Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ethik Hume Stegmüller IV 167
Ethik/Hume: These: an den Handlungen selbst ist kein Merkmal zu erkennen, welches es gestatten würde, zu unterscheiden, ob sie zu rechtfertigen sind, oder nicht. - ((s) > Ethik/Harman) - Stegmüller: aber es lassen sich sogar präskriptive Stellen bei Hume finden.
Stegmüller IV 243
Ethik/Moral/Hume: These: 1. Angesichts knapper Ressourcen müssen die Menschen kooperieren um überleben zu können -
2. HumeVsHobbes: allen Menschen ist Sympathie eigen - wäre freilich alles im Überfluss vorhanden, wäre die Respektierung fremden Eigentums überflüssig.
IV 245
Die entscheidende Treibkraft ist das Eigeninteresse.
Stegmüller IV 247
Ethik/Moral/Hume: Bsp die beiden Ruderer: 1. Reines Koordinationsproblem: - 2. Keiner will sich anstrengen - Stabilisierung der Kooperation: 1. Nur künstliche Tugend wird vorausgesetzt - 2. Keine sprachliche Kommunikation - 3. Nur rationaler Egoismus - Bsp Hilfe bei der ernte: der erste hilft dem anderen - dann zeitliche Verzögerung: der zweite hilft dem anderen nicht. - > Trittbrettfahrerproblem - > Sanktionen.
Stegmüller IV 283
Vernunft/Moral/Ethik/Hume/Stegmüller: die Vernunft kann niemals das Motiv für oder gegen eine Handlung sein - Leidenschaften und Vorlieben sind logisch unabhängig von Schlussfolgerungen. - Dennoch gibt es praktisch-vernünftige Präferenzen - Mackie: auch Leidenschaftslosigkeit erlaubt keine klare Sicht der Dinge.
Stuhlmann-Laeisz I 64
Ethik/Hume: bei ihrer Begründung müssen immer schon moralische Aussagen vorausgesetzt werden.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

SL I
R. Stuhlmann Laeisz
Philosophische Logik Paderborn 2002

Stuhlmann II
R. Stuhlmann-Laeisz
Freges Logische Untersuchungen Darmstadt 1995
Freiheit Kant Adorno XIII 196
Freiheit/Kant/Adorno: bei Kant ist die Herrschaft der Kausalität eingeschränkt auf das (sic) Bereich der Natur, aber das Bereich des Geistes, soweit es sein einheimisches Reich ist, soweit also die Menschen handeln und in ihrem Handeln ihre Vorstellungen verwirkliche, soll das Reich der Freiheit sein. Dabei ist das innerste Prinzip der Freiheit dieselbe Vernunft, aufgrund derer die Kausalität als eine Kategorie sich selber auch konstituiert. Das ist das Einheitsmoment innerhalb dieses Dualismus bei Kant.
Adorno XIII 252
Freiheit/Kant/Adorno: wenn in der Kantischen Geschichtsphilosophie die Idee der Freiheit nur durch den Antagonismus der Interessen vermittelt werden kann und die empirischen Menschen radikal böse genannt werden, ist diese Lehre dem Hobbes unmittelbar verpflichtet, obwohl Kant sicher mit Hobbes wenig zu tun haben wollte. HegelVsHobbes: die Hegelsche List der Vernunft, als die Lehre, dass die vernünftige Einrichtung der Gesellschaft sich durch die Interessen der Menschen, aber gleichsam über deren Kopf hinweg durchsetze, ist die strengste Konsequenz daraus.

I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Gesellschaft Fukuyama Brocker I 809
Gesellschaft/FukuyamaVsLocke/FukuyamaVsHobbes/Fukuyama: der Anfang und der Kern einer liberalen Gesellschaft ist nicht die wechselseitige Anerkennung des Rechts auf Leben und Eigentum, sondern die wechselseitige Anerkennung der Würde des Anderen. ((s) Siehe Anerkennung/Honneth). Staat/Fukuyama: Der liberale Staat ist historisch betrachtet die Staatsform, die diese miteinander in Wettbewerb stehenden Ansprüche am ehesten zum Ausgleich bringt, weil er auf dem Prinzip der Anerkennung beruht. Dieser liberale Staat ist als universeller Staat zu denken, in dem alle Menschen anerkannt sind, und er ist als homogener Staat zu denken, in dem soziale Unterschiede weitgehen eingeebnet sind. Mit seiner weitgehenden Durchsetzung endet die Möglichkeit eines universalgeschichtlichen Prozesses („end of history“). Siehe Posthistoire/Fukuyama, Universalgeschichte/Fukuyama, Mensch/Fukuyama, Anerkennung/Fukuyama.
Brocker I 810
Problem: das liberal-demokratische System muss zwei widerstrebenden Anforderungen genügen: a) Es muss die wechselseitige Anerkennung der Gleichwertigkeit aller verwirklichen (Universalismus) b) Es sieht sich mit dem permanenten Streben der Menschen
Brocker I 811
konfrontiert, besser sein zu wollen als der Andere.

Anja Jetschke, „Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

PolFuku I
Francis Fukuyama
The End of History and the Last Man New York 1992

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Hegel Honneth Brocker I 791
Hegel/Honneth: Hegels Jenaer Programm (1) muss als Bruch mit dem sozialphilosophischen Mainstream seiner Zeit verstanden werden; dieser war in seinem Verständnis sozialer Beziehungen vom Paradigma des „Kampfes um Selbsterhaltung“ dominiert gewesen. (HegelVsMachiavelli, HegelVsHobbes). Honneth: Dagegen rückt bei Hegel eine komplexere Logik der Praxis in den Vordergrund, nämlich diejenige, die sich aus dem „Kampf der Subjekte um die wechselseitige Anerkennung ihrer Identität“ (2) heraus entfaltet. Dabei geht es den Subjekten nicht mehr ausschließlich um knappe Ressourcen für das eigene Überleben, sondern um die eigene Identität bzw. um die Gewinnung einer positiven Selbstbeziehung. Siehe Identität/Honneth.
Brocker I 792
HonnethVsHegel: dieser hat mit seiner bewusstseinsphilosophischen Wende (die bereits in den Jenaer Schriften anhebt) letztlich die entscheidenden Anregungen seiner anerkennungstheoretischen Konzeption unbenutzt gelassen. Siehe Anerkennung/Honneth.

1. Vgl. G.W.F. Hegel, Jenaer Schriften 1808-1807 Frankfurt, 1986.
2. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S.11

Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Honn I
A. Honneth
Das Ich im Wir: Studien zur Anerkennungstheorie Frankfurt/M. 2010

Honn II
Axel Honneth
Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte Frankfurt 2014

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Hobbes Hegel, G. W. F. Brocker I
Hobbes/Hegel/HegelVsHobbes/Honneth: Hegel kritisiert Hobbes individualistischen Ansatz einer Gesellschaft, die durch einen Kampf der Individuen gegeneinander ausgeht und den Aspekt eines Kampfes der Individuen um wechselseitige Anerkennung vernachlässige. Honneth: dabei integriert Hegel jedoch den „negativen, konfliktuösen Charakter“ (1) gesellschaftlichen Zusammenlebens in
Brocker I 793
die eigene Perspektive. Gleichzeitig wendet er sich aber in ein kritisches Argument gegen das Selbsterhaltungsparadigma um (Siehe Hegel/Honneth). Honneth: Hegel argumentiert also mit Hobbes gegen Hobbes, indem er das Motiv des Kampfes übernimmt, es aber mit einer ganz anderen Theorietradition, insbesondere mit der Ankerkennungstheorie von Fichte, verknüpft. (2) Siehe Anerkennung/Honneth, Hegel/Honneth, Intersubjektivität/Hegel.


1. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S. 27.
2. Ebenda S. 32.

Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Identität Honneth Brocker I 791
Identität/Honneth: (Honneth bezieht sich hier auf Hegel frühe Jenaer Schriften, Siehe Hegel/Honneth): es geht Individuen in sozialen Interaktionen immer auch um die eigene Identität bzw. um die Gewinnung einer positiven Selbstbeziehung. (2) Da nämlich eine solche immer nur vermittelt durch andere erreichbar sei, seien Menschen auch in ihren Identitätsansprüchen darauf verwiesen, diese gesellschaftlich, in der Interaktion, und das heißt immer auch: im Konflikt mit anderen durchzusetzen. Intersubjektivität/Identität/HegelVsHobbes/Honneth: diese Grunderfahrung vom konflikthaften Charakter sozialer Beziehungen bezieht Hegel nun anders als Hobbes nicht auf Selbsterhaltungsmotive, sondern auf „moralische Antriebe“ (3) und vor allem „auf die Erfahrung einer Verletzung moralischer Ansprüche“ (4). Siehe auch Hegel/Honneth, Anerkennung/Honneth.


1. Vgl. G.W.F. Hegel, Jenaer Schriften 1808-1807 Frankfurt, 1986.
2. Vgl. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S.11
3. Ebenda S. 12.
4. Ebenda S. 230.

Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Honn I
A. Honneth
Das Ich im Wir: Studien zur Anerkennungstheorie Frankfurt/M. 2010

Honn II
Axel Honneth
Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte Frankfurt 2014

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Intersubjektivität Hegel, G. W. F. Brocker I 792
Intersubjektivität/Hegel/Honneth: Honneth liest aus Hegels frühen Jenaer Schriften (1) einen Ansatz zu einer Abkehr von der individualistischen Sicht seiner Zeitgenossen (HegelVsHobbes, siehe Hegel/Honneth), die von einem Kampf der Individuen um knappe Ressourcen ausgingen, statt einen sozialen Kamp um gegenseitige Anerkennung (siehe Anerkennung/Honneth) anzunehmen. Honneth: Hegel wollte den theoretischen Blick für die „Intersubjektivität des öffentlichen Lebens“ schärfen, wie sie etwa in der antiken griechischen Philosophie im Zentrum der Aufmerksamkeit stand. (3)
Gesellschaft/Hegel: diese neoklassische ethisch-sittliche Grundorientierung verbindet Hegel aber mit einem genuin modernen Verständnis von Gesellschaft. Entscheidend dabei sei a) Hegels aus der englischen Nationalökonomie übernommener moderner Realismus, der die Gegebenheiten einer durch formelles Recht integrierten „marktvermittelten Produktion und Distribution von Gütern“ (4) als Bedingungen betrachtet; b) ergeben sich für Hegel die sittlichen Verhältnisse einer Gesellschaft „nicht mehr einfach aus der zugrunde gelegten Natur des Menschen, sondern aus einer besonderen Art der Beziehungen zwischen ihnen.“ (5)


1. Vgl. G.W.F. Hegel, Jenaer Schriften 1808-1807 Frankfurt, 1986.
2. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S.11
3. Ebenda S. 20, 21.
4. Ebenda S. 21
5. Ebenda S. 31
Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Menschen Fukuyama Brocker I 808
Mensch/Anerkennung/Geschichte/FukuyamaVsHobbes/FukuyamaVsLocke/FukuyamaVsRousseau//Fukuyama: Fukuyama These: Geschichte kann letztlich zwar als Fortschritt in Richtung auf die Durchsetzung von Demokratien verstanden werden, der letztliche Antriebsmotor für den Menschen ist jedoch sein eigener, individueller Kampf um Anerkennung (siehe Anerkennung/Fukuyama, Universalgeschichte/Fukuyama). Zentrales Charakteristikum des Menschen ist für Fukuyama die Fähigkeit, aus Prestigegründen sein Leben zu opfern.
Brocker I 809
Freiheit/Fukuyama: These: nur wer den Willen habe, allein für Prestige zu sterben, zeige, dass er die Fähigkeit besitzt, sich wirklich frei zu entscheiden, d.h. sich gegen seine natürlichen Bedürfnisse und gegen seinen Instinkt entscheiden zu können. In der liberalen Demokratie, in der der Kampf um Anerkennung weitgehend verwirklicht ist, gibt es wenig soziale Unterschiede. Die menschliche Entwicklung
Brocker I 810
Ist abgeschlossen. Der Typus Mensch, der entstanden ist, ist der letzte seiner Art („Last Man“/Fukuyama). Problem: dieser Staat birgt neue Probleme, z.B. die Langeweile (Fukuyama greift hier auf Nietzsche zurück). Menschen rebellieren dagegen, undifferenzierte Mitglieder eines universellen und homogenen Staates zu sein. Die gegenseitige Anerkennung der Menschen führt zu einem Wertrelativismus, der zu einer Auflösung einer festen Bindung an Tradition, Autorität und gemeinschaftsbildende Werte führt.

Anja Jetschke, „Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

PolFuku I
Francis Fukuyama
The End of History and the Last Man New York 1992

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Moral Fukuyama Brocker I 809
Moral/Fukuyama: Wer prinzipiell Entscheidungen unabhängig vn menschlichen Grundbedürfnissen treffen kann (siehe Mensch/Fukuyama), der trifft moralische Entscheidungen und zeichnet sich als Mensch aus. Wer moralische Entscheidungen trifft, signalisiert, dass er bereit ist, dafür sein Leben zu riskieren. Das Aufeinandertreffen zweier moralischer Menschen endet deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit im Kampf um Unterwerfung bis zum Tod. FukuyamaVsLocke/FukuyamaVsHobbes: der Anfang und der Kern einer liberalen Gesellschaft ist nicht die wechselseitige Anerkennung des Rechts auf Leben und Eigentum, sondern die wechselseitige Anerkennung der Würde des Anderen. ((s) Siehe Anerkennung/Honneth).


Anja Jetschke, „Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

PolFuku I
Francis Fukuyama
The End of History and the Last Man New York 1992

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Namen Mill I 43 ff
Namen/Mill: was ist angemessener: den Namen als etwas für einen Gegenstand oder für eine Vorstellung von dem Gegenstand aufzufassen? MillVsHobbes: „Vorstellung“ ist zu metaphysisch.
I 43
Def Name/Hobbes: "ein beliebig gewähltes Wort, das als Merkmal dient, um in unserem Geiste einen Gedanken wachzurufen, der einem Gedanken gleicht, den man vorher hatte, und das, Anderen gegenüber ausgesprochen, diesen als Zeichen eines Gedankens dient, den der Sprechende früher in seinem Geiste hatte." Namen/Hobbes: nicht Zeichen der Dinge selbst. Man denkt nur an den Stein.

I 44
MillVsHobbes: das Wort Sonne nennt den Namen der Sonne und nicht unsere >Idee der Sonne. ((s) Die Idee oder Vorstellung könnte wechseln).
Mill: denn die Namen teilen nicht nur unsere Vorstellungen mit, sondern belehren den Hörer auch über unseren Glauben und dies ist ein Glaube über die Sache selbst und nicht über die Idee!
Bsp "Die Sonne ist die Ursache des Tageslichts". Das soll nicht heißen, dass die Idee der Sonne die Idee des Tageslichts hervorbringt.

Namen/Mill: verschiedene Arten: einige Wörter sind nur Teile von Namen:
Bsp von, zu, oft, wahrhaft, außerdem Pronomina wie mich, ihm, "Johanns", sogar Adjektive.
Diese Worte drücken nichts aus, was bejaht oder verneint werden kann.
Ausnahme: Bsp " 'Schwer' ist ein Adjektiv": hier ist "schwer" ein vollständiger Name. Name dieser Lautfolge. >Erwähnung / >Gebrauch.
I 47
Namen/Mill: durch ihre Vermittlung sind wir in der Lage, allgemeine (generelle) Sätze auszusagen. Auch sie selbst können in >allgemeine Termini (Bsp "Mensch") und >singuläre Termini (Bsp Maria) unterteilt werden. (>Zink). "Johann" lässt sich nur von einem einzigen Menschen (wenigstens in demselben Sinne) bejahen.
I 49
Namen/konkret/abstrakt/Mill: Bsp "Weiß" ist zugleich Name eines Gegenstands und vieler Gegenstände (konkret). "Weiße" ist der Name eines Attributs. "Alter": Name eines Attributs. (Abstrakt, Verallgemeinerung). Stammt von Locke und Condillac.
Wolf I 50
"Attribut" ist selbst der allgemeine Name vieler Attribute. Name/abstrakt/singulärer Term/Mill: wenn jedoch ein Attribut weder Gradunterschiede noch Artunterschiede zulässt, ist er kein allg Term, sondern ein singulärer Term:
Bsp Sichtbarkeit, Greifbarkeit, Gleichheit, Viereckigkeit, Milchweiße. Keine Vielheit von Attributen, sondern ein bestimmtes Attribut.
Wolf I 51
Namen/Mill: schließen immer irgendein Attribut in sich, aber sie sind nicht der Name dieses Attributs! Das Attribut besitzt selbst einen eigenen, abstrakten Namen (singulärer Term) Bsp "Die Weiße".
I 53
Namen/Mill: nicht mitbezeichnend, nicht konnotativ: sie bezeichnen die Individuen ohne irgendwelche Attribute.
I 54
Bsp Ursprünglich kann Dartmouth an der Mündung des Dart gelegen sein, aber Johann heißt nicht so, weil es einen Teil der Bedeutung bildete, dass der Vater vielleicht denselben Namen hatte. Außerdem kann die Mündung des Flusses sich verlagert haben, ohne dass der Name der Stadt geändert werden müsste.
Eigennamen haften den Sachen selbst an (Etiketten) und fallen nicht weg, wenn Attribute des Gegenstands wegfallen.
Obwohl nur Gott die entsprechenden Attribute haben mag, ist es dennoch ein allgemeiner Name und gehört sowieso nicht hierher.
I 55
Mitbezeichnende Namen/Mill: sind Kennzeichnungen: Bsp "der einzige Sohn von Johann Müller". Bezeichnet Attribute mit.
Wolf I 56
Wann immer Namen daher irgendeine Bedeutung haben, liegt die Bedeutung in dem, was sie mitbezeichnen, nicht in dem, was sie bezeichnen (dem Träger). Nichtbezeichnende (normale) Namen haben keine Bedeutung.
I 57
Namen/Mill: teilen dem Hörer keine Kenntnis des Gegenstands mit. Wenn er vielleicht früher schon etwas über Köln erfahren hat, so nicht durch das Wort Köln.
Wolf I 58
Indem wir erfahren, von wie vielen Gegenständen der Name sein kann, die er alle bezeichnet, erfahren wir auch nichts, sondern nur, wenn wir erfahren, was er eventuell mitbezeichnet (Attribute). Auf dasselbe Ding können wir außerdem verschiedene Namen anwenden, deren Bedeutung nicht dieselbe ist.
MillVsFrege: Daher ist der Träger nicht die Bedeutung.
I 59
Mitbezeichnende Namen/Mill: hier gibt es eine Ungewissheit.
I 61
Lösung: bei konkreten Namen mit auftretenden Prädikaten eine feste Mitbezeichnung zu verleihen.

Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Ordnung Hobbes Habermas IV 314
Ordnung/Hobbes/Habermas: wie später der Utilitarismus, so geht auch Hobbes von vereinzelten Subjekten aus, die mit dem Vermögen zweckrationalen Handelns ausgestattet sind. Die rationalen Fähigkeiten sollen im Dienst von Leidenschaften stehen, die die Handlungszwecke diktieren. Die Verfolgung der jeweils eigenen Interessen führt zu einem Kampf um Sicherheit und knappe Güter. Wenn man nur die naturwüchsige Ausstattung interessierter und zweckrational handelnder Individuen berücksichtigt, können soziale Beziehungen nicht die Form friedlicher Konkurrenz annehmen.
Habermas IV 315
Die Handlungen anderer Individuen können nur als Mittel oder Bedingung für die Realisierung jeweils eigener Zwecke verstanden werden. Deshalb ist allen artifiziellen Regelungen die natürliche Maxime vorgeordnet, dass jeder auf jeden Einfluss auszuüben und generalisierten Einfluss, d.h. Macht zu gewinnen trachtet. Siehe Ordnung/Parsons. Lösung/Hobbes: ein Herrschaftsvertrag mit unbedingter Unterwerfung aller unter die absolute Gewalt eines einzigen. Das setzt allerdings eine Situation voraus, in der die zweckrational handelnden Subjekte schon bereit sind, die für einen Vertragsabschluss notwendigen Bedingungen zu erfüllen. (1)
ParsonsVsHobbes.

1.Talcott Parsons, The Structure of Social Action, NY, 1949, S. 93f.


Hobbes I
Thomas Hobbes
Leviathan: With selected variants from the Latin edition of 1668 Cambridge 1994

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Ordnung Locke Arndt II 198
Namen/Klassen/Ordnung/Locke: Subsumierung unter Namen (allgemeine Termini) sind ausschließlich Leistungen unseres Verstands. - Der Verstand wird durch die Ähnlichkeit veranlasst, abstrakte allgemeine Ideen zu bilden.
Habermas IV 316
Ordnung/Locke/LockeVsHobbes/Parsons/Habermas: Locke nimmt eine praktische Vernunft in Anspruch, die es verbietet, dass die rationale Verfolgung eigener Interessen ausschließlich Imperativen der Zweckrationalität gehorcht. Lösung/Locke: bereits der Naturzustand wird unter dem Gesichtspunkt der intersubjektiven Geltung eines natürlichen Rechts auf die zweckrationale Wahrnehmung eigener Interessen konzipiert.
Rationales Handeln/Locke: das Recht, sich in diesem Sinne rational zu verhalten, ist dadurch für jeden begrenzt, da es auch allen anderen von vorherein zusteht. (1)


1.Talcott Parsons, The Structure of Social Action, NY, 1949, S. 96.


Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding

Loc II
H.W. Arndt
"Locke"
In
Grundprobleme der großen Philosophen - Neuzeit I, J. Speck (Hg) Göttingen 1997

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Ordnung Parsons Habermas IV 306
Ordnung/Parsons/Talcott ParsonsVsHobbes/Habermas: die Frage, wie soziale Ordnung möglich ist, lässt sich unter empiristischen Voraussetzungen nicht lösen. (Das Hobbessche Problem). Problem: rationalistische und empiristische Handlungsbegriffe können die Autonomie des Handelns ebenso wenig erfassen wie materialistische und idealistische Ordnungsbegriffe die Legitimität eines Handlungszusammenhangs, der sich auf Interessen stützt.
Lösung/Parsons: Parsons entwickelt einen voluntaristische Handlungsbegriff und einen normativistischen Ordnungsbegriff.
Habermas IV 310
Ordnung/Parsons: kann nicht allein über Interessenlagen stabilisiert werden. These: Ordnungen, die ihrer normativen Kraft beraubt sind, führen zu anomischen Zuständen. (1)
Habermas IV 315
Das Hobbessche Problem: (Siehe Ordnung/Hobbes) Wenn man vom Konzept zweckrationalen Handelns ausgeht, sind die Handlungen anderer mögliche Mittel für die eigenen Zwecke. Dann folgt aus dem Postulat der Rationalität, dass alle versuchen sollten, übereinander zu herrschen. Dann wird Macht zum zentralen Begriff der Analyse von Ordnung. Eine rein utilitaristische Gesellschaft wäre dann chaotisch und instabil. (2)
Lösung/Hobbes: ein Herrschaftsvertrag mit unbedingter Unterwerfung aller unter die absolute Gewalt eines einzigen. Das setzt allerdings eine Situation voraus, in der die zweckrational handelnden Subjekte schon bereit sind, die für einen Vertragsabschluss notwendigen Bedingungen zu erfüllen. (3)
ParsonsVsHobbes: A. Das Modell zweckrationalen Handelns kann nicht erklären, wie Aktoren eine Vereinbarung treffen können, die vernünftig ist,
Habermas IV 316
d.h. die Interessen aller berücksichtigt. Lösung/Parsons: Der Begriff der Zweckrationalität muss erweitert werden. Das führt zu einer Unterscheidung zwischen technischem und praktischem Rationalitätsbegriff. (Siehe Ordnung/Locke). Fazit: Verpflichtungen müssen sich auf einen normativen Konsens stützen,
Habermas IV 317
Der aus zweckrationalen Erwägungen allein nicht resultieren kann. B. Parsons These: (wie Weber und Durkheim): Hobbes‘ künstlich Zwangsordnung kann nicht auf Dauer gestellt werden und eignet sich daher nicht als Modell für eine Erklärung, wie soziale Ordnung möglich ist.
Habermas IV 318
Problem: es fehlt eine Normierung und Wertorientierung. Parsons/Habermas: Parsons konstruiert eine symmetrische Beziehung zwischen zwei konträren, aber gleichermaßen falschen Positionen:
1. Der soziologische Materialismus reduziert Normen auf äußerlich auferlegte Regelungen und verkennt den Umstand, dass die Institutionalisierung von Verhaltenserwartungen an den Orientierung des Handelnden ansetzt und diese normativ und nicht bloß faktisch bindet.
Habermas IV 319
Der soziologische Idealismus unterschätzt den Zwang, der von den nichtnormativen Bestandteilen der Handlungssituation, überhaupt vom materiellen Substrat der Lebenswelt ausgeht. Lösung/Parsons/Habermas: Parsons entwickelt einen Begriff der Institution, der dem neukantianischen Modell der Werteverwirklichung, d.h. dem, Weberschen Konzept einer Werte und Interessenlagen integrierenden Ordnung folgt. (3)


1.Talcott Parsons, The Structure of Social Action, NY, 1949, S. 404.
2.Ebenda, S. 93f
3. Ebenda S 732.

ParCh I
Ch. Parsons
Philosophy of Mathematics in the Twentieth Century: Selected Essays Cambridge 2014

ParTa I
T. Parsons
The Structure of Social Action, Vol. 1 1967

ParTe I
Ter. Parsons
Indeterminate Identity: Metaphysics and Semantics 2000

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Recht Hegel, G. W. F. Brocker I 798
Recht/Hegel/Honneth: Honneth These: Hegel zeige, wie sich im Recht „eine neue, höchst anspruchsvolle Form“ des Anerkennungsverhältnisses realisiere, in der sich die Subjekte als gleichberechtigte Personen anerkennen, „die in individueller Autonomie über moralische Normen vernünftig zu entscheiden vermögen“. (1) Damit kritisiert HegelVsHobbes: Hegel kritisiert Hobbes‘ neuzeitlichen Individualismus. Siehe auch Recht/Honneth.

1. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S. 177


Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Recht Hobbes Habermas IV 122
Recht/Hobbes/Habermas: Frage: wie kann ein Vertrag die Parteien binden, wenn die sakrale Grundlage des Rechts entfallen ist? Lösung/Hobbes/Weber/Habermas: die Standardantwort ist seit Hobbes und bis zu Max Weber, dass das moderne Recht eben Zwangsrecht ist. Der Verinnerlichung der Moral entspricht eine komplementäre Verwandlung des Rechts in eine äußerlich auferlegte, staatlich autorisierte und auf den staatlichen Sanktionsapparat gestützte Gewalt. Die gleichsam automatische Erzwingbarkeit der Erfüllung von Rechtsansprüchen
Habermas IV 123
soll den Gehorsam garantieren. DurkheimVsHobbes/DurkheimVsWeber/Habermas: damit gibt sich Durkheim nicht zufrieden. Auch der Gehorsam muss einen moralischen Kern haben. Das Rechtssystem ist nämlich Teil einer politischen Ordnung, mit der es verfallen würde, wenn diese nicht Legitimität beanspruchen könnte.

Hobbes I
Thomas Hobbes
Leviathan: With selected variants from the Latin edition of 1668 Cambridge 1994

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Recht Hume Deleuze I 35
Recht/Hume: kein natürliches Prinzip - künstliche Regel - Moral wird durch einen politische Vertrag integriert. HumeVsHobbes: VsGesellschaftsvertrag: falsches Bild der Gesellschaft, nur negativ - positiv. Lust als Triebfeder allen Handelns. - Es ist in meinem Interesse, dem anderen sein Eigentum zu lassen, vorausgesetzt er macht das gleiche bei mir. - Eigentum ist das wesentliche politische Phänomen.

