Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 19 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Alltagssprache Quine
 
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Willard V. O. Quine
V 127
Ontologie/QuineVsHeidegger: nicht Alltagssprache beim Wort nehmen - V 128 sondern man denkt sich etwas aus und richtet die Sprache danach aus. - ((s) Kein Primat der Sprache bei der Ontologie.)
VII 103
Alltagssprache/Quine: ist letztlich fundamental, aber sie entscheidet nicht in logischen Fragen!

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Anführungszeichen Tugendhat
 
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II 109
Anführungszeichen/TugendhatVsHeidegger: irreführenderweise weggelassen: "was ihr eigentlich meint, wenn ihr den Ausdruck "seiend" gebraucht". - Dann ist es zweideutig, ob Sinn des Wortes oder von Sein - typische Verschiebung. Wenn Heidegger nun nach dem Sinn von Sein fragt, fragt er nach dem Sinn2 von einem Sinn1 des Wortes - er fragt nach dem Sinn2 (was jedenfalls nicht der Sinn eines Wortes ist) von etwas, was wir meinen, wenn wir vom Sein eines Seienden sprechen - und was dieses etwas ist, wird offen gelassen.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Bewusstsein Adorno
 
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Grenz I 213
Bewusstsein/Heidegger/AdornoVsHeidegger/Grenz: Heidegger versucht nach Adorno, auf eine Stufe des Bewusstseins zurückzugreifen, die noch nicht einmal eine war, in der die Sprache (…) Bildlichkeit noch gar nicht erworben hatte.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Existenz Carnap
 
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Graeser I 42
Sein/CarnapVsHeidegger: Kopula "ist" nicht mit "es gibt" identisch - a) Eigenschaftsbeziehung: Bsp "Shakespeare ist ein Dichter" - b) Identitätsbeziehung: Bsp "Shakespeare ist der Dichter des Hamlet" - I 43 subtraktiver Fehlschluss/QuineVsHeidegger: aus dem bloßen Vorhandensein eines Worts auf das Vorhandensein von etwas zu schließen, was dieses Wort bedeutet.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Gebrauchstheorie Rorty
 
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Richard Rorty
I 139
Sprache/Gebrauchstheorie/Rorty: niemand würde sagen, es gäbe ein Bsp "Wesen des Verbrechens"œ, das sich durch eine Untersuchung unserer Sprache herausfinden ließe - Lösung: es geht um soziale Praktiken, nicht nur um Sprachgebrauch.
II 70
Rorty: analytische Philosophie VsGebrauchstheorie (VsBedeutungswandel)
III 36
RortyVsWittgenstein: die Analogie zwischen Vokabularen und Werkzeugen hat einen Nachteil: Handwerker wissen gewöhnlich, welche Arbeit sie tun müssen, bevor sie die Werkzeuge suchen oder erfinden. Das ist von Dichtern nicht zu erwarten.
III 101
Gebrauchstheorie der Bedeutung/Rorty: Problem: daß man vorher weiß, für welchen Zweck man ein Werkzeug konstruiert. Bei der Sprache ist es nicht so! Solange wir noch dabei sind herauszufinden, wie sie sich nutzen lassen, können wir das Christentum, die Newtonsche Physik, die romantische Bewegung oder den politischen Liberalismus nicht als Werkzeuge betrachten! III 102 Gebrauchstheorie/Rorty: Problem: die Zwecke der Sprache liegen noch gar nicht fest - anders als bei Werkzeugen.
III 194
SellarsVsHeidegger/SellarsVsGebrauchstheorie: Physik hat Vorrang - HeideggerVsSellars - HeideggerVsWittgenstein: nicht die Physik, sondern die Dichtung zeigt, dass das Sprachspiel unangemessen ist.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Gegenwart Heidegger
 
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Figal I 86
Ekstase: drei Formen: Gewesenheit, Gegenwart, Zukunft. Sie sind die Formen derzeit darin, dass sie unmittelbar ineinander umschlagen, die Zukunft als solche verweist auf die Wesenheit und diese auf die Gegenwart.
Figal I 98
»Praesenz«: (horizontales Schema): sowohl Anwesenheit als auch Abwesenheit. Abwesenheit ist ein besonderer Modus von etwas, entdeckt zu sein.(> Aristoteles, »ousia« Anwesenheit). Präsenz umfasst Gegenwart und Zukunft.
I 98
FigalVsHeidegger: das legt nahe, Zukunft und die Wesenheit als Modifikationen der Präsenz zu fassen. Ihre dreifachen Gliederung hätte sich als Eigentümlichkeit des alltäglichen Daseins erwiesen. Damit hätte die am alltäglichen Dasein herausgearbeitete Zeitlichkeit selbst überschritten werden müssen. Schwierigkeit: es ist unmöglich, der Ursprungslogik seines Programms entsprechend die Philosophie aus der analog zur Aristotelischen Phronesis gedachten Alltäglichkeit des Daseins verständlich zu machen. Dazu hätte sich die die dreifach gegliederte Zeitlichkeit auch als die Zeit der Philosophie (und nicht nur der Alltäglichkeit) interpretieren lassen müssen. So ist die Philosophie nicht mehr aus der Struktur des alltäglichen Daseins zu erklären. Damit ist das Programm der Fundamentalontologie gescheitert. (+ I 98,99)
Figal I 99
Heidegger interpretiert die Philosophie nun so um, dass sie gerade in der Struktur des Daseins verstanden wird. Dasein ist wesentlich philosophisch. Und Philosophie wird geschichtlich.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

Hei I
Günter Figal
Martin Heidegger zur Einführung Hamburg 2016
Ich Heidegger
 
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Frank I 566f
Ich/Heidegger: die Frage "Was bin ich?" beantwortet sich von allein: "ich bin der Urheber dieser Frage" ähnlich Gabriel Marcel - Kaplan dito. - EvansVs: dass ich ein körperliches Subjekt bin, ist überhaupt nicht so sicher wie dass ich denke (Evans wie Descartes, DescartesVsHeidegger). Heideggers Prinzip kann die Inkohärenz der Vorstellung, dass ich von meinem Körper verschieden bin, gar nicht zeigen. - Es kann auch nicht zeigen, dass x in irgendeiner Instantiierung körperlich ist oder nicht.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identität Heidegger
 
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Adorno XIII 80
Identität/Heidegger/AdornoVsHeidegger: die absolute Identität, wie sie von Heidegger in seiner Lehre von dem sein heute stipuliert wird, ist in einer ihrer unbewussten und deshalb verderblichen, aber ganz ähnlichen Weise Identitätsdenken: in ihr wird verkappt der absolute Primat des Subjekts behauptet, und ihr Anspruch, sie sei etwas anderes als Idealismus muss deshalb notwendig zu Protest gehen.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Konzeptualismus Tugendhat
 
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I 72f
Veritatives Sein/Tugendhat: "es ist der Fall, dass p" (>Tatsachen?) - VsGegenstandstheorie - VsKonzeptualismus (Begriffe für Gegenstände) - immateriell - aber auch VsVorstellung. - Stattdessen: Sprache als Grundverfassung (ja/nein-Struktur) - TugendhatVsMittelalterliche Theorien: verum als "transzendentalen" Bestimmung des ens neben unum und aliquid - hätte Aristoteles sich auf das veritative Sein bezogen, so hätte er eine Semantik der Behauptung ausbilden können.
I 91
VsHeidegger: Sein von Tatsachen statt "alles Sein ist Sein von Seiendem".
I 184f
Def Konzeptualismus/Tugendhat: die Theorie, dass Prädikat = Begriff (conceptus). Das Prädikat steht für etwas, denn sonst hätte die Verwendung des Prädikats keine objektive Grundlage.
I 185
Nominalismus: bestreitet, dass wir tatsächlich immer etwas vorstellen, wenn wir ein Prädikat sinnvoll verwenden. Wie können den Satz von dem roten Schloss auch verstehen, ohne eine konkrete Vorstellung zu haben. KonzeptualismusVsNominalismus: Missverständnis: die Vorstellung muss nicht sinnlich sein.
NominalismusVsKonzeptualismus: es gibt keine "allgemeine Vorstellung" oder Vorstellung von etwas Allgemeinem. - Diese Charakterisierung gibt es erst seit Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen.
I 189
VsKonzeptualismus: Gegenstände sind entbehrlich. Nominalismus: 1. Sprachliches Zeichen gehört in das intersubjektive Sichverständigen - Frage; ist dann intrasubjektives Verstehen überflüssig? - 2. Ergibt positive Erklärung für intersubjektive Bedeutung.
I 204
Konzeptualismus/Tugendhat: muss nichtsinnliche Vorstellungen postulieren, weil keine sinnliche Vorstellung "allen Farbtönen" entspricht.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Leere Menge Frege
 
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IV 13f
Nichts/FregeVsHeidegger: die Substantivierung von nichts führt zu Paradoxien - Bsp daß die leere Menge in jeder Menge, auch der Allklasse enthalten ist. - Das führt nicht dazu, daß die Allklasse mit der Nullklasse ("mit dem Nichts") identisch ist.
IV 98
Teilmenge/Element/Frege: Teilmengen und Elemente müssen immer unterschieden werden. FregeVsSchröder/FregeVsGebietekalkül - die Null darf nicht als Element in jeder Klasse enthalten sein - sonst wäre sie von der jeweiligen Mannigfaltigkeit abhängig - einmal wäre sie nichts, einmal wäre sie etwas (Bsp Negation von a). - Lösung: Null als Teilmenge (leere Menge).
IV 100
Null/0/leere Menge/FregeVsSchröder/Frege: die Null darf nicht als Element in einer anderen Klasse enthalten sein (> Günter Patzig, Einleitung zu Frege IV), sondern nur als Klasse untergeordnet. (+ IV 100/101). ((s) Null ist nur als Teilmenge in jeder anderen Menge enthalten.)
IV 102
Nullklasse/>leere Menge/Einerklasse/FregeVsSchröder: eine Einerklasse braucht gar nicht erst gebildet zu werden - wenn a ein Individuum der Mannigfaltigkeit ist, so ist a damit auch eine Klasse und es ist nicht nötig, diese Klasse a noch als neues Individuum zuzulassen, es ist schon ein solches. - Es ist auch gar nicht nötig, daß eine Klasse als Individuum einer Mannigfaltigkeit gegeben sei. - Es kommt gar nicht auf die subter-, sondern auf die sub-Beziehung an. - ((s) Teilmenge, nicht Element.)
IV 108
Null/Frege/(s): Lösung: Die Null entspricht der Klasse der sich selbst ungleichen Gegenstände. - Dann hat das Nullzeichen eine Bedeutung. - Logische Form: "Entweder es gibt keine sich selbst ungleichen Gegenstände, oder sie fallen alle mit P zusammen".

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Metaphysik Bubner
 
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I 19
Metaphysik/Bubner: ihr Höhepunkt bei Hegel (nach Kants Verwerfung) verkündete die Wiederaufnahme des antiken Projekts. Erneuerung der Metaphysik. Provokation: dass sie nicht in Gegensatz zur Wissenschaft, sondern als notwendige Vervollkommnung zu sehen sei.

I 134
Metaphysik/Heidegger: Woher kommt sie? (Heidegger VsMetaphysik). BubnerVsHeidegger: die Frage widerspricht einer philosophia perennis, die die ewigen Fragen verwaltet.
Woher kommt das Bedürfnis, so offenkundig leere Fragen wie die nach dem Sein schlechthin, zu thematisieren?

Metaphysik/Bubner: 1. These sie war keineswegs ein ewiger Begleiter der Menschheit, sondern hat sich als Aufgabe der Philosophie herausgebildet angesichts besonderer Erfahrungen.
Die ältesten Dokumente der Philosophie sind einerseits so tiefsinnig andererseits so unspezifisch, dass das Etikett Metaphysik nicht darauf passt.
Metaphysik/Antike: erstmals bei Platon genannt. Die Vorsokratiker scheitern seiner Meinung nach vor der Aufgabe wirklichen Begreifens. so entsteht Metaphysik.
Metaphysik/Bubner: Krise bei Descartes und Kant.
I 136
Skepsis/Antike/Bubner: bedeutete ursprünglich nur genaue Prüfung und Urteilsenthaltung (>Epoché)! Metaphysik/Bubner: als oberste Erkenntnis aus Kräften reiner Vernunft kann sie gar nicht anders als dogmatisch verfahren.
So ist Skepsis der natürliche Feind der Metaphysik.
I 144
Metaphysik/Bubner: 3. These die transzendentale Revolution Kants entspringt nicht einem genialen Einfall, sondern der Erfahrung mit dem Misslingen der Metaphysik in ihrer bisherigen Geschichte, sie dient der Beseitigung dieses Mangels und der Einsicht in die Leistungsfähigkeit der Vernunft selber.
I 149
Metaphysik/Bubner: 4. These auch den Beginn der Metaphysik leitet eine Erfahrung, welche die neue Disziplin auf den Weg bringt Es ist dies freilich keine Erfahrung mit der Metaphysik, sondern eine ursprüngliche Erfahrung, die das Wissen mit sich macht, wenn es in Verfolgung seiner Intention seine Mängel diagnostiziert. So realisiert die Metaphysik ein Urinteresse jeglichen Wissens.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
Metaphysik Carnap
 
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VI 235
Metaphysik/Carnap: alle Probleme der "Deutung"; "Erklärung"; "Grundlage" fallen in ihr Gebiet - Bsp Parallelität: solche Parallelreihen (Bsp zwischen Seh- und Hörerlebnissen) (Bsp Bericht der Versuchsperson) können einfach aufgestellt werden - ihre Deutung fällt aber nicht in das Gebiet der Wissenschaft, sondern in das der Metaphysik.
VI 260
Das "Rätsel des Lebens" ist keine Frage, sondern eine Situation. - - -
Flor, Ernst Mach in Hügli/Lübke, Philosophie des 20. Jahrhundert
II 167 ff
PositivistenVsMetaphysik: eine Wirklichkeit, die der Erfahrung grundsätzlich verschlossen bleibt, kann es nicht geben.
CarnapVsHeidegger - Brasilien-Bsp > Stegmüller I

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Metaphysik Habermas
 
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Rorty II 27
HabermasVsDerrida, HabermasVsHeidegger/Rorty: »Subjektphilosophie«: verfehlter metaphysischer Versuch, das Öffentliche und das Private zu kombinieren. Fehler: zu denken, dass Reflexion und Introspektion das leisten könnten, was in Wirklichkeit erst durch die Ausweitung des Diskussionsrahmens und der Teilnehmer bewirkt werden kann.


Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Naturgesetze Heidegger
 
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Rorty VI 199f
Wahrheit/Mensch/Realität/Welt/Erkenntnis/Existenz/Naturgesetze/Heidegger/Rorty: vor Newton sind Newtons Gesetze weder wahr noch falsch gewesen. - BrandomVsHeidegger: die Wahrheiten gab es schon vor dem Auftauchen der entsprechenden Wörter. - Brandom: sonst enstehen Paradoxien.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Nominalismus Rorty
 
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Richard Rorty
I 124
Def Nominalismus/Rorty: die These, alle Wesenheiten seien nominaler Art und alle Notwendigkeiten de dicto. Keine Gegenstandsbeschreibung trifft in höherem Maße die eigentliche Natur eines Gegenstands als irgend eine andere Beschreibung.
NominalismusVsPlaton: die Natur kann nicht an ihren Gelenken zergliedert werden.
Materialistische MetaphysikVsNominalismus: diese seien Vertreter eines "sprachgebundenen Idealismus". Die Materialisten glauben nämlich, Dalton und Mendelejew hätten tatsächlich die Natur an ihren Gelenken zerlegt. (Auch Kripke). Wittgenstein bloß von Worten betört.
II 125
Nominalismus: Protest gegen jede Art von Metaphysik. Von Hobbes wurde der Nominalismus irrtümlich mit dem Materialismus verknüpft. Quine bringt ihn immer noch damit in Verbindung. RortyVs: das handelt sich den Widerspruch ein, wenn sie meinen, durch Wörter für die kleinsten Materieteilchen werde die Natur in einer Weise zergliedert, in der das mit anderen Wörtern nicht gelingt! Ein widerspruchsfreier Nominalismus muss betonen, dass der Prognoseerfolg eines solchen Vokabulars für den »ontologischen Rang« ohne Bedeutung ist.
NominalismusVsHeidegger: Wörter wie "Physis" oder "Wesen" sind nicht "elementarer" als Wörter wie "Rosenkohl" oder "Fußball".
I 126
Nominalismus: (wie Gadamer): sofern wir überhaupt etwas verstehen, verstehen wir es mit Hilfe einer Beschreibung, und privilegierte Beschreibungen gibt es nicht! Nominalismus: was bei den Metaphysikern Annäherung an etwas feststehendes, verborgenes ist, ist bei den Nominalisten Erfindung eines Diskurses.
Nominalismus/RortyVsQuine: teilt die Natur nicht sicherer auf und schafft genauso wenig Sicherheit darüber, welche Ontologie die wahre ist. - (Vs Verknpfüung von Nominalismus mit Materialismus).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Sprache Rorty
 
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Richard Rorty
I 16ff
Spiegel: Sprache ist ein Werkzeug und kein Spiegel (Rorty wie Wittgenstein).
I 206
Sprache: die Besonderheit der Sprache liegt nicht darin, dass sie »die Qualität unserer Erfahrung verändert« oder »dem Bewusstsein neue Perspektiven eröffnet«. Ihr Erwerb verschafft uns vielmehr Eintritt in eine Gemeinschaft, deren Mitglieder ihre Behauptungen einander gegenüber rechtfertigen.
I 228
Rorty: wir können Quines Ziele verfolgen, ohne uns seiner Mittel zu bedienen: wir geben zu, dass die Welt in einer wahrheitsfunktionalen Sprache vollständig beschrieben werden kann, räumen jedoch gleichzeitig ein, dass Teile von ihr auch in einer intensionalen Sprache beschreibbar sind. Könnten wir nicht auf Intentionen Bezug nehmen, wir wären immer noch in der Lage, jeden beliebigen Weltausschnitt zu beschreiben.
III 25
Vokabulare: die Welt bevorzugt nicht ein Vokabular vor anderen. Newtons Vokabular macht es uns leichter, die Welt zu beschreiben als das von Aristoteles, sie bevorzugt es aber nicht! Das menschliche Selbst wird durch Vokabulare geschaffen.
III 41
Rorty These: die Geschichte der Sprache und damit der Künste, Wissenschaften und Moral als Geschichte der Metapher betrachten heißt, das Bild zu verabschieden, in dem Bewusstsein oder Sprache sich immer besser für Zwecke eignen, die Gott oder die Natur auferlegt haben. Bewusstsein hat sich in der Evolution einfach ergeben, es ist nicht etwas, auf das der ganze Prozess abzielte
III 156
Sprache: Menschen wollen in ihren eigenen Termini beschrieben werden.
III 190
Sprache/Laut/Klang/Heidegger/Rorty: für ihn hing philosophische Wahrheit von der Wahl der Phoneme, dem Lauten der Wörter selbst ab.
III 197
Urworte/RortyVsHeidegger: solche Worte wären völlig nutzlos für Leute, die Heideggers Assoziationen nicht teilen.
III 190
Schrift/Sprache/DerridaVsHeidegger/Rorty: Derrida stellt Heidegger auf den Kopf: besteht auf der »Priorität des Geschriebenen«. - Schrift statt Laute - Denken soll "dichterisch" werden - "Die Sprache spricht."

