gemacht hat - keinen Professor, der sich nicht schuldig fühlt. - Was die Leute hier gemeinsam haben, ist nicht, was sie glauben! (Wanderer-Bsp).
I 394ff
Sinn/Perry: wird oft als Begriff verstanden - dann Frage: ist Sinn von Index-Wörtern mit einem Individual-Begriff oder einem allgemeinen Term gleichzusetzen?

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Indexwörter Searle
 
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John R. Searle
II 285
Indexwörter/ich/Frege: fordert einen öffentlichen und einen privaten Sinn - Bsp wenn wir morgen von heute sprechen, müssen wir "gestern" sagen. - SearleVsFrege: das scheint "de re-indexikalisch" zu sein - SearleVsFrege: Frege bemerkt nicht die Selbstbezüglichkeit dieser Ausdrücke.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Inhalt Brandom
 
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I 662
Def Inhalt/Gleichheit/Frege: Zwei Urteile haben denselben Inhalt genau dann, wenn die Folgerungen, die aus dem einen in Verbindung mit verschiedenen anderen gezogen werden können, immer auch aus dem anderen in Verbindung mit denselben anderen Urteilen folgen.- BrandomVsFrege: das ist eine Allquantifikation über Hilfshypothesen - eine solche Forderung würde die Unterschiede auslöschen, denn es lässt sich immer eine solche Menge finden: nach Frege haben nämlich zwei beliebige Urteile die gleichen Konsequenzen, wenn sie mit einer Kontradiktion verbunden werden.
I 731
Enger Inhalt/BrandomVs: (nur vom Individuum abhängig): kaum kohärente Geschichte möglich, die nur ein Individuum berücksichtigt - außerdem sollten die Geschichten bei ähnlichen Individuen gleich sein - aber immer verschiedener Kontext möglich.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Inhalt Field
 
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I 253
Modalität/Möglichkeit//Physik/Field: ein vorangestellter Modal-Operator würde den Inhalt eines physikalischen Gesetzes ändern. - ((s) Das geht über den rein logischen Fall, p > Mp hinaus).
I 254
Inhalt/Gehalt/Field/(s): wird nicht bewahrt, wenn beliebige konfligierende Schlußfolgerungen auch geglaubt werden können. - Voraussetzung: Trennung in zwei Komponenten, von denen eine fixiert bleibt. - Bsp Physik/Mathematik.
II 107
Glaubenszustand/Inhalt/Deflationismus/Wahrheitsbedingungen/Field: wenn der Glaube als Zustand der Akzeptanz des Satzes "Schnee ist weiß" beschrieben werden kann, kann er beschrieben werden: - a) als Zustand des Glaubens, daß Schnee weiß ist und - b) Zustand mit den Wahrheitsbedingungen (WB), dass Schnee weiß ist - Pointe: die Verbindung von Dass-Sätzen mit Wahrheitsbedingungen ist gelockert - (VsFrege, VsRussell).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Intensionen Putnam
 
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V 47
Sinn/Frege: ist eine außergeistige Entität - ("alte" Intension). - Der Gedankeninhalt, der erfasst wird - dagegen neue Intension/PutnamVsFrege: es gibt Bedeutungsunterschiede, die der Intension entgehen - also Verstehen nicht ausschließlich durch Verknüpfung mit Intension. - VsFrege: Erfassen nur durch Repräsentation, nicht 6. Sinn. - Repräsentation durch Umwelt bestimmt (> Zwillingserde)
V 48f
Einklammerung/Husserl: darüber reden, was in jemandes Kopf vorgeht, ohne Voraussetzung hinsichtlich tatsächlicher Beschaffenheit der Gegenstände - Zwillingserde Bsp "Glauben, dass ein Glas Wasser vor ihm steht (und zwar für den Glaubenden selbst im vollen, uneingeklammerten Sinn).
V 49
"Notionale Welt"/Dennett: Gesamtheit der eingeklammerten Überzeugungen eines Subjekts - Referenz natürlich der tatsächliche Stoff (>Zwillingserde) - Intension/Tradition: die notionale Welt bestimmt die Intension. - PutnamVs: das ist falsch, daher haben wir heute keinen einheitlichen Begriff von Bedeutung mehr.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Intensionen Wittgenstein
 
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II 343
Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln.
II 416
Intension/Extension/Mathematik/Wittgenstein: in der Alltagssprache kann man Intension und Extension nicht austauschen - Bsp ich hasse den Mann auf dem Stuhl - ich hasse Herrn Schmitz - dagegen in der Mathematik: hier gibt es keinen Unterschied zwischen "die Wurzeln der Gleichung x² + 2x +1 = 0 "und "2" - dagegen Unterschied: Körper zu zählen ((s) Extension, auch Hinschreiben) ist etwas anderes als sie mit einem Gesetz zu bestimmen ((s) Intension) - Wittgenstein: Gesetz und Extension sind völlig verschieden - ((s) Physik).
III 136 - 139
ElementarsatzVsIntension - (Wahrung der formalen Logik) - Intension/Sinn/Tractatus/Flor: irrelevant - es geht immer um Extension.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Ist Cresswell
 
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I 161
"ist"/Frege/Russell: "ist" ist mehrdeutig in der Alltagssprache. HintikkaVsFrege/KulasVsFrege: (1983): das stimmt nicht - Cresswell: dito, bloß ist die "normale Semantik" sowieso nicht auf Frege-Russell verpflichtet.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Jetzt Perry
 
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Frank I 22
Jetzt/PerryVsFrege: "heute" ist kein komplettierender oder "sättigender" Sinn, überhaupt kein Sinn, sondern ein Bezugsgegenstand - Bedeutung bleibt, Referenz variiert.
Frank I 394f
Heute/Bedeutung: ist konstant, - dagegen der Wahrheitswert mit Indexwort "heute ist es schön": ist nicht konstant, also ist der Sinn wechselnd. - Wenn Verstehen das Kennen des Wahrheitswerts ist. - Perry: die Rolle (das Bestimmungsverfahren) wechselt, die Bedeutung bleibt konstant. - Dann kann die Bedeutung kein Bestandteil des Gedankens sein! - Was der Sprecher glaubt, ist für die Bedeutung des Index-Worts irrelevant.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Kennzeichnungen Russell
 
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Bertrand Russell
Cresswell I 117
Kennzeichnungen/Russell: sind niemals Namen - Andere Autoren VsRussell: Kennzeichnungen sind doch Namen, aber nicht von normalen Gegenständen, sondern von intensionalen Objekten (verschiedene Gegenstände in verschiedenen Welten). - CresswellVs intentionale Objekte. - - -
Geach I 61
Kennzeichnung/Russell: ist nie ein Name: Bsp Der Herzog von Cambridge ist auch eine Kneipe, aber der Herzog verkauft kein Bier. - - -
Newen/Schrenk I 90
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Bsp 1. Es gibt mindestens einen Autor von "Waverley" (Existenzbehauptung) - 2. Es gibt höchstens einen Autor von "Waverley" (Eindeutigkeitsbehauptung) - 3. Wer immer "Waverley" geschrieben hat, war Schotte (Aussagengehalt) - Bsp Der gegenwärtige König v. Frankreich/leere Namen: mindestens ein König von Frankreich ist kahl - 2. Höchstens ein - 3. wer immer...ist kahl - Bsp Identität: Mindestens einer denunzierte Catilina - 2. Höchstens einer... - 1* mindestens einer schrieb "De Oratore" - 2* höchstens einer... - 3. Wer immer Catilina denunzierte, schrieb... - Bsp negative Existenzsätze: "Es ist nicht der Fall, dass 1. Mindestens einer.. - 2. Höchstens einer...- RussellVsFrege: damit vermeidet man, dass man Fregeschen Sinn als abstrakte Entität annehmen muss.
Wahrheitswert-Lücken/RussellVsFrege: auch sie werden damit vermieden.
I 92
Pointe: Sätze, die von einem Subjekt zu handeln schienen, werden jetzt aber zu allgemeinen Sätzen über die Welt.
Russell I VIII
Bsp Waverley - alle wahren Sätze haben dieselbe Bedeutung - Bsp "Autor v. Waverley" ist keine Beschreibung von Scott - Beschreibung (Kennzeichnung) ist nicht gleich Behauptung - diese bezeichnet kein Objekt. - StrawsonVs - Ein Satz mit "Waverley" sagt nichts über Scott, da er ihn nicht enthält.
I 46
Kennzeichnung/Russell: immer im Singular Bsp "Vater von" aber nicht "Sohn von" (nicht eindeutig - setzt immer Anführungszeichen ohne "das" voraus: "φx": "x ist φ" - statt (ix)(φx) kurz "R'y": das R von y, "der Vater von y" - kennzeichnende Funktion, nicht Aussagenfunktion - alle mathematischen Funktionen sind kennzeichnende Funktionen.
I 96
Kennzeichnung/Principia Mathematica/Russell: "Der Verfasser von Waverley" bedeutet gar nichts - wir können (ix)(φx) nicht definieren, nur seinen Gebrauch - (>Definition).
III 122
Kennzeichnungen/Russell/Flor: sind keine Namen - Grund: sonst ergäbe sich eine reine Trivialität: "a=a" oder etwas falsches. Bsp "Den Schneemenschen gibt es nicht" ist etwas anderes als zu sagen: "Paul gibt es nicht" -Kennzeichnungen: unvollständige Symbole. - ((s) Wenn Kennzeichnungen Namen wären, könnten sie nicht fehlschlagen.)

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Kennzeichnungen Tugendhat
 
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I 348
Kennzeichnungen/Frege (auch Husserl): Kennzeichnungen sind fundamentaler als Namen - zum Herausfinden der Referenz von Namen. - MillVsFrege: Namen fundamentaler - VsMill: mysteriös: "dem Gegenstand selbst beigelegt". - Lösung/Mill: nicht dem Gegenstand, sondern der Vorstellung vom Gegenstand.
I 378
Frege: Namen sind Abkürzungen für Kennzeichnungen - > verkürzte Kennzeichnung.
I 396
Kennzeichnung/Eigenschaften/Identifikation/Tugendhat: zweifelhaft, ob Kennzeichnungen einen Gegenstand wirklich herausgreifen können. - "Originale" Eigenschaften: Bsp "der höchste Berg", "der zweithöchste Berg" usw. - Problem: es kann auch zwei genau gleich hohe Berge geben, an einer Stelle können sich mehrere oder gar kein so-und-so befinden. Tugendhat: es muss noch etwas hinzukommen, Ostension, Name oder Ortsangabe - Bsp jemand der vor der höchsten Berg geführt wird, braucht nicht zu wissen, dass es der höchste ist. - ((s) "dieser Berg" ist keine Eigenschaft.)

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Klassen Frege
 
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Simons I 102f
Klasse/FregeVsSchröder: a) "logische" Klassen: = Werteverläufe und
I 103
b) "konkrete" Klassen: ein Kalkül kollektiver Klassen ist nur ein Kalkül von Teil und Ganzen. - VsFrege: >Russells Paradoxie - angreifbarer als Schröders "Mannigfaltigkeiten".

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Klassen Wittgenstein
 
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II 343
Zahl/Klasse/Frege/Russell/Wittgenstein: Freges Definition: Klasse von Klassen. Eine Zahl ist die Klasse aller einander gleicher Klassen. Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln. (WittgensteinVs).
Weshalb lag den beiden so sehr daran, die Zahl zu definieren?
II 354
Messen: Bsp numerische Gleichheit von Klassen oder Rechnen: Bsp gleiche Anzahl von Wurzeln einer Gleichung 4. Grades: das eine ist eine Messung,
das andere eine Berechnung.
Gibt es ein Experiment, um festzustellen ob zwei Klassen dieselbe Anzahl zukommt? Bei Klassen, die sich nicht überblicken lassen könnte es der Fall sein oder auch nicht.
II 355
Es ist ein schädliches Vorurteil, zu glauben, dass es sich um ein Experiment handelt, wenn man Striche benützt.
II 355
Klassen/Zuordnung/Wittgenstein: Unterschied: Zuordnung im Russellschen und im gewöhnlichen Sinne:
1. durch Identität
2. wie man Tassen und Untertassen durch Aufeinanderstellen zuordnet. Im zweiten Fall bedeutet es nicht, dass sie sich nicht auch in anderer Weise zuordnen lassen. Könnte man dasselbe auch über die Russellsche Zuordnung sagen? Nein, hier könnte keine andere Zuordnung bestehen, sofern jene nicht gegeben ist. Das, worauf ich aufmerksam machen will, ist keine Naturerscheinung, sondern eine Sache der Grammatik.
II 358
Zuordnung/Gleichzahligkeit/Wittgenstein: die Forderung, dass eine tatsächliche Zuordnung vorgenommen werden muss, um zwei Klassen für gleichzahlig zu erklären, ist beunruhigend.
II 367
Klassen/Wittgenstein: man darf nicht vergessen, dass wir keineswegs immer über dasselbe Phänomen sprechen, wenn wir davon reden, dass zwei Klassen dieselbe Anzahl von Elementen enthalten. Woher weiß man denn, ob nicht einige Stücke verschwinden werden, während sie gezählt werden, oder ob andere nicht zerbrechen werden?
II 419
Klassen/Gleichmächtigkeit/Gleichzahligkeit/Klassengleichheit/Wittgenstein: Frage: ob die Klassen tatsächlich dem Paradigma zugeordnet sein müssen, um die gleiche Anzahl zu haben, oder ob dies nur möglich zu sein braucht. Was ist das Kriterium der Existenz der Möglichkeit ihrer Zuordnung?
II 431
Klassen/Zahlen/Wittgenstein: wenn es heißt, mit den Klassen kann man genauso gut rechnen wir mit den rationalen Zahlen, hat eigentlich gar keine Ersetzung stattgefunden. Die Rechnung wird einfach mit den rationalen Zahlen vorgenommen.
II 436
Klasse/Verfahren/Wittgenstein: wir müssen unterscheiden zwischen einer Klasse von Münzwürfen und einem Verfahren (Regel). - Bsp irrationale Zahl: wird durch ein Verfahren definiert - sie ist ein Prozess. - √2 ist keine Extension, sondern eine Regel zur Erzeugung eines Bruchs.
IV 93
Klassen/Mengen/Tractatus: 6.031 Die Theorie der Klassen ist in der Mathematik ganz überflüssig. Das hängt damit zusammen, dass die Allgemeinheit, die wir in der Mathematik brauchen, nicht die zufällige ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Kompositionalität Brandom
 
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I 504f
Kompositionalitätsprinzip/Frege/Brandom: der gleiche substitutionale Weg, der von der Inferenz zum begrifflichen Gehalt von Sätzen führt, führt auch vom freistehenden inferentiellen Gehalt zusammengesetzter Sätze zum eingebundenen Gehalt eingebetteter Teilsätze und auch umgekehrt zurück zu singulären Termini und Prädikaten.
I 505
Das Kompositionalitätsprinzip ist neutral zwischen bottom-up und top-down.
I 506
BrandomVsFrege: dieser verwischt den Unterschied zwischen freistehenden und eingebundenen Gehalten. ((s) Zwischen sententialen und subsententialen Ausdrücken).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kompositionalität Pinker
 
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I 151
Kompositionalität/PinkerVsFrege: muss auch die Art der Verbindung berücksichtigen.
I 153
Unterschied Bsp Baby sah Huhn/Huhn sah Baby - das zeigt, dass die Bausteine nicht getrennt sind.
I 154f
Neuronale Netze/Denken: aktiv/passiv, Einheiten. Baby isst: dieses Bild sagt nicht, was das Baby isst. - "Schnecke wird gegessen" sagt nicht von wem. Falsche Lösung: Gewichtung. - richtig: Repräsentation. - Dafür gibt es eine zusätzliche Schicht von Einheiten - ähnlich wie Mentalesisch.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Kompositionalität Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I XVIII
SchifferVsKompositionalität: müssen wir ablehnen, weil wir auch die Relationstheorie (ohne die wir die Kompositionalität nicht haben können) ablehnen müssen. - Verstehen muss anders erklärt werden: Lösung: begriffliche Rolle in neuronaler lingua mentis ohne Kompositionalität.
I 183
SchifferVsKompositionalität: 1. Verben für propositionale Einstellungen lassen sich kaum in einer kompositionalen Semantik fassen - außerdem Bsp "ist ein Bild von", "wahr", "groß", "Spielzeug" (Soldat) - Adverbien, evaluative Ausdrücke wie "sollte", "gut", Pronomen und Demonstrativa, "jeder", "alle" - auch kontrafaktische Konditionale und modale Ausdrücke sind ein Problem für eine kompositionale Semantik.
I 183
Kompositionale wahrheitstheoretische Semantik/Schiffer: schreibt Sätzen Wahrheitsbedingungen zu.
I 184
Kompositionalität/SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprache brauchen für das Verstehen gar keine kompositionale Semantik - Bei neuen Sätzen sind wir gar nicht mit neuen Wörtern konfrontiert und sogar nur mit bekannten Konstruktionen - pro Frege: eine Bedeutungstheorie (BT) muss kompositionale Mechanismen feststellen, aber daraus folgt nicht, dass die Bedeutungstheorie wahrheitstheoretisch (die Wahrheitsbedingungen feststellen) sein muss.
I 208
SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: Bsp "Und": die alltagssprachliche Bedeutung wird nicht durch die Wahrheitswert-Tabelle erfasst - eine kompositionale Semantik würde erfordern, dass es ein nicht-logisches Axiom für jeden nicht-logischen Ausdruck gibt - das ist nicht möglich - Sätze von E, Harveys gesprochener Sprache erhalten ihren repräsentationalen Charakter über die Verbindung mit mentalen Repräsentationen - daher braucht Mentalesisch keine kompositionale Semantik.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Kontext/ Kontextabhängigkeit Hintikka
 
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I 108
Kontextabhängigkeit/Kontext/Kompositionalität/Frege-Prinzip/Hintikka: Problem: Kontextabhängigkeit verletzt das Frege-Prinzip. ((s) Es kann sich dann die Bedeutung eines Satzes ändern, obwohl sich keine Komponente ändert.) any/every/jeder/er/ein/Hintikka: schlechte Lösung: (16) analysieren als
(20) John glaubt nicht, dass Mary ihn mag.
Problem: (16) sagt, dass es verträglich ist mit Johns Überzeugungen, dass Mary keinen liebt, während
(20) verträglich ist damit, dass John nicht glaubt, dass Mary ihn (John) mag. Das ist dann aber kompatibel mit der Falschheit von (17).
I 109
any/Kontextabhängigkeit/Kontext/Hintikka: was wir brauchen ist eine Erklärung, wie die Interpretation von „irgendein x“ (any x) vom Kontext abhängt.
I 109
Frege-Prinzip/Kompositionalität/Hintikka: wenn wir von außen nach innen vorgehen, können wir uns erlauben, dass das FP verletzt wird. (D.h. dass die semantische Rolle der Konstituenten im Innern kontextabhängig sind).
I 110
HintikkaVsFrege/HintikkaVsKompositionalität: These: Bedeutungen (meaning entities) sollten nicht Schritt für Schritt aus einfacheren im Tandem mit syntaktischen Regeln hergestellt werden. Sie sollten stattdessen als Regeln der semantischen Analyse.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Kopula Geach
 
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I 221
Kopula/Geach: wenn man Begriff und Gegenstand richtig versteht, braucht man keine Kopula. - Stattdessen kann man "fällt unter" gebrauchen. - (> In der Antike wurde es auch so gehandhabt.) - ((s) "Ist ein" suggeriert falsche Identität (höchstens partielle Identität, d.h. Klassifikation.) - Frege spät: VsFrege, früh: auch nicht "fällt unter". - "ist ein"/Frege: bedeutet nicht "gehört zu einer Klasse"!
I 221
"Ist ein.."/Geach: ist keine logische Relation zwischen einem x und einem Objekt (Klasse) genannt "Mensch".

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Logik Wittgenstein
 
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Hintikka I 138
Frege/Logik/Hintikka: seine Logik gilt als Theorie der komplexen Sätze - dagegen Wittgenstein: einfachste Bestandteile der Welt - logische Konstanten eliminieren! - sie vertreten nicht.
I 205
Logik/Wittgenstein/Hintikka: kein anderer Autor als Wittgenstein ist je auf den Gedanken gekommen, mit der Logik habe es letztlich keine weitere Bewandtnis, als was uns in der Erfahrung durch die einfachen Gegenstände gegeben ist - alle Phänomenologie ist bloß Logik. - HusserlVs - Husserl: Möglichkeiten sind durch Hintergrundüberzeugungen motiviert. - - -
II 160
Logik/WittgensteinVsFrege: 1. Es ist ziemlich willkürlich, was wir als Satz bezeichnen - daher bedeutet Logik bei mir etwas anderes als bei Frege. 2. VsFrege: Alle Wörter sind gleich wichtig - Frege: These: "Wort", "Satz", "Welt" seien wichtiger.
II 238
Logik/willkürlich/Wittgenstein: die Regeln der Logik sind insofern willkürlich, dass sie für größere Ausdruckskraft eliminiert werden können -" Bsp Satz vom ausgeschlossenen Dritten (SaD) außer Kraft - jedenfalls wird "Widerspruch" in verschiedenen Bedeutungen gebraucht - ebenso doppelte Negation. - Manche Autoren: "die Anwendung ist anders". WittgensteinVs: man kann von einem Zeichen gar nicht unabhängig von seinem Gebrauch reden. - ((s) Dann ist es ein anderes Zeichen - dagegen s.u. II 328 der Satz vom ausgeschlossenen Dritten gilt universell.
II 327
Logik/Wittgenstein: sie ist keine Naturwissenschaft, sondern ein Kalkül - in ihr kann man zwar Erfindungen machen, aber keine Entdeckungen.
II 333
Logik/WittgensteinVsCarnap: man kann keine Logik für alle Fälle konstruieren - weil man beider Konstruktion nicht von der Anwendung abstrahieren kann.
VI 85
Logik/Tractatus/Wittgenstein/Schulte: nicht wir drücken mit den Zeichen aus, was wir wollen - sondern in der Logik sagt die Natur der naturnotwendigen Zeichen selbst aus - (6.124).
VI 89
Logik/Grenze/Wittgenstein/Schulte: der Logik ziehe ich durch den Gebrauch der Sprache freilich keine Grenze - sie ist sozusagen das gemeinsame Gerüst "meiner" und "deiner" Sprache.
VI 118
Logik/Wittgenstein: sagen/zeigen: Logik sagt nichts aus, sie zeigt etwas über Notwendigkeit, - grammatische Sätze (über die Sprache) fallen daher aus dem Sprachspiel heraus - > Abrichtung: keine sagbaren Regeln sondern blindes Folgen. AbrichtungVsErklärung, stattdessen: Beschreibung - (> sagen/zeigen).
IV 101
Logik/Tractatus: (6.1264) jeder Satz der Logik ist ein in Zeichen dargestellter modus ponens - (Und den kann man nicht durch einen Satz ausdrücken). - (>Zeigen/sagen).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Logisches Wissen Field
 
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I 88
logisches Wissen/Field/(s): Wissen über die Tatsache, daß etwas logisch wahr ist, (z.B. daß die Axiome konsistent sind) aber nicht die Axiome selbst. - FieldVsKripke: wir führen dann einen nicht-Kripkeschen Begriff von logischer Wahrheit ein, nach dem einige nicht-triviale Behauptungen über Möglichkeit Teil der Logik sind - dann wird die Konsistenz von Axiomen zu einer logischen Wahrheit. - Induktion/Fielkd: außerlogisches Mittel: empirisch, weil wir keinen Widerspruch finden.
I 94
logisches Wissen/Frege: These Problem, woher ich weiß, daß es logisch möglich ist, daß die Axiome der Mengenlehre wahr sind: dadurch daß ich behaupte, ich wisse, daß es aktual die von den Axiomen behaupteten Entitäten gibt. - FieldVsFrege: wenn diese Entitäten existierten, wie könnte man dann wissen, daß sie in dieser Relation zueinander stehen und nicht in einer anderen?
I 113
rein logisches Wissen/Field: muß Wissen sein, das keine Existenzannahmen macht.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Mathematik Waismann
 
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I 84
Mathematik/Waismann: nach unserer Auffassung besteht die Mathematik nicht aus Tautologien und ist auch kein bloßer Zweig der Logik. Sie ruht nur auf ihren eigenen Festsetzungen. Der Glaube, dass die Mathematik durch die Logik sicherer fundiert würde ist ein Missverständnis.
2+2 = 4 entspricht nicht einer Tautologie, sondern einer Anweisung. Sie steht einem empirischen Satz viel näher als eine Tautologie. Sie ist eben eine Regel, ähnlich wie beim Schach, die befolgt oder übertreten wird. Das wäre bei einer Tautologie nicht möglich, denn was soll es heißen, eine Tautologie zu befolgen oder zu übertreten?
Die Meinung, dass die gesamte Mathematik auf Peanos 5 Axiomen fußt, ist heute nicht mehr aufrechtzuerhalten. Die Mathematik ist eine Vielheit von Systemen.
Die Sätze der Arithmetik sind weder wahr noch falsch, sondern verträglich oder unverträglich mit gewissen Festsetzungen.
Damit wird ein gewisser Dualismus überwunden:
I 85
man glaubte, nur die natürlichen Zahlen seien ewige, unumstößliche Wahrheiten, bzw. sie drückten solche aus, während die rationalen und reellen Zahlen bloße Konventionen seien. (Kronecker). WaismannVsKronecker: das ist eine Halbheit, und die ganze Entwicklung der Arithmetik zeigt, welchen Weg wir zu gehen haben: die Möglichkeit einer Zahlenreihe 1,2,3,4,5, viele wurde schon erwähnt.
Bsp Denken wir uns, eine Strecke werde durch Punkte in Teile zerlegt, dann hat es Sinn zu sagen, die Strecke hat 2,3,4..Teile, aber nicht: "die Strecke hat einen Teil." Man möchte hier viel lieber zählen:
0,2,3,4...
und das entspricht der Satzreihe: "Die Strecke ist ungeteilt", "die Strecke ist in zwei Teile geteilt", ...usw. d.h. wir zählen hier nicht nach dem Schema, das wir sonst verwenden, und dennoch ist das ein alltäglicher Fall.((s) sprachliche Überbewertung von "besteht aus". Lösung: 1 = unechter Teil.)

Aber nicht nur die Zahlenreihe, auch die Operationen könnten wir uns geändert denken: AG wir sollte Additionen mit vielen Millionen Stellen ausführen. Die Ergebnisse zweier Rechner werden dann nicht übereinstimmen. Kommt hier der Begriff der Wahrscheinlichkeit in die Arithmetik hinein? Oder man führt einen neuen Kalkül ein.
Der Irrtum der Logik war, dass sie glaubte, die Arithmetik fest untermauert zu haben. Frege: "Die Grundsteine, in einem ewigen Grund befestigt, sind von unserem Denken zwar überflutbar, aber nicht verrückbar."
WaismannVsFrege: allein der Ausdruck die Arithmetik "begründen" gibt uns ein falsches Bild,
I 86
als ob ihr Gebäude auf Grundwahrheiten errichtet sei, während sie ein Kalkül ist, der nur von gewissen Festsetzungen ausgeht, frei schwebend, wie das Sonnensystem, das auf nichts ruht. Wir können die Arithmetik nur beschreiben, d.h. ihre Regeln angeben, nicht begründen.

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976
Mehrdeutigkeit Hintikka
 
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I 48
Def Systematische Mehrdeutigkeit/Frege/Hintikka: alle unsere Ausdrücke sind systematisch mehrdeutig, d.h. sie referieren auf verschiedene Dinge, je nachdem, ob es sich um direkte (transparente, extensionale) Kontexte handelt oder um indirekte (intensionale, opake).
I 50
Semantik möglicher Welten/HintikkaVsFrege: hier gibt es keine >systematische Mehrdeutigkeit, d.h. die Ausdrücke bedeuten intensional dasselbe wie extensional. Bsp Zu wissen, was John weiß heißt, die Welten zu kennen, die mit seinem Glauben kompatibel sind, und zu wissen, welche es nicht sind.
I 51
Extraprämisse: dazu muss sicher sein, dass ein Ausdruck in verschiedenen Welten dasselbe Individuum herausgreift. Kontext: was die relevanten Welten sind, hängt vom Kontext ab.
Bsp Ramses: hier ist der Fall klar,
Dagegen:
Bsp Herzl wusste, dass Loris ein großer Dichter ist
Zusätzliche Prämisse: Loris = Hofmannsthal.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Namen Burkhardt
 
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Wolf II 337
Namen/Kripke: haben keinen Fregeschen Sinn (Bedeutung) - BurkhardtVsKripke: der muß aber manchmal ergänzt werden
II 341
Namen/BurkhardtVsFrege: seine Ansicht ist falsch, Eigennamen hätte sowohl Bedeutung als auch Sinn - BurkhardtVsStrawson: wenn Namen keinerlei Bezeichnung, was soll dann Konvention sein?
Namen/Wittgenstein: doch "mere tags" - Burckhardt: dann muß das Kontextprinzip für Namen aufgegeben werden
II 345
Bedeutung/Namen/Burkhardt: drei Möglichkeiten: 1. Namen haben Bedeutung, dann ist das, gemäß der Konventionen der Träger - 2. alle Namen haben dieselbe Bedeutung: nämlich ihre eindeutige Referenzfunktion! (Gebrauchstheorie) - 3. Namen haben gar keine Bedeutung
II 358
Namen/Burkhardt: können auch appellative Funktion haben: Bsp "Einstein ist der Kopernikus des 20. Jahrh." - Vorstellungen über Eigenschaften - These so läßt sich die Bedeutung doch in Referent und Sinn aufteilen. So ist alles Subjektive getilgt - die eine oder die andere Seite kann dominieren, der Sinn kann an die Stelle des Referenten treten

Burk I
A. Burkhardt
Politik, Sprache und Glaubwürdigkeit. Linguistik des politischen Skandals Göttingen 2003

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Dummett
 
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III 64
Namen/Davidson: wir können nur wissen, dass "Valencia" sich auf Valencia bezieht. - DummettVsDavidson: verwechselt Kenntnis des Bezugs mit Wissen-dass das Wort (überhaupt) einen Bezugsgegenstand hat. Namen/DummettVsDavidson: Subjekt muss den Sinn des Namens begreifen: nicht dass der Name bezeichnet, sondern was.
III 87f
Namen/Kripke: der Sinn des Namens ist nicht "derjenige, von dem allgemein angenommen wird, dass er Autor von Waverley ist". Dummett: Wissen-dass (Satz wahr ist): Kind hört "Poststreik in Mailand" - versteht aber nicht die Proposition - was ist nötig für Proposition? - sicher nicht Wissen über Ambrosius - Satz: Wissen-dass "jemand namens Gustav Freytag war Privatdozent in Breslau - Proposition, propositionales Wissen: genau derjenige, der Soll und Haben geschrieben hat, war Privatdozent in Breslau - (Kennzeichnung)
III 87 f
Namen/Dummett: Standarderklärung: Sprachgebrauch in Gemeinschaft - tatsächliche Taufe irrelevant, ebenso Sprecher, Gesprächsfetzen - anders: wenn nur Gesprächsfetzen, muss ich Sprechern nachspüren - Gödel: der Begriff des Von-Gödel-Wissens, dass er.. hat mehr Substanz als der Begriff des Wissens, dass "Gödel" der Name desjenigen ist, der... - Bsp Goliath: Verwechslung der Namen, nicht der Personen - Bsp Obadja (Verfasser, einzige Handlung ((s) Quasi "anonym"): hier ist Verwechslung der Personen, nicht der Namen möglich.
III 92
DummettVsKausaltheorie: nur eine Theorie über den Sinn von Namen, nicht eine, die den Sinn durch etwas anderes ersetzt - sie leistet keine Erklärung der Funktion von Namen im allgemeinen.
III 93
Bsp Orkane, Sternbilder usw.- es kann sich kaum herausstellen, dass wir sie falsch bezeichnen. - Die Kausaltheorie erklärt nicht die Mechanismen des Bezeichnens.
III 151
Dummett pro Kennzeichnungstheorie: verbale Erklärungen für unbekannte Namen helfen. - - -
Wolf II 354
Bedeutung/Namen/DummettVsFrege: (Bsp Dr. Lauben) die Bedeutung kann nicht prinzipiell subjektiv sein, weil sie eine Sache dessen ist, was von der Sprache mitgeteilt wird - trotzdem zählt Dummett den "Sinn" (subjektive Kenntnis) mit zur Bedeutung.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Frege
 
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I 54
Eigenname: die Extension wird vorausgesetzt. - Sonst wäre die Negation: "Kepler starb nicht im Elend oder der Name ist bedeutungslos".
II 69
"Bedeutung" eines Namens ist nie ein Begriff (Prädikat), sondern immer nur ein Gegenstand.
II 72f
Eigenname (gesättigt) kann nie Prädikat sein (aber Teil eines Prädikats). Namen/Verstehen/Frege: einen Namen verstehen, heißt, zu wissen, welchen Gegenstand er bezeichnet. Problem: Namen ohne Träger (Bsp Einhorn). - Problem: Bsp Verschiedene Namen mit demselben Träger.
V 99/100
Dass ein Name für einen Gegenstand steht, ist eine Folge, nicht etwa ein Teil des Umstands, daß er einen bestimmten Sinn hat. - - -
Chisholm II 144f
Namen/Frege: "gemischter Eigenname": enthält linguistische und nicht-linguistische Teile: die Umstände. -Umstände: Teil der Bedeutung eines Ausdrucks. - ChisholmVsFrege: dieser vernachlässigt Ostension. - - -
Dum III 68f
Namen/FregeVsRussell: kann durchaus denselben Sinn wie eine bestimmte Kennzeichnung haben - was gilt eigentlich das Darbietung eines Gegenstands: Valencia aus der Luft, vom Boden, innerhalb eines bestimmten Gebäudes, auf der Landkarte? - Wiedererkennen: notwendig: das Bewußtsein, dass der Gegenstand unter den Begriff fällt, der das angemessene Identitätskriterium bestimmt (hier: "Stadt"). - Fähigkeit zum Wiedererkennen statt Verfahren des Herausgreifens. - ("Rot": Wiedererkennen, nicht Verfahren für Rot). - - -
Frege II 69
Name/Frege: kann nie Prädikat sein - wohl aber Teil eines Prädikats. - - -
Stalnaker I 183
Namen/Eigennamen/Frege/Stalnaker: für ihn gibt es eine mentale Repräsentation, d.h. wir haben nur Vorstellungen über etwas, was sich uns in einer bestimmten Weise präsentiert. - ((s) Das läßt sich mit Donnellans attributivem Gebrauch vereinbaren).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Namen Mill
 
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Wolf I 43 ff
Namen/Mill: was ist angemessener: den Namen als etwas für einen Gegenstand oder für eine Vorstellung von dem Gegenstand aufzufassen? MillVsHobbes: „Vorstellung“ ist zu metaphysisch.
Wolf I 43
Def Name/Hobbes: "ein beliebig gewähltes Wort, das als Merkmal dient, um in unserem Geiste einen Gedanken wachzurufen, der einem Gedanken gleicht, den man vorher hatte, und das, Anderen gegenüber ausgesprochen, diesen als Zeichen eines Gedankens dient, den der Sprechende früher in seinem Geiste hatte." Namen/Hobbes: nicht Zeichen der Dinge selbst. Man denkt nur an den Stein.

Wolf I 44
MillVsHobbes: das Wort Sonne nennt den Namen der Sonne und nicht unsere Idee der Sonne. ((s) Die Idee oder Vorstellung könnte wechseln).
Mill: denn die Namen teilen nicht nur unsere Vorstellungen mit, sondern belehren den Hörer auch über unseren Glauben und dies ist ein Glaube über die Sache selbst und nicht über die Idee!
Bsp "Die Sonne ist die Ursache des Tageslichts". Das soll nicht heißen, dass die Idee der Sonne die Idee des Tageslichts hervorbringt.

Namen/Mill: verschiedene Arten: einige Wörter sind nur Teile von Namen:
Bsp von, zu, oft, wahrhaft, außerdem Pronomina wie mich, ihm, "Johanns", sogar Adjektive.
Diese Worte drücken nichts aus, was bejaht oder verneint werden kann.
Ausnahme: Bsp " 'Schwer' ist ein Adjektiv": hier ist "schwer" ein vollständiger Name. Name dieser Lautfolge. > Erwähnung/Gebrauch
Wolf I 47
Namen/Mill: durch ihre Vermittlung sind wir in der Lage, allgemeine (generelle) Sätze auszusagen. Auch sie selbst können in allgemeine Termini (Bsp "Mensch") und singuläre Termini (Bsp Maria) unterteilt werden. (>Zink). "Johann" lässt sich nur von einem einzigen Menschen (wenigstens in demselben Sinne) bejahen.
Wolf I 49
Namen/konkret/abstrakt/Mill: Bsp "Weiß" ist zugleich Name eines Gegenstands und vieler Gegenstände (konkret). "Weiße" ist der Name eines Attributs. "Alter": Name eines Attributs. (Abstrakt, Verallgemeinerung). Stammt von Locke und Condillac.
Wolf I 50
"Attribut" ist selbst der allgemeine Name vieler Attribute. Name/abstrakt/singulärer Term/Mill: wenn jedoch ein Attribut weder Gradunterschiede noch Artunterschiede zulässt, ist er kein allg Term, sondern ein singulärer Term:
Bsp Sichtbarkeit, Greifbarkeit, Gleichheit, Viereckigkeit, Milchweiße. Keine Vielheit von Attributen, sondern ein bestimmtes Attribut.
Wolf I 51
Namen/Mill: schließen immer irgendein Attribut in sich, aber sie sind nicht der Name dieses Attributs! Das Attribut besitzt selbst einen eigenen, abstrakten Namen (singulärer Term) Bsp "Die Weiße".
I 53
Namen/Mill: nicht mitbezeichnend, nicht konnotativ: sie bezeichnen die Individuen ohne irgendwelche Attribute.
Wolf I 54
Bsp Ursprünglich kann Dartmouth an der Mündung des Dart gelegen sein, aber Johann heißt nicht so, weil es einen Teil der Bedeutung bildete, dass der Vater vielleicht denselben Namen hatte. Außerdem kann die Mündung des Flusses sich verlagert haben, ohne dass der Name der Stadt geändert werden müsste.
Eigennamen haften den Sachen selbst an (Etiketten) und fallen nicht weg, wenn Attribute des Gegenstands wegfallen.
Obwohl nur Gott die entsprechenden Attribute haben mag, ist es dennoch ein allgemeiner Name und gehört sowieso nicht hierher.
Wolf I 55
Mitbezeichnende Namen/Mill: sind Kennzeichnungen: Bsp "der einzige Sohn von Johann Müller". Bezeichnet Attribute mit.
Wolf I 56
Wann immer Namen daher irgendeine Bedeutung haben, liegt die Bedeutung in dem, was sie mitbezeichnen, nicht in dem, was sie bezeichnen (dem Träger). Nichtbezeichnende (normale) Namen haben keine Bedeutung.
Wolf I 57
Namen/Mill: teilen dem Hörer keine Kenntnis des Gegenstands mit. Wenn er vielleicht früher schon etwas über Köln erfahren hat, so nicht durch das Wort Köln.
Wolf I 58
Indem wir erfahren, von wie vielen Gegenständen der Name sein kann, die er alle bezeichnet, erfahren wir auch nichts, sondern nur, wenn wir erfahren, was er eventuell mitbezeichnet (Attribute). Auf dasselbe Ding können wir außerdem verschiedene Namen anwenden, deren Bedeutung nicht dieselbe ist.
MillVsFrege: Daher ist der Träger nicht die Bedeutung.
Wolf I 59
Mitbezeichnende Namen/Mill: hier gibt es eine Ungewissheit.
Wolf I 61
Lösung: bei konkreten Namen mit auftretenden Prädikaten eine feste Mitbezeichnung zu verleihen.

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Searle
 
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John R. Searle
II 288
Namen/Searle: setzen irgendeine andere Repräsentation voraus - haben keinen expliziten intentionalen Gehalt
II 291 ff
Namen: SearleVsKripke: VsKausaltheorie: übertreibt Analogie zw Bezugnahme und Wahrnehmung - übergewichtet die parasitären Fälle - setzt allwissenden Beobachter voraus - Meteorologie tauft zukünftige Ereignisse
II 291 ff
Namen: Mill: keine Konnotation, nur Denotation - Frege: Bedeutung eines Namen wird durch Kennzeichnung erfasst
II 292
Namen/SearleVsKripke: Kausalkette kann nur intentional erfasst werden: durch Sprecherabsicht - Kausalkette nicht rein, selbst deskriptivistisch - Die Taufe selbst kann nicht kausal sein, sonst wird erfolgreiche Referenz durch erfolgreiche Referenz erklärt (zirkulär).
II 311
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: intentionaler Gehalt legt Referenz fest:"Entdecker, egal wie der heißt". Wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde - Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". - Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war". - - -
Erklärung/(s):
Bsp Gödel/Schmidt/Kripke: (Kripke I 99f) Angenommen, Gödel war gar nicht der Urheber des Unvollständigkeitssatzes, sondern Schmidt, dessen Leiche in Wien aufgefunden wurde. Gödel gelangte damals in den Besitz der Papiere. Frage: referieren wir mit "Der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes" dann auf Gödel oder auf Schmidt?
- - -
Wolf II 168
Namen/Searle: Bedeutung bleibt offen, die Hälfte der Beschreibungen könnte zutreffen - wir können nicht im Voraus bestimmen, welche Merkmale auf Aristoteles zutreffen - (Strawson dito) - Zink: dann würden wir aber sagen, dass wir den Namen gar nicht kennen - Lösung/Zink: Lokalisierung. - - -
Searle V 145
Namen/SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen »bedeutungslose Zeichen« seien, dass sie »denotativ« aber nicht »konnotativ« seien.
V 145
Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben - sonst näherte man sich der traditionellen Substanz. Identifikation/SearleVsTractatus: Gegenstände können nicht unabhängig von Tatsachen identifiziert werden
V 245
Namen/SearleVsRussell: wenn sie keine Beschreibung (Kennzeichnung) enthalten sollen, müssen wir leider Substanzen annehmen! - Aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Namen und Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. - Tractatus: der Name bedeutet den Gegenstand, der Gegenstand ist seine Bedeutung - SearleVsWittgenstein.
V 247
Namen//Mill: haben keinen Sinn - FregeVsMill: Bsp dann wäre Mt. Everest = Gaurisankar nicht informativer als Everest = Everest. - FregeVs, SearleVs - Searle: Namen beschreiben nicht Eigenschaften von Gegenständen - Identität Everest = Tschomolungma lieferte sonst keine Information. V 256 Namen/SearleVsFrege: nicht völlig eindeutig - Bsp Morgenstern/Abendstern eigentlich auf der Grenze zu Kennzeichnung. - SearleVsKripke: Namen nicht starr, sonst wie logische Äquivalente - Searle: Namen gibt es, weil es notwendig ist, die hinweisende von der prädikativen Funktion zu trennen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Wittgenstein
 
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Wolf II 14
Bündeltheorie/Namen: von Wittgenstein und Searle vorgeschlagen! >Wesentliche Eigenschaften.
Wolf II 150
Namen/Wittgenstein: ich gebrauche den Namen N ohne feste Bedeutung - Philosophische Untersuchungen §79.
Wittgenstein I 302/303
Name/Gegenstand/Konvention/Wittgenstein/Hintikka: solange die Verknüpfungen zwischen Sprache und Welt unanalysierte Namensrelationen sind, sind die möglichen Verbindungen der Symbole nur durch ihre eigene Natur bestimmt - durch ihr eigenes Wesen - Namensbeziehungen sind zwar konventionell - aber die Natur der Zeichen sagt sich selbst aus - verwandeln wir Zeichen in Variable, sind sie nur noch von der Natur des Satzes abhängig - > logische Form - sinnlose Verbindungen müssen aber durch Konvention verboten werden - sie werden nicht durch die Symbole selbst ausgeschlossen - damit wird die Widerspiegelung aufrechterhalten - spät: VsWiderspiegelung - spät: VsNamensrelation. - - -
Hintikka I 22
Namen/Existenz/Grenze/Wittgenstein/Hintikka: in einer logisch gebildeten Sprache müssen alle Namen etwas bezeichnen. Man kann aber nicht angeben, wie viele Gegenstände es gibt
I 51
Gegenstand/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: zu den verbreiteten Missverständnissen über den Tractatus zählt die Vorstellung, dass das, was er "Gegenstände" nennt, keine Relationen und Eigenschaften umfasst. Hintikka: das terminologische Gegenstück dieses Irrtums ist: Namen seien logisch gesprochen samt und sonders singuläre Termini, sodass Prädikate (einschließlich der Symbole für Beziehungen) nicht unter diesen Begriff fallen können (fälschlich).
I 60 ff
Zeichen/Relation/Benennen/Tractatus/Wittgenstein: Nicht das komplexe Zeichen "aRb" sagt, dass a in einer gewissen Beziehung zu b steht, sondern dass "a" in einer gewissen Beziehung zu "b" steht, sagt, dass aRb. (3.1432) Anführungszeichen sic!) - Doch Wittgenstein will auf etwas anderes hinaus: Die Anzahl der Namen, die im Elementarsatz vorkommen, muss laut Tractatus dieselbe sein wie die der Gegenstände in der durch den Satz dargestellten Sachlage. Um welche Sachlage es sich handelt, ist allerdings nicht allein durch die Namen a und b bestimmt. Copi: (fälschlich) meint, dass Wittgenstein durch die Formulierung "in gewisser Beziehung" im Grunde vom Relationszeichen abstrahiert und eine existentielle Generalisierung vollzieht. (HintikkaVsCopi).
I 71
Namen/Existenz//Wittgenstein: "Ich will 'Name' nur das nennen, was nicht in der Verbindung "X existiert" stehen kann. Und so kann man nicht sagen "Rot existiert", weil, wenn es Rot nicht gäbe, überhaupt nicht von ihm geredet werden könnte. Namen/Existenz//Wittgenstein: die Existenz eines Gegenstands geht daraus hervor, dass sein Name in der Sprache gebraucht wird. Für die logischen Schlussregeln ist dann für eine wohlgebildete Sprache vorauszusetzen, daß die Individuenkonstanten nicht ohne Bezug sind.
I 85
Gegenstand/Name/Sprache/Sokrates/Theaitet/Hintikka: für die Urelemente, aus denen alles zusammengesetzt ist, gibt es keine Erklärung. Alles was an und für sich ist, kann man nur mit Namen bezeichnen, eine andere Bestimmung ist nicht möglich. Weder es sei, noch, es sei nicht. So ist auch die Sprache eine Verflechtung von Namen.
I 127
Elementarsatz: besteht nicht aus einer Reihe von Namen für Einzeldinge, die durch zusätzliche Verknüpfung zusammengehalten werden, sondern er besteht aus einer Reihe von "Namen" für Gegenstände, die verschiedenen aber zusammenpassenden logischen Typen angehören.
I 149
Bildtheorie/Abbildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: "Namen sind Punkte, Sätze, Pfeile, sie haben Sinn. Der Sinn wird durch die beiden Pole wahr und falsch bestimmt."
II 84
Name/Bedeutung/Wittgenstein: die Bedeutung der Wörter "Professor Moore" ist nicht der Träger - 1. die Bedeutung geht nicht spazieren - 2. dieselben Wörter kommen auch in einem Satz vor wie Bsp "Professor Moore existiert nicht" - Bedeutung wird innerhalb der Sprache festgelegt - durch Erklärungen. - - -
II 88
Zahl/Wittgenstein: die Zahlen in einem Musterbuch sind die Namen der Muster.-
II 365
Name/Gegenstand/Wittgenstein: zwischen beiden gibt es keine wirkliche Beziehung.
VI 71
Namen/Elementarsatz/Wittgenstein/Schulte: die Namen im Elementarsatz sind ganz anderer Art als Eigennamen. Sie sind Urzeichen, die durch keine Definition näher bestimmt werden können - sie können aber durch Erläuterungen erklärt werden - Erläuterungen sind Sätze, die Urzeichen enthalten - anders als ein Code gehorchen Elementarsätze keinen Verabredungsregeln.
VI 172
Namen/WittgensteinVsFrege/Schulte: spät: der Träger ist nicht die Bedeutung des Namens.
IV 22
Name/Tractatus/Wittgenstein: der Name bedeutet den Gegenstand. (3.203).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Negation Austin
 
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I 236
Negation/AustinVsFrege: bezieht sich unmittelbar auf die Welt und nicht auf Aussagen über die Welt - (Frege, Tugendhat I 66: Negation/Frege: bezieht sich auf den propositionalen Gehalt, nicht auf den Satz.)
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
Negation Frege
 
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Chisholm II 181ff
Negation/Frege/Simons: Problem: negative Sachverhalte - Lösung: einfach zwei Wahrheitswerte (w/f) und eine Funktion, die die beiden vertauscht - WittgensteinVsFrege: Verbindung sollte nicht als Funktion dargestellt werden - Operator N: formt aus einem Satz seine konjugierte Negation: das Behauptete (die vorkommenden Variablen) sind falsch - Schreibweise: x^ alle Werte von x. - Negation/Simons: hat immer nur kleinste Reichweite: Atomsätze. - Operator N: negiert immer die Disjunktion, nie die Konjunktion, wegen Wittgensteins Bedürfnis nach Atomen. - Ontologie: bloß Komplexe und die Verben E! und N. - - -
Frege IV 61
Negation/Verneinung/Urteil/FregeVsKant: dieser spricht von bejahenden und verneinenden Urteilen. - Das ist ganz unnötig - auch ein verneinendes Urteil ist ein einfaches Urteil.
IV 64
Verneinung/Negation/Frege: ist nicht gleichrangig mit dem Urteilen. - Es ist kein "entgegengesetzter Pol" zum Urteilen.
IV 69
Kennzeichnung/Nebensatz/Teilsatz/Name/Frege: Bsp "die Verneinung des Gedankens, daß 3 größer ist als 5" - dieser Ausdruck bezeichnet hier ein bestimmtes Einzelnes. - Dieses Einzelne ist ein Gedanke. - Der bestimmte Artikel macht den ganzen Ausdruck zu einem Einzelnamen, einem Vertreter eines Eigennamens.
IV passim
Gedanke/Frege: zu jedem Gedanken gehört seine Verneinung als selbständiger zweiter Gedanke. - Gedanken werden nicht ausgedacht sondern gefaßt. - Ihre Wahrheit ist nicht ihr Gedachtwerden. - Sie sind zeitlos, und zwar gerade, weil sie immer eine Zeitbestimmung mit sich führen müssen. - So wird aus "heute" "gestern" und aus "Ich" "Er" (zwei Gedanken). - Durch Ersetzung von "Pferd" durch "Mähre" ändert sich der Gedanke nicht, nur die Färbung. - - -
Tugendhat II 66f
Negation/Frege: keine Eigenschaft - nicht immer mit Negationszeichen. - Bsp "Christus ist unsterblich" nicht an sich verneinend. - Das Negationszeichen betrifft nur den propositionalen Gehalt. - Beweis: Negation in Teilsätzen: behauptet wird nur der ganze Satz. - Im Teilsatz (nichtbehauptend) gehört das "nicht" von vornherein zum propositionalen Gehalt.
Tugendhat II 12
Proposition/Frege/Tugendhat: Negation bezieht sich immer auf den propositionalen Gehalt, nicht die Behauptung.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Objektivität Frege
 
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I 59
Objektivität/Frege: Unabhängigkeit von unserem Empfinden, Vorstellung usw. - aber nicht von unserer Vernunft - sonst wäre es so als wollte man urteilen, ohne zu urteilen.
Graeser I 35f
Def Objektivität/Wirklichkeit/Frege/Graeser: ....dieses Feststehende nennt Frege objektiv und unterscheidet es von dem, was wirklich (veränderlich?) ist. - Wahrheit/GraeserVsFrege: Problem: zirkulär: Frege kommt nun in die Position, sagen zu müssen, daß die Gesetze des Wahrseins ihrerseits wahr sind, und zu erklären, was sie wahr macht.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Ontologie Castaneda
 
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Frank I 459ff
Ontologie/Theorie der Gestaltungen/Castaneda mit Kant, VsFrege: Vs transzendentale Objekte mit unendlich vielen Eigenschaften/Bezug auf alle Gegenstände nur von innerhalb der Erfahrung und Sprache - Davidson pro Frege: unendlich viele Eigenschaften, - Castaneda. allerdings gibt es Fregesche Gegenstände für allgemeine Bezugnahme geeignet (abgeleitet, Individuen primär) - Frege: Gegenstände sind transzendent, wir haben keine semantische Kontrolle.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Opazität Hintikka
 
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I 57
Opazität/Frege/Identität/opaker Kontext/Hintikka: Frege hatte es mit dem Fehlschlagen der SI (Substituierbarkeit bei Identität) ((s) d.h. dass die Individuen vielleicht einen anderen Namen haben) zu tun, nicht mit dem Fehlschlagen der existenziellen Generalisierung. ((s) D.h. dass die Individuen vielleicht nicht existieren). Hintikka: daher brauchen wir verschiedene zusätzliche Prämissen.
Semantik möglicher Welten:
Substituierbarkeit bei Identität: hier brauchen wir für SI nur die Annahme, dass wir die Referenten zweier verschiedener Terme in jeder Welt vergleichen können.
Existenzielle Generalisierung: hier müssen wir die Referenz ein und desselben Terms in allen Welten vergleichen.
Frege/Hintikka: nun scheint es, da man Frege noch auf eine andere Weise verteidigen könnte: nämlich, dass wir nun über Weltlinien (als Entitäten) quantifizieren. ((s) Das würde Freges Platonismus entgegenkommen.)
I 58
Weltlinien/Hintikka: sind also irgendwie „real“! Sind sie also nicht irgendwie wie die „Fregeschen Sinne“? HintikkaVs: es geht gar nicht um einen Kontrast zwischen weltgebunden Individuen und Weltlinien als Individuen.
Weltlinien/Hintikka: wir sollten aber gar nicht sagen, dass Weltlinien etwas sind, was „weder hier noch dort“ ist. Weltlinien zu gebrauchen heißt nicht, die zu reifizieren.
Lösung/Hintikka: wir brauchen Weltlinien, weil es ohne sie nicht einmal Sinn machen würde überhaupt zu fragen, ob ein Bewohner einer Möwe derselbe ist, wie der einer anderen Möwe ((s) Querwelteinidentität).
I 59
Weltlinie/Hintikka: gebrauchen wir anstelle von Freges „Weise des Gegebenseins“. HintikkaVsFrege: sein Fehler war es, die „Gegebenheitsweisen“ zu reifizieren als „Sinn“. Sie sind nicht etwas, das in der aktualen existiert.
Quantifikation/Hintikka: daher müssen wir in diesem Zusammengang auch gar nicht fragen „worüber wir quantifizieren“.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Prädikate Lewis
 
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Schw I 121
Prädikat/Lewis/Schwarz: greift Eigenschaften heraus - welche, hängt von der möglichen Welt ab.
Schw I 228
Namen/Prädikat/Eigenschaft/Lewis: These: Namen können alles benennen: statt Prädikat "F" nehmen wir "F-heit". Prädikate sind keine Namen und benennen nichts - Prädikat/(s): kein singulären Termini. - SchwarzVsLewis/ RussellVsFrege: wenn man annimmt, daß jedem Prädikat ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zugeordnet werden kann, folgt Russells Paradoxie - >Heterologie: manchen Prädikaten wie Bsp "ist eine Eigenschaft, die nicht auf sich selbst zutrifft" entspricht keine Eigenschaft. - Auch Prädikaten wie Bsp "ist eine Klasse", Bsp "ist ein Teil von" und Bsp "ist identisch mit _" entspricht nichts, was mit einem singulären Term benannt werden kann. - ((s) Prädikate kann man immer erfinden, ob die Welt entsprechende Eigenschaften enthält, ist eine empirische Frage.) - ((s) Eigenschaften gehören zur Ontologie - Prädikate: gehören zur (Quineschen) Ideologie).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Prädikate Searle
 
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John R. Searle
V 152f
Prädikatausdrücke bedeuten keine Eigenschaften! - Prädikate: müssen nicht hinweisend sein.
V 152f
Prädikat/SearleVsFrege: versuchte, zwei unvereinbare Standpunkte zu vertreten: a) die Unterscheidung Sinn/Bedeutung auf Prädikate auszudehnen
b) den funktionellen Unterschied zwischen hinweisenden und prädikativen Ausdrücken zu erklären - Searle: Frege muss annehmen, dass Prädikate eine Bedeutung haben, weil er das für die Arithmetik braucht: er braucht Quantifikation von Eigenschaften.
Lösung Existenz/Eigenschaft/Freges Nachfolger: wenn zwei Träger dieselbe Eigenschaft haben, dann gibt es etwas, das ihnen gemeinsam ist - SearleVs: Implikation ist nicht Referenz.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Propositionale Einstellungen Perry
 
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Frank I 451f
Proposition/propositionale Einstellungen/PerryVsFrege: die Ausdrücke, die in einen Bericht davon, was jemand glaubt, eingebettet sind, designieren Entitäten (nicht ganze Propositionen), auf die sich ihre Antezedenzien beziehen. - ((s) >Cresswell: strukturierte Bedeutungen).

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Propositionen Castaneda
 
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Frank I 323
Propositionen/Tradition: (in Reinform von niemand, auch nicht von Frege, vertreten): ideale Konvergenz der Elemente des Denkens, Sprechens, der Wirklichkeit und der Kommunikation. - Propositionen, die in erster Linie als Träger von zeitlosen Wahrheitswerten definiert, elementare Träger sprachlicher Bedeutung, als Konstituenten der Wirklichkeit und als öffentlich zugängliche Inhalte der Kommunikation. - Vorteil: das lässt keine Kluft zwischen dem Inhalt des Denkens, und dem, worauf er gerichtet ist, der Wirklichkeit entstehen. - CastanedaVs: das gilt nicht für indexikalische Sätze. - Individuation: von Index-Sätzen: im Sprechakt, nicht durch Bedeutung.
I 340ff
Proposition/Tradition: (Frege, Moore): 1. Psychologische Einheiten, 2. Ontologische, 3. Ontologisch objektiv (intersubjektiv) , 4. Metaphysische Einheiten, 5. Logische Einheiten, 6. Semantische Einheiten 7. Sprachliche Einheiten der Kommunikation - CastanedaVs: Diskrepanzen zwischen 1 - 7 bei diachronem Fluss der Erfahrungen in der sich ändernden Welt. - VsTradition: versagt bei indexikalischer Referenz mit "ich", "hier", "jetzt". - Problem: Bsp "ich habe 30 Gramm Stickstoff in meiner Leber": Verstehen, ohne Kenntnis des Wahrheitswerts ,öglich. - Daher ist Bedeutung ungleich Wahrheitswert (VsFrege). - Das, was durch die Bildung eines Satzes gedacht wird, ist nicht irgendein objektives Merkmal oder Ding in der Welt, das jedermann zugänglich ist.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Propositionen Perry
 
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Frank I 396
Bedeutung/Gedanke/PerryVsFrege: wir müssen die Bedeutung vom Gedanken scharf trennen - der Gedanke ist keine psychische Entität sondern entspricht dem informationellen Gehalt. - Die Bedeutung entspricht der Rolle der Wörter - dieselbe Rolle erzeugt in jedem Kontext eine andere de re-Proposition.
I 409f
Proposition/PerryVsTradition: was fehlt, ist nicht ein begrifflicher Bestandteil, sondern ein indexikalischer. - Neue Theorie: eine Art von Propositionen wird durch einen Gegenstand sowie einen Teil der alten Propositionen individuiert. - VsTradition: Einschränkung der Ersetzbarkeit in Zitaten mit propositionalen Einstellungen wird nicht erklärt. - Tradition: Bsp Dekan/Franks Nachbar (identisch, ein und dieselbe Person): keine Variable sondern Begriff. - Problem: "Er" liefert keinen Begriff, sondern eine Variable. - Lösung/Perry: "offene Proposition": mit Gegenständen und einem begrifflichem Bestandteil: "de re" - dann ist der "Dekan selbst" eingeschlossen und nicht nur der Begriff "Dekan". - Dann ist eine Substitution durch "Franks Nachbar" gültig und eine Quantifikation sinnvoll. - Vs: de re löst aber nicht das Problem des Schlamassels im Supermarkt (Zuckerspur) - (wegen "ich").
I 455f
Proposition/Extra-Sinn//Perry: Parabel Bsp Frühmenschen, die nur vor ihnen liegende Möhren essen können, werden mit der Fähigkeit ausgestattet, Propositionen zu glauben (um Möhren sammeln und aufheben zu können) - nichts geschieht, weil die Propositionen den Menschen nicht sagen, dass sie selbst darin vorkommen. - Castaneda: zusätzlich Lokalisation in Raum und Zeit. - Vs: der König von Frankreich weiß nicht, dass er König von Frankreich ist und ob sich die Möhre nicht vor dem Herausgeber von Soul befindet - VsExtra-Sinn: hilft nicht, den Denkenden in ein Netzwerk von psychischen Zuständen einzubetten - die Leute begreifen Sätze, aber bilden keine Überzeugungen. - Liste von Extra-Sinnen für jeden: zu lang - Extra-Sinn "i" für jeden: Gültigkeit per Dekret: löst das Möhrenproblem, verstümmelt aber die Sprache - Regel: "I" steht für den Verwender": bringt Leute dazu, von sich in der "dritten Person" zu sprechen: ""I" macht gerade dies" - Problem: für Wahrheit solcher Sätze braucht man Bezug (Referenz), Sinn ("Verwender") reicht nicht. - Derselbe Sinn kann nicht verschiedene Bezugnahmen vollziehen.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Propositionen Searle
 
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John R. Searle
II 274
Bsp Heimson/Perry/Searle: Verschärfung: Heimson sei Humes Doppelgänger auf der Zwillingserde, bis auf die Mikrostruktur. - Der Satz "Ich bin David Hume" hat beide Male denselben Fregeschen Sinn - aber die Propositionen müssen verschieden sein, denn sie haben verschiedene Wahrheitswerte. - Also reicht der Fregesche Sinn nicht aus, um festzulegen, welche Proposition zum Ausdruck gebracht wird. - Er kann die Indexikalität nicht erklären. Kaplan: daher andere Theorie der Propositionen: "direkte Bezugnahme", "singuläre Propositionen": hier ist die Proposition nicht der intentionale Gehalt im Kopf des Sprechers, sondern muss die wirklichen Gegenstände enthalten. - SearleVs. > siehe Selbstbezüglichkeit.
V 144
SearleVsFrege: versäumte die Unterscheidung zwischen Sinn und Proposition - Proposition/Searle: Umstände sind zusätzlich zu den Ausdrücken nötig.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Qualia Stalnaker
 
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I 222
Qualia/Funktionalismus/Stalnaker: dieser wird sie mit einer relationalen Struktur erklären. - Problem: wenn wir eine Permutation haben könnten, sodass die relationale Gesamtstruktur aber erhalten bleibt (alle Urteile über Gleichheit und Verschiedenheit) - dann könnte keine funktionalistische Theorie richtig sein.
I 223
Vs: das kann man bestreiten: die Relationen seien komplexer, z.B. gibt es Relationen von Farben untereinander - d.h. man bestreitet die Symmetrie. Vertauschte Spektren/Stalnaker: schlechte Lösung: zusätzliche Charakteristika einzuführen: Bsp blau sei kühl - wir brauchen nur die Möglichkeit einer Symmetrie für einige Lebewesen.
Funktionalismus: identifiziert Qualia intrapersonell über Unterscheidungsfähigkeit.
Shoemaker: will interpersonelle Vergleiche damit versöhnen.
Interpersonell/Wittgenstein: aus der Möglichkeit, sich intrapersonell zu verändern.
Schlechte Lösung/vertauschte Spektren: zusätzliche Charakteristika einzuführen wie Bsp rot sei heiß, blau sei kühl usw. ((s) damit kann nicht gemeint sein, dass rot die Farbe von Bsp glühendem Eisen ist, denn diese wäre immer verbunden, sondern etwas Metaphorisches.
Stalnaker: ich folge Shoemaker und lege solche Einwände beiseite. Wir brauchen nur die Möglichkeit einer Symmetrie für einige Lebewesen.
Qualia/Funktionalismus/Stalnaker: da der Funktionalismus Qualia intrapersonell identifiziert über unterscheidende Fähigkeiten, sollte man erwarten, dass er die Frege/Schlick-Sicht akzeptiert. D.h. dass es kein interpersonelles Gegenstück dazu gibt.
Shoemaker: das wäre zu einfach. These: er will interpersonale Vergleiche von Qualia mit einem funktionalistischen Ansatz versöhnen.
Zwar können wir bestimmte qualitative Zustände nicht funktionalistisch definieren, wohl aber Klassen von qualitativen Zuständen.
Klassen qualitativer Zustände: wir definieren funktional die Identitätsbedingungen für Elemente dieser Klasse, dann wir können Relationen phänomenaler (qualitativer) Gleichheit und Verschiedenheit definieren. Damit erhalten wir Äquivalenzklassen von physikalischen Zuständen. Äquivalente Zustände werden solche sein, die Realisationen desselben qualitativen Zustands sind. Dann werden die qualitativen Zustände mit ihren physikalischen Realisierungen identifiziert.
ShoemakerVsFrege/Stalnaker: der Hauptgrund, warum er der Frege/Schlick-Sicht widersteht ist,
I 224
dass er meint, dass man die Kohärenz der Hypothese, dass es intrapersonell vertauschte Spektren geben kann, nicht leugnen kann. Und er glaubt, dass es von da ein Argument für interpersonelle vertauschte Spektren gibt, dem man nicht widerstehen kann.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Referenz Russell
 
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Bertrand Russell
Dum I 59
RussellVs Unterscheidung Sinn/Bezug (Bedeutung/Referenz) (RussellVsFrege). - - -
Newen/Schrenk I 92
Namen/Kennzeichnungen/Russell: sind nicht-referierend - Referenz/Russell: haben nur logische Eigennamen ("dies" usw.).

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
Relationstheorie Burge
 
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Schiffer I 7
Relationstheorie/Glauben/Frege/Burge: (Burge 1980): Sätze über propositionale Einstellungen haben die Form eines relationalen prop-Einst-Prädikats mit singulären Argumentstellen für wenigstens eine Person und etwas Geglaubtes. Dieses ist ein semantischer Wert des grammatischen Objekts des Verbs der propositionalen Einstellung. SchifferVsReklationstheorie/SchifferVsFrege/(s): macht mentalistische Voraussetzungen, „innere Entitäten“.


Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Richtigkeit Millikan
 
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I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt. Übereinstimmung/MillikanVsWittgenstein/MillikanVsQuine/Millikan: beide sehen nicht die Wichtigkeit der Subjekt-Prädikat-Struktur mit Negation. Daher verkennen sie die Wichtigkeit der Übereinstimmung im Urteil.
Übereinstimmung: dabei geht es nicht darum, dass zwei Leute zusammenkommen, sondern dass sie mit der Welt zusammenkommen.
Übereinstimmung/Nichtübereinstimmung/Millikan: sind nicht zwei gleichwahrscheinliche Möglichkeiten ((s) >Nozick. Inegalitäre Theorie). Es gibt viel mehr Möglichkeiten für einen Satz falsch zu sein, als für denselben Satz, wahr zu sein.
Wenn nun ein ganzes Muster (System) übereinstimmender Urteile auftaucht, die denselben Bereich abbilden (z.B. Farbe) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer einen Bereich draußen in der Welt abbildet, überwältigend.
Bsp nur weil meine Urteile über den Zeitablauf fast immer mit denen anderer übereinstimmen, habe ich Grund zu glauben, dass ich die Fähigkeit habe, meine Erinnerungen richtig in den Zeitablauf einzuordnen.
Objektivität/Zeit/Perspektive/Medium/Kommunikation/Millikan: These: das Medium, das andere Personen mit ihren Äußerungen bilden, ist für mich die am besten zugängliche Perspektive, die ich im Hinblick auf die Zeit haben kann.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Satzbedeutung Stechow
 
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I 30f
VsFrege: eine Semantik, die für Satzbedeutungen nur Wahrheitswerte (WW) anwendet, kann diese Verbbedeutung (> Einstellung, > propositionale Einstellungen) nicht ausdrücken.
I 110ff
Satzbedeutung/Stechow: im Zusammenhang mit (Existenz-) Präsupposition: jetzt partielle Funktion von Situationen in Wahrheitswerte - nicht mehr Mengen von möglichen Welten. - ((s) Der Bereich ist nicht mehr definiert, wenn der Gegenstand nicht existiert.) Präsupposition: Beschränkung des Bereichs (Domänenbeschränkung).
Def plug (Stöpsel): "sagt", "glaubt": blockiert die Weitergabe der Präsupposition nach oben - keine Beschränkung.
Filter: "wenn", "und": blockieren Präsuppositionen.
Loch: bestimmte Wörter lassen Präsupposition in einbettenden Satz durch.
A. von Stechow
I Arnim von Stechow Schritte zur Satzsemantik
www.sfs.uniï·"tuebingen.de/~astechow/Aufsaetze/Schritte.pdf (26.06.2006)
Sätze Frege
 
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II 48
Wahrheitswert/WW/Frege: Ein Wahrheitswert kann nicht ein Teil eines Gedankens sein, sowenig wie etwa die Sonne, weil er kein Sinn, sondern ein Gegenstand ist. (Wahrheitswert = Gegenstand).
II 51
Satz/Frege/(s): besteht aus Sinnbestandteilen, nicht aus Gegenständen. (> FregeVsRussell) Nebensätze, die mit "dass" anfangen (Dass-Satz, >opaker Kontext, >propositionale Einstellungen) haben als Bedeutung einen Gedanken, keinen Wahrheitswert.
II 74
Satz: Durch den Gedanken selbst ist noch nicht bestimmt, was als Subjekt aufzufassen ist. (>Ramsey) man darf auch nie vergessen, daß verschiedene Sätze denselben Gedanken ausdrücken können. Es ist auch nicht unmöglich, daß derselbe Gedanke bei einer Zerlegung als singulärer, bei einer anderen als partikulärer, und ein einer dritten als allgemeiner erscheint.
II 77
Satz: Die drei Eigennamen: "die Zahl 2" "der Begriff Primzahl", "die Beziehung des Fallens eines Gegenstandes unter einen Begriff" verhalten sich ebenso spröde zueinander wie die beiden ersten allein: wie wir sie auch zusammenstellen, wir erhalten keinen Satz.
I 7
Satz/Frege: steht nicht für eine Proposition, (das tut nur ein Dass-Satz, ein Teilsatz) - sondern für einen Wahrheitswert. - Zu jeder Proposition gibt es einen Satz, der sie zum Ausdruck bringt, und der nennt die Wahrheitsbedingungen. - Vs: Problem bei Sätzen ohne Wahrheitswer (weder wahr noch falsch, kein Gegenstand usw.). - - -
Stuhlmann-Laeisz II 68
Satz/Frege: hat außer dem Gedanken (was w/f sein kann) gibt es noch zwei weitere Momente: a) "Inhalt" - b) "Vorstellung". - - -
Tugendhat II 243
Ungerade Bedeutung/Frege: Name eines Satzes. - komplexe Sätze: Wahrheits-Funktionen ihrer Teilsätze - wo das nicht der Fall ist, treten Teilsätze als Namen (ungerade Bedeutung, Zitat) auf - nominalisierter Teilsatz/Frege: nur Teil eines Gedankens - TugendhatVsFrege: ein solcher Teilsatz kann nicht ersetzt werden, daher kann das Wahrheitswert-Potential nicht in seinem Wahrheitswert bestehen.
Tugendhat II 245
Satz/Frege/Tugendhat: da alle Sätze von der Subjekt-Prädikat-Form abgeleitet sind, müssen Teilsätze manchmal nominalisiert werden. - Ausnahme: Kausalätze und Konditionalsätze.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

F III
R. Stuhlmann-Laeisz
Freges Logische Untersuchungen Darmstadt 1995

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Sätze Prior
 
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I 6
Satz/Prior: Sätze sind verschieden von dem, was wir mit ihnen sagen - genauso wie das was wir denken verschieden ist von dem, worüber wir denken.
I 13
Sätze/Prior: nicht über Propositionen - Bsp "Der Satz S ist nur scheinbar über Propositionen" ist selbst nur scheinbar über Propositionen"! (Lösung: es ist ein Satz über den Satz) - Bsp "Die Proposition dass die Sonne heiß ist, ist wahr" ist über die Sonne! -
I 19
Satz/Prior: Sätze bezeichnen nichts, nur Namen - Satz: keine Relation zwischen zwei Namen sondern zwischen Namen und Prädikat, das durch Satzteil ausgedrückt wird - Ausdrücken statt bezeichnen - statt "fürchtet + "dass -Satz": "fürchtet dass" + Satz - links Prädikat, rechts Verbindung
I 52f
Satz/PriorVsFrege: Sätze bezeichnen nichts, auch nicht "das Wahre".

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Sätze Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 252f
"Rein bezeichnend" eindeutig (Ersetzbarkeit der Identität) nicht:"Tullius war ein Römer" ist trochäisch - Bsp Steuerrpüfer/Direktor - > propositionale Einstellung - Ein Ausdruck in Anführungszeichen ist nicht rein bezeichnend - mehrdeutiger Bezug - jede Wahrheitsfunktion ist zeichnungsdurchsichtig.
I 332
Satz = Universale! - Wert der Variablen: Proposition (Gegenstand) - bleibt auch nach singulären Termini bestehen! - Die Proposition widersteht Wechsel des Wahrheitswerts - die Proposition bleibt in "x0p" namenlos.
I 337
Satz: nicht Klasse seiner Äußerungen, sonst nichtgeäußerte = Nullklasse (alle gleiche Bedeutung) - Satz auch nicht Eigenschaft von Äußerungen. Lösung:Satz als Folge: Klasse von Paaren - Teilzeichen: Klasse von Äußerungsereignissen.
I 336
Wörter bezeichnen - Sätze nicht! (keine sing Term)! - Dennoch hat ein Satz Bedeutung: den durch Einklammerung des Satzes gebildete singuläre Termini!(keine Proposition!) - Proposition hier:Vervollständigung des entspr Satzes zu einem zeitlosen - zeitloser Satz "Die Tür ist offen": welche Tür? bezeichnet nichts.
Prior I 35
Satz/Quine: kein Gegenstand! - dann auch keine Quantifikation, keine gebundenen Variablen dafür - PriorVsQuine: unproblematisch: Bsp "J. glaubt p": J. glaubt irgendetwas, das steht letztlich für einen Satz.
Quine VII 109~
Satz/QuineVsFrege: Sätze müssen nicht als Namen angesehen werden und "p" ,"q" nicht als Variablen, die Entitäten als durch Aussagen benannte Entitäten als Werte annehmen
X 31
Satz/Quine: von Sätzen sprechen wir nur, wenn wir verallgemeinern wollen - (und das nicht über Gegenstände können)
X 35
Semantischer Aufstieg/Quine: diese Erwähnung von Sätzen ist nur eine technische Notwendigkeit, die entsteht, wenn wir in einer Dimension verallgemeinern wollen, die sich nicht durch eine Variable erfassen lässt.
XII 39
Satz/Proposition/propositionale Einstellung/Übersetzung/ChurchVsQuine: wenn Satz statt Proposition Bedeutungsträger dann Problem: Bsp "Edwin glaubt den deutschen Satz S" in Englisch übersetzen: a) Satz belassen,
b) englisch in indirekter Rede wiedergeben: dann sind beide nicht äquivalent.
QuineVsVs: zugegeben, aber unklarer Begriff der alltagssprachlichen Äquivalenz - Quine: dennoch sprachliche Formen nicht als Objekte von propositionalen Einstellungen annehmen: zu künstlich.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Sätze Strawson
 
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I 196
StrawsonVsFrege: dass die Teile des Satzes nur durch Ungesättigtes aneinanderhaften, ist bloß metaphorisch. - RamseyVsFrege: kein Grund, irgendeinen Teil als ungesättigt zu betrachten
I 214
Verknüpfung/Relation/Strawson: a) aussagende V: (s) "ist ein.." - b) ausgesagte Bindung: "steht in der Relation zu..", "ist ein Beispiel für.." - zweistellige Ausdrücke sind nicht selbst wieder Bezeichnungen von Relationen! - aussagbare Beziehungen zwischen Sachen nicht selbst Relation - +
I 216
1. Art- oder Beispielsbindung/Strawson: a) Fido ist ein Hund, ein Tier, ein Terrier - b) Fido, Coco und Rover sind Hunde - 2. charakterisierende Bindung: Bsp Sokrates ist weise, ist lebhaft, argumentiert - b) Sokrates, Platon, Aristoteles sind alle weise, alle sterben - 3. attributive Bindung: Zusammenfassung von Einzeldingen aufgrund der charakterisierenden Bindung. Bsp Lächeln, Beten - jeweils symmetrische Form: "x steht charakterisierende Bindung zu y" - asymmetrisch: "x wird durch y charakterisiert" - dann y abhängiges Glied.
I 219
Kategoriales Kriterium der Subjekt-Prädikat-Unterscheidung: "x wird als nicht-relational an y gebunden behauptet" d.h. dass Universalien von Einzeldingen prädiziert werden können, aber nicht ED von Universalien - aber auch Universalien können von Universalien prädiziert werden.
I 221
Neu: Unterscheidung zwischen Sachtypen statt bisher Worttypen
IV 53
Satz/Strawson: die allgemeine Form des Satzes ist: "Es verhält sich so und so".

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Schlussfolgerungen Wittgenstein
 
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II 78
Schluss/Schlussfolgerung/Folgerung/Inferenz/Wittgenstein: der Schluss ist der Übergang von einem Satz zum anderen, ein Übergang, zu dessen Rechtfertigung man zum Beispiel sagt, dass eins aus dem anderen folgt. Sie ist ganz verschieden von anderen Beziehungen, bei denen das Gegenteil stets denkbar ist. Die Folgebeziehung und ähnliche Relationen sind interne Beziehungen. Was den Schluss rechtfertigt ist, dass man die interne Beziehung sieht. Zur Rechtfertigung des Schlusses bedarf es keiner Schlussregeln, denn andernfalls benötigte man noch eine Regel, unendlicher Regress.
II 320
Konklusion/Wittgenstein: muss nicht immer mit der Prämissen mitgedacht werden - aber sie ist auch keine Entdeckung.
IV 62
Schließen/Schlussfolgerung/Folgebeziehung/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 5.132 die "Schlussgesetze", die bei den beiden die Schlüsse rechtfertigen sollen, sind sinnlos und wären überflüssig. 5.133 Alles Folgern geschieht a priori.
5.134 aus einem Elementarsatz lässt sich kein anderer folgern.
(s) Schließen: aus Sätzen, nicht aus Sachlagen.
5.135 Auf keine Weise kann aus dem Bestehen irgendeiner Sachlage auf das Bestehen einer,
IV 63
von ihr gänzlich verschiedenen Sachlage geschlossen werden. Kausalität: 5.136 einen Kausalnexus, der einen solchen Schluss rechtfertigt, gibt es nicht.
5.1361 Die Ereignisse der Zukunft können wir nicht aus den gegenwärtigen erschließen.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Semantik Möglicher Welten Hintikka
 
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I 43
Semantik möglicher Welten/nichtexistente Objekte/Nichtexistenz/Möglichkeit/Hintikka: die Semantik möglicher Welten sollte mögliche Individuen als Bewohner nicht nur von möglichen Welten, sondern sogar der aktualen Welt annehmen.
I 50
Semantik möglicher Welten/HintikkaVsFrege: hier gibt es keine >systematische Mehrdeutigkeit, d.h. die Ausdrücke bedeuten intensional dasselbe wie extensional. Bsp Zu wissen, was John weiß heißt, die Welten zu kennen, die mit seinem Glauben kompatibel sind, und zu wissen, welche es nicht sind.
I 51
Extraprämisse: dazu muss sicher sein, dass ein Ausdruck in verschiedenen Welten dasselbe Individuum herausgreift. Kontext: was die relevanten Welten sind, hängt vom Kontext ab.
Bsp Ramses: hier ist der Fall klar,
Dagegen:
Bsp Herzl wusste, dass Loris ein großer Dichter ist
Zusätzliche Prämisse: Loris = Hofmannsthal.
I 53
Bedeutungsfunktion/Semantik möglicher Welten/Hintikka: der Unterschied meines Ansatzes zu dem von Frege ist der, dass ich die Probleme lokal betrachte, während Frege sie global betrachtet. Fregescher Sinn (= Weise des Gegebenseins)/Hintikka: muss als definiert für alle möglichen Welten angesehen werden.
Dagegen:
Hintikka: wenn Fregescher Sinn als Bedeutungsfunktion konstruiert wird, muss er in meinem Ansatz nur als für die relevanten Alternativen definiert angesehen werden.
Frege: gebraucht eben implizit den Begriff der Identität der Sinne. Und als Bedeutungsfunktion ist die Identität nur gegeben, wenn die mathematische Funktion für alle relevanten Argumente gilt.
Totalität/Hintikka: dieser Begriff der Gesamtheit aller logisch möglichen Welten ist nun höchst zweifelhaft.
Lösung/Hintikka: gerade die Semantik möglicher Welten hilft, auf die Gesamtheit aller Möwe zu verzichten. ((s) Und nur die relevanten Alternativen, festgelegt durch den Kontext, zu betrachten).
Fregescher Sinn/Hintikka: wurde quasi als ein Objekt konstruiert (Einstellungsobjekt, propositionales Objekt Gedankenobjekt, Glaubensobjekt) Und zwar, weil sie als Entitäten in der aktualenWelt angenommen wurden, wie abstrakt auch immer.
I 54
Bedeutungsfunktion/HintikkaVsFrege/Hintikka: anders als die Fregeschen Sinne sind Bedeutungsfunktionen weder hier noch sonst wo. Problem/Hintikka: Frege war in Versuchung, seine „Sinne“ zu reifizieren.
Wissensobjekt/Gedankenobjekt/Frege/Hintikka: Frege hat das Problem, anders als z.B. Quine nie berücksichtigt.
I 57
Bedeutungsfunktion/Semantik möglicher Welten/Hintikka: um hier eine Lösung zu sein, muss die Bedeutungsfunktion eine konstante Funktion sein, d.h. sie muss in allen Welten dieselben Individuen herausgreifen. - - -
I 205
Semantik möglicher Welten/Hintikka: braucht keine Auffassung von möglichen Welten als vollständigen kosmologischen Welten, sondern nur „kleine Welten“, eher wie Ereignisverläufe oder Situationen, ich spreche auch von „Szenarien“. Mögliche Welt/Hintikka: der Ausdruck ist missverständlich, wenn man ihn als vollständige Welten auffasst.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Singuläre Termini Frege
 
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Brandom II 173
sing Term/Frege, spät: Sätze sind sing Term! Prädikate: Rahmen - DummettVsFrege: das verkennt die Besonderheit der Sätze, Züge im Sprachspiel sein zu können - BrandomVsDummett: als hätte Frege keine Ahnung von Fregescher Kraft gehabt
Dum III 113
Referenz/Sing Term/Frege: in Wahrheitstheorien des Fregeschen Typs haben alle sing Term eine garantierte Referenz, immer einen Bezugsgegenstand! - daher sind Sätze mit "Einhorn" hier nicht falsch sondern OWW - RussellVs: Sätze mit "Einhorn" immer falsch

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Singuläre Termini Strawson
 
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Substitutionen/Strawson/(s):
von singulären Termini: umkehrbar
von Prädikaten: nicht umkehrbar.
I 198
Singulärer Term/QuineVsGeach/QuineVsFrege/QuineVsRamsey: (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. - Singulärer Term: Quantifizierbar, allgemeiner Term: nicht quantifizierbar.
StrawsonVsQuine: das ist gar nicht so bedeutend.
I 198
Singulärer Term/Quine: abstrakte singuläre Termini: Bsp "Frömmigkeit", "Weisheit": Namen abstrakter Objekte - keine allg Term! - Namen konkreter Objekte: Bsp "die Erde" - dagegen allgemeiner Term: Bsp "Philosoph". StrawsonVsQuine: keine gute Erklärung: wir würden nicht gern sagen, dass das von vielen Dingen wahr sei - Lösung/Quine: in Wirklichkeit Unterscheidung zwischen singulärem Term und Prädikaten. - Allgemeiner Term/Quine: die Stelle, die von ihnen eingenommen wird, hat gar keinen eigenen Status. - Entscheidend: Prädikate können nicht quantifiziert werden.
I 203
"Ein Philosoph"/Quine: ist kein singulärer Term.
IV 63
QuineVs singuläre Termini: eliminierbar. - StrawsonVsQuine.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Sinn Castaneda
 
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Frank I 325
Sinn/Bedeutung/CastanedaVsFrege: das Denotat innerhalb von Intention in propositionalen Kontexten ist nicht Fregesche Bedeutung sondern Fregescher Sinn - Umkehrung von Frege: der Weltbezug kann nur so erklärt werden, ds die Objekte als Systeme von Fregeschen Sinnen erklärt werden. - Dann erhalten "Sinn" und "Referent" aber völlig neue Bedeutungen.
frank I 400~
Sinn/Bedeutung/CastanedaVsFrege: Guise-Theorie: (der Gestaltungen): Vs Unterscheidung Sinn/Bedeutung - daraus folgt auch: VsFrege: indirekte Rede verliert nicht ihren Referenten - Ausdrücke bezeichnen immer dasselbe, nämlich Guises (Gestaltungen). - VsPerry: damit entfällt aber auch dessen Unterscheidung von Bezeichnen und Ausdrücken.
I 432~
Extra-Sinn/Castaneda: Bsp Ivan glaubt, dass er* am Telefon verlangt wird. - Hier ist des(Ivan) Ivan )(Referent) und Ego(Ivan) sein spezieller Sinn i. - In einer Behauptung des Sprechers a drückt "ich" Ego(a) aus. - PerryVsCastaneda: diese Erklärung führt zu einer Lücke in der Theorie der Berichte von Überzeugungen. - Jeder, der irgendwas von Ivan glauben kann, kann die entsprechende Proposition von Ivan glauben, dass "i" am Telefon verlangt wird. - KretzmannVs: dennoch privat, nicht einmal Gott könnte den Extra-Sinn erfassen. - PerryVs: Missverständnis: "er*" ist zwar nicht durch Kennzeichnung ohne Index zu ersetzen - das heißt aber gerade nicht, dass die Proposition "er selbst ist im Krankenhaus" von niemand anderem gewusst werden kann. "i"/PerryVsCastaneda: die unterschiedliche psychologische Rolle für Ivan und Sheila muss immer noch erklärt werden. - Dass Ivan, aber nicht Scheila der Referent ist, reicht nicht. - Ivan muss zusätzlich glauben, dass er* i ist , aber das ist zunächst nichts anderes als dass i i ist! - Und das glaubt Sheila auch. - Zusätzlich: Information, dass es sich um den eigenen Extra-Sinn handelt. - Problem: der Extra-Sinn hilft nicht, wenn Ivan nicht weiß, daaa er zum Herausgeber ernannt wurde. - Tatsachen über die Sprache sind keine Lösung.
I ~459ff
Sinn/Frege: psychologische Vermittlerrolle - CastanedaVs, PerryVs.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Sinn Dummett
 
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EMD II ~72
Sinn/Dummett: Eigenschaft eines einzelnen Satzes, nicht voller Sprachgebrauch. - - -
Dum I 122
Sinn/Fassen/DummettVsFrege: der Gedanke wird nicht unmittelbar dem Bewusstsein dargeboten - vielmehr Erfassen des Sinns: Reihe von Fähigkeiten.
I 123
Dass die Brille in der anderen Jacke ist, kann nicht Bewusstseinsinhalt sein.
I 124
Solche Beispiele führen in eine entgegengesetzte Richtung, wonach Sprache durch sprachunabhängig aufgefasste Gedanken erklärt wird und nicht umgekehrt.(>Evans). - Eine solche Erklärung wird Saussures Konzeption von Sprache als Code vermeiden. - VsFrege: Wortsinn ist nicht gleich Gedankenbaustein - EvansVsKompositionalität.
III 25
Sinn/Dummett: aus Zweiteilung von Sachverhalten: 1. Wo die Aussage missbraucht sein könnte
2. Wo die Aussage nicht missbraucht sein könnte.
ad 1.: Aussage: falsch, Konditional: falsch, Atomsatz: falsch oder ohne Wahrheitswert
ad 2.: Aussage: wahr, Konditional: wahr oder ohne Wahrheitswert, Atomsatz: wahr.
III 28
Sinn/Dummett: der Sinn ganz und gar dadurch bestimmt, dass man weiß, wann der Satz einen ausgezeichneten Wahrheitswert hat und wann einen nichtausgezeichneten Wahrheitswert. - Feinere Unterscheidungen sind nur bei komplexen Sätzen mit Operatoren nötig.
III 74
Sinn/Dummett: nicht nur durch Verifikationsmethode, sondern Begreifen, welche Umstände verwirklicht sein müssen. - (>Goldbachsche Vermutung).

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Sinn Mates
 
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I 99
Sinn/Bedeutung/Schlüsselstelle/Frege/Mates: beide darf man nicht verwechseln, weil das Kompositionalitätsprinzip jeweils für beide gilt: Bsp (1) Morgenstern und Abendstern sind dasselbe
(2) Morgenstern und Morgenstern sind dasselbe -
(1) und (2) haben nicht denselben Sinn.
Bsp a = a hat nicht denselben Sinn wie a = b.
Pointe: dennoch haben Abendstern und Morgenstern dieselbe Bedeutung (Referenz).
Bedeutung/Frege: einer Aussage: der Wahrheitswert (Gegenstand). - Sinn einer Aussage: Gedanke, Inhalt, Proposition.
Wahrheitswerte/MatesVsFrege: existieren nicht - dennoch pro Frege, ohne dessen Metaphysik. - Sinn (Weise des Gegebenseins) bestimmt eindeutig die Bedeutung (Referenz).

Mate I
B. Mates
Elementare Logik Göttingen 1969

Mate II
B. Mates
0226509869 1981
Stellvertreter Wittgenstein
 
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VI 119
Formalismus/Stellvertreter/Zeichen/Symbol/WittgensteinVsFrege: Frege: Zeichen sind entweder bloße Schwärzung oder Zeichen von etwas. - Dann ist das, was sie vertreten, ihre Bedeutung. - Wittgenstein: falsche Alternative. - Bsp Schachfiguren: vertreten nichts. - Lösung: Gebrauch wie im Spiel statt Vertretung von etwas. - ((s) Gebrauch ist mehr als bloße Schwärzung und weniger als Vertretung eines Gegenstands. - Wittgenstein: Formalismus ist nicht ganz unberechtigt. - - -
Hintikka I 52
Terminologie/Wittgenstein/Hintikka: Tractatus: Ding: Einzelding, Name, sprachliche Stellvertreter für Einzeldinge. (Durchaus taugliche Stellvertreter).
I 138 ff
Frege/Logik/Satz/Hintikka: im Tractatus gibt es einen Bruch mit der Fregeschen Tradition: die Logik Freges gilt als Theorie der komplexen Sätze. Wittgenstein untersucht die einfachsten Bestandteile der Welt und ihrer sprachlichen Stellvertreter.
- - -
II 66
Denken/Stellvertreter/Wittgenstein: gibt es denn nicht ein Stellvertreten "im Geiste"? Dieser Gedanke ist verfehlt und richtet eine Menge Schaden an; es scheidet das Denken in zwei separate Teile, den Organischen (wesentlichen) und den Nichtorganischen. Es gibt keinen geistigen Vorgang, der sich nicht symbolisieren lässt. Wir interessieren uns ausschließlich für das, was sich symbolisieren lässt.
Denken/Gedanke/Wittgenstein: der Gedanke ist autonom. Bsp "Schmidt sitzt auf der Bank". Man könnte meinen, drei Dinge sind in seinem Geist, als Stellvertreter. Daran ist auch etwas Wahres. Welche Gewähr hätten wir aber, dass sie überhaupt irgend etwas vertreten? Was in meinem Denken gegeben ist, das ist vorhanden und wesentlich! Alles andere (was vertreten wird) ist belanglos.
Deshalb ist das Denken in sich vollständig. Und was in meinem Denken nicht gegeben ist, kann für es nicht wesentlich sein! Der Gedanke weist nicht über sich hinaus, das glauben wir nur auf Grund der Art und Weise, in der wir Symbole verwenden.
II 84
Bedeutung/Wittgenstein: wird innerhalb der Sprache festgelegt, und zwar durch Erklärungen. Der Ausdruck "die Bedeutung von" ist irreführend, da er an "Stellvertreter von" oder "Ersatz für" denken lässt.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Substanz Millikan
 
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I 109
Substanz/Eigenschaften/Millikan: These: „Substanz“ und „Eigenschaften“ sind Kategorien, die relativ zueinander ausgeschnitten sind und relativ zur Operation der Negation. Sie schließen einander nicht gegenseitig aus. Eigenschaften/Millikan: sind variante Elemente von Tatsachen, empfänglich für Negation.
Substanzen/Millikan: sind ebenfalls variabel, aber relativ auf andere Transformationen.
I 254
Substanzen/Eigenschaft/Millikan: sind bestimmt in Relation zueinander. Def Substanz/Millikan: ist was sie ist und dasselbe wie sie selbst relativ zu einer Menge von Eigenschaftsbereichen aus denen sie mit Notwendigkeit eine Eigenschaft hat, während andere Eigenschaften in dem Eigenschaftsbereich ausgeschlossen sind.
Bsp Substanzkategorie/Millikan: korrespondiert einer Menge von Substanzen. Die Identitäten sind Relation zu denselben Gegenteil-Prädikat-Bereichen. Bsp Gold, wie andere Elemente der Kategorie Chemisches Element, hat eine Atomzahl, eine Valenz, einen Schmelzpunkt, eine Farbe. Aber es hat nicht Größe, Form, Mutter, Geburtstag, Gebärde.
Def Eigenschaft/Millikan: (entsprechend zu Substanz) ist was sie ist und dasselbe wie sie selbst relativ zu einem Bereich von Gegenteilen und zu einer Menge von Elementen von Substanzkategorien, deren Elemente notwendig eine Eigenschaft aus diesem Bereich haben, und alle anderen Eigenschaften ausgeschlossen sind.
Erfassen/Eigenschaft//Millikan: eine Eigenschaft zu erfassen heißt dann, sie von anderen zu unterscheiden, bzw. die Gegenteilsbereiche zu erfassen, relativ zu denen die Eigenschaft dieselbe ist wie die, die sie ist.
I 255
Sinnlos/Millikan: damit können wir Ausdrücke als sinnlos erkennen, wie Bsp „Gold ist groß“.
I 274
Eigenschaft/Gegenstand/Prädikat/Substanz/Individuum/Ontologie/Millikan: Strawsons Unterscheidung zwischen „monogamen“ und „nichtmonogamen“ Entitäten ist nicht absolut, sondern relativ: Gegenstand/Ding: Bsp wenn mein Ring aus Gold ist, kann er nicht gleichzeitig aus Silber sein.
Polygam: ist Gold relativ zu meinem Ring ((s) er hätte auch aus Silber sein können – das Gold hätte zu einem anderen Gegenstand gehören können.). Dann ist Gold eine Eigenschaft (im Gegensatz zu einer anderen) und mein Ring eine Substanz.
Aber relativ zu anderen Substanzen scheint die Identität von Gold wie die Identität eines Individuums zu sein.
Ontologie/MillikanVsFrege/MillikanVsRussell: die starre Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand bzw. Einzelding und Eigenschaft müssen wir fallenlassen.
I 275
Variante: nicht nur Prädikate sind Varianten in Weltzuständen, sondern auch Substanzen bzw. Individuen (sie können ausgetauscht werden). Substanz: wenn wir Gold als eine Eigenschaft auffassen, hindert das nicht, es auch als eine Substanz aufzufassen. Wie Aristoteles meinte:
Individuen/Aristoteles/Millikan: sind bloß primäre Substanzen, nicht die einzigen Substanzen, die es gibt, D.h. Substanzen, die nicht Eigenschaften von etwas anderem sind.
Substanz/ Millikan. ist eigentlich eine epistemische Kategorie.
Substanz/Millikan: Bsp Gold, Bsp Hauskatze, Bsp 69er Plymouth Valiant 100.
Substanz/Kategorie/Millikan: Substanzen fallen in Kategorien, definiert durch die > Ausschließlichkeitsklassen, in Hinblick auf die sie bestimmt sind.
Bsp Gold und Silber fallen in dieselbe Kategorie, weil sie zu denselben Ausschließlichkeitsklassen gehören: einen Schmelzpunkt haben, Atomgewicht, usw.
I 276
Unperfekte Substanzen/Millikan: haben nur ungefähre Eigenschaften. Bsp Hauskatze hat ein Gewicht zwischen 7 und 14 Pfund. Perfekte Substanz/Millikan: kann auch zeit-gebundene Eigenschaften haben:
Bsp Johnny sitzt zu t1, aber nicht zu t2
Bsp Wasser hat einen Schmelzpunkt bei 0 Grad, bei einer Atmosphäre Druck, aber nicht bei 10 Atmosphären!
Bsp Johnny hat dann aber ein für alle Mal die Eigenschaft, zu t1 zu sitzen.
I 277
Vollständiger Begriff/Millikan: um einen vollständigen Begriff zu haben, braucht man Zeitbegriffe. Zugänglichkeit: vollständige Begriffe für dauerhafte Gegenstände sind nicht so zugänglich wie Begriffe für Substanzen wie Bsp Hauskatze oder Bsp Gold.
I 281
Zusammenfassung/Substanz/Eigenschaft/Identität/Selbstidentität/Millikan: Perfekte sekundäre Substanz: Bsp Gold: hat eine Identität, die formal dieselbe ist wie die eines Individuum in Relation zu seinen Eigenschaften.
Unperfekte sekundäre Substanz: Bsp 69er Plymouth (Widerspruch zu oben) Bsp Hauskatze: haben eine Art Identität, die formal analog zur Identität perfekter Substanzen ist. Bsp in Übereinstimmung mit Gesetzen in situ, statt unter allen natürlich möglichen Bedingungen.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Teilsätze Searle
 
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John R. Searle
V 120
Teilsatz/SearleVsFrege/SearleVsTarskiTarski: Nebensätze keine Namen von Sätzen! - Wörter in Anführungszeichen sind keine Namen von Wörtern - sonst »»»Regress«««.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Terminologien Castaneda
 
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Frank I 325
Guise-Theorie/Castaneda: "Theorie ontologischer Gestaltungen". zieht aus dem semantischen Befund, dass private Bezugnahmen eine uneliminierbare Bedeutung haben (Nichtersetzbarkeit) und den Intensionalitätsbedingungen ontologische Konsequenzen. - Nicht zwischen Denken und Welt, sondern primärer Referent des Denkens. - Dann muss Privates nicht mehr aus dem Gegenstandsbereich ausgeschlossen werden. - Außerdem können Denken und Welt klassisch propositional strukturiert bleiben. (VsLewis/VsChisholm).
I 337f
"Doxastischer Akkusativ"/Castaneda: vermeidet Tatsachen als Gegenstände - Denkepisoden werden durch ihre Akkusative individuiert - Akkusativ: ein Attribut, nicht Ding.
I 386~
Doxastische Akkusative/Castaneda: Problem: reine Universalien sind zu weit weg, partikularisierte Eigenschaften oder Propositionen sind zu groß - Lösung: Guise-Theorie der Gestaltungen: Mittelweg: partikularisierte Eigenschaften, partikularisiert zu ganz dünnen, endlichen Individuen.
I 463ff
Gestaltung/Guise/CastanedaVsFrege: Konsubstantiation: Selbigkeit von Ödipus Vater und Ödipus Vorgänger auf dem Thron - VsFrege: jeder sing Term denotiert in jeder Verwendung einen Gegenstand - keine variierende Denotation - Gestaltungen sind eindimensional, nicht wie bei Frege - zweidimensional: sind Sinn und Gegenstand.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Übersetzung Searle
 
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John R. Searle
V 236
Übersetzung/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Searle: Übersetzung ist nie eine Analyse. - Bloß ein Analogon. - Sinn/Frege: Weise des Gegebenseins. - RussellVsFrege: keine Beziehung zwischen Kennzeichnung und Bedeutung.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Unbestimmtheit Buridan
 
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Geach I 149
Unbestimmtheit/Referenz/Frege: sich "auf etwas Unbestimmtes beziehen" heißt oft eher: sich unbestimmerweise auf etwas Bestimmtes beziehen. Geach: in (4), (7), oder (9) ist aber keine bestimmte Referenz und auch keinerlei Hinweis. (?).
Bei Buridan ist die "appellatio" an eine "ratio" höchst obskur, aber das ist Freges "ungerade Bedeutung" auch! (GeachVsFrege).

suppositio confusa/Buridan: jeweils die ersten Sätze der folgenden Paare
suppositio determinata: jeweils die zweiten:

(10) Um zu sehen, brauche ich ein Auge
(11) Es gibt ein Auge, das ich brauche, um damit zu sehen
(12) Es gab immer einen lebenden Menschen
(13) Es gibt einen Menschen, der immer am Leben war

I 150
Das kann in moderner Logik leicht mit Quantoren klargemacht werden.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Unendlichkeit Geach
 
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I 166
Unendlich/GeachVsFrege: mathematische Unendlichkeit ist nicht, wie Frege dachte, eine Unendlichkeit "objektiver Gegenstände", sondern besteht in den unendlichen Möglichkeiten der menschlichen Sprache. - >Operationalismus.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Variablen Prior
 
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Prior I 30
Zahlenvariablen/Prior: sind keine Namen! Bsp wenn genau 3 Dinge φ und genau 4 Dinge ψ sind, dann sind mehr Dinge φ als ψ. Dann "3" kein Name sondern untrennbarer Teil des Verboperators "Genau 3 Dinge __".
I 33
Variablen/Quine: (gebundene) dürfen nur für Namen stehen. Also für Dinge, nicht für Sätze - QuineVsFrege: Namen stehen nicht für Sätze, nur für Dinge - Bsp "Für ein φ, φx" ist die einzige Möglichkeit, das zu lesen, dass es mindestens ein Ding gibt, sodass x dieses Ding "tut". - Quine selbst macht das nicht, aber er hat z.B. "ε" für "ist Element von".
I 35
Gebundene Variable/Namen/Prior: Bsp offener Satz "x ist rothaarig": wofür steht x? - Das hängt davon ab, wie wir "stehen für" verstehen: a) x steht für einen Namen, z.B. "Peter" (Stellvertreter) - oder b) für einen Gegenstand (Peter). - PriorVsQuine: gebundene Variablen können auch für Sätze stehen: "J. glaubt, dass p" (irgendetwas), steht dann für einen Satz. - - -
a propos Wittgenstein I 93 (extern):
Satzvariable/Wittgenstein: Tractatus: Der Ausdruck setzt die Formen aller Sätze voraus, in welchen er vorkommen kann. - ((s) Also schafft er selbst keine Satzformen). - 3.312 Er wird also dargestellt durch die allgemeine Form der Sätze, die er charakterisiert. ((s) Charakterisierung/Goodman) - Wittgenstein: und zwar wird in dieser Form der Ausdruck konstant und alles übrige variabel sein. - Satzvariable: Aristoteles" Neuerung. "A" für einen ganzen Satz.
- - -
Prior I 148
gebundene Variablen/Prior: stehen für logische Eigennamen - "Für ein x: 1. x φt , 2. Nichts anderes als x φt und 3. Es ist nicht der Fall, dass x ψt".
I 164f
Gebundene Variable/PriorVs viele amerikanische Logiker: nicht jede steht für einen Namen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Verstehen Wittgenstein
 
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Danto I 63
Def Verstehen/Wittgenstein: erfassen von Wahrheitsbedingungen. Worauf bezieht sich das Subjekt, wenn sein Satz wahr ist. Man muss nicht wissen, dass der Satz wahr ist, nur was der Fall sein müsste, wenn er es wäre. In der Regel bedarf es mehr als des Verstehens allein, um zu wissen, ob ein Satz tatsächlich wahr ist. - - -
Dummett I 35
WittgensteinVsFrege: Verstehen kein psychischer Vorgang, - echter seelischer Vorgang: Schmerz, Melodie (wie Frege) Wittgenstein: Verstehen nicht schlagartig, kein inneres Erlebnis, nicht die gleichen Konsequenzen.
- - -
Hintikka I 373
Verstehen/Wittgenstein: ist kein Empfindungswort. - Auch propositionale Einstellungen sind keine Empfindungen. - - -
II 46
Verstehen/Wittgenstein: eigentlich ein Übersetzen. -
II 300
Farbe/Verstehen/Wittgenstein: um das Wort "gelb" zu verstehen ist es nicht nötig, dass etwas gelbes existiert. - Es muss auch nichts geben, das einen Fuß lang ist, weil das Maß so lang ist.
II 301
Es hängt vom Sprachspiel ab ob man sagt, man müsse grün gesehen haben zu feststellen zu können: "dies ist nicht grün". - - -
VI 223
Verstehen/Verständigung/Wittgenstein/Schulte: (Philosophische Untersuchungen § 242): dazu gehört nicht nur Übereinstimmung in den Definitionen, sondern auch in den Urteilen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Vorstellung Avramides
 
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I 141
WittgensteinVsFrege: Wittgenstein geht noch weiter als Frege und lässt auch keine privaten Vorstellungen mehr zu. - Es gibt kein Unentdeckbares jenseits von Kommunikation.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
Vorstellung Dummett
 
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I 117
DummettVsSaussure: Seine Darstellung des Verständigungsvorgangs ist offensichtlich unhaltbar. Sie imitiert die Gleichsetzung der britischen Empiristen von Vorstellung und Begriff. (Vs) Begriffe werden als Vorstellungsbilder (Ideen) dargestellt.
I 117ff
DummettVsFrege: (Bewusstsein subjektiv-Gedanken objektiv): Dummett: kategorialer Unterschied: Vorstellungsbilder (Ideen)/Gedanken.
I 127
DummettVsFrege: alle Gedanken und auch Vorstellungen sind mitteilbar! Denn kommen sind nur in bestimmter Weise vor - durch diese Bestimmtheit sind sie mitteilbar.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
Wahrheit Brandom
 
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I 182ff
Wahrheit/Frege/Brandom: ist undefinierbar! - Die Richtigkeit von Inferenzen wird nicht durch etwas Grundlegenderes erklärt, die Kraft des Urteiles wird nicht dadurch erklärt, dass sie explizit von einem Satz sagen würde, er sei wahr. - Inferenz: es gibt auch Fehlschlüsse aufgrund von Irrelevanz.
I 224
Wahrheit/Brandom: die Einteilung in wahre und falsche Sätze hängt mit den Zielen zusammen, für die man die Sprache gebrauchen möchte - philosophische Semantik: hat mit Praxis zu tun. - "Pferd" bedeutet nur in einer Praxis etwas.
I 226
Grice: Gehalte durch Absicht.
I 410
Wahrheit/Referenz/Brandom: die expressive Funktion von "wahr" und "bezieht sich auf" ist unvereinbar mit der explanatorischen Funktion, die diesen Ausdrücken in den traditionellen Theorien zugewiesen wird.
I 412
Wenn die expressive Rolle richtig verstanden ist, kann man Repräsentation nicht mehr als Grundbegriff akzeptieren
I ~463
Wahrheit/Referenz/Brandom: man kann mit rein linguistischem Ansatz Behauptungen über extralinguistische referentielle Relationen machen - Wahrheit soll nicht eine Relation zwischen Ausführungen und Ggst sein - neu: anaphorisch indirekte Beschreibungen - Wort-Wort-Relation
I 461ff
Wahrheit/Brandom: keine Relation - Wahrheit keine Eigenschaft, grammatische Missverständnisse, philosophische Fiktionen - statt dessen: anaphorische Analyse - "wahr" hat bloß oberflächlich Prädikatform. - BrandomVsFrege: falsche Suche nach "gemeinsamer Eigenschaft" wahrer Sätze - Lösung: expressive Kraft von "wahr" entscheidet, ob Zuschreibung zu recht erfolgt.
I 468
Wahrheit/Brandom: "ist wahr" ist Prosatz-bildender Operator, keine Prädikat, Wahrheit keine Eigenschaft.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Wahrheit Dummett
 
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EMD II 83
Wahrheit/Dummett: kommt vom Akt des Behauptens - eng verwandt: Korrektheit: etwas wahres zu sagen bedeutet, etwas korrektes zu sagen.
EMD II ~87
Wahrheit/Dummett: ist eine objektive Eigenschaft dessen, was ein Sprecher sagt - und das ist unabhängig vom Wissen des Sprechers oder seiner Äußerungsgründe - Wahrheit durch primitiveren Begriff der Korrektheit erklärbar - (Korrektheit aus Sätzen über die Zukunft, Frage, Befehl).
EMD II 115
Wahrheit/Dummett: immer noch notwendig für deduktive Inferenzen. - Def gültig/Dummett: eine Inferenz, die wahrheitserhaltend ist. - - -
Dum I 26ff
Korrespondenztheorie/Kohärenztheorie: Bedeutung vor Wahrheit - Davidson: Wahrheit vor Bedeutung (Wahrheitsbedingungen später durch Theorie festgelegt) - Dummett beide zusammen!
Gebrauch/Wahrheit/Wittgenstein/Dummett: Gebrauchstheorie macht Wahrheitsbegriff überflüssig > Bedeutung vor Wahrheit
III 8/9
Wahrheit/Dummett: besser: Gewinn beim Spiel - notwendig: zusätzlich feststellen, dass das Ziel der Gewinn und nicht Verlust ist! - Zum Begriff der Wahrheit gehört das erklärte Ziel, wahre Aussagen zu machen - DummettVsFrege: Ziel der Wahrheit muss vor dem Behaupten feststehen, sonst könnte man denselben Gedanken ausdrücken, ihn aber verneinen
III 29
Wahrheit/Dummett: in Wirklichkeit geht es meist um die Unterscheidung ausgezeichneter/ nichtausgezeichneter Wahrheitswert.
III 40
Wahrheit/Bedeutung/Dummett: "Es ist gdw. wahr, dass p, wenn..." ist nicht hinreichend. - Gebrauch: dazu muss jedem einzelnen Konditional eine bestimmte Bedeutung verliehen werden! - Wir müssen "Wenn P, so ist es wahr, dass P" schon verstehen.
III 45
Wahrheit/Dummett: das, vermöge dessen eine Aussage wahr ist, ist das, wodurch sie als wahr erkannt werden kann. - - -
Putnam II 214
Wahrheit/Dummett: = Rechtfertigung - Dummett glaubt an endgültige Verifikation. - PutnamVsDummett: bloß idealisierte Verifikation möglich. - Die Behauptbarkeitsbedingungen für einen beliebigen Satz sind überhaupt nicht überschaubar - Behauptbarkeitsbedingungen lernen wir durch Aneignung einer Praxis, das ist kein Algorithmus, sie können nicht formalisiert werden - daher kann auch Rationalität nicht formalisiert werden.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Wahrheits- konditionale Semantik Strawson
 
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Graeser I 123
StrawsonVsWittgenstein/StrawsonVsDavidson/StrawsonVsFrege: Problem: zur Sprache gehören Sätze oder Ausdrücke, die keine Wahrheitsbedingungen haben. - > Wahrheitskonditionale Semantik.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Wahrheitsbedingungen Dummett
 
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EMD II 72
Wahrheitsbedingungen/Dummett: werden als gegeben vorausgesetzt - aber nur für jeden Typ von Sprechakt. - Eine Theorie der Kraft muss dann zwischen Frage, Befehl usw. unterscheiden. - Wahrheitsbedingungen angeben können = den Satz paraphrasieren können, nicht einfach das Prädikat "wahr" anhängen! - Die Wahrheitsbedingungen selbst dürfen vorgängiges Verständnis des Satzes gerade nicht voraussetzen, wenn sie den Satz erklären sollen - ((s) Aber man muss wissen was der Satz bedeutet, wenn man beurteilen will, ob die Tatsache gegeben ist, oder ob eine Paraphrase korrekt ist.)
EMD II 95
Wahrheitsbedingungen/Dummett: Beobachtung Bsp was es für einen Baum bedeutet, größer zu sein - Beobachtung von Fähigkeiten: kann nicht prinzipiell herausfinden, worin die Fähigkeit genau besteht (Wahrheitsbedingungen für die Zuschreibung von Fähigkeiten).
EMD II 100
Wahrheitsbedingungen/Dummett: kann man nicht kennen, wenn man nicht sagen kann, wann sie erfüllt sind
Dum III 17
Sinn/Frege: Erklärung des Sinns durch Wahrheitsbedingungen. - Tractatus: dito: "Unter welchen Umständen" - DummettVsFrege/DummettVsWittgenstein: dazu muss man aber bereits wissen, was die Aussage dass P wahr ist, bedeutet. - Vs: Wenn es dann heißt, P ist wahr bedeute dasselbe, wie P zu behaupten, VsVs: dann muss man bereits wissen, welchen Sinn es hat, P zu behaupten! Das ist aber genau das, was erklärt werden sollte - VsRedundanztheorie: wir müssen sie entweder ergänzen (nicht bloß Bedeutung durch Behauptung und umgekehrt erklären), oder die Zweiwertigkeit aufgeben.
III 122
Für-wahr-halten/Dummett: die Bedingungen dafür werden durch die Wahrheitstheorie angegeben! - Vs: Wahrheitsbedingungen sind nicht immer erkennbar, auch wenn sie erfüllt sind. - VsVs: Nur Kenntnis der Bedingungen ist verlangt, nicht Kenntnis der Erfüllung.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Wahrheitswert Prior
 
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I 51
Wahrheit/das Wahre/Frege: alles Sätze bezeichnen "das Wahre": weil es nicht verschiedene Wahrheiten für verschiedene Sätze gibt, so wie es immer dieselbe Wahrheit ist, dass verschiedene Rechnungen wahr sind - Analogie: Sätze bezeichnen das Wahre, wie Zahlennamen Zahlen bezeichnen. PriorVsFrege: falsche Analogie: funktioniert nicht bei propositionalen Einstellungen: "X glaubt, dass p" muss nicht falsch werden, wenn p falsch ist. - ((s) Während verschiedene Argumentwerte andere Funktionswerte liefern, kann man dem anderen beliebige Glaubens-Einstellungen (auch falsche) zuschreiben, ohne damit zu präjudizieren, ob er sie glauben kann. - (D.h. ob das Satzgefüge damit falsch wird)).
I 63
Wahrheitswert/Prior: so denken wir uns den Term "Wahrheitswert" aus für das, was wir beschreiben als identisch, wenn die Bedingung (0) erfüllt ist: (0) Eφψ d.h. "Wenn φ dann ψ und wenn ψ dann φ" (Schreibweise Lesniewski: E = Äquivalenz). - Weil Wahrheitswerte die Beschreibung des Identischen ist, ist der WahrheitswertWW selbst nicht das "Bezeichnete" (VsFrege).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Wahrheitswert Tugendhat
 
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II 233ff
Wahrheitswertpotential/Tugendhat: zwei Namen, die denselben Gegenstand bezeichnen, haben dasselbe Wahrheitswert-Potential. Lösung für Konflikt: Frege: Teilsätze, Zitate: Namen von Sätzen - Searle: Sätze niemals Namen - Tugendhat: dann ist das Wahrheitswert-Potential quasi die Übertragung der Merkmale von Sätzen auf Namen.
II 237
Wahrheitswert/Satz/Gegenstand/Frege: durch Substituierbarkeit wird bewiesen, dass die Wahrheitswerte der Sätze den Gegenständen der Namen entsprechen. TugendhatVsFrege: nur umgekehrt kann bewiesen werden, dass die Gegenstände der Namen den Wahrheitswerten der Sätze entsprechen.
II 243
Ungerade Bedeutung/Frege: Name eines Satzes.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Wahrheitswert-Tabellen Wittgenstein
 
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II 73
Wahrheitstafel/Wahrheits-Tabelle/W-Tafel/W-Tabelle/WittgensteinVsRussell: keine Erklärung, denn sie könnte auch für andere Sätze gelten.
II 322
Wahrheitstafel/WW-Tabelle/WittgensteinVsFrege: er hat nicht erkannt, daß sich diese Tabelle ihrerseits wieder als Symbol für die Funktion auffassen läßt, obwohl sie so aussieht, als sage sie etwas über die Funktion. - ((s) Als Symbol ist sie willkürlich und damit keine Erklärung sondern nur danebengestellt).
II 327
wahr/falsch/WW/Wahrheitstabelle/Wahrheitstafel/Wittgenstein der Kalkül mit wahr/falsch (WW) ist langweilig und nutzlos. - Ebenso wie der Kalkül von Russell. - Einzige Rechtfertigung: der w/f-Kalkül liefert eine Übersetzung des Russellschen Kalüls. - Kalkül: ist nur dann von Wert, wenn er Klarheit über einen anderen bringt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Wissen Field
 
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I 83
Wissen/Logik/Field: logisches Wissen: wenn Logik auf die Wenn-dann-Form beschränkt ist: kein Wissen über das, was nicht folgt! - Lösung: differenzierter Deflationismus: zwei Teile: i) Wissen, welche mathematische Aussage aus anderen mathematischen Aussagen folgt. - ii) zusätzliches Wissen über die Widerspruchsfreiheit (Konsistenz) mathematischer Aussagen (und anderes Grundlegendes). - ((s) Darüber, was keine Folgerung von etwas ist). - Konsistenz/(s): ist selbst keine Folgerung. - Field Bsp ein Wissen über alle Modelle ist kein logisches Wissen. - Syntaktisch: Bsp "Es gibt eine Ableitung von B aus A": ist kein logisches Wissen, sondern Wissen über Existenz. - Deflationismus: beides ist logisches Wissen. - VsDeflationismus: das Grundlegende ist metalogisch.
I 88
Logisches Wissen/Field/(s): Wissen über die Tatsache, daß etwas logisch wahr ist, (z.B. daß die Axiome konsistent sind) aber nicht die Axiome selbst. -FieldVsKripke: wir führen dann einen nicht-Kripkeschen Begriff von logischer Wahrheit ein, nach dem einige nicht-triviale Behauptungen über Möglichkeit Teil der Logik sind. - Dann wird die Konsistenz von Axiomen zu einer logischen Wahrheit. - Induktion/Field: außerlogisches Mittel: empirisch, weil wir keinen Widerspruch finden.
I 93
Wissen/Möglichkeit/Field: es gibt Wissen von Möglichkeit, das sich nicht nur auf Wissen von Notwendigkeit gründet. - Nur durch Nachdenken über die logische Form. - Problem: Bsp "Es gibt mindestens 10 hoch 10 hoch 10 Äpfel": jede Aussage derselben logische Form wie diese ist auch eine logische Wahrheit. - (Aber inhaltlich ist es falsch) - Dann müßte man sich nicht mehr auf die Aktualität verlassen. - Dann wäre es kategorisches Wissen. - Bsp Äpfel/ Field: wir haben hier stärkeren Grund, an die Möglichkeit zu glauben als an die Aktualität. - Field: es gibt aber unendlich viele physikalische Entitäten: nämlich Raumzeit-Regionen.
I 94
Logisches Wissen/Frege: These: Problem, woher ich weiß, daß es logisch möglich ist, daß die Axiome der Mengenlehre wahr sind: dadurch daß ich behaupte, ich wisse, daß es aktual die von den Axiomen behaupteten Entitäten gibt. - FieldVsFrege: wenn diese Entitäten existierten, wie könnte man dann wissen, daß sie in dieser Relation zueinander stehen und nicht in einer anderen?

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Zahlen Black
 
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II 125
Zahlennamen/Black: anders als Namen für physikalische Gegenstände: Bsp "Zwei Menschen kamen herein": hier ist "zwei" ein Adverb! - Das kann transformiert werden in "einer und noch einer". - Das geht nicht bei "rot". - BlackVsFrege: das zeigt, dass Zahlen keine besonderen Gegenstände sind. - BlackVsPlatonismus.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
Zahlen Field
 
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I 153
Zahlen/Frege/Wright: Frege schlägt vor, daß die Tatsache, daß unsere arithmetische Sprache diese Eigenschaften hat, hinreichend ist, um natürliche Zahlen als einen Sortal-Begriff aufzustellen, dessen Instanzen, wenn er welche hat, dann die Gegenstände sind. - WrightVsFrege: es muß aber die Gegenstände gar nicht geben. - Problem: Frege fordert damit, daß empirische Bedenken irrelevant sind. - Dann gibt es aber auch gar keine Möglichkeit eines Fehlers.
II 214
Zahlen/BenacerrafVsReduktion/Benacerraf/Field: es kann mehrere Korrelationen geben, so daß man nicht von "dem" Referenten von Zahlwörtern sprechen kann. - Lösung/Field: wir müssen "denotiert partiell" auch auf Folgen von Termen ausdehnen. - Dann werden "gerade", "prim" usw. basis-abhängige Prädikate deren Basis die Sequenz der Zahlen ist. - Dann kann man mathematische Wahrheit erhalten (>Wahrheitserhalt, Wahrheitstransfer) - Bsp "Die Zahl zwei ist Cäsar" ist weder wahr noch falsch. (ohne Wahrheitswert).
II 326
Def natürliche Zahlen/Zermelo/Benacerraf/Field: 0 ist die leere Menge und jede natürliche Zahl > 0 ist die Menge, die als einziges Element die Menge die n-1 ist, enthält - Def natürliche Zahlen/von Neumann/Benacerraf/Field: jede natürliche Zahl n ist die Menge, die als Elemente die Mengen hat, die die Vorgänger von n sind. Tatsache/Nonfaktualismus/Field: es ist klar, daß es keine Tatsache darüber gibt, ob Zermelos oder von Neumanns Ansatz die Dinge "richtig darstellt" es gibt keine Tatsache die entscheidet, ob Zahlen Mengen sind. - Das nenne ich die Def Strukturalistische Einsicht: es macht keinen Unterschied, was die Objekte einer mathematischen Theorie sind, wenn sie nur in den richtigen Relationen zueinander stehen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Zahlen Geach
 
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I 215ff
Zahlen/Geach: benennen nichts - nicht: Bsp "Es gibt zwei Daimon und Phobos" - wie oft ein Begriff realisiert ist, ist kein Merkmal des Begriffs. ((s) GeachVsMeixner). Einheit/Vielheit/Geach: können keinem Objekt zugeschrieben werden - Lösung/Frege: sie werden den Begriffen zugeschrieben, unter die die Objekte fallen. - Zahlen: in der Mathematik manchmal wie Gegenstände mit Eigenschaften Bsp Teilbarkeit - Geach: dann brauchen wir ein Identitätskriterium - Frege: Gleichzahligkeit: "Es gibt eine Eins-zu-Eins-Entsprechung von Fs und Gs". - Pointe: das beinhaltet nicht, dass die Fs oder die Gs auf ein einzelnes Objekt - eine Klasse - referieren! - Lösung: Relation statt Klasse. - Bsp Man legt neben jeden Teller ein Messer: das ist keine Klasse sondern eine Relation.
I 220
Zahlen/Frege: Selbstkritik: Klassen dürfen nicht gebraucht werden, um zu erklären, was Zahlen sind, sonst Widerspruch: "ein und dasselbe Objekt ist beides, die Klasse der M und die Klasse der Gs, obwohl ein Objekt (dieses Objekt, z.B. Zahl(!) ) ein M ist ohne ein G zu sein." - (+) - Das zeigt dass der ursprüngliche Begriff einer Klasse Widersprüche enthielt. Zahlen können Objekte sein (mit Eigenschaften wie Teilbarkeit), Klassen nicht. - Nicht widersprüchlich: "ein und dasselbe Objekt: die Zahl (nicht Klasse!) der Fs und die Zahl der Ks".
I 221f
Zahlen/GeachVsFrege: Zahl ist nicht "Zahl von Objekten". - Damit verwirft er seine eigenen Bedenken zu sagen, dass "der Gegenstand einer Zahl zu einer Klasse gehört" (falsch). - "Die Zahl der As" soll bedeuten: "die Zahl der Klasse aller As" (falsch) Lösung/Geach: (wie Frege anderswo): die Leerstelle in "die Zahl von.." und "wie viele ... gibt es?" kann nur mit einem Begriffswort im Plural gefüllt werden - nicht mit dem Namen eines Gegenstands oder einer Liste von Gegenständen. - Begriffswort statt Klasse!
I 225
Zahlen/Klassen/Geach: nicht Klassen von Klassen! (Frege dito) - Wenn wir eine Zahl (fälschlich) mit einer Klasse a verbinden, verbinden wir sie in Wirklichkeit mit der Eigenschaft, die ausgedrückt wird durch "___ist ein Element von a". Das ist nicht trivial. - Denn wenn wir eine Zahl mit einer Eigenschaft verbinden, ist die Eigenschaft normalerweise nicht in dieser Form ausgedrückt.
I 225
Zahlen/Klassen/Geach: falsch: "Die Zahl der Fs ist 0" - richtig: "Die Klasse der Fs ist 0" - Klasse wie Zahl sind gleichermaßen spezifiziert durch die Erwähnung einer Eigenschaft.
I 235
Zahlen/Frege/Geach: nicht Klassen von Klassen (das sagt Frege auch nicht). - Der Fehler rührt von der Idee her, dass man mit konkreten Objekten beginnen könnte und diese dann zu Gruppen und Super-Gruppen zusammenfassen könnte.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Zahlen Wittgenstein
 
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II 32
Zahl/Wittgenstein: kein Begriff, sondern eine logische Form.
II 283
Zahlen/KZ/Wittgenstein: daß es unendlich viele Kardinalzahlen gibt, ist eine Regel, die man aufstellt.
II 343
Zahl/Frege/WittgensteinVsFrege: eine Zahl sei eine Eigenschaft einer Eigenschaft. - Problem: Bsp für blauäugige Männer im Zimmer. - Dann wäre die Fünf eine Eigenschaft der Eigenschaft, ein blauäugiger Mann im Zimmer zu sein - Bsp um auszudrücken, daß Hans und Paul zwei sind, müßte ihnen dann eine Eigenschaft gemeinsam sein, die dem anderen gerade nicht zukommt. - ((s) jeder müßte die Eigenschaft haben, vom anderen verschieden zu sein.) - Lösung/Frege: die Eigenschaft, Hans oder Paul zu sein.
II 344
Zahl/Wittgenstein: nicht bloß Zeichen. - Man kann zwei Gegenstände der Form "Drei" haben, aber nur eine Zahl. - ((s) WittgensteinVsFormalismus.)
II 360
Zahl/Definition/WittgensteinVsRussell: Gleichzahligkeit ist die Voraussetzung für eineindeutige Zuordnung. - Daher ist Russells Definition der Zahl zwecklos. - ((s) weil zirkulär, wenn man Zahl über Abbildung definieren will).
II 361
Definition/Wittgenstein: statt einer Definition von "Zahl" müssen wir uns über die Gebrauchsregeln klar werden.
II 415
Zahl/Russell/Wittgenstein: hat behauptet, 3 sei die Eigenschaft, die allen Triaden gemeinsam ist.
II 416
Def Zahl/WittgensteinVsRussell: die Zahl ist ein Attribut einer Funktion, die eine Klasse definiert, nicht eine Eigenschaft der Extension. - Bsp Extension: es wäre eine Tautologie zu sagen, ABC sei drei. - Dagegen sinnvoll: zu sagen, in diesem Zimmer sind drei Personen.
IV 93
Def Zahl/Zahlen//Wittgenstein/Tractatus: 6.021 - die Zahl ist der Exponent einer Operation. - - -
Waismann I 66
Def natürlichen Zahlen/Wittgenstein: diejenigen, auf die man die Induktion bei Beweisen anwenden kann.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976
Zuschreibung Perry
 
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Frank I 451f
Proposition/propositionale Einstellung/PerryVsFrege: die Ausdrücke, die in einen Bericht davon, was jemand glaubt, eingebettet sind, designieren Entitäten (nicht ganze Propositionen), auf die sich ihre Antezedenzien beziehen. - ((s) >Cresswell: strukturierte Bedeutungen.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 83 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsFrege Frege Vs Analytizität
 
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EMD II 133
Wie Frage/Frege/Dummett: gehört in die Epistemologie und nicht in die Bedeutungstheorie. Sinn/DummettVsFrege: das scheint auf den ersten Blick klar. Aber, wenn der Sinn nicht auf die Methode der Verifikation bezogen ist, warum erlaubt Frege dann nicht zwei analytisch äquivalenten Sätzen, denselben Sinn zu haben?
EMD II 134
Analytizität/FregeVsQuine/Dummett: dieser hatte eine gut entwickelte Theorie der Analytizität. Wohingegen, wenn zwei analytisch äquivalente Sätze sich im Sinn unterscheiden dürfen, es kein Kritierium für Identität gibt.
FregeVs/Dummett: natürlich, wenn die Konzession zugestanden wäre (welche?) könnte nicht aufrechterhalten werden, dass die Sinne der Sätze (die Gedanken) die Objekte von Glaubenseinstellungen sind. D.h. der Sinn ist der Referent der prop Einst.
DummettVsFrege: aber diese These braucht selbst wieder die Annahme, dass Sinn mit der Weise des Wissen wie bzw. mit den Glaubensgründen verbunden ist.
Frage: kann man sagen, dass der Sinn nur das Objekt, also das "was" bestimmt, oder auch das "wie" oder "warum" es geglaubt wird?
Problem: auf den ersten Blick sind die beiden zu stark miteinander verknüpft, um einzeln gesehen zu werden. Warum sollten zwei Dinge A und B nicht denselben Sinn haben? Die einzige Möglichkeit scheint zu sein, dass X das eine glauben (oder wissen) kann, ohne das andere zu glauben (oder zu wissen),. (opaker Kontext).
Was das überhaupt ermöglicht ist, dass die Äußerungsgründe verschieden sein können.
Daraus folgt, dass ein Unterschied in den Äußerungsgründen einen Unterschied in den Glaubensobjekten beinhaltet.
II 135
DummettVsFrege: sein Fehler ist, versäumt zu haben darauf zu insistieren, dass die Theorie des Sinns erklären muss, worin sich das Erfassen des Sprechers manifestiert.
II 136
Bedeutungstheorie/BT/Verifikation/DummettVsFrege: eine verifikationistische BT erklärt Bedeutungen in Begriffen aktualer Fähigkeiten Wahrheit von Sätzen zu erkennen.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsFrege Quine Vs Analytizität
 
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Willard V. O. Quine
Danto2 I 239
QuineVsAnalytizität: man sieht nicht voraus, zu welchem Zeitpunkt wir die Bedingungen ändern müssen, unter denen wir ein Wort gebrauchen. Es gibt einfach keinen Haltepunkt. Lanz in Metzinger I 272
das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien! Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum
McDowell I 158
QuineVsErstes Dogma: (Unterscheidung analytisch/synthetisch) gegen die Vorstellung, die Wahrheit eines synthetischen Satzes hänge von zweierlei ab: der Bedeutung und der Welt. ((s) die Bedeutung kann man nicht vor der Welt haben). Quine bewahrt allerdings die Dualität: "Offensichtlich hängt die Wahrheit sowohl von der Sprache als auch von außersprachlichen Tatsachen ab."
McDowell: Quine behauptet nicht, daß es diese zwei Faktoren nicht gibt, wir können sie nur nicht Satz für Satz auseinanderhalten.
- - -
Quine IV 407
QuineVsAnalytizität: gibt ein verfehltes Bild wissenschaftlicher Theorien und ihres Erfahrungsbezugs wieder. Es gibt keine strikte Trennung analytisch/synthetisch. »Wurzeln der Referenz«: wenn man konsequent empiristisch vorgeht, gewinnt man einen erkenntnistheoretisch harmlosen Begriff von Analytizität.
Analytisch/Kant: erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht! .
II 407/408
Analytisch/Quine: Kant hätte besser gesagt, eine Aussage ist analytisch, wenn sie aufgrund von Bedeutungen und unabhängig von Tatsachen wahr ist. Damit wird die Verbindung zwischen Analytizität und Bedeutung ausdrücklich gezogen. QuineVsAnalytizität: beträchtliche Schwierigkeiten gibt es mit Sätzen wie: Bsp »kein Junggeselle ist verheiratet«, »Katzen sind Tiere«. Offenkundig handelt es sich hier nicht um logische Wahrheiten, ihre Negation wäre kein formaler Widerspruch.
(IV 410)
Bsp Quine: "Ich weiß nicht, ob die Aussage "Alles Grüne ist ausgedehnt" analytisch ist oder nicht. Das liegt nicht an der Unklarheit von "Grün" und "ausgedehnt", sondern an der Unklarheit von "analytisch". Künstliche Sprachen: semantische Regeln zur Bestimmung der Analytizität sind hier nur interessant, wenn wir Analytizität bereits verstehen.
Falsches Bild: die Vorstellung, bei der Wahrheit einer Aussage könne man generell zwischen einer sprachlichen und einer Tatsachenkomponente unterscheiden.
Die ganze Schwierigkeit ist ja vielleicht nur ein Symptom für ein falsches Bild der Beziehung zwischen Sprache und Welt.
- - -
V 113
Logik/Frege/Carnap: die Gesetze der Logik gelten aufgrund der Sprache. D.h. ihre Sätze sind analytisch. QuineVsAnalytizität/QuineVsFrege/QuineVsCarnap: dem Begriff der Bedeutung ist keine empirische Bedeutung gegeben worden. Damit auch nicht dieser linguistischen Theorie der Logik.
Lösung/Quine: durch unsere Beobachtung des Sprachlernens: wir lernen Wahrheitsfunktionen, indem wir Verbindungen zwischen Dispositionen finden.
Alternation/Sprachlernen: das Gesetz, dass eine Alternation von jedem ihrer Bestandteile impliziert wird, wird mit dem Wort „oder“ selbst gelernt. So ähnlich gilt das für die anderen Gesetze. (>Minimum/Maximum/Chisholm). (> logische Partikel, > logische Konstanten).
Analytizität/analytisch/Sprachlernen/Quine: Bsp wir lernen „Junggeselle“ indem wir lernten, dass unsere Eltern unter genau den Umständen zustimmen, unter denen sie „unverheirateter Mann“ zustimmen.
QuineVsAnalytizität: Pointe: sogar um logische Wahrheiten gibt es Meinungsverschiedenheiten: Bsp zwischen klassischen Logikern und Intuitionisten. Vielleicht finden wir, dass einige Wahrheiten analytisch sind und andere nicht?
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/SaD/Sprachlernen/Quine: der SaD, den der Intuitionismus ablehnt, ist nicht auf solche Weise mit dem Lernen von „oder“ verknüpft! Es liegt vielmehr an dem blinden Fleck der Alternation.
Pointe: vielleicht sollte man den SaD, (Quine: „Gesetz“) der nur aus unserer Sicht wahr ist, nur als synthetisch ansehen.
Quine V 116
Analytisch/Analytizität/Quine: die analytischen Sätze sind eine Teilklasse der reiz analytischen Sätze, denen zuzustimmen jeder Sprecher einer Sprachgemeinsacht disponiert ist. QuineVsCarnap: doch auch jetzt haben wir keinen so strengen Unterschied zu den synthetischen Sätzen.
Lösung/Quine: These: Sätze, die von vielen zuerst gelernt wurden, sind der Analytizität näher als Sätze, die nur von wenigen gelernt wurden. Die analytischen Sätze sind die, die von allen so gelernt werden. Diese Extremfälle unterscheiden sich aber nicht wesentlich von den benachbarten. Man kann auch gar nicht immer angeben, welche es sind.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsFrege Schiffer Vs Austin, John L.
 
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Stephen Schiffer
I 266
Austin: der Ausdruck: „die Bedeutung eines Wortes“ ist fast immer ein gefährlicher Unsinn. (1961, 24. Auch Wittgenstein 1953, Ryle 1957) Damit alle VsFrege. DavidsonVsSchiffer/DavidsonVsAustin/DavidsonVsWittgenstein: spricht von einer Entität, die von dem „dass“ bezeichnet wird in Bsp „dass Schnee weiß ist“. (Davidson 1968).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsFrege Frege Vs Berkeley, G.
 
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IV 47
FregeVsBerkeley: wenn alles Vorstellung ist, gibt es keinen Träger. Wenn es keinen Träger gibt, gibt es aber auch keine Vorstellungen. Aber es kann doch kein Erleben geben ohne jemand, der es erlebt.
Dann aber gibt es etwas, was nicht meine Vorstellung ist und doch Gegenstand meiner Betrachtung.
Könnte es nun sein, dass dieses "Ich" als Träger meines Bewusstseins nur ein Teil dieses Bewusstseins ist, während ein anderer Teil vielleicht eine "Mondvorstellung" (?) ist? D.h. dass etwas anderes stattfindet, wenn ich urteile, dass ich den Mond betrachte?
Dann hätte dieser erste Teil ein Bewusstsein und ein Teil dieses Bewusstseins wäre wiederum ich usw. Regreß.
Frege: ich bin nicht meine Vorstellung, ich bin der Träger meiner Vorstellung.
Also ist das, wovon ich etwas aussage, nicht notwendig meine Vorstellung.
VsFrege: man könnte nun einwenden, Bsp wenn ich denke, dass ich in diesem Moment keinen Schmerz empfinde, entspricht dann nicht dem Wort "ich" etwas in meiner Vorstellung?
Frege: das mag sein.
IV 48
Ich/Frege: dem Wort "ich" mag in meinem Bewusstsein eine gewisse Vorstellung verbunden sein. Aber dann ist sie eine Vorstellung neben anderen Vorstellungen und ich bin ihr Träger wie der Träger anderer Vorstellungen. Ich habe eine Vorstellung von mir, aber ich bin nicht diese Vorstellung!
Es ist scharf zu unterscheiden zwischen dem Inhalt meines Bewusstseins (meine Vorstellungen) und dem Gegenstand meines Denkens (objektive Gedanken).
Nun ist der Weg frei, auch andere Menschen als selbstständige Träger von Vorstellungen anzuerkennen.
Auch Vorstellungen können gemeinsamer Gegenstand des Denkens von Menschen sein, die diese Vorstellungen nicht haben. Vorstellung kann Gegenstand werden.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsFrege Newen Vs Beschreibungstheorie
 
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New I 233
Def Referenz/Newen: Relation zwischen dem Vorkommnis eines sing Term und dem dadurch bezeichneten Objekt. ((s) also referieren allg Term nicht?).
Namen/Eigennamen/Newen: zwei Probleme_
1. Referenzfestlegung: wie wird die Referenz festgelegt
2. Bedeutung: was ist die Bedeutung eines Namens.
Namen/Kennzeichnungstheorie/Beschreibungstheorie/Newen: Bsp "Aristoteles": die Bedkeutung wäre dann "Schüler Platons".
Vs: Problem: es könnte sein, dass jemand nicht weiß, dass Aristoteles Schüler Platons war, den Namen dennoch sonst nrichtig gebraucht.
Bündeltheorie/Lösung/Searle/Newen/(s): es sollte nicht passieren, dass ein einzelner Fehlschlag die ganze Theorie widerlegt, daher sollte ein Bündel von Kennzeichnungen ausschlaggebend sein, nicht eine einzelne Kennzeichnung.
I 234
Bündeltheorie/Referenzfestlegung/Searle/Newen: Searles Bündeltheorie versteht sich gleichzeitig als Theorie der Referenzfestlegung. Namen/Eigennamen/KripkeVsBündeltheorie/KripkeVsBeschreibungstheorie/KripkeVsSearle/Kripke/
Newen: (modales Argument): es gibt eine notwendige Bedingung für Def Bedeutungsgleichheit/Kripke:

(BG) wenn zwei Ausdrücke a1 und a2 bedeutungsgleich sind, dann sind sie in Sätzen, die mit dem Modaloperator "Es ist notwendig, dass" eingeleitet werden, wechselseitig ersetzbar, ohne dass der Wahrheitswert sich ändert.
I 235
Bsp Es ist notwendig, dass Aristoteles K ist. Hier ist nicht "Schüler Platons" einsetzbar. Daher kann der Name "Aristoteles" (Anführungszeichen von Newen) nicht dieselbe Bedeutung haben wie "Schüler Platons".
Beschreibungstheorie/metasprachlich/Namen/Newen: Sonderfall der Beschreibungstheorie (Kennzeichnungstheorie) der Eigennamen: die sogenannte metasprachliche Beschreibungstheorie:
Bsp die Bedeutung des Namens Aristoteles kann mit der Kennzeichnung "Der Träger des Namens "Aristoteles"" angegeben werden.
Pointe: diese Kennzeichnung erfasst das kontextunabhängige Wissen eines Sprechers in Bezug auf den Namen.
KripkeVs/Newen: wenn das modale Argument auch für die metasprachliche Theorie richtig ist, kann sie nicht richtig sein: es ist zwar notwendig, dass Aristoteles Aristoteles ist, aber nicht notwendig, dass Aristoteles
I 236
der Träger des Namens "Aristoteles" ist. er hätte einen anderen Namen bekommen können. Objekttheorie/Bedeutung/Namen/Eigennamen/Newen: These: die Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Eine Variante dieser Theorie ist Russells Theorie der Bedeutung von logischen Eigennamen. ("dis" usw.)
Erkenntnistheorie/VsRussell/Newen: Russells Erkenntnistheorie erwies sich als unhaltnbar.
Lösung/Newen: Referenzfestlegung durch eine Kennzeichnung: "Das einzige Objekt, das die Kennzeichnung erfüllt, die mit dem Ausdruck "E" (Anführungszeichen von Newen) assoziiert ist.
Frege: hat das zuerst konkretisiert (in seiner Theorie von Sinn und Bedeutung)
Namen/Frege/Newen: die Fregesche Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Referenzfestlegung/Frege/Newen: durch Kennzeichnung. Das ist Freges Theorie des Sinns.
Sinn/Frege/Newen: durch Kennzeichnung (= Referenzfestlegung für Eigennamen).
Namen/Frege/Newen: Frege verbindet eine Objekttheorie der Bedeutung mit einer Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung.
I 237
((s) KripkeVsFrege/KripkeVsBeschreibungstheorie/Newen/(s): Kripke hat auch die Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung kritisiert: Bsp Schmidt war der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes, nicht Gödel. Dennoch referieren wir mit "Gödel" auf Gödel und nicht auf ein Objekt, das mit einer Kennzeichnung herausgegriffen wird, die zutreffen kann oder nicht.) Lösung/Kripke: kausale Theorie der Eigennamen.
- - -
NS I 105
KripkeVsBeschreibungstheorie/(s): Bsp Gödel-Schmidt-Fall: wir referieren immer auf Gödel, wenn wir den Namen gebrauchen, auch wenn sich herausstellen würde, dass Gödel nicht den Unvollständigkeitssatz gefunden hat. Newen/Schrenk: der Name bezeichnet stets die Person, unabhängig davon, welche Kennzeichnungen auf sie in anderen hypothetischen Situationen zutreffen mögen.
Das zeigt, dass charakteristische Kennzeichnungen bei Namen nicht für die Referenzfestlegung verantwortlich sind.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsFrege Dummett Vs Black, Max
 
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III 7
Wahrheitswert/WW/BlackVsFrege: wenn zwei Sätze material äquivalent sind, haben sie denselben WW. Problem: nach Frege hätten gewisse Sätze Bedeutung, die sie nach normaler Auffassung nicht hätten:
Bsp "Wenn Austern ungenießbar sind, dann das Falsche".
DummettVsBlack: wenn Sätze für WW stehen, es aber außerdem noch Ausdrücke (Nichtsätze) gibt, die für WW stehen, dann ist das ein grammatisches Problem, keine logisches.
WW/Grammatik/Dummett: können wir leicht von einem Substantiv in ein Adjektiv verwandeln: "wahrmachen".

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsFrege Quine Vs Carnap, R.
 
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Willard V. O. Quine
Carnap VII 151
intensionalistische These der Pragmatik/CarnapVsQuine: die Bestimmung der Intension ist eine empirische Hypothese, die durch Beobachtung der Sprachgewohnheiten überprüft werden kann.extensionalistische These/QuineVsCarnap: die Bestimmung der Intension ist letztlich eine Geschmacksfrage, der Linguist ist frei, weil es nicht überprüft werden kann. Dann stellt sich aber auch nicht die Frage nach der Wahrheit und Falschheit. Quine: das fertiggestellt Lexikon ist ex pede Herculem d.h. wir riskieren einen Irrtum, wenn wir am Fußende beginnen. Aber wir können daraus einen Vorteil ziehen! (?)
Wenn wir im Fall des Lexikons hingegen (?) eine Definition der Synonymität hinauszögern, taucht kein Problem auf, als nichts für Lexikographen, das wahr oder falsch wäre.
VII 154
Intension/Carnap: wesentliche Aufgabe: herauszufinden, welche Variationen eines gegebenen Exemplar in verschiedener Hinsicht (z.B. Größe, Gestalt, Farbe) im Bereich des Prädikats zugelassen sind. Intension: kann als Bereich des Prädikats definiert werden.
QuineVsCarnap: könnte antworten, daß der Mann auf der Straße nicht willens sei, etwas über nichtexistierende Gegenstände zu sagen.
VII 155
CarnapVsQuine: die Prüfungen, die die Intensionen betreffen, sind von Existenzfragen unabhängig. Der Mann auf der Straße ist sehr wohl imstande, Fragen in Bezug auf angenommene kontrafaktische Situationen zu verstehen.
Lanz I 271
QuineVsCarnap: Kritik an der Unterscheidung analytisch/synthetisch. Diese Unterscheidung war für den logischen Empirismus wichtig, weil sie ein Verständnis der Philosophie ermöglicht, das der Philosophie eine selbständige Aufgabe zuweist, die klar von derjenigen der empirischen Wissenschaften verschieden ist! Quine untergräbt diese Voraussetzung: das Los von Begriffen ist nicht unabhängig von ihrem Gebrauch in empirischen Theorien!
I 272
Es gibt keine begrifflichen Wahrheiten, die immun wären gegenüber dem Wandel solcher Theorien. Philosophie und Wissenschaften liegen auf ein und denselben Kontinuum. - - -
Newen I 123
Quine/Newen: steht wie Carnap im Geist des Empirismus, hat diesen aber radikal modifiziert.
I 124
Gedanke/Frege: nichtreduzierbar. Gedanke/QuineVsFrege: strebt eine reduktive Erläuterung von Satzinhalten an(wie Carnap).
Basis/QuineVsCarnap: nicht individuelle Sinnesdaten, sondern objektiv beschreibbare Reize.
Satzbedeutung/Quine/Newen: ist durch zwei mengen bestimmt:
1. die Menge der Reize, die zu Zustimmung führt
2. die Menge der reize, die zu Ablehnung führt.
Das gilt aber nur für Gelegenheitssätze.
I 125
Def kognitiv äquivalent/Quine/Newen: = bedeutungsgleich: sind zwei Sätze, wenn sie das gleiche Zustimmungs- bzw. Abbildungsverhalten nach sich ziehen. Für die gesamte Sprache: wenn das für alle Sprecher gilt.
QuineVsCarnap: Sätze haben Vorrang vor Worten.
- - -
Quine I 73
QuineVsCarnap: Unterschiede zu Carnaps empirischer Semantik: Carnap schlägt vor, Bedeutung zu erkunden, indem man die Versuchsperson fragt, ob sie ihn unter verschiedenen vorgestellten Umständen die ihr beschrieben werden, anwenden würde. Vorteil: Gegensätze von Termini wie "Kobold" und "Einhorn" werden bewahrt, auch wenn es in der Welt an Beispielen fehlt, die dergestalt voneinander abstechen können.
I 74
Quine: denselben Vorteil weist die Reizbedeutung auf, da es Reizmuster gibt, die zur Zustimmung zur Frage "Einhorn?" veranlassen würden, nicht aber zu "Kobold?" QuineVsCarnap Carnaps Ansatz setzt Entscheidungen darüber voraus, welche Beschreibungen imaginärer Zustände zulässig sind. So wäre z.B. "Einhorn" in Beschreibungen zur Sondierung der Bedeutung von "Einhorn" unerwünscht. Unterschied:
Quine schränkt den Gebrauch unerfüllter Konditionalsätze auf den Forscher ein, Carnap lässt seinen Forscher solche Urteile dem Gewährsmann selbst zur Beurteilung vorlegen. Reizbedeutung kann schon in den ersten Stadien der radikalen Übersetzung ermittelt werden, wo Carnaps Fragebogen noch gar nicht zur Verfügung steht.
Quine: Theorie hat in erster Linie mit Sätzen,
Carnap: mit Termini zu tun.
- - -
I 466
Carnap vertritt schon lange die Ansicht, dass die echten Probleme der Philosophie sprachlich sind. Pragmatische Fragen, die unser Sprachverhalten betreffen, nicht Gegenstände. Warum sollte dies nicht auf theoretische Fragen allgemein zutreffen?
I 467
Das geht Hand in Hand mit dem Analytizitätsbegriff.(§ 14) Schließlich lassen sich die theoretischen Sätze im allgemeinen nur pragmatisch rechtfertigen. QuineVsCarnap: Wie kann Carnap da eine Linie ziehen und behaupten, für gewisse Bereiche gälte das nicht?
Dennoch merken wir, dass es einen Übergang von Aussagen über Gegenstände zu Aussagen über Wörter gibt, wenn wir etwa von Fragen über die Existenz von Einhörnern zu Fragen über die Existenz von Punkten und Kilometern Klassen übergehen.

Durch das vielgebrauchte Verfahren des "semantischen Aufstiegs": der Übergang von Aussagen über Kilometer zu Aussagen über "Kilometer". Von der inhaltlichen zur formalen Redeweise. Es ist der Übergang von der Rede in bestimmten Begriffen zur Rede über diese Begriffe.
Es ist genau der Übergang, von dem Carnap meint, er entkleide philosophische Fragen ihres trügerischen Scheins und lasse sie in ihrer wahren Gestalt hervortreten.
QuineVsCarnap: diesen Teil akzeptiere ich jedoch nicht. Der semantische Aufstieg, von dem ich spreche, lässt sich überall anwenden. (Carnap: "inhaltlich" kann man auch "material" nennen.)
Bsp Wenn es darauf ankäme, ließe sich der Satz "In Tasmanien gibt es Wombats" so paraphrasieren: ""Wombat" trifft auf einige Lebewesen in Tasmanien zu".
- - -
IV 404
Carnap/(logische Partikel): (»Der logische Aufbau der Welt«): These: es ist grundsätzlich möglich, alle Begriffe auf das unmittelbar Gegebene zurückzuführen. QuineVsCarnap: das ist zu reduktionistisch: Dispositionsbegriffe wie »löslich« können nicht so definiert werden. (Von Carnap selbst später erkannt).
IV 416
QuineVsCarnap: Wozu all die erfinderischen Rekonstruktionen? Letztlich sind Sinnesreizungen das einzige, was wir haben. Wir müssen ermitteln, wie daraus das Bild der Welt konstruiert wird. Warum sich nicht mit Psychologie begnügen? - - -
V 28
Disposition/Quine: Problem: die Angewiesenheit auf gewisse ceteris paribus Klauseln. Mögliche Störungen müssen ausgeschaltet sein. Lösung: einige Autoren: (z.B. Chomsky) Rückzug auf Wahrscheinlichkeiten.
V 29
Carnap: statt Wahrscheinlichkeit: Reduktionssätze als Idealisierungen aufgefasst, an denen Korrekturen stattfinden. Diese Korrekturen fasst Carnap als Umdefinitionen auf, d.h. sie führen zu analytischen Sätzen, die aus der Bedeutung wahr sind.
QuineVsCarnap: ich mache keine Unterscheidung zwischen analytischen und anderen Sätzen.
V 30
Reflexe/Holt/Quine: später konditionierte sind nicht grundsätzlich verschieden von angeborenen. Sie bestehen aus Nervenbahnen mit verringertem Widerstand. Quine: so kann man Dispo auch als diese Bahn selbst auffassen! ((s) Also quasi körperlich. Eben als physikalischen Zustand.)
Disposition/GoodmanVsQuine: ein Dispositionsausdruck ist ein Wechsel auf eine schließlich mechanische Beschreibung und daher zirkulär. Die mechanistischen Termini werden letztlich implizit Dispositionstermini sein.
QuineVsGoodman/QuineVsCarnap: ich bin, anders als die beiden, mit einem theoretischen Wortschatz zufrieden, von dem einige physikalische Grundprädikate zunächst mit Hilfe der Dispo Redeweise gelernt wurden. (Heuristische Rolle).
- - -
VII 40
Seine Arbeit ist aber immer noch nur ein Fragment des ganzen Programms. Seine Raum Zeit Punkt Quadrupel setzen eine bewegungsarme Welt voraus ("laziest world"). Prinzip der geringsten Bewegung, soll der Leitfaden für eine Konstruktion einer Welt aus der Erfahrung sein.
QuineVsCarnap: er schien nicht zu bemerken, dass es seiner Behandlung physikalischer Objekte an Reduktion mangelte! Die Quadrupel maximieren und minimieren gewisse allgemeine Eigenschaften (over all features) und mit zunehmender Erfahrung werden die Wahrheitswerte im selben Sinn revidiert.
- - -
X 127
Logische Wahrheit/Carnap: These: nur die Sprache und nicht die Beschaffenheit der Welt macht sie wahr. Wahrheit/logische Wahrheit/QuineVsCarnap: ist keine rein linguistische Sache.
Logik/QuineVsCarnap: die beiden Zusammenbrüche, die wir gerade gesehen haben, ähneln sich in Form und Wirkung:
1. Die Logik ist wahr aufgrund der Sprache nur insofern, als sie trivialerweise wahr aufgrund von allem und jedem ist.
2. Die Logik ist untrennbar von der Übersetzung nur insofern, als alles Evidente von der Übersetzung untrennbar ist.
Logik/Sprache/Quine: für die linguistische These scheint der semantische Aufstieg zu sprechen.
QuineVs: das Prädikat „wahr“ (W Prädikat) ist schon vorhanden und hilft gerade, die Logik von der Sprache zu trennen, indem es auf die Welt zeigt.
Logik: spricht zwar viel von Sprache, ist aber auf die Welt und nicht auf die Sprache orientiert. Das wird vom W Prädikat bewirkt.
X 133
Wir lernen die Logik, indem wir die Sprache lernen. VsCarnap: das unterschiedet aber die Logik nicht von anderen Gebieten des Alltagswissens!
- - -
XI 99
QuineVsProtokollsatz/QuineVsCarnap/Lauener: beschreibt private, nicht öffentlich zugängliche eigenpsychische Erlebnisse.
XI 129
Intension/Carnap/Lauener: (Meaning and Necessity): versucht Intensionen einzuführen, ohne sich dadurch in eine Metaphysik zu verwickeln. QuineVsCarnap: man kann nicht die Vorteile einer Theorie genießen, ohne die ontologische Rechnung zu begleichen. Daher müssen die angenommenen Gegenstände Werte der Variablen sein.
Eine andere Art wäre zu sagen, dass bestimmte Prädikate zutreffen müssen, damit die Theorie wahr wird. Aber das heißt so viel wie dass es die Gegenstände sind, die Werte der Variablen sein müssen.
Auf jeden Wert trifft ein Prädikat oder dessen Negation zu. ((s) >durchgängige Bestimmung).
XI 130
Umgekehrt ist alles, worauf ein Prädikat zutrifft, ein Wert einer Variablen. Denn ein Prädikat ist ein offener Satz.
XI 138
Ontologie/Carnap/Lauener: Bsp „x ist ein Ding“: auf höherer Allgemeinheitsstufe beziehen sich Existenzannahmen nicht mehr auf die Welt, sondern nur noch auf die Wahl eines geeigneten sprachlichen Rahmenwerks. QuineVsCarnap: das ist bloß ein gradueller Unterschied.
XI 142
Ontologie/Carnap/Lauener: (vorübergehend vertreten): These: philosophische Fragen sind immer Fragen nach dem Sprachgebrauch. semantischer Aufstieg/QuineVsCarnap: dieser darf nicht für ontologische Ausweichmanöver missbraucht werden.
XI 150
Ding/Gegenstand/Carnap/Lauener: Dinge anzunehmen bedeutet nur die Wahl einer gewissen Sprache. Es heißt nicht, an diese Dinge zu glauben.
XI 151
CarnapVsQuine: sein Existenz Kriterium (Wert einer gebunden Variablen zu sein) hat insofern keine tiefere Bedeutung, als darin nur eine Sprachwahl zum Ausdruck kommt. QuineVsCarnap: Sprache und Theorie können nicht so getrennt werden. Wissenschaft ist die Fortsetzung unserer täglichen Praxis.
- - -
XII 69
QuineVsCarnap/QuineVsAllwörter: es wird nicht gesagt, worin das Merkmal für den Geltungsbereich genau besteht. ontologische Relativität/QuineVsCarnap: lässt sich nicht durch interne/externe Frage-, Allwörter oder universelle Prädikate erhellen. Sie hat nichts mit universellen Prädikaten zu tun. Die Fragen nach einer absoluten Ontologie sind sinnlos. Dass sie in Bezug auf einen Rahmen sinnvoll sind, liegt im allgemeinen nicht daran, dass die Rahmentheorie einen umfassenderen Bereich hat.
absolute Ontologie/Quine: was sie sinnlos macht, ist nicht ihre Universalität sondern ihre Zirkularität.
Bsp „Was ist ein F?“ kann nur im Rückgriff auf einen weiteren Term beantwortet werden: „Ein F ist ein G“.
- - -
XII 89
Erkenntnistheorie/Geltung/Gültigkeit/QuineVsCarnap: Humes Problem (allg. Aussagen + Aussagen über Zukunft sind ungewiss, wenn als über Sinnesdaten oder Sinneseindrücke verstanden) ist bis heute ungelöst. Carnap/Quine: seine Konstruktionen hätten ermöglicht, alle Sätze über die Welt in Sinnesdaten bzw. Beobachtungsbegriffe plus Logik und Mengenlehre zu übersetzen.
XII 90
QuineVsCarnap: die bloße Tatsache, dass ein Satz mit logischen, mengentheoretischen und Beobachtungstermen ausgedrückt ist, bedeutet nicht, dass er sich mit logischen und mengentheoretischen Mitteln aus Beobachtungssätzen beweisen ließe. ((s) Ausdrucksmittel sind keine Beweismittel. (innen/außen, Ebene, Zirkel).)
Erkenntnistheorie/Quine: Pointe: die Wahrheiten über die Natur mit der vollen Autorität der unmittelbaren Erfahrung ausstatten zu wollen, ist ebenso zum Scheitern verurteil wie die Rückführung der Wahrheiten der Mathematik auf die potentielle Einsichtigkeit der elementaren Logik.
XII 91
Carnap/QuineVsCarnap: wenn Carnap seine Konstruktion erfolgreich durchgeführt hätte, wie hätte er wissen können, ob es die richtige ist? Die Frage wäre leer gewesen! Jede wäre befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Das ist die rationale Rekonstruktion.
Def rationale Rekonstruktion/Carnap/Quine: Konstruktion physikalistischer Aussagen aus Beobachtungsbegriffen, logischen und mengentheoretischen Begriffen.
QuineVsCarnap: Problem: wenn das erfolgreich gewesen wäre, hätte es viele solche Konstruktionen gegeben und jede wäre gleich befriedigend erschienen, wenn sie nur die physikalistischen Aussagen richtig dargestellt hätte. Aber jede wäre auch eine große Errungenschaft gewesen.
XII 92
QuineVsCarnap: leider liefert der „Aufbau“ keine Reduktion qua Übersetzung die die physikalistischen Begriffe überflüssig machen würde. Das würde er nicht einmal, wenn seine Skizze ausgearbeitet würde. Problem: die Stelle wo Carnap erklärt, wie den Orten im physikalischen Raum und physikalischen Zeit Sinnesqualitäten zuzuordnen seien.
Das bietet aber keinen Schlüssel für die Übersetzung wissenschaftlicher Sätze in solche, die aus logischen, mengentheoretischen und beobachtungsbegriffen gebildet sind.
CarnapVsCarnap: später: („Testability and Meaning“, 1936): Reduktionssätze statt Definitionen.
XII 94
Empirismus/QuineVsCarnap: der Empirismus hat 1. aufgegeben, die Wahrheit über die Natur aus der Sinneserfahrung zu deduzieren. Damit hat er ein wesentlichen Zugeständnis gemacht.
2. hat er die rationale Rekonstruktion aufgegeben, d.h. den Versuch, diese Wahrheiten in Beobachtungsbegriffe und logisch mathematische Hilfsmittel zu übersetzen.
QuineVsPeirce: Angenommen, wir meinten, dass die Bedeutung einer Aussage in dem Unterschied besteht, den ihre Wahrheit für die Erfahrung macht. Könnten wir dann nicht in einem seitenlangen Satz der Beobachtungssprache alle Unterschiede formulieren, die die Wahrheit ausmachen könnte, und könnten wir dies dann nicht als Übersetzung betrachten?
Problem: diese Beschreibung könnte unendlich lang sein, sie könnte dann aber auch in einer unendlichen Axiomatisierung eingefangen werden.
Pointe: damit gibt der Empirist die Hoffnung auf, dass sich die empirische Bedeutung typischer Aussagen über die Realität sich ausdrücken lässt.
Quine: das Problem ist nicht eine zu hohe Komplexität für eine endliche Axiomatisierung, sondern der Holismus:
XII 95
Bedeutung/QuineVsPeirce: was normalerweise Erfahrungsimplikationen hat („Unterschied für die Erfahrung“) betrifft nur Theorien als ganze, nicht einzelne Erfahrungssätze. QuineVsCarnap: auch der „Aufbau“ müsste einer sein, in dem die Texte, in die logisch mathematische Beobachtungsbegriffe übersetzt werden sollen, ganze Theorien und nicht bloß Terme oder kurze Sätze sind.
rationale Rekonstruktion/QuineVsCarnap: wäre eine merkwürdige „Übersetzung“: sie würde das ganze (ganze Theorien) aber nicht die Teile übersetzen!
Statt von „Übersetzung“ sollten wir einfach von Beobachtungsgrundlagen von Theorien sprechen.
pro Peirce: das können wir dann sehr wohl die empirische Bedeutung der Theorien nennen. ((s) Das Zuordnen ganzer Theorien zu Beobachtungen).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsFrege Newen Vs Carnap, R.
 
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New I 115
Wissenschaft/Carnap/Newen: These: hat es nur mit Relationen zu tun ((s) extrinsische Eigenschaften, keine intrinsischen). Wissenschaftliche Aussagen sind reine Strukturaussagen. Bsp Eisenbahnnetz (U-Bahnplan, U-Bahn-Netz):
Strukturbeschreibung/Carnap/Newen: verwendet keine Namen für Orte.
Lösung: Identifikation der Orte durch Anzahl der Verbindungen, bei gleicher Anzahl die Verbindungen der nächsten Nachbarorte usw. Wahrscheinlich lässt sich so schon ein sehr komplexes Netz durch Betrachtung der unmittelbaren Nachbarstationen eindeutig beschreiben.
I 116
Sollten wider Erwarten zwei Knoten sich nicht durch die Anzahl der Verbindungen unterscheiden lassen, so sind sie auch wissenschaftlich ununterscheidbar! VsCarnap/Newen: es werden immer nur Relationen in Bezug auf ein Gegenstandsgebiet ((s) Parameter) berücksichtigt.
Problem: dann sind alle strukturgleichen Netze wissenschaftlich eins zu eins aufeinander abbildbar. Bsp ein Eisenbahnnetz könnte zufällig die Blutbahnen in einem Organismus abbilden.
Relevanz/CarnapVsVs: wissenschaftliche Unterschiede würden sich in Unterschieden der relevanten Relationen manifestieren.
VsCarnap: es gibt keinen absoluten Begriff relevanter Relationen.
I 117
VCarnap: es ist umstritten, ob man die Welt ohne nichtreduzierbare intrinsische Eigenschaften beschreiben kann. Konstitutionssystem/Carnap/Newen: Bsp
1. Aussagen über das eigene Bewusstsein
2. Aussagen über de Welt physikalischer Objekte
3. über das Bewusstsein anderer Personen
4.über geistig-kulturelle Gegenstände.
Elementarerlebnis/Carnap/Newen: ist der Gesamtinhalt dessen, was einem Bewusstsein in einem Augenblick gegeben ist.
I 118
Die Eindrücke sämtlicher Sinne nebst Erinnerungen, Gefühlen usw. Grundbeziehung der Erlebnisse: die Ähnlichkeitserinnerung.
Empirische Aussagen/Carnap: sind letztlich sehr komplexe Aussagen über Ähnlichkeitserinnerungen.
Def Quasianalyse/Carnap/Newen: ist der Weg zu geeigneten Definitionen. Aus Elementarerlebnissen werden Quasigegenstände konstituiert. Alle Alltagsgegenstände werden als Quasigegenstände aufgefasst.
Elementarerlebnisse (= Knoten im Netz). Relation: Ähnlichkeitserinnerung. Bsp Farben: hier werden z.B. 5 Gegenstände aufgrund von Farbähnlichkeit in Beziehung gesetzt.
I 119
Def Farbe/Carnap/Newen: die größte Menge von Elementarerlebnissen, die miteinander farbgleich sind. Quasieigenschaft/Carnap/Newen: das, was aus einer Quasianalyse hervorgeht, z.B. die Quasieigenschaft, eine bestimmte Farbe zu haben, z.B. rot zu sein.
Rationale Rekonstruktion/Carnap/Newen: diese systematische Ableitung aller Erkenntnisse aus Basiselementen ist nicht unbedingt psychologisch adäquat. Es geht nicht um Synthesen und Formungen, wie sie im wirklichen Erkenntnisprozess vorliegen, sondern eben um rationale Rekonstruktion.
VsCarnap/Newen: Problem: es kann mehrere gleichberechtigte Quasianalysen bei einer Verteilung geben:
I 120
(aus Mormann Rudolf Carnap S. 100): T: 1. A 2. ABC 3. C 4.ABD 5.BCE 6.D 7.DE 8.E
T* 1. A 2. BC 3. C 4.AB*D 5.B*CE 6.D 7.DB*E 8.E

Beide Reihen liefern dieselben strukturellen Farbverwandtschaften, weil B und B* symmetrische Rollen spielen. Außerdem sind A und D sowie C und E strukturell austauschbar. D.h. tauscht man sie aus, ist das Elementarerlebnis 2 in T* Strukturgleich mit dem Nr. 7 in T usw.
Pointe: trotz Strukturgleichheit sind T und T* wesentlich verschieden, weil die Elementarerlebnisse unterschiedliche Eigenschaften haben: nach Theorie T hat 2 die Farben A, B und C, nach T* nur A und C.
Problem: Carnap vernachlässigt das
GoodmanVsCarnap: damit scheitert die Quasianalyse grundsätzlich.
NewenVsGoodman: das ist umstritten.
I 121
Carnap/Newen: seine Theorie ist solipsistisch; sie geht von einem Subjekt und seinen Erlebnissen (mentalen Zuständen) aus. Bewusstsein/NewenVsCarnap: Bewusstsein können wir so nur ohne Interaktion und radikale Verschiedenheit darstellen. Die Welt des anderen kann nur als Teil meiner Welt berücksichtigt werden.
NewenVsCarnap: seine Theorie kann nur gelingen, wenn ein nichtsolipsistischer Ansatz gewählt wird.
- - -
NS I 30
CarnapVsFrege/CarnapVsPlatonismus: kein platonisches Reich von Gedanken. VsCarnap/VsMöWe-Semantik/Vs Semantik möglicher Welten: zwei Probleme:
1. Problem der leeren Namen.
a) wie können sie sinnvoll in einem Satz gebraucht werden
b) wie können verschiedene leere Namen unterschieden werden?
2. Problem:
Def Hyperintensionalität/Newen/Schrenk: notwendig wahre Sätze sind in genau denselben Mengen von möglichen Welten (MöWe) wahr (nämlich in allen). Daher können sie durch die MöWe-Semantik nicht unterschieden werden. Ihr unterschiedlicher Gehalt kann nicht durch die Intension erfasst werden, wenn die Intension mit Mengen von MöWe gleichgesetzt wird, in denen der Satz wahr ist.
- - -
NS I 101
Sinn/Namen/Frege: These: der Sinn eines Namens wird durch die Kennzeichnung ausgedrückt. Das ist die sogenannte Kennzeichnungstheorie, eine einfache Variante der Beschreibungstheorie.
NS I 102
Referenz/Namen/Frege: ebenfalls durch Hinweise auf Kennzeichnung: die Kennzeichnung, deren Sinn der Beitrag eines Namens zum ausgedrückten Gedanken ist, legt auch das Objekt fest. Namen/Carnap/Newen/Schrenk: wie Frege.
VsFrege/VsCarnap: beide haben das Problem, dass nicht klar ist, welcher Individualbegriff mit einem Namen assoziiert wird. Verschiedene Sprecher könnten verschiedene Kennzeichnungen mit einem Namen verbinden, so dass Kommunikation rätselhaft bleibt.
Lösung: Searle: Bündeltheorie.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsFrege Perry Vs Castaneda, H.-N.
 
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Frank I 398
Castaneda/PerryVsFrege: beide: Frege hat Probleme mit Indexwörtern. PerryVsCastaneda: sei konservativer als er selbst, weil er wie Frege der Versuchung erlag, die Rolle in der geglaubten Proposition anzusiedeln.
CastanedaVs: dafür verzichte er auf die Fregesche Unterscheidung von Bedeutung /Bezug. (Hier: Sinn/Referenz).
Rolle/Sinn/Bedeutung/"ich"/"Extra Sinn"/Castaneda:
1. Rolle: entspricht keinem Fregeschen Sinn: Bsp die Bedeutung von "ich", die bei jeder Verwendung identisch bleibt, ist nicht mit dem von Person zu Person sich verändernden Sinn gleichzusetzen. ((s) hier also "Sinn" = Bezug!).
2. dass sich dieser je individuelle Sinn (von "ich") durch keine bestimmte Kennzeichnung ersetzen läßt.
3. dass der individuelle Sinn deshalb noch nicht privat ist! Auch nicht unkommunizierbar.
Perry pro.
PerryVsCastaneda: deshalb muss es neben der Rolle gar keinen individuellen Sinn ("spezieller Sinn", "Extra Sinn") geben.
I 399
Extra Sinn/PerryVsCastaneda: Frage: ist der ES Bestandteil der von Sheila geglaubten Proposition? Castanedas Regel für QI scheint das zu implizieren: (C.Er*.1): Sheila drückt mit "er*" Ivans ES aus.
Zusätzlich glaubt Sheila, dass das, was die Proposition ausdrückt, wahr ist. Also glaubt sie schlicht dieselbe Proposition wie Ivan., die aus Ivans ES und dem Sinn des Prädikats "wird am Telephon verlangt" besteht.
Problem: dann gibt die Proposition Ivans besonderen Glauben nicht angemessen wieder.
Eine Proposition zu glauben, die Ivans speziellen Extra Sinn als Konstituenten hat, genügt offenbar nicht, um den Glauben zu haben, der Ivans Handlung motiviert!
Schließlich fühlt sich Sheila nicht genötigt, ans Telephon zu gehen.
Extra Sinn/"ich"/PerryVsCastaneda: These der ES ist kein Bestandteil der Proposition
Lösung: es genügt, in der Regel für Quasi Indikatoren statt von ausdrücken von bezeichnen zu sprechen!
Der Quasi Indikator drückt nicht den Extra Sinn aus, sondern er bezeichnet ihn!
Es genügt für Sheila, dass sie glaubt, dass es einen Sinn gibt, der mit Ivans Extra Sinn identisch ist, und dass dieser Bestandteil einer Proposition ist, die Ivan glaubt.
Sie muss ihn nicht selbst ausdrücken können!
Das stimmt mit Castanedas eigener Analyse der "F Verwendung" überein:
F Verwendung/Castaneda/Perry: danach würde Sheila mit "er" einen Sinn ausdrücken, der Ivan zum Referenten hat. Das reicht natürlich nicht, um Ivan den richtigen Glauben zuzusprechen! Nicht jeder Sinn mit Ivan als Referenten genügt, um seine Handlng zu erklären.
Man muss also die koreferentiellen Sinne einschränken (>Beschränkung).

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsFrege Kant Vs Descartes, R.
 
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Danto I 179
KantVsDescartes: das cogito, dass »ich denke« ist kein unbezweifelbarer Satz, sondern etwas, das jeden Satz begleitet, den man behauptet. KantVsDescartes: cogito durchdringt nicht, sondern begleitet das Denken.
- - -
Kant I 73
Existenz/Kant: Gefühl des Daseins hat noch keinen Begriff. Beweisen läßt sich hier nichts. VsDescartes: »ich denke, also bin ich« Fehler: vom Begriff auf das Dasein einer Sache zu schließen.
- - -
Field I 80
KantVsontologischer Gottesbeweis/KantVsDescartes: (KdrV, B622,3 4): man kann nie die kategorische (nicht-konditionale) Existenz von etwas behaupten. Begründung: Widersprüche stammen normalerweise daraus, dass man ein oder mehrere Objekte postuliert und dann Vermutungen, die wechselseitig inkonsistent sind: Bsp ein Dreieck und Vierseitigkeit. Aber es ist kein Widerspruch, die Existenz eines Dreiecks zu leugnen!
Denn wir haben keine widersprüchlichen Annahmen gemacht. (s) indem wir nur vom Dreieck ausgingen.
Kant: dasselbe gilt für den Begriff eines "absolut notwendigen Wesens": wenn wir seine Existenz negieren, negieren wir es mit all seinen Prädikaten, dann kann aber auch kein Widerspruch entstehen.
Nichts kann mit allen Prädikaten negiert werden und dennoch einen Widerspruch hinterlassen. (s) Also gibt es keine notwendige Existenz.
Field: dann kann es auch nicht widersprüchlich sein, die Existenz von Zahlen zu leugnen, denn sie haben keine mysteriöse Kraft, einen Widerspruch zu hinterlassen, wenn sie nicht da sind. (s) Hat den Dreieckigkeit eine mysteriöse Kraft wenn kein Dreieck da ist? Nein, aber das ist ein Prädikat ohne Träger und hier nicht vergleichbar).
- - -
Stegmüller IV 362
Gottesbeweis/KantVsDescartes: vier Punkte (KdrV A 594f): 1. "Wenn ich das Prädikat in einem identischen Urteil aufhebe und behalte das Subjekt, so entsteht ein Widerspruch." Hebe ich beide zusammen auf, gibt es keinen Widerspruch.
Bsp die Allmacht kann ich nicht aufheben, wenn Gott mit der Allmacht identisch ist. Wenn ich aber sage, Gott ist nicht, so ist weder die Allmacht, noch irgendein anderes seiner Prädikate gegeben.
IV 363
StegmüllerVsKant: man kann aber dennoch fragen, wieso Kant so sicher ist, dass keine negative Existenzaussage in sich widersprüchlich ist und damit keine Existenzaussage der Form „es gibt ein x" analytisch sein kann. 2. Kant (A 597): "Ihr habt schon einen Widerspruch begangen, wenn ihr in dem Begriff eines Dinges, welches ihr lediglich seiner Möglichkeit nach denken wolltet, schon den Begriff seiner Existenz hineinbrachtet".
MackieVsKant: das ist unfair! Kants Argument beruht darauf, Descartes sei "geistig offen" ob es einen Gott gibt oder nicht, wonach man etwas in den Begriff der Existenz hineinlegt.
Aber Descartes gibt nicht vor, er sei hinsichtlich der Antwort geistig offen, vielmehr ist er völlig sicher hinsichtlich der Existenz.
Dann aber setzt er gar nicht das zu Beweisende als bewiesen voraus.
3. Kant (A 598): Unterscheidung analytisch/synthetisch: es kann keine analytischen Existenzaussagen geben. (Dabei gibt er keine Begründung an).
IV 364
VsKant: analytische Existenzurteile gibt es in der Arithmetik Bsp es gibt eine Primzahl zwischen 10 und 20. Frege: alle arithmetischen Wahrheiten sind analytisch.
4. Kant: die Logik von Existenzaussagen spiegelt eine falsche Grammatik vor: das Hilfsverb "sein" ist hier doppeldeutig, wenn es als Mittel der Prädikation und der Existenz gebraucht wird. (>Kopula).
MackieVsKant: Kant bleibt auf halbem Wege stehen: wenn "existieren" kein Prädikat ist, was ist es dann?
Existenzquantor: gibt es erst seit Frege.
IV 365
MackieVsDescartes: das ist dann ein tödlicheres Argument: Existenzquantor kann kein Attribut sein und keine Vollkommenheit ausdrücken, die ein Ding besitzen kann oder nicht. Bsp damit kann der Bsp Revenusbewohner nicht widerlegt werden, der keine notwendige Vollkommenheit, sondern nur eine künstliche Vollkommenheit besitzt.
Beim Existenzquantor gibt es nun keine Unterscheidung von natürlicher und künstlicher Vollkommenheit. Dann gilt Descartes’ Argument der Unterscheidung natürlich/künstlich, wobei Gott die einzige Ausnahme eines Wesens mit natürlicher Vollkommenheit nicht mehr.
DescartesVsFrege: seine einzige Widerlegung wäre, wenn er beweisen könnte, dass man ein "dieser Baum" oder "Ich" oder "Gott existiert" ((s) also (ix) Fx (Iota Operator, Indikator Aussage) existiert.
MackieVsDescartes/Stegmüller: das hat er jedenfalls nicht getan.
- - -
Strawson V 22
"Widerlegung des Idealismus"/KantVsDescartes: damit Selbstbewusstsein möglich ist, muss es zumindest möglich sein, zwischen Folgen unserer Erfahrungen auf der einen Seite, und Folgen der Gegenstände unserer Erfahrung die sie unabhängig aufweisen, zu unterscheiden. Dafür müssen die Gegenstände so gedacht werden, dass sie in einem beständigen Rahmen existieren.
Die notwendigen Unterscheidungen zeitlicher Relationen müssen innerhalb der Erfahrung getroffen werden. Daher müssen wir ein unmittelbares und nicht schlussfolgerndes Bewusstsein von Gegenständen im Raum haben.
"Das Bewusstsein meines eigenen Daseins ist zugleich das Bewusstsein des Daseins anderer Dinge außer mir."
Begriffe/Kant: nicht jede beliebige Menge von Begriffen ist für uns ausreichend, es müssen Begriffe von beharrlichen und reidentifizierbaren Gegenständen im Raum darunter sein.
V 23
StrawsonVsKant: dieser versucht in den Analogien ständig mehr aus den Argumenten herauszupressen, als drin ist. Selbstbewusstsein/Bewusstsein/Kant/Strawson: die Unterscheidungen müssen in den Begriffen selber angelegt sein, weil es so etwas wie Wahrnehmung des reinen Bezugssystems nicht gibt!
V 103
KantVsDescartes: Selbstbewusstsein ist nur möglich durch die Wahrnehmung äußerer Gegenstände. Substanz, Ursache und Gemeinschaft (oder reziproke Wechselwirkung ist eine notwendige Bedingung objektiver Erfahrung. Und diese Begriffe bekommen überhaupt nur einen Sinn in Bezug auf äußere Gegenstände.
Strawson: Kant stützt sich hier sehr wenig auf seine Thesen aus der transzendentalen Ästhetik als Prämissen für seine Argumente in der Analytik.
- - -
Strawson V 140
Def Seele/Descartes/Strawson: jeder von uns weiß durch die bloße Tatsache bewusster Wahrnehmung, dass er als eine (Cartesianische), denkende Substanz existiert, d.h. als ein immaterielles, dauerndes, nicht zusammengesetztes individuelles Subjekt von Gedanken und Erfahrungen sowie einer Existenz in völliger Unabhängigkeit von einem Körper oder von der Materie fähig. KantVsDescartes: das verstößt gegen das Sinnprinzip: es gibt überhaupt keine empirischen Anwendungskriterien für diese Behauptung.
KantVsDescartes, KantVs rationale Psychologie: Analyse der Ursprünge des Scheins: Verwechslung der Einheit der Erfahrungen mit der Erfahrung von Einheit.
V 143
KantVsDescartes: schließlich ist es die Einheit des Bewusstseins, die wir, wenn uns der Schein im Griff hat, fälschlich für das Bewusstsein von einem einheitlichen Subjekt nehmen.
V 145
Def rationale Psychologie/(Descartes): behauptet, dass jeder Mensch unmittelbare Sicherheit über die Existenz seiner Seele als einer immateriellen Substanz hat. KantVsDescartes: die einzigen Kriterien wären dafür aber: "derselbe Mensch, dieselbe Seele". Todesstoss für die rationale Psychologie.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsFrege Field Vs Disquotation
 
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II 261
Nondisquotationale Sicht/Unbestimmtheit/Field: die ND-Sicht muß eine Unbestimmtheit unserer Begriffe auf einer substantiellen Ebene annehmen. Frage: dehnt sich das auch auf die logischen Konstanten aus? Bsp „nicht“., „es gibt“ usw. Referieren sie auf die normales WaFu, Bsp referiert
Def „es gibt“/Frege/Field: auf die Funktion, die nichtleere Mengen auf das Wahre und leere Mengen auf das Falsche abbildet.
FieldVsFrege: das sollte man etwas nüchterner betrachten: als Beitrag zu den WB.
Frage: welche Tatsachen über unseren Gebrauch legen das fest?
Lösung: Erklärung in Begriffen der begrifflichen Rolle (in deduktiven und Wschk-Schlüssen).
1. durch welche Tatsachen über unseren Gebrauch haben „nicht“ und „es gibt“ diese begrifflichen Rollen?
2. entsprechend für den Beitrag zu den WB.
Ad 1. (Wagner 1981) zeigte, daß das nicht trivial ist, wenn die begriffliche Rolle als idealisierter oder normativer Begriff gebraucht wird.
Bsp idealisierte begriffliche Rolle: „Von nicht beides A und B sollte man nicht schließen nicht A außer wenn man ein Entailment von A zu B sieht“.
Problem/Field: wird etwas so idealisiertes überhaupt durch unseren Gebrauch festgelegt?
Ad 2. selbst mit einer idealisierten inferentielle Rolle von „nicht“ und „es gibt“ scheint es eine große Lücke zu geben, zwischen der Rolle und dm Beitrag zu den WB:
Lösung: der Beitrag sollte derart sein, daß Inferenzen die von der begrifflichen Rolle lizensiert sind, als notwendig wahrheitserhaltend herauskommen.
Vs: es ist nicht offensichtlich, daß eine eindeutige Antwort dabei herauskommt.
II 262
Unbestimmtheit: wird noch gravierender, wenn wir den Übergang vom normalen zum idealisierten Gebrauch annehmen. (Bsp das berühmte skeptische Problem in Kripke 1982): Field: dieses Problem wird am besten als Problem dieses Übergangs betrachtet. Obwohl das eine Nicht-Standard-Sicht wäre.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsFrege Brandom Vs Dummett, Michael
 
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I 202
BrandomVsDummett: wenn er das Problematische des Begriffs "boche" darin erblickt, daß er eine nichtkonservative Erweiterung der restlichen Sprache bewirkt, so ist das nicht richtig. Die Nichtkonservativität zeigt lediglich, daß der Begriff einen substantiellen Gehalt hat, der nicht schon in anderen Begriffen enthalten war. Bsp Temperatur: wurde mit bestimmten Kriterien eingeführt, mit der Einführung neuer Meßmethoden entwickelte sich die komplexe inferentielle Festlegung, die die Signifikanz heute bestimmt.( > Messen.)
Einführung: es ist nicht zu fragen, ob die Folgerungen schon akzeptiert waren, sondern ob diese Folgerung eine ist, die akzeptiert werden sollte! Das Problem bei "boche" und "Nigger" ist nicht die Neuheit, sondern die unerwünschten Folgerungen.
Brandom II 173
Es gibt aber andere Wege der Rechtfertigung als zu zeigen, daß wir bereits implizit auf sie festgelegt waren, noch ehe der Begriff eingeführt wurde. Hintergrund von materialen inferentiellen Praktiken. Frege, spät: Sätze sind sing Term! Prädikate: Rahmen.
(DummettVsFrege: das verkennt die Besonderheit der Sätze, Züge im Sprachspiel sein zu können.
BrandomVsDummett: als hätte Frege keine Ahnung von Fregescher Kraft gehabt).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsFrege Tugendhat Vs Dummett, Michael
 
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I 253
Bedeutung/Behauptung/Dummett/Tugendhat: Bsp Spiel: Behauptungshandlung, Behauptung und Gegenbehauptung, "ja"/"nein" entspricht "wahr"/"falsch" einer gewinnt, einer verliert. Dieses Schema soll jeder Äußerungen jedes assertorischen Satzes zugrunde liegen!
I 254
Der Sprecher übernimmt eine Garantie, die vom Hörer in Zweifel gezogen wird. (Searle so ähnlich, s. o.).
I 255
Neu: es wird umgekehrt gesagt: wenn der Ausdruck verwendet wird, welches dann die Bedingungen sind, unter denen er richtig ist. Das setzt voraus: 1. dass die Bedingungen, in denen der Ausdruck verwendet wird für die Richtigkeit der Verwendung gleichgültig sind.
2. dass die Bedingungen von denen die Richtigkeit abhängt, solche sind, deren Erfülltsein von der Verwendung des Ausdrucks selbst garantiert wird. Was der Ausdruck garantiert, ist, dass die Bedingungen seiner Richtigkeit (Wahrheit) erfüllt sind!
Die Äquivalenz "p ⇔ dass p ist wahr" gründet darin, dass derjenige, der etwas behauptet, immer schon die Richtigkeit mitbehauptet.
I 256
Sprecher: Bedingungen und Vorhandensein zusammen garantiert. Hörer: trennt beides und stellt es getrennt in Frage. (Asymmetrie).
I 256/257
TugendhatVsDummett/TugendhatVsSearle: unbefriedigend: 1. Es ist noch nichts darüber gesagt worden, welches die Wahrheitsbedingungen einer Behauptung bzw. eines Satzes sind. Eine Möglichkeit wäre zu sagen, dass die Wahrheitsbedingungen eines Satzes ihrerseits durch einen Satz angegeben werden. Das setzt natürlich voraus, dass für die Erklärung eines Satzes immer schon ein anderer Satz zur Verfügung steht. Metasprache. (TugendhatVs). Die Erklärung muss in einer Verwendungsregel liegen.
Es genügt nicht, zu zeigen, dass der erste Satz wie der zweite verwendet wird, es muss gezeigt werden, unter welchen Bedingungen der eine Satz gebraucht wird.
2. Jedes Übernehmen einer Garantie setzt seinerseits die Verwendung eines assertorischen Satzes voraus, das ist also eine Pseudoerklärung.
- - -
II 231
TugendhatVsDummett: "Bedeutung" bei Frege sollte man nicht mit "Referenz" übersetzen!
II 232
Gerechtfertigt nur dort, wo Frege Sätze als Eigennamen auffasst!
II 247
Referenz/Tugendhat: durch meine Kritik an der Übersetzung Bedeutung = Referenz habe ich nicht den Primat der Wahrheit vor den Gegenständen in Frage gestellt. DummettVsTugendhat: es genügt nicht, die Bedeutung von Namen lediglich als Wahrheitswertpotential zu erklären: 1.die Bedeutung könnte dann als bloße Äquivalenzklasse von Ausdrücken aufgefasst werden.
TugendhatVsDummett: richtig bei Sätzen und Prädikaten, bei Namen muss man sich nicht damit begnügen.
DummettVsTugendhat: 2. Dass zwei Namen "a" und "b" dieselbe Bedeutung haben, wenn sie dasselbe Wahrheitswertpotential haben, gilt nur bei extensionalen Prädikaten. Aber mit welchem Kriterium kann man extensionale von intensionalen Prädikaten unterscheiden? Es setzte voraus, dass wir ein Kriterium für die Bedeutungsgleichheit von Namen hätten, das nicht erst durch das Leibnizsche Gesetz festgelegt wird.
II 248
Leibnizsches Gesetz/Dummett: kann nicht als Definition von "=" aufgefasst werden, sondern gründet darin, dass, wenn wir etwas von einem Gegenstand prädizieren, der Wahrheitswert der Behauptung unabhängig sein muss von der Gegebenheitsweise!. TugendhatVsDummett: nicht so bei Frege: Dummett weist selbst darauf hin, dass er das Leibnizsche Gesetz als Definition von "=" aufgefasst hat.
Tugendhat: wir können, was wir mit Identität meinen, nicht mit dem Gesetz erklären. Tugendhat pro Dummett.
TugendhatVsDummett: mit Sätzen als Äquivalenzklassen hat man nicht den Bezug zur Welt verloren: es geht nur um ganz bestimmte Äquivalenzklassen, die natürlich durch die Beschaffenheit der Welt bestimmt sind.
Dummett: Sätze nicht gleich Namen! (VsFrege).
II 249
Referenz/Dummett: semantische Rolle. Tugendhat: das ist genau dasselbe wie mein "Wahrheitswertpotential". ((s) > semantischer Wert?).
II 250
Referenz/Frege: er hat nie von Referenz gesprochen Prädikate/Frege: er hat nie davon gesprochen, dass die Bedeutungen von Prädikaten als "Quasi-Gegenstände" verstanden werden müssten.
Dummett/Tugendhat: der berechtigte Kern an Dummetts Kritik: aus dem Wahrheitswertpotential folgt noch nicht, dass die Bedeutung eines Namens ein Gegenstand sei.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsFrege Wittgenstein Vs Dummett, Michael
 
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Dummett I 158
WittgensteinVsDummett/WittgensteinVsFrege: lehnt die Auffassung ab, die Bedeutung einer Aussage sei durch die Kennzeichnung ihrer Wahrheitsbedingungen anzugeben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsFrege Stalnaker Vs Dummett, Michael
 
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II 1
"Linguistisches Bild"/Terminologie/Stalnaker: Dummetts These, dass Sprache vor Denken geht.
StalnakerVsDummett.
II 2
Das linguistische Bild hat sogar unser Verständnis der Sprache gestört. StalnakerVsDummett: ich kehre Dummetts Axiom um: die Sprachphilosophie kann nur durch eine Philosophie des Denkens erreicht werden.

Def Sprache/Grice/Stalnaker: ist ein Instrument, um gewisse Ziele zu erreichen. (Stalnaker dito)
Stalnaker: dabei sollten wir Mittel und Zwecke unterscheiden.
Def Reden/Stalnaker: ist wesentlich ein Unterscheiden von Möglichkeiten. Das sagt Dummett auch, denn zu wissen, unter welchen Wahrheitsbedingungen (WB) ein Satz wahr ist, heißt zu wissen, welche Möglichkeiten er ausschließt.
II 74
Fatalismus/Dummett: (Dummett "Die Herbeiführung der Vergangenheit"): Entweder werde ich getötet bei diesem Angriff oder ich werden nicht getötet. Angenommen, ich werde. Dann werde ich getötet, selbst wenn ich Vorkehrungen treffe. Daher werden die Vorkehrungen vergebens sein. Aber angenommen, ich werde nicht getötet, selbst wenn ich keine Vorkehrungen treffe, dann werden Vorkehrungen gar nicht notwendig. logische Form/Stalnaker:
K: ich werde getötet
P: ich treffe Vorkehrungen
Q Vorkehrungen sind nutzlos
R: Vorkehrungen sind unnötig.
1. K v ~K - 2. K - 3.P >K - 4. Q - 5. ~K - 6.~P >~K - 7. R 8. Q v R
Stalnaker: es ist nicht hinreichend zu sagen, dass ein bestimmter Schritt ungültig ist und es dabei zu belassen.
Fatalismus/DummettVsFatalismus/Dummett: jeder Sinn von Konditional, der den Schritt von 2 zu 3 und von 5 zu 6) gültig macht, muss zu schwach sein, um den Schluss von 3 zu 4 gültig zu machen.
Daher kann das ganze Argument nicht gültig sein, egal wie das Konditional analysiert wird.
Stalnaker: das ist überzeugend, aber es wäre nur dann eine vollständige Lösung, wenn er außerdem zeigte, dass es in unserer Sprache überhaupt verschiedene Sinne (senses) des Konditionals gibt, die jeden dieser Schritte rechtfertigen.
StalnakerVsDummett: das wird nicht gehen, denn die Stärke seines Arguments beruht auf einer Verwechslung zweier Sinne (senses) des Konditionals. (Semantischer Sinn und pragmatischer Sinn des Konditionals).
a) nach der semantischen und pragmatischen Analyse (s.o.) gibt es einen Sinn des Konditionales, nach dem die Inferenz von
II 75
2 zu 3 vernünftig ist und der auch stark genug ist, den Schluss von 3 zu 4 zu rechtfertigen. Fatalismus/StalnakerVsDummett: der Fehlschluss besteht nicht in dem was Dummett glaubt, sondern beide Unterargumente sind gute Argumente. Und zwar in dem Sinn, dass jeder, der in einer Position ist, die Prämisse zu akzeptieren, während es offenbleibt ob das Antezedens des Konditional wahr ist, in einer Position wäre, die Konklusion zu akzeptieren.
D.h. wenn ich in einer Position wäre zu akzeptieren, dass ich getötet werde, selbst wenn ich noch nicht entschieden hätte, ob ich Vorkehrungen treffe, es vernünftig wäre zu schließen, dass Vorkehrungen nutzlos sind. ((s) Bevor ich entschieden habe: d.h. wenn die Prämisse ohne Wahrheitswerte (WW) wäre).
Entsprechend wenn ich in der Position wäre zu wissen, dass ich nicht getötet werde.
Fatalismus/Stalnaker: das Problem ist der letzte Schritt: ein Schluss, der von gültiger Form zu sein scheint.: das
Konstruktive Dilemma: hat nichts wesentliches mit Konditionalen zu tun. Schritt 8 wird dann so gerechtfertigt:
A v B; C folgt aus A, D folgt aus B
Daher: C v D.
Problem: das ist keine vernünftige Inferenz, selbst wenn man voraussetzt, dass die Subargumente vernünftig sind.
Fatalismus/Stalnaker: die Subargumente sind vernünftig aber nicht gültig. Daher schlägt das Gesamtargument fehl.
- - -
I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche Sprache sprechen.
((s) „direkte Referenz“: ohne zwischengeschalteten Sinn, VsFrege). ((s) "direkte Referenz": ist ein Ausdruck von Kaplan, er wird hier nicht von Stalnaker gebraucht).
- - -
I 179
Propositionales Wissen/StalnakerVsEvans/StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: selbst wenn das korrekt ist – was ich nicht glaube – gibt es keinen Grund zu glauben, dass es unmöglich wäre, singuläre Propositionen zu wissen. Bsp Angenommen, wir gestehen zu, dass man nicht von einem bestimmten Individuum x wissen kann, dass es F ist wenn man nicht für ein G ((s) eine zweite Eigenschaft) x identifizieren kann als das G, das F ist.
Ferner angenommen, die Tatsache, dass x weiß von y, das es F ist beruhe auf und wird beinhaltet von der Behauptung, dass y weiß, dass das G F ist. ((s) Identifikation durch bestimmte Kennzeichnung).
D.h. gewisse Bedingungen sind notwendig und andere hinreichend um Wissen einer bestimmten Art zu haben.
I 180
Inhalt/Wissen/Stalnaker: aber über den Inhalt des Wissens folgt aus diesen Bedingungen für Wissen nichts. Bloßes Wissen/bloße Referenz/bloßes Kennen/Dummett/Stalnaker: wenn damit isoliertes Wissen gemeint ist, können wir zugestehen, dass es unmöglich ist aber das impliziert nicht, dass Wissen von x, dass a auf x referiert, nicht Wissen einer bestimmten Proposition ist.
singuläre Proposition/StalnakerVsDummett: Bsp "a referiert auf x". Dummett hat nicht gezeigt, dass es nicht möglich ist, eine solche singuläre Proposition zu kennen (Wissen von ihr zu haben).
StalnakerVsDummett: es ist schwierig zu sagen, welche Bedingungen hier erfüllt werden müssen, aber die Spezifizierung des Inhalts einer Zuschreibung ist nicht dasselbe wie zu sagen, was es ist, dass diese Wissenszuschreibung wahr ist.
Lösung/Stalnaker: sowohl für das Problem auf der Ebene der Philosophie des Geistes als auch des semantischen Problems. Eine Kausaltheorie.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsFrege Quine Vs Eigenschaften
 
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Willard V. O. Quine
I 215
Wir haben gesehen, dass das Auftreten von abstrakten sing Term nicht von dem abstrakter allg Term zu trennen ist ("Tugend ist selten"). Bereits ein Massenterminus hat so etwas wie das hybride Aussehen des abstrakten singulären Terminus. Bsp "Wasser" benennt eher
1. eine gemeinsame Eigenschaft der verschiedenen Pfützen und Glasfüllungen als
2. einen verstreuten Bestandteil der Welt, der aus jenen Pfützen besteht.
I 216
Massentermini sind archaische Überbleibsel aus der ersten Phase des Spracherwerbs, Vorformen der abstrakten singulären Termini. Der Unterschied des "rot" das von Äpfeln ausgesagt wird und dem "rot" das von ihrer Außenseite ausgesagt wird, hat noch keine Bedeutung. "Rot" wird zum Namen für eine Eigenschaft, die nicht nur Klumpen und Tropfen homogenen Stoffs, sondern auch Äpfeln gemeinsam ist.
Dieser abstrakte Gegenstand lässt sich nun nicht mehr so leicht beiseite schieben, wie die Wasser Eigenschaft beiseite geschoben wurde, indem man 2. (Gemeinsamkeit) den Vorzug vor 1. (Verstreutheit) gab.
I 217
Denn selbst, wenn wir Wasser als einen verteilten konkreten Gegenstand aufzufassen gelernt haben, neigen wir dazu, zusätzlich einen abstrakten Gegenstand wie "die Röte" zuzulassen. Diese Analogie breitet sich dann über die Massentermini hinaus aus, bis hin zu Termini mit strengstens geteiltem Bezug. Daher Rundheit und Kugelförmigkeit. Jeder allgemeine Terminus liefert einen abstrakten singulären Terminus.
Die Nützlichkeit abstrakter Termini liegt größtenteils in der Abkürzung von Querverweisen: Bsp "Dasselbe gilt für Churchill", "Beide Pflanzen habe folgende Eigenschaft gemeinsam". Nur bezieht sich der Querverweis in solchen Fällen bloß auf Wortgebilde. Wir tendieren aber hartnäckig dazu, das Gesagte noch einmal zu vergegenständlichen indem wir eine Eigenschaft setzen, anstatt nur von Wörtern zu reden.
QuineVsEigenschaften: Viele gedankenlose Menschen bestehen aus keinem anderen Grund auf der Realität von Eigenschaften als dem, dass beide Pflanzen (bzw. Eisenhower und Churchill) "zugegebenermaßen etwas gemeinsam haben müssen"!
I 218
Eigenschaften: Insofern die Rede von Eigenschaften ihren Ursprung in solchen abgekürzten Querverweisen hat, entsprechen die vermeintlichen Eigenschaften wahrscheinlich nicht einfachen abstrakten Termini, sondern längeren Ausdrücken. Bsp "mit Stacheln in Büscheln zu je fünf versehen sein". Eigenschaften: Cassirer: "Eigenschaften sind Überbleibsel der Nebengottheiten eines ausgedienten Glaubens".
- - -
X 94
Eigenschaften/Prädikate/Propositionen/Individuation/QuineVsFrege: auch die Auffassung des ersten Logikers ist nicht haltbar: Eigenschaften verhalten sich genauso wie Propositionen.
X 95
Eigenschaften/Quine: verhalten sich zu Prädikaten oder offenen Sätzen wie Propositionen zu Sätzen. Man kann nicht, ebenso wenig wie bei den Propositionen, einzelne Eigenschaften unterscheiden. Mengen: kann man unterscheiden aufgrund des Extensionalitätsprinzips.
Extensionalitätsprinzip: zwei Mengen sind identisch, wenn sie dieselben Elemente haben.
Offene Sätze, die auf dieselben Gegenstände zutreffen, bestimmen niemals zwei verschiedene Mengen, aber es können ihnen zwei verschiedene Eigenschaften zugrunde liegen.
Eigenschaften/Identität: damit zwei Eigenschaften identisch sind, müssen die entsprechenden offenen Sätze synonym sein,. Und das ist wegen Unklarheit nicht möglich.
Lösung/einige Autoren: Mengen als Werte von „F“.
Quine: dennoch sollte man Prädikat Schemabuchstaben nicht als quantifizierbare Variablen auffassen.
Prädikat/Quine: Prädikate haben Eigenschaften als ihre „Intensionen“ oder Bedeutungen (oder hätten sie, wenn es Eigenschaften gäbe) und sie haben Mengen als ihre Extensionen. Aber sie sind weder Namen des einen noch des anderen.
Intension: eines Prädikats: Eigenschaft
Extension: eines Prädikats: Menge.
Name: ein Prädikat ist niemals Name, weder seiner Intension (Eigenschaft) noch seiner Extension (Menge).
Variable/Quine: quantifizierbare Variablen gehören daher nicht an Prädikat-Stellen, sondern an Namen-Stellen.
- - -
V 189
Theorie/Ontologie/Quine: wie sollte eine wissenschaftliche Theorie am besten aussehen? Wir möchten möglichst viele und gute Voraussagen. Leitgrundsätze: Einfachheit und Konservativität.
V 190
Beide stehen in einem dialektischen Verhältnis! (Um einen Ausdruck meiner Studenten zu verwenden). Eine starke Vereinfachung kann eine relativ große Abweichung rechtfertigen. Zwischen beidem brauchen wir einen Kompromiss.
Konservativismus/Quine: unter anderem durch unseren Mangel an Phantasie. Aber auch kluge Vorsicht gegenüber Hypothesen.
Einfachheit/Konservativität: beide sind schon beim Sprachlernen am Werke.
Sprachlernen/Quine: geht in Sprünge vor sich,. Ist immer an Ähnlichkeiten und Analogien orientiert.
V 191
Kurze Schritte sind konservativ. Sie sind vom relativen Empirismus geleitet. Def relativer Empirismus/Quine: wage dich nicht weiter von den Sinnesdaten weg als nötig. Quine pro: das hält die Theorieänderungen gering.
QuineVs radikaler Empirismus: ihn haben wir aufgegeben, als wir die Hoffnung aufgaben, die Rede von Körper auf die Rede von Sinnesdaten zu reduzieren.
Pointe: das verlangt, bei der substitutionalen Quantifikation über abstrakte Gegenstände zu bleiben. Das spricht das nominalistische Gemüt an. Es äußert sich im relativen Empirismus, denn beide sind dasselbe.
Nominalismus: darf aber die ontologische Harmlosigkeit der Variablen der sQ nicht überschätzen. Im allgemeinen kann man sagen, die Werte der Variablen machen die ganze Ontologie aus, wenn wir nur Gegenstands Variablen, Wahrheitsfunktionen und Prädikate haben.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsFrege Shoemaker Vs Eliminativismus
 
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Stalnaker I 227
Nutzen-Theorie/Nutzen/Skala/Kalibrierung/von Neumann/Morgenstern/Stalnaker: Bsp jemand bevorzugt Ente vor Lachs und Lachs vor Haferschleim. A > B > C. Verfeinerung der Skala: man fragt die Person, ob sie lieber B oder lieber ein 50/50-Los für A v C haben möchte.
Wählt sie B, bedeutet dass, dass auf ihrer Skala B näher nach links, näher an A heranrückt. Das kann man für die Dinge, um die es bei der Lotterie geht, wiederholen und so zu immer weiteren Verfeinerungen gelangen.
allgemein: Präferenzen zwischen Losen bestimmten Zahlenwerte für Nutzen
Aber die Skala ist eine konventionelle: jede lineare Transformation dieser Skala liefert eine äquivalente, die dieselben Tatsachen über die subjektiven Präferenzen repräsentiert.
Frage: ist es sinnvoll, Präferenzen interpersonell zu vergleichen?
I 228
Nutzen/Stalnaker: aber hier geht es nicht um gefühltes Vergnügen (als "qualitatives Erlebnis"). Die Zahlenwerte repräsentieren keine Tatsachen über Relationen zwischen Personen. Analogie/Stalnaker: die Position Vsinterpersonelle Vergleiche ist analog zu der Frage, ob Gramm größer oder kleiner als Kilometer wären.
Pointe: dass wir das nicht sagen können, liegt nicht daran, dass es Tatsachen gäbe, die uns verborgen wären.
qualitativ/intentional/Stalnaker: wenn wir intentionale mit phänomenalen (qualitativen) Zuständen gegenüberstellen, ist klar, dass Nützlichkeit auf die intentionale Seite gehört.
Nutzen/Analogie/Stalnaker: die Frage ob man Nutzen interpersonell vergleichen kann ist kompliziert und interessant. Es geht auch darum, ob es eher möglich ist, das auf soziale Gruppen anzuwenden.
I 229
Nutzen-Theorie/von Neumann/Morgenstern//Stalnaker: sollte man nicht als eliminativistisch auffassen. Nach ihr gibt es wirklich Tatsachen über die Präferenzen von Personen, die durch die Zahlen repräsentiert werden, aber da der Nullpunkt und die Maßeinheiten willkürlich sind, haben interpersonelle Vergleichen keinen Sinn. StalnakerVsShomaker: ich fürchte, er vertritt die Seite des common sense VsFrege, weil der annimmt, dass Frege Eliminativist ist. ShoemakerVsEliminativismus.
Qualia/sekundäre Qualitäten/Shoemaker: These: wir brauchen Qualia für Tatsachen über unsere Erfahrungen und für sekundäre Qualitäten.
StalnakerVsShoemaker: das kann ein rein relationaler Ansatz auch.
RelationismVsQualia.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsFrege Austin Vs Frege, G.
 
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I 236
Negation/AustinVsFrege: Bejahung und Verneinung stehen in dem Sinne auf genau derselben Stufe, als es keine Sprache geben kann, die nicht Konventionen für beide enthält, und als beide sich gleich unmittelbar auf die Welt und nicht auf Aussagen über die Welt beziehen. Es kann aber natürlich durchaus eine Sprache geben, die kein Mittel enthält, die Funktionen von »wahr« und »falsch« zu erfüllen. (Tugendhat I 66 Frege: propositionaler Gehalt.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsFrege Black Vs Frege, G.
 
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II 124
Zahlen/BlackVsPlaton/BlackVsFrege: falscher Platonismus: sie sich als "außerordentliche" oder "besondere" , "ewige" Gegenstände vorzustellen.
II 125
Grammatisch unterscheiden sich allerdings die Namen von Zahlen (Zahlennamen) in wichtiger Hinsicht von Namen physischer Gegenstände. Bsp "Zwei Menschen kamen herein": hier ist "zwei" öffentlich. Adverb.
Das kann transformiert werden in "einer und einer": "ein Mensch kam herein und dann ein anderer".
Das geht nicht im Fall von "rot". (>Paraphrase).
BlackVsFrege: diese grammatischen Tatsachen zeigen, daß Zahlen keine "besonderen Arten von Gegenständen" sind.
Frege: der große Frege machte allerdings keinen elementaren Fehler damit, es doch anzunehmen, er war aber nie richtig damit zufrieden.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
VsFrege Brandom Vs Frege, G.
 
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I 506
BrandomVsFrege: er verwischt den Unterschied zwischen freistehenden und eingebundenen Gehalten. (Brandom läßt auch subsententiale Ebene zu).
I 592
BrandomVsFrege: seine Forderung, alle Wahrheitswerte müßten geklärt sein, führt bei dem späten Werk Grundgesetze der Arithmetik zu katastrophalen Folgen.
I 662
Def Inhalt/Frege: "Zwei Urteile haben denselben Inhalt genau dann, wenn die Folgerungen, die aus dem einen in Verbindung mit verschiedenen anderen gezogen werden können, immer auch aus dem anderen in Verbindung mit denselben anderen Urteilen folgen."
I 807/808
BrandomVsFrege: Das ist eine Allquantifikation über Hilfshypothesen: es genügt nicht, wenn es überhaupt eine Menge weiterer Urteile gibt, die zur gleichen Menge von Konsequenzen führt. Eine solche Forderung würde die Unterschiede auslöschen, denn es läßt sich immer eine solche Menge finden: nach Frege haben nämlich zwei beliebige Urteile die gleichen Konsequenzen, wenn sie mit einer Kontradiktion verbunden werden! Dualer Gesichtspunkt: was Belege als Belege für eine Hilfshypothese konstituiert, hängt von den verfügbaren Hilfshypothesen ab. (Holismus).
Namen: Fregesche Linie: der Sprecher verbindet mit jedem Namen eine Eigenschaft, (oder Konjunktion von Eigenschaften) die seinen Referenten als einzigen bestimmt.
BrandomVsFrege: es ist schwer einzusehen, warum das fregesch sein soll! Eigenschaften gehören für Frege zur "Bedeutung" und nicht zum "Sinn" - sie sind nicht unmittelbar erfaßbar!
Und wie wäre diese Analyse bei Frege auf Prädikate auszudehnen? Die sind ja wohl nicht durch Eigenschaftsmengen zu bestimmen!
Frege IV 85
Brandom: die durch Eigennamen ausgedrückten begrifflichen Gehalte unterscheiden sich vom herkömmlich aufgefaßten Fregeschen Sinn dadurch, daß ihre Individuierung nicht epistemisch transparent ist. Wir können uns im unklaren sein, ob zwei Tokenings zur selben anaphorischen Kette gehören oder nicht. In diesem Sinne wissen wir nicht immer was wir sagen und denken! (> Wissen). Frege spricht vom Erfassen, nicht vom Sehen!
Frege: "Jemand" bezeichnet nichts. - "Er" bezeichnet nichts. (BrandomVsFrege: Anapher!).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsFrege Carnap Vs Frege, G.
 
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VI 242
Begriff/Gegenstand/CarnapVsFrege: Grenze zuweilen fließend! Frage: ob wirklicher Gegenstand oder eher begriffliche Zusammenfassung (Bsp Mobiliar, Kohlebestand Mitteleuropas) Relation_: umstritten ob Bsp Entfernung etwas Wirkliches ist

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsFrege Dummett Vs Frege, G.
 
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Brandom II 74
Frege (spät): Repräsentation unabhängiger Realität DummettVsFrege: Fälschlich: Eigenschaft von Sätzen statt Übergänge zwischen ihnen
Brandom II 173
Frege, spät: Sätze sind sing Term! Prädikate: Rahmen. (DummettVsFrege: das verkennt die Besonderheit der Sätze, Züge im Sprachspiel sein zu können.
BrandomVsDummett: als hätte Frege keine Ahnung von Fregescher Kraft gehabt).
Dummett I 15
Freges Grundgedanke: Extrahierung des Begriffs (im Sinne der Def von 1890) durch Zerlegung eines vollständigen Gedankens. (Begriffsschrift)
I 51
DummettVsFrege: fraglich ist aber, ob dieser Begriff erklärt werden kann, ohne auf den Begriff des Satzes Bezug zu nehmen. Man muß z.B. nicht nur einen Eigennamen in einem Satz ausfindig machen, sondern ihn auch an diesen Stellen ersetzen können. Wie man das "Vorkommen" des Sinns eines Namens in einem Gedanken erklären können soll, ohne sich auf die Form seines sprachlichen Ausdrucks zu stützen, ist nicht klar. Frege: Sinn jedes Teilausdrucks soll der Beitrag sein, den dieser Teilausdruck zur bestimmung dieser Bedingung leistet. DummettVsFrege: Also müssen wir, entgegen Freges offizieller Theorie wissen, was es heißt, daß ein Satz wahr ist, ehe wir wissen können, was es heißt, daß er einen Gedanken zum Ausdruck bringt; ehe wir wissen können, was es heißt, daß ein Ausdruck Sinn hat, müssen wir wissen, was es heißt, daß er Bezug hat. Tradition:Früher hat man argumentiert: sofern der Sinn die Gegebenheitsweise des Bezugsgegenstands ist, kann es, falls kein Gegenstand vorhanden ist, keine entsprechende Gegebenheitsweise und folglich auch keinen Sinn geben (Evans, McDowell). DummettVsFrege: Die Schwierigkeit wird dadurch ausgelöst, daß Frege den semantischen Wert eines sing Terms und den Gegenstand, auf den er sich beziehen soll, strikt gleichsetzt.
Die Parole "Ohne semantischen Wert kein Sinn" ist bestechend, aber akzeptieren darf man sie nur um den Preis, daß man einräumt, ein sing Term ohne Bezug habe dennoch einensemantischen Wert, der dann vermutlich in der bloßen Tatsache des Fehlens eines Bezugs besteht.
Husserl hat in dieser Hinsicht keine Bedenken. Er verallgemeinert den Begriff des Sinns und überträgt ihn von ausdrückenden Akten auf alle Bewußtseins-Akte. Für diesen verallgemeinerten Begriff verwendet Husserl den Ausdruck "Noema".
DummettVsFrege: Das zeigt zwar nicht, daß die These, der Sinn (Gedanke,s.o.) sei kein Bewußtseinsinhalt verfehlt ist, wohl aber, daß ihre Begründung, nämlich die Mitteilbarkeit und daraus folgende Objektivität, nicht ganz zutrifft.DUmmett I 61 DummettVsFrege: Denn ein nicht mitteilbarer Sinn, der sich auf eine private Empfindung bezieht, würde im Gegensatz zur Empfindung selbst nicht zum Inhalt des Bewußtseins gehören.
DummettVsFrege: zur objektivität ist Unabhängigkeit von der empfindung nötig: Bsp Farbwörter, undurchsichtige Oberfläche, Farbenblinder erkennt daran, daß andere die Farbe erkennen + I 63
Frege: "Rot" bezeichnet nicht nur eine physische Eigenschaft, sondern eine wahrnehmbare Eigenschaft (es erscheint Normalsichtigen als rot). Haben wir "erscheint rot" jedoch mit "ist rot" erklärt, sind wir nicht mehr imstande, das auch umgekehrt zu tun. DummettVsFrege:Die modifizierte Fassung von Frege ist unbefriedigend, weil sie dem Wort "rot" zwar einen einheitlichen Bezug einräumt, ihm jedoch je nach Sprecher einen anderen Sinn zuschreibt. I 64 - Intension/Frege: "parallel der Geraden" anders als "gleich der Richtung der Geraden",DummettVs: hier muß man den Begriff der Richtung kennen oder nicht "was für einen Wert auch immer" anderer Sinn als "Wertverlauf" DummettVs:hier muß der Begriff des Wertverlaufs bekannt sein oder nicht. spezialfall des Grundgesetzes V, aus dem Russells Antinomie erwächst. I 79 - Sinn: bei Frege widerwsprüchlich: einerseits Vorrang des Gedankens vor der Sprache, andererseits nicht weiter erklärt. I 90 ++ - Sprache/ Denken/Wahrnehmung I 93 + - DummettVsFrege, DummettVsHusserl: beide gehen zu weit, wenn sie die "Deutung" den sprachlich zum Ausdruck gebrachten Gedanken anähneln. I 104 - Gedanken/DummettVsFrege: nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema I 106 -Frege: Fassen des Gedankens: unmittelbar durch das Bew., dennoch nicht Inhalt des Bew. - DummettVs: widersprüchlich: Fassen Fähigkeit, also Hintergrund (sowohl episodisch als auch dispositionell) I 122 - DummettVs Gleichsetzung des Wortsinns mit dem Gedankenbaustein I 124 + - DummettVsFrege: alle Gedanken und auch Vorstellungen sind mitteilbar! Denn sie kommen nur in bestimmter Weise vor - durch diese Bestimmtheit sind sie mitteilbar I 128

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsFrege Evans Vs Frege, G.
 
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Gareth Evans
Frank I 485
Ich/hier/jetzt/dies/Indexwörter/Evans: sind sehr verwandt. Es gilt ein und dasselbe Erklärungsmuster. mit drei Merkmalen: 1. kriterienlose Identifikation: in einem bestimmten Sinn findet sogar überhaupt keine Identifikation statt!. Aber das kann man ein einem "weiteren Sinn von Identifikation" begreifen.
Problem: mögliches Mißverständnis: Identifikationskriterium eines sing Term ist der Fregesche Sinn.
Ein "kriterienloser Sinn" erschiene dann als ein begrifflicher Widerspruch.
Lösung/Evans: Fregescher Sinn: sollte als die bestimmte Weise verstanden werden, an einen durch einen Ausdruck bezeichneten Gegenstand zu denken.
2. begrenzt zugänglich: "ich" ist nicht jedermann zu jeder Zeit zugänglich.
Fra I 486
Man muss sich schon an dem Ort befinden, um wahrheitsgemäß "hier" zu sagen. Dem entspricht das Verhalten von "ich", "dies" usw. ich/Gedanken/verstehen/EvansVsFrege: es ist mir wohl unmöglich, anderer Leute "ich" Gedanken zu "fassen" aber deshalb ist mir nicht unmöglich, sie zu verstehen!
Kommunikation/Evans: es ist nicht unbedingt nötig, die Gedanken anderer in genau derselben Form zu denken, wie diese selbst, um sie zu verstehen.
begrenzte Zugänglichkeit/VsEvans: Frage: kann man nicht doch "hier" Gedanken haben, egal wo man sich aufhält?
EvansVsVs: Mißverständnis:
Fregesche Gedanken sind Träger unrelativierter, absoluter Wahrheitswerte. Damit ist ausgeschlossen, dass ein und derselbe Gedanke bald wahr und bald falsch ist.
Es ist also falsch, von einer durch "hier" ausgedrückten Weise des Gegebenseins zu sprechen
(s) "Hier" nicht Intension, "hier" keine Intension" Kaplan: "Ich": starre Intension" )
Evans: es gibt so viele Weisen des Gegebenseins von "hier" wie es Orte gibt.
Unterschied: Typ/Vorkommnis.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsFrege Field Vs Frege, G.
 
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I 89
Wissen von Konsistenz/FregeVsDeflationismus: (§95, Grundlagen der Arithmetik): wir können nur dann feststellen, daß ein Begriff widerspruchsfrei ist, wenn wir zuerst etwas produzieren, das unter ihn fällt. (s.106). FieldVsFrege: das ist offensichtlich nicht buchstäblich korrekt: Bsp wir können sehen, daß der Begriff "geflügeltes Pferd" widerspruchsfrei ist, ohne ein solches Pferd zu produzieren. Aber man kann das Argument abschwächen: dann räumt es ein, daß es Wissen von Möglichkeit gibt, das nicht aus einem Wissen der Aktualität erwächst, sondern aus der Reflektion der logischen Form der Begriffe.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsFrege Husserl Vs Frege, G.
 
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Dummett I 47
Auf jeden Fall ist klar, daß eine gehaltvolle Äußerung ihre Bedeutung nach Husserl einem begleitenden Bewußtseins-Akt verdankt. Bezug/FregeVsHusserl: Freges Prinzip besagt, daß der
Def Bezug eines Ausdrucks dasjenige ist, was allen übrigen Ausdrücken gemeinsam ist, bei denen feststeht, daß ihre Substitution anstelle des ursprünglichen Ausdrucks den Wahrheitswert eines beliebigen Satzes, in dem er vorkommt, nicht beeinflußt.
I 48
Bezug/HusserlVsFrege: neigt dagegen zu der Auffassung, der Bezug sei das gleiche wie der Gegenstand, auf den das Prädikat angewendet wird. Er nimmt gewiß keine Gleichsetzung vor zwischen dem Bezug eines Prädikats und einem Begriff, sondern: Husserl verwendet Bedeutung und Sinn gleichbedeutend.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
VsFrege Kaplan Vs Frege, G.
 
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Frank I 484
sing Term/Frege: erschöpft sich nicht darin, für einen Gegenstand zu stehen, sondern hat immer auch eine besondere Weise des Gegebenseins. ("Sinn", Intension). Indexwörter/indexikalisch/Perry/VsFrege/KaplanVsFrege: dieses Modell ist auf Kennzeichnungen und Namen zugeschnitten und scheitert bei Bezugnahmen der ersten Person.
EvansVsPerry/EvansVsKaplan: 1. es gibt keinen Grund, Frege zu unterstellen, der Gegenstand eines sing Term sei stets dadurch gegeben, dass eine bestimmte Kennzeichnung auf ihn zutrifft,
2. die Besonderheiten der indexikalische Referenz sind gerade durch eine Theorie der damit verbundenen nicht deskriptiven Weisen der Gegebenheit aufzudecken.
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsFrege Kripke Vs Frege, G.
 
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Cresswell II 151
Pierre-Bsp/Kripke/Cresswell: (Kripke 1979) Cresswell: wenn de re interpretiert, ist der Glaube über London. Beschreibungstheorie/Cresswell: für diese ist das Beispiel überhaupt kein Problem ((s) Londres und London sind für Pierre wegen unterschiedlicher Beschreibungen verschieden.
((s) Kausaltheorie/(s): für sie ist der Fall ein Problem weil sie davon ausgehen muß, daß die Bedeutung des Namens der Träger und also derselbe Träger sein muß und daher einander widersprechende Prädikate zugeschrieben werden.)
Beschreibungstheorie/Cresswell: hier ist die Beschreibung relativ zu Pierre, aber sie ist nicht seine Privatsache!
Def "Extreme Fregeanism"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): Thesis: daß Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören.
Problem: dann geht es im Pierre-Bsp gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher der den Fall berichtet, und seinen Idiolekt!
Cresswell: leider ist es nicht so einfach: Bsp ein alter Grieche könnte aus der Antike zu uns versetzt worden sein. Dieser wird zunächst einmal "" (Sonderzeichen) statt "Phosphorus" gebrauchen. Seine Einstellung dazu wird sich von der unseren unterscheiden wie im Pierre-Bsp die Einstellungen von Pierre zu "London" und "Londres".
Mehrdeutigkeit/Cresswell: wird hier dadurch verursacht, daß ein Name für viele Kennzeichnungen stehen kann. Sie erlaubt auch, da in den meisten Fällen "London" als "Londres" übersetzt werden kann. Der einzige Fall überhaupt, wo das nicht geht, ist der Fall von Pierre.
- - -
Stalnaker I 172
Namen/Referen/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These: zwischen dem Namen und seinem Referenten muss man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche sprechen.
Fregesche Sprache/Sinn/Referenz/Denotation/Stalnaker: wir würden sie brauchen, wenn di Fragen nicht getrennt wären, d.h. wenn wir gleichzeitig erklären müssen,
a) warum ein Namen diesen Referenten hat und
b) was der Sprecher mit seiner Äußerung mitteilt (welche Information, Inhalt).
Sinn/KripkeVsFrege: (1972,59) dieser sollte dafür kritisiert werden, dass er "Sinn" in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht.
a) als Bedeutung (meaning)
b) als die Weise, wie die Referenz bestimmt wird.
Indem er die beiden identifiziert, nimmt er an, dass beide durch bestimmte Kennzeichnungen gegeben werden.
I 192
Kausalkette/historische Kette/Semantik/Metasemantik/Präsemantik/Kaplan/Stalnaker: (Kaplan 1989a, 574 ("Prä-Semantik") Frage: sind die Kausalketten Teil der Semantik oder Teil der Metasemantik?
Semantik: sagt, welche semantischen Werte die Ausdrücke einer Sprache haben
Metasemantik: welche Tatsachen die semantischen Werte bestimmen.
Prä-Semantik/Kaplan: betrifft jene die glauben, ein Name bedeute etwas, das am anderen Ende einer historischen Kette liegt,
Semantik/Kaplan: gibt uns eher die Bedeutung als uns zu sagen, wie sie zu entdecken wäre.
Ähnlich Kripke:
Referenz/Bedeutung/Kripke/Stalnaker: Kripke unterscheidet zwischen dem, was die Referenz fixiert (die Kausalkette) und der Bedeutung.
KripkeVsFrege: dieser habe diese beiden Dinge vermischt.
Namen/Kaplan/Stalnaker: ihm geht es um die Frage, ob Namen wie Indexwörter sind.
Ich/Kaplan/Stalnaker: ist ein starrer Designator: die Wahrheitsbedingungen (WB) dessen was gesagt wird (propositionaler Gehalt) hängen vom aktualen Referenten ab. Dagegen:
Bedeutung/Ich/Stalnaker: man gibt die Bedeutung immer noch dadurch an dass man sagt, wie der Referent im Kontext bestimmt wird. das würde zu einer Theorie z.B. des Englischen gehören.
Bsp "Ich referiert auf den Sprecher" wer das weiß, von dem würde man sagen, dass er die Bedeutung von "ich" kennt., und zwar
Pointe: selbst wenn er nicht weiß, wer bei einer bestimmten Gelegenheit der Sprecher war. ((s) Unterschied Bedeutung/Referenz > "wer auch immer der Sprecher war")
Def Charakter/Kaplan: = Bedeutung. Funktion von möglichen (Gebrauchs-) Kontexten auf Referenten.
- - -
Tugendhat I 440
KripkeVsFrege: nicht mehr Primat der Kennzeichnungen (TugendhatVs). Kripke/Tugendhat: es kommt ihm eigentlich gar nicht auf den Begriff des Eigennamens an, sondern auf den des starren Designators.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsFrege Lewis Vs Frege, G.
 
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Schwarz I 228
Prädikat/Eigenschaft/SchwarzVsLewis/VsFrege: die Annahme, jedem Prädikat ließe sich eindeutig ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zuordnen, ist aber nichts anderes als Freges unheilvolles Axiom V (Frege 1893 1903,§20). RussellVsFrege: Russells Paradoxie. Manchen Prädikaten wie Bsp „_ ist eine Eigenschaft, die nicht auf sich selbst zutrifft“ entspricht keine Eigenschaft. (>Heterologie). Prädikat/Eigenschaft/Lewis/Schwarz: in Lewis’ Metaphysik entspricht auch Prädikaten wie Bsp „_ ist eine Klasse“, Bsp „_ ist ein Teil von “ und Bsp „ ist identisch mit _“ nichts, was mit einem singulären Term benannt werden kann.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsFrege Mill Vs Frege, G.
 
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II 57
Namen/Mill: teilen dem Hörer keine Kenntnis des Gegenstands mit. Wenn er vielleicht früher schon etwas über Köln erfahren hat, so nicht durch das Wort Köln.
II 58
Indem wir erfahren, von wie vielen Gegenständen der Name sein kann, die er alle bezeichnet, erfahren wir auch nichts, sondern nur, wenn wir erfahren, was er eventuell mitbezeichnet (Attribute). Auf dasselbe Ding können wir außerdem verschiedene Namen anwenden, deren Bedeutung nicht dieselbe ist.
MillVsFrege: Daher ist der Träger nicht die Bedeutung.
II 59
Mitbezeichnende Namen/Mill: hier gibt es eine Ungewissheit.
II 61
Lösung: bei konkreten Namen mit auftretenden Prädikaten eine feste Mitbezeichnung zu verleihen.

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998
VsFrege Nagel Vs Frege, G.
 
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III 107
Psychologie/Nagel: für psychologische Begriffe ist es charakteristisch, dass man sich vorstellt, sie ließen sich von den objektiven Begleiterscheinungen abtrennen! Bsp die Frage, ob Zucker anderen Menschen so "wie dies hier" schmeckt, ist eine vollkommen wohldefinierte Frage! Auch wenn sie unbeantwortbar ist! ((s) NagelVsFrege/NagelVsSchlick/ >Cresswell II „Frege-Schlick-Sicht“)).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
VsFrege Prior Vs Frege, G.
 
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I 50
Wahrheitswert/PriorVsFrege: Problem: der Begriff "Wahrheitswert" (WW): ist von ihm erfunden worden, aber ursprünglich für mathematische Zusammenhänge. Wert: "größer als 0" zu sein, ist strikt gesprochen nicht der "Wert" einer Funktion für ein gegebenes Argument.
Der Wert für dieses Argument ist nicht eine Eigenschaft einer Zahl (z.B. > 0 zu sein).
Sondern eine Zahl!.
Der Wert einer Funktion ist verschieden für verschiedene Argumente und ist nicht die ganze Kollektion (Frege: Wertverlauf!) von Werten.
Frege: Sätze bezeichnen Gegenstände, die Wahrheit und Falschheit genannt werden. Und zwar in der gleichen Weise wir Zahlennamen (numerals, Zahlwort) und Formeln die Zahlennamen enthalten, Zahlen bezeichnen.
Welche Zahl von einem gegebenen Funktionsausdruck bezeichnet wird, hängt davon ab, welche Zahl von dem Argumentausdruck bezeichnet wird, und von nichts anderem.
Prior: wenn die Analogie halten soll, muss, ob Wahrheit oder Falschheit bezeichnet wird, davon abhängen, was von dem Argumentsatz ((s) dem zitierten Glauben) bezeichnet wird, und von nichts sonst. ((s) Also müsste immer geglaubt werden, dass Gras grün ist, einfach, weil es wahr ist - absurd.)
Prior: Bsp dass es nicht der Fall ist, dass Gras pink ist, so wie 2 1 >0 ist, (und auch andere Dinge, wie z.B. sein eigenes Quadrat ist!) das soll nach Frege nicht bloß "wahr" sein, sondern "das Wahre".
Das soll der Tatsache entsprechen, dass 2 1 nicht nur "> 0" ist sondern die Zahl (blau)1!
I 51
Und das es nicht der Fall ist dass Gras pink ist ist "das Wahre" (Wahrheit) genau deshalb, weil dass Gras pink ist "das Falsche" ist. Analogie: "das Falsche" wie: (1+1) 1 ist die Zahl 1 genau weil 1+1 die Zahl 2 ist weil dass Gras pink ist ist das Falsche genau wie (3 1) 1 die Zahl 1 ist, weil 3 1 die Zahl 2 ist.
Es gibt nicht verschiedene Wahrheiten. .
PriorVsFrege: alles das folgt, wenn Freges Analogie stimmt. Aber natürlich ist sie falsch.
Wahrheit und Falschheit sind mehr wie Eigenschaften von dem, was Sätze bezeichnen. Das wollte Frege vermeiden.
Aber wir haben oben gesagt, dass Sätze nichts bezeichnen.
Propositionen/Prior: haben nur Pickwicksche Bedeutung! (WittgensteinVsBroad: (W II 94) es gibt nicht eine "besondere" Bedeutung neben der "gewöhnlichen" B.)
Prior: aber wir wissen genug, um zu sehen, dass das harmlos ist.
Wir wissen, was es heißt, dass 1 > 0 ist, nämlich, da für jedes und jedes , wenn genau ein Ding t und kein Ding t, dann  en mehr Dinge als  en. Def "mehr als". (Sonderzeichen)
I 51/52
Funktion/Satz/Prior: es ist eine Funktion des Sinnes von "Gras ist pink", durch den Satz "X glaubt, dass Gras pink ist" ausgedrückt zu werden.
Unterscheidung ohne Unterschied/Prior: aber das macht keinen Unterschied!
Dass das nicht der Fall ist, ist genau das, was den Glauben falsch macht. Es gibt kein Ding , das mit "Gras ist pink" bezeichnet wird. (VsFrege: also auch nicht "das Falsche", das hat Frege aber auch nicht so gemeint).
Wahrheitsfunktionen und Glaubensfunktionen sind Funktionen desselben Arguments! (?).
Def Proposition/(Gedanken?)/Church: haben die Eigenschaft, "der Begriff von Wahrheit oder Falschheit zu sein".
Gedanken/PriorVsFrege: unter den Funktionen seiner Gedanken haben wir solche, die aufeinander bezogen sind, genau wie die Funktionen des Wahren und des Falschen aufeinander bezogen sind und letzteres können wir als überflüssig weglassen.
Aber den Stein, den wir über Bord geworfen haben, haben die Extensionalisten zu einer Wegmarke gemacht!
PriorVsFrege: Fazit: Sätze bezeichnen überhaupt nichts, und auch nicht "das Wahre" oder "das Falsche".
Extensionalismus/Prior: These: Sätze hätten WW als ihre "Extension".
I 53
PriorVs: das haben sie genauso wenig, wie Prädikate Klassen als Extension haben. Denn WW und Klassen sind beides logische Konstruktionen und zwar sehr ähnliche! Und keine "Gegenstände". (PriorVsPlatonismus, Vs Existenz von Klassen und WW als Gegenständen).
- - -
Namen/Variablen/Prior: es gibt eine Doktrin unter amerikanischen Logikern dass jede gebundene Variable für einen Namen steht. PriorVs: das ist ein zu exzentrisches Kriterium für Namen.
Ontologie/Individuum/Prior: kombiniert in Wirklichkeit die Maxime, dass nur Individuen real sind, mit der Sichtweise, dass der einzige Weg, wie wir Individuen linguistisch zu fassen kriegen ist, sie als Anwendungen von Substantiven zu behandeln.
Und dass ihre Anwendung einzigartig ist, ist etwas, das innerhalb des Systems ausgedrückt werden kann, und zwar nicht mit Russellschen logischen Eigennamen (dies, oder Kennzeichnungen),
I 166
sondern mit Lesniewskis Funktor "e" oder "Das __ ist ein __". Kennzeichnung/Frege: bei ihm ist der Ausdruck " das soundso" selbst ein Individualname (individueller Name, singulärer).
PriorVsFrege: es gibt überhaupt keine individuellen Namen! Stattdessen kommt der Ausdruck als Teil eines längeren Funktors vor, der die Individuation vornimmt.
dies/Oxford: viele dort sind nicht glücklich über Russellsche logische Eigennamen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsFrege Putnam Vs Frege, G.
 
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V 48
Frege: die Bedeutung („Sinn“) eines Ausdrucks sei eine außergeistige Entität bzw. eine außergeistiger Begriff, den der Geist irgendwie „erfassen“ könne. PutnamVsFrege: eine solche Theorie nutzt uns hier nicht hinsichtlich der Intensionen in unserem, neuen Sinne.
1. es gibt Bedeutungsunterschiede, die der Intention entgehen. Also kann das Verstehen eines Ausdrucks nicht ausschließlich darin bestehen, dass man ihn mit einer Intension verknüpft!
2. wir haben keinen „sechsten Sinn“ der es uns ermöglicht, außergeistige Entitäten unmittelbar wahrzunehmen. Das „Erfassen“ einer Intension muss irgendwie durch Repräsentationen vermittelt werden.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsFrege Quine Vs Frege, G.
 
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Willard V. O. Quine
Quine I 425
VsFrege: Tendenz zu Gegenstandsorientierung. Tendenz, Sätze Namen anzugleichen und dann Gegenstände zu setzen, die sie benennen sollen. - - -
Quine I 209
Identität/Aristoteles/Quine. Aristoteles dagegen hat die Dinge richtig gesehen: "was immer von dem einen prädiziert wird, sollte auch von dem anderen prädiziert werden." QuineVsFrege: auch Frege in "Über Sinn und Bedeutung" falsch.
QuineVsKorzybski: nochmalige Verdoppelung: Korzybski "1=1" muss falsch sein, weil linke und rechte Seite der Gleichung räumlich verschieden! (Verwechslung von Zeichen und Gegenstand)
"a =b": Wenn man sagt, a=b ist nicht identisch, denn der erste Buchstabe des Alphabets kann nicht der zweite sein: Verwechslung von Zeichen und Gegenstand.
Gleichung/Quine: die meisten Mathematiker würden Gleichungen gerne so ansehen, als setzten sie Zahlen zueinander in Beziehung, die irgendwie gleich aber doch auch verschieden sind. Whitehead hat diese Ansicht einmal verteidigt: 2+3 und 3+2 seien nicht identisch, die unterschiedliche Reihenfolge führe zu unterschiedlichen Gedankenprozessen.(QuineVs) .
I 264
nach Russell "Propositionale Einstellungen": glaubt, sagt, bemüht sich, dass, macht geltend, ist überrascht, befürchtet, wünscht, usw...
I 265
Propositionale Einstellungen schaffen opake Kontexte, in die nicht hineinquantifiziert werden darf. (>) Man darf hier nicht einen sing Term durch einen gleichbezeichnenden Term ersetzen, ohne den Wahrheitswert in Mitleidenschaft zu ziehen. Auch nicht einen allgemeiner Term durch einen gleichumfassenden. Auch Querverweise aus opaken Kontexten heraus sind verboten.
I 266
Frege: in einer Konstruktion mit einer propositionalen Einstellung darf ein Satz oder Terminus keine Wahrheitswerte, keine Klasse und kein Individuum bezeichnen, sondern funktioniert als "Name eines Gedankens" oder Name einer Eigenschaft oder eines "Individuenbegriffs". QuineVsFrege: ich lasse mich auf keinen dieser Schritte ein. Die Störung der Ersetzbarkeit verbiete ich nicht, sondern sehe darin nur einen Anhaltspunkt für eine nichtbezeichnende Funktion.
- - -
II 201
Frege betonte den "ungesättigten" Charakter der Prädikate und Funktionen: sie müssen durch Argumente ergänzt werden. (Bedenken gegen verfrühte Vergegenständlichung von Klassen oder Eigenschaften). QuineVsFrege: Frege hat nicht erkannt, dass man allg Term schematisieren kann, ohne dass man Klassen oder Eigenschaften reifiziert. Damals war die Unterscheidung zwischen Schemabuchstaben und quantifizierbaren Variablen noch unklar.
II 202
"so dass" ist ontologisch harmlos. Trotz der traurigen Geschichte der Verwechslung von allgemeinen Termini und Klassennamen, schlage ich vor, die Schreibweise für den harmlosen Relativsatz aus der Mengenlehre zu nehmen und zu schreiben:
"{x:Fx} und "ε" für die harmlose Kopula "ist ein". (Enthaltensein)
(Also die Umkehrung von "so dass").
Dann bestreiten wir einfach, damit auf Klassen Bezug zu nehmen!
Eigenschaften specken wir ab, sie werden wegen der wohlbekannten Vorteile der Extensionalität zu Klassen.
Die Quantifikation über Klassen begann mit einer Verwechslung des Allgemeinen mit dem Singulären.
II 203
Man erkannte später, dass nicht jedem allg Term seine Klasse zukommen könne, wegen der Paradoxien. Die Relativsätze (geschrieben als Terminusabstrakta "{x:Fx}") oder so dass Sätze konnten auch weiterhin in der Eigenschaft allgemeiner Termini ohne Einschränkung weiter fungieren, doch einigen von ihnen konnte man nicht gestatten, als Klassennamen eine Doppelfunktion auszuüben, während andere das konnten. Entscheidend ist, welche Mengenlehre man übernehmen will. Bei der Spezialisierung eines quantifizierten Ausdrucks darf eine Variable nicht durch ein Abstraktum wie "{x:Fx}" ersetzt werden. Ein solcher Schritt würde eine Prämisse der Form (1) voraussetzen, und das wäre eine höhere Form der Logik, nämlich Mengenlehre:
(1) (Ey)(y ={x:Fx})
Diese Prämisse sagt uns, dass es eine solche Klasse gibt. Und an diesem Punkt geht die Mathematik über die Logik hinaus! - - -
III 98
Term/Terminologie/Quine: "Termini" hier als allgemeine absolute Termini, in Teil III einstellige Prädikate.
III 99
Termini sind niemals Sätze. Term: ist neu in Teil II, weil wir erst hier beginnen, Sätze zu zerlegen.

Zutreffen: Termini treffen zu.
Kentaur/Einhorn/Quine: "Kentaur" trifft auf jeden Kentauren zu und sonst gar nichts, also auf gar nichts, da es keine Kentauren gibt.
III 100
Zutreffen/Quine: Problem: "böse" trifft nicht auf die Qualität der Bosheit zu und auch nicht auf die Klasse der bösen Menschen, sondern nur auf jeden einzelnen bösen Menschen.
Term/Extension/Quine: Termini haben Extensionen, aber ein Term ist nicht die Bezeichnung seiner Extension.
QuineVsFrege: ein Satz ist nicht die Bezeichnung seines Wahrheitswertes (WW). ((s) Frege: "bedeutet" - nicht "bezeichnet").
Quine: Vorteil: dann müssen wir keine abstrakten Klassen annehmen.
- - -
VII 108
Variablen/Quine: "F" usw.: nicht bindbar! Sie sind nur Scheinprädikate, Leerstellen im Satzdiagramm. "p", "q", usw.: stehen für ganze Aussagen, sie werden manchmal so angesehen, als brauchten sie Entitäten, deren Namen diese Aussagen sind.
Proposition: diese Entitäten werden manchmal Propositionen genannt. Das sind eher hypothetische abstrakte Entitäten.
VII 109
Frege: alternativ: seine Aussagen benennen immer die eine oder die andere von genau zwei Entitäten: "das Wahre" oder "das Falsche". Die Wahrheitswerte. (Frege: Aussagen: Namen von WW.) Quine pro Frege: besser geeignet, um das Ununterscheidbare zu unterscheiden. (s.o.: Maxime, WW ununterscheidbar im propositionalen Kalkül (s.o. VII 71).
Propositionen/Quine: wenn sie notwendig sind, sollten sie besser als Namen von Aussagen angesehene werden.
Alltagssprache/Quine: am besten kehren wir zur Alltagssprache zurück:
Namen sind eine Art von Ausdruck und Aussagen eine andere!
QuineVsFrege: Sätze (Aussagen) müssen nicht als Namen angesehen werden und
"p", "q" nicht als Variablen, die Entitäten als durch Aussagen benannte Entitäten als Werte annehmen.
Grund: "p", "q" usw. sind keine gebundenen Variablen! Bsp "[(p > q) . ~p] > ~p" ist kein Satz, sondern ein Schema.
"p", "q", usw.: überhaupt keine Variablen in dem Sinne, dass sie Werte annehmen könnten! (VII 111)
- - -
VII 115
Namen/QuineVsFrege: es gibt keinen Grund, Aussagen als Namen von Wahrheitswerten oder überhaupt als Namen zu behandeln.
IX 216
Induktion/Fregesche Zahlen: diese sind anders als die von Zermelo und von von Neumann gegen den Ärger mit der Induktion gefeit (zumindest in der TT), und mit ihnen müssen wir sowieso in NF arbeiten. New Foundations/NF: ist aber wesentlich eine Abschaffung der TT!
Problem: die Abschaffung der TT lädt einige unstratifizierte Formeln ein. Damit kann der Ärger mit der Induktion wieder auftreten.
NFVsFrege: ist andererseits befreit von dem Ärger mit der Endlichkeit, den die Fregesche Arithmetik in der TT berührte. Dort wurde ein UA gebraucht, um die Eindeutigkeit der Subtraktion zu gewährleisten. (Sonderzeichen)
Subtraktion/NF: hier gibt es kein Problem der Uneindeutigkeit, denn NF hat unendliche Klassen - vor allem ϑ - ohne ad hoc-Forderungen.
- - -
Ad 173 Anmerkung 18:
Sätze/QuineVsFrege/Lauener: benennen nicht! Daher können von ihnen keine Namen (durch Anführungszeichen) gebildet werden.
XI 55
QuineVsFrege/Existenzgeneralisierung/Modallogik/notwendig/Lauener: Lösung/FregeVsQuine: das ist ein Fehlschluss, weil in ungeraden Kontexten eine Verschiebung zwischen Bedeutung und Sinn stattfindet. Hier referieren Namen nicht auf ihren Gegenstand, sondern ihren normalen Sinn. Das Substitutionsprinzip bleibt nämlich gültig, wenn wir für „)“ einen synonymen Ausdruck einsetzen.
QuineVsFrege: 1. wir wissen nicht, wann Namen gleichbedeutend sind. (Synonymie).
2. in Formeln wie Bsp „(9>7) u N(9>7)“ kommt „9“ sowohl innerhalb als auch außerhalb des MO vor. So dass durch existentielle Generalisierung
(Ex)((9>7) u N(9>7))
herauskommt und das ist unverständlich. Denn die Variable x kann in der Matrix nicht beide Male für das gleiche Ding stehen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsFrege Russell Vs Frege, G.
 
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Bertrand Russell
Dummett I 59
RussellVs Unterscheidung Sinn/Bezug (Bedeutung/Referenz) (RussellVsFrege)
Stepanians I 44
Beweis/Frege/Stepanians: Frege stellte mit der Forderung nach Lückenlosigkeit und Strenge weitaus stärkere Anforderungen an Beweise, als seine mathematischen Zeitgenossen. Mathematik/VsFrege: die Mathematiker waren stärker an der Wahrheit interessiert als am erkenntnistheoretischen Status. Es reichten intuitiv einleuchtende Übergänge.
Stepanians I 87
explizite Definition/Frege/Stepanians: muss zwei Bedingungen erfüllen 1. Freges Adäquatheitskriterium: Humes Prinzip muss aus ihr folgen. Die Rechtfertigung für dieses Prinzip ist, dass sich auf seiner Basis die Grundgesetze der Arithmetik beweisen lassen müssen.
2. die explizite Definition muss im Rekurs auf Begriffsumfänge das Problem meistern, an dem die Kontextdefinition scheitert: sie muss das Cäsar-Problem (s.o.) lösen.
I 88
VsFrege: seine explizite Definition des Anzahlbegriffs löst das Cäsar-Problem nicht, sondern verschiebt es nur auf Begriffsumfänge. Lösung: wäre sie nur, wenn der Umfangsbegriff von vornherein ausschlösse, dass Cäsar ein solcher ist.
Lösung/Frege: setzt hier einfach voraus, dass die Kenntnis des Umfangsbegriff dies ausschließt.
Wertverlauf/Terminologie: = Begriffsumfang.
I 88
Begriffsumfang/Frege/StepaniansVsFrege/VsFrege/Stepanians: Freges eigene Auffassung von Begriffsumfängen wird sich als widersprüchlich erweisen! (s.u. Russellsche Paradoxie).
I 91
Begriffsumfang/Frege/Stepanians: war ein von Frege neu eingeführter logischer Gegenstand zur Lösung des Cäsar-Problems. Sie waren in der Begriffsschrift noch nicht vorhanden. Frege muss sie begründen. Zusätzliches Axiom: "Grundgesetz V":
Der Umfang von F = der Umfang von G
bik
Alle Fs sind G und umgekehrt.
Russellsche Paradoxie/Antinomie/RussellVsFrege/Stepanians: Grundgesetz V erlaubt den Übergang von einer allgemeinen Aussage über Begriffe zu einer Aussage über Gegenstände, die unter F fallen - den Umfang von F.
Dabei wird vorausgesetzt, dass jeder Begriff einen Umfang hat, selbst wenn dieser leer sein sollte.
I 92
RussellVsFrege/Stepanians: zeigt, dass nicht alle in Freges Theorie definierbaren Begriffe einen Umfang: Begriffsumfang/BU/Frege/RussellVsFrege: da BU Gegenstände sind, muss die Frage erlaubt sein, ob ein Begriffsumfang unter den Begriff fällt, dessen Umfang er ist.
Wenn ja, enthält er sich selbst, sonst nicht.
Bsp der Umfang des Begriffs Katze ist selbst keine Katze.
Dagegen:
Bsp der Umfang des Begriffs Nicht-Katze enthält sich sehr wohl selbst, da er keine Katze ist.
Widerspruch: ein Begriffsumfang, der alle Begriffsumfänge umfaßt, die sich nicht selbst enthalten. Enthielte er sich, dürfte er sich per definitionem nicht selbst enthalten, enthielte er sich nicht, müßte er sich per definitionem enthalten.
I 96
Gegenstand/Begriff/Frege/Stepanians: wir entdecken (auf rein logischem Wege) Gegenstände an Begriffen als deren Umfänge.
I 97
VsFrege/VsBegriffsumfang/Stepanians: die Idee des Begriffsumfangs beruht auf einer sprachlichen Täuschung (s.u.. Kap. 6 § 2). Das war Freges eigene Diagnose.
I 114
Satz/Behauptungssatz/Aussage/Bezeichnen/VsFrege/Stepanians: man hat Frege oft vorgeworfen, dass ein Behauptungssatz nichts bezeichnen will (einen WW als Gegenstand) sondern etwas behaupten will. FregeVsVs/Stepanians: bei Sätzen als Namen für WW geht es eigentlich um Teilsätze, wobei diese Teilsätze einen Betrag zum WW des Satzgefüges (Gesamtsatz) leisten.
Satz/Behauptung/Behauptungssatz/Frege: (später, Funktion und Begriff, 22, Fn): der Gesamtsatz bedeutetF nichts.
Grundgesetze/Terminologie/Frege: (später): in den Grundgesetzen unterscheidet er terminologisch und grafisch zwischen satzartigen "Wahrheitswertnamen", die zur Findung des Wahrheitswert beitragen und "Begriffsschriftsätzen", die nichts bedeutenF, sondern etwas behaupten.
- - -
Horwich I 57
RussellVsFrege/Cartwright: Russells Analyse unterscheidet sich von Frege, indem sie nicht Ungesättigtheit gebraucht. - - -
Newen I 61
Bedeutungsfestlegung/Bedeutung/Russell/Newen: zwei Arten sind möglich: a) synkategorematisch: gemäß dem Vorkommen in einem Satz.
b) kategorematisch; unabhängig vom Vorkommen in einem Satz.
Relationales Prinzip der Bedeutung: gilt für kategorematische Ausdrücke: die Bedeutung ist der Gegenstand (bzw. die Eigenschaft). Sie werden durch Bekanntschaft festgelegt.
I 62
RussellVsFrege: These: einfache Ausdrücke bedeuten das, was sie bezeichnen. synkategorematisch/Bedeutung/Russell. Bsp "und", "oder": ihre Bedeutung anzugeben heißt, de Bedeutung der Sätze anzugeben, in denen sie vorkommen. ((s) >Kontext, kontextuell).
kontextuell/Russell/Newen: synkategorematische Ausdrücke: ihre Bedeutung wird durch ihre Bedeutung in Schemata (Satzschema) angegeben.
- - -
Quine II 103
Russell: Klassen, sofern es welche gibt, müssen existieren, Eigenschaften bestenfalls bestehen (schwächer). Quine: das halt ich für willkürlich. In Russells Auseinandersetzung mit dem Begriff der Bedeutung kommt seine relative Gleichgültigkeit gegenüber dem Bestehens-Begriff (Subsistenz) wieder zum Vorschein: Frege: dreifache Unterscheidung
a) Ausdruck,
b) was er bedeutet,
c) das, worauf er sich wenn überhaupt bezieht.
Das ist für Russell keineswegs natürlich.
RussellVsFrege: ~die ganze Unterscheidung zwischen Bedeuten und Bezeichnen ist falsch. Die Beziehung zwischen "C" und C bleibt völlig mysteriös, und wo sollen wir den bezeichnenden Komplex finden, der angeblich C bezeichnet?"
QuineVsRussell: Russells Standpunkt scheint manchmal von einer Verwechslung der Ausdrücke mit ihren Bedeutungen, manchmal Verwechslung des Ausdrucks mit seiner Erwähnung herzurühren.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
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Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
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Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
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Q VII
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From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
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Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
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Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsFrege Searle Vs Frege, G.
 
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John R. Searle
II 285
Indexwörter/ich/SearleVsFrege: das wenige, was Frege über Indexikalität sagt, ist falsch und mit seiner Theorie unverträglich. Über »ich« sagt er, dieses fordert einen öffentlichen und einem privaten Sinn. »Gestern« und »heute«: wenn wir heute dieselbe Proposition ausdrücken wollen, dann müssen wir das Wort »gestern« verwenden. Er akzeptiert also anscheinend eine de re Theorie indexikalischer Propositionen.
II 286
Frege bemerkt nicht die Selbstbezüglichkeit dieser Ausdrücke. ( Anders als Morgenstern/Abendstern). Der Gedanke, dass Ausdrücke einen Sinn haben, der sich nicht mitteilen lässt, ist zutiefst anti Fregesch!
Sinn ist öffentlich zugänglich. Dafür wurde der Begriff eingeführt.
- - -
II 301
Die deskriptivistische Theorie war gegen die drei traditionellen Auffassungen gerichtet: VsMill, VsFrege, Vstraditionelle Logik. 1. Mill: Namen gar keine Konnotation, sondern nur Denotation.
2. Frege: Bedeutung eines Namens wird durch einzelne, mit ihm verbundene Kennzeichnung erfasst.
3. Logiklehrbücher: die Bedeutung des Namens »N« ist einfach »heißt N«.(Regress).
Searle: Nr 1 verweigert die Antwort, Nr. 3 bringt unendlichen Regress.
II 303
Namen/Frege/Searle: seine Theorie ist die verheißungsvollste, ich habe sie weiterentwickelt. Bei einem Eigennamen muss es immer irgend einen intentionalen Gehalt geben. SearleVsFrege. Schwachpunkt: der semantischer Gehalt muss immer in Worte gefasst sein.
- - -
II 228
Identität/Tatsache/Aussage/Searle: die Identität der Tatsache hängt davon ab, dass die spezifischen Eigenschaften der Tatsache dieselben sind, wie die, die von der korrespondierenden Aussage genannt werden.
III 229
Tatsachen/Searle: sind nicht dasselbe wie wahre Aussagen. (SearleVsFrege). 1. Tatsachen haben eine kausale Funktion, wahre Aussagen nicht.
2. die Relation einer Tatsache zur Aussage ist ein mehrdeutig, dieselbe Tatsache kann durch verschiedene Aussagen formuliert werden.
Zitattilgung/Searle: die Analyse einer Tatsache, wie der, dass Bsp dieses Objekt rot ist, erfordert mehr als Zitattilgung.
- - -
V 116
SearleVsFrege: falsch: dass die Wendung „dass“ etwas einleitet, das als „Name eines Satzes“ zu gelten habe (praktisch alle Nebensätze). (Auch SearleVsTarski).
V 117
Regress/Anführungszeichen/Searle: wenn „Sokrates“ der Name von Sokrates ist, dann kann ich nur darüber reden, d. h. den erwähnten, wenn ich ihn wiederum in Anführungszeichen setze: „“Sokrates““. Hierüber kann ich wiederum nur in Anführungszeichen reden: „““Sokrates“““. – „xxx“ ist nicht Name eines Wortes! Es ist kein Verweis! Das Wort verweist weder auf etwas anderes noch auf sich selbst.
Bsp ein Ornithologe: "der Laut, den der kalifornische Eichelhäher aus stößt ist....“. Was den Satz vervollständigte, wäre ein Laut, nicht der Eigenname des Lautes!
- - -
V 144
SearleVsFrege: versäumte die Unterscheidung zwischen dem Sinn eines hinweisenden Ausdrucks und der durch seine Äußerung vermittelten Proposition! - - -
V 152
Prädikat/SearleVsFrege: er versuchte zwei philosophische Standpunkte zu vereinigen, die grundsätzlich unvereinbar sind. Er möchte a) die Unterscheidung zwischen Sinn und Bedeutung auf Prädikate ausdehnen (dass Prädikate eine Bedeutung, einen Gegenstand haben) und gleichzeitig
b) den funktionellen Unterschied zwischen hinweisenden und prädikativen Ausdrücken erklären.
Warum vertritt Frege den Standpunkt a) - d.h. Warum sagt er, Prädikate hätten eine Bedeutung? Grund: seine Theorie der Arithmetik: die Notwendigkeit der Quantifikation von Eigenschaften. (>Logik 2. Stufe).
- - -
V 155
Begriff/Frege: mittels Gebrauch eines grammatischen Prädikats eine Eigenschaft zuschreiben. SearleVsFrege: Widerspruch: einmal Begriff = Eigenschaft (a) einmal Funktion der Zuschreibung einer Eigenschaft (b).
Eigenschaften/SearleVsFrege: Eigenschaften sind nicht wesentlich prädikativ: man kann genausogut durch singuläre Nominalausdrücke auf sie hinweisen.
V 156
Lösung/Searle: wenn man nicht mehr darauf besteht, Prädikatausdrücke müssten hinweisend sein, löst sich alles auf. Prädikatausdrücke bedeuten nicht Eigenschaften! Sie schreiben eine Eigenschaft zu! - - -
V 172
Zusammenfassung: 1. Frege: hat recht: es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen der Funktion eines hinweisenden Ausdrucks und eines Prädikatausdrucks.
V 173
2. VsFrege: seine Darstellung ist widersprüchlich, wenn er versucht zu zeigen, dass ein Prädikatausdruck auch hinweisend ist. 3. Durch die Aufgabe dieser Behauptung ist Freges Darstellung der Arithmetik (hier braucht er Quantifikation von Eigenschaften) nicht in Frage gestellt. Die Aufgabe der Behauptung ist nicht ein Abstreiten von Universalien.
4. Es gibt zumindest eine Interpretation, der gemäß Universalien existieren.
5. Es gibt keine Klasse von irreduziblen Existenzvoraussetzungen.
- - -
V 256
Namen/Deskriptive Stützen/Searle: Bsp Everest = Tschomolungma: die deskriptiven Stützen beider Namen betreffen denselben Gegenstand. Namen/SearleVsFrege: Fehler: dass Eigennamen genauso fest und eindeutig wie bestimmte Kennzeichnungen seien.
Schuld ist sein berühmtes Bsp Morgenstern/Abendstern.
Sie sind keine Paradigmen für Eigennamen, sie liegen vielmehr auf der Grenze zwischen bestimmten Kennzeichnungen und Namen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsFrege Shoemaker Vs Frege, G.
 
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Stalnaker I 222
Qualia/Funktionalismus/Stalnaker: dieser wird sie mit einer relationalen Struktur erklären. Wir haben unterscheidende Fähigkeiten und sind disponiert, gewisse Urteile über Ähnlichkeit und Verschiedenheit zu fällen. D.h. wir können gewisse Arten von Erfahrungen mit anderen zusammenfügen.
Unterscheidungsfähigkeit: ist das intrapersonelle Kriterium für die Identität von Qualia.
vertauschte Spektren/Symmetrie/Stalnaker: Angenommen, (wie es die These von den vertauschten Spektren tut) dass die relationale Struktur symmetrisch ist (in gewisser Weise).
Angenommen, wir könnten Typen qualitativer Erfahrungen systematisch permutieren, so dass alle
I 223
Urteile über Gleichheit und Verschiedenheit erhalten bleiben und damit allgemein die gesamte relationale Struktur. Funktionalismus: wird dann funktionale Identität (wegen der Symmetrie), mit qualitativem Kontrast (weil Qualia auf andere Qualia abgebildet wurden, die von ihnen unterscheidbar sind) feststellen.
Pointe: wenn das richtig ist, dann könnte keine funktionalistische Darstellung von Qualia richtig sein.
Vs: das kann man bestreiten
1. indem man die Symmetrie bestreitet. Man kann sagen, dass selbst wenn es eine gewisse Symmetrie in der Struktur von Farberlebnissen gibt, - in den unterscheidenden Fähigkeiten und Urteilen über Gleichheit und Verschiedenheit – die gesamte relationale Struktur aber viel komplexer sei. Es gibt Interaktionen von Farben mit anderen, die bei Permutationen nicht erhalten bleiben.
schlechte Lösung/vertauschte Spektren: zusätzliche Charakteristika einzuführen wie Bsp rot sei heiß, blau sei kühl usw.
Stalnaker: ich folge Shoemaker und lege solche Einwände beiseite. Wir brauchen nur die Möglichkeit einer Symmetrie für einige Lebewesen.
Qualia/Funktionalismus/Stalnaker: da der Funktionalismus Qualia intrapersonell identifiziert über unterscheidende Fähigkeiten, sollte man erwarten, dass er die Frege/Schlick-Sicht akzeptiert. D.h. dass es kein interpersonelles Gegenstück dazu gibt.
Shoemaker: das wäre zu einfach. These: er will interpersonale Vergleiche von Qualia mit einem funktionalistischen Ansatz versöhnen.
Zwar können wir bestimmte qualitative Zustände nicht funktionalistisch definieren, wohl aber Klassen von qualitativen Zuständen.
Klassen qualitativer Zustände: wir definieren funktional die Identitätsbedingungen für Elemente dieser Klasse, dann wir können Relationen phänomenaler (qualitativer) Gleichheit und Verschiedenheit definieren. Damit erhalten wir Äquivalenzklassen von physikalischen Zuständen. Äquivalente Zustände werden solche sein, die Realisationen desselben qualitativen Zustands sind. Dann werden die qualitativen Zustände mit ihren physikalischen Realisierungen identifiziert.
ShoemakerVsFrege/Stalnaker: der Hauptgrund, warum er der Frege/Schlick-Sicht widersteht ist,
I 224
dass er meint, dass man die Kohärenz der Hypothese, dass es intrapersonell vertauschte Spektren geben kann, nicht leugnen kann. Und er glaubt, dass es von da ein Argument für interpersonelle vertauschte Spektren gibt, dem man nicht widerstehen kann.

Shoem I
S. Shoemaker
Identity, Cause, and Mind: Philosophical Essays Expanded Edition 2003

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsFrege Strawson Vs Frege, G.
 
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Searle III 213
Tatsache/Aussage/Strawson: hier gibt es nicht zwei unabhängige Gebilde, Tatsachen sind das, was Aussagen aussagen. Sie sind nicht das, worüber die Aussagen Aussagen sind. Tatsachen: sind nicht sprachunabhängige Dinge in der Welt. Sie enthalten wie "Aussage" und "wahr" selbst einen gewissen Typ von Diskurs in sich.
Frege: Tatsachen sind einfach wahre Aussagen.(!) (Strawson und AustinVs).
Bsp es gibt auch nicht zwei getrennte Typen von Ereignissen wie Gewinnen und Sieg. Der Sieg besteht eben im Gewinnen.
III 214
StrawsonVsFrege: es wäre aber falsch, hier eine genaue Analogie zu ziehen (Allerdings nicht aus Austins Gründen). Tatsache und Aussage sind nicht identisch, weil sie verschiedene Rollen in unserer Sprache spielen! Tatsachen fungieren in einer Weise kausal, wie das wahre Aussagen nicht tun.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsFrege Tugendhat Vs Frege, G.
 
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II 237
Ersetzbarkeit/Frege: er war der Meinung, dass mit dem Prinzip der Ersetzbarkeit bewiesen werden könne, dass die Wahrheitswerte der Sätze den Gegenständen der Namen entsprechen. TugenhatVsFrege: mit diesem Prinzip kann nur bewiesen werden, dass umgekehrt, die Gegenstände der Namen den Wahrheitswerten der Sätze entsprechen.
II 238
Satz/Eigennamen/Tugendhat: Namen und Sätze haben etwas gemeinsam: die Eigenschaft, eine Bedeutung zu haben.
II 243
Def ungerade Bedeutung/Frege: Name eines Satzes. Komplexe Sätze/Frege/Tugendhat: Wahrheitsfunktionen ihrer Teilsätze! Wo das nicht der Fall ist, treten Teilsätze als Namen (ungerade Bedeutung, Zitat) auf.
TugenhatVsFrege: der Gedanke, dass die Bedeutung eines Satzes (in technischem Sinn) nur der Wahrheitswert ist, ist verfehlt. Wenn ein Teilsatz nominalisiert wird, drückt er nach Frege nur einen Teil eines "Gedankens" aus.
II 244
Tugendhat: das Wahrheitswertpotential eines solchen Satzes, (der nicht für sich selbst stehen kann) kann nicht in einem Wahrheitswert bestehen. (Weil die Ersetzung nicht durchgeführt werden kann). Bedeutung/Frege/Tugendhat: das zeigt einmal mehr, dass Freges Begriff der Bedeutung funktional ist: die Bedeutung eines Ausdrucks differiert, je nachdem, ob er seinen selbständigen Gedanken oder nur einen Teil eines solchen ausdrückt.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsFrege Wittgenstein Vs Frege, G.
 
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Brandom I 919
TractatusVsFrege: nichts kann als ein Behaupten gelten, wenn nicht zuvor bereits logisches Vokabular zur Verfügung steht, bereits das einfachste Behaupten setzt die gesamte Logik voraus.
Dummett I 32
Frege Erfassen des Gedankens: psychischer Akt - Gedanke nicht Bewusstseinsinhalt - Bewusstsein subjektiv - Gedanke objektiv - WittgensteinVs
I 35
WIttgensteinVsFrege: keine privaten Gegenstände(Empfindungen), sonst Privatsprache, für das Subjekt selbst unerkennbar WittgensteinVsFrege: Verstehen kein psychischer Vorgang, - echter seelischer Vorgang: Schmerz, Melodie (wie Frege)
Dummett I 62
Wittgensteins Kritik des Gedankens einer privaten hinweisenden Definition besagt implizit, daß Farbwörter keinen der Fregeschen Annahme entsprechenden subjektiven, nicht mitteilbaren Sinn haben können. (WittgensteinVsFrege, Farbwörter). Aber Frege tritt ja ohnehin für einen objektiven Sinn der Farbwörter ein, sofern es um Verständigung geht.
Dummett I 158
WittgensteinVsDummett/WittgensteinVsFrege:lehnt die Auffassung ab, die Bedeutung einer Aussage sei durch die Kennzeichnung ihrer Wahrheitsbedingungen anzugeben. Wittgenstein: Verstehen nicht schlagartig, kein inneres Erlebnis, nicht die gleichen Konsequenzen. - - -
Wolf II 344
Namen/Bedeutung/Existenz/WittgensteinVsFrege: Bsp "Nothung hat eine scharfe Schneide" hat auch dann Sinn, wenn Nothung zerschlagen ist.
II 345
Name nicht Träger: wenn Herr N.N. stirbt, ist nicht der Name gestorben. Sonst hätte es keinen Sinn zu sagen "Herr N.N. ist gestorben". - - -
Simons I 342
Satz/Zusammenhang/Kopula/Tradition/Simons: den Zusammenhalt des Satzes lieferte nach Ansicht der Tradition die Kopula. : Kopula/VsTradition: kommt im Satz nur als normales Wort wie die anderen vor, kann also den Zusammenhalt nicht erklären.
Lösung/Frege: ungesättigte Satzteile.
Satz/WittgensteinVsFrege/Simons: Zusammenhang nur einfach gemeinsames Nebeneinaderstehen von Wörtern (Namen). D.h. es gibt nicht einen Teil des Satzes, der den Zusammenhang herstellt.
Ungesättigtheit/Simons: das entspricht genau der ontologischen Abhängigkeit (oA): ein Satzteil kann nicht ohne gewisse andere existieren.
- - -
Wittgenstein I 16
Semantik/Wittgenstein/Frege/Hintikka: 1. Hauptthese dieses Kapitels: Wittgenstein Einstellung zur Unausdrückbarkeit der Semantik ist derjenigen Freges sehr ähnlich. Wittgenstein vertritt im frühen wie im späten Werk eine klare und pauschale Auffassung von der Art der Beziehungen zwischen Sprache und Welt. Wie Frege ist er der Meinung, sie können sprachlich nicht zum Ausdruck gebracht werden. Früher WittgensteinVsFrege: durch indirekten Gebrauch könne diese Auffassung aber doch mitgeteilt werden.
Nach der These der Sprache als universellem Medium (SUM) lässt sich insbesondere nicht ausdrücken, was der Fall wäre, wenn die semantischen Beziehungen zwischen Sprache und Welt von den gegebenen verschieden wären.
- - -
Wittgenstein I 45
Begriff/Frege/WittgensteinVsFrege/Hintikka: dass ein Begriff wesentlich prädikativ ist, kann Frege sprachlich nicht zum Ausdruck bringen, denn er behauptet, der Ausdruck ’Der Begriff X’ beziehe sich nicht auf einen Begriff, sondern auf einen Gegenstand.
I 46
Begriff/Frege/RussellVsFrege/Hintikka: das genügt, um zu zeigen, dass die Fregesche Theorie nicht wahr sein kann: Die Theorie besteht aus Sätzen, die zufolge der eigenen Theorie gar keine Sätze sein können, und wenn sie keine Sätze sein können, können sie auch nicht wahr sein". (RussellVsFrege) WittgensteinVsFrege/spät: Rückkehr zu den strikteren Maßstäben Russells im Gegensatz zu Frege und dem frühen Wittgenstein selbst.
Wittgenstein spät: betont das rein Deskriptive sehr. Im Tractatus hatte er keineswegs gezögert, über die Umgangssprache hinauszugehen.
- - -
Wittgenstein I 65 ff
gesättigt/ungesättigt/Frege/Tractatus/WittgensteinVsFrege: in Freges Unterscheidung lauere ein verborgener Widerspruch. Beide anerkennen das Kontextprinzip. (immer ganzer Satz für Bedeutung entscheidend).
I 66
Frege: ungesättigte Entitäten (Funktionen) brauchen Ergänzung. Das Kontextprinzip besagt jedoch, dass weder gesättigte noch ungesättigte Symbole außerhalb von Sätzen unabhängige Bedeutung haben! Beide bedürfen also der Ergänzung, also ist der Unterschied müßig! Die übliche Gleichsetzung von der Gegenständen des Tractatus mit Individuen (also gesättigten Entitäten) nicht nur verfehlt, sondern diametral falsch. Es ist weniger irreführend, sie allesamt als Funktionen aufzufassen.
- - -
Wittgenstein I 222
Bsp Zahl/Zahlzuschreibung/WittgensteinVsFrege/Hintikka: Zahlen setzen nicht voraus, dass die gezählten Entitäten einem allgemeinen Bereich sämtlicher Quantoren angehören. "Nicht einmal eine gewisse Allgemeinheit ist der Zahlangabe wesentlich. Bsp ’drei gleich große Kreise in gleichen Abständen’ Es wird gewiss nicht heißen: (Ex,y,z)xe kreisförmig und rot, ye kreisförmig und rot, etc..." Die Gegenstände die Wittgenstein hier betrachtet, sind offenbar phänomenologische Gegenstände. Seine Argumente zeigen hier tendenziell, dass sie nicht nur außerstande sind, in der logischen Notation wiedergegeben zu werden, sondern auch, dass sie in Wirklichkeit keine echten Gegenstände der Erkenntnis sind! ((s) Das ist hier nicht VsFrege).
Wittgenstein: "Freilich könnte man so schreiben: Es gibt drei Kreise, die die Eigenschaft haben, rot zu sein.
I 223
Aber hier tritt der Unterschied zu Tage zwischen uneigentlichen Gegenständen: Farbflecken im Gesichtsfeld, Tönen etc. und den
eigentlichen Gegenständen: Elementen der Erkenntnis.
(>uneigentlich/eigentlich, >Sinnesdaten, >Phänomenologie)
- - -
II 73
Negation/WittgensteinVsFrege: seine Erklärung funktioniert nur, wenn sich seine Symbole durch Wörter ersetzen lassen. Die Verneinung ist komplizierter als das Verneinungs Zeichen.
- - -
Wittgenstein VI 119
WittgensteinVsFrege/Schulte: dieser habe nicht gesehen, was am Formalismus berechtigt ist, dass die Symbole der Mathematik nicht die Zeichen sind, aber doch keine Bedeutung haben. Frege: Alternative: entweder bloße Tintenstriche oder Zeichen von etwas. Dann ist das, was sie vertreten, ihre Bedeutung.
WittgensteinVsFrege: dass diese Alternative nicht richtig ist, zeigt das Schachspiel: hier haben wir es nicht mit den Holzfiguren zu tun, und dennoch vertreten die Figuren nichts, sie haben keine Fregesche Bedeutung (Referenz).
Es gibt eben noch ein Drittes : die Zeichen können verwendet werden wie im Spiel.
- - -
Wittgenstein VI 172
Namen/Wittgenstein/Schulte: Bedeutung ist nicht der Träger! (VsFrege). - - -
Satz/Zeichen/Tractatus: 3.14 .. das Satzzeichen ist eine Tatsache,.
3.141 Der Satz ist kein Wörtergemisch.
3.143 ...dass das Satzzeichen eine Tatsache ist, wird durch die gewöhnliche Ausdrucksform der Schrift verschleiert.
(WittgensteinVsFrege: so war es möglich, dass Frege den Satz einen zusammengesetzten Namen nannte).
3.1432 Nicht: "Das komplexe Zeichen ’aRb’ sagt, dass a in der Beziehung R zu b steht, sondern: dass "a" in einer gewissen Beziehung zu "b" steht, sagt, dass aRb. ((s) Also umgekehrt: Wirklichkeit führt zum Zeichengebrauch). (Anführungszeichen sic).
- - -
IV 28
Erwähnung/Gebrauch/Zeichen/Symbol/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell/Tractatus: ihre Begriffsschrift schließt solche Fehler noch nicht aus. 3.326 Um das Symbol am Zeichen zu erkennen, muss man auf den sinnvollen Gebrauch achten.
- - -
Wittgenstein IV 40
Satz/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: das Verb des Satzes ist nicht "ist wahr" oder "ist falsch", sondern das, was wahr ist, muss das Verb schon enthalten. 4.064 Der Satz muss schon einen Sinn haben. Die Bejahung gibt dem Satz nicht erst seinen Sinn.
IV 47
formale Begriffe/Tractatus: (4.1272) Bsp "Komplex", "Tatsache", "Funktion", "Zahl". WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell: sie werden in der Begriffsschrift durch Variable, nicht durch Funktionen oder Klassen dargestellt.
Bsp Ausdrücke wie "1 ist eine Zahl" oder "es gibt nur eine Null" oder Bsp "2 + 2 = 4 um drei Uhr" sind unsinnig.
4.12721 der formale Begriff ist mit einem Gegenstand, der unter ihn fällt, bereits gegeben.
IV 47/48
Man kann also nicht Gegenstände eines formalen Begriffs und den formalen Begriff selbst als Grundbegriffe einführen. WittgensteinVsRussell: man kann nicht den Begriff der Funktion und spezielle Funktionen als Grundbegriffe einführen, oder Bsp den Begriff der Zahl und bestimmte Zahlen.
Nachfolger/Begriffsschrift/Wittgenstein/Tractatus: 4.1273 Bsp b ist Nachfolger von a: aRb, (Ex):aRx.xRb, (Ex,y): aRx.xRy.yRb...
allgemein/Allgemeines/Allgemeinheit/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell: das allgemeine Glied einer Formenreihe kann nur durch eine Variable ausgedrückt werden, denn der Begriff: "Glied dieser Formenreihe" ist ein formaler Begriff. Die beiden haben das übersehen: die Art, wie sie allgemeine Sätze ausdrücken wollen, ist zirkulär.
IV 49
Elementarsatz/Atomismus/Tractatus: 4.211 ein Zeichen des Elementarsatzes ist es, dass kein Elementarsatz mit ihm im Widerspruch stehen kann. Der Elementarsatz besteht aus Namen, er ist eine Verkettung von Namen.
WittgensteinVsFrege: er ist nicht selbst ein Name!
IV 53
Wahrheitsbedingungen/Wahrheit/Satz/Ausdruck/Tractatus: 4.431 der Satz ist Ausdruck seiner Wahrheitsbedingungen. (pro Frege). WittgensteinVsFrege: falsche Erklärung des Wahrheitsbegriffs: wären "das Wahre" und "das Falsche" wirklich Gegenstände und die Argumente in ~p etc., dann wäre nach Freges Bestimmung der Sinn von "~p" keineswegs bestimmt!
Satzzeichen/Tractatus: 4.44 das Zeichen, das durch die Zuordnung jeder Abzeichen "W" und der Wahrheitsmöglichkeiten entsteht.
Gegenstand/Satz/Tractatus: 4.441 es ist klar, dass dem Komplex der Zeichen
IV 54
"F" und "W" kein Gegenstand entspricht. Es gibt keine "logischen Gegenstände". Urteilsstrich/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 4.442 der Urteilsstrich ist logisch ganz bedeutungslos. Er zeigt nur an, dass die betreffenden Autoren den Satz für wahr halten.
Wittgenstein pro Redundanztheorie/Tractatus: (4.442) ein Satz kann unmöglich von sich selbst sagen, dass er wahr ist. (VsFrege: Vs Urteilsstrich).
IV 59
Bedeutung/WittgensteinVsFrege/Tractatus: (5.02) die Verwechslung von Argument und Index liegt Freges Theorie der Bedeutung
IV 60
der Sätze und Funktionen zugrunde. Für Frege waren Sätze der Logik Namen, deren Argumente die Indices dieser Namen.
IV 62
Schließen/Schlussfolgerung/Folgebeziehung/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 5.132 die "Schlussgesetze", die bei den beiden die Schlüsse rechtfertigen sollen, sind sinnlos und wären überflüssig. 5.133 Alles Folgern geschieht a priori.
5.134 aus einem Elementarsatz lässt sich kein anderer folgern.
((s) Schließen: aus Sätzen, nicht aus Sachlagen.)
5.135 Auf keine Weise kann aus dem Bestehen irgendeiner Sachlage auf das Bestehen einer,
IV 63
von ihr gänzlich verschiedenen Sachlage geschlossen werden. Kausalität: 5.136 einen Kausalnexus, der einen solchen Schluss rechtfertigt, gibt es nicht.
5.1361 Die Ereignisse der Zukunft können wir nicht aus den gegenwärtigen erschließen.
IV 70
Urzeichen/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.42 die Möglichkeit der kreuzweisen Definition der logischen "Urzeichen" Freges und Russells (Bsp >, v) zeigt schon, dass dies keine Urzeichen sind und erst recht, dass sie keine Relationen bezeichnen.
Wittgenstein IV 101
Evidenz/Kriterium/Logik/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.1271 merkwürdig, dass ein so exakter Denker wie Frege sich auf das Einleuchten als Kriterium des logischen Satzes berufen hat.
IV 102
Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben, sondern das Wesentliche ist, dass die Gleichung nicht notwendig ist, um zu zeigen, dass die beiden Ausdrücke, die das Gleichheitszeichen verbindet, dieselbe Bedeutung haben, da sich dies aus den beiden Ausdrücken selbst ersehen lässt.
Wittgenstein II 343
Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln. (WittgensteinVs). Weshalb lag den beiden so sehr daran, die Zahl zu definieren?

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsFrege Wright Vs Frege, G.
 
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EMD II 223
natürliche Sprache/Frege: ungenau, das ist ein Mangel, den es abzustellen gilt. Logik/Crispin WrightVsFrege: für vage Prädikate scheint es eine besondere Logik zu geben.
II 226
WrightVsFrege: es scheint so, als hinge der ganze Sprachgebrauch, um informativ zu sein vom erfolgreichen Gebrauch vager Prädikate ab.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsFrege Verschiedene Vs Frege, G. Dummett I 18
Sinn: Nach Frege hat der Ausdruck den Sinn einfach. Dem Verwender braucht sein Sinn nicht immer vorzuschweben. Für sich genommen ist der Sinn objektiv, daher kann er von mehr als einem Bewußtsein erfaßt werden. Hier wird gewöhnlich angemerkt VsFrege: daß die Objektivität des Sinns nicht ausreicht, um die Objektivität der Verständigung zu gewährleisten. Dazu müsse feststehen, welcher Sinn mit welchem Ausdruck verknüpft sei.
Dummett I 33
In letzter Zeit haben einige analytische Philosophen VsFrege den Vorwurf der überaus subjektiven Interpretation der Empfindungen gemacht.
IV 21
Urteil/Frege/Patzig: ebenfalls undefinierbar und logisch einfach.
IV 22
Die Einführung eines Namens dafür ist nicht möglich. Funktion/Frege/Patzig: ebenfalls undefinierbar: da Begriffe eine besondere Klasse von Funktionen sind.
PatzigVsFrege: es kann unterschiedliche Gebiete geben, die jeweils Verschiedenes als Grundbegriff wählen. Das führt zu keinem Zirkel.
Es muß nicht "prinzipiell undefinierbare" Begriffe geben.
Def Tatsache/Frege: ein wahrer Gedanke.
PatzigVsFrege: überspannt, wenn nun der Begriff der Tatsache durch den des "wahren Gedankens" erklärt werden soll.
IV 27
Gedankengefüge/PatzigVsFrege: seine Ansicht, die sechs zweistelligen Gedankengefüge bildeten ein "abgeschlossenes Ganzes" findet heute keinen Anklang mehr. Man könnte statt 6 eher 16 einführen (>Post).





Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsFrege Schiffer Vs Frege, G.
 
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Stephen Schiffer
I XV
Glauben/Schiffer: ist keine Relation zu dem, was geglaubt wird SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprachen haben keine kompositionalen Bedeutungstheorien (BT).
Prop Einst/Schiffer: spät: These: können nicht reduziert oder erklärt werden!
"Keine-Theorie-Theorie"/Schiffer: alle gegenwärtigen Philosophien der Bedeutung und der Intentionalität gehen von falschen Voraussetzungen aus. These: es kann keine BT geben.
- - -
I 144
SchifferVsKompositionalität: wir können jetzt schließen, dass keine natürliche Sprache eine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) hat. Denn sonst wäre die Relationstheorie korrekt. Außerdem hat sie auch keine kompositionale Bedeutungstheorie, denn dann müsste sie auch eine kompositionale Semantik sein.
Verstehen/SchifferVsFrege: also sind kompositionale Semantiken nicht erforderlich um Sprachverstehen zu erklären!
Schiffer: so weit sind die Argumente aber noch nicht sehr tragfähig. Wir haben noch Arbeit vor uns.
- - -
I 182
Kompositionalität/SchifferVsFrege/Problem: intentionale Ausdrücke wie Bsp "ist ein Bild von", Bsp „wahr“, - Adjektive wie Bsp „groß“, Bsp "Spielzeug-" (Soldat). – Bsp Adverbien - evaluative Ausdrücke wie "sollte", "gut", - Bsp Pronomen und Demonstrativa - Bsp alltagssprachliche Quantoren wie "jeder", "alle", "einige" Auch kontrafaktische Konditionale und modale Ausdrücke stellen schwierige ontologische Probleme auf für eine kompositionale Semantik.
I 183
Lösung/Schiffer: vielleicht sollte man die Idee aufgeben, dass hier etwas zu tun wäre, um die Semantik dieser Ausdrücke zu geben. 3. (wichtigster Punkt): These: natürliche Sprachen brauchen überhaupt keine kompositionale Semantik.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsFrege Hintikka Vs Frege, G.
 
