Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHarrahVsHarrah Prior Vs Harrah, D. I 72
Fragen/Logik/Prior: wir unterscheiden: a) Fragen
b) das Fragen
c) Interrogativsatz
d) die Dinge, über die sie sind. Interrogabilia/Mittelalter/Prior: das "Fragliche", "Fraglichkeit", "Gefragtes" usw.? Irgendeine Objektivität? (s.u.). "Objektive Fragen?
Müsste sich wahrscheinlich auf eine Theorie der Propositionen stützen.
Fragen/Prior: es ist durchaus sinnvoll zu sagen, dass es Fragen gibt, die niemals gestellt wurden.
Adam von Balsham/Mittelalter/Fragen/Interrogabilia/Logik/Prior: 1. Interrogabilia, und dann 2. enuntiabilia (Äußerungen) untersuchen.
Aristoteles: (de interpretatione): zuerst affirmative und negative Antworten.
Balsham: hatte einen Beweis, dass Interrogabilia in eine Eins zu eins Beziehung zu einem Teil ihrer selbst gesetzt werde konnten.
Fragen/Ontologie/Prior: wir brauchen keine Platoniker in Bezug auf Interrogabilia zu sein und können vermeiden, das, was gefragt wird, als "Satzteil" anzusehen, als ob es Namen wären.
Inhalt/Befehl/Fragen/Prior: wie beim Befehl gibt es auch bei Fragen keine besonderen Merkmale oder etwas "hinter" den Indikativsätzen, was einen besonderen Inhalt ausmachte.
Def Fragen/Harrah,David: These: eine Frage ist einfach eine indikative Äußerung, die in der Disjunktion oder der Menge der möglichen Antworten besteht.
PriorVsHarrah: so weit braucht man nicht zu gehen. (aber pro: s.u.)
Fragen/Prior: wir können Regeln für Äquivalente für Aussagen der Form "Er stellte die Frage Q" und "Er weiß Q" für verschiedenen Typen von Q (Fragen).
Bsp "Er weiß ob 2+2=4"
Das ist äquivalent zu "Entweder er weiß, dass 2+2=4 oder er weiß, dass 2+2 ungleich 4".
Bsp "Er weiß, was 2+2 ist". wird zu:
"Für einige x, er weiß dass 2+2 ist x". (Er weiß bloß, dass sie eine Summe haben).
Fragen/Variablen/Prior: ungestellte Fragen:
Problem: "Für einige p, niemand hat je gefragt , ob p" ist nicht dasselbe wie
"Es gibt Fragen, die nie gestellt wurden".
Denn es gibt andere Arten von Fragen als die von der "Ob Sorte".
Es wäre willkürlich, diese Übersetzung herauszugreifen und nicht
I 74
Bsp "Für einige , es ist nie gefragt worden, für welches x es der Fall ist, dass x t" oder:
"Für einige x, es ist nie gefragt worden, für welches  es der Fall ist, dass x t"
Müssten wir dann Fragen, ob "Fragen der Art A jemals gestellt wurden?
Das ist alltagssprachlich Unsinn.
Die Alternative scheint zu sein, Variablen für Fragen einzuführen für fragende Teilsätze:
Bsp "ob 2+2=4" oder "was 2+2 ist" usw. und dann zu sagen: "Für einige p, es wurde nie gefragt, p". ((s) hier nicht mehr "ob p" oder "was ist p").
Fragenvariablen/Prior: könnte man dann vor jeden möglichen Indikativsatz setzen.
Bsp "Ist es der Fall dass.."(Variable) und damit eine verständliche Frage produzieren.
Befehl/Variable/Prior: bei Befehlen scheint nur eine nicht genau zu definierende Teilmenge dieser Behandlung zugänglich zu sein. Vor allem wegen der Fälle, die die Vergangenheit betreffen oder logische Wahrheiten.
Bsp "Führe herbei (Variable), dass 2+2=4" , Bsp "Führe herbei, dass gestern das Glas auf dem Tisch stand".
Fragen/Befehl/Variable/Prior: unsere Sprache kann auch ausdrücken, dass jemand eine Frage gestellt hat oder einen Befehl gegeben hat. Formalisiert kann man das so:
a) erst den Indikativsatz in eine Frage oder Befehl umwandeln, und dann einen Operator vorstellen.
b) einen Operator direkt an die Frage oder den Befehl koppeln. (Zitat).
In der Alltagssprache geht das nicht ganz so wie in der formalen Logik. Der Satzbau wird umgestellt.
I 75
Für Befehle fanden wir b) gut genug, Fragen: hier werden wir a) brauchen.
Die "Frage Teilsätze" sind natürlich keine Namen von Fragen oder Interrogabilia.

Fragen/Prior: sollen keine "Relation" zwischen einem Fragenden und irgendwelchen Interrogabilia sein.
Das Argument ist kein Name, sondern ein Interrogativsatz.