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Terminologien Tugendhat
 
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I 72f
Veritatives Sein/Tugendhat: "es ist der Fall, dass p". - VsGegenstandstheorie - VsKonzeptualismus (Begriffe für Gegenstände) - immateriell - aber auch VsVorstellung - stattdessen: Sprache als Grundverfassung (ja/nein-Struktur). - TugendhatVsMittelalterliche Theorien: verum als "transzendentalen" Bestimmung des ens neben unum und aliquid - hätte Aristoteles sich auf das veritative Sein bezogen, so hätte er eine Semantik der Behauptung ausbilden können.
I 91
VsHeidegger: Sein von Tatsachen statt "alles Sein ist Sein von Seiendem".
I 162f
Gegenstandstheorie/TugendhatVs: Sachverhalte als Gegenstände aufgefasst - VsWittgenstein/ VsTractatus: Sachverhalte als Verbindung von Gegenständen, Tatsache als Bestehen von Sachverhalten - Wittgenstein, spät: (Selbstkritik): "Komplex nicht gleich Tatsache".
I 217
Gegenstandstheorie sah über die kommunikative Funktion der Sprache einfach hinweg.
I 337
Sing Term/TugendhatVsGegenstandstheorie: kann das »stehen für« nicht verständlich machen. Auch nicht seinen eigenen Grundbegriff, den des Gegenstandes.
I 338
Frege: singuläre Termini sind unselbständige Ausdrücke.
I 246
hysteron-proton/Tugendhat: das Spätere früher - Fehlschluss der Vertauschung der Implikationsbeziehung - hier: auch ein Sachverhalt lässt sich immer nur seinerseits durch Sätze identifizieren.
I 266
Def Ausweisungsspiel/Tugendhat: dass die Verwendungsregel, die erklärt wird, als Verifikationsregel zu verstehen ist - (pro) - ((s) Gebrauch > Wahrheitsbedingungen >Bedeutung.)
I 276
Die Spielregeln des Ausweisungspiels sind Verifikationsregeln.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Unbewusstes Searle
 
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John R. Searle
I 160f
Unbewusstes/Searle: nach dem Modell des Bewusstseins (pro) - VsHeidegger: Hämmern nicht unbewusst sondern nicht aufmerksam - Zwei Unterschiede: bewusst/unbewusst - Peripherie/Zentrum.
I 192f
SearleVsFreud: Unbewusstes bei ihm wie Fische tief unten im Meer(falsche Idee von geistiger Konstanz) - beim Auftauchen haben sie dieselbe Form - problematisch - falsche Analogie: Bewusstsein/Wahrnehmung (Regress) - verlangt noch eine weitere Beschreibungsebene, die es nicht gibt. Unbewusstes nach dem Modell von Bewusstsein. - Was soll die Ontologie des Unbewussten sein, solange es unbewusst ist (Revolte = Vaterhass?). - Wenn ich den Gegenstand (Fahrrad) aus der Wahrnehmung wegnehme, ist es eine Halluzination, doch genau das kann ich bei bewussten Gedanken nicht machen, um so etwa das Unbewusste zu erhalten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Verifikation Danto
 
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I 80
Heidegger/VsHeidegger/DantoVsCarnap/Danto: Heideggers "Das Nichts nichtet" ist keineswegs unverifizierbar. Wir alle kennen es als Existenzangst.

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 20 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHeidegger Dummett Vs Alltagssprache
 
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Dummett III 185
Oxford Philosophie/Dummett: stärkster Einfluß: von Ryle. RyleVsCarnap: verfehlte Methodologie VsHeidegger: Witzfigur Ryle: Einfluß von Husserl
III 196
Partikularismus/Gebrauchstheorie/Oxford/Dummett: angeblich könne die GT nur jeden einzelnen Satz erklären. Der Philosoph dürfe kein Muster entdecken wollen, wo es keins gebe. DummettVs: wir lernen die Sprache auch nicht Satz für Satz!
Allerdings richtig: es sind Sätze und nicht Wörter, die im allgemeinen Sinne einen "Gebrauch" haben.
III 196/197
Alltagssprache: hier konnte die Oxford Philosophie (wegen ihres antisystematischen Ansatzes) nichts dazu beitragen, jene Prinzipien besser zu verstehen, aufgrund derer wir offensichtlich die Sprache so schnell lernen.(>Chomsky). DummettVsOxford: verwendete ständig psychologische und semantische Begriffe, die eine Bedeutungstheorie nicht voraussetzen darf, sondern erklären soll! Bsp "eine Einstellung zum Ausdruck bringen", "eine Frage zurückweisen" usw. (DummettVsAustin).
Ebenso wurden ständig "Wahrheit" und "Falschheit" unerklärt verwendet.
III 198
DummettVsPartikularismus: mißachtete auch die Unterscheidung semantisch/pragmatisch. Jeder, der nicht in den Klauen der Theorie steckt, würde zunächst dazu neigen, das, was ein Satz buchstäblich sagt, von dem zu unterscheiden, was man unter speziellen Umständen damit mitzuteilen versuchen könnte.
Nach der "Philosophie der Alltagssprache" galt nur der letztere Begriff als legitim. "buchstäbliche Bedeutung" galt als ein illegitimes Nebenprodukt.
III 199
DummettVsOxford, DummettVsStrawson: künstlich eingeführte neue Begriffe wie "Präsupposition" oder "Konversationsimplikatur" oder DummettvsAustin: die Unterscheidung zwischen "illokutionären" und "perlokutionären" Akten (DummettVsSprechakttheorie) traten an die Stelle der allgemeinen semantischen Begriffe, und ohne daß jemand merkte, hörte die "Normalsprache" (Alltagssprache) dabei auf, zu existieren.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982
VsHeidegger Danto Vs Carnap, R.
 
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CarnapVsHeidegger: leugnete, ein Satz wie »das Nichts nichtet« sei nachprüfbar. DantoVsCarnap: ein Gefühl der Angst kennen wir alle. Warum sollte es weniger empirisch seien als das Sehen eines Tisches. Carnap I 89

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsHeidegger Rorty Vs Derrida, J.
 
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Richard Rorty
III 222
Dekonstruktion/RortyVsDerrida: kein neues Verfahren. Man lernt Dekonstruktion wie man Sexualsymbole, bourgeoise Ideologie usw. in Texten entdecken lernt. Lesen wird nicht leichter oder schwerer dadurch, wie Fahrradfahren nicht leichter oder schwerer wird, wenn man Entdeckungen zur Natur der Energie dabei macht. Rekontextualisierung/RortyVsDerrida: gibt es schon seit langem: Sokrates hat Homer rekontextualisiert, Augustinus die heidnischen Tugenden, Hegel, Sokrates und Augustinus, Proust sich selbst, und Derrida alle.
Warum klingt es so erschreckend, wenn Derrida es tut, im Gegensatz zu Hegel? Weil Derrida die "akzidentelle" materiale Gestalt der Wörter nutzt, während
Hegel: sich zwar nicht mehr an die Regel halten wollte, dass die "Widerspruchs" Relation nur für Sätze, und nicht für Begriffe gilt, aber sich doch der anderen Regel unterwarf, dass man Klang und Form der Worte kein Gewicht beizumessen hat.
Derrida: wenn man mit anderen Menschen kommuniziert, muss man diese Regeln natürlich einhalten, aber nicht, wenn man mit anderen Philosophen kommuniziert.
IV 9
Metaphysik/RortyVsDerrida: gibt eine zu dramatische Darstellung der Rolle, die die Metaphysik in unserer Kultur spielt. Er legt zuviel Nachdruck auf die besondere Art von zentripetalem Denken, die in begründungsorientiertem Philosophieren endet.
IV 118
Schrift/Derrida/Rorty: wir sollen uns »eine Schrift denken, ohne Anwesenheit und ohne Abwesenheit, ohne Geschichte, Ursache
IV 119
arché telos, welche die gesamte Dialektik, Theologie und Ontologie derangierte (sic)«. Eine solche Schrift wäre Literatur, welche nicht mehr im Gegensatz zur Philosophie steht. Schrift/Text/RortyVsDerrida: Dilemma: entweder er kann sich die Philosophie aus dem Kopf schlagen
IV 120
und das Was der Schrift hat keinen Witz mehr, oder er muss die Abhängigkeit des Textes der Philosophie von seinen Rändern akzeptieren. Wenn Derrida solche Tragikomödie nacherzählt, zeigt er sich von seiner besten Seite. Seine schwächsten Stellen sind die, wo er das, was ihm verhasst ist, zu imitieren beginnt und behauptet, er böte »strenge Analysen«.
IV 121
SearleVsDerrida/Rorty: seine Argumente sind einfach grässlich. Rorty: da hat er Recht! RortyVsSearle: er unterschätzt Derrida: der sucht gar keine Erkenntnisgrundlagen!
RortyVsSearle: die Vorstellung, es gäbe so etwas wie einen nach allgemeinen und ahistorischen Maßstäben meßbaren »geistigen Gehalt« verbindet ihn mit Platon und Husserl, während sie ihn von Derrida trennt. Die Schwäche seiner Auseinandersetzungen Derrida liegt darin, dass er glaubt, dieser betreibe amateurhafte Sprachphilosophie. Er merkte nicht, dass Derrida metaphilosophische Fragen nach dem Wert einer solchen Philosophie stellt.
IV 122
RortyVsDerrida: jede neue Art von Schrift, die ohne arché und ohne telos auszukommen sucht, wird auch ohne Gegenstand dastehen!
IV 123
RortyVsDerrida: Dilemma: ein weiteres Metavokabular wird a) entweder eine weitere philosophische ab Geschlossenheit erzeugen oder
b) mehr Offenheit als wir gebrauchen können.
Dessen ist Derrida sich bewusst. Daher setzt er sich von Heidegger ab, der dabei gescheitert ist unphilosophisch über Philosophie zu schreiben.
DerridaVsHeidegger: "es wird keinen einzigartigen Namen geben, und sei es der des Seins".
IV 125
Heidegger geht nie über eine Gruppe von Metaphern hinaus, die ihm und Husserl gemeinsam sei. Diese Metaphern deuten darauf hin, dass wir alle tief im Innern über die "Wahrheit des Seins" verfügen! Rufen und Lauschen entgeht auch nicht dem Zirkel der wechselseitig explizierbaren Begriffe. (s.o.).
IV 126
Schrift/Dialektik/RortyVsDerrida: "Primat der Schrift" nicht viel mehr als eine Grille: nicht mehr als die Behauptung, dass gewisse Merkmale des Diskurses im Fall der Schrift deutlicher erkennbar sind, als bei der gesprochenen Sprache.
IV 127
Das ist nicht mehr als eine fade Dialektik der Umkehrung, der Hegel schon in der Phänomenologie den Garaus macht, und die Kierkegaard als "Kunststücke eines Hundes" bezeichnet.
IV 129
RortyVsDerrida: die Unterscheidung zwischen folgerungsbedingten Beziehungen und nicht folgerungsbedingten Assoziationen ist ebenso unklar und verschwommen, wie die zwischen Wort und Satz oder zwischen dem Metaphorischen und dem Buchstäblichen.
IV 130
Aber Derrida muss mit all diesen Unterscheidungen etwas anfangen. Er muss dafür sorgen, dass sie scharf genug aussehen. Es geht ihm darum, der erste zu sein, er sich auf dieses Thema stürzt, während alle bisherigen Autoren nichts weiter geleistet hätten als das alte Gebäude immer wieder zu errichten.
IV 129
Satz/Rorty: die Unterscheidung zwischen Satz und Nichtsatz ist verschwommen. ((s) Aber s.o. IV 49 Welt/Rorty: Menge der Nichtsätze. - Das setzt eine klare Unterscheidung voraus).
IV 131
Text/Schrift/RortyVsDerrida: es ist einfach nicht wahr, dass die Textfolge, die den Kanon der Tradition bildet, in einer Metaphorik gefangen ist, die seit der griechischen Antike unverändert geblieben ist. Das Verfahren, mehrere Sprachen zugleich zu sprechen und mehrere Texte zugleich zu schreiben ist genau das, was alle wichtigen, revolutionären, originellen Denker geübt haben.
IV 135
Text/RortyVsDerrida: praktisch alle Denker habe mehrerer Texte gleichzeitig geschrieben. Auch »Glas« ist kein Neuland, sondern die realistische Darstellung eines Standorts, auf dem wir schon seit einiger Zeit hausen.
IV 136/137
RortyVsDerrida: er kann keine argumentative Auseinandersetzung führen, ohne sich in einen Metaphysiker zu verwandeln. Sein/DerridaVsHeidegger: das Sein hat immer nur »Sinn« gehabt, immer nur als in Seienden verborgenes gedacht. Die »differance« ist auf eine gewisse und äußerst sonderbare Weise »älter« als die ontologische Differenz oder als die Wahrheit des Seins.
IV 138
Spur/Derrida: weder ein Grund, noch eine Begründung, noch ein Ursprung. (Behauptet, das »bewiesen« zu haben. RortyVsDerrida: wie kann er das beweisen? >Beweis.)
IV 139
»differance«/Derrida: »weder ein Wort noch ein Begriff«. RortyVsDerrida: zunächst mal war es ein Schreibfehler. Dass es das nicht mehr ist, liegt darin, dass es tatsächlich ein Wort geworden ist. Außerdem bezeichnet jedes Wort, dass eine Verwendung hat, einen Begriff.
IV 140
Begriff/Wittgenstein/Rorty: von Wittgenstein haben wir gelernt, dass jedes Wort mit anderen verwoben ist. RortyVsDerrida: Widerspruch: Derrida versucht, sich die Sprachspielerklärung des Bedeutungsbegriffs zu eigen zu machen und gleichzeitig einigen magischen Wörtern Vorrechte zuzugestehen.
RortyVsDerrida: leistet nicht viel mehr als zu vermeiden, die binären Gegensätze der Metaphysik einfach nur zu neutralisieren.
IV 142
RortyVsDerrida: das soll alles nicht heißen, dass die Wortspiele nicht witzig sind, sondern nur, dass der sie umgebenden Ton der Dringlichkeit unangebracht ist. - - -
VI 475
Ordnung/Searle: auch eine verschwommene Unterscheidung kann dennoch nützlich sein. VsDerrida, der seiner Meinung nach überhaupt keine Unterscheidungen trifft.)

VI 476
Zeichen/RortyVsDerrida: er sollte Begriffe nicht als Quasi Personen hinstellen. ((s) die uns Unheil bringen). Zeichen/Derrida: hätten uns transzendentale Scheinprobleme beschert. Bsp wie Intentionalität in einer Welt der Atome und des leeren Raums möglich sei.
RortyVsDerrida. sollte die Frage "Was ist das Politische?" überhaupt nicht stellen. Es setzt wie die "Frömmigkeit" des Euthyphron irgendein Wesen voraus, von dem man annehmen sollte, dass sie nur für Phallogozentristen interessant wären!
Begriff/Derrida: will ohne Begriffe als "Akteure" schreiben.
VI 477
RortyVsDerrida: man sollte nicht über die Abenteuer von Begriffen, sondern über die Abenteuer von Menschen schreiben. Er sollte nicht behaupten, häufig gebrauchte Wörter stünden für inkohärente Begriffe, denn für die Kohärenz gibt es keinen besseren Beweis, als den Gebrauch, also dass dieses Sprachspiel wirklich gespielt wird.
Derrida ist selbst ziemlich transzendental, während er andere deswegen kritisiert.
VI 480
Schein/Erscheinen/Scheinen/RortyVsDerrida: mit Wittgenstein und Davidson können wir unsere Arbeit tun, ohne diese fragwürdige Unterscheidung (Sein/Schein) auch nur zu erwähnen!
VI 500
Text/Begriff/RortyVsDerrida: falls es wirklich eine Welt gibt, in der Begriffe leben und weben und unabhängig vom Sprachverhalten der Wortbenutzer existieren nämlich jene Welt, welche die transzendentale Bedingung der Möglichkeit der Transzendentalphilosophie ist stellt sich die Frage: Wieso kann es ebenfalls ein empirischen Faktum sein, dass ein Begriff nichts weiter ist, als der Gebrauch, den wir armseligen existierenden Individuen von einem Wort machen. Sofern die Welt, in der ein Begriff nichts anderes als dieser Gebrauch ist, wirklich ist, fragt es sich: Wie ist es möglich, dass jene andere Welt ebenfalls real ist?

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Verschiedene Vs Derrida, J. Derrida I 88
»Lichtung des Seins« usw.. RicoeurVsHeidegger: das ist eine Rückkehr der Metapher in einem sich nicht mehr als metaphysisch verstehenden Denken. DerridaVsRicoeur: dreht diese Kritik um. Indem die Metapher verschleißt, zieht sie sich zurück. Wiederkehr in veränderter Gestalt.
VsDerrida: er übersieht, daß »Verschleiß« wieder eine Metapher ist. - Das Denken in seinem Bezug zur Metapher ist nicht festzustellen oder zu identifizieren!





De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993
VsHeidegger Habermas Vs Foucault
 
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I 317
Wille zum Wissen/Foucault: greift in die Konstitution der wissenschaftlichen Diskurse ein. Er bestimmt das Ausnahme der Regeln, nach denen das Wahre von Falschen geschieden wird. (Macht). HabermasVsFoucault: die derart kaschierte Herkunft des Machtbegriffs aus dem metaphysik-kritischen Begriff des Willens zur Wahrheit und zum Wissen erklärt auch die systematisch zweideutige Verwendung der Kategorie »Macht«. Einerseits die Unschuld eines deskriptiv verwendbaren Begriffs, andererseits konstitutionstheoretischer Grundbegriff., denn der Analyse erst ihre Vernunft kritische Bedeutung verleiht.
I 318
HabermasVsFoucault: paradoxe Verbindung von positivistischen Einstellung und kritischen Anspruch.
I 320
Foucault These Macht- und Wissensformationen bilden eine unauflösliche Einheit.
I 321
HabermasVsFoucault: diese starke These lässt sich freilich nicht allein mit funktionalistischen Argumenten begründen. DF Beweis: HabermasVsFoucault: er müsste nachweisen, dass sich spezifische Machtstrategien in entsprechende wissenschaftliche Strategien der Vergegenständlichung von alltagssprachlichen Erfahrungen umsetzen und damit den Sinn der Verwendung theoretischer Aussagen über derart konstituierte Gegenstandsbereiche präjudizieren.
HabermasVsFoucault: er hat diesen Ansatz später nicht mehr aufgenommen, sonst wäre ihm nicht verborgen geblieben, dass in den Humanwissenschaften objektivistische Ansätze in den siebziger Jahren längst nicht mehr das Feld beherrschen. Sie konkurrieren vielmehr mit hermeneutischen und kritischen Ansätzen.
I 322
HabermasVsFoucault: seine Genealogie tritt in einer verwirrenden Doppelrolle auf: einerseits empiristische Rolle einer Analyse von Machttechnologien, einerseits transzendentale Rolle der selben Analyse von Machttechnologien, die erklären sollen, wie wissenschaftlicher Diskurse überhaupt möglich sind. Das Zusammenzwingen des idealistischen Gedankens der transzendentalen Synthesis mit empiristischer Ontologie ist kein Ausweg aus der Subjektphilosophie: der Machtbegriff ist der Bewusstseinsphilosophie selber entnommen!
I 323
HabermasVsFoucault: er kehrt die Wahrheitsabhängigkeit von Macht kurzerhand in die Machtabhängigkeit von Wahrheit um! Die Macht wird subjektlos. HabermasVsFoucault: niemand entkommt jedoch den begrifflichen Zwängen der Subjektphilosophie schon dadurch, daß er an den Grundbegriffen Umkehrungsoperationen durchführt.
I 324
HabermasVsFoucault: seine Genealogie entpuppt sich genau als jene präsentistische, relativistische und kryptonormative Scheinwissenschaft, die sie nicht sein will! Sie endet in heillosem Subjektivismus.
I 325
HabermasVsFoucault: 1. unfreiwilliger Präsentismus 2. unvermeidlicher Relativismus einer Gegenwartsbezogenen Analyse, die sich selbst nur noch als kontextabhängiges praktisches Unternehmen verstehen kann. 3. willkürliche Parteilichkeit einer Kritik, die ihre normativen Grundlagen nicht ausweisen kann. (Foucault ist umständlich genug, das einzugestehen.
I 326
HabermasVsFoucault: auch der radikale Historist kann Machttechnologien und Herrschaftspraktiken nur im Vergleich miteinander und keineswegs jede einzelne als eine Totalität jeweils aus sich selber erklären.
I 327
HabermasVsFoucault: verfängt sich in genau der Selbstbezüglichkeit, die er bekämpft: die Wahrheitsansprüche werden nicht nur auf die Diskurse, innerhalb deren sie jeweils auftreten, eingeschränkt.
I 328
Auch die Grundannahme seiner Machttheorie ist selbst bzgl., sie muß die Geltung Grundlage auch der von ihr inspirierten Forschungen zerstören.
I 330
HabermasVsFoucault: Foucaults Konzept der Macht erlaubt einen solchen privilegierten Begriff der Gegenmacht (z. B. der Arbeiter) nicht. Jede Gegenmacht erweckt sich schon im Horizonte der Macht.
I 336
Er wehrt sich gegen eine naturalistische Metaphysik, die eine Gegenmacht verdinglicht. HabermasVsFoucault: aber deshalb muss er sich eben auch auf die Frage nach den normativen Grundlagen seiner Kritik ebenfalls der Antwort enthalten.
HabermasVsFoucault: undialektisch! Einebnung zweideutiger Phänomene - (Foucault gibt Schwächen früherer Werke zu).- - -
Rorty II 27
HabermasVsDerrida, HabermasVsHeidegger/Rorty: »Subjektphilosophie«: verfehlter metaphysischer Versuch, das Öffentliche und das Private zu kombinieren. Fehler: zu denken, dass Reflexion und Introspektion das leisten könnten, was in Wirklichkeit erst durch die Ausweitung des Diskussionsrahmens und der Teilnehmer bewirkt werden kann.
II 30
Rede/Schrift/RortyVsDerrida: seine komplexe Argumentation läuft letztlich doch auf eine Stärkung der Schrift auf Kosten der Rede hinaus.
II 32
Sprache/Kommunikation/HabermasVsDerrida: Derrida verleugnet sowohl die Existenz eines »eigensinnig strukturierten Bereichs der kommunikativen Alltagspraxis« als auch eines »autonomen Bereichs der Fiktion«. Weil er beides verleugnet, kann er beliebige Diskurse nach dem Muster der poetischen Sprache analysieren. So braucht er Sprache nicht zu determinieren.
II 33
RortyVsHabermas: Derrida ist weder genötigt noch gewillt, »Sprache überhaupt« durch irgend etwas »determiniert« sein zu lassen. Derrida könnte mit Habermas uneingeschränkt darin übereinkommen, dass sich »die welterschließende Kraft der interpretierenden Sprache ihrerseits bewähren muss«, bevor sich Metaphern literarisch einbürgern und zu sozial nützlichen Werkzeugen werden. RortyVsHabermas: er scheint vorauszusetzen, man müsse zunächst X als Sonderfall von Y nachweisen, um X als Y zu behandeln. Als ob man nicht einfach X als Y behandeln könnte, um zu sehen, was passiert!
Dekonstruktion/Rorty: Sprache ist etwas, dass aus eigener Kraft wirksam werden, außer Kontrolle geraten, sich in den Rücken fallen kann, usw..
II 35
RortyVsDekonstruktion: nichts spricht dafür, dass die Sprache dies alles kann, außer dem Versuch, Derrida zu einem riesengroßen Mann mit einem riesengroßen Thema zu machen. Das Ergebnis einer solchen Lektüre ist nicht das Erfassen von Gehalten, sondern das Platzieren von Texten in Kontexten, das Ineinanderweben von Teilen verschiedener Bücher. Das Ergebnis ist ein Verschwimmen der Gattungsgrenzen. Das heißt aber nicht, dass Gattungen nicht »wirklich« seien. Das Verweben von Fäden ist etwas anderes, als die Annahme, die Philosophie habe »bewiesen« dass Farben wirklich »unbestimmt und ambivalent« seien.
Habermas/Rorty: fragt, weshalb Heidegger und Derrida noch jene »starken« Begriffe von Theorie, Wahrheit und System verfechten, die doch seit mehr als 150 Jahren der Vergangenheit angehören.
II 36
Gerechtigkeit/Rawls These: das »Rechte« hat Vorrang vor dem »Guten«. Rawls/Rorty: demokratische Gesellschaften müssen sich nicht mit der Frage nach der »menschlichen Natur« oder den »Subjekt« befassen. Solche Themen sind hier privatisiert.
Fundament/Rorty These: es gibt keinen archimedischen Punkt, von dem aus man alles übrige kritisieren kann. Keinen Ruhepunkt außerhalb.
RortyVsHabermas: braucht einen archimedischen Punkt, um Foucault für seinen »Relativismus« zu kritisieren.
Habermas: »die für Propositionen und Normen beanspruchte Geltung transzendentaler Räume und Zeiten »tilgt Raum und Zeit««.
HabermasVsDerrida: schließt Interaktion aus.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Habermas Vs Gadamer, G.
 
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Rorty II 127
Gadamer/Rorty: hilft uns, sowohl den Begriff der »inneren Natur« als auch den Begriff der »identifizierenden Beschreibung« wegzuwischen Gadamer/Rorty: hilft uns, Metaphern der Tiefe durch Metaphern der Breite zu ersetzen: je mehr Beschreibungen zu Gebote stehen um so besser.
II 129
VsGadamer/Rorty: oft hat man ihm den Vorwurf gemacht, er habe eine sprachgebundene Spielart des Idealismus erfunden. - - -
V 24
HabermasVsGadamer/Rorty: Relativismus und potentielle Repressivität.
VI 415/416
RortyVsKrüger/Rorty: sein Propagieren der "wissenschaftlich technischen Welt" hat dazu geführt, dass Autoren wie C.P. Snow, Habermas und Popper meinen, Heidegger und Gadamer stünden auf der falschen politischen Seite, (als Vertreter der mehr "literarischen Kultur") und seien Feinde der menschlichen Freiheit. (HabermasVsGadamer, PopperVsHeidegger, SnowVsLiteratur).

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Bubner Vs Heidegger
 
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I 28
Gut/Gute/Heidegger: Tauglichkeit. BubnerVsHeidegger: Verarmung: Idee als etwas allem Gemeinsames. Praxis verschwindet aus dem Blickfeld. Wahrheit/BubnerVsHeidegger: verkürzt Wahrheit in seiner Interpretation des Höhlengleichnisses auf Unverborgenheit und damit Richtigkeit des Gegenstandsbezugs.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
VsHeidegger Carnap Vs Heidegger
 
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I 89
CarnapVsHeidegger: leugnete, ein Satz wie »das Nichts nichtet« sei nachprüfbar. DantoVsCarnap: ein Gefühl der Angst kennen wir alle. Warum sollte es weniger empirisch seien als das Sehen eines Tisches.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsHeidegger Derrida Vs Heidegger
 
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I 29
DerridaVsHeidegger: La verité en peinture: VsHeideggers Van-Gogh-Interpretation. Heidegger: erblickt Verläßlichkeit in der Festigkeit und Robustheit erbauen Schuhe. Derrida will weitergehen: er sieht eine Chiffre für die Verläßlichkeit des Seins. Das kann er aber nur, indem er zugleich die Verläßlichkeit der Bäuerin mitdenkt.
I 43
DerridaVsHeidegger: nicht konsequent auf seinem Weg, die Metaphysik zu verlassen. Er bleibt verhaftet, weil er vom Denken verlangt, der »Stimme des Seins« grausam zu sein. Das scheint eine Instanz vorauszusetzen, die spricht. Der christlichen Gott wird assoziiert. Andererseits ist die »Stimme des Seins« für Heidegger natürlich schweigsam, lautlos und wortlos.
I 124
DerridaVsHeidegger: beachtet die Differenz zwischen Mensch und Tier nicht genügend. Heidegger stellt die Hand als Organ des Zeigens als das eigene des Menschen heraus. - Heidegger: »was ist Welt ?«: »1. Der Stein ist weltlos 2. Das Tier ist weltarm 3. Der Mensch ist weltbildend.« - - -
Rorty III 202
Sprache/Urworte/DerridaVsHeidegger: seine Litanei ist nur seine eigene, keineswegs die von Europa. es gibt auch keinen "universellen Namen".
III 203
Vs Mythos von einer "verborgenen Sprache". (Vs überpersönliche Macht, die gewissen Worten Kraft
III 207
DerridaVsHeidegger/Rorty:: man kann Heideggers "wir" und der Falle, in die er lief - als er sich durch Affiliation an etwas größeres, als er selbst war, anlehnen wollte - durch das entgehen was Gasché (sein Biograph) "wilde private Gedankenspiele" nennt.
III 208
Metaphysik/Heidegger/Rorty: degradiert Sprache zum Sprachspiel, degradiert Winke zu Zeichen, Denken zu Metaphysik. DerridaVsHeidegger/Rorty:: das Problem besteht nicht darin, an das Wesen der Sprache zu rühren, ohne sie zu verletzen, sondern wie man sich einen eigenen Stil schafft, der es unmöglich macht, einen mit es seinen Vorgängern zu vergleichen.
Sprache /DerridaVsHeidegger/Rorty: hat sowenig eine "Natur" wie der "Mensch" oder das "Sein".
III 213
Ursprache/DerridaVsHeidegger: der Tag, an dem ein elementarstes Wort gefunden würde, an dem es nur eine mögliche Lektüre der "Karte von Oxford" gäbe, wäre eine Tragödie! Das Ende der Geschichte!
Rorty IV 124
DerridaVsHeidegger: "es wird keinen einzigartigen Namen geben, und sei es der des Seins".
IV 125
Heidegger geht nie über eine Gruppe von Metaphern hinaus, die ihm und Husserl gemeinsam sei. Diese Metaphern deuten darauf hin, dass wir alle tief im Innern über die "Wahrheit des Seins" verfügen! Rufen und Lauschen entgeht auch nicht dem Zirkel der wechselseitig explizierbaren Begriffe.
IV 137
Sein/DerridaVsHeidegger: das Sein hat immer nur »Sinn« gehabt, immer nur als in Seienden verborgenes gedacht. Die »differance« ist auf eine gewisse und äußerst sonderbare Weise »älter« als die ontologische Differenz oder als die Wahrheit des Seins.

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Evans Vs Heidegger
 
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Gareth Evans
Frank I 566
EvansVs"Prinzip der Selbstreferenz"/PdS/EvansVsHeidegger: die Tatsache, dass ich ein Ding bin, das denkt, wird also vom PdS bestätigt. Dass ich ein körperliches Ding bin,
Fra I 567
kann so nicht bestätigt werden! (EvansVsHeidegger). Die Inkohärenz der Vorstellung, dass ich von meinem Körper verschieden wäre, läßt sich durch das PdS gar nicht aufzeigen.
EvansVs"Prinzip der Selbstzuschreibung"/EvansVsHeidegger: erklärt nicht für sich allein das selbstbewusste Denken: der entsprechende Irrtum erklärt die Vorstellung, warum "ich" Gedanken angeblich einen Gegenstand garantieren sollen.
Um das zu widerlegen betrachten wir ein analoges Prinzip für das "du": die Kenntnis des Prinzips ist nicht hinreichend, um eine an einen selbst gerichtete "du" Bemerkung zu verstehen, denn man mag nicht wissen, dass man die angesprochene Person ist!
EvansVsHeidegger: vielleicht kann sie ermöglichen, die Vorstellung hervorzubringen, dass ich das Subjekt meiner Gedanken bin?
Aber dies ist keine angemessene Antwort auf die Frage; "Was bin ich?"
Das ist bloß formal. Ein Hilfsmittel.
Das Prinzip kann nicht dazu verwendet werden, zu bestimmen, was in irgendeiner Instantiierung x ist: z.B. ob x körperlich ist oder nicht.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsHeidegger Habermas Vs Heidegger
 
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I 165
Subjektphilosophie: Hegel und Marx hatten sich bei dem Versuch, sie zu überwinden, in deren eigenen Grundbegriffe gefangen. Dieser läßt sich gegen Heidegger nicht erheben, wohl aber ein ähnlich schwerwiegender Einwand. Er löst sich so wenig von den Problemvorgaben des transzendentalen Bewusstseins, daß er ihre Begriffe nur auf dem Wege abstrakter Negation sprengen kann. Doch der »Brief über den Humanismus« (Resultat einer zehnjährigen Nietzscheinterpretation) beruft sich wesentlich auf Husserls Phänomenologie.
I 178
HabermasVsHeidegger: beschreitet den Weg zu einer kommunikationstheoretischen Antwort freilich nicht. Er entwertet nämlich von vornherein die Strukturen des lebensweltlichen Hintergrundes als Strukturen einer durchschnittlichen Alltagsexistenz, des uneigentlichen Daseins. Daher kann er die Analyse des »Mitseins« nicht fruchtbar machen. Mit der Analyse der Sprache beschäftigte sich erst, nachdem er seine Analysen in eine andere Richtung gelenkt hat. »Wer« des Daseins: kein Subjekt, sondern ein Neutrum, das Man.
I 179
HabermasVsHeidegger: Welt: wenn es darum geht, die Welt als Prozess aus sich selber begreiflich zu machen, fällt er in die subjektphilosophischen Begriffszwänge zurück. Denn das solipsistisch angesetzte Dasein besetzt wiederum den Platz der transzendentalen Subjektivität. Dem Dasein wird die Autorschaft für das Entwerfen der Welt zugemutet.
I 180
Die klassische Forderung der Ursprungsphilosophie nach Letztbegründung und Selbstbegründung wird nicht etwa abgewiesen, sondern im Sinne einer zum Weltentwurf modifizierten Fichteschen Tathandlung beantwortet. Das Dasein begründet sich aus sich selbst. So begreift Heidegger die Welt als Prozess wiederum nur aus der Subjektivität des Selbstbehauptungswillens. Das ist die Sackgasse der Subjektphilosophie. Dabei spielt keine Rolle, ob erkenntnistheoretischen Fragen oder Frage nach dem Sein der Primat eingeräumt wird. Die monologische Ausführung von Absichten, d.h. Zwecktätigkeit, gilt als primäre Form des Handelns. (VsKommunikation). Die objektive Welt bleibt der Bezugspunkt. (Modell der Erkenntnisbeziehung).
I 182
HeideggerVsNietzsche »Umdrehung des Platonismus«: HabermasVsHeidegger: genau dieses wendete Heidegger nun selbst als Lösung an. Er stellt die Ursprungsphilosophie auf den Kopf, ohne sich von deren Problemvorgaben zu lösen. HabermasVsHeidegger: Geradezu welthistorische Bedeutung der Kehre: Temporalisierung des Seins. Entwurzelung der propositionalen Wahrheit und Entwertung des diskursiven Denkens. Nur so kann sie den Anschein erwecken, als entginge sie den Paradoxien jeder selbstbezüglichen Vernunftkritik.
I 183
HabermasVsHeidegger: verkennt, dass der ans Seiende herangetragene Horizont des Sinnverstehens der Wahrheitsfrage nicht vorausliegt, sondern seinerseits untersteht. Ob die Gültigkeitsbedingungen faktisch erfüllt sind, sodass Sätze auch funktionieren können, hängt nicht von der Sprache ab, sondern vom innerweltlichen Erfolg der Praxis. HabermasVsHeidegger: selbst die letzte Kontrollinstanz einer wie auch immer objektiven Welt geht durch die Kehre verloren: die vorgängige Dimension der Unverborgenheit ist ein anonymes, Unterwerfung heischendes, kontingentes, den Verlauf der konkreten Geschichte präjudizierendes Seinsgeschick.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsHeidegger Kant Vs Heidegger
 
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KantVsHeidegger/Kant: Sein ist kein "reales Prädikat"
(Quelle: wo?)
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsHeidegger Luhmann Vs Heidegger
 
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AU Kass.8
Andere Unterscheidung: Vernunft/Leben! (nicht Leben/Tod). Leben romantisch als irrational, unmittelbar, nicht über Gesetze vermittelt verstanden. Das läuft durch bis Heidegger. (Unmittelbarkeit/Mittelbarkeit als Charakterisierung des Weltverhältnisses).
AU Kass.9
LuhmannVsTradition: gegen die Vorstellung der Ontologie, daß Zeit etwas sei, "was es gibt". (VsHeidegger?).

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
VsHeidegger Quine Vs Heidegger
 
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Willard V. O. Quine
V 127
Identität/Alltagssprache/Individuation/Referenz/Quine: auch die Identität ist ein Teil unseres referentiellen Apparats, aber in der Alltagssprache undeutlich, weil wir sie gebrauchen ohne klares Individuationsprinzip. Bsp Haben zwei Fassungen eines Romans denselben Helden? Wie unähnlich dürfen die Helden sein? Oder Bsp wie unähnlich dürfen die Fassungen sein, um noch als Fassungen desselben Romans zu gelten?
Bsp War Baal der Teufel? Bsp Verehrten die Indianer Gott, indem sie den Großen Geist verehrten?
Identität/mögliche Welten/MöWe/Quine: alle diese Beispiele fallen unter die Frage der Querwelteinidentität. Identität in verschiedenen MöWe.
Anders:
Attribute/Identität/Quine: Bsp wenn Attribute koextensiv sind, sind sie nicht notwendig dasselbe Attribut. Wann sind sie es aber doch?
falsche Lösung: manche sagen, bei „notwendiger Koextensivität“ seien die beiden Attribute identisch.
QuineVs: das verschiebt nur das Problem.
Ontologie/QuineVsHeidegger: wir klären ontologische Unklarheiten nicht dadurch, dass wir die Alltagssprache beim Wort nehmen und sichten. (>Existenz, > Wert einer gebundenen Variablen).
((s) Primat der Sprache nicht in der Ontologie).
V 128
Lösung/Quine: es geht umgekehrt: man denkt sich etwas aus, und richtet die Sprache danach aus! Existenz/Ontologie/Sprachlernen/Quine: das Vorhandene ist genetisch nichts anderes als ein Ineinander von grammatischen Analogien, durch die die Unterschiede der Lernformen verdeckt werden. Im Mittelpunkt steht die Rede von Körpern. Ontologie beginnt mit der Verallgemeinerung von Körperkunde. (s.o.: Bsp Farbwörter, die sich wie man lernt – doch nicht auf Einzeldinge beziehen).
Die Grammatik wird dadurch vereinfacht, die Ontologie vervielfacht.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsHeidegger Rorty Vs Heidegger
 
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Richard Rorty
III 195
Dichtung/Philosophie/RortyVsHeidegger: konnte als Philosoph kein Dichter werden, weil er sich selbst nicht als vorläufig ertragen konnte. Er wollte einen Schlusspunkt bilden.
III 197
Sprache/Heidegger: er glaubte, er kenne Worte, die Klang für alle hier im modernen Europa haben oder haben sollten. RortyVsHeidegger: man muss erkennen, dass es solche Wörter überhaupt nicht und zu keiner Zeit gibt. Sie wären vollkommen nutzlos für Leute, die seine Assoziationen nicht teilen oder andere Erfahrungen haben. ((s) >Urworte, Goethe).
Geschichte/Kontinuität/Rorty: die Vorstellung von einer Krise der Geschichte setzt voraus, was sie zerstören will: die Idee einer Kontinuität. (VsHeidegger).
III 198
Dichtung/Sprache/RortyVsHeidegger: er hat recht, wenn er sagt, dass Dichtung zeigt, was Sprache sein kann, wenn sie kein Mittel zum Zweck mehr ist, aber er irrte sich, als er dachte, es könne ein universelles Gedicht geben. Sprache/Klang/Sprachklang/RortyVsHeidegger: Phoneme sind wichtig, aber kein einziges Phonem ist für sehr viele Menschen sehr lange wichtig. ((s) > Ursprache).
III 199
Geschick/Schicksal/RortyVsHeidegger: weder Europa noch die Menschen im allgemeinen haben ein Geschick.
III 204
RortyVsHeidegger: füllt in Sein und Zeit Nietzsche Wein in Kantische Schläuche. (Zu diskursiv, entgegen seinen eigenen Absichten). Er sagt Dinge, die von Nietzsche stammen, in einem Universitätsstil.
IV 79
HeideggerVsNietzsche/Rorty: versucht ihn zu übertreffen, indem er ihn selbst als den Letzten der Metaphysiker liest. RortyVsHeidegger: gehört zu denen, die Nietzsche als »asketischer Priester« bezeichnet.
IV 80
Heidegger versucht, das Abendland einzukapseln, sich etwas Ganz Anderem zuzuwenden. Nicht anders als Platon, wenn er versucht, eine übersinnliche Welt zu schaffen, von der aus der auf Athen herab blicken kann.
IV 142
RortyVsHeidegger: falsche Sehnsucht nach einem Griechentum. Sinnlose Sehnsucht nach elementaren griechischen Worten. Wir müssen unsere eigenen Worte schaffen. - - -
VI 140
Wissen/RortyVsHeidegger : trägt dazu bei, dass wir daran festhalten, unser Wissen "gründe" irgendwie in unseren nichtsprachlichen kausalen Interaktionen mit dem übrigen Universum, anstatt einfach zu sagen, dass diese Interaktionen zu den Ursachen unseres Wissens gehören. zuhanden/vorhanden/RortyVsHeidegger: (mit Brandom und Mark Okrent): das Vorhandene ist bloß eine Spezialfall des Zuhandenen, wie Wörter ein Spezialfall von Werkzeugen sind.
I 390
RortyVsHeidegger: seine Auswahl der Philosophen, mit denen er die "Geschichte des Seins" möblierte, stammte aus den Promotionsordnungen der damaligen Zeit! Es ist ein wenig verdächtig, dass sich das "Sein" so sehr nach dem Lehrplan gerichtet haben sollte.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Tugendhat Vs Heidegger
 
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Habermas I 182
TugendhatVsHeidegger: dadurch, daß er das Wort Wahrheit zu einem Grundbegriff macht, übergeht er gerade das Wahrheitsproblem. - - -
Tugendhat I 88
TugendhatVsHeidegger: Sein: in allen Sprachen mehrdeutig. Heidegger war völlig naiv, das nicht vorher zu untersuchen. Def veritatives Sein: Bsp "Es ist der Fall, dass", "So ist es, wie du sagst, Sokrates.."
I 90
Erschlossenheit: alle Erschlossenheit, die sich in Aussagen artikuliert, ist insofern eine Erschlossenheit von (veritativem) Sein.
I 91
Heidegger/Tugendhat: hat sich nicht darüber Rechenschaft gegeben. Es erschien ihm selbstverständlich, mit der gegenständlichen Tradition zu sagen, dass alles Sein ein Sein von Seienden sei, obwohl dies auf das veritative Sein ("Wenn etwas der Fall ist, ist es auch wahr") gar nicht passt, geschweige denn auf den erweiterten Begriff. (TugendhatVsHeidegger).
I 92
Erschlossenheit/Heidegger: ursprüngliche Erschlossenheit ist überhaupt nicht auf Gegenstände bezogen. Dabei meinte er mit „Gegenständlichkeit“ in Sein und Zeit "Vorhandenheit", nicht nur das, wofür singuläre Termini stehen, sondern die gesamte ontologische Perspektive, die sich aus der Orientierung an einer Aussage ergibt. Vorsprachlich.
I 104
TugendhatVsHeidegger: das widerspricht der zentralen Bedeutung, die Heidegger der Sprache beimaß ("Die Sprache ist das Haus des Sein"). Heidegger fiel auf das Niveau primitivster Sprachtheorien zurück, indem er die Bedeutung des Wortes für die Entschlossenheit des Seienden hervorhob.
II 65
Sein/Heidegger: der Gehalt jenes universalen Existenzsatzes als Ermöglichung allen "ist"-Sagens ist quasi der Inbegriff des Seins. TugendhatVsHeidegger: dieser Sinn bleibt unklar. Zweideutigkeit: "das Sein und das Nichts" ist in seinen Formulierungen schließlich doch übergegangen in "Das Sein und das Nichtsein".
Durch diese Zweideutigkeit ist es ihm auch nicht gelungen, die Differenz zwischen seiner Position und der traditionellen Ontologie deutlich zu machen.
II 109
Anführungszeichen/Heidegger: seine Anwendung von Anführungszeichen ist nicht einheitlich. Sein/Platon: "..was ihr eigentlich meint, wenn ihr den Ausdruck "seiend" gebraucht.."
TugendhatVsHeidegger: er lässt die Anführungszeichen weg! Verfälschung! Man kann nun darüber streiten, ob er den Sinn des Wortes oder den Sinn von Sein meint.
TugendhatVsHeidegger: typisch: er macht unauffällige Verschiebungen von harmlosen Ausgangspositionen mit erheblichen Konsequenzen.
II 110
Sinn des Seienden/Heidegger/Tugendhat: kein anderer Ausweg, als von zwei verschiedenen Arten des Sinns zu sprechen: Sinn1 und Sinn2. Wenn Heidegger nun nach dem Sinn von Sein fragt, fragt er nach dem Sinn2 von einem Sinn1 des Wortes. Er fragt nach dem Sinn2 (was jedenfalls nicht der Sinn eines Wortes ist) von etwas, was wir meinen, wenn wir vom Sein eines Seienden sprechen. Und was dieses etwas ist, wird offengelassen. TugendhatVsHeidegger: er hat sich sogar damit begnügt, die Wörter, die ihm und uns die wichtigsten sein müssten, im Unklaren zu lassen.
II 111
Def Sinn/Heidegger: "Das Woraufhin des Entwurfs, aus dem her etwas als etwas verständlich wird." Sinn hat nur das Dasein, sofern es erschlossen ist. Def Welt/Heidegger: Das "Woraufhin" des Verstehens
Def Worumwillen des Daseins/Heidegger: dessen eigenes Sein, das auf die eine oder andere Weise entworfen wird.
TugendhatVsHeidegger: Frage: inwiefern ist irgendetwas, auf das wir uns beziehen können, nicht sinnhaft? Heidegger hatte hier eine andere Bedeutung von "Sinn" verwendet, nämlich etwas wie den Zweck von Wörtern. So kann man wohl vom Sinn des Menschen sprechen, aber nicht vom Sinn des Seins.
Sinn von Sein/Heidegger: nichts hinter dem Sein, sondern im Dasein.
TugendhatVsHeidegger: suggerriert, dass dasselbe Sein einmal erschlossen sein kann, und einmal nicht.
II 112
Tugendhat: ist etwas, worauf wir uns beziehen können, nicht immer erschlossen? Sinn von Sein/Heidegger: Zeit. Wie das, was seit den Griechen unter "Sein" verstanden wurde: "Anwesenheit", "Gegenwart", "Präsenz".
TugendhatVsHeidegger: Gegenwart wird nicht erst dadurch erschlossen, dass sie im Horizont der Zeit gesehen wird, sie ist von vornherein in diesem Horizont. Das könnte nur von jemand übersehen werden, der ganz und gar in "Anwesenheit" versenkt ist. Und genau das hat Heidegger der antiken Philosophie vorgeworfen!
II 113
Aber es gibt einfach Worte (wie "Gegenwart", "Zeit") die wir nur im Zusammenhang mit anderen Worten verstehen.
II 115
Verstehen/Heidegger: alles menschliche Verstehen ist primär ein Seinsverstehen. Es reicht über Sprache hinaus. TugendhatVsHeidegger: er hat folgende Spannung nicht gesehen: einerseits soll Sein Sein von Seiendem sein, andererseits ist er am "ist" orientiert und verbindet das mit der These, dass alles Verstehen Seinsverstehen ist.
II 116
Bsp "Es ist so, dass es regnet" hier kann man sagen, das "ist" beziehe sich auf den Sachverhalt, und das ist eben auch ein Seiendes. Das geht aber nicht bei Einhörnern. Tugendhat: weshalb soll man sich so verrenken?
Bsp (von Heidegger): "Der Himmel ist blau". Frage: Auf welches Seiende bezieht sich das "ist" auf den Himmel, oder auf das, was mit "blau" gemeint wird, oder auf beides?
So liegt es nahe, die Orientierung am Seienden wegzulassen und nur noch vom Sein zu sprechen.
II 121
TugendhatVsHeidegger: sein Wille zum klaren Durchdenken eines einmal Erschauten war gering. Heidegger hat durchaus einiges neu gesehen, zwei Themen scheinen erhaltenswert.
II 123
Stimmung/Heidegger: die primäre Weise, in der wir auf die Welt "im ganzen" bezogen sind. Sein hat keinen intentionalen Gehalt (!), es ist richtungslos. ("Angst", "Entzug") richten sich auf das "Seiende im Ganzen". TugenhatVsHeidegger: hier taucht quasi wieder ein substantiviertes "Nichts" auf: ein (unmöglicher) negativer Existenzsatz: "Es gibt nichts, woran ich mich halten kann".
II 124
Sein/später Heidegger: das "von allem Seienden sich unterscheidende", "schlechthin Andere zu allem Seienden". Das hätte in "Sein und Zeit" noch gar nicht so formuliert werden können. Das "Sein" ist jetzt die "Welt". Es steht nicht mehr für "ist" sondern für "es gibt".
TugendhatVsHeidegger: ich sehe keinen Anhalt für die mitschwingende These, dass alles Verstehen von diesem Sein her verstanden werden kann. Alles andere als klar.
II 129
Griechischer Seinsbegriff/TugendhatVsHeidegger: Heidegger wendet einen Taschenspielertrick an: es fragt sich, ob er sich des Schwindels eigentlich bewusst war. "ousia" gehört zum Stamm von "einai". Ousia = "Seiendheit" vorphilosophisch: "Eigentum", "Haus", "Hof". Heidegger übersetzt mit "Anwesen" und projiziert zurück. In Sein und Zeit behauptet er: "pareinai" = "Seinbei" und könnte als "Anwesen" übersetzt werden, aber die Gleichsetzung von ousia mit parousia ist schlicht falsch!
II 130
Zeit/Heidegger: die Zeitlichkeit des Daseins ist ursprünglicher als die von Heidegger sogenannte "vulgäre" Zeit. (Mit einem Verhältnis von "früher" und "später"). Zukunft/Heidegger: das Sichverhalten zum eigenen Sein muss man als Zukunftsbezug sehen.
II 131
Wortspielerei: "Zu-Kunft" als das, was schon für das Sein feststeht im unterschied zur unbestimmten Zukunft. TugendhatVsHeidegger: aber diese vulgäre Zeit muss trotzdem vorausgesetzt werden. Natrülich beziehe ich mich in jedem wachen Moment meines Lebens auf die bevorstehende Zeit.
II 131
Zeit als Sinn des Seins/Zeit/Zu-Kunft/Heidegger: er versuchte, eine eigentümliche "Bewegtheit" des Daseins zu konstruieren, anders als das übrige Seiende. Das musste fehlschlagen.
II 132
TugendhatVsHeidegger: die Übertragung einer Struktur, die wesensmäßig bewusstseins- oder daseinsmäßig ist auf irgendetwas anderes - und sei es auch das Sein - ergibt keinen Sinn!
II 132
Kehre/Heidegger: lässt sich als Versuch verstehen, die "Bewegtheit" , die in der Zeitlichkeit des Daseins liegt, in das Sein selbst zu projizieren bzw. jetzt auf beiden Seiten anzusiedeln. Dabei spielen die Begriffe "Welt" und der angeblich ursprüngliche Wahrheitsbegriff der "Unverborgenheit" bzw. "Entdecktheit" eine Rolle.
II 133
Das Dasein hat seine Bewegtheit nur aus der Bewegtheit des Seins, aus der so verstandenen Zeit als Sinn des Seins. Seinsvergessenheit: HeideggerVsMetaphysik: die angeblich das eigentliche Sein vergessen hat und nur das Sein von Seiendem sieht.
II 134
TugendhatVsHeidegger: die neue "Bewegtheit des Seins" (verstanden aus der Bewegtheit des Daseins) ist der Knackpunkt der "Kehre". Tugendhat: das scheitert: Das Sich Beziehen auf des Daseins ist ein Phänomen sui generis. Es ist eine Erweiterung der Husserlschen Intentionalität (von Heidegger selbst auch so gesehen) sowohl in Richtung Welt wie in Richtung Zeitlichkeit.
TugendhatVsHeidegger. wir haben aber keine Möglichkeit, eine etwas spiegelbildliche Entsprechung aufseiten des Seins in Auge zu fassen. Alle Worte stehen für genau den Prozess, der sich in der "vulgären" Zeit abspielt!
Heidegger: möchte, dass das Dasein zeitlich und doch nicht prozesshaft sei. Das ist widersprüchlich. Ein Hervorgehen, das kein Hervorgehen in der "vulgären" Zeit ist, gibt es nicht.
Heideggers Reaktion auf diese Widersprüche war eine quasi religiöse Haltung, deren praktisches Pendant die "Gelassenheit" war.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988
VsHeidegger Verschiedene Vs Heidegger Derrida I 44
Paul de ManVsHeidegger: Heidegger zitiert Hölderlin »wie ein Gläubiger die Heilige Schrift zitiert«.
Derrida I 87
»Lichtung des Seins« usw.. RicoeurVsHeidegger: das ist eine Rückkehr der Metapher in einem sich nicht mehr als metaphysisch verstehenden Denken.
(+ I 98,99)
Heidegger: Präsenz umfaßt Gegenwart und Zukunft. FigalVsHeidegger: das legt nahe, Zukunft und die Wesenheit als Modifikationen der Präsenz zu fassen. Ihre dreifachen Gliederung hätte sich als Eigentümlichkeit des alltäglichen Daseins erwiesen. Damit hätte die am alltäglichen Dasein herausgearbeitete Zeitlichkeit selbst überschritten werden müssen. Schwierigkeit: es ist unmöglich, der Ursprungslogik seines Programms entsprechend die Philosophie aus der analog zur Aristotelischen Phronesis gedachten Alltäglichkeit des Daseins verständlich zu machen. Dazu hätte sich die die dreifach gegliederte Zeitlichkeit auch als die Zeit der Philosophie (und nicht nur der Alltäglichkeit) interpretieren lassen müssen. So ist die Philosophie nicht mehr aus der Struktur des alltäglichen Daseins zu erklären. Damit ist das Programm der Fundamentalontologie gescheitert.
II 101
JaspersVsHeidegger: Heideggers Philosophie ist »ihrem Wesen nach unfrei, diktatorisch, kommunikationslos.
II 127
VsHeidegger: Dasein: Mensch ist nicht Subjekt, degradiertes Bewußtsein. Antihumanismus.
II 161
Tod als Möglichkeit: die Möglichkeit der Unmöglichkeit jeglichen Verhaltens zu...-- bietet keinen Anhalt, auf etwas gespannt zu sein..VsHeidegger: bloßer semantischer Trick.
Spielel-Interview R. Augstein Heidegger 1966/1976
Kunst/Augstein: "die moderne Kunst versteht sich oft als experimentelle Kunst, Ihre Werke sind Versuche..."
Kunst/Heidegger: "Ich lasse mich gern belehren". - "Die große Frage ist, wo steht Kunst? Welchen Ort hat sie? Kunst/AugsteinVsHeidegger: gut, aber dann verlangen sie etwas von Kunst, was sie vom Denken ja auch nicht mehr verlangen. Heidegger: ich verlange nichts von der Kunst, Ich sage nur, es ist eine Frage, welchen Ort sie einnimmt. AugsteinVsHeidegger: weil die Kunst ihren Ort nicht kennt, ist sie deshalb destruktiv? Kunst/Heidegger: Gut, streichen sie es. Ich möchte aber feststellen, daß ich das Wegweisende der modernen Kunst nicht sehe, zumal dunkel bleibt, wo sie sie das Eigenste der Kunst erblickt oder wenigstens sucht.
AdornoVsHeidegger: ~das "Leben an sich" gibt es nicht, und niemand darf, wie Heidegger, seine Reste mit dem "Absoluten" verwechseln.





De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993
VsHeidegger Nominalismus Vs Heidegger
 
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Rorty II 125
NominalismusVsHeidegger/Rorty: Wörter wie »Physis« oder »Wesen« sind nicht »elementarer« als Wörter wie »Rosenkohl« oder »Fußball«.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Heidegger Vs Nietzsche, Fr.
 
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Habermas I 180
HeideggerVsNietzsche »Umdrehung des Platonismus«: HabermasVsHeidegger: genau dieses wendete Heidegger nun selbst als Lösung an! Er stellt die Ursprungsphilosophie auf den Kopf, ohne sich von deren Problemvorgaben zu lösen. - - -
II 87
VsNietzsche: die steigert die Subjektivität, indem er das Subjekt als unbedingten Willen zur Macht restlos verdiesseitigt. - - -
Rorty III 68
HeideggerVsNietzsche/Rorty: umgekehrter Platonismus: romantischer Versuch, das Fleisch über den Geist, das Herz über den Kopf, mythischen »Willen« über genauso mythische »Vernunft« zu erheben.
Rorty III 179
HeideggerVsNietzsche/Rorty: "umgekehrter Platoniker". Drang, sich an ein Höheres anzuschließen.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHeidegger Derrida Vs Verschiedene
 
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I 50
DerridaVsLogozentrismus: Zwiespalt zwischen dem »Sagen-wollen« und dem unbeabsichtigt durch die Art der Beschreibung Kundgegebenen. Derrida versucht einen Punkt zu finden außerhalb: das »Exorbitante«.
Derrida I 88
»Lichtung des Seins« usw.. RicoeurVsHeidegger: das ist eine Rückkehr der Metapher in einem sich nicht mehr als metaphysisch verstehenden Denken. DerridaVsRicoeur: dreht diese Kritik um. Indem die Metapher verschleißt, zieht sie sich zurück. Wiederkehr in veränderter Gestalt.
VsDerrida: er übersieht, daß »Verschleiß« wieder eine Metapher ist. - Das Denken in seinem Bezug zur Metapher ist nicht festzustellen oder zu identifizieren.
I 139
DerridaVsMarx: zu sehr von Aufklärung abhängig. Derrida dekonstruiert Marx und führt den Begriff "Messianik" im Unterschied zu Messianismus ein.
I 150
DerridaVsMauss: bemerkt nicht den Widerspruch zwischen Gabe und Tausch, weil zwischen Gabe und Gegengabe jeweils ein Aufschub liegt. Daher spricht Mauss nicht von der Gabe sondern in Wirklichkeit vom zirkulären Tausch.
Habermas I 194
Derrida: kritisiert die Herrschaft des Logos, der stets dem gesprochenen Wort innewohnt. DerridaVsPhonozentrismus: verkappte Gestalt des Logozentrismus des Abendlandes. Die Metapher vom Buch der Natur als schwer zu dechiffrierende Handschrift Gottes. Jaspers: »die Welt ist die Handschrift einer anderen, niemals völlig lesbaren Welt; allein die Existenz entziffert sie.«.
Habermas I 203
DerridaVsPlatonisierung der Bedeutung.
Habermas I 234
DerridaVsNew Criticism (Formalismus), VsStrukturalistische Ästhetik

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988