Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 16 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Benennen Kripke III 380
Benennen/Kripke: hat nichts mit Existenz zu tun: falsche Frage: "Lebt ___ auf dem Mars?" und dann Namen einsetzen. - ((s) substitutionale Quantifikation: würde sich mit Namen zufrieden geben, weil sie eine über Ausdrücke hinausgehende Ontologie ablehnt.)
Kripke I 121
Benennen schafft keine Identität: gleiche epistemische Situation, Phosphorus/Hesperus als verschiedene Himmelskörper benannt. - Es ist durchaus möglich, daher kontingent, aber das betrifft nicht die tatsächliche Identität. - Wir verwenden sie als Namen in allen möglichen Welten.
I 134
Geach: Bennen gibt etwas wesentliches wieder: Nixon = Mensch(a priori). KripkeVsGeach: Bsp Lots Gäste - sind trotz Benennung Engel.
Unterschied: Gebrauch des Namens/Benennen - Das ist kein Fall von Unbestimmtheit der Referenz.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Dinge Strawson I 177f
Ding/Tätigkeit/Sprache/Strawson: 1. grammatisches Kriterium: Liste 1: Sprachfunktionen: Unterschiede: A-Ausdrücke/B-Ausdrücke: referieren/beschreiben, bezeichnen/etw.von ihm aussagen usw.
I 178
Liste 2: Unterscheidung von sprachlichen Bestandteilen: singulärer Term/prädikativer Term, referierender Term/Prädikatterm, Subjekt/Prädikat usw.
I 180
Liste 3: Unterscheidet zwischen Konstituenten von Aussagen oder zwischen Sachen (!): Sache, auf die man referiert/prädizierte Sache usw. nichts kann auf beiden Seiten auftreten: der Akt des Sich-Beziehens kann nicht mit dem Akt des Prädizierens identisch sein, aber einiges in beiden Rollen möglich) Liste 3 setzt Unterscheidung Sache/Rolle voraus.
I 182
Liste 4: (entspricht Frege): Objekt/Begriff: vereinigt Rolle und Sache - kein Objekt kann jemals prädiziert werden - Liste 3: gleicht die Ausdrücke aus Liste 2 an (>Ramsey).
I 185
Ding/Tätigkeit/"über"/stehen für/sing Term/Prädikat/StrawsonVsGeach: "über" kann nicht gebraucht werden, um zwischen singulärem Term und Prädikat zu unterscheiden - Bsp "Raleigh raucht" kann als Satz über das Rauchen aufgefasst werden - auch "steht für" spezifiziert keine sing Term - beide, singulärer Term und auch prädikativer Term können für etwas stehen. - VsGeach: dieser ist gezwungen zu sagen, dass "raucht" für etwas steht, weil bei ihm prädikative Ausdrücke für Eigenschaften stehen.
I 203
Ding/Eigenschaft/sing Term/Prädikat/ist/Strawson: wenn "Sokrates ist..." mit einer Kennzeichnung durch "ist" im Sinn von "ist identisch mit" verbunden wird, dann kann "Sokrates ist..." auch als B-Ausdruck (Prädikat) verstanden werden. - (s) Bsp > "sokratisiert". - ((s) "Der Philosoph, der Platon unterrichtete sokratisiert" (>Gleichheitszeichen statt >Kopula). Problem: welche Sachen sollen durch "ist ein Philosoph" eingeführt werden?
I 207ff
Ding/Prädikat/singulärer Term/Einführen/Strawson: der Grund für die Unterscheidung zwischen A (Stubstantiv-) und B-Ausdrücken (Prädikat-) ist der, zwischen verschiedenen Sachen zu unterscheiden: zwischen Einzelding und Universale, nicht zwischen Objekt und Begriff oder singulärem Term und Prädikat.
I 210
StrawsonVsTradition: setzt die Unterscheidung schon voraus - externer Grund: könnte die Tempusfunktion des Verb sein - Vs: das könnte man auch mit zwei Substantiven und Pfeilnotation ausdrücken. Sokrates (Weisheit), dann Pfeil entweder über S oder über Weisheit, je nach dem, ob Sokrates starb oder dumm wurde.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Diskurs Hintikka II 229
Denken/Peirce/Hintikka: These: alles Denken ist dialogisch in seiner Form. Die Gedanken sind das, was man zu sich selbst sagt. Denken/Urteilen/Geach: These: ist analog zum Sagen.
HintikkaVsGeach: seine Resultate sind aber eher mager.
Diskurs/Frage/Antwort/Hintikka. These: wir brauchen eine Diskurslogik, die sich von der Logik für isolierte Sätze unterscheidet.
II 230
Dabei muss der unterschiedliche Wissenstand von Fragesteller und Antwortendem berücksichtigt werden. >Fragen/Hintikka, > Antworten/Hintikka.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
Einführung Strawson I 187
Term/Ausdruck/Sache/Einführen/Strawson: alles was durch einen Ausdruck in eine Äußerung eingeführt wird, ist eine Sache (Term: StrawsonVsQuine: hier auch nichtsprachlich, Sache!)).
I 188
VsGeach: dieser unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Arten der Einführung in die Rede - man kann sagen, eine Aussage sagt etwas über jede Sache, die in sie eingeführt wird, nicht nur über die Sachen, auf bezugnehmende Weise eingeführt wurden - (also auch über das Rauchen). - "Ist weise" wird behauptend eingeführt, Sokrates nicht.
I 192
Aber dennoch kein Unterschied zwischen behauptendem und dem sacheinführenden Modus, weil letzterer auch aussagend ist. I 193 Der Behauptungsmodus ist primär.
I 194
Einführung: indikativische Verbalform: führt Sache in eine Aussage ein - substantivische: hat keine solche Implikation, kann auch Listen von Sachen einführen - VsFrege: ist darauf festgelegt, dass Begriffe nur nicht-substantivisch eingeführt werden können - daher das Paradox, dass "ist weise" ein Objekt ist und kein Begriff - (nicht im behauptenden Modus eingeführt).
I 196
StrawsonVsFrege: dass die Teile des Satzes nur durch Ungesättigtes aneinanderhaften, ist bloß metaphorisch - RamseyVsFrege: kein Grund, irgendeinen Teil als ungesättigt zu betrachten.
I 232ff
Einzelding/Einführung: durch identifizierende Beschreibung - damit Sprecher und Hörer dasselbe Einzelding meinen.
I 234
Identifizierende Beschreibung muss nicht Beschaffenheit angeben: Bsp die Stadt in der ich lebte - aber wahre empirische Aussage.
I 235
Für Universalien gibt es nichts entsprechendes - I 236 aber keine Tatsachen über die Welt sondern über die Sprache! - ((s) keine Wahrmacher).
I 238
Wenn Universalien in Sprache eingeführt sind, ist keine empirische Gewissheit über Wahrheit der Sätze notwendig.
I 239
Sonderfall: wenn Universalien nicht durch Ausdruck sondern durch Kennzeichnung eingeführt werden, dann ist eine Bestätigung durch einenempirischen Satz notwendig. - Bsp statt "Grippe": "Johns Krankheit".
I 239f
Universale/Einzelding/Einführung: Klasse (1): (U): Ausdrücke, von denen man (ohne empirische Tatsachen) nicht wissen kann, was sie einführen - Klasse (2) (Einzelding) auch ohne empirische Tatsache möglich zu wissen, was sie einführen - beide sind unvollständig - (1) setzen implizite Aussagen voraus, haben faktisches Gewicht - (2) haben kein faktisches Gewicht
I 241
Subjekt/Prädikat/Ding/Einzelding/Universale: 3. Kriterium: Ausdrücke zur Einführung von "Einzeldinge können niemals Prädikat-Ausdrücke sein. Def Subjekt-Ausdruck: präsentiert eine Tatsache aus eigener Kraft (vollständig) - Prädikat-Ausdruck: unvollständig, "ist verheiratet mit John" ist keine Tatsache aus eigener Kraft.
I 242
Bsp "Großmut ist eine liebenswertere Tugend als Klugheit": "Großmut" und "Klugheit" präsentiert keine verdeckte gemeinsame Tatsache.
I 242
Allgemeines/Einzelnes: die Affinität zwischen dem grammatischen und dem kategorialen Kriterium für Subjekt/Prädikat-Unterscheidung erklärt auch die traditionelle Verkettung der beiden Unterscheidungen.
I 254ff
Einführung/Einzelding: bisher nur quasi wie Quantifikation nach einer empirischen Voraussetzung - neu: anderer Sinn von Einführen: E der Gepflogenheit, Einzelding im 1. Sinn einzuführen - dann auch E1: führt Einzeldinge ein , E2: Klassen von Einzeldingen. - Dann Voraussetzung2 V2: Klasse von Dingen (oder Universale) die eingeführt werden können. - Wo bleibt dann die Asymmetrie zwischen Einzelding und Universale?
I 258
Verbindung der beiden Theorien: eine EF1 eines Einzeldings der relevanten Klasse können wir in der Weise denken, dass sie eine Tatsache der v2 Klasse v1.
I 263
Beide Theorien sind unabhängig, aber verbindbar.
I 259
Einzelding/Einführung: Sätze in denen gewisse Typen von Einzeldingen eingeführt werden, können nicht auf solche zurückgeführt werden, in denen sie nicht vorkommen - Bsp Aussagen über Nationen sind nicht in Aussagen über Menschen zurückführbar - aber sie haben Aussagen über Menschen zur Voraussetzung2. - Problem: was steht am Ende der Kette? - >Grundzug-Universalien.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Ich Evans Frank I 24
Ich/EvansVsDescartes: ist der Körper! - Der ich-zentrierte Raum wird zu einem objektiven Welt-Ort erst, wenn das Subjekt ihn auf eine öffentliche Landkarte übertragen kann und wiedererkennen kann. - Die Konvertibilität der demonstrativ bezeichneten Sprecherperspektive verlangt einen unabhängigen Raum. >Körper.
Frank I 485f
Ich/Evans: 1. kriterienlos, 2. begrenzt zugänglich (nicht jedermann, jederzeit) - 3. Die Gegebenheitsweise ist existenzabhängig: ich muss am Ort sein, um "hier" zu sagen, aber Wechseln ist möglich ("neuer Sinn, alte Bedeutung"). >Kriterien.
I 488
Ich-Gedanken sind de re. (Sie brauchen Information). >de re.
I 503
Ich/GeachVsDescartes: anstatt "ich gerate in eine schreckliche Verwirrung!" kann ich auch sagen: "Das ist wirklich eine schreckliche Verwirrung" - Strawson: auch "Es gibt einen Schmerz" statt "Ich habe Schmerzen" - EvansVsGeach/EvansVsStrawson: zur Referenz gehört es, sein Publikum zu etwas zu bringen.
I 504
Ich/Evans: unsere Auffassung von uns selbst ist nicht idealistisch: wir können folgendes verstehen, ohne es begründen oder entscheiden zu können: Bsp "Ich wurde gestillt" - "Ich werde sterben".
I 545
"Hier"/"Ich"/Evans: sind gleichrangig, beides nicht ohne das andere möglich. >Indexwörter.

Gareth Evans(1982b): Self-Identification, in: Evans (1982a) The Varieties of Reference, ed. by John McDowell, Oxford/New York 1982, 204-266

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Ich Geach Frank I 503
Ich/GeachVsDescartes: anstatt "Ich gerate in eine schreckliche Verwirrung!" kann ich auch sagen: "Das ist wirklich eine schreckliche Verwirrung". - Strawson: auch "Es gibt einen Schmerz" statt "Ich habe Schmerzen". EvansVsGeach/EvansVsStrawson: zur Referenz gehört es, sein Publikum zu etwas zu bringen.


Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell,
Oxford/NewYork 1982, 204-266

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identität Geach I 218
Identität/GeachVsFrege: ist keine Relation! - "Ist ein A" heißt nicht "hat Identität mit A" - (wobei "A" ein Name ist). - VsFrege: (in Frege, Grundlagen der Arithmetik) statt "Es gibt genauso viele Fs wie Gs": "Entweder ist jedes gegebene Objekt F gdw. es ein G ist, oder es gibt eine Relation, die eine Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen den Fs und Gs setzt". Das darf aber keine Identität sein.
I 226
Identität/Geach: nur Gegenstände können strikt identisch sein. - Bei Begriffen gibt es bloß analoge Identität: wenn sie koextensiv sind.
I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ. - Wenn jemand sagt "x ist identisch mit y" ist das ein unvollständiger Ausdruck. - Es ist eine Abkürzung für "x ist dasselbe A wie y". - (Geach: Komisch, das Frege das nicht vertreten hat).
Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden.
(1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt. - Daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab:
"l- a = a".
(Zeichenerklärung: l-: Behauptungsstrich).
Denn wenn wir nehmen "Fx" für "x ungleich a" dann liefert uns Schema (1):
(2) l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich "l-a = a".
I 240
Identität/Geach: wenn wir strikte Identität fordern, ungeachtet der Theorie, in der wir uns bewegen, geraten wir in die semantischen Paradoxien wie Grelling’s Paradoxie oder Richard’s Paradoxie. - Lösung: relative Identität auf Theorie bzw. Sprache, Ununterscheidbarkeit/ "Indiscernibility"/Quine - >partielle Identität.
Tugendhat I 37
Identität/Gleichheitszeichen/Dummett/Geach: "=" kann nur mit Bezug auf Gegenstände verwendet werden!
Habermas IV 158
Identität/Geach/Habermas: Peter Geach vertritt die These, dass Identitätsprädikate nur im Zusammenhang mit der allgemeinen Charakterisierung einer Klasse von Gegenständen sinnvoll verwendet werden könne. (1) (Siehe auch Kriterien/Henrich, HenrichVsGeach). Bsp Person/Identifikation/Habermas: Personen können nicht unter denselben Bedingungen identifiziert werden wie beobachtbare Gegenstände. Im Fall von Personen genügt eine raumzeitliche Identifizierung nicht.