Rawls I 184
Def Recht/Beobachtung/Ordnung/Gerechtigkeit/Hume/Rawls: etwas, z.B. ein Sozialsystem, ist gerecht, wenn ein idealer unparteiischer Beobachter von außen dies von einem allgemeinen Standpunkt so beurteilen würde, hätte er alle relevanten Informationen über die Umstände. (Siehe Roderick Firth, „Ethical Absolutism and the Ideal Observer“, Philosophy and Phenomenological Research, vol. 12, 1952; F. C. Sharp, Good and Ill Wll, Chicago, 1950, pp. 156-162; D. Hume, Treatise of Human Nature, ed. L.A. Selby-Bigge, Oxford, 1888, esp. Bk III, pt. III, sec I, esp. Pp574-584. – Allgemeinere Diskussion: C. D. Broad, „Some Reflections on Moral-Sense Theories in Ethics“. Proceedings oft he Aristotelian Society, vol.45 (1944-45). W. K. Kneale „Objectivity in Morals“, Philosophy, vol. 25 (1950).)
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005
Recht Weber Habermas III 231
Recht/Weber/Habermas: die kognitive Verselbständigung von Recht und Moral, d.h. die Ablösung moralisch-praktischer Einsichten ethischer und rechtlicher Doktrinen, Grundsätze, Maximen und Entscheidungsregeln von Weltbildern, in die sie zunächst eingebettet waren, nennt Weber Rationalisierung. Kosmologische, religiöse und metaphysische Weltbilder sind so strukturiert, dass die internen Unterschied zwischen theoretischer und praktischer Vernunft noch nicht zur Geltung kommen können.
Habermas III 232
Die Autonomisierung von Recht und Moral führt zum formalen Recht und zu profanen Gesinnungs- und Verantwortungsethiken. Freilich bahnt sich diese Autonomisierung selbst noch innerhalb religiöser Deutungssysteme an. Das führt zur Dichotomisierung zwischen einer Heilssuche, die an inneren Heilsgütern und Erlösungsmitteln orientiert ist, und der Erkenntnis einer äußeren, objektivierten Welt. Weber zeigt, wie sich aus dieser Gesinnungsreligiosität gesinnungsethische Ansätze entwickeln. (1)
Habermas III 278
Recht/Weber/Habermas: für die Entstehung des modernen Rechts muss Weber einen Vorgang postulieren, der parallel, wenn auch nicht gleichzeitig von ihm für die Rationalisierung von Weltbildern angenommen wird. (Siehe Weltbilder/Weber). Die Verfügbarkeit posttraditionaler Rechtsvorstellungen ist noch nicht identisch mit der Durchsetzung eines modernen Rechtssystems. Erst auf der Grundlagen eines rationalen Naturrechts gelingt es, Rechtsmaterien in Grundbegriffen des formalen Rechts so zu rekonstruieren, dass Rechtsinstitutionen geschaffen werden können, die universalistischen Grundsätzen formal genügen können. Diese müssen privaten Geschäftsverkehr der Warenbesitzer untereinander und die komplementäre Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung regeln. HabermasVsWeber: dieser zeigt die Parallelität dieser beiden Vorgänge nicht deutlich genug.
Habermas III 332
Recht/Weber/HabermasVsWeber/Habermas: Die theoretische Stellung des Rechts in seiner Theorie der Rationalisierung ist bei Weber insofern zweideutig, als sie gleichzeitig die Institutionalisierung zweckrationale Wirtschafts- und Verwaltungshandelns erlaubt und auch die Ablösung der Subsysteme von ihren moralisch-praktischen Grundlagen zu ermöglichen scheint. Die dialektische Erklärung der widerstreitenden Entwicklungen Entwicklung von Wissenschaft und Religion lässt sich auf die Entwicklung des Rechts nicht übertragen, da dieses von Anfang an in säkularisierter Form auftritt. Habermas: Weber deutet das moderne Recht so um, dass es von der evaluativen Wertsphäre getrennt ist.
Habermas III 346
HabermasVsWeber: Weber deutet die Legitimationsproblematik empiristisch um und entkoppelt das politische System von Formen moralisch-praktischer Rationalität, Er schneidet auch die politische Willensbildung auf Prozesse des Machterwerbs und der Machtkonkurrenz zurück. Recht/Weber: soweit sich das normative Einverständnis auf Tradition stützt, spricht Weber von konventionellem Gemeinschaftshandeln. In dem Maße, wie dieses durch erfolgsorientiertes, zweckrationales Handeln ersetzt wird, entsteht das Problem, wie diese neuen Spielräume ihrerseits legitim, d.h. normativ verbindlich geordnet werden können. Rationales Gesellschaftshandeln tritt an die Stellen von konventionellem Gemeinschaftshandeln.
Habermas III 347
Allein die Prozedur des Zustandekommens begründet die Vermutung, das ein normatives Einverständnis rational motiviert ist. Lediglich innerhalb normativ festgelegter Grenzen dürfen die Rechtssubjekte ohne Rücksicht auf Konventionen zweckrational handeln. HabermasVsWeber: dieser schwankt hier zwischen diskursiver Vereinbarung und willkürlicher Satzung.
Habermas III 351
Modernes bürgerliches Privatrecht/Weber/Habermas: wird durch drei formale Merkmale charakterisiert: Positivität, Legalismus und Formalität. Def Positivität/Habermas: positiv gesetztes Recht wird nicht durch Interpretation anerkannter und geheiligter Traditionen fortgebildet, es drückt vielmehr den Willen eines souveränen
Habermas III 352
Gesetzgebers aus, der mit rechtlichen Organisationsmittel soziale Tatbestände konventionell regelt. Def Legalismus/Habermas: den Rechtspersonen werden außer einem generellen Rechtsgehorsam keine sittlichen Motive unterstellt. Es schützt ihre privaten Neigungen innerhalb sanktionierter Grenzen. Nicht nur böse Gesinnungen, sondern auch normabweichende Handlungen werden sanktioniert, wobei Zurechnungsfähigkeit vorausgesetzt wird.
Def Formalität/Recht/Habermas: Das moderne Recht definiert Bereiche der legitimen Willkür von Privatpersonen. Die Willkürfreiheit der Rechtspersonen in einem sittlich neutralisierten Bereich privater, aber mit Rechtsfolgen verknüpfter Handlungen wird vorausgesetzt. Der Privatrechtsverkehr kann daher negativ auf dem Wege der Einschränkung von prinzipiell anerkannten Berechtigungen geregelt werden (anstelle einer positiven Regelung über konkrete Pflichten und materiale Gebote). In diesem Bereich ist alles erlaubt, was nicht rechtlich verboten ist.
Habermas: die diesen Merkmalen entsprechende Systemfunktionalität ergibt sich aus Rechtstrukturen, in denen zweckrationales Handeln allgemein werden kann. Sie erklärt nicht, wie diese Rechtstrukturen selbst möglich sind.
Habermas III 353
Erklärt wird die Form des modernen Rechts vielmehr aus den posttraditionalen Bewusstseinsstrukturen, die es verkörpert. HabermasVsWeber: dieser müsste das moderne Rechtssystem als eine Lebensordnung verstehen, die der moralisch-praktischen Lebensführung zugeordnet ist. Dem widerspricht aber Webers Versuch, die Rationalisierung des Rechs ausschließlich unter dem Aspekt der Zweckrationalität zu betrachten.
Habermas: erst auf einer postkonventionellen Stufe entsteht die Idee der grundsätzlichen Kritisierbarkeit und Rechtfertigungsbedürftigkeit von Rechtsnormen.
Habermas III 354
Modernes Recht/Weber/Habermas: trennt Moralität und Legalität. Das bedarf einer praktischen Rechtfertigung. Die moralfreie Sphäre des Rechts verweist auf eine ihrerseits in Prinzipien begründete Moral. Die Leistung der Positivierung besteht darin, Begründungsprobleme zu verlagern, d.h. die technische Handhabung des Rechs von Begründungsproblemen zu entlasten, diese Begründungsprobleme aber nicht zu beseitigen. Ausdruck dieser strukturell notwendig gewordenen Rechtfertigung ist der Katalog der Grundrechte, den die bürgerlichen Verfassungen neben dem Grundsatz der Volkssouveränität enthalten.
Habermas III 357
Modernes Recht/Weber: für Weber ist modernes Recht im positivistischen Sinn als das Recht zu verstehen, das durch Dezision gesetzt wird und von rationalem Einverständnis, von Begründungsvorstellungen, und seien diese noch so formal, völlig losgelöst ist. ((s) > Carl Schmitt, Dezisionismus). WeberVsNaturrecht: These: Es kann kein rein formales Naturrecht geben.
Sein-Sollen/Weber: Das Gelten-Sollende gilt als identisch mit dem faktisch im Durchschnitt überall Seienden; die durch logische Bearbeitung von Begriffen juristischen oder ethischen, gewonnenen ‚Normen‘ gehören im gleich Sinn wie die ‚Naturgesetze‘ zu denjenigen allgemein verbindlichen Regeln, welche ‚Gott selbst nicht ändern kann‘ und gegen welche eine Rechtsordnung sich nicht aufzulehnen versuchen darf.“
(2)
Habermas III 358
HabermasVsWeber: dieser verwechselt die formalen Eigenschaften eines post-traditionellen Begründungsniveaus mit besonderen materiellen Werten. Er unterscheidet auch am rationalen Naturrecht nicht hinreichend zwischen strukturellen und inhaltlichen Aspekten und kann deshalb „Natur“ und „Vernunft“ mit Wertinhalten gleichsetzen, von denen sich das im strikten Sinn moderne Recht als ein Instrument zur Durchsetzung beliebiger Werte und Interessen löst. (Siehe Fundierung/Weber).
Habermas III 362
Verfahrenslegitimität/Zweckrationalität/Recht/HabermasVsWeber: sobald die Rationalisierung des Rechts zu einer Frage der zweckrationalen Organisation zweckrationalen Wirtschaftens und Verwaltens uminterpretiert wird, können Fragen der institutionellen Verkörperung moralisch-praktischer Rationalität nicht nur beiseite geschoben, sondern geradezu in ihr Gegenteil verkehrt werden: Diese erscheinen nun als Quelle von Irrationalität, jedenfalls von „Motiven, welche den formalen Rationalismus des Rechts abschwächen.“ (3) Habermas: Weber verwechselt den Rekurs auf die Begründung legaler Herrschaft mit einer Berufung auf partikulare Werte.

Habermas IV 122
Recht/Weber/Habermas: Frage: wie kann ein Vertrag die Parteien binden, wenn die sakrale Grundlage des Rechts entfallen ist? Lösung/Hobbes/Weber/Habermas: die Standardantwort ist seit Hobbes und bis zu Max Weber, dass das moderne Recht eben Zwangsrecht ist. Der Verinnerlichung der Moral entspricht eine komplementäre Verwandlung des Rechts in eine äußerlich auferlegte, staatlich autorisierte und auf den staatlichen Sanktionsapparat gestützte Gewalt. Die gleichsam automatische Erzwingbarkeit der Erfüllung von Rechtsansprüchen
Habermas IV 123
soll den Gehorsam garantieren. DurkheimVsHobbes/DurkheimVsWeber/Habermas: damit gibt sich Durkheim nicht zufrieden. Auch der Gehorsam muss einen moralischen Kern haben. Das Rechtssystem ist nämlich Tel einer politischen Ordnung, mit der es verfallen würde, wenn diese nicht Legitimität beanspruchen könnte.


1. M. Weber, Gesammelte Ausätze zur Religionssoziologie, Bd. I. 1963, S. 541.
2.M. Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, hrsg.v. J. Winckelmann, Tübingen 1964,S. 638
3.Ebenda S. 654

Weber I
M. Weber
Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus München 2013

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Sittlichkeit Hegel, G. W. F. Brocker I 791
Sittlichkeit/HegelVsHobbes/Hegel/Honneth: (Honneth bezieht sich hier auf Hegels frühe Jenaer Schriften (1)): Hegel entwickelt einen Begriff der Sittlichkeit, der eine prinzipiell progressive Stoßrichtung hat und daher auch „über den institutionellen Horizont“ von Hegels eigener Gegenwart hinausweist. (2) Dem gesellschaftlichen Kampf der Individuen um Anerkennung ist eine ausgeprägte Dynamik eigen; er erweist sich bei Hegel als zukunftsoffenes, nie endgültig abschließbares Geschehen. Mit dem Motiv der Anerkennung schreibt Hegel seinem Verständnis gesellschaftlichen Lebens eine prinzipielle Spannung ein, welche die gesellschaftlichen Konflikte zwischen Individuen und Gruppen in den historischen und auf die Zukunft hin offenen Horizont eines moralischen Fortschrittsprozesses einbinde. Siehe Anerkennung/Honneth, Identität/Honneth.

1. Vgl. G.W.F. Hegel, Jenaer Schriften 1808-1807 Frankfurt, 1986.
2. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S.11


Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Spinoza Adorno XIII 89
Spinoza/Adorno: Spinoza ist der äußerste Gegensatz zu einem idealistischen Denken, das Denkendes und Sein nicht antithetisch gegenüberstellt, sondern diese Antithese noch einmal in sich reflektiert. Ordnung/Spinoza/Adorno: Spinoza hat die eine - wie Kann gesagt haben würde - dogmatische Voraussetzung, dass alles aus einem Prinzip folgt. Diese Voraussetzung hat er selber nicht weiter abgeleitet, sondern in die Axiome und Definitionen verwiesen. Daraufhin konnte er den Identitätssatz ganz einfach so formulieren, dass die Ordnung der Ideen und die Ordnung der Dinge die gleiche sei.
XIII 246
Spinoza/SpinozaVsHobbes/Adorno: Spinozas unvollendete Spätschrift, der „Politische Traktat“ Tractatus Theologico-Politicus (1670) war eine direkte Antwort auf Hobbes‘ anti-rationalistischen und damit an sich anti-systematischen Impuls. Hobbes/Adorno: ist dennoch einer der großen systembildenden konstruktiven Philosophen dieser Zeit gewesen.


A I
Th. W. Adorno
Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I - IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Verträge Durkheim Habermas IV 122
Verträge/Recht/Durkheim/Habermas: für die Übertragung von Eigentum ist die Vererbung geschichtlich der Normalfall. Die konkurrierende Form des Erwerbs bzw. der Entäußerung ist der Kontrakt, der als Statusveränderung gilt. Mit der Vertrag werden den bereits bestehenden Beziehungen neue Beziehungen hinzugefügt. Der Vertrag ist folglich eine Quelle von Variationen, die eine frühere Rechtsgrundlage mit anderer Herkunft voraussetzt. Der Vertrag ist vorzugsweise das Instrument, mit dem die Veränderungen durchgeführt werden. Er selbst kann nicht die ursprünglichen und grundlegenden Fundamente bilden, auf denen das Recht beruht. (1) Problem: wie kann ein Vertrag die Parteien binden, wenn die sakrale Grundlage des Rechts entfallen ist?
Lösung/Hobbes/Weber/Habermas: die Standardantwort ist seit Hobbes und bis zu Max Weber, dass das moderne Recht eben Zwangsrecht ist.
Habermas IV 123
DurkheimVsHobbes/DurkheimVsWeber/Habermas: damit gibt sich Durkheim nicht zufrieden. Auch der Gehorsam muss einen moralischen Kern haben. Das Rechtssystem ist nämlich Teil einer politischen Ordnung, mit der es verfallen würde, wenn diese nicht Legitimität beanspruchen könnte. (Siehe Legitimität/Durkheim). Legitimität/Zivilrecht/Durkheim/Habermas: Problem: ein Vertrag kann nicht seine eigenen Geltungsgrundlagen enthalten. Aus der Tatsache, dass die Parteien freiwillig eine Vereinbarung eingehen, folgt noch nicht der bindende Charakter dieser Vereinbarung. Der Vertrag selbst ist nur möglich dank einer Reglementierung, die sozialen Ursprungs ist. (2)


1. E. Durkheim, Lecons de sociologie, Physique des moeurs et du droit. Paris 1969, S. 203f ; (engl. London 1957).
2. E. Durkheim, De la division du travail social, German: Über die Teilung der sozialen Arbeit, Frankfurt, 1977, S. 255.

Durkheim I
E. Durkheim
Die Regeln der soziologischen Methode Frankfurt/M. 1984

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsHobbesVsHobbes Hume Vs Hobbes, Th. Deleuze I 33
Gesellschaftsvertrag/HumeVsHobbes: abstraktes und falsches Bild der Gesellschaft: nur negative Begrenzung, nur Zwangszusammenhang zur Begrenzung von Egoismen. Stattdessen: ein positives System aus kunstvoll erfundenen Veranstaltungen. Der Mensch ist erfinderisch.
D. Hume
I Gilles Delueze David Hume, Frankfurt 1997 (Frankreich 1953, 1988)
II Norbert Hoerster, "Hume: Existenz und Eigenschaften Gottes" aus J. Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen der Neuzeit I Göttingen, 1997

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997
VsHobbesVsHobbes Locke Vs Hobbes, Th. I 82
Naturrecht/Locke: aus dem Gesetz der Natur geht hervor, dass der einzelne weder sich selbst, noch andere Kreaturen vernichten dürfe (es sei denn, ein höherrangiger Zweck lasse das zu) und dass jeder nicht nur sich selbst, sondern auch die übrige Menschheit erhalten müsse, d.h. Leben, Freiheit, Gesundheit und Güter der Mitmenschen. Wird das Gesetz der Natur von allen respektiert, so ist der
Naturzustand: ein "Zustand des Friedens, des Wohlwollen, der gegenseitigen Hilfe und Erhaltung" (LockeVsHobbes: kein Bürgerkrieg!)
Auch im Naturzustand gibt es Rechtsbrecher. Die Urteilsfindung wird dem Geschädigten überlassen.

Loc III
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsHobbesVsHobbes Luhmann Vs Hobbes, Th. AU Kass. 14
Doppelte Kontingenz/System/Luhmann: was ist nun zuerst, die doppelte Kontingenz oder das System? Die Theorie des Sozialvertrages ist häufig so gelesen worden und auch entsprechend kritisiert worden, daß man von einem chaotischen Naturzustand ausgeht, in dem alle böse sind.
LuhmannVsHobbes: niemand hat den wilden Naturzustand von Hobbes jemals feststellen können, auch wenn es weniger zivilisierte Vorstufen gegeben haben mag.
Doppelte Kontingenz: DF die entsprechende Frage ist nicht ein vorher/nachher-Problem sondern: "immer wenn" man die soziale Ordnung problematisiert, stößt man auf die Frage, wie gehe ich mit doppelter Kontingenz um.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
VsHobbesVsHobbes Mill Vs Hobbes, Th. II 43 ff
Def Name/Hobbes: "ein beliebig gewähltes Wort, das als Merkmal dient, um in unserem Geiste einen Gedanken wachzurufen, der einem Gedanken gleicht, den man vorher hatte, und das, Anderen gegenüber ausgesprochen, diesen als Zeichen eines Gedankens dient, den der Sprechende früher in seinem Geiste hatte." Namen/Mill: was ist angemessener: den Namen als etwas für einen Gegenstand oder für eine Vorstellung von dem Gegenstand aufzufassen?
MillVsHobbes: Vorstellung zu metaphysisch.
II 44
MillVsHobbes: das Wort Sonne nennt den Namen der Sonne und nicht unsere Idee der Sonne. ((s) Die Idee oder Vorstellung könnte wechseln).
Mill: denn die Namen teilen nicht nur unsere Vorstellungen mit, sondern belehren den Hörer auch über unseren Glauben und dies ist ein Glaube über die Sache selbst und nicht über die Idee!
Bsp "Die Sonne ist die Ursache des Tageslichts". Das soll nicht heißen, dass die Idee der Sonne die Idee des Tageslichts hervorbringt.
Namen/Mill: verschiedene Arten: einige Wörter sind nur Teile von Namen:
Bsp von, zu, oft, wahrhaft, außerdem Pronomina wie mich, ihm, "Johanns", sogar Adjektive.
Diese Worte drücken nichts aus, was bejaht oder verneint werden kann.
Ausnahme: Bsp " ’Schwer’ ist ein Adjektiv": hier ist "schwer" ein vollständiger Name. Name dieser Lautfolge. ((s) >Erwähnung / >Gebrauch.)

Prior I 119
Namen/Hobbes: sind Namen unserer Ideen (Vorstellungen) und nicht der gedachten Gegenstände. Namen/MillVsHobbes: (wie >Reid): Namen sind nicht nur dazu da zu bewirken, dass der Hörer denkt, was wir denken, sondern sollen ihn auch darüber informieren, was wir denken.
Daher: wenn ich einen Namen gebrauche, um einen Glauben auszudrücken, ist dies ein Glauben über das Ding selbst und nicht über meine >Vorstellung (>Idee) des Dings.
Proposition/Mill: sind nicht Behauptungen von Ideen (Vorstellungen) sondern beziehen sich auf die Dinge selbst.
Bsp um zu glauben, dass Gold ein gelbes Metall ist, muss ich zwar die Begriffe von Gold und Gelb haben, aber mein Glauben bezieht sich auf die Dinge selbst. Genauso wie nicht mit dem Begriff des Spatens den Begriff des Bodens umgrabe.
I 120
Die Idee des Feuers bewirkt auch nicht die Idee der Hitze. Auch wenn ich meine Gedanken nicht ohne Begriffe oder Ideen (Vorstellungen) haben kann. Wie Reid: dennoch können wir in besonderen Situationen Begriffe und Vorstellungen zu Objekten des Gedankens machen.
Urteil/Johnson: (wie Mill): bezieht zwei Objekte der Gedanken aufeinander, aber nicht die Gedanken selbst.

Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsHobbesVsHobbes Rorty Vs Hobbes, Th. II (f) 125
Nominalismus/Rorty: NominalismusVsMetaphysik. > href="https://www.philosophie-wissenschaft-kontroversen.de/gesamtliste.php?thema=Nominalismus">Nominalismus. rortyVsHobbes: Hobbes verknüpfte den Nominalismus irrtümlich mit dem Materialismus. >Materialismus.
Quine bringt ihn immer noch damit in Verbindung.
Sprache/Welt/Ordnung/RortyVsHobbes/RortyVsQuine: das handelt sich den Widerspruch ein, wenn sie meinen, durch Wörter für die kleinsten Materieteilchen werde die Natur in einer Weise zergliedert, in der das mit anderen Wörtern nicht gelingt!
Ein widerspruchsfreier Nominalismus muss betonen, dass der Prognoseerfolg eines solchen
Vokabulars für den »ontologischen Rang« ohne Bedeutung ist.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsHobbesVsHobbes Cavell Vs Hobbes, Th. Cavell I (c) 246/247
DescartesVsHobbes: sein Argument kommt nicht in die Gänge, da Bsp der Spaziergang nur als die Tätigkeit selbst genommen zu werden pflegt, das Denken (Bewußtsein) dagegen bald als die Tätigkeit (actio) bald als die Fähigkeit (facultas), bald dagegen als Sache, in der die Fähigkeit enthalten ist.

Cavell I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002

Cavell I (a)
Stanley Cavell
"Knowing and Acknowledging" in: St. Cavell, Must We Mean What We Say?, Cambridge 1976, pp. 238-266
In
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen, Stanley Cavell Frankfurt/M. 2002

Cavell I (b)
Stanley Cavell
"Excursus on Wittgenstein’s Vision of Language", in: St. Cavell, The Claim of Reason, Wittgenstein, Skepticism, Morality, and Tragedy, New York 1979, pp. 168-190
In
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen, Stanley Cavell Frankfurt/M. 2002

Cavell I (c)
Stanley Cavell
"The Argument of the Ordinary, Scenes of Instruction in Wittgenstein and in Kripke", in: St. Cavell, Conditions Handsome and Unhandsome: The Constitution of Emersonian Perfectionism, Chicago 1990, pp. 64-100
In
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen, Davide Sparti/Espen Hammer (eds.) Frankfurt/M. 2002

