Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 60 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Ähnlichkeit Bigelow
 
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I 228
Zugänglichkeit/Lewis: Zugänglichkeit zwischen möglichen Welten: ihre Grade sollten als Grade von Ähnlichkeit verstanden werden.
Ähnlichkeit/Mögliche Welten/Lewis: hier müssen wir die relevante Ähnlichkeit erkennen. Wichtiger ist die in Bezug auf bestimmte Gesetze! Damit werden Gesetze bei der Erklärung schon vorausgesetzt. (Lewis 1979, 1986a - JacksonVsLewis: Jackson 1977a: Kausalität statt Ähnlichkeit)
Zugänglichkeit/Bigelow/Pargetter: Bsp 3 Welten
1. Welt u: Darwin fragt seinen Vater um Erlaubnis loszusegeln, erhält sie und schreibt sein Buch, von dem wir alle gehört haben
2. Welt w: Darwin erhält die Erlaubnis nicht, segelt nicht los und schreib sein Buch nicht
3. Welt e v: Darwin erhält die Erlaubnis nicht, segelt trotzdem los… und sein Vater hat vergessen was er gesagt hat.
Zugänglichkeit/Lewis/Bigelow/Pargetter: nach unserer Semantik (und der von Lewis) ist das entsprechende KoKo nur wahr in w, wenn Möwe wie u die von w am meisten zugänglichsten (nächste Welt ähnlichste Möwe) sind.
Lewis: also muss u w ähnlicher sein als w v ähnlich ist. u und w müssen einander näher sein.
Wenn v und w näher aneinander wären, wäre folgendes KoKo wahr:
Wenn Darwins Vater die Erlaubnis nicht gegeben hätte, dann hätte Darwin nicht gehorcht und sein Vater hätte es vergessen.
Und das ist nicht wahr in w. Also ist u w näher als v u nahe ist.
I 229
Ähnlichkeit/Mögliche Welten/Relevanz/Bigelow/Pargetter: welche Art von Ähnlichkeit ist aber die relevante? Es kann nicht um bestimmte Tatsachen (wie in dieser Geschichte) gehen. Das wäre nicht hinreichend. Lösung/Lewis:
Def Ähnlichkeit/Ähnlichkeitsmetrik/MöWe/Lewis: durch weniger Ausnahmen in einer Möwe bei Gesetzen, die in der anderen Möwe gelten. >Wunder.
Bsp Darwin: „Wunder“ wären die falsche akustische Übermittlung der Aussage des Vaters und das Vergessen durch den Vater.
Wunder/Lewis: aber auch Welt u könnte Wunder enthalten: die Vorgeschichte ist die gleiche wie in v, aber die Entscheidung des Vaters fällt anders aus, wobei aber eben die kausale Situation dieselbe wäre Und das Wunder der anderen Entscheidung wäre vielleicht genauso groß wie das der Gedächtnislöschung und der falschen Hörens.
I 230
Naturgesetze/ Welten/Lewis/Bigelow/Pargetter: also könnte es sein, dass auch dort andere Gesetze gelten. Gehorchen/Gesetze/MöWe/Bigelow/Pargetter: wir können auch sagen, dass eine Welt in einem gewissen Grad den Gesetzen einer anderen Möwe gehorcht.
Bsp könnte es eine Möwe z geben, die den Gesetzen von w besser gehorcht als u?
z: Angenommen, hier gibt es Gesetze, die die Ablehnung der Erlaubnis wahrscheinlich machen. Angenommen, der Vater hat von einem Konflikt mit Frankreich in der Seegegend gehört. Das verlangt keine Änderung von Gesetzen.
Dann wären wir gezwungen anzunehmen, dass folgendes KoKo wahr ist in w: (nach unserer Semantik und der von Lewis):
Wenn Darwins Vater abgelehnt hätte, wäre Krieg zwischen England und Frankreich ausgebrochen oder es hätte einen anderen Faktor gegeben, der die Ablehnung herbeigeführt hätte.
Allerdings ist es falsch in w in wenigstens einer Lesart.
Ähnlichkeitsmetrik/Relevanz/Ähnlichkeit/Lewis: das zeigt, daß Ähnlichkeit der Gesetze nicht der einzige relevante Faktor ist.
Lösung/Lewis: Ähnlichkeit zwischen Welten muss erklärt werden
a) durch Ähnlichkeit in Bezug auf Gesetze,
b) durch Ähnlichkeit in Bezug auf bestimmte Tatsachen.
Gewichtung/Lewis: Bsp gleiche Tatsachen über lange Zeit haben dabei mehr Gewicht als das Gehorchen gleicher bestimmter Gesetze.
Aber die Befolgung von Gesetzen hat mehr Gewicht als bestimmte übereinstimmende Tatsachen.
I 231
LewisVsBigelow: Vsmodale Theorie. Bigelow/Pargetter: wir erklären Gesetze durch Zugänglichkeit
Lewis: erklärt Zugänglichkeit durch Gesetze.
Bigelow/Pargetter: wenn Lewis recht hat, ist unsere Theorie zirkulär.
Lösung/Lewis: s.u.
BigelowVsVs/BigelowVsLewis: wir leugnen, dass Zugänglichkeit durch Ähnlichkeit erklärt werden muss. Die am leichtesten zugängliche Welt muss nicht die ähnlichste Welt sein! Das zeigen die obigen Bsp (Darwins Vater).
Aber selbst wenn es nicht so wäre, würde es die modale Theorie der Naturgesetze nicht widerlegen.
Ähnlichkeit/MöWe/Bigelow/Pargetter: wir sind herausgefordert, eine bessere Theorie als Lewis zu konstruieren.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Ähnlichkeitsmetrik Logik-Texte
 
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Re III 104ff
Ähnlichkeitsmetrik/ÄM/Mögliche Welten/Stalnaker: kleinstmögliche Revision - also die ähnlichste Welt. Auswahlfunktion: f(A,w) - »Wenn du eine Eins machst, erhältst du ein Stipendium« ist wahr, wenn die Welt, in der du ein Stipendium erhält, der Welt in der du eine Eins machst am ähnlichsten ist. MöWe-Sicht/Mögliche Welten: weicht von der wahrheitsfunktionalen Sicht ab, wenn das Vorderglied falsch ist - denn alle Kombinationen können in mögliche Welten verwirklicht sein.
III 105
Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/Bedingungssatz/Konditional/Read: einige klassische logische Prinzipien versagen hier: Bsp Kontraposition dass »wenn B, dann nicht-A« aus »wenn A, dann nicht-B« folgt - die ähnliche Welt, in der es regnet, kann sehr wohl eine sein, in welcher es nur leicht regnet. Aber die ähnlichste Welt, in der es heftig regnet, kann nicht eine sein, in der überhaupt nicht regnet - III 106 Weiteres Prinzip, das versagt: die Verstärkung des Wenn-Satzes.: »wenn A, dann B. Also, wenn A und C, dann B.« - Bsp wenn ich Zucker in meinen Tee tue, wird gut schmecken. Also wenn ich Zucker und Dieselöl in meinen Tee tue, wird er gut schmecken. In der ähnlichsten Welt in der ich Dieselöl wie Zucker in meinen Tee tue, schmeckt er scheußlich -" weiter: die Ergebnisse des Konditionalitätsprinzip sind ungültig: - Wenn A, dann B. Also, wenn A und C, dann B - und Wenn A, dann B. Wenn B, dann C. Also, wenn A, dann C - Grund: der Bedingungssatz ist zu einer modalen Verknüpfung geworden ist. - wir müssen wissen, dass diese Aussagen in irgend einem angemessenen modalen Sinn stark genug sind - um sicherzustellen, dass die ähnlichste »A und C«-Welt die ähnlichste A-Welt ist, müssen wir wissen, dass C überall wahr ist.
III 108
Ähnlichkeitsmetrik/das bedingt ausgeschlossene Dritte/Read: bSaD: das eine oder andere Glied eines Paars von Bedingungssätzen muss wahr sein - entspricht der Annahme, dass es immer eine einzige ähnlichste Welt gibt - (Stalnaker pro). LewisVsStalnaker: Bsp Bizet/Verdi - alle Kombinationen sind falsch - Stalnaker: statt einziger ähnlichster Welt gibt es mindestens eine ähnlichste. ((s) Bizet/Verdi: Erklärung des Beispiels: in welcher Welt wären Bizet und Verdi Landsleute: in einer, in der Verdi Franzose oder einer in der Bizet Italiener wäre? Welche wäre näher an der aktualen Welt?)
LewisVs: Menge der möglichen Welten in der Lewis 2 m + e groß ist, wobei e in geeigneter Weise abnimmt, hat keine Grenze - Lösung/Lewis: statt Auswahlfunktion: Ähnlichkeitsrelation: er schlägt vor, dass »wenn A, dann B« dann in w wahr ist, wenn es entweder keine »A oder nicht-B«-Welt gibt, oder irgendeine »A und B«-Welt die ähnlicher ist als jede »A und nicht-B«-Welt.
III 110
Verdi-Bsp wo es keine einzigartige ähnlichste Welt gibt, sind die »würde«-Bedingungssätze falsch, weil es für jede der passenden ähnlichsten Welten, in denen sie Landsleute sind, keine ähnlichste Welt gibt in der Bizet eine andere Nationalität hat -" Bsp ... wenn du eine Eins machst bekommst du ein Stipendium: wird wahr sein, wenn es für jede Welt, in der du eine Eins machst, und kein Stipendium erhältst, eine ähnlichere Welt gibt, die in der du beides erhältst - (ohne bedingten Satz vom ausgeschlossenen Dritten).
III 115
Ähnlichkeitsmetrik/Ähnlichkeitsanalyse/Mögliche Welten//ReadVsLewis: Problem: Bsp (angenommen, John ist in Alaska) Wenn John nicht in der Türkei ist, dann ist er nicht in Paris - dieser Bedingungssatz ist nach der »Ähnlichkeitserklärung« wahr, weil sie nur danach fragt, ob der Dann-Satz in der ähnlichsten Welt wahr ist.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Aktualität Stalnaker
 
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I 28
Aktualität/Stalnaker: eine Relation, die eine Welt zu sich selbst und nur zu sich selbst hat. -. Problem: das kann jede andere Welt auch zu sich selbst haben. - D.h. Aktualität ist kontingent. - LewisVsersatz word: (moderater modaler Realismus) repräsentiert die wirkliche Welt (WiWe) als eine spezielle, weil sie sie als eine "Weise" repräsentiert. StalnakerVsLewis: aber speziell nur von ihrem eigenen Standpunkt aus, nicht von jedem. - Stalnaker: es gibt keinen neutralen Standpunkt außerhalb von jeder möglichen Welt. - Wohl aber einen objektiven: den von der wirklichen Welt aus.
I 31
Die These, dass nur die wirkliche Welt aktual ist hat nur dann Sinn, wenn "aktual" etwas anderes bedeutet als die Totalität von allem was es gibt. StalnakerVs: und das bedeutet es nicht.
I 31
Weise: ist ein abstraktes Objekt, abstrahiert von der Aktivität rational Handelnder.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Ausgeschlossenes Drittes Bigelow
 
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I 117
Konditional des ausgeschlossenen Dritten/konditional ausgeschlossenes Drittes/Lewis/Bigelow/Pargetter: könnte man als Axiom erwägen: (a wäre>wäre b) v (a wäre>wäre ~b)
Lewis: These: das ist nicht immer wahr.
StalnakerVsLewis: (1968, 1981) verteidigt den konditionalen Satz vom ausgeschlossenen Dritten gegen Lewis:
I 118
Wir müssen Fälle folgender Art bedenken: es gibt eine Versuchung zu sagen, es sei falsch sein kann zu behaupten: Wenn ich gestern ins Kino gegangen wäre, hätte ich mir Die Fliege angesehen.
Wobei es auch falsch sein kann zu sagen
Wenn ich gestern ins Kino gegangen wäre, hätte ich mir nicht Die Fliege angesehen.
((s) Das Vorderglied darf beim zweiten Mal nicht weggelassen werden!)
Bigelow/Pargetter: wir würden vielleicht eher sagen
Wenn ich gestern ins Kino gegangen wäre, hätte ich mir Die Fliege ansehen können (oder auch nicht)
logische Form: (a wäre>könnte b) u (a wäre>könnte ~b).
D.h. wir leugnen etwas der Form
(a wäre>wäre b)
und leugnen ebenfalls etwas der Form
(a wäre>wäre ~b).
Also leugnen wir beide Seiten. Daher scheint es, dass wir das konditional ausgeschlossene Dritte leugnen müssen.
Konditional ausgeschlossenes Drittes/Pargetter: das waren intuitive Gründe für seine Ablehnung. Nun müssen wir auch einige seiner formalen Konsequenzen berücksichtigen:
Problem: würde er akzeptiert, bräche der Unterschied zwischen „würde“ und „könnte“ zusammen.
würde/könnte/Bigelow/Pargetter: normalerweise ist es klar, dass
(a wäre>wäre b) impliziert (entails) a wäre>könnte b)
((s) „wäre“ impliziert „könnte“).
Problem/Bigelow/Pargetter: wenn wir den konditionalen Satz vom ausgeschlossenen Dritten (konditional ausgeschlossenes Drittes) akzeptieren, ist auch die umgekehrte Implikation gültig!
Denn (a wäre>könnte b) ist per definitionem ~(a wä>wä ~b) und dies ist die Negation eines der beiden Disjunkte im konditional ausgeschlossenen Dritten. Dann müssen wir das andere Disjunkt behaupten, so hat die Annahme von (a wäre>könnte b) impliziert, dass (a wäre>wäre b).
I 119
Damit wären „wäre gewesen“ und „hätte können“ äquivalent und das wollen wir nicht.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Bedeutung Fodor
 
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Cresswell II 56
Bedeutungen/Fodor/Cresswell: FodorVsPutnam: These: Bedeutungen sind im Kopf - CresswellVsFodor: Problem: bei einer Zuschreibung muss ich dann dieselbe Repräsentation im Kopf haben. - Es muss derselbe Glaube sein wie der, den er hat. - (s.o.: Bedeutungen sind keine Repräsentationen). - - -
Fodor IV 57
Bedeutung/Quine: nicht aus Sprecherbedeutung, nicht aus Akzeptanz von Inferenzen des Sprechers. - Die Sprecherbedeutung hängt von der Weltsicht ab, und damit von einer Absicht, was die Wörter bedeuten sollen - dabei kann man nicht unterscheiden, welche Ansichten der Sprecher a priori akzeptiert - also gibt es keine analytischen Sätze - Vs Unterscheidung analytisch/synthetisch: "wahr kraft Bedeutung": dafür gibt es kein epistemisches Kriterium.
IV 117
Bedeutung/Wahrheit/Davidson: ein Sprecher hält einen Satz für wahr wegen der Bedeutung und seines Glaubens - daher können wir nicht von Äußerung auf Bedeutung schließen, wenn wir nicht den Glauben des Sprechers kennen und auch nicht umgekehrt.
IV 121
Glaubenszuschreibung/Bedeutungszuschreibung/Davidson These: Information über die Form der Wörter, die für wahr gehalten werden, sind der entscheidende Beleg für beide Zuschreibungen - Annahme von Aufrichtigkeit allein ist nicht hinreichend um Bedeutung zu erschließen - wir brauchen Informationen entweder über seinen Glauben - oder über die Bedeutungen - (Schlüsselstelle) - Fodor/LeporeVsLewis: dann ist die Primatsthese unplausibel - (Primatsthese: "Die Bedingungen der intentionalen Zuschreibung beinhalten die Bedingungen für Glaubenszuschreibung").

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bedeutung Lewis
 
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II 197
Bedeutung/Name/Lewis: kann eine Funktion von Welten in Wahrheitswerte sein. - Von Gattungsnamen: Funktion von Welten auf Mengen.
II 213
Putnam: Bedeutungen nicht im Kopf - Lewis pro: geistiger Zustand bestimmt nicht die Bedeutung - Bedeutung nicht durch Geistzustand herauszufinden - Geistzustand enthält zu wenig Information über Verursachung und Situation.
II 213/14
Träger der Bedeutung: Sprechakte - nicht Laute oder Schriftzeichen. - > Intentionalität, Meinen.
IV 194
Bedeutung/Lewis: ist hier eine Funktion, die als Output eine geeignete Extension für gegebene Kombinationen von Faktoren liefert wie Zeit, Ort, Kontext, Sprecher, Welt - Intension/Lewis: Funktion, die von Indices (Ort, Zeit, Sprecher, Welt) zu geeigneten Extensionen für einen Namen, Satz oder allg Term führt - Intensionen sind extensionsbestimmende Funktionen. Carnapsche Intension: liefert Wahrheitswerte für Sätze bzw. Dinge für Namen und Mengen für allgemeine Termini.
IV 200
Intension/Bedeutung/Lewis: Bsp "Schnee ist weiß oder nicht" unterscheidet sich fein in der Bedeutung von "Gras ist grün oder nicht"wegen der unterschiedlichen Intension der eingebetteten Sätze. - (Intension: Funktion von Indizes auf Extensionen). Bedeutung/Lewis: semantisch interpretierte phrase markers abzüglich der obersten Knoten (im Strukturbaum) - Synonymie: Selbigkeit der Intension.
Bedeutung/BenacerrafVsLewis: wie kann man überhaupt Bedeutung "wählen"? - Lewis: das ist ein allgemeiner Einwand VsMengentheoretische Ansätze.
IV 202
Def Phrasenstruktur-Regeln/Lewis: = semantisch interpretierte phrase marker - Def Bedeutung: ein Strukturbaum ... - wir sprechen oft von Bedeutungen, als wären sie symbolische Ausdrücke, obwohl sie es nicht sind - die Kategorie Bedeutung ist einfach der oberste Knoten - Intension: ist die zweite Komponente des obersten Knotens. - - -
Schw I 216
Bedeutung/Gegenstand/Wort/Lewis: These: mit unseren Wörtern sind lediglich Bedingungen verknüpft, die ein potentieller Referent erfüllen muss. - Daher kann es sein, dass etwas sie erfüllt, von dem wir vorher nicht dachten, dass es sie erfüllt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Behauptbarkeit Lewis
 
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V 139
Behauptbarkeit/Konditional/Semantik: Behauptbarkeit statt Wahrheit: hier wegen Wahrscheinlichkeit. - allerdings erhält man Behauptbarkeit am besten über Wahrheitsbedingungen plus Aufrichtigkeitsbedingung. - Adams: andersrum: Wahrheitsbedingungen nicht für das ganze Konditional, aber für Antezedens und Konsequens einzeln - dazu eine Regel, dass die Behauptbarkeit des indikativischen Konditionals mit dem Konditional der subjektiven Wahrscheinlichkeit des Konsequens geht, gegeben durch das Antezedens - Lewis pro - (>Adams-Konditional). LewisVsAdams: Admas meint etwas anderes: er nennt iK das, was Lewis einen Wahrscheinlichkeits-Konditional nennt. - Adams: die Wahrscheinlichkeit von Konditionalen ist ungleich der Wahrscheinlichkeit von Wahrheit.
AdamsVsLewis: Wahrscheinlichkeit von Konditionalen gehorcht nicht den Standardgesetzen der Wahrscheinlichkeit.
Lösung/Lewis: wenn wir Wahrheit nicht erwähnen, gehorcht die Wahrscheinlichkeit von Konditionalen den Standardgesetzen- dann haben iK keine Wahrheitswerte und keine Wahrheitsbedingungen. - D.h. Boolesche Verknüpfungen, aber keine wahrheitsfunktionalen! (nicht wahrheitsfunktional (wafu)) - ((s) >Adams-Konditional).
V 142
Behauptbarkeit/Konditional/Lewis: sie soll der subjektiven Wahrscheinlichkeit entsprechen. - (Lewis pro Grice) - Die Behauptbarkeit wird vermindert durch Falschheit oder triviales Wahrsein. - Das führt zur konditionale Wahrscheinlichkeit. - Dazu müssen wir die gemessene Behauptbarkeit von der Wahrscheinlichkeit der Wahrheit des wahrheitsfunktionalen Konditionals (Hufeisen, ⊃) abziehen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
de se Lewis
 
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Frank I 16ff
Def de se/Lewis: die Selbstzuschreibung individuierender Eigenschaften geschieht in einem Glauben de se (von sich selbst) - dieser lässt sich nicht als Glaube de dicto analysieren -aber umgekehrt: Glaube de dicto und de re lässt sich als Glaube de se analysieren - engerer Sinn: Selbstzuschreibung von Eigenschaften, die das Individuum in Raum und Zeit lokalisieren. Castaneda: indexikalische Bezugnahmen sind nicht aufeinander reduzierbar - VsLewis: daher brauchen wir neben dem Glauben de se eigentlich noch einen "de te", "de nunc", "de ibi" usw.
Lewis IV 120ff
Einstellungen de se/Lewis: die Einstellungen die man irreduzibel über sich selbst hat sind nicht propositional - aber auch sie können durch Sätze ausgedrückt werden - sie sind aber keine Propositionen - Bsp man hält sich für einen Trottel - dann drückt man mehr eine Eigenschaft aus als eine Proposition.
IV 145
De se/Wunsch/Lewis: Objekte von Wünschen sind oft Eigenschaften, nicht Propositionen - müssen nicht von allen Bewohnern derselben Welt geteilt werden - Proposition/Lewis/(s) ist in möglichen Welten wahr oder nicht wahr - dann gilt sie für alle, nicht personenbezogen für bestimmte Personen.
IV 145/146
De se/Lewis: bestimmte Rolle (Lokalisierung auf bestimmte Weise) in möglichen Welten z.B. selbst der "Gewinner" sein (entspricht einer Eigenschaft). - De dicto: bloß Wunsch nach Welt mit Gewinnern und Verlierern (entspricht Proposition) - Bsp Zwei allwissende Götter: die beiden unterscheiden sich nicht in Bezug auf irgendeine Proposition - wenn es darum geht auf dem höchsten Berg zu sitzen und Manna zu schleudern, können sie es tun oder lassen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Denken Black
 
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II 94
Denken/Black: nicht mit "verschiedenen sprachlichen Kleidern" zu behängen - wenn ein Gedanke "zu tief für Wörter" sein soll, müssen wir ihn leider ignorieren. - Vs"Bekleidungsmodell": dieses würde dazu führen, jedes Sprechen als Kodierungsprozess und Hören als Dekodierung anzusehen.
II 97
falsch: "Denke bevor du sprichst" - Vs C.I. Lewis: Bedeutung kommt sehr wohl durch Kommunikation zustande (sonst >"Bekleidungsmodell" Sprache als Verkleidung von Gedanken) BlackVsLewis, C.I.) - dennoch Black These: Denken ohne Sprache ist möglich. - Bsp Sich Schachstellungen vorstellen.
II 98
Redestrom muss nicht von einem parallelem Strom mentaler Ereignisse begleitet sein. - Die gesprochene Sprache braucht kein geistiges Korrelat, um bedeutungsvoll zu sein.
II 100
Es ist kaum möglich zwischen Gedanken und sprachlicher Darstellung zu unterscheiden. Aber:
II 119
Sprache/Tractatus/Wittgenstein: 4.002 die Sprache verkleidet den Gedanken - und zwar so, dass man nach der äußeren Form des Kleides nicht auf die Form des bekleideten Gedankens schließen kann.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
Determinismus Inwagen
 
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Pauen V 273
Determinismus/Peter van Inwagen/Pauen: der Determinismus ist keine Implikation des Physikalismus. Das Prinzip der kausalen Geschlossenheit bezieht sich darauf, dass nur physikalische Erklärungen herangezogen werden dürfen. Damit ist nicht gesagt, dass das Verhältnis Ursache/Wirkung stets deterministisch sein muss.
Das Prinzip der physischen Determination macht keine Aussage über die Notwendigkeit bestimmter Kausalketten, sondern fordert nur, dass es zu jeder höherstufig beschreibbaren Veränderung eine physikalisch beschreibbare Veränderung gibt.
van Inwagen: der Determinismus steht also für die These, dass sich aus einer vollständigen Beschreibung und Kenntnis der Zustand der Welt zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt ableiten lasse.
Pauen: es ist mehr als umstritten, dass der Determinismus auf unsere physische Realität zutrifft.
- - -
Lewis V 296
Determinismus/Vs weicher Determinismus/VsKompatibilismus/van InwagenVsLewis: (gegen den weichen Determinismus, den ich vorgebe, zu vertreten): Bsp Angenommen zur reductio, dass ich hätte meine Hand heben können, obwohl der Determinismus wahr wäre.
Dann folgt aus vier Prämissen, die ich nicht leugnen kann, dass ich eine falsche Konjunktion HL hätte hervorbringen können, aus einer Proposition H über einen Zeitpunkt vor meiner Geburt und eine gewisse Proposition über ein Gesetz L.
Prämisse 5: wenn ja, dann hätte ich L falsch machen können.
Prämisse 6: aber ich hätte L nicht falsch machen können. (Widerspruch).
LewisVsInwagen: 5 und 6 sind nicht beide wahr. Welche wahr ist, hängt davon ab, was Inwagen mit "hätte falsch machen können "meint. Allerdings nicht in der Alltagssprache, sondern in Inwagens künstlicher Sprache. Aber auch da kommt es nicht darauf an, was Inwagen selbst damit meint!
Worauf es ankommt ist, ob wir dem überhaupt einen Sinn geben können, der alle Prämissen ohne Zirkularität gültig macht.
Inwagen: (mündlich) dritte Bedeutung für "hätte falsch machen können": nämlich dann und nur dann, wenn der Handelnde die Dinge so hätte arrangieren können, dass sein Tun plus die ganze Wahrheit über die Vorgeschichte zusammen die Falschheit der Proposition implizieren.
Dann sagt Prämisse 6, dass ich die Dinge nicht hätte so arrangieren können, so dass ich prädeterminiert war, sie nicht so zu arrangieren.
Lewis: es ist aber gar nicht instruktiv zu sehen, dass der weiche Determinismus die so interpretierte Prämisse 6 ablehnen muss.
V 297
Falsifikation/Handlung/Willensfreiheit/Lewis: provisorische Definition: ein Ereignis falsifiziert eine Proposition, nur dann, wenn es notwendig ist, dass wenn das Ereignis geschieht, dann die Proposition falsch ist. Aber mein Akt des Steinewerfens würde nicht selbst die Proposition falsifizieren, dass das Fenster in der Wurflinie intakt bleibt. Alles was wahr ist, ist, dass mein Akt ein anderes Ereignis hervorruft, das die Proposition falsifizieren würde.
Der Akt selbst falsifiziert kein Gesetz. Er würde nur eine Konjunktion von Vorgeschichte und Gesetz falsifizieren.
Alles was wahr ist ist, dass meinem Akt ein anderer Akt vorausgeht das Wunder und dieser falsifiziert das Gesetz.
schwach: sagen wir, ich wäre in der Lage eine Proposition im schwachen Sinne falsch zu machen gdw. ich etwas tue, die Proposition falsifiziert wäre, (aber nicht notwendig durch meinen Akt und nicht notwendig durch irgendein Ereignis, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde). (Lewis pro "Schwache These" (weicher Determinismus)).
stark: wenn die Proposition entweder durch meinen Akt selber oder durch ein Ereignis falsifiziert wird, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde.

Inwagen/Lewis: der erste Teil seiner These steht, egal ob wir die starke oder die schwache These vertreten:
wenn ich meine Hand hätte heben können, obwohl der Determinismus wahr ist und ich sie nicht gehoben habe, dann ist es im schwachen und im starken Sinn wahr, dass ich die Konjunktion HL (Propositionen über die Vorgeschichte und die Naturgesetze) hätte falsch machen können.
Aber ich hätte die Proposition L falsch machen können im schwachen Sinn, obwohl ich sie nicht im starken sinn hätte falsch machen können.
Lewis: wenn wir den schwachen Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 6.
Wenn wir den starken Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 5.
Inwagen: vertritt beide Prämissen, indem er analoge Fälle erwägt.
LewisVsInwagen: ich glaube, dass die Fälle nicht analog sind: sie sind Fälle, in denen der starke und der schwache Fall gar nicht divergieren:
Prämisse 6/Inwagen: er fordert uns auf, die Vorstellung zurückzuweisen, dass ein Physiker ein Teilchen schneller als das Licht beschleunigen könnte.
LewisVsInwagen: aber das trägt nichts dazu bei, die Prämisse 6 im schwachen Sinn zu stützen,
V 298
denn die zurückgewiesene Vermutung ist, dass der Physiker ein Naturgesetz im starken Sinn falsifizieren könnte. Prämisse 5/Inwagen: hier sollen wir die Vermutung zurückweisen, dass ein Reisender eine Konjunktion von Propositionen über die Vorgeschichte und einer über seine zukünftige Reise anders falsifizieren könnte, als durch Falsifikation des nichthistorischen Teils.
LewisVsInwagen: weisen Sie die Vermutung ruhig ganz zurück, das trägt nichts dazu bei, Prämisse 5 im starken Sinn zu stützen. Was würde folgen, wenn man Konjunktion derart im starken Sinn falsifizieren könnte? Dass man den nichthistorischen Teil im starken Sinn falsifizieren könnte? Das ist es, was Prämisse 5 im starken Sinn stützen würde.
Oder würde bloß folgen, (was ich denke), dass man den nichthistorischen Teil im schwachen Sinn zurückweisen könnte? Das Bsp des Reisenden hilft hier nicht, weil eine Proposition über zukünftige Reisen sowohl im schwachen als auch im starken Sinn falsifiziert werde könnte!


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Eigenschaften Putnam
 
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III 177
Eigenschaften/LewisVsPutnam: Eigenschaften müssen etwas Einfaches sein - wenn das eine aus einer anderen folgt, dann wäre das eine notwendige Beziehung zwischen zwei Einfachen. - Putnam: das wäre unverständlich. Falsche Lösung/Lewis: dann müssten Eigenschaften ihrerseits als Komplexe gedeutet werden - LewisVs: Eigenschaften müssen einfach sein - woraus sollten sie zusammengesetzt sein?
PutnamVsLewis: das ist kein analytischer Stil. - Warum sollte etwas Einfaches keine Relationen eingehen?
- - -
V 119
Eigenschaften/Identität/Putnam: Synonymie ist notwendig für Identität von Prädikaten, nicht Eigenschaften - Temperatur ist nicht synonym mit Molekülbewegung. - - -
I 195
Funktionale Eigenschaft/Putnam: Bsp ein Programm zu haben ist für einen Computer eine funktionale Eigenschaft statt einer physikalischen - nicht-funktionale Eigenschaften: Inputs und Outputs - funktionale Eigenschaften: werden mit Ursache und Wirkung definiert.
I 195
Referenz/Lewis: ist eine funktionale Eigenschaft - Pointe: das soll die Unterscheidung physikalisch/ nichtphysikalisch unterlaufen - Referenz ist dann eine funktionale Eigenschaft des Organismus-plus-Umwelt-Systems.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Endurantismus Lewis
 
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Schwarz I 32
Def Endurantismus/Lewis/Schwarz: (VsPerdurantismus): These: Dinge sind zu jeder Zeit, zu der sie existieren, ganz (nicht nur zum Teil) anwesend (wie aristotelische Universalien). LewisVsEnduantismus (stattdessen: Mosaik Theorie).
Schwarz I 31
Def Perdurantismus/Lewis/Schwarz: die These, dass zeitlich ausgedehnte Dinge gewöhnlich aus zeitlichen Teilen bestehen.
Mosaik/Lewis: These: alle Wahrheiten über unsere Welt auch über die zeitliche Ausdehnung von Dingen, beruhen auf den Eigenschaften und Beziehungen zwischen raumzeitlich ausgedehnten Punkten.
EndurantismusVsLewis: da er mit Mosaik nichts am Hut hat, ist das für ihn gar kein Argument.
LewisVsEndurantismus: besseres Argument: intrinsische Veränderung: wenn normale Dinge keine zeitlichen Teile haben, sondern zu verschiedenen Zeiten existieren, können sie weder rund noch groß sein, sondern nur rund zu t. Und das sei absurd.
Schwarz I 32
Eigenschaften/einige Autoren: sicher sind nicht alle Eigenschaft relational wie „Entferntsein“ - aber könnten sie nicht immerhin zeit relational sein, wobei wir diese ständig vorhandene Abhängigkeit ignorieren? (Haslanger 1989:123f, Jackson 1994b, 142f, van Inwagen 1990a, 116). Eigenschaften/Lewis: (2004,4) wenigstens abstrakte geometrische Objekte können einfach nur rund sein, daher ist „rund“ nicht generell eine Relation zu Zeiten.
Eigenschaften/Endurantismus/Johnston: These: man sollte nicht die Eigenschaften, sondern ihre Instanziierungen zeitlich relativieren. (Johnston, 1987,§5) Bsp ich bin jetzt sitzend und war letzte Nacht schlafend.
Andere: (Haslanger, 1989): These Zeitangaben (>Zeit) sind adverbiale Modifikationen von Propositionen: Bsp ich bin auf jetzige Weise sitzend und bin auf letzte Nacht Weise schlafend.
LewisVsJohnston/LewisVsHaslanger: das macht keinen großen Unterschied. Auch diese Vertreter bestreiten, dass Formeigenschaften den Dingen direkt, einfach und selbst zukommen.
Perdurantismus/Endurantismus/Schwarz: die Debatte ist festgefahren, beide werfen sich vor, Veränderung wegzuanalysieren.
Endurantismus: Instantiierung unvereinbarer Eigenschaften hat mit Veränderung nichts zu tun.
Perdurantismus: zeitlose Instantiierung vereinbarer Eigenschaften Bsp gerade zu t1, gekrümmt zu t0, sei keine Veränderung.
Schwarz: beides entspricht nicht unseren Intuitionen. Der Veränderung wird zu viel Gewicht beigemessen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Ereignisse Meixner
 
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I 167 f
Ereignis/Davidson/Meixner: aus dem wahren Satz "Hans lacht laut" folgt logisch "Hans lacht" aber nicht prädikatenlogisch. Wie kann man eine prädikatenlogische Folgerung erhalten? - Lösung: wir müssen annehmen, dass es Ereignisse als Entitäten gibt. ((s) für die Quantifikation): "Für mindestens ein aktuales Ereignis gilt. es ist laut und ein Lachen von Hans". (dito für die beiden Teil-Sachverhalt Lautheit und Lachen). > "adverbiale Analyse"? Ereignis/Ontologie/Meixner: hingegen ist nicht einmal entschieden, ob sie Objekte oder Funktionen sind.
Ereignis/LewisVsDavidson: als Eigenschaften sind sie Funktