Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 25 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Beschreibung Hacking
 
Bücher bei Amazon
I 162
Beschreibung/StrawsonVsLeibniz: Monaden: eine vollständige Beschreibung wäre sinnlos! - VsPutnam: Interner Realismus: benötigt die Idee einer "vollständigen Beschreibung" wegen idealer Akzeptierbarkeit.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Beweise Vollmer
 
Bücher bei Amazon
I 234
Wissenschaft/Beweis/Physik/ Kant/früh/vorkritisch: Newtons Theorie kann nicht logisch bewiesen werden - das hatte KantVsLeibniz und KantVsWolff eingesehen. - Sie kann aber auch nicht empirisch verifiziert werden - das hatte Kant von Hume gelernt.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
Ding an sich Kant
 
Bücher bei Amazon
I 17
An sich/Kant: Frage: was ist an sich, nämlich über mich hinaus oder ohne mich, aber doch so, dass ich mich selbst erblicke als an sich? - Also: was an mir ist an sich? - - -
Strawson V 33/34
Ding an sich/Kant/StrawsonVsKant: dass die Dinge an sich nicht in Raum und Zeit sein sollen, macht die ganze Lehre unverständlich.
Stra V 95
Ding an sich/Kant: muss selbst gar nicht die Bedingungen der Subjektivität erfüllen - nur die Erscheinung muss sie erfüllen. Dann könnte die Erkenntnis der Dinge höchstens einer prästabilierten Harmonie verdankt werden. - (KantVsLeibniz).
Stra V 168
Ding an sich/Idealismus/Kant: wenn wir annehmen, dass Dinge unabhängig von unseren Wahrnehmungen existieren, dann müssen sie auch unabhängig von uns existieren (>Realismus). - Aber das nimmt Kant nicht an! - Kant: sie existieren nur durch unseren Verstand und unsere Sinnlichkeit. - - -
Adorno XIII 40
Ding an sich/VsKant/Adorno: man hat gegen Kant eingewandt, dass wenn die Dinge an sich und damit die Ursachen der Erscheinungen gänzlich unbekannt sind, woher wir dann überhaupt von ihnen reden und von ihnen wissen können.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Erscheinung Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 128
Ansich/Erscheinung/Leibniz/Josef König: ihr Verhältnis ist bei Leibniz ein dialektisches. Es entspricht wiederum genau dem Schema des "Übergreifenden Allgemeinen": Das Ansich ist Gattung seiner selbst (!), des Ansich und seines Gegenteils, der Erscheinung.
I 129
Damit ist nicht die Tatsache gemeint, dass die Erscheinung immer die Erscheinung eines Ansich ist, (was ja der Sinn des Wortes ist). KantVsLeibniz: denn dann könnte die Erscheinung ja immer noch verschieden von dem sein, dessen Erscheinung sie ist, und von daher wäre keine Kenntnis des Gegenstands möglich. (So sieht Kant das Verhältnis).
LeibnizVsKant: besteht darauf, dass die Erscheinung dasselbe ist wie das Ansich, das sich in der Erscheinung zeigt.
Die Welt tut das in der Perzeption. Dadurch vervielfältigt sie sich in zweifacher Hinsicht.
1. Als Ganzes aber jeweils unter anderer Perspektive
2. Sie erscheint räumlich als das Auseinandersein der verschiedenen Substanzen,
3. Sie erscheint zeitlich als Abfolge verschiedener Perzeptionen.
Das System der Perzeptionen ist "wohl begründet", weil es nichts anderes ist als die sich selbst beschränkende Aktivität der ursprünglichen Kraft des Ansich.
Der Unterschied zwischen Ansich und Erscheinung ist der Unterschied des Ansich selber! Das ist die Totalität und das Prinzip seines Unterschieds.
I 130
Daher ist die Erscheinung nicht gegen das Ansich abgehoben, sondern eine Art desselben und als solche etwas durchaus Reales. Erscheinung/Welt/Leibniz: die Welt erscheint nun immer nur insofern sie sich als Sosein einer einzelnen Monade ausdrückt.
Phänomenalität/Leibniz: die Weise, in der das Auszudrückende im Ausgedrückten enthalten ist. Jedes Ausgedrückte ist ein Phänomen. Es ist wohl begründet, weil das Ansich, indem es sich ausdrückt, das Phänomen ist, mit ihm identisch ist und es als erscheinendes Ansichseiendes begründet.
Das Phänomen ist der Realität nicht entgegengesetzt (VsKant) sondern gerade ihre spezifische Seinsweise im Vorgang der universellen Repräsentation.
Daher müssen auch alle Perzeptionen in allen einzelnen Substanzen einander entsprechen.
I 131
Einheit/Leibniz: nur so kann es sein, dass alle verschiedenen Monaden ein und dieselbe Erscheinung perzipieren. Das ist die "harmonie universelle" (univerelle Harmonie, s.o.) in Prozessform, in der alle Erscheinungen verknüpft sind, weil sie Erscheinungen desselben Ansich sind.
Phänomen/Repräsentation/Leibniz: das bedeutet nun aber, dass alles Seiende phänomenal ist. (Ebenso wie es zugleich Ansichseiendes ist).
Da Repräsentation bei Leibniz ein universaler und allseitiger Vorgang ist, muss jedes Seiende für jedes andere Seiende Phänomen sein.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Gehirn/ Gehirnzustand Bieri
 
Bücher bei Amazon
Metzinger II 65
Gehirn/Bieri: Bsp Angenommen, es gibt einen Fremdenführer durch unser Gehirn, der uns bei einer Besichtigung alles erklärt. "Es ist eine Gesetzmäßigkeit der Natur, dass dann, wenn hier bestimmte Prozesse ablaufen, der Mensch eben bestimmte Dinge empfindet".
Bieri: das ist gar nicht unser Problem, wir bezweifeln nicht. dass es Gesetzmäßigkeiten und Notwendigkeiten gibt. Was wir nicht verstehen ist, warum es sie gibt. Wir können nicht erkennen, was im Gehirn es notwendig macht, dass der Mensch etwas erlebt.
Der Fremdenführer fragt, was wollen sie wissen? a) warum ein bestimmtes Geschehen hier drin gerade dieses Erleben nach sich zieht, oder b)warum sich überhaupt ein Erlebnis einstellt?
Bieri: bei den beiden Fragen handelt es sich um ein und dasselbe Problem!
II 69
Gehirn/Bewusstsein/Bieri: unser Führer könnte uns einen detaillierten Schaltplan des Gehirns überreichen. "funktionale Architektur"., "Sie könnten auch mit einem anderen Material verwirklicht werden". (Turing Maschine). Also:
II 70
Zwischen Funktion und Erlebnisqualität gibt es nicht mehr inneren Zusammenhang als zwischen materieller Struktur und Erlebnisqualität.
Fremdenführer: "man darf das Gehirn nicht isoliert vom Körper betrachten"
Bieri: dann könnte man VsLeibniz sagen:
1. das Geschehen in der "Fabrik" bekommt einen kognitiven Gehalt dadurch, dass es gesetzmäßig mit Geschehnissen draußen verknüpft ist, die es kraft dieser Verknüpfung repräsentiert
2. dadurch, dass das fragliche Geschehen dem ganzen Menschen zu einem situationsangemessenen Verhalten verhilft.
Aber: unser Problem ist ja nicht Bedeutung, nicht kognitiver Gehalt, sondern Erlebnisgehalt!
Metzinger II 71
Gehirn/Bewusstsein/Erleben/Bieri : können wir uns nicht mit dem zufrieden geben, was wir haben: Kovarianz, Abhängigkeit, Determination? Nein: wenn wir das fragliche Verstehen nicht erreichen, dann verstehen wir auch nicht, wie unser Erleben in unserem Verhalten kausal wirksam werden kann, damit verstehen wir unser eigenes Subjektsein nicht.
Das physiologische Geschehen ist kausal lückenlos. Es gibt in dem Uhrwerk keine Stelle, an der Episoden des Erlebens nötig wären, damit es weiterläuft.
D.h. es gibt eine vollständige komplette Kausalerklärung für alles, was in unserem Gehirn stattfindet, in der wir als Subjekte bzw. Menschen überhaupt nicht vorkommen!
Daher scheint das Bewusstsein ohne Bedeutung für irgendeine Verursachung zu sein. Es könnte ebenso gut fehlen, und wir würden genauso durch die Welt stolpern, wie wir es tun.
((s) Wir müssten das Bewusstsein an irgendetwas anderem erkennen).
Unser gesamtes Verhalten könnte entfremdet sein. Das kann wegen der kausalen Lückenlosigkeit nicht ausgeschlossen werden.
II 72
Kausalität/Bieri: wenn wir sie rein physiologisch aufbauen, wissen wir, wie wir sie fortsetzen können, d.h. immer kleinteiliger werden. Das geht aber nicht, wenn die Erklärung mit einem Erlebnis beginnt. Dann müssen wir irgendwo auf die physiologische Ebene wechseln. Aber dann haben wir das Thema gewechselt!
II 74
Gehirn/Bieri: das Problem ist nicht, dass wir in der "Fabrik" etwas nicht sehen. Daraus könnte man nun folgern, dass es an irgendetwas anderem liegt... Vs: es ist aber nichts anderes denkbar! Aber das ist ja gerade die Hypothese, daß wir nichts anderes denken können. Diese Hypothese können wir nicht widerlegen.
Es klänge aber abenteuerlich, daß diejenige Tatsachen, die fürs Erleben relevant sind, nichts zu tun haben mit den Tatsachen, die sonst fürs Funktionieren des Gehirns relevant sind.
Wir haben in Betracht gezogen:
kausales Verstehen,
strukturelles Verstehen, funktionales Verstehen,
Verstehen des Ganzen aus Teilen.


Bieri I
P. Bieri
Analytische Philosophie des Geistes Weinheim 2007

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
Identifikation Strawson
 
Bücher bei Amazon
I 57
Identifikation/Strawson: wenn direkt aufgrund von Lokalisation dann ohne Erwähnung anderer Einzeldinge (ED) - Bsp Tod abhängig von Lebewesen - Bsp Blitz nicht von etwas Blitzendem.
I 64
Identifikation/Strawson: beobachtbare Einzeldinge können auch ohne Erwähnung ihrer Ursachen oder der Dinge, von denen sie abhängig sind, identifiziert werden. - Begriffliche Abhängigkeit spielt keine Rolle - aber man kann nicht grundsätzlich Geburten identifizieren, ohne sie als Geburt eines Lebewesens zu i.
I 65
Asymmetrie: wir brauchen in der Sprache nicht unbedingt Termini für Geburten als Einzeldinge - wohl aber für Lebewesen, weil wir selbst welche sind. (> continuant).
I 66
Identifizierbarkeit/Einzelding/Strawson: Minimalbedingung: sie dürfen weder privat noch unbeobachtbar sein.
I 87
Identifikation/Strawson: wir könnten nicht über Privates sprechen, wenn wir nicht über Öffentliches sprechen könnten
I 153
Identifikation/StrawsonVsLeibniz: Identifikation verlangt ein demonstratives Element: das widerspricht Leibniz’ Monaden, für die es Beschreibungen allein in allg Term geben soll! - dann ist nach Leibniz die Identifikation (Individuation) nur Gott möglich: der "vollständige Begriff" eines Individuums - das ist zugleich eine Beschreibung des gesamten Universums (von einem bestimmten Punkt aus, das garantiert die Eindeutigkeit).
I 245
Identifikation/Universale/Namen/Einzeldinge/Strawson: Sprecher/Hörer müssen jeder eine kennzeichnende Tatsache über Sokrates kennen - es muss aber nicht dieselbe sein - Bsp "Dieser Mann dort kann dich führen"- entscheidend: dass da jemand steht - Pointe: kein Teil führt ein Einzelding ein, aber die Aussage als ganzes präsentiert es - >"Unvollständigkeit".
VII 124
Identifikation/Referenz/Strawson: Bsp "Der Mann dort hat den Kanal zweimal durchschwommen". - Es hat den (falschen!) Anschein, dass man "zweimal referiert", a) einmal indem man nichts aussagt und folglich keine Aussage macht, oder
b) die Person mit sich selbst identifiziert und eine triviale Identität feststellt.
StrawsonVs: das ist der gleiche Fehler, wie zu glauben, dass der Gegenstand die Bedeutung des Ausdrucks wäre - Bsp "Scott ist Scott".
- - -
Tugendhat I 400-403
Identifikation/Strawson: a) Zeigen - b) Beschreibung, Raumzeit-Stellen. TugendhatVsStrawson: weil er Russells Theorie der direkten Relation unbewusst akzeptiert hatte, sah er nicht, dass es gar keine zwei Stufen gibt - Tugendhat wie Brandom: demonstrative Identifikation setzt die raumzeitliche, nicht-demonstrative voraus - ((s) > Brandom: Deixis setzt Anapher voraus) - Unterschied: Spezifikation/Tugendhat: "welches von allen?" - Identifikation: einzige Art. durch Raumzeit-Stellen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Identität Quine
 
Bücher bei Amazon:
Willard V. O. Quine
I 208ff
Identität/Davidson/Quine: wir sind außerstande, die Beziehung herauszugreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist. Grund: jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden. Falls der Geist nur denken kann, wenn er eine eindeutige Beziehung zu dem Gegenstand herstellt, dann ist Denken unmöglich. (QuineVsRussell). Identität: nicht ohne Begriffsschema
Identität: QuineVsHume, QuineVsLeibniz: Verwechslung von Wort und Gegenstand: nicht Relation zwischen verschiedenen Gegenständen, sondern Beziehung zwischen singulären Termini - a = b verschiedene Bezeichnungen.
I 211
Kopula bildet unbestimmte singuläre Termini: nicht mehr Fa sondern a = b - Bsp Agnes = ein Lamm - aber: Agnes blökt: Fa.
I 211
Synonymie und Analytizität abgestuft, Identität absolut.
I 365
Identitätsbedingungen stark/schwach/(s): > Bsp Paul und Elmar.
II 23
Identität/absolut unterscheidbar: offener Satz nur durch einen Gegenstand erfüllt. - Relativ unterscheidbar: nur in gegebener Reihenfolge erfüllt. - Identität: Gegenstände, die nicht relativ unterscheidbar sind, nicht alle Gegenstände, die nicht absolut unterscheidbar sind.
I 397
Theseus Schiff: es geht nicht um den Ausdruck "dasselbe" sondern um den Ausdruck "Schiff" - jeder allg Term hat sein eigenes Individuationsprinzip.
II 156ff
Individuation: in unserer Welt Moment-zu-Moment-Individuation. durch Prädikate - für Gegenstände wahllos (alles kann Gegenstand sein), für Prädikate entscheidend > Wahrheitswert. - Identifikation zwischen möglichen Welten: hängt ab von den Prädikaten - für Körper auch von Raumverdrängung, Zusammensetzung usw., daher nicht querweltein - "Derselbe Gegenstand" ist nichtssagend. - > singulärer Term, statt Prädikat. - - -
Geach I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ - wenn jemand sagt x ist identisch mit y, ist das ein unvollständiger Ausdruck - es ist eine Abkürzung für x ist dasselbe A wie y - (komisch, dass Frege das nicht vertreten hat) - Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden: (1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt - daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab: l- a = a. Denn wenn wir nehmen Fx für x ungleich a dann liefert uns Schema (1): (2)l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich l- a = a . - Geach I 240 Aber auch Geach pro relative Identität. - - -
Quine V 86
Identität/Quine: zunächst nur Mittel zur Verlängerung des zeitlichen Zeigens - dann selbst relativer Massenterm: Bsp "derselbe Hund wie" - dient zur Individuation der absoluten allg Term Bsp "Hund" - Geach: das ist eine Reduktion auf einen relativen Term. - Quine: das geht nicht, wenn Gegenstände sich überschneiden.
V 89
Identität/Geach: nur bezüglich eines allgemeinen Terms derselbe was.
V 161
Identität: eingeschränkte: in Bezug auf allgemeine Termini: "derselbe Apfel" - uneingeschränkte: : Lernen: 1. jeder der den Sätzen [a = b] und [a ist ein g] zustimmt, stimmt auch [b ist ein g] zu ((s) Transitivität) - 2. Disposition, [a = b] zuzustimmen, wenn erkannt ist, dass man [b ist ein g] aufgrund von [a ist ein g] für ein beliebiges g zustimmen kann. Relative Identität: auch diese Identität ist relativ, weil der Identitätsmassstab von Wörtern abhängig ist - [a = b] kann falsch werden, wenn neue Termini hinzukommen.
I 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: x = y als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist - Charakterisierung der Identität durch Ausschöpfung aller Relativsätze.
V 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: mit Quantifikation über Klassen wird x = y definierbar als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist. - Sprachlernen: hier anfänglich noch substitutionale Quantifikation - dann nicht Klasse, sondern Ausschöpfung der Relativsätze.
VII 65ff
Identität/Quine: wichtig: die Forderung nach Prozessen oder zeitlich ausgedehnten Objekten - indem man Identität statt Flussverwandtschaft annimmt, spricht man vom Fluss statt von Stadien.
IX 24
Def Identität/Quine: können wir jetzt vereinfachen: anstatt y = z: y = z steht für ∀x(x ε y ↔ x ε z) - weil wir die Individuen mit ihren Einerklassen identifiziert haben.
X 90
Def Identität/Quine: dann definieren wir "x = y" als Abkürzung für: Ax ↔ Ay.(z)(Bzx ↔ Bzy . Bxz ↔ Byz . Czx ↔ Czy . Cxz ↔ Cyz .(z’) (Dzz’x ↔ Dzz’y . Dzxz’ ↔ Dzyz’. Dxzz’ ↔ Dyzz’)) - d.h. dass die Gegenstände x u. y durch die vier Prädikate nicht unterscheidbar sind, auch nicht in Bezug auf die Relation zu anderen Gegenständen z und z’.
X 99
Identität/Quine: (in unserer Scheintheorie der Mengenlehre) nur zwischen Variablen, nicht zwischen Abstraktionsausdrücken oder ihren Schemabuchstaben definiert.
XII 71
Relative Identität/Quine: resultiert aus ontologischer Relativität, weil keine Entität ohne Identität - nur in Rahmentheorie erklärbar. - Bsp Ununterscheidbarkeit von Einkommensklassen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Identität Wessel
 