Cavell II
Stanley Cavell
"Must we mean what we say?" in: Inquiry 1 (1958)
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
VsHobbesVsHobbes Frege Vs Hume, D. I 67
Zahl/Hobbes: setzt in der Mathematik unter sich gleiche Einheiten voraus, aus denen sie hergestellt wird. Zahl/Hume/Frege: die zusammensetzenden Teile der der Quantität und Zahl hält er für ganz gleichartig.
Zahl/FregeVsHobbes/FregeVsHume: ebensogut könnte man die Individuen als ganz verschieden ansehen!
Wenn man von den Merkmalen absieht, durch die sich die Dinge unterscheiden, erhält man nicht, wie Lipschitz meint: "den Begriff der Anzahl der betrachteten Dinge" zurück, sondern
Frege: einen allgemeinen Begriff, unter den diese Dinge fallen.
I 94
Zahl/Gleichheit/Zahlengleichheit/Gleichzahligkeit/Frege: wir müssen den Sinn des Satzes "Die Zahl (sic), die dem Begriff F zukommt ist dieselbe, die dem Begriff G zukommt"
erklären, und zwar so, dass der Ausdruck:
"Die Anzahl (sic), die dem Begriff F zukommt"
nicht vorkommt. (VsZirkel).
Zahlengleichheit/Hume/Lösung: Zuordnung jeder Einheit einer Zahl zu einer Einheit der anderen Zahl. ((s) >eineindeutige Abbildung).
I 95
FregeVsHume: das gibt logische Schwierigkeiten, an denen wir nicht vorbeigehen dürfen: Gleichheit/Anzahl/FregeVsHume/Frege: Gleichheit kommt auch unabhängig von Zahlen (sic) vor, so dass man meinen könnte, dass sie schon vor der Anzahl feststünde, und dass aus dem Begriff der Anzahl (sic) und dem der Gleichheit sich ergeben müßte, wann zwei Anzahlen gleich sind, ohne dass wir eine Definition brauchten.
FregeVs: das würde die Gleichheit nur für jeden einzelnen Fall erklären! (Indem man immer eine Gleichung aufstellte).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsHobbesVsHobbes Verschiedene Vs Hume, D. Hacking I 68
Kausalität/W.C.BroadVsHume:. VsRegelmäßigkeit: Bsp wir können feststellen, daß die Sirene von Manchester jeden Tag um die gleiche Zeit heult, woraufhin die Arbeiter von Leeds die Arbeit für eine Stunde ruhen lassen. Aber keine Verursachung.
Hacking I 70
CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen. (>Putnam).
Hacking I 70
Kausalität/W.C.BroadVsHume: VsRegelmäßigkeit: Bsp wir können feststellen, dass die Sirene von Manchester jeden Tag um die gleiche Zeit heult, woraufhin die Arbeiter von Leeds die Arbeit für eine Stunde ruhen lassen. Aber keine Verursachung. Hacking I 68 CartwrightVsHume: die Regelmäßigkeiten sind Merkmale der Verfahren, mit denen wir Theorien aufstellen. (>Putnam).

Hume I 131
Def Atomismus/Hume/Deleuze: ist die These, dass die Relationen den Vorstellungen äußerlich sind. (KantVs). VsHume: Kritiker werfen ihm vor, das Gegebene "atomisiert" zu haben.
Theorie/DeleuzeVsVs: damit glaubt man, ein ganzes System an den Pranger gestellt zu haben. . Als wäre es eine Marotte Humes. Was ein Philosoph sagt wird so dargestellt, als würde es von ihm getan oder gewollt.
I 132
Was glaubt man damit erklären zu können? Eine Theorie muss von ihren begrifflichen Grundlagen her verstanden werden. Eine philosophische Theorie ist eine entfaltete Frage. Frage und Kritik der Frage sind eins.
I 133
Es geht nicht darum zu wissen, ob die Dinge so oder so sind, sondern ob die Frage eine gute Frage ist oder nicht.
Schurz I 238
Gesetzesartigkeit/gesetzesartig/Schurz: b) im engeren Sinn: = physikalische Notwendigkeit (um der Vagheit bzw. Gradualität des weiten Begriffs zu entgehen). Problem: nicht alle raumzeitlich unbeschränkten Gesetze sind gesetzesartig im engeren Sinn.
Universell, aber nicht physikalisch notwendig: Bsp "Kein Klumpen Gold hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer".
Universalität: ist also keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit. Bsp der Allsatz "Alle Äpfel in diesem Korb sind rot" ist nicht universell, auch dann nicht, wenn man ihn durch seine Kontraposition ersetzt: Bsp "Alle nichtroten Gegenstände sind keine Äpfel in diesem Korb". (Hempel 1965, 341).
starke Hume-These/Hume/Schurz: Universalität ist eine hinreichende Bedingung für Gesetzesartigkeit. SchurzVs: das ist falsch
schwache Hume-These/Schurz: Universalität ist eine notwendige Bedingung für Gesetzesartigkeit.
((s) stärker/schwächer/(s): die Behauptung, dass eine Bedingung hinreichend ist, ist stärker als die, dass sie notwendig ist.) BhaskarVsschwache Hume-These. BhaskarVsHume.
Lösung/Carnap/Hempel:
Def Maxwell-Bedingung/Gesetzesartigkeit: Naturgesetze bzw. nomologische Prädikate dürfen keinen analytischen Bezug auf bestimmte Individuen oder Raumzeitpunkte (RZ-Punkte) enthalten. Das ist viel stärker als die Universalitätsbedingung. (stärker/schwächer).
Bsp "Alle Smaragde sind glau": ist zwar raumzeitlich universell, aber erfüllt nicht die Maxwell Bedingung. ((s) weil beobachtete Smaragde konkrete Individuen sind?).
I 239
Naturgesetz/NG/Armstrong: sind Implikationsbeziehungen zwischen Universalien. Daher kein Bezug auf Individuen. (1983,) Maxwell Bedingung/Wilson/Schurz: (Wilson 1979): stelle ein physikalisches Symmetrieprinzip dar: d.h. NG müssen invariant sein unter Translation ihrer Zeitkoordinaten und Translation bzw. Rotation ihrer Raumkoordinaten. Daraus lassen sich Erhaltungssätze gewinnen.
Symmetrieprinzipien/Prinzip/Prinzipien/Schurz: physikalische Symmetrieprinzipien sind jedoch nicht a priori, sondern erfahrungsabhängig!
Maxwell-Bedingung/Schurz: ist für Gesetzesartigkeit zu schwach: Bsp "Kein Klumpen Gold..." auch dieser Allsatz erfüllt sie.

Stegmüller IV 243
StegmüllerVsHume: geht meist unsystematisch vor und mischt kontingente Eigenschaften der Welt mit zufälligen Eigenschaften der Menschen. Ethik/Moral/Hume: 1. angesichts knapper Ressourcen müssen die Menschen kooperieren um überleben zu können.
2. HumeVsHobbes: allen Menschen ist Sympathie eigen. Wäre freilich alles im Überfluss vorhanden, wäre die Respektierung fremden Eigentums überflüssig:
IV 244
Die Menschen würden freiwillig die Bedürfnisse im allseitigen Interesse gemäß ihrer Dringlichkeit befriedigen. Moral/Ethik/Shaftesbury/ShaftesburyVsHume: will die gesamte Moral auf menschlicher Sympathie, Altruismus und Nächstenlieben aufbauen. (>Positionen).
HumeVsShaftesbury: illusionäres Ideal.
Ethik/Moral/Hume: 3. menschliche Einsichtsfähigkeit und Willensstärke sind begrenzt, daher sind Sanktionen notwendig.
4. Vorteilhafter Zug: die Intelligenz befähigt den Menschen, langfristige Interessen zu berechnen.
IV 245
Die entscheidende Triebkraft ist das Eigeninteresse. Es ist sinnlos zu fragen, ob der Mensch "von Natur aus gut" oder "von Natur aus schlecht" sei.
es geht um die Unterscheidung von Klugheit und Narrheit.
5. Der Mensch ist verwundbar.
6. Die Menschen sind annähernd gleich.





Hacking I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ethik Hume, D. Stegmüller IV 243
Ethik/Moral/Hume: These 1. angesichts knapper Ressourcen müssen die Menschen kooperieren um überleben zu können. 2. HumeVsHobbes: allen Menschen ist Sympathie eigen. Wäre freilich alles im Überfluß vorhanden, wäre die Respektierung fremden Eigentums überflüssig:
IV 244
Die Menschen würden freiwillig die Bedürfnisse im allseitigen Interesse gemäß ihrer Dringlichkeit befriedigen.
IV 244
Ethik/Moral/Hume: These 3. menschliche Einsichtsfähigkeit und Willensstärke sind begrenzt, daher sind Sanktionen notwendig. 4. vorteilhafter Zug: die Intelligenz befähigt den Menschen, langfristige Interessen zu berechnen.
IV 245
Die entscheidende Triebkraft ist das Eigeninteresse. Es ist sinnlos zu fragen, ob der Mensch "von Natur aus gut" oder "von Natur aus schlecht" sei.
es geht um die Unterscheidung von Klugheit und Narrheit.
5. Der Mensch ist verwundbar.
6. Die Menschen sind annähernd gleich.