Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Erkenntnistheorie Vollmer I XX
Evolutionäre Erkenntnistheorie/Vollmer: Konrad Lorenz ist der Vater der Evolutionären Erkenntnistheorie. Vorläufer: Donald Campbell, Popper. - Zwei Bedeutungen: Popper: wissenschaftstheoretisch: Evolution der Erkenntnis (Interaktionistisch, VsIdentitätstheorie) - Lorenz: Evolution der Erkenntnisfähigkeit. (Identitätstheorie).
I 16
Erkenntnis/Geschichte/Qualität/primäre/sekundäre/Vollmer: mit wachsendem Fortschritt wurden mehr und mehr Eigenschaften als subjektiv erkannt - so galt Locke noch Undurchdringlichkeit als primäre Qualität - heute wird nicht einmal mehr Ausdehnung als primäre Qualität angesehen.
I 59
Erkenntnis: ist keine "Spiegelung" der äußeren Welt - aber auch nicht rein algorithmisch - dagegen verkörperte Information/Lorenz: Bsp Pferdehuf: "Abbild" des Steppenbodens - Bsp Flosse "Abbild" des Wassers. - VollmerVsLorenz: irreführende Terminologie - Lösung: Beschaffenheit des Hufs weist auf Beschaffenheit des Bodens hin.
I 73
Erkenntnis/Vollmer: ihre dritte Ebene, die wissenschaftliche Erkenntnis ist nicht genetisch bestimmt. - Es gibt keine "biologischen Wurzeln" der Relativitätstheorie. - Wir sind lediglich der Widerspruchsfreiheit verpflichtet - ansonsten sind wir beim Bilden von Hypothesen frei.
I 173
E-Theorie/Tradition/VollmerVsKant: warum haben wir gerade diese Anschauungsformen und Kategorien? - wie entstehen sie? - Warum sind wir gerade an diese apriorischen Urteile gebunden und nicht an andere?
I 293
Def Erkenntnis: (1983,30): eine adäquate Rekonstruktion und Identifikation äußerer Strukturen im Subjekt - a) ein internes Abbild konstruieren, b) das Modell mit gespeicherten Engrammen vergleichen c) feststellen, wieweit der Gegenstand mit bereits Bekanntem übereinstimmt - dafür ist Gedächtnis erforderlich. - Rekonstruktion ist also nicht Widerspiegelung - unser Erkenntnisbegriff ist enger als jeder Informationsbegriff. - Stegmüller: dreistellige Relation: S erkennt O als A.
I 296
Erkennen/Kutschera: der Schritt vom Nichtwissen zum Wissen - Wissen/Kutschera: nur als wahre Überzeugung zu explizieren - weder Wahrheit noch Subjektivität ist dabei steigerbar.
I 310
Erkenntnistheorie/Vollmer: Aufgaben: - Explikation von Begriffen - Untersuchung unserer kognitiven Fähigkeiten, Vergleich verschiedener kognitiver Systeme - Unterscheidung subjektiver und objektiver Strukturen, deskriptiver und normativer Aussagen, faktischer und konventioneller Elemente - Erhellung der Bedingungen für Erkenntnis - Aufweis von Erkenntnisgrenzen.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
Funktionalismus Lewis I (c) 57f
Putnams Funktionalismus ist ein anderer (früherer) als der von Lewis. Er richtet sich gegen das Computermodell des Geistes. Er setzt auf die Idee eines "Programm des Geistes" das vielleicht irgendwo anders schon materiell realisiert ist, z.B. in der Gesamtheit eines Schienensystems mit Gütertransporten.
I (c) 58
Lewis: sein Funktionalismus hat damit nichts zu tun. Aber nach ihm könnte es durchaus sein, dass Maschinen von vornherein keinen Geist besitzen können.
IV XI
Funktionalismus/Lewis: ich weiß gar nicht, ob ich Funktionalist bin: ich weise mindestens zwei Hauptthesen zurück: 1. Vs die These, dass jemand nur dann Schmerz empfindet, wenn er in einem Zustand ist, den die Rolle von Schmerz für ihn besetzt.
Lewis: es sollte darauf ankommen, welche Rolle dieser Zustand auch in anderen Individuen seiner Art spielt.
2. Vs die These, das "Schmerz" ein starrer Designator für das ist, was alle teilen, die Schmerz empfinden. Eher bezeichnet das Wort nichtstarr den Zustand, den die Rolle von Schmerz in verschiedenen gegebenen Arten spielt.
Sicher gibt es einen Zustand, denn alle Schmerzempfindenden gemeinsam haben, nämlich "Schmerzen haben" Aber das ist nicht der Schmerz selbst. Und es auch nicht die Rolle von Schmerz inne! Es ist ein "diagonaler Sinn".

Schwarz I 146
Analytischer Funktionalismus/Terminologie/Schwarz: so wird Lewis’ Position manchmal genannt, wegen der holistischen Charakterisierung. (Block, 1978(1), 271ff).
I 148
„analytisch“: weil die Charakterisierung der kausalen Rollen bei Lewis analytisch sein soll. Wenn Funktionalismus aber als VsIdentitätstheorie verstanden werden soll, dann ist Lewis kein Funktionalist, sondern Identitätstheoretiker.
Standardeinwände VsFunktionalismus betreffen Lewis auch gar nicht: Bsp mentale Zustände:
Mentale Zustände/Lewis: für ihre Charakterisierung braucht es auch wesentlich Verbindung zur wahrgenommenen Umgebung usw. Deshalb besteht keine Gefahr, dass wir Bsp der chinesischen Volkswirtschaft Gefühle zuschreiben müssen.


1. Ned Block [1978]: “Troubles with Functionalism”. In C.W. Savage (Hg.) Perception and
Cognition: Issues in the Foundations of Psychology, Minneapolis: Minnesota University
Press

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Identitätspolitik Klein Brocker I 933
Identitätspolitik/Naomi klein: KleinVsIdentitätspolitik: diese hat der kapitalistischen Verwertung »großartige Markeninhalte und hervorragende Marketingstrategien« geliefert: »Wenn es Vielfalt war, was wir wollten, schienen die Marken zu sagen, dann würden wir auch Vielfalt bekommen«(1). Aus »freiwillige[r] Blindheit« habe die Frauen- und Bürgerrechtsbewegung durch Identitäts- und Repräsentationspolitik auf ihre »radikalökonomischen Fundamente« verzichtet: »Wir waren so sehr damit beschäftigt, die Projektionen auf der Wand zu analysieren, dass wir nicht merkten, wie die Wand selbst verkauft wurde«.(2)


1. Naomi Klein, No Logo: Taking Aim at the Brand Bullies, Toronto 2000. (Tenth Anniversary Edition with a New Introduction by the Author, New York 32010.) Dt.: Naomi Klein, No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht – Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern, Frankfurt/M. 2015 (zuerst 2001) S. 123
2. Ebenda S. 136


Christine Bauhardt, „Naomi Klein, No Logo! (2000)“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Identitätstheorie Jackson Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie Das Leib Seele Problem in der angelsächsischen Philosophie des Geistes von 1949 bis 1987 in Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993

Lanz I 285
Frank JacksonVsIdentitätstheorie: Bsp Angenommen, ein perfekt informierter Neurophysiologe hat nur über Schwarzweißbildschirme Zugang zur Welt. Er weiß alles, was es in den Begriffen der Wissenschaft über das visuelle System der Menschen zu wissen gibt. Nehmen wir an, er erhalte nun einen Farbbildschirm. Ist es nicht offenkundig, dass er jetzt etwas Neues lernt, nämlich wie farbige Gegenstände aussehen? VsMaterialismus: Dieser lässt das aus.
MaterialismusVs: (VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive contra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten! Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände.
Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt! (> Repräsentation).

Jackson I
Frank C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
Identitätstheorie Kripke Frank I 32
Psychisch/physisch/Kripke/Frank: lehrt die Verschiedenheit der logischen Subjekte des Physischen und des Psychischen - Körperliches schreibe ich mit in einem naturalistischen Vokabular zu (syntaktische Strukturen), Psychisches in einem mentalistischen (semantische Strukturen).
Frank I 32
KripkeVsIdentitätstheorie: sie wird nicht weiter kommen, als dass eine Identität zwischen syntaktischen und semantischen Strukturen allenfalls darin begründet wäre, dass Semantisches nicht ohne Syntaktisches ist, aber damit ist es noch nicht hinreichend durch das Syntaktische bestimmt. - Das ist eine Variante der These der Supervenienz.
Frank I 114
KripkeVsIdentitätstheorie: es ist vorstellbar, dass ein psychisches Ereignis (Bsp Schmerz) ohne physisches Ereignis auftritt. - Daher sind beide nicht identisch. - Es ist gar keine wesentliche Eigenschaft einer Schmerzempfindung, ein psychisches Ereignis zu sein. - Vielmehr ist es nur eine akzidentielle Eigenschaft.
Frank I 123
KripkeVsIdentitätstheorie: diese behauptet eine kontingente Identität - da sie aber notwendig ist, können wir, wenn wir uns vorzustellen versuchen, dass die Identitätsaussage falsch ist, nicht von einer Täuschung sprechen! - Es hätte sich herausstellen können, dass Schmerz nicht C-Faser-Reizung ist: das ist keine Analogie zu Wärme/Molekülbewegung - wir greifen Wärme durch die kontingente Eigenschaft heraus, dass sie sich auf eine bestimmte Weise anfühlt - Schmerzen aber durch die notwendige Eigenschaft, sich wie Schmerz anzufühlen - KripkeVsLewis: die Annahme einer kausalen Rolle legt die falsche Vorstellung nahe, dass die Verursachung von Schmerz kontingent sei.

Saul A. Kripke (1972): Naming and Necessity, in: Davidson/Harmann
(eds.) (1972), 253-355

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identitätstheorie Quine II 209f
KripkeVsIdentitätstheorie: vorstellbar: Schmerz ohne Gehirnzustand - für Materialisten ist das schwierig auszuschließen. - QuineVsKripke: es ist nur schwierig, wenn der Materialist an metaphysische
Notwendigkeit glaubt.

X 88
Identitätstheorie der Logik: Identität/Logik/Quine: Wahrheiten der Identitätstheorie
Bsp „x = x“, „Ey((x = y)“ oder „~(x = y . ~(y = x))“ ((s) Symmetrie der Identität)
eignen sich nicht als logische Wahrheiten gemäß unseren Definitionen der logischen Wahrheit.
Grund: sie können falsch werden, wenn man „=“ durch andere Prädikate ersetzt.
Konsequenz. Sollen wir die Identität also nicht zur Logik rechnen, sondern zur Mathematik? Und zwar zusammen mit „>“ und „ε“? Siehe >Gleichheitszeichen.
Identität/Logik/Quine: wegen der logischen Wahrheit möchte man die Identität nicht zur Logik rechnen, aber es gibt auch Gründe dafür, sie doch dazuzurechnen:
X 89
Die Identitätstheorie ist vollständig, es gibt vollständige Beweisverfahren für die Quantorenlogik mit Identität. Identitätstheorie/Axiome/Gödel: fügt man das Axiom

(1) x = x
und das Axiomenschema

(2) ~(x = y . Fx . ~Fy)

einem vollständigen Beweisverfahren für die Quantorenlogik hinzu, so ergibt sich ein vollständiges Beweisverfahren für die Quantorenlogik mit Identität.
Universalität: diese Eigenschaft der Identitätstheorie lässt sie ebenfalls der Logik näher stehen als der Mathematik: sie behandelt alle Gegenstände unvoreingenommen.
Das deutet darauf hin, dass die Identitätstheorie wie die Quantorenlogik besonders grundlegend ist.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987
Identitätstheorie Rorty Frank I 579
Identitätstheorie/Rorty: nicht strikte Identität sondern Beziehung der Art, wie sie zwischen bestehenden und nichtbestehenden Entitäten besteht. - Seine "Verschwindensversion" (Foucault) soll die "Übersetzungstheorie" (Smart, Armstrong) ablösen. - Letztlich ist die Sprachpraxis entscheidend.

Richard Rorty (I970b) : Incorrigibility as th e Mark of the Mental, in: The
Journal of Philosophy 67 (1970), 399-424
Dt.: Unkorrigierbarkeit als das Merkmal des Mentalen, in : Peter Bieri (Ed.) (1981): Analytische Philosophie des Geistes,Königstein 1981 (Philosophie, Analyse und Grundlegung; Bd. 6)


Rorty I 136
Identitätstheorie/Rorty: RortyVsIdentitätstheorie: auch VsIdentität von Leib und Seele. - Lösung: Materialismus ohne Identitätstheorie.

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identitätstheorie Searle I 54
KripkeVsIdentitätstheorie: wenn es wahr wäre, dass Schmerz C-Faser-Reizung ist, dann müsste die Identität notwendig sein - wie die von Wärme und Molekülbewegung - aber es scheint nicht zuzutreffen, dass Schmerz notwendig ein bestimmter Gehirnzustand ist - Kripke: Einwand des gesunden Menschenverstands: nichts Geistiges lässt sich mit irgendetwas Ungeistigem gleichsetzen, ohne dass dabei das Geistige übergangen wird - SearleVsKripke: dieser ist immer noch Dualist.
I 56
Token-Token-Identitätstheorie/(Lewis)/Searle: kann als Materialist nicht sagen, dass die Gemeinsamkeit von Leuten, die glauben, dass Denver die Hauptstadt von Colorado ist, eben diese geistige Eigenschaft ist, weil der Materialismus diese leugnet. - Lösung: Funktion des neurophysiologischen Zustands. Vgl. >Typ-Token-Identitätstheorie.
I 56
SearleVsIdentitätstheorie: übergeht den Geist - Geist ist einfach da und stellt überhaupt kein Problem dar. - LeibnizVsIdentitätstheorie: nicht alle Eigenschaften sind identisch: einige eben physisch, einige geistig.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Qualia Jackson Pauen I 179
Farbenforscherin Mary/Jackson/Pauen: JacksonVsMonismus! Anders als Nagel. Bsp Fred vermag innerhalb des Rotspektrums zwei ganz unterschiedliche Farben zu sehen.
Bsp Farbenforscherin Mary: sie lernt "wie es ist", wenn sie ihren Schwarz-Weißraum verlässt.
These 1. Neurobiologisches Wissen ist im Hinblick auf phänomenale Erfahrungen prinzipiell unvollständig.
2. Der Monismus ist falsch, phänomenale Eigenschaften können nicht identisch mit neuronalen Eigenschaften sein! Phänomenale Eigenschaften sind kausal wirkungslose Nebeneffekte mentaler Zustände. (Epiphänomenalismus).
I 180
Jackson: zwei unterschiedliche Thesen 1. erkenntnistheoretische These, wonach neurobiologisches Wissen kein phänomenales Wissen impliziert (wie Nagel). LewisVsJackson/Pauen: Mary erwirbt kein neues Wissen, sondern nur die Fähigkeit, sich von nun an Farben vorzustellen. Das relevante Wissen hat sie bereits vorher.
JacksonVsLewis/Pauen: das Wissen geht offensichtlich über die Fähigkeit hinaus: neuerdings kann Mary sich Gedanken darüber machen, ob sie dieselben Farbempfindungen hat wie andere Menschen.
Entscheidend ist hier der Gegenstand der Überlegung: die Frage, ob ihre Vorstellungen von den phänomenalen Zuständen anderer zutreffen oder nicht.
Nida-Rümelin/Jackson/Pauen: (pro): das phänomenale Wissen ist hier ein echtes Wissen: es erlaubt die Entscheidung zwischen zuvor offenen Möglichkeiten.
I 181
LycanVsJackson/Pauen: liefert gar kein Argument VsMonismus: das Wissen muss sich nicht auf neuartige Tatsachen außerhalb der Physik beziehen, es kann sich einfach um einen neuen Zugang handeln. Mary kannte schon vor ihrer Befreiung "sämtliche Tatsachen", aber sie hatte nur begrenzten Zugang zu ihnen. Das ist also wieder eine epistemische, keine ontologische Beweisführung. Daher ist kein Einwand gegen den Monismus zu erwarten.
Ein physisches Duplikat von Mary müsste die gleichen Empfindungen haben. Jedenfalls wird das von Jackson nicht ausgeschlossen.
I 182
So zeigt Jackson nur die schwächere Variante der Unterscheidung von neurobiologischem und phänomenalem Wissen: sie zeigen, dass die Kluft besteht, aber nicht, dass sie unüberbrückbar ist.
Fehlende Qualia/Pauen: Bsp zwei ansonsten physisch identische Organismen unterscheiden sich mental völlig voneinander: der eine hat keinerlei phänomenale Empfindungen.
Pointe: wenn das möglich ist, dann kann physiologischen Wissen keinerlei Auskünfte über die mentalen Zustände geben.
LenzenVs: es ist nicht klar, in welchem Sinne dieser Fall "möglich" ist: es gibt wohl Menschen, deren gesamtes Verhalten ohne Bewusstsein vonstatten geht, andere, bei denen zumindest einige Tätigkeiten bewusst sind.
Fehlschluss jeder/alle/Pauen: nun kann man vielleicht behaupten, dass jede einzelne Handlung auch ohne Bewusstsein ausgeführt werden könnte, aber nicht alle Handlungen!
I 183
Das geht auch schon deshalb nicht, weil viele Handlungen Lernen voraussetzen. Wir hätten sie also niemals lernen können! VsVs: der Vertreter der fehlenden Qualia muss nicht auf Lenzen eingehen, er kann ganz einfach behaupten, die Vorstellung sein "intuitiv plausibel".
Damit setzt das Argument der Vorstellbarkeit gewisse Szenarien voraus.
Jedenfalls kann darf man aus der Vorstellbarkeit nicht die Möglichkeit folgern. Nur eine solche reale Möglichkeit würde aber einen ernsthaften Einwand VsIdentitätstheorie begründen.
VsFehlende Qualia: mentale Zustände werden hier de facto zu Epiphänomenen degradiert.
1. Dualistische Unterscheidung zwischen mentalen und physischen Eigenschaften.
I 184
2. Es wird unterstellt, dass die mentalen Eigenschaften nicht kausal wirksam sind, sonst würde sich ihr Ausbleiben bemerkbar machen.

Jackson I
Frank C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Repräsentation Pauen Pauen I 57
Repräsentation/Einheit/Wolf Singer/Pauen: Repräsentation der Einheitlichkeit muss keine einheitliche Repräsentation sein - weil die Verbindung zwischen verschiedenen Aspekten durch synchrones Feuern repräsentiert wird.
I 217ff
Repräsentation/Pauen: Problem: Naturalisierung der Intentionalität - ich verletze keine physikalischen Gesetze, wenn ich eine Katze mit einem Hund verwechsle - Problem: ein Scheitern der Erklärung würde Zweifel an der Existenz mentaler Zustände aufkommen lassen. Asymmetrie: Repräsentation steht für einen Gegenstand, aber nicht umgekehrt der Gegenstand für eine Repräsentation - R sind Bestandteile der Sprache des Geistes.
Computeranalogie: Symbole.
Propositionale Einstellungen: Relationen zu Symbolen.
I 226
Kausalität: Problem: Vorstellung in Abwesenheit des Gegenstands.
I 232
Repräsentation/Kausaltheorie/VsDretske/Pauen: Bsp Sonnenbrand keine Repräsentation der Sonne.
I 233
Bsp Magenverstimmung keine Repräsentation verdorbener Speisen.
I 235
Aber aus einem Scheitern der starken Naturalisierung ergibt sich kein Argument VsIdentitätstheorie.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 22 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsIdentitätVsIdentität Funktionalismus Vs Alltagspsychologie Schwarz I 147
analytischer Funktionalismus/Terminologie/Schwarz: so wird Lewis’ Position manchmal genannt, wegen der holistischen Charakterisierung. (Block, 1978, 271ff)(1).
Schw I 148
„analytisch“: weil die Charakterisierung der kausalen Rollen bei Lewis analytisch sein soll. Wenn Funktionalismus aber als VsIdentitätstheorie verstanden werden soll, dann ist Lewis kein Funktionalist, sondern Identitätstheoretiker.
Standardeinwände VsFunktionalismus betreffen Lewis auch gar nicht: Bsp mentale Zustände:
mentale Zustände/Lewis: für ihre Charakterisierung braucht es auch wesentlich Verbindung zur wahrgenommenen Umgebung usw. Deshalb besteht keine Gefahr, dass wir Bsp der chinesischen Volkswirtschaft Gefühle zuschreiben müssten. (>DennettVsSearle?).
Andererseits kommt es nicht nur auf Input Output Relationen an, so dass Maschinen, die sich zwar äußerlich verhalten wie wir, aber intern völlig anders sind (Bsp Blocks (1981)(2) „Blockhead“, Searle: Bsp Chinese Room (1980)(3), Wünsche, Schmerzen und Meinungen hätten (> Bsp Marsmenschenschmerz).
Schmerz/VsLewis/VsVolkspsychologie: wenn wir wissen wollen, was Schmerz ist, sollten wir Schmerzforscher fragen und nicht den Mann auf der Straße.Theorie Theorie/Philosophie des Geistes/Schwarz: These: dass wir das Verhalten unserer Artgenossen mit Hilfe eines internalisierten Satzes an Regeln und Prinzipien interpretieren und nicht z.B.: durch mentale Simulation. Das wird Lewis völlig fälschlich zugeschrieben. Dieser hat sich dazu nie geäußert.
Alltagspsychologie/Lewis: ist keine besondere „Theorie“. Sie setzt nur voraus, dass wir Meinungen und Erwartungen über mentale Zustände haben nicht unbedingt bewusste. (1997c(4): 333, früh: „Sammlung von Platituden“ (1972,§3)(5).
LewisVsPsychologie: das wäre ein Wechsel des Themas. Wir wollen doch wissen, ob ein biologischer Zustand die Rolle spielt, die wir mit „Schmerz“ assoziieren.
Schw I 149
SchwarzVsLewis: der Gegensatz ist vielleicht weniger stark, manche Schmerzforscher könnten besser wissen, was Schmerz ist. Bsp Depression.

1. Ned Block [1978]: "Troubles with Functionalism". In C.W. Savage (Hg.) Perception and
Cognition: Issues in the Foundations of Psychology, Minneapolis: Minnesota University
Press
2 .Ned Block [1981]: “Psychologism and Behaviourism”. Philosophical Review, 90: 5–43
3. John Searle [1980]: “Minds, Brains and Programs”. Behavioral and Brain Sciences, 3: 417–
457
4. David Lewis [1997c]: “Naming the Colours”. Australasian Journal of Philosophy, 75: 325–342.
5. David Lewis [1972]: “Psychophysical and Theoretical Identifications”. Australasian Journal of Philosophy, 50: 249–258.





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsIdentitätVsIdentität Kripke Vs Armstrong, D. Frank I 121
KripkeVsIdenttätsteorie: erfüllt diese einfachste Anforderung nicht: Schmerz muss als Schmerz gefühlt werden, sonst ist er kein Schmerz! kausale Rolle: Bsp Absicht ruft Handlung hervor, Schmerz Schmerzverhalten.
Identitätstheorien/KripkeVsLewis/KripkeVsArmstrong: gehen gewöhnlich davon aus, dass Reize und kausale Rollen einen Gehirnzustand zu einem psychischen Zustand machen.
Das legt den Vertretern irrtümlicherweise die Vorstellung nahe, dass diese Verursachung kontingent sei.
Bzw. dass die Identität dieses Gehirnzustands mit dem und dem psychischen Zustand zufällig sei.
Identitätstheorie:
1. X ist ein Gehirnzustand 2. Die Tatsache ist kontingent, dass Schmerz gerade von dem und dem Reiz hervorgerufen wird. (Klingt ja auch ganz plausibel) und ein bestimmtes Verhalten hervorruft.
Der Gehirnzustand kann nun auch existieren, ohne das passende Verhalten hervorzurufen.
Somit scheinen 1. und 2. zu behaupten, dass ein gewisser Schmerz hätte existieren können, ohne Schmerz gewesen zu sein.
Identität/KripkeVsIdentitätstheorie: wenn x = y, dann teilen x und y alle ihre Eigenschaften. Einschließlich ihrer modalen Eigenschaften.
Bsp wenn x der Schmerz und y der Gehirnzustand ist, dann ist es eine wesentliche Eigenschaft von x, ein Schmerz zu sein und eine wesentliche Eigenschaft von y, ein Gehirnzustand zu sein!
Wenn nun die Beziehung zwischen beiden tatsächlich Identität ist, dann muss es von y notwendig sein, dass es einem Schmerz entspricht, und von x notwendig, dass es einem Gehirnzustand entspricht, nämlich y.
Beide Behauptungen scheinen aber falsch zu sein.

Saul A. Kripke (1972): Naming and Necessity, in: Davidson/Harmann
(eds.) (1972), 253-355

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsIdentitätVsIdentität Pauen Vs Eccles, J.C. Pauen I 52
Def Psychonen/Eccles: die kleinsten Elemente mentaler Zustände. Ihre Aktivität verändert lediglich die Wahrscheinlichkeit für das Ausschütten von Transmittern. Daher kein Konflikt mit Energieerhaltung. Lösung quantenmechanische Abweichungen. (>Bewusstsein/Penrose). Eccles/Pauen: damit nähert er sich wieder dem Substanzdualismus an! Psychonen sind keine Eigenschaften, sondern selbständige Entitäten, die Bewusstsein instantiieren.
Nur der Dualismus kann die Willensfreiheit sichern (wie Popper).
Eccles/Popper: These: der selbstbewusste Geist ist damit beschäftigt, Gehirnereignisse gemäß seinem Interesse aktiv zu modifizieren.
Def Bindungsproblem/Pauen: die Einheitlichkeit der Perspektive der ersten Person kann angesichts der Vielfalt neuronaler Aktivitäten nur durch das Eingreifen eines bewussten Geists, nicht aber durch die neuronalen Aktivitäten erklärt werden.
I 53
Bindungsproblem/Pauen: mittlerweile gibt es konkrete neurobiologische Vorschläge zur Lösung. Bindungsproblem/Eccles: bringt empirische Belege: >Libet. "Fähigkeit des selbstbewussten Geists". zu "zeitlichen Tricks".
Geist/Bewusstsein/Gehrin/Experiment/Benjamin Libet/Pauen: Bsp schwache Hautreize werden zwar erst nach 0,5 Sek registriert, werden aber auf den Zeitpunkt zurückdatiert, an dem sie tatsächlich stattgefunden haben.
Geist/Gehirn/Experiment/Kornhuber: auch bei vollständiger Abwesenheit physischer Stimuli kann neuronale Aktivität allein durch mentale Prozesse bewirkt werden.
EcclesVsMaterialismus/EcclesVsIdentitätstheorie: unwissenschaftlicher Aberglaube.
PauenVsEccles: unklar ist, ob man die unbestrittenen Wirkungen der ideellen Welt 3 auf die physische Welt 1 nur erklären kann, wenn man die Existenz autonomer mentaler Prozesse unterstellt.
Bsp Wenn ein Glas zerspringt, während eine Sopranistin übt, ist diese Erklärung jedenfalls unzulässig!
I 54
Bsp Kongresse haben unbestritten physikalische Abläufe, doch die sind sämtlich innerphysikalisch zu erklären. z.B. der Energiehaushalt im Kongreßzentrum. Die bloße Entdeckung einer neuen Methode bringt die Wissenschaftler nicht zusammen. Erst wenn neurobiologisch nicht zu erklärende Willensakte gefunden würden, wäre die Position des Monisten erschüttert.
I 55
VsEccles: dieser behauptet, solche Beweise zu besitzen, die Experimente von Libet und Kornhuber geben das aber nicht her: als Produkte autonomer mentaler Akte könnte die Ergebnisse nur gewertet werden, wenn physische Ursachen ausgeschlossen werden könnten, und das haben die Experimente nicht im geringsten gezeigt. Da das Gehirn die Fähigkeit hat, Aktivitäten über längere Zeit auch ohne äußere Reize aufrechtzuerhalten, lassen sich auch scheinbar "spontane" Reaktionen neurobiologisch erklären.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsIdentitätVsIdentität Burge Vs Identitätstheorie Frank I 673ff
BurgeVsIdentitätstheorie: pro Externalismus: diskreditiert die Token-Identitätstheorie nicht, wohl aber Typ-Identität.
Donald Davidson (1987) : Knowing One's Own Mind, in: Proceedings and
Adresses of the American Philosophical Association LX (1987),441 -4 58

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Burge II
Tyler Burge
"Two Kinds of Consciousness"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsIdentitätVsIdentität Funktionalismus Vs Identitätstheorie Lanz I 287
Identitätstheorie/Lanz: die Identitätstheorie identifiziert Typen mentaler Zustände mit physikalistisch charakterisierten Typen von Zuständen des Gehirns. Danach muss ein bestimmter Typ von Geisteszustand (z. B. »Schmerzen haben«) immer in derselben neuralen Struktur realisiert sein.
FunktionalismusVsIdentitätstheorie/Lanz: das ist empirisch unplausibel:
1 das Gehirn hat die Fähigkeit, Schädigungen seiner Teile zu kompensieren, indem andere Teile die ausgefallenen Funktionen übernehmen. (Split-Brain).
2. Zwei Wesen könnten physiologisch sehr unterschiedlich realisiert sein (Roboter, Marsmenschen) und dennoch dieselben Überzeugungen, Wünsche und Erwartungen haben.

Horwich I 423
FunktionalismusVsIdentitätsthese/PutnamVsIdentitätstheorie/Harman: muss zurückgewiesen werden wegen Fällen von Bsp vertauschten Spektren. (Harman: anderswo („Conceputal role semantics“, Notre dame Journal.of.Formal Logic, XXIII,2 April 1982, 242ff) Vs). Tatsachen/Werte/Rationalität/Harman: die philosophische Tradition nimmt an, dass Moralität und Bewertung in einer anderen Weise von der einen oder anderen Menge von Standards (Prinzipien) abzuhängen scheinen als Rationalität es tut.
Rationalität/Harman: ihre Prinzipien sind andere als die der Logik. (Nicht dass ich wüßte welches sie sind). Sie werden auch von niemand explizit akzeptiert. Wir nehmen im Grunde an, dass die Menschen in derselben Weise überlegen. (reason the same way).
Prinzipien: ihre Existenz erlaubt uns, die Überlegungen anderer zu verstehen.

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsIdentitätVsIdentität Kripke Vs Identitätstheorie I 175 ~
KripkeVsIdentitätsthese: C-Fasern: Gott müßte zusätzlich uns die Erregung als Schmerz fühlen lassen. Keine Identität - Physikalische Wahrheiten notwendig: Bsp Wärme = Molekülbewegung - aber keine Analogie zu Geist-Gehirn-Identitäten.
Im Fall der Erregung der C-Fasern müsste Gott als Zusätzliches uns diese Erregung als Schmerz fühlen lassen, und nicht als Kitzel oder als Wärme oder als gar nichts. Die Relation zwischen den beiden Phänomenen ist nicht die Identität!
Gott musste zusätzlich zur Erschaffung eines Menschen diesen auch zum Erfinder machen. Nicht so im Falle des Schmerzes: wenn das Phänomen überhaupt existiert, dann sollte keine weitere Arbeit erforderlich sein, um es zu Schmerz zu machen.
Lanz I 284
Exkurs: Def Notwendigkeit/Kripke: solche Identitätsbehauptungen, in denen beide Ausdrücke starr designieren. Bsp "Wasser ist H20". Wasser hätte nicht etwas anderes sein können. Es ist für Wasser wesentlich, dass es der Stoff mit der atomaren Struktur ist. Wo es kein H20 gibt, gibt es kein Wasser. Bsp Zwillingserde: wir können uns qualitative (epistemisch) identische Situationen vorstellen, in denen die klare Flüssigkeit in unseren Seen etwas anderes wäre.
Das liegt daran, dass wir die Referenz starrer Designatoren (»Wasser«, »H20«) mit Hilfe nichtstarrer Designatoren (Kennzeichnungen: »die klare Flüssigkeit in unseren Seen«) festlegen können.
KripkeVsIdentitätstheorie: »Schmerz« und »Gehirnprozeß X« sind starre Designatoren. Also ist der Satz: »Schmerz ist Gehirnprozeß X« ein notwendig wahrer Satz
Also muss der Identitätstheo retiker erklären, wie die Illusion zustande kommen kann, der Satz sei kontingent wahr.
Diese Erklärung ist nicht möglich! Denn sie verlangte, dass man sich eine Situation vorstellt, die qualitativ mit unserer identisch ist, in der sich der Gehirnprozeß X jedoch nicht wie Schmerz anfühlt, aber dennoch Schmerz ist! (Fälschlich).
Was sich nicht wie ein Schmerz anfühlt, ist kein Schmerz!
Die wesentlichen Eigenschaften von Schmerzen und von Gehirnprozessen sind verschieden .
Also können Schmerzen nicht mit Gehirnprozessen identisch sein.

Kripke I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

Kripke II
Saul A. Kripke
"Speaker’s Reference and Semantic Reference", in: Midwest Studies in Philosophy 2 (1977) 255-276
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Kripke III
Saul A. Kripke
Is there a problem with substitutional quantification?
In
Truth and Meaning, G. Evans/J McDowell Oxford 1976

Kripke IV
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg) Oxford/NY 1984

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
VsIdentitätVsIdentität Popper Vs Identitätstheorie Vollmer II 96
Eccles/PopperVsIdentitätstheorie: sie sei nicht mit der Evolutionstheorie vereinbar. Wenn evolutionäre Vorteile schon in der physischen Gegebenheit realisiert sind, braucht es den "Innenaspekt" des Bewusstseins, der psychischen Welt nicht mehr. Denn wenn die physikalischen Strukturen bereits diesen Vorteil aufweisen, dann bestünde der Vorteil auch dann, wenn die Strukturen diesen Innenaspekt nicht hätten. (>Epiphänomenalismus); weitere Einträge zu >Eccles/Popper.

Po I
Karl Popper
Grundprobleme der Erkenntnislogik. Zum Problem der Methodenlehre
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsIdentitätVsIdentität Rorty Vs Identitätstheorie Frank I 581
RortyVsIdentitätstheorie: a) Übersetzungsversion: Smart (s.u.) b) behavioristischer Materialismus (Ryle, Armstrong) beide sind unbefriedigend
Übersetzungstheorie/Armstrong: eine Aussage über Mentales wird übersetzt in eine Aussage mit dem Subjektterm: "ein Zustand, der geeignet ist, die folgenden Verhaltensweisen hervorzubringen"
RortyVs: wenn das zutrifft, ist es nicht einsehbar, warum wir dualistische Intuitionen hatten.
Antidualismus ist dem Dualismus nur überlegen, wenn er den Dualismus miterklären kann.
Fra I 587
VsIdentitätstheorie/Rorty: selbst wenn sie uns von gewissen Entitäten entlastet, entlastet sie uns nicht von der Annahme der entsprechenden Eigenschaften. Gehirnprozesse haben nicht die Eigenschaft "gelb", dafür brauchen wir also noch etwas anderes. Lösung/Smart: "Etwas geht in mir vor, das demjenigen gleicht, wenn ich etwas Gelbes sehe". ("Übersetzung"/ ähnlich Armstrong). >Identitätstheorie, >Typ-/Token-Identität, >Dualismus.


Richard Rorty (I970b) : Incorrigibility as th e Mark of the Mental, in: The
Journal of Philosophy 67 (1970), 399-424
Dt.: Unkorrigierbarkeit als das Merkmal des Mentalen, in : Peter Bieri (Ed.) (1981): Analytische Philosophie des Geistes,Königstein 1981 (Philosophie, Analyse und Grundlegung; Bd. 6)

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsIdentitätVsIdentität Ryle Vs Identitätstheorie Pauen I 89
RyleVsIdentitätstheorie: Kategorienfehler: beruft sich auf innere Ereignisse, um äußerliches Verhalten zu erklären. PauenVsRyle: harmlose Praxis wie "Schnittstelle", "Datenautobahn".
Es ist keineswegs immer verfehlt, einen Begriff außerhalb seines normalen Kontexts zu gebrauchen.
Natürlich akzeptiert auch Ryle Metaphern, aber er hat kein brauchbares Kriterium um erlaubte Metaphern von unerlaubten zu unterscheiden. Schon die Alltagssprache überschreitet alles, was Ryle für erlaubt hält.
Disposition/VsRyle: Bsp auch bei Kopfschmerzen könnte jemand darauf verzichten, eine Tablette zu nehmen. Bsp Man könnte einen Schirm mitnehmen, um ihn jemand zurückzugeben, ohne zu glauben, dass es regnet. Man könnte fasten trotz Hungers usw. Ich könnte eine Musikalienhandlung betreten, um für jemand anders Noten zu kaufen usw.
I 90
Wenn man dann nach Gründen gefragt wird, ist es unmöglich, zu einer vollständigen Liste zu kommen. Die wäre aber notwendig, wenn die Bedeutung eines mentalistischen Ausdrucks tatsächlich in der Dispositionsanalyse erfasst werden sollte. Jeder dieser Sätze enthält außerdem wieder einen mentalistischen Ausdruck.

Ryle I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsIdentitätVsIdentität Searle Vs Identitätstheorie I 52
SearleVsIdentitätstheorie: a) der gesunde Menschenverstand stellt die Identitätstheorie vor folgendes Dilemma: Angenommen, die Theorie ist tatsächlich empirisch wahr: dann muss es bei jedem betreffenden Phänomen logisch voneinander unabhängige Merkmale geben, die dieses selbe Phänomen auf zwei unterschiedliche Weisen eindeutig charakterisieren: so, wie das auf der linken Seite der Identitätsaussage identifiziert wird, zum anderen, wie es auf der rechten Seite identifiziert wird (Stevenson 1960)(1).
Dann muss es zweierlei Merkmale geben: Schmerzmerkmale und neurophysiologische Merkmale.
Eine solche Aussage verstehen wir, weil wir Sie folgendermaßen verstehen: ein und dasselbe Ereignis ist mit Hilfe zweierlei Arten von Eigenschaften identifiziert worden.
Dilemma: entweder die Schmerzmerkmale sind subjektive, geistige, introspektive Merkmale wenn sie es sind, dann sind wir den Geist eigentlich noch nicht losgeworden. Wir haben es dann immer noch mit einer Spielart des Dualismus zu tun.
Andernfalls, wenn wir das Wort "Schmerz" so verstehen, als bezeichne es kein subjektives geistiges Merkmal, dann bleibt die Bedeutung dieses Wortes vollständig geheimnisvoll und unerklärt.
I 53
Wie beim Behaviorismus wird auch hier wiederum der Geist übergangen. Entweder übergeht der Identitätstheoretische Materialismus den Geist, oder er übergeht ihn nicht; wenn er ihn übergeht, ist er falsch; übergeht er ihn nicht, ist er kein Materialismus.
Smart wollte die sogenannten geistigen Merkmale in einem
"themen neutralen" Vokabular beschreiben, die das Faktum ihrer Geistigkeit unerwähnt ließ (Smart 1959)(2).
SearleVsSmart: doch dass man über ein Phänomen reden kann, ohne seinen wesentlichen Merkmale zu nennen, bedeutet nicht, dass dieses Phänomen existiert, oder nicht diese wesentlichen Charakteristika hat.
Technischer Einwand VsIdentitätstheorie: es ist unwahrscheinlich, dass es zu jedem Typ eines Geisteszustandes einen und nur einen Typ eines neurophysiologischen Zustands gibt.
Dennoch scheint das zuviel verlangt, dass jedermann, der glaubt, dass Denver die Hauptstadt von Colorado ist, eine neurophysiologisch gesehen identische Konfiguration in seinem Gehirn hat. (Putnam 1967(3), und Fodor und Block 1972(4)).
I 54
Wir wollen doch nicht die Möglichkeit ausschließen, dass bei einer anderen Spezies Schmerz vielleicht mit irgendeiner andersartigen neurophysiologischen Konfiguration identisch ist. Kurz, es scheint zuviel verlangt, dass jeder Typ von Geisteszustand mit einem Typ von neurophysiologischem Zustand identisch ist. 3. Technischer Einwand leitet sich von Leibniz Gesetz her.
LeibnizVsIdentitätstheorie: falls zwei Ereignisse nur dann identisch sind, wenn sie alle ihre Eigenschaften gemein haben, dann können Geisteszustände offenbar nicht mit physischen Zuständen identisch sein, den Geisteszustände haben gewisse Eigenschaften, die physische Zustände nicht haben. Bsp ist mein Schmerz im Zeh, während mein entsprechender neurophysiologischer Zustand vom Zeh bis zum Gehirn reicht.
Wo ist der Schmerz also wirklich? Die Identitätstheoretiker hatten damit kein großes Problem.
Sie erklärten, dass die Analyseeinheit in Wirklichkeit das Erlebnis des Schmerzhabens ist und dass dieses Erlebnis (mitsamt dem Erlebnis des gesamten Körperbilds) vermutlich im Zentralnervensystem stattfindet. Searle: damit haben Sie recht.
4. Radikalerer technischer Einwand: Kripke (1971)(5): Modalargumentation: wenn es wirklich wahr wäre, dass Schmerz mit C Faser Reizung identisch ist dann müsste es sich dabei um eine notwendige Wahrheit handeln.


1. J. T. Stevenson, Sensations and Brain Processes: A Reply to J. J. C. Smart, Philosophical Review 69, 505-510
2. J. J. C. Smart, Sensations and brain processes. Philosophical Review 68, 1959: pp.141-56
3. H. Putnam, “The Mental Life of Some Machines” in: H. Castaneda (Ed) Intentionality, Minds, and Perception, Detroit MI 1967
4. N. Block and J. Fodor, What psychological states are not; Philosophical Review 81, 1972
5. S. A. Kripke, Naming and Necessity, Reprint: Cambridge 1980

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
VsIdentitätVsIdentität Verschiedene Vs Identitätstheorie Lanz I 280
VsIdentitätsthese: Empfindungen können nicht mit Gehirnprozessen identisch sein, weil man wissen kann, daß man etwas bestimmtes empfindet, ohne damit zu wissen, daß der entsprechende Gehirnprozeß abläuft. Die vollständige Ignoranz in Sachen Neurophysiologie hindert keinen daran, ein guter Alltagspsychologe zu sein.
Identität/Leibniz: (VsIdentitätsthese) alle Eigenschaften müssen geteilt werden. Beliebtes Argument gegen die Identitätsthese: findet man nun also Merkmale, die mentale Phänomene besitzen, nicht aber die mit ihnen vermeintlich identischen neuralen Zustände oder Prozesse, so glaubt man, die These zu sei erledigt. Bsp Schmerzen können stechend sein, neuronale Ereignisse nicht, Gedanken können scharfsinnig sein, neurale Zustände nicht, mein Erinnerungsbild vom Eiffelturm hat Gestalt, Form und Farbe, nicht aber der neurale Zustand, Gedanken lassen sich nicht lokalisieren, wohl aber neuronale Prozesse usw.. Angeblich lasse man sich hier einen Kategorienfehler zu Schulden kommen.
VsVs: Verwechslung von Wort und Gegenstand, Wortbedeutung (Beschreibung) unterschiedlich, dennoch kann der Gegenstand derselbe sein.
Te I 45
Geist/Gehirn/TetensVsIdentitätstheorie: die Antwort auf die Frage: "sind mentale Zustände Gehirnzustände? Fällt am Ende komplizierter aus: einerseits sind sie als Ursachen aus dem Verhalten erschlossen, IV 145 Keine Identität aufgrund psycho-physischer Gesetze, das gleiche Verhalten kann von unterschiedlichen Gehirnzuständen begleitet sein (>Davidson). Andererseits beziehen wir uns auf Interaktionsmuster, die die Zuschreibung mentaler Zustände wesentlich miteinschließt. Insofern macht es keinen Sinn zu sagen, wir bezögen uns nur auf Gehirnzustände. So gibt es keine eindeutige Antwort nach einer Identität beider Zustände.
Te I 147
TetensVsIdentitätstheorie: diese läßt die Wirksamkeit der Zuschreibungen mentaler Zustände für Interaktionen weg.
Vollmer I 108
Identitätstheorie/Monismus/Vollmer: bedeutendste monistische Theorie: Geist ist eine Funktion des Zentralnervensystems, die erst auf einem gewissen Evolutionsniveau entsteht. Vertreter: Feigl, Armstrong, Smart, Place, Bunge, Lewis.
Funktion/Erklärung/Evolutionstheorie/Vollmer: durch Evolution kann man eine Funktion nur erklären, wenn diese Funktion einen selektiven Vorteil bedeutet.
Bsp Gedächtnis, darstellende Funktion unseres Zentralnervensystems, Simulationsfunktion.
VsIdentitätstheorie/Vollmer: es gibt ein evolutionstheoretisches Argument: wenn mentale Prozesse identisch sind mit physikalischen Prozessen, dann muss der selektive Vorteil mentaler Prozesse gleichzeitig ein Vorteil physikalischer Prozesse sein.
Dann bestünde dieser Vorteil aber auch, wenn die physikalischen Prozesse gar keinen Innenaspekt hätten. Die biologische Bedeutung (und selektiver Vorteil) wären sichergestellt, ohne dass es überhaupt psychische Nebenprodukte (>Epiphänomenalismus) gäbe.
Dann ist der ganze Innenaspekt, dass sich die Welt für uns irgendwie anfühlt, unerklärt, überflüssig. Warum hat er sich dann überhaupt entwickelt?

Vollmer II 89
VsIdentitätstheorie/Vollmer: psychische Vorgänge sind zwar subjektiv, doch unleugbar! Insofern ist es leichter , die Existenz von Materie zu bezweifeln (>Descartes).
II 90
VsIdentitätstheorie/Vollmer: psychische und physische Prozesse erscheinen gänzlich unvergleichbar. Neuronale Vorgänge sind lokalisiert, das Bewusstsein nicht. Vollmer:(pro Identitätstheorie): Manche Identitätstheoretiker nehmen das gar nicht ernst, aber das Argument ist auch gar keine Bedrohung: wir können die Verschiedenheit projektiv deuten: als subjektive und objektive Aspekte ein und derselben Sache. Bsp ein Zylinder erscheint von verschiedenen Seiten als Kreis oder Quader.
VollmerVsVs: Identität: nicht alle Eigenschaften müssen übereinstimmen: der optische und der haptische Eindruck eines Apfels sind auch nicht identisch.





Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
VsIdentitätVsIdentität Loar Vs Identitätstheorie I 15
VsTypen-Identitätstheorie/Typenidentität/Loar: ist in den letzten Jahren von Physikalismus oft abgelehnt worden zugunsten der schwächeren Token-Identität. (stärker/schwächer). Loar: aber es gibt Korrelationstheorien die noch schwächer sind und diese sind zu schwach. Bsp dass jedem mentalen Zustand ein oder mehrere physische Zustände entsprechen.
Typ-Identität. (s.u. Kap 4): relativiert auf ein Individuum zu einer bestimmten Zeit, kann es so etwas geben.
1. Argument für psychophysische Korrelationen/Loar: wenn es Token-Identitäten zwischen prop Einst und physischen Zuständen gibt, dann auch Typ-Korrelationen. D.h. Glauben und Wünsche sind unter den Ursachen für Bewegungen und physikalische Ereignisse haben nur physikalische Ursachen.
I 16
systematische Rolle: brauchen wir aber noch zusätzlich: B ist von einem Typ, der eine bestimmte Position im System von Zustandstypen von Subjekt z hat, die zu t durch gewisse KoKo-Relationen (kontrafaktische Konditionale) verbunden sind. Eigenschaften 2. Stufe: sind hier involviert, a) der Personen, b) der Glaubenstokens.
Problem: das ist sehr umständlich. Können wir keine schwächere Theorie annehmen? Mit Eigenschaften 1. Stufe? Bsp B’s systematische Rolle besteht dann zum Teil in seinen möglichen Interaktionen mit anderen Einstellungen.
Problem: um Arten von Einstellungen zu charakterisieren, müssen wir von ihren systematischen Rollen abstrahieren.
Abstraktion: geht aber nicht mit kontrafaktischen Eigenschaften 1. Stufe. ((s) weil immer auf ein bestimmtes Individuum bezogen).
I 17
Problem: dann müsste man schon den Begriff von Glauben haben (zirkulär). Das ist genau das Problem des analytischen Behaviorismus. Lösung/Loar: wir gehen eine Ebene höher: Quantifikation über Typen 1. Stufe. Bsp es gibt Zustandstypen von z zu t, die kontrafaktisch so und so organisiert sind.
Token-Identität: hier muss das physische Token B das Prädikat erfüllen: „x ist ein Glauben dass p“ d.h.
systematische Rolle: von B zu t muss der Position dieses Prädikats in der Glauben-Wunsch-Theorie entsprechen. Die sR muss aber mit einer Eigenschaft 2. Stufe identifiziert werden! D.h. eine Eigenschaft. Die aus Typ-Typ-Relationen hervorgeht für eine Person zu einer Zeit t.
Eigenschaft 2. Stufe/Loar: hier „glauben, dass p“.
mentaler Zustand: ist dann identisch mit Zustands-Typen 2. Stufe.
VsIdentität: eine Korrelation, die keine Identität ist, zwischen mentalen Zustandstypen M1..Mn und physischen Zustandstypen 1. Stufe P1, …Pn kann dann diese logische Form haben: z ist in Mi kraft eines Zustands 1. Stufe mit der systematischen Rolle die in Mi involviert ist und Pi ist dieser Zustand 1. Stufe.
Andererseits:
Zustand 1. Stufe: kann bezeichnet werden durch „z’s Glauben dass p zu t“. Dieser hat für z die und die systematische Rolle zu t.
Identitätstheorie/Loar: damit kann man zu recht sagen, dass mentale Zustände identisch sind mit physische Zuständen 1. Stufe.
Pointe: aber man braucht auch den früheren Sinn von „mentaler Zustand“, um ausdrücken zu können, dass zwei Lebewesen im selben mentalen Zustand sind.
2. Argument für psychophysische Korrelationen/Loar: setzt keine Token-Identitäten voraus.
These wenn Glauben und Wünsche Ursachen für Verhalten sind, muss es psychophysische Typ-Korrelationen für Personen zu bestimmten Zeiten geben.
Pointe: das Argument speist sich aus der Überlegung, dass keine Theorie dagegen gefeit ist, sich als erklärungsmäßig irrelevant herauszustellen.
I 18
Z.B. durch zukünftige Wissenschaft. Frage. Welchen Status sollen dann angenommene Glauben und Wünsche zur Erklärung von Verhalten haben? Sind sie noch relevant? Einzige Rechtfertigung: dass die alte Theorie einige Unterscheidungen trifft, die die neue Theorie wahr macht. Loar: These: jedenfalls werden wir dann immer noch psychophysische Korrelationen, relativiert auf Personen und Zeiten brauchen.
Revisionismus/Loar: Bsp angenommen, man wollte argumentieren, dass keine wissenschaftliche Erkenntnis jemals erweisen könnte, dass wir keine Glauben und Wünsche haben.
I 19
Frage: könnte überhaupt irgendetwas diese Haltung falsifizieren? Wohl nur Erkenntnisse über Verhalten. Glauben-Wunsch-Theorie/Loar: für sie gibt es zwei Möglichkeiten, welche Status sie als Theorie hat:
a) ihre Wahrheit folge logisch ihrem Systematisierungserfolg (das ist Instrumentalismus mit seinem perversen Gebrauch von „wahr“.)
b) sie sei realistisch zu interpretieren, d.h. dass ihre Wahrheit nicht logisch aus ihrem Systematisierungserfolg folgt. Sie sind dann empirisch wie physikalische Theorien.
Problem: wir haben einen dogmatischen Dualismus, indem die Theorie durch keinen Grad von Erfolg in wissenschaftlicher Erklärung von Verhalten widerlegt werden könnte.
Schlimmer: mit dem Argument über die Bedingungen für das (die) Merkmale ist gar nicht klar, dass die Theorie eine kohärente Interpretation hat.
stärker/Reduktion: die Forderung, dass die Zustände dauerhaft sind wenn auch nicht unveränderlich und ähnlich in anderen Individuen organisiert.
schwächer: nur Relativierung auf Zeiten. Vorteil: wir brauchen dann kein a priori Passen unserer Theorie auf die Struktur der theoretischen Psychologie zu fordern.
Reduktion: nicht jede Theorie, die den Erfolg einer anderen Theorie erklärt, reduziert diese damit. D.h.
Bestätigung: einer Theorie ist nicht ihre Eliminierung.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Loar II
Brian Loar
"Two Theories of Meaning"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976
VsIdentitätVsIdentität Jackson Vs Identitätstheorie Lanz I 285
Frank JacksonVsIdentitätstheorie: Bsp Angenommen, ein perfekt informierter Neurophysiologe hat nur über Schwarzweißbildschirme Zugang zur Welt. Er weiß alles, was es in den Begriffen der Wissenschaft über das visuelle System der Menschen zu wissen gibt. Nehmen wir an, er erhalte nun einen Farbbildschirm. Ist es nicht offenkundig, dass er jetzt etwas Neues lernt, nämlich wie farbige Gegenstände aussehen? VsMaterialismus: Dieser läßt das aus. MaterialismusVs: ( VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive contra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten! Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände.
Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt! (> Repräsentation).

Jackson I
Frank C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993
VsIdentitätVsIdentität Pauen Vs Identitätstheorie Pauen I 109
Identitätstheorie/Pauen: einfache Erklärung der Entstehung des Bewusstseins: eben als neuronale Prozesse. Bsp Die Buddenbrooks sind nicht nur ein Roman, sondern gleichzeitig auch Manns Erstlingswerk.
VsIdentitätstheorie/Pauen: hier wird kontraintuitiv, wie neuronale Prozesse die Entstehung des Werks erklären sollen.
I 110
Multiple Realisierung VsIdentitätstheorie/Pauen: die Identitätstheorie kann nicht erklären, wie verschiedene neuronale Muster den gleichen Bewusstseinszustand herbeiführen können. Erklärungslücke VsIdentitätstheorie/Pauen: ("Explanatory Gap Argument"): (Joseph Levine): angesichts der multiplen Realisierung klaffen die beiden Ebenen (mental, neuronal) doch zu sehr auseinander.
Außerdem kommt beim mentalen Zustand die Erfahrung hinzu.
Identität/Wittgenstein/Pauen: von zwei Dingen zu sagen, sie seien identisch, ist ein Unsinn, und von einem Ding ist es nichtssagend.
I 113
Identität/Pauen: Identitätsbehauptungen, die über das triviale hinausgehen, sind immer Hypothesen.
Pauen I 77
Def Identitätstheorie/Pauen: erste und dritte Person sind gleichrangig, Vorläufer: Spinoza, Parallelismus. Def Typ Identitätstheorie: sämtliche mentalen Zustände eines bestimmten mentalen Typs sind gleichzeitig Zustände eines bestimmten neuronalen Typs und umgekehrt.
Höhepunkt: 50er Jahre, danach Niedergang.
VsTyp Identität: kann multiple Realisierbarkeit nicht erklären.

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsIdentitätVsIdentität Newen Vs Identitätstheorie Newen I 168
Wesen/wesentlich/Krike/Newen: Bsp Urmeter zeigt, dass Gegenstände (bzw. Substanzen) wesentliche und nichtwesentliche Eigenschaften haben. Bsp wesentlich: dass Wasser H20 ist. Daher ist der Satz eine notwendige Wahrheit a posteriori.
Identitätstheorie/Philosophie des Geists /PdG/Newen: These: mentale Zustände seien identisch mit physischen Zuständen.
KripkeVsIdentitätstheorie: (modales Argument): Identität ist immer notwendige Identit.
Aber: Bsp Zombies könnten wie wir beschaffen sein, aber keinen Schmerz spüren.
I 169
Wenn das möglich ist, ist die Identität keine notwendige Identität mehr, und daher gar keine Identität. IdentitätstheorieVsVs: konnte einwenden, dass die notwendige Identität nur für Menschen gelte.

New II
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Newen I
Albert Newen
Markus Schrenk
Einführung in die Sprachphilosophie Darmstadt 2008
VsIdentitätVsIdentität Quine Vs Kripke, Saul A. Putnam I 247
Def "kleiner Realismus"/Putnam: („realism with a small r"): hier bedeutet zu sagen, was wir sagen und zu tun, was wir tun ein "Realist" zu sein. Das bringt aber Probleme mit Realismus und "Wirklichkeit":
Wirklichkeit/Realismus/Wittgenstein: (Bäume und Stühle), "die dies und das, auf die wir zeigen können" sind Paradigmen für das, was wir wirklich nennen. (1971, Vorlesung 25).
Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit Stellen/Putnam: hier sind Kripke, Quine, Lewis uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit Bereich, den er einnimmt?
Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit Bereich.
KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton). Der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit Bereich einnehmen können!
QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind.
Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft.
LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. (Nicht "genau dieser Stuhl" im Sinne des logischen Begriffs der Identität (=).).
Putnam: also gibt es drei Fragen:
1. ist der Stuhl mit der Materie identisch oder koexistiert der Stuhl irgendwie in dem Raumzeit Bereich mit der Materie?
2. Ist die Materie mit den Feldern identisch?
3. Sind die Felder mit den Raumzeit Bereichen identisch?
Putnam: diese Fragen sind wahrscheinlich alle drei unsinnig, zumindest aber die erste!

Quine II 209 ff
Replik auf Saul Kripke Der Begriff der möglichen Welt (MöWe) hat einen Beitrag geleistet zur Semantik der Modallogik. Kripke: bedeutungsvolle Modelltheorie der Modallogik.
Def Modelle/Quine: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise. Sie haben auch heuristischen Wert, aber eine Erläuterung bieten sie nicht. >Modelle/Quine.
II 210
Sie mögen noch so klar sein, sie können uns dennoch völlig im Dunkeln lassen hinsichtlich der primären, intendierten Interpretation. QuineVsKripke: bei MöWe folgende Fragen: 1. wann sind Gegenstände zwischen verschiedenen Welten gleichzusetzen, 2. wann ist ein Bezeichnungsausdruck starr, 3. wo ist metaphysische Notwendigkeit auszusagen?
Die Art, in der sich Kripke auf Bischof Butler beruft, ist verblüffend:
"Wie Bischof Butler gesagt hat, "Alles ist, was es ist und nicht ein ander Ding". Also wird "Wärme ist Molekularbewegung" nicht kontingent sondern notwendig sein." (Kripke S. 160)
QuineVsKripke: Ich kann den Bischof auch meinen eigenen Zwecken entsprechend interpretieren: Alles ist, was es ist, frag nicht, was es sein kann oder sein muss.
MöWe/QuineVsKripke: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise, aber keine eindeutige Interpretation wann sind Gegenstände gleich? Bischof Buttler ("kein ander Ding"): Identität folgt nicht notwendig.
Kripke zur Identität von Geist und Körper: Der Identitätstheoretiker, der meint, Schmerz sei der Gehirnzustand...muss behaupten, dass wir uns täuschen, wenn wir denken, es sei vorstellbar, Schmerzen hätten ohne Gehirnzustände existieren können.
...Der Materialist sieht sich also einem überaus kniffligen Einwand gegenüber: er muss nachweisen, dass etwas, dessen Möglichkeit wir für vorstellbar halten, in Wirklichkeit nicht möglich ist.
QuineVsKripke: nur insoweit der Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt, wird er die Kniffligkeit von Kripkes Einwand spüren. Ich kann Kripke dankbar so lesen, dass er mich in meinem Bestreben unterstützt, zu zeigen, was für ein verwickeltes Netz der Vertreter des Modalitätsgedankens flicht.
II 210f
KripkeVsIdentitätstheorie: vorstellbar: Schmerz ohne Gehirnzustand für Materialisten schwierig auszuschließen QuineVsKripke: nur schwierig, wenn Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000
VsIdentitätVsIdentität Putnam Vs Lewis, David Lanz I 291
Funktionalismus/Identitätstheorie: gemeinsam: Anerkennung kausal relevanter innerer Zustände. Aber: FunktionalismusVsIdentitätstheorie: der Stoff ist es nicht, der eine kausale Rolle für die Festlegung spielt! (PutnamVsLewis).
Putnam VII 437
„Elite-Klassen“/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These es gibt bestimmte Klassen von Dingen „da draußen“ (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine „natürliche Bedingung“ für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), dass möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. Das legt die Referenz unserer Ausdrücke noch nicht eindeutig fest, weil es manchmal noch andere Desiderata gibt, aber so wird die Sprache „an die Welt geknüpft“.
Löwenheim/Putnam: aus meinem (s) Löwenheim )Argument folgt, dass alle unsere Überzeugungen und Erfahrungen dieselben wären und das hat keine meiner Kritiker bestritten.
Pointe: daraus folgt, dass Lewis „natürliche Bedingungen“ nicht durch unsere Interessen hereingebracht wurden, sondern dass sie etwas sind, das mit unseren Interessen zusammenarbeitet, um Referenz zu fixieren.
LewisVsLöwenheim/Putnam: Lewis’ These läuft darauf hinaus, dass Bsp die Klasse der Katzen danach schreit, benannt zu werden, die der Katzen* aber nicht.
Referenz/PutnamVsLewis: seine Idee der Elite Klassen löst nicht das Problem der Referenz, sondern verwirrt das materialistische Bild noch, indem es etwas Spukhaftes einführt.
PutnamVsLewis: das betrifft nicht nur Referenz, sondern auch Rechtfertigung, Relationen gleichzeitiger Behauptbarkeit, (dass etwas wahr bleiben könnte, während etwas anderen nicht mehr wahr ist). Alle diese können nicht durch etwas Psychologisches fixiert werden, durch etwas „im Kopf“.
PutnamVsPhysikalismus: dieser kann nicht sagen, sie seien fixiert, ohne in mittelalterliche Redeweise von einer „eindeutigen Kausalordnung“ zurückzufallen. Der Physikalismus kann nicht sagen, wie sie fixiert wäre, ohne in mittelalterliche Rede zurückzufallen.

Schwarz I 149
„Neue Theorie der Referenz/PutnamVsLewis/KripkeVsLewis/Schwarz: haben Kripke und Putnam nicht bewiesen, dass das, worauf ein Ausdruck referiert, mit assoziierten Beschreibungen gar nichts zu tun hat? Dann könnte sein, dass wir uns mit „Schmerz“ auf einen Zustand beziehen, der gar nicht die alltagspsychologische Rolle spielt, der gar nicht durch Verletzungen usw. ausgelöst wird, sondern vielleicht die Rolle spielt, die wir irrtümlich „Freude“ zuschreiben. Dann würden Leute mit Schmerz typischerweise strahlen. Typische Ursache von Schmerz wäre die Erfüllung von Wünschen.
LewisVsPutnam: hält das für Unfug. Wenn ein Zustand die Freude Rolle spielt, handelt es sich um Freude.

Putnam III 176
Mögliche Welten/MöWe/Lewis: ich glaube auch an das, was durch zulässige um Formulierungen meiner Überzeugungen behauptet wird. Nimmt man die Umformulierung für bare Münze, glaube ich also an die Existenz von Entitäten, die man "Weisen, wie sich die Dinge hätten abspielen können" nennen könnte. Diese Entitäten nenne ich "mögliche Welten".(realistische Deutung mögliche Welten.) PutnamVsLewis: "Weise" braucht man nicht unbedingt als eine andere Welt aufzufassen.
III 177
Mögliche Welten/MöWe/David Lewis: wir wissen schon was mit unserer Welt auf sich hat, andere Welten sind Dinge von der gleichen Sorte, die sich nicht der Art nach unterscheiden, sondern nur durch die Vorgänge, die sich in ihnen abspielen. Wir nennen unserer Welt deshalb die wirkliche Welt, weil es die Welt ist, in der wir leben. MöWe/PutnamVsLewis: eine mögliche "Weise" der Weltentwicklung könne auch als eine Eigenschaft aufgefasst werden, nicht als andere Welt. Diese Eigenschaft könnte doch ein wenn auch noch so kompliziertes Merkmal, das der ganzen Welt hätte zukommen können, sein.
MöWe/PutnamVsLewis: wenn eine "Weise der möglichen Weltentwicklung" eine Eigenschaft (eine "Zustandsbeschreibung" der ganzen Welt) wäre, und der Eiffelturm eine andere Höhe hätte, dann müsste die Eigenschaft " ist eine Welt, in der der Eiffelturm 150 Meter hoch ist " aus der Eigenschaft folgen, dass der Eiffelturm in unserer Welt nicht 150 Meter hoch ist.
Lewis: behauptet, Eigenschaften müssten etwas Einfaches sein, und die Aussage, dass eine Eigenschaft aus einer anderen folgt, laufe auf die Behauptung hinaus, dass zwischen verschiedenen Einfachen eine notwendige Beziehung bestehe, und das sei, wie Lewis meint, "unverständlich". Also müssten die Eigenschaften ihrerseits als Komplexe gedeutet werden. Aber Lewis vermag nicht zu sehen, inwiefern Eigenschaften Komplexe sein könnten, wenn woraus sollten Sie zusammengesetzt sein?
III 178
PutnamVsLewis: Lewis hat hier nicht im "analytischen" Stil geantwortet. Er hat keine normalen Dinge gesagt. Ich habe keine Ahnung, was es mit dem von Lewis in Anspruch genommenen intuitiven Vorstellungen auf sich hat, warum etwas intuitiv und etwas anderes unverständlich wirkt. Das Argument, dass etwas Einfaches keine Beziehungen eingehen kann, ist nach meinem Eindruck weit davon entfernt, praktische oder spirituelle Bedeutung zu besitzen. Mir sind diese intuitiven Vorstellungen nicht nur fremd; ich habe sogar das Gefühl, nicht einmal zu verstehen, was damit gemeint ist.
Putnam I (g) 187
Kontrafaktische Konditionalsätze/KoKo/irreale Bedingungssätze/KoKo/Lewis: Vorschlag: "Ursache" anhand von irrealen Bedingungssätzen zu analysieren: "Wenn A nicht passiert wäre, wäre B nicht passiert". KoKo/PutnamVsLewis: es gibt aber Situationen, in denen es einfach nicht wahr ist, dass B nicht passiert wäre, wenn A nicht passiert wäre.
I (g) 201
Bsp B hätte von einer anderen Ursache verursacht worden sein können. Bsp Eineiige Zwillinge: es ist so, dass beide immer die gleiche Haarfarbe haben. Aber das Haar des einen ist nicht die Ursache des anderen. Das kann Lewis nicht trennen!
Kontrafaktische Konditionalsätze/irreale Bedingungssätze/ Wahrheitsbedingungen/KoKo/Lewis/Stalnaker: Lewis folgt Stalnaker und stellt Wahrheitsbedingungen für irreale Bedingungssätze auf: dazu braucht er Mögliche Welten (MöWe) und ein Ähnlichkeitsmaß.
Def Wahrheitsbedingung/Lewis: "Wenn X passiert wäre, wäre Y passiert" ist genau dann wahr, wenn Y in allen naheliegendsten Welten in denen X der Fall ist, wirklich wahr ist.

PutnamVsLewis: eine Ontologie, die parallele und mögliche Welten verlangt, ist jedenfalls keine materialistische Ontologie. Außerdem hört es sich ziemlich nach Science fiction an.
I (g) 188/189
Die Vorstellung eines intrinsischen Ähnlichkeitsmaßes also ein Maß, das sensibel dafür ist, was wir für relevant oder normal halten, ist schon wieder derart, dass die Welt wie ein Geist ist oder mit so etwas wie Vernunft getränkt. Das verlangt dann eine metaphysische Erklärung und wird damit Idealismus.
Und objektiver Idealismus kann wohl kaum "ein bisschen wahr" sein!
"Es ist alles Physik, außer, dass es jenes Ähnlichkeitsmaß gibt" macht einfach keinen Sinn!
I (g) 189
Identität/Wesen/Essenz/Lewis: Vorschlag: die Aggregation der Moleküle und "ich" sind für eine Zeitspanne identisch, so ähnlich wie Highway 2 und Highway 16 eine Zeit lang identisch sind. VsLewis: es ist aber nicht jede Eigenschaft der Aggregation eine Eigenschaft von mir!

Putnam I
Hilary Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Frankfurt 1993

Putnam I (a)
Hilary Putnam
Explanation and Reference, In: Glenn Pearce & Patrick Maynard (eds.), Conceptual Change. D. Reidel. pp. 196--214 (1973)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (b)
Hilary Putnam
Language and Reality, in: Mind, Language and Reality: Philosophical Papers, Volume 2. Cambridge University Press. pp. 272-90 (1995
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (c)
Hilary Putnam
What is Realism? in: Proceedings of the Aristotelian Society 76 (1975):pp. 177 - 194.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (d)
Hilary Putnam
Models and Reality, Journal of Symbolic Logic 45 (3), 1980:pp. 464-482.
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (e)
Hilary Putnam
Reference and Truth
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (f)
Hilary Putnam
How to Be an Internal Realist and a Transcendental Idealist (at the Same Time) in: R. Haller/W. Grassl (eds): Sprache, Logik und Philosophie, Akten des 4. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 1979
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (g)
Hilary Putnam
Why there isn’t a ready-made world, Synthese 51 (2):205--228 (1982)
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (h)
Hilary Putnam
Pourqui les Philosophes? in: A: Jacob (ed.) L’Encyclopédie PHilosophieque Universelle, Paris 1986
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (i)
Hilary Putnam
Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam I (k)
Hilary Putnam
"Irrealism and Deconstruction", 6. Giford Lecture, St. Andrews 1990, in: H. Putnam, Renewing Philosophy (The Gifford Lectures), Cambridge/MA 1992, pp. 108-133
In
Von einem realistischen Standpunkt, Vincent C. Müller Reinbek 1993

Putnam II
Hilary Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Putnam III
Hilary Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Putnam IV
Hilary Putnam
"Minds and Machines", in: Sidney Hook (ed.) Dimensions of Mind, New York 1960, pp. 138-164
In
Künstliche Intelligenz, Walther Ch. Zimmerli/Stefan Wolf Stuttgart 1994

Putnam V
Hilary Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Putnam VI
Hilary Putnam
"Realism and Reason", Proceedings of the American Philosophical Association (1976) pp. 483-98
In
Truth and Meaning, Paul Horwich Aldershot 1994

Putnam VII
Hilary Putnam
"A Defense of Internal Realism" in: James Conant (ed.)Realism with a Human Face, Cambridge/MA 1990 pp. 30-43
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994

SocPut I
Robert D. Putnam
Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community New York 2000

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsIdentitätVsIdentität Verschiedene Vs Lewis, David Metzinger II 274
Nida-RümelinVsLewis: dieser Einwand ist hier vom Tisch, nachdem wir gezeigt haben, daß auf der 1. Stufe (Marianna findet ein bunt möbliertes Zimmer mit z.T. falsch kolorierten Drucken vor) die Alternativen ins Blickfeld rücken, diese dann auf der 2. Stufe ausgeschlossen werden. Echtes phänomenales Wissen. ShafferVsIdentitätstheorie: sie könne nicht wahr sein, da Erlebnisse mit analytischer Notwendigkeit nicht räumlich seien, während die neuralen Ereignisse im Nervensystem stattfinden. LewisVsShaffer: das ist nicht analytisch oder sonstwie notwendig. Und neurale Ereignisse sind ebenfalls Abstrakta. Was immer sich aus Überlegungen über Erlebnisse als Argument für Nichträumlichkeit ergibt, müßte auch für neurale Ereignisse gelten. Lewis I 9 - VsLewis: es ist Unsinn, wenn man eine bloße Lautkette oder Schriftzeichenkette als einen möglichen Träger einer Bedeutung oder eines Wahrheitswertes ansieht. Bedeutung/Träger: Träger der Bedeutung sind nur einzelne Sprechakte! -LewisVsVs: Meine Behauptung ist nicht, daß Laute und Schriftzeichen Träger der Bedeutung sind, sondern, daß sie Bedeutung und Wahrheit relativ auf eine Sprache bzw. Population tragen. Ein einzelner Sprechakt kann Träger der Bedeutung sein, weil er in den meisten Fällen die in seiner jeweiligen Vollzugssituation verwendete Sprache eindeutig bestimmt. II 213 -VsLewis: Eine auf MöWe rekurrierende Bedeutungstheorie ist zirkulär. -Def MöWe/VsLewis): Der Begriff einer möglichen Welt ist selbst durch Rekurs auf semantische Termini zu erklären. MöWe sind Modelle der analytischen Sätze einer Sprache bzw. Diagramme oder Theorien solcher Modelle. -LewisVs: MöWe können nicht durch Rekurs auf semantische Termini erklärt werden. MöWe existieren und sollten nicht durch ihre sprachlichen Repräsentationen ersetzt werden. 1.Eine solche Ersetzung funktioniert nicht richtig: zwei in der repräsentierenden Sprache ununterschiedbare Welten erhalten (fälschlich) ein und dieselbe Repräsentation zugeordnet. - 2.Eine solche Ersetzung wäre auch völlig unnötig: der Begriff der MöWe ist auch für sich vollkommen verständlich. II 214 ++ - Hypostatiserung von Bedeutung II 216 - VsLewis: nicht bloß Worte, auch Dinge existieren! - VsVs: wir können eine Grammatik bilden - VsLewis: vielleicht interne Repräsentation? VsVs: bringt nichts! II 221 - Konvention mehr als Vereinbarung: die anderen müssen daran glauben! II 222 - VsLewis:Sprachkonventionen sind um nichts besser als unsere berühmt-berüchtigten obskuren alten Freunde, die Sprachregeln. II 223 VsVs: Eine Konvention der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens könnte man durchaus als eine Regel bezeichnen - VsLewis: Sprache ist nicht konventionell. LewisVs: Mag sein, daß es weniger Konventionalität gibt, als wir ursprünglich dachten. Trozdem gibt es Konventionen der Sprache-II 224 - VsLewis: Nur wer zugleich Mengentheoretiker ist, kann erwarten, daß sich die anderen an die Regularität halten. LewisVs: Ein gewöhnlicher Mensch braucht keinen Begriff von L zu besitzen, um erwarten zu können, daß die anderen wahrhaftig und vertrauensvoll in L sind. Er braucht nur Erwartungen über Handeln zu haben. II 225 - VsLewis:Verwendung von Sprache ist nahezu nie eine rationale Angelegenheit. LewisVs: Eine Handlung kann selbst dann rational und erklärbar sein, wenn sie aus Gewohnheit und ohne Gedanken getan wurde. II 226 - VsLewis: Sprache kann unmöglich auf Konventionen zurückgehen. Man kann sich unmöglich irgend wann auf alles geeinigt haben
LewisVs: Zugegeben, die erste Sprache kann unmöglich auf eine Konvention zurückgehen. II 227 - VsLewis: Bsp angenommen, ein zeitlebens isolierter Mensch könnte aufgrund seiner genialen Begabung eines Tages spontan beginnen, eine Sprache zu verwenden. LewisVs: Auch der isoliert lebende Mensch hält sich immer wieder an eine gewisse Regularität. II 227 - VsLewis: Es ist zirkulär, die Bedutung in P von Sätzen mithilfe der von den Mitgliedern von P gemachten Annahmen zu definieren.LewisVs: Es kann schon sein, aber daraus folgt nicht, daß das Machen einer Annahme als das Akzeptieren von Sätzen analysiert werden sollte. II 228 - VsLewis: Bsp Population notorischer Lügner. LewisVs: Ich bestreite, daß L in dieser Population verwendet wird! II 229 - Bsp Ironiker: diese Leute sind tatsächlich wahrhaftig in L! Sie sind jedoch nicht im wörtlichen Sinne wahrhaftig in L. D.h. sie sind wahrhaftig in einer anderen, mit L verknüpften Sprache, die wir "wörtlich-L" nennen können. II 229 -VsLewis: Wahrhaftigkeit und Vertrauen (hier nicht in L) können keine Konvention sein. LewisVs: Die Konvention ist nicht die Regularität der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens schlechthin. Sie ist es in einer bestimmten Sprache! ihre Alternativen sind Regularitäten in anderen Sprachen! II 232 - VsLewis: Selbst Wahrhaftigkeit und Vertrauen in L können keine Konvention sein. + moralische Verpflichtung. Lewis: Eine Konvention besteht deshalb weiter, weil jeder Grund hat, sich an sie zu halten, falls dies andere tun, das ist die Verpflichtung. II 233 - VsLewis: Wieso Kommunikation, wenn die Leute aus einer Aussage auch ganz andere Schlußfolgerungen ziehen können? - VsVs ist mit meiner Theorie durchaus verträglich. Das sind dann aber keine unabhängigen Konventionen sondern Nebenprodukte. II 234 - VsLewis: nicht nur eine Sprache, sondern unendlich viele Fragmente (z.B. Interesse an Kommunikation usw.) VsVs: das ist tatsächlich so, die Sprache ist inhomogen II 235 Bsp Gebildete/Ungebildete - VsLewis: Schweigen ist keine Unwahrhaftigkeit. VsVs: richtige Erwartung von Wahrhaftigkeit, aber kein Vertrauen. II 237 - VsLewis: entweder analytisch oder nicht, kein fließender Übergang. VsVs: unscharfe Analytizität mit Hilfe gradueller Konventionalität: bezügl. der Stärke der Annahmen oder der Häufigkeit der Ausnahmen, oder Ungewissheit, ob gewisse Welten tatsächlich möglich sind. II 238/239 - VsLewis: These und Anti-These beziehen sich auf verschiedene Gegenstände: a) auf semantische (künstliche) Sprachen, b) auf Sprache als Teil der Naturgeschichte - VsVs: nein, es gibt nur eine Sprachphilosophie, Sprache und Sprachen sind komplementär. II 240





Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsIdentitätVsIdentität Verschiedene Vs Materialismus Lanz I 283
VsMaterialismus/VsIdentitätstheorie: drei Einwände: 1. im Gegensatz zu den üblichen theoretischen Entitäten (Gene, Elektronen) haben wir zu den eigenen mentalen Zuständen direkten, introspektiven Zugang. Die Annahme ihrer Existenz scheint nicht von ihrer explanatorischen Rolle abzuhängen.
Lanz I 285
2. Empfindungen besitzen qualitative Merkmale, die sich durch kausale Analyse nicht einfangen lassen. Bsp süßes/saures schmecken: klare qualitative Differenz, unabhängig davon, was ihre kausalen Rollen sein mögen. (> Qualia-Problem). 3. (VsMaterialismus / VsIdentitätstheorie): eine rein kausale Analyse kann das Merkmal der Intentionalität nicht erklären.(Propositionale Eistellungen).
Materialismus benutzt Repräsentationstheorie (VsSprechakttheorie).

Stalnaker I 19
Zombie/Wahrnehmungsfähigkeit/Stalnaker: man kann nicht sagen, dass es mögliche Welten (MöWe) mit Zombies gibt, die denkbar aber metaphysisch unmöglich seien. Problem: alle Materialisten stimmen zu, dass es MöWe gibt, die der Dualist „Zombie-Welten“ nennt, und zwar sogar metaphysisch möglich!
Stalnaker: aber der Schluss von der Denkbarkeit zur metaphysischen Möglichkeit funktioniert nur, wenn man annimmt, dass der Materialismus falsch ist. Und daher liefert die Denkbarkeit von Zombies kein Argument VsMaterialismus. Das allgemeine Bild geht so:
„Bewusstsein“: referiert auf eine Eigenschaft, die wir in uns finden, und die wir möglicherweise kennen, weil wir sie haben. Aber die Tatsache, dass wir bewusst sind, liefert keinen speziellen Zugang zur Natur dieser Eigenschaft.

Stalnaker I 239
VsMaterialismus/Stalnaker: einfaches Argument gegen ihn: dass es vorstellbar oder begrifflich möglich ist, dass es Zombies gibt. Manche schließen daraus, dass Zombies metaphysisch möglich sind.
Problem: wenn es MöWe gibt, die physikalisch genau wie die aktuale Welt (WiWe) sind,
I 240
nur dass es kein Bewusstsein gibt, dann folgt daraus, dass Bewusstsein nicht auf dem Physikalischen superveniert! VsMaterialismus: wenn das Bewusstsein nicht auf der physikalischen Welt superveniert, ist der Materialismus falsch.
I 242
Zombie/Materialismus/Stalnaker: jeder Materialist, der glaubt, dass wir bewusste Wesen sind, muss glauben, dass die wirkliche Welt (WiWe) die z-Welt ist, aber leugnen, dass die z-Welt eine Zombie-Welt ist. Das ist der Grund für A- und für B-Materialisten zu behaupten, dass die Zombie-Welt metaphysisch unmöglich ist: dass die einige MöWe, die als Kandidat für eine Zombie-Welt in Betracht kommt (die z-Welt) keine Zombie-Welt ist.
Metaphysik/Vorstellbarkeit/Lücke/VsMaterialismus: wenn das richtig ist, kann sich der Materialismus nicht mehr verteidigen gegen das Zombie-Argument, das eine Lücke zwischen Vorstellbarkeit und Möglichkeit zu treiben versucht. Nämlich dass es MöWe gibt, die vorstellbar sind, aber nicht metaphysisch möglich.
I 243
MaterialismusVsVs: jeder Materialist wird mit allen drei Philosophen übereinstimmen, dass die z-Welt nicht nur vorstellbar, sondern auch metaphysisch möglich ist. Metaphysisch möglich/Stalnaker: die Frage ist nicht, ob eine Situation metaphysisch möglich ist, sondern ob sie, wenn sie es ist, korrekt beschrieben ist.
VsMaterialismus/Stalnaker: das Argument gegen ihn hängt entscheidend davon ab, ob die z-Welt eine Zombie-Welt ist. Das kann nicht von unschuldigem Gerede (Semantik) abhängen. Es geht darum in welcher Welt wir leben.
Lösung: wir brauchen mehr Details über die z-Welt.
z-Welt/Stalnaker: wir haben sie in Begriffen der WiWe definiert. Und da wir nicht allwissend sind, mögen wir uns darüber streiten, wie die WiWe physikalisch genau beschaffen ist (und ebenso die z-Welt). Aber das bleiben empirische Fragen.





Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsIdentitätVsIdentität Lewis Vs Shaffer, J. I (a) 9
ShafferVsIdentitätstheorie: sie könne nicht wahr sein, da Erlebnisse mit analytischer Notwendigkeit nicht räumlich seien, während die neuralen Ereignisse im Nervensystem stattfinden. LewisVsShaffer: das ist nicht analytisch oder sonstwie notwendig. Und neuronale Ereignisse sind ebenfalls Abstrakta. Was immer sich aus Überlegungen über Erlebnisse als Argument für Nichträumlichkeit ergibt, müsste auch für neuronale Ereignisse gelten.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsIdentitätVsIdentität Identitätstheorie Vs Verschiedene Lanz I 281
IdentitätstheorieVsKritiker: drei Repliken: 1. kein Kategorienfehler, sondern das Ungewohnte der wissenschaftlichen Neuigkeit. Viele wissenschaftliche Neuerungen begannen ihre Karriere als angebliche Kategorienfehler. Bsp manche fanden die Behauptung, Röntgenstrahlen gingen durch den Körper, sinnlos. Strahlen werden doch von Körpern reflektiert und nicht durchgelassen! Also quasi Widerspruch zur Definition. (Fälschlich).
2. Replik schlägt verbesserte Formulierung der Identitätsthese vor: sie identifizieren nicht mentale Objekte (Empfindungen, Gedanken, Vorstellungsbilder) mit neuralen Objekten, sondern Sachverhalte!
These der Sachverhalt, daß einer das denkt oder dies empfindet, ist identisch mit dem Sachverhalt, daß sich sein Körper in dem oder dem Zustand befindet! So beziehen sich die psychologischen Ausdrücke nicht auf mentale Objekte, sondern adverbiale Modifikationen von psychischen Personenzuständen, die nichts anderes sind als physische Zustände ihres Körpers.
3. Replik: es handelt sich um den Def eliminativen Materialismus: worüber wir mit psychologischen Ausdrücke reden, darüber werden wir mit Hilfe verbesserter Theorien mit nichtpsychologischen Ausdrücke sprechen lernen. Der Glaube an die Existenz mentaler Phänomene wird genauso verschwinden wieder Glaube an Hexen.
PutnamVsIdentitätstheorie. (Funktionalismus).
FodorVsIdentitätstheorie. (Fodor ist auch Psychologe). (Funktionalismus). Lager
Identitätstheorie: die Identitätstheorie identifiziert Typen mentaler Zustände mit physikalistisch charakterisierten Typen von Zuständen des Gehirns.
Danach muss ein bestimmter Typ von Geisteszustand (z. B. »Schmerzen haben«) immer in derselben neuralen Struktur realisiert sein!
FunktionalismusVsIdentitätstheorie: das ist empirisch unplausibel:
1 das Gehirn hat die Fähigkeit, Schädigungen seiner Teile zu kompensieren, indem andere Teile die ausgefallenen Funktionen übernehmen. (Split-Brain).
2. Zwei Wesen könnten physiologisch sehr unterschiedlich realisiert sein (Roboter, Marsmenschen) und dennoch die selben Überzeugungen, Wünsche und Erwartungen haben.
Split-Brain VsMaterialismus (Funktion kompensiert).
Funktionalismus (Marsmenschen, Roboter) VsMaterialismus. Lanz I 287
FodorVsIdentitätstheorie: die Koextensivität der Prädikate ist bestenfalls ein Zufall, aber niemals ein Gesetz:

Pauen I 108
IdentitätstheorieVs semantischen Physikalismus/Pauen: bestreitet die Übersetzbarkeit der Aussagen und Vokabulare. IdentitätstheorieVsMaterialismus/Pauen: hält an der Realität des Bewusstseins fest. Sonst würde angesichts der postulierten Identität ja letztlich die Existenz des Gehirns bestritten.
I 109
IdentitätstheorieVsEpiphänomenalismus/Pauen: macht ohne Aufwand die kausale Wirksamkeit mentaler Prozesse deutlich, weil sie eben immer auch physische Prozesse sind. IdentitätstheorieVsInteraktionismus/Pauen: kann auf eine Erweiterung der Physik verzichten, schließlich können immer die neuronalen Prozesse der Forschungsgegenstand sein.

Lanz I
Peter Lanz
Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke Reinbek 1993

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsIdentitätVsIdentität Vollmer Vs Verschiedene II 169
Methode/Physik/Vollmer: es gibt überhaupt nicht die Methode der Experimentalphysik. Worin bestünde dann die "Einheit der Wissenschaft"?
II 170
Bondi: Methode ist das Wichtigste an der Wissenschaft. VollmerVsBondi: Ergebnisse sind wichtiger als die Methode, Einheit der Wissenschaft bedeutet mehr als Einheit der Methode.

II 97
DitfuthVsIdentitätstheorie/Vollmer: (VsEvolutionistische Identitätstheorie): Leben sei zwar als Systemeigenschaft durchaus verstehbar. Ein materielles System sei jedoch entweder belebt oder nicht belebt. Es gibt nichts dazwischen. Lebendigkeit ist eine Alles oder Nichts Eigenschaft. Dagegen gebe es unterschiedliche, ja sogar unbegrenzt viele Grade von "Beseeltheit": Das Psychische sei nicht sprunghaft, sondern ganz allmählich entstanden!
Daher sei es unzulässig, der Materie das "Seelische" einfach als weitere, analoge Stufe anzuhängen.
Ditfurth These: die Evolution hat allein deshalb zur Entstehung unseres Gehirns und damit des Bewusstseins führen können, weil das Geistige in dieser Entwicklung von allem Anfang an präsent und wirksam gewesen ist! ((s) >Evolution/McGinn).
II 98
VollmerVsDitfurth: dieser konstruiert hier einen Gegensatz, der in dieser Schärfe gar nicht besteht. 1. Auch Leben ist in vielen kleinen Schritten entstanden. Allerdings sind die Zwischenstufen längst eliminiert.
2. Auch vom Bewusstsein kann man sagen, etwas sei entweder "beseelt oder nicht "beseelt".
Bewusstsein/Geist/Seele/Vollmer: man wird in Zukunft stärker zwischen den einzelnen Funktionen: Gedächtnis, Abstraktion, Sprachfähigkeit, Selbstbewusstsein unterscheiden müssen.

I 40
VollmerVsKopernikus/VollmerVsKant: erst die EE nimmt den Menschen wieder aus seiner zentralen Stellung als "Gesetzgeber der Natur" und macht ihn zum Beobachter kosmischen Geschehens, das ihn einschließt.
I 293
VollmerVsVs: kein Kritiker definiert "Erkenntnis", allein Löw: dazu gehöre Subjektivität (die er aber auch nicht definiert). Information/Löw: Information gibt es immer nur für ein Subjekt". Vollmer pro, aber vielleicht zu dogmatisch.
Ähnlichkeit/Löw: Ähnlichkeit gibt es nur für ein Subjekt.
VollmerVsLöw: das ist sicher falsch.

VollmerVsProjektionstheorie
II 90
VsIdentitätstheorie/Vollmer: psychische und physische Prozesse erscheinen gänzlich unvergleichbar. Neuronale Vorgänge sind lokalisiert, das Bewusstsein nicht. Vollmer:(pro Identitätstheorie): Manche Identitätstheoretiker nehmen das gar nicht ernst, aber das Argument ist auch gar keine Bedrohung: wir können die Verschiedenheit projektiv deuten: als subjektive und objektive Aspekte ein und derselben Sache. Abb. Zylinder erscheint von verschiedenen Seiten als Kreis oder Quader. (s)Vs: Bsp nicht zwingend.
VollmerVsVs: Identität: nicht alle Eigenschaften müssen übereinstimmen: der optische und der haptische Eindruck eines Apfels sind auch nicht identisch. ((s) Das sind extrinsische Eigenschaften).
II 92
Projektion/Vollmer: so erklärt das projektive Modell die scheinbare Unvereinbarkeit unterschiedlicher Eigenschaften wie Geist und Physis als verschiedene Aspekte derselben Sache.
II 93
VsProjektion/Vollmer: könnte als Rückfall in die Postulierung einer unbekannten Substanz gedeutet werden. VollmerVsVs: Lösung: Systembegriff der Systemtheorie:
Systemtheorie/Vollmer: Bsp Diamant/Graphit: bestehen aus den gleichen Kohlenstoffatomen, sind aber in anderer Struktur aufgebaut.
Bsp Diamant/Silizium: gleiche Struktur, andere Bausteine: (hier Silizium).
II 94
Keine der Komponenten ist der anderen logisch oder ontologisch vorgeordnet! Kenntnis der einen ersetzt nicht die Kenntnis der anderen. Beide sind konstitutiv. Das zeigt, wie wenig mit der Kenntnis der Bausteine gewonnen ist.

I 282
VsEvolutionstheorie: kann Erfolg Wahrheit garantieren? Wahrheit/Simmel: geht tatsächlich den Weg, Erfolg mit Bewährung und Bewährung mit Wahrheit gleichzusetzen. >Pragmatismus.
EEVsSimmel: sie übernimmt diesen pragmatischen Ansatz nicht. Sie unterscheidet streng zwischen Wahrheitsdefinition und Wahrheitskriterium.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Identitätstheorie VsIdentität Versus Horwich I 422
HarmanVsIdentitätsthese.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Identitätsth. Papineau, D. Metzinger II 305
Papineau: These Papineau pro Identitätstheorie. Mein Ziel ist es, diese Intuitionen VsIdentitätstheorie wegzuerklären.
II 310
Identität/Erklärung/Papineau These: Identität muß nicht erklärt werden! Identitäten beantworten aber auch selber kein "Warum".