Bücher bei Amazon
I 220
Identität/Wessel: Identitätsaussage: Abkürzung einer Aussage über die Bedeutungsgleichheit zweier Termini: wechselseitiger Bedeutungseinschluss - ta tb = def (ta >tb) u (tb > ta) - das ist aber nur für individuelle Subjekttermini korrekt.
I 220f
Identität/Hegel: a = a: Bsp Sokrates ist Sokrates : verlangt, dass Sokrates in der Zeit keine Veränderungen durchmacht! WesselVsHegel: Verwechslung von Wort und Gegenstand - Identität und Verschiedenheit zweistellige Prädikate (Relation) - nicht einstelliges Prädikat. - x = y ist existentiell belastet.
I 221
Identität/WesselVsLeibniz: legt einen falschen Vergleich getrennter Gegenstände nahe.
I 227
Identität/Logik/Wessel: x = x: existentiell belastet : nur wahr, wenn ein Ding x existiert - nicht logisch wahr, keine Tautologie, empirische Tatsache (> Russell).
I 335
Def Identität/Wessel: i1 = i2 =def S(i1,ti2). (s) S : der Sachverhalt, dass i1 mit dem Namen i2 bezeichnet wird ? - dass a mit dem Namen b bezeichnet wird ? "b" steht für"a"? Def Verschiedenheit/Wessel: -i (i1 = i2) =def E(i1) u E(i2) u ~(i1 = i2) - ((s) es gibt zwei Ausdrücke i1 und i2, die nicht für denselben Gegenstand stehen.)
Identität/Wessel: wir setzen das Axiom: l- i1 = i2 > ti1 ti2. < ((s) wenn die Gegenstände identisch sind, folgt, dass die entsprechenden Ausdrücke bedeutungsgleich sind .)
I 379f
Identität/Wissenschaftslogik/Wessel: 1) zu einer beliebigen Zeit ist der Gegenstand a mit dem Gegenstand b in einer beliebigen räumlichen Ordnung bezüglich eines beliebigen Verfahrens zur Feststellung der Ordnung identisch - 2) immer, wenn einer von a und b existiert, existiert der andere auch - Struktur muss die Beziehungen der Gegenstände berücksichtigen - es gibt nichts in der Natur, was die Bevorzugung der einen oder anderen Relation rechtfertigt (keine Tatsache). Identität in der Zeit/Wissenschaftslogik/Wessel: wenn t2 nach t1, kann man nicht mehr von Identität sprechen! - t1 und t2 sind dann nur Repräsentanten derselben Klasse von Gegenständen a, wenn die Gegenstände unter Verwendung von Zeit definiert wurden.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Kontingenz Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist.
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
Zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (KantVsDescartes).


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
Leibniz-Prinzip Adams
 
Bücher bei Amazon
Millikan I 261
VsLeibniz’ Prinzip/Gesetz/R. M. Adams/Millikan: These: das Prinzip, das gebraucht wird, wenn man solche symmetrischen Welten konstruiert ist, das Prinzip, dass ein Individuum nicht von sich selbst unterschieden (getrennt) werden kann, daher können die zwei Welthälften nicht ein und dieselbe Hälfte sein. Leibniz’ Gesetz/VsVs/Hacking/Millikan: (jüngste Verteidigung von Hacking): die Einwände gehen nicht darauf ein, dass es sich um gekrümmten Raum statt um eine Verdoppelung handeln könnte.
Gekrümmter Raum/Hacking/Millikan: hier taucht ein und dasselbe Ding nochmals auf, es ist keine Verdoppelung wie in der Euklidischen Geometrie.
MillikanVsHacking: aber das würde eben die Frage nicht beantworten.
I 262
Es gibt aber immer noch zwei interessante Möglichkeiten: > Ununterscheidbarkeit. Leibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Millikan:
1. symmetrische Welt: man könnte behaupten, dass hier einfach keine Tatsache gibt, die darüber entscheidet, ob der Raum gekrümmt ist oder verdoppelt. ((s) >Nonfaktualismus).
Pointe: das würde beinhalten, dass Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig ist, und dass seine Gültigkeit nur eine Frage der Konvention ist.
2. symmetrische Welt: man könnte sagen, dass das Beispiel keine allgemeine Lösung anbietet, wohl aber die Annahme einer bestimmten gegebenen symmetrischen Welt: hier gäbe es dann sehr wohl einen Tatsache, ob der Raum gekrümmt ist oder nicht. Ein bestimmter gegebener Raum kann nämlich nicht beides sein!
Pointe: dann ist Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig.
Pointe: aber in diesem Fall ist das dann keine Frage der Konvention, sondern eine wirkliche Tatsache!
MillikanVsAdams/MillikanVsArmstrong/Millikan: weder Adams noch Armstrong berücksichtigen das.
Gekrümmter Raum/Millikan: hier ist das, was identisch ist, notwendig identisch ((s) weil es nur gespiegelt ist). Hier gälte das Kontrafaktische Konditional: wenn die eine Hälfte anders gewesen wäre, dann auch die andere. Hier scheint der Raum überhaupt nur doppelt zu sein.
Verdoppelung/Millikan: wenn der Raum (in Euklidischer Geometrie) gespiegelt ist, ist die Identität eine zufällig, nicht notwendige. Hier könnte die eine Hälfte sich ändern, ohne dass die andere Hälfte sich ändert. ((s) Kein Kontrafaktisches Konditional).
Identität: ist dann gegeben, wenn die Gegenstände nicht deswegen ununterscheidbar sind, weil ein Gesetz in situ gilt, sondern ein Naturgesetz, eine naturnotwendige Übereinstimmung.
I 263
Dann gilt in der zweiten Option Identität aus Kausalität. (x)(y){[NN(F)Fx äqui Fy] äqui x = y}
NN/Schreibweise: naturnotwendig unter natürlich möglichen Umständen.
Leibniz-Prinzip Millikan
 
Bücher bei Amazon
I 259
Leibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Leibniz/Millikan: These: ich behandle sein Prinzip so, dass es eine implizite Behauptung über grammatische Kategorien ist. (x)(y)[(F)(Fx äqui Fy) > x = y]
Problem: was ist der Bereich des Quantors „(F)“? ((s) > Logik 2. Stufe).
Hier können nicht einfach Elemente des Bereichs mit grammatischen Prädikaten gepaart werden. Die Menge der grammatischen Prädikate mag nicht von ontologischem Interesse sein. Bsp weder „…existiert“ noch „… = A“ noch „…bedeutet rot“ ist mit irgendetwas gepaart, was denselben Sinn hätte wie dass „…ist grün“ gepaart ist mit einer Variante eines Weltzustandes.
Quantifikation/Eigenschaften/Logik 2. Stufe/Millikan: vielleicht können wir sagen, dass der Quantor (F) über alle Eigenschaften geht, aber müssen wir diese Menge anders charakterisieren als durch Paarung mit grammatischen Prädikaten.
falsch: Bsp der Versuch von Baruch Brody These: „mit x identisch sein“ sollte man als eine Eigenschaft von x“ in dem Bereich des Quantors „(F)“ verstehen, ist ganz falsch! ((s) „mit sich selbst identisch sein“ als Eigenschaft.)
Wenn es so wäre, dann wäre jedes Ding, das alle Eigenschaften von x hat, mit x identisch. ((s) Auch wenn es zusätzliche Eigenschatten hätte).
Problem: unter dieser Interpretation ist Eigenschaft keine kohärente ontologische Kategorie.
Wie können wir Leibniz’ Prinzip behandelt, und den Begriff „Eigenschaft“ so behalten, dass er ontologisch kohärent ist?
I 260
Leibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Millikan: wird normalerweise als eine Behauptung über die Identität individueller Substanzen angesehen. Substanzen, bei denen es sinnvoll ist, ihnen Ort und Zeit zuzuschreiben. D.h. „x“ und „y“ gehen über Individuen. Quantor: (F) wird allgemein so aufgefasst, dass er nur über „allgemeine Eigenschaften“ geht. Oder über „rein qualitativen Eigenschaften“.
rein qualitative Eigenschaften: d.h. dass sie nicht im Hinblick auf bestimmte Individuen definiert sind: Bsp „die Eigenschaft „größer als Mt Washington zu sein“
Pointe: wohl aber: „die Eigenschaft, größer als etwas zu sein, dass die und die Eigenschaften hat, wobei diese die Eigenschaften von Mt. Washington sind.
individuenbezogene Eigenschaften/Millikan: werden normalerweise ausgeschlossen, weil sie Eigenschaften erlauben würden wie „identisch mit x sein“. Was zu einer leeren Lesart führen würde von Leibniz’ Gesetz.
MillikanVs: aber es ist gar nicht so, dass „ist identisch mit x“ keiner vernünftigen Eigenschaft entsprechen würde.
Leibniz’ Gesetz/Millikan: wird aber meist untersucht im Kontext der Relation des Bereichs allgemeiner Eigenschaften zu
I 261
dem Bereich der Dinge, die diese Eigenschaften haben. Also Frage: müssen wir einen Bereich solcher Dinge jenseits des Bereichs dieser allgemeinen Eigenschaften postulieren, oder können wir die Selbstidentität (Selbigkeit) eines Individuums in rein qualitativen Ausdrücken definieren können. Leibniz’ Gesetz/Millikan: in diesem Kontext scheint die Relation zu einem bestimmten Individuum ((s) und damit auch des Dings zu sich selbst) als eine unreine oder gemischte ontologische Kategorie zu sein.
VsLeibniz/VsLeibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Ununterscheidbares/Millikan: der klassische Einwand VsLeibniz ist, auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass das Universum perfekt symmetrisch sein könnte, wobei dann ein perfekt identisches ((s) ununterscheidbares) Individuum an einem anderen Ort wäre. ((s) D.h. es gäbe etwas von x Ununterscheidbares, das dennoch nicht identisch mit x wäre, gegen Leibniz Prinzip). (Siehe auch Adams).
Varianten: Bsp ein sich zeitlich wiederholendes Universum usw. Bsp zwei identische Wassertropfen, zwei identische Billardkugeln an verschiedenen Orten. ((s) Wieso dann identisch? Weil der Ort (die Koordinaten) nicht in die Identität einfließt!)
Eigenschaft/Leibniz: These: ein Bezug auf Raum und Zeit führt zu einer Eigenschaft, die nicht rein qualitativ ist.
Millikan: wenn man nun solche „unreinen“ Eigenschaften außer Acht lässt ((s) also nicht auf Raum und Zeit Bezug nimmt) haben die zwei Billardkugeln dieselben Eigenschaften!
VsLeibniz’ Prinzip/Gesetz/R. M. Adams/Millikan: These: das Prinzip, das gebraucht wird, wenn man solche symmetrischen Welten konstruiert ist, das Prinzip, dass ein Individuum nicht von sich selbst unterschieden (getrennt) werden kann, daher können die zwei Welthälften nicht ein und dieselbe Hälfte sein.
Leibniz’ Gesetz/VsVs/Hacking/Millikan: (jüngste Verteidigung von Hacking): die Einwände gehen nicht darauf ein, dass es sich um gekrümmten Raum statt um eine Verdoppelung handeln könnte.
Gekrümmter Raum/Hacking/Millikan: hier taucht ein und dasselbe Ding nochmals auf, es ist keine Verdoppelung wie in der Euklidischen Geometrie.
MillikanVsHacking: aber das würde eben die Frage nicht beantworten.
I 262
Es gibt aber immer noch zwei interessante Möglichkeiten: > Ununterscheidbarkeit. Leibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Millikan:
1. symmetrische Welt: man könnte behaupten, dass hier einfach keine Tatsache gibt, die darüber entscheidet, ob der Raum gekrümmt ist oder verdoppelt. ((s) >Nonfaktualismus).
Pointe: das würde beinhalten, dass Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig ist, und dass seine Gültigkeit nur eine Frage der Konvention ist.
2. symmetrische Welt: man könnte sagen, dass das Beispiel keine allgemeine Lösung anbietet, wohl aber die Annahme einer bestimmten gegebenen symmetrischen Welt: hier gäbe es dann sehr wohl einen Tatsache, ob der Raum gekrümmt ist oder nicht. Ein bestimmter gegebener Raum kann nämlich nicht beides sein!
Pointe: dann ist Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig.
Pointe: aber in diesem Fall ist das dann keine Frage der Konvention, sondern eine wirkliche Tatsache!
MillikanVsAdams/MillikanVsArmstrong/Millikan: weder Adams noch Armstrong berücksichtigen das.
Gekrümmter Raum/Millikan: hier ist das, was identisch ist, notwendig identisch ((s) weil es nur gespiegelt ist). Hier gälte das kontrafaktische Konditional: wenn die eine Hälfte anders gewesen wäre, dann auch die andere. Hier scheint der Raum überhaupt nur doppelt zu sein.
Verdoppelung/Millikan: wenn der Raum (in Euklidischer Geometrie) gespiegelt ist, ist die Identität eine zufällig, nicht notwendige. Hier könnte die eine Hälfte sich ändern, ohne dass die andere Hälfte sich ändert. ((s) Kein Kontrafaktisches Konditional).
Identität: ist dann gegeben, wenn die Gegenstände nicht deswegen ununterscheidbar sind, weil ein Gesetz in situ gilt, sondern ein Naturgesetz, eine naturnotwendige Übereinstimmung.
I 263
Dann gilt in der zweiten Option Identität aus Kausalität. (x)(y){[NN(F)Fx äqui Fy] äqui x = y}
NN/Schreibweise: naturnotwendig unter natürlich möglichen Umständen.
Millikan: das ist schon eine ziemlich extreme Auffassung, denn sie behauptet, dass wenn es zwei Mengen von äquivalenten Gesetzen gäbe, die alle Ereignisse erklären, eine dieser Mengen, aber nicht die andere wahr wäre, selbst wenn es gar keine Möglichkeit gäbe herauszufinden, welche der beiden Menge es ist, die wahr wäre.
Das würde dem entsprechen, dass man eine nur scheinbar symmetrische Welt bewohnte. Entweder das eine oder das andere wäre wahr, aber man würde nie herausfinden, was.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Letztbegründung Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 50
Def Evidenz/Gewissheit/a priori/Leibniz: die Gewissheit (der Notwendigkeit identischer Sätze A = B) stützt sich weder auf Empirie noch auf Deduktion, sondern auf eine apriorische Einsicht.
I 50
Rationalismus/HolzVsLeibniz: Problem für eine sich "wissenschaftlich" verstehende Philosophie: diese "unmittelbare Einsichtigkeit" sogenannter Letztbegründungen führt auf eine andere epistemologische Ebene. Gefahr des irrationalistischen Umschlags!
I 51
Damit ist die Gewissheit der Axiome nicht mehr abgesichert. Leibniz insistiert aber darauf, sie aus der "Evidenz der Identität" (mit sich selbst) bewiesen werden müssen.
Holz I 51
Letztbegründung/Beweis/Axiome/Evidenz/Leibniz/Holz: hier wird die Geltung des Identitätssatzes (A = B bzw. A = A ) als Erfahrungswert genommen! Es geht also nicht darum, dass die Prädikate im Subjekt inhärent sind. Diese Voraussetzung ist in sich selbst nicht mehr ableitbar. Evidenz ist keine logische Kategorie.
Die Geltung des Identitätssatzes darf also nicht nur rein logisch begründet werden. Sie hat eine vorprädikativen Ursprung.
Logik/Husserl: hat die Abstinenz der Logik von ihrem Erkenntnisgehalt nachdrücklich zurückgewiesen.
I 52
Letztbegründung/Beweis/Axiome/Evidenz/Leibniz/Holz: wir brauchen also einen anderen Typus von Sätzen als den offen oder virtuell identischen.
Holz I 75
Grund/Leibniz: kann nur durch das Durchlaufen der ganzen series rerum gefunden werden. Er ist nun aber deshalb nicht außerhalb der series rerum zu finden, sondern vollständig innerhalb, allerdings nicht am Anfang, sondern als die Reihe als Ganzes! Unterschied: während der unendliche Verstand außerhalb des Ganzen stehen müßte (als Abbildender) (vielleicht auch ein "unbewegter Beweger" usw.) muss der Grund (als Totalität der Reihe) innerhalb der Reihe sein.
Grund/Leibniz: der universelle letzte Grund (Gesamtheit der Reihe der Dinge, Welt, ultima ratio) ist auch für den endlichen Verstand notwendig, weil es sonst überhaupt nichts gäbe.
Holz I 83
Letztbegründung/LeibnizVsKant: macht den subjektphilosophischen Radikalismus nicht mit. Wie vor ihm Spinoza und nach ihm Hegel hat er von der seit Descartes unverzichtbaren Subjektreflexion aus einen nicht subjektiven Seinsgrund finden wollen, der sich in den Vernunftwahrheiten ausdrückt. Dafür reichen zwei Prinzipien aus:
1. Prinzip des Widerspruchs
2. Das Prinzip des zureichenden Grundes. (Kann auf das Widerspruchsprinzip zurückgeführt werden).
Da außerdem das Identitätsprinzip aus der Sinneswahrnehmung eingesehen wird, dürfen wir den Prinzipien der Sachen selbst (also ihrer ontischen Realität) die in unserem Denken vorausgesetzte Vernunft (ihre Logizität) zuschreiben.
Das ist ebenso panlogisch wie das System Hegels.
I 84
Im Universum und seinen Teilen ist so Logik niedergeschlagen und verkörpert.
Holz I 123
Letztbegründung/Existenz/Leibniz: zu begründen, warum es überhaupt etwas gibt bedeutet also, im Wesen der Möglichkeiten das Prinzip anzugeben, das der Minimalisierung der Verwirklichungstendenzen entgegenwirkt. Nun stellt sich heraus, dass die beiden Prinzipien:
1. Identitätsprinzip (Alles ist mit sich identisch")
2. Varietätsprinzip ("Verschiedenes wird von mir wahrgenommen") logisch, aber nicht ontologisch ausreichen, um die Existenz der Welt überhaupt zu begründen.
Man kann damit zwar vom Einzelnen auf Verschiedenes und auf einen gewissen Zusammenhang schließen und von daher begründen, warum etwas Bestimmtes (und nicht etwas anderes an seiner Stelle) ist,
I 124
Es bleibt aber unbegründet, warum überhaupt etwas ist. Das fehlende ontologische Zwischenglied findet Leibniz in einem dritten Axiom, das er zu den absolut ersten Wahrheiten zählt:
These: Alles Mögliche strebt nach Existenz und existiert daher, wenn nicht etwas anderes, das auch zur Existenz strebt es daran hindert und mit dem ersten unverträglich ist.
Das ist nach Leibniz beweisbar unter der Voraussetzung der Tatsachenwahrheit, dass wir überhaupt etwas wahrnehmen.
Außerdem machen wir ja die Erfahrung der Veränderung, dass etwas zu existieren beginnt, was vorher nicht da war. (Aber eben vorher möglich war).
Es kann nun aber a priori kein Grund ausgemacht werden, warum etwas stärker strebt als ein anderes, der Grund muss also im System der Ko Ordination (der gegenseitigen Hemmungen) gesucht werden.
Daraus folgt, dass immer diejenige Verbindung der Dinge existiert, in der am meisten existiert.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Mögliche Welten Hintikka
 
Bücher bei Amazon
I 74
Mögliche Welten/VsSemantik möglicher Welten/Hintikka: Problem: sie scheint Welten und vollständige Mengen von Possibilia zu verabsolutieren ((s) als selbstverständlich anzunehmen). Mögliche Welten/Leibniz: These: es gibt eine festgelegte Menge von Welten, unter denen Gott eine Auswahl trifft. HintikkaVsLeibniz: das ist extrem zweifelhaft.
Möglich Welten/Hintikka: sollten wir lieber Weltgeschichten oder Szenarien nennen.
I 75
Wir können die Menge der Welten auf solche beschränken, die vorstellbar sind. Semantik möglicher Welten/Hintikka: auf ihr kann man eine Theorie von Fragen und Antworten aufbauen.
I 76
Hier geht es darum, was möglich ist in mehr als einer Welt. Dafür müssen wir viel mehr annehmen, als in einer extensionalen Sprache angenommen wird. Referenz/Semantik möglicher Welten: hier reicht es nicht, nur die Referenten anzunehmen, die unsere Ausdrücke in der aktualen Welt haben.
- - -
I 196
Mögliche Welt/Individuenbereich/HintikkaVsKripke: man sollte nicht fordern, dass die Individuen beim Wechsel von Welt zu Welt dieselben bleiben müssen. Die Rede von Welten ist leer, wenn es keine möglichen Erfahrungen gibt, die sie unterscheiden könnten. Mögliche Welten/Hintikka: sollten am besten als durch die verbundenen möglichen Gesamtheiten der Erfahrung bestimmt werden.
Und dann kann Spaltung nicht ausgeschlossen werden.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Mögliche Welten Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Hintikka I 74
Mögliche Welten/VsSemantik möglicher Welten/Hintikka: Problem: sie scheint Welten und vollständige Mengen von Possibilia zu verabsolutieren ((s) als selbstverständlich anzunehmen). Mögliche Welten/Leibniz: These: es gibt eine festgelegte Menge von Welten, unter denen Gott eine Auswahl trifft. HintikkaVsLeibniz: das ist extrem zweifelhaft.
Möglich Welten/Hintikka: sollten wir lieber Weltgeschichten oder Szenarien nennen.
I 75
Wir können die Menge der Welten auf solche beschränken, die vorstellbar sind. - - -
Holz I 120
Mögliche Welten/Leibniz/Pape/Holz: ist für Leibniz der negative Hintergrund einer positiven Welt. Der Hintergrund kraft dessen die Positivität der einen verwirklichten Welt erst ihre Begründung gewinnt. Und zwar in einem umfassenden Sinn einer logischen, ontologischen und moralischen Rechtfertigung! Dabei ist die Kraft der Negation stärker als die der Position!

Möglichkeit/Wirklichkeit/Leibniz: eine Welt ist immer die Ganzheit alles Wirklichen und Möglichen und dieses Mögliche ist das real Mögliche (puissance) von dem das Wirkliche eine ausgewählte Teilmenge ist.

Mögliche Welten/LeibnizVsKripke: andere mögliche Welten können also nicht Welten von anderen Möglichkeiten sein (sonst wäre diese (unsere) Welt (die aktuale Welt) keine Welt, sondern nur eine Teilmenge).
I 122
Man darf die Dinge der Welt nicht durch mehrere Welten vermehren, denn es gibt deren keine Zahl, die nicht in dieser einen Welt, ja sogar in jedem ihrer Teile ist. Eine andere Gattung existierender Dinge einzuführen heißt den Begriff der Existenz zu missbrauchen.

Welt/Leibniz: nicht Summe der Teile, sondern deren geordneter Zusammenhang. Die Welt ist das die Individuen komponierende Weltgesetz.

Ordnung/Leibniz: entsteht nicht aus der Welt, sondern die Welt selbst ist die Ordnung, die Ordnung ist das Welt stiftende.
Nun ist allerdings aufgrund der a priori notwendigen Prinzipien (s.o.) keine andere Ordnung als die existierende zu denken!

Mögliche Welten/Leibniz: daher bleiben Welten, die von unserer qualitativ strukturell verschieden sind, inhaltlich unbestimmt und undenkbar! Sie wären bloße Schattenwelten.
Wohl aber ist es dem Denken a priori unmöglich, die Möglichkeit solcher anders geordneter Welten auszuschließen!
Leibniz: die Denkbarkeit möglicher Welten ist eine notwendige Möglichkeit des Denkens.
I 122/123
Lösung/Leibniz: und diese möglichen Welten wären als tatsächliche Nicht Welten sogar dann noch formal möglich, wenn es überhaupt keine Welt, sondern nichts gäbe.
Möglichkeit/Wirklichkeit/Leibniz: als Welten sind sie aber immer nur dann möglich, wenn sie nicht nichts sind.
Das liegt daran, dass Def Möglichkeit ontologisch nicht anders als als Kraft bestimmt werden kann, die zur Äußerung drängt.
Das Nichts an Möglichkeit wäre aber nicht denkbar, weil es eben keine Möglichkeit wäre und Denken ist immer Denken von zumindest Möglichem. (Gegebenenfalls dem möglichen Nichts!)

Nichts/Leibniz: ist dann eine Möglichkeit unter anderem. Im infinitesimalen Sinn die Minimalisierung des Möglichen oder eine Welt, deren Inhalt gegen Null tendiert, deren Möglichkeiten sich gegeneinander aufheben.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Nichtexistenz Hintikka
 
Bücher bei Amazon
I 37
Nichtexistente Objekte/unverwirklichte Möglichkeiten/HintikkaVsQuine/Hintikka: These: es gibt nichtexistente Objekte, und zwar in der aktualen Welt. (>Possibilia). HintikkaVsQuine: die Philosophen, die sie ablehnen, haben zu stark in syntaktischen Bahnen gedacht.
Hintikka. These: man muss die Frage eher semantisch (modelltheoretisch) beantworten.
Fiktion/Ryle: Test: gilt die Paraphrase?
Terence ParsonsVsRyle: Ryles Test schlägt fehl in Fällen wie Bsp „Mr. Pickwick ist eine Fiktion“.
HintikkaVsParsons: die Relevanz des Kriteriums ist überhaupt fraglich.
I 38
Ontologie/Sprache/sprachlich/HintikkaVsRyle: wie sollten linguistische Fragen wie Paraphrasierbarkeit über ontologischen Status entscheiden? Lösung/Hintikka: für die Frage ob es nichtexistente Objekte gibt: Modelltheorie.
Bsp Puccinis Tosca: her geht es darum, ob die Soldaten Kugeln in ihren Gewehrläufen haben.
Pointe: selbst wenn sie welche haben, wären es nur fiktive!
Modelltheorie/Hintikka: liefert eine ernstzunehmende Antwort. ((s) „wahr im Modell“ heißt, in der Geschichte ist es wahr, dass die Kugeln da sind).
HintikkaVsParsons: man sollte nicht zu stark syntaktisch argumentieren, d.h. nicht bloß fragen, welche Schlussfolgerungen gezogen werden dürfen und welche nicht.
Akzeptanz/Akzeptierbarkeit/Inferenzen/Hintikka: fragen nach der Akzeptierbarkeit von Inferenzen und von Sprache und Intuitionen sind syntaktisch.
Singuläre Termini/ontologische Verpflichtung/Existenz/Parsons: Parsons spricht davon, dass der Gebrauch von singulären Termini uns zu einer existentiellen Generalisierung verpflichtet. Und damit auf eine Referenten. D.h. es ist eine Verpflichtung zu einer Inferenz.
HintikkaVsParsons.
I 39
Nichtexistente Objekte/Substanz/Welt/Tractatus/Hintikka: der Grund, warum Wittgenstein seine „Objekte“ als Substanz der Welt, ((s) die nicht vermehrt oder vermindert werden kann) postulierte ist, dass ihre Existenz nicht ausgedrückt werden kann.
I 40/41
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt. Mögliche Welten/Leibniz/Duns Scotus/Hintikka: solche Erwägungen führten Leibniz und vor ihm Duns Scotus dazu, die ungeordnete Menge nichtexistenter Individuen auf abgeteilte Welten zu verteilen.
Gesamtheit: aller nichtexistenter Objekte: ist ein nicht-wohlgeformte Gesamtheit.

Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der aktualen Welt.
bona fide-Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren Welten existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Welten dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 103
Nichtexistenz/nicht wohldefiniert/HintikkaVsMontague: die Montague-Semantik lässt es nicht zu, dass die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz sinnlos sein könnte, weil ein Individuum in einer Welt nicht wohldefiniert ist. ((s) Weil bei Montague der Individuenbereich als konstant angenommen wird). Individuenbereich/Lösung/Hintikka: wir müssen zulassen, dass der Individuenbereich nicht konstant ist. Aber Problem:
Quantifikation/Glaubenskontext/Existenz/Wahrheit/Hintikka: im folgenden Beispiel müssen wir Existenz voraussetzen, damit der Satz wahr sein kann:
(11) John sucht ein Einhorn und Mary sucht es auch. ((s) Dasselbe Einhorn).
((s) Nummerierung sic, danach mit (8) weiter)
Reichweite/Quantor/Hintikka: in der einzig natürlichen Lesart von (11) muss man annehmen, dass die Reichweite des impliziten Quantors so ist, dass „ein Einhorn“ eine weitere Reichweite hat als „sucht“.
((s) d.h. dass beide dasselbe Einhorn suchen. Problem: wie kann man wissen, ob beide Subjekte an dasselbe Individuum glauben?)

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Ordnung Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 76
Ordnung/Struktur/Welt/Leibniz: die Annahme einer ausnahmslosen Gesetzlichkeit der materiellen Welt stellt uns vor die Aufgabe, das Sein der Natur im Ganzen vorgängig vor einem einzelnen Naturseienden apriorisch zu begründen. Das Ganze muss vor der Formulierung seiner partiellen Verlaufsregeln gewiss sein, damit die Intelligibilität des Einzelnen gewährleistet ist.
Dadurch gewinnt das Axiom "Nur ein einziges Seiendes ist notwendig" seinen Stellenwert.
I 77
denn aus ihm folgt: "Das notwendig Seiende enthält in sich alle Bedingungen der Dinge". Ein endliches Seiendes kann nicht aus sich selbst heraus begriffen werden.
Allein das Ganze ist unbedingt, weil außer ihm nichts sonst mehr ist.
Holz I 95
Welt/Ordnung/Leibniz/HolzVsLeibniz: gerade die Spezifik des Zusammenhangs der Welt bleibt bei Leibniz ungeklärt, da der "unbewegte Beweger" außerhalb angesiedelt gedacht werden muss. Leibniz/Holz: entwickelt eine Einheit von Metaphysik und Physik.
I 96
Ordnung/Welt/Gott/Leibniz: Gott tut nichts außer der Ordnung. Es ist nicht einmal möglich, Ereignisse zu ersinnen, die nicht der Regel gemäß sind! Der Mechanismus reicht aus, um das Entstehen aller Tiere zu erklären. Organische Präformation im Samen.
Die Mechanik muss man allerdings voraussetzen, und diese kann ihrerseits nur a priori durch metaphysische Vernunftüberlegungen festgestellt werden.
I 97
Die Welt ist von Anfang an ein System von Wechselwirkungen. Das Prinzip der Partikularität jedes Einzelnen ist zugleich das Prinzip der Universalität des Zusammenhangs aller Seienden.
Universelle Harmonie/Leibniz: ist der Strukturtitel für das System des Substanzen. Nicht nachträglich, sondern aus dem Wesen und Begriff der Monaden.
Prästabilierte Harmonie/Leibniz: entgegen einem verbreiteten Mißverständnis der Spezialfall der Übereinstimmung zwischen physischen und geistigen Aspekten des substantiellen Seins.
I 98
Also zwischen "Körper" und "Seele", zwischen materiellen Vorgängen in der res extensa und Vorstellungen in der res cogitans. Holz: man könnte auch von prästabilierter Harmonie sprechen zwischen extensionalen und intensionalen Aspekten der logischen Abbildung ontischer Verhältnisse.
Für den Weltbegriff ist die allgemeinere Fassung der universellen Harmonie maßgebend.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Possibilia Hintikka
 
Bücher bei Amazon
I 40/41
Nichtexistenz/nichtexistente Objekte/Lokalisierung/Mögliche Welten/Hintikka: These: jedes nichtexistente Objekt ist in seiner eigenen Welt. Mögliche Welten/Leibniz/Duns Scotus/Hintikka: solche Erwägungen führten Leibniz und vor ihm Duns Scotus dazu, die ungeordnete Menge nichtexistenter Individuen auf abgeteilte Welten zu verteilen.
Gesamtheit: aller nichtexistenter Objekte: ist ein nicht-wohlgeformte Gesamtheit.

Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der aktualen Welt.
bona fide-Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren Welten existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Welten dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 73
Possibilia/Hintikka: These: die Rede über menschliche Erfahrung macht die Annahme von Possibilia notwendig. (Unverwirklichte Möglichkeiten). HintikkaVsQuine. Intentionalität/Husserl/Hintikka: nach Husserl ist das Wesentliche des menschlichen Denkens in einer Beziehung zu unverwirklichten Möglichkeiten.
Possibilia/Hintikka: wir brauchen sie, um mit logisch inkompatiblen Entitäten gleichen logischen Typs umzugehen.
Semantik möglicher Welten/Hintikka: ist die entsprechende Modelltheorie.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Querweltein- Identität Hintikka
 
Bücher bei Amazon
I XV
Querwelteinidentität/Hintikka: bleibt ein entscheidendes Problem. These: sie läuft darauf hinaus, ein Objekt (oder seine Spur) in den Welten zu verfolgen, die es gemeinsam hat. D.h. es läuft auf eine Re-Identifikation hinaus, zwischen Zeitscheiben desselben Ereignisverlaufs. Es ist eine Sache der Kontinuität.
Das Problem entspricht dem der Stabilitätstheorie von Mengen von Differentialgleichungen.
I XVI
Katastrophentheorie/René Thom/Hintikka: das Problem ist eng verwand mit der Katastrophentheorie. Querwelteinidentität/Hintikka:
Quine: hält sie für ein hoffnungsloses Problem
HintikkaVsKripke: dieser unterschätzt das Problem und hält sie für garantiert. Dabei mogelt er.
Weltlinie/Querwelteinidentität/Hintikka: 1. wir müssen erlauben, dass einige Objekte in gewissen MöWe nicht nur nicht existieren, sondern dass ihre Existenz dort undenkbar ist! D.h. Weltlinien können aufhören zu existieren – mehr noch: es kann sein, dass sie in gewissen Möwe nicht definiert sind.
Problem: in der gewöhnlichen Wissenslogik (Glaubenslogik) ist das nicht gestattet.
2. Weltlinien können auf zwei Arten gezogen werden:
a) Objekt-zentriert
b) Agent-zentriert.
Analogie: das kann man mit Russells Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und durch Beschreibung in Beziehung setzen.
I 78
Querwelteinidentität/Hintikka: Problem: z.B. intentionale (opake) Kontext (Glaubenskontexte) hier schlägt die existentielle Generalisierung (EG) fehl. D.h. wenn ein Satz A[b] für ein Subjekt wahr ist, können wir nicht schließen, dass es ein Objekt gibt, von dem der Satz A wahr ist (Ex)A[x].
I 79
Lösung/Semantik möglicher Welten/Hintikka: verschiedene Individuen in verschiedenen Welten annehmen. Wenn die Semantik möglicher Welten recht hat, schaffen wir es irgendwie, die Querwelteinidentität festzustellen. Wissen/Wissen-wer/Wissen-.was/Semantik möglicher Welten: Bsp
(4) (Ex)Victoria weiß, dass Lewis Carroll x ist.
modelltheoretisch: sagt das, dass „Lewis Carroll“ dasselbe Individuen in allen Welten herausgereift, die mit dem Wissen von Victoria kompatibel sind.
Das ist synonym mit
(5) Victoria weiß, wer Lewis Carroll ist.
I 80
Mögliche Welten/Universum/Querwelteinidentität/HintikkaVsLeibniz/Hintikka: Problem: wenn Welten ganze Universen sind, wechselt der Rahmen zwischen ihnen zu stark, dass fraglich ist, wie man Individuen re-identifizieren sollte.
I 80
Querwelteinidentität/Querwelteinidentifikation/Hintikka: normalerweise halten wir einen großen Teil der Welt fixiert, wenn wir zwei Individuen identifizieren. Vergleichbarkeit/Hintikka/(s): so werden Alternativen vergleichbar. Um Alternativen zu verschiedenen Teilen vergleichbar zu machen, dehnen wir sie aus. Die Erweiterungen sollten einen Teil gemeinsam haben.
Im Extremfall teilen sie ihre Geschichte.
identisch: sind zwei Objekte (Individuen) wenn ihre Geschichte zusammenfällt. Das führ dazu, dass Querwelteinidentifikation teilweise reduziert wird auf Re-Identifikation. D.h. es wird zu dem Problem. Wie die Raumzeit zu einer gemeinsamen Grundlage zurückverfolgt werden kann.
Vorteil: wir müssen nicht jede einzelne Möwe berücksichtigen.
I 81
Querwelteinidentifikation/Querwelteinidentität/Locke/Kripke/Hintikka: These: Verursachung spielt eine wichtige Rolle.
I 205
Querwelteinidentifikation/corss-identification/Wahrnehmung/Hintikka: hier müssen wir Situationen annehmen, wenn es um wahrnehmungsmäßige Identifikation geht. Denn es muss in ihnen einen Wahrnehmenden geben, und die verschiedenen Situationen (Welten) müssen den Wahrnehmungsraum des Subjekts teilen. Semantik möglicher Welten/Wahrnehmung/HintikkaVsSemantik möglicher Welten: hat diesen Punkt übersehen.
Situation/Semantik möglicher Welten/Hintikka. Außerdem sollte die Semantik möglicher Welten Relationen zwischen kleineren und größeren Situationen untersuchen.
I 206
Deskriptive Querwelteinidentifikation/beschreibungsmäßig/Hintikka: deskriptive Identifikation sollte zwischen Teilen der Welt stattfinden, die größer sind als die aktuale wahrnehmungsmäßige Queridentifikation. Also einen Vergleich zwischen „größeren“ und „kleineren“ Situationen.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Rationalismus Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 50
Def Evidenz/Gewissheit/a priori/Leibniz: die Gewissheit (der Notwendigkeit identischer Sätze A = B) stützt sich weder auf Empirie noch auf Deduktion, sondern auf eine apriorische Einsicht.
Holz I 50
Rationalismus/HolzVsLeibniz: Problem für eine sich "wissenschaftlich" verstehende Philosophie: diese "unmittelbare Einsichtigkeit" sogenannter Letztbegründungen führt auf eine andere epistemologische Ebene. Gefahr des irrationalistischen Umschlags!
I 51
Damit ist die Gewissheit der Axiome nicht mehr abgesichert. Leibniz insistiert aber darauf, sie aus der "Evidenz der Identität" (mit sich selbst) bewiesen werden müssen.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Raum Kant
 
