Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 74 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Anti-Realismus Field
 
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I 229
Anti-Realismus/Field: viele Formen (die nichts mit unserem Zweck zu tun haben) sind reduktionistisch: (Bsp Reduktion der externen Welt auf menschliche Erfahrung) oder quasi-reduktionistisch (Bsp Theorien, die in Aussagen über menschliche Erfahrungen übereinstimmen, müssen kognitiv äquivalent sein.) - (D.h. dasselbe Verständnis von "wahr" haben.)
I 249
Wahrheits-Definition/Anti-RealismusVsTarski/Anti-RealismusVsKripke - Anti-RealismusVsModelltheorie: VsOntologie von Mengen (Anti-Platonismus dito). - ((s) Weil modelltheoretische Aussagen für den A-R trivial wahr sind, weil sie keinen Referenten haben.)

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Barcan-Formel Cresswell
 
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HC I 128
Barcan-Formel/Kripke: nimmt für jede mögliche Welt einen anderen Individuenbereich an und erhält dadurch eine Semantik, bei der im Gegensatz zu unserer die Barcan-Formel nicht gültig ist. (>Zugänglichkeit) - Zugänglichkeit/LewisVsKripke: bei Lewis über Individuen, daher Barcan-Formel bei Lewis gültig. -
HC I 150f
Barcan-Formel/BF/mögliche Welten/MöWe/Semantik/Hughes/Cresswell: die BF ist ungültig in Semantiken, die verschiedenen möglichen Welten verschiedene Individuenbereiche zuordnen. - (>Zugänglichkeit) -
HC I 150f
Barcan-Formel/H/C: Vs: dass alles Existierende notwendig f ist, schließt nicht aus, dass es Dinge geben könnte (oder gegeben haben könnte), die nicht f sind. - Dann wäre es keine notwendige Wahrheit, dass alles f ist. - VsVs: das geht von der Annahme aus, dass in verschiedenen möglichen Welten Gegenstände nicht nur andere Eigenschaften haben können, als in der wirklichen Welt (aktualen Welt), sondern dass es sogar Gegenstände geben könnte, die in der aktualen Welt gar nicht existieren. - ((s) Das macht den Unterschied der zwei Seiten der Formel). - >Extension des Existenzprädikats - > Unterschied Existenz/"es gibt"?
HC I 156
Barcan-Formel/Existenz/mögliche Welt/Hughes/Cresswell: drei Sichtweisen: a) alle möglichen Welten haben dieselben Individuen (Bereich identisch): dann ist die Barcan-Formel gültig (auch bezüglich T und S4) , die Gegenstände sind dieselben, Eigenschaften und Relationen ändern sich - b) neue Dinge entstehen: die Barcan-Formel ist ungültig jedenfalls bezüglich T und S4 - c) noch liberaler: es können auch Gegenstände entfernt werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Barcan-Formel Kripke
 
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Hughes/Cresswell I 128
Barcan-Formel/Kripke: nimmt für jede mögliche Welt einen anderen Individuenbereich an und erhält dadurch eine Semantik, bei der im Gegensatz zu unserer die Barcan-Formel nicht gültig ist. (>Zugänglichkeit). Zugänglichkeit/LewisVsKripke: bei Lewis über Individuen, daher Barcan-Formel bei Lewis gültig.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bedeutung McDowell
 
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I 160ff
Bedeutung/Quine: Neu: "empirische Bedeutung": ist intellektuell angesehen, weil er vollständig durch die gesetzmäßig ablaufenden Operationen der Rezeptivität erklärbar ist. Der alte Bedeutungsbegriff steht dagegen auf der falschen Seite dieser Dualität. (> McDowell, s. auch Inhalt). Bedeutung/Quine: der Witz besteht bei Quine darin, dass Bedeutung im intuitiven Sinn nicht durch exogene Faktoren bestimmt werden kann.
I 184/5
McDowell: wenn wir nun das Dritte Dogma (Schema/Inhalt) fallen lassen, ist es nicht überraschend, dass die Bedeutung nun durch die "empirische Bedeutung" unterbestimmt ist.
I 185
McDowell: die "empirische Bedeutung" kann ja sowieso gar keine richtige Bedeutung sein, da sie als Gegenstück zur "begrifflichen Souveränität" nichts mehr mit Gründen und Rechtfertigung zu tun haben kann. McDowellVsQuine: das zeigt aber nicht, dass Bedeutung überhaupt unterbestimmt ist! Dazu müsste man zeigen, daß wir einen untilgbaren Spielraum haben, wenn wir nach einer Art von Verstehen suchen, die uns aus dem Gebiet der "empirischen Bedeutung" herausbringt. Ein Verstehen, das zeigt, wie Lebensphänomene in der Ordnung der Rechtfertigung, dem Raum der Vernunft, strukturiert werden. Das kann man nicht von Quine lernen.
I 119
Bedeutung/McDowell: wir dürfen sie nicht "sozialpragmatisch" oder "kommunitaristisch" konstruieren. (Das hat Wittgenstein auch nicht getan). Sonst ist sie nicht mehr autonom. Ungezügelter Platonismus wäre hier ein Hang zum Okkulten.
Wittgenstein: hat nicht behauptet, dass Bedeutung nichts anderes wäre als Zustimmung oder Ablehnung durch die Gemeinschaft. (>Kripke).
I 119
Kripkes Wittgenstein/McDowellVsKripke: kommt zu dem Ergebnis, dass es nichts gibt, was die Empfänglichkeit für die Forderung konstituiert, die die Bedeutung an uns stellt, stattdessen müssen wir die Rolle des Gedankens in unserem Leben mittels unserer Partizipation in der Gemeinschaft verstehen.
I 121
These: Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung bürgt dafür, dass die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das lässt keine echten Fragen über Normen aufkommen. - - -
EMD II XIV
Bedeutung/McDowell: Wahrheitstheorie ist nicht ausreichend für eine Bedeutungstheorie wegen der Äquivalenz von "Schnee ist weiß" und "Gras ist grün". - Das ist wahr, aber nicht bedeutunggebend. - McDowell: These: wir brauchen zusätzlich psychologische Begriffe. -
II XV
Problem: dann müssen die propositionalen Einstellungen genauso fixiert sein wie die Bedeutungen. - > Radikale Interpretation/RI.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Begriffe Putnam
 
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Horwich I 392
Begriffe/Ockham/Putnam: könnten mentale Einzeldinge (ED) sein. - D.h. wenn Zeichen Einzeldinge als "Zeichen" sind, dann ist auch jeder Begriff, den wir von der Relation zwischen Zeichen und Gegenstand haben, wiederum ein Zeichen. - PutnamVsOckham: Problem: diese Relation kann nicht eindeutig identifiziert werden, indem man ein Schild hochhält, mit KUH - oder ein anderes Schild, mit REFERIERT.
I 393
Andererseits: wenn Begriffe keine Einzeldinge sind, dann kann es Gebrauchsweisen von Zeichen geben (wenn sie "im Kopf" sind) - (Putnam pro). - Aber: Problem: die Gebrauchsweise greift aber nicht eindeutig eine Relation zwischen den Termen und "realen Objekten" heraus. - ((s) "Begriff": hier "Gebrauchsweise von Zeichen".) - Wenn Begriffe weder Eineldinge (Zeichen) noch Gebrauchsweisen sind, bleibt nur das mysteriöse "Erfassen von Formen" übrig.
Putnam V 40ff
Begriffe/Putnam: können nicht mit inneren Vorstellungen identisch sein, weil Begriffe öffentlich sind - sie sind (teilweise) Fähigkeiten, keine Vorkommnisse.
I 63
Clusterbegriff/Putnam: Bsp "Mensch" als Liste von Eigenschaften - PutnamVs: der Sprecher muss keine Kenntnis der Gesetze haben, die Elektronen beherrschen. - Auch wenn Referenz "gesellschaftlich" bestimmt" wäre, kann das nicht dem entsprechen, was "jeder Sprecher implizit meint".
I 190
Begriff/mögliche Welt/Putnam: moderne Semantik: Funktionen über mögliche Welten stellen Begriffe dar. - Bsp der Begriff "diese Statue" ist ungleich dem Begriff "dieses Stück Ton". - PutnamVsMögliche Welten: Frage: gibt es in der wirklichen Welt (der aktualen Welt) einen Gegenstand, auf den der eine dieser Begriffe wesentlich und der andere nur akzidentiell zutrifft? - Mögliche Welten liefern zu viele Gegenstände. PutnamVsKripke:/PutnamVsEssentialismus: Kripkes Ontologie setzt Essentialismus voraus, sie kann ihn nicht begründen. - Modale Eigenschaften sind kein Teil der materialistischen Einrichtung der Welt. - Aber Kripke individuiert Gegenstände durch ihre modalen Eigenschaften. - Wesentliche Eigenschaften/Putnam: habe ich nicht in "parallele Welten" sondern statt dessen in mögliche Zustände der wirklichen Welt verlagert - (Bsp eine andere Flüssigkeit als H20 sei Wasser). - Das ist insofern essentialistisch, als wir damit die Natur von Wasser entdeckt haben. - Wir sagen einfach Wasser soll nichts anderes sein (Intention). - Das ist eben unser Gebrauch und nicht "in die Welt eingebaut" (intrinsisch) - (Kripke dito). - VsMaterialismus: diesem hilft diese semantische Lesart nicht, weil sie Referenz schon voraussetzt. - (Materialismus möchte Referenz aus "intrinsischer" Kausalbeziehung gewinnen).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Behauptbarkeit Putnam
 
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Rorty I 307
Begründete Behauptbarkeit/Putnam: (laut Rorty): wenn man sich darauf zurückzieht kann man sagen, dass sich Bsp "X ist Gold" zu Archimedes Zeiten begründet behaupten lässt, und heute nicht mehr begründet behauptbar ist. Aber die Aussage, dass X in der Extension von Gold lag, müsste er genauso wie die Aussage, dass "X ist Gold" wahr war, als sinnlos verwerfen. ( > de re/ de dicto). Putnam: (laut Rorty): verfolgt 3 Gedankengänge:
1. Gegen die Konstruktion von "wahr" als Sinn gleich mit »begründete Behauptbarkeit « (oder irgendeinen anderen "weichen" Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann.
2. Eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind.
3. Nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht « auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden.
Wright:Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Putnam: (Vernunft, Wahrheit und Geschichte): PutnamVs Gleichsetzung von Wahrheit und Behauptbarkeit ("rationale Akzeptierbarkeit"), aber aus anderen Gründen:
1. Wahrheit zeitlos, Behauptbarkeit nicht.
2. Wahrheit ist eine Idealisierung der rationalen Akzeptierbarkeit.
Bsp Idealisierung : reibungsfreie Oberflächen nicht zu erzielen, aber das Reden über sie zahlt sich aus, weil wir ihnen in hohem Maße nahe kommen.
- - -
VI 30
Rorty: "Gerechtfertigte Behauptbarkeit": (Pragmatismus, Dewey) PutnamVs: "naturalistischer Fehlschluss": eine gegebene Überzeugung kann alle derartigen Bedingungen erfüllen und trotzdem falsch sein. PutnamVsRorty et al.: lassen die Notwendigkeit außer Acht, die Existenz "echter Gerichtetheit" bzw. "Intentionalität" zuzugeben. Putnam: eine "Ideale Hörerschaft" (vor der eine Rechtfertigung ausreicht) kann es nicht geben. Zu jeder Hörerschaft lässt sich eine bessere annehmen.
- - -
Putnam I 96
ideale Behauptbarkeit/PutnamVsPeirce: es kann kein "ideales Limit" sinnvoll angegeben werden - keine Bedingungen für die Wissenschaft zu spezifizieren - PutnamVsKuhn. wenn man nicht an Konvergenz sondern an Revolutionen glaubt, sollte man die Junktoren intuitionistisch interpretieren und Wahrheit intratheoretisch auffassen
I 141
Wahrheit/Behauptbarkeit/Tarski/Putnam: aus seiner W-Def folgt auch Behauptbarkeit - die Wahrscheinlichkeit eines Satzes in der Metasprache entspricht der in der Objektsprache. I 246 Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung - PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben - und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bereiche Hintikka
 
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I 98
Individuenbereich/Mögliche Welten/Montague/Hintikka: These: Montague nimmt einen konstanten Individuenbereich an. HintikkaVsMontague: gerade das führt zu Problemen. Insbesondere in Glaubenskontexten.
Individuum/Montague: Individuen sind der Bereich der Funktionen, die als Sinn eines singulären Terms funktionieren.
Glaubenskontext/opaker Kontext/Glauben/prop Einst/HintikkaVsMontague: Problem: Montague widmet Kontexten mit propositionalen Einstellungen (Einstellungskontexten) keine gesonderte Behandlung. Bsp „wissen wer“, Bsp „sich erinnern wo“, Bsp „sehen was“. Das ist ein Mangel, weil Montague sein Interesse an propositionalen Einstellungen zugestanden hatte.
- - -
I 176
Bereich/Variable/Individuenvariablen/Quantifikation/Hintikka : mein eigener Ansatz (Semantik möglicher Welten) ist „Interpretation des beschränkten Bereichs“ genannt worden. HintikkaVs: das missversteht die logische Situation: es geht darum, dass die Individuen für die Menge von Welten wohldefiniert sein müssen, mit der wir es zu tun haben.
Pointe: die Menge von Welten wechselt mit den propositionalen Einstellungen. Sie muss die aktuale Welt z.B. gar nicht enthalten!
Propositionale Einstellungen/Hintikka/(s): verschiedene Einstellungen (Glauben, Zweifeln, Sehen usw.) verlangen verschiedene Mengen von Welten.
Variablen/Werte/Hintikka: es kann sein, dass der Bereich unserer Variablen eine Obermenge der Menge der aktualen Individuen ist (wenn die Menge der möglichen Welten nicht die aktuale Welt enthält).
Bsp es kann sein, dass jemand korrekte Überzeugungen über alle aktualen Individuen hat, aber zusätzlich fälschlicherweise glaubt, dass noch weitere Individuen existieren, die er sich aber nur vorstellt.
Hintikka: daher kann mein Ansatz mit gleichem recht einer des „erweiterten Bereichs“ genannt werden.
I 176
Individuenbereich/Bereich/Variablen/Werte/Russell/Hintikka: Russell scheint dagegen wirklich einen Satzes des beschränkten Bereichs vertreten zu haben, indem er ihn auf Objekte der Bekanntschaft beschränkte.
I 196
Mögliche Welt/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Welt zu Welt dieselben bleiben müssen. Rede von Welten ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. Mögliche Welten/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.
I 196
Spaltung/Hintikka: ist bei einigen wenigen Modellen der Querwelteinidentifikation, Re-Identifikation in der Zeit sinnvoll. Bsp ein Computer könnte auseinandergenommen werden uns zwei Computer daraus gebaut werden. Das könnte später wieder revidiert werden. Re-Identifikation/Reidentifikation/Hintikka: ist der Schlüssel zu Fällen von Spaltung und Fusion.
Spaltung/Hintikka: es gibt einen strukturellen Grund, warum sie so selten ist: wenn Weltlinien aus infinitesimalen Elementen zusammengesetzt sind wie die Lösungen von Differentialgleichungen (s.o.), entspricht die Spaltung einer Singularität, und dies ist ein seltenes Phänomen.
Spaltung/Hintikka: die Argumente gegen sie sind zirkulär in einem tiefen Sinn. Sie basieren auf der Idee, dass für Quantifikation der Individuenbereich fixiert bleiben sollte. (HintikkaVsKripke).


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Bezug/Referenz Putnam
 
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Rorty I 312
Putnam/Rorty: laut Putnam kann eine "kausale" Referenztheorie kann nicht weiterhelfen: denn die Frage, wie sich der Ausdruck »Ursache« eindeutig auf etwas beziehen kann, ist genauso rätselhaft wie die Frage, wie dies der Ausdruck »Katze« geleistet.
Rorty IV 20 ff
Bezug/Putnam: früh: nur kausale Theorie der Bezugnahme (nicht intentional). Kann uns vor dem Relativismus bewahren.
Rorty VI 123
Kausaltheorie der Bezugnahme: PutnamVsKripke/Rorty: auch Selbstkritik an früheren Schriften: Die Beschreibung der kausalen Beziehungen zwischen einem Etwas und sonstigen Dingen ist nichts anderes als die Beschreibung von Merkmalen, die weder in höherem noch geringeren Maße in einem "intrinsischen" oder "extrinsischen" Verhältnis zu ihm stehen. So auch das Merkmal "von einem Menschen beschrieben zu sein". PutnamVsSearle: VsUnterscheidung "Intrinsisch"/"relational".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bezug/Referenz Rorty
 
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Richard Rorty
I 96
Referenz: für jede Unterscheidung von Referenten von Ausdrücken braucht man irgendwelche ontologischen Kategorien, irgendetwas, wenn auch Grobes, um die Dinge zuzuschneiden.
I 316ff
RortyVsPutnam, RortyVsKripke:Verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«.
I 317f
Natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch-wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verstehenden Strategien getroffen hat.
I 316ff
Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins!
I 321
Für Davidsons "reine" Sprachphilosophie ist weder das eine noch das andere erforderlich.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Dispositionen Kripke
 
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Stegmüller IV 41
Disposition/Kripkes Wittgenstein/VsKripke/Stegmüller: die Funktion ist aus der Disposition abzulesen - dann muss die Disposition zu Fehlern Teil der Gesamtdisposition sein. KripkeVs: das setzt wieder Tatsachen in Bezug auf richtige Tabelle oder richtige Funktion voraus - Kripke: die Funktion besteht aber nicht vor der Disposition.
Kompetenz kann Regeln nicht erklären, weil sie Regeln voraussetzt - Kompetenz ist normativ, nicht deskriptiv.
Stegm IV 47
Kripkes Wittgenstein/KripkeVsDispositionstheorie: wenn man Meinen so versteht, dass was ich jetzt meine bestimmt, was ich in Zukunft meinen soll, dann ist das normativ, nicht deskriptiv. Dispositions-Theorie: behauptet, deskriptiv zu sein, das ist sie nicht.
Sprache/Kripke: dürfen wir strenggenommen nicht problematisieren, weil wir unsere Frage dann nicht mehr verständlich formulieren könnten.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
Dualismus Searle
 
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John R. Searle
I 32 ff
Dualismus: a) Eigenschaftsdualismus: - b) Substanzdualismus: - c) "Begriffsdualismus":
I 40
SearleVsMonismus: es ist falsch, überhaupt das Zählen anzufangen!
I 54 f
SearleVsKripke: Dualist Geist/Körper.
II 326
VsDualismus: Behaviorismus: Bsp Hände zu haben ist eine Dispo zu bestimmtem Verhalten -. Funktionalismus: Hände können durch ihre Ursachen/Wirkungen vollständig beschrieben werden - Turing-Theorie: in einem Computerzustand mit bestimmten Inputs und Outputs zu sein (für Hände) - Handlungstheorie: zu sagen, ein System habe Hände, heißt, dem System gegenüber eine bestimmte Haltung einzunehmen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Erkenntnistheorie Putnam
 
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III 87
Interesse/Erkenntnis/Putnam: Erkenntnis ist interessegeleitet (ChomskyVs). - Aber VsChomsky: das heißt nicht, dass es uns freisteht, unsere Interessen zu wählen - oder dass Interessen nicht kritisierbar wären. - Auch Vernünftigkeit ist von den Umständen abhängig. - Die Behauptung, ein Begriff sei interessenrelativ heißt nicht, dass alle Interessen gleich vernünftig wären.
I 200
Kripke/Putnam: nimmt an, dass wir etwas wie "intellektuelle Anschauung" haben. - PutnamVsKripke - Was soll einer "transzendentalen Entsprechung" korrespondieren?

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Erklärungen Dummett
 
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EMD II 108
Erklärung/Dummett: Bsp "b erfüllt (S oder T) gdw. b S erfüllt oder b T erfüllt, z.B.: "b erfüllt (Wenn es der Fall gewesen wäre, dass b S erfüllt, dann wäre es der fall dass b T erfüllt): das erklärt nicht die Bedeutung der logischen Konstanten - genauso wenig wie "London bezeichnet London" die Bedeutung von London erklärt. - - -
III 39
Absicht/Erklärung/Wahrheit/Dummett: die Absicht, die Wahrheit zu sagen ist nicht hinreichend um den Wahrheitsbegriff zu erklären - auch nicht die Wahrheitsbedingungen für mehrere Sprachen.
III 152
Sinn/Verstehen/Erklärung/DummettVsKripke: Der Trugschluss, man könne den Sinn des zur Erklärung eines Wortes Gesagten mit dem Sinn dieses Wortes selbst gleichsetzen, wird von Kripkes Ansichten verursacht - allerdings lassen die Erklärungsmittel den Sinn zutage treten.

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Externalismus Davidson
 
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Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
I 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung - Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro)
I 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person - Radikale Interpretation: der Interpret muß anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a): sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) - b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig. - Burge: kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen. - DavidsonVsBurge: schützt nicht vor Irrtum.
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie - Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet).
Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genausowenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Frank I 663
Externalismus/Autorität: wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar. - VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss. - Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen - DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums. - DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: all das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gavagai Rorty
 
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Richard Rorty
I 194 ff
Gavagai: Quine fragt, wie die Sätze der Eingeborenen in kontingente empirische Platitüden einerseits und notwendige begriffliche Wahrheiten anderseits unterschieden werden sollen. Für die Eingeborenen reicht aus, zu wissen, welche Sätze mit Sicherheit wahr sind. Sie haben keine Ahnung von begrifflichen, notwendigen Wahrheiten.
I 195
Wenn Behauptungen aufgrund der Sozietät, nicht auf Grund des Charakters der inneren Episoden gerechtfertigt sind, so macht es keinen Sinn, privilegierte Vorstellungen isolieren zu wollen.
Horwich I 453
Hermeneutischer Zirkel/HZ/Gavagai/RI//Davidson/RortyVsKripke: im HZ hin und her zu gehen, ist keine Baustein-Theorie (wie die von Kripke: Korrespondenz zwischen Wörtern und Objekten, Verursachung hat mit Referenz zu tun)) - sondern es entspricht eher dem "Reflexiven Gleichgewicht" von Rawls.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Gegenstände Putnam
 
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Horwich I 409
Gegenstand/Ding/Objekt/Sprache/interner Realismus/Welt/Putnam: These: Objekte selbst sind ebenso gemacht wie entdeckt. - FieldVsPutnam: dann müsste man unabgetrennte Teile als sprachabhängig auffassen, sie sind aber sprachunabhängig. - - -
Putnam I 247
Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit-Stellen/Putnam: Kripke, Quine, Lewis sind uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit-Bereich, den er einnimmt? - Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit-Bereich. KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton) - der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit-Bereich einnehmen können. - QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind. -
Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft. - LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. - Putnam: es ist Unsinn zu fragen, ob der Stuhl mit der Materie identisch ist oder mit ihr koexistiert - keine Konvention: ob der Stuhl blau ist - Konvention: ob er ein Raumzeit-Bereich ist, und ob wir das entscheiden müssen!
Raumzeit-Punkte: stellen sich einige Autoren als Prädikate vor - dann ist der Raumzeit-Bereich eine Menge von Eigenschaften. - Putnam: das ist Ansichtssache - (>Vierdimensionalismus).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Identifikation Hintikka
 
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I 56
Identifikation/Individuation/Wissen-was/logische Form/Hintikka/(s): entspricht “weiß, dass (x = y)“ ((s) >Einerklasse, Einermenge). Bsp Wissen, dass „soundso es getan hat“ hilft nicht zu wissen, wer es war, außer man weiß, wer soundso ist. ((s) d.h. aber, dass man y kennt!
Lösung/Hintikka/(s): die Menge der mit dem Wissen kompatiblen Welten) >Relevanz!). (>Semantik möglicher Welten).
I 77
Identität/Objekt/Ding/Gegenstand/Semantik möglicher Welten/Kripke/Hintikka: Kripke These: die Existenz von permanenten (dauerhaften enduranten) Objekten muss einfach als Grundbegriff vorausgesetzt werden. HintikkaVsKripke: diese Forderung ist nicht wohlfundiert. Vielleicht muss man aber die Kriterien der Identifikation und der Identität nur für traditionelle Logik und logische Semantik voraussetzen. Aber das heißt auch nicht, dass das Problem der Identifikation nicht ein bleibendes Problem für die Philosophen wäre.
Querwelteinidentität/Hintikka: These ist verbunden mit dem Problem der Re-Identifikation.
I 78
Einmal geht es um verschiedene Zeitpunkte innerhalb derselben Geschichte, das andere Mal um verschiedene Welten. Dabei geht es aber immer um Interrelationen und Eigenschaften von Individuen.
Individuation/Hintikka: These: Identifikation kann nicht unabhängig von Individuation behandelt werden.
- - -
I 117
Ich/Hintikka: Descartes‘ cogito lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das Doppelleben des Pronomen der ersten Person Singular. „Ich“ kann von einer der beiden Weisen der Identifikation (perspektivisch(/öffentlich) abhängen.
Bsp „Ich, Hintikka schwöre…“ ist keine Tautologie!
I 125
Öffentliche Identifikation/Quine/Hintikka: „ein Gesicht mit einem Namen zusammenbringen“.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Identität Castaneda
 
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Frank I 168
Identität/Castaneda: wir sind kontingent mit unseren Denk- und Erfahrungsgehalten identisch (VsKripke, VsNagel).
I 168ff
Äquivalenz: schwächer als Identität: Aussagen der ersten und dritten Person nur äquivalent, nicht identisch.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identität Hintikka
 
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I 77
Identität/Objekt/Ding/Gegenstand/Semantik möglicher Welten/Kripke/Hintikka: Kripke These: die Existenz von permanenten (dauerhaften enduranten) Objekten muss einfach als Grundbegriff vorausgesetzt werden. HintikkaVsKripke: diese Forderung ist nicht wohlfundiert. Vielleicht muss man aber die Kriterien der Identifikation und der Identität nur für traditionelle Logik und logische Semantik voraussetzen. Aber das heißt auch nicht, dass das Problem der Identifikation nicht ein bleibendes Problem für die Philosophen wäre.
I 151
Wissen-wer/Identität/Psychologie/Psychiatrie/Hintikka: hier gibt es interessante Beispiele. Man muss in der Lage sein, sich selbst als denselben in verschiedenen Situationen wiederzuerkennen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Identität Pauen
 
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V 161
Identität/Kripke/Pauen: These: Identität muss notwendig sein, wenn sie überhaupt Identität sein soll - Bsp entweder es gilt in allen Welten, dass C-Faser-Reizung mit Schmerz identisch ist oder es gilt in keiner - Sie sind dann nicht identisch.
V 162
VsKripke/Pauen: dagegen scheint es ein Argument zu geben: Wärme ist auch starrer Bezeichnungsausdruck (kinetische Energie) dennoch können wir uns eine Welt vorstellen, in der wir Wärmeempfindung ohne Molekülbewegung haben. KripkeVsVs: dann ist von Wärmeempfindung die Rede, nicht von Wärme.
Vorstellbarkeit/Pauen: ist für Kripke entscheidend! - Die Vorstellbarkeit von Schmerzen, die keine gereizten C-Fasern sind, schließt die Identität aus.
Heute ist weitgehend akzeptiert, dass psychophysische Identität, wenn überhaupt bestehend, notwendig sein muss.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Identität Wiggins
 
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EMD II 289f
Identität/Wiggins: Problem: aus (1) (x)(y)(x = y) > (Fx ↔ Fy)), (2) (x)(y) [(x = y) > (N(x = x) ↔ N(y = x))] und dem überflüssigen (3) N(x = x) soll folgen: (4) (x)(y) [(x = y) > N(y = x)].
II 292
Problem: (4) geht nicht in opaken Kontexten Bsp für Jekyll gehalten zu werden nicht gleich für Hyde gehalten zu werden, auch wenn Jekyll = Hyde.
EMD II 292
Identität/MöWe/Kripke: Bsp Angenommen, Hesperus wäre nicht Phosphorus. Na gut, aber Phosphorus ist Phosphorus. Und außerdem ist Hesperus Phosphorus. Also wenn H nicht P wäre, wäre P nicht P. - WigginsVsKripke: ja aber doch sicher nicht, wenn H nicht P wäre? Das geht nicht so leicht wie Kripke möchte. - - -
Simons I 115
Identität/Extensionalität/Wiggins: Bsp Tibbles ganze Katze, bestehend aus Tib(Körper) und Tail (Schwanz). - Pointe: wenn kein Unfall passiert, muss man dennoch Ganzes (Individuum Katze) von Summe (Tib + Tail) unterscheiden - obwohl sie aus denselben Teilen bestehen! - Summe: kann sich aufspalten. - Prozess: kann sich nicht aufspalten. - Unterschied in Modalität de re. - Trotz Zusammenfallens als vierdimensionales Objekt - daher QuineVsModalität de re. - Hier unterscheiden sich Summe und Prozess, obwohl als vierdimensionale Objekte zusammenfallend.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
Identitätstheorie Jackson
 
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Peter Lanz Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie Das Leib Seele Problem in der angelsächsischen Philosophie des Geistes von 1949 bis 1987 in Hügli/Lübcke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993

Lanz I 285
Frank JacksonVsIdentitätstheorie: Bsp Angenommen, ein perfekt informierter Neurophysiologe hat nur über Schwarzweißbildschirme Zugang zur Welt. Er weiß alles, was es in den Begriffen der Wissenschaft über das visuelle System der Menschen zu wissen gibt. Nehmen wir an, er erhalte nun einen Farbbildschirm. Ist es nicht offenkundig, dass er jetzt etwas Neues lernt, nämlich wie farbige Gegenstände aussehen? VsMaterialismus: Dieser lässt das aus.
MaterialismusVs: (VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive contra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten! Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände.
Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt! (> Repräsentation).


Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000
Identitätstheorie Quine
 
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Willard V. O. Quine
II 209f
KripkeVsIdentitätstheorie: vorstellbar: Schmerz ohne Gehirnzustand - für Materialisten ist das schwierig auszuschließen. - QuineVsKripke: es ist nur schwierig, wenn der Materialist an metaphysische
Notwendigkeit glaubt.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Identitätstheorie Searle
 
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John R. Searle
I 54
KripkeVsIdentitätstheorie: wenn es wahr wäre, dass Schmerz C-Faser-Reizung ist, dann müsste die Identität notwendig sein - wie die von Wärme und Molekülbewegung - aber es scheint nicht zuzutreffen, dass Schmerz notwendig ein bestimmter Gehirnzustand ist - Kripke: Einwand des gesunden Menschenverstands: nichts Geistiges lässt sich mit irgendetwas Ungeistigem gleichsetzen, ohne dass dabei das Geistige übergangen wird - SearleVsKripke: dieser ist immer noch Dualist.
I 56
Token-Token-Identitätstheorie/(Lewis)/Searle: kann als Materialist nicht sagen, dass die Gemeinsamkeit von Leuten, die glauben, dass Denver die Hauptstadt von Colorado ist, eben diese geistige Eigenschaft ist, weil der Materialismus diese leugnet. - Lösung: Funktion des neurophysiologischen Zustands
I 56
SearleVsIdentitätstheorie: übergeht den Geist - Geist ist einfach da und stellt überhaupt kein Problem dar. - LeibnizVsIdentitätstheorie: nicht alle Eigenschaften sind identisch: einige eben physisch, einige geistig.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Intensionen Anscombe
 
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Frank I 96
Ich/Intension/Selbst/Logik/Anscombe: hier ist die "Weise des Gegebenseins" unwichtig.
I 97
Dem Logiker ist klar, dass "ich" in meinem Mund lediglich ein anderer Name für "E.A." ist. Seine Regel: wenn x Behauptungen mit "Ich" als Subjekt macht, dann sie sie wahr ann und nunr dann, wenn die Prädikate von x wahr sind.
AnscombeVsLogikAnscombeVsKripke: aus diesem Grund macht dieser den Übergang von "Ich" zu "Descartes".
Das ist aber zu oberflächlich: Ist man ein Sprecher, der "ich" sagt, so bekommt man nicht heraus, was es ist, das "ich" sagt. Man schaut z.B. nicht hin um zu sehen, aus welchem Apparat das Geräusch kommt.
Somit müssen wir unseren Logiker nötigen, eine "garantierte" Referenz von "ich" anzunehmen.
I 98
Problem: bei einer garantierten Referenz gibt es keinen Unterschied mehr zwischen "ich" und "A" (siehe Logik/Anscombe).

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Irrtümer Brandom
 
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I 424 ff
Objektivität begrifflicher Normen/Brandom: über sie können wir uns nicht nur alle einzeln (jeder) sondern auch alle gemeinsam irren. (Elektron, Masse im Universum).Irrtum über den richtigen Gebrauch.
I 102f
Irrtum: jeder Einzelne und alle zusammen können sich darin irren, ob ein begrifflicher Gehalt in einer bestimmten Situation passend ist.
I 269
Objektivität/Irrtum: es wird behauptet, dass soziale Praktiken hinreichen, Behauptungen objektiv repräsentationalen Gehalt zu verleihen! Das sind dann objektive Wahrheitsbedingungen. Sogar die gesamte Gemeinschaft kann mit einer diesbezüglichen Beurteilung falsch liegen. Universeller Irrtum nur bei Normen, nicht bei Begriffen möglich, s.o I 105.). (VsDavidson).
I 921
Irrtum/Brandom: dass Gemeinschaft als Ganzes nicht irren könnte, wurde Wittgenstein von Kripke und Wright in den Mund gelegt - wenn das stimmte, müsste Praxis sich nicht an Richtigkeit von Repräsentationen orientieren - BrandomVsKripke).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Kausalität Kripke
 
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Rorty II 131
Kripke/RortyVsKripke: die Kripkeaner berufen sich auf ein privilegiertes Vokabular zur wissenschaftlichen Beschreibung. - Kausalkräfte sind beschreibungsunabhängig.
Stegmüller IV 82
Kausalität/Kripkes Wittgenstein/Kripke/Stegmüller: selbst ein allwissendes Wesen könnte, wenn es die Einzelereignisse betrachtet, nur die Abfolge, nicht aber die Notwendigkeit erkennen. - Im Universum stößt es auf mögliche Welten, in denen weniger strikte Gesetze gelten.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Kausalrelation Armstrong
 
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II 134
Notwendige Kausalrelation: Bsp eckige Stifte passen nicht in runde Löcher in der Weise, wie runde Stifte passen - kontingente Kausalrelation: Bsp gefrierendes Wasser dehnt sich aus - (s) wenn es sich nicht ausdehnte wäre es immer noch Wasser und immer noch gefrierend - gefroren; nicht durch Volumen definiert, sondern durch Mikrostruktur.
II 154
Humesche Sicht/Place: logische Relation wie Notwendigkeit/Kontingenz nur zwischen Propositionen - Kausalrelationen nur zwischen aktualen und einzelnen Situationen möglich. - Situation: a) Zustände (Eigenschaften ändern sich nicht) b) Ereignis: (Eigenschaften ändern sich) - kausale Notwendigkeit: ist eine Sache von kontrafaktischen Konditionalen - in der Natur keine logische Notwendigkeit (de re, HumeVsKripke) - kausale Notwendigkeit ist ein Spezialfall von logischer Notwendigkeit - Aussagen über kausale Notwendigkeit sind immer kontingent wenn die Leugnung sie nicht widersprüchlich macht. - Situationen sind getrennt.
II 155
dispositionale Eigenschaften/Place: werden gebraucht, weil wir bei Kausalrelation über Sätze reden, nicht über ihre Wahrmacher. - die Dispositions-Aussage liefert die Prämisse. - Die Wahrheit einer Proposition hängt von Situationen als Wahrmachern ab - aber ein Wahrmacher kann nicht einfach in Gegenüberstellung von Wirkung und Ursache bestehen. - Sonst wäre die notwendige Verbindung gerade ausgelassen, die das kontrafaktische Konditional liefert. - Die Kontingenz bezieht sich auf Kausalaussagen, nicht auf die Relation zwischen Situationen.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Kausaltheorie der Namen Evans
 
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Gareth Evans
I 316
EvansVsKausaltheorie: kann nicht ausschließen, dass der Sprecher, der den Namen Louis in der Kneipe gehört hat, in Zukunft jedesmal auf Louis den XIV. referiert - Kripkes Kausaltheorie involviert die Intention des Sprechers, die Kette zu bewahren.
I 317
Namen/EvansVsKausaltheorie/EvansVsKripke: dieser ist ambivalent: wenn ihm die Verknüpfung dienlich ist, benutzt er sie. - Die Kriterien für "Über wen glaubt er etwas?" weichen dramatisch von denen für "Wer ist der ursprüngliche Namensgeber?" ab - Die Kausaltheorie ignoriert den wichtigen Kontext - Bsp wenn Namen nach Regeln vergeben werden, könnte ein Sprecher sich Namen ohne kausale Verbindung ausdenken, indem er einfach die Regeln anwendet.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Kennzeichnungen Searle
 
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John R. Searle
II 317
Kennzeichnung/Frege: liefert den Sinn, aber keine Definition. (Sonst wäre Aristoteles analytischerweise Alexanders Lehrer.)
II 319
Kennzeichnung/SearleVsKripke: einige Kennzeichnungen sind sehr wohl starr: wenn sie die Identitätsbedingung für den Gegenstand beinhalten - Bsp "Der Gegenstand, den ich wahrnehme" - außerdem: jede Kennzeichnung kann starr gemacht werden, indem wir die wirkliche Welt als Index nehmen - dann ist "Der Erfinder der bifokalen Gläser" eindeutig.
V 146
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Searle: jeder Satz mit Referenz kann durch einen Existenzsatz ersetzt werden - Searle: das ist die wahre Entdeckung der Theorie der Kennzeichnungen.
V 236ff
Theorie der Kennzeichnung/Russell: Satz mit Kennzeichnung: versteckte Existenzbehauptung - SearleVsRussell: propositionaler Akt (Ausdruck der Proposition, bestimmte Referenz) kann niemals identisch sein mit dem illokutionären Akt der Behauptung (der propositionale Akt ist Teil des illokutionären Akts). - ((s) Referenz ist nicht gleich Existenzbehauptung.)
V 240
Searle: daraus, dass ein Sprechakt nur unter bestimmten Umständen (Bedingungen) vollzogen werden kann folgt nicht, dass der bloße Vollzug schon behauptet, die Voraussetzungen seien erfüllt - Bsp "Bring dies dem König von Frankreich" ist keine Behauptung und enthält auch keine.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Konventionen Putnam
 
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V 124
Wärme/Molekülbewegung/Identität/Putnam: die Identität von Wärme mit Molekülbewegung ist konventionell - nur naive Physik leugnet das. - PutnamVsKripke.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Korrespondenz-Theorie Davidson
 
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Rorty I 328
Korrespondenz/Davidson/Rorty: K. ist für Davidson eine Relation ohne ontologische Präferenzen, sie kann beliebige Wörter mit beliebigen Objekten verbinden! Die Natur bevorzugt keine Weise ihrer Darstellung. (VsAnthropisches Prinzip).
Rorty VI 134
Übereinstimmung: fügt dem einfachen Begriff des Wahrseins nichts Erhellendes hinzu. - Vielleicht sollten wir lieber sagen "größtenteils wahr" und zulassen, dass Personen über Detailfragen unterschiedlicher Meinung sind. Übereinstimmung/Korrespondenz/Davidson/Rorty: fügt dem Begriff des "Wahrseins" nichts Verständliches hinzu.
- - -
Horwich I 497
DavidsonVsKorrespondenztheorie/VsKausaltheorie der Referenz/DavidsonVsKripke: wenn umgekehrt Referenz durch eine physikalische Relation fixiert wäre, brauchte die Übereinstimmung zwischen den beiden Korrespondenzen eine Erklärung. - Denn nach der Kausaltheorie wäre es möglich, dass wir oft auf Dinge referieren, die wir nicht verlässlich berichten können. - Danach wäre es eine empirische ((s) kontingente) Tatsache, daß unsere Überzeugungen meist wahr sind.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Kripke-Semantik Hintikka
 
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I XIII
Kripke-Semantik/HintikkaVsKripke: ist kein gangbares Modell für die Theorie logischer Modalitäten (logischer Notwendigkeit und logischer Möglichkeit). Problem: die richtige Logik kann nicht axiomatisiert werden.
Lösung: die Kripke-Semantik als Nichtstandard-Semantik interpretieren,
I XIV
Im Sinn von Henkins Nichtstandard-Interpretation der Logik höherer Stufen, während die richtige Semantik für logische Modalitäten analog wäre zu einer Standard-Interpretation.
I 1
Kripke-Semantik/Hintikka: ist ein zurzeit moderner modelltheoretischer Ansatz, der irreführend Kripke-Semantik genannt wird. Bsp F: ist ein Rahmen, bestehend aus
SF: eine Menge von Modellen oder möglichen Welten und
R: einer zwei-stelligen Relation, ein er Art Alternativen-Relation.
Mögliche Welten: w1 soll hier eine Alternative sein, die legitimerweise statt w0 (der aktualen Welt) realisiert sein könnte.
R: die einzige Beschränkung, die wir ihr auferlegen ist Reflexivität.
Wahrheitsbedingungen/Modallogik/Kripke-Semantik/Hintikka: die Wahrheitsbedingungen für modale Sätze sind dann:
I 2
(T.N) Gegeben ein Rahmen F, Np ist wahr in w0 ε SF gdw. p wahr in jeder Alternative wi ε SF zu w0. (T.M) Gegeben ein Rahmen F, Mp ist wahr in w0 ε SF gdw. p wahr in mindestens einer Alternative wi ε SF zu w0.
Modelltheorie/Modallogik/Hintikka. Kanger, Guillaume und später Kripke haben gesehen, dass wenn wir Reflexivität, Transitivität und Symmetrie hinzufügen, wir eine Modelltheorie für Axiomensysteme vom Lewis-Typ erhalten für modale Aussagenlogik.
Kripke-Semantik/Modallogik/logische Möglichkeit/logische Notwendigkeit/HintikkaVsKripke/ HintikkaVsKripke-Semantik: Problem: wenn wir die Operatoren N, P so interpretieren, dass sie logische Modalitäten ausdrücken, sind sie inadäquat: wir brauchen für logische Möglichkeit und Notwendigkeit mehr als eine willkürliche Auswahl von möglichen Welten. Wir brauchen Wahrheit in jeder logisch möglichen Welt.
Aber in der Kripke-Semantik ist es nicht erforderlich, dass alle solchen logisch möglichen Welten in der Menge der Alternativen enthalten sind. ((s) D.h. es kann logisch mögliche Welten geben, die nicht berücksichtigt sind). (s.u. logische Möglichkeit bildet die weiteste Klasse von Möglichkeiten).
Problem: Kripke-Semantik ist daher inadäquat für logische Modalitäten.
I 12
Kripke/Hintikka: hat epistemische Logik und die Logik von propositionale Einstellungen gemieden und sich auf reine Modalitäten konzentriert. Daher ist es merkwürdig, dass er Nicht-Standard-Logik gebraucht.
Aber irgendwie scheint ihm klar zu sein, dass das für logische Modalitäten nicht geht.
metaphysische Möglichkeit/Kripke/HintikkaVsKripke: hat nie erklärt, was diese mystischen Möglichkeiten eigentlich sind.
I 13
Schlimmer: er hat nicht gezeigt, dass sie so restriktiv sind, dass er seine extrem liberale Nicht-Standard-Semantik gebrauchen kann.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Kripkes Wittgenstein Cavell
 
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I 216
Kripkes Wittgenstein: These: es ist nicht möglich etwas zu meinen, weil keine Regel und keine Gegenwart die Bedeutung der Wörter kontrolliert. - Es gibt keine Tatsache, aufgrund derer ein Wort etwas bedeutet. - Lösung: Einführung sozial kontrollierter Behauptbarkeitsbedingungen.
I 216
Kripkes Wittgenstein/Cavell: skeptisches Paradox: nichts, keine Regel, keine Gegenwart kann die Bedeutung meiner Worte kontrollieren. Das ist das Ende der Möglichkeit, überhaupt etwas zu meinen. Lösung: Einführung sozial sanktionierter Behauptbarkeitsbedingungen.
Kripke: Hauptpunkt: die Abwesenheit bedeutungsvermittelnder Tatsachen.
CavellVsKripke: 1. wahrscheinlich hat Wittgenstein selbst das Paradox nicht so gesehen. Er würde auch nicht nach solchen Tatsachen verlangen, die die Bedeutung garantieren, und die stabiler sein sollten als unsere Praxis.
I 217
CavellVsKripke: 2. Kripke geht unbemerkt von "geneigt sein" zu "berechtigt sein" über: Wittgenstein: "habe ich die Begründung erschöpft, bin ich geneigt, zu sagen.."
Kripke scheint (anders als Wittgenstein) zu glauben, Übereinstimmung sei etwas wie ein Vertrag.
I 218
Seine Lösung ist skeptischer als das Problem, das sie lösen soll.
I 220
Kripkes Wittgenstein/Cavell: für Kripke sind Regeln grundlegender als Kriterien für Wittgensteins Skepsis gegenüber Bedeutungen. CavellVsKripke: dabei bleibt das Problem des Gewöhnlichen unterbelichtet.
I 221
Für mich sind umgekehrt die Regeln den Kriterien untergeordnet.
I 233
Kripkes Wittgenstein/CavellVsKripke: Lösung: es geht darum, ob der Neuling das, was Emerson Konformismus nennt akzeptiert, oder nicht. Es geht um die permanente Krise einer Gesellschaft, die von sich selbst glaubt, auf Konsens zu beruhen. Wenn das Kind als verrückt ausgegrenzt wird, zeugt das sowohl die Macht einer Gesellschaft, als auch ihre Ohnmacht.
I 243
Kripkes Wittgenstein/ CavellVsKripke: ich glaube nicht, dass seine Lektüre falsch ist, ich zweifle nur an ihrer Notwendigkeit. Wenn es so ist, muss das Problem neu entworfen werden. +..



Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
Kripkes Wittgenstein Nagel
 
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I 66
Kripkes Wittgenstein/NagelVsKripke: Kripke ist reduktionistischer als Wittgenstein gewünscht hätte. - Es geht nicht um (naturalistische) Tatsachen aus der Vergangenheit.
I 68
Lösung/Nagel: es gibt gar keine Alternativbedeutungen (keine alternative Bedeutungen). - Nagel: wir verwenden aber immer noch unsere Sprache; auch beim Versuch, ihre Unmöglichkeit zu behaupten.
I 69
Es ist möglich, dass einige meiner Wörter nichts bedeuten, aber um das festzustellen, muss ich andere Wörter richtig gebrauchen -
I 69/70
Meinen/Kripke/Kripkes Wittgenstein/Nagel: Problem: die Lücke zwischen dem Nichtnormativen und dem Normativen. Das Meinen impliziert den Unterschied zwischen richtigen und falschen Antworten. - Verhalten, Überzeugungen, dispositionale oder erfahrungsbedingte Tatsachen implizieren keine derartigen Konsequenzen. - Deshalb können jene nicht in diesen bestehen.
I 72
Kripkes Wittgenstein/StrawsonVsKripkeNagel: wir verstehen die Sprache gut genug um zu erkennen, wenn Inkonsistenzen ausschließlich dem Sinn oder der Bedeutung zuzuschreiben sind.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Kripkes Wittgenstein Schulte
 
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Sch I 160
Kripkes Wittgenstein/SchulteVsKripke: das Paradox entsteht, weil man einen Wegweiser in praktisch jeder Richtung interpretieren könnte. - VsKripke: Fehler anzunehmen, dass es hier überhaupt eine Interpretation gäbe. - Stattdessen. Abrichtung: kein Schlüsseziehen zwischen dem Erblicken des Zeichens und der Reaktion. - Lösung: Handeln im Rahmen einer Praxis.

Sch I
J. Schulte
Wittgenstein Stuttgart 2001

Sch II
J. Schulte/U.J. Wenzel
Was ist ein philosophisches Problem? Frankfurt 2001
Logische Möglichkeit Field
 
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I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. - FieldVsKripke: doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. - Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch - (>Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. - Dann ist der Satz logisch konsistent. - Konsistenz-Operator/Field: MEx(x ist rot & x ist rund) - sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. - ((s) Auch ohne Bedeutungspostulate. Bedeutungspostulat/(s): hier geht es um den Umfang der Logik.)
I 118
Logisch möglich/FieldVsKripke: "Es ist möglich, daß es ein Elektron gibt": ist wahr in allen Modellen, daher logisch wahr. (>Logische Möglichkeit ist selber logisch wahr).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Logisches Wissen Field
 
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I 88
logisches Wissen/Field/(s): Wissen über die Tatsache, daß etwas logisch wahr ist, (z.B. daß die Axiome konsistent sind) aber nicht die Axiome selbst. - FieldVsKripke: wir führen dann einen nicht-Kripkeschen Begriff von logischer Wahrheit ein, nach dem einige nicht-triviale Behauptungen über Möglichkeit Teil der Logik sind - dann wird die Konsistenz von Axiomen zu einer logischen Wahrheit. - Induktion/Fielkd: außerlogisches Mittel: empirisch, weil wir keinen Widerspruch finden.
I 94
logisches Wissen/Frege: These Problem, woher ich weiß, daß es logisch möglich ist, daß die Axiome der Mengenlehre wahr sind: dadurch daß ich behaupte, ich wisse, daß es aktual die von den Axiomen behaupteten Entitäten gibt. - FieldVsFrege: wenn diese Entitäten existierten, wie könnte man dann wissen, daß sie in dieser Relation zueinander stehen und nicht in einer anderen?
I 113
rein logisches Wissen/Field: muß Wissen sein, das keine Existenzannahmen macht.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Meinen Nagel
 
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I 63 ff
Meinen: Nach Kripke ist Wittgenstein nicht nur der Überzeugung, durch kein mich betreffendes Faktum werde wahr gemacht, dass ich etwas meine, sondern er glaube außerdem, dieser Begriff solle gar nicht mit Bezug auf Wahrheitsbedingungen erklärt werden, sondern mit Bezug auf Behauptbarkeitsbedingungen. (> Behauptbarkeit).
I 63 ff
Meinen: dass ich mit "plus" die Addition meine, kann nicht in einer mein Verhalten, meinen Bewusstseinszustand oder mein Gehirn betreffenden Tatsache bestehen, denn jede derartige Tatsache müsste endlich sein, und könnte nicht unendlich weitreichenden normative Konsequenzen haben.
I 63 ff
Meinen: welche Tatsache in der Vergangenheit, hatte dafür gesorgt, dass ich mit "plus" die Addition gemeint habe? Antwort: keine. Wenn es in der Vergangenheit kein solches Meinen gegeben hat, kann es das auch nicht der Gegenwart geben. Kripke: zum Schluss muss die Leiter weggeworfen werden.
I 63 ff
NagelVsKripke: diese spezielle Leiter können wir nicht wegwerfen. Wir hätten sonst keine Möglichkeit mehr, die zu der paradoxen Konklusion führenden Argumentation zu formulieren.
I 73
Nagel: einige von Wittgensteins Bemerkungen legen ein falsches Bild nahe. "So handle ich eben" und "ich folge der Regel blind". Es muss schon das arithmetische Urteil sein.
I 186
Def Meinen/Peirce : Meinung ist die Bereitschaft, in relativ belanglosen Angelegenheiten danach zu handeln.(Schwächer als Glauben).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Metaphysische Möglichkeit Field
 
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I 86
logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit - FieldVsKripke: doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. - Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch - (> Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. - Dann ist der Satz logisch konsistent. Konsistenz-Operator/Field: MEx(x ist rot & x ist rund) - sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. - ((s) Auch ohne Bedeutungspostulate - (Bedeutungspostulat/(s): hier geht es um den Umfang der Logik.)

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Metaphysische Möglichkeit Stalnaker
 
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I 64
Metaphysisch notwendig/metaphysische Möglichkeit/Lewis/Louis/Stalnaker: damit ist gemeint: wenn man einen Bereich aller Möglichkeiten hat, kann man dann darüber quantifizieren - die Modaloperatoren sind dann die Quantoren - Irrtum: man kann sich dann auch irren, aber nur darüber, wie man einen Satz verstehen muss - nicht darüber, wie eine mögliche Situation beschaffen sein müsste.
I 102
Def metaphysisch mögliche Welt/metaphysisch möglich/Stalnaker: alle möglichen Welten sind metaphysisch möglich - wenn eine Welt nicht metaphysisch möglich ist, ist sie gar nicht möglich - wenn es metaphysische Gesetze gibt, dann sind sie kontingent.
I 102
Metaphysisch möglich/metaphysische Möglichkeit/epistemisch/Kripke/Stalnaker: Kripke: es gibt epistemische Möglichkeiten, die metaphysisch unmöglich sind - Bsp dass Wasser nicht H2O ist - Bsp dass Charles nicht der Sohn von Elisabeth II. ist - Kripke: das sind aber metaphysische Möglichkeiten in anderer Beschreibung.
I 167
Metaphysisch möglich/Kripke/Stalnaker: Bsp Shakespeare hätte keins seiner Werke schreiben müssen - aber er hätte nicht etwas anderes sein können als ein menschliches Wesen - er hätte keine anderen Eltern gehabt haben können als die, die er tatsächlich hatte - (Essentialismus) - I 168 - einige VsKripke: Shakespeare hätte einige Eigenschaften kontrafaktisch haben können, aber nicht alle.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Modale Eigenschaften Putnam
 
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I 189
Wesen/Essenz/Kripke: Bsp Statue: die Statue und das Stück Ton sind zwei Gegenstände! Die Tatsache, dass das Stück Ton eine modale Eigenschaft besitzt, nämlich, "ein Ding zu sein, das kugelförmig gewesen sein könnte" fehlt der Statue.
VsKripke: das hört sich zunächst merkwürdig an: Bsp wenn ich die Statue auf die Waage stelle, messe ich dann zwei Gegenstände?
Bsp Ebenso merkwürdig ist es auch zu sagen, ein menschliches Wesen sei nicht mit der Aggregation seiner Moleküle identisch.
Intrinsische Eigenschaften/Putnam: Bsp Angenommen es gäbe "intrinsische Verbindungen" meiner Gedanken zu äußeren Gegenständen: dann gibt es vielleicht in meinem Gehirn einen Raumzeitbereich mit mengentheoretischen Verbindungen mit einem abstrakten Gegenstand, der gewisse äußere Gegenstände beinhaltet.
Dann wird dieser Raumzeit Bereich ähnliche mengentheoretische Verbindungen mit anderen abstrakten Entitäten haben, die andere äußere Gegenstände beinhalten.
Dann kann der Materialist sicherlich sagen, dass meine "Gedanken" gewisse äußere Gegenstände intrinsisch beinhalten, indem er diese Gedanken mit einer bestimmten abstrakten Entität identifiziert.
Problem: wenn diese Identifikation aber ein Zug der Wirklichkeit selbst sein soll, dann muss es in der Welt wirklich Essenzen in einem Sinn geben, den die Mengenlehre nicht erklären kann.
Wesen/wesentliche Eigenschaften/PutnamVsKripke: Kripkes Ontologie setzt Essentialismus voraus, sie kann nicht dazu dienen, ihn zu begründen.
I 190
Begriff/mögliche Welt/Putnam: moderne Semantik: Funktionen über mögliche Welten stellen Begriffe dar - Bsp der Begriff "diese Statue" ungleich Begriff "dieses Stück Ton" - PutnamVsMöWe: Frage: gibt es in der wirklichen Welt einen Gegenstand, auf den der eine dieser Begriffe wesentlich und der andere nur akzidentiell zutrifft? - Mögliche Welten liefern zu viele Gegenstände. PutnamVsKripke:/PutnamVsEssentialismus: seine Ontologie setzt Essentialismus voraus, sie kann ihn nicht begründen. - modale Eigenschaften sind kein Teil der materialistischen Einrichtung der Welt - aber Kripke individuiert Gegenstände durch ihre modalen Eigenschaften - wesentliche Eigenschaften/Putnam: habe ich nicht in "parallele Welten" sondern statt dessen in mögliche Zustände der wirklichen Welt verlagert. - (Bsp eine andere Flüssigkeit als H20 sei Wasser). - Das ist insofern essentialistisch, als wir damit die Natur von Wasser entdeckt haben. - Wir sagen einfach Wasser soll nichts anderes sein (Intention). - Das ist eben unser Gebrauch und nicht "in die Welt eingebaut" (intrinsisch). - (Kripke dito). - VsMaterialismus: diesem hilft diese semantische Lesart nicht, weil sie Referenz schon voraussetzt - (Materialismus möchte Referenz aus "intrinsischer" Kausalbeziehung gewinnen).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Modelle Quine
 
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Willard V. O. Quine
II 210
Modelle/QuineVsKripke: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise, aber keine eindeutige Interpretation - wann sind Gegenstände gleich? - Bischof Buttler ("Ein Ding ist was es ist und kein ander Ding"): Identität folgt nicht notwendig.
IX 223
Modell: existiert, wo Widersprüche nicht abgeleitet werden können.
X 77
Modell/ Quine: eines Schemas: ist ein Mengen-n-tupel: jedem Schemabuchstaben (für Prädikate) entspricht eine Menge, am Anfang des n-tupels steht eine nichtleere Menge U, die Allmenge oder der Wertebereich der Variabeln "x","y-", usw. die übrigen Mengen des Modells sind die Werte der Mengenvariablen "a", "b" usw. Erfüllung: ein Modell erfüllt ein Schema, wenn sein mengentheoretische Analogon (Satz) wahr ist - X 78 Bsp ein Modell.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Modelltheorie Field
 
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I 85
Modelltheorie: semantisch: "alle Modelle in denen A wahr ist, sind Modelle, in denen auch B wahr ist": B folgt aus A - Beweistheorie: syntaktisch: "es gibt eine formale Ableitung von B aus A".
I 116
Modelltheorie/Field: wenn man sagt, daß ein logisch wahrer Satz in allen Modellen wahr ist, besteht ein Modell in einer Menge von Gegenständen plus der Festsetzung, welche Prädikate (wenn überhaupt) von ihnen in dem Modell wahr sind, welche Namen (wenn überhaupt welche) in dem Modell diese Gegenstände denotieren, usw. -"außerdem. Zuschreibungsfunktion - dann können die Wahrheitsbedingungen rekursiv definiert werden - Def logisch wahr: hier: wahr für jedes Modell - I 117 Kirpke: bei ihm wird eine nicht-leere Menge von Möwe als aktual (!) bezeichnet - Def möglich/Kripke: ein Satz der Form "MA" (Raute) wird dann in einem Modell genau dann wahr sein, wenn A in wenigstens einer möglichen Welt in dem Modell wahr ist - Problem/Kripke: damit "MA" logisch wahr ist, muß A selbst logisch wahr sein -" Lösung/FieldVsKripke: wir nehmen keine MöWe an! - unser Modell ist die "WiWe-Portion" (wirkliche Welt) des Kripkeschen Modells - I 121: Beweis-Theorie: liefert keine Ergebnisse, die man nicht auch anders erhalten könnte
I 116
Modeltheorie/Modallogik/FieldVsKripke: anders als Kripke: ohne MöWe - welche Sätze mit dem Operator "logisch möglich" sind logisch wahr? -" Point:: beide MT sind platonistisch! - (reine Mengenlehre).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Mögliche Welten Hintikka
 
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I 74
Mögliche Welten/VsSemantik möglicher Welten/Hintikka: Problem: sie scheint Welten und vollständige Mengen von Possibilia zu verabsolutieren ((s) als selbstverständlich anzunehmen). Mögliche Welten/Leibniz: These: es gibt eine festgelegte Menge von Welten, unter denen Gott eine Auswahl trifft. HintikkaVsLeibniz: das ist extrem zweifelhaft.
Möglich Welten/Hintikka: sollten wir lieber Weltgeschichten oder Szenarien nennen.
I 75
Wir können die Menge der Welten auf solche beschränken, die vorstellbar sind. Semantik möglicher Welten/Hintikka: auf ihr kann man eine Theorie von Fragen und Antworten aufbauen.
I 76
Hier geht es darum, was möglich ist in mehr als einer Welt. Dafür müssen wir viel mehr annehmen, als in einer extensionalen Sprache angenommen wird. Referenz/Semantik möglicher Welten: hier reicht es nicht, nur die Referenten anzunehmen, die unsere Ausdrücke in der aktualen Welt haben.
- - -
I 196
Mögliche Welt/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Welt zu Welt dieselben bleiben müssen. Die Rede von Welten ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. Mögliche Welten/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Mögliche Welten Leibniz
 
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Hintikka I 74
Mögliche Welten/VsSemantik möglicher Welten/Hintikka: Problem: sie scheint Welten und vollständige Mengen von Possibilia zu verabsolutieren ((s) als selbstverständlich anzunehmen). Mögliche Welten/Leibniz: These: es gibt eine festgelegte Menge von Welten, unter denen Gott eine Auswahl trifft. HintikkaVsLeibniz: das ist extrem zweifelhaft.
Möglich Welten/Hintikka: sollten wir lieber Weltgeschichten oder Szenarien nennen.
I 75
Wir können die Menge der Welten auf solche beschränken, die vorstellbar sind. - - -
Holz I 120
Mögliche Welten/Leibniz/Pape/Holz: ist für Leibniz der negative Hintergrund einer positiven Welt. Der Hintergrund kraft dessen die Positivität der einen verwirklichten Welt erst ihre Begründung gewinnt. Und zwar in einem umfassenden Sinn einer logischen, ontologischen und moralischen Rechtfertigung! Dabei ist die Kraft der Negation stärker als die der Position!

Möglichkeit/Wirklichkeit/Leibniz: eine Welt ist immer die Ganzheit alles Wirklichen und Möglichen und dieses Mögliche ist das real Mögliche (puissance) von dem das Wirkliche eine ausgewählte Teilmenge ist.

Mögliche Welten/LeibnizVsKripke: andere mögliche Welten können also nicht Welten von anderen Möglichkeiten sein (sonst wäre diese (unsere) Welt (die aktuale Welt) keine Welt, sondern nur eine Teilmenge).
I 122
Man darf die Dinge der Welt nicht durch mehrere Welten vermehren, denn es gibt deren keine Zahl, die nicht in dieser einen Welt, ja sogar in jedem ihrer Teile ist. Eine andere Gattung existierender Dinge einzuführen heißt den Begriff der Existenz zu missbrauchen.

Welt/Leibniz: nicht Summe der Teile, sondern deren geordneter Zusammenhang. Die Welt ist das die Individuen komponierende Weltgesetz.

Ordnung/Leibniz: entsteht nicht aus der Welt, sondern die Welt selbst ist die Ordnung, die Ordnung ist das Welt stiftende.
Nun ist allerdings aufgrund der a priori notwendigen Prinzipien (s.o.) keine andere Ordnung als die existierende zu denken!

Mögliche Welten/Leibniz: daher bleiben Welten, die von unserer qualitativ strukturell verschieden sind, inhaltlich unbestimmt und undenkbar! Sie wären bloße Schattenwelten.
Wohl aber ist es dem Denken a priori unmöglich, die Möglichkeit solcher anders geordneter Welten auszuschließen!
Leibniz: die Denkbarkeit möglicher Welten ist eine notwendige Möglichkeit des Denkens.
I 122/123
Lösung/Leibniz: und diese möglichen Welten wären als tatsächliche Nicht Welten sogar dann noch formal möglich, wenn es überhaupt keine Welt, sondern nichts gäbe.
Möglichkeit/Wirklichkeit/Leibniz: als Welten sind sie aber immer nur dann möglich, wenn sie nicht nichts sind.
Das liegt daran, dass Def Möglichkeit ontologisch nicht anders als als Kraft bestimmt werden kann, die zur Äußerung drängt.
Das Nichts an Möglichkeit wäre aber nicht denkbar, weil es eben keine Möglichkeit wäre und Denken ist immer Denken von zumindest Möglichem. (Gegebenenfalls dem möglichen Nichts!)

Nichts/Leibniz: ist dann eine Möglichkeit unter anderem. Im infinitesimalen Sinn die Minimalisierung des Möglichen oder eine Welt, deren Inhalt gegen Null tendiert, deren Möglichkeiten sich gegeneinander aufheben.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Mögliche Welten Wiggins
 
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EMD II 290
Mögliche Welt/MöWe A:
Teleskoptheorie: HintikkaVsKripke (realistische Sicht) Ähnlichkeit entscheidet über Querwelteinidentität - Fixpunkt: Identifikation über Ähnlichkeit verlangt, dass nicht alles sich verschiebt? - Bsp Feldman: du hättest mir ähnlich sein können so wie ich bin und damit weniger, wie du bist: sogar, während ich mehr so gewesen wäre wie du tatsächlich bist als wie du gewesen wärst.
B:
postulatorische, konstruktivistische Theorie/Kripke: Mögliche Welten sind erdacht.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Möglichkeit Field
 
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I 86
Logisch möglich/Möglichkeit/Raute/KripkeVsField: "es ist möglich, dass" ist keine logische Wahrheit. - FieldVsKripke: doch, das liegt bloß an Kripkes modelltheoretischer Definition. - Es sollte nicht "mathematisch" oder "metaphysisch möglich" gelesen werden.
I 87
Bsp Carnap: "Er ist Jungeselle und verheiratet": ist logisch falsch. (>Bedeutungspostulate) - FieldVsCarnap: Bedeutungsrelationen zwischen Prädikaten sollten nicht zur Logik zählen. - Dann ist der Satz logisch konsistent. - Konsistenz-Operator/Field: MEx(x ist rot & x ist rund) - sollte nicht nur wahr sein, sondern logisch wahr. - ((s) auch ohne Bedeutungspostulate.) ((s) Bedeutungspostulat/(s): hier geht es um den Umfang der Logik.)
I 203
Geometrische Möglichkeit/Field: statt logischer: es gibt verschiedene Geometrien - Voraussetzung: es gibt empirische Axiome, die Möglichkeit von Unmöglichkeit unterscheiden - dabei muß aber der Existenzquantor innerhalb der Reichweite des Modaloperators stehen.
I 218
Problem der Quantitäten/mathematische Entitäten/mE/Field: Bsp es ist möglich, daß der Abstand zwischen x und y doppelt so groß wie der zwischen x und w ist, selbst wenn der aktuale Abstand mehr als doppelt so groß ist - Problem: extensionale Adäquatheit garantiert nicht, daß der definierte Ausdruck in jeder nicht-aktualen Situation wahr ist - d.h. daß wir entweder den Substantivalismus oder den Hochleistungs-Platonismus voraussetzen müssen - das tun wir ja auch in der Praxis.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Möglichkeit Lewis
 
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V 10
Vergleichende Möglichkeit/"eher wahr"/Lewis: Schreibweise A < B: A ist eher wahr als B gdw. eine A-Welt näher an i ist als jede B-Welt.
V 253
Wärme/LewisVsKripke: hätte sich auch als etwas anderes als Molekülbewegung herausstellen können.
Schw I 59/60
Möglichkeit/mögliche Welt/MöWe/Lewis/Schwarz: nicht alle Möglichkeiten sind mögliche Welten. - Bsp wenn ich erfahre, dass es 17 Uhr ist, erfahre ich nichts über die Welt - die Möglichkeiten, die ich ausschließen kann, sind nicht andere mögliche Welt, wo es 16 Uhr ist - Gegenwart nicht ausgezeichnet. - Bsp Zwillingserde: einer von beiden wird morgen gesprengt: Möglichkeit: dass ich auf dem einen oder dem anderen bin, aber das sind nicht zwei mögliche Welten. - Detailkenntnis hilft nicht, da beide mögliche Welten gleich!
Schw I 184
Metaphysisch möglich/Lewis/Schwarz. Bsp Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit - dennoch: wenn ich gestern sagte, sie seien unmöglich, habe ich etwas wahres gesagt. - ((s) > Kontextabhängigkeit).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Namen Brandom
 
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I 614
Eigennamen/Name/Brandom: lassen sich ausschließlich in Begriffen der mit ihnen assoziierten Sortale verstehen. - Bsp Man kann nicht einfach auf eine Reiterstatue zeigen und "es" "Klump" taufen! Es kommt darauf an, ob man die Statue meint, oder den Klumpen Lehm.
I 805f
Name/Referenz/Kripke: wenn festgelegt ist, dass der Name "wie üblich" verwendet wird, kann unterschiedliche Überzeugung die Referenz nicht gefährden. - BrandomVsKripke: den Begriff der Referenz sollte man nicht voraussetzen, um einen Ausdruck anaphorisch vererben zu können. - Kotypizität garantiert nicht Koreferenz! - (Auch nicht bei kanonisch pronominalen "er", "es"). - Bei der anaphorischen Kette ist das Zitattilgungsprinzip nicht anwendbar. - BrandomVsKripke: das ist kein Paradox, sondern wir können Namen auf eine Weise verwenden, die das Zitattilgungsprinzip ausschließt - Bsp "Cicero" (soll hier der Name eines Spions sein): nicht alle müssen zur selben Kette gehören, aber man braucht auch keine Quasi-Namen (wie quasi-indexikalische Ausdrücke (> Castaneda)).
I 807
Namen/Frege/Brandom: nach Frege sind Namen angeblich mit Eigenschaften verbunden. - KripkeVs - Brandom: das ist gar nicht Fregesch: Eigenschaften gehören nach Frege zur Bedeutung (Referenz) und nicht zum Sinn - sie sind nicht unmittelbar fassbar. - Brandom: durch Namen ausgedrückte begriffliche Gehalte sind opak.
I 811
Def Namen/Eigenname/Brandom: anaphorische Ketten kotypischer Tokenings.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Namen Burge
 
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Wolf I 27
Namen/BurgeVsKripke/BurgeVsDonnellan: nicht singuläre Termini, sondern Prädikate (wie Russell). Bsp "Es gibt einen Zeitpunkt t für den Sprecher S eine Referenzhandlung x auf einen Gegenstand y, so dass gilt: y ist ein Sokrates und y ist kahl".
Der Teilsatz "y ist ein Sokrates" hat damit seinerseits eine Wahrheitsbedingung. Referenz ist nicht eliminiert. Zweifacher Bezug: zur Referenzhandlung und zur Namensgebung.


Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Burkhardt
 
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Wolf II 337
Namen/Kripke: haben keinen Fregeschen Sinn (Bedeutung) - BurkhardtVsKripke: der muß aber manchmal ergänzt werden
II 341
Namen/BurkhardtVsFrege: seine Ansicht ist falsch, Eigennamen hätte sowohl Bedeutung als auch Sinn - BurkhardtVsStrawson: wenn Namen keinerlei Bezeichnung, was soll dann Konvention sein?
Namen/Wittgenstein: doch "mere tags" - Burckhardt: dann muß das Kontextprinzip für Namen aufgegeben werden
II 345
Bedeutung/Namen/Burkhardt: drei Möglichkeiten: 1. Namen haben Bedeutung, dann ist das, gemäß der Konventionen der Träger - 2. alle Namen haben dieselbe Bedeutung: nämlich ihre eindeutige Referenzfunktion! (Gebrauchstheorie) - 3. Namen haben gar keine Bedeutung
II 358
Namen/Burkhardt: können auch appellative Funktion haben: Bsp "Einstein ist der Kopernikus des 20. Jahrh." - Vorstellungen über Eigenschaften - These so läßt sich die Bedeutung doch in Referent und Sinn aufteilen. So ist alles Subjektive getilgt - die eine oder die andere Seite kann dominieren, der Sinn kann an die Stelle des Referenten treten

Burk I
A. Burkhardt
Politik, Sprache und Glaubwürdigkeit. Linguistik des politischen Skandals Göttingen 2003

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Evans
 
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Gareth Evans
I 310
Namen/Evans: pro Unterscheidung: Sprecherbezeichnung (Intention/Glauben)/ was der Name bezeichnet (Referenz). EvansVsKripke: VsIdiolekt ((s) Also eine individuell festgelegte Referenz.)
I 310
Namen: die Nennung des Namens ist keine Bezeichnung.
I 311
Namen/KripkeVsSprecherreferenz.
I 324
Namen/EvansVsKripke: es geht nicht um kausale Relation zwischen Getauftsein und gegenwärtigem Sprecherverhalten, sondern um die Relation zwischen den Zuständen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers. "Beabsichtigter Referent" ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung dafür, dass x die Quelle des kausalen Ursprungs der Informationsmenge ist.
I 329
Def Name/Evans: (versuchsweise): 1. Es muss gemeinsames Wissen geben, dass "NN" der Name von x ist - 2. Es muss beabsichtigt sein, dass der Erfolg der Referenz in jedem einzelnen Fall auf das gemeinsame Wissen stützt, dass ein Name verwendet wurde und nicht ein Prädikat! - (Benennen statt Erfüllen). - Die Intentionen müssen manifest werden, damit das gemeinsame Wissen entsteht.
I 331
Namen/Evans: falscher Name: Bsp Bibel: "Maleachi" war mitnichten der Name des Propheten, sondern Maleachi bedeutet: "mein Bote". - ((s) Bsp "Istanbul": eigentlich "estan poli" = "in die Stadt": (Da geht es) "in die Stadt"". - Das hat sich dann als neuer Name für Konstantinopel eingebürgert.) - Bsp ein Kopist wird fälschlich für den Autor gehalten - aber: daraus, dass der Name nicht den Mathematiker bezeichnete, folgt offensichtlich nicht, dass die Gemeinschaft den Schreiber bezeichnete, oder Falschheiten über ihn behauptet hätte.
I 333ff
Namen/Kneipen-Bsp/Evans: (jemand hört, den Namen Louis ehrerbietig ausgesprochen) - Es gibt eine wichtige Lücke zwischen: 1. Beabsichtigen auf das φ zu referieren und glauben, dass a = φ, und
2. Beabsichtigen auf a zu referieren.
Zwei Gründe, einen Satz zurückzuziehen:
a) Das Ding trägt nicht den Namen NN.
b) Das Ding ist nicht NN! (+) - Bsp Der Rückkehrer war nicht "Rübe" statt "Rübe ist nicht zurückgekehrt". - ((s) Keine Prädikation wird zurückgezogen, sondern der Name.)

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Namen Lewis
 
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II 217
Bedeutung/Name/Lewis: kann eine Funktion von Welten auf mögliche Individuen sein - von Gattungsnamen: Funktion von Welten auf Mengen.
IV 216
Pseudoname/Lewis: Kategorie S/(S/N), wird zu jedem Namen ins Lexikon zusätzlich eingeführt. - Das macht einen Satz aus einem Namen und einem Satz. - Die Kategorie S/SN kann nun in Nominalphrase (NP) umbenannt werden. - Namen: sind dann als Subjekte überflüssig, aber nicht als Objekte. - Dann Namen ersetzen: indem transitive Verben (S/N)/N ersetzt werden durch - pseudotransitive Verben: (S/N/(S/(S/N)).
Schw I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemein bekannte Kennzeichnung, die festlegt worauf der Ausdruck sich bezieht. Kennzeichnungen sind für Referenz irrelevant. - LewisVs "magische Theorie der Referenz": Referenz ist keine primitive irreduzible Beziehung - es genügt nicht-semantische Information, um eine Kennzeichnung zu konstruieren, von der wir a priori wissen, dass der Name sie herausgreift - (Lewis: pro Beschreibungstheorie).
Schw I 224ff
Namen/LewisVsKripke: keine Starren Designatoren - ((s) vielleicht für jede Kennzeichnung ein Gegenstück? - Bsp Entdecker des Unvollständigkeitssatzes, Sohn dieser Mutter, usw.).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Namen Searle
 
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John R. Searle
II 288
Namen/Searle: setzen irgendeine andere Repräsentation voraus - haben keinen expliziten intentionalen Gehalt
II 291 ff
Namen: SearleVsKripke: VsKausaltheorie: übertreibt Analogie zw Bezugnahme und Wahrnehmung - übergewichtet die parasitären Fälle - setzt allwissenden Beobachter voraus - Meteorologie tauft zukünftige Ereignisse
II 291 ff
Namen: Mill: keine Konnotation, nur Denotation - Frege: Bedeutung eines Namen wird durch Kennzeichnung erfasst
II 292
Namen/SearleVsKripke: Kausalkette kann nur intentional erfasst werden: durch Sprecherabsicht - Kausalkette nicht rein, selbst deskriptivistisch - Die Taufe selbst kann nicht kausal sein, sonst wird erfolgreiche Referenz durch erfolgreiche Referenz erklärt (zirkulär).
II 311
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: intentionaler Gehalt legt Referenz fest:"Entdecker, egal wie der heißt". Wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde - Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". - Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war". - - -
Erklärung/(s):
Bsp Gödel/Schmidt/Kripke: (Kripke I 99f) Angenommen, Gödel war gar nicht der Urheber des Unvollständigkeitssatzes, sondern Schmidt, dessen Leiche in Wien aufgefunden wurde. Gödel gelangte damals in den Besitz der Papiere. Frage: referieren wir mit "Der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes" dann auf Gödel oder auf Schmidt?
- - -
Wolf II 168
Namen/Searle: Bedeutung bleibt offen, die Hälfte der Beschreibungen könnte zutreffen - wir können nicht im Voraus bestimmen, welche Merkmale auf Aristoteles zutreffen - (Strawson dito) - Zink: dann würden wir aber sagen, dass wir den Namen gar nicht kennen - Lösung/Zink: Lokalisierung. - - -
Searle V 145
Namen/SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen »bedeutungslose Zeichen« seien, dass sie »denotativ« aber nicht »konnotativ« seien.
V 145
Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben - sonst näherte man sich der traditionellen Substanz. Identifikation/SearleVsTractatus: Gegenstände können nicht unabhängig von Tatsachen identifiziert werden
V 245
Namen/SearleVsRussell: wenn sie keine Beschreibung (Kennzeichnung) enthalten sollen, müssen wir leider Substanzen annehmen! - Aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Namen und Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. - Tractatus: der Name bedeutet den Gegenstand, der Gegenstand ist seine Bedeutung - SearleVsWittgenstein.
V 247
Namen//Mill: haben keinen Sinn - FregeVsMill: Bsp dann wäre Mt. Everest = Gaurisankar nicht informativer als Everest = Everest. - FregeVs, SearleVs - Searle: Namen beschreiben nicht Eigenschaften von Gegenständen - Identität Everest = Tschomolungma lieferte sonst keine Information. V 256 Namen/SearleVsFrege: nicht völlig eindeutig - Bsp Morgenstern/Abendstern eigentlich auf der Grenze zu Kennzeichnung. - SearleVsKripke: Namen nicht starr, sonst wie logische Äquivalente - Searle: Namen gibt es, weil es notwendig ist, die hinweisende von der prädikativen Funktion zu trennen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Nonfaktualismus Cavell
 
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I 234
Tatsache/Nonfaktualismus/Bedeutung/Regel/Wittgenstein/Cavell: es gibt keine mich betreffende Tatsache, die das, was ich sage und tue, über das hinaus rechtfertigen könnte, was der andere, vielleicht ein Kind, sagt und tut. Aber daraus möchte ich keine skeptische Schlussfolgerung ziehen.
I 239
Tatsache/Nonfaktualismus/CavellVsKripke: wenn ich (in den Frühschriften) sagte, "es gebe keinen Grund, diese Dinge miteinander zu teilen (Bsp Gefühl für Humor, Moral) dann ist das etwas anderes als wenn Kripke sagt, es gebe "keine Tatsache". Cavell: sonst würde es zu sehr nach kognitiver Defizienz aussehen.
I 240
Außerdem gebe es keinen Raum für die Idee von Gründen, die "uns ausgehen".

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
Perspektive Hintikka
 
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I 115
Wissen-wer/sehen/visuelle Wahrnehmung/perspektivische Identifikation/Hintikka: Def Sehen/Hintikka: ein Objekt sehen: Personen und Körper, die dieselbe Lücke im Wahrnehmungsfeld von John einnehmen, kann dieser identifizieren. Dabei weiß er auch, dass zu verschiedenen Zeiten verschiedene Objekte an der stelle sein können.
Pointe: dabei muss John nicht wissen, wer diese Person ist!
Wissen-wer/Sehen-wer/Hintikka: hierzu brauchen wir zusätzlich eine Identifikation, die auf öffentlichen (objekt-zentrierten) Kriterien basiert.

Öffentlich/perspektivisch/Sprache/logische Form/Hintikka: der Unterschied zwischen perspektivischer und öffentlicher Identifikation zeigt sich auch sprachlich:
Bsp öffentlich: ist eine Identifikation erfolgreich, wenn es wahr ist, dass
(1) John sieht, wer b ist
(2) John erinnert sich, wer b ist.
(3) John weiß, wer b ist.
I 116
dagegen: perspektivisch:
(4) John sieht b
(5) John erinnert sich an b
(6) John kennt b.
Hintikka/(s): das perspektivische kann ein bloßes Betrachten sein, die Augen auf etwas ruhen lassen, ohne zu wissen, wer oder was das ist.
Querwelteinidentität/Starrheit/HintikkaVsKripke: es geht eher um die Weise der Identifikation (öffentlich/perspektivisch) als um Starrheit oder Nichtstarrheit.
Die Weise der Identifikation entscheidet darüber, was als ein und dasselbe Individuum zählt.
I 120
Def Identifikation/visuelle Wahrnehmung/perspektivisch/privat/Hintikka: b im perspektivischen Sinn identifizieren hießt, eine Lücke für b unter den visuellen Objekten finden. D.h. b visuell lokalisieren. logische Form: visuelle Identifikation entspricht der Beantwortung einer Wo-Frage. ((s) Lokalisierung im Gesichtsraum).
perspektivisch/Hintikka/(s): entspricht nicht streng, aber als Gegensatz zum öffentlichen, dem privaten Blickpunkt.

Def Identifikation/visuelle Wahrnehmung/öffentlich/t/Hintikka: ist die Fähigkeit, b auf der Landkarte abstrakten überpersönlichen Wissens zu lokalisieren.
D.h. die Fähigkeit zu interpretieren, was man sieht. D.h.
logische Form: visuelle Identifikation, öffentlich: eine Was-Frage oder Wer-Frage zu beantworten.
Interpretation/sehen/Wahrnehmung/Hintikka: die Interpretation besteht hier darin, unseren Empfindungen eine Bedeutung zuzuschreiben.
analog: abstrakte Zeichen als Buchstaben interpretieren (sehen-als).
((s) Stärker/schwächer: eine Druckseite betrachten, feststellen, dass es Gedrucktes ist/stärker: lesen).
Öffentlich/Identifikation/Hintikka: es ist gefährlich, unsere Methoden der öffentlichen Identifikation so zu interpretieren.
perspektivisch/privat/Hintikka: die perspektivische Identifikation liefert ein eigenständiges Begriffsschema (Begriffssystem).

Symmetrie/Asymmetrie/Identifikation/logische Form/Alltagssprache/Identifikation /perspektivisch/öffentlich/Hintikka:
Symmetrie: in der Logik (logischen Form) gibt es eine Symmetrie zwischen den Ausdrücken für öffentliche bzw. perspektivische Identifikation.
Asymmetrie/Alltagssprache: in der normalen Sprache gibt es dies Symmetrie nicht.
Grund: für die öffentliche Identifikation haben wir versteckte Quantoren,
perspektivisch: hier brauchen wir eine direkte Objekt-Konstruktion.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Querweltein- Identität Hintikka
 
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I XV
Querwelteinidentität/Hintikka: bleibt ein entscheidendes Problem. These: sie läuft darauf hinaus, ein Objekt (oder seine Spur) in den Welten zu verfolgen, die es gemeinsam hat. D.h. es läuft auf eine Re-Identifikation hinaus, zwischen Zeitscheiben desselben Ereignisverlaufs. Es ist eine Sache der Kontinuität.
Das Problem entspricht dem der Stabilitätstheorie von Mengen von Differentialgleichungen.
I XVI
Katastrophentheorie/René Thom/Hintikka: das Problem ist eng verwand mit der Katastrophentheorie. Querwelteinidentität/Hintikka:
Quine: hält sie für ein hoffnungsloses Problem
HintikkaVsKripke: dieser unterschätzt das Problem und hält sie für garantiert. Dabei mogelt er.
Weltlinie/Querwelteinidentität/Hintikka: 1. wir müssen erlauben, dass einige Objekte in gewissen MöWe nicht nur nicht existieren, sondern dass ihre Existenz dort undenkbar ist! D.h. Weltlinien können aufhören zu existieren – mehr noch: es kann sein, dass sie in gewissen Möwe nicht definiert sind.
Problem: in der gewöhnlichen Wissenslogik (Glaubenslogik) ist das nicht gestattet.
2. Weltlinien können auf zwei Arten gezogen werden:
a) Objekt-zentriert
b) Agent-zentriert.
Analogie: das kann man mit Russells Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und durch Beschreibung in Beziehung setzen.
I 78
Querwelteinidentität/Hintikka: Problem: z.B. intentionale (opake) Kontext (Glaubenskontexte) hier schlägt die existentielle Generalisierung (EG) fehl. D.h. wenn ein Satz A[b] für ein Subjekt wahr ist, können wir nicht schließen, dass es ein Objekt gibt, von dem der Satz A wahr ist (Ex)A[x].
I 79
Lösung/Semantik möglicher Welten/Hintikka: verschiedene Individuen in verschiedenen Welten annehmen. Wenn die Semantik möglicher Welten recht hat, schaffen wir es irgendwie, die Querwelteinidentität festzustellen. Wissen/Wissen-wer/Wissen-.was/Semantik möglicher Welten: Bsp
(4) (Ex)Victoria weiß, dass Lewis Carroll x ist.
modelltheoretisch: sagt das, dass „Lewis Carroll“ dasselbe Individuen in allen Welten herausgereift, die mit dem Wissen von Victoria kompatibel sind.
Das ist synonym mit
(5) Victoria weiß, wer Lewis Carroll ist.
I 80
Mögliche Welten/Universum/Querwelteinidentität/HintikkaVsLeibniz/Hintikka: Problem: wenn Welten ganze Universen sind, wechselt der Rahmen zwischen ihnen zu stark, dass fraglich ist, wie man Individuen re-identifizieren sollte.
I 80
Querwelteinidentität/Querwelteinidentifikation/Hintikka: normalerweise halten wir einen großen Teil der Welt fixiert, wenn wir zwei Individuen identifizieren. Vergleichbarkeit/Hintikka/(s): so werden Alternativen vergleichbar. Um Alternativen zu verschiedenen Teilen vergleichbar zu machen, dehnen wir sie aus. Die Erweiterungen sollten einen Teil gemeinsam haben.
Im Extremfall teilen sie ihre Geschichte.
identisch: sind zwei Objekte (Individuen) wenn ihre Geschichte zusammenfällt. Das führ dazu, dass Querwelteinidentifikation teilweise reduziert wird auf Re-Identifikation. D.h. es wird zu dem Problem. Wie die Raumzeit zu einer gemeinsamen Grundlage zurückverfolgt werden kann.
Vorteil: wir müssen nicht jede einzelne Möwe berücksichtigen.
I 81
Querwelteinidentifikation/Querwelteinidentität/Locke/Kripke/Hintikka: These: Verursachung spielt eine wichtige Rolle.
I 205
Querwelteinidentifikation/corss-identification/Wahrnehmung/Hintikka: hier müssen wir Situationen annehmen, wenn es um wahrnehmungsmäßige Identifikation geht. Denn es muss in ihnen einen Wahrnehmenden geben, und die verschiedenen Situationen (Welten) müssen den Wahrnehmungsraum des Subjekts teilen. Semantik möglicher Welten/Wahrnehmung/HintikkaVsSemantik möglicher Welten: hat diesen Punkt übersehen.
Situation/Semantik möglicher Welten/Hintikka. Außerdem sollte die Semantik möglicher Welten Relationen zwischen kleineren und größeren Situationen untersuchen.
I 206
Deskriptive Querwelteinidentifikation/beschreibungsmäßig/Hintikka: deskriptive Identifikation sollte zwischen Teilen der Welt stattfinden, die größer sind als die aktuale wahrnehmungsmäßige Queridentifikation. Also einen Vergleich zwischen „größeren“ und „kleineren“ Situationen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Querweltein- Identität Wiggins
 
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EMD II 303
WigginsVsKripke: auch wenn Namen starre Designatoren sind: Frage, ob wir Sätze mit Namen für alle möglichen Welten bewerten können ("notwendige Existenz") - Problem: Querwelteinidentität.

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
Referenz Rorty
 
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Richard Rorty
Horwich I 450
Referenz/Davidson: ist ein Nebenprodukt der Übersetzung - Referenz/Kripke: Verursachung muss etwas mit Referenz zu tun haben - Referenz/Strawson: worauf jemand referiert findet man heraus, indem man herausfindet, wovon die meisten seiner Überzeugungen wahr sind. - Radikale Interpretation/RI: versöhnt die zwei Ansätze: Strawson hat dann recht, wenn er holistisch aufgefasst wird. - Quine: mittlere Position zwischen Kripke und Strawson: Wissen von Verursachung und Referenz ist eine Frage der Kohärenz der Überzeugungen des Eingeborenen und des Feldlinguisten. Kripke: "Baustein"-Ansatz: kausale Pfade von Objekten zu Sprechakten. - Dann können alle Überzeugungen falsch sein. D.h. dass man nicht weiß vorauf man referiert.
DavidsonVsKripke: genau das ist die Lücke von Begriffsschema und Inhalt.
Lösung/Davidson: umgekehrt: zuerst Kohärenz und Wahrheit maximieren, dann Referenz als Nebenprodukt - dann kann sie sein wie sie will! - Pointe: das stellt sicher, dass in den direktesten Fällen die intentionalen Objekte die Ursachen der Überzeugungen sind - der Gödel-Schmitt-Fall muss dann eine Ausnahme sein.
I 451
Sonst hätte der Begriff der Referenz keinen Inhalt. Radikale Interpretation/DavidsonVsKripke: funktioniert, wenn wir die meisten der intentionalen Objekte des Eingeborenen kennen. - Radikale Interpretation beginnt zu hause: wir nehmen für uns wie für den Eingeborenen an, dass die meisten Überzeugungen wahr sind, - (I 452 das verlangt keine Kausalität!) - Dann müssen wir Zwischenglieder die "bestimmte Bedeutung" oder "intendierte Interpretation", "Vorstellung" ablehnen.
Bedeutung/Überzeugung/Quine/Davidson: kann man nicht unabhängig voneinander herausfinden.
Rorty I 323
Referenztheorie/PutnamVskausale Referenztheorie/Putnam/Rorty: eine "kausale" Referenztheorie kann nicht weiterhelfen: - denn die Frage, wie sich der Ausdruck »Ursache« eindeutig auf etwas beziehen kann, ist genauso rätselhaft wie die Frage, wie dies der Ausdruck »Katze« leistet.
IV 23
Referenz/Bezug/Referenztheorie/Putnam/Rorty: früh: nur kausale Theorie der Bezugnahme - nicht intentional - kann uns vor dem Relativismus bewahren. - ((s) Später: nicht-intentionale Theorie erklärt nicht Lernen.)

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Regeln Kripke
 
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Wright I 264 ff
Regelfolgen/Kripke/Wright: bei Wittgenstein "skeptisches Paradox": macht jede Möglichkeit zunichte, dass Regeln und Bedeutungen reale Einschränkungen umfassen. Am Ende bleibt der Versuch, sich mit der Charybdis über Wasser zu halten.
McDowellVsKripke: Irrtum, die Zerstörung der Skylla (Platonismus, göttlicher Standpunkt) als Kern der logischen Auseinandersetzung über Regeln zu verstehen. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Zerstörung bloß um einen logischen Satz.
McDowell: Wittgensteins Anliegen war, zu zeigen, daß beide Hörner auf einer überhöhten Konzeption von Tatsache und Objektivität beruht.
Kripkes Wittgenstein/Wright: "Skeptisches Paradox": 1. Schritt: Debatte über irgendeine Scheinbehauptung. Bsp dass ich in der Vergangenheit mit "+" formal Addition gemeint habe. Dann muss ich das gegen einen Skeptiker verteidigen.Nun sollte man folgern, dass auch dann, wenn ich diesen Streit verlöre. keinerlei Schlussfolgerung über die Realität von Bedeutungen, Regeln usw. absehbar wäre. Also wäre die Epistemologie von Behauptungen über Bedeutung unter dem Druck der Skepsis um nichts verständlicher als die Epistemologie der Vergangenheit oder der materiellen Welt oder des Fremdpsychischen es immer noch ist.
Das wäre jedoch ein Irrtum! Bsp Bei dem Versuch zu rechtfertigen, dass ich in der Vergangenheit mit "+" Addition meinte, wird mir die vollkommene Wiedergabe aller Aspekte meines mentalen Lebens zugestanden. Alle relevanten Tatsachen müssten sich ja in meinem Verhalten und mentalen Leben zeigen, und daher für mich greifbar sein.
Wenn ich nun trotzdem verliere, zeigt sich damit, dass es keine solchen Tatsachen gibt.
Wright: In der Argumentation tritt keinerlei Überobjektivierung des Wesens der Regeln als Prämisse auf! Einzige Annahme: dass Tatsachen über meine früheren Bedeutungen in meinem Verhalten aufgetreten sein müssen.
Wright I 264 ff
WrightVsKripke: das ist allerdings angreifbar: Es ist jedoch kein Irrtum der Sublimierung (auf eine höhere Ebene heben) der Regeln. Wenn irgendetwas ungeschützt ist gegen das skeptische Paradox, dann ist es ein humanisierter Platonismus nicht weniger als die überobjektivierte Version. Quietismus/Kripkes Wittgenstein/Wright: ist auf jeden Fall dem Quietismus verpflichtet: denn der Irrealismus (dadd es keine Tatsachen bezüglich irgendwelcher Regeln gibt) muss sich zu einem umfassenden Irrealismus aufblasen.
Ein Irrealismus der Bedeutung muss also einen Irrealismus der Wahrheit nach sich ziehen.
Globaler Minimalismus/WrightVs: das ist trügerische Vereinfachung! Richtig betrachtet, läuft der durch Kripkes skeptisches Paradox begründete Irrealismus darauf hinaus, dass der Diskurs über Regeln höchstens minimal wahrheitsfähig ist.
Wright I 264 ff
Kripkes Wittgenstein: kein Verhalten lässt auf innere Regeln (in der Vergangenheit) über Addition schließen, daher auch keine Regeln über Bedeutung, auch nicht in der Gegenwart, daher auch nicht über Wahrheit!

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
Reichweite Cresswell
 
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I 179f
Reichweite/RW/Cresswell: Bsp jeder liebt jemand: a) - jeder ist so, dass jemand so ist, dass der erstgenannte den zweitgenannten liebt - b) jemand ist so, dass jeder so ist, dass er, der zweitgenannte ihn, den erstgenannten liebt. - Spieltheoretische Semantik/ CresswellVsHIntikka: hat nichts neues gebracht, was Kamp/Heim nicht schon hatten - Spieltheorie: Reihenfolge der Wahl.
II 48
Reichweite/Kennzeichnung/propositionale Einstellung/Cresswell: Sätze über prop Einst können Kennzeichnungen immer eine weite RW geben - d.h. sie starr machen.
II 126
"r*/Reichweite/Cresswell: weite Reichweite: dann kann es auch als "ich" interpretiert werden- enge Reichweite: erlaubt "er", "sie" oder "es" - Götter-Bsp/Lösung/Cresswell: > - Sprecherindex.
II 126
"Jetzt"/Reichweite/Cresswell: analog zum Fall von "ich" - enge Reichweite: hier wird "jetzt" zu "dann". - "hier"/Cresswell: Problem: das "Personenkoordinaten" zu einer unendlichen Liste führen könnten - wegen der Kontextabhängigkeit. - CresswellVs: statt dessen gebrauche ich (1973a, 110-119) Eigenschaften von Äußerungen.
II 143
Hob/Cob/Nob-Bsp/Geach/Cresswell: (Geach 1967, 628): Cresswell: braucht Quantor, der gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Reichweite des Einstellungsverbs ist. - Lösung/Hill/Kraut: intensionale Objekte als Surrogate für Individuen und ein weiter Quantor.
II 150
Namen/Reichweite/Cresswell: normalerweise haben Namen eine weitere Reichweite als Modaloperatoren - das ist der "modale Einwand" VsKripke. - KripkeVsVs: 1972, 279.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Repräsentation Kant
 
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Lanz in Hügli/Lübke, Philosophie des 20. Jahrhunderts, Reinbek 1993
I 279 ff
Repräsentation/Lanz: MaterialismusVs: (VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive kontra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten. Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es - ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände. Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt. (>Identitätsthese).
- - -
Brandom I 156
Repräsentation/Kant: ist in Folgerungsbeziehungen zwischen Urteilen eingebunden - Hegel: dreht das um: geht von Erfahrung als folgernder Tätigkeit aus. - - -
Danto I 211
Kant/Danto: Kant ist ebenfalls Representational. Es gibt keinerlei Phänomen der Kontinuität, welches die Kontinuität der Phänomene erklärt hätte. Geistige Synthesis. Wir brauchen ein x um die Kontinuität darauf zu beziehen, auch wenn Kontinuität selber nur das Ergebnis einer Arbeit des Geistes wäre. Diese Mechanismen sind niemals dem Bewusstsein gegenwärtig.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Repräsentation Rorty
 
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Richard Rorty
I 162
Repräsentation/Rorty: benötigt Urteilsvermögen - anders als Eindrücke (Sinneseindrücke) - SellarsVsLocke: wirft beides zusammen.
I 278ff
Repräsentation: Darstellung, wie in die Psychologen verwenden, ist mehrdeutig: sie umfasst Bilder und Propositionen sowie Meinungen. Nur die letzteren dienen als Prämissen. Bilder dagegen sind unvermittelt. Der britische Empirismus warf beide zusammen. RortyVsRepräsentation: die These von dem System innerer Darstellungen ist nicht bloß eine Verwechslung von Bildern und Propositionen, sondern eine allgemeine Verwechslung von Kausalvorgängen und Schlüssen! Sie findet aber in den Köpfen der Philosophen statt, nicht bei den Psychologen.
II 76
Anti- Repräsentationalismus: mit Nietzsche und Dewey - später Wittgenstein, Sellars, Davidson: neue Perspektive auf Sprache und Wirklichkeit.
II 112
PragmatismusVsRepräsentationalismus/Rorty: es gibt keine feststehende, fertige Wahrheit, die zu repräsentieren wäre. PragmatismusVsKorrespondenztheorie: es gibt keine privilegierte Sprache der Darstellung.
VI 45
Repräsentation/Realismus/Rorty: Repräsentation involviert Realismus.
VI 51
Repräsentation/Wittgenstein/Rorty: der "relevante Gegenstandsbereich" ist nie im relevanten Sinne "da".
V I 49
Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein. Man muss sich nur vorher darauf einigen.
VI 54
Repräsentation/McDowells Wittgenstein/Rorty: die unabsehbare Vielfalt der Regeln macht es unmöglich, unter dem Gesichtspunkt der Repräsentationalität oder Nichtrepräsentationalität eine interessante Grenze zwischen den Diskursen zu ziehen. ((s) Erkenntnis, Moral, das Komische usw.) - RortyVsKripke: Kripkes Wittgenstein beantwortet das mit einer petitio principii.
VI 63
Repräsentation/PutnamVsRepräsentation/Rorty: Sprache dringt zu tief in die Welt ein -
VI 71 ~
Putnam: verwendet nach wie vor den Begriff Repräsentation. RortyVs. Repräsentation/Rorty: wir sollten unser Verhältnis zum übrigen Universum nicht in repräsentationalistischer sondern in rein kausaler Terminologie begreifen. (PutnamVs).
DavidsonVsRepräsentation: Sprache und Forschung lassen sich durch aussschließliche Bezugnahme auf kausale Interaktionen mit der Welt erklären. Repräsentation überflüssig. (McDowellVsDavidson: Verantwortlichkeit gegenüber der Welt).
VI 107f
Repräsentation/Bild/Rorty: ebenso mehrdeutig: ein tüchtiger Historiker gibt die Fakten natürlich so wieder, wie sie nun einmal sind! Es gibt also einen Begriff von Repräsentation, mit dem man tüchtige von weniger tüchtigen Historikern unterscheiden kann. Doch wenn Philosophen sich über Genauigkeit einer Darstellung streiten, geht es ihnen nicht um Aufrichtigkeit oder Sorgfalt. Es geht vielmehr um die Frage: können wir Stücke der Welt und Stücke von Überzeugungen oder Sätzen derart paarweise anordnen, dass wir imstande sind, anzugeben, daß die Beziehungen zwischen den letzteren den Beziehungen zwischen den ersteren entsprechen?
VI 125 f
RortyVsRepräsentation: auch wenn man gegen Repräsentationalismus ist, bedeutet das nicht, zu bestreiten, daß die meisten Dinge im Universum in kausaler Hinsicht von uns unabhängig sind. Sie sind bloß nicht in repräsentationaler Weise von uns unabhängig!
VI 130
Repräsentation/Sprache/RortyVsSellars: Sprache repräsentiert nichts.
VI 139
Repräsentation/Wissen/Rorty: erkenntnistheoretische Deutung: Wissen als Bild vom Gegenstand: Trennung. - Dagegen Umgang mit dem Gegenstand: keine Trennung zwischen Gegenstand und Umgang.
VI 140
Sprache/Repräsentation/Rorty: These Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit zurechtkommen. - (Taylor: Umgang) - Umgang primärer als Repräsentation. - Rorty: kein Bruch zwischen sprachlichem und nichtsprachlichem Umgang.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Sprecherbedeutung Searle
 
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John R. Searle
IV 179
Semantische Referenz/Sprecherreferenz/Kripke: im Fall eines Irrtums können beide abweichen. Idiolekt/Kripke: hier ist der semantische Bezug durch eine allgemeine, die Sprecherreferenz durch eine spezifische Absicht des Sprechers bestimmt. SearleVsKripke: wenn ich sowohl allgemeine als auch spezielle habe, dann habe ich gar keine allgemeinen A gegenüber Kennzeichnungen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Stärker/schwächer Hintikka
 
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I 7
Standard-Semantik/Kripke-Semantik/Hintikka: welche Unterschiede gibt es eigentlich? Der Graben zwischen ihnen ist viel tiefer als es zuerst scheint.
Cocchiarella: hat aber gezeigt, dass schon im einfachsten quantifikatorischen Fall, der monadischen Prädikatenlogik, die Standardlogik sich radikal von ihrem Kripkeschen Cousin unterscheidet.
Entscheidbarkeit: monadische Prädikatenlogik ist, wie Kripke gezeigt hat, entscheidbar.
Kripke-Semantik: ist unentscheidbar.
Entscheidbarkeit: impliziert Axiomatisierbarkeit.
Stärker/schwächer/Hintikka: sobald wir über monadische Prädikatenlogik hinausgehen, haben wir eine Logik von beträchtlicher Stärke, Komplexität und Widerspenstigkeit.
Quantifizierte Standard-Modallogik 1.Stufe/Hintikka: ist in gewissen Sinn stärker als Logik 2. Stufe (mit Standard-Semantik). Letztere ist natürlich schon sehr stark, so dass einige der schwierigsten ungelösten logischen und mengentheoretischen Probleme in Form von Fragen nach logischer Wahrheit (oder Erfüllbarkeit) in logischen Formeln 2. Stufe ausgedrückt werden können.
Def gleichstark/stärker/schwächer/Hintikka: (hier): ein gleich schwieriges Entscheidungsproblem aufzuweisen.
Entscheidungsproblem: für Standard-Logik 2. Stufe kann reduziert werden auf das für quantifizierte Standard-Modallogik 1. Stufe.
Reduktion: diese Reduktion ist schwächer als Übersetzbarkeit.
I 9
Quantifizierte Standard-Modallogik 1 Stufe/Hintikka: diese Logik ist sehr stark, vergleichbar in der Stärke mit Logik 2. Stufe. Daraus folgt, dass sie nicht axiomatisierbar ist. (HintikkaVsKripke). Je stärker eine Logik ist, desto weniger handhabbar ist sie.
I 28
Verzweigte Quantoren/Verzweigung/stärker/schwächer/Hintikka:
Bsp Verzweigung hier:
1. Ast: Es gibt ein x und b weiß... 2. Ast: b weiß, es gibt ein x...
Quantifikation mit verzweigten Quantoren ist extrem stark, fast so stark wie Logik 2. Stufe.
Daher kann sie nicht vollständig axiomatisiert werden. (Quantifizierte epistemische Logik mit unbegrenzter Unabhängigkeit).
I 29
Variante: einfachere Fälle wo die Unabhängigkeit sich auf Nichtwissen bezieht, verbunden mit einem Zug mit einem einzelnen unnegierten epistemischen Operator {b} K. Hier ist eine explizite Behandlung möglich.
I 118
Sehen/stärker/schwächer/logische Form/Hintikka: a) stärker: wiedererkennen, erkennen als, sehen als.
b) schwächer: betrachten, den Blick ruhen lassen auf usw.
Schwächer/logische Form/sehen/wissen/kennen/Hintikka: Bsp
(perspektivisch, “Ex“)
(15) (Ex) ((x = b) & (Ey) John sieht dass (x = y)).
(16) (Ex)(x = b & (Ey) John erinnert sich, dass x = y))
(17) (Ex)(x = b & (Ey) KJohn (x = y))
Bekanntschaft/Pointe: in (17) kann b sogar dann in Johns Bekanntschaft sein, wenn John b gar nicht als b kennt! ((s) wegen des y).
I 123
Alltagssprache/Mehrdeutigkeit/Hintikka: folgender Ausdruck ist mehrdeutig:
(32) Ich sehe d
Stärker: (33) (Ex) Ich sehe, dass (d = x)
das sagt dasselbe wie (31) wenn die Information visuell ist oder
schwächer:
(34) (Ex) (d = x & (Ey) Ich sehe dass (x = y))
Das ist die natürlichste Übersetzung von (32).
Schwächer: für die Wahrheit von (34) genügt es, dass meine Augen einfach auf dem Objekt d ruhen. Ich brauche es nicht als d zu erkennen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Starrheit Hintikka
 
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I 116
Querwelteinidentität/Starrheit/HintikkaVsKripke: es geht eher um die Weise der Identifikation (öffentlich/perspektivisch, s.o.) als um Starrheit oder Nichtstarrheit. Die Weise der Identifikation entscheidet darüber, was als ein und dasselbe Individuum zählt.
HintikkaVsKripke: seinem Begriff der Starrheit liegt unausgesprochen Russells Begriff des logischen Eigennamens zugrunde. Es gibt aber keine ausgezeichnete Klasse von starren Bezeichnungsausdrücken.
Eigenname/Namen/HintikkaVsKripke: sind keineswegs immer starr. Bsp es kann sein, dass ich nicht weiß, auf wen der Name N.N. referiert. Dann habe ich verschiedene epistemische Alternativen, mit verschiedenen Referenten. Deshalb macht es Sinn, zu fragen „Wer ist N.N.?“.
Öffentlich/perspektivisch/Identifikation/Russell/Kripke/Hintikka: Russell: konzentriert sich auf die perspektivische
I 117
Kripke/Hintikka: auf die öffentliche Identifikation.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Starrheit Searle
 
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John R. Searle
II 319
Kennzeichnung/SearleVsKripke: einige Kennzeichnungen sind sehr wohl starr: wenn sie die Identitätsbedingung für den Gegenstand beinhalten. - Bsp der Gegenstand, den ich wahrnehme . - Außerdem: jede Kennzeichnung kann starr gemacht werden, indem wir die wirkliche Welt als Index nehmen. - Dann ist "der Erfinder der bifokalen Gläser" eindeutig.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Substitution Hintikka
 
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I 194
Substitutivität der Identität/Intensionalität/Hintikka: ein sicherer Indikator für Intensionalität ist das Fehlschlagen der Bewahrung der Identität des Individuenbereichs. Wenn es passiert, dass die Identität von einer möglichen Welt zur anderen fehlschlägt, haben wir ein Gegenbeispiel zu dem bekannten Gesetz ((s) Leibniz’ Gesetz):
(SI) (x)(y) (X = y > F[x] > F[y])).

((s) identische Gegenstände haben alle Eigenschaften gemeinsam).
Das wird manchmal auch die „Gebundene-Variable-Form der Identität“ genannt.
Äquivalent damit:

(x)(y) ( x = y > notwendig (x = y))

((s) Was identisch ist, ist notwendig identisch).
Hintikka: dieses Fehlschlagen der Substitutivität der Identität ist zu unterscheiden von dem Fehlschlagen für beliebige singuläre Termini. Hier kann es einfach daran liegen, dass ein singulärer Term in einer anderen möglichen Welt auf ein anderes Ding referiert.
I 195
Identität/Individuen/Hintikka: es ist viel weniger klar, wie die Identität für bestimmte Individuen beim Übergang zu einer anderen möglichen Welt fehlschlagen kann. D.h. dass Weltlinien sich verzweigen können (>Spaltung). Spaltung/KripkeVsSpaltung/SI/Hintikka: Kripke schließt Spaltung aus, weil für ihn die (SI) gültig ist. Eine Spaltung würde nach ihm die Transitivität der Identität verletzen. Nach einer Spaltung wäre die Individuen keinesfalls identisch, selbst wenn sie es nach der Transitivität sein sollte. Daher ist für Kripke die (SI) unverletzlich.
HintikkaVsKripke: das ist zirkulär:
Transitivität der Identität/Hintikka: kann zweierlei bedeuten:
a) Transitivität innerhalb einer Welt
b) zwischen Welten.
Die Plausibilität der Transitivität gehört zur ersteren, nicht zur letzteren.
Transitivität der Identität zwischen Möwe zu fordern hieße einfach, Spaltung auszuschließen. Das ist das Zirkuläre an Kripkes Argument.
Substitutivität der Identität/Hintikka: viele Autoren haben angemerkt, dass Identität und Quantifikation in intensionale Kontexte sinnlos bleiben, wenn wir nicht die Substitutivität der Identität haben.
HintikkaVs: das ist einfach falsch: nachdem die Weltlinien definiert sind, können wir die Wahrheitsbedingungen für Sätze mit beliebigen intensionalen Ausdrücken formulieren. Und zwar dann unabhängig vom Verhalten der Weltlinien.

Modallogik/(SI)/Hintikka: es ist doppelt ironisch, dass die Verteidiger der konventionellen Modallogik die (SI) retten wollen, indem sie sagen, dass ohne sie MÖ und intensionale Logik keinen Sinn mache. Denn (SI) schließt Spaltung aus,
Fusion/Hintikka: um sie auszuschließen, brauchen wir die umgekehrte Form statt (SI) brauchen wir (IS):

(IS) (x)(y) (möglich (x = y) > x = y)

((s) mögliche Identität ist Identität, d.h. letztlich ist sie notwendig).
Problem/Hintikka: (IS) ist in manchen konventionellen Systemen der quantifizierte Modallogik nicht gültig, einschließlich der von Ruth Barcan Marcus.
Für diese Systeme müssen wir Spaltung erlauben, wenn wir von Möwe in Richtung der WiWe gehen (nach Hause reisen).
Richtung/Interpretation/Hintikka: aber bei der Interpretation gibt es gar nichts zu unterscheiden zwischen den Richtungen.
I 196
Es ist nämlich nur ein Zufall, dass diese Systeme keine Rückblickenden Operatoren“(Saarinen, s.o.) enthalten. D.h. jeder Verteidiger dieser konventionellen Systeme verteidigt insgeheim doch die Möglichkeit von Spaltungen.. D.h. die Zurückweisung von (SI).
I 196
Spaltung/Hintikka: ist bei einigen wenigen Modellen der Querwelteinidentifikation, Re-Identifikation in der Zeit sinnvoll. Bsp ein Computer könnte auseinandergenommen werden uns zwei Computer daraus gebaut werden. Das könnte später wieder revidiert werden. Re-Identifikation/Reidentifikation/Hintikka: ist der Schlüssel zu Fällen von Spaltung und Fusion.
Spaltung/Hintikka: es gibt einen strukturellen Grund, warum sie so selten ist: wenn Weltlinien aus infinitesimalen Elementen zusammengesetzt sind wie die Lösungen von Differentialgleichungen, entspricht die Spaltung einer Singularität, und dies ist ein seltenes Phänomen.
Spaltung/Hintikka: die Argumente gegen sie sind zirkulär in einem tiefen Sinn. Sie basieren auf der Idee, dass für Quantifikation der Individuenbereich fixiert bleiben sollte. (HintikkaVsKripke).
Mögliche Welt/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Welt zu Welt dieselben bleiben müssen. Die Rede von Welten ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Vorstellung Pauen
 
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V 163
Vorstellbarkeit/NagelVsKripke: es ist unklar, ob aus der Vorstellbarkeit schon eine Möglichkeit abgeleitet werden kann. Vorstellung von mentalen und von neuronalen Prozessen benutzt verschiedene Modi der Imagination. Vorstellbarkeit garantiert auch nicht die Nichtidentität, dass sie ein psychologisches Faktum ist.
Intuitionen sind schlechte Zeugen für das, was prinzipiell möglich ist.