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Cresswell I 148
Kompositionalität/Cresswell: es ist seit langem bekannt, daß sie auf der Oberflächenstruktur fehlschlägt. (Cresswell 1973, S 77). HintikkaVsKompositionalität/HintikkaVsFrege: H. sagt, daß sie einfach falsch ist. Damit ignoriert er die Tiefenstruktur. Und tatsächlich kann man den Unterschied der zwei Lesarten von (39) (Jeder liebt jemand) spieltheoretisch als Wechsel der Reihenfolge in der Wahl von Individuen auffassen. Dann könnte man sagen, daß das einzige sprachliche Objekt die Oberflächenstruktur ist.
CresswellVsHintikka: aber wenn es darum geht, sind seine Beobachtungen nicht neu. Kompositionalität/Cresswell: schlägt fehl, wenn wir sagen, daß die zwei Lesarten von der Reihenfolge abhängt, in der wir zuerst "und" und dann "oder" bearbeiten oder umgekehrt.
Dennoch wird das Frege-Prinzip (= Kompositionalität) dann wiederum auf (44) bzw. (45) anwendbar. So wird es bei Montague behandelt. (s.u. Anhang IV: Spieltheoretische Semantik).
I 149
HintikkaVsKompositionalität/HintikkaVsFrege: schlägt auch bei Quantifikation höherer Stufe fehl. CresswellVsHintikka: das ist ein Irrtum: zunächst ist gar keine Kompositionalität wirksam in der Übersetzung 1. Stufe von Sätzen wie (29).
Aber Autoren,die Entitäten höherer Ordnung gebrauchen (Montague und Cresswell) sehen sich nicht als Leugner des Frege-Prinzips. Das scheint Hintikka (1982, S 231 anzuerkennen).
I 161.
"ist"/Frege/Russell: mehrdeutig in der Alltagssprache. HintikkaVsFrege/KulasVsFrege: (1983): stimmt nicht!
Cresswell: dito, bloß ist die "normale Semantik" sowieso nicht auf Frege-Russell verpflichtet.
- - -
Hintikka I 45
(A) Wissen/Wissensobjekte/Frege/Hintikka: ihm ging es darum, welche Objekte wir annehmen müssen, um das logische Verhalten der Sprache zu verstehen, wenn es um Wissen geht.
Lösung/Frege/Hintikka: (s.u.: Freges Wissensobjekte sind die Fregeschen Sinne, >reifiziert, intensionale Objekte).
Hintikka: mir geht es zunächst um die Individuen von denen wir in epistemischen Kontexten reden, erst in zweiter Linie geht es mir darum, ob wir sie „Wissensobjekte“ nennen können.
MöWe-Semantik/HintikkaVsFrege: seinem Ansatz können wir die MöWe-Semantik gegenüberstellen. (Hintikka pro MöWe-Semantik).
I 46
Idee: Anwendung von Wissen führt zur Elimination von MöWe (Alternativen). MöWe/Hintikka: der Ausdruck ist irreführen, weil zu global.
Def Szenario/Hintikka: alles, was mit dem Wissen eines Wissenden kompatibel ist. Wir können sie auch bs Wissenswelten nennen.
Menge aller Möwe/Hintikka: können wir als illegitim bezeichnen. (FN 5).
Wissensobjekt/Hintikka: das können Gegenstände, Personen, Artefakte usw. sein.
Referenz/Frege/Hintikka: Frege geht von einer vollständig referentiellen Sprache aus. d.h. alle unsere Ausdrücke stehen für irgendwelche Entitäten. Diese können als Freges Wissensobjekte genommen werden.
Identität/Substituierbarkeit/SI/Terminologie/Frege/Hintikka: SI sei die These von der Substituierbarkeit der Identität ((s) gilt nur eingeschränkt in intensionalen (opaken) Kontexten).
I 47
(…) Bsp (1) …Ramses wusste dass der Morgenstern = der Morgenstern
Daraus kann man nicht schließen, dass Ramses wusste, dass der Morgenstern = der Abendstern (obwohl MS = AS).
I 48
Kontext/Frege/Hintikka: Frege unterscheiden zwei Arten von Kontext: direkter Kontext/Frege/Hintikka: extensional, transparent
indirekter Kontext/Frege/Hintikka: intensional, opak. Bsp Kontexte mit "glaubt" (Glaubenskontexte). ((s) Terminologie: "ext", "opak" usw. nicht von Frege).
Frege/Hintikka: nach seinem Bild:
(4) Ausdruck > Sinn > Referenz.
((s) D.h. nach Frege bestimmt die Intension die Extension.)
Intensionale Kontexte/Frege/Hintikka: hier ist das Bild modifiziert:
(5) Ausdruck ( > ) Sinn ( > Referenz)
Def systematische Mehrdeutigkeit/Frege/Hintikka: alle unsere Ausdrücke sind systematisch mehrdeutig, d.h. sie referieren auf verschiedene Dinge, je nachdem, ob es sich um direkte (transparente, extensionale) Kontexte handelt oder um indirekte (intensionale, opake).
Fregescher Sinn/Hintikka: Fregesche Sinne sind bei Frege besondere Entitäten, um überhaupt als Referenten in intensionalen Kontexten funktionieren zu können.
Bsp um die Inferenz im obigen Beispiel (MS/AS) wiederherstellen zu können, brauchen wir nicht die
Identität von Morgenstern und Abendstern, sondern die
Identität des Fregeschen Sinns von "Morgenstern" und "Abendstern".
I 49
Pointe: aber Frege reinterpretiert die Identität im Ausdruck MS = AS selbst nicht in dieser Weise. Er kann dies nämlich nicht ausdrücken, denn dort kommt die Identität in einem extensionalen Kontext vor, und später in einem intensionalen Kontext. Identität/Frege/Hintikka: daher kann man nicht sagen, dass Frege unseren normalen Begriff der Identität uminterpretiert.
Problem: es ist nicht einmal klar, ob frege die Identität der Sinne durch einen expliziten Satz ausdrücken kann. Denn in seiner eigenen formalen Sprache (in "Begriffsschrift" und "Grundgesetze2) gibt es keinen Satz, der dies könnte. Das sagt er selbst in "Über Sinn und Bedeutung": auf die Sinne unserer Ausdrücke können wir nur referieren, indem wir das Präfix „der Sinn von“ voranstellen. Aber dies gebraucht er niemals selbst.
(B)
Wissensobjekte/MöWe-Ansatz/HintikkaVsFrege:
Idee: Wissen führt dazu, dass wir einen intentionalen Kontext schaffen der uns zwingt, gewisse Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Diese Nennen wir MöWe.
neu: wir betrachten nicht neue Entitäten (intensionale Entitäten) neben den Referenten, sondern wir betrachten dieselben Referenten in verschiedenen MöWe.
MS/AS/MöWe-Semantik/Hintikka: Lösung: "Morgenstern" und "Abendstern" greifen nun dasselbe Objekt heraus, nämlich den Planeten in der wirklichen Welt.
I 50
(C) MöWe-Semantik/HintikkaVsFrege: hier gibt es keine systematische Mehrdeutigkeit, d.h. die Ausdrücke bedeuten intensional dasselbe wie extensional.
Bsp Zu wissen, was John weiß heißt, die MöWe zu kennen, die mit seinem Glauben kompatibel sind, und zu wissen, welche es nicht sind.
I 51
Extraprämisse: dazu muss sicher sein, dass ein Ausdruck in verschiedenen MöWe dasselbe Individuum herausgreift. Kontext: was die relevanten Möwe sind, hängt vom Kontext ab.
Bsp Ramses: hier ist der Fall klar,
Dagegen:
Bsp Herzl wusste, dass Loris ein großer Dichter ist
Zusätzliche Prämisse: Loris = Hofmannsthal.
I 53
Bedeutungsfunktion/MöWe-Semantik/Hintikka: der Unterschied meines Ansatzes zu dem von Frege ist der, dass ich die Probleme lokal betrachte, während Frege sie global betrachtet. Fregescher Sinn/(=Weise des Gegebenseins)Hintikka: muss als definiert für alle möglichen Welten (MöWe) angesehen werden.
Dagegen:
Hintikka: wenn Fregescher Sinn als Bedeutungsfunktion konstruiert wird, muss er in meinem Ansatz nur als für die relevanten Alternativen definiert angesehen werden.
Frege: gebraucht eben implizit den Begriff der Identität der Sinne. Und als Bedeutungsfunktion ist die Identität nur gegeben, wenn die mathematische Funktion für alle relevanten Argumente gilt.
Totalität/Hintikka: dieser Begriff der Gesamtheit aller logisch möglichen MöWe ist nun höchst zweifelhaft.
Lösung/Hintikka: gerade die MöWe-Semantik hilft, auf die Gesamtheit aller Möwe zu verzichten. ((s) Und nur die relevanten Alternativen, festgelegt durch den Kontext, zu betrachten).
Fregescher Sinn/Hintikka: wurde quasi als ein Objekt konstruiert (Einstellungsobjekt, propositionales Objekt Gedankenobjekt, Glaubensobjekt) Und zwar, weil sie als Entitäten in der wirklichen Welt (WiWe) angenommen wurden, wie abstrakt auch immer.
I 54
Bedeutungsfunktion/BF/HintikkaVsFrege/Hintikka: anders als die Fregeschen Sinne sind BF weder hier noch sonstwo. Problem/Hintikka: Frege war in Versuchung, seine „Sinne“ zu reifizieren.
Wissensobjekt/Gedankenobjekt/Frege/Hintikka: Frege hat das Problem, anders als z.B. Quine nie berücksichtigt.
Existentielle Generalisierung/EG/Hintikka: berechtigt uns, von einem Satz S(b) mit einem sing Term "b" zur Existenzaussage (Ex) S(x) überzugehen.
Dies schlägt fehl in intensionalen (epistemischen) Kontexten.
Übergang von "any" zu "some".
Bsp epistemischer Kontext:
(10) (Prämisse) George IV wußte, dass (w = w)
(11) (versuchsweise Konklusion) (Ex) George IV wußte dass (w = x)
I 55
Problem: der Übergang von (10) zu (11) schlägt fehl, weil (11) die Stärke von (12) hat (12) George IV wußte, wer w ist.
EG/Fehlschlagen/Lösung/Frege/Hintikka: nahm an, dass wir es in intensionalen (opaken) Kontexten mit Ideen von Referenten zu tun haben.
HintikkaVsFrege: Problem: dann würde (11) auf jeden Fall aus (10) folgen ((s) Und das ist gerade nicht gewünscht). Denn man müsste annehmen, dass es auf jeden Fall irgendeinen Sinn gibt, unter dem George IV sich ein Individuum w vorstellt.
Problem: "w" greift in verschiedenen MöWe verschiedene Individuen heraus.
I 56
MöWe-Semantik/Lösung/Hintikka: Bsp Angenommen, (13) George weiß, dass S(w)
zu
(14) (Ex) George weiß, dass S(x)
wobei S(w) keine Ausdrücke enthält, die opake Kontexte schaffen.
Dann brauchen wir eine zusätzliche Bedingung
(15) (Ex) in allen relevanten MöWe (w = x)
Das ist aber kein wohlgeformter Ausdruck in unserer Notation. Wir müssen sagen, was die relevanten MöWe sind.
Def relevante Möwe/Hintikka: sind alle die, die kompatibel sind mit dem Wissen von George.
Damit ist (15) gleichbedeutend mit
(16) (Ex) George weiß, dass (w = x).
Dies ist die zusätzliche Prämisse. D.h. George weiß, wer w ist. (Wissen-dass, Wissen-wer, Wissen-was).
Wissen-was/logische Form/Hintikka/(s): entspricht "weiß, dass (x = y)" ((s) >Einerklasse, Einermenge).
Bsp Wissen, dass „soundso es getan hat“ hilft nicht zu wissen, wer es war, außer man weiß, wer soundso ist. ((s) d.h. aber, dass man y kennt!
Lösung/Hintikka/(s): die Menge der mit dem Wissen kompatiblen MöWe)
I 57
Bedeutungsfunktion/MöWe-Semantik/Hintikka: um hier eine Lösung zu sein, muss die Bedeutungsfunktion (s.o.) eine konstante Funktion sein, d.h. sie muss in alle Möwe dieselben Individuen herausgreifen. Frege/Identität/opaker Kontext/Hintikka: Frege hatte es mit dem Fehlschlagen der SI (Substituierbarkeit bei Identität) ((s) d.h. dass die Individuen vielleicht einen anderen Namen haben) zu tun, nicht mit dem Fehlschlagen der EG (existentielle Generalisierung). ((s) D.h. dass die Individuen vielleicht nicht existieren).
Hintikka: daher brauchen wir verschiedene zusätzliche Prämissen.
MöWe-Semantik:
SI: hier brauchen wir für SI nur die Annahme, dass wir die Referenten zweier verschiedener Terme in jeder MöWe vergleichen können.
EG: hier müssen wir die Referenz ein und desselben Terms in alle MöWe vergleichen.
Frege/Hintikka: nun scheint es, da man Frege noch auf eine andere Weise verteidigen könnte: nämlich, dass wir nun über Weltlinien (als Entitäten) quantifizieren. ((s) Das würde Freges Platonismus entgegenkommen.)
I 58
Weltlinien/Hintikka: sind also irgendwie "real"! Sind sie also nicht irgendwie wie die "Fregeschen Sinne"? HintikkaVs: es geht gar nicht um einen Kontrast zwischen weltgebunden Individuen und Weltlinien als Individuen.
Weltlinien/Hintikka: wir sollten aber gar nicht sagen, dass Weltlinien etwas sind, was "weder hier noch dort" ist. Weltlinien zu gebrauchen heißt nicht, die zu reifizieren.
Lösung/Hintikka: wir brauchen Weltlinien, weil es ohne sie nicht einmal Sinn machen würde überhaupt zu fragen, ob ein Bewohner einer Möwe derselbe ist, wie der einer anderen Möwe ((s) Querwelteinidentität).
I 59
Weltlinie/Hintikka: gebrauchen wir anstelle von Freges "Weise der Gegebenheit". HintikkaVsFrege: sein Fehler war es, die "Gegebenheitsweisen" zu reifizieren als "Sinn". Sie sind nicht etwas, das in der aktualen Welt (WiWe) existiert.
Quantifikation/Hintikka: daher müssen wir in diesem Zusammengang auch gar nicht fragen "worüber wir quantifizieren".
- - -
I 109
Frege-Prinzip/FP/Kompositionalität/Hintikka: wenn wir von außen nach innen vorgehen, können wir uns erlauben, dass das FP verletzt wird. (D.h. dass die semantische Rolle der Konstituenten im Innern kontextabhängig sind).
I 110
HintikkaVsFrege/HintikkaVsKompositionalität: These: Bedeutungen (meaning entities) sollten nicht Schritt für Schritt aus einfacheren im Tandem mit syntaktischen Regeln hergestellt werden. Sie sollten stattdessen, zumindest in einigen Fällen, als Regeln der semantischen Analyse verstanden werden. - - -
Wittgenstein I 71
Def Existenz/Wittgenstein: Prädikat höherer Ordnung und wird nur durch den Existenzquantor artikuliert. (Frege dito).
I 72
Hintikka: viele Philosophen meinen, dass das nur eine technische Umsetzung der älteren Idee sei, dass die Existenz kein Prädikat sei. HintikkaVsFrege: die Unausdrückbarkeit der Einzelexistenz bei Frege ist aber einer der schwächsten Punkte. Man kann auf einer rein logische Ebene auch ohne die Fregesche Voraussetzung auskommen.
HintikkaVsFrege: Widerspruch bei Frege: verstößt gegen den Grundsatz, die Existenz ausschließlich durch den Quantor auszudrücken, denn die These der Unausdrückbarkeit bedeutet, dass durch jede zugelassene Individuenkonstante Existenz-Annahmen in die logische Sprache eingeschleust werden.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsFrege Berka Vs Frege, G.
 
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Berka I 56
Anmerkung BerkaVsFrege: FregeVsSchröder: ((s) > Frege: "Die Null darf in einer Menge enthalten sein, aber nicht als Element")) Frege hat das Problem gar nicht in seiner Bedeutung auch für sein logizistisches Programm erkannt.

Berka I 387
Bezeichnen/Bedeutung/Frege: ("Sinn und Bedeutung") zweidimensionale Semantik: Identifiziert Bezeichnungs und Bedeutungsfunktion.
Frege: identifiziert Bezeichnen und Bedeuten wegen des universalen Charakters der Logik. Diese kann sich mit dem Inhalt konkreter Aussagen nicht befassen.
I 388
Für die Deduktion (Folgebeziehung) ist es hinreichend, wenn die Voraussetzungen wahr sind. BerkaVsFrege: durch diese Identifikation wird eine wichtige Abstraktionsstufe übergangen, die die Beziehung von Logik und Realität klären kann. Es wird nicht gefragt, warum eine Aussage wahr ist.

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsFrege Stalnaker Vs Frege, G.
 
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I 260
Ich/Selbst/Frege: "jeder ist selbst in einer besonderen und einfachen Weise gegeben. ...~nur das Subjekt selbst kann solche Gedanken erfassen". StalnakerVsFrege: das ist nur ein unglücklicher Ausrutscher.
Metaphysik/Selbst/Stalnaker: ich glaube nicht, dass die Metaphysik so leicht vermieden werden kann. Wenn der Gedanke "Ich bin TN" verstellbar falsch ist (selbst wenn einlogisch allwissender TN ihn erfassen könnte ohne zu wissen, dass er wahr ist) warum ist seine Falschheit nicht eine metaphysische Möglichkeit?

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsFrege Chisholm Vs Frege, G.
 
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Chisholm II 179
Negation/Frege: Problem: negative Sachverhalte: Lösung: einfach Postulat von zwei Wahrheitswerten, sowie einer Funktion xi (), die das Wahre in das Falsche verwandelt und alles andere in das Wahre. WittgensteinVsFrege: das Verbindende steht nicht für Funktionen oder irgendetwas anderes. Gegen die funktionale Darstellung der Verbindungen durch Frege.
I 111
Kennzeichnungen/Chisholm: Frage können sie nichtbezeichnend sein? Bsp "Senator Baker wäre ein anderer Jimmy Carter". Frage: verwenden wir hier "Jimmy Carter" so, daß damit Jimmy Carter bezeichnet wird? Chisholm: ja.
Eigennamen/Namen/Frege: können manchmal als Begriffswort gebraucht werden:
Bsp "Triest ist kein Wien".
ChisholmVsFrege: doch sagt uns dieser Satz nicht, daß wir nicht erwarten dürfen, in Triest die Art von Dingen zu finden, die typisch für Wien sind? Dann fungiert "Wien" hier nicht als Begriffswort.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsFrege Simons Vs Frege, G.
 
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I 102
Klasse/FregeVsSchröder: man muss unterscheiden: a) "logische" Klassen: = Werteverläufe und
I 103
b) "konkrete" Klassen: ein Kalkül kollektiver Klassen ist nur ein Kalkül von Teil und Ganzen. SimonsVsFrege: das stellte sich ironischerweise als viel angreifbarer als Schröders "Mannigfaltigkeiten" heraus.
Lesniewski: kannte Freges Kritik.
- - -
I 290
Individuum/Frege/Simons: alles, was durch einen Namen benannt wird. SimonsVsFrege: davon hat man sich erst spät erholt. Es gibt aber auch plurale Namen (>plurale Designation, plurale Referenz (>Black) s.o.). Und auch leere Namen.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsFrege Verifikationismus Vs Frege, G.
 
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Field II 104
Verifikationstheorie/VsFrege/VsRussell/VsTractatus/VsRamsey/Bedeutung/Field: hier ist der Hauptbegriff nicht Wahrheitsbedingungen (WB) sondern Verifikations-Bedingungen (VB). (Vielleicht über Reize). Diese werden ohne daß-Sätze gegeben. WB/Rege/Russell/Field: einige Vertreter dieser Linie werden sagen, was beim Verifikationismus ausgelassen ist, sind nicht die WB, sondern propositionaler Inhalt.
Proposition/Verifikationismus/Field: kann der Verifikationist dann einfach als Klasse von VB bezeichnen. Für eine Äußerung drückt die entsprechende Proposition dann die Menge der VB aus, die sie hat. So mußten Propositionen im verifikationistischen Sinn nicht mit daß-Sätzen beschrieben werden.
Proposition/Inflationismus/Frege/Russell/Field: würde sagen, daß das keine richtigen Propositionen sind, weil diese WB einschließen müssen. InflationismusVsVerifikationismus.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsFrege Patzig Vs Frege, G.
 
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IV 20
Urteil/Frege/Patzig: ebenfalls undefinierbar und logisch einfach.
IV 21
Die Einführung eines Namens dafür ist nicht möglich. Funktion/Frege/Patzig: ebenfalls undefinierbar: da Begriffe eine besondere Klasse von Funktionen sind.
PatzigVsFrege: es kann unterschiedliche Gebiete geben, die jeweils Verschiedenes als Grundbegriff wählen. Das führt zu keinem Zirkel.
Es muss nicht "prinzipiell undefinierbare" Begriffe geben.
IV 22
Def Tatsache/Frege: ein wahrer Gedanke. PatzigVsFrege: überspannt, wenn nun der Begriff der Tatsache durch den des "wahren Gedankens" erklärt werden soll.
IV 27
Gedankengefüge/PatzigVsFrege: seine Ansicht, die sechs zweistelligen Gedankengefüge bildeten ein "abgeschlossenes Ganzes" findet heute keinen Anklang mehr. Man könnte statt 6 eher 16 einführen (>Post).
VsFrege Burkhardt Vs Frege, G.
 
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Wolf II 341
BurkhardtVsFrege: seine Ansicht ist falsch, Eigennamen hätte sowohl Bedeutung als auch Sinn.
II 342
Namen/Burkhardt: unterscheiden sich von allen übrigen Wortarten dadurch, dass sie nur in der aktuellen Verwendung auf etwas referieren können. (parole). Wenn ich einen Namen höre, weiß ich schon, bevor ich weiß, auf wen er referiert, dass er sich auf ein Individuum bezieht.
II 343
Referenz/Strawson: nicht Ausdrücke referieren, sondern Menschen mit Hilfe von Sprachzeichen. Burkhardt: das gilt nicht von Eigennamen: bevor sie in der Sprechhandlung auf etwas verweisen können, muss ihre Beziehung zu dem Referenten bereits vorher konventionell festgelegt sein.
Namen/Benennen/Wittgenstein: (PU § 15): "Es wird sich oft nützlich erweisen, wenn wir uns beim Philosophieren sagen: Etwas benennen, das ist etwas Ähnliches, wie einem Ding ein Namenstäfelchen anheften". (> mere tags).
Namen/Burkhardt: so muss Freges Kontextprinzip (Frege-Prinzip) in Bezug auf Namen aufgegeben werden!.
II 343/344
Frege hatte deshalb guten Grund, den Gegenstand als die Bedeutung des Namens anzunehmen! (>"mere tag"). Namen/Strawson: haben keinen Beschreibungsgehalt.
BurkhardtVsStrawson: damit ist völlig unklar geworden, was er unter Konventionen verstehen will.
Bedeutung/Namen/Träger/Burkhardt: die Namenbedeutung besteht im Trägerbezug. Das sind die allgemeinen Referenzkonventionen.
Namen/Bedeutung/Kriterien/Wittgenstein/Searle/Frege/Russell: die Identitätskriterien im Sinne von Vorstellungen über den Träger sind wesentlich für die Bedeutung des Namens. (Lager).
Namen/Bedeutung/Existenz/WittgensteinVsFrege: Bsp "Nothung hat eine scharfe Schneide" hat auch dann Sinn, wenn Nothung zerschlagen ist.
II 345
Name nicht Träger: wenn Herr N.N. stirbt, ist nicht der Name gestorben. Sonst hätte es keinen Sinn zu sagen "Herr N.N. ist gestorben". Kriterien/Bedeutung/Alltagssprache/Burkhardt: die Alltagssprache gibt kein Kriterium bei philosophischen oder wissenschaftlichen Entscheidungen ab:
Die Alltagssprache entscheidet zwar, welche Bedeutung ein Wort hat, aber nicht, was Bedeutung ist!
Bedeutung/Namen/Burkhardt: drei Möglichkeiten:
1. Namen haben Bedeutung, dann ist das, gemäß der Konventionen der Träger
2. alle Namen haben dieselbe Bedeutung: nämlich ihre eindeutige Referenzfunktion! (Gebrauchstheorie).
3. Namen haben gar keine Bedeutung.
II 349
Sinn/Namen/Identität/BurkhardtVsFrege: dass Identitätsurteile informativ seien, dafür sei es notwendig, dass der Sinn auf beiden Seiten des Gleichheitszeichens verschieden ist, während der Referent identisch ist.
II 350
Burkhardt: die Aussage wäre aber auch dann informativ, wenn der Hörer mit keinem der beiden Namen eine Vorstellung verbände. So wird Sinn doppeldeutig. Dass unterschiedliche Vorstellung überhaupt bestehen, ist nur ein Sonderfall. So ist der Sinn etwas Sekundäres.
Deshalb kann auch der als subjektiv verstandene Sinn nicht zur Bedeutung gehören.

Burk I
A. Burkhardt
Politik, Sprache und Glaubwürdigkeit. Linguistik des politischen Skandals Göttingen 2003

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsFrege Waismann Vs Frege, G.
 
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Waismann I 77
Frege: Definition der Zahl in zwei Schritten a) wann sind zwei Mengen gleichzahlig.
b) Definition des Begriffs der "Anzahl": sie ist gleich, wenn jedem Element der einen ein Element der anderen Menge entspricht. Eineindeutige Relation.
Unter
Def "Zahl einer Menge"/Frege: versteht er die Menge aller mit ihr gleichzahligen Mengen. Bsp Die Zahl 5 ist die Gesamtheit aller Fünferklassen in der Welt.
VsFrege: wie sollen wir feststellen dass zwei Mengen gleichzahlig sind? Offenbar durch Aufweisung einer solchen Relation.
Bsp Wenn man dazu etwa Löffel auf Tassen verteilen muss, dann hat die Relation vorher also nicht bestanden.
Solange die Löffel nicht auf den Tassen lagen, waren die Mengen nicht gleichzahlig. Das entspricht aber nicht dem Sinn, in dem man das Wort gleichzahlig verwendet. Also geht es darum, ob man die Löffel an die Tassen legen kann.
Aber was bedeutet "kann"?
I 78
Dass gleich viele Exemplare vorhanden sind. Nicht die Zuordnung bestimmt die Gleichzahligkeit, sondern umgekehrt. Die vorgeschlagene Definition gibt zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für die Gleichzahligkeit und fasst den Ausdruck "gleichzahlig" zu eng.
Klasse: Liste ("Schulklasse") logisch oder Begriff (Säugetiere) empirisch. Bei zwei Listen ist es weder emopirisch noch logisch zu sagen, sie lassen sich einander zuordnen. Bsp
1.Sind in diesem Zimmer ebenso viele Personen wie im Nebenzimmer? Ein Experiment liefert die Antwort.
2. Sind 3x4 Tassen gleichzahlig mit 12 Löffeln? Man kann das durch Ziehen von Linien beantworten, was kein Experiment ist, sondern ein Vorgang in einem Kalkül.
Nach Frege sind zwei Mengen nicht gleichzahlig, wenn man die Relation nicht herstellt. Man hat zwar etwas definiert, aber nicht den Begriff "gleichzahlig". Man kann die Definition erweitern, indem man davon spricht, dass sie zugeordnet werden können. Aber das ist wieder nicht richtig. Denn sind die beiden Mengen durch ihre Eigenschaften gegeben, so ist es immer sinnvoll, ihr Zugeordnetsein zu behaupten, (das hat aber einen verschiedenen Sinn, je nach dem Kriterium, an dem man die Möglichkeit der Zuordnung erkennt: dass die beiden gleichzahlig sind, oder dass es Sinn haben soll, von einer Zuordnung zu sprechen!
Tatsächlich gebrauchen wir das Wort "gleichzahlig" nach verschiedenen Kriterien: von welchen Frege nur ein einziges hervorhebt und zum Paradigma macht. Bsp
1. Liegen auf dem Tisch 3 Tassen und 3 Löffel, so sieht man auf einen Blick die Zuordenbarkeit.
II 79
2. Ist die Anzahl nicht übersehbar, sie aber in eine übersichtliche Form geordnet, z.B. Quadrat oder Raute, springt wieder die Gleichzahligkeit ins Auge. 3.Anders ist der Fall, wenn wir etwas von zwei Fünfecken feststellen, dass sie dieselbe Anzahl von Diagonalen haben. Hier fassen wir die Gruppierung nicht mehr unmittelbar auf, es ist vielmehr ein Satz der Geometrie.
4. Gleichzahlig bei eineindeutiger Zuordenbarkeit
5.Das normalen Kriterium der Zahlengleichheit ist aber das Zählen, (das nicht als Abbildung zweier Mengen durch eine Beziehung aufgefasst werden darf.)
WaismannVsFrege: Diesen verschiedenen und biegsamen Gebrauch gibt Freges Definition nicht wieder.
I 80
Das führt zu seltsamen Konsequenzen: Nach Frege müssen zwei Mengen notwendig gleichzahlig sein oder nicht und zwar aus logischen Gründen.
Bsp Angenommen, der Sternenhimmel: Jemand sagt: "ich weiß zwar nicht wie viele ich gesehen habe, aber eine bestimmte Anzahl müssen es gewesen sein." Wie unterscheide ich diese Aussage von "Ich habe viele Sterne gesehen". ((Es geht um die Zahl der gesehenen, nicht der vorhandenen Sterne). Wenn ich noch einmal zurück könnte zu der Situation, könnte ich sie nachzählen. Aber das geht nicht.
Es gibt keine Methode, die Anzahl festzustellen, und damit verliert die Zahlangabe ihren Sinn.
Bsp’ Man könnte die Sache aber auch anders sehen: eine kleine Anzahl von Sternen kann man noch zählen, etwa 5. Hier haben wir eine neue Zahlenreihe: 1,2,3,4,5, viele.
Das ist eine Reihe, die manche primitive Völker wirklich gebrauchen. Sie ist durchaus nicht unkomplett. und wir sind nicht im Besitz einer kompletteren, sondern nur eine komplizierteren, neben der die primitive zu recht besteht.
Man kann auch in dieser Reihe addieren und multiplizieren und das in voller Strenge.
Angenommen, die Dinge der Welt würden wie Tropfen an uns verbeischweben, dann wäre diese Zahlenreihe durchaus angemessen.
Bsp Angenommen, wir sollten Dinge zählen, die während des Zählens wieder verschwinden oder andere entstehen. Solche Erfahrungen würde unsere Begriffsbildung in ganz andere Bahnen lenken. Vielleicht würden Worte wie "Viel", "wenig" evtl. verfeinert, an die Stelle unserer Zahlworte treten.
I 80/81
VsFrege: seine Definition geht an alldem vorbei. Nach ihr sind zwei Mengen logisch notwendig gleichzahlig, ohne Wissen, oder sie sind es nicht. Genauso hatte man vor Einstein argumentiert, zwei Ereignisse seine gleichzeitig, unabhängig von Beobachtung. Aber so ist es nicht, sondern der Sinn einer Aussage erschöpft sich in der Art ihrer Verifikation (auch Dummett)
Waismann: man muss also auf das Verfahren zur Feststellung der Gleichzahligkeit achten, und das ist viel komplizierter als Frege meinte.
Frege: zweiter Teil der Zahldefinition:
Def Zahl/Frege: ist eine Klasse von Klassen. ((s) Anderswo: so nicht von Frege! FregeVs!).
Bsp Dem Begriff "Apfel, der auf dem Tisch liegt, kommt die Zahl 3 zu". Oder: die Klasse der auf dem Tisch liegenden Äpfel ist ein Element der Klasse 3.
Das hat den großen Vorzug der Evidenz: dass nämlich die Zahl nicht von den Dingen, sondern von dem Begriff ausgesagt wird.
WaismannVsFrege: Aber wird das dem tatsächlichen Gebrauch der Zahlworte gerecht?
Bsp Im Befehl "3 Äpfel!" hat das Zahlwort gewiss keine andere Bedeutung, aber nach Frege kann dieser Befehl nicht mehr anch dem gleichen Schema gedeutet werden. Es besagt nicht: die Klasse der Äpfel, die zu holen ist, ist Element der Klasse 3.
Denn dies ist eine Aussage, und die kennt unsere Sprache nicht.
WaismannVsFrege: seine Definition knüpft den Zahlbegriff in unnötiger Weise an die Subjekt Prädikat Form unserer Sätze.
Tatsächlich ergibt sie die Bedeutung des Wortes "3" aus der Art seiner Verwendung (Wittgenstein).
RussellVsFrege Bsp Angenommen, es gäbe genau 9 Individuen auf der Welt. Dann könnten wir die Kardinalzahlen von 0 bis 9 definieren, aber die 10, als 9+1 definiert, wäre die Nullklasse.
Folglich werden die 10 und alle folgenden natürlichen Zahlen miteinander identisch sein, sämtlich = 0.
Um das zu vermeiden müsste ein zusätzliches Axiom eingeführt werden, das
Def "Unendlichkeitsaxiom"/Russell: besagt, dass es einen Typus gibt, dem unendlich viele Individuen angehören.
Das stellt eine Aussage über die Welt dar, und von der Wahrheit dieses Axioms hängt nun wesentlich der Aufbau der ganzen Arithmetik ab.
Jedermann wird nun begierig sein zu wissen, ob das Unendlichkeitsaxiom wahr ist. Wir müssen erwidern: wir wissen es nicht.
Es ist so beschaffen, dass es sich jeder Prüfung entzieht. Dann müssen wir aber zugestehen, dass seine Annahme keinen Sinn hat.
I 82
Es hilft auch nichts, dass man das "Unendlichkeitsaxiom" als Bedingung der Mathematik mitführt, denn so gewinnt man nicht die Mathematik, wie sie tatsächlich vorliegt: die Menge der Brüche ist überall dicht, aber nicht:
die Menge der Brüche ist überall dicht, wenn das Unendlichkeitsaxiom zutrifft.
Das wäre eine künstliche Umdeutung, nur dazu ersonnen, die Lehre aufrechtzuerhalten, dass die Zahlen aus wirklichen Klassen in der Welt aufgebaut sind
(VsFrege: aber nur bedingt, denn Frege spricht nicht von Klassen in der Welt).
- - -
Waismann I 85
Der Irrtum der Logik war, dass sie glaubte, die Arithmetik fest untermauert zu haben. Frege: "Die Grundsteine, in einem ewigen Grund befestigt, sind von unserem Denken zwar überflutbar, aber nicht verrückbar." WaismannVsFrege: allein der Ausdruck die Arithmetik "begründen" gibt uns ein falsches Bild,
I 86
als ob ihr Gebäude auf Grundwahrheiten errichtet sei, während sie ein Kalkül ist, der nur von gewissen Festsetzungen ausgeht, frei schwebend, wie das Sonnensystem, das auf nichts ruht. Wir können die Arithmetik nur beschreiben, d.h. ihre Regelln angeben, nicht begründen.
- - -
Waismann I 163
Die einzelnen Zahlbegriffe bilden eine Familie. Es gibt Familienähnlichkeiten. Frage: werden sie erfunden oder entdeckt? Wir lehnen die Auffassung ab, dass die Regeln aus der Bedeutung der Zeichen folgen. Betrachten wir Freges Argumente. (WaismannVsFrege)
II 164
1.Man kann Arithmetik als ein Spiel mit Zeichen ansehen, aber dann geht der eigentliche Sinn des ganzen verloren. Wenn ich Rechenregeln aufstelle, habe ich dann den "Sinn" des "=" mitgeteilt? Oder nur eine mechanische Anweisung zum Gebrauch des Zeichens gegeben? Doch wohl das letztere. Dann geht aber das Wichtigste der Arithmetik verloren, der Sinn, der sich in den Zeichen ausspricht. (VsHilbert)
Waismann: Gesetzt, es sei so, warum beschreiben wir dann nicht lieber gleich den geistigen Vorgang?
Ich werde aber mit einer Zeichenerklärung antworten und nicht mit einer Schilderung meines geistigen Zustands, wenn man mich fragt, was 1+ 1 = 2 bedeutet.
Wenn man sagt, ich weiß doch, was das Gleichheitszeichen bedeutet, z.B. in Addition, Quadratischen Gleichungen, usw. dann hat man mehrere Antworten gegeben.
Der berechtigte Kern von Freges Kritik: wenn man nur die formelhafte Seite der Arithmetik betrachtet und die Anwendung außer acht lässt, erhält man ein bloßes Spiel. Aber was hier fehlt, ist nicht der Vorgang des Verstehens, sondern die Deutung!
I 165
Bsp Wenn ich ein Kind außer den Formeln auch noch die Übersetzungen in die Wortsprache lehre, macht es dann bloß mechanischen Gebrauch? Sicher nicht. 2. Argument: Es ist also die Anwendung, die die Arithmetik von einem bloßen Spiel unterscheidet. Frege: "Ohne einen Gedankeninhalt wird auch eine Anwendung nicht möglich sein. WaismannVsFrege: Angenommen, man erfände ein Spiel, das genauso aussieht wie die Arithmetik, aber nur zum Vergnügen dient. Würde es keinen Gedanken mehr ausdrücken?
Warum kann man von einer Schachstellung keine Anwendung machen? Weil sie keine Gedanken ausdrückt."
WaismannVsFrege: Angenommen, man erfände ein Spiel, das genauso aussieht wie die Arithmetik, aber nur zum Vergnügen dient. Würde es keinen Gedanken mehr ausdrücken?
Schach: es ist voreilig zu sagen, dass eine Schachstellung keine Gedanken ausdrückt. Waismann bringt. Bsp Figuren stehen für Truppen. Das könnte aber gerade bedeuten, Die Figuren müssten erst zu Zeichen von etwas gemacht werden.
I 166
Erst wenn man bewiesen hat, dass es einen und nur einen Gegenstand von der Eigenschaft gibt, ist man berechtigt, ihn mit dem Eigennamen "Null" zu belegen. Die Null zu schaffen, ist unmöglich. >Zeichen. Ein Zeichen muss etwas bezeichnen, sonst ist es nur Druckerschwärze.
WaismannVsFrege: wir wollen das letztere weder bestreiten noch zugeben. Bloß welcher Sinn kommt dieser Behauptung zu? Dass Zahlen nicht dasselbe wie Zeichen sind die wir aufs Papier schreiben, ist klar. Sie werden erst durch den Gebrauch zu dem, was sie sind. Frege meint aber vielmehr: dass die Zahlen vorher schon irgendwie da sind, dass die Entdeckung der imaginären Zahlen ähnlich wie die eines fernen Erdteiles ist.
I 167
Bedeutung/Frege: um nicht Tintenkleckse zu sein, müssen die Zeichen eine Bedeutung haben. Und die existiert dann unabhängig von den Zeichen. WaismannVsFrege: die Bedeutung ist der Gebrauch, und über den gebieten wir.

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976
VsFrege Meixner Vs Frege, G.
 
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I 170
Zahlen/Frege/Meixner: spezielle Eigenschaften, nämlich endliche Anzahl Eigenschaften von Eigenschaften (also Funktionen). Schreibweise von Meixner: F0 (soll 0 sein) sei die Abkürzung von "01[01 ist verschieden von 01]".
Def Gleichzahligkeit/Frege/Meixner: f ist eine mit der Eig g gleichzahlige Eig, = Def für mindestens eine zweistellige Relation R gilt:
1. jede Entität, die f hat, steht zu genau einer Entität die g hat, in der Relation R
2. Sind Entitäten, die f haben, verschieden, dann auch Entitäten mit g
3. Umkehrung von 1: jede Entität, die g hat.
Zahl/Meixner: man könnte also einwandfrei nichtzirkulär definieren:
x ist eine natürliche Zahl = Def x ist eine endliche Anzahleigenschaft.
I 171
Zahl/MeixnerVsFrege: dann könnte man vereinfachen: die für die Definition von 1 verwendete Standardeigenschaft 01[01 ist identisch mit F0] ist definitorisch dieselbe wie die Eigenschaft
01[01 ist identisch mit 0].
Dann kann man vereinfachen (was ein Zeichen dafür ist, dass Zahlen nicht auf ontologisch sicheren Füßen steht):

x ist eine natürliche zahl = Def x ist eine Standardeigenschaft für die Bestimmung endlicher Anzahl
dann: f ist 0 zahlig = Def f ist eine Eig, die gleichzahlig mit der Eig 0 ist.
Meixner: das ist einfacher, hat aber auch die sonderbare Konsequenz, dass jede natürliche Zahl durch alle ihre Vorgänger exemplifiziert wird.
I 172
FregeVsMeixner: Zahlen sind (gesättigte) Objekte, keine Eigenschaften. Jede Zahl wird durch unendlich viele Entitäten exemplifiziert. Zahl/Meixner: als Eigenschaft aufgefasst, sind sie typenlose Funktionen, d.h. sie lassen sich in kein Kästchen der Gestalt [

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsFrege Millikan Vs Frege, G.
 
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I 102
Abbildungsrelation/Sprache/Millikan: wir beginnen damit, dass wenigstens einige Wörter mit Gegenständen koordiniert sind. Entsprechend korrespondieren wahre Sätze mit Tatsachen in der Welt.
Problem: falsche Sätze korrespondieren keiner Tatsache. Frage: wie können Wörter, die einzeln sehr wohl Gegenständen korrespondieren so zusammengesetzt werden, dass am Ende der ganze Satz nicht korrespondiert?
Bsp „Theaitetos fliegt“: „Theaitetos“ korrespondiert Theaitetus“, „fliegt“ korrespondiert fliegen.
falsche Lösung: zu sagen, dass es an der Relation zwischen Theaitetos und dem Fliegen läge. Denn die Relation korrespondiert schon etwas, dies kann instantiiert (Bsp zwischen Theaitetos und Gehen) oder uninstantiiert sein. Alles korrespondiert mit etwas - nur nicht der gesamte Satz „Theaitetos fliegt“.
Lösung/Frege: er verband sing Term mit „Werten“, die die Gegenstände in der Welt waren.
I 103
Satz/Frege/Millikan: interpretierte er damit ähnlich wie Namen, als komplexe Zeichen, die am Ende das Wahre oder das Flasche bezeichneten. (Millikan pro Frege: “elegant!”) Lösung/Wittgenstein/WittgensteinVsFrege/Millikan: (Millikan: besser als Frege): Komplex aRb, wobei im Fall vom falschen Sätzen die Korrespondenz mit der Welt fehlt.
Korrespondenz/Wittgenstein/Millikan: das ist aber ein anderer Sinn von „korrespondiert“! D.h. Wörter sollen anders mit Dingen korrespondieren, als Sätze mit der Welt. ((s) doppelter Unterschied: 1. aRb anders als 2. sLw!. Es hätte ja auch schon einen Unterschied gemacht, wenn man aRb und sRw gegenübergestellt hätte.).
((s) Sinn/Wittgenstein/(s): entspricht der Möglichkeit von Abweichungen.)
- - -
I 190
real value/indexikalischer Adaptor/Kennzeichnung/Millikan: Bsp „der ___ N der….“ indexikalischer Adaptor: muss ein real value von „N“ sein in dem eingebetteten Satz „N ist…“ .und ein real value von „das“ im eingebetteten Satz „das…“
fokussierte Eigenfunktion/EF: in einen inneren Namen übersetzt zu werden, der das Individuum N benennt. Diese hat die gesamte Kennzeichnung, wenn sie richtig adaptiert ist.
intentionales Icon: Bsp „der ___m der…“ enthält damit zwei intentionale Icons bzw. Abbildungen auf Tatsachen. Aber diese unterscheiden sich vom Zweck des Satzes als ganzem bzw. eines Teilsatzes.
eingebetteter Satz: will nicht bloß den Hörer in eine Tatsache einführen, sondern zeigen, zu welcher komplexen Kategorie dasjenige gehört, dem das Subjekt im unabhängigen Satz korrespondiert, das den eingebetteten Satz enthält.
Referent; so wird der Referent einer Kennzeichnung bestimmt.
Sinn/Millikan: jetzt wird klar, warum ich den Sinn die regeln genannt habe. Denn die verschiedenen Kennzeichnungen unterscheiden sich in Bezug auf die Regeln, selbst wenn sie denselben Referenten haben.
Fregescher Sinn/Millikan: diese Differenz der Regeln ist die Differenz im Sinn.
Sinn/Referent/MillikanVsFrege: aber einen Referenten zu haben ist bloß einen Sinn einer bestimmten Art zu haben. Damit gibt es etwas, das vorher schon unterschieden wurde, bevor der Sinn des Rests des Satzes identifiziert wurde.
I 191
Referent/Sinn/Millikan: aber das Haben von Sinn bzw. eines Referenten sind sehr ähnliche Arten von „Haben“. - - -
I 274
Eigenschaft/Gegenstand/Prädikat/Substanz/Individuum/Ontologie/Millikan: Strawsons Unterscheidung zwischen „monogamen“ und „nichtmonogamen“ Entitäten ist nicht absolut, sondern relativ: Gegenstand/Ding: Bsp wenn mein Ring aus Gold ist, kann er nicht gleichzeitig aus Silber sein.
polygam: ist Gold relativ zu meinem Ring ((s) Er hätte auch aus Silber sein können – das Gold hätte zu einem anderen Gegenstand gehören können.). Dann ist Gold eine Eigenschaft (im Gegensatz zu einer anderen) und mein Ring eine Substanz.
Aber relativ zu anderen Substanzen scheint die Identität von Gold wie die Identität eines Individuums zu sein.
Ontologie/MillikanVsFrege/MillikanVsRussell: die starre Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand bzw. Einzelding und Eigenschaft müssen wir fallenlassen.
I 275
Variante: nicht nur Prädikate sind Varianten in Weltzuständen, sondern auch Substanzen bzw. Individuen (sie können ausgetauscht werden). Substanz: wenn wir Gold als eine Eigenschaft auffassen, hindert das nicht, es auch als eine Substanz aufzufassen. Wie Aristoteles meinte:
Individuen/Aristoteles/Millikan: sind bloß primäre Substanzen, nicht die einzigen Substanzen, die es gibt, D.h. Substanzen, die nicht Eigenschaften von etwas anderem sind.
Substanz/ Millikan. ist eigentlich eine epistemische Kategorie.
Substanz/Millikan: Bsp Gold, Bsp Hauskatze, Bsp 69er Plymouth Valiant 100.
Substanz/Kategorie/Millikan: Substanzen fallen in Kategorien, definiert durch die Ausschließlichkeitsklassen, in Hinblick auf die sie bestimmt sind.
Bsp Gold und Silber fallen in dieselbe Kategorie, weil sie zu denselben Ausschließlichkeitsklassen gehören: einen Schmelzpunkt haben, Atomgewicht, usw.
Millikan I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsFrege Newen Vs Frege, G.
 
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I 209
Physikalismus/Identitätstheorie/Newen: wegen der Möglichkeit, dass mentale Phänomene auf verschiedene Weise realisiert werden könnten (Funktionalismus), gab man den Token-Physikalismus zugunsten des Typ-Physikalismus auf. (VsToken-Physikalismus) Funktionalismus/Newen: Problem: wir wissen dann nicht, was den möglicherweise physikalischen Zuständen gemeinsam ist ((s) auf mentaler Ebene).
mentale Universalien/Newen: werden dann gebraucht.
Bieri: Problem: entweder eine Theorie über mentale Universalien scheint empirisch unplausibel. Oder sie ist empirisch plausibel, dann sagt sie und nicht, was wir wissen wollen. (Bieri: Anal. Ph.d.Geistes, S 41).
funktionaler Zustand/Newen: hat mit Dispositionen gemeinsam, dass er durch hypothetische Zusammenhänge zwischen Ausgangssituationen und Folgezuständen charakterisiert werden kann.
I 211
VsFunktionalismus/Newen: Qualia-Problem FunktionalismusVsVs: Zombie-Argument:
I 212
Es muss keine Qualia geben, um Verhalten zu erklären. mentale Verursachung/Newen: ist bis heute eine offene Frage.
- - -
NS I 90
Kennzeichnungen/Theorie der/Russell/Newen/Schrenk: Ziel: Lösung zweier Probleme: 1. Identitätsaussagen: müssen informativ sein
2. negative Existenzaussagen bzw. Aussagen mit leeren Kennzeichnungen müssen sinnvoll sein.
Namen/Eigennamen/Russell: These: Namen sind nichts anderes als Abkürzungen für Kennzeichnungen.
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Bsp
1. Es gibt mindestens einen Autor von „Waverley“ (Existenzbehauptung).
2. Es gibt höchstens einen Autor von „Waverley“ (Eindeutigkeitsbehauptung)
3. Wer immer „Waverley“ geschrieben hat, war Schotte (Aussagengehalt).
Dabei geht es um drei mögliche Situationen, wo der Satz falsch sein kann: a) niemand schrieb Waverley, b) mehrere Personen, c) der Autor ist kein Schotte.
NS I 91
Identität/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Newen/Schrenk: Problem: wenn die Identität von Cicero mit Tullius notwendig ist (als Selbstidentität) wie kann der entsprechende Satz dann informativ sein? Lösung/Russell:
1. Es gibt mindestens einen römischen Konsul, der Catilina denunzierte
2. Es gibt höchstens einen römischen Konsul, der Catilina denunzierte
1*. Es gibt mindestens einen Autor von „De Oratore“
2*. Es gibt höchstens einen Autor von „De Oratore“
3. wer auch immer Catilina denunzierte ist identisch mit dem Autor von „De Oratore“.
leere Namen/leere Kennzeichnungen/Russell/Newen/Schrenk: Lösung:
1. Es gibt mindestens einen gegenwärtigen König von Frankreich
2. Es gibt höchstens einen gegenwärtigen König von Frankreich
3. Wer immer gegenwärtig König von Frankreich ist, ist kahl.
Der Satz ist damit sinnvoll, obwohl die erste Teilaussage nicht korrekt ist.
negative Existenzsätze/Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Newen/Schrenk: Problem: einen sinnvollen Gehalt zuzuweisen.
Es ist nicht der Fall, dass es
1. mindestens ein fliegendes Pferd gibt
2. höchstens ein fliegendes Pferd gibt
Damit ist der negative Existenzsatz „Das fliegende Pferd existiert nicht“ sinnvoll und wahr.
RussellVsFrege/RussellVsFregescher Sinn/Newen/Schrenk: damit wird vermieden, dass „Sinn“ (der Inhalt) als eine abstrakte Entität angenommen werden muss.
Wahrheitswert-Lücken/RussellVsFrege: auch sie werden damit vermieden.
Pointe: Sätze, die von einem Subjekt zu handeln schienen, werden jetzt aber zu allgemeinen Sätzen über die Welt.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsFrege Stechow Vs Frege, G.
 
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I 29
Einstellung/propositionale Einst/Bedeutungsregel/Stechow: Bsp Caroline weiß, dass Fritz Alla kennt: dafür müssen wir nur annehmen, dass Propositionen Objekte von bestimmten Verben, den Einstellungsverben sind. [[ [VP weiß]]] = die Funktion f, so dass für eine beliebige Proposition p gilt: f(p) die
Funktion g ist, so dass für ein beliebiges Individuum x gilt:
g(x) = f(p)(x) = {s | x weiß p in s}
Dabei brauchen wir nicht zu fragen, was es bedeutet, dass jemand eine Proposition weiß. Wichtig ist, dass Propositionen Gegenstände sind, die gewusst werden können.
VsFrege: eine Semantik, die für Satzbedeutungen nur Wahrheitswerte anwendet, kann diese Verbbedeutung (> Einstellung, >prop Einst) nicht ausdrücken.
- - -
Stechow I 123
Bedeutung/Semantik/Linguistik/Stechow: damit haben wir vier Facetten der sprachlichen Bedeutung: Bedeutung* Intension – Extension – Präsupposition.
Als 5. wird noch der Charakter hinzukommen.
Präsupposition/Frege/Stechow: Ursprungsstelle, Originalstelle, 1892a): Bsp "Kepler starb im Elend" setzt voraus, dass der Name etwas bezeichnet. Aber diese Voraussetzung ist nicht Bestandteil des Gedankens, den der Satz ausdrückt.
bestimmter Artikel/Stechow: Standardwerk dazu: Russell 1905.
Präsupposition/Artikel/RussellVsFrege: Russell schlägt die Existenz und Einzigkeitspräsupposition mit zum Inhalt von "der". D.h. zum Beitrag, den das Wort zu den Wahrheitsbedingungen leistet.
Strawson: pro Russell.
Stechow: pro Frege.
A. von Stechow
I Arnim von Stechow Schritte zur Satzsemantik
www.sfs.uniï·"tuebingen.de/~astechow/Aufsaetze/Schritte.pdf (26.06.2006)
VsFrege Wessel Vs Frege, G.
 
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I 27
Syntaktik/Syntax/Wessel: manche behaupten, in der Syntaktik würden "sinnfreie" Zeichen untersucht. (Klaus/Buhr, 1969) WesselVs: das ist eine verzerrte Vorstellung von Sprache: man kann Syntax, Semantik und Pragmatik gar nicht trennen: es gibt keine "sinnfreien Zeichen", weil ein physischer Gegenstand, der nichts bedeutet, eben kein Zeichen ist.
Semantik: die Bedeutung des Terminus "Tisch" kann nicht als besonderer Gegenstand angesprochen werden, den es gilt, irgendwo zu suchen.
WesselVsFrege: man kann ja nicht sagen: "Die Bedeutung des Terminus "Müller" geht spazieren"
- - -
I 157
Wahrheitswertlücken/Wessel: liegen vor, wenn der Gegenstand, dem Eigenschaften zu oder abgesprochen werden sollen, überhaupt nicht existiert. WesselVsFrege: ein Satz mit leerem Subjektterminus ist nicht bedeutungslos, er kann auch nicht wahr sein, aber er muss deswegen nicht ohne Wahrheitswert sein.
- - -
I 352
Intension/WesselVsFrege/WesselVsQuine: Vs Unterscheidung Intension/Extension: hilft bei den Problemen nicht weiter. Allein der Hinweis, dass es sich um intensionale Kontexte handelt, reicht nicht.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsFrege Newen Vs Funktionalismus
 
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I 40
Def gerade Rede/Frege/Newen: erwähnt einen Satz und gebraucht ihn nicht. Das wird durch Anführungszeichen (AZ) deutlich gemacht. Pointe: der Wahrheitswert (WW) bleibt nicht erhalten, wenn ein Satz hier durch einen mit gleichem WW ersetzt wird: Bsp
(1) „Die Erde ist rund“ besteht aus 14 Buchstaben. Wahr.
(2) „Der Mond ist kleiner als die erde“ besteht aus 14 Buchstaben. Falsch.
I 41
Erwähnung/Bedeutung/erwähnt/Frege/Newen: die Bedeutung eines erwähnten Satzes ist der in Anführungszeichen stehende Satz selbst. NewenVsFrege: entwickelt keine weiterführende Theorie von Sinn für gerade Rede, sowie Eigennamen und Begriffswörtern in gerader Rede.
- - -
NS I 16
ideale Sprache/Bedeutungstheorie/BT/Frege/Newen/Schrenk: Frege gehört zur Theorie der idealen Sprache. VsFrege: nicht jeder Name drückt bei seinem Gebrauch genau einen Sinn aus.
17.
Philosophie der idealen Sprache: pro Realismus, VsSubjektivismus/VsLocke.
NS I 18
BT/Frege: muss von Psychologie getrennt werden. - - -
NS I 27
Ungerade Bedeutung/Frege: des Satzes „f(a)“: ist der Gedanke, dass (a) Ungerader Sinn: der Sinn von „der Gedanke, dass f(a)“.
Eigennamen/Begriffswörter/Newen/Schrenk. für ihren ungeraden Sinn gibt es bei Frege keine Ausführungen.
VsFrege/Newen/Schrenk: Grenzen seiner Theorie: kontextabhängige Ausdrücke (Indikatoren, Indikatorwörter: Bsp „hier“, „jetzt“,“ ich“ usw. können nicht behandelt (nicht bestimmt) werden.
Das ist eine Folge seiner These, dass (vollständige) Gedanken kontextunabhängig sind und Worte jeweils einen stabilen Sinn haben.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsFrege Quine Vs Geach, P.
 