Bücher bei Amazon
I 85
Raum/Relationismus/Relationalismus/Leibniz: (laut Kant): besteht nur vermöge des gegenseitigen Verhältnisses der Dinge in ihm. - KantVsLeibniz: Gegen-Beispiel: Inkongruenz von rechter und linker Hand oder Spiegelbild - eine Umstülpung stellt hier nicht die Identität wieder her. ((s) Das müsste sie aber, wenn nur die Relationen eine Rolle spielten.) - ((s) Chiralität/VsRelationismus).
Strawson V 28
Raum/Zeit/Kant: Totalität: scheint uns eine Disjunktion aufzuzwingen: entweder begrenzt, es gibt ein letztes Element, oder unbegrenzt. - Da die Antinomien empirisch nicht entscheidbar sind, ist damit bestätigt, dass Raum und Zeit nur als Erscheinungen und nicht als Dinge an sich existieren. StrawsonVsKant: es ist nicht klar, dass es keine empirische Lösung gibt.
Stra V 48
Raum/Zeit/Kant: nicht von den Dingen produziert, sondern von den Subjekten - Raum und Zeit sind Bewusstseinszustände - Bewusstseinszustand: niederrangig, bloss Wirkung von Dingen, nicht deren Zustände.
V 49
Raum erwächst nicht aus Erfahrung, sondern Erfahrung setzt Raum voraus.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Realismus Kant
 
Bücher bei Amazon
Strawson V 230
Realismus/KantVsLeibniz: nimmt Wahrheiten über unabhängiger Gegenstände an. - Kant: stattdessen dürfen wir nur von Begriffen sprechen. - - -
Stroud I 134
Realismus/Kant: a) metaphysischer Realismus: dass Dinge unabhängig von uns im Raum existieren - b) epistemischer realismus: enthält etwas über unseren Zugang zu den Dingen - These: Wahrnehmung: ist direkt und unproblematisch - daher ist Wissen von äußeren Dingen (Außenwelt) möglich.
Skandal/Kant: dass der Realismus niemals zuvor bewiesen wurde.
I 135
Moores Hände/Kant/Stroud: Kant kann sich nicht beklagen, dass Moore die Dinge nur durch Glauben annähme.
I 136
Es geht auch nicht um fehlende Allgemeinheit - ((s) Der Beweis ist durchaus allgemein! (s.o. Kap 3). - - -
Stroud I 162
Def Transzendentaler Realismus/Kant: fasst die äußeren Dinge als etwas von den Sinnen getrenntes auf - KantVs: das führt zum empirischen Idealismus. - Problem: dann sind wir unserer Repräsentationen bewusst, wissen aber nicht, ob ihnen etwas Existierendes entspricht.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Realität Leibniz
 
Bücher bei Amazon
Holz I 61
Wirklichkeit/Realität/Leibniz: was zu denken möglich ist, ist vernünftig und könnte, rein logisch, auch möglich sein.
Holz I 125
Vollkommenheit/Existenz/Leibniz: Bsp Angenommen, A,B,C,D seien gleichrangig, aber D mit A und B unverträglich, die anderen aber alle untereinander verträglich außer mit D, dann folgt, dass A,B und C unter Ausschluss von D existieren. Das ist das Prinzip der Kompossibilität.
Realität/Leibniz: jeweils das höchste Maß an Sachgehalt (Verwirklichung): "perfectio".
Beste Welt/beste aller möglichen Welten/Leibniz: das ist der Sinn der These, dass wir in der besten der Welten leben: es ist einfach die Verwirklichung der meisten Möglichkeiten, was daraus folgt, dass alle Möglichkeiten verwirklicht werden, die sich nicht gerade gegenseitig hindern.
Insofern ist diese Welt auch nicht zufällig so beschaffen, wie sie ist.
In die Theologie übersetzt heißt das, Gott habe die Welt nach seiner eigenen Rationalität notwendig erschaffen, weil sie die Optimierung der durch diese Rationalität bedingten Prozesse ist.
VoltaireVsLeibniz: "Candide". Vs"Beste der Welten". Ironisierung der Leibnizschen Theorie.


Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Substitution Quine
 
Bücher bei Amazon:
Willard V. O. Quine
VII 29
Ersetzbarkeit/Substitution/QuineVsLeibniz: die Stärke dieser Forderung variiert mit der Reichhaltigkeit der Sprache - wir brauchen ein- und mehrstellige Prädikate, Wahrheitsfunktionen (nicht, und, oder usw.), Klassen, Klassen von Klassen, Kennzeichnungen, sing Term - diese Sprache ist dann extensional: jede zwei Prädikate, die extensional übereinstimmen (vom selben Objekt wahr sind) sind ersetzbar salva veritate - das sichert aber keine kognitive Synonymie.
VII 56
Ersetzbarkeit/Quine: Frage salvo quo? Etwas wird immer verändert.
IX 9
Einsetzen/Substitution/Quine: wenn in einer Aussage, die für "Fx" substituiert wurde, freie Variablen außer "x" vorkommen, dann dürfen es nicht solche, sein, die in den Wirkungsbereich von Quantoren geraten, die in dem Schema, in dem die Substitution vorgenommen wurde, vorkommen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Verschiedenheit Demokrit
 
Bücher bei Amazon
Adorno XIII 202
Verschiedenheit/Demokrit/Adorno: Wie kommt es zu der Verschiedenheit der Dinge? Das Problem aller antiken Philosophie bestand darin, ein einheitliches Prinzip anzugeben, aus dem sich alles erklärt und mit dem man gegen die unendliche Vielfalt der Naturmythologie reagieren konnte.
XIII 203
Atome/Demokrit/Adorno: haben nicht etwa innere Zustände, sondern nur mechanische. Diese Vorstellung, dass eigentlich das Wesen der Dinge nur von außen und nicht von innen her zu fassen sei und dass es ein Inneres eigentlich nicht gebe hat eine ungeheure Konsequenz für die gesamte Geschichte der Wissenschaften gehabt.
XIII 204
AristotelesVsDemokrit/Adorno: These: die Objektivität und Wirklichkeit der Formen sei den Dingen selber immanent. Naturwissenschaft: die neuere Naturwissenschaft hat diese Aristotelische und mittelalterliche Anschauung kritisiert und nicht mehr versucht, von innen her, von diesen Formen her die Materie zu begreifen. Man hat einfach von außen Beobachtungen gemacht und registriert.
Das ist VsKant, VsLeibniz, VsWolff.
Lager: Leibniz, Wolff pro Aristoteles.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Wissenschaft Kant
 
Bücher bei Amazon
Vollmer I 234
Wissenschaft/Beweis/Physik/Kant/früh/vorkritisch: Newtons Theorie kann nicht logisch bewiesen werden - das hatte KantVsLeibniz und KantVsWolff eingesehen. - Sie kann aber auch nicht empirisch verifiziert werden. - Das hatte Kant von Hume gelernt.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 34 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsLeibniz Locke Vs Descartes, R.
 
Bücher bei Amazon
I 27
angeborene Ideen/LockeVsSchoalstik/LockeVsDescartes: es gibt keine angeborenen Ideen! Weder im spekulativen noch im praktischen (moralischen, theologischen) Denken, auch nicht in Form von "Maximen", also unmittelbar einleuchtenden Prinzipien. 1. spekulative Prinzipien: wären sie angeboren, müssten sie bei noch nicht durch Vorurteile verbildeten Menschen nachweisbar sein, als z.B. bei Kindern oder Geistesschwachen, und das sind sie nicht!
2. wären Wahrheiten in Form von Sätzen angeboren , so müssten dies auch die dazugehörenden Begriffe sein, sogar die Folgerungen aus diesen Sätzen! Derartige Annahmen dehnten den Bereich angeborener Begriffe und Sätze aber ins Unübersehbare aus.
3. Maximen: die spontane Zustimmung zu ihnen bedeutet, dass sie zuvor nicht gewusst wurden! Angeborenes müsse aber immer präsent sein.
ChomskyVsLocke/(s): würde einwenden, dass Grammatikregeln auch erst ins Bewusstsein treten. Da geht es um die Leichtigkeit des Lernens).
angeborene Ideen/Locke: die Annahme, Denken beginne mit der Anwendung angeborener Denkgesetze oder erster Prinzipien, die mehr seien als bloß instrumentales Denkvermögen, ist eine Täuschung.
I 45
Körper/Ausdehnung/res extensa/LockeVsDescartes: Ausdehnung und Körper sind daher nicht identisch! Es ist auch gar nicht ausgemacht, dass sie der Geist vom Körper unterscheiden lassen muss. (Riskierte den gefährlichen Vorwurf des Materialismus). Die Idee der Ausdehnung und die Idee des Körpers sind verschieden.
Ausdehnung: schließt weder Festigkeit noch Widerstand gegen Bewegung (Trägheit) ein.
Raum: kann nicht geteilt werden, weil sonst Oberflächen entstünden!
VsCartesianer: diese müssen zugeben, dass sie in Anbetracht der Unendlichkeit des Raums entweder Körper als unendlich denken, oder aber zugeben müssten, dass Raum nicht mit Körper identifiziert werden kann.
I 52
res cogitans/LockeVsDescartes: Descartes: Welt der Körper und des Denkens strikt zu trennen.
Locke: gibt zu bedenken, ob es nicht ausgedehnte Dinge, also Körper geben könnte, die denken, etwas fließende Materiepartikel. Jedenfalls ist nicht auszuschließen, dass Gott in seiner Allmacht "Materiesystemen" die
I 53
Kraft der Wahrnehmung und des Denkens gegeben oder "übergestülpt" habe. Dadurch fühlten sich zeitgenössische Theologien, besonders sein Kontrahend Stillingfleet provoziert.
LockeVsDescartes: führt auch zu Problemen mit der menschlichen Identität (s.u.).
I 54
Identität/LockeVsDescartes: Problem: das Verhältnis von Substanz und Person, wenn die Denkfähigkeit allein einer immateriellen Substanz zugeschrieben wird. Bsp so wäre es denkbar, dass jemand die Überzeugung vertreten könnte, ersei dieselbe Person wie Nestor. Wenn man nun die Richtigkeit der Cartesianischen These voraussetzt,
I 55
so sei es denkbar, dass ein zeitgenössischer Mensch tatsächlich die Person Nestor sei. So sei er deshalb aber doch nicht der Mensch Nestor, eben weil die Idee des Menschen nicht von seiner körperlichen Gestalt ablösbar sei.
Das ist für uns heute abstrus. (>Geach).
Locke relativiert die These damit, dass es für das Bewusstsein auf die Beschaffenheit der Substanz gar nicht ankomme, weshalb er diese Frage offen lassen wolle - er vermittelt dabei den Eindruck, dass er der materialistischen Sichtweise zugeneigt ist.
- - -
II 189
Klarheit/LockeVsDesacrtes: kein Wahrheitskriterium, sondern weiterer Sinn: auch im Bereich bloß wahrscheinlichen Wissens.
II 190
Deutlichkeit/LockeVsLeibniz/LockeVsDescartes: bei ihm an Benennbarkeit gebunden. Setzt die Möglichkeit eindeutiger Bezeichnung voraus. (>Sprache).
II 195
Erkenntnis/Locke: intuitive und demonstrative Erkenntnis bilden nach Locke eine vollständige Disjunktion der möglichen sicheren Erkenntnis. VsDescartes: diese besteht nicht in einem Erkennen vorgegebener begrifflicher Gehalte, das sich in deren Anschauung vollzieht, sondern konstituiert sich erst auf der empirischen Grundlage einfacher Ideen in der Verstandestätigkeit.

Loc II
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsLeibniz Leibniz Vs Kant, I.
 
Bücher bei Amazon
Frege III 31
Zahlen/LeibnizVsKant: hat denn auch die Beweisbarkeit der Zahlformeln behauptet. "Es ist keine unmittelbare Wahrheit, daß 2 und 2 4 sind. Vorausgesetzt, daß 4 bezeichnet 3 und 1. Man kann sie beweisen, und zwar so:
Definitionen: 1. 2 ist 1 und 1,
2. 3 ist 2 und 1
3. 4 ist 3 und 1.

Axiom: Wenn man gleiches an die Stelle setzt, bleibt die Gleichung bestehen.
Beweis: 2 + 2 = 2 + 1 + 1 = 3 + 1 = 4.
Also: nach Axiom: 2 + 2 = 4.

- - -
Leibniz I 83
Letztbegründung/LeibnizVsKant: macht den subjektphilosophischen Radikalismus nicht mit. Wie vor ihm Spinoza und nach ihm Hegel hat er von der seit Descartes unverzichtbaren Subjektreflexion aus einen nicht subjektiven Seinsgrund finden wollen, der sich in den Vernunftwahrheiten ausdrückt. Dafür reichen zwei Prinzipien aus:
1. Prinzip des Widerspruchs
2. das Prinzip des zureichenden Grundes. (Kann auf das Widerspruchsprinzip zurückgeführt werden).
Da außerdem das Identitätsprinzip aus der Sinneswahrnehmung eingesehen wird, dürfen wir den Prinzipien der Sachen selbst (also ihrer ontischen Realität) die in unserem Denken vorausgesetzte Vernunft (ihre Logizität) zuschreiben.
das ebenso panlogisch wie das System Hegels.
I 84
Im Universum und seinen Teilen ist so Logik niedergeschlagen und verkörpert. Metaphysik/Logik/Leibniz: daher lassen sich alle Beziehungen zwischen Wirklichkeiten phänomenalen wie metaphysischen in logischer Form ausdrücken.
Letztbegründung/LeibnizVsKant: nicht erscheint die Welt logisch, weil das Subjekt sie in der Logikform seines Denkens auffasst, sondern die Logikform des Denkens ist zwingend, weil die Welt sich als logisch verfasste zeigt.
Leibniz: dem Subjekt zeigt sich die Welt nun aber gerade nicht als Welt sondern als additive Reihe, als Aggregat.
- - -
I 128
Phänomen/LeibnizVsKant: darf nicht kantisch als vom Wesen getrennt aufgefasst werden! Vielmehr bildet der "mundus intelligibilis" die Grundlage für den "mundus sensibilis". Dieser ist auch keine Verdoppelung, sondern eine "Übersetzung".
Das Phänomenale ist das Substanzielle selbst, aber unter Bedingungen der Imagination, für die Räumlichkeit und Zeitlichkeit maßgeblich sind.
Ansich/Erscheinung/Leibniz/Josef König: ihr Verhältnis ist bei Leibniz ein dialektisches. Es entspricht wiederum genau dem Schema des "Übergreifenden Allgemeinen":
Das Ansich ist Gattung seiner selbst (!), des Ansich und seines Gegenteils, der Erscheinung. ((s) > „Das übergreifende Allgemeine“, >Paradoxien)
I 129
Damit ist nicht die Tatsache gemeint, dass die Erscheinung immer die Erscheinung eines Ansich ist, (was ja der Sinn des Wortes ist). KantVsLeibniz: denn dann könnte die Erscheinung ja immer noch verschieden von dem sein, dessen Erscheinung sie ist, und von daher wäre keine Kenntnis des Gegenstands möglich. (So sieht Kant das Verhältnis).
LeibnizVsKant: besteht darauf, dass die Erscheinung dasselbe ist wie das Ansich, das sich in der Erscheinung zeigt.
Die Welt tut das in der Perzeption. Dadurch vervielfältigt sie sich in zweifacher Hinsicht.
1. als Ganzes aber jeweils unter anderer Perspektive
2. sie erscheint räumlich als das Auseinandersein der verschiedenen Substanzen,
3. sie erscheint zeitlich als Abfolge verschiedener Perzeptionen.
Das System der Perzeptionen ist "wohl begründet", weil es nichts anderes ist als die sich selbst beschränkende Aktivität der ursprünglichen Kraft des Ansich.
Der Unterschied zwischen Ansich und Erscheinung ist der Unterschied des Ansich selber! Das ist die Totalität und das Prinzip seines Unterschieds.
I 130
Daher ist die Erscheinung nicht gegen das Ansich abgehoben, sondern eine Art desselben und als solche etwas durchaus Reales. Phänomenalität/Leibniz: die Weise, in der das Auszudrückende im Ausgedrückten enthalten ist. Jedes Ausgedrückte ist ein Phänomen. Es ist wohl begründet, weil das Ansich, indem es sich ausdrückt, das Phänomen ist, mit ihm identisch ist und es als erscheinendes Ansichseiendes begründet.
Das Phänomen ist der Realität nicht entgegengesetzt (VsKant) sondern gerade ihre spezifische Seinsweise im Vorgang der universellen Repräsentation.
Daher müssen auch alle Perzeptionen in allen einzelnen Substanzen einander entsprechen.
- - -
I 133
Bewegung/Leibniz: etwas tritt an den Platz von etwas anderem.
I 134
Das, was alle diese Plätze umfasst, heißt "der Raum". Dafür braucht man auch keine "absolute Realität" von Raum anzunehmen. Raum/Zeit/LeibnizVsKant: Inbegriff möglicher Verhältnisse, aber nicht als Anschauungsformen, sondern real ontologisch als Strukturen des Verhältnisses der materiell Ansichseienden zueinander.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsLeibniz Quine Vs Kant, I.
 
Bücher bei Amazon:
Willard V. O. Quine
Danto2 I 132
QuineVsKant, QuineVsAnalytizität: Kants Auffassung von Widerspruch ist ziemlich unklar. Sie setzt den Begriff der Analytizität bereits voraus, anstatt dass sie ihn aufhellt. Quine: Def Widerspruch»P und nicht-P«. Aber: »Junggesellen sind keine unverheirateten, erwachsenen Männer« ist formal gesehen nicht widersprüchlich! Das wurde von Kant nicht erkannt.
- - -
Quine IV 407
Analytizität/QuineVsKant: die Rede vom »Enthaltensein« ist a) in Bezug auf Begriffe metaphorisch. Sie ist
b) zu eng, da sie auf Subjekt Prädikat Sätze zugeschnitten ist. Auf Relationen ist sie nicht so ohne weiteres anwendbar: Bsp »Wenn Hans der Vater von Peter ist, so ist Peter nicht der Vater von Hans«.
c) die Angabe, ein Satz sei analytisch, wenn seine Negation kontradiktorisch sei, hilft nicht weiter, da »kontradiktorisch« hier genauso erklärungsbedürftig ist.
Analytisch/Kant/Quine: Kant erwähnt die Bedeutung von Begriffen in diesem Zusammenhang überhaupt nicht!
- - -
Quine VII 20
Analytizität/Kant/Quine: hergeleitet von Humes Unterscheidung zwischen Relationen von Ideen und
Relationen von Tatsachen.
Leibniz: Unterscheidung von
Tatsachenwahrheiten und
Vernunftwahrheiten. (Von denen wir hören, dass ihre Negation selbstwidersprüchlich sein soll!)
VII 20/21
QuineVsKant: zwei Unzulänglichkeiten: 1. es ist begrenzt auf Aussagen der Subjekt Prädikatform
2. es appelliert an einen Begriff der Begrenzung, der sich auf metaphorischer Ebene bewegt.
analytisch/Quine: kann aber reformuliert werden als wahr kraft der Bedutungen und unabhängig von den Tatsachen.
- - -
Quine XI 72
analytisch/QuineVsLeibniz/Lauener: der Begriff der möglichen Welt ist selbst wieder erklärungsbedürftig. QuineVsKant: der Selbstwiderspruch, in den man sich nach Kant bei der Leugnung analytischer Sätze verwickelt, ist selbst wieder erklärungsbedürftig.
- - -
Stroud I 210
Erfahrung/Empirie/Sinneserfarhung/Sinneseindrücke/Realität/Welt/Kant/Stroud: so sah es für Kant aus: eine völlig allgemeine Unterscheidung zwischen dem was wir durch die Sinne erfahren und Wahrheiten über die Welt würde uns für immer vom Wissen ausschließen.
I 211
Stroud: vielleicht gibt es diese fatalen Konsequenzen aber nur innerhalb der traditionellen philosophischen Vorstellung der Aufgabe der Episteme. (> QuineVstraditionelle Erkenntnistheorie, QuineVsKant: kein a priori-Wissen). Skeptizismus/Quine/Stroud: würde dann nur für den distanzierten Standpunkt (außerhalb des Bezugssystems) gelten! Dann könnten wir aber den Skeptizismus vermeiden und die allgemeine Unterscheidung zwischen dem empirisch Gegebenen ((SellarsVs!) und dem, was über die Außenwelt wahr oder falsch ist, beibehalten.
Alles was wir vermeiden müssten, wäre eine "distanzierte Position" (außerhalb des Bezugssystems).
Stroud I 214
naturalisierte Erkenntnistheorie/KantVsQuine/Stroud: Kant unterschiedet Philosophie von allem anderen (>“prima philosophia“). QuineVsKant: hier gibt es gar kein a priori-Wissen.
Skeptizismus/Kant/Quine/Stroud: beide akzeptieren das „"keptische Konditional" bzw. die "konditionale Korrektheit" des Skeptizismus. Wenn der Skeptiker eine bedeutungsvolle Frage stellen könnte, wäre die skeptische Konklusion (dass wir nichts wissen) korrekt.
I 215
Skeptizismus/Quine/Stroud: es ist nicht klar, ob Quine die skeptische Frage überhaupt beantwortet. Wissen/Quine: fragt, wie wir zu einer Theorie über die Welt gelangen. Das sieht nach einem sehr allgemeinen Problem aus.
Input/Quine: ist "mager": Bsp Lichtreflexe, Hell/Dunkel-Kontraste, Temperaturschwankungen, usw.
Output/Quine: ist dagegen äußerst reichhaltig. Damit kommen wir zur Unterbestimmtheit der Empirie. Wir erhalten ein äußerst differenziertes dreidimensionales Bild, und eine Geschichte der Welt allein durch Vermittelung der Oberflächen der Gegenstände uns unserer Nervenenden.
Realität/Welt/Wissen/Quine: die Relation zwischen Input und Output ist selbst Gegenstand einer Untersuchung, sie ist selbst ein Naturphänomen.
- - -
Stroud I 248
Wissen/Skeptizismus/Kant/Stroud: eine völlig allgemeine Trennung zwischen a) allem, was wir durch die Sinne erfahren auf der einen Seite und
b) dem, was wahr oder falsch ist über die Welt auf der anderen Seite
würde uns für immer vom Wissen abschließen. (s.o.).
StroudVsQuine: das ist fatal für das Projekt der naturalisierten Erkenntnistheorie. Denn es schließt uns aus unserem eigenen Wissen über die Welt aus und lässt uns keinen unabhängigen Grund anzunehmen, dass irgendwelche unserer Projektionen wahr sind.
I 249
QuineVsKant/QuineVsStroud: eben diese Trennung (Unterscheidung) ist eine Befreiung der Wissenschaft. Sie zeigt uns, dass alle Information die ich durch die Sinne von äußeren Dingen erhalten kann, auf zwei-dimensionale optische Projektionen beschränkt ist. Stroud: wenn das tatsächlich das ist, was "Wissenschaft uns sagt" (NNK, 68), wie kann dann die Trennung (Unterscheidung) die Konsequenzen haben, die ich daraus ziehe? Widerspreche ich nicht einfach wissenschaftlichen Tatsachen?
StroudVsQuine: nein: nichts was ich sage impliziert, dass ich keine Person in Interaktion mit ihrer Umgebung beobachten kann und einige Ereignisse an seinen sensorischen Oberflächen von allem anderen isolieren kann.
Pointe: wir wissen - und er weiß möglicherweise auch - eine Menge Dinge, die in der Welt passieren, jenseits jener Ereignisse. Er selbst wird auch wenig über jene Ereignisse wissen, die sich an seinen sensorischen Oberflächen abspielen.
Pointe: diese Ereignisse (die nicht direkt auf seine Sinne einwirken) sollten als Teil dessen betrachtet werden, was seinen Glauben hervorruft ((s) und evtl. Wissen erzeugt).
Sicher würden wir ohne jegliche Sinneserfahrung zu überhaupt keinem Glauben über die Welt kommen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsLeibniz Field Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 39
metaphysische Mögllichkeit/Essentialismus/Modalität/Leibniz/Field: Leibniz’ modales Argument VsSubstantivalismus: (s..o.: "leerer Raum real", nicht bloß logische Konstruktion): Bsp Frage: ist es sinnvoll, die Möglichkeit einer Welt (MöWe) anzunehmen, die genau wie unsere ist (WiWe), bloß während ihrer ganzen Geschichte um eine Meile verschoben? (LeibnizVsabsoluter Raum: Nein!).
Jede qualitativ mit unserer Welt identische MöWe wäre einfach die WiWe.
LeibnizVsSubstantivalismus: dieser muß das leugnen: es muß zwei solche MöWe als echt getrennt auffassen. Und das scheint absurd.
FieldVsLeibniz: das scheint auf den ersten Blick überzeugend. aber (Horwich, 1978) ist es nicht auch eben so stark ein Argument gegen die Existenz von Elektronen? Bsp
(DS) Es gibt eine MöWe, von unserer WiWe unterschieden aber qualitativ identisch mit ihr, bloß während ihrer ganzen Geschichte um eine Meile verschoben.
(DE) Es gibt eine MöWe, von unserer WiWe unterschieden aber qualitativ identisch mit ihr, die sich von ihr nur darin unterscheidet, daß Elektron A und Elektron B während ihrer ganzen Geschichte vertauscht waren.
I 40
FieldVsLeibniz: das scheint ein Unterschied zu sein! (s)Vs: (>Feynman): die Elektronen müssen sich mindestens im Impuls (oder einem anderen Parameter) unterscheiden. Wenn sie alle Eigenschaften teilen, ist es sinnlos.
Field: wenn nun aber die Realität von Raumzeit Regionen (DS) impliziert, impliziert dann nicht die Realität von Elektronen (DE)?
Das "Leibniz Argument gegen Elektronen" scheint überhaupt nicht gut zu sein! Aber warum? Weil die Existenz von Elektronen nicht (DE) impliziert (Field pro), oder weil (DE) letztlich doch keine so schlechte Konklusion ist?
(DE): kann auch ohne Erwähnung von MöWe formuliert werden: es hätte möglich sein können für die WiWe, daß A und B vertauscht gewesen wären. (Ähnlich für (DS)).
Leibniz Prinzip/Field: akzeptieren wir als Konvention.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsLeibniz Fraassen Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 209
FraassenVsLeibniz: wir haben gelernt, die Frage „Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?“ als illegitim zu erkennen. Aber wir betrachten es immer noch als legitim zu fragen:
I 210
„Warum ist die Welt so und nicht vielmehr anders?“. Aber beide Fragen dürfen nicht beantwortet werden mit „aus Zufall“ , oder „weil es so ist“. (“as a matter of fact“).

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsLeibniz Frege Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
III 31
Zahlen/LeibnizVsKant: hat denn auch die Beweisbarkeit der Zahlformeln behauptet. "Es ist keine unmittelbare Wahrheit, daß 2 und 2 4 sind. Vorausgesetzt, daß 4 bezeichnet 3 und 1. Man kann sie beweisen, und zwar so:
Definitionen: 1. 2 ist 1 und 1,
2. 3 ist 2 und 1
3. 4 ist 3 und 1.
Axiom: Wenn man gleiches an die Stelle setzt, bleibt die Gleichung bestehen.
III 44
Beweis: 2 + 2 = 2 + 1 + 1 = 3 + 1 = 4. Also: nach Axiom: 2 + 2 = 4.
FregeVsLeibniz: hier ist eine Lücke, die durch Weglassen der Klammern verdeckt ist. Es müßte genauer heißen: jeweils (1 + 1), (2 + 1) usw.
Dann sieht man, daß der Satz 2 + (1 + 1) = (2 + 1) + 1 fehlt.
(siehe LeibnizVsKant, FregeVsKant)
FregeVsLeibniz: dieser neigt fälschlich dazu, alle Wahrheiten als beweisbar anzusehen.
- - -
Leibniz I 38f
Definition/Leibniz: immer Form des identischen Satzes A = B das Prädikat ist mit dem Subjekt identisch. (FregeVsLeibniz) Substituierbarkeit/Leibniz: "Einsichtigmachen durch die Folgen".
Gegensatz: Beweisen durch Vernunft.
I 46
"Kette von Definitionen": Zurückführen von komplexen auf einfachere Begriffe.
I 48
"Kette der Beweise": Problem: wo ist der Anfang?

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsLeibniz Heidegger Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
II 87
VsLeibniz: legitimiert Metaphysik als Subjektivität

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006
VsLeibniz Kant Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Descartes I 139
Descartes/Holz: Hegel pro: Rückzug des Denkens aus der Welt auf sich selbst Gott. bei ihm zweideutig Spinoza: treibt descartes radikal weiter aber Verzicht auf Substanz des Mannigfaltigen Leibniz: holt die Pluralität zurück (Dialektik Einheit/Vielheit) – KantVsLeibniz: nur "Logik des Scheins": (pro Descartes, aber vermittelt durch Humes Skeptizismus) Hegel: knüpft wieder an Leibniz’ Dialektik an.
I 142
KantVsLeibniz: Dies ist nur eine "Logik des Scheins".
Kant I 34
Kritik der reinen Vernunft: VsLeibniz, VsWolff: gegen » Schulphilosophie«. Ausgangspunkt: Freiheitsvorstellung der Schulphilosophie: Widerspruch: Freiheit (ebenso Seele und Gott) müßte nach ihren Vorstellungen eigentlich undenkbar sein, obwohl sie zum Gegenstand metaphysischer Lehren gemacht wurden.
I 85
Raum/Leibniz: (laut Kant): besteht nur vermöge des gegenseitigen Verhältnisses der Dinge in ihm. KantVsLeibniz: gegenBsp Inkongruenz von rechter und linker Hand oder Spiegelbild. Eine Umstülpung stellt hier nicht die Identität wieder her. - - -
Strawson V 227
Körper/Idealismus/Realismus/Kant: wir verfügen über keinen externen Maßstab oder kein externes System, in deren Begriffen wir der Frage einen esoterischen (für Eingeweihte ersichtlichen) Sinn geben können, ob solche Gegenstände wirklich existieren.
V 228
KantVsLeibniz: Vs prästabilierte Harmonie: wir haben keine Kenntnis der "wirklichen Ursachen" unserer Wahrnehmungen. Aber eine solche würden wir brauchen, um zu entscheiden, ob jede Gegenstände wirklich existieren, die unsere Wahrnehmungen verursachen.
V 228
Begriffe/Sinnprinzip/Kant: nur in Anwendung auf Gegenstände möglicher Erfahrung haben Begriffe überhaupt einen Sinn.
V 229
Durch den transzendentalen Idealismus sind wir nun allerdings auf die Konzeption von Gegenständen überhaupt verpflichtet, Gegenständen, wie sie an sich selber existieren, unabhängig von unserer Anschauung. Aber:
V 230
KantVsMetaphysik/KantVsLeibniz: dieser behauptete Wahrheiten über Gegenstände unabhängig von Zeit und Raum. ("intelligible" Gegenstände). Kant: das ist nur kohärent unter der Annahme, dass man gar nicht von Gegenständen selber, sondern von Begriffen spricht.
- - -
I 234
Rechtfertigung/Vollmer: ist auch gar nicht nötig. Was sollte uns nach einer Rechtfertigung suchen lassen? Kant/früh/vorkritisch: Newtons Theorie kann nicht logisch bewiesen werden. Das hatte KantVsLeibniz und KantVsWolff eingesehen.
Newtons Theorie kann aber auch nicht empirisch verifiziert werden. Das hatte Kant von Hume gelernt.
Das steht dann aber im Widerspruch zur angenommenen "absoluten Wahrheit" und "logischen Beweisbarkeit" der Newtonschen Theorie.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsLeibniz Locke Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
II 190
Deutlichkeit/LockeVsLeibniz/LockeVsDescartes: bei ihm an Benennbarkeit gebunden. Setzt die Möglichkeit eindeutiger Bezeichnung voraus.

Loc II
J. Locke
An Essay Concerning Human Understanding
VsLeibniz Quine Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon:
Willard V. O. Quine
I 209
Identität/QuineVsLeibniz: Verwechslung von Zeichen und Gegenstand: Wenn Leibniz die Beziehung zw. Zeichen statt als Beziehung zw. dem benannten Gegenstand und sich selbst erklärt "Eadem sunt quorum potest substitui alteri, sava veritate".

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsLeibniz Russell Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon:
Bertrand Russell
Chisholm II 183/184
RussellVsLeibniz: seine Metaphysik hat die gleiche Konsistenz wie Märchen: diese behaupten auch, wahr zu sein. - - -
Russell VI 72
Syllogismus/Modus Darapti/Russell: Bsp Alle Schimären sind Tiere
Alle Schimären atmen Flammen,
Also atmen einige Tiere Flammen.
VI 73
Modus Darapti: Alles A ist B
Alles B ist C
Also sind einige B C.
RussellVsLeibniz: diesen Fehlschluss hat dieser aus Respekt vor Aristoteles nicht beseitigen können, obwohl er ihn gesehen hat.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsLeibniz Strawson Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Hacking I 162
Monaden/StrawsonVsLeibniz: die Idee einer vollständigen Beschreibung ist überhaupt sinnlos! - - -
VII 116
StrawsonVsLeibniz/StrawsonVsRussell: beide nehmen an, dass die Konventionen, die für Existenz gelten, auch für Tatsachenaussagen gelten müssten.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsLeibniz Verschiedene Vs Leibniz, G.W. Metzinger II 70
Bieri: dann könnte man VsLeibniz sagen: 1. das Geschehen in der "Fabrik" bekommt einen kognitiven Gehalt dadurch, daß es gesetzmäßig mit Geschehnissen draußen verknüpft ist, die es kraft dieser Verknüpfung repräsentiert
2. dadurch, daß das fragliche Geschehen dem ganzen Menschen zu einem situationsangemessenen Verhalten verhilft.
Aber: unser Problem ist ja nicht Bedeutung, nicht kognitiver Gehalt, sondern Erlebnisgehalt!
- - -
Leibniz I 125
Vollkommenheit/Existenz/Leibniz: Bsp Angenommen, A,B,C,D seien gleichrangig, aber D mit A und B unverträglich, die anderen aber alle untereinander verträglich außer mit D, dann folgt, dass A,B und C unter Ausschluss von D existieren. Das ist das Prinzip der Kompossibilität.
Realität/Leibniz: jeweils das höchste Maß an Sachgehalt (Verwirklichung): "perfectio".
Beste Welt/beste aller möglichen Welten/MöWe/Leibniz: das ist der Sinn der These, dass wir in der besten der Welten leben: es ist einfach die Verwirklichung der meisten Möglichkeiten, was daraus folgt, dass alle Möglichkeiten verwirklicht werden, die sich nicht gerade gegenseitig hindern.
Insofern ist diese Welt auch nicht zufällig so beschaffen, wie sie ist.
In die Theologie übersetzt heißt das, Gott habe die Welt nach seiner eigenen Rationalität notwendig erschaffen, weil sie die Optimierung der durch diese Rationalität bedingten Prozesse ist.
VoltaireVsLeibniz: "Candide". Vs "Beste der Welten".
- - -
Kripke I 9
Leibniz Prinzip der Ununterscheidbarkeit des Identischen/Kripke: kam mir schon immer evident vor. VsLeibniz: Wenn einige Philosophen es bezweifelten, stellte sich stets heraus, dass Bereiche verwechselt wurden, die Kontexte keine echten Eigenschaften ausdrücken, oder das Zusammenfallen von Individuen betreffen, mit der Identität zwischen Individuen verwechselt wurde.





Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsLeibniz Poundstone Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 343/344
Leibniz: Bsp Vergrößerung des Gehirns auf begehbare Ausmaße, bzw. Maschine mit Rädern und Kolben usw. PoundstoneVsLeibniz: das Beispiel ist nicht zwingend. Moderne Varianten: Bürohaus mit lauter telephonierenden Angestellten, verschiedene Zustände, die Lust und Unlustgefühlen entsprächen, wären nicht festzustellen.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
VsLeibniz Hintikka Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 40/41
Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt (WiWe)?. Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der wirklichen Welt (WiWe). bona fide-Objekt/Hintikka: kann in einer möglichen Welt (MöWe) existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren MöWe existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Möwe dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 74
VsMöWe-Semantik/Hintikka: Problem: sie scheint MöWe und vollständige Mengen von Possibilia zu verabsolutieren ((s) als selbstverständlich anzunehmen). MöWe/Leibniz: These: es gibt eine festgelegte Menge von MöWe, unter denen Gott eine Auswahl trifft. HintikkaVsLeibniz: das ist extrem zweifelhaft.
I 80
MöWe/Universum/Querwelteinidentität/HintikkaVsLeibniz/Hintikka: Problem: wenn MöWe ganze Universen sind, wechselt der Rahmen zwischen ihnen zu stark, dass fraglich ist, wie man Individuen re-identifizieren sollte.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsLeibniz Berka Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Berka I 7
Leibniz/Logik/Berka: drei Forderungen: 1. characteristica universalis: Zeichnsystem, dessen Grundzeichen Charaktere von Grundbegriffen sind und deren Kombination die Charaktere aller anderen Begriffe ergeben soll.
2. calculus ratiocinator: Kalkül, der eine rein rechnerische Behandlung aller in den Zeichen der characteristica universalis ausgedrückten Aussagen gestattet
3. ars iudicandi: ein Entscheidungsverfahren, um von den Aussagen festzustellen, ob sie wahr oder falsch sind. Dem entspricht heute:
"Leibniz Programm"/Moderne:
1. Aufstellung eines Systems von Definitionsregeln
2. Logikkalkül
3 Entscheidungsverfahren
VsLeibniz: das Programm ist nicht realisierbar, d.h. nicht in Anwendung auf eine Gesamtheit, ein als Totalität verstandenes Gebiet, sondern nur auf Teilgebiete. ((s) Sonst Zirkel, Paradoxien).
I 84
FregeVsLeibniz: sein Projekt des calculus philosophicus (ratiocinator) war zu riesenhaft. Er unterschätzte die Probleme. Lösung: sein Projekt läßt sich für einzelne Gebiete verwirklichen: z.B. Geometrie, Chemie, Arithmetik.
Begriffsschrift: soll dann die Lücken füllen.

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsLeibniz Hegel Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Descartes I 47
Leibniz: Modell des Organismus als Mechanismus. HegelVsLeibniz: organische Modelle > romantische Naturphilosophie. Vorgeschichte: Descartes: die Bewegung emanzipiert sich, der Raum geometrisiert sich. es folgt die Ablösung des Raumbegriffs von den im Raum sich zueinander verhaltenden Körpern.
Newton: "absoluter Raum" als Voraussetzung der klassisch physikalischen Theorie.
VsLeibniz Simons Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Chisholm II 186
SimonsVsLeibniz: wir haben nicht die Spur von Evidenz für seine Monaden. - - -
Simons I 319
Substanz/Simons: wir wissen immer noch nicht, was Substanzen sind. Descartes’ große rationalistische Nachfolger unterschieden sich darin so weit wie nur möglich: Substanz/Spinoza: es gibt nur eine Substanz, die alles umfasst.
Substanz/Leibniz: es gibt unendlich viele Substanzen, jede ist perfekt atomistisch (Monaden).
Lösung/Simons: eigentlich unterschieden die beiden schon im Begriff der Abhängigkeit:
Abhängigkeit/Spinoza: starke starre Abhängigkeit (Schreibweise/Notation hier: "7").
Abhängigkeit/Leibniz: schwache starre Abhängigkeit: ("7").
Das hat heftige Konsequenzen:
Monaden/Beweis/Leibniz: (Monadologie §2): es muss einfache Substanzen geben weil es Zusammengesetztes (Massen) gibt. Eine Masse ist nichts anderes als ein Aggregat von Einfachen.
Simons: Problem: ist die Masse dann ein Individuum mit den Monaden als Teilen oder eine Klasse mit den Monaden als Elementen?
Wenn sie als Klasse aufgefasst werden, sind die Monaden wesentliche Elemente. Glücklicherweise müssen wir das nicht entscheiden, denn Leibniz akzeptiert mereologischen Essentialismus für Individuen:
Ganzes/Leibniz: hört auf zu existieren, wenn ein Teil verloren geht.
Schwache starre Abhängigkeit/Simons: alles ist abhängig von seinen wesentlichen Teilen. Zusammen mit dem Essentialismus von Leibniz bedeutet das, dass jedes Ding von allen echten Teilen abhängig ist.
Teil/Leibniz/Terminologie/Simons: bedeutet bei ihm immer "echter Teil".
Gegründetheit/Ontologie/Leibniz/Simons: die 2. Annahme ist, dass alles was von allem anderen abhängig ist, von etwas abhängig ist, das selbst unabhängig ist.
D.h. die Kette der Abhängigkeiten x 7 y 7 z...hat ein letztes (erstes?) Glied.
Monade/Leibniz/Simons: damit können wir Leibniz’ Argument so rekonstruieren
(1) es gibt Zusammengesetztes (d.h. Objekte mit echten Teilen)
(2) jeder Teil ist wesentlich
(3) daher ist jedes Zusammengesetzte von seinen Teilen abhängig
(4) wenn jedes Objekt echte Teile hat, dann steht es am Beginn einer ungegründete Kette von Teilen.
(5) Aber jede Kette von Abhängigkeiten ist gegründet
(6) Daher; wenn etwas ein Zusammengesetztes ist, hat es einfache Teile
(7) Daher gibt es Einfaches (Monaden, Atome).
SimonsVsLeibniz: 1. Vs mereologischer Essentialismus:
2. VsGegründetheits-Prinzip: warum sollten wir es glauben?
Atomismus: finden wir bei Leibniz und in Wittgensteins Tractatus.
Kontinualismus: finden wir bei Aristoteles’ Theorie der prima materia.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsLeibniz Holz Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Leibniz I 50
Rationalismus/HolzVsLeibniz: Problem für eine sich "wissenschaftlich" verstehende Philosophie: diese "unmittelbare Einsichtigkeit" sogenannter Letztbegründungen führt auf eine andere epistemologische Ebene. Gefahr des irrationalistischen Umschlags.
I 51
Damit ist die Gewissheit der Axiome nicht mehr abgesichert. Leibniz insistiert aber darauf, sie aus der "Evidenz der Identität" (mit sich selbst) bewiesen werden müssen. - - -
I 95
Welt/Ordnung/Leibniz/HolzVsLeibniz: gerade die Spezifik des Zusammenhangs der Welt bleibt bei Leibniz ungeklärt, da der "unbewegte Beweger" (Aristoteles) außerhalb angesiedelt gedacht werden muss. Leibniz/Holz: entwickelt eine Einheit von Metaphysik und Physik.

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsLeibniz Meixner Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 27
Eigenschaft/Meixner: nach Quine ("keine Entität ohne Identität") könnte es passieren, dass man feststellt, dass man keine guten Identitätsbedingungen für Eigenschaften hat und der Ausdruck "Eigenschaft" dann unverständlich ist. Aber dann kann man auch nicht urteilen, dass er "auf nichts zutrifft"! Identität/Identitätsbedingungen/Meixner: man sollte aber auch keine allzu weitgehenden Schlussfolgerungen aus der Nichtbeantwortbarkeit ziehen!
Schließlich ist jede Entität in jeder Kategorie mit sich selbst identisch, und mit nichts sonst.
Identität/Meixner: kann als "maximale Ähnlichkeit" aufgefasst werden!
Verschiedenheit/Meixner: wenigstens minimale Unähnlichkeit. (Leibniz)
VsLeibniz: selbst maximale Ähnlichkeit ist für Identität nicht begrifflich hinreichend.
Def "nackte Verschiedenheit"/Black: Verschiedenheit ohne auch nur minimale Unähnlichkeit.
Identität/MeixnerVsVs: der Einwand VsLeibniz beruht auf der Nichtberücksichtigung dessen, dass der Grad der Ähnlichkeit zwischen Ähnlichen nicht nur auf Aspekten beruht, die ihnen intrinsisch sind,
(Leibniz: nahm an, dass er nur auf intrinsischen Aspekten beruht)
sondern auch auf extrinsischen relationalen Aspekten.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsLeibniz Millikan Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 261
VsLeibniz/VsLeibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Ununterscheidbares/Millikan: der klassische Einwand VsLeibniz ist, auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass das Universum perfekt symmetrisch sein könnte, wobei dann ein perfekt identisches ((s) ununterscheidbares) Individuum an einem anderen Ort wäre. ((s) D.h. es gäbe etwas von x Ununterscheidbares, das dennoch nicht identisch mit x wäre, gegen Leibniz Prinzip). Varianten: Bsp ein sich zeitlich wiederholendes Universum usw. Bsp zwei identische Wassertropfen, zwei identische Billardkugeln an verschiedenen Orten.
Eigenschaft/Leibniz: These: ein Bezug auf Raum und Zeit führt zu einer Eigenschaft, die nicht rein qualitativ ist.
Millikan: wenn man nun solche "unreinen" Eigenschaften außer acht lässt ((s) also nicht auf Raum und Zeit bezug nimmt) haben die zwei Billardkugeln dieselben Eigenschaften!
VsLeibniz’ Prinzip/Gesetz/R. M. Adams/Millikan: These: das Prinzip, das gebraucht wird, wenn man solche symmetrischen Welten konstruiert ist, das Prinzip, dass ein Individuum nicht von sich selbst unterschieden (getrennt) werden kann, daher können die zwei Welthälften nicht ein und dieselbe Hälfte sein.
Leibniz’ Gesetz/VsVs/Hacking/Millikan: (jüngste Verteidigung von Hacking): die Einwände gehen nicht darauf ein, dass es sich um gekrümmten Raum statt um eine Verdoppelung handeln könnte.
Gekrümmter Raum/Hacking/Millikan: hier taucht ein und dasselbe Ding nochmals auf, es ist keine Verdoppelung wie in der Euklidischen Geometrie.
MillikanVsHacking: aber das würde eben die Frage nicht beantworten.
I 262
Es gibt aber immer noch zwei interessante Möglichkeiten: Leibniz’ Gesetz/Prinzip/Identität/Ununterscheidbarkeit/Millikan:
1. symmetrische Welt: man könnte behaupten, dass hier einfach keine Tatsache gibt, die darüber entscheidet, ob der Raum gekrümmt ist oder verdoppelt. ((s) >Nonfaktualismus).
Pointe: das würde beinhalten, dass Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig ist, und dass seine Gültigkeit nur eine Frage der Konvention ist.
2. symmetrische Welt: man könnte sagen, dass das Beispiel keine allgemeine Lösung anbietet, wohl aber die Annahme einer bestimmten gegebenen symmetrischen Welt: hier gäbe es dann sehr wohl einen Tatsache, ob der Raum gekrümmt ist oder nicht. Ein bestimmter gegebener Raum kann nämlich nicht beides sein!
Pointe: dann ist Leibniz Prinzip weder metaphysisch noch logisch notwendig.
Pointe: aber in diesem Fall ist das dann keine Frage der Konvention, sondern eine wirkliche Tatsache!
MillikanVsAdams/MillikanVsArmstrong/Millikan: weder Adams noch Armstrong berücksichtigen das.
Gekrümmter Raum/Millikan: hier ist das, was identisch ist, notwendig identisch ((s) weil es nur gespiegelt ist). Hier gälte das kontrafaktische Konditional: wenn die eine Hälfte anders gewesen wäre, dann auch die andere. Hier scheint der Raum überhaupt nur doppelt zu sein.
Verdoppelung/Millikan: wenn der Raum (in Euklidischer Geometrie) gespiegelt ist, ist die Identität eine zufällig, nicht notwendige. Hier könnte die eine Hälfte sich ändern, ohne dass die andere Hälfte sich ändert. ((s) Kein kontrafaktisches Konditional).
Identität: ist dann gegeben, wenn die Gegenstände nicht deswegen ununterscheidbar sind, weil ein Gesetz in situ gilt, sondern ein Naturgesetz, eine naturnotwendige Übereinstimmung.
I 263
Dann gilt in der zweiten Option Identität aus Kausalität. (x)(y){[NN(F)Fx ⇔ Fy] ⇔ x = y}
NN/Schreibweise: naturnotwendig unter natürlich möglichen Umständen.
MillikanVsVerifikationismus: wenn meine Theorie richtig ist, muss er falsch sein.
Wahrheit/Welt/Relation/Millikan: These: letztlich liegen Bedeutungshaftigkeit und Wahrheit in Relationen zwischen Denken und Welt,
I 264
Deshalb können sie nicht im Kopf sein, wir können sie nicht internalisieren.
I 268
Eigenschaften/Millikan: These: Eigenschaften (ein- oder mehr-stellig) die in denselben Bereich fallen, sind Eigenschaften, die Gegenteile von einander sind. Sicher kann ein Bereich auch einen anderen Bereich enthalten. Bsp "rot" beinhaltet "scharlachrot" statt es auszuschließen und Bsp "zwei Zentimeter groß sein plus minus 1 Millimeter" beinhaltet eher "2,05 Zentimeter groß sein plus minus 1 Millimeter" als dass es diese Eigenschaft ausschließt.
Die Annahme, dass zwei Eigenschaften nur dann dieselben sein können, wenn die vollständigen Gegenteilsbereiche aus denen sie kommen, zusammenfallen, suggeriert, dass die Identität einer Eigenschaft oder eines Eigenschaftsgebiets an die Identität eines weiter gefassten Bereichs gebunden ist, aus dem sie kommt, und daher an die Identität ihrer Gegenteile gebunden ist. Jetzt stellen wir Leibniz’ Auffassung mit der von Aristoteles gegenüber:
Identität/Leibniz/Millikan: alle einfachen Eigenschaften sind intrinsisch vergleichbar. Allerdings vielleicht nicht in der Natur vergleichbar, weil Gott nur die beste der möglichen Welten geschaffen hat – aber sie wären metaphysisch vergleichbar.
Komplexe Eigenschaften/Leibniz/Millikan: das wären Eigenschaften, die nicht vergleichbar sind. Sie beinhalten auch Abwesenheiten oder Negationen von Eigenschaften. Sie haben die allgemeine Form "A und nicht B".
((s) Vergleich/Vergleichbarkeit/vergleichbar/Millikan/(s): zusammengesetzte Eigenschaften sind nicht vergleichbar Bsp "A und nicht B".)
Natürlich ist sie unvereinbar mit der Eigenschaft "A und B".
Pointe: damit beruht die metaphysische Unvereinbarkeit auf der logischen Unvereinbarkeit. D.h. auf dem Widerspruch.
I 269
Notwendigkeit/Leibniz/Millikan: dann hat Gott zuerst logische Notwendigkeit geschaffen und erst später Naturnotwendigkeit. („Am Anfang…“). gegensätzliche Eigenschaften/Gegenteil/Eigenschaft/Leibniz/Millikan: nach Leibniz sind gegenteilige Eigenschaften von zweierlei Art:
1. beide widersprechende Eigenschaften einem Ding zuzuschreiben hieße dann, sich selbst zu widersprechen ((s) logisch) oder
2. der Widerspruch zwischen den Eigenschaften läge in deren eigener Natur. Das läge aber nicht in ihrer jeweiligen Natur als einzelner betrachtet, sondern wäre von Gott so festgelegt, der verhinderte, dass die Eigenschaften jemals zusammen kämen.
MillikanVsLeibniz.
Identität/Eigenschaften/Aristoteles/Millikan: gegenteilige Eigenschaften: für Aristoteles dienen sie dazu zu erklären, dass nicht etwas aus nichts entstehen kann. Def gegenteilige Eigenschaft/Aristoteles: sind solche, die sich gegenseitig die Grundlage entziehen, sich gegenseitig unmöglich machen. Die Verhinderung einer anderen Eigenschaft ist diese Eigenschaft!
Veränderung/Wandel/Wechsel/Aristoteles/Millikan. wenn eine Veränderung sich ereignet, erwerben Substanzen neue Eigenschaften, die die Gegenteile der früheren Eigenschaften sind.
Gegenteil/Aristoteles: ist die Potentialität (Möglichkeit) der anderen Eigenschaft. Dann sind diese Gegenteile auf der fundamentalsten Ebene (in ihrer Natur) aneinander gebunden.
Millikan pro Aristoteles: mit dem letzteren hatte er recht. Bei Aristoteles gibt es nicht einen „Anfang“ wie bei Leibniz.
Eigenschaften/Gegenteil/Leibniz/Millikan pro Leibniz: dieser hatte recht damit, dass die Behauptung, dass zwei gegenteilige Eigenschaften auf dieselbe Substanz zutreffen, heißt, sich zu widersprechen. Aber dabei geht es um eine unbestimmte Negation, nicht um die Behauptung einer bestimmten Abwesenheit. Bzw. Abwesenheit ist das Vorliegen einer Widersprüchlichkeit. Bsp
Null/0/moderne Wissenschaft/Mathematik: ist nicht die Behauptung eines Nichts: Bsp Null Beschleunigung, Nullpunkt der Temperatur, leerer Raum usw. Null repräsentiert eine Quantität.
Nichtwiderspruch/Gesetz des Nichtwiderspruchs/Millikan: ist dann eine Schablone einer abstrakten Welt-Struktur oder etwas, das für eine solche Schablone hinreichend ist.
Erkenntnistheorie/epistemisch/Leibniz/Aristoteles/Millikan: der Streit zwischen Leibniz und Aristoteles erscheint auf der Ebene der Epistemologie wieder:
I 270
Bsp de Behauptung "x ist rot" sei äquivalent zur Behauptung "x sieht rot aus für einen Standardbeobachter unter Standardbedingungen". Problem: dann folgt aus "x ist nicht rot": "x sieht nicht rot aus für.. unter Standardbedingungen".
Ontologisch/Ontologie: dem entspricht dass Nicht-rot-sein eine Leerheit wäre, eine Abwesenheit von Rot – eher als ein Gegenteil von Rot.
Es geht aber darum, dass "x ist nicht rot" äquivalent ist zu "x sieht nicht rot aus unter Standardbedingungen" entweder leer oder falsch ist.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsLeibniz Genz Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Hennig Genz Gedankenexperimente, Weinheim 1999
VIII 57
Symmetrie/Gleichgewicht/Genz: eine Balkenwaage kann auch in einer schiefen Position stabil sein! – das Gleichgewicht ist indifferent. LeibnizVs: Bsp Buridans Esel: wenn es keinen zureichenden Grund für eine Abweichung gibt, wird keine auftreten –Leibniz: es gibt kein indifferentes Gleichgewicht >
LeibnizVsSubstantivalismus: es kann keinen unabhängigen Raum geben – sonst könnte das Universum darin verschoben werden (sinnlos) – heute:
VsLeibniz – Lösung: spontane Symmetriebrechung.
Satz vom zureichenden Grund/Leibniz: Bsp Buridans Esel: wenn es keinen zureichenden Grund für eine Abweichung nach rechts oder links gibt, wird keine auftreten.
VIII 59
Leibniz: es gibt niemals ein indifferentes Gleichgewicht. (heute: falsch!,(s.o.) Bsp (Leibniz) wenn zwei miteinander unvereinbare Dinge gleich gut sind, wird Gott keines von beiden erschaffen.
VIII 60
Raum/Leibniz: also kann es keinen selbständigen, von den Dingen unabhängigen Raum geben, weil die Welt sonst in ihm hier und dort angesiedelt sein könnte. Analoges gilt für die Zeit und den Zeitpunkt der Erschaffung der Welt.
spontane Symmetriebrechung: Bsp der Bleistift bleibt eben nicht auf der Spitze stehen, sondern fällt nach einer Seite.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002
VsLeibniz Saussure Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 21
SaussureVsLeibniz: der Sinn einer Sprachäußerung kann zwar mit Hilfe der Elemente einer Grammatik, nicht aber durch sie allein und ohne Zutun eines Sprechers hervorgebracht werden.
F. de Saussure
I Peter Prechtl Saussure zur Einführung Hamburg 1994 (Junius)
VsLeibniz Schurz Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon:
Gerhard Schurz
I 129
Repräsentativität/strikter Fall/Mill/Schurz: die A-Stichprobe soll die A-Individuen in der Population möglichst gut repräsentieren.
I 130
Falsifizierende Individuen sollen sich von verifizierenden in einer qualitativen Eigenschaft unterscheiden. Wenn wir nun die Begleitumstände möglichst stark variieren, maximieren wir unsere Chance, in der A-Stichprobe falsifizierende Individuen aufzufinden. (> zureichender Grund)
Prinzip des zureichenden Grundes/Leibniz: hatte das als metaphysische Notwendigkeit betrachtet.
Prinzip des zureichenden Grundes/SchurzVsLeibniz: es ist jedoch nur in deterministischen Universen generell gültig. In indeterministischen Universen gibt es auch zufällige Ausnahmen ohne jeden Grund. Das Prinzip ist jedoch heuristisch nützlich.
Repräsentativität/Popper: die Repräsentativitätsforderung gehört zu der von Popper so genannten strengen Überprüfung: Man sollte die Ausdehnung bei Wärme nicht nur an Metallen untersuchen.