1.P. Geach, Ontological Relativity and Relative Identity, in: K. Munitz, Logic and Ontology, NY. 1973

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Individuation Quine II 23/24
Theseus’ Schiff/Quine: hier geht es nicht um den Ausdruck dasselbe sondern um den Ausdruck Schiff. - Jeder allgemeine Term hat sein eigenes Individuationsprinzip.
II 158
Individuation: in unserer Welt Moment-zu-Moment-Individuation durch Prädikate - für Gegenstände wahllos (alles kann Gegenstand sein), für Prädikate entscheidend. > Wahrheitswert.
V 84
Individuation/Gegenstand/Sprachlernen/Quine: um "Hund" zu lernen, muss man mehr lernen als das Vorhandensein - man muss auch die individuierende Kraft des Terminus lernen, die Aufspaltung der Referenz - ((s) > geteilter Bezug). - Man muss lernen, was als ein Hund gelten soll und was als ein anderer - "Hund" ist eher wie Wasser als wie "Mama": man kann zugleich mehrere Hunde sehen - "Ding": aus Ähnlichkeit 2. Ordnung (von Ähnlichkeiten) - Zeigen/Problem: "Das ist ein Hund" darf keine Hunde auslassen. - (>Allgemeine Termini/Quine).
V 88
Individuation/Überlappen/Zeigen/Quine: kein Problem: Hunde überschneiden sich nie: jeder besteht genau den Punkten, die zu demselben Hund gehören wie ein bestimmter Punkt - Hund haben keine gemeinsamen Punkte - anders: sich überschneidende Kreisscheiben: hier muß beim Zeigen die Form nachgezogen werden - Quine: nur am Anfang des Lernens - Lösung: man kann ohne weiteres sagen a sei identisch mit b. Ob a derselbe Hund oder dasselbe Ohr ist, hängt davon ab, ob a ein Hund oder ein Ohr ist. QuineVsGeach: damit wird sein Relativismus unhaltbar - Dennoch Identität in tieferem Sinn relativ: Identitäts-Maßstäbe sind verschieden.
V 102
Zeigen: Bsp "Dieser Körper ist ein Tier": hier muss der Umriss sorgfältig nachgezeichnet werden, sonst könnte es sein, dass bloß der Rumpf als Tier aufgefasst wird.
V 125
Individuation/allgemeiner Term/Quine: "Quadrat" ist ein individuierendes Wort. - ((s) "Fido" nicht: Bsp "Das ist ein Fido".)
V 161
Individuation/Quine: ihre Feinheit hängt von der Anzahl der allg Term in der Sprache ab - "lexikalische Brille" - Individuation spielt sich im Auge des Betrachters ab.
VII (h) 157
Eigenschaften/Individuation/Quine: Eigenschaften werden so individuiert: zwei offene Sätze, die dieselbe Klasse determinieren, determinieren nicht dieselbe Eigenschaft, wenn sie nicht analytisch äquivalent sind.
XII 64f
Individuation/Apparat/Übersetzungsunbestimmtheit/ontologische Relativität/Quine: Wörter für die Gegenstände, Identitätsprädikat, "derselbe wie", "ein anderer", Pluralform, logische Partikel, Pronomen - das ist der Bezugsrahmen (Koordinatensystem). - Pointe: dieser ist bei Übersetzung nicht konstant! - Unbestimmtheit: man kann kontern: "in welchem Sinn von "Hase""? ((s) Ob Teil oder Ganzer).

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Kriterien Henrich Habermas IV 158
Kriterien/Identität/Identitätsbedingungen/Henrich/Geach/Habermas: Peter Geach vertritt die These, dass Identitätsprädikate nur im Zusammenhang mit der allgemeinen Charakterisierung einer Klasse von Gegenständen sinnvoll verwendet werden könne.(1) HenrichVsGeach: Henrich unterscheidet zwischen Identitätsbedingungen und Identitätskriterien: “Es macht keinen Sinn zu sagen, das ein Gegenstand unter einer Beschreibung als (dieselbe) Zahl, unter einer anderen als (verschiedene) Striche erscheint. Die schwarze Linie auf dem Papier, welche die Zahl 8 bezeichnet, ist nicht diese Zahl selbst (…).
Def Identitätsbedingungen/Henrich: scheiden Typen von Objekten grundsätzlich voneinander ab.
Def Identitätskriterien/Henrich: können in dem Bereich eines Objekttyps [(s) Gegenstände] auf verschiedene Weise individuieren.(2)
Person/Identifikation/Habermas: Personen können nicht unter denselben Bedingungen identifiziert werden wie beobachtbare Gegenstände. Im Fall von Personen genügt eine raumzeitliche Identifizierung nicht. Die zusätzlichen Bedingungen hängen davon ab,
Habermas IV 159
wie die Person als Person überhaupt identifiziert werden kann.

1.P. Geach, Ontological Relativity and Relative Identity, in: K. Munitz, Logic and Ontology, NY. 1973
2. D. Henrich, Identität, in: O. Marquard, K. Stierle, Identität, Poetik und Hermeneutik, Bd. VIII, München, 1979, S. 382

Henr I
Dieter Henrich
Denken und Selbstsein: Vorlesungen über Subjektivität Frankfurt/M. 2016

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Quasi-Anführung Geach I 206
Zitat/Quasianführungszeichen/Schreibweise/Quine/Geach: Quine benutzt halbe eckige Klammern [x] für das, was er "Quasi-Zitat" (Quasi Anführung) nennt.
extern, Brandom I 960
eckige Klammern [, ] (eigentlich nur obere Ecke): stammen von Quine: bequemer Ausdruck für Verallgemeinerungen, in denen Zitiertes vorkommt: [p] soll eine Variable sein, die über die Ergebnisse der Anwendung von Anführungszeichen auf die Sätze läuft, über die die Variable läuft: Umgekehrte Operationsreihenfolge wie bei den gewöhnlichen Anführungszeichen: hier gilt: "p" ist ein Zitatname eines Buchstabens des Alphabets. Geach I 206 (Fortsetzung)
Quine: lässt für alle x [x] und x dasselbe sein, Geach: das mache ich nicht. Ich benutze die Klammern also etwas anders.
Bsp [Cicero] und [Cicero war ehrlicher als Demosthenes] wären dann einfach die Ausdrücke "Cicero" und "Cicero war ehrlicher als Demosthenes".
Aber [x] wäre nicht notwendig die Variable x (könnte sie aber sein).
und [x war ehrlicher als Demosthenes] wäre das Resultat des Einsetzens von "x" in "x war ehrlicher.." durch welchen Ausdruck auch immer [x] war.
Es würde daher keinen Unterschied in (1) machen, wenn wir statt der Anführungszeichen eckige Klammern [ ] benutzt hätten. Wir nennen die entsprechende Variante (1'). Aber können wir von (1') übergehen zu:

(3) Für ein x, x war ein großer Redner und [x] ist der einzige Eigenname eines Römers, der in [x war ehrlicher als Demosthenes] vorkommt

(3) sieht nach einer furchtbaren Vermischung von zwei Formen aus:

(4) Für ein x, x war ein großer Redner (x ist hier Person)

(5) Für ein x, [x] ist der einzige Eigenname eines Römers, der in [x war ehrlicher als Demosthenes] vorkommt.

(x ist hier Ausdruck)

(4) und (5) können gelesen werden als: "Es gibt ein Objekt x, sodass", aber in (5) hieße das: es gibt einen Ausdruck sodass" (Quine würde hier erlauben, dass die Quantifikation in die eckigen Klammern des Quasi-Zitats hineinreicht).
Aber bei (4) muss das Erfüllungsobjekt eine Person, und in (5) muss es ein Ausdruck sein!
I 207
Daher kann (3) nicht aus (1') geschlossen werden!
Wir können (3) aber auch ganz anderes interpretieren: "Für ein x, Fx".
Das würde dann wahr, wenn jedes freie Vorkommnis von "x" so ersetzt werden könnte durch ein und denselben Eigennamen, dass ein wahres Ergebnis herauskommt. Dann wäre (3) aus (1') ableitbar.

Zitat/Vorkommnis/VsGeach: manche werden einwenden, dass man nicht mehr Recht hat, von einem"zitierten Vorkommnis" von "Cicero" oder von "x" zu sprechen, als man hat, von einem Vorkommnis von "x" in "six" zu sprechen. Weil "six" logisch unteilbar ist.
GeachVsVs: das ist unfundiert, man kann das bei sorgfältigem Gebrauch der Anführungszeichen vermeiden.
Nach unserer Konvention ist es egal, wie lange ein Name (Zitat) ist, z.B. ein ganzes Gedicht kann zitiert werden. Punkte oder Striche benutze ich nicht, um genau ein Wort abzukürzen, es können mehrere Wörter mit einem Strich abgekürzt werden.
Wörter sind im allgemeinen als Zitate erkennbar, ob sie in Anführungszeichen stehen oder nicht.

Bezeichnen/Gebrauch/Erwähnung/Mittelalter/Geach: hier war die Bezeichnung konventionell markiert und logisch vorrangig zum Gebrauch.
Die Referenz oder suppositio eines Worts konnte auf der anderen Seite durch ein angefügtes Prädikat deutlich gemacht werden. z.B. eine Variante der suppositio war die suppositio materialis, der Gebrauch eines Worts, um sich selbst zu bezeichnen! (Carnap: autonym). Wir benutzen [Cicero] (eckige Klammern).

(6) [Cicero] ist ein Eigenname.

oder alternativ:

"Cicero" ist ein Eigenname.
I 208
Anführungszeichen/Geach: sind nicht eine Art Funktor, der aus "Cicero" den Namen eines Ausdrucks bildet, sondern ein Indikator, der eine intentionale Argument Stelle schafft, in die "Cicero" eingefügt wird. Nach dieser Lesart sind aber iterierte Zitate nicht konstruierbar:

(7) ' "Cicero" ' ist der Name eines Eigennamens

hat dann keinen Platz mehr in unserer Logik, wie Nom d'un nom!


Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Referenz Evans I 314ff
Meinen/Referenz/göttlicher Standpunkt/Wittgenstein/Evans: Bsp jemand ist in einen von zwei eineiigen Zwillingen verliebt - Gott, wenn er in seinen Kopf schauen könnte, könnte nicht sagen, in welchen von beiden, wenn der betreffende selbst es in einem Moment nicht weiß. - ((s) Weil in dem geistigen Zustand und an dem Zwilling keine Zusatzinformationen zu finden wären.) - Evans: die (Beschreibungs-)Theorie des Geistes kann nicht erklären, warum nicht irrtümliche Beschreibungen den Ausschlag geben können.
I 325
Referenz/Evans: Referenz ist auch möglich, wenn die Beschreibung nicht erfüllt wird, aber nicht Bezeichnen.
I 328
Referenz/Namen/Evans: im Allgemeinen referieren wir auf das Ding, das die Quelle der vorherrschenden Information ist.
I 333ff
Referenz/Evans: wird durch Informationsmengen festgelegt, nicht durch Passen.
Frank I 22
Evans: zwischen Frege und Perry: rettet Fregeschen Sinn, aber Bedeutung = Referenz!
I 24ff
Bedeutung ungleich Referenz/Evans: Bsp "heute": die Bedeutung bleibt, der Referent wechselt. > "Fido"/Fido-Theorie /Evans: setzt Bedeutung und Referent gleich: > Ich/Evans.
Frank I 503
EvansVsGeach/EvansVsStrawson: zur Referenz gehört es, sein Publikum zu etwas zu bringen.

Gareth Evans(1982): Self-Identification, in: G.Evans The Varieties of Reference, ed. by John McDowell,
Oxford/NewYork 1982, 204-266

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Relativismus Quine II 44
Theorie/Relativierung/Umformulierung/Quine: Umformulierung: Bsp Elektron und Molekül in einer Beschreibung vertauschen. - Irgendein empirischer Satz (mit theoretischen Termini) wird aber entgegengesetzt bewertet. - Theoretische Termini markieren und den beiden Theorien zuordnen: dann kein Problem, kein Relativismus.
V 89
Relative Identität/Geach: (Geach, Reference and generality, S. 39f): Identität ist nur bezüglich eines allgemeinen Terms sinnvoll wie Bsp “derselbe Hund”. QuineVsGeach: das trifft sicher auf den Anfang des Sprachlernens zu.
Identität/Zeigen/Quine: Problem: es hat keinen Zweck, zweimal zu zeigen und zu sagen, „Dies ist dasselbe wie jenes“. Dann könnte man immer noch fragen. „Dasselbe was?“.
Bsp Man hätte einmal auf den Hund und einmal bloß auf das Ohr zeigen können.
Lösung: Man kann ohne weiteres sagen a sei identisch mit b. Ob a derselbe Hund oder dasselbe Ohr ist, hängt davon ab, ob a ein Hund oder ein Ohr ist.
QuineVsGeach: damit wird sein Relativismus unhaltbar, wenn man sich an die Identitätsredeweise gewöhnt hat.
Identität/Quine: ist aber in einem tieferen Sinn immer noch relativ.

II 44
Relativität von Theorien/Quine: Eine Theorieformulierung impliziert ihre kategorischen Beobachtungsätze bloß, ohne von diesen impliziert zu werden. Daher können die von zwei Theorie-Formulierungen implizierten Beobachtungskonditionale allesamt identisch sein, ohne daß die Formulierungen einander implizieren.
II 45
Nehmen wir an, in einer Situation keine Möglichkeit zur Harmonisierung durch Uminterpretation der Termini zu haben. Dass sie empirisch äquivalent sind, würden wir wahrscheinlich nicht wissen. Denn dass sie es sind, bekommt man gewöhnlich durch die Entdeckung einer solchen Uminterpretation heraus. Dennoch wollen wir annehmen, dass sie empirisch äquivalent sind. Ferner angenommen: alle kategorischen Beobachtungssätze seien de facto wahr, obwohl auch das nicht bekannt ist. Weitere Bedingungen für die Wahrheit der einen oder der anderen Theorie lassen sich gewiss nicht stellen. Frage: sind sie beide wahr? Quine: Ich sage ja.

Aber auch sie können trotz ihrer empirischen Äquivalenz logisch unvereinbar sein, wodurch der Spuk des >Kulturrelativismus heraufbeschworen wird. Denn jede ist offenbar nur von ihrem Standpunkt wahr.
QuineVsKulturrelativismus: Der Spuk lässt sich ohne weiteres vertreiben: durch einen Schritt, der ebenso trivial ist wie die Vertauschung von "Elektron" und "Molekül": Da die beiden Theorieformulierungen unvereinbar sind, müssen sie eine bestimmten Satz entgegengesetzt bewerten.
Da sie trotzdem empirisch äquivalent sind, muss dieser Satz Termini enthalten, die durch Beobachtungskriterien nicht ausreichend bestimmt sind.
Dann können wir ebenso gut einen dieser Termini herausgreifen und ihn so behandeln, als wären es zwei unabhängige Wörter, das eine zur einen Theorie gehörig, das andere zur anderen.
II 46
Dies könnten wir durch die Schreibweise kennzeichnen. Durch konsequente Beibehaltung dieser Schreibweise könnten wir jeglichen Konflikt dieser Theorien beilegen. Beide könnten von da an als terminologisch verschiedene wahre Beschreibungen ein und derselben Welt zugelassen werden. Die Drohung des Wahrheitsrelativismus ist abgewendet.
XI 121
QuineVsKulturrelativismus/Lauener: in sich widersprüchlich.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Singuläre Termini Strawson Substitutionen/Strawson/(s):
von singulären Termini: umkehrbar
von Prädikaten: nicht umkehrbar.
I 198
Singulärer Term/QuineVsGeach/QuineVsFrege/QuineVsRamsey: (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. - Singulärer Term: Quantifizierbar, allgemeiner Term: nicht quantifizierbar.
StrawsonVsQuine: das ist gar nicht so bedeutend.
I 198
Singulärer Term/Quine: abstrakte singuläre Termini: Bsp "Frömmigkeit", "Weisheit": Namen abstrakter Objekte - keine allg Term! - Namen konkreter Objekte: Bsp "die Erde" - dagegen allgemeiner Term: Bsp "Philosoph". StrawsonVsQuine: keine gute Erklärung: wir würden nicht gern sagen, dass das von vielen Dingen wahr sei - Lösung/Quine: in Wirklichkeit Unterscheidung zwischen singulärem Term und Prädikaten. - Allgemeiner Term/Quine: die Stelle, die von ihnen eingenommen wird, hat gar keinen eigenen Status. - Entscheidend: Prädikate können nicht quantifiziert werden.
I 203
"Ein Philosoph"/Quine: ist kein singulärer Term.
IV 63
QuineVs singuläre Termini: eliminierbar. - StrawsonVsQuine.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Sortale Kripke I 134
KripkeVsGeach: ein Sortal ist sicherlich nicht a priori von dem bezeichneten Gegenstand wahr. Es könnte sich doch herausstellen: Bsp das Lots Gäste, selbst wenn er sie benennt, nicht Menschen, sondern Engel sind. Warum sollte es dann zum Sinn des Namens gehören?

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
Über Strawson I 185
Ding/Tätigkeit/über/stehen für/singulärer Term/Prädikat/StrawsonVsGeach: "über" kann nicht gebraucht werden, um zwischen singulärem Term und Prädikat zu unterscheiden. - Bsp "Raleigh rauch" kann als Satz über das Rauchen aufgefasst werden. - Auch "steht für" spezifiziert keine singulären Termini. - Beide, singulärer Term und auch prädikativer Term können für etwas stehen. VsGeach: dieser ist gezwungen zu sagen, dass "raucht" für etwas steht, weil bei ihm prädikative Ausdrücke für Eigenschaften stehen.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Universalien Kripke I 134
Universale/KripkeVsGeach: ein Sortal ist sicherlich nicht a priori von dem bezeichneten Gegenstand wahr. Es könnte sich doch herausstellen: Bsp das Lots Gäste, selbst wenn er sie benennt, nicht Menschen, sondern Engel sind. Warum sollte es dann zum Sinn des Namens gehören?

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 11 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsGeachVsGeach Black Vs Geach, P. III 22
Rationalität/Geach/Black: These: ~„obwohl es vernünftig ist, nach Gründen zu fragen, ist es nicht immer vernünftig. Bsp es ist nicht vernünftig zu fragen, aus welchem Grund man jemals nach Gründen fragen sollte.
III 23
Bsp Jemand, der das Fragen nach Gründen ablehnt, darf nicht andere fragen, warum sie Gründe brauchen. Sonst zeigt der Fragende, daß er nicht völlig unabhängig von Gründen ist. (Selbstwiderspruch, Widerspruch). Black: damit setzt Geach voraus, daß der Skepticus ein militanter Anti Rationalist ist, der jede Praxis zurückweist.
Rationalität/Hume/Black: Hume spielt dagegen das Spiel mit, es ist ihm nur nie die Rechtfertigung vorgelegt worden.
Geach/Black: mit ihm müßten wir sagen. „Ich kann dem Anti Rationalisten gar nicht antworten, denn seine Frage ist selbst irrational (unreasonable).
BlackVsGeach: d.h. aber, daß wir selbst gute Gründe haben müssen, die Frage zurückzuweisen, und das würde den Anti Rationalisten gar nicht betreffen. Man wäre nach Geach als Antwortender bloß genauso irrational.
Black: (s.u.) es muß aber nicht angenommen werden, daß der Herausforderer ein militanter Anti Rationalist ist. Auch ein totaler Skeptiker VsRationalität kann bösartigerweise versuchen, den Verteidiger der Rationalität zu bedrängen.

Black I
Max Black
"Meaning and Intention: An Examination of Grice’s Views", New Literary History 4, (1972-1973), pp. 257-279
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg) Frankfurt/M 1979

Black II
M. Black
Sprache. Eine Einführung in die Linguistik München 1973

Black III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Black IV
Max Black
"The Semantic Definition of Truth", Analysis 8 (1948) pp. 49-63
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994
VsGeachVsGeach Evans Vs Geach, P. Klaus von Heusinger, Eselssätze und ihre Pferdefüsse
Uni Konstanz Fachgruppe Sprachwissenschaft Arbeitspapier 64; 1994
Heusinger I 5
Reichweite/Quantor/Konjunktion/Geach/VsGeach/Heusinger: (4b) Ex[Mann(x) & kommt(x) & Pfeift(x)]
VsGeach: Problem: der Existenzquantor hat eine weitere Reichweite als das „und“, d.h. er wird als Textoperator aufgefaßt. Dann ist die Kompositionalität verletzt, weil der erste Satz nicht unabhängig vom zweiten ist. Das hat sehr viel Kritik herausgefordert.
EvansVsGeach: der Plural zeigt, daß (4b) immer noch zu stark ist und nicht die alltagssprachliche Bedeutung ausdrückt: (ii) ist zu stark:- (ii) Some sheep are such that John owns them and Harry vaccinates them in spring.
I 17
Anapher/Variable/Kennzeichnung/Existenzquantifikation/E-Typ/E-Typ-Pronomen/Evans/Heusinger: These: Diskursanaphora nicht als gebundene Variablen, sondern als verkürzte (oder verkleidete) Kennzeichnungen.
Vertreter:
Evans: semantisch Cooper: pragmatisch
Neale: syntaktisch.
Def E-Typ-Pronomen/Evans/Heusinger: = bestimmte Kennzeichnungen: das Pronomen denotiert diejenigen Objekte, die den Satz wahr machen, der das quantifizierte Antezedens ((s) Antezedens der Anapher) enthält.
Anapher/Pronomen/EvansVsGeach/Evans/Heusinger: These: anaphorische Pronomen müssen als Kennzeichnungen gedeutet werden.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsGeachVsGeach Kripke Vs Geach, P. I 133
Wenn ich Geach richtig verstehe, sollte sein nominales Wesen in Begriffen der Apriorität, nicht der Notwendigkeit verstanden werden. (Anders als hier). Vielleicht meint Geach das mit seiner Aussage, er behandle "nominale", nicht "reale" Wesenheiten. "Nixon ist ein Mensch" wäre dann also eine Wahrheit a priori. KripkeVsGeach: ein Sortal ist sicherlich nicht a priori von dem bezeichneten Gegenstand wahr. Es könnte sich doch herausstellen: Bsp das Lots Gäste, selbst wenn er sie benennt, nicht Menschen, sondern Engel sind. Warum sollte es dann zum Sinn des Namens gehören?
Bsp die Frau eines Wissenschaftlers hört einen Frauennamen. (In Wirklichkeit hat der einfach einen Begriff gemurmelt. Sie fragt sich, ob es eine andere Frau gibt. Warum ist der Gebrauch des Namens kein Fall von Benennen? Wenn er es nicht ist, dann ist der Grund dafür nicht die Unbestimmtheit der Referenz!