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Wesen Lewis
 
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IV 35
Def Wesen/Lewis: die Gesamtheit des Wesens ist der Durchschnitt der wesentlichen Attribute, der Attribute, die ein Ding mit allen und nur seinen Gegenstücken (GS) teilt - Def Gegenstück/Lewis: von etwas ist alles, was das (Singular, weil koextensiv) wesentliche Attribut von ihm hat - das heißt nicht, dass das Attribut das Wesen des Gegenstücks ist - Es muss noch nicht einmal ein wesentliches Attribut des Gegenstücks sein- (s) Wesen nicht transitiv über Welten.
V 247
Ereignis/Wesen: Ereignisse haben ihr Wesen eingebaut: die notwendigen Bedingungen für ihr Vorkommen.
V 248
Bsp Ein Ereignis ist notwendigerweise ein Wechsel (Veränderung) dann und nur dann, wenn es notwendig ist, dass das Ereignis in der Region vorkommt, wenn sich etwas überall in der Region ändert - Bsp Ein Ereignis ist notwendigerweise ein Tod, wenn es notwendig ist, dass das Ereignis in der Region nur vorkommt, wenn etwas überall in der Region stirbt und nicht überall in einer größeren Region.
V 254
Ereignis/Wesen/Lewis: Bsp Neros Singen während Rom brennt. - Der Brand Roms ist akzidentell. - Aber das Singen ist notwendig ein Singen. - Fazit: wir können die wesentlichen Eigenschaften von Ereignissen nicht durch die Beschreibung finden - diese können akzidentell sein.
V 264
Ereignis/Wesen/Lewis: es gibt keine Ereignisse, die wesentlich Sokrates involvieren. - D.h. die nicht in einer Region passieren können, die nicht Sokrates oder ein Gegenstück von ihm enthält. - ((s) Gegenstücke sind die Lösung für das Problem: "Der Tod des Sokrates". - Lewis: Gegenstück-Relation: ist eher eine extrinsische Angelegenheit. - Gegenstücke werden durch Ähnlichkeit zusammengehalten. - Diese ist meist extrinsisch. - LewisVsKripke: Ursprung und Rolle sind nicht intrinsisch.
V 265
Bsp Tod des Sokrates: Involviertsein in derselben Region reicht nicht (das können Kobolde auch sein) weil die GS-Relation nicht dieselbe für Teile wie für das Ganze ist. - Ein Gegenstück eines Teils, muss nicht Teil eines GS sein. - ((s) in einer anderen möglichen Welt könnte mir ein Arm fehlen.
V 266
Lewis: Bsp Tod des Sokrates: angenommen, wir haben einen Tod, der in bestimmtes Personen-Segment involviert, (egal ob akzidentell oder wesentlich, wenn wir eins haben, das es akzidentell involviert, dann haben wir ein anderes, das es wesentlich involviert). - angenommen, in der Tat ist das Segment Teil von Sokrates, und zwar akzidentell: nicht alle Gegenstücke sind Teil. - ((s) Sokrates hätte auch später sterben können). - Nun haben wir also Sokrates zu guter letzt involviert in seinem eigenen Tod und zwar so, dass wir unziemliche extrinsische Ereignisse umgangen haben. - - -
Schw I 54
Mögliche Welt/wesentliche Eigenschaften/Kripke/Schwarz: Herkunft ist eine wesentliche Eigenschaft. - Auch biologische Art.
Schw I 227
Wesen/Möglichkeit/MöWe/mögliche Welt/Lewis: was für Möglichkeiten es gibt, ist nicht kontingent. - Darüber kann man auch keine Information erwerben. - Lewis: für jede Weise, wie Dinge sein können, muss es eine Mögliche Welt geben. - (s) Dann gilt für ihn immer automatisch S5.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Wiedererkennen Hintikka
 
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I 209
Re-Identifikation/Hintikka: auch bei diesem Problem sitzen Situations-Semantik und Semantik möglicher Welten im selben Boot. Situations-Semantik: verschleiert das Problem aber eher. Bei überlappenden Situationen nimmt sie z.B. an, dass der überlappende Teil derselbe bleibt.
Re-Identifikation/Quine/Hintikka: hält sie für hoffnungslos, weil man nicht erklären kann, wie sie funktioniert.
Re-Identifikation/Kripke/Hintikka: Kripke dito, aber deswegen sollten wir sie einfach postulieren, zumindest für physikalische Objekte.
HintikkaVsQuine/HintikkaVsKripke: das ist entweder zu pessimistisch oder zu optimistisch.
Aber das Problem zu verkennen hieße, eins der größten philosophischen Probleme zu vernachlässigen.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Wissen Field
 
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I 83
Wissen/Logik/Field: logisches Wissen: wenn Logik auf die Wenn-dann-Form beschränkt ist: kein Wissen über das, was nicht folgt! - Lösung: differenzierter Deflationismus: zwei Teile: i) Wissen, welche mathematische Aussage aus anderen mathematischen Aussagen folgt. - ii) zusätzliches Wissen über die Widerspruchsfreiheit (Konsistenz) mathematischer Aussagen (und anderes Grundlegendes). - ((s) Darüber, was keine Folgerung von etwas ist). - Konsistenz/(s): ist selbst keine Folgerung. - Field Bsp ein Wissen über alle Modelle ist kein logisches Wissen. - Syntaktisch: Bsp "Es gibt eine Ableitung von B aus A": ist kein logisches Wissen, sondern Wissen über Existenz. - Deflationismus: beides ist logisches Wissen. - VsDeflationismus: das Grundlegende ist metalogisch.
I 88
Logisches Wissen/Field/(s): Wissen über die Tatsache, daß etwas logisch wahr ist, (z.B. daß die Axiome konsistent sind) aber nicht die Axiome selbst. -FieldVsKripke: wir führen dann einen nicht-Kripkeschen Begriff von logischer Wahrheit ein, nach dem einige nicht-triviale Behauptungen über Möglichkeit Teil der Logik sind. - Dann wird die Konsistenz von Axiomen zu einer logischen Wahrheit. - Induktion/Field: außerlogisches Mittel: empirisch, weil wir keinen Widerspruch finden.
I 93
Wissen/Möglichkeit/Field: es gibt Wissen von Möglichkeit, das sich nicht nur auf Wissen von Notwendigkeit gründet. - Nur durch Nachdenken über die logische Form. - Problem: Bsp "Es gibt mindestens 10 hoch 10 hoch 10 Äpfel": jede Aussage derselben logische Form wie diese ist auch eine logische Wahrheit. - (Aber inhaltlich ist es falsch) - Dann müßte man sich nicht mehr auf die Aktualität verlassen. - Dann wäre es kategorisches Wissen. - Bsp Äpfel/ Field: wir haben hier stärkeren Grund, an die Möglichkeit zu glauben als an die Aktualität. - Field: es gibt aber unendlich viele physikalische Entitäten: nämlich Raumzeit-Regionen.
I 94
Logisches Wissen/Frege: These: Problem, woher ich weiß, daß es logisch möglich ist, daß die Axiome der Mengenlehre wahr sind: dadurch daß ich behaupte, ich wisse, daß es aktual die von den Axiomen behaupteten Entitäten gibt. - FieldVsFrege: wenn diese Entitäten existierten, wie könnte man dann wissen, daß sie in dieser Relation zueinander stehen und nicht in einer anderen?

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Wissenschaft Kripke
 
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Rorty II 131
Kripke/RortyVsKripke: die Kripkeaner berufen sich auf ein privilegiertes Vokabular zur wissenschaftlichen Beschreibung - Kausalkräfte sind beschreibungsunabhängig.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 65 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsKripke Nagel Vs Armstrong, D.
 
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Frank I 65
NagelVsArmstrong/KripkeVsArmstrong: die epistemische Natur des psychischen Zustands ist gewiss, also könnte ich sie haben, ohne mir notwendigerweise bewusst zu sein, dass ich funktionale Zustände habe. ShoemakerVsNagel/VsKripke: zu Idealismus freundlich.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKripke Cresswell Vs Barcan, R.
 
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HC I 150
Existenz/Modalität/Barcan-Formel/BF/Hughes/Cresswell: es gibt Versionen von T, S4 (aber nicht von S5) mit und ohne BF. Frage: können wir eine Behandlung der Gültigkeit liefern, die zu den Versionen ohne BF, nämlich PK + T und PK + T S4 passt? Barcan-Formel/Lager: VsBarcan: Prior (1957), Hintikka (1961), Myhill (1958) Verteidiung: Barcan (1962)
Barcan-Formel/BF/Hughes/Cresswell: für unsere Zwecke betrachten wir sie am besten in dieser Form
(x) Lfx > L(x)fx (Schreibweise: (x) L phi x > L(x) phi x).
alltagssprachliche Übersetzung/Hughes/Cresswell: wenn alles notwendigerweise eine bestimmte Eigenschaft phi besitzt, ist es notwendigerweise der Fall, dass alles jene Eigenschaft hat.
(s) also nicht: "es gibt notwendigerweise". > Tatsache
((s) Tatsache/(s): wäre dann ein Operator "es ist eine Tatsache, dass..." intensional? Würde er etwas hinzufügen? Vs: das steht sowieso im Konditional.)
VsBarcan/Hughes/Cresswell: durch den Umstand, dass alles Existierende notwendig phi ist, wird die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass es Dinge geben könnte (oder gegeben haben könnte), die nicht phi sind und in diesem Fall wäre es keine notwendige Wahrheit, dass alles phi ist.
Hughes/Cresswell: dieser Einwand geht von der Annahme aus, dass in verschiedenen möglichen Welten (MöWe) Gegenstände nicht nur Eigenschaften haben können, die sich von denen, die sie in der wirklichen Welt (WiWe) haben, unterscheiden, sondern dass es sogar Gegenstände geben könnte, die in der WiWe gar nicht existieren.
Semantik möglicher Welten/MöWe/Semantik/Prädikatenkalkül/PK(/Modalität/Hughes/Cresswell: nun ist es mindestens einleuchtend anzunehmen, dass die Semantik, die wir für die modalen Prädikatenkalkül gegeben haben, diese Voraussetzung implizit negiert, da wir in jedem Modell einen einzigen, für alle MöWe gleichen Individuenbereich angenommen haben.
Die Gültigkeit der BF hängt in der Tat mit dieser Eigenschaft der Semantik zusammen. ((s)>LewisVsKripke, KripkeVsLewis).
I 151
Dann können wir eine Semantik,. bei der BF ungültig ist dadurch gewinnen, dass wir Modelle zulassen, bei denen verschiedenen MöWe verschiedene Bereiche zugeordnet werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsKripke Evans Vs Beschreibungstheorie
 
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Gareth Evans
I 313
Referenz/Bedeutung/allg Term/EvansVsBeschreibungstheorie: wir verwenden ständig allg Term, von deren Erfüllungsbedingungen wir nur die dunkelsten Vorstellungen haben. Bsp Chlor, Mikrobiologie usw. Es ist aber falsch zu sagen, daß wir nichts sagten, wenn wir Sätze äußern, die diese allg Term.
I 315
Namen/Kausaltheorie/Kripke/Evans: Kripkes Kausaltheorie sieht ungefähr so aus: die Kausalkette ist nur dann referenzbewahrend, wenn der Sprecher intendiert, den Namen für dasselbe Ding zu verwenden, für das es derjenige verwendet hat, von dem er den Namen gelernt hat. Evans: Frage: ist es hinreichend, daß diese Verwendung eine so beschriebene kausale Folge ist?
Bsp (Evans) eine Gruppe von Leuten unterhält sich in der Kneipe über einen bestimmten Louis, von dem S noch nie gehört hat. Er fragt "Was hat Louis denn getan?" Klar, daß er damit einen bestimmten Mann bezeichnet!
I 316
Er könnte sogar bei einer späteren Gelegenheit fortfahren, sich auf ihn zu beziehen. VsBeschreibungstheorie: mit ihr ist das schwer zu vereinbaren, weil der Informationsbrocken, den S aufschnappte, irgendeine Einstellung einschließen könnte und auf jemand anders viel besser passen könnte. Sie hat keine Erklärung dafür, warum es unmöglich ist, daß andere Beschreibungen gegenüber dieser überwiegen.
VsKausaltheorie: sie kann in diesem Fall wohl die richtige Antwort sicherstellen. Aber: sie kann nicht ausschließen, daß S zu jedem zukünftigen Zeitpunkt, wie fremd die Thematik und wie verwirrt der Sprecher sein mag, einen bestimmten Franzosen vielleicht Louis XIII: bezeichnen wird, solange es eine kausale Verknüpfung zu jener Unterhaltung in der Kneipe gibt.
I 321
EvansVsBeschreibungstheorie: Wenn wir nun gleichzeitig dächten, daß der Name denjenigen bezeichnet, der von Elhannan erschlagen wurde, dann zeigt das, daß die Bedingungen der Beschreibungstheorie nicht notwendig und nicht hinreichend sind.
I 321/322
EvansVsKripke: das ist die Auffassung, für die Kripke hätte argumentieren sollen, aber nicht argumentiert hat. EvansVsBeschreibungstheorie: unterscheidet nicht zwischen den Gedanken :
a) daß das Bezeichnete von der Absicht des Sprechers bestimmt ist, und
b) daß der Gegenstand die Beschreibungen erfüllt.
EvansVsBeschreibungstheorie: Punkt b) ist die Schwäche: das "Passen auf" ist absurd, wenn es im Fall eines von seiner Gemeinschaft isolierten Sprechers nur durch ein Bündel von Beschreibungen, das der Sprecher assoziiert, auf dieses Ding besser als auf alles andere passen soll.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsKripke Esfeld Vs Blackburn, S.
 
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Esfeld I 119
Blackburn: ("The Indivdual strikes back", 1984): These: Mitglieder einer Gemeinschaft verhalten sich zueinander wie zeitliche Phasen eines Individuums. (Korrekturen möglich). Privatsprache/Regelfolgen/BlackburnVsKripke/BlackburnVsWittgenstein: Daher kann ein Individuum isoliert betrachtet genauso Regeln folgen wie eine Gemeinschaft. KripkeVs: jemand könnte gestern der Addition gefolgt sein und heute der Quaddition folgen. Im Lichte der Regel, der sie jetzt zu folgen versucht, kann sie frühere Handlungen als korrekt/inkorrekt beurteilen, aber was auch immer ihr in diesen Urteilen jetzt korrekt /inkorrekt scheint, das ist korrekt oder inkorrekt.
I 120
EsfeldVsBlackburn: eine soziale Lösung steht für den isolierten Skeptiker nicht zur Verfügung. (Sanktionen). Es kann keine Konvergenz ausgehandelt werden. Die gegenwärtigen Dispositionen haben immer eine privilegierte Stellung! Dasselbe gilt für die Simulation einer anderen Person: sie kann keine Rückmeldung geben.

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKripke Kripke Vs Davidson, D.
 
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EMD II 335
Sprache/Davidson: "Davidsons Kriterium": eine Sprache darf nicht unendlich viele Grundbegriffe haben Kripke: sonst kann sie nicht "erste Sprache" sein
II 338
KripkeVsDavidson: wir müssen nur verlangen, daß nur endlich viele Axiome "neues" Vokabular enthalten (schwächer). - - -
Horwich I 450
Referenz/Radikale interpretation/RI/Feldlinguist//Davidson/Rorty. versöhnt diese zwei Ansätze, indem er sagt, dass Strawson recht hat, wenn sein Ansatz holistisch aufgefaßt wird. D.h. wenn man Aristoteles Formulierung vom „Ganzen und für den größten Teil“ voranstellt. RortyVsStrawson: dennoch kann man sein Kriterium nicht auf individuelle Fälle (Einzelfälle) anwenden und dabei sicher sein, dass man recht hat.
Quine/Rorty: vertritt die mittlere Position zwischen Kripke und Strawson: Wissen von beidem, von der Verursachung und von der Referenz ist (gleichermaßen) eine Frage der Kohärenz der Überzeugungen des Eingeborenen und des Feld Linguisten.
Referenz/Kripke/Rorty: sein Ansatz ist ein „Baustein“ Ansatz: hier verfolgen wir kausale Pfade von Objekten zu individuellen Sprechakten.
Überzeugung/wahr/Wahrheit/KripkeVsDavidson/Rorty: dieser Ansatz läßt die Möglichkeit offen, dass alle unsere Überzeugungen falsch sein könnten. Bzw. dass man grundsätzlich nicht weiß, worauf man referiert (weil man die kausalen Pfade alle falsch versteht).
KripkeVsDavidson/Rorty: das eröffnet die Möglichkeit einer völligen Trennung von Referenten und intentionalen Objekten.
DavidsonVsKripke/Rorty: das ist genau, wovor Davidson uns warnt: die Lücke zwischen Schema und Inhalt.
Lösung/Davidson: umgekehrte Reihenfolge: wir müssen zuerst Kohärenz und Wahrheit maximieren und dann kann die Referenz als Nebenprodukt so sein, wie sie will!.
Pointe: das stellt sicher, dass die intentionalen Objekte vieler Überzeugungen (der „direktesten Fälle“ (lainest cases) ihre Ursachen sind.
((s)Vs: dann wäre es nach Löwenheim immer noch möglich, dass das, was uns als direkt vorkommt, nicht das direkteste ist.)
DavidsonVsKripke: der Kripkesche Ausrutscher Bsp der Gödel Schmidt Fall muss die Ausnahme bleiben.
I 451
Denn wenn die Kluft zwischen Referenten und intentionalen Objekten (worauf man sich bezieht, und dem wovon man glaubt sich zu beziehen) die Regel wäre, dann hätte der Begriff der „Referenz“ gar keinen Inhalt! Er wäre für den Feld Linguisten so nutzlos wie der Begriff „analytisch“. Gavagai/RI/Kommunikation/DavidsonVsKripke/Rorty: der Feld Linguist kann mit den Eingeborenen kommunizieren, wenn er die meisten seiner intentionalen Objekte kennt.
Daraus folgt:
DavidsonVsSkeptizismus/Rorty: die radikale Interpretation (RI) beginnt zu hause. Dann können wir für uns selbst wie für die Eingeborenen annehmen, dass die meisten unserer Überzeugungen wahr sind.
Rorty: ist das eine Antwort auf den Skeptiker oder nur dasselbe was JamesVsSkeptizismus sagt: dass die Frage eine schlechte Frage sei?
Sprache/Repräsentation/Zwischeninstanz/Medium/Davidson/Rorty: Davidson lehnt „Zwischeninstanzen“ (Zwischenglieder) zwischen dem Organismus und seiner Umgebung ab (um die RI durchführen zu können).
Zwischenglieder zwischen Organismus und Objekt: Bsp „bestimmte Bedeutung“, Bsp „intendierte Interpretation“, Bsp „was vor dem Geist des Sprechers steht“ Ohne sie können wir sagen RI beginnt zu Hause“.
- - -
Horwich I 453
Lösung/Davidson: Erfüllung/DavidsonVsSkeptizismus/DavidsonVsKorrespondenz Theorie/Rorty: für seine Widerlegung brauchen wir Tarskis Erfüllungs Relation (Wort Welt) statt der „Korrespondenz“ (der die Wahrheit von Sätzen entsprechen würde) der Relation Satz Welt). ((s) Weil nur ganz Sätze wahr sein können).
RI/Gavagai/Feld Linguist/Davidson/Rorty: der Feld Linguist wird am Ende einzelne Wörter der Eingeborenen mit Gegenständen (Stücken der Welt) in Beziehung setzen.
Übersetzung/Erfüllung/Davidson/Rorty: Problem: die Erfüllungs Relation ist keine Basis für Übersetzungen. Eher ist die Erfüllung ein Nebenprodukt von Übersetzungen.
Hermeneutischer Zirkel/Gavagai/RI//Davidson/RortyVsKripke: im HZ hin und her zu gehen, ist keine Baustein Theorie. Es entspricht eher dem „Reflexiven Gleichgewicht“ von Rawls.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKripke Skeptizismus Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 451
SkeptizismusVsDavidson/Rorty: wird einwenden, dass es viel mehr braucht als eine Darstellung dessen, was der Feld Linguist braucht. Dieser muss zwar annehmen, dass die meisten unserer eigenen Überzeugungen wahr sind, aber er hat keine Sicherheit, dass es so ist. DavidsonVsVs: dennoch ist es unsere einzige Möglichkeit einen Standpunkt außerhalb des Sprachspiels einzunehmen.
SkeptizismusVsDavidson: damit hat Davidson den philosophischen Punkt verfehlt. Sein Standpunkt ist „nicht weit genug draußen“.
DavidsonVsVs/Rorty: kann nur auf (2) verweisen: 2. Wir verstehen alles über die Relation Überzeugung Welt, wenn wir die Kausalrelation mit der Welt verstehen: (das teilt er mit Kripke): mehr als die Kausalrelation gibt es da nicht zu verstehen.
Das Ergebnis ist ein Übersetzungs Handbuch cum Ethographiereport. („Report“/Quine Davidson: weil man Bedeutungen und Überzeugungen nicht unabhängig von einander herausfinden kann).
Wörterbuch/Rorty: damit haben wir ein Übersetzungshandbuch für uns selbst.
Enzyklopädie/Rorty: Auto Ethnographie.
Welt/Wissen/DavidsonVsKripke/Rorty: über diese beiden hinaus gibt es nichts, was wir über unsere Relation zur Realität wissen können, was nicht schon wissen. Für die Philosophie gibt es hier nichts mehr zu tun.
PragmatismusVsSkeptizismus/Rorty: das ist es, was der Pragmatist dem Skeptiker schon immer gesagt hat. >Korrespondenz:
Korrespondenz/Erklärung/Davidson/Pragmatismus/DavidsonvsKorrespondenztheorie/Rorty: wenn Korrespondenz eine Relation zwischen Überzeugungen und der Welt ist, die sich verändern kann, während alles andere (auch die Kausalrelationen) gleicht bleibt, kann sie keine Erklärung sein.
Erklärung/Wahrheit/Korrespondenz/Davidson/Rorty: wenn als Wahrheit als „Korrespondenz“ verstanden wird, kann sie nicht als erklärender Ausdruck verstanden werden.
- - -
Horwich I 497
DavidsonVsKorrespondenztheorie/VsKausaltheorie der Referenz: wenn umgekehrt Referenz durch eine physikalische Relation fixiert wäre, brauchte die Übereinstimmung zwischen den beiden Korrespondenzen eine Erklärung. Denn nach der Kausaltheorie wäre es möglich, dass wir oft oder meist auf Dinge referieren, die wir nicht verläßlich berichten können. Danach wäre es eine interessante empirische ((s) kontingente) Tatsache, dass unsere Überzeugungen im allgemeinen wahr sind und keine Konsequenz unserer Interpretationsmethode.
I 498
Ist das ein Grund, eine solche Theorie anzunehmen? Putnam hat das vielleicht geglaubt. Sicher aber Michael Friedman:

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKripke Verschiedene Vs Dispositionstheorie Stegmüller IV 34
Disposition/Geist/Ryle: Meinen, Bedeutungserfassen, Intentionalität: sind nicht Vorkommnisse im Bewusstsein, sondern Fähigkeiten, eben Dispositionen.
IV 35
D.h. im Fall von plus/quus wie von glau läuft haargenau die gleiche geistige Geschichte nebst identischen mentalen Zuständen und Bewusstseinsvorgängen ab. Fazit: die entscheidenden Dispositionen wurden in der Vergangenheit erworben.
Der Unterschied besteht dann auch nicht erst in der Gegenwart, er bestand schon in der Vergangenheit!
RyleVsKripke: dann hätte ich eben auch schon in der Vergangenheit die Standard Funktion der Addition benutzt.
IV 35/36
KripkeVsRyle: dreifache Kritik: 1. externe Kritik: bestreitet, dass überhaupt irgendwelche Annahmen über Dispositionen relevant sind. Das Problem ist gar nicht kapiert. Wie kann er sich auf Disposition als Rechtfertigung berufen? Eine Weisung an mich selbst zeigt gar nichts.
VsVs: a) ich habe eben eine Hypothese über mich selbst.
VsVsVs: wieso soll gerade diese Hypothese von zahllosen anderen möglichen die richtige sein?
IV 37
VsVs: b) wir lassen die Vergangenheit ruhen. Richtig ist, was mir jetzt richtig erscheint! WittgensteinVsVsVs: das führt dazu, dass man hier nicht mehr von "richtig" reden kann!
2. interne Kritik: (manche meinen fälschlich, Wittgenstein selbst habe sie vertreten): besteht in der Angabe eines Kriteriums für eine Funktion F, die ich mit einem solchen Symbol meine.

Def "Endlichkeitsproblem"/Stegmüller: Endliches kann nicht einfach auf Unendliches übertragen werden. (Nicht nur Erfahrungen, sondern auch Dispositionen sind endlich).
IV 38
Def "quus"/glau/Kripkes Wittgenstein/Stegmüller: Neudefinition: das skeptische Problem reproduziert sich: diejenige Funktion sei die Quaddition, die für alle Paare, die hinreichend klein sind, um von mir addiert zu werden mit der Addition übereinstimmt, und für die übrigen das Ergebnis 7 liefert. Damit habe ich immer dieselben Dispositionen gehabt. VsDispositionstheorie.
Dispositionstheorie/Stegmüller: a) kann sich zu verteidigen versuchen, indem sie Disposition nicht wörtlich versteht, sondern als eine Idealisierung der tatsächlichen Praxis. Ceteris paribus Disposition.
KripkeVs: dann müsste ich immer phantastischere Annahmen darüber machen, was ich täte, wenn mir dies und das passierte.
IV 39
b) Die Idealisierung könnte anders interpretiert werden: "wenn ich die Fähigkeit hätte..." KripkeVs: das wird zirkulär. Es setzt voraus, dass die von mir gemeinte Funktion etwas Festliegendes sei. Die "Tatsache" müsste vorausgesetzt werden, dass ich eine ganz bestimmte Intentin habe!.
Dilemma für die Dispositionstheorie:
a) entweder nur Disposition für endlich viele Fälle, oder
b) Idealisierung der Reaktion. Problem:
ba) bei genauer Spezifikation dieser Bedingungen kann man nichts über meine Reaktion sagen.
bb) eine Tatsache wird voraussetzt.
IV 40
KripkeVsDispositionstheorie: sie räumt keinen Platz für immer mögliche Fehler ein! Der Dispositionstheoretiker kann sich hier nicht damit verteidigen, dass es hier eben eine Kluft gibt zwischen dem, was er meinte, und dem, was er "meinen sollte".
Denn die "Funktion, die er tatsächlich meint" steht für ihn ja nicht durch eine von der Disposition unabhängige Tabelle von vornherein fest.
IV 41
Vielmehr ist nach Ansicht des Dispositionalisten die Funktion aus der Disposition abzulesen. Daher muss für ihn die Disposition, Fehler zu machen Teil der Gesamtdisposition sein!
def "Skaddition"/Kripke: wäre die Disposition unserer Person einschließlich der Disposition, Fehler zu machen.
IV 42
Regel/Kompetenz/Kripke: Kompetenz kann Regeln nicht erklären, weil sie Regeln voraussetzt. (Das richtet sich nicht VsChomsky).
VsDispositionstheorie: Übereinstimmungen können auch lediglich darauf beruhen, dass uns zuweilen Fehler unterlaufen.
IV 47
Addition/Dispositionstheorie/Kripkes Wittgenstein: (s.o. "externe Kritik (1)"): Angenommen, es träfe zu, dass ich mit "+" die Addition meine. Problem: was für eine Relation besteht zwischen dieser Annahme und der Art von Antwort, die ich auf die Frage nach !117 + 159" geben werde?
Dispositionstheorie: alle Varianten geben fälschlich an, es sei diese und jene deskriptiv faßbare Relation.
Meinen/Intention/normativ: wenn man aber Meinen so versteht, dass das, was ich jetzt meine, das bestimmt, was ich künftig sagen sollte, ist das normativ, nicht deskriptiv.
Das ist der Hauptpunkt VsDisposition.




VsKripke Kripke Vs Donnellan, K.
 
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Searle VI 179
KripkeVsDonnellan: (ähnlich Searle): Unterscheidung Sprecherbezug/semantischer Bezug: falls der Sprecher irrt, kann der semantische Bezug auf etwas anderes als das gehen, worüber er spricht.
VI 179/180
Searle: allerdings ist das nicht ganz richtig: Bsp "König"/Usurpator: der Sprecher muss noch nicht einmal der Ansicht sein, der Gegenstand erfülle die Kennzeichnung. Kripke: in einem gegebenen Idiolekt ist der semantische Bezug (ohne indexikalische Anteile) durch eine allgemeine Absicht des Sprechers bestimmt.
Der Sprecherbezug ist durch eine spezifische Absicht bestimmt.
SearleVsKripke: genau hier bleibt der Ansatz stecken: in dem Sinn, indem ich allgemeine und auch spezifische Absichten habe, habe ich gar keine allgemeinen Absichten gegenüber Kennzeichnungen. Wenn ich welche brauchte, müsste ich unendlich viele davon haben.
Bsp (ohne Index): "Der Mann, der am 17.6.53 um 10 Uhr auf dem Empire State Building ein Schinkenbrot isst". Nach Kripke ist das in meinem Idiolekt durch meine allgemeine Absicht bestimmt.
VI 181
Searle: Ich weiß, was der Ausdruck bedeutet, weil ich weiß, was der Fall sein müsste, wenn es richtig wäre, ihn anzuwenden. SearleVsKripke: darüber hinaus sind keine allgemeinen Absichten notwendig.
Es gibt auch unendlich viele Fälle, in denen ich keine allgemeine Absicht habe.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsKripke Newen Vs Donnellan, K.
 
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NS I 96
referentiell/Kennzeichnung/KripkeVsDonnellan: der referentielle Gebrauch von Kennzeichnungen hat mit der Semantik von Kennzeichnungen überhaupt nichts zu tun! Er ist zwar möglich und mit ihm kann Kommunikation gelingen, aber er gehört in die Pragmatik (und ist damit kontextabhängig). Sie ist aber nur parasitär zur attributiven Lesart, die die eigentliche Bedeutung von Kennzeichnungen ausschließlich korrekt angibt.
NS I 97
Sprecher-Referenz/KripkeVsDonnellan/Kripke/Newen/Schrenk: statt referentiellem Gebrauch von Kennzeichnungen. Das was der Sprecher bei einer Gelegenheit meint. Damit benötigen wir zusätzlich den Begriff des intendierten Objekts. Dies kann sogar vom tatsächlich referierten Objekt abweichen! ((s) Anders als Bsp beim Gödel-Schmidt-Fall).
Dagegen:
semantische Bedeutung/Kripke/Newen/Schrenk: wird nur durch die Russellschen Wahrheitsbedingungen (WB) korrekt angegeben:
Bsp Der Mörder von Schmidt ist wahrsinnig, gdw. Der Mörder von Schmidt wahnsinnig ist.
Russell-Sprache/Kripke/Newen/Schrenk: enthält nur die attributive Lesart.
Dagegen:
D-Sprache/Kripke: enthält referentielle und attributive Lesart.
Russell-Sprache: Russellsche WB: „der so und so hat die Eigenschaft E gdw. der so und so die Eigenschaft E hat.
NS I 98
referentiell/Täuschung/Russell-Sprache: es gibt hier auch eine referentielle Verwendung, aber nur, wenn jemand irrtümlich denkt, dass er auf jemand bestimmtes referiert. Er täuscht sich, dass die Russellschen WB erfüllt seien. Der Sprecher sagt nur pragmatisch und nicht semantisch, dass das Prädikat erfüllt sei. D-Sprache/Kripke: Bsp im Café: „Ihr Ehemann ist nett zu ihr“.
Unterschied:
a) „Nein, er ist nicht nett, aber dieser ist nicht ihr Ehemann“
b) „Er (dieser!) ist nett zu ihr, aber er ist nicht ihr Ehemann“. ((s) zweimal „er“).
D-Sprache/Kripke: die D-Sprache kann zwar mit b) umgehen, (sie würde sagen, dass hier referentielle Lesart vorliegt), aber a) ist schwer erklärlich, denn hier müsste die Kennzeichnung gleichzeitig referentiell und attributiv gebraucht werden.
NS I 99
KripkeVsDonnellan: wenn beide Lesarten in die Semantik eingebaut sind müssen wir also annehmen, dass Bsp „ihr Ehemann“ hier gleichzeitig zwei Bedeutungen hätte. Newen/Schrenk: es gibt aber neuere Ansätze, die beides zulassen.
Pragmatik/Semantik/Newen/Schrenk: ihr Grenzverlauf wird kontrovers diskutiert.
VsKripke: der referentielle Gebrauch ist doch häufig anzutreffen. Damit rückt die Pragmatik wieder in die Nähe der Semantik.
Neale, Stephen/Newen/Schrenk: (”Descriptions”) pro Russell-Semantik ((s) Bedeutung durch homophone Wahrheitsbedingungen).

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsKripke Cresswell Vs Essentialismus
 
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I 119
Metaphysik/Cresswell: hier geht es nicht um Metaphysik, d.h. wir nehmen einfach an, daß Dinge in verschiedenen Möwe verschiedene Eigenschaften haben können. ((s) CresswellVsKripke: Eigenschaften nicht notwendig, aber hier keine metaphysische These. Ansonsten: CresswellVsEssentialismus).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsKripke Kripke Vs Field, H.
 
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Nonfaktualismus/Field: normalerweise sagen wir, daß es keine Tatsache gibt, die bewirkt, daß Isomorphismus die Querwelteinidentität ist.
Field I 40
Querwelteinidentität/QWI/KripkeVsField: (1972): könnte Zweifel aufwerfen, ob dieser qualitative Gesichtspunkt unsere normale Konvention für QWI ist. Field: ich denke, seine Beispiele zeigen, daß QWI nicht nur durch Betrachtung zu einem Zeitpunkt festgestellt werden kann.
Kripke: Bsp eine mögliche Welt (MöWe) genau wie unsere bis zur Geburt von Nixon, aber abweichend von da an. in dieser MöWe ist die Person X, die von Leuten, die qualitativ identisch mit Nixons Eltern sind geboren wurde anders aussehend und mit anderer Karriere als Nixon in der WiWe. Jemand anderes, Y entwickelt sich dagegen wie Nixon und sieht auch aus wie er.
Individuation/Querwelteinidentität/Kripke: wir individuieren Dinge über Welten hinweg so,
I 41
daß die Isomorphismen der Anfangssegmente der Welten (bis zu Nixons Geburt) als Identität zählen. Das bewirkt, daß es X ist, nicht Y, der Nixon ist! ((s) Weil er von den richtigen Eltern geboren wurde, nicht weil er die Taten ausführte). Die spätere lokale, qualitative Gleichheit der Zustände wird irrelevant. QWI/Field: die Idee, daß die qualitative Charakteristik normalerweise irrelevant ist wird durch Kripkes Argument nicht gestützt!
Selbst Kripke würde es für sinnlos halten, daß eine MöWe isomorph zu unserer wäre, aber in der der (vielleicht einzige) Isomorphismus Nixon auf jemand anderen abbildete.
FieldVsKripke: daß wir MöWe postulieren statt sie nach einer Teleskoptheorie aufzufassen, hilft auch nicht: mein Punkt kann auch in der Sprache der Stipulation reformuliert werden: wie wir normalerweise so über Möglichkeit sprechen, legen Überlegungen zur qualitativen Gleichheit Grenzen dafür fest, welche MöWe wir stipulieren können.
Bsp wir können keine MöWe postulieren, die isomorph zu unserer ist und in der einzig Nixon wie Humhrey (hier) und Humphrey wie Nixon (hier) ist. (Während der ganzen Geschichte). (Selbst mit entsprechenden Eltern und Großeltern usw.).
Genausowenig: Bsp eine Welt mit vertauschten Elektronen A und B. (Dabei nehmen wir an, daß A und B in der WiWe verschieden sind und keine vollständige Symmetrie der WiWe mit Bezug auf alle qualitativen Eigenschaften A auf B abbildet.
Und wir können auch keine MöWe postulieren wie Bsp in der eine Raumzeit Region A die Eigenschaften hat, die die RZ Region B bei uns hat (wenn es keine vollständige Symmetrie gibt... wie oben).
Field: wenn das so ist, dann sind beide, (DS) und (DE) falsch. Und aus der Existenz von RZ Regionen folgt (DS) genausowenig wie (DE) aus der Existenz von Elektronen.
(DS) Es gibt eine MöWe, von unserer wirklichen Welt (WiWe) unterschieden aber qualitativ identisch mit ihr, bloß während ihrer ganzen Geschichte um eine Meile verschoben.
(DE) Es gibt eine MöWe, von unserer WiWe unterschieden aber qualitativ identisch mit ihr, die sich von ihr nur darin unterscheidet, daß Elektron A und Elektron B während ihrer ganzen Geschichte vertauscht waren.
I 236
MöWe/FieldVsmetaphysische Notwendigkeit/FieldVsKripke/FieldVsLewis: (normale Auffassung von MöWe: ohne raumzeitliche Relationen zur WiWe): dann ist die Frage, wie unser Glauben darüber, wie die Dinge in anderen MöWe aussehen, verläßlich sein soll ganz einfach (zu einfach) zu beantworten: wie die Frage nach den Eigenschaften Gottes: Wir können mit Lewis das Problem einfach als ein Pseudo Problem hinstellen Lewis: wendet diese Taktik in Bezug auf MöWe, aber nicht im theologischen Fall an.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsKripke Kripke Vs Frege, G.
 
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Cresswell II 151
Pierre-Bsp/Kripke/Cresswell: (Kripke 1979) Cresswell: wenn de re interpretiert, ist der Glaube über London. Beschreibungstheorie/Cresswell: für diese ist das Beispiel überhaupt kein Problem ((s) Londres und London sind für Pierre wegen unterschiedlicher Beschreibungen verschieden.
((s) Kausaltheorie/(s): für sie ist der Fall ein Problem weil sie davon ausgehen muß, daß die Bedeutung des Namens der Träger und also derselbe Träger sein muß und daher einander widersprechende Prädikate zugeschrieben werden.)
Beschreibungstheorie/Cresswell: hier ist die Beschreibung relativ zu Pierre, aber sie ist nicht seine Privatsache!
Def "Extreme Fregeanism"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): Thesis: daß Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören.
Problem: dann geht es im Pierre-Bsp gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher der den Fall berichtet, und seinen Idiolekt!
Cresswell: leider ist es nicht so einfach: Bsp ein alter Grieche könnte aus der Antike zu uns versetzt worden sein. Dieser wird zunächst einmal "" (Sonderzeichen) statt "Phosphorus" gebrauchen. Seine Einstellung dazu wird sich von der unseren unterscheiden wie im Pierre-Bsp die Einstellungen von Pierre zu "London" und "Londres".
Mehrdeutigkeit/Cresswell: wird hier dadurch verursacht, daß ein Name für viele Kennzeichnungen stehen kann. Sie erlaubt auch, da in den meisten Fällen "London" als "Londres" übersetzt werden kann. Der einzige Fall überhaupt, wo das nicht geht, ist der Fall von Pierre.
- - -
Stalnaker I 172
Namen/Referen/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These: zwischen dem Namen und seinem Referenten muss man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche sprechen.
Fregesche Sprache/Sinn/Referenz/Denotation/Stalnaker: wir würden sie brauchen, wenn di Fragen nicht getrennt wären, d.h. wenn wir gleichzeitig erklären müssen,
a) warum ein Namen diesen Referenten hat und
b) was der Sprecher mit seiner Äußerung mitteilt (welche Information, Inhalt).
Sinn/KripkeVsFrege: (1972,59) dieser sollte dafür kritisiert werden, dass er "Sinn" in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht.
a) als Bedeutung (meaning)
b) als die Weise, wie die Referenz bestimmt wird.
Indem er die beiden identifiziert, nimmt er an, dass beide durch bestimmte Kennzeichnungen gegeben werden.
I 192
Kausalkette/historische Kette/Semantik/Metasemantik/Präsemantik/Kaplan/Stalnaker: (Kaplan 1989a, 574 ("Prä-Semantik") Frage: sind die Kausalketten Teil der Semantik oder Teil der Metasemantik?
Semantik: sagt, welche semantischen Werte die Ausdrücke einer Sprache haben
Metasemantik: welche Tatsachen die semantischen Werte bestimmen.
Prä-Semantik/Kaplan: betrifft jene die glauben, ein Name bedeute etwas, das am anderen Ende einer historischen Kette liegt,
Semantik/Kaplan: gibt uns eher die Bedeutung als uns zu sagen, wie sie zu entdecken wäre.
Ähnlich Kripke:
Referenz/Bedeutung/Kripke/Stalnaker: Kripke unterscheidet zwischen dem, was die Referenz fixiert (die Kausalkette) und der Bedeutung.
KripkeVsFrege: dieser habe diese beiden Dinge vermischt.
Namen/Kaplan/Stalnaker: ihm geht es um die Frage, ob Namen wie Indexwörter sind.
Ich/Kaplan/Stalnaker: ist ein starrer Designator: die Wahrheitsbedingungen (WB) dessen was gesagt wird (propositionaler Gehalt) hängen vom aktualen Referenten ab. Dagegen:
Bedeutung/Ich/Stalnaker: man gibt die Bedeutung immer noch dadurch an dass man sagt, wie der Referent im Kontext bestimmt wird. das würde zu einer Theorie z.B. des Englischen gehören.
Bsp "Ich referiert auf den Sprecher" wer das weiß, von dem würde man sagen, dass er die Bedeutung von "ich" kennt., und zwar
Pointe: selbst wenn er nicht weiß, wer bei einer bestimmten Gelegenheit der Sprecher war. ((s) Unterschied Bedeutung/Referenz > "wer auch immer der Sprecher war")
Def Charakter/Kaplan: = Bedeutung. Funktion von möglichen (Gebrauchs-) Kontexten auf Referenten.
- - -
Tugendhat I 440
KripkeVsFrege: nicht mehr Primat der Kennzeichnungen (TugendhatVs). Kripke/Tugendhat: es kommt ihm eigentlich gar nicht auf den Begriff des Eigennamens an, sondern auf den des starren Designators.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsKripke Kripke Vs Hintikka, J.
 
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Hintikka I 84
KripkeVsHintikka: Problem: die Lösungen dieser Differentialgleichungen müssen keine analytischen Funktionen sein oder Funktionen, die eine explizite Definition der Gegenstände erlauben. Hintikka: dabei scheint Kripke aber vorauszusetzen, dass man immer die Relationen, die durch die Weltlinien verkörpert werden, definieren können muss.
HintikkaVsKripke: das ist zu streng.
Weltlinie: wir erlauben statt dessen umgekehrt, dass sie durch die Lösungen der Differentialgleichungen implizit definiert werden.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsKripke Quine Vs Hintikka, J.
 
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Willard V. O. Quine
I 73
Possibilia/Hintikka: These: die Rede über menschliche Erfahrung macht die Annahme von Possibilia notwendig. (Unverwirklichte Möglichkeiten). HintikkaVsQuine. Intentionalität/Husserl/Hintikka: nach Husserl ist das Wesentliche des menschlichen Denkens in einer Beziehung zu unverwirklichten Möglichkeiten.
Possibilia/Hintikka: wir brauchen sie, um mit logisch inkompatiblen Entitäten gleichen logischen Typs umzugehen.
MöWe-Semantik/Hintikka: ist die entsprechende Modelltheorie.
I 137
QuineVsModallogik: Problem der Querwelteinidentifikation. Querwelteinidentifikation/cross-identification/Quine/(s): Problem der Identitätsbedingungen. Wenn keine Identitätsbedingungen (IB) gegeben sind, ist die Frage sinnlos, ob ein Individuum „dasselbe wie“ eins in einer anderen Möwe ist.
HintikkaVsQuine: mein modifizierter Ansatz geht über die Reichweite von Quines Kritik hinaus.
Weltlinien/Hintikka: werden von uns fixiert, nicht von Gott. Dennoch sind sie nicht willkürlich. Ihre Begrenzungen sind durch Kontinuität von Raum und Zeit, Erinnerung, Lokalisierung usw. gegeben.
I 138
Es kann sogar sein, dass unsere Präsuppositionen sich als falsch herausstellen. Daher kann es keine Menge von Weltlinien geben, die alle MöWe umfassen, die wir in der alethischen Modallogik brauchen. Modallogik/Quantifikation/Quine/Hintikka: eine realistische Interpretation der quantifizierten alethischen ML ist unmöglich. Aber aus Gründen die tiefer gehen als Quine angenommen hat.
Querwelteinidentifikation/HintikkaVsQuine: ist nicht intrinsisch unmöglich.
Quine/Hintikka: hat das in letzter Zeit sogar mit Einschränkungen anerkannt.
Lösung/Hintikka: Querwelteinidentifikation als Re-Identifikation.
I 139
prop Einst/epistemische Logik/Hintikka: wir werden uns hier auf das Problem der propositionalen Einstellungen konzentrieren.
I 140
Quantifikation in epistemische Kontexte/Glaubenskontexte/intensional/Hintikka: Bsp (1) Albert weiß, wer Coningsby geschrieben hat
(2) (Ex) K Albert (x schrieb Coningsby)
Schreibweise: (Ex) perspektivische (wahrnehmungsmäßige) Identifikation (Bekanntschaft) im Buch: nicht-gespiegeltes E).
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: z.B. (2) kann nur dann gefolgert werden aus
(3) K Albert (Beaconsfield schrieb Coningsby)
d.h.
(3)* Albert weiß, dass Beaconsfield Coningsby schrieb.
…nur dann gefolgert werden, wenn wir eine Zusatzprämisse haben:
(4) (Ex) K Albert (Beaconsfield = x)
D.h.
(5) Albert weiß, wer Beaconsfield ist.
Quine pro Hintikka: diese Lösung ist besser als ein Kriterium für starre Designatoren (Starrheit, QuineVsKripke).
Alltagssprache: es ist einfach sehr natürlich so zu sprechen, dass man sagt man weiß, wer oder was etwas ist.
HintikkaVsQuine: er lobt mich aus falschen Gründen. Er stellt die Dinge auf den Kopf. Er begeht zwar nicht den Fehler, den ich kritisiere, aber er verzeiht ihn.
I 141
Formale Sprache/Logik/kanonische Notation/HintikkaVsQuine: wir sollten die logische Sprache als unsere Muttersprache ansehen, und nicht so viel Wert auf die Übersetzung in die Alltagssprache legen. Es geht sowieso nur um semantische Klarheit.
I 145
HintikkaVsQuine: erkennt nicht die Rolle, die meine Eindeutigkeitsbedingungen spielen: Quine: sagt, dass man diese Bedingungen aufch auf Glauben, Wissen usw. übertragen kann.
Quine: Hintikka verlangt, dass das Subjekt weiß wer oder was die Person oder das Ding ist. Wen oder was der Term designiert.
HintikkaVsQuine: dieser denkt, ich würde nur eine Art von Eindeutigkeitsbedingung gebrauchen.
Lösung: die semantische Situation zeigt den Unterschied: die Relation zwischen den Bedingungen für verschiedene propositionale Einstellungen (Glauben, sehen, wissen) ist eine der Analogie, nicht der Identität.
Lösung: die Mengen kompatibler MöWe sind im Fall von Wissen, Sehen, Erinnerung, Glauben jeweils andere.
I 146
Identifikation/Glauben/Quine/QuineVsHintikka: jede Glaubenswelt (MöWe) wird unzählige Körper und Objekte enthalten, die gar nicht einzeln erkennbar sind, einfach weil der Glaubende glaubt, dass seine Welt unzählige solche Objekte enthält. Identität: Fragen nach der Identität dieser Objekte sind sinnlos.
Problem: wenn man in Glaubenskontexte quantifiziert, wie soll man sie ausschließen?
Lösung: man müsste den Bereich der Variablen auf solche Objekte einschränken, über die das Subjekt ausreichend klare Vorstellung hat.
Problem. wie soll man festlegen, wie klar diese Vorstellungen sein müssen?
HintikkaVsQuine: die Lösung ist ganz einfach, wenn wir über Individuen in doxastischen MöWe quantifizieren:
Bsp Operator: „in einer Welt w1, kompatibel mit allem, was Jack glaubt“:
Lösung/Hintikka: wir können über Bewohner solcher Welten quantifizieren, indem wir einfach einen Quantor innerhalb des Operators gebrauchen.
((s) d.h. dass Jack, aber nicht wir unterscheiden).
Problem: es könnte sein, dass wir die Bewohner als unsere Nachbarn aus der WiWe w0 betrachten möchten. („qua Nachbarn“).
Hintikka: das ist aber ein Problem für sich und hat nichts mit Eindeutigkeitsbedingungen zu tun.
Problem: liegt vielmehr an der Notation der konventionellen Modallogik, die nicht erlaubt, dass man den Bewertungsprozeß, der von außen nach innen verläuft, niemals umdrehen darf, so dass er von innen nach außen verläuft.
Lösung/Saarinen: „rückblickende“ Operatoren (s.o.)
Lösung/Hintikka: es kann dennoch sein, dass wir ein Individuum von w1 zurück zu w0 verfolgen können, selbst wenn es nicht die Eindeutigkeitsbedingungen wie (16)-(127) erfüllt. (Diese erfordern, dass ein Individuum in allen MöWe identifizierbar ist.
HintikkaVsQuine: dieser irrt sich, dass die Frage nach der Identität sinnlos ist, wenn die Eindeutigkeitsbedingungen nicht alle erfüllt sind.
Im Gegenteil: es muss sinnvoll sein, damit wir überhaupt in der Lage sind festzustellen, dass die Bedingungen nicht erfüllt sind!
Eindeutigkeitsbedingung/Hintikka: wenn sie nicht erfüllt ist, heißt das nur, dass wir ein Individuum ((s) oder sein Gegenstück) nicht in jeder MöWe auffinden können.
Eindeutigkeitsbedingung/QuineVsHintikka: Quines ernstester Einwand ist, dass diese Bedingungen immer indiziert sind, (indexikalisch) d.h. dass sie kontext-abhängig sind. D.h. dass es nur in einer bestimmten Situation darum geht, ob ein Individuum dasselbe ist.
I 147
Wissen-wer/Wissen-was/Kontext/Quine: Bsp „Wer ist er?“ hat nur Sinn in einer bestimmten Situation. HintikkaVsQuine: er hat natürlich recht, dass die WB mit der Situation variieren, aber das zerstört nicht die Eindeutigkeitsbedingungen für epistemische Logik.
HintikkaVsQuine: er mißversteht nur die Rolle, die diese Bedingungen spielen.
WW/Hintikka: die WW von Sätzen der Form
(18) (Ex) K(b = x)
und genauso von
(19) (Ex) K(b = x)
werden unabhängig von den WW anderer Typen einfachster Sätze! Frage/Antwort/W-Frage/Hintikka: wir erhalten eine neue Klasse von Atomsätzen!
Lösung: Unterscheidung zwischen Identifikation durch Bekanntschaft/durch Beschreibung.
I 148
Weltlinien/Identifikation/Querwelteinidentität/Hintikka: These die Weltlinien müssen gezogen werden, bevor die Bedingungen überhaupt angewendet werden. Das Ziehen der Weltlinien ist niemals ein teil der Anwendung der Eindeutigkeitsbedingungen-. ((s) sonst zirkulär). WB/atomar/Atomsatz/Hintikka: für meine Theorie ist das Zusammenspiel von WW von atomaren und nicht-atomaren Sätzen wesentlich: sie zeigt, wie Bsp die WW von Sätzen der Form
„weiß + -ein-W-Wort“-Sätzen vo den WW von Sätzen der Form (18) – (19) abhängt.
HintikkaVsQuine: seine Kritik ist analog zu einer, die traditionelle WW-Tabellen deswegen kritisieren würde, dass einige der Sätze, die sie zusammenzusetzen dienen, ihrerseits unscharf sind.,
epistemische Logik/Hintikka. wird aber von dieser Kritik nicht berührt. Alles was sie behauptet ist, dass, wenn die Weltlinien einmal gezogen sind, der Rest der Semantik bleibt wie er war.
- - -
I 160
Def Wissen/Hintikka: das, was in allen Wissens-MöWe (Wissenswelten) eines Subjekts wahr ist. Und umgekehrt: was in allen W-MöWe einer Person wahr ist, ist ihr Wissen. Pointe: die Weltlinien können aber dennoch anders gezogen werden, wobei die Bewertungen (der nicht-logischen Konstanten) gleich bleiben.
Die Variation der Weltlinien „sieht“ man dann an der Variation der semantischen Kraft von Phrase n der Form weiß + indirekte Frage.
I 161
Solche Variation hat Quine zur Ablehnung der MöWe-Semantik von Sätzen mit „Wissen-dass geführt. HintikkaVsQuine: ihm ging es eigentlich um das strukturelle (nicht das referentielle) System. Und dies bleibt unangetastet.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsKripke Jackson Vs Identitätstheorie
 
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Lanz I 285
Frank JacksonVsIdentitätstheorie: Bsp Angenommen, ein perfekt informierter Neurophysiologe hat nur über Schwarzweißbildschirme Zugang zur Welt. Er weiß alles, was es in den Begriffen der Wissenschaft über das visuelle System der Menschen zu wissen gibt. Nehmen wir an, er erhalte nun einen Farbbildschirm. Ist es nicht offenkundig, dass er jetzt etwas Neues lernt, nämlich wie farbige Gegenstände aussehen? VsMaterialismus: Dieser läßt das aus. MaterialismusVs: ( VsNagel, VsJackson, VsKripke): es geht nicht um verschiedene Typen von Information (subjektive contra objektive), sondern um verschiedene Unterscheidungsfähigkeiten! Der eine erkennt ein Merkmal aufgrund propositionalen Wissens über es ein anderer erkennt ein Merkmal aufgrund sensorischer Zustände.
Also geht es nicht um verschiedene Typen von Objekten in der Welt, die sondern um verschiedene Typen von Repräsentation von Objekten in der Welt! (> Repräsentation).

Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000
VsKripke Brandom Vs Kant, I.
 
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I 852
Kant: dualistischer Charakter seiner Unterscheidung des Begrifflichen und des nichtbegrifflichen.(BrandomVs).
I 853
Kant:1.Urteile sind die grundlegende Form des Bewusstseins.2. Erkennen und Handeln sind bei bewussten Wesen im Unterschied zu nichtbewussten durch normative Beurteilungen bestimmt.3. Dualismus Spontaneität und Rezeptivität.
I 855
Brandom: Für Kant verhalten sich die Begriff zu den Anschauungen 1. Wie die Form zur Materie - 2. Wie das Allgemeine zum Besonderen - 3. Wie das Werk der Spontaneität oder Verstandestätigkeit zu dem der Rezeptivität
Brandom: das sind schon echte Unterschiede, aber sie sind unabhängig und orthogonal zueinander. Keiner der obigen Unterschiede ist zwischen dem Begrifflichen und etwas Nichtbegrifflichem im Urteil zu verstehen. Das, was ein Urteil ausdrückt, sein Inhalt, ist durch und durch begrifflich.
Kant warf also den zweiten und den dritten Punkt zusammen, in dem er systematisch nicht zwischen Repräsentationen des Einzelnen und einzelnen Repräsentationen unterschied. (s. BrandomVsKripke)
II 13
Kant und Descartes: Geist primär, Sprache sekundär - BrandomVsKant und Descartes.
II 123
Gesetz/Handlung/BrandomVsKant: Vorschlag, "Vorstellung von einem Gesetz" durch "Anerkennung einer Festlegung" zu ersetzen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKripke Davidson Vs Kausaltheorie
 
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II 185
Externalismus: mögliche Mißverständnisse. Weder Davidsons Externalismus noch seine Charakterisierung okasioneller W-Äquivalenzen verpflichten ihn auf eine Kausaltheorie der Referenz, wie sie z.b. von Kripke, Putnam und Devitt vertreten wird. Bei jenen hängt erfolgreiche Referenz davon ab, ob Gegenstand und Äußerung des Wortes durch die richtige Kausalkette verbunden sind. Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation. >Lager.
Putnam/Kripke: Kausaltheorie: richtige Verknüpfung Wort/Gegenstand - DavdisonVsPutnam: Interpretation ganzer Sätze

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsKripke Evans Vs Kausaltheorie
 
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Gareth Evans
I 320
VsKausaltheorie/Namen/allg Term/Evans: es sind nicht zwei Mechanismen im Spiel, einer für die Taufe und einer für die Erhaltung der Referenz. Allg Term können, anders als Namen, die Bedeutung ändern! Bsp Madagaskar: Marco Polo hat den Bericht malaischer Seeleute falsch verstanden und den entstellten Namen für ein Gebiet des Festlandes auf die Insel übertragen.
I 321
EvansVsKausaltheorie: sie muß auch für Bsp vertauschte Babys verbessert werden. Der Mann der den Namen trägt, trägt ihn, weil ein anderes Baby den Namen bekommen hat! Bsp Angenommen, Bibel Gelehrte behaupten heute, ein anderer als Goliath habe David erschlagen: Elhannan der Bethlehemit. David soll einen anderen Philister getötet haben. Wenn nun eine ganze Sprachgemeinschaft keine andere Information verknüpft als die, daß Goliath der Mann war, der von David erschlagen wurde, so heißt das dennoch nicht, daß "Goliath" in dieser Gemeinschaft auf jenen Mann referiert.
I 334
EvansVsKausaltheorie/EvansVsKripke: Bsp ein junger Mann A verläßt sein Dorf im schottischen Hochland, um sein Glück zu machen. 50 Jahre später kommt ein Mann B in das Dorf und lebt als Einsiedler hinter den Hügeln. Es leben noch drei oder vier Dörfler aus der damaligen Zeit, und glauben fälschlicherweise, es sei der fortgegangene Dörfler, den sie infolgedessen "Rübe" nennen. Dieser Name kommt in der Dorfgemeinschaft in Gebrauch. Wenn der Irrtum entdeckt wird äußern sie wahrscheinlich eher den Satz "Es war doch nicht Rübe" als absurderweise den Satz: "es sieht so aus, als wäre Rübe doch nicht aus dem Dorf gekommen".
Evans: sie hatten den Namen für A verwendet, um falsche dinge über ihn zusagen.
Bsp’ sollten die Alten sterben, wäre der Weg frei für eine neue Verwendung des Namens.
Evans: es ist wichtig, daß die Information, die die alten Dörflern den jungen mitgeben. (z.B. "er war ein schöner Frauentyp")
I 335
so reichhaltig, kohärent und für diese wichtig sein könnte, daß A die vorherrschende Quelle ihrer Information sein könnte. In diesem Fall könnte sie dann sagen: "der Mann ist doch nicht Rübe". Alternative: "ehrerbietig" die jungen Dörfler könnten den Namen ehrerbietig gegenüber den alten Dörflern weiterbenutzen: Rübe, "wer immer es auch sei".
Namen/Referenz/Evans: Referenz wird durch Informationsmengen festgelegt, und nicht durch Passen!
Dennoch ist die Wichtigkeit der Kausalität gewahrt.
Auch der Logik wird nicht widersprochen: Identitätsaussagen sind notwendig!
Information wird durch ihren Ursprung individuiert.
Wenn A die Quelle einer Informationsmenge ist, hätte es nichts anderes sein können.
I 336
infolgedessen hätte auch nichts anderes dieses a sein können. EvansVsKausaltheorie: falsche Hoffnung, die Intention (Absicht) des Sprechers völlig beseite lassen zu können.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsKripke Searle Vs Kausaltheorie
 
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John R. Searle
II 303
SearleVsKausaltheorie: die Kausalkette ist einfach eine Charakterisierung der parasitären Fälle vom Außenstandpunkt aus.
II 304
Auch die deskriptivistische Theorie lässt eine Taufe am Anfang zu. Kripkes Theorie ist bloß eine Variante der deskriptivistischen. Die Kausalkette spielt überhaupt keine Rolle! Die einzige Kette auf die es ankommt, ist die Weitergabe des intentionalen Gehalts!
Bsp Kette mit zehn Gliedern. Keine zusätzlichen Intentionen, allwissenden Beobachter. Doch was er beobachtet, sind nicht die Merkmale, die den Bezug sichern!
II 305
Bezug ist für Kripke einzig und allein durch deskriptiven Gehalt gesichert! Bsp Fräulein 7 beschließt einen Wechsel, infolgedessen sprechen 8, 9 und 10 nicht über einen Berg, sondern über einen Pudel.
II 308
Kausaltheorie: die Intentionalitätsübertragung in der Kette ist das eigentlich Wesentliche. Deskriptivismus: bloß beiläufiger Akt.
II 309
Bsp Angenommen, ich wüßte nur ungefähr was "Strukturalismus" ist, dennoch könnte ich fragen:"Gibt es noch Strukturalisten in Frankreich?", "Ist Pierre Strukturalist?"
Deskriptivismus: findet es unplausibel, dass einzige, das bei der Verständigungskette weitergegeben werde, sei die Absicht, über denselben Gegenstand zu sprechen. Im wirklichen Leben wird viel mehr weitergegeben, unter anderm der Typ eines bestimmten Dings.
II 310
Ob etwas ein Berg oder ein Mensch ist, ist selbst in den parasitären Fällen mit dem Namen verbunden. SearleVsKripke: Bsp Ich rede über Sokrates’ Philosophie der Mathematik, bringe aber alles durcheinander und halte Sokrates für den Namen einer Zahl. "Ich glaube, dass Sokrates keine Primzahl ist, sondern sich durch 17 teilen lässt". Das erfüllt Kripkes Kausaltheorie, aber es gelingt mir nicht, über Sokrates zu sprechen.
SearleVsKripke: seine Auffassung hat die absurde Konsequenz, dass sie überhaupt keine Auflagen darüber enthält, was sich als Namensbezug entpuppen mag.
Bsp Aristoteles könnte ein Barhocker in Joe’s Pizza Place, 11957 in Hoboken sein. Selbst wenn es eine metaphysische de re-Notwendigkeit ist, dass Aristoteles diese Eltern hatte, sagt uns das nichts darüber, wie sich der Name auf diesen Menschen und nicht auf einen Barhocker bezieht.
II 311
Deskriptivismus: hält sich an den intentionalen Gehalt erster Stufe, und betrachtet die parasitären Fälle als weniger wichtig. Kausaltheorie: hebt die parasitären Fälle hervor, vor allem, wenn uns die Gegenstände nicht direkt bekannt sind.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsKripke Donnellan Vs Kausaltheorie
 
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II 293
Wahrnehmung/Kausaltheorie/Donnellan: hier nimmt man an, dass ein Beobachter B einen Gegenstand G nur dann wahrnimmt, wenn G bewirkt, dass B Sinneseindrücke hat. Das scheint mir gehaltvoll und wichtig zu sein, ob es stimmt oder nicht.
II 294
Aber diese Theorie erlaubt uns nicht zu sagen, welcher der verschiedenen Kausalfaktoren, die zu der Wahrnehmung führen, das Ding ist. (> Reiz). Vielleicht kann keine philosophische Analyse das bestimmen, obwohl wir vielleicht in jedem Einzelfall in der Lage sind, zu sagen, ob dies die richtige kausale Verknüpfung ist oder nicht. So ist es sicher auch bei der Theorie der historischen Verknüpfung der Eigennamen.
Auf jeden Fall sind, wenn diese Theorie richtig ist, gewisse andere Theorien falsch.
Kausaltheorie/Namen/DonnellanVsKausaltheorie: erlaubt nicht zu sagen, welcher Reiz der entscheidende ist!
VsKripke: es geht nicht um Taufe, dafür gibt es keine theoretische Notwendigkeit. Bsp Alle sprechen meinen Namen anders aus als meine Mutter.
VsKripke Anscombe Vs Kripke, Saul A.
 
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Frank I 84
Ich/Descartes: keine Art von Körper. Ich könnte annehmen, keinen Körper zu haben. Ich/Augustinus: "der Geist weiß von sich selbst, dass er denkt". "Er kennt seine eigene Substanz".
Kripke/Anscombe: K. hat versucht, Descartes’ Argument für seinen Dualismus zu rehabilitieren.
AnscombeVsKripke: er vernachlässigt dessen Erste Person Charakter, indem er daraus ein Argument für die Nicht Identität von Descartes mit seinem eigenen Körper macht.
I 85
Danach hätte Descartes die Existenz des Menschen Descartes bezweifeln müssen, auf jeden Fall aber die Existenz dieser Figur in der Welt seiner Zeit , dieses Franzosen, getauft auf den Namen René... Descartes/AnscombeVsKripke: "ich bin nicht Descartes" war für ihn wie "Ich bin nicht ein Körper"! Das Argument in die Dritte Person Perspektive hineinzuzwängen, indem man "ich" durch "Descartes" ersetzt, heißt, dies zu vernachlässigen.
Descartes hat niemals gedacht: "Descartes ist nicht Descartes" (was ihm laut Anscombe von Kripke unterstellt wird.
I 85/86
AnscombeVsKripke: es steht nicht das gewöhnliche Reflexivpronomen zur Debatte, sondern ein eigentümliches Reflexivum, das vom Standpunkt des "ich" aus erklärt werden muss. Von Grammatikern wird es das "indirekte Reflexivum" genannt. (Im Griechischen eigene Form). Bsp "Als John Smith von James Robinson sprach, sprach er von seinem Bruder, aber er wusste es nicht."
So ist es auch denkbar, dass jemand nicht weiß, dass das Objekt von dem er spricht, er selbst ist.
Wenn nun "ich" mit Unwissenheit vereinbar ist, kann das Reflexivpronomen nicht wie gewohnt angewendet werden.
(Bsp) Nun kann man fragen: war nicht die Person, von der Smith zu sprechen beabsichtigte, Smith? War die Person nicht er selbst?
Antwort: nicht im relevanten Sinne! Es sei denn, das Reflexivpronomen sei selbst ein hinreichender Beweis der Referenz. Und das kann das gewöhnliche Reflexivpronomen nicht leisten.
I 96
Ich/Selbst/Logik/Anscombe: hier ist die "Weise des Gegebenseins" unwichtig.
Fra I 97
Dem Logiker ist klar, dass "ich" in meinem Mund lediglich ein anderer Name für "E.A." ist. Seine Regel: wenn x Behauptungen mit "Ich" als Subjekt macht, dann sie sie wahr ann und nunr dann, wenn die Prädikate von x wahr sind.
AnscombeVsLogik/AnscombeVsKripke: aus diesem Grund macht dieser den Übergang von "Ich" zu "Descartes".
Das ist aber zu oberflächlich: Ist man ein Sprecher, der "ich" sagt, so bekommt man nicht heraus, was es ist, das "ich" sagt. Man schaut z.B. nicht hin um zu sehen, aus welchem Apparat das Geräusch kommt.
Somit müssen wir unseren Logiker nötigen, eine "garantierte" Referenz von "ich" anzunehmen.
Fra I 98
Problem: bei einer garantierten Referenz gibt es keinen Unterschied mehr zwischen "ich" und "A".

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKripke Antirealismus Vs Kripke, Saul A.
 
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Field I 249
Anti Realismus/A R/Metalogik/Field: kann der A R überhaupt etwas mit metalogischen Begriffen wie Konservativität und Konsistenz anfangen? Er möchte ja diese auch von einer mathematischen Theorie behaupten. Problem: Konsistenz ist normalerweise definiert als "ein Modell haben", Konservativität auch in modelltheoretischen Begriffen ((s) setzt ein Ontologie von Mengen voraus, die der A R ablehnt).
Pointe: wenn der A R diese Begriffe gebraucht, dann kann er nicht nicht leer zwischen Konsistenz und Inkonsistenz bzw. Konservativität und Nicht Konservativität unterscheiden, (s) weil alle Aussagen trivial falsch sind wegen trägerloser Begriffe).
Konservativität/Konsistenz/A R/Field: also darf der A R die beiden Begriffe nicht modelltheoretisch definieren. genauso wie:
Wahrheit/Anti RealismusVsTarski/Anti RealismusVsKripke: der A R sollte auch die Wahrheits Definition (W Def) der beiden ablehnen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsKripke Brandom Vs Kripke, Saul A.
 
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I 805/806
Die Legitimität einer Kette von Namen-Tokenings hängt davon ab, wie die Referenz weitergegeben wird, genau wie bei einer anaphorischen Kette. Vorsicht: Nach Kripke ändern unterschiedliche Überzeugungen der Eigennamenverwender nicht die Referenz jener Tokenings, solange der Verwender "festlegt, daß er in Namen in dem in der Gemeinschaft üblichen Referenten gebraucht wird". (>Kripke).
I 965
BrandomVsKripke: Das klingt so, als ob man über den Begriff der Referenz verfügen müßte, um einen Ausdruck anaphorisch vererbend zu verwenden! Kotypizität garantiert nicht Koreferenz! Das "Cicero"-Bsp zeigt, daß nicht alle zur selben Kette gehören müssen, aber auch kein Bedarf an Quasi-Namen besteht, die eine den quasi-indexikalischen Ausdrücken entsprechende Rolle in de dicto-Zuschreibungen starker de re-Zuschreibungen spielen würden.
Jede Überzeugung, sei sie starkt oder schwach, kann de re oder de dicto zugeschrieben werden.
I 807
Daß bei Kripke die anaphorische Analyse nicht ins Spiel kommt, liegt an seiner "Millschen" Theorie der Semantik von Eigennamen. BrandomVsKripke: seine Frontstellung zwischen Millschem und Fregeschem Prinzip macht unklar, ob (Millsch):direkte Zuschreibung, direkte Referenz, also, daß nicht gestattet ist, auf etwas anderes als den Referenten zu rekurrieren.
Es scheint auch nicht vernünftig, andere Fälle so zu behandeln. "Dies" und andere Demonstrativa sind nicht wirklich "direkt referentiell" sondern benötigen implizite Sortale.
I 855
BrandomVsKripke: Unterschied deskriptiv/ kausalhistorisch ist in Ordnung, doch es wird finster, wenn er angeblich gezeigt haben soll, das seien zwei Betrachtungsweisen des Bezugs von Sprache und Bewußtsein auf die Welt. Denn das ist auf Prädikate nicht anwendbar! Niemals ist eine deskriptive Theorie der Bedeutung von Prädikaten aufgestellt worden! Mindestens die basalen Prädikate erhalten ihre Referenz durch Verbindung mit den Eigenschaften. (s. BrandomVsKant).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsKripke Burge Vs Kripke, Saul A.
 
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Cresswell II 150
Namen/Reichweite/Cresswell: normalerweise haben Namen eine weitere Reichweite als Modaloperatoren. Cresswell: das ist der „modale Einwand“ (VsKripke). Das muß übrigens nicht immer so sein, wenn man kontrafaktische Kontexte als modal betrachtet.
Ziff: Bsp „Wenn Harmon Gaskin gewesen wäre, dann...“ (Ziff 1977, 326).
KripkeVsVs: (1972, 279).
Beschreibungstheorie/Bach/Cresswell: (Bach 1981, 371) nennt sie „nominale Beschreibungstheorie“.
Namen/BurgeVsKripke: (1979, 412) dieser geht nicht auf Namen in Glaubenskontexten ein.
McGinnVsKripke: hat recht in Bezug auf den modalen Status, aber
II 151
Unrecht in Bezug auf den epistemischen Status von Namen.

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsKripke Davidson Vs Kripke, Saul A.
 
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Esfeld I 67
DavidsonVsKripke’s Wittgenstein: (1990) pro Kripke: 1991. pro weite Lesart dessen, was eine Privatsprache ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKripke Dummett Vs Kripke, Saul A.
 
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Wolf II 361
starre Designatoren/DummettVsKripke: (mit Frege): in modalen Kontexten: Kennzeichnungen: so aufzufassen, dass sie den Modaloperator ausschließen, Eigennamen: MO einschließen Bsp Kripke: Hl. Anna hätte nicht Mutter Mariä sein müssen wohl aber Heilige Anna, DummettVsKripke: "St. Anna" ist kein Prädikat, kein Kandidat dafür, eine akzidentelle Eigenschaft von jemand zu sein.
BurckhardtVsDummett: falsche Begründung: Hl.Anna" einfach starrer Designator pro Dummett: bei wesentlichen Eigenschaften ist es anders.
- - -
Stalnaker I 173
DummettVsKripke: (1973,232) es kann keinen Eigennamen geben, dessen ganzer Sinn darin besteht, ein Objekt als Referent zu haben, ohne Sinn (sense) der das Objekt irgendwie bestimmt. Stalnaker: was für ein Argument könnte zeigen, dass wir nicht nur keine solche Sprache sprechen, sondern es auch gar nicht könnten?

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKripke Evans Vs Kripke, Saul A.
 
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Gareth Evans
I 310
Namen/Beschreibungstheorie/EvansVsKripke: es gibt zwei Beschreibungstheorien, die er nicht unterscheidet: 1. BT der Sprecher Bezeichnung: der Name N bezeichnet bei einer bestimmten Gelegenheit seiner Verwendung durch einen Sprecher S genau dann x, wenn x dasjenige ist, dass als einziges alle oder die meisten Beschreibungen  erfüllt. (Bündeltheorie).
2. Die BT dessen, was ein Name bezeichnet: das was aus einer Menge von Meinungen aus einer Gruppe von Sprechern entnommen werden kann, die glauben und intendieren, dass sie einen Namen zur Bezeichnung desselben Dings verwenden.
Das impliziert nicht, daß jeder Sprecher im Besitz der Beschreibung sein muss.
EvansVsKripke: daß er die beiden nicht unterscheidet, sieht man daraus, dass er manchmal auf Sprecher Beschreibungen bezug nimmt, manchmal auf den beunruhigenden Begriff des "Idiolekts".
I 311
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, dass die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört!
I 312
Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel. Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Bsp zeigen nicht, dass sie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. um etwas zu sagen, muss man auf jemand oder etwas zielen.
2. um eine Intention zu haben, muss man im Besitz einer Beschreibung sein.
I 317
Kriterien/EvansVsKripke: die Kriterien für "Über wen glaubt er etwas?" weichen dramatisch von denen für "Wer ist der ursprüngliche Namensgeber?" ab.
I 323
Kausaltheorie/EvansVsKripke: wie K.: die Absurdität liegt im Fehlen jeglicher kausaler Verbindung. Aber er hat die kausale Relation falsch lokalisiert: Evans These es geht um die kausale Relation zwischen den Zuständen und Verhaltensweisen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers nicht zwischen dem Getauftsein und der gegenwärtigen Verwendung. (Schlechte Philosophie des Geistes).
Bsp in einem Lehrbuch heißt es: Arthur hat einen Sohn Anir gehabt, den "die Legende vielleicht mit seiner Begräbnisstätte verwechselt hat".
VsKripke: wenn dieser nun sagt, daß diejenige Teilgruppe, die sagen, Anir sei eine Begräbnisstätte, eine Person bezeichnen könnten (!) so spricht wenig für diesen Begriff!
I 324
Evans These "beabsichtigter Referent" ist typischerweise eine notwendige (aber nicht hinreichende) Bedingung dafür, daß x die Quelle des kausalen Ursprungs der Informationsmenge sein muß, die S mit dem Namen x assoziiert. - - -
Wolf II 30
Namen/EvansVsKripke: sowohl VsBeschreibungstheorie als auch VsKausaltheorie. Pro Beschreibungstheorie: Referenz ist im allgemeinen durch Informationsmenge bestimmt, die man den Verwendern entnehmen kann.
Evans: Name steht für den Gegenstand, der die meisten Informationen kausal verursacht hat. Aber nicht Kausalkette! Sondern Kausalzusammenhang zwischen Zuständen und Tätigkeiten des Gegenstands und der Informationsmenge der Sprecher.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsKripke Frege Vs Kripke, Saul A.
 
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Stalnaker II 14
diagonalisierte Proposition/Stalnaker: ist eigentlich keine besondere Art Proposition, sondern nur eine Weise, wie eine Proposition bestimmt oder repräsentiert wird. FregeVsKripke/Stalnaker: bei Frege wird ein Sinn zwischengeschaltet, der den Referenten als Funktion gewisser empirischer Tatsachen über den Gebrauch von Namen bestimmt.
kontingent a priori/notwendig a posteriori/zwei-dimensionale Semantik/Stalnaker: in solchen Fällen divergiert der modale Status der horizontalen und der diagonalen Proposition.
zwei-dimensionale Semantik/Stalnaker: offenbart nichts über die Natur solcher Fälle, sie zeigt nur eine abstrakte Eigenschaft solcher propositionaler Begriffe.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKripke Hacking Vs Kripke, Saul A.
 
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I 156
Taufe/Namen/HackingVsKripke: wirkliche Gemeinschaften lassen Taufzeremonien außer Acht, wenn es ihnen so passt.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsKripke Leibniz Vs Kripke, Saul A.
 
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I 121
Mögliche Welt/MöWe/LeibnizVsKripke: andere mögliche Welten können also nicht Welten von anderen Möglichkeiten sein (sonst wäre diese (unsere) Welt (WiWe) keine Welt, sondern nur eine Teilmenge).
I 122
Man darf die Dinge der Welt nicht durch mehrere Welten vermehren, denn es gibt deren keine Zahl, die nicht in dieser einen Welt, ja sogar in jedem ihrer Teile ist. Eine andere Gattung existierender Dinge einzuführen heißt den Begriff der Existenz zu missbrauchen.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsKripke Lewis Vs Kripke, Saul A.
 
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V 251/252
Ereignis/Kennzeichnung/Beschreiben/Benennen/Lewis: wird meist durch akzidentelle Eigenschaften spezifiziert. Auch wenn es sogar klar ist, was es bedeutete ,es durch sein Wesen zu spezifizieren. Ein Ereignis trifft z.B. auf eine Kennzeichnung zu, hätte sich aber auch ereignen können, ohne auf die Beschreibung zuzutreffen.
Def Ereignis/Lewis: ist eine Klasse, die aus einer Region dieser Welt zusammen mit verschiedenen Regionen von anderen möglichen Welten (MöWe) besteht, in denen sich das Ereignis hätte ereignen können. (Weil Ereignisse immer kontingent sind).
Was der Beschreibung in einer Region entspricht, entspricht ihr nicht in einer anderen Region (einer anderen MöWe).
Man kann nie ein vollständiges Inventar der möglichen Beschreibungen (Kennzeichnungen) eines Ereignisses erreichen.
1. künstliche Beschreibung: Bsp "das Ereignis, das im Urknall besteht wenn Essendon das Endspiel gewinnt, aber die Geburt von Calvin Coolidge, wenn nicht". "p > q, sonst r".
2. teils durch Ursache oder Wirkungen
3. durch Referenz auf den Ort in einem System von Konventionen Bsp Unterschreiben des Schecks
4. Vermischung von wesentlichen und akzidentellen Elementen: Singen, während Rom brennt. Bsp Tripel Eigenschaft, Zeit, Individuum, (s.o.).
5. Spezifikation durch einen Zeitpunkt, obwohl das Ereignis auch früher oder später hätte vorkommen können
6. obwohl Individuen wesentlich involviert sein können, können akzidentell zugehörige Individuen herausgehoben werden.
7. es kann sein, dass ein reiches Wesen eines Ereignisses darin besteht, zu schlendern, aber ein weniger fragiles (beschreibungsabhängiges) Ereignis könnte lediglich akzidentell ein Schlendern sein. (s) Und es kann unklar bleiben, ob das Ereignis nun wesentlich durch Schlendern charakterisiert ist.
8. ein Ereignis, das ein Individuum wesentlich involviert, mag gleichzeitig akzidentell ein anderes Involvieren: Bsp ein bestimmter Soldat, der zufällig zu einer bestimmten Armee gehört, Das entsprechende Ereignis kann nicht in Regionen vorkommen, wo es kein Gegenstück zu diesem Soldat gibt, wohl aber, wenn es ein GS von dem Soldaten gibt, dieses aber zu einer anderen Armee gehört.
V 253
Dann wird die Armee akzidentell involviert, über die Weise ihres Soldaten. 9. Wärme: nichtstarrer Designator (nonrigid): (LewisVsKripke):
nicht starr: was immer diese Rolle hat: was immer die und die Manifestation hervorbringt.
Bsp Wärme hätte auch etwas anderes als Molekülbewegung sein können.
Lewis: in einer MöWe, wo Wärmefluss die entsprechenden Manifestationen hervorbringt, sind heiße Dinge solche, die eine Menge Wärmefluss haben.
- - -
Schwarz I 55
Wesen/Kontextabhängigkeit/LewisVsKripke/SchwarzVsKripke: in bestimmen Kontexten können wir durchaus fragen, Bsp wie es wäre, wenn wir andere Eltern gehabt hätten oder einer anderen Art angehörten. Bsp Statue/Ton: Angenommen, Statue und Ton existieren beide genau gleich lang. Sollen wir dann sagen, dass sie es trotz ihrer materiellen Natur schaffen, stets zu selben Zeit am selben Ort zu sein? Sollen wir sagen, dass beide gleich vie wiegen, aber zusammen nicht doppelt?
Problem: wenn man sagt, dass die beiden identisch sind, bekommt man Ärger mit den modalen Eigenschaften: Bsp das Stück Lehm hätte auch ganz anders geformt sein können, die Statue aber nicht – umgekehrt:
I 56
Bsp die Staute hätte aus Gold bestehen können, aber der Ton hätte nicht aus Gold bestehen können. Gegenstück Theorie/GT/Identität: Lösung: die relevante Ähnlichkeitsrelation hängt davon ab, wie wir auf das Ding Bezug nehmen, als Statue oder als Lehm.
Gegenstück Relation: Kann (anders als Identität) nicht nur vage und variabel, sondern auch asymmetrisch und intransitiv sein. (1968,28f): Das ist die Lösung für
Def Chisholms Paradox/Schwarz: (Chisholm, 1967): Bsp Angenommen, Kripke könnte unmöglich ein Rührei sein. Aber sicher könnte er ein wenig rühreiartiger sein, wenn er ein wenige kleiner und gelber wäre! Und wäre er ein bisschen mehr so, dann könnte er auch noch mehr so sein. Und es wäre seltsam, wenn er in jener MöWe nicht wenigstens ein kleines bisschen kleiner und gelber sein könnte.
GT/Lösung: weil die GR intransitiv ist, folgt aber keineswegs, dass am Ende Kripke ein Rührei ist. Ein GS eines GS von Kripke muss nicht ein GS von Kripke sein. (1986e,246)
I 57
KripkeVs Gegenstück-Theorie/KripkeVsLewis: Bsp wenn wir sagen „Humphrey hätte die Wahl gewinnen können“ reden wir nach Lewis eben nicht von Humphrey, sondern von jemand anderem. Und nichts könnte ihm gleichgültiger sein („he couldn’t care less“). (Kripke 1980,44f). Gegenstück/GT/SchwarzVsKripke/SchwarzVsPlantinga: die beiden Einwände missverstehen Lewis: Lewis behauptet nicht, dass Humphrey die Wahl nicht hätte gewinnen können, im Gegenteil: „er hätte die Wahl gewinnen können“ steht genau für die Eigenschaft, die jemand hat, wenn eins seiner Gegenstücke die Wahl gewinnt. Diese Eigenschaft hat Humphrey, kraft seines Charakters. (1983d,42).
Eigentliches Problem: wie macht Humphrey das, dass er in der und der MöWe die Wahl gewinnt?
Plantinga: Humphrey hätte gewonnen, wenn der entsprechenden MöWe (dem Sachverhalt) die Eigenschaft des Bestehens zukäme.
Lewis/Schwarz: diese Frage hat mit den Intuitionen auf die sich Kripke und Plantinga berufen, nichts zu tun.
- - -
Schwarz I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Lösung/Lewis: seine Beschreibungstheorie der Namen erlaubt, dass Bsp „Gödel“ nur eine zentrale Komponente hat: nämlich dass Gödel am Anfang der Kausalkette steht. Damit steht die Theorie nicht mehr im Widerspruch zur Kausaltheorie der Referenz. (1984b,59,1994b,313,1997c,353f,Fn22).
((s)Vs: aber nicht die Kennzeichnung „steht am Anfang der Kausalkette“, denn das unterscheidet einen Namen nicht von irgendeinem anderen. Andererseits: „am Anfang der Gödel Kausalkette“ wäre nichtssagend.)
Referenz/LewisVsmagische Theorie der Referenz: wonach Referenz eine primitive, irreduzible Beziehung ist, (vgl. Kripke 1980,88 Fn 38), so dass wir, selbst wenn wir alle nicht semantischen Tatsachen über uns und die Welt wüssten, immer noch nicht wüssten, worauf unsere Wörter sich beziehen, nach der wir dazu spezielle Referenz o Meter bräuchten, die fundamentale semantische Tatsachen ans Licht bringen.
Wenn die magische Theorie der Referenz falsch ist, dann genügt nicht semantische Information im Prinzip, um uns zu sagen, worauf wir uns mit Bsp „Gödel“ beziehen: „wenn die Dinge so und so sind, bezieht sich „Gödel“ auf den und den“. Daraus können wir dann eine Kennzeichnung konstruieren, von der wir a priori wissen, dass sie Gödel herausgreift.
Diese Kennzeichnung wird oft indexikalische oder demonstrative Elemente enthalten, Verweise auf die wirkliche Welt.
I 224
Referenz/Theorie/Namen/Kennzeichnung/Beschreibungstheorie/LewisVsPutnam/LewisVsKripke/Schwarz: Bsp unsere Bananen Theorie sagt nicht, dass Bananen zu allen Zeiten und in allen MöWe im Supermarkt verkauft werden. Bsp unsere Gödel Theorie sagt nicht, dass Gödel in alle MöWe Gödel heißt. ((s) >Deskriptivismus). (KripkeVsLewis: doch: Namen sind starre Designatoren). LewisVsKripke: bei der Auswertung von Namen im Bereich von Temporal und Modaloperatoren muss man berücksichtigen, was in der Äußerungssituation die Kennzeichnung erfüllt, nicht in der MöWe oder in der Zeit, von der gerade die Rede ist. (1970c,87,1984b,59,1997c,356f)
I 225
A posteriori Notwendigkeit/Kripke/Schwarz: könnte es nicht sein, dass Wahrheiten über Schmerzen zwar auf physikalisch biologischen Tatsachen supervenieren und damit notwendig aus diesen folgen, dass uns diese Beziehung aber nicht a priori oder durch Begriffsanalyse zugänglich ist? Die Reduktion von Wasser auf H2O ist schließlich nicht philosophisch, sondern wissenschaftlich. Schwarz: wenn das stimmt, macht sich Lewis die Arbeit unnötig schwer. Als Physikalist müsste er nur behaupten, dass phänomenale Begriffe in nicht phänomenalem Vokabular analysierbar sind. Man könnte auch die Analyse von Naturgesetzen und Kausalität sparen. Er könnte einfach behaupten, diese Phänomene folgten notwendig a posteriori aus der Verteilung lokaler physikalischer Eigenschaften.
a posteriori notwendig/LewisVsKripke: das ist inkohärent: dass ein Satz a posteriori ist, heißt, dass man Information über die aktuelle Situation braucht, um herauszufinden, ob er wahr ist. Bsp dass Blair der tatsächliche Premierminister ist (tatsächlich eine a posteriori Notwendigkeit) muss man wissen, dass er in der aktuellen Situation Premierminister ist,
Schw I 226
was wiederum eine kontingente Tatsache ist. Wenn wir genügend Information über die ganze Welt haben, könnten wir im Prinzip a priori entnehmen, dass Blair der tatsächliche Premierminister ist. A posteriori Notwendigkeiten folgen a priori aus kontingenten Wahrheiten über die aktuelle Situation. (1994b,296f,2002b, Jackson 1998a: 56 86), s.o. 8.2)

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsKripke McDowell Vs Kripke, Saul A.
 
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I 119
Bedeutung/McDowell: wir dürfen sie nicht "sozialpragmatisch" oder "kommunitaristisch" konstruieren. (hat Wittgenstein auch nicht). Sonst ist sie nicht mehr autonom. Ungezügelter Platonismus wäre hier ein Hang zum Okkulten.
Wittgenstein: hat nicht behauptet, daß Bedeutung nichts anderes wäre als Zustimmung oder Ablehnung durch die Gemeinschaft! (>Kripke).
I 120
Kripkes Wittgenstein/McDowellVsKripke: kommt zu dem Ergebnis, daß es nichts gibt, was die Empfänglichkeit für die Forderung konstituiert, die die Bedeutung an uns stellt, statt dessen müssen wir die Rolle des Gedankens in unserem Leben mittels unserer Partizipation in der Gemeinschaft verstehen. Quietismus/Wittgenstein/McDowellVsKripke: dieser nimmt Wittgensteins Quietismus nicht wahr: seine Haltung, Probleme als unlösbar zu akzeptieren. Ablehnung einer konstruktiven oder doktrinären Ambition.
- - -
Wright I 264
McDowells Wittgenstein: möchte Fluchtweg aus der Debatte erschließen. Regelfolgen/Kripke: bei Wittgenstein: "Skeptisches Paradox": macht jede Möglichkeit zunichte, dass Regeln und Bedeutungen reale Einschränkungen umfassen.
Wright: Am Ende bleibt der Versuch, sich mit der Charybdis über Wasser zu halten.
McDowellVsKripke: Irrtum, die Zerstörung der Skylla (Platonismus, göttlicher Standpunkt) als Kern der logischen Auseinandersetzung über Regeln zu verstehen. In Wirklichkeit handelt es sich bei der Zerstörung bloß um einen logischen Satz.
McDowell: Wittgensteins Anliegen war, zu zeigen, dass beide Hörner auf einer überhöhten Konzeption von Tatsache und Objektivität beruht.
Kripkes Wittgenstein/Wright: McDowell wird Kripke nicht in allen Punkten gerecht.
I 265
Es ist nicht klar, ob die skeptische Argumentation auf die Zerstörung der Skylla (göttlicher Standpunkt, Überbewertung der Regeln) beschränkt werden kann. "Skeptisches Paradox": 1. Schritt: Debatte über irgendeine Scheinbehauptung. Bsp dass ich in der Vergangenheit mit "+" formal Addition gemeint habe. Dann muss ich das gegen einen Skeptiker verteidigen.Nun sollte man folgern, dass auch dann, wenn ich diesen Streit verlöre, keinerlei Schlussfolgerung über die Realität von Bedeutungen, Regeln usw. absehbar wäre. Also wäre die Epistemologie von Behauptungen über Bedeutung unter dem Druck der Skepsis um nichts verständlicher als die Epistemologie der Vergangenheit oder der materiellen Welt oder des Fremdpsychischen es immer noch ist.
Das wäre jedoch ein Irrtum!
Tradition: beharrt auf der grundsätzlichen Unzugänglichkeit des Fremdpsychischen.
Daher muss die Auseinandersetzung mit Kripkes Skeptiker unter den Bedingungen kognitiver Idealisierung vor sich gehen.
Bsp Bei dem Versuch zu rechtfertigen, dass ich in der Vergangenheit mit "+" Addition meinte, wird mir die vollkommene Wiedergabe aller Aspekte meines mentalen Lebens zugestanden. Alle relevanten Tatsachen müssten sich ja in meinem Verhalten und mentalen Leben zeigen, und daher für mich greifbar sein.
Wenn ich nun trotzdem verliere, zeigt sich damit, dass es keine solchen Tatsachen gibt.
Daraus wird dann gefolgert, dass es auch keine Tatsachen mit Bezug darauf gibt, was ich in der Gegenwart meine! Und was irgend jemand in der Gegenwart meint! Und daher auch keine Tatsachen mit Bezug darauf, was irgend ein Ausdruck bedeutet! (> Bedeutung).
I 266
Wright: In der Argumentation tritt keinerlei Überobjektivierung des Wesens der Regeln als Prämisse auf! Einzige Annahme: dass Tatsachen über meine früheren Bedeutungen in meinem Verhalten aufgetreten sein müssen.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsKripke Putnam Vs Kripke, Saul A.
 
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I 35
Namen/Kripke/Putnam: zentraler Punkt: man kann einen Eigennamen verwenden, um auf ein Ding oder eine Person zu referieren, ohne wahre Überzeugungen bezüglich X zu haben!
I 36
Der Gebrauch des Namens schließt die Existenz einer Kausalkette ein. PutnamVsKripke: richtig: Wissen eines Sprechers muss die Referenz in seinem Idiolekt überhaupt nicht festlegen!
Der Gebrauch von Namen ist gemeinschaftlich!
Nun könnte man sagen, dass Termini für physikalische Größen auch Eigennamen sind, nicht von Dingen, sondern von Größen!
- - -
I 189
Wesen/Essenz/Kripke: Bsp Statue: die Statue und das Stück Ton sind zwei Gegenstände! Die Tatsache, dass das Stück Ton eine modale Eigenschaft besitzt, nämlich, "ein Ding zu sein, das kugelförmig gewesen sein könnte" fehlt der Statue.
VsKripke: das hört sich zunächst merkwürdig an: Bsp wenn ich die Statue auf die Waage stelle, messe ich dann zwei Gegenstände?
Bsp Ebenso merkwürdig ist es auch zu sagen, ein menschliches Wesen sei nicht mit der Aggregation seiner Moleküle identisch.
Intrinsische Eigenschaften/Putnam: Bsp Angenommen es gäbe "intrinsische Verbindungen" meiner Gedanken zu äußeren Gegenständen: dann gibt es vielleicht in meinem Gehirn einen Raumzeitbereich mit mengentheoretischen Verbindungen mit einem abstrakten Gegenstand, der gewisse äußere Gegenstände beinhaltet.
Dann wird dieser Raumzeit Bereich ähnliche mengentheoretische Verbindungen mit anderen abstrakten Entitäten haben, die andere äußere Gegenstände beinhalten.
Dann kann der Materialist sicherlich sagen, dass meine "Gedanken" gewisse äußere Gegenstände intrinsisch beinhalten, indem er diese Gedanken mit einer bestimmten abstrakten Entität identifiziert.
Problem: wenn diese Identifikation aber ein Zug der Wirklichkeit selbst sein soll, dann muss es in der Welt wirklich Essenzen in einem Sinn geben, den die Mengenlehre nicht erklären kann.
Wesen/wesentliche Eigenschaften/PutnamVsKripke: Kripkes Ontologie setzt Essentialismus voraus, sie kann nicht dazu dienen, ihn zu begründen.
Modale Eigenschaften sind kein Teil der materialistischen Einrichtung der Welt..
Aber Kripke individuiert Gegenstände durch ihre modalen Eigenschaften.
wesentliche Eigenschaften/Mögliche Welten/MöWe/Putnam: ich selbst habe (1975) von "wesentlichen Eigenschaften" gesprochen, aber nicht in parallelen Welten, sondern in anderen möglichen Zuständen unserer Welt.
Bsp Wir können uns eine andere "mögliche Welt" (nicht parallel) vorstellen, in denen eine andere Flüssigkeit als Wasser den Geschmack von Wasser hat, aber keine, in der Wasser nicht H2O ist!
Das ist insofern eine Art Essentialismus, als wir damit die Natur von Wasser entdeckt haben.
Wir sagen einfach, Wasser soll nichts anderes sein!
I 192
Und das war auch schon unsere Intention, als wir die Zusammensetzung H2O noch nicht kannten. Wesen/Essenz/Putnam: ist in diesem Sinn aber das Produkt unserer Verwendung des Wortes! Es ist nicht "in die Welt eingebaut"!
Wesen/Kripke/Putnam: so begründet es auch Kripke.
Putnam: unser beider Auffassung vom "Wesen’" hilft dem Materialisten nicht!
Diese rein semantische Lesart setzt die Referenz voraus! Sie kann die Referenz nicht als "intrinsische Entsprechung" zwischen Gedanke und Ding" unterstützen.
- - -
I 246
Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung. PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben. Und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.
- - -
Rorty VI 129/130
Kausaltheorie der Referenz: PutnamVsKripke/Rorty, auch Selbstkritik, PutnamVsPutnam): die Beschreibung der kausalen Beziehungen zwischen einem Etwas und sonstigen Dingen ist nichts anderes als die Beschreibung von Merkmalen, die weder in höherem noch geringeren Maße in einem "intrinsischen" oder "extrinsischen" Verhältnis zu ihm stehen. So auch das Merkmal "von einem Menschen beschrieben zu sein". PutnamVsSearle: Vs Unterscheidung "intrinsisch"/"relational".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKripke Quine Vs Kripke, Saul A.
 
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Willard V. O. Quine
Putnam I 247
Def "kleiner Realismus"/Putnam: („realism with a small r"): hier bedeutet zu sagen, was wir sagen und zu tun, was wir tun ein "Realist" zu sein. Das bringt aber Probleme mit Realismus und "Wirklichkeit":
Wirklichkeit/Realismus/Wittgenstein: (Bäume und Stühle), "die dies und das, auf die wir zeigen können" sind Paradigmen für das, was wir wirklich nennen. (1971, Vorlesung 25).
Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit Stellen/Putnam: hier sind Kripke, Quine, Lewis uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit Bereich, den er einnimmt?
Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit Bereich.
KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton). Der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit Bereich einnehmen können!
QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind.
Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft.
LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. (Nicht "genau dieser Stuhl" im Sinne des logischen Begriffs der Identität (=).).
Putnam: also gibt es drei Fragen:
1. ist der Stuhl mit der Materie identisch oder koexistiert der Stuhl irgendwie in dem Raumzeit Bereich mit der Materie?
2. Ist die Materie mit den Feldern identisch?
3. Sind die Felder mit den Raumzeit Bereichen identisch?
Putnam: diese Fragen sind wahrscheinlich alle drei unsinnig, zumindest aber die erste!
- - -
Quine II 209 ff
Replik auf Saul Kripke Der Begriff der möglichen Welt (MöWe) hat einen Beitrag geleistet zur Semantik der Modallogik. Kripke: bedeutungsvolle Modelltheorie der Modallogik.
Def Modelle/Quine: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise. Sie haben auch heuristischen Wert, aber eine Erläuterung bieten sie nicht. >Modell.
II 210
Sie mögen noch so klar sein, sie können uns dennoch völlig im Dunkeln lassen hinsichtlich der primären, intendierten Interpretation. QuineVsKripke: bei MöWe folgende Fragen: 1. wann sind Gegenstände zwischen verschiedenen Welten gleichzusetzen, 2. wann ist ein Bezeichnungsausdruck starr, 3. wo ist metaphysische Notwendigkeit auszusagen?
Die Art, in der sich Kripke auf Bischof Butler beruft, ist verblüffend:
"Wie Bischof Butler gesagt hat, "Alles ist, was es ist und nicht ein ander Ding". Also wird "Wärme ist Molekularbewegung" nicht kontingent sondern notwendig sein." (Kripke S. 160)
QuineVsKripke: Ich kann den Bischof auch meinen eigenen Zwecken entsprechend interpretieren: Alles ist, was es ist, frag nicht, was es sein kann oder sein muss.
MöWe/QuineVsKripke: ermöglichen Widerspruchsfreiheitsbeweise, aber keine eindeutige Interpretation wann sind Gegenstände gleich? Bischof Buttler ("kein ander Ding"): Identität folgt nicht notwendig.
Kripke zur Identität von Geist und Körper: Der Identitätstheoretiker, der meint, Schmerz sei der Gehirnzustand...muss behaupten, dass wir uns täuschen, wenn wir denken, es sei vorstellbar, Schmerzen hätten ohne Gehirnzustände existieren können.
...Der Materialist sieht sich also einem überaus kniffligen Einwand gegenüber: er muss nachweisen, dass etwas, dessen Möglichkeit wir für vorstellbar halten, in Wirklichkeit nicht möglich ist.
QuineVsKripke: nur insoweit der Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt, wird er die Kniffligkeit von Kripkes Einwand spüren. Ich kann Kripke dankbar so lesen, dass er mich in meinem Bestreben unterstützt, zu zeigen, was für ein verwickeltes Netz der Vertreter des Modalitätsgedankens flicht.
II 210f
KripkeVsIdentitätstheorie: vorstellbar: Schmerz ohne Gehirnzustand für Materialisten schwierig auszuschließen QuineVsKripke: nur schwierig, wenn Materialist an metaphysische Notwendigkeit glaubt.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsKripke Rorty Vs Kripke, Saul A.
 
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Richard Rorty
I 318
Referenz/RortyVsPutnam/RortyVsKripke: verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«. Rorty: nach meiner Auffassung stellt sich das Problem gar nicht. Die einzige Tatsachenfrage, die es hier gibt, betrifft die Existenz oder Nichtexistenz bestimmter Entitäten, über die gesprochen wird.
I 320
Fiktion/Referenz/RortyVsKripke/RortyVsPutnam: natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verschiedenen Strategien getroffen hat. Referenz ist ein technischer Terminus und daher haben wir über ihn überhaupt keine Intuitionen! Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins!
Man kann nicht nur über nichtexistente Entitäten sprechen, sondern man kann auch herausfinden, dass wir in Wirklichkeit über sie gesprochen haben! In Wirklichkeit über X sprechen und über ein wirkliches X sprechen ist ja nicht dasselbe.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKripke Searle Vs Kripke, Saul A.
 
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John R. Searle
Wolf II 30
Namen/Verstehen/Searle: zum Verstehen gehört das Wissen einer oder mehrerer Kennzeichnungen. Extremfall: einfach den Gegenstand erkennen. Intentionale Beziehung. SearleVsKripke: überspringt die Intentionalität.
Searle: Verwendung von Namen ist "mentale Referenz" in einem Netzwerk anderer intentionaler Zustände und vor einem Hintergrund von Praxis und präintentionaler Annahmen.
- - -
Searle II 292
SearleVsKripke: die Darstellung der Taufe ist völlig deskriptivistisch. Sie gibt uns entweder einen intentionalen Gehalt in sprachlicher Form ( Kennzeichnung) oder liefert uns den intentionalen Gehalt einer Wahrnehmung ostensiv.
II 293
Übrigens verwendet Kripkes Theorie keine kausale Verknüpfung zwischen der bezugnehmenden Verwendung von Namen und den benannten Gegenständen. Die Kausalketten sind nicht rein, jeder Sprecher muss darüber hinaus ein intentionalistisches Element haben und die Absicht, über den Gegenstand zu sprechen. SearleVsKripke: Taufe sollte wohl keine Verursachung sein, sonst würden wir eine erfolgreiche Bezugnahme mit einer Kette erfolgreicher Bezugnahmen erklären. Das wäre zirkulär.
II 294
Namen/Donnellan:(ähnlich Kripke) postuliert eine "historisch richtige Erklärung", und zweitens "wer das ist, von dem" der Sprecher etwas prädizieren wollte. Das verlangt einen allwissenden Beobachter. Bsp "Sokrates hatte eine Stupsnase".
Nach Donnellan verdankt sich das offenkundig überhaupt keiner Tatsache, die von uns handelt, mit Ausnahme der Kausalkette. Aber wonach hält der allwissende Beobachter Ausschau?
Searle: sicher nach intentionaler Verursachung und Gehalt. Es gibt immer Gegenbeispiele von Namen, die so überhaupt nicht funktionieren.
II 295
Namen/Rorty: Kausaltheorie braucht bloß "gewöhnliche physische Verursachung". Namen/Gareth Evans: Bsp Madagaskar bezog sich ursprünglich auf einem Teil Kontinentalafrikas. Die Kausalkette ist also eine abweichende. Warum bezieht sich der Name dann heute auf die Insel?
II 296
Namen/Beschreibung/SearleVsKripke: Bsp Concise Biographical Dictionary: "Ramses VIII. ist ein Pharao aus einer Reihe von Pharaonen in der Antike, über den nichts bekannt ist." In Wirklichkeit zeigt das Beispiel, dass eine Menge über ihn bekannt ist. Ja, er gibt fast einen Idealfall für die naivste Fassung der Beschreibungstheorie ab.
II 346
Eine perfekte identifizierende Beschreibung. Sie ist parasitär gegenüber anderen Sprechern, aber sie reicht aus. SearleVsKausaltheorie/VsKripke: sie übertreibt die Analogie zwischen Bezugnahme und Wahrnehmung.
Wahrnehmung: ist an jedem einzelnen Punkt an die Welt genagelt. Durch die kausale Selbstbezüglichkeit des intentionalen Gehalts.
II 297
Doch bei Namen besteht diese Art der Verursachung (auch der intentionalen Verursachung) nicht. Die Bedingungen für eine erfolgreiche Verwendung eines Namens können erfüllt sein, auch ohne kausale Verbindung.
II 298
Bsp Stamm mit dem Tabu des Redens über Tote, und Taufe von Neugeborenen, an denen alle teilnehmen müssen. Erfüllt die deskriptivistische Theorie.
II 346
Das Lehren der Namen legt einen intentionalen Gehalt fest, aber keine Definition.
II 300
Bsp Meteorologen können Stürme vorhersagen. Sie vergeben auch Namen. Aber die zukünftigen Ereignisse können die Namensverwendungen nicht verursachen. - - -
Searle IV 179
KripkeVsDonnellan: (ähnlich Searle): Unterscheidung Sprecherbezug/semantischer Bezug: falls der Sprecher irrt, kann der semantische Bezug auf etwas anderes als das gehen, worüber er spricht.
IV 179/180
Searle: allerdings ist das nicht ganz richtig: Bsp "König"/Usurpator: der Sprecher muss noch nicht einmal der Ansicht sein, der Gegenstand erfülle die Kennzeichnung. Kripke: in einem gegebenen Idiolekt ist der semantische Bezug (ohne indexikalische Anteile) durch eine allgemeine Absicht des Sprechers bestimmt.
Der Sprecherbezug ist durch eine spezifische Absicht bestimmt.
SearleVsKripke: genau hier bleibt der Ansatz stecken: in dem Sinn, indem ich allgemeine und auch spezifische Absichten habe, habe ich gar keine allgemeinen Absichten gegenüber Kennzeichnungen. Wenn ich welche brauchte, müsste ich unendlich viele davon haben.
Bsp (ohne Index): "Der Mann, der am 17.6.53 um 10 Uhr auf dem Empire State Building ein Schinkenbrot isst". Nach Kripke ist das in meinem Idiolekt durch meine allgemeine Absicht bestimmt.
IV 181
Searle: Ich weiß, was der Ausdruck bedeutet, weil ich weiß, was der Fall sein müsste, wenn es richtig wäre, ihn anzuwenden. SearleVsKripke: darüber hinaus sind keine allgemeinen Absichten notwendig.
Es gibt auch unendlich viele Fälle, in denen ich keine allgemeine Absicht habe.
- - -
Stalnaker I 173
SearleVsKripke: (1969, 93) es ist falsch anzunehmen, dass es eine Klasse von logischen Eigennamen geben könnten, d.h. Namen, die einzig darin bestehen, ein bestimmtes Objekt als Referent zu haben. Es ist grundsätzlich falsch anzunehmen, dass es Zeichen gibt, die einfach nur Denotation, ohne Konnotation haben.
I 174
SearleVsKripke/Stalnaker: (1969,80) (wie Frege): beschreibt ein Axiom der Identifikation: „eine Verallgemeinerung von Freges Diktum, dass jeder referierende Ausdruck einen Sinn haben muss“.
I 175
Und das sei auch ein Versuch zu sagen, was die Fähigkeiten des Sprechers sind. Mill/Kripke/Stalnaker: scheinen das nicht zu beantworten.
Kompetenz/Fähigkeit/FregeVsMill/Stalnaker: Mill erklärt nicht die Fähigkeit des Sprechers, seinen Gegenstand herauszugreifen.
Stalnaker: das kann aber erst ernsthaft geprüft werden, wenn die beiden Fragen getrennt werden (s.o.).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKripke Strawson Vs Kripke, Saul A.
 
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Nagel I 72
I 72
Kripkes Wittgenstein/StrawsonVsKripke/Nagel: das verzerrt das Bild dessen, was Wittgenstein behauptet hat: es entspricht einfach nicht unserer evidentesten Erfahrung. Wir verstehen die Bedeutung dessen, was wir sagen und hören gut genug, um zumindest gelegentlichen in dem, was gesagt wurde, Inkonsistenzen und Folgerungen erkennen zu können, die ausschließlich dem Sinn oder der Bedeutung des Gesagten zuzuschreiben sind.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
VsKripke Wright Vs Kripke, Saul A.
 
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Esfeld I 122
Inferentialismus/Ich Du Beziehungen/Brandom/Esfeld: Problem: auch eine Gemeinschaft könnte willkürlich sein. Die Tatsache der Zustimmung könnten mit dem Recht der Zustimmung verwechselt werden. Das wird manchmal VsKripke erhoben.
WrightVsKripke: früher: die Gemeinschaft ist selbst keine Autorität. (Heute nicht mehr vertreten).
McDowellVsWright: was immer uns richtig erscheint, ist richtig!. Das bedeutet aber nur, daß wir hier nicht über "richtig" sprechen können!
Lösung/Esfeld: Ich Du Beziehungen: sind symmetrisch:
I 123
das läßt Raum für die Möglichkeit, daß die Gemeinschaft als ganze irren kann. sozialer Holismus/Pettit: der Mensch ist in Bezug auf Denken und Regelfolgen davon abhängig, daß es andere Menschen gibt. (Und zwar geht es dann immer um Beziehungen einzelner Menschen zueinander).
VsKollektivismus: der annimmt, daß die Gemeinschaft als ganze einen Einfluß auf ihre Mitglieder ausübt. (>Methode).
I 124
Pettit: s.Holismus ist eine kontingente These über die tatsächlichen Praktiken von uns Menschen. Esfeld: unsere Rekonstruktion soll hingegen auf alle MöWe zutreffen.
privates Regelfolgen/Pettit: ist von ihm offengelassen worden! Man kann auch in Isolation weiterhin Mitglied einer Gemeinschaft sein.
sozialer Holismus/Esfeld: impliziert nicht, daß eine Person, die in Isolation gerät, keine Überzeugungen mehr hat!
I 125
Dennoch ist der Begriff des "richtigen" Folgens dann nicht mehr anwendbar. Pointe: wenn die Gepflogenheiten der Gemeinschaft erst einmal internalisiert sind, könne man argumentieren, daß wirkliche Rückmeldung nicht mehr unerläßlich ist!
D.h. es gibt eine metaphysische Möglichkeit, daß die Konstituenten eines S (holistischen Systems) nicht länger von anderen Individuen ontologisch abhängig sind!
Bsp radikaler Robinson, der das ganze Leben in Isolation verbringt:
Kripke: ist liberal in Bezug auf einen solchen Fall. Wir könnten ihn in unsere Gemeinschaft aufnehmen und unsere Kriterien auch auf ihn anwenden. (s) Aber auch umgekehrt?
I 126
EsfeldVsKripke: wir können hier nicht so liberal sein. Es ist auch fraglich, ob die Behauptbarkeitsbedingungen für Regelfolgen wirklich erfüllt sind. Man kann vertreten, daß aich Kripkes Position direkte oder indirekte Interaktion einschließt. Privates Regelfolgen/Esfeld: weder die Wahrheitsbedingungen noch die Behauptbarkeitsbedingungen sind erfüllt.
- - -
Wright I 264
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/Regelfolgen/Kripke: bei Wittgenstein: "Skeptisches Paradox": macht jede Möglichkeit zunichte, dass Regeln und Bedeutungen reale Einschränkungen umfassen. Wright: Am Ende bleibt der Versuch, sich mit der Charybdis über Wasser zu halten. (Def "regelskeptische Charybdis ": Auffassung, nach der es überhaupt keine objektiven Erfordernisse gibt, die durch Regeln erzeugt werden, sondern ausschließlich natürliche uneingeschränkte menschliche Fähigkeiten . Also keine "allgemeine wirkliche Objektivität".)
I 265
Quietismus/Kripkes Wittgenstein/Wright: ist auf jeden Fall dem Quietismus verpflichtet: denn der Irrealismus (dass es keine Tatsachen bezüglich irgendwelcher Regeln gibt) muss sich zu einem umfassenden Irrealismus aufblasen.
I 266
Dann gibt es nirgendwo einschlägige Tatsachen in der Sache. Wenn es keine gehaltvollen Tatsachen gibt über das, was Sätze sagen, dann gibt es auch keine Tatsachen darüber, ob sie wahr sind, oder nicht. Ein Irrealismus der Bedeutung muss also einen Irrealismus der Wahrheit nach sich ziehen.
WrightVsKripke: das ist allerdings angreifbar: Es ist jedoch kein Irrtum der Sublimierung (auf eine höhere Ebene heben) der Regeln. Wenn irgendetwas ungeschützt ist gegen das skeptische Paradox, dann ist es ein humanisierter Platonismus nicht weniger als die überobjektivierte Version.
McDowells Skylla gehört gar nicht zur Szene der Kripkeschen Dialektik. Sie könnte höchstens auftauchen wenn dem Gegner ein Standpunkt verweigert wird. Damit würden dann aber die Behauptungen in der ersten Person als inferentiell dargestellt , Aber es ist ja doch so, dass das Wissen um frühere Bedeutungen zum größten Teil nicht inferentiell ist und keinerlei klar erkennbare Epistemologie besitzt.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsKripke Verschiedene Vs Kripke, Saul A. Wolf II 232
Identität/Schmidentität/VsKripke: einige haben behauptet, dass Identität nicht die Relation sein kann, die zwischen jedem Ding und ihm selbst und nur da besteht, weil das nicht die Nicht Trivialität von Identitätsaussagen erklären könnte. Kripke: "Test": wenn eine hypothetische Sprache diese Relation enthält und dieselben Probleme erzeugt werden, ist das keine Widerlegung dessen, dass "identisch mit" im Englischen für dieselbe Relation steht.
- - -
Stalnaker I 175
VsKausaltheorie/Namen/VsKripke/Stalnaker: wurde für ihre Vagheit kritisiert. Man müsste noch die Art der kausalen Verbindung spezifizieren, Kripke: These: er habe keine reduktionistische Analyse der Referenz geliefert, sondern nur ein alternatives Bild.
I 176
Kripke/Stalnaker: artikuliert eigentlich nur die naive Antwort, ohne die Details. VsMillsche Semantik/: ich werde ein Argument für die Unmöglichkeit einer Semantik, die den Referenten ohne zwischengeschalteten Sinn herausgreift untersuchen, das die beiden Fragen trennt und untersuchen, wo es Schwächen hat.
VsMill/VsKripke/Stalnaker: ein Argument VsMill behauptet, dass nicht jede wohldefinierte Sprache die Sprache einer Gemeinschaft sein kann. Z.B. so:
Sprache/VsMill/VsKripke: wenn die Semantik korrekt ist, müssen die Sprecher wissen, was sie sagen. Es mag sein, dass sie in Einzelfällen Wörter gebrauchen, die sie selbst nicht verstehen, aber
1.
a) wenn man gar nicht weiß, was man sagt, kann man auch nicht meinen was man sagt und b) wenn man das was Leute in einer Gemeinschaft sagen korrekt darstellt, muss man sagen, dass die Leute im allgemeinen meinen was sie sagen.
I 177
2. es könnte sein, dass wir einen semantischen Wert feststellen können ohne zu wissen was der Wert ist, sogar, dass niemand weiß, was der Wert ist.





K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKripke Martin Vs Kripke, Saul A.
 
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Arm II 189
MartinVsKripke: ich glaube - kann das aber hier nicht zeigen - dass mein Modell der reziproken Dispositions-Partner reich genug ist, um Modalität zu erklären und auch Regelfolgen. (KripkeVs). weiter Inhalt/Martin: "broad content": kann in der Gerichtetheit eines disp. Zustands S (mental oder nicht mental) gefunden werden, die sich auf ein Einzelding X richtet und nicht auf irgendein X artiges. Das X ist dann das einzige in der Nachbarschaft, das als reziproker Dispo-Partner fungieren kann.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsKripke Place Vs Kripke, Saul A.
 
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Arm II 160
Klassifikation/Wissen/PlaceVsKripke: Martins Bsp des alten Fischers, der Wale als Fische klassifiziert, obwohl er über das gesamte Wissen verfügt, zeigt, dass es nicht um eine mythische Taufe von natürlichen Arten im Sinne Kripkes gehen kann.
Arm II 66
Place: Kausal gesprochen: zu sagen, daß eine Situation kontingent von einer anderen abhängt, heißt zu sagen, daß die Relation zwischen ihnen kausal ist oder eben nicht kausal ist. Unabhängigkeit, kausale: = Nicht Kontingenz.
PlaceVsKripke: dieser vermengt diese beiden radikal verschiedenen Formen von Notwendigkeit, so verschwindet bei ihm der Begriff der Kontingenz.
notwendig/Kripke: Wärme = Molekülbewegung.
(II 67 Skinner: intuitive Urteile sind "Kontingenz förmig": Bsp wären alle Tische Apfelsinenkisten, dann wären die beiden Ausdrücke nicht logisch unabhängig. (s) dann wäre es keine Frage der Intuition?)
PlaceVsKripke: seine Gleichsetzung von Wärme und Molekülbewegung ist falsch, weil sie nicht zwischen kat und disp Eig unterscheidet!
a) kategorisch: die Wärme eines Körpers
b) disp, modal: die mögliche Wärmeübertragung (Wärmetransport) auf einen anderen Körper.)

Place I
U. T. Place
Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place Oxford 2004

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsKripke Bigelow Vs Kripke, Saul A.
 
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I 143
notwendige Identität/BigelowVskontingente Identität/Bigelow/Pargetter: wir sollten die Semantik entscheiden lassen und sagen, daß es einfach keine kontingente Identität gibt. ((s) BigelowVsKripke?).
kontingente Identität/Bigelow/Pargetter: anstatt die Semantik zu ändern, um sie doch zuzulassen sollten wir lieber erklären, warum es sie zu geben scheint: Bsp
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Bigelow/Pargetter: liefert ein Mittel, um kontingen mit notwendigen Identitäten zu versöhnen: Behauptungen der Form
Das F = das G
Können als kontingent analysiert werden, indem man sagt, daß die Eigenschaften F und G kontingenterweise von einem einzigen Ding ko-instantiiert werden. Das ist immer noch mit notwendiger Selbstidentität vereinbar.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsKripke Schiffer Vs Kripke, Saul A.
 
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Stephen Schiffer
I 175
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/SchifferVsKripke: Paradox/Schiffer: Lösung: normalerweise, indem man zeigt, dass einer der Sätze zurückgewiesen werden muss.
Kripkes Wittgenstein/Schiffer: stellen wir so kanonisch dar:
(P1)
(1) Gestern meinte Clem Addition statt Quaddition mit „plus“. (2) Aber es gibt nichts in Clems Vergangenheit, das feststellen könnte, dass er das eine anstelle des anderen meinte, es gibt einfach keine Tatsache.
(3). Aber (1) und (2) sind inkompatibel: wenn es keine Tatsache gab, die es festlegte, dann ist es nicht so, dass er in der Vergangenheit Addition statt Quaddition meinte.
(P2) Dasselbe für die Gegenwart.
I 176
Schiffer: wenn (P1) und (P2) paradox sind, dann auch (P3):
(1) Clem glaubt, dass es Löwen in Afrika gibt
(2) Aber es gibt nichts in Clems Vergangenheit, das festlegt, dass er das glaubt. Es gibt keine Tatsache des Glaubens über Clem, die das festlegt.
(3) Weil (1) und (2) inkompatibel sind, ist es nicht der Fall, dass er glaubt, dass es Löwen in Afrika gibt.
((s) Unterschied zu Kripkes Wittgenstein: dort heißt es in (3), dass er entweder Addition oder Quaddition glaubt (wobei Quaddition eine beliebige Abweichung sein kann). Aber in (P3) heißt es, dass er nicht glauben kann, dass es Löwen in Afrika gibt, und das müsste Clem selbst auffallen.). Also dass es nicht möglich ist, überhaupt eine Einstellung zu haben ist etwas anderes als die Unmöglichkeit den genauen Inhalt der Einstellung zu ermitteln).
Schiffer: auch hier kann man sagen, dass es weder eine „reduzierbare“ noch eine „irreduzible“ Tatsache gibt.
Pointe: wenn es für (P3) eine Lösung gibt, könnte sie auch für Kripkes Wittgenstein genutzt werden. Wie sähe die Lösung aus?
„direkte Lösung“/Kripkes Wittgenstein: wäre letztlich doch eine physikalistische Reduktion. Die viele wollen. Aber die ist unmöglich. Wir können Meinen nicht reduzieren.
Tatsache/Schiffer: wenn wir hier von Tatsache reden, dann von der nicht-pleonastischen, ontologisch ernstzunehmenden Tatsache, die es aber für Kripkes Wittgenstein nicht gibt.
Kripkes Wittgenstein/Lösung/Schiffer: sowohl (2) als auch (3) sind zweideutig im Hinblick auf „Tatsache“, sie kann hier pleonastisch oder nicht-pleonastisch gelesen werden.
pleonastisch: hier ist (3) wahr und (2) falsch: Clem meinte Addition und glaubt dass es Löwen in Afrika gibt, also ist es eine Tatsache, dass er das tut. ((s) im „überflüssigen“ , nicht-ontologischen Sinn von „Tatsache“.)
nicht-pleonastisch: hier ist (2) wahr und (3) falsch: es gibt in der Tat keine objektive sprach-unabhängige Tatsache, die festlegt, dass Clem das und das meint oder glaubt.
Nonfaktualismus/Lösung: es gibt keine Eigenschaft die ontologisch oder begrifflich von dem Prädikat getrennt und durch es ausgedrückt wird.
I 177
Glaubens-Prädikat/propositionale Einstellung: Bsp „meint mit „plus“ die Addition“ Bsp „glaubt, dass Löwen in Afrika sind“. SchifferVsKripke/Kripkes Wittgenstein: daraus, dass es keine nicht-pleonastische Tatsache in Bezug auf Glauben und Meinen gibt, folgt nicht, dass man nichts meinen kann.
Fazit/Schiffer:
(a) Clem meint Addition und glaubt, dass Löwen in Afrika sind.
(b) die Sätze über Clems Meinen und Glauben sind nicht reduzierbar auf Sätze ohne semantisches, Intentionales oder mentalistisches Vokabular. (Sie sind irreduzibel intentionalistisch).
(c ) es gibt keine nicht-pleonastische, ontologisch ernstzunehmende Tatsache oder Eigenschaft in Bezug auf Meinen oder Glauben, die zu dem Prädikat „meint Addition“ oder „glaubt, dass Löwen...“ in der Beziehung steht, wie der Name „Greta Garbo“ zu Greta Garbo.
Schiffer: das macht den Weg frei für den ontologischen Physikalismus.
VsSchiffer: man könnte einwenden: Bsp Clem starb gestern nachdem er 50 Jahre lang „plus“ gebraucht hat. Nun haben wir eine kompletten Tonfilm seines Lebens zusammen mit vollständigen Aufzeichnungen über sein neurophysiologisches Leben und seinen Bewusstseinsstrom.
I 178
Dann können wir zwei empirisch adäquate Hypothesen formulieren, die sich gegenseitig ausschließen: 1. Clem meinte Addition, 2. Clem meinte Quaddition. Das ist doch ein Rätsel oder? SchifferVsVs: das ist allerdings ein Rätsel. Hier habe ich noch eins: es gibt auch zwei empirisch adäquate Hypothesen über mich selbst, eine dass meine Sinneserfahrungen von physischen Objekten stammen 2. dass sie von Descartes bösem Dämon verursacht werden ((s) > Gehirne im Tank). Dennoch glaube ich an physische Gegenstände.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsKripke Hintikka Vs Kripke, Saul A.
 
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I XIII
Mögliche Welten/MöWe/Semantik/Hintikka: der Ausdruck ist irreführend. (Begann Ende der 50er Jahre). Kripke-Semantik/HintikkaVsKripke: ist kein gangbares Modell für die Theorie logischer Modalitäten (logischer Notwendigkeit und logischer Möglichkeit). (Essay 1).
Problem: die richtige Logik kann nicht axiomatisiert werden.
Lösung: die Kripke-Semantik als Nichtstandard-Semantik interpretieren,
XIV
Im Sinn von Henkins Nichtstandard-Interpretation der Logik höherer Stufen, während die richtige Semantik für logische Modalitäten analog wäre zu einer Standard-Interpretation. MöWe/HintikkaVsQuine: müssen wir nicht ganz aufgeben, aber eine vollständige Theorie wird es wohl nie geben. Meine Theorie hat Verwandtschaft mit Kant.
Ich nenne sie „Epistemologie der Logik“.
I XVI
Querwelteinidentität/Hintikka: Quine: hält sie für ein hoffnungsloses Problem
HintikkaVsKripke: dieser unterschätzt das Problem und hält sie für garantiert. Dabei mogelt er.
Weltlinie/Querwelteinidentität/Hintikka: 1. wir müssen erlauben, dass einige Objekte in gewissen MöWe nicht nur nicht existieren, sondern dass ihre Existenz dort undenkbar ist! D.h. Weltlinien können aufhören zu existieren – mehr noch: es kann sein, dass sie in gewissen Möwe nicht definiert sind.
Problem: in der gewöhnlichen Wissenslogik (Glaubenslogik) ist das nicht gestattet.
2. Weltlinien können auf zwei Arten gezogen werden:
a) Objekt-zentriert
b) Agent-zentriert. (Essay 8).
Analogie: das kann man mit Russells Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und durch Beschreibung in Beziehung setzen. (Essay 11)
I 2
Kripke-Semantik/Modallogik/logische Möglichkeit/logische Notwendigkeit/HintikkaVsKripke/ HintikkaVsKripke-Semantik: Problem: wenn wir die Operatoren N, P so interpretieren, dass sie logische Modalitäten ausdrücken, sind sie inadäquat: wir brauchen für logische Möglichkeit und Notwendigkeit mehr als eine willkürliche Auswahl von MnöWe. Wir brauchen wahrheit in jeder logische möglichen Welt. Aber in der Kripke-Semantik ist es nicht erforderlich, dass alle solchen logisch möglichen MöWe in der Menge der Alternativen enthalten sind. ((s) D.h. es kann logisch mögliche Welten geben, die nicht berücksichtigt sind). (s.u. logische Möglichkeit bildet die weiteste Klasse von Möglichkeiten).
Problem: Kripke-Semantik ist daher inadäquat für logische Modalitäten.
Modallogik/Hintikka: der historisch frühste Zweck für den sie entwickelt wurde, war aber gerade der Umgang mit logischen Modalitäten. Das war der Zweck, für den die Lewis-Systeme entwickelt wurden.
HintikkaVsKripke: hat nicht nru ein Gerippe im Schrank, sondern dieses Gerippe gespenstert nun im ganzen Haus herum.
Äquivalenzrelation/Hintikka: wenn gefordert wird, dass R reflexiv, symmetrisch und transitiv ist, liefert das nicht die Lösung: es garantiert immer noch nicht, dass alle logisch möglichen Welten in der Menge enthalten sind. Es kann (evtl zusammen mit Verbundenheit) nur garantieren, dass w0 eine maximale Anzahl von Mengen als ihre Alternativen hat, die sozusagen schon in SF sind.
I 3
KripkeVsVs/Hintikka: man könnte einwenden, dass dies noch nicht zeigt, dass die Kripke-Semantik falsch ist. Man muss sie nur verstärken. Bsp Nino Cocchiarella: Cocchiarella: zusätzliche Bedingung: alle Modelle (im üblichen Sinn 1. Stufe) mit demselben Individuenbereich do(w0) müssen unter den Alternativen MöWe zu w0 auftreten. ((s) es dürfen keine neuen Individuen hinzukommen oder verschwinden, in Bezug auf die ursprüngliche MöWe w0).
Hintikka: technisch ist das natürlich möglich.
„alt“: (= Kripke-Semantik): Nicht-Standard-Semantik
neu: F muss alle Modelle einschließen, die denselben Individuenbereich do(w0) von wohl-definierten Individuen haben wie w0.
Individuum/Individuen/Modallogik/Hintikka: ein Individuum muss wohl-definiert sein, es muss aber nicht existieren! ((s) D.h. man kann dann ausdrücken, dass es fehlt, z.B. in einer MöWe hat der Held keine Schwester).
Individuenbereich: für jede MöWe ist dann eine Teilmenge des Bereichs D.
I 4
HintikkaVs: Problem: das ist unrealistisch interpretativ: dieser flexible Zugang erlaubt nämlich auch nicht-wohlgeformte Individuen. Dann hat es keinen Sinn zufragen, ob dieses Individuum existiert oder nicht. Fusion/Spaltung: eine flexible Semantik muss auch Spaltung und Fusion zulassen von einer Möwe zur anderen.
Def wohldefiniert/Individuum/Hintikka: ein Individuum ist wohldefiniert, wenn es durch einen Name an einem Knoten der Weltlinie herausgegriffen werden kann.
Weltlinie: kann nicht-existente Verkörperungen von Individuen verknüpfen, so lange sie wohldefiniert sind, für alle Möwe, in denen ein Knoten der Weltlinie lokalisierbar ist.
WB: sind dann einfach: (Ex) p(x) ist wahr in w gdw. es dort ein Individuum gibt., z.B. mit Namen z, so dass p(z) wahr ist in w.
Modale Semantik/Hintikka. Über eine so definierte (neue) Semantik kann man einiges sagen:
Kripke-Semantik/Hintikka: entspricht einer Nicht-Standard-Semantik, währen die
„neue“ Semantik (mit fixiertem Individuenbereich) einer Standard-Semantik entspricht. (für Logik höherer Stufe).
Standard-Semantik/höhere Stufe: erhalten wir wir indem wir fordern, dass die Quantoren höherer Stufe über alle extensional möglichen Entitäten des angemessenen logischen Typs gehen (höher als Individuen) so wie in der Standard-Semantik für Modallogik die Quantoren über alle extensional möglichen MöWe gehen sollen.
Dies ist sogar ein Parallelismus der stärker ist als eine Analogie:
Entscheidungsproblem: für Logik 2. Stufe reduziert sich auf das für Standard-Modallogik 1. Stufe.
Standardmäßigkeit: im letzteren Sinn macht denselben Job wie im ersteren Sinn.
- - -
Quantifizierte Standard-Modallogik 1. Stufe/Hintikka: das alles führt dazu, dass diese Logik sehr stark ist, vergleichbar in der Stärke mit Logik 2. Stufe. Daraus folgt, dass sie nicht axiomatisierbar ist. (s.o. HintikkaVsKripke).
Je stärker eine Logik ist, desto weniger handhabbar ist sie.
I 12
Kripke/Hintikka: hat epistemische Logik und die Logik von propositionalen Einstellungen gemieden und sich auf reine Modalitäten konzentriert. Daher ist es merkwürdig, dass er Nicht-Standard-Logik gebraucht.
Aber irgendwie scheint ihm klar zu sein, dass das für logische Modalitäten nicht geht.
metaphysische Möglichkeit/Kripke/HintikkaVsKripke: hat nie erklärt, was diese mystischen Möglichkeiten eigentlich sind.
I 13
Schlimmer: er hat nicht gezeigt, dass sie so restriktiv sind, dass er seine extrem liberale Nicht-Standard-Semantik gebrauchen kann.
I 77
Objekt/Ding/Gegenstand/Kripke/Hintikka: Kripke These: die Existenz von permanenten (dauerhaften, enduranten) Objekten muss einfach als Grundbegriff vorausgesetzt werden. HintikkaVsKripke: diese Forderung ist nicht wohlfundiert. Vielleicht muss man aber die Kriterien der Identifikation und der Identität nur für traditionelle Logik und logische Semantik voraussetzen. Aber das heißt auch nicht, dass das Problem der Identifikation nicht ein bleibendes Problem für die Philosophen wäre.
- - -
I 84
KripkeVsHintikka: Problem: die Lösungen dieser Differentialgleichungen müssen keine analytischen Funktionen sein oder Funktionen, die eine explizite Definition der Gegenstände erlauben. Hintikka: dabei scheint Kripke aber vorauszusetzen, dass man immer die Relationen, die durch die Weltlinien verkörpert werden, definieren können muss.
HintikkaVsKripke: das ist zu streng.
Weltlinie: wir erlauben statt dessen umgekehrt, dass sie durch die Lösungen der Differentialgleichungen implizit definiert werden.
I 86
HintikkaVsKripke: unser Modell ermöglicht es, dass wir Objekte nicht als garantiert voraussetzen müssen wie Kripke. ((s) es kann sein, dass eine Kurve in einem Zeitschnitt nicht geschlossen ist).
I 116
Querwelteinidentität/Starrheit/HintikkaVsKripke: es geht eher um die weise der Identifikation (öffentlich/perspektivisch, s.o.) als um Starrheit oder Nichtstarrheit. Die Weise der Identifikation entscheidet darüber, was als ein und dasselbe Individuum zählt.
HitikkaVsKripke: seinem Begriff der Starrheit liegt unausgesprochen Russells Begriff des logischen Eigennamens zugrunde. Es gibt aber keine ausgezeichnete Klasse von starren Bezeichnungsausdrücken.
Eigenname/Namen/HintikkaVsKripke: sind keineswegs immer starr. Bsp es kann sein, dass ich nicht weiß, auf wen der Name N.N. referiert. Dann habe ich verschiedene epistemische Alternativen, mit verschiedenen Referenten. Deshalb macht es Sinn, zu fragen „Wer ist N.N.?“.
öffentlich/perspektivisch/Identifikation/Russell/Kripke/Hintikka: Russell: konzentriert sich auf die perspektivische
I 117
Kripke: auf die öffentliche Identifikation.
I 195
Identität/Individuen/Hintikka: es ist viel weniger klar, wie die Identität für bestimmte Individuen beim Übergang zu einer anderen Möwe fehlschlagen kann. D.h. dass Weltlinien sich verzweigen können (Spaltung). Spaltung/KripkeVsSpaltung/SI/Hintikka: Kripke schließt Spaltung aus, weil für ihn die (SI) gültig ist. Eine Spaltung würde nach ihm die Transitivität der Identität verletzen. Nach einer Spaltung wäre die Individuen keinesfalls identisch, selbst wenn sie es nach der Transitivität sein sollte. Daher ist für Kripke die (SI) unverletzlich.
HintikkaVsKripke: das ist zirkulär:
Transitivität der Identität/Hintikka: kann zweierlei bedeuten:
a) Transitivität innerhalb einer Möwe
b) zwischen MöWe.
Die Plausibilität der Transitivität gehört zur ersteren, nicht zur letzteren.
Transitivität der Identität zwischen Möwe zu fordern hieße einfach, Spaltung auszuschließen. Das ist das Zirkuläre an Kripkes Argument.
I 196
MöWe/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Möwe zu Möwe dieselben bleiben müssen. Rede von Möwe ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. ((s) geht das denn nicht, bei konstantem Bereich? Es könnten doch auch Eigenschaften teilweise (nicht gänzlich) vertauscht werden. Möwe/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.
I 209
Re-Identifikation/Hintikka: auch bei diesem Problem sitzen Situations-Semantik und MöWe-Semantik im selben Boot. Situations-Semantik: verschleiert das Problem aber eher. Bei überlappenden Situationen nimmt sie z.B. an, dass der überlappende Teil derselbe bleibt.
Re-Identifikation/Quine/Hintikka: hält sie für hoffnungslos, weil man nicht erklären kann, wie sie funktioniert. (?).
Re-Identifikation/Kripke/Hintikka: Kripke dito, aber deswegen sollten wir sie einfach postulieren, zumindest für physikalische Objekte.
HintikkaVsQuine/HintikkaVsKripke: das ist entweder zu pessimistisch oder zu optimistisch.
Aber das Problem zu verkennen hieße, eins der größten philosophischen Probleme zu vernachlässigen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsKripke Stalnaker Vs Kripke, Saul A.
 
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Stalnaker I 125
VsKontingente Identität/Stalnaker: wenn es möglich ist, dass ein Ding zwei Dinge wären, dann gibt es ein a, das dieses Ding in der möglichen Welt (MöWe) w1 ist und b und c in w2. Dann sollte die Querwelteinidentität b = a und a = c beide wahr sein, aber die innerweltliche Identität b = c ist falsch! (In w2). Das verletzt eben die Transitivität der Identität.
Lösung/Stalnaker: wir müssen fragen, in welcher MöWe diese Aussage gemacht wird.
In w1 ist auch b = c wahr D.h. es ist wahr in w1, dass das Individuum, das in w2 b ist, identisch ist mit dem, das in w2 c ist. Das ist keine Verletzung der Transitivität.
Dagegen:
Aus Sicht von w2: hier ist b = c falsch (s.o.). was ist mit b= a und c = a? Diese identifizieren zwei Individuen, die in w1 identisch sind, mit einem Individuum aus w1.
Problem: aus Sicht von w2 ist die Beschreibung „das Individuum, das in w1 identisch mit a ist“ eine ungeeignete Beschreibung. Daher:
w2: aus Sicht von w2 sind Identitätsaussagen entweder falsch, ohne Wahrheitswert oder mehrdeutig. Analog zu
Bsp Russell ist der Autor von Principia Mathematica – der Autor von PM ist Whitehead - also ist Russell Whitehead. (s.o. die GR muss flexibel sein, sie darf keine Transitivität verlangen).
- - -
I 184
Metaphysik/Kripke/Stalnaker: nicht alle seine metaphysischen Behauptungen sind gleichermaßen überzeugend. Einerseits a) ist schwer zu bestreiten, dass wir Potentialitäten und Möglichkeiten für bestimmte Individuen sinnvoll annehmen können, unabhängig von der Weise, in der das Individuum spezifiziert wird andererseits:
b) ist weniger überzeugend, dass Kripke einige Möglichkeiten, die Individuen haben könnten, bestreitet.
StalnakerVsKripke: es ist nicht überzeugend, dass Kripke auf der einen Seite nicht zulässt, dass Shakespeare hätte andere Eltern haben können,
auf der anderen Seite aber in einem anderen Jahrhundert hätte leben können.
Wie sollte das denn gehen?
KripkeVsVs/Stalnaker: würde sagen, dass wir wenn wir solche Dinge überhaupt annehmen, verwirrt sind. Diese kontrafaktischen Möglichkeiten sind nicht kohärent.
Mögliche Welt /MöWe/Stalnaker: sind nicht dazu da, metaphysische Fragen zu klären.
Metaphysik/Kripke/Stalnaker: Kripkes metaphysische Thesen setzen seine Thesen über Referenz und Intentionalität nicht voraus.
Ist es umgekehrt, dass seine Kausaltheorie sein metaphysisches Bild voraussetzt?
Stalnaker: die metaphysische These über die Identifikation von Individuen über MöWe ist leicht zu trennen von der These, dass Namen starre Designatoren sind, deren Referenz über kausale Interaktion festgestellt werden kann.
- - -
Stalnaker I 181
Gegenstand/Eigenschaften/Ding/Objekt/SearleVsWittgenstein/SearleVsTractatus/Stalnaker: (Searle richtete sich damals nicht gegen Kripke, dessen Buch erst später publiziert wurde). Kripke/Stalnaker: aber auch er macht die metaphysische Unterscheidung zwischen Objekt und Eigenschaften, die Searle zurückweist.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKripke Chisholm Vs Kripke, Saul A.
 
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I 92
Namen/ChisholmVsKripke: man sollte nicht zuviel Gewicht auf den ersten Gebrauch eines Eigennamens legen. (Auch ChisholmVsKaplan).
I 109
Mögliche Welten/MöWe/Kripke/Chisholm: Kripke sieht MöWe als bestimmte Dinge an, wobei unbestimmt viele so sind, daß von den Einzelgegenständen der wirklichen Welt gesagt werden kann, daß es sie in ihnen gibt. ChisholmVsKripke: es gibt keinen Grund zur Annahme, daß es mögliche Einzelgegenstände gibt, die Welten sind, und daß einige dieser Gegenstände in der Lage sind, die Einzelgegenstände zu enthalten, die sich in dieser Welt befinden.
Doch für Kripkes Unterscheidung starr/nichtstarr braucht diese Ontologie nicht vorausgesetzt zu werden.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsKripke Cavell Vs Kripke, Saul A.
 
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I 216
Kripkes Wittgenstein: skeptisches Paradox: nichts, keine Regel, keine Gegenwart kann die Bedeutung meiner Worte kontrollieren. Das ist das ende der Möglichkeit, überhaupt etwas zu meinen. Lösung: Einführung sozial sanktionierter Behauptbarkeitsbedingungen.
Kripke: Hauptpunkt: die Abwesenheit bedeutungsvermittelnder Tatsachen.
CavellVsKripke: 1. wahrscheinlich hat Wittgenstein selbst das Paradox nicht so gesehen. Er würde auch nicht nach solchen Tatsachen verlangen, die die Bedeutung garantieren, und die stabiler sein sollten als unsere Praxis.
I 217
CavellVsKripke: 2. Kripke geht unbemerkt von "geneigt sein" zu "berechtigt sein" über: Wittgenstein: "habe ich die Begründung erschöpft, bin ich geneigt, zu sagen.."
Kripke scheint (anders als Wittgenstein) zu glauben, Übereinstimmung sei etwas wie ein Vertrag.
I 218
Seine Lösung ist skeptischer als das Problem, das sie lösen soll.
I 220
Kripkes Wittgenstein/Cavell: für Kripke sind Regeln grundlegender als Kriterien für Wittgensteins Skepsis gegenüber Bedeutungen. CavellVsKripke: dabei bleibt das Problem des Gewöhnlichen unterbelichtet.
I 221
Für mich sind umgekehrt die Regeln den Kriterien untergeordnet. Kripke: Bsp "Tisuhl" Angenommen, ich betrete zum ersten Mal den Eiffelturm und sehe an seinem Fuß einen Tisch stehen.
Weiß ich dem Skeptiker zu antworten, der annimmt, daß ich in der Vergangenheit "Tisuhl" gemeint habe, also etwas, was ein nicht am Fuß des Eiffelturms befindlicher Tisch bzw. ein Stuhl ist, der sich dort befinden
Habe ich ausdrücklich an den Eiffelturm gedacht, als ich zum ersten Mal "den Begriff des Tischs erfaßte" und gab ich mir selbst Anweisungen, was ich mit "Tisch" meinte?
CavellVsKripke: wir können mit Wittgenstein sagen: wir sind nicht für alle Möglichkeiten mit Regeln ausgerüstet und wir gelangen mit unseren Gründen an ein Ende.
Die Lokalisierung im Eiffelturm wäre wie jedes andere Kriterium einem Grund gleich, den ich haben kann, um jedes beliebige Objekt so zu nennen, wie ich es außerhalb des Turms nenne.
I 248
Aber ich habe noch gar keine Kriterien, daher bin ich mit meinen Erklärungen nicht an ein Ende gelangt, ich habe sogar noch gar nicht mit Erklärungen angefangen. CavellVsKripke: wozu uns der Skeptizismus bringt ist so etwas wie ein Zwang, Kriterien von uns abzuziehen, aber nicht wie Kripke willkürlich mit Kriterien zu hantieren.
I 255
CavellVsKripke: dieser spricht davon, daß wir mit Blick auf unsere Kriterien "zur Übereinstimmung" gelangen. Aber das wäre ein Zurückweisen der Wittgensteinschen Idee der Übereinstimmung. Diese liegt für Wittgenstein in unseren Reaktionen. Wir stimmen im Gehen überein, aber das ist nicht erlangt worden. Wir sind zum Gehen gelangt.
I 256
Begriff/Wittgenstein: Begriffe leiten uns zu Untersuchungen, sie sind der Ausdruck unseres Interesses und lenken unser Interesse. Cavell: gewöhnliche Begriffe haben eine Geschichte, mathematische nicht. Diese haben ein Davor und Danach, keine Vergangenheiten und Zukünfte. Bsp "Tisuhl": zeigt, daß wir unsere gewöhnlichen Begriffe einer speziellen Form der Mathematisierung unterwerfen können.
I 257
CavellVsKripke: er beraubt uns unserer Kriterien, daher ist er zu skeptisch. Warum sollte die Antwort nicht sein: "So sei es!".

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002
VsKripke Lycan Vs Kripke, Saul A.
 
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Frank I 114
IdentitätstheorieVsKripke: es ist gar keine wesentliche Eigenschaft einer Schmerzempfindung, ein psychisches Ereignis zu sein. Vielmehr nur eine akzidentielle Eigenschaft. (Feldmann) LycanVsKripke: Ereignisse haben keine wesentlichen individuellen Eigenschaften. (1987, S.16f).

Lyc I
W. G. Lycan
Modality and Meaning

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsKripke Donnellan Vs Kripke, Saul A.
 
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I 27
Namen/DonnellanVsRussell: logische Eigennamen ("dies") sind keine sinnvolle Konstruktion: nach der natürlichen Auffassung sind es gerade Eigennamen, die für einen Gegenstand stehen, ohne ihn zu beschreiben. DonnellanVsKripke: bei ihm sieht es so aus, als würde der Name irgendwie direkt für den sprachunabhängig gegebenen Gegenstand stehen,
I 27
Donnellan: aber Name ist nur ein Mittel, das auch durch ein anderes ersetzt werden könnte. (Donnellan. I 205) Kausalkette/Donnellan: die Kausalkette muss historisch richtig sein. Im Fall von negativen Existenzaussagen bricht sie ab bzw. ist blockiert.
Namen/BurgeVsKripke/BurgeVsDonnellan: nicht sing Term, sondern Prädikate (wie Russell).
Bsp "Es gibt einen Zeitpunkt t für den Sprecher S eine Referenzhandlung x auf einen Gegenstand y, sodass gilt: y ist ein Sokrates und y ist kahl".
Der Teilsatz "y ist ein Sokrates hat damit seinerseits eine Wahrheitsbedingung. Referenz ist nicht eliminiert. Zweifacher Bezug: zur Referenzhandlung und zur Namensgebung.
VsKripke Horwich Vs Kripke, Saul A.
 
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Stegmüller IV 154
Meinen/Kripkes Wittgenstein/HorwichVsWittgenstein/HorwichVsKripke: die Liste (s.o.) muss ergänzt werden: d) mit "plus" die Addition zu meinen, schließt nicht aus, dass Fehler gemacht werden. das darf von keinem Bedeutungsbegriff verletzt werden.
e) die Bedeutung von "plus" ist eine intrinsische Eigenschaft! Das steht aber im Widerspruch zu d)!
Horwich: Gehirnuntersuchungen könnten übrigens Übereinstimmungen hervorbringen.
Kripke und Wittgenstein haben zwar gezeigt, dass es keine Tatsachen des Meinens geben müsse, aber nicht, dass es keine geben könnte!
IV 154/155
Stegmüller: auch Wittgenstein würde eine Rückkehr zur Empirie sicher begrüßen, aber eine Theorie könnte die Übereinstimmung wohl als Tatsache feststellen (wie die Theorie von Chomsky) aber immer noch nur im Rahmen von Behauptbarkeitsbedingungen (Rechtfertigungsbedingungen), nicht im Sinne einer wahrheitsfunktionalen Semantik. Turingmaschine/Kripkes Wittgenstein/Stegmüller/Chomsky: Bsp (Kripke) eine vom Himmel gefallene Maschine lässt sich in Bezug auf alles Relevante analysieren. (Programm und Gedächtnis).
a) Stegmüller: damit akzeptiert Chomsky eine Auffassung, die eine geradlinige Lösung des Paradoxons enthält.
Wir erkennen aufgrund von Unterschieden im Programm, ob "plus" oder "quus" repräsentiert ist. Denn wir verfügen über eine Theorie, die uns etwas über Unterschiede sagt.
IV 156
b) geradlinige Lösung: sprachliche Kompetenz. Wir unterscheiden wohlgeformte von nichtwohlgeformten Lautbildungen.
IV 157
"Schaltermodell"/internalisierte Sprache: im strukturellen Urzustand mag es viele Schalter geben, die auf "Null" gestellt sind, und darauf warten, in aktive Positionen gebracht zu werden. Sprache ist nichts anderes als eine vorliegende stabile Schaltereinstellung.
(Internalisierte Sprache).

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsKripke Zink Vs Kripke, Saul A.
 
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Wolf II 31
ZinkVsKripke: übersieht, dass Eigennamen auch allg. Term sind: "jeder Eigennamen bedeutet mindestens alles das, was das Wort "Eigenname" bedeutet!

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsKripke Burkhardt Vs Kripke, Saul A.
 
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Wolf II 340
Namen/Burkhardt: Sprecher Referenz: Ebene der parole semantische Referenz: Ebene der langue.
Langue: das eigentlich Konventionelle oder Regelhafte der Sprache, hier liegt die Bedeutung der Eigennamen. Nur hier können sie starr bezeichnen.
Hier sind sie vor möglichen Fehlern der parole sicher.
II 341
BurkhardtVsKripke: ihm ist dieser Unterschied nicht klar.

Burk I
A. Burkhardt
Politik, Sprache und Glaubwürdigkeit. Linguistik des politischen Skandals Göttingen 2003

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsKripke Wolf Vs Kripke, Saul A.
 
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Wolf II 31
Bedeutung/Namen/WolfVsKripke: ist durch Verwendungsweise in Sätzen und durch den Beitrag zu den Wahrheitsbedingungen zu erklären.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsKripke Newen Vs Kripke, Saul A.
 
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NS I 106
Kausalkette/Kripke/Newen/Schrenk: wird gebildet a) durch aufeinanderfolgende Verwendungen b) durch eine Reihe von Sprecherintentionen
Namen/Devitt/Newen/Schrenk: These: die Standardbedeutung eines Namens ist das kausale Netz, das durch die skizzierte Kausalkette der Kommunikation gebildet wird.
VsKripke/Newen/Schrenk: seine Theorie führt wie alle Objekttheorien zu dem Dilemma, dass informative Identitätssätze und negative Existenzsätze und leere Namen nicht adäquat behandelt werden können.
Lösung/Searle: Mischtheorie zwischen Objekttheorie und Beschreibungstheorie.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsKripke Stegmüller Vs Kripke, Saul A.
 
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IV 119/!20
Kripke: die skeptische Lösung ist von der hyperskeptischen These (der Unmöglichkeit von Sprache überhaupt) logisch unabhängig. StegmüllerVsKripke: ist Opfer der Verwechslung des Privatsprachenarguments mit dem der Unmöglichkeit des privaten Regelfolgens geworden.
Auf das Problem des Regelfolgens stösst man erst, wenn man die skeptische Lösung bereits als gültig voraussetzt.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsKripke Schulte Vs Kripke, Saul A.
 
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Wittgenstein VI 160
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/Schulte: Kripke ist der Ansicht, Wittgenstein selbst benutze das Paradox , dass man den Wegweiser auch in jeder beliebigen Umkehrung deuten könne zur Fundierung seiner "skeptischen Einstellung". (>Rorty,>Wright,>McDowell). In letzter Konsequenz würde dann das Reden von Übereinstimmung und Widerspruch sinnlos, da keine Möglichkeit ausgeschlossen werden kann.
SchulteVsKripke/Kripkes Wittgenstein/Schulte: das "Paradox" ist jedoch Ausdruck eines Missverständnisses der Beziehung zwischen Regel und Handlung: es ist falsch, die Handlung als Interpretation einer Regel aufzufassen.
Interpretation: freilich lässt sich jede Regel in beliebiger Weise interpretieren.
Handlung: nach Regeln ist dagegen ein Handeln im Rahmen einer bestimmten Praxis. Hier gibt es Abrichtung und Kontrolle, daher auch richtig und falsch.
Wäre das Handeln ein Interpretieren, brauchte es keine Spiele als Institution zu geben! Dann könnte man jedesmal von neuem mit einer Deutung beginnen.
Das hieße jedoch, die Verhältnisse auf den Kopf zu stellen, denn nur im Spiel hat die Regel einen Witz.

Sch I
J. Schulte
Wittgenstein Stuttgart 2001

Sch II
J. Schulte/U.J. Wenzel
Was ist ein philosophisches Problem? Frankfurt 2001

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsKripke Hazen Vs Lewis, David
 
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IV 45
Gegenstück-Theorie/GT/Kripke/HazenVsLewis: fordert, einige logische Prinzipien aufzugeben. LewisVsKripke/VsHazen: ich bin nicht der Meinung. Bsp
(1) ist ein klassisches logisches Schema der Logik mit Identität und Quantifikation. Auf der anderen Seite ist (2) ungültig in der qML, weil die Übersetzung in GT kein Theorem ist.
(1) (x)(y)(x = y >. __x__ ↔ __y__)
(2) (x)(y)(x = y >. M x ≠ y ↔ M y ≠ y).
Wie kann (2) falsch sein? Würde seine Leugnung bedeuten, dass wir zwei verschiedenen Dinge haben, die kontingent identisch sind?.
Oder vielleicht dass ein Ding kontingent selbstidentisch ist?.
Nein, nichts so sinnloses. Die GT Übersetzung sagt:
nichts in der wirklichen Welt (WiWe) hat mehr als ein GS in irgendeiner anderen Welt. Dann sagt seine Leugnung, dass etwas in der WiWe mehr als ein GS in einer einzelnen Welt hat.
Bsp im Fall von Dee, Dee1 und Dee2 , wenn Dee aktual ist.
Problem: entsteht durch die doppelte de re Frage, aus der doppelte GS resultieren.
Trotzdem bleibt (1) wahr, weil (2) gar keine Instanz von (1) ist. Wir können also (2) alleine ablehnen.
Bsp ein anderer ungültiger Satz: (3) als Instanz von (1)
(3) (x)(y)(x = y >. (Ey)y ungl x ↔ (Ey)(y ≠ y).
Aber: damit das eine Instanz von (1) wäre, müsste das letzte Vorkommnis von "y" an das anfängliche "(y)" gebunden sein, aber das ist es nicht, es gehört zum näher gelegenen "(Ey)".
IV 136
Einstellungen/Lewis: ich hoffe Sie davon zu überzeugen, dass es eine willkürliche Einschränkung ist, dass Objekte von Einstellungen Mengen von Welten (MöWe) sein sollen. Subjekt/Lewis: Subjekte von Einstellungen sind verteilt über Zeit und Raum, einige sind in Neuseeland, einige im Mittelalter.
Auch sind sie über den logischen Raum verteilt: einige leben in der WiWe, andere in anderen MöWe. Zugegeben: wenn wir über sie quantifizieren, lassen wir oft alle anderen aus, bis auf die Mitbewohner der WiWe. Aber nochmals: das ist eine willkürliche Einschränkung, die wir fallen lassen können.
Lewis: jedenfalls ich kann es, einige sagen, sie können es nicht.
HazenVsLewis: das Verständnis ist begrenzt auf das, was durch Modalität und weltbezogene Quantoren ausgedrückt werden kann.
LewisVsVs: denen kann ich nicht helfen. Es ist bekannt, dass die Ausdruckskraft einer Sprache, die querweltein quantifiziert, die Art Sprache übersteigt, die jene verstehen.
Subjekt/MöWe/Lewis: jedes Subjekt einer Einstellung bewohnt nur eine einzige Welt. (s.o.).
Ich möchte mich nicht mit denen streiten, die sagen Bsp Adam ist ein großes Aggregat, teilweise in jeder von vielen Welten.
IV 137
Vs: aber dieser Adam - wenn wir ihn so nennen können - besteht aus vielen kausal isolierten Teilen, von denen jeder eigene Einstellungen hat. MöWe/Quantifikation/Lewis: wenn wir also diese Beschränkung der Quantifikation auf eine Welt fallen lassen, haben wir eine riesige (über Zeit und Raum) verteilte Bevölkerung.
Bsp was passiert nun, wenn einer aus dieser über mehrere Welten verteilten Bevölkerung einen Glauben in Form einer Proposition hat, z.B. dass Cyanoacrylat Leim sich in Aceton auflöst?
Pointe: er lokalisiert sich selbst in einer Region des logischen Raums. (Durch seine Glaubenseinstellung einer Proposition, (nicht Eigenschaft)).
Es gibt Welten, in denen Cyanoacrylat Leim sich in Aceton auflöst und Welten, in denen er es nicht tut. Er hat einen Glauben über sich selbst ((s) dann hat er immer zwei Überzeugungen): denn dass er Einwohner einer der Welten ist, wo der Leim das tut. Damit schreibt er sich selbst eine Eigenschaft zu.
(MöWe/Naturgesetze/Mathematik/Lewis/(s): Lewis gesteht MöWe mit geänderten physikalischen Bedingungen oder anders sich verhaltenden Substanzen zu, (wobei nicht explizit von geänderten Naturgesetzen die Rede ist) aber keine Welten, wo die Mathematik geändert ist).
Glauben/Lewis: kann man allgemein als Selbstzuschreibung einer Eigenschaft ansehen.
Diese Eigenschaft ist allen und nur den Bewohnern einer bestimmten Region im logischen Raum gemeinsam.
Man kann auch etwas anders denken: eine Proposition teilt die Bevölkerung: in privilegierte Bewohner einer Welt in der Cyanoycrylat Leim sich in Aceton auflöst, und Unglücklichere, die nicht in einer solchen Welt leben (wie leider ich).
VsKripke Dummett Vs Mill, J. St.
 
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Stalnaker I 179
Bloße Kenntnis/bloßes Wissen//Referenz/DummettVsKripke/DummettVsMill/Stalnaker: Dummett konstatiert die Unmöglichkeit einer „bloßen Kenntnis der Referenz“ (bare knowledge of reference). Def Bloße Referenz/bloße Kenntnis/Dummett: (1991, 127) bloße Referenz des Namens a wäre das Wissen von einem Objekt, dass a auf es referiert, wobei das eine vollständige Charakterisierung des bestimmten Wissens wäre.
Stalnaker: das könnte man mit dem Kennen einer bestimmten Proposition identifizieren – einer Proposition die wahr ist gdw. wenn ein bestimmtes Individuum der Referent des Namens a ist.
Dummett/Stalnaker: sein Argument für die Unmöglichkeit der bloßen Referenz entspricht Searles Prinzip der Identifikation.
Prinzip der Identifikation/Searle/Stalnaker: wir haben kein Wissen von einem Ding, dass es eine bestimmte Eigenschaft F hat, wenn wir nicht die Fähigkeit haben, das Objekt zu beschreiben oder zu identifizieren.
Propositionales Wissen/Searle/Dummett/Stalnaker: stärker: für jede wahre Wissen-was-Zuschreibung: es muss ein wahres propositionales Wissen geben, dessen Inhalt eine nicht-singuläre Proposition ist, die die Methode der Identifikation explizit macht und die Wissen-was-Zuschreibung enthält: eine Zuschreibung propositionalen Wissens, auf dem die Wissen-was-Zuschreibung ruht. ((s) Der Gegenstand muss beschrieben werden durch eine zweite Angabe als nur die Zuschreibung durch den fraglichen Namen. Ein zweites Merkmal außer der fraglichen Bezeichnung. Daher braucht man nicht-singuläre Proposition).

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsKripke Rorty Vs Putnam, H.
 
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Richard Rorty
McDowell I 175
Kohärenztheorie/Rorty pro Davidson: Überzeugungen: können a) von außen gesehen werden, Sicht des Feldforschers, kausale Interaktionen mit der Umwelt - b) von innen, aus der Sicht des Eingeborenen, als Handlungsregeln. Die Innensicht ist normativ, im Raum der Gründe. RortyVsPutnam: dieser versucht, das irgendwie zusammenzudenken.
McDowell I 178
RortyVsPutnam: Putnam versteht unter einer "Erklärung von X" immer noch eine Zusammenschau, die Synthese von äußerem und innerem Standpunkt. Die Vertreter der Zitattilgung glauben, die Menschen ließen sich nur in behavioristischer Manier schildern. Aber warum sollte es ausgeschlossen sein, Ergänzungen durch normative Darstellungen in Betracht zu ziehen? (Putnams Philosophie sei letztlich traditionell). Kausalität/Putnam: der Wunsch, eine Geschichte über die kausalen Beziehungen von menschlichen Verlautbarungen und Umwelt zu erzählen, schließt nicht aus, daß man eine Geschichte erfindet, nach der die Sprecher Gedanken ausdrücken, und Behauptungen aufstellen, und dabei versuchen, keine Fehler zu machen. Diese Geschichten sind dann aber vielleicht gar nicht auseinanderzuhalten! (PutnamVsRorty.)Rorty These vom kausalen Standpunkt können wir unsere Überzeugungen nicht Normen der Untersuchung unterwerfen. - - -
Rorty I 304
RortyVsPutnam: dieser entfacht eine Scheinkontroverse zwischen einer »idealistischen« und realistischen Theorie der Bedeutung.
I 307
Putnam/Rorty: verfolgt 3 Gedankengänge: 1. gegen die Konstruktion von »wahr« als sinngleich mit »begründete Behauptbarkeit« (oder irgendeinen anderen »weichen« Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann.
2. eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind.
3. nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht« auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden.
I 308
RortyVsPutnam: das ist so ähnlich wie die Argumente von Moore gegen alle Versuche, »gut« zu definieren: »wahr, aber nicht begründet behauptbar« ist genauso sinnvoll wie »gut, aber nicht der größten Glückseligkeit förderlich«.
I 312
theoretische Termini/TT/Referenz/Putnam/Rorty: wir müssen die verheerende Konsequenz verhindern, dass kein theoretischer Terminus die auf irgend etwas referiert.(3. Argument, s.o.). Was wäre, wenn wir eine Theorie akzeptierten, nach der Elektronen so etwas wie Phlogiston sind? Wir müssten dann sagen, dass Elektronen in Wirklichkeit gar nicht existieren. Was wäre, wenn uns das ständig passierte? Selbstverständlich muss eine solche Schlussfolgerung blockiert werden. Selbstverständliches Desiderat der Referenztheorie.
I 313
RortyVsPutnam: aus zwei Gründen rätselhaft: 1. unklar, von welchem philosophischen Standpunkt sich zeigen ließe, dass der revolutionäre Wandel der Wissenschaften an sein Ende gelangt ist.
2. auch wenn es einem solchen Standpunkt gäbe, bliebe unklar, wie die Referenztheorie ihn uns überhaupt verschaffen könnte.
I 314
In einem vortheoretischen Sinne wissen wir aber sehr wohl, dass sie sich auf dergleichen Dinge bezogen haben. Sie versuchten alle, mit dem gleichen Universum fertig zu werden.
I 315
Rorty: man sollte sich die Funktion eines Ausdrucks vielleicht eher als das »Herausgreifen von Entitäten« denken denn als Gebrauch »zur Beschreibung der Wirklichkeit«. Wir könnten aus der Siegerperspektive die Dinge einfach so darstellen, dass selbst die primitivsten Animisten über die Bewegung von Molekülen und Genen usw. gesprochen haben. Dadurch wird der Skeptiker der denkt, es gebe vielleicht gar keine Moleküle nicht beschwichtigt, aber es wird auf der anderen Seite auch keine Entdeckung über die Relationen zwischen Wörtern und der Welt leisten können.
Referenz/Rorty: Dilemma: entweder wir
a) benötigen die Referenztheorie als eine Garantin des Erfolgs der heutigen Wissenschaften, oder
b) die Referenztheorie besteht in nichts weiter als einer Entscheidung darüber, wie wir die Wissenschaftsgeschichte schreiben sollen (statt ihr das Fundament zu liefern.)
I 319
Referenz/RortyVsPutnam/RortyVsKripke: verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«. Rorty: nach meiner Auffassung stellt sich das Problem gar nicht. Die einzige Tatsachenfrage, die es hier gibt, betrifft die Existenz oder Nichtexistenz bestimmter Entitäten, über die gesprochen wird.
I 320
Fiktion/Referenz/RortyVsKripke/RortyVsPutnam: natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verschiedenen Strategien getroffen hat. Referenz ist ein technischer Terminus und daher haben wir über ihn überhaupt keine Intuitionen! Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins!
Man kann nicht nur über nichtexistente Entitäten sprechen, sondern man kann auch herausfinden, dass wir in Wirklichkeit über sie gesprochen haben! In Wirklichkeit über X sprechen und über ein wirkliches X sprechen ist ja nicht dasselbe.
I 324
Realismus/PutnamVsPutnam/Selbstkritik/Rorty: der metaphysische Realismus bricht eben an der Stelle zusammen, an der es sich vom Peirceschen Realismus zu unterscheiden behauptet. Also von der Behauptung, es gäbe eine ideale Theorie.
I 326
interner Realismus/Putnam/Rorty: Position, der zufolge wir die »mundane“ Tatsache, dass der Gebrauch der Sprache zur Erreichung unserer Ziele, zu unserer Zufriedenheit usw. beiträgt durch den Umstand erklärt werden kann, dass »nicht die Sprache, sondern die Sprecher die Welt widerspiegeln, insofern sie eine symbolische Darstellung ihrer Umwelt hervorbringen«. (Putnam). Vermittels unserer Konventionen stellen wir das Universum einfach besser dar als je zuvor.
RortyVsPutnam: das bedeutet nicht mehr, als dass wir uns selbst gratulieren, den Terminus Lithium erfunden zu haben, damit etwas für Lithium stehe, für das die ganze Zeit nichts gestanden hatte.
I 327
Dass wir aufgrund unserer Einsichten ganz gut mit der Welt fertig werden, ist wahr, aber trivial. Dass wir sie angemessen widerspiegeln ist »bloß ein Bild«.
Rorty V 21
analytisch/synthetisch/Kultur/Quine/Rorty: die gleichen Argumente lassen sich auch verwenden, um der anthropologischen Unterscheidung zwischen dem Interkulturellen und dem Intrakulturellen den Garaus zu machen. So kommen wir auch ohne den Begriff einer universellen transkulturellen Rationalität aus, die Putnam gegen die Relativisten ins Feld führt.
V 22
Wahrheit/Putnam: »gerade dadurch, dass wir von unseren verschiedenen Auffassungen der Rationalität sprechen, wird ein Grenzbegriff gesetzt, ein Grenzbegriff der idealen Wahrheit«. RortyVsPutnam: aber was soll eine solche Setzung schon leisten? Außer doch einen Gottesstandpunkt einführen?
Rorty VI 75
Idealisierung/ideal/Bestätigung RortyVsPutnam: ich kann nicht sehen, was "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit" anderes heißen kann, als "Akzeptierbarkeit für eine ideale Gemeinschaft". Also toleranten und geschulten Liberalen. (> Peirce: "Gemeinschaft der Forscher am idealen Ende der Forschung").
VI 76
Peirce/Terminologie: "CSP" "Conceptual System Peirce" (von Sellars so genannt). Idealisierung/ideal/Bestätigung/RortyVsPutnam: da er sich verbietet, den Schritt von Williams hin auf Annäherung an ein einziges richtiges Resultat nachzuvollziehen, hat er auch keine Möglichkeit, diesen Schritt a la Peirce zu tun!
VI 79
Mensch/Gesellschaft/gut/schlecht/Rorty: "wir selbst mit unseren Maßstäben" bedeutet nicht "wir, gleichgültig ob wir Nationalsozialisten sind oder nicht" sondern soviel wie "Sprachbenutzer, die nach unserer Erkenntnis verbesserte Neuauflagen unserer selbst sind." Wir haben einen Entwicklungsprozess durchgemacht, den wir als rationale Überredung gelten lassen.
VI 80
Das beinhaltet die Vermeidung von Gehirnwäsche und die freundliche Duldung von Störenfrieden à la Sokrates und Schelmen à la Feyerabend. Heißt das, wir müssten die Möglichkeit der Überredung durch Nazis offenhalten? Ja, das heißt es, ist aber nicht gefährlicher als die Möglichkeit, zum ptolemäischen Weltbild zurückzukehren!
PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist kein Begriff, wonach es bessere oder schlechtere Normen gibt,...es ist eine interne Eigenschaft unseres Bildes von der Rechtfertigung, dass eine Rechtfertigung unabhängig sei von der Mehrheit...
(Rorty: ich kann mich nicht erinnern, jemals gesagt zu haben, Rechtfertigung sei von einer Mehrheit abhängig.)
RortyVsPutnam: "besser" in Bezug auf "uns in Bestform" weniger problematisch als in Bezug auf "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit". Lasst uns ein paar neue Denkweisen ausprobieren.
VI 82
Putnam: was soll "schlecht" hier bedeuten. außer in Hinblick auf ein verfehltes metaphysisches Bild?
VI 87
Wahrheit/Putnam: wir kommen nicht darum herum, dass es irgendeine Art von Wahrheit gibt, irgendeine Art von Richtigkeit, die Substanz hat, und sich nicht bloß der "Zitattilgung" verdankt! Das bedeutet, dass sich das Normative nicht eliminieren lässt. Putnam: diese Richtigkeit kann nicht nur für eine Zeit und einen Ort gelten (RortyVsPutnam).
VI 90
Ratio/Putnam: die Ratio lässt sich nicht naturalisieren. RortyVsPutnam: das ist mehrdeutig: einerseits trivial, andererseits ist es falsch zu behaupten, die Darwinistische Darstellung lasse eine Lücke im kausalen Gewebe.
Ratio/Putnam: sie ist sowohl transzendent, als auch immanent. (Rorty pro, aber anderer Sinn von "transzendent": über unsere heutige Praxis hinausgehend".).
RortyVsPutnam: verwechselt die Möglichkeit, dass die Zukunft die Gegenwart transzendiert, mit der Notwendigkeit, dass die Ewigkeit die Zeit transzendiert.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsKripke Cresswell Vs Putnam, H.
 
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II 70
Bedeutung/im Kopf/Putnam/Kripke/CresswellvsKripke/CresswellVsPutnam: die beiden geben nur vor gezeigt zu haben, daß Bedeutungen „nicht im Kopf“ sind. Ich selbst weiß gar nicht, was damit eigentlich gemeint ist. Daher weiß ich auch nicht, ob mein Ansatz mit dem der beiden inkompatibel ist oder nicht.
II 71
Zwillingserde/ZE/Putnam: sein Beispiel paßt jedenfalls genau in meine Semantik d.h. es kann gelöst werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsKripke Wiggins Vs Quine, W.V.O.
 
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EMD II 285
Notwendigkeit/QuineVsAristoteles: kann nicht unabhängig von der Weise betrachtet werden, wie die Objekte spezifiziert werden. Wiggins: Quine verspottet den Essentialismus.
WigginsVsQuine: bewegt sich seine Kritik auf der Ebene einer unreflektierten Akzeptanz der Aristotelischen dreidimensionalen Fiktion unserer Welt? Oder behauptet er, daß wir, selbst wenn wir in dieser provinziellen Ontologie verharren, die Wahl haben zu wählen ob wir unterscheiden wollen oder nicht unterscheiden wollen zugunsten einiger der Begriffe unter die die Dinge fallen, die wir wahrnehmen?
II 286
Begriff/Sprache/WigginsVsQuine: Quines Haltung ist hier nicht völlig klar. These nur ein bewußtes System von Unterscheidungen zugunsten von Substanzbegriffen und gegen Zufallsbildungen könnte die Bestimmtheit erklären, mit der unsere Kultur Fragen der Identität in der Zeit oder Dauerhaftigkeit behandelt.
II 303
WigginsVsKripke: auch wenn Namen starre Designatoren sind: Frage, ob wir Sätze mit Namen für alle MöWe bewerten können ("notwendige Existenz") Problem: Querwelteinidentität

Wigg I
D. Wiggins
Essays on Identity and Substance Oxford 2016

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsKripke Rorty Vs Szientismus
 
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Richard Rorty
II 131
Szientismus/Rorty: pro: seine Stärke liegt darin, dass sich das Verstehen zwar immer auf den bestimmter Weise beschriebene Gegenstände bezieht, die uns zu Schaden oder Nutzen gereichenden Kausalkräfte der Gegenstände aber unberührt bleiben von der Art ihrer Beschreibung! Wir werden krank und sterben, egal wie die Krankheit beschrieben wird. (RortyVs »Christliche Wissenschaft«). RortyVsSzientismus: seine Schwäche liegt darin, dass er aus der durch ein bestimmtes Beschreibungsvokabular ermöglichten Prognose und Benutzung der Kausalkräfte von Gegenständen die These folgert, dieses Vokabular sei anderen überlegen. Auf diesen Trugschluss berufen sich die Kripkeaner noch heute. (RortyVsKripke).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsKripke Kripke Vs Wittgenstein, L.
 
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I 43
Bsp: Wittgenstein: "Moses existiert nicht" bedeutet, "kein Mensch hat das und das getan".(KripkeVs). Kripke: hier geht es um den Unterschied von Referenz und Bedeutung: und zwar wird hier die betreffende Theorie als eine Theorie der Bedeutung des Namens "Moses" aufgefasst und nicht einfach als eine Theorie seine Referenz.
KripkeVsWittgenstein: auf jeden Fall denke ich, dass es falsch ist, dass "Moses existiert" überhaupt diese Bedeutung hat (dass er etwas getan hat).
I 70
KripkeVsWittgenstein: Wenn jedoch die Beschreibung die Funktion hat, eine Referenz starr festzulegen, dann ist klar, dass das "nicht" das ist, was der Satz "Moses hat nicht existiert" bedeutet; denn dann können wir in dem kontrafaktischen Fall, z. B., dass niemand die Israeliten aus Ägypten weggeführt hat, fragen: folgt es, dass in einer solchen Situation Moses nicht existiert hätte? Es würde scheinen, dass es nicht folgt. Denn sicherlich hätte Moses seine Tage auf angenehmere Weise verbringen können. - - -
NS I 39
Kripkes Wittgenstein/Newen/Schrenk: 1. Infinitätsproblem: wie können endlich viele Beispiele unendlich viele neue Fälle festlegen?
Falsche Lösung: durch Meinen
Falsche Lösung: durch Disposition
NS I 40
Ein anderer Schüler hat offensichtlich eine andere Disposition. D.h. dass individuelle Dispo nicht hinreichend sind. Wittgensteins Lösung: kollektive Dispositionen.
KripkeVsWittgenstein: es gibt keine Tatsachen (>Normativitätsproblem).
2. Normativitätsproblem: durch welche Tatsachen wird festgelegt, welches die korrekte Antwort ist?
Kripke: wir können jederzeit eine neue Praxis etablieren.
Neuere Literatur/Newen/Schrenk: pragmatische Lösung:
Def Überzeugung/neuere Autoren/Newen/Schrenk: das Haben von Überzeugungen mit einer festgelegten Bedeutung besteht darin, an sozialen Praktiken teilzuhaben, sich wechselseitig Überzeugungen mit bestimmten Bedeutungen zuzuschreiben. (Lösung für Kripkes Wittgenstein). (Literatur. 2-24).
- - -
Putnam III 219
Glauben/Elisabeth Anscombe: fragte Wittgenstein einmal, was er täte, wenn einer seiner Freunde ans Gesundbeten glaubte. Würde er versuchen, es ihm auszureden? Wittgenstein antwortete ja, aber er wisse nicht warum. KripkeVsWittgenstein: wertet das als klares Indiz für Wittgensteins Relativismus.
PutnamVs: Wittgenstein hält es einfach für nutzlos.
- - -
Stegmüller IV 35ff
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/Disposition/KripkeVsRyle: die entscheidenden Dispositionen wurden in der Vergangenheit erworben der Unterschied bestand schon in der Vergangenheit. KripkeVsRyle: 1. Dispositionen sind überhaupt irrelevant a) wenn ich eine Hypothese über meine Dispo habe, weiß ich immer noch nicht, ob diese statt einer anderen die richtige ist –
IV 37
b) wenn wir "die Vergangenheit ruhen" lassen wollten und bloß fragen, was mir jetzt richtig erscheint, verlieren wir den Begriff "richtig".
IV 38
Kripke: Pointe: ich habe immer dieselben Dispositionen gehabt! – Disposition/ VsKripke: a) könnte eine Idealisierung meiner Praxis sein KripkeVs: das macht fantastische Zusatzannahmen notwendig VsKripke: b) Idealisierung als "wenn ich die Fährigkeit hätte..." KripkeVs: das setzt schon eine Funktion/Tatsache voraus bzw,. eine von der Dispo unabhängige Tabelle.
IV 39f
KripkeVsWittgenstein: keine Tabelle diese ist unendlich, man kann nicht alles nachgesehen haben Meinen, Erfassen: keine Vorkommnisse im Bewusstsein, sondern Dispositionen auch Dispositionen sind kein Vorkommnis.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsKripke Verschiedene Vs Wittgenstein, L. Hempel I 97
NeurathVsTractatus: (Carnap entdeckte als erster die Tragweite von Neuraths Ideen.) Neurath: Wissenschaft ist ein Aussagensystem, das aus Aussagen von nur einer Art besteht. Jede Aussage kann mit jeder anderen kombiniert oder verglichen werden. Aber Aussagen werden niemals mit einer "Realität", mit "Tatsachen" verglichen.
I 98
Eine Trennung von Aussagen und Tatsachen ist Resultat einer verdoppelnden Metaphysik.
I 100
Neurath VsWittgenstein: dritte Phase der Abkehr vom Tractatus: selbst dieses Prinzip wird noch eliminiert: es ist ohne weiteres vorstellbar, daß das Protokoll eines bestimmten Beobachters zwei Aussagen enthält, die einander widersprechen. Dann läßt man in der Praxis einen der beiden Sätze fallen. Protokollsätze können daher nicht mehr als unveränderliche Grundlage angesehen werden.
I 101
Neurath: wir sind nicht gegen einen Richter, aber der Richter ist absetzbar. - - -
Stegmüller IV 76
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/VsKripke: einige verteidigen Wittgenstein gegen Kripke: dieser habe keinen Begriffsnihilismus oder Bedeutungsnihilismus vertreten.
IV 77
Stegmüller: darum geht es aber gar nicht: es geht um die Möglichkeit des Erfassens von Bedeutungen. Der Begriff der "Bedeutung" wird dann aber sinnlos, wenn Menschen nicht die Möglichkeit haben, ihn zu erfassen! Nicht das Erfassen von Gegenständen ist das Problem, sondern das Erfassen der den Denotaten vorgelagerten intensionalen Gebilden, die Intension, den Fregeschen Sinn.
Stegmüller IV 152
GoldfarbVsKripke: die Relation Token/Typ sei ein Spezialfall der "Fortsetzung einer Reihe" und des "Regelfolgens". Goldfarb: das ist nicht richtig:
1. Um festzustellen, ob zwei Tokens zu selbem Typ gehören, muss man bloß imstande sein, die wahrnehmbare Ähnlichkeit zu bemerken.
2. "Type" ist keine gemäß einer Regel zu erzeugende Folge, sondern eine ungeordnete Menge! Auch nicht für den Platonisten.
GoldfarbVsKripke: die Rechtfertigungsbedingungen (Behauptbarkeitsgbedingungen) treten überhaupt nicht an die Stelle der Wahrheitsbedingungen, sondern sind nur eine triviale Umformulierung.
- - -
Wittgenstein VI 167
Urmeter/Sinn/Wittgenstein/Schulte: auch hier Missverständnis: man hat gesagt:
VI 167/168
VsWittgenstein: selbst wenn der Satz "Der Urmeter ist nicht 1 m lang" immer falsch ist, hat er doch Sinn! Schulte: das stimmt aber nicht mit Wittgensteins Konzeption von "Sinn" überein. ((s) Sinn haben heißt, negiert werden zu können.).
Schulte: der Zug muss einen Witz im Sprachspiel haben! Bsp "Das Urmeter ist nicht 1 m lang" ist kein zulässiger Zug und er hat auch keinen Witz.
VI 175
VsWittgenstein/Schulte: dieser bringe Bedeutungstheoretisches und Erkenntnistheoretisches durcheinander. Von Wittgenstein nie ernst genommen. Will sowieso Grenzen überwinden, wobei derlei Theorien gar nicht zu seiner Philosophie gehören.





W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsKripke Wright, von Vs Wittgenstein, L.
 
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Stegmüller IV 83
Ethik/Kripkes Wittgenstein/WrightVsKripke: jemand könnte auf den Gedanken kommen, und Kripkes Resultate auf moralische Überlegungen zu übertragen. Gebote und Verbote hätten praktisch keinen Inhalt mehr. Jede Handlung sowie ihr Gegenteil wäre zulässig. StegmüllerVsWright: tatsächlich hätte Kripke dieses Beispiel wählen können. Es findet sich auch bei Hume!
Skeptizismus in der Ethik würde lauten: "Es gibt keine objektiven Werte", "Normen existieren nicht".

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Externalismus VsKripke Versus I 116
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Daß er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges. Davidson Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
Davidson I 72f
Externalismus: pro: Putnam, Burge, Davidson (modifiziert: Triangulation setzt Alltagssituation stärker in den Mittelpunkt) - Vs: Searle - Quine: nicht eindeutig Vertreter des Externalismus -
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie Externalismus/DavidsonVsKripke, DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation -
Frank I 661~
aber Davidson pro Volkspychologie, VsStich

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
MöWe VsKripke Versus Chisholm I 109
mögliche Welt/MöWe/ChisholmVsKripke: nicht als Einzelgegenstände (ED) die selber ED enthalten - braucht man auch nicht für Unterscheidung starr/nichtstarr.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 10 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kausal-Theorie Devitt, M.
 
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Cresswell II 152
NuteVsKripke/NuteVsKausaltheorie/Cresswell: (Nute 1978): These: Kripkes eigene Theorie ist in Wirklichkeit eine Beschreibungstheorie! Denn sie nimmt die Notwendigkeit einer richtigen kausalen Relation zwischen Sprecher und dem benannten Ding an, Diese Relation muß dazuführen, daß man eine adäquate Beschreibung geben kann, die der Bedeutung des Namens entspricht. Cresswell: das scheint ähnlich zu sein wie

Def "d-chain"/Beschreibungskette/ Namen/Terminologie/Devitt/Cresswell: (Devitt 1981, 29) (ausgerechnet Devitt, einer der härtesten Verfechter der Kausaltheorie):
II 153
These: in opaken Glaubenskontexten referiert ein Name auf die geeignete Beschreibungskette.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Namen Dummett, M.
 
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StalnI 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
Namen Evans, G.
 
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I 311
Namen/EvansVsBeschreibungstheorie: die starke These, daß die Bedingungen des Beschreibungstheoretikers hinreichend seien, ist unerhört!
I 312
Die strikten Wahrheitsbedingungen sind ganz unakzeptabel. Schwächere These: eine gewisse deskriptive Identifizierung sei notwendig: das zu verstehen ist wichtig:
EvansVsKripke: seine Bsp zeigen nicht, daß sie falsch ist. (Obwohl ich das ebenfalls glaube).
1. um etwas zu sagen, muß man auf jemand oder etwas zielen.
2. um eine Intention zu haben, muß man im Besitz einer Beschreibung sein.
I 323
Evans: These: es geht um die kausale Relation zwischen den Zuständen und Verhaltensweisen des Dings und der Informationsmenge des Sprechers - nicht zwischen dem Getauftsein und der gegenwärtigen Verwendung. (Schlechte Philosophie des Geistes).
Staln I 189
Namen/Bsp Evans/Stalnaker: sicher ist "Julius" kein richtiger Name, aber richtige Namen funktionieren genauso, weil ihre Referenz und was mit ihnen gesagt wird, von den Tatsachen abhängt.
I 190
Genauso wurden Bsp Hesperus/Phosphorus durch verschiedene Kausalketten (oder historische Ketten) festgelegt.
VsEssentialismus Field, Hartry
 
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I 38
FieldVsEssentialismus: diese Operatoren sind nichtessentialistisch und daher ziemlich ungewöhnlich in der Modallogik. ((s) FieldVsKripke: nicht-essentialistische Modaloperatoren). These weniger karge Begriffe sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln (Letzte Essays). Sie sind nicht sinnlos, im Gegenteil, man kann oft eine "hygienische" Erklärung von ihnen geben, indem man sie in Begriffen logischer Möglichkeit usw. (sogar essentialistischer) gibt.
Namen Frege, G.
 
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Wolf I 13
Namen/FregeVsRussell: sing Term.
Newen/Schrenk I 101
Sinn/Namen/Frege: These der Sinn eines Namens wird durch die Kennzeichnung ausgedrückt. Das ist die sogenannte Kennzeichnungstheorie, eine einfache Variante der Beschreibungstheorie.
Staln I 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Vokabular Kripke, S.A.
 
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Rorty II 131
Kripke/RortyVsKripke: die Kripkeaner berufen sich auf ein privilegiertes Vokabular zur wissenschaftlichen Beschreibung -" Kausalkräfte beschreibungsunabhängig -

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
metaphys. mögl. Kripke, S.A.
 
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Staln I 167
metaphysisch möglich/Kripke/Stalnaker: Bsp Shakespeare hätte keins seiner Werke schreiben müssen -" aber er hätte nicht etwas anderes sein können als ein menschliches Wesen -" er hätte keine andern Eltern gehabt haben können als die, die er tatsächlich hatte - (Essentialismus).
I 168
Andere Autoren VsKripke: Shakespeare hätte einige Eigenschaften kontrafaktisch haben können, aber nicht alle.
Namen Lewis, D.
 
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Schw I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Schw I 228
Namen/Prädikat/Eigenschaft/Lewis: These: Namen können alles benennen: statt Prädikat "F" nehmen wir "-heit" - Prädikate sind keine Namen und benennen nichts. - Prädikat/(s): kein sing Term - SchwarzVsLewis/ RussellVsFrege: wenn man annimmt, daß jedem Prädikat ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zugeordnet werden kann, folgt Russells Paradoxie.
Szientism Rorty, R.
 
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II 131
RortyVsSzientismus: seine Schwäche liegt darin, daß er aus der durch ein bestimmtes Beschreibungsvokabular ermöglichten Prognose und Benutzung der Kausalkräfte von Gegenständen die These folgert, dieses Vokabular sei anderen überlegen. Auf diesen Trugschluß berufen sich die Kripkeaner noch heute. (RortyVsKripke).
Namen Searle, J.R.
 
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Staln I 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
VsKripke Burkhardt, A.
 
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Wolf I 341
BurkhardtVsKripke: These: Dass Namen starre Bezeichnungsausdrücke sind, gilt zwar für den Regelfall, muss aber für andere Fälle entgegen seiner Ansicht ergänzt werden durch Freges Sinn-Begriff. BurkhardtVsFrege: seine Ansicht ist falsch, Eigennamen hätte sowohl Bedeutung als auch Sinn.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993