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsLeibniz Stegmüller Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 388
Kontingenz/Leibniz: jedes Ding ist kontingent, weshalb es nicht so wäre, wenn ein anderes Ding anders wäre. Alle Dinge sind kausal verbunden. Die Welt ist die Gesamtheit dieser Dinge, weshalb die Welt als Ganzes ebenfalls kontingent ist!
Welt/Leibniz: es mag durchaus sein, dass die Reihe der Ursachen unbegrenzt ist. Leibniz nimmt nicht notwendig einen zeitlichen Anfang an!
zureichender Grund/Leibniz: muss dann außerhalb der Welt liegen! Es muss etwas anderes sein als die Welt!
IV 389
Er muss ein notwendiges Wesen sein. VsLeibniz: 1. Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund braucht?
2. Kann es ein notwendiges Wesen geben, das einen zureichenden Grund in sich selbst hat?
Sollte die zweite Frage negativ beantwortet werden, hat die Gesamtheit keinen zureichenden Grund!
KantVsLeibniz: der kosmologische Beweis beruht implizit auf dem (widerlegten) ontologischen Beweis. (s.o. KantVsDescartes).
IV 390
Existenz/StegmüllerVsKant/StegmüllerVsFrege/StegmüllerVsQuine: die Auffassung, der Begriff der Existenz gehe vollständig im Existenzquantor auf, ist umstritten! Existenz/Kontingenz/StegmüllerVsLeibniz: wir könnten notwendige Existenz als Negation von Kontingenz auffassen.
Problem: 1. Die Prämisse, die Welt als ganzes sei kontingent (es würde nicht existieren, wenn etwas anderes anders gewesen wäre), müsste fallengelassen werden: Selbst wenn jeder Teil der Welt kontingent ist, spricht nichts für die Annahme, dass die Welt als ganze nicht existieren würde, wenn nicht (sic?) etwas anderes anders wäre oder gewesen wäre.
Der Schluss von der Kontingenz jeden Teils auf die Kontingenz des Ganzen ist unzulässig.
2. Alternative: Kontingenz: etwas sei kontingent, wenn es auch nicht existieren könnte.
IV 392
Das muss man mit der obigen Bemerkung kombinieren, dass es nicht logisch unmöglich wäre, dass das behauptete notwendige Wesen auch nicht existieren könnte. Das aber ist unverständlich. zureichender Grund/VsLeibniz: (ad (i)): Woher wissen wir, dass alles einen zureichenden Grund haben muss? Bisher hat niemand eine Notwendigkeit a priori dafür zu zeigen vermocht. Das hätte auch keine Plausibilität:
1. Es ist richtig, dass wir immer nach Symmetrien suchen, aber es gibt keine Garantie, dass wir sie immer finden.
2. Wir halten uns immer innerhalb unserer Welt auf, Extrapolationen sind unzulässig!
Selbst wenn nun alles innerhalb der Welt einen zureichenden Grund hätte, hätten wir kein Recht, auf einen zureichend Grund außerhalb der Welt zu schließen.
Verbreitetes Argument: die Dinge müssen durch und durch verstehbar sein.
MackieVs: das stimmt überhaupt nicht!
IV 393
Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass sich das Universum nach unseren intellektuellen Bedürfnissen richtet.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsLeibniz Thomas v. Aquin Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 395
Ursache/Kette/Thomas v. AquinVsLeibniz/ThomasVsLeibniz: die Kette der Ursachen kann nicht endlos sein.
VsLeibniz Wessel Vs Leibniz, G.W.
 
Bücher bei Amazon
I 221
Def Identität/Leibniz: Übereinstimmung in allen Eigenschaften (Geht auf Aristoteles zurück). Identität/WesselVsLeibniz: unzweckmäßig, weil es die Suche nach zwei Gegenstände zum Vergleich und Überprüfung der Eigenschaften nahelegt.
In der modernen Mathematik umgeht man das Problem, indem man eine festen Bereich mit genau definierten Prädikaten vorgibt.
Beim Versuch, Leibniz’ Definition auf die Empirie anzuwenden, versuchte man, die Identitätsrelation unmittelbar ontologisch zu begründen, ohne ihren Ursprung in den Eigenschaften der Sprache zu sehen.
Falscher Ansatz: in der relativen zeitlichen Beständigkeit der Gegenstände:
Dilemma: aus a = a ergibt sich nicht viel mehr als "Sokrates ist Sokrates". Problem: man muss dann fordern, dass Sokrates zu allen Zeiten seines Leben die gleichen Eigenschaften gehabt haben muss.
Tatsächlich haben einige Autoren die Verneinung der Möglichkeit von Veränderung daran geknüpft.
I 228
Def Verschiedenheit/Leibniz: "was nicht dasselbe ist oder wobei die Substitution manchmal nicht zutrifft". Identität/Leibniz: Ersetzbarkeit salva veritate.
x = y =def AP(P(x) ↔ P(y)). (s) Alle Eigenschaften des einen sind auch die des anderen und umgekehrt).
WesselVsLeibniz: die entsprechende Bisubjunktion (= ohne def) ist existentiell belastet und deshalb nicht logisch wahr.
Identität/PeirceVsLeibniz: "sein Prinzip ist gänzlich Unsinn. Ohne Zweifel sind alle Dinge voneinander unterschieden, aber dafür gibt es keine logische Notwendigkeit".
Identität/Peirce:
x = y ↔ AP(P(x) u P(y) v ~P(x) u ~P(y)) WesselVsPeirce: das ist ebenfalls existentiell belastet!.
Identität/Ununterscheidbarkeit/Wessel: in der Literatur wird zwischen dem Prinzip der Identität des Ununterscheidbaren.
(x)(y)AP((P(x) ↔ P(y)) > x = y) (e)
und dem Prinzip der Ununterscheidbarkeit des Identischen (auch Substitutionsprinzip):
(x)(y)(x = y > AP(P(x) ↔ P(y))) (n)
unterschieden.
Identität/Vagheit/WesselVsLeibniz: bei Vagheit gilt das Leibnizsche Prinzip der Identität des Ununterscheidbaren nicht, da in der nichttraditionellen Prädikationstheorie die Formeln.
P(x) ↔ P(y) und
-i P(x) ↔ -i P(y)
nicht äquivalent sind.
Zusätzliche Forderung (Wessel 1987; 1988):
es müssen auch die gleichen Prädikate abgesprochen werden!
strenge Identität:
x = y =def AP((P(x) ↔ P(y)) u (-i P(x) ↔ -i P(y))). WesselVsWessel: das ist aber nicht aufrechtzuerhalten, weil die entsprechende Bisubjunktion existentiell belastet ist!.
I 229
In der Terminitheorie werden wir die Identität mit Hilfe der Bezeichnungsrelation definieren.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsLeibniz Hintikka Vs Parsons, Ter.
 
Bücher bei Amazon
I 37
Nichtexistente Objekte/unverwirklichte Möglichkeiten/HintikkaVsQuine/Hintikka: These: es gibt nichtexistente Objekte, und zwar in der wirklichen Welt (WiWe). (>Possibilia). HintikkaVsQuine: die Philosophen, die sie ablehnen, haben zu stark in syntaktischen Bahnen gedacht.
Hintikka: These: man muss die Frage eher semantisch (modelltheoretisch) beantworten.
Fiktion/Ryle: Test: gilt die Paraphrase?
Terence ParsonsVsRyle: Ryles test schlägt fehlt in Fällen wie Bsp „Mir. Pickwick ist eine Fiktion“.
HintikkaVsParsons: die Relevanz des Kriteriums ist überhaupt fraglich.
I 38
Ontologie/Sprache/sprachlich/HintikkaVsRyle: wie sollten linguistische Fragen wie Paraphrasierbarkeit über ontologischen Status entscheiden? Lösung/Hintikka: für die Frage ob es nichtexistente Objekte gibt: Modelltheorie.
Bsp Puccinis Tosca: her geht es darum, ob die Soldaten Kugeln in ihren Gewehrläufen haben. ((s) sic, von Puccini, nicht von Verdi).
Pointe: selbst wenn sie welche haben, wären es nur fiktive! ((s) innerhalb der Geschichte).
((s) D.h. damit die Geschichte überhaupt erzählt werden kann, muss man annehmen, dass über den entsprechenden Satz mit "wahr" oder "falsch" entschieden werden kann, abhängig davon, ob Kugeln in den Läufen sind. Sonst wäre der Satz unverständlich.)
Modelltheorie/Hintikka: liefert eine ernstzunehmende Antwort. ((s) "wahr im Modell" heißt, in der Geschichte ist es wahr, dass Kugeln in den Läufen sind).
HintikkaVsParsons: man sollte nicht zu stark syntaktisch argumentieren, d.h. nicht bloß fragen, welche Schlußfolgerungen gezogen werden dürfen und welche nicht.
Akzeptanz/Akzeptierbarkeit/Inferenzen/Hintikka: fragen nach der Akzeptierbarkeit von Inferenzen und von Sprache und Intuitionen sind syntaktisch.
sing Term/ontologische Verpflichtung/Existenz/Parsons: Parsons spricht davon, dass der Gebrauch von sing Term uns zu einer existentiellen Generalisierung verpflichtet. Und damit auf eine Referenten. D.h. es ist eine Verpflichtung zu einer Inferenz.
HintikkaVsParsons.
I 41
Nichtexistente Objekte/mögliche Gegenstände/unverwirklichte Möglichkeiten/Hintikka: aber sind nicht einige dieser nichtexistenten Objekte in unserer eigenen aktualen Welt (WiWe)? Hintikka: These: ja, einige dieser bloß möglichen Objekte sind in der WiWe. bona fide Objekt/Hintikka: kann in einer Möwe existieren und in einer anderen fehlen.
Weltlinie/Hintikka: wenn es darum geht, welche gezogen werden können ist Existenz nicht das wichtigste Problem. Eher Wohldefiniertheit.
HintikkaVsLeibniz: wir erlauben auch, dass ein Objekt in mehreren MöWe existiert.
Frage: wenn Bewohner zweier verschiedener Möwe dann identisch sein können, wann sind sie dann identisch?
I 42
Existentielle Generalisierung/EG/HintikkaVsParsons: das zeigt, dass sein Kriterium der EG falsch ist, denn sie kann fehlschlagen aus Gründen, die nichts mit Nichtexistenz zu tun haben. Bsp
(1) Königin Victoria wußte, dass Lewis Carroll Lewis Carroll ist
daraus kann man nicht schließen, selbst obwohl Caroll existierte, und dies von der Königin gewusst wurde, dass
(2) (Ex)Königin Victoria wußte, dass Lewis Carroll x ist.
Und daher
(3) Jemand ist so, dass Königin Victoria wußte, dass er Lewis Carroll ist
(2) und (3) sagen dasselbe wie
(4) Königin Victoria wußte, wer Lewis Carroll ist.
Das ist aber nicht von (1) impliziert (entailed).
Existentielle Generalisierung/EG/Hintikka: die Äquivalenz von (2)-(3) mit (4) ist aber ganz unabhängig davon, ob die Quantoren nur über existente oder auch über nichtexistente Objekte gehen.
Der Grund für das Fehlschlagen der EG ist nicht ein Fehlschlagen der Eindeutigkeit.
Eindeutigkeit schlägt allerdings fehl, denn in verschiedenen Situationen, die mit dem Wissen der Königin kompatibel sind, kann der Name Lewis Carroll auf verschiedene Personen angewendet werden. Daher kann nicht nur ein einzelnes, bestimmtes Objekt als Wert von „x“ fungieren.
Daher findet die EG keine Anwendung und (1) und dennoch kann sie so verstanden werden, dass sie den Äußerer auf die Existenz von Lewis Carroll verpflichtet. Daher schlägt Parsons Kriterium fehl.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsLeibniz Wessel Vs Peirce, Ch.S.
 
Bücher bei Amazon
I 228
Identität/PeirceVsLeibniz: "sein Prinzip ist gänzlich Unsinn. Ohne Zweifel sind alle Dinge voneinander unterschieden, aber dafür gibt es keine logische Notwendigkeit".
Identität/Peirce:
x = y ↔ AP(P(x) u P(y) v ~P(x) u ~P(y)) WesselVsPeirce: das ist ebenfalls existentiell belastet.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsLeibniz Smart Vs Phänomenalismus
 
Bücher bei Amazon
Fraassen I 209
Regularität/Fraassen: können wir dann a) als zufällig auffassen, dann können wir sie gar nicht als Regularitäten wissen! Denn dann müßten sie gar nicht geschehen.
b) als von darunterliegenden Gründen (reasons) auffassen.
Wir wissen aber von gewissen Regularitäten, daher muss es zugrundeliegende Gründe geben.
wissenschaftlicher Realismus/Peirce/Smart/Fraassen:
Peirce: ~ sage mit Zuversicht voraus, dass der Stein zu Boden fallen wird, wenn ich ihn loslasse.
Theoretische Entitäten/SmartVsPhänomenalismus: wenn er (ungläubig in Bezug auf theoretische Entitäten) recht hätte, wäre alles ein kosmischer Zufall. Dann sind Aussagen über Elektronen nur instrumentalistisch von Nutzen.
FraassenVsLeibniz: wir haben gelernt, die Frage „Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?“ als illegitim zu erkennen.
Aber wir betrachten es immer noch als legitim zu fragen:
I 210
„Warum ist die Welt so und nicht vielmehr anders?“. Aber beide Fragen dürfen nicht beantwortet werden mit „aus Zufall“ , oder „weil es so ist“. (“as a matter of fact“).

Smart I
J. J. C. Smart
Philosophy and Scientific Realism London 2013

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsLeibniz Leibniz Vs Substantivalismus
 
Bücher bei Amazon
Field I 39
metaphysische Mögllichkeit/Essentialismus/Modalität/Leibniz/Field: Leibniz’ modales Argument VsSubstantivalismus: (s..o.: "leerer Raum real", nicht bloß logische Konstruktion): Bsp Frage: ist es sinnvoll, die Möglichkeit einer Welt (MöWe) anzunehmen, die genau wie unsere ist (WiWe), bloß während ihrer ganzen Geschichte um eine Meile verschoben? (LeibnizVsabsoluter Raum: Nein!).
Jede qualitativ mit unserer Welt identische MöWe wäre einfach die WiWe.
LeibnizVsSubstantivalismus: dieser muß das leugnen: es muß zwei solche MöWe als echt getrennt auffassen. Und das scheint absurd.
FieldVsLeibniz: das scheint auf den ersten Blick überzeugend. aber (Horwich, 1978) ist es nicht auch eben so stark ein Argument gegen die Existenz von Elektronen? Bsp
(DS) Es gibt eine MöWe, von unserer WiWe unterschieden, aber qualitativ identisch mit ihr, bloß während ihrer ganzen Geschichte um eine Meile verschoben.
(DE) Es gibt eine MöWe, von unserer WiWe unterschieden, aber qualitativ identisch mit ihr, die sich von ihr nur darin unterscheidet, daß Elektron A und Elektron B während ihrer ganzen Geschichte vertauscht waren.
I 40
FieldVsLeibniz: das scheint ein Unterschied zu sein.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsLeibniz Mackie Vs Thomas v. Aquin
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 394
Gottesbeweis/Thomas von Aquin/Stegmüller: (drittes Argument) zwei Stufen: 1. " Was auch nicht sein kann, ist zu irgendeiner Zeit nicht!: (>SalmonVsAquin).
VsThomas: schon das ist zweifelhaft: wenn "vergängliche Dinge" gemeint sind, ist die Prämisse zwar sogar analytisch. Aber daraus folgt nicht, dass es zu irgendeiner Zeit nichts gegeben hätte. Die Vergänglichkeit kann sich erst in der Zukunft erweisen,
2. VsThomas: Die Existenz endlicher Gegenstände kann sich überlappen.
IV 395
VsVs: dieses Überlappen könnte man allerdings als einen einzigen Gegenstand auffassen! das legt aber wiederum den problematischen Gedanken einer zugrundeliegenden Trägersubstanz nahe.
3. VsThomas: bei Aquin implizit: "Was nicht existiert, kann nicht zu existieren anfangen, es sei denn durch etwas, das existiert".
Wenn nun die Abfolge einmal unterbrochen gewesen wäre, hätte sie durch nichts fortgesetzt werden können.
HumeVsThomas: wir können durchaus den Begriff einer unverursachten Ursache (unverursachten Existenzbeginns) bilden.
Sollte das, was wir uns vorstellen können, unmöglich sein, so müsste dies erst bewiesen werden! (>Frege: widersprüchliche Begriffe als Begriffe möglich: dann fällt eben nichts darunter).
Thomas v. Aquin/Stegmüller: nehmen wir nun trotzdem an, dass es mindestens ein notwendiges und unvergängliches Ding gibt.
Gottesbeweis/Unendlichkeit/Thomas von Aquin/Stegmüller: 2. zweite Stufe: Aquin gibt zu, dass die Unvergänglichkeit eines Dings durch ein anderes Ding verursacht sein könnte, es könnte durch das andere im Dasein erhalten bleiben.
Aber: man kann in der Reihe solcher Dinge nicht endlos zurückgehen.
IV 396
Denn in dieser Ordnung von Wirkursachen ist das Erste die Ursache des Mittleren und das Mittlere die Ursache des Letzten, ob nun viele Zwischenglieder vorhanden sind, oder nur eines! (>unendlich). Mit der Ursache aber fällt auch die Wirkung. Gibt es also kein Erstes in dieser Ordnung, dann kann es auch kein Letztes oder Mittleres geben. Bei einer unendlichen Reihe gibt es daher keine Wirkung und keine Ursache.
MackieVsThomas: das ist nicht schlüssig: in einer endlichen Reihe ist zwar die mittlere (genauer: die erste der mittleren) durch die erste verursacht, aber das gilt natürlich nicht, wenn die Ordnung der Ursachen unendlich wäre. Hier ist jede Ursache durch eine vorangehende verursacht.
Fehler: wenn wir statt einer endlichen eine unendliche Ordnung betrachten, so schließt die Art und Weise, in der das erste Glied (erste Ursache) "wegfällt" nicht das "Wegfallen" der nachfolgenden Ursachen ein!
VsVs: Mackie räumt ein, dass man das zu einer wirklich schlüssigen Argumentation verbessern könnte: in einer Reihe wird angenommen, dass eine Relation des ’"Haltens" oder "Tragens" wie in einer Kette besteht.
Bsp wir wären sehr überrascht, wenn jemand behauptete, dass ein unendlich langer Eisenbahnzug ohne Lokomotive auskäme, weil eben der letzte Wagen vom vorletzten gezogen würde, dieser wiederum vom Vorgänger usw. ...
Bsp als ob eine unendlich lange Kette keinen Aufhänger benötigte, weil jedes Glied vom Nachbarglied gehalten würde.
IV 397
Aquin: sein Argument ist: wo eine Ordnung von Abhängigkeitsbeziehungen vorliegt, kann man nicht unendlich zurückgehen. Eine solche Ordnung kann daher weder unendlich noch zirkulär sein. (Das findet sich auch bei dem islamischen Philosophen Al Farabi). Mackie: verbesserte Version des Arguments von Aquin: ("notwendig " bedeutet hier dasselbe wie "unvergänglich"): Jedes notwendige Ding hängt entweder in seiner Unvergänglichkeit von etwas anderem ab oder es ist in sich notwendig.
Etwas, dessen Wesen nicht die Existenz einschließt, muss in seiner Existenz von etwas anderem abhängen.
Mackie: so erhalten wir tatsächlich ein Abhängigkeitsverhältnis, und dieses macht es erforderlich, das Zurückgehen in der Kette der Ursachen an eine Ende gelangen zu lassen. Außerdem ist dann sicher, dass nur eine Seiendes, dessen Wesen die Existenz einschließt, das Zurückgehen beenden kann.
MackieVsThomas: nun haben wir aber keinen Grund, die implizite Annahme von Aquin zu akzeptieren.
IV 398
Warum sollte es eine unvergängliche Urmaterie geben, deren Wesen zwar die Existenz einschließt,. die jedoch ihre Existenz von nichts anderem herleitet? Unterschied zu Leibniz: die Urmaterie wäre einfach eine nackte Tatsache, die keinen zureichenden Grund hätte.
Eine Anleihe bei Leibniz würde Aquins Beweis auch nicht retten.
Fazit:
MackieVsThomas/MackieVsLeibniz: wir verstehen zwar, dass alles, was eine zeitlich vorhergehende Ursache hat, von dieser (irgendwie) abhängt. Doch daraus folgt nicht, dass alles außer Gott etwas anderes benötigt, von dem es in dieser Weise abhängt (wie von einer Ursache).
IV 399
"Prinzip von Al Farabi": in einer Folge von Abhängigkeitsrelationen (das ist eine Ordnung) muss es ein Ende geben. MackieVsAl Farabi: warum sollte Gott die einzige Ausnahme bilden?
Damit würde man das populäre Argument mit genau dem Gedanken belasten, der seine philosophischen Entsprechungen zusammenbrechen ließ. Oder man nimmt Zuflucht zu einem bloßen Mysterium.

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsLeibniz Simons Vs Tradition
 
Bücher bei Amazon
I 291
Integrität/Verbundenheit/Individuum/Tradition/Simons: These: Integrität gehört zu raumzeitlich kontinuierlichen Objekten. SimonsVsTradition: mikroskopisch sind alle Gegenstände verteilt und nicht mehr zusammenhängend (> Mikrostruktur, MiSt).
Quine: das trifft auf alle Gegenstände zu, die nicht nur aus einem einzigen Elementarteilchen bestehen. (1960,98)
Gegenstand/Ding/Objekt/Philosophie/Simons: man nennt auch verteilte Gegenstände Gegenstände: Bsp Galaxien, Bsp Indonesien.
Individuum/Leibniz: muss atomar sein. (>Monade). (Simons: praktisch alle Autoren VsLeibniz).
- - -
I 306
Relationale Akzidenz/SimonsVsTradition: gibt es sehr wohl: d.h. solche, die in mehr als einem Substrat fußen: Bsp Zusammenstoß zwischen zwei Körpern. Er hätte nicht mit anderen Körpern passieren können (modale Starrheit) und beide Körper müssen zu der Zeit existieren (zeitliche Starrheit) selbst wenn einer oder beide in dem Unfall zerstört werden. Ebenfalls: Bsp Hochzeiten, Scheidungen, Fußballspiele. Das ist nichts Mysteriöses.
- - -
I 342
Satz/Zusammenhang/Kopula/Tradition/Simons: den Zusammenhalt des Satzes lieferte nach Ansicht der Tradition die Kopula: Kopula/VsTradition: kommt im Satz nur als normales Wort wie die anderen vor, kann also den Zusammenhalt nicht erklären.
Lösung/Frege: ungesättigte Satzteile.
Satz/WittgensteinVsFrege: Zusammenhang nur einfach gemeinsames Nebeneinanderstehen von Wörtern (Namen). D.h. es gibt nicht einen Teil des Satzes, der den Zusammenhang herstellt.
Ungesättigtheit/Simons: das entspricht genau der ontologischen Abhängigkeit (oA): ein Satzteil kann nicht ohne gewisse andere existieren!

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsLeibniz Mackie Vs Verschiedene
 
Bücher bei Amazon
Stegmüller IV 399
"Kalam" Argument: (verbreitet unter islamischen Gelehrten): arbeitet mit Paradoxien der Unendlichkeit um zu zeigen, dass es keine aktuale Unendlichkeit geben kann. (>Al Ghassali). Unendlichkeit/MackieVsKalam Argument: die Möglichkeit einer unbegrenzten Vergangenheit kann nicht aus rein logischen Gründen ausgeschlossen werden!
MackieVsKant: dieses Vorurteil findet sich auch in der These zur ersten Antinomie.
IV 400
Kalam Argument/Al Ghassali: nichts, was in der Zeit entsteht, entsteht aus sich selbst heraus. ("Vernunftnotwendigkeit"). Daher bedarf es eines Schöpfers. MackieVsAl Ghassali: 1. wissen wir das wirklich aus Vernunftnotwendigkeit?
2. Es ist nicht einzusehen, weshalb einerseits ein unverursachtes Ding unmöglich sein soll, andererseits aber die Existenz eines Gottes mit der Macht, aus nichts etwas zu schaffen, akzeptabel sein soll!
Gott/Mackie/Islam: dieser Gottesbegriff wirft selber schwierige Probleme auf:
1. Ist Gott innerhalb der Zeit einfach entstanden?
2. Hat er immer schon in einer unendlichen Zeit existiert? Damit wäre die abgelehnte aktuale Unendlichkeit wieder eingeführt!
3. Hat Gott eine nicht zeitliche Existenz: das wäre wieder ein unfaßbares Mysterium.
Mackie: außerdem muss man zusätzlich annehmen,
a) dass Gottes Existenz und Schöpfermacht sich selbst erklärt und
b) dass die unerklärte Existenz einer materiellen Welt unverständlich und damit unannehmbar wäre.
IV 401
Existenz/MackieVsLeibniz: wir können keinen Grund a priori dafür angeben, dass Dinge nicht ohne Verursachung einfach entstehen! Kosmologie/Gottesbeweis/Existenz/Mackie: Problem: entweder der Begriff der "causa sui" ist sinnvoll oder nicht.
a) er ist nicht sinnvoll: dann fällt die kosmologische Annahme, dass für den Beginn der materiellen Existenz eine göttliche Ursache angenommen werden muss.
b) er ist sinnvoll, dann kann er auch der Materie selbst als Eigenschaft zugesprochen werden!
- - -
Stegmüller IV 447
Def Gott/Feuerbach: "Gott ist das von aller Widerlichkeit befreite Selbstgefühl des Menschen". Religion/Feuerbach: Utopie einer besseren Religion: diejenige Freiheit von allen Begrenzungen der Individuen, die die traditionellen Religionen Gott andichteten, finde man in der Menschheit als ganzer wieder.
MackieVsFeuerbach: die Menschheit als ganze ist zweifellos nicht von allen Begrenzungen der Individuen frei, sie ist nicht allmächtig, nicht allwissend, nicht vollkommen gut. (s.o.: Gesamtheit als falsches Subjekt, kann gar nicht handeln.
- - -
IV 472
Theodizee/Glaube/Stegmüller: Argument: Gott habe die Erde zu einem Jammertal gemacht, damit die Menschen ein religiöses Bedürfnis entwickeln. MackieVs: nur eine allzumenschliche Gottheit könnte Menschen so unterwürfig wollen.
Theodizee/Gruner: unterstellt dem Skeptiker die Forderung nach einer von allen Übeln befreiten Welt. Diese Forderung weist er als widersprüchlich zurück.
MackieVsGruner: er verschiebt die Beweislast. Der Skeptiker fordert gar nichts.
- - -
IV 271
Ethik/Erziehung/Rousseau: Eltern und Lehrer sollten sich jeder vorrationalen Unterweisung der Kinder enthalten. MackieVsRousseau: verständlich, aber unrealistisch.
- - -
Stegmüller IV 502
Religion/Glaube/Wittgenstein: Bsp wenn einer eine Wahl trifft, taucht in seinem Geist stets das Bild der Vergeltung auf. Bedeutung/Mackie/Stegmüller: eine Möglichkeit: der Glaubende will seine Äußerungen wörtlich verstanden wissen, Er hält an einer Tatsachenbehauptung fest. Ungeachtet dessen dienen solche Äußerungen aber nach außen dazu, sein Verantwortungsgefühl zu stützen und zu rechtfertigen. Dann wäre sein Glaube nach Wittgenstein Aberglaube!
Wenn er nach Beweisen gefragt wird, hält er seine Äußerungen nicht für wahrheitsfähig. Doch dann wechselt er wieder den Standpunkt und glaubt ganz wörtlich das, was er glauben muss.
Andere Möglichkeit: Glauben hat wörtliche Bedeutung, aber vergleichbar mit Romanhandlung, Fiktion. Man kann akzeptieren, dass die entsprechenden Werte eine Bedeutung für das Leben haben.
IV 503
Danach könnten wir nur in unserem praktischen moralischen Denken annehmen, dass es einen Gott gibt. T. Z. Phillips: wenn man die Fragen nach Gott und Unsterblichkeit wörtlich, d.h. als Tatsachenfragen versteht,. dann ist die von Hume gegebene skeptische Antwort korrekt.
These: man kann und muss religiöse Überzeugungen und Aussagen so deuten, dass die Kritik von Hume irrelevant wird! Es ist wahr, .dass ontologischer und teleologischer Gottesbeweis nicht zu halten sind.
Die Realität Gottes darf aber nicht als die Wirklichkeit eines Gegenstands gedeutet werden, "Gott" ist nicht der Name eines einzelnen Wesens, es bezieht sich auf nichts.
IV 504
Nach Phillips missversteht der Metaphysiker die alltäglichen Bedeutungen der Wörter. MackieVs: man löst die echten Probleme des Skeptizismus nicht dadurch, dass man ihn auf den normalen Sprachgebrauch verweist. So wenig, wie die ordinary language Philosophen etwas VsHume ausgerichtet haben.

Glauben/Religion/Phillips: magische und religiöse Sprache sollte man im Sinn von Ausdruckshandlungen deuten.
Mackie pro, aber: es ist falsch zu sagen, dass eine expressive Sprache nicht zugleich im wörtlichen Sinn beschreibend sein könne.
IV 504/505
Glaubenshandlungen sind beides: sowohl Weisen, Glück und Unglück in der Welt zu begegnen, als auch, sie zu erklären. Religion/Glauben/R. B. Braithwaite: These: der Kern des christlichen Glaubens besteht in der Entschlossenheit, nach den Prinzipien der Moral zu leben. Damit gehen die "christlichen Erzählungen" einher, die der Christ aber nicht wörtlich zu glauben braucht! Es sind religiöse Einstellungen!
PhillipsVsBraithwaite: die Grammatik von "glauben" und "wahr" sei in religiösen Überzeugungen nicht dieselbe wie in empirischen Aussagen. (>Wittgenstein).
MackieVs: damit verlieren wir jeden festen Grund unter den Füßen! Mit Recht gebraucht Braithwaite die üblichen Begriffe von Wahrheit und Falschheit!
IV 506
MackieVsPhillips: es gibt gar keine Alternative zu derjenigen, die Phillips verwirft, nämlich entweder im Aberglauben zu verharren, oder die Religion zu reduzieren, so dass die "Grundmerkmale des Glaubens verloren gehen". MackieVsBraithwaite: sicher lassen sich zahlreiche religiöse Aussagen als moralische Einstellungen deuten, doch dies gilt nicht für die zentralen Aussagen des Theismus.
Glaube/Mackie: braucht einen Bezugsgegenstand!

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977