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984
VsGeachVsGeach Quine Vs Geach, P. V 18
Wahrnehmung/Quine: hat mehr mit Bewusstsein zu tun als Rezeption von Reizen. Aber auch sie ist Verhaltenskriterien zugänglich. Sie zeigt sich in der Konditionierung von Reaktionen.
V 18/19
Dispositionen/Quine: durch Konditionierung entstandene Gewohnheiten.
V 89
Identität/Geach: (Reference and generality, p. 39f): ist nur bezüglich eines allg Terms sinnvoll wie Bsp "derselbe Hund". QuineVsGeach: das trifft sicher auf den Anfang des Sprachlernens zu.
Identität/Zeigen/Quine: Problem: es hat keinen Zweck, zweimal zu zeigen und zu sagen, "Dies ist dasselbe wie jenes". Dann könnte man immer noch fragen. "Dasselbe was?".
Bsp man hätte einmal auf den Hund und einmal bloß auf das Ohr zeigen können.
Lösung: man kann ohne weiteres sagen a sei identisch mit b. Ob a derselbe Hund oder dasselbe Ohr ist, hängt davon ab, ob a ein Hund oder ein Ohr ist.
QuineVsGeach: damit wird sein Relativismus unhaltbar, wenn man sich an die Identitätsredeweise gewöhnt hat.
Identität/Quine: ist aber in einem tieferen Sinn immer noch relativ. (s.u. § 30)

V 129
Pronomina/Pronomen/Quine: sind das Urbild der Variablen in Logik und Mathematik. Alltagssprache: hier sind Pronomina wichtiger Teil von Relativsätzen.
Relativsatz/Sprachlernen/Quine: Bsp "Ich kaufte Fido von einem Mann, der ihn gefunden hatte".
Funktion: der Relativsatz ermöglicht, den Gegenstand von dem zu trennen, was der Satz von ihm aussagt.
Relativsatz: wird zum allg Term, wenn man das Pronomen für den Namen des Gegenstands voranstellt: Bsp "den ich von einem Mann kaufte, der ihn gefunden hatte" ist ein allgemeiner Term!
Dieser allg Term sagt von Fido dasselbe wie der ursprüngliche Satz.
Relativsatz/GeachVsQuine: (Reference and generality, S. 115 122, außerdem “Quines syntaktische Einsichten”).
Relativpronomen/Geach: stattdessen im Sinne von „und er“ auffassen: Bsp „Ich kaufte Fido von einem Mann und er hatte ihn gefunden". ((s) >parataktische Analyse).
Oder auch mit "wenn er" oder "da er".
V 130
Das nennt Geach die "Lateinsatz-Theorie" (latin-prose theory). Def Lateinsatztheorie/Geach: These: es ist falsch, "der ihn gefunden hatte" überhaupt als Terminus oder eigenständige grammatische Entität anzusehen.
Eselssatz/Geachs Esel/Quine: Bsp
Jeder Mensch der einen Esel besitzt, schlägt ihn;
Mancher Mensch, der einen Esel besitzt schlägt ihn nicht.
Problem: das würde in Unsinn übergehen:
Jeder Eselbesitzer schlägt ihn
Mancher Eselbesitzer schlägt ihn nicht.
Lösung/Geach: Analyse des Relativpronomens "der" mit "wenn er":
Jeder Mensch, wenn er einen Esel besitzt, schlägt ihn.
Bsp (von Emmon Bach): ((s) >Brandom; Bach-Peters-Sätze)
Ein Junge, der ihr etwas vormachte, küsste ein Mädchen, dass ihn liebte.
Geach: hier kann man „Junge der ihr etwas vormachte“ nicht als eigenständigen Terminus behandeln, da dann das freischwebende Pronomen "ihr" keine Referenz hätte, auch nicht auf "Mädchen, das ihn liebte", weil das freischwebende Pronomen "ihn" dann keine Referenz hätte.
Lösung/Geach:
Ein Junge küsste ein Mädchen, und sie liebte ihn wirklich, aber er machte ihr bloß etwas vor.
Quine: pro Geach.
((s) Reihe von Hauptsätzen.)
V 131
Relativsatz/Bach Peters Sätze/Eselssatz/Geachs Esel/Geach/Quine: Geach stellt die Quantifikation in den Vordergrund (1) (Ex) (x ist ein Mann und ich kaufte Fido von x und x hatte Fido gefunden)
(2) (x)(y)(wenn x ein Mensch und y ein Esel ist und x besitzt y, dann schlägt x y).
(3) (Ex)(Ey) (x ist ein Mensch und y ist ein Esel und x besitzt y und nicht (x schlägt y))
(4) (Ex)(Ey) (x war ein Junge und y war ein Mädchen und y küsste y und y liebte wirklich x aber x machte y bloß etwas vor).
QuineVsGeach: die Beschreibung der richtigen Grammatik ist eine Sache, eine einleuchtende Beschreibung des kindlichen Sprachlernens eine andere. Es wäre schön, wenn beides übereinstimmte, was nach Halle, Bloomfield und Chomsky zu erwarten ist.
QuineVsGeach: bevor das bewiesen ist, neige ich zu einer dualistischeren Ansicht. Geachs Lateinsatztheorie beschreibt die Grammatik richtig, nicht aber das Lernen. Die meisten Beispiele für Relativsätze entsprechen dem Fido-Beispiel.
Das Kind ist hin und hergerissen zwischen Analogien,
V 132
die am Ende richtig von Geach beschrieben werden. Relativsatz/Quantifikation/Sprachlernen/QuineVsGeach: eine Umformulierung des Relativpronomens je nach Umständen in "und er" oder aber "wenn er" usw. ist zu kompliziert. Außerdem müsste die Quantifikation vor den Relativsätzen gelernt werden. Statt dessen kommt das Kind umgekehrt über den Relativsatz zur Quantifikation.