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Willard V. O. Quine
V 18
Wahrnehmung/Quine: hat mehr mit Bewusstsein zu tun als Rezeption von Reizen. Aber auch sie ist Verhaltenskriterien zugänglich. Sie zeigt sich in der Konditionierung von Reaktionen.
V 18/19
Dispositionen/Quine: durch Konditionierung entstandene Gewohnheiten.
V 89
Identität/Geach: (Reference and generality, p. 39f): ist nur bezüglich eines allg Terms sinnvoll wie Bsp "derselbe Hund". QuineVsGeach: das trifft sicher auf den Anfang des Sprachlernens zu.
Identität/Zeigen/Quine: Problem: es hat keinen Zweck, zweimal zu zeigen und zu sagen, "Dies ist dasselbe wie jenes". Dann könnte man immer noch fragen. "Dasselbe was?".
Bsp man hätte einmal auf den Hund und einmal bloß auf das Ohr zeigen können.
Lösung: man kann ohne weiteres sagen a sei identisch mit b. Ob a derselbe Hund oder dasselbe Ohr ist, hängt davon ab, ob a ein Hund oder ein Ohr ist.
QuineVsGeach: damit wird sein Relativismus unhaltbar, wenn man sich an die Identitätsredeweise gewöhnt hat.
Identität/Quine: ist aber in einem tieferen Sinn immer noch relativ. (s.u. § 30)
- - -
V 129
Pronomina/Pronomen/Quine: sind das Urbild der Variablen in Logik und Mathematik. Alltagssprache: hier sind Pronomina wichtiger Teil von Relativsätzen.
Relativsatz/Sprachlernen/Quine: Bsp "Ich kaufte Fido von einem Mann, der ihn gefunden hatte".
Funktion: der Relativsatz ermöglicht, den Gegenstand von dem zu trennen, was der Satz von ihm aussagt.
Relativsatz: wird zum allg Term, wenn man das Pronomen für den Namen des Gegenstands voranstellt: Bsp "den ich von einem Mann kaufte, der ihn gefunden hatte" ist ein allgemeiner Term!
Dieser allg Term sagt von Fido dasselbe wie der ursprüngliche Satz.
Relativsatz/GeachVsQuine: (Reference and generality, S. 115 122, außerdem “Quines syntaktische Einsichten”).
Relativpronomen/Geach: stattdessen im Sinne von „und er“ auffassen: Bsp „Ich kaufte Fido von einem Mann und er hatte ihn gefunden". ((s) parataktische Analyse).
Oder auch mit "wenn er" oder "da er".
V 130
Das nennt Geach die "Lateinsatz-Theorie" (latin prose theory). Def Lateinsatztheorie/Geach: These: es ist falsch, "der ihn gefunden hatte" überhaupt als Terminus oder eigenständige grammatische Entität anzusehen.
Eselssatz/Geachs Esel/Quine: Bsp
Jeder Mensch der einen Esel besitzt, schlägt ihn;
Mancher Mensch, der einen Esel besitzt schlägt ihn nicht.
Problem: das würde in Unsinn übergehen:
Jeder Eselbesitzer schlägt ihn
Mancher Eselbesitzer schlägt ihn nicht.
Lösung/Geach: Analyse des Relativpronomens "der" mit "wenn er":
Jeder Mensch, wenn er einen Esel besitzt, schlägt ihn.
Bsp (von Emmon Bach): ((s) >Brandom, Bach Peters Sätze)
Ein Junge, der ihr etwas vormachte, küsste ein Mädchen, dass ihn liebte.
Geach: hier kann man „Junge der ihr etwas vormachte“ nicht als eigenständigen Terminus behandeln, da dann das freischwebende Pronomen "ihr" keine Referenz hätte, auch nicht auf "Mädchen, das ihn liebte", weil das freischwebende Pronomen "ihn" dann keine Referenz hätte.
Lösung/Geach:
Ein Junge küsste ein Mädchen, und sie liebte ihn wirklich, aber er machte ihr bloß etwas vor.
Quine: pro Geach.
((s) Reihe von Hauptsätzen.)
V 131
Relativsatz/Bach Peters Sätze/Eselssatz/Geachs Esel/Geach/Quine: Geach stellt die Quantifikation in den Vordergrund (1) (Ex) (x ist ein Mann und ich kaufte Fido von x und x hatte Fido gefunden)
(2) (x)(y)(wenn x ein Mensch und y ein Esel ist und x besitzt y, dann schlägt x y).
(3) (Ex)(Ey) (x ist ein Mensch und y ist ein Esel und x besitzt y und nicht (x schlägt y))
(4) (Ex)(Ey) (x war ein Junge und y war ein Mädchen und y küsste y und y liebte wirklich x aber x machte y bloß etwas vor).
QuineVsGeach: die Beschreibung der richtigen Grammatik ist eine Sache, eine einleuchtende Beschreibung des kindlichen Sprachlernens eine andere. Es wäre schön, wenn beides übereinstimmte, was nach Halle, Bloomfield und Chomsky zu erwarten ist.
QuineVsGeach: bevor das bewiesen ist, neige ich zu einer dualistischeren Ansicht. Geachs Lateinsatztheorie beschreibt die Grammatik richtig, nicht aber das Lernen. Die meisten Beispiele für Relativsätze entsprechen dem Fido-Beispiel.
Das Kind ist hin und hergerissen zwischen Analogien,
V 132
die am Ende richtig von Geach beschrieben werden. Relativsatz/Quantifikation/Sprachlernen/QuineVsGeach: eine Umformulierung des Relativpronomens je nach Umständen in "und er" oder aber "wenn er" usw. ist zu kompliziert. Außerdem müsste die Quantifikation vor den Relativsätzen gelernt werden. Statt dessen kommt das Kind umgekehrt über den Relativsatz zur Quantifikation.
- - -
Strawson I 198
QuineVsGeach/QuineVsFrege: Singuläre Ausdrücke (singular terms) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. Sing Term: quantifiable, Allg. Term: nicht quantifiable.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsFrege Schlick Vs Gestalttheorie
 
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Simons I 290
ontologische Abhängigkeit /oA/Mereologie/Simons: VsMereologie: man kritisiert die Existenz willkürlicher Summen. Statt dessen soll ein Individuum nur etwas sein, das eine gewisse innere Verbundenheit aufweist. willkürliche Summen/Simons: sie sind algebraisch ok und führen nicht zu Widersprüchen.
Individuen/Simons: es ist nicht klar, welche Eigenschaften sie auf der „richtigen Seite“ der Respektabilität (gegenüber Summen) halten.
Problem: Verbundenheit ist eine graduelle Sache, Individuum-Sein aber nicht!
Gestalt/SimonsVsGestalttheorie/VsGanzheit/Simons: es ist nie klar gesagt worden, was das eigentlich sein soll.
Individuum/Frege/Simons: alles, was durch einen Namen benannt wird.
SimonsVsFrege: davon hat man sich erst spät erholt. Es gibt aber auch plurale Namen (>plurale Designation, plurale Referenz (>Black) s.o.). Und auch leere Namen.
Simons I 324
Ganzheit/Gestalt/SchlickVsGestalttheorie/SchlickVsDriesch/Simons: (Schlick 1935): es gibt gar keine ontologische Differenz zwischen Ganzheiten und Summen. Das sind nur Unterschiede der Darstellung (Repräsentation) desselben Objekts. "Mikro-Reduktionismus"/Schlick: (pro): (Simons: für den heutigen Geschmack zu extrem).
Schlick/Simons: bestreitet dennoch nie die Nützlichkeit einer holistischen Sicht.
Summe/SimonsVsSchlick: hat jedenfalls einen genau bestimmten Sinn.
stärker/schwächer/Simons: Bsp die Äquivalenz verschiedener Formulierungen bricht zusammen, wenn die Prinzipien der Theorie geschwächt werden.

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsFrege Frege Vs Hilbert, D.
 
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Berka I 294
Widerspruchsfreiheit/WSF/Geometrie/Hilbert: Nachweis durch analoge Beziehungen zwischen Zahlen Begriffe: wenn Merkmale sich widersprechen, existiert der Begriff nicht FregeVsHIlbert: es fällt bloß nichts darunter reelle Zahlen/Hilbert: hier ist der WSF Beweis für die Axiome zugleich der Existenzbeweis des Kontinuums.
Thiel I 279
Hilbert: hatte 1899 in seinen Grundlagen der Geometrie Termini wie Punkt, Gerade, Ebene,"zwischen" usw. verwendet, aber deren Sinn auf bis dahin ungewohnte Weise verstanden. Sie sollte nämlich nicht nur die Herleitung der üblichen Sätze ermöglichen, sondern in ihrer Gesamtheit überhaupt erst die Bedeutung der in ihnen verwendeten Termini festlegen!
I 280
Später nannte man dies :"Definition durch Postulate", "implizite Definition" >Definition. Die Benennungen Punkt, Gerade usw. sollten allenfalls eine bequeme Hilfe für die mathematische Anschauung sein.
FregeVsHilbert: stellt im Briefwechsel klar, dass dessen Axiome nicht Aussagen sondern Aussageformen seine. >Aussageform.
Er bestritt, dass durch deren Zusammenwirken den in ihnen auftretenden Begriffen eine Bedeutung verliehen werde. Definiert werde vielmehr ein (in Freges Terminologie) "Begriff zweiter Stufe", heute würde man auch sagen eine "Struktur".
HilbertVsFrege: die Pointe des Hilbertschen Vorgehens ist gerade, dass die Bedeutung von "Punkt", "Gerade" usw offengelassen wird.
Frege und Hilbert hätten sich darauf durchaus einigen können, taten es aber nicht.
Frege: Axiom sollte im klass. Sinne einfache, im Sinn völlig klare Aussage am Anfang eines Systems sein.
Hilbert: Aussageformen, die zusammengefasst eine Disziplin definieren. Daraus hat sich die "schlampige" Redeweise entwickelt Bsp "Gerade" in der Kugelgeometrie sei eben ein Großkreis.
- - -
I 343
Formalismus: 1. "älterer" Formalismus: zweite Hälfte 19, Jahrh. Schöpfer Hankel, Heine, Thomae, Stolz. "formale Arithmetik,", "formale Algebra". "Gegenstand der Arithmetik seien die Zeichen auf dem Papier selbst, so dass die Existenz dieser Zahlen nicht in Frage steht" (naiv). Def "Permanenzprinzip": es war üblich geworden, für hinzukommende Zahlen neue Zeichen einzuführen und dann zu postulieren, dass die von den Zahlen des Ausgangsbereichs geltenden Regeln auch für den erweiterten Bereich gültig sein sollten.
Vs: das müsste solange als illegitim gelten, als die Widerspruchsfreiheit nicht gezeigt sei. Sonst könnte man eine neue Zahl einführen, und
Bsp § + 1 = 2 und § + 2 = 1 einfach postulieren. Dieser Widerspruch würde zeigen dass es die "neuen Zahlen" in Wahrheit gar nicht gibt. Das erklärt die Formulierung von Heine, dass die "Existenz gar nicht in Frage steht". (>"tonk").
I 343/344
Etwas differenzierter behandelte Thomae das Problem als "Spielregeln". FregeVsThomae: dieser habe nicht einmal die Grundbestimmungen seines Spiels, nämlich die Entsprechungen zu den Regeln, Figuren, und Stellungen präzise angegeben.
Diese Kritik Freges war schon ein Vorläufer der Hilbertschen Beweistheorie, in der ja ebenfalls bloße Zeichenreihen unter Absehung von ihren etwaigen Inhalt auf ihre Erzeugung und Umformung nach gegebenen Regeln betrachtet werden.
I 345
HilbertVsVs: Kritiker Hilberts übersehen oft, dass zumindest für Hilbert selbst, der "finite Kern" durchaus inhaltlich gedeutet bleiben sollte und nur die "idealen" nicht finit deutbaren Teile keinen unmittelbar aufweibaren Inhalt haben. Diese Pointe ist methodischer, nicht philosophischer Art. Für Hilberts Programm ist auch "Formalismus" der am häufigsten gebrauchte Ausdruck. Darüber hinaus geht die Auffassung des Formalismus in einem dritten Sinn: nämlich die Auffassung der Mathematik und Logik als ein System von Handlungsschemata für den Umgang mit von jedem Inhalt freien Figuren.
HilbertVsFrege und Dedekind: die Gegenstände der Zahlentheorie sind die Zeichen selber. Motto: "Am Anfang war das Zeichen."
I 346
Die Bezeichnung Formalismus stammte nicht von Hilbert oder seiner Schule. Brouwer hatte die Gegensätze zwischen seinem Intuitionismus und dem Formalismus der Hilbertschule zu einer Grundsatzentscheidung hochstilisiert.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
VsFrege Field Vs Hodes, H.
 
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I 7
Mathematik/Anwendung/Physik/Field: das Problem scheint nicht so groß zu sein im Fall der Zahlentheorie: hier können wir sagen, wir brauchen Zahlwörter (numerals), um numerische Quantoren zu kodieren ("to encode numerical quantifiers", Hodes, 1984). Dann kann man mit Hilfe der Logik eine allgemeine Übersetzungsprozedur aufbauen.
Aber in anderen Fällen, z.B. der Theorie der Differentialgleichungen (differentiable functions of a real variable) scheint es keine einzelne kanonische Anwendung, sondern eine Vielzahl zu geben: Bsp Anwendung auf physikalischen Raum, Bsp auf Glaubensgrade usw. Dann ist es schwer, eine einheitliche Übersetzungsprozedur zu finden.
Mathematik/Hodes/Field: Hodes bevorzugt mathematische Entitäten eher als Fregesche Gegenstände denn als Fregesche Begriffe.
Fregesche Gegenstände: gebraucht er, um seine Sicht zu verteidigen, daß es mathematische Objekte gibt.
FieldVsHodes. diese Definition von Platonismus ist pervers: denn die epistemischen Probleme, die mathematische Objekte wie Mengen heraufbeschwören, entstehen anscheinend mit gleicher Stärke für mathematische "Nicht Gegenstände" (Eigenschaften, oder Fregesche Begriffe).
FieldVsFrege: auch seine "Ungesättigtheit" ist mysteriös.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsFrege Dummett Vs Husserl, E.
 
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Dummett I 36
Husserl verallgemeinert den Sinn- und Bedeutungsbegriff bis er zu seiner Konzeption des Noemas gelangt, wodurch die Wendung zur Sprache unmöglich wird. Eine Verallgemeinerung des Fregeschen Sinnbegriffs ist dagegen ausgeschlossen.
DummettVsHusserl: Noema nicht sprachlich erschließbar.
Dummett I 45
Husserl: Eine Äußerung als solche ist freilich kein Bewußtseins-Akt, doch daß sie faktisch diese spezifische Bedeutung hat, geht auf einen begleitenden Bewußtseins-Akt zurück: den "Bedeutung gebenden Akt".
I 55
DummettVsHusserl: es fällt schwer, ihm den Vorwurf zu ersparen, er vertrete hier eine Humpty-Dumpty-Auffassung. In keinem Fall besteht die Intention des Sprechers das Wort möge in einem bestimmten Sinn aufgefaßt werden, darin, daß er einen inneren Akt vollzieht, durch den es mit Sinn erfüllt wird. Noema/DummettVsHusserl: Seine Behauptung, das Abgleiten in den Idealismus werde durch die Unterscheidung zwischen Noema und Gegenstand verhindert, ist gar nicht ohne weiteres einleuchtend. Wir können nicht sagen, das Subjekt nehme den Gegenstand nur indirekt wahr, da dieser durch das Noema vermittelt sei. Es gibt nämlich gar keinen Begriff der direkten Wahrnehmung, den wir diesem gegenüberstellen könnten.
I 104
DummettVsFrege, DummettVsHusserl: beide gehen zu weit, wenn sie die "Deutung" den sprachlich zum Ausdruck gebrachten Gedanken anähneln.
I 106
Gedanken/DummettVsFrege: nicht unbedingt sprachlich: Protogedanken (auch Tiere) (an Tätigkeit geknüpft) - Protogedanken anstelle von Husserls Noema.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsFrege Frege Vs Husserl, E.
 
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Dummett I 47
Auf jeden Fall ist klar, daß eine gehaltvolle Äußerung ihre Bedeutung nach Husserl einem begleitenden Bewußtseins-Akt verdankt. Bezug/FregeVsHusserl: Freges Prinzip besagt, daß der
Def Bezug eines Ausdrucks dasjenige ist, was allen übrigen Ausdrücken gemeinsam ist, bei denen feststeht, daß ihre Substitution anstelle des ursprünglichen Ausdrucks den Wahrheitswert eines beliebigen Satzes, in dem er vorkommt, nicht beeinflußt.
I 48
Bezug/HusserlVsFrege: neigt dagegen zu der Auffassung, der Bezug sei das gleiche wie der Gegenstand, auf den das Prädikat angewendet wird. Er nimmt gewiß keine Gleichsetzung vor zwischen dem Bezug eines Prädikats und einem Begriff, sondern: Husserl verwendet Bedeutung und Sinn gleichbedeutend.
Dummett I 96
Def Noema/Husserl: Verallgemeinerung des Sinnbegriffs", nichts weiter als die Verallgemeinerung der Idee der Bedeutung auf das Gesamtgebiet der Akte. FregeVsHusserl: sein Sinnbegriff läßt dagegen keine Verallgemeinerung zu. Gedanken sind von allem andern verschieden, weil sie die Unterscheidung w/f zulassen, und ihre Bestandteile ebenfalls. Alles, was den gleichen Zweck erfüllt wie der Sinn, d.h. alles, was ein spezifisches Mittel zur Bestimmung eines Gegenstands oder einer Funktion abgibt, ist seinerseits Sinn und bildet einen Bestandteil verschiedener Gedanken.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsFrege Frege Vs Kant, I.
 
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III 30
HankelVsKant: die Annahme von unendlich vielen unbeweisbaren Urwahrheiten ist unangemessen und paradox. (Frege pro Hankel) Axiome/FregeVsKant: sollten unmittelbar einleuchtend sein. Bsp ist es etwa einleuchtend, daß
135 664 + 37 863 = 173 527?
Und eben das führt Kant für ihre synthetische Natur an!
III 30
Frege: es spricht aber vielmehr gegen ihre Unbeweisbarkeit. Wie sollen sie anders eingesehen werden, als durch einen Beweis, da sie unmittelbar nicht einleuchten.
III 41
Zahlen/FregeVsKant: Kant will die Anschauung von Fingern und Punkten zu Hilfe nehmen, aber das geht ja hier gerade nicht! man sollte nicht zwischen kleinen und großen Zahlen unterscheiden müssen! FregeVsKant: "reine Anschauung" hilft nicht! Was wird alles Anschauung genannt. Anzahlen, Länge, Flächeninhalte, Volumina, Winkel, Krümmungen, Massen, Geschwindigkeiten
III 42
Kräfte, Lichtstärken, Stromstärken, usw. Dagegen kann ich nicht einmal die Anschauung der Zahl 100 000 zugeben.
Der Sinn des Wortes Zahl in der Logik ist demnach ein weiterer als der in der transzendentalen Ästhetik.
Zahlen/Frege: man sollte die Verwandtschaft mit der Geometrie nicht überschätzen!
III 43
Ein geometrischer Punkt ist für sich betrachtet von einem anderen gar nicht zu unterscheiden, einzelne Zahlen dagegen wohl! Jede Zahl hat ihre Eigentümlichkeit.
III 120
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
III 121
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existenzialurteil?
Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände. Zahlen sind keine Begriffe!
IV 61
Verneinung/FregeVsKant: dieser spricht von bejahenden und verneinenden Urteilen. Dann müßte man auch bejahende und verneinende Gedanken unterscheiden. Das ist in der Logik ganz unnötig.
I 119
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
I 120
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existentialurteil? Kant: scheint an beigeordnete Merkmale zu denken. Aber z.B. im Falle der stetigen Funktion einer wirklich fruchtbare Definition gibt es sicher eine innigere Verbindung.
I 121
Die Folgerungen der Mathematik bereichern unsere Kenntnisse, deswegen sollten sie nach Kant synthetisch genannt werden, sie sind aber durchaus auch analytisch! Sie sind in den Definitionen enthalten, wie die Pflanze im Samenkorn, nicht wie der Balken im Hause. Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände.
Zahlen sind keine Begriffe.
- - -
Stepanians I 34
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
Step I 34
reine Anschauung/Kant/Frege/Stepanians: (wie Kant): geometrische Erkenntnis stützt sich auf reine Anschauung und ist schon "in uns", synthetisch a priori. FregeVsMill: geometrische Erkenntnis ist keine Sinneswahrnehmung, weil Punkt, Linie usw. nicht eigentlich durch die Sinne wahrgenommen werden.
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
I 35
Zahlen/KantVsFrege: sind uns nicht durch Anschauung gegeben.
I 36
Zahlen/Arithmetik/FregeVsKant: für alle arithmetischen Begriffe lassen sich rein logische Definitionen geben. ((s) Daher ist sie eine sicherere Erkenntnis als die geometrische). Def Logizismus/Frege/Stepanians: das ist die Auffassung, die "Logizismus" genannt wurde. D.h. die Arithmetik ist ein Teil der Logik.
Arithmetik/FregeVsKant: ist nicht synthetisch, sondern analytisch.
- - -
Newen I 21
Entdeckungszusammenhang/Begründungszusammenhang/Newen: die Unterscheidung hat in Freges Grundlagen der Arithmetik ihre Wurzeln. Def analytisch/Frege: ist die Begründung eines Satzes, wenn bei dem Beweis nur allgemeine logische Gesetze und Definitionen benötigt werden.
I 22
Frege/FregeVsKant: alle Zahlformeln sind analytisch. - - -
Tugendhat II 12
"Nicht"/Tugendhat: Fehler: das Wort "nicht" als Spiegelung der "Position" zu betrachten. (Kant: nennt "Sein" "Position"). FregeVsKant: hat gezeigt, dass die Negation sich immer auf den sogenannten propositionalen Gehalt bezieht und nicht auf derselben Ebene mit dem Behauptungsmoment (Position) steht.
Die traditionelle Gegenüberstellung von verneinenden und bejahenden Urteilen (Kant) ist deswegen nicht zu halten!

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsFrege Searle Vs Kennzeichnungs-Theorie
 
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John R. Searle
Searle V 236
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: der durch eine Übersetzung gewonnene Ausdruck ist gemäß dieser Interpretation keinesfalls eine Analyse des ursprünglichen Ausdrucks, sondern bloß ein Analogon. Sinn/Frege: Frage: worin besteht die Beziehung zwischen einem hinweisenden Ausdruck und seiner Bedeutung? Antwort: der Sinn eines hinweisenden Ausdrucks ist »die Weise des Gegebenseins«.
RussellVsFrege: für ihn gibt es keine Beziehung zwischen bestimmten Kennzeichnungen und ihren Bedeutungen!
Für ihn ist ein Satz, der eine Beschreibung (Kennzeichnung) enthält, die versteckte Form eines Satzes, der die Existenz eines Gegenstands behauptet.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsFrege Schiffer Vs Kompositionalität
 
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Stephen Schiffer
I 220
SchifferVsKompositionalität: meine Ablehnung beruht die ganze Zeit auf der Ablehnung der Relationstheorie für Glauben. Hier ist es schwierig darüber zu spekulieren, welche Art Bedingungssätze für "glaubt“"eine Bedeutungstheorie erfordern würden, die keine wahrheits-theoretische Semantik wäre. Wie könnte eine solche Bedeutungstheorie überhaupt aussehen?
Bsp Semantik der begrifflichen Rolle: (Schiffer Vs: s.o. Abschnitt 4.3).
Bsp Spieltheoretische Semantik/Spieltheorie/Hintikka/Schiffer: (Hintikka 1982): das ist keine Alternative zur konventionellen Theorie.
PeacockeVsHintikka: (1978) hat gezeigt, dass spieltheoretische Regeln entsprechende wahrheits-theoretische oder modelltheoretische Axiome liefern.
- - -
I XV
SchifferVsKompositionalität/SchifferVsFrege: natürliche Sprachen haben keine kompositionalen Bedeutungstheorien (BT).
I 137
Paul und Elmar/SchifferVsQuine: Quine: es gibt keine zählbaren Glaubensobjekte. Bsp Wenn John glaubt, dass Schnee weiß ist und Mary glaubt, dass Schnee weiß ist, muss es etwas geben was beide glauben. Schiffer: dieser Konditional ist falsch:
I 138
entweder das oder die angebliche Quantifikation über Glaubensobjekte ist nicht das, was sie dem Quineschen Auge zu sein scheint.
I 144
SchifferVsQuine: harmlose scheinbare Quantifikation. SchifferVsKompositionalität: wir können jetzt schließen, dass keine natürliche Sprache eine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) hat. Denn sonst wäre die Relationstheorie korrekt.
Außerdem hat sie auch keine kompositionale Bedeutungstheorie denn dann musst sie auch eine kompositionale Semantik sein.
Verstehen/SchifferVsFrege: also sind kompositionale Semantiken nicht erforderlich um Sprachverstehen zu erklären!
I 182
SchifferVskompositionale Semantik: sie ist falsch, auch unabhängig von der Falschheit der Relationstheorie des Glaubens. ((s) Kompositionale Semantik/(s): berücksichtigt nicht die Wahrheitsbedingungen sondern spricht nur von den Beiträgen der Bedeutung der Wörter zur Satzbedeutung.)
Schiffer. 1. es ist nicht plausibel, dass Sprachen eine kompwtSem haben, außer sie folgt aus der stärkeren Behauptung, dass sie kompositionale BT haben, die selbst wahrheits-theoretisch sind. (> stärker/schwächer).
I 192
SchifferVsKompositionalität/öffentliche Sprache/Mentalesisch/Schiffer: wenn ich recht habe, dass auch keine öffentliche Sprache eine kompositionale Semantik hat, muss ich einen Fehler in (U) finden. Mein Ziel ist nicht zu zeigen, dass Sprachverstehen nicht impliziert, dass die natürlichen Sprachen kompositionale Semantik haben, Die Erklärung unseres Verstehens wäre eine empirische Aufgabe. Ich will vielmehr ein Gegen-Bsp VsKompositionalität geben.
Bsp (1) Harvey versteht unbestimmt viele neue Sätze einer Sprache E1, die selbst unendlich viele Sätze enthält.
(2) eine Erklärung seiner Fähigkeiten erfordert keine kompositionale Semantik.
E1: ist keine voll-entwickelte natürliche Sprache.
I 193
Harvey: sei in der hier betrachteten möglichen Welt eine informations-verarbeitende Maschine, der in Maschinensprache denkt: "M": Glauben/Überzeugung: hat Harvey gdw. er in einer bestimmten computationalen Relation zu einem verkörperten (tokened) Satz von M steht. ((s) Mentalesisch: es gibt also immer noch eine interne Relation zur eigenen Gedankensprache).
B: ist eine Box in Harveys Kopf, in der ein Satz von M genau dann als Glauben vorliegt (tokened), wenn ein Token von dem Satz in B vorkommt. (Angenommen, Harvey hat nur endlich viele Überzeugungen).
Glauben: für jeden gibt es genau einen Satz in Mentalesisch, dessen Vorkommen in B ihn realisiert.
µ: ist eine Formel in M so dass Harvey glaubt, dass Schnee weiß ist.
Realisation/“Bedeutung“/Schiffer: da Sätze von M (Maschinensprache, Mentalesisch) Glauben realisieren, haben sie ipso facto auch semantische oder repräsentationale Eigenschaften. Dann ist es fair zu sagen, dass µ "bedeutet" dass Schnee weiß ist. Und auch, dass eine Komponente von µ als inneres Gegenstück des Worts in der öffentlichen Sprache auf Schnee referiert.
- - -
I 195
Sprachverstehen/Verstehen/Schiffer: ohne Kompositionalität: Bsp (Fortsetzung: E1: gesprochene Sprache (ohne Zweideutigkeit und Indices)
M: Mentalesisch für Harvey
begriffliche Rolle: soll den Übergang von (1) zu (2) erklären. (und alle anderen, die dem entsprechend).
Sätze im inneren Code: (bzw. Repräsentationen davon:
(3) Nemrac derettu "sum"-"sno"-"iz"-"pör-pol"
((s) Englisch rückwärts, [Lautsprache], Metasprache (MS) und Objektsprache (OS) gemischt)
(4) Nemrac dias taht emons wons si elprup
((s) Englisch rückwärts, aber explizite Sprache, MS)
und
(5) Nemrac ecnarettu si eurt ffi emos wons si elprup
((s) Metasprache und Objektsprache! "wahr" und "gdw" in Maschinensprache, aber ohne alltagssprachliche Bedeutung bzw. "eurt" muss nicht "wahr" heißen! Begriffliche Rolle statt Bedeutung).
I 196
begriffliche Rolle/bR/SchifferVsKompositionalität: damit zeigen wir, dass "dias taht" und "eurt" begriffliche Rollen haben können die a) keine kompositionale Semantik voraussetzen,
b) den Übergang von einem Vorkommnis von (3) in Harveys B-Box zu einem Vorkommnis von (4) und (5) erklärt.
Dazu brauchen wir gar nicht die vollständige begriffliche Rolle zu spezifizieren! Ich nehme einfach an, dass (4) und (5) eine Rolle haben ("welche auch immer"), die kraft ihres Formelseins in Harvey diesen Glauben auslöst. Und nichts davon macht eine kompositionale Semantik notwendig:
Begründung: Bsp man könnte einfach eine Abbildungsrelation für Sätze zwischen zwei verschiedenen Sprachen haben, nach der jemand, der die andere Sprache gar nicht versteht, weiß, wann ein Satz der anderen Sprache wahr ist. (…+…) I 200, 202f, 208.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsFrege Stegmüller Vs Leibniz, G.W.
 
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Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist!
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (s.o. KantVsDescartes).
IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten! Existenz/Kontingenz/StegmüllerVsLeibniz: wir könnten notwendige Existenz als Negation von Kontingenz auffassen.
Problem: 1. Die Prämisse, die Welt als ganzes sei kontingent (es würde nicht existieren, wenn etwas anderes anders gewesen wäre), müsste fallengelassen werden: Selbst wenn jeder Teil der Welt kontingent ist, spricht nichts für die Annahme, dass die Welt als ganze nicht existieren würde, wenn nicht (sic?) etwas anderes anders wäre oder gewesen wäre.
Der Schluss von der Kontingenz jeden Teils auf die Kontingenz des Ganzen ist unzulässig.
2. Alternative: Kontingenz: etwas sei kontingent, wenn es auch nicht existieren könnte.
IV 392
Das muss man mit der obigen Bemerkung kombinieren, dass es nicht logisch unmöglich wäre, dass das behauptete notwendige Wesen auch nicht existieren könnte. Das aber ist unverständlich. zureichender Grund/VsLeibniz: (ad (i)): Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund haben muss? Bisher hat niemand eine Notwendigkeit a priori dafür zu zeigen vermocht. Das hätte auch keine Plausibilität:
1. Es ist richtig, dass wir immer nach Symmetrien suchen, aber es gibt keine Garantie, dass wir sie immer finden.
2. Wir halten uns immer innerhalb unserer Welt auf, Extrapolationen sind unzulässig!
Selbst wenn nun alles innerhalb der Welt einen zureichenden Grund hätte, hätten wir kein Recht, auf einen zureichend Grund außerhalb der Welt zu schließen.
Verbreitetes Argument: die Dinge müssen durch und durch verstehbar sein.
MackieVs: das stimmt überhaupt nicht!
IV 393
Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass sich das Universum nach unseren intellektuellen Bedürfnissen richtet.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsFrege Searle Vs Nonfaktualismus
 
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John R. Searle
I 137
Tatsache: welche Tatsache in der Welt entspricht Ihrer wahren Feststellung: "ich habe jetzt Schmerzen"?
I 138
Es scheint zumindest zwei Sorten von solchen Tatsachen zu geben. 1. im Moment gewisse unangenehme bewusste Empfindungen, und 2. gewisse zugrundeliegende neurophysiologischen Vorgänge.
Angenommen, wir wollten sagen, der Schmerz sei in Wirklichkeit "nichts als" das Muster des neuronalen Feuerns. Dann ließen wir die wesentlichen Merkmale des Schmerzes aus. Und zwar einfach deshalb, weil Erste Person Merkmale etwas anderes sind als Dritte Person Merkmale.
Wisssen wie/SearleVsNon-Faktualismus: jemand, der vollständiges Wissen über die Neurophysiologie hätte, wüsste immer noch nicht, was ein Schmerz ist, falls er nicht wüsste, wie es ist, Schmerzen zu empfinden.

V 162
Nominalismus/Searle: richtig: die Existenz partikularer Wesenheiten von Tatsachen in der Welt und die Existenz von Universalien hängt bloß von der Bedeutung von Wörtern ab. SearleVsNominalismus: unverständlich: solche trivialen Wahrheiten zu leugnen wie die, dass es Eigenschaften wie die des Rotseins oder der Zentaurheit gibt. Aus solchen Annahmen ergibt sich kein Zwang zu weitergehenden Schlussfolgerungen als bloß der, dass bestimmte Prädikate bedeutungsvoll sind!
NominalismusVsFrege: kein "Drittes Reich".

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsFrege Strawson Vs Quine, W.V.O.
 
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NS I 149
Strawson/Newen/Schrenk: pro deskriptive Metaphysik, Vsrevisionäre Metaphysik. Def deskriptive Metaphysik/Strawson: spürt auf, welche Ontologie unser tägliches Tun und Sprechen nahelegt.
Def revisionäre Metaphysik/StrawsonVsQuine: eine physikalistische Ontologie. Diese läuft dem Alltagsdenken zuwider.
StrawsonVsQuine: es geht Strawson nur um die Alltagssprache, nicht um die die Ontologie jeder beliebigen Sprache.
Ontologie/Sprache/Strawson: These: pro Ding-.Eigenschafts-Ontologie. Diese ist notwendigerweise die elementarste. Wegen der Ähnlichkeit zur Subjekt-Prädikat-Form.
NS I 150
Raum/Zeit/Strawson: sind Hilfsmittel verschiedene Fälle auseinanderzuhalten. transzendental/Kant: sind Argumente, die die Bedingungen von Möglichkeit betreffen.
Strawson/Newen/Schrenk: seine Argumente sind transzendental.
- - -
Strawson I 198
QuineVsGeach/QuineVsFrege: Singuläre Ausdrücke (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht." Sing Term: Quantifizierbar, Allg Term: nicht quantifizierbar.
StrawsonVsQuine: bei näherem Zusehen scheinen diese Unterschiede des Vorgehens weit weniger bedeutend.
Quine hält ausdrücklich die Unterscheidung zwischen Arten von nicht sprachlichen Objekten auf der einen Seite und die Unterscheidung zwischen singulären und allgemeinen Ausdrücken auf der anderen Seite auseinander. (Wort/Gegenstand).
Bei Quine sind "Frömmigkeit" und "Weisheit" ebenso singuläre Ausdrücke nämlich Namen abstrakter Objekte wie die Substantive "Sokrates" und "die Erde" die Namen konkreter Objekte.
Abstrakter Sing Term/Quine: Bsp "Frömmigkeit" (Universale).
Die Unterscheidung zwischen sing und allg Term ist vom logischen Standpunkt aus für Quine wichtiger.
Der sing Term erweckt den Anschein ein und nur ein Objekt zu benennen, währen der allg Term überhaupt nicht beansprucht, etwas zu benennen, obwohl er "von vielen Dingen wahr sein kann".
StrawsonVsQuine: dies ist eine unbefriedigende Art der Erklärung dafür, dass das Wort "Philosoph" ein allg und kein sing Term sein soll. Wir würden nicht gerne sagen dieser Ausdruck sei von vielen Dingen oder Personen wahr.
- - -
Strawson I 252
Zirkel/StrawsonVsQuine: ungeachtet ihrer bestrickenden Einfachheit dieser Analyse glaube ich,dass sie durch die Form, in der sie vorgebracht wird, unannehmbar wird. Die sprachlichen Termini, in denen die Analyse abgefasst ist, setzen die Existenz von Subjekt Ausdrücken, von sprachlich sing Termini voraus. Weitere Konsequenz: wir sind aufgefordert, die Ausdrücke, die die "Fs" und "Gs" in den quantifizierten Sätzen ersetzen, als gewöhnliche Prädikat Ausdrücke anzusehen. Das ist schon in Ordnung.
I 253
Zirkel/StrawsonVsQuine: aber wiederum haben diese Formen nur deshalb ihren Platz in der normalen Sprache, weil singuläre Ausdrücke, Subjekt Ausdrücke den Platz einnehmen, den sie dort haben. Zirkularität: weil wir nicht gleichzeitig die Fs und Gs als Prädikat Ausdrücke ansehen können und hinnehmen, dass sie alle Subjekt Ausdrücke total in die Formen der quantifizierten Sätze auflösen.
Zirkel/StrawsonVsQuine: die Argumentation beruht auf den sprachlichen Formen, die ihrerseits den Gebrauch dieser Ausdrücke voraussetzen.
StrawsonVsGadamer/StrawsonVsQuine: dagegen könnte man argumentieren, das sei zu engstirnig, man müsse erfinderisch vorgehen. In dem Fall müsste man aber sagen, was eine Lehre tatsächlich besagen soll, die wortwörtlich genommen unannehmbar ist.
- - -
Strawson IV 69
StrawsonVsQuine: Angenommen, wir wollten ohne Quantifizierung über Eigenschaften auskommen. Folgte daraus, dass der Glaube an Gegenstände gerechtfertigt wäre, nicht aber der Glaube an Eigenschaften?
IV 70
Strawson: wir können eine andere Art von Existenz annehmen! Einen zweitrangigen, obwohl ganz üblichen Sinn von Existenz, der für Eigenschaften und Relationen gilt.
IV 71
Vs: Bsp a) "Es gibt wenigstens eine Eigenschaft, die keine Maschine hat, nämlich vollkommenen Nutzeffekt". b) "keine Maschine ist vollkommen effizient.“ In a) quantifiziere ich, in b) nicht.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsFrege Millikan Vs Quine, W.V.O.
 
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I 215
beschreibend/referentiell/Kennzeichnung/Klassifikation/Millikan: man kann erzwingen, dass eine beschreibende Kennzeichnung referentiell funktioniert, Bsp „Er sagte, dass der Gewinner der Verlierer war“. Bsp (Russell): „Ich dachte, deine Yacht wäre größer als sie ist“.
I 216
Lösung: „der Gewinner“, und „größer als deine Yacht“ müssen als nach dem angepassten (adaptierten) Sinn klassifiziert angesehen werden. Dagegen:
„Der Verlierer“: hat wahrscheinlich nur beschreibenden Sinn-
„Deine Yacht“: wird durch beides klassifiziert: durch angepassten und durch relationalen Sinn, nur „dein“ ist rein referentiell.
Quine: (klassisches Beispiel) Bsp „Phillip glaubt, dass die Hauptstadt von Honduras in Nicaragua liegt“.
MillikanVsQuine: das ist nicht, wie Quine glaubt, offensichtlich falsch. Es kann als wahr gelesen werden, wenn „Hauptstadt von Honduras“ relationalen Sinn in diesem Kontext hat.
referentiell/beschreibend/Glaubenszuschreibung/intentional/Millikan: es gibt Ausnahmen, wo die Ausdrücke nicht beschreibend, aber auch nicht rein referentiell funktionieren, sondern auch durch relationalen Sinn oder Intension.
Bsp „der Mann der uns nach Hause fuhr“ sei jemand, der Sprecher und Hörer sehr gut bekannt ist. Dann muss der Hörer annehmen, dass hier jemand anderes gemeint ist, weil der Name nicht gebraucht wird.
Regel: hier wird die zweite Hälfte der Regel für intentionale Kontexte verletzt, „setzte welchen Ausdruck auch immer ein, der die Referenz erhält“. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass die erste Hälfte verletzt ist: „ein Zeichen hat nicht nur Referenz, sondern auch Sinn oder Intension, die erhalten werden müssen. Warum sollte man sonst eine so umständliche Kennzeichnung („der Mann der uns nach Hause fuhr“) gebrauchen, statt des Namens?
Ortcutt/Ralph/Spion/Quine/Millikan: Bsp es gibt einen Mann mit braunem Hut, den Ralph flüchtig gesehen hat. Ralph nimmt an, er ist ein Spion.
a) Ralph glaubt, dass der Mann den er flüchtig gesehen hat, ein Spion ist.
I 217
b) Ralph glaubt, der Mann mit dem braunen Hut ein Spion ist Millikan: die unterstrichenen Teile werden relational aufgefasst, b) ist fraglicher als a) weil nicht klar ist, ob Ralph in explizit als einen braunen Hut tragend wahrgenommen hat.
Quine:
Außerdem ist da ein grauhaariger Mann, den Ralph vage als Säule der Gesellschaft kennt und von dem ihm nicht bewusst ist ihn gesehen zu haben, außer einmal am Strand.
c) Ralph glaubt, dass der Mann, den er am Strand gesehen hat, ein Spion ist.
Millikan: das ist sicher relational. Als solches wird es nicht aus a) oder b) folgen.
Quine: führt jetzt erst an, dass Ralph es nicht weiß, aber die zwei Männer sind ein und derselbe.
d) Ralph glaubt, dass der Mann mit dem braunen Hut kein Spion ist.
Das ist jetzt einfach falsch.
Frage: was ist aber mit
e) Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist
f) Ralph glaubt, dass Ortcutt kein Spion ist.
Quine: jetzt erst teilt uns Quine nämlich den Namen des Mannes mit (der Ralph unbekannt ist).
Millikan: Bsp Jennifer, eine bekannte von Samuel Clemens, weiß nicht, dass dieser Mark Twain ist.
I 218
Sie sagt: „Ich würde sehr gern Mark Twain treffen“ und nicht „ich würde sehr gern Samuel Clemens treffen“. sprach-abhängig: hier wird „Mark Twain“ sprach-abhängig klassifiziert. Also sind auch sprachgebundene Intensionen nicht immer irrelevant für intentionale Kontexte. Sprach-gebunden musste das hier sein, um deutlich zu machen, dass der Name selbst wesentlich ist und gleichzeitig, dass es sinnlos ist zu unterstellen, dass sie gesagt hätte, sie wolle Samuel Clemens treffen.
Ralph/Quine/Millikan: Quine geht davon aus, dass Ralph nicht nur zwei innere Namen für Ortcutt hat, aber nur einer von beiden ist an den äußeren Nehmen Ortcutt geknüpft.
Millikan: Variante: Bsp’ ‚ Sie und ich beobachten Ralph, der misstrauisch Ortcutt beobachtet, der mit einer Kamera hinter dem Busch steht (sicher will er nur Spinnweben fotografieren). Ralph hat Ortcutt nicht als diesen erkannt und Sie denken: Gute Güte, Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion ist“.
Pointe: in diesem Kontext ist der Satz wahr! ((s) Weil der Name „Ortcutt“ von uns verliehen wurde, nicht von Ralph).
referentiell/Millikan: Lösung: „Ortcutt“ wird hier als referentiell klassifiziert.
referentiell/Millikan. Bsp „Letzten Halloween dachte Susi tatsächlich, Robert (ihr Bruder) wäre ein Geist“. ((s) sie dachte nicht von Robert und auch nicht von ihrem Bruder, dass er ein Geist wäre, sondern dass sie einen Geist vor sich hätte).
MillikanVsQuine: so lange wie noch niemand explizit gefragt oder verneint hat, dass Tom weiß, dass Cicero Tullius ist, sind die zwei Glaubenszuschreibungen „Tom glaubt, dass Cicero Catilina denunziert hat“ und „…Tullius…“ äquivalent!
sprach-gebundene Intension/Millikan: wird nur erhalten, wenn der Kontext klarmacht, welche Worte gebraucht wurden, oder welche öffentlichen Wörter der Glaubende als implizite Intensionen hat.
voll-entwickelte (sprach-unabhängige) Intension/Millikan: für sie gilt das gleiche, wenn sie absichtlich bewahrt werden:
I 219
Bsp „Die Eingeborenen glauben, dass Hesperus ein Gott und Phosphorus ein Teufel ist“. Aber:
Pointe: es geht darum, dass die Eigenfunktion eines Satzes erhalten bleiben muss, wenn man in intentionale Kontexte übergeht. Das ist der Grund dafür, dass man bei der Glaubenszuschreibung nicht einfach „Cicero ist Tullius“ durch „Cicero ist Cicero“ ersetzen kann. ((s) triviale/nicht-triviale Identität).
Stabilisierungsfunktion/SF/Identitätsaussage/Millikan: die SF ist es, dass der Hörer „A“ und „B“ in denselben inneren Term übersetzt. Deswegen ist die Eigenfunktion (EF) von „Cicero ist Cicero“ eine andere als die von „Cicero ist Tullius“. Weil die EF verschieden ist, kann das eine nicht für das andere eingesetzt werden, in intentionalen Kontexten.
Eigenfunktion: Bsp „Ortcutt ist ein Spion und kein Spion“: hat die EF, in einen inneren Satz übersetzt zu werden, der ein Subjekt und zwei Prädikate hat. Kein Satz dieser Form ist in Ralphs Kopf zu finden. Deshalb kann man nicht sagen, dass Ralph glaubt, dass Ortcutt ein Spion und kein Spion ist.
- - -
I 299
Nichtwiderspruch/Millikan: der Test auf sie ist gleichzeitig ein Test auf unsere Fähigkeit, etwas zu identifizieren, wie auch darauf, dass unsere Begriffe das abbilden, was sie abbilden sollen. MillikanVsQuine: dabei geht es aber nicht „Bedingungen für Identität“ aufzustellen. Und auch nicht um „geteilten Bezug“ („derselbe Apfel wieder“). Das gehört zum Problem der Einheitlichkeit, nicht der Identität. Das ist nicht das Problem zu entscheiden, wie eine Ausschließlichkeitsklasse aufgeteilt wird.
I 300
Bsp zu entscheiden, wann rot aufhört und orange anfängt. Statt dessen geht es darum zu lernen, Bsp rot unter anderen Umständen wiederzuerkennen.
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann.
MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
- - -
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt. Übereinstimmung/MillikanVsWittgenstein/MillikanVsQuine/Millikan: beide sehen nicht die Wichtigkeit der Subjekt-Prädikat-Struktur mit Negation. Daher verkennen sie die Wichtigkeit der Übereinstimmung im Urteil.
Übereinstimmung: dabei geht es nicht darum, dass zwei Leute zusammenkommen, sondern dass sie mit der Welt zusammenkommen.
Übereinstimmung/Nichtübereinstimmung/Millikan: sind nicht zwei gleichwahrscheinliche Möglichkeiten ((s) >Nozick. Inegalitäre Theorie). Es gibt viel mehr Möglichkeiten für einen Satz falsch zu sein, als für denselben Satz, wahr zu sein.
Wenn nun ein ganzes Muster (System) übereinstimmender Urteile auftaucht, die denselben Bereich abbilden (z.B. Farbe) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder Teilnehmer einen Bereich draußen in der Welt abbildet, überwältigend. ((s) ja - aber noch nicht, dass sie dasselbe meinen).
Bsp nur weil meine Urteile über den Zeitablauf fast immer mit denen anderer übereinstimmen, habe ich Grund zu glauben, dass ich die Fähigkeit habe, meine Erinnerungen richtig in den Zeitablauf einzuordnen.
Objektivität/Zeit/Perspektive/Medium/Kommunikation/Millikan: These: das Medium, das andere Personen mit ihren Äußerungen bilden, ist für mich die am besten zugängliche Perspektive, die ich im Hinblick auf die Zeit haben kann.
- - -
I 312
Begriff/Gesetz/Theorie/Test/Überprüfung/Millikan: wenn ein Begriff in einem Gesetz vorkommt ist es notwendig,
I 313
ihn zusammen mit anderen Begriffen zu testen. Verknüpft sind diese Begriffe nach gewissen Schlussregeln. Begriff/Millikan: dass Begriffe aus Intensionen bestehen, sind es die Intensionen, die getestet werden müssen.
Test: heißt aber nicht, dass das Vorkommen von Sinnesdaten vorausgesagt würde. (MillikanVsQuine).
Sinnesdatentheorie/heute/Millikan. die vorherrschende Sicht scheint zu sein, These: dass weder eine innere noch eine äußere Sprache tatsächlich Sinnesdaten beschreibt, außer, dass die Sprache von vorausgehenden Begriffen äußerer Dinge abhängt, die Normalerweise Sinnesdaten verursachen.
I 314
Vorhersage/Voraussage/voraussagen/Prognose/MillikanVsQuine/Millikan: wir bilden die Welt ab, um sie zu bewohnen, nicht um sie vorherzusagen. Wenn Voraussagen nützlich sind, so doch nicht von Erlebnissen an unseren Nervenenden. Bestätigung/Voraussage/Millikan: ein Wahrnehmungsurteil impliziert vor allem sich selbst. Bsp wenn ich verifizieren möchte, dass dieser Behälter einen Liter fasst, muss ich nicht voraussagen können, dass die einzelnen Kanten eine bestimmte Länge haben.
D.h. ich muss keine bestimmten Sinnesdaten vorhersagen können.
I 317
Theorie/Überprüfung/Test/MillikanVsQuine/Millikan: ist es wirklich wahr, dass alle Begriffe zusammen getestet werden müssen? Tradition: sagt, dass nicht nur einige, sondern die meisten unserer Begriffe nicht von Dingen sind, die wir direkt beobachten sondern von anderen Dingen.
Test/logische Form/Millikan: wenn es ein Ding A gibt, ds identifiziert wird, indem Effekte auf B und C beobachtet werden, wird dann nicht die Gültigkeit der Begriffe von B und C zusammen mit der Theorie, die die beobachteten Effekte auf den Einfluss von A zurückführt, zusammen mit dem Begriff von A getestet?
Millikan. Nein!
Aus der Tatsache, dass meine Intension von A auf Intensionen von B und C zurückgeht folgt nicht, dass die Gültigkeit der Begriffe, die B und C regieren, getestet wird, wenn der Begriff, der A regiert, getestet wird und umgekehrt auch nicht.
Und zwar folgt es nicht, wenn A eine bestimmte Kennzeichnung ist Bsp „der erste Präsident der USA“ und es folgt auch nicht, wenn die explizite Intension von A etwas kausal Abhängiges repräsentiert Bsp „das Quecksilber in dem Thermometer hier stieg auf die Marke 70“ als Intension für „die Temperatur betrug 70 Grad“.
I 318
Begriff/Millikan; Begriffe sind Fähigkeiten – und zwar die Fähigkeit etwas als selbstidentisch zu erkennen. Test/Überprüfung: die Überprüfungen der Gültigkeit meiner Begriffe sind ganz unabhängig voneinander: Bsp meine Fähigkeit, einen guten Kuchen zu machen ist ganz unabhängig von meiner Fähigkeit Eier zu zerschlagen, auch wenn ich Eier zerschlagen muss, um den Kuchen zu machen.
Objektivität/objektive Realität/Welt/Methode/Wissen/Millikan: wir erhalten ein Wissen über die Außenwelt, indem wir verschiedene Methoden anwenden um ein Ergebnis zu erhalten. Bsp verschiedene Methoden der Temperaturmessung: So kommen wir zu der Auffassung, dass Temperatur etwas Reales ist.
I 321
Wissen/Zusammenhang/Holismus/Quine/MillikanVsQuine/Millikan: hängt nicht alles Wissen von „kollateraler Information“ ab, wie Quine sie nennt? Wenn alle Wahrnehmung mit allgemeinen Theorien verwoben ist, wie können wir dann einzelne Begriffe unabhängig vom Rest testen? Two Dogmas/Quine/Millikan. These: ~ „unsere Feststellungen über die äußere Welt stehen nicht einzeln vor dem Tribunal der Erfahrung, sondern nur als Korpus“.
Daraus folgt: keine einzelne Überzeugung ist immun gegen Korrektur.
Test/Überprüfung/MillikanVsHolismus/MillikanVsQuine/Millikan: die meisten unserer Überzeugungen stehen niemals vor dem Tribunal der Erfahrung.
I 322
Daher ist es unwahrscheinlich, dass eine solche Überzeugung jemals durch andere Überzeugungen gestützt oder widerlegt wird. Bestätigung: einzige Bestätigung: durch meine Fähigkeit, die Gegenstände wiederzuerkennen, die in meinen Einstellungen vorkommen.
Daraus, dass Überzeugungen zusammenhängen folgt nicht, dass die Begriffe ebenso zusammenhängen müssen.
Identität/Identifikation/Millikan. die Erkenntnistheorie der Identität ist vorrangig vor der der Urteile.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsFrege Stegmüller Vs Quine, W.V.O.
 
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Stegmüller IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten!

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsFrege Wessel Vs Quine, W.V.O.
 
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I 352
Intension/WesselVsFrege/WesselVsQuine: Vs Unterscheidung Intension/Extension: hilft bei den Problemen nicht weiter. Allein der Hinweis, dass es sich um intensionale Kontexte handelt, reicht nicht. Extensionalitätsregel/Wessel: nach ihr können nur Vorkommen von sprachlichen Gebilden als Termini bzw. als Aussagen durch bedeutungsgleiche ersetzt werden, jedoch nicht beliebige graphische Teile.
Man kann deshalb nicht sagen, dass sie hier nur eingeschränkt gilt, denn sie ist überhaupt nicht anwendbar!
Zu der fälschlichen Auffassung kommt es, weil es in intensionalen Kontexten aufgrund ihrer Definitionen logische Regeln gelten, die der Extensionalitätsregel sehr ähnlich sind und die es, eventuell unter zusätzlichen Bedingungen gestatten, auch bloße Vorkommen von graphischen Teilen durch bestimmte Termini und Aussagen zu ersetzen.
I 353
Wessel: allgemein kann man das aber nicht sagen: Bsp "a sagte die Aussage A" diese Wendung wird in zwei unterschiedlichen Bedeutungen verwendet: bei der einen kommt es auf die genaue Wort und Buchstabenfolge an, bei der anderen nur auf die Information. (indirekte Rede).
Planeten Bsp/WesselVsQuine: dieser verwendet nicht die Beziehung der Bedeutungsgleichheit von Termini und die Ersetzbarkeit für bedeutungsgleiche Termini, sondern die Identitätssätze "Abendstern = Morgenstern" und die Ersetzbarkeitsregel für Identitäten.
Wessel: unsere Formulierung mit Bedeutungsgleichheit ist allgemeiner. Sie gilt aber auch für Identitäten.
Quine: unterscheidet nicht zwischen einem Vorkommen als Term und als bloß graphischem Teil!
Quine deutet die Sätze im Zusammenhang mit dem Planeten Bsp sämtlich als logische Modalitäten.
(Deshalb spricht Stegmüller von der Besonderheit der Kopula "ist" und zweifelt an der Möglichkeit einer Modallogik).
Modallogik/Quine/Wessel: die in den Aussagen von Quine vorkommenden Modalitäten können sowohl als alethische als auch epistemische Modalitäten gedeutet werden.
I 354
WesselVsQuine: dieser schließt aus einer falschen Prämisse: Ms(9 ‹ 7) > ~Wit(9 ‹ 7). (Ms wenn der Sachverhalt möglich ist, ~Wi: = nicht widerlegbar)
Morgenstern/Abendstern/einfach/zusammengesetzt/Wessel: man kann beide als einfache Termini ansehen, dann löst sich das Paradox auf: ta ‹_› tb bzw. a = b). (Der Morgenstern ist derselbe Gegenstand wie der Abendstern).
2. als zusammengesetzte Termini:
dann gilt: ~(ta ‹_› tb) bzw. ~(a = b). Sie sind dann nicht bedeutungsgleich.
WesselVsQuine: in diesem Fall ist eine von seinen Voraussetzungen falsch.
Quine ersetzt in seiner Konstruktion der Paradoxe Teile von Ausdrücken, die nicht als Termini, sondern nur als graphischer Teil vorkommen.
VsVs: der Einwand hat aber wenig Gewicht, da sich für modale Kontexte zusätzliche Ersetzbarkeitsregeln beweisen lassen.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsFrege Idealismus Vs Realismus
 
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Frank I 467
"ich denke"/Kant/Castaneda: setzt alles in indirekte Rede! Konsequenz: VsFrege: alle seine Bezugsgegenstände sind nach Kant nicht Teil der Semantik von sing Term!
((s) Eingebettete Sätze haben nach Frege keinen eigenen Bezugsgegenstand, sondern denotieren nur den Sinn eines Gegenstands.)
Umgekehrt können Freges Gegenstände nach Kant nur als transzendente Objekte fungieren. (IdealismusVsRealismus).

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsFrege Castaneda Vs Repräsentation
 
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Frank I 461
Theorie der Gestaltungen/Guise Theory/CastanedaVsFrege/CastanedaVsRepräsentationen: (Auffassung von „Ich“ als Repräsentation): (i) erlaubt keine semantischen Vermittler zwischen einem singulär bezugnehmenden Ausdruck und seinem Bezugsgegenstand
(ii) sie umgeht psychologische Vermittler zwischen Person und Gegenstand
(iii) sie entfernt den Fregeschen Bezugsgegenstand aus der semantischen Ordnung
(iv) sie setzt als Bezugsgegenstände Entitäten, genannt individuelle Gestaltungen, die objektiv den Fregeschen individuellen Sinnen in etwa analog sind.
(v) sie liefert eine Analyse von Freges primären Gegenständen als Systeme individueller Gestaltungen
(vi) solche Systeme sind doxastische Objekte: Glauben und Gedanke erreichen sie, aber nicht durch singuläre Bezugnahme, d.h. sie sind nicht die semantischen Endpunkte.
I 462
(vii) Gedanke und Überzeugungen erreichen solche doxastischen Objekte nur durch Gestaltungen, als abgebildete Systeme von Gestaltungen, und vielleicht durch allgemeine Bezugnahme, d.h. mittels spezieller, nicht substituierender Quantifikation.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsFrege Quine Vs Russell, B.
 