Wissen/Fragen/Bedeutung/Prior: Problem: 1. es sollte scheinen, dass wenn "ob p" und "was t" verschiedene Komponenten sind, wenn sie
"er fragt __" folgen, genauso wie sie verschieden sein sollten, wenn sie
"er weiß __" folgen.
Denn sie scheinen ja keinen anderen Sinn zu haben, wenn sie in diesem anderen Kontext erscheinen.
Vs: aber dann würde "weiß" für sich funktionieren als besonderer ((s) Operator?), der einen Satz aus einem Namen und einer Frage bildet.
Operator/Prior: (s.o.) wir hatten oben gesehen, dass wir Klammern setzen müssen: nicht
"__ weiß __" sondern
"__ weiß, dass __".
Wissen/Fragen/Prior: dennoch scheint "weiß" keinen unterschiedlichen Sinn zu haben in
a) "Er weiß dass 2+2=4" und
b) er weiß, was 2+2 ist".
Wissen dass/wissen was/Prior: hat denselben Sinn, aber wenn es jeweils ein anderer Satzbildender Operator sein sollte (wie wir es hier für Fragen annehmen,) dann müsste sich ein unterschiedlicher Sinn ergeben! (PriorVs).
I 76
Lösung/Prior: in "Er weiß was t" und "Er weiß, ob p" ist als etwas verstanden, aber nicht explizit: was gemeint ist:
"Er weiß die Antwort auf die Frage..."
Dabei nehmen wir eine Form an, die aus einem Indikativsatz und eine Teilsatz der Frage besteht. Dann gibt es zwei Formen:
a) "Für einige p, er weiß, dass p"
b) "... dass p die Antwort auf die Frage q ist".
Eine "Logik der Frage" wird u.a. solche These ausarbeiten:
"Für einige y, dass y t ist die Antwort auf die Frage für welches x gilt, dass x t" bzw.
"Entweder, die Antwort auf die Frage ob p ist, dass p oder sie ist, dass nicht p".
Daraus können wir dann die obigen Formen deduzieren. ("Er weiß, was 2+2 ist" usw.)
Fragen/Variablen/Prior: das scheint immer noch nicht einfach und ökonomisch genug zu sein in Bezug auf die inneren Fragesätze und Variablen.
Sicher gibt s eine jetzt besser verstandene Relation zwischen den Formen: "Er fragte ob p" und "Es ist der Fall dass p": das letztere ist Teil des ersteren.
Das kann man auch mit Befehlen machen.
Aber die Relation, die wir wollen, ist keine syntaktische, sondern eine semantische und die kann am besten in einer Metasprache herausgebracht werden:
"Für alle x, wenn x äußert "p?" dann wird er unter normalen Umständen fragen, ob p" usw.
Was uns zunächst daran gehindert hat, das zu benutzen, war die Tatsache, dass
"Es gibt Fragen, die noch nie gestellt wurden" formal nicht dargestellt werden kann als
"Für einige p, niemand hat gefragt, ob p".
Denn das deckt nur den bestimmten Fragen Typ "ob" ab und nicht z.B. "welche sind?" oder "Wer hat meinen Bleistift gestohlen?"
I 77
Vielleicht ist
"Ist es der Fall dass p?" reduzierbar auf "Für welches ?" Wobei "d" irgendwie auf die Operatoren "Es ist der Fall, dass" und "Es ist nicht der Fall, dass" verteilt ist. Aber das ist ein bisschen merkwürdig.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Fragen Prior, A. I 72~
Def Fragen/Harrah,David: These eine Frage ist einfach eine indikative Äußerung, die in der Disjunktion oder der Menge der möglichen Antworten besteht. PriorVsHarrah: so weit braucht man nicht zu gehen. (aber pro: s.u.)
Fragen/Prior: wir können Regeln für Äquivalente für Aussagen der Form "Er stellte die Frage Q" und "Er weiß Q" für verschiedenen Typen von Q (Fragen).
Bsp "Er weiß ob 2+2=4"
Das ist äquivalent zu "Entweder er weiß, daß 2+2=4 oder er weiß, daß 2+2 ungleich 4".
Bsp "Er weiß, was 2+2 ist". wird zu:
"Für einige x, er weiß daß 2+2 ist x". (Er weiß bloß, daß sie eine Summe haben).
I 77
Fragen/Objektivität/Präsupposition/Harrah/Prior: Harrah These jede Frage wird durch eine implizite Aussage identifiziert, die sie präsupponiert.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Fragen Harrah, D. Prior I 72~
Def Fragen/Harrah,David: These eine Frage ist einfach eine indikative Äußerung, die in der Disjunktion oder der Menge der möglichen Antworten besteht. PriorVsHarrah: so weit braucht man nicht zu gehen. (aber pro: s.u.)
I 77
Fragen/Objektivität/Präsupposition/Harrah/Prior: Harrah These jede Frage wird durch eine implizite Aussage identifiziert, die sie präsupponiert.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003