Strawson I 198
QuineVsGeach/QuineVsFrege: Singuläre Ausdrücke (singular terms) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht. Sing Term: quantifiable, Allg. Term: nicht quantifiable.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
VsGeachVsGeach Strawson Vs Geach, P. I 188
Bezug/Aussage/StrawsonVsGeach: seine Definition genügt nicht, weil sie nicht die Arten der Einführung unterscheidet, da man je nach Kontext sagen kann, eine Aussage sage etwas über jede Sache die in sie eingeführt wird, und nicht nur über die Sachen, die auf die bezugnehmende Weise eingeführt sind! Die Ausdrücke "Sokrates" und "ist weise" haben also gemein, dass es keinen Unterschied im Modus der Einführung gibt.
Grammatische Unterscheidung zwischen der substantivischen und verbalen Art der Einführung. Aber noch keine hinreichende Bedingung:
I 189
"nichts", das wir nicht gerne als Subjekt Ausdruck klassifizieren würden, ist ein singularisches Substantiv. (im Englischen sogar Substantive!) Unsere Listen Definitionen schließen auch nicht aus, was Frege ausdrücklich zulassen wollte, nämlich, dass ein A Ausdruck Teil eines B-Ausdrucks sein kann. Wenn man sagen kann "Sokrates ist" entspreche der Beschreibung des B-Ausdrucks, entspricht "weise" nicht der des A-Ausdrucks. (Asymmetrisch!)
A-Ausdruck/Strawson: sing Term, Subjektterm, referierend – B-Ausdruck: Prädikat, beschreibend.
I 190
Wir haben nach der Signifikanz der Unterscheidung zwischen grammatisch substantivischen und der grammatisch verbalen Art der Sacheinführung zu fragen. Bsp Der Ausdruck "Sokrates" ist in so verschiedenartigen Äußerungen wie "tötet Sokrates" und "Platon bewunderte Sokrates" derselbe.
I 191
Anders ist es mit "weise". Der Ausdruck führt die Eigenschaft ein, weise zu sein, aber seine Funktion besteht nicht nur in der bloßen Einführung, oder er zeigt die Art der Einführung nicht bloß im Sinne der Kasus Endung an. Er führt seine Sache in einem ganz eigentümlichen und sehr bedeutenden Modus ein, nämlich im behauptenden.
I 192
Vielleicht behaupte ich aber gar nicht, sondern gebe jemand die Erlaubnis, etwas zu tun. Das ist aber keine Abschwächung des Einführungsmodus. Wir können sagen, dass die primäre Funktion des indikativischen Verbs die Funktion der Behauptung ist.
Was primär der Modus der Sacheinführung ist, ist damit zugleich auch etwas weiteres, nämlich der aussagende Modus der Einführung. (Im Folgenden kein Unterschied zwischen behauptend und aussagend)
I 193
Wir können die Idee des aussagenden Modus beibehalten, ohne uns mit weiteren grammatischen Klassifikationen zu belasten. Wir können sagen, dass unter den vielen Modi der Aussagen ((s) Fehler? Muss es hier nicht um Einführungsmodi gehen?) derjenige der primäre ist, der auch der Behauptungsmodus ist. Der Symbolismus der Behauptung ist zugleich ein Mittel, etwas Umfassenderes auszudrücken, nämlich das Auftreten einer Aussage.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
VsGeachVsGeach Verschiedene Vs Geach, P. EMD II 347
Wahrheitsbedingungen/WB/Geach: Bedingung (6) (s.o.,EMD II 330): (6) (Sxi)phi ist ein wahrer Satz, gdw. es einen Term t gibt, so daß phi’ wahr ist, wenn phi’ aus phi durch Ersetzen aller freien Vorkommnisse von xi durch t erhalten wird: Geach: das spezifiziert tatsächlich die WB für eine Interpretation des Existenzquantors.
WallaceVsGeach: kritisiert, daß es einen Unterschied zwischen dieser Forderung gibt und der der Konvention W: nach Geach kann ein Satz ohne semantisches Vokabular seine WB durch einen Satz angegeben bekommen, der selbst semantisches Vokabular enthält, (also Metasprache mit semantischem Vokabular), nach Tarski angeblich nicht. (KripkeVs: das steht nirgends bei Tarski).
KripkeVsWallace: das ist ein Irrtum! Er glaubt, daß wenn phi’ so ist, daß T(phi) ↔ phi’ beweisbar ist, daß es dann das W-Prädikat selbst enthält! Aber das tut es nicht!
Es ist nämlich nicht nötig R(a) als primitiven Grundbegriff anzunehmen! Oder daß seine Erklärung "semantisches Vokabular" enthalten muß.





EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsGeachVsGeach Hintikka Vs Geach, P. II 229
Denken/Peirce/Hintikka: These: alles Denken ist dialogisch in seiner Form. Die Gedanken sind das, was man zu sich selbst sagt. Denken/Urteilen/Geach: These: ist analog zum Sagen.
HintikkaVsGeach: seine Resultate sind aber eher mager.
Diskurs/Frage/Antwort/Hintikka. These: wir brauchen eine Diskurslogik, die sich von der Logik für isolierte Sätze unterscheidet.
II 230
Dabei muss der unterschiedliche Wissenstand von Fragesteller und Antwortendem berücksichtigt werden.

Hintikka I
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Hintikka II
Jaakko Hintikka
Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989
VsGeachVsGeach Wiggins Vs Geach, P. Simons I 213
"Relative Identität"-Sicht der Superposition: a) (Vertreter: Geach): "Sortal-Theorie" der relativen Identität: bekannt als "Theorie R": für Sortale F und G ist es möglich zwei Objekte a und b zu finden, so dass a und b beides Fs und Gs sind , a ist dasselbe F wie b, aber nicht dasselbe G.
Nicholas Griffin: pro.
WigginsVsGeach: das verletzt Leibniz’ Gesetz. Und weil dieses notwendig gilt, ist die Theorie notwendig falsch.
DoepkeVsGeach: "relative Identität" ist nur ein falscher Name für Ähnlichkeit.
b) Grice/George Myro: (beide unpubliziert): VsWiggins’ These, dass Dinge, die jemals (ever) verschieden sind, immer (always) verschieden sind.
GriceVsWiggins: die Annahme hängt davon ab, dass man Eigenschaften findet, in denen die Objekte in den Zeiten differieren, wo sie nicht superponiert sind. Dann ist Identität relativ zur Zeit. D.h.
TI a = t b ↔ (F)[Ft a ↔ Ft b]
Wo der Quantor nur über Eigenschaften läuft, deren Instantiation nicht die Instantiation irgendeiner anderen Eigenschaft zu irgendeiner anderen Zeit beinhaltet.
Das schließt aus: die Eigenschaft,
Bsp zwei Jahre alt zu sein,
Bsp Expräsident zu sein
Bsp Braut-in-spe zu sein.
Simons: das können wir die Relation der "zeitlichen Ununterscheidbarkeit" nennen. Sie ist charakterisiert durch eine Beschränkung des Leibnizschen Gesetzes.
I 214
SimonsVsGrice: wenn wir diese Ähnlichkeit "Identität" nennen, dann kommt auch jede andere Art von Ähnlichkeit dafür in Frage, so wie Bsp "Oberflächen-Identität" eines Körpers mit seiner Oberfläche. Ununterscheidbarkeit/zeitliche/Simons: wird sich unten (bei Konstitution) als wichtig herausstellen.
System CT/Simons: (s.o.) mit ihm haben wir "zeitliche Identität" schon verworfen.
Ad (3): dichrone Sicht der Superposition: These: superponierte Objekte müssen nicht zur selben Zeit existieren. Bsp das Gold formt sich zum Ring. Wenn der Ring geschmolzen wird, wird er durch das Gold "ersetzt" ("replaced"). D.h. sie existieren zu verschiedenen Zeiten.
Bsp eine Person koinzidiert nicht mit ihrem Körper, sie verwandelt sich in ihren Körper (die Leiche. (Nur wenn "body" als "corpse" verstanden wird, wie es oft, aber nicht immer der Fall ist).
Dichrone Sicht: These: es gibt kein Substrat das den Wechsel überlebt.
Wandel/dichrone Sicht: These: ist immer ein Ersetzen eines Objekts durch ein anderes.
SimonsVsdichrone Sicht: erklärt nicht, wieso so viele Eigenschaften vom ursprünglichen auf das spätere Objekte übertragen werden.
Lösung: ein (angenommenes) Substrat würde das erklären.

Wiggins I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Wiggins II
David Wiggins
"The De Re ’Must’: A Note on the Logical Form of Essentialist Claims"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Simons I
P. Simons
Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987
VsGeachVsGeach Neale Vs Geach, P. Klaus von Heusinger, Eselssätze und ihre Pferdefüsse
Uni Konstanz Fachgruppe Sprachwissenschaft Arbeitspapier 64; 1994
Heusinger I 17
Pronomen/Neale/Heusinger: (Neale 1990): das Pronomen wird durch eine bestimmte Kennzeichnung ersetzt, deren deskriptives Material nach syntaktischen Regeln gewonnen wird. (29) Ein Mann1 kommt. Er1 pfeift.
(29a) Ein Mann kommt. Der Mann der kommt, pfeift.
(29b) (Ex) [Mann (x) & Kommt (x)] & Pfeift(ix [Mann (x) & Kommt (x) ]).
Schreibweise: ix: Iotaoperator, drückt die Kennzeichnung aus. „dieses x“.
I 18
E-Typ-Analyse/Anapher/Pronomen/Heusinger: geht von der klassischen Nominalphrasensemantik (NP) aus, die die unbestimmte NP mit dem Existenzquantor und die bestimmte NP mit dem Iotaoperator deutet. Problem: die Einzigkeitsbedingung führt zu unerwünschten Lesarten (s.u.). Anaphora-Paradox/NealeVsGeach/Heusinger: wie (29) zeigt, hat der Existenzquantor in (29b) jetzt keine zu weite Reichweite mehr.
Lösung: sowohl das Antezedens als auch das anaphorische Pronomen werden nicht als referierende Terme sondern als (komplexe) Quantorenausdrücke gedeutet.

Neal I
St. Neale
Descriptions Cambridge 1993
VsGeachVsGeach Donnellan Vs Gebrauchstheorie I 246
Anapher/DonnellanVsGeach: Pronomen können Referenz wieder aufgreifen. Das zieht die Auffassung in Zweifel, die Sprecher Referenz zu einem nicht-semantischen Begriff macht. KripkeVs: wieso? "Er", "sie", "es" können durchaus auf irgendetwas Auffälliges referieren. physische Unterscheidung reicht.
I 247
KripkeVsDonnellan: seine Unterscheidung ist nicht selber eine semantische.

Donnellan I
Keith S. Donnellan
"Reference and Definite Descriptions", in: Philosophical Review 75 (1966), S. 281-304
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
VsGeachVsGeach Strawson Vs Quine, W.V.O. NS I 149
Strawson/Newen/Schrenk: pro deskriptive Metaphysik, Vsrevisionäre Metaphysik. Def deskriptive Metaphysik/Strawson: spürt auf, welche Ontologie unser tägliches Tun und Sprechen nahelegt.
Def revisionäre Metaphysik/StrawsonVsQuine: eine physikalistische Ontologie. Diese läuft dem Alltagsdenken zuwider.
StrawsonVsQuine: es geht Strawson nur um die Alltagssprache, nicht um die die Ontologie jeder beliebigen Sprache.
Ontologie/Sprache/Strawson: These: pro Ding-.Eigenschafts-Ontologie. Diese ist notwendigerweise die elementarste. Wegen der Ähnlichkeit zur Subjekt-Prädikat-Form.
NS I 150
Raum/Zeit/Strawson: sind Hilfsmittel verschiedene Fälle auseinanderzuhalten. transzendental/Kant: sind Argumente, die die Bedingungen von Möglichkeit betreffen.
Strawson/Newen/Schrenk: seine Argumente sind transzendental.

Strawson I 198
QuineVsGeach/QuineVsFrege: Singuläre Ausdrücke (sing Term) können an die Stellen quantifizierbarer Variablen treten, Allgemeinausdrücke nicht." Sing Term: Quantifizierbar, Allg Term: nicht quantifizierbar.
StrawsonVsQuine: bei näherem Zusehen scheinen diese Unterschiede des Vorgehens weit weniger bedeutend.
Quine hält ausdrücklich die Unterscheidung zwischen Arten von nicht sprachlichen Objekten auf der einen Seite und die Unterscheidung zwischen singulären und allgemeinen Ausdrücken auf der anderen Seite auseinander. (Wort/Gegenstand).
Bei Quine sind "Frömmigkeit" und "Weisheit" ebenso singuläre Ausdrücke nämlich Namen abstrakter Objekte wie die Substantive "Sokrates" und "die Erde" die Namen konkreter Objekte.
Abstrakter Sing Term/Quine: Bsp "Frömmigkeit" (Universale).
Die Unterscheidung zwischen sing und allg Term ist vom logischen Standpunkt aus für Quine wichtiger.
Der sing Term erweckt den Anschein ein und nur ein Objekt zu benennen, währen der allg Term überhaupt nicht beansprucht, etwas zu benennen, obwohl er "von vielen Dingen wahr sein kann".
StrawsonVsQuine: dies ist eine unbefriedigende Art der Erklärung dafür, dass das Wort "Philosoph" ein allg und kein sing Term sein soll. Wir würden nicht gerne sagen dieser Ausdruck sei von vielen Dingen oder Personen wahr.

Strawson I 252
Zirkel/StrawsonVsQuine: ungeachtet ihrer bestrickenden Einfachheit dieser Analyse glaube ich,dass sie durch die Form, in der sie vorgebracht wird, unannehmbar wird. Die sprachlichen Termini, in denen die Analyse abgefasst ist, setzen die Existenz von Subjekt Ausdrücken, von sprachlich sing Termini voraus. Weitere Konsequenz: wir sind aufgefordert, die Ausdrücke, die die "Fs" und "Gs" in den quantifizierten Sätzen ersetzen, als gewöhnliche Prädikat Ausdrücke anzusehen. Das ist schon in Ordnung.
I 253
Zirkel/StrawsonVsQuine: aber wiederum haben diese Formen nur deshalb ihren Platz in der normalen Sprache, weil singuläre Ausdrücke, Subjekt Ausdrücke den Platz einnehmen, den sie dort haben. Zirkularität: weil wir nicht gleichzeitig die Fs und Gs als Prädikat Ausdrücke ansehen können und hinnehmen, dass sie alle Subjekt Ausdrücke total in die Formen der quantifizierten Sätze auflösen.
Zirkel/StrawsonVsQuine: die Argumentation beruht auf den sprachlichen Formen, die ihrerseits den Gebrauch dieser Ausdrücke voraussetzen.
StrawsonVsGadamer/StrawsonVsQuine: dagegen könnte man argumentieren, das sei zu engstirnig, man müsse erfinderisch vorgehen. In dem Fall müsste man aber sagen, was eine Lehre tatsächlich besagen soll, die wortwörtlich genommen unannehmbar ist.

Strawson IV 69
StrawsonVsQuine: Angenommen, wir wollten ohne Quantifizierung über Eigenschaften auskommen. Folgte daraus, dass der Glaube an Gegenstände gerechtfertigt wäre, nicht aber der Glaube an Eigenschaften?
IV 70
Strawson: wir können eine andere Art von Existenz annehmen! Einen zweitrangigen, obwohl ganz üblichen Sinn von Existenz, der für Eigenschaften und Relationen gilt.
IV 71
Vs: Bsp a) "Es gibt wenigstens eine Eigenschaft, die keine Maschine hat, nämlich vollkommenen Nutzeffekt". b) "keine Maschine ist vollkommen effizient.“ In a) quantifiziere ich, in b) nicht.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993