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Willard V. O. Quine
Chisholm II 75
Prädikate/Benennen/Russell: benennende Ausdrücke: Eigennamen stehen für Einzeldinge und Allgemeinausdrücke für Universalien. (Probleme d. Phil. S. 82f). In jedem Satz bezeichnet wenigstens ein Wort ein Universale. QuineVsRussell: Konfusion!
II 108
Theorie der Kennzeichnungen/VsRussell/Brandl: so gerät die ganze Theorie in Verdacht, die Tatsache zu unterschlagen, daß materielle Gegenstände niemals Teil von Propositionen sein können. QuineVsRussell: Verwechslung von Erwähnung und Gebrauch. - - -
Quine II 97
Pricipia mathematica, 1903: Hier ist Russells Ontologie zügellos: jedes Wort bezieht sich auf etwas. Ist ein Wort ein Eigenname, so ist sein Gegenstand ein Ding, andernfalls ein Begriff. Er beschränkt den Terminus "Existenz" auf Dinge, vertritt aber eine liberale Auffassung der Dinge, die sogar Zeitpunkte und Punkte des leeren Raums miteinschließt! Dann gibt es, jenseits des Existierenden die übrigen Entitäten: "Zahlen, die Götter Homers, Beziehungen, Hirngespinste, und vierdimensionale Räume" Das Wort "Begriff", von Russell in dieser Weise angewendet hat die Nebenbedeutung "bloß ein Begriff". Vorsicht: Götter und Hirgespinste sind für Russell ebenso real wie Zahlen!
QuineVsRussell: dies ist eine unerträglich wahllose Ontologie. Bsp Nehmen wir unmögliche Zahlen, etwa Primzahlen, die durch 6 teilbar sind. Es muss in gewissem Sinne falsch sein, dass es sie gibt, und zwar in einem Sinne, in dem es richtig ist, dass es Primzahlen gibt! Gibt es in diesem Sinne Hirngespinste?
- - -
II 101
Russell hat eine Vorliebe für den Ausdruck " Aussagenfunktion" gegenüber "Klassenbegriff". In P.M. kommen beide Ausdrücke vor. Hier: Def "Aussagenfunktion": vor allem auf Notationsformen bezogen z.B. offene Sätze, während Begriffe entschieden notationsunabhängig sind. Doch nach Meinong ist Russells Vertrauen in Begriffe geschwunden, und er bevorzugt den nominalistischerern Ton des Ausdrucks "Aussagenfunktion", der nun die doppelte Last trägt (später als Principia Mathematica.)
Gebrauch/Erwähnung/Quine: wenn wir nun versuchen, den Unterschied zwischen Gebrauch und Erwähnung ebenso nachlässig zu behandeln, wie Russell es vor sechzig Jahren fertiggebracht hat, können wir erkennen, wie er das Gefühl haben mochte, seine Theorie der Aussagenfunktionen sei notationsbezogen, während eine Theorie der Typen realer Klassen ontologisch wäre.
Quine: wir, die auf Gebrauch und Erwähnung achten, können angeben, wann Russells sogenannten Aussagenfunktionen als Begriffe (spezifischer als Eigenschaften und Beziehungen) aufgefasst werden müssen und wann sie als bloße offene Sätze oder Prädikate aufgefasst werden dürfen: a) dann, wenn er über sie quantifiziert, reifiziert er sie (auch unwissentlich) als Begriffe.
Aus diesem Grund kann für seine Elimination der Klassen nicht mehr in Anspruch genommen werden, als ich oben behauptet habe: eine Ableitung der Klassen aus Eigenschaften oder Begriffen mittels einer Kontextdefinition, die so formuliert ist, dass sie die fehlende Extensionalität liefert.
QuineVsRussell: meint fälschlich, seine Theorie habe die Klassen durchgreifender aus der Welt geschafft als im Sinne einer Reduktion auf Eigenschaften.
II 102
RussellVsFrege: "~die ganze Unterscheidung zwischen Bedeuten und Bezeichnen ist falsch. Die Beziehung zwischen "C" und C bleibt völlig mysteriös, und wo sollen wir den bezeichnenden Komplex finden, der angeblich C bezeichnet?" QuineVsRussell: Russells Standpunkt scheint manchmal von einer Verwechslung der Ausdrücke mit ihren Bedeutungen, manchmal Verwechslung des Ausdrucks mit seiner Erwähnung herzurühren.
II 103/104
In anderen Schriften verwendet Russel Bedeutung gewöhnlich im Sinne von "Bezug nehmen" (würde Frege entsprechen): "Napoleon" bestimmtes Individuum, "Mensch" ganze Klasse solcher Einzeldinge, welche Eigennamen haben."
Russell scheint selten unter irgendeiner Rubrik auf eine bestehende Entität zu achten, die dergestalt wäre, dass wir sie die über den existierenden Bezugsgegenstand hinausgehende Bedeutung nennen könnten.
Russell neigt dazu, diese Entität mit dem Ausdruck selbst verschwimmen zu lassen, wozu er im Hinblick auf bestehende Wesenheiten generell tendiert.
QuineVsRussell: für meinen Geschmack geht Russell mit bestehenden Entitäten allzu verschwenderisch um. Gerade, weil er nicht genügend unterscheidet, lässt er Bedeutungslosigkeit und verfehlte Bezugnahme tendenziell ineinander verschwimmen.
Theorie der Kennzeichnungen: Er wird den "König von Frankreich" nicht los, ohne zunächst die Kennzeichnungstheorie zu erfinden: Sinnvoll sein heiße: eine Bedeutung haben und die Bedeutung sei der Bezug. also "König von Frankreich" ohne Bedeutung und "Der König von Frankreich ist kahl" habe eine Bedeutung nur deshalb, weil es die Kurzform eines Satzes sei, der den Ausdruck "König von Frankreich" nicht enthält.
Quine: eigentlich unnötig, aber erhellend.
Russell neigt dazu, bestehende Entitäten und Ausdrücke ineinander verschwimmen zu lassen. Auch anlässlich seiner Bemerkungen über
Propositionen: (P.M.): Propositionen immer Ausdrücke, aber dann spricht er in einer zu dieser Lesart gar nicht passenden Weise von der "Einheit der Propositionen" (S.50) und von der Unmöglichkeit unendlicher Propositionen (S.145) später
II 105
Russell: Die Proposition ist nichts weiter als ein Symbol, noch später, stattdessen: Offensichtlich sind Propositionen gar nichts..." die Annahme, in der wirklichen, natürlichen Welt liefen ganze Mengen falscher Propositionen um, ist ungeheuerlich." Quine: diese Wiederrufung ist verblüffend. Was uns anstelle des Bestehens jetzt angeboten wird, ist das Nichts. Im Grunde hat Russell aufgehört, vom Bestehen zu reden.
Was einst als Bestehendes gegolten hatte, ist jetzt in einer von drei Weisen untergebracht
a) mit dem Ausdruck gleichgesetzt,
b) ganz und gar verworfen,
c) in den Stand der regelrechten Existenz erhoben.
- - -
II 107
Russell/später: "Alles was es in der Welt gibt, nenne ich eine Tatsache." QuineVsRussell: Russells Vorliebe für eine Ontologie der Tatsachen ist abhängig von seiner Verwechslung der Bedeutung mit Bezugnahme. andernfalls hätte er vermutlich kurzen Prozess gemacht mit den Tatsachen.
Was dem Leser von "Philosophy of logical atomism" auffällt, hätte ihn selbst abgeschreckt, nämlich wie sehr die Analyse der Tatsachen auf der Analyse der Sprache beruht.
Als fundamental erkennt Russell die Tatsachen ohnehin nicht an. Atomare Tatsachen sind so atomar, wie Tatsachen das sein können.
atomare Tatsachen/Quine: doch sie sind zusammengesetzte Gegenstände! Russels Atome sind keine atomaren Tatsachen, sondern Sinnesdaten!
- - -
II 183 ff
Russell: Die reine Mathematik ist die Klasse aller Sätze der Form "p impliziert q" wobei p und q Sätze mit einer oder mehreren Variablen sind, und zwar in beiden Sätzen dieselben. "Wir wissen nie, wovon die Rede ist, noch ob das was wir sagen wahr, ist".
II 184
Diese Disinterpretation der Mathematik war eine Reaktion auf die nichteuklidische Geometrie. Zahlen: Wie steht es mit der elementaren Arithmetik? Die reinen Zahlen usw dürfte man als uninterpretiert auffassen. Dann ist die Anwendung auf Äpfel eine Zusammenhäufung.
Zahlen/QuineVsRussell: Ich finde diese Einstellung grundverkehrt. Die Wörter "fünf " und "zwölf" sind nirgends uninterpretiert sie sind ebenso wesentliche Bestandteile unserer interpretierten Sprache wie Äpfel. >Zahlen. Sie benennen zwei ungreifbare Gegenstände, Zahlen, die Größen von Mengen von Äpfeln und dergl. sind. Das "plus" der Addition ist ebenfalls von Anfang bis Ende interpretiert, doch mit dem Zusammenhäufen von Dingen hat es nichts zu tun. Fünf plus zwölf ist: wie viele Äpfel es in zwei separaten Haufen gibt. Allerdings, ohne dass sie zusammengeschüttet werden. Die Zahlen "fünf" und "zwölf" unterscheiden sich von Äpfeln darin, dass sie keine Körper bezeichnen, dass das hat mit Disinterpretation nichts zu tun. Dasselbe ließe sich von "Nation" oder "Spezies" sagen. Die gewöhnliche interpretierte wissenschaftliche Rede ist auf abstrakte Gegenstände festgelegt, wie sie auf Äpfel und Körper auch festgelegt ist. Alle diese Dinge treten in unserem Weltsystem als Werte von Variablen auf.
II 185
Auch mit Reinheit (etwa der Mengenlehre) hat es nichts zu tun. Reinheit ist etwas anderes als Uninterpretiertheit.
XII 60
Ausdruck/Zahlen/Wissen/Explikation/Erklärung/Quine: unser Wissen über Ausdrücke besteht allein in ihren Gesetzen der Verkettung. Deshalb kommt jede Konstruktion, die diese Gesetze erfüllt, als Explikation in Frage.
XII 61
Wissen über Zahlen: besteht allein in den Gesetzen der Arithmetik. Dann ist jede gesetzmäßige Konstruktion eine Explikation der Zahlen. RussellVs: (früh): These: arithmetische Gesetze reichen für das Verständnis der Zahlen nicht aus. Wir müssen auch Anwendungen (Gebrauch) kennen bzw. die Einbettung in die Rede von anderen Dingen.
Anzahl/Russell: ist hier der Schlüsselbegriff: „es gibt n so und sos“.
Anzahl/Definition/QuineVsRussell: wir können definieren „es gibt n so und sos“ ohne jemals zu entscheiden, was Zahlen über ihre Erfüllung der Arithmetik hinaus sind.
Anwendung/Gebrauch/QuineVsRussell: wo immer Struktur ist, stellen sich die Anwendungen ein. Bsp Ausdrücke und Gödelzahlen: selbst der Hinweis auf eine Inschrift war kein endgültiger Beweis dafür, dass wir über Ausdrücke und nicht über Gödelzahlen reden. Wir können immer sagen, dass unsere Ostension verschoben war.
VII 80
Principia Mathematica/PM/Russell/Whitehead/Quine: zeigt, dass die ganze Mathematik in Logik übersetzt werden kann., Dabei sind nur drei Begriffe zu klären: Mathematik, Übersetzung und Logik.
VII 81
QuineVsRussell: der Begriff der Aussagenfunktion ist unklar und verunklart die ganze PM.
VII 93
QuineVsRussell: PM müssen durch das Unendlichkeitsaxiom ergänzt werden, wenn gewisse mathematische Prinzipien abgeleitet werden sollen.
VII 93/94
Unendlichkeitsaxiom: sichert die Existenz einer Klasse mit unendlich vielen Elementen. Quine: New Foundations stattdessen kommt mit der Allklasse aus: ϑ oder x^ (x = x).
- - -
VII 122
Aussagenfunktionen/QuineVsRussell: zweideutig: a) offene Sätze
b) Eigenschaften.
Russells Keine Klassen Theorie nutzt Aussagenfunktionen als Eigenschaften als Werte gebundener Variablen.
- - -
IX 15
QuineVsRussell: unexakte Terminologie. Aussagenfunktion , "propositional function", diesen Ausdruck benutzte er sowohl wenn er sich auf Attribute (reale Eigenschaften) als auch wenn er sich auf Aussagen oder Prädikate bezog. In Wahrheit reduzierter er nur die Theorie der Klassen auf eine nichtreduzierte Theorie der Attribute.
IX 93
rationale Zahlen/QuineVsRussell: in einem Punkt weiche ich ab: für mich sind rationale Zahlen selbst reelle Zahlen, für Russell und Whitehead nicht. Russell: rationale Zahlen sind für sie paarweise elementfremd, wie die von Peano. (vgl. Kap 17), während ihre reellen Zahlen ineinander geschachtelt sind. ((s) paarweise elementfremd, Gegensatz: ineinander geschachtelt.)
natürliche Zahlen/Quine: für mich wie für die meisten Autoren: keine ganzen rationalen Zahlen.
rationale Zahlen/Russell: entsprechend keine rationalen reellen Zahlen. Sie werden von den rationalen reellen Zahlen nur "nachgemacht".
rationale Zahlen/QuineVsRussell: für mich dagegen sind die rationalen Zahlen reelle Zahlen. Und zwar, weil ich die reellen Zahlen nach Russells Version b) konstruiert habe, ohne dabei den Namen und die Bezeichnung für rationale Zahlen zu verwenden.
Daher konnte ich Name und Bezeichnung für die rationalen reellen Zahlen zurückhalten
- - -
IX 181
Typentheorie/TT/QuineVsRussell: in der vorliegenden Form ist unsere Theorie dann aber zu schwach, um einige Sätze der klassischen Mathematik zu beweisen. Bsp der Beweis, dass jede beschränkte Klasse reeller Zahlen eine kleinste obere Schranke (koS) hat.
IX 182
Nehmen wir an, die reellen Zahlen seien in der Russellschen Theorie ähnlich wie in Abschnitt VI entwickelt worden, allerdings sollten nun Attribute die Stelle von Klassen einnehmen und die Zuordnung zu Attributen ersetzt die Elementbeziehung zu Klassen. koS: (Kap 18,19) einer beschränkten Klasse zu von reellen Zahlen: die Klasse Uz oder {x:Ey(x ε y ε z)}.
Attribut: parallel dazu könnten wir also erwarten, dass die koS eines beschränkten Attributs φ von reellen Zahlen in Russells System gleich dem
Attribut Eψ(φψ u ψ^x) ist.
Problem: unter der Russellschen Ordnungsdoktrin ist diese koS von höherer Ordnung als die der reellen Zahlen ψ, die unter das Attribut φ, dessen koS gesucht ist, fallen.
Schranke/koS/QuineVsRussell: koS braucht man für die gesamte klassische Technik der Infinitesimalrechnung, der die Stetigkeit zu Grunde liegt. koS haben aber für diese Zwecke keinen Wert, wenn sie nicht als Werte derselben Variablen erreichbar sind, zu derem Wertebereich bereits diejenige Zahlen gehören, deren obere Grenze gesucht sind.
Eine obere Grenze (d.h. koS) von höherer Ordnung kommt nicht als Wert solcher Variablen in Frage und verfehlt somit ihren Zweck.
Lösung/Russell: Reduzibilitätsaxiom:
Def Reduzibilitätsaxiom/RA/Russell/Quine: jede Aussagenfunktion hat dieselbe Extension wie eine gewisse prädikative. D.h.
Ey∀x(ψ!x φx), Eψ∀x∀y[ψ!(x,y) φ(x,y)], usw.
IX 184
VsKonstruktivismus/Konstruktion/QuineVsRussell: wir haben gesehen, wie Russells konstruktivistischer Zugang zu den reellen Zahlen scheiterte (koS, s.o.). Er gab den Konstruktivismus auf und nahm zum RA Zuflucht.
IX 184/185
Die Art wie er es aufgab, hatte aber etwas Perverses an sich: Reduzibilitätsaxiom/QuineVsRussell: das RA impliziert nämlich, dass all die Unterscheidungen, die zu seinem Entstehen Anlaß gaben, überflüssig sind! (…+…)
- - -
IX 185
Aussagenfunktion/AF/Attribut/Prädikat/TT/QuineVsRussell: übersah folgenden Unterschied und seine Analoga: a) "propositional functions": als Attribute (oder intensionale Relationen) und
b) proposition functions": als Ausdrücke, d.h. Prädikate (und offene Aussagen: Bsp "x ist sterblich"). Entsprechend:
a) Attribute
b) offene Aussagen
Als Ausdrücke unterscheiden sie sich sichtbar in der Ordnung, wenn die Ordnung aufgrund der Indices an gebundenen Variablen innerhalb des Ausdrucks beurteilt werden soll. Bei Russell ist alles "AF".
Da Russell es versäumte, zwischen Formel und Objekt zu unterscheiden (Wort/Gegenstand, Erwähnung/Gebrauch), dachte er nicht an den Kunstgriff, zuzulassen, dass ein Ausdruck von höherer Ordnung sich geradewegs auf ein Attribut oder eine Relation von niedrigerer Ordnung bezieht.
- - -
X 95
Kontext Definition/Eigenschaften/Logik 2. Stufe/Quine: wenn man lieber Eigenschaften als Mengen haben möchte, kann man Quantifikation über Eigenschaften einführen und dann die Quantifikation über Mengen durch eine schematische Kontext Definition einführen. Russell: hat diesen Weg eingeschlagen.
Quine: die Definition muss aber dafür sorgen, dass das Extensionalitätsprinzip für Mengen gilt, aber nicht für Eigenschaften. Das. Ist ja gerade der Unterschied. .
Russell/QuineVsRussell: warum wollte er Eigenschaften?
X 96
Er merkte nicht, an welchem Punkt die unproblematische Darstellung von Prädikaten, in das Sprechen über Eigenschaften umschlug. ((s) Objektsprache/Metasprache/Erwähnung/Gebrauch). Aussagenfunktion/AF: (= propositional function): hat Russell von Frege übernommen.
QuineVsRussell: er gebrauchte AF manchmal, um sich auf Prädikate zu beziehen, manchmal auf Eigenschaften.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsFrege Wittgenstein Vs Russell, B.
 
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Carnap VI 58
intensionale Logik/Russell: ist nicht an bestimmte Aussagenformen gebunden. Ihre Aussagen sind nicht alle in Aussagen über Extensionen übersetzbar. WittgensteinVsRussell. Später Russell, Carnap pro Wittgenstein.
(Russell, PM 72ff, Bsp für scheinbar intensionale Aussagen).
Bsp (Carnap) "x ist Mensch" und "x sterblich":
beides kann in eine extensionale Aussage (Klassenaussage) umgeformt werden.
"Die Klasse der Menschen ist in der Klasse der Sterblichen enthalten".
- - -
Tugendhat I 453
Def Sortal: etwas abgegrenztes, dass keine beliebige Verteilung gestattet. Bsp Katze. Gegensatz: Massenterminus. Bsp Wasser.
I 470
Sortal: in gewisser Weise eine Wiederentdeckung des aristotelischen Begriffs des Substanzprädikats. Aristoteles: Hierarchie: niedrige: Materialprädikate: Wasser, höhere: Zählbarkeit.
Locke: hatte die aristotelische Einsicht vergessen und führte daher einen Begriff des Substrats ein, dass selbst nicht wahrnehmbar, einem Bündel von wahrnehmbaren Qualitäten zugrunde liegen sollte.
Hume: das ermöglichte es Hume, das Ganze zu verwerfen.
Russell und andere: Bündel von Eigenschaften. (KripkeVsRussell, WittgensteinVsRussell, führte zur Wiederentdeckung des Sortals).
Bsp Sortal: schon Aristoteles: wir nennen etwas einen Stuhl oder eine Katze nicht deshalb, weil es eine bestimmte Gestalt hat, sondern weil es eine bestimmte Funktion erfüllt!
- - -
Wittgenstein I 80
Bekanntschaft/WittgensteinVsRussell/Hintikka: eliminiert Russells zweite Klasse (logische Formen) insbesondere Russells freischwebenden Formen, die durch völlig allgemeine Sätze ausgedrückt werden. So kann Wittgenstein jetzt sagen, dass wir in der Logik keine Erfahrung brauchen.
Das bedeutet, dass die Aufgabe die früher von Russells zweiter Klasse übernommen worden war, jetzt von den regulären Gegenständen der ersten Klasse wahrgenommen werden müssen.
Das ist eine Erklärung der fundamentalsten und seltsamsten Thesen des Tractatus: die logischen Formen werden nicht nur anerkannt, sondern ihnen wird beträchtliches Gewicht beigemessen. Ferner sind die Gegenstände nicht nur Substanz der Welt sondern auch konstitutiv für die Form der Welt.
I 81
1. die komplexen logischen Sätze werden alle durch die logischen Formen der atomaren Sätze bestimmt, und 2. die Formen der Atomsätze durch die Formen der Gegenstände.
Pointe: Wittgenstein weigert sich im Tractatus, die komplexen logischen Formen als unabhängige Gegenstände anzuerkennen. Ihre Aufgabe muss durch etwas anderes erfüllt werden:
I 82
Die Formen der einfachen Gegenstände (vom Typ 1): sie bestimmen die Weise, wie die Gegenstände miteinander verbunden werden können. Die Form des Gegenstands ist das, was a priori von ihm gilt!. Der Standpunkt, auf den Wittgenstein sich zubewegt, hat eine feste Basis in Freges berühmten Prinzip der Zusammengesetztheit (dem Prinzip der Funktionalität, von Davidson als Frege Prinzip bezeichnet, (s) >Kompositionalität)
I 86
Logische Form/Russell/Hintikka: meint, wir müssten mit der logischen Form jedes zu verstehenden Satzes bekannt sein. WittgensteinVsRussell: bestreitet das. Um alle logischen Formen zu erfassen ist nichts weiter nötig, als die Gegenstände zu erfassen. Mit diesen allerdings müssen wir dennoch bekannt sein. Diese Erfahrung wird aber dadurch uneigentlich, dass sie sich auf die Existenz der Ggst bezieht.
I 94 ff
dies/logischer Eigenname/Russell: "Dies" ist ein (logischer) Eigenname. WittgensteinVsRussell/PU: Das hinweisende "Dieses" kann nie trägerlos werden, aber das macht es nicht zu einem Namen." (§ 45)
I 95
Nach Russells früher Theorie gibt es in unserer Sprache nur zwei logische Eigennamen für partikulare Gegenstände außer dem Ich, und zwar "dies" und "jenes". Man führt sie ein, indem man auf sie zeigt. Hintikka: von diesen konkreten Russellschen Gegenständen gilt im wahren Sinne des Wortes, dass sie nicht ausgesprochen, sondern nur genannt werden können. (>Erwähnung/Gebrauch/sagen/zeigen).
Wittgenstein I 107
Sinnesdaten/Russell: (Mysticism and Logic): Sinnesdaten seien etwas "Physikalisches". Daher sei "die Existenz des Sinnesdatums nicht logisch abhängig von der Existenz des Subjekts." WittgensteinVsRussell: das kann natürlich von Wittgenstein nicht akzeptiert werden. Nicht weil er ernste Zweifel hätte, sondern weil er die Gegenstände zu semantischen Zwecken benötigt, die weit hinausgehen über Russells Bausteine unserer wirklichen Welt.
Sie müssen Bausteine aller logischen Formen sowie die Substanz aller möglichen Sachverhalte sein. Daher kann er nicht zufrieden sein mit Russells Konstruktion unserer eigenen und einzigen Außenwelt aus Sinnesdaten.
I 108
Aus dem gleichen Grund verweigert er auch die Festlegung auf eine bestimmte Ansicht über den metaphysischen Status seiner Gegenstände. Außerdem:
Subjekt/WittgensteinVsRussell: "Das Subjekt gehört nicht zu den Gegenständen der Welt".
I 114
Sprache/Sinnesdaten/Wittgenstein/Zeitgenossen/Waismann: "Der Zweck der Sprache Wittgensteins ist im Gegensatz zu unserer gewöhnlichen Sprache die logische Struktur der Phänomene wiederzugeben."
I 115
Erfahrung/Existenz/Wittgenstein/Ramsey: "Wittgenstein sagt, es sei Unsinn, etwas zu glauben, was nicht der Erfahrung gegeben ist, denn mir anzugehören, in der Erfahrung gegeben zu sein, ist die formale Eigenschaften der echten Entität." Sinnesdaten/WittgensteinVsRussell/Ramsey: sind logische Konstruktionen. Denn nichts von alldem was wir wissen, beinhaltet sie. Sie vereinfachen zwar die allgemeinen Gesetze, sind für diese jedoch genauso wenig nötig wie materielle Gegenstände."
Später Wittgenstein: (Zettel § 498) setzt Sinnesdatum mit "privatem Objekt, das vor meiner Seele steht" gleich.
I 143
logische Form/Russell/Hintikka: sowohl Formen der Atomsätze als auch komplexer Sätze. Sprachlich dort durch Zeichen (Junktoren, Quantoren usw.) definiert. WittgensteinVsRussell: nur einfache Formen. "Wenn ich den Gegenstand kenne, kenne ich auch sämtliche Möglichkeiten seines Vorkommens in Sachverhalten. Jede solche Möglichkeit muss in der Natur des Gegenstands liegen."
I 144
logische Konstanten/Wittgenstein: verschwinden aus der letzten und abschließenden logischen Darstellung jedes sinnvollen Satzes.
I 286
Vergleich/WittgensteinVsRussell/Hintikka: das Vergleichen ist es, was in der Russellschen Theorie nicht vorkommt.
I 287
Und das Vergleichen besteht nicht darin, bei der Konfrontierung ein Phänomen zu erleben. Hier sieht man: ab einem bestimmten Zeitpunkt sieht Wittgenstein Sätze nicht mehr als fertige Bilder an, sondern als Vorschriften zur Herstellung von Bildern.
- - -
Wittgenstein II 35
Anwendung/Gebrauch/WittgensteinVsRussell: er hat übersehen, dass logische Typen nichts über die Anwendung der Sprache aussagen. Bsp Johnson sagt, Rot unterscheide sich in einer Weise von Grün, in der Rot sich nicht von Kreide unterscheidet. Aber woher weiß man das? Johnson: Es wird formal, nicht experimentell verifiziert.
WittgensteinVsJohnson: das ist aber Unsinn: es ist so, als würde man nur das Portrait betrachten, um zu beurteilen, ob es dem Original entspricht.
- - -
Wittgenstein II 74
Implikation/WittgensteinVsRussell: Paradox aus zwei Gründen: 1. wir verwechseln die Implikation mit dem Schlüsseziehen.
2. im Alltag gebrauchen wir nie " wenn... dann " in diesem Sinn. Es sind immer Hypothesen, in denen wir jenen Ausdruck verwenden. Die meisten Dinge, von denen im Alltag die Rede ist, sind in Wirklichkeit stets Hypothesen. Z. B.: "alle Menschen sind sterblich."
So wie Russell es verwendet, bleibt es sogar dann wahr, wenn es nichts gibt, was der Beschreibung f(x) entspricht.
II 75
Wir meinen aber nicht, dass alle Menschen auch dann sterblich sind, wenn es keine Menschen gibt.
II 79
Logik/Notation/WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise macht die internen Beziehungen nicht deutlich. Aus seiner Notation geht nicht hervor, dass pvq aus p.q folgt, während der Sheffer-Strich die interne Beziehung klarmacht.
II 80
WittgensteinVsRussell: "Behauptungszeichen": es ist irreführend, und deutet auf einer Art geistigen Vorgang hin. Wir meinen aber bloß einen Satz. ((s) Auch WittgensteinVsFrege). > Behauptungsstrich.
II 100
Skeptizismus/Russell: Bsp wir könnten erst seit fünf Minuten existieren, einschließlich unserer Erinnerungen. WittgensteinVsRussell: dann benutzt er die Wörter in neuer Bedeutung.
II 123
Kalkül/WittgensteinVsRussell: Eifersucht als Beispiel für einen Kalkül mit dreistelligen Relationen fügt der Sache keine zusätzliche Substanz hinzu. Er hat einen Kalkül auf die Eifersucht angewandt.
II 137
Implikation/Paradoxie/material/Existenz/WittgensteinVsRussell: II 137 + in Russells Notation gilt sowohl: "Alle S sind P" als auch "Kein S ist P", als wahr, wenn es gar keine S gibt. Weil die Implikationen auch durch ~fx verifiziert sind. In Wirklichkeit ist dieses fx beide Male unabhängig!
Alle S sind P: (x) gx >.fx
Kein S ist P : (x) gx > ~fx
Dieses unabhängige fx ist irrelevant, es ist ein leerlaufendes Rad!
Bsp Wenn es Einhörner gibt, dann beißen sie, aber es gibt keine Einhörner = es gibt keine Einhörner.
II 152
WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise setzt voraus, dass es für jeden allgemeinen Satz Namen gibt, die man zur Beantwortung der Frage "welche?" (Im Gegensatz zu "welche Art?") nennen kann. Bsp "welche Menschen leben auf dieser Insel?" kann man fragen, aber nicht: "welcher Kreis ist im Quadrat?". Wir haben keine Namen "a", "b", usw. für Kreise.
WittgensteinVsRussell: in seiner Schreibweise heißt es "es gibt ein Ding, welches ein Kreis im Quadrat ist".
Wittgenstein: was ist dieses Ding? Der Fleck, auf den ich zeige? Aber wie sollen wir dann "da sind drei Flecken " schreiben?
II 157
Einzelding/ED/Atom/Atome/Wittgenstein: Russell und ich, wir haben beide damit gerechnet, durch die logische Analyse auf die Grundelemente (" individuals") zu stoßen. Russell glaubte, am Schluss würden sich Subjekt Prädikat Sätze und zweistellige Relationen ergeben. WittgensteinVsRussell: das ist eine verfehlte Vorstellung von logischer Analyse: wie eine chemische Analyse. WittgensteinVsAtomismus.
- - -
Wittgenstein II 306
Logik/WittgensteinVsRussell: Russell notiert: "ich traf einen Mann": es gibt ein x, so dass ich x getroffen habe. x ist ein Mann. Wer sagt denn schon: "Sokrates ist ein Mann"? Ich kritisiere dies nicht deshalb, weil es im praktischen Leben keine Rolle spielt, sondern ich kritisiere, dass die Logiker diese Beispiele nicht lebendig machen.
Russell verwendet "Mann" als Prädikat, obwohl wir es praktisch nie als solches gebrauchen.
II 307
Wir könnten "Mann" als Prädikat verwenden, wenn es uns um den Unterschied ginge, ob jemand, der als Frau gekleidet ist, ein Mann oder eine Frau ist. Damit haben wir für dieses Wort einer Umgebung erfunden, ein Spiel, indem sein Gebrauch einen Zug darstellt. Wenn "Mann" als Prädikat verwendet wird, ist das Subjekt ein Eigenname, der Eigenname eines Mannes.
Eigenschaften/Prädikat/Wittgenstein: wenn der Ausdruck "Mann" als Prädikat verwendet wird, kann er bestimmten Dingen sinnvoll zugesprochen oder abgesprochen werden.
Dies ist eine "externe" Eigenschaft, und in dieser Hinsicht verhält sich das Prädikat "rot" genauso. Man beachte jedoch die Unterscheidung zwischen rot und Mann als Eigenschaften.
Ein Tisch könnte Träger der Eigenschaft rot sein, doch im Falle von "Mann" liegt die Sache anders. (Ein Mann könnte diese Eigenschaft nicht ablegen). .
II 308
WittgensteinVsRussell: Bsp "in diesem Zimmer ist kein Mann". Russells Schreibweise: "~(Ex)x ist ein Mann in diesem Zimmer." Diese Schreibweise suggeriert, dass man die Dinge in diesem Zimmer durchgegangen ist, und festgestellt hat, dass keine Männer darunter waren.
Das heißt, die Schreibweise ist nach dem Vorbild konstruiert, indem x ein Wort wie "Schachtel" oder sonst ein Gemeinname ist. Das Wort "Ding" jedoch ist kein Gemeinname.
II 309
Was hieße es denn, dass es ein x gibt, welches nicht ein Fleck im Quadrat ist? ((s) >Geach: Huntington-Bsp).
II 311
Arithmetik/Mathematik/WittgensteinVsRussell: die Arithmetik wird nicht in der Russellschen Weise gelehrt, und dies ist keineswegs eine Ungenauigkeit. Wir machen uns nicht an die Arithmetik, indem wir etwas über Sätze und Funktionen erfahren, noch beginnen wir mit der Definition der Zahl.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsFrege Frege Vs Schröder, E.
 
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I 116
Zeichen/FregeVsSchröder: bei ihm weiß man manchmal nicht, ob er meint, dass die Zahl ein Zeichen ist und was dann dessen Bedeutung, oder ob sieben dessen Bedeutung ist. Daraus, dass man verschiedene Zeichen festsetzt, so dass nie dasselbe (Zeichen) wiederkehrt, folgt noch nicht, dass diese Zeichen auch verschiedenes bedeuten.
- - -
Simons I 102
Klasse/FregeVsSchröder: man muss unterscheiden: a) "logische" Klassen: = Werteverläufe und
I 103
b) "konkrete" Klassen: ein Kalkül kollektiver Klassen ist nur ein Kalkül von Teil und Ganzen. SimonsVsFrege: das stellte sich ironischerweise als viel angreifbarer als Schröders "Mannigfaltigkeiten" heraus.
Lesniewski: kannte Freges Kritik.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsFrege Schiffer Vs Sententialismus
 
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Stephen Schiffer
I 120
Def klassischer Sententialismus/Schiffer: nach ihm bestimmt die Bedeutung oder der Inhalt, welchen Satz man glaubt.
I 120
Und das ist gleichzeitig das Problem: DavidsonVsklassischer Sententialismus, VsSententionalismus/VsSententialismus/Schiffer: Problem: Mehrdeutigkeit in einer Sprache und in mehreren Sprachen.
1. Bsp [Empedokles liept]: in Englisch: er sprang (leaped, (in den Ätna), in Deutsch: er liebt). (Davidson 1968, 98).
2. Bsp Field: "visiting relatives can be boring".
Problem: die Wahrheitsbedingungen (WB) des Glaubens sind nach dem unverfeinerten Sententialismus die gleichen wie die des geglaubten Satzes. Bei mehrdeutigen Sätzen müssten das dann mehrere Wahrheitsbedingungen sein!
Bsp wenn es eine Sprache gäbe, in der "Liebe ist grausam" bedeutet, dass Kängurus fliegen, dann muss Henri beides glauben!
I 123
DavidsonVsSententialismus: 1.a) Mit einem Satz als Referenzobjekt des dass-Satzes gäbe es eine Fixierung auf nur eine Sprache. b) Wegen der Mehrdeutigkeit könnte es dann mehrere Wahrheitsbedingungen in derselben Sprache geben. (1975, 165f).
2. (Auch VsFrege): Dem Satz wird eine ganz andere semantische Rolle zugeschrieben als normal: Frege und Sententionalismus konstruieren, "die Erde bewegt sich" als größeren Teil eines sing Term, nämlich "dass die Erde sich bewegt". Das machen beide wegen der fehlenden Substituierbarkeit in intensionalen Kontexten.
I 137
Bedeutung/propositionale Einstellung/Glauben//SchifferVsSententialismus: es kann also keine korrekte sententialistische Theorie von pro Einst geben. Denn kein Mensch kennt die inhalts-bestimmenden Eigenschaften. Deswegen kann es auch keinen korrekten extensionalistischen Zugang zur kompositionalen Semantik für natürliche Sprachen geben.
Früher hatten wir schon gesehen, dass auch als nicht-sententialistischen Theorie scheiterten.
I 157
Glauben/Glaubenssätze/Quine/Schiffer: für Quine sind Glaubenssätze nie wahr, auch wenn er zugesteht Quine pro Brentano: ~ man kann nicht aus dem intentionalen Vokabular ausbrechen. Aber: QuineVsBrentano: ~ ins kanonische Schema gehören keine propositionale Einstellungen, nur physikalische Konstitution und Verhalten von Organismen. (W+O 1960, S 221).
Vssententialistischer Dualismus/sD/Schiffer: 1. QuineVs:
Wenn wir den sD akzeptieren, müssen wir mit Brentano die „Wichtigkeit einer autonomen Wissenschaft der Intention“ anerkennen. Problem: diese common sense-Theorie wäre dann vom Rest der Wissenschaft abgeschnitten. Und:
Isolation/Wissenschaft/Wright: (Wright 1984): von der Wissenschaft isoliert zu sein, heißt diskreditiert zu sein.
Theorie/Quine: wenn sie diskreditiert ist, können ihre theoretischen Termini nicht wahr von etwas sein und Sätze wie "Ich glaube, manche Hunde haben Flöhe" können nicht wahr sein.
sententialistischer Dualismus/Field: pro: (1972, 357): Physikalismus ist eine erfolgreiche Hypothese, ...die nur eine große Zahl von Experimenten zwingen würde, aufzugeben.
I 158
Wir bringen Quine und Field wie folgt zusammen: (1) "glaubt", "wünscht", "bedeutet" usw. sind theoretische Termini (TT) einer common sense psychologischen Theorie.
(2) Die Rechtfertigung für methodologischen Physikalismus (was Field will) und die Natur der common sense Theorie erfordern, dass - sollten die Theoretischen Termini physikalistisch irreduzibel sein - die Volkspsychologie falsch sein muss. D.h. die Terme sind wahr von nichts (Quine).
(3) Daher muss der sD falsch sein: Glaubenssätze können nicht beides sein: wahr und irreduzibel.
SchifferVs: das ist nicht überzeugend. Ich bezweifle beide Prämissen. Ad (2): es gibt keine berechtigte empirische Hypothese die erfordert, dass theoretische Tatsachen auf physikalische Tatsachen reduzierbar sind. Das wäre nur plausibel, wenn die TT durch die Theorie selbst definiert wären, die sie einführt. (…+…)

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsFrege Frege Vs Skeptizismus
 
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Davidson II 124
FregeVsSkeptizismus: der Skeptiker ist nicht heilbar, weil er selbst bei seiner nächsten Äußerung nicht davon ausgehen kann, daß seine Worte noch dasselbe bedeuten wie vorher).
Dummett I 58
Skepsis: nie sicher, ob Sinn auch ein Bezug entspricht -Frege: bloß schwerer Mangel unserer Sprache, der beseitigt werden muß.
IV 45
FregeVsSkeptizismus: Die Reizung der Sehnerven ist uns nicht unmittelbar gegeben, sondern nur Annahme! - Wenn alles Vorstellung ist, gibt es keinen Träger. Wenn es keinen Träger gibt, gibt es aber auch keine Vorstellungen! - Frege: ich bin nicht meine Vorstellung, ich bin der Träger meiner Vorstellung. Also ist das, wovon ich etwas aussage, nicht notwendig meine Vorstellung. - IV 50 Vorstellung/Psychologie/Skeptizismus/Frege: nicht alles ist Vorstellung, sonst enthielte die Psychologie alle Wissenschaften in sich.
(s)VsFrege: Das macht es aber nicht unmöglich, daß alles doch Vorstellung wäre. (raa reicht nicht aus.)) - IV 51 Wahrnehmung/Frege: zur Sinneswahrnehmung gehört notwendig der Sinneseindruck, und dieser ist Teil der Innenwelt.
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Frege IV 46
FregeVsSkeptizismus: interessanterweise schlagen bei seiner Erwägung die Gegensätze ineinander um. (>"Dialektik"). Bsp ein Sinnesphysiologe ist als Naturforscher zunächst weit davon entfernt, die Dinge, die zu sehen und zu tasten er überzeugt ist, für seine Vorstellungen zu halten.
IV 46
Reiz/Frege: der Skeptizismus kann sich leicht auch auf ihn beziehen: die Reizung der Sehnerven ist uns nicht unmittelbar gegeben, sondern nur Annahme! Wir erleben nur das eine Ende des Vorgangs, der in unser Bewusstsein hineinragt! Vielleicht sind andere Ursachen am Werk? So löst sich alles in Vorstellung auf, auch die Lichtstrahlen.
Der empirische Sinnesphysiologe untergräbt so seine eigenen Voraussetzungen.
Alles bedarf eines Trägers, ich habe mich selbst als Träger meiner Vorstellungen angesehen, bin ich aber nicht selbst eine Vorstellung?
IV 47
Wo ist dann der Träger dieser Vorstellungen? Wenn alles Vorstellung ist: gibt es keinen Träger. Auch sind keine Vorstellungen irgendwie ausgezeichnet. Jetzt erlebe ich den Umschlag ins Gegenteil:
FregeVsBerkeley: wenn alles Vorstellung ist, gibt es keinen Träger. Wenn es keinen Träger gibt, gibt es aber auch keine Vorstellungen! ((s) das führt einen neuen Begriff ein, den es bei Berkeley nicht gibt: den des Trägers).
Aber es kann doch kein Erleben geben ohne jemand, der es erlebt.
Dann aber gibt es etwas, was nicht meine Vorstellung ist und doch Gegenstand meiner Betrachtung.
Könnte es nun sein, dass dieses "Ich" als Träger meines Bewusstseins nur ein Teil dieses Bewusstseins ist, während ein anderer Teil vielleicht eine "Mondvorstellung" ist? D.h. dass etwas anderes stattfindet, wenn ich urteile, dass ich den Mond betrachte?
Dann hätte dieser erste Teil ein Bewusstsein und ein Teil dieses Bewusstseins wäre wiederum ich usw. Regreß.
Frege: ich bin nicht meine Vorstellung, ich bin der Träger meiner Vorstellung.
Also ist das, wovon ich etwas aussage, nicht notwendig meine Vorstellung.
VsFrege: man könnte nun einwenden, Bsp wenn ich denke, dass ich in diesem Moment keinen Schmerz empfinde, entspricht dann nicht dem Wort "ich" etwas in meiner Vorstellung?
Frege: das mag sein.
IV 48
Ich/Frege: dem Wort "ich" mag in meinem Bewusstsein eine gewisse Vorstellung verbunden sein. Aber dann ist sie eine Vorstellung neben anderen Vorstellungen und ich bin ihr Träger wie der Träger anderer Vorstellungen. Ich habe eine Vorstellung von mir, aber ich bin nicht diese Vorstellung!
Es ist scharf zu unterscheiden zwischen dem Inhalt meines Bewusstseins (meine Vorstellungen) und dem Gegenstand meines Denkens (objektive Gedanken).
Nun ist der Weg frei, auch andere Menschen als selbstständige Träger von Vorstellungen anzuerkennen.
Auch Vorstellungen können gemeinsamer Gegenstand des Denkens von Menschen sein, die diese Vorstellungen nicht haben. Vorstellung kann Gegenstand werden.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsFrege Field Vs Strukturalismus
 
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II 328
Zahlen/Strukturalismus/Field: das drückt man manchmal so aus, dass 2 einfach eine Stelle in einer Struktur ist. (Resnik 1981, Shapiro 1989). Vagheit/Field: diese Sicht entspricht der Auffassung, dass Vagheit sich in der Welt befindet statt in unserer Sprache! ((s) >epistemische Sicht).
FieldVs: nicht nur für Zahlen wie „2“ scheint das gut zu funktionieren, sondern auch für die Ausdrücke die wir gebrauchen, um Strukturen zu beschreiben, in denen es keine Symmetrien gibt.
Symmetrie/Field: bringt hier ein Problem ins Spiel. ((s) Der Uneindeutigkeit, Mehrdeutigkeit?)
Bsp Brandom: -1/Wurzel –1/komplexe Zahlen/Field: Problem: jede komplexe Zahl ungleich 0 (Bsp –1) hat zwei Wurzeln. (eigentlich BrandomVsFrege, BrandomVsLogizismus).
„Zahl i“: dieser Term ist standardmäßig eingeführt für eine von beiden, (dann ist –i natürlich die andere).
Problem. selbst wenn wir annehmen, dass wir irgendwie festgelegt haben, welche Objekte die komplexen Zahlen sind, welche Teilmenge von ihnen die reellen Zahlen sind und welche Funktionen von ihnen Addition und Multiplikation sind, dann läßt unser Gebrauch dieser Ausdrücke immer noch unbestimmt, auf welche der beiden Wurzeln von –1 unser Ausdruck „i“ referiert. ((s) Wegen der Symmetrie, es läßt sich kein Unterschied ausmachen).
komplexe Zahlen/innen/außen/Theorie/Field: innerhalb der Theorie der komplexen Zahlen gibt es keine Möglichkeit, i und –i zu unterscheiden. Es gibt kein Prädikat A(x) das nicht selbst „i“ enthält und das wahr vom einen ist, aber nicht vom anderen.
komplexe Zahlen/Field: natürlich helfen auch die praktischen Anwendungen nicht, sie zu unterscheiden!
Problem: selbst wenn man nun sagt, dass „i“ einfach eine Stelle im System der komplexen Zahlen ist, besteht die Unbestimmtheit, denn die komplexe Zahlenebene enthält zwei strukturell identische Positionen für Wurzeln von –1, ohne unterscheidende Merkmale.
4. Unvollständigkeit“/Mathematik/Zahlen/Field: Zahlen sind gewissermaßen unvollständige Objekte: Bsp 2 hat Eigenschaften wie Vorgänger von 3 zu sein und Primzahl zu sein, aber keine Eigenschaft die darüber entscheidet, ob es eine Menge ist!
FieldVsStrukturalismus: in dieser 4. Sichtweise ist er jedenfalls nicht die beste Weise, die „strukturalistische Einsicht“ zu erfassen.
II 332
Platonismus/Mathematik/VsStrukturalismus/Field: isomorphe mathematische Bereiche müssen nicht ununterscheidbar sein.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsFrege Simons Vs Tradition
 
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I 291
Integrität/Verbundenheit/Individuum/Tradition/Simons: These: Integrität gehört zu raumzeitlich kontinuierlichen Objekten. SimonsVsTradition: mikroskopisch sind alle Gegenstände verteilt und nicht mehr zusammenhängend (> Mikrostruktur, MiSt).
Quine: das trifft auf alle Gegenstände zu, die nicht nur aus einem einzigen Elementarteilchen bestehen. (1960,98)
Gegenstand/Ding/Objekt/Philosophie/Simons: man nennt auch verteilte Gegenstände Gegenstände: Bsp Galaxien, Bsp Indonesien.
Individuum/Leibniz: muss atomar sein. (>Monade). (Simons: praktisch alle Autoren VsLeibniz).
- - -
I 306
Relationale Akzidenz/SimonsVsTradition: gibt es sehr wohl: d.h. solche, die in mehr als einem Substrat fußen: Bsp Zusammenstoß zwischen zwei Körpern. Er hätte nicht mit anderen Körpern passieren können (modale Starrheit) und beide Körper müssen zu der Zeit existieren (zeitliche Starrheit) selbst wenn einer oder beide in dem Unfall zerstört werden. Ebenfalls: Bsp Hochzeiten, Scheidungen, Fußballspiele. Das ist nichts Mysteriöses.
- - -
I 342
Satz/Zusammenhang/Kopula/Tradition/Simons: den Zusammenhalt des Satzes lieferte nach Ansicht der Tradition die Kopula: Kopula/VsTradition: kommt im Satz nur als normales Wort wie die anderen vor, kann also den Zusammenhalt nicht erklären.
Lösung/Frege: ungesättigte Satzteile.
Satz/WittgensteinVsFrege: Zusammenhang nur einfach gemeinsames Nebeneinanderstehen von Wörtern (Namen). D.h. es gibt nicht einen Teil des Satzes, der den Zusammenhang herstellt.
Ungesättigtheit/Simons: das entspricht genau der ontologischen Abhängigkeit (oA): ein Satzteil kann nicht ohne gewisse andere existieren!

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsFrege Wittgenstein Vs Typentheorie
 
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II 439
Typentheorie/TT/WittgensteinVsRussell: f(a)= U’s Mantel ist rot
F(a)= U’s Mantel hat eine der Farben des Regenbogens
φ(f)= Rot ist eine Farbe des Regenbogens
Frage: nun, hat φ(F) eine Bedeutung? ((s) Das kommt oben in dieser Kombination nicht vor).
Russell: würde sagen, dass "eine Farbe des Regenbogens hat die Eigenschaft, eine Regenbogenfarbe zu sein" keine Bedeutung hat, ja dass "f(f)" im Allgemeinen keine Bedeutung hat.
Doch wenn wir nun eine Regel der Grammatik aufstellen, um eine Ersetzung Möglichkeit auszuschließen (und eben dies tut die Typentheorie, um Widersprüche zu vermeiden), dann müssen wir die Ersetzunsregel ausschließlich von den Eigenschaften der Symbole abhängig machen.
Ersetzungsregel: wenn wir "f(x)" einführen düren wir "f(f)" keine Bedeutung verleihen.
Bsp Betrachten wir ~f(f) = F(f) und den Ausdruck den man durch die Ersetzung von "f" durch "F" erhält: die Eigenschaft, sich selbst nicht als Eigenschaft zu haben, hat sich selbst wiederum als Eigenschaft. Die Wurzel des Widerspruchs liegt darin, dass man eine Funktion zur Funktion ihrer selbst erklärt. ((s) >Heterologie).
Aus ~f(f) = F(f) ergibt sich die Kontradiktion F(F) = ~F(F).
Problem: ergibt sich, wenn man eine Funktion zur Funktion ihrer selbst erklärt.
II 440
"f" in "f(x)" lässt sich selbst nicht als Argument verwenden. Aber weshalb sollte sich das nicht ergeben, da das, wovon man ausgeht, doch kein Satz ist? Es stimmt nicht, wenn man sagt, hier sei gegen den Satz des Widerspruchs verstoßen worden, denn das könnte nur dann der Fall sein, wenn von Sätzen die Rede wäre!
Hardy hat gesagt, es wäre unerträglich, reelle Zahlen verschiedener Ordnungen zu haben.
Siehe seine Erörterung, wonach eine Folge reeller Zahlen einer anderen Ordnung angehört, weil sie durch Bezugnahme auf eine Gesamtheit definiert wird, deren Schranke sie selbst ist.
Ein analoges Bsp ist das Maximum einer Kurve, das als der höchste aller Punkte auf dieser Kurve definiert wird.
- - -
IV 68
Operation/Formenreihe/Typentheorie/TT/Tractatus: 5.252 nur so ist das Fortschreiten von Glied zu Glied in einer Formenreihe (von Typ zu Typ bei Russell) möglich. WittgensteinVsRussell: in Principia Mathematica (PM) haben sie die Möglichkeit dieses Fortschreitens nicht zugegeben, aber immer wieder von ihr Gebrauch gemacht.
5.2521 Die fortgesetzte Anwendung einer Operation auf ihr eigenes Resultat ((s) >Rekursion) nenne ich ihre sukzessive Anwendung ("O’O’=’a" ist das Resultat einer dreimaligen Anwendung von "O’ ζ" auf "a").
5.2522 das allgemeine Glied einer Formenreiche a,O’ a,O’O’a,... schreibe ich:
IV 69
"[a,x,O’x]". Dieser Klammerausdruck ist eine Variable.
1. Glied: Anfang der Formenreiche
2. Glied: Die Form eines beliebigen Gliedes x der Reihe
3. Glied: Form des unmittelbaren Nachfolgers dieses x. (Nachfolger: O’).
IV 70
WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.4 "Logische Gegenstände" oder "logische Konstanten" im Sinne Russells gibt es nicht. Urzeichen/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.42 die Möglichkeit der kreuzweisen Definition der logischen "Urzeichen" Freges und Russells (Bsp >, v) zeigt schon, dass dies keine Urzeichen sind und erst recht, dass sie keine Relationen bezeichnen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsFrege Husserl Vs Verifikationismus
 
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Chisholm II 150
Äußerung/wahrmachen/Husserl: Unterschied: 1. Semantische Relation des Wahrmachens
2. Verifikation (beides muß nicht zusammenfallen: Wahrheit muß nicht evident sein > Behauptbarkeit)
3. Relation zu einem Ding "außerhalb", was immer es sein mag.
II 151
Bei Sätzen mit indexikalischen Wörtern (Index Wörtern) überlappen sich die drei. Bedeutung/HusserlVsVerifikation/Husserl: Verifikation trägt nicht zur Bedeutung des Satzes bei, weil 2. und 3. auseinanderfallen. Einzige Ausnahme: indexikalische Phänomene! (VsFrege; VsDummett?). (6. Logische Untersuchung).
Bsp Jules versteht nur "Diese Krähe fliegt hoch", wenn Jim sie ihm zeigt.
Die Krähe, das Zeigen und das Fliegen instantiieren verschiedene Arten. Dabei sind die zwei Ebenen des Universalen und Partikularen strikt getrennt.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Intensionalität VsFrege Pro Quine2 XI 66
Frege pro intensionale Semantik - QuineVsFrege.
Repräsentationalism VsFrege Versus Brandom II 74
Andere Richtung Freges(spät): Repräsentation unabhängiger Realität DummettVsFrege: Fälschlich: Eigenschaft von Sätzen statt Übergänge zwischen ihnen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
transzendentale Obj VsFrege Versus Frank I 462
Castaneda mit Kant, VsFrege. VsTranszendentale Objekte mit unendlich vielen Eigenschaften/Bezug auf alle Gegenstände nur von innerhalb der Erfahrung und Sprache - Davidson pro Frege: unendlich viele Eigenschaften,

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 13 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Sinn Austin, J.L.
 
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Graeser I 62
Sinn/AustinVsFrege: These wir verwenden Sätze nicht mehrheitlich dazu, Tatsachen zu berichten, sondern um generell etwas zu tun!.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Gedanke Dummett, M.
 
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I 61
DummettVsFrege: das zeigt zwar nicht, daß die These, der Sinn (Gedanke, s.o.) sei kein Bewußtseinsinhalt verfehlt ist, wohl aber, daß ihre Begründung, nämlich die Mitteilbarkeit und daraus folgende Objektivität, nicht ganz zutrifft.
I 62
Heute ist Freges These in Bezug auf den "objektiven Sinn" Gemeinplatz. Keiner würde mehr bestreiten, daß die Anwendung der Farbwörter ï·" die ja Wörter der gemeinschaftlichen Sprache sind ï·" allgemein geltenden Kriterien unterliegen und beurteilt werden kann.
Namen Dummett, M.
 
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StalnI 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
Wissen Field, Hartry
 
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I 94
logisches Wissen/Frege: These Problem, woher ich weiß, daß es logisch möglich ist, daß die Axiome der Mengenlehre wahr sind: dadurch daß ich behaupte, ich wisse, daß es aktual die von den Axiomen behaupteten Entitäten gibt -" FieldVsFrege: wenn diese Entitäten existierten, wie könnte man dann wissen, daß sie in dieser Relation zueinander stehen und nicht in einer anderen? -"
I 112
Zus. Wissen/Mathematik/Logik/Field: These alles mathematische Wissen, das nicht empirisch ist, ist rein logisch.
I 124
logisches Wissen/Field: These mathematisches Wissen ist logisches Wissen. logisches Wissen/Field: These ist für mich auch anfechtbar. These daher möchte ich einige Aussagen von "logisch gewußt" zu "logisch glaubhaft" verschieben.
Gedanke Frege, G.
 
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Dum I 89
Frege:These vom Vorrang des Gedankens vor der Sprache
Dum I 92
DummettVsFrege: Umgekehrt steht seine Theorie der Wahrnehmung im Widerspruch zu seiner These, der Mensch könne nur diejenigen Gedanken fassen, die er als den Sinn von Sätzen begreift. davon kann man zwei Lesarten nehmen. Stärkste Lesart: wir können nur in der Sprache denken,
schwächste: keiner von uns kann einen Gedanken haben, den er nicht zum Ausdruck bringen kann.
Stuhlmann-Laeisz II 73
Frage/Befehl/Wunsch/Frege: These ein Wunschsatz, eine Frage oder ein Befehl enthält überhaupt keinen Gedanken!

F III
R. Stuhlmann-Laeisz
Freges Logische Untersuchungen Darmstadt 1995
Indexwörter Frege, G.
 
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Newen/Schrenk I 27
Indexwörter/VsFrege/Newen/Schrenk: Grenzen seiner Theorie: kontextabhängige Ausdrücke (Indikatoren, Indikatorwörter: Bsp "hier", "jetzt", "ich" usw. können nicht behandelt (nicht bestimmt) werden. Das ist eine Folge seiner These, daß (vollständige) Gedanken kontextunabhängig sind und Worte jeweils einen stabilen Sinn haben.
Namen Frege, G.
 
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Wolf I 13
Namen/FregeVsRussell: sing Term.
Newen/Schrenk I 101
Sinn/Namen/Frege: These der Sinn eines Namens wird durch die Kennzeichnung ausgedrückt. Das ist die sogenannte Kennzeichnungstheorie, eine einfache Variante der Beschreibungstheorie.
Staln I 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Vagheit Frege, G.
 
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EMD II 223
Vagheit/natürliche Sprache/Frege: ungenau, das ist ein Mangel, den es abzustellen gilt. WrightVsFrege/(s): These einige Prädikate müssen vage sein, um überhaupt ihren Zweck zu erfüllen und letztlich damit der natürlichen Sprache zu ermöglichen, ihren Zweck zu erfüllen.
unendlich Geach, P.
 
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I 166
unendlich/GeachVsFrege: These mathematische Unendlichkeit ist nicht wie Frege dachte, eine Unendlichkeit "objektiver Gegenstände", sondern besteht in den unendlichen Möglichkeiten der menschlichen Sprache.
Idiolekt Kripke, S.A.
 
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Cresswell II 151
Def "extremer Fregeanismus"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): These: daß Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören. Problem: dann geht es im Pierre-Bsp gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher der den Fall berichtet, und seinen Idiolekt!

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Namen Lewis, D.
 
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Schw I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Schw I 228
Namen/Prädikat/Eigenschaft/Lewis: These: Namen können alles benennen: statt Prädikat "F" nehmen wir "-heit" - Prädikate sind keine Namen und benennen nichts. - Prädikat/(s): kein sing Term - SchwarzVsLewis/ RussellVsFrege: wenn man annimmt, daß jedem Prädikat ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zugeordnet werden kann, folgt Russells Paradoxie.
Namen Searle, J.R.
 
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Staln I 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
Logik Wittgenstein, L.
 
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II 160
Logik/WittgensteinVsFrege: 1. es ist ziemlich willkürlich, was wir als Satz bezeichnen - daher bedeutet Logik bei mir etwas anderes als bei Frege - 2. VsFrege: alle Wörter sind gleich wichtig - Frege: These: "Wort", "Satz", "Welt" seien wichtiger.
VII 14
Tractatus/Logik/Tetens: These des Tractatus : niemand kann sich außerhalb der Logik stellen.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
VsKripke Burkhardt, A.
 
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Wolf I 341
BurkhardtVsKripke: These: Dass Namen starre Bezeichnungsausdrücke sind, gilt zwar für den Regelfall, muss aber für andere Fälle entgegen seiner Ansicht ergänzt werden durch Freges Sinn-Begriff. BurkhardtVsFrege: seine Ansicht ist falsch, Eigennamen hätte sowohl Bedeutung als auch Sinn.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993