Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Determinismus Inwagen
 
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Pauen V 273
Determinismus/Peter van Inwagen/Pauen: der Determinismus ist keine Implikation des Physikalismus. Das Prinzip der kausalen Geschlossenheit bezieht sich darauf, dass nur physikalische Erklärungen herangezogen werden dürfen. Damit ist nicht gesagt, dass das Verhältnis Ursache/Wirkung stets deterministisch sein muss.
Das Prinzip der physischen Determination macht keine Aussage über die Notwendigkeit bestimmter Kausalketten, sondern fordert nur, dass es zu jeder höherstufig beschreibbaren Veränderung eine physikalisch beschreibbare Veränderung gibt.
van Inwagen: der Determinismus steht also für die These, dass sich aus einer vollständigen Beschreibung und Kenntnis der Zustand der Welt zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt ableiten lasse.
Pauen: es ist mehr als umstritten, dass der Determinismus auf unsere physische Realität zutrifft.
- - -
Lewis V 296
Determinismus/Vs weicher Determinismus/VsKompatibilismus/van InwagenVsLewis: (gegen den weichen Determinismus, den ich vorgebe, zu vertreten): Bsp Angenommen zur reductio, dass ich hätte meine Hand heben können, obwohl der Determinismus wahr wäre.
Dann folgt aus vier Prämissen, die ich nicht leugnen kann, dass ich eine falsche Konjunktion HL hätte hervorbringen können, aus einer Proposition H über einen Zeitpunkt vor meiner Geburt und eine gewisse Proposition über ein Gesetz L.
Prämisse 5: wenn ja, dann hätte ich L falsch machen können.
Prämisse 6: aber ich hätte L nicht falsch machen können. (Widerspruch).
LewisVsInwagen: 5 und 6 sind nicht beide wahr. Welche wahr ist, hängt davon ab, was Inwagen mit "hätte falsch machen können "meint. Allerdings nicht in der Alltagssprache, sondern in Inwagens künstlicher Sprache. Aber auch da kommt es nicht darauf an, was Inwagen selbst damit meint!
Worauf es ankommt ist, ob wir dem überhaupt einen Sinn geben können, der alle Prämissen ohne Zirkularität gültig macht.
Inwagen: (mündlich) dritte Bedeutung für "hätte falsch machen können": nämlich dann und nur dann, wenn der Handelnde die Dinge so hätte arrangieren können, dass sein Tun plus die ganze Wahrheit über die Vorgeschichte zusammen die Falschheit der Proposition implizieren.
Dann sagt Prämisse 6, dass ich die Dinge nicht hätte so arrangieren können, so dass ich prädeterminiert war, sie nicht so zu arrangieren.
Lewis: es ist aber gar nicht instruktiv zu sehen, dass der weiche Determinismus die so interpretierte Prämisse 6 ablehnen muss.
V 297
Falsifikation/Handlung/Willensfreiheit/Lewis: provisorische Definition: ein Ereignis falsifiziert eine Proposition, nur dann, wenn es notwendig ist, dass wenn das Ereignis geschieht, dann die Proposition falsch ist. Aber mein Akt des Steinewerfens würde nicht selbst die Proposition falsifizieren, dass das Fenster in der Wurflinie intakt bleibt. Alles was wahr ist, ist, dass mein Akt ein anderes Ereignis hervorruft, das die Proposition falsifizieren würde.
Der Akt selbst falsifiziert kein Gesetz. Er würde nur eine Konjunktion von Vorgeschichte und Gesetz falsifizieren.
Alles was wahr ist ist, dass meinem Akt ein anderer Akt vorausgeht das Wunder und dieser falsifiziert das Gesetz.
schwach: sagen wir, ich wäre in der Lage eine Proposition im schwachen Sinne falsch zu machen gdw. ich etwas tue, die Proposition falsifiziert wäre, (aber nicht notwendig durch meinen Akt und nicht notwendig durch irgendein Ereignis, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde). (Lewis pro "Schwache These" (weicher Determinismus)).
stark: wenn die Proposition entweder durch meinen Akt selber oder durch ein Ereignis falsifiziert wird, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde.

Inwagen/Lewis: der erste Teil seiner These steht, egal ob wir die starke oder die schwache These vertreten:
wenn ich meine Hand hätte heben können, obwohl der Determinismus wahr ist und ich sie nicht gehoben habe, dann ist es im schwachen und im starken Sinn wahr, dass ich die Konjunktion HL (Propositionen über die Vorgeschichte und die Naturgesetze) hätte falsch machen können.
Aber ich hätte die Proposition L falsch machen können im schwachen Sinn, obwohl ich sie nicht im starken sinn hätte falsch machen können.
Lewis: wenn wir den schwachen Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 6.
Wenn wir den starken Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 5.
Inwagen: vertritt beide Prämissen, indem er analoge Fälle erwägt.
LewisVsInwagen: ich glaube, dass die Fälle nicht analog sind: sie sind Fälle, in denen der starke und der schwache Fall gar nicht divergieren:
Prämisse 6/Inwagen: er fordert uns auf, die Vorstellung zurückzuweisen, dass ein Physiker ein Teilchen schneller als das Licht beschleunigen könnte.
LewisVsInwagen: aber das trägt nichts dazu bei, die Prämisse 6 im schwachen Sinn zu stützen,
V 298
denn die zurückgewiesene Vermutung ist, dass der Physiker ein Naturgesetz im starken Sinn falsifizieren könnte. Prämisse 5/Inwagen: hier sollen wir die Vermutung zurückweisen, dass ein Reisender eine Konjunktion von Propositionen über die Vorgeschichte und einer über seine zukünftige Reise anders falsifizieren könnte, als durch Falsifikation des nichthistorischen Teils.
LewisVsInwagen: weisen Sie die Vermutung ruhig ganz zurück, das trägt nichts dazu bei, Prämisse 5 im starken Sinn zu stützen. Was würde folgen, wenn man Konjunktion derart im starken Sinn falsifizieren könnte? Dass man den nichthistorischen Teil im starken Sinn falsifizieren könnte? Das ist es, was Prämisse 5 im starken Sinn stützen würde.
Oder würde bloß folgen, (was ich denke), dass man den nichthistorischen Teil im schwachen Sinn zurückweisen könnte? Das Bsp des Reisenden hilft hier nicht, weil eine Proposition über zukünftige Reisen sowohl im schwachen als auch im starken Sinn falsifiziert werde könnte!


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Endurantismus Inwagen
 
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Schwarz I 34
Endurantismus/Van Inwagen/Schwarz: Bsp Raupe/Schmetterling: These: es gibt gar kein Insekt, nichts was über die Verpuppung hinaus existiert.
Rekombination/Mereologie/Schwarz: die Existenz zeitlicher Teile folgt direkt aus dem mereologischen Universalismus zusammen mit der Ablehnung des Präsentismus. Dann gibt es auch Bsp Aggregate aus Sokrates und Eiffelturm (mereologische Summe) Sokrates ist davon ein zeitlicher Teil, der irgendwann aufhört zu existieren. So wie Bsp ein ausgetrockneter See, der sich aber zur Regenzeit wieder füllt (Eiffelturm).

Zeitliche Teile/van Inwagen: (van Inwagen 1981) van Inwagen lehnt zeitliche Teile grundsätzlich ab.
SchwarzVsInwagen: dann muss er den mereologischen Universalismus radikal beschränken oder Präsentist sein.

Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Ganzes Inwagen
 
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Schwarz I 28ff
Gegenstand/Ding/van Inwagen: (1990b) These: Teile setzen sich nur dann zu einem Gegenstand zusammen, wenn dieser ein Lebewesen ist. Danach gibt es Menschen Fische, Katzen, aber nicht Computer, Wände und Bikinis. Gegenstand/Ding/Lewis: bessere Antwort: zwei Fragen:
1. Unter welchen Bedingungen setzen Teile ein Ganzes zusammen? Unter allen! Für beliebige Dinge gibt es immer ein Ding, das sie zusammensetzen. (Def mereologischer Universalismus/ > Quine).
2. Welche dieser Aggregate zählen wir im Alltag als eigenständiges Ding? Dass wir einige Aggregate nicht als Alltagsdinge betrachten, heißt nicht, dass diese Aggregate nicht existieren. (Allerdings überschreiten sie die normalen Bereiche unserer normalen Quantoren). Aber diese Beschränkungen variieren von Kultur zu Kultur. Nicht die Realität ist damit kulturabhängig, sondern der jeweils beachtete Teil der Realität. (1986e, 211 213, 1991:79 81).
LewisVsInwagen/Schwarz: wenn nur Lebewesen echte Gegenstände bilden können, konnte die Evolution nicht beginnen..
LewisVsInwagen: kein Kriterium für „Lebewesen“ ist so präzise, dass es einen scharfen Schnitt ziehen könnte.
Schwarz I 30
Lewis: für ihn ist das kein Problem: die Konventionen des Deutschen bestimmen eben nicht mit atomarer Genauigkeit, auf welche Aggregate „Lebewesen“ zutrifft. (1986e, 212) LewisVsInwagen: für ihn steht diese Erklärung nicht zur Verfügung: für ihn ist die Grenze zwischen Lebewesen und Nicht Lebewesen die Grenze zwischen Existenz und Nichtexistenz. Wenn vage ist, was ein Lebewesen ist, dann ist auch Existenz vage.
Existenz/van Inwagen: (1990b. Kap.19) These: manche Dinge sind Grenzfälle von Existenz.
LewisVsInwagen: (1991,80f,1983e,212f): wenn man schon „es gibt“ gesagt hat, dann ist das Spiel schon verloren: wenn man sagt, „etwas existiert in geringerem Grade“.
Def Existenz/Lewis: heißt einfach, eins von den Dingen zu sein, die es gibt.


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Metaphysik Inwagen
 
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Schwarz I 27
Metaphysik/Wesen/wesentlich/van InwagenVsLewis/StalnakerVsLewis: Wissen über kontingente Tatsachen über die aktuelle Situation wäre prinzipiell nicht hinreichend, um alle a posteriori Notwendigkeiten zu kennen: Def starke Notwendigkeit/Chalmers: These: neben substantiellen kontingenten Wahrheiten gibt es auch substantielle modale Wahrheiten: Bsp dass Kripke essentiell ein Mensch ist, Bsp dass Schmerz essentiell identisch mit XY ist.
Pointe: Kenntnis kontingenter Tatsachen ist nicht hinreichend, um diese modalen Tatsachen zu erkennen. Wie erkennen wir sie, vielleicht können wir das nicht (van Inwagen 1998) oder nur hypothetisch durch methodologische Erwägungen (Block/Stalnaker 1999).

A posteriori Notwendigkeit/Metaphysik/Lewis/Schwarz: normale Fälle sind keine Fälle von starker Notwendigkeit. Man kann herausfinden Bsp dass Blair Premier ist oder Bsp Abendstern = Morgenstern.
LewisVsInwagen/LewisVsStalnaker: andere Fälle (die sich empirisch nicht herausfinden lassen) gibt es nicht.
LewisVsstarke Notwendigkeit: hat in seiner Modallogik keinen Platz. >LewisVsTeleskoptheorie: Welten sind nicht wie ferne Planeten, bei denen man herausfinden kann, welche es wohl gibt.


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Modalitäten Inwagen
 
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Schwarz I 227
Modalität/LewisVsInwagen: es gibt keine substantiellen modalen Tatsachen: was für Möglichkeiten es gibt, ist nicht kontingent. Darüber kann man gar keine Information erwerben.

Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Verursachung Inwagen
 
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Lewis V 195
Individuation/redundante Verursachung/Peter van Inwagen: These: ein Ereignis, das aktual passiert als Produkt mehrerer Ursachen, könnte nicht passiert sein, ohne das Produkt dieser Ursachen zu sein. Die Ursachen hätten auch kein anderes Ereignis zur Folge haben können. Analogie zur Individuation von Gegenständen und Menschen durch ihre kausalen Ursprünge,.
LewisVsInwagen:
1. Das würde meine Analyse ruinieren, Verursachung in Begriffen von kontrafaktischer Abhängigkeit zu analysieren. (s) Jede Abweichung wäre ein anderes Ereignis, nicht vergleichbar, keine kontrafaktischen Konditionale anwendbar). 2. Es ist prima facie unplausibel: ich kann durchaus legitimerweise alternative Hypothesen aufstellen, wie ein Ereignis (oder auch ein Gegenstand oder ein Mensch) verursacht worden ist.
Aber damit setze ich voraus, dass es ein und dasselbe Ereignis gewesen wäre! Oder dass ein und dasselbe Ereignis verschiedene Effekte hätte haben können.
(Das setzt sogar Inwagen selbst voraus).
Plan/LewisVsInwagen: impliziert noch mehr Unmögliches: entweder sind meine ganzen Pläne oder Hypothesen versteckte Unmöglichkeiten, oder sie handeln gar nicht von einem bestimmten Ereignis.

Redundante Verursachung/Lewis: Pointe: wenn das zwei "verschiedene Tode" sind, dann gibt es keine Redundanz!


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsInwagen Lewis Vs Inwagen, P. van
 
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V 195
Individuation/redundante Verursachung/Peter van Inwagen: These: ein Ereignis, das aktual passiert als Produkt mehrerer Ursachen, könnte nicht passiert sein, ohne das Produkt dieser Ursachen zu sein. Die Ursachen hätten auch kein anderes Ereignis zur Folge haben können. Analogie zur Individuation von Gegenständen und Menschen durch ihre kausalen Ursprünge,.
LewisVsInwagen:
1. das würde meine Analyse ruinieren, Verursachung in Begriffen von kontrafaktischer Abhängigkeit zu analysieren. ((s) Jede Abweichung wäre ein anderes Ereignis, nicht vergleichbar, keine kontrafaktischen Konditionale anwendbar). 2. es ist prima facie unplausibel: ich kann durchaus legitimerweise alternative Hypothesen aufstellen, wie ein Ereignis (oder auch ein Gegenstand oder ein Mensch) verursacht worden ist.
Aber damit setze ich voraus, dass es ein und dasselbe Ereignis gewesen wäre! Oder dass ein und dasselbe Ereignis verschiedene Effekte hätte haben können.
(Das setzt sogar Inwagen selbst voraus).
Plan/LewisVsInwagen: impliziert noch mehr Unmögliches: entweder sind meine ganzen Pläne oder Hypothesen versteckte Unmöglichkeiten, oder sie handeln gar nicht von einem bestimmten Ereignis.
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V 296
Vs weicher Determinismus/VsKompatibilismus/van InwagenVsLewis: (gegen den wD, den ich vorgebe, zu vertreten): Bsp Angenommen zur reductio, dass ich hätte meine Hand heben können, obwohl der Determinismus wahr wäre.
Dann folgt aus vier Prämissen, die ich nicht leugnen kann, dass ich eine falsche Konjunktion HL hätte hervorbringen können, aus einer Proposition H über einen Zeitpunkt vor meiner Geburt und eine gewisse Proposition über ein Gesetz L.
Prämisse 5: wenn ja, dann hätte ich L falsch machen können.
Prämisse 6: aber ich hätte L nicht falsch machen können. (Widerspruch).
LewisVsInwagen: 5 und 6 sind nicht beide wahr. Welche wahr ist, hängt davon ab, was Inwagen mit "hätte falsch machen können "meint. Allerdings nicht in der Alltagssprache, sondern in Inwagens künstlicher Sprache. Aber auch da kommt es nicht darauf an, was Inwagen selbst damit meint!
Worauf es ankommt ist, ob wir dem überhaupt einen Sinn geben können, der alle Prämissen ohne Zirkularität gültig macht.
Inwagen: (mündlich) dritte Bedeutung für "hätte falsch machen können": nämlich dann und nur dann, wenn der Handelnde die Dinge so hätte arrangieren können, dass sein Tun plus die ganze Wahrheit über die Vorgeschichte zusammen die Falschheit der Proposition implizieren.
Dann sagt Prämisse 6, dass ich die Dinge nicht hätte so arrangieren können, so dass ich prädeterminiert war, sie nicht so zu arrangieren.
Lewis: es ist aber gar nicht instruktiv zu sehen, dass der weiche Determinismus die so interpretierte Prämisse 6 ablehnen muss.
V 297
Falsifikation/Handlung/Willensfreiheit/Lewis: provisorische Definition: ein Ereignis falsifiziert eine Proposition, nur dann, wenn es notwendig ist, dass wenn das Ereignis geschieht, dann die Proposition falsch ist. Aber mein Akt des Steinewerfens würde nicht selbst die Proposition falsifizieren, dass das Fenster in der Wurflinie intakt bleibt. Alles was wahr ist, ist, dass mein Akt ein anderes Ereignis hervorruft, das die Proposition falsifizieren würde.
Der Akt selbst falsifiziert kein Gesetz. Er würde nur eine Konjunktion von Vorgeschichte und Gesetz falsifizieren.
Alles was wahr ist ist, dass meinem Akt ein anderer Akt vorausgeht das Wunder und dieser falsifiziert das Gesetz.
schwach: sagen wir, ich wäre in der Lage eine Proposition im schwachen Sinne falsch zu machen gdw. ich etwas tue, die Proposition falsifiziert wäre, (aber nicht notwendig durch meinen Akt und nicht notwendig durch irgendein Ereignis, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde). (Lewis pro "Schwache These" (weicher Determinismus)).
stark: wenn die Proposition entweder durch meinen Akt selber oder durch ein Ereignis falsifiziert wird, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde.

Inwagen/Lewis: der erste Teil seiner These steht, egal ob wir die starke oder die schwache These vertreten:
wenn ich meine Hand hätte heben können, obwohl der Determinismus wahr ist und ich sie nicht gehoben habe, dann ist es im schwachen und im starken Sinn wahr, dass ich die Konjunktion HL (Propositionen über die Vorgeschichte und die Naturgesetze) hätte falsch machen können.
Aber ich hätte die Proposition L falsch machen können im schwachen Sinn, obwohl ich sie nicht im starken sinn hätte falsch machen können.
Lewis: wenn wir den schwachen Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 6.
Wenn wir den starken Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 5.
Inwagen: vertritt beide Prämissen, indem er analoge Fälle erwägt.
LewisVsInwagen: ich glaube, dass die Fälle nicht analog sind: sie sind Fälle, in denen der starke und der schwache Fall gar nicht divergieren:
Prämisse 6/Inwagen: er fordert uns auf, die Vorstellung zurückzuweisen, dass ein Physiker ein Teilchen schneller als das Licht beschleunigen könnte.
LewisVsInwagen: aber das trägt nichts dazu bei, die Prämisse 6 im schwachen Sinn zu stützen,
V 298
denn die zurückgewiesene Vermutung ist, dass der Physiker ein Naturgesetz im starken Sinn falsifizieren könnte. Prämisse 5/Inwagen: hier sollen wir die Vermutung zurückweisen, dass ein Reisender eine Konjunktion von Propositionen über die Vorgeschichte und einer über seine zukünftige Reise anders falsifizieren könnte, als durch Falsifikation des nichthistorischen Teils.
LewisVsInwagen: weisen Sie die Vermutung ruhig ganz zurück, das trägt nichts dazu bei, Prämisse 5 im starken Sinn zu stützen. Was würde folgen, wenn man Konjunktion derart im starken Sinn falsifizieren könnte? Dass man den nichthistorischen Teil im starken Sinn falsifizieren könnte? Das ist es, was Prämisse 5 im starken Sinn stützen würde.
Oder würde bloß folgen, (was ich denke), dass man den nichthistorischen Teil im schwachen Sinn zurückweisen könnte? Das Bsp des Reisenden hilft hier nicht, weil eine Proposition über zukünftige Reisen sowohl im schwachen als auch im starken Sinn falsifiziert werde könnte.
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Schwarz I 28
Gegenstand/Lewis/Schwarz: die materiellen Dinge sind Ansammlungen oder Aggregate solcher Punkte. Aber nicht jede Ansammlung solcher Punkte ist ein materielles Ding. Bsp Alle Punktteile aller Katzen: manche liegen in Neuseeland, andere in Berlin, einige in der Gegenwart, andere im alten Ägypten. Zusammen bilden sie weder eine Katze noch sonst einen Gegenstand im üblichen Sinn.
Bsp Dasselbe gilt für das Aggregat der Teile, aus denen ich jetzt bestehe, zusammen mit den Teilen, die Hubert Humphrey zu Anfang des Jahres 1968 zusammensetzten.
Ding: was unterscheidet dann ein Ding im normalen Sinn, von solchen Aggregaten? Hinreichende Bedingungen sind schwer zu finden. Paradigmatische Gegenstände haben keine Lücken und Löcher sind von anderen abgegrenzt, und erfüllen eine Funktion. Aber nicht all Dinge sind von solcher Art. Fahrräder haben z.B. Löcher, Bikinis und der Saturn haben unzusammenhängende Teile. Was wir als Ding akzeptieren hängt im Alltag von unseren Interessen ab. Kontextabhängig: ob wir die Bsp Rückwand eines Hause oder die Stelen des Holocaust Mahnmals oder Bildschirm und Tastatur als einzelnes zählen. Aber diese Dinge verschwinden auch nicht, wenn wir sie nicht als selbständig zählen!
Gegenstand/Ding/van Inwagen: (1990b) These: Teile setzen sich nur dann zu einem Gegenstand zusammen, wenn dieser ein Lebewesen ist. Danach gibt es Menschen Fische, Katzen, aber nicht Computer, Wände und Bikinis.
Gegenstand/Ding/Lewis: bessere Antwort: zwei Fragen:
1.Unter welchen Bedingungen setzen Teile ein Ganzes zusammen? Unter allen! Für beliebige Dinge gibt es immer ein Ding, das sie zusammensetzen. (Def mereologischer Universalismus/ > Quine).
2.Welche dieser Aggregate zählen wir im Alltag als eigenständiges Ding? Dass wir einige Aggregate nicht als Alltagsdinge betrachten, heißt nicht, dass diese Aggregate nicht existieren. (Allerdings überschreiten sie die normalen Bereiche unserer normalen Quantoren). Aber diese Beschränkungen variieren von Kultur zu Kultur. Nicht die Realität ist damit kulturabhängig, sondern der jeweils beachtete Teil der Realität. (1986e, 211 213, 1991:79 81).
LewisVsvan Inwagen/Schwarz: wenn nur Lebewesen echte Gegenstände bilden können, konnte die Evolution nicht beginnen. ((s) Aber wenn es kein Problem ist zu sagen, Lebewesen sind durch Emergenz entstanden“, könnte es auch kein Problem sein, stattdessen „Gegenstände…“ zu sagen.)
LewisVsvan Inwagen: kein Kriterium für „Lebewesen“ ist so präzise, dass es einen scharfen Schnitt ziehen könnte.
Schw I 30
Lewis: für ihn ist das kein Problem: die Konventionen des Deutschen bestimmen eben nicht mit atomarer Genauigkeit, auf welche Aggregate „Lebewesen“ zutrifft. (1986e, 212) LewisVsvan Inwagen: für ihn steht diese Erklärung nicht zur Verfügung: für ihn ist die Grenze zwischen Lebewesen und Nicht Lebewesen die Grenze zwischen Existenz und Nichtexistenz. Wenn vage ist, was ein Lebewesen ist, dann ist auch Existenz vage.
Existenz/Van Inwagen: (1990b. Kap.19) These: manche Dinge sind Grenzfälle von Existenz.
LewisVsvan Inwagen: (1991,80f,1983e,212f): wenn man schon „es gibt“ gesagt hat, dann ist das Spiel schon verloren: wenn man sagt, „etwas existiert in geringerem Grade“.
Def Existenz/Lewis: heißt einfach, eins von den Dingen zu sein, die es gibt.
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Schwarz I 34
zeitliche Teile/van Inwagen: (1981) lehnt zeitliche Teile grundsätzlich ab. SchwarzVsvan Inwagen: dann muss er den mereologischen Universalismus radikal beschränken oder Präsentist sein.
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Schwarz I 227
Modalität/LewisVsvan Inwagen: es gibt keine substantiellen modalen Tatsachen: was für Möglichkeiten es gibt, ist nicht kontingent. Darüber kann man gar keine Information erwerben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsInwagen Lewis Vs Stalnaker, R.
 
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Read III 101/102
Stalnaker setzt die Wahrscheinlichkeit der Bedingungssätze mit der bedingten Wahrscheinlichkeit gleich. LewisVsStalnaker: es gibt keine Aussage, deren Wahrscheinlichkeit durch die bedingte Wahrscheinlichkeit gemessen wird! (+ III 102)
Nach Lewis ergibt sich, dass auf Grund von Stalnakers Annahme die Wahrscheinlichkeiten beim Kartenziehen unabhängig sind. Das ist aber offensichtlich falsch (im Gegensatz zum Würfeln). Also kann die Wahrscheinlichkeit des Bedingungssatzes nicht durch die bedingte Wahrscheinlichkeit gemessen werden.
III 108
Bsp von Lewis Wenn Bizet und Verdi Landsleute wären, wäre Bizet Italiener
und
Wenn Bizet und Verdi Landsleute wären, wäre Bizet nicht Italiener.
Stalnaker: die eine oder die andere muß wahr sein.
Lewis: beide sind falsch. (Weil nur konjunktivische Bedingungssätze nicht wahrheitsfunktional sind). Die indikativischen Stücke wären im Munde derjenigen, denen ihre Nationalität unbekannt ist, ganz akzeptabel.
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IV 149
Handlung/Rationalität/Stalnaker: Propositionen sind hier die geeigneten Objekte von Einstellungen. LewisVsStalnaker: es stellt sich heraus, dass er eigentlich eine Theorie der Einstellungen de se braucht.
Stalnaker: der rational Handelnde ist jemand, der verschiedene mögliche rationale Zukünfte annimmt. Die Funktion des Wunschs ist einfach, diese verschiedenen Ereignisverläufe in die gewünschten und die abgelehnten zu unterteilen.
Oder eine Ordnung oder ein Maß für alternative Möglichkeiten zu liefern in bezug auf Wünschbarkeit.
Glauben/Stalnaker: seine Funktion ist es einfach, zu bestimmen, welchen die relevanten alternativen Situationen sein können, oder sie in Bezug auf ihre Wahrscheinlichkeit unter verschiedenen Bedingungen zu ordnen.
Einstellungsobjekte/Glaubnesobjekte/Stalnaker: sind identisch dann und nur dann, wenn sie funktional äquivalent sind, und das sind sie nur dann, wenn sie sich in keiner alternativ möglichen Situation unterscheiden.
Lewis: wenn diese alternativen Situationen immer alternative MöWe sind, wie Stalnaker annimmt, dann ist das in der Tat ein Argument für Propositionen. ((s) Unterscheidung Situation/MöWe).
Situation/MöWe/Möglichkeit/LewisVsStalnaker: ich denke, es kann auch innerhalb einer einzelnen MöWe Alternativen geben!
Bsp Lingens weiß mittlerweile fast genug, um sich selbst zu identifizieren. Er hat seine Möglichkeiten auf zwei reduziert: a) er ist im 6. Stock der Stanford Bücherei, dann muss er treppab gehen oder
b) er ist im Untergeschoß der Bücherei des Widener College und muss treppauf gehen.
Die Bücher sagen ihm, dass es genau einen Menschen mit Gedächtnisverlust an jedem dieser Orte gibt. Und er hat herausgefunden, dass er einer der beiden sein muss. Seine Überlegung liefert 8 Möglichkeiten:
Die acht Fälle verteilen sich nur über vier Arten von Welten! Z.B. 1 und 3 gehören nicht zu verschiedenen Welten sondern sind 3000 Meilen entfernt in derselben Welt.
Um diese zu unterscheiden braucht man wieder Eigenschaften, ((s) Die Propositionen gelten für beide Gedächtniskünstler gleichermaßen.)
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V 145
Konditionale/Wschk/Stalnaker: (1968) Schreibweise: ">" (spitz, nicht Hufeisen!) Def Stalnaker Konditional: ein Konditional A > C ist wahr gdw. die geringstmögliche Änderung, die A wahr macht, auch C wahr macht. (Revision).
Stalnaker: vermutet, dass damit P(A >C) und P(C I A) angeglichen werden, wenn A positiv ist.
Die Sätze, die wie auch immer unter Stalnaker Bedingungen wahr sind, sind dann genau die, die positive Wschk haben unter seiner Hypothese über Wschk von Konditionalen.
LewisVsStalnaker: das gilt wohl meistens, aber nicht in gewissen modalen Kontexten, wo verschiedene Interpretationen einer Sprache die gleichen Sätze verschieden bewerten.
V 148
Konditional/Stalnaker: um zu entscheiden, ob man ein Konditional glauben soll: 1. füge das Antezedens zur Menge deiner Glaubenseinstellungen hinzu,
2. mache die nötigen Korrekturen für die Konsistenz
3. entscheide, ob das Konsequens wahr ist.
Lewis: das ist richtig für ein St Kond, wenn die vorgetäuschte Revision durch Abbildung erfolgt.
V 148/149
LewisVsStalnaker: die Passage suggeriert, dass man die Art Revision vortäuschen soll, die stattfindet, wenn das Antezedens wirklich zu den Glaubenseinstellungen hinzugefügt würde. Aber das ist falsch: dann brauchte man Konditionalisierung. - - -
Schwarz I 60
Gegenstück/GS/Gegenstücktheorie/GT/Gegenstückrelation/GR/StalnakerVsLewis: wenn man ohnehin fast beliebige Relationen als GR zulässt, könnte man auch nicht qualitativen Beziehungen verwenden. (Stalnaker 1987a): dann kann man GS mit dem Haecceitismus versöhnen: wenn man sich daran stößt, dass bei Lewis (x)(y)(x = y > N(x = y) falsch ist, (Lewis pro kontingente Identität, s.o.) kann man auch festlegen, dass ein Ding stets nur ein GS pro Welt hat. Stalnaker/Schwarz: das geht nicht mit qualitativen GR, da immer denkbar ist, dass mehrere Dinge – Bsp in einer völlig symmetrischen Welt – einem dritten Ding in einer anderen MöWe genau gleich ähnlich sind.
LewisVsStalnaker: Vsnicht qualitative GR: alle Wahrheiten einschließlich modaler Wahrheiten sollen darauf beruhen, was für Dinge es gibt, (in der wirklichen Welt und möglichen Welten) und welche (qualitativen) Eigenschaften sie haben (>“Mosaik“).
- - -
Schwarz I 62
Mathematik/Wahrmachen/Tatsache/Lewis/Schwarz: wie bei MöWe gibt es keine eigentliche Information: Bsp dass 34 die Wurzel von 1156 ist, sagt uns nichts über die Welt. ((s) Dass es in jeder MöWe gilt. Regeln sind keine Wahrmacher). Schwarz: Bsp dass es niemand gibt, der die rasiert, die sich nicht selbst rasieren, ist analog keine Information über die Welt. ((s) Also nicht, dass die Welt qualitativ so aufgebaut ist).
Schwarz: vielleicht lernen wir hier eher etwas über Sätze. Es ist aber eine kontingente Wahrheit (!) , dass Sätze wie Bsp „es gibt jemand, der die rasiert, die sich nicht selbst rasieren“ inkonsistent ist.
Lösung/Schwarz: der Satz hätte etwas anderes bedeuten und damit konsistent sein können.
Schw I 63
scheinbar analytische Wahrheit/Lewis/Schwarz: Bsp was erfahren wir wenn wir erfahren, dass Ophtalmologen Augenärzte sind? Dass Augenärzte Augenärzte sind, wußten wir schon vorher. Wir haben eine kontingente semantische Tatsache erfahren. Modallogik/Modalität/modales Wissen/Stalnaker/Schwarz: These: modales Wissen könnte immer als semantisches Wissen verstanden werden. Bsp wenn wir fragen, ob Katzen notwendig Tiere sind, fragen wir, wie die Ausdrücke „Katze“ und „Tier“ zu gebrauchen sind. (Stalnaker 1991,1996, Lewis 1986e:36).
Wissen/SchwarzVsStalnaker: das reicht nicht: um kontingente Information zu erwerben, muss man immer die Welt untersuchen. (kontingent/Schwarz: empirisches, nicht semantisches Wissen).
Modale Wahrheit/Schwarz: der Witz an logischen, mathematischen und Modalen Wahrheiten ist gerade, dass sie ohne Kontakt mit der Welt gewußt werden können. Hier erwerben wir keine Information. ((s) >wahr machen: keine empirische Tatsache „in der Welt“ macht, dass 2+2 = 4 ist).
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Schwarz I 207
„sekundäre Wahrheitsbedingungen“/WB/semantischer Wert/WB/Lewis/Schwarz: zur Verwirrung trägt bei, dass die einfachen (s.o., kontextabhängige, ((s) „indexikalische) und variablen Funktionen von Welten auf Wahrheitswerte (WW) oft nicht nur als „semantische Werte“ sondern auch als WB bezeichnet werden. Wichtig: diese Wahrheitsbedingungen (WB) müssen von den normalen WB unterschieden werden.
Lewis: verwendet WB mal so mal so. 1986e,42 48: für primäre, 1969, Kap V: für sekundäre).
Def primäre WB/Schwarz: die Bedingungen, unter denen der Satz gemäß den Konventionen der jeweiligen Sprachgemeinschaft geäußert werden sollte.
WB/Lewis/Schwarz: sind das Bindeglied zwischen Sprachgebrauch und formaler Semantik ihre Bestimmung ist der Zweck der Grammatik.
Anmerkung:
Def Diagonalisierung/Stalnaker/Lewis/Schwarz: die primären WB erhält man durch Diagonalisierung, d.h. indem man als Welt Parameter die Welt der jeweiligen Situation einsetzt (entsprechend als Zeit Parameter den Zeitpunkt der Situation usw.).
Def „diagonale Proposition“/Terminologie/Lewis: (nach Stalnaker, 1978): primäre WB.
Def horizontale Proposition/Lewis: sekundäre WB. (1980a, 38, 1994b,296f).
Neuere Terminologie:
Def A Intension/primäre Intension/1 Intension/Terminologie/Schwarz: für primäre WB
Def C Intension/sekundäre Intension/2 Intension/Terminologie/Schwarz: für sekundäre WB.
Def A Proposition/1 Proposition/C Proposition/2 Propsition/Terminologie/Schwarz: entsprechend. (Jackson 1998a,2004, Lewis 2002b,Chalmers 1996b, 56 65)
Def meaning1/ Terminologie/Lewis/Schwarz: (1975,173): sekundäre WB
Def meaning2/Lewis/Schwarz: komplexe Funktion von Situationen und Welten auf Wahrheitswerte, „zweidimensionale Intension“.
Schwarz: Problem: damit sind ganz verschiedene Dinge gemeint:
primäre WB/LewisVsStalnaker: bei Lewis nicht über metasprachliche Diagonalisierung bestimmt wie Stalnakers diagonale Propositionen. Auch nicht über A priori Implikation wie bei Chalmers primären Propositionen.
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Schwarz I 227
a posteriori Notwendigkeit/Metaphysik/Lewis/Schwarz: normale Fälle sind keine Fälle von starker Notwendigkeit. Man kann herausfinden Bsp dass Blair Premier ist oder Bsp AS = MS. LewisVsInwagen/LewisVsStalnaker: andere Fälle (die sich empirisch nicht herausfinden lassen) gibt es nicht.
LewisVs starke Notwendigkeit: hat in seiner Modallogik keinen Platz. >LewisVsTeleskoptheorie: MöWe sind nicht wie ferne Planeten, bei denen man herausfinden kann, welche es wohl gibt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsInwagen Wiggins Vs Vierdimensionalismus
 
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Simons I 115
WigginsVsVierdimensionalismus: der Unterschied zwischen einem vierdimensionalen Katzen-Prozess und einer Summe von Katzen-Teil-Prozessen ist,
I 116
dass die späteren Phasen der Summe unverbunden sein können, die des Katzen-Prozesses können aber nicht unverbunden sein. Summe: kann sich teilen – Prozess: nicht
Prozess; kann sich nicht teilen, Summe: kann es.
Summe: kann sich aufspalten, selbst wenn das nicht passiert.
Prozess: kann sich nicht aufspalten. (Logisch unmöglich).
Modalität/de re/Summe/Prozess: Summe und Prozess unterscheiden sich also in der Modalität d re, obwohl sie als vierdimensionale Objekte zusammenfallen.
WigginsVsQuine: die Modalität ist in diesem Fall sogar referentiell transparent.
I 120
Tibbles-Bsp/Simons: i): die Ablehnung von i) (bzw. h)) erlaubt, Schritt (2) zurückzuweisen. Tib und Tibbles koinzidieren mereologisch zu t’, aber es reicht auch, die Superposition der beiden als Tatsache anzunehmen. Der positive Grund dafür, Tib und Tibbles niemals zu identifizieren, ist Leibniz’ Gesetz: sie unterscheiden sich, weil sie in den Eigenschaften differieren, die sie zu t haben. (Tib = Katze ohne Schwanz).
I 121
g),e): ihre Ablehnung blockiert den Schritt zu (5). Dass Tibbles zu t’ = Tib zu t’ beinhaltet dann nicht mehr, dass sie zu t identisch sind. f): seine Ablehnung bedeutet, Identität mit sortalen Prädikaten zu reformulieren: Bsp Tib ist dieselbe Katze wie Tibbles zu t’ und derselbe Katzen-Teil wie Tib zu t’. Aber wir können nicht schließen, dass Tib dieselbe Katze wie Tibbles zu t ist oder derselbe Katzen-Teil wie Tibbles zu t.
Damit ist die Transitivität blockiert.
d): es zu leugnen heißt zu leugnen, dass Tib (und Tail) zu t existieren, so dass die Frage nicht aufkommt, mit was sie identisch wären, was zu der Zeit existiert.
Problem: wenn Tib beim Unfall in die Existenz tritt, wie kann sie dann mit der vorher existierenden Tibbles identisch sein?
van Inwagen: akzeptiert a) und b) und h) sowie klassische Identität. Daher muss er entweder leugnen, dass etwas (Tib) anfängt zu existieren oder wie Chisholm: c) ablehnen.
Chisholm: Vs c).
Lösung/van Inwagen: Tibbles wird kleiner wenn der Schwanz weg ist, aber das einzige, was anfängt zu existieren, ist Tail (als Ganzes). SimonsVsInwagen, van: ist gegen den common sense und unnötig radikal. Es ist viel einfacher, h) oder i) abzulehnen.
Chisholm/Simons: ist weniger radikal in Bezug auf Identitätslogik oder continuants, aber radikaler als bloß h) oder i) zu leugnen. Denn c) zu leugnen blockiert das Argument schon in Schritt (2). Tibbles und Tib sind nicht identisch zu t’, obwohl sie sehr eng verbunden sind, weil sie beide zu der Zeit aus derselben mereologisch konstanten ens per se konstituiert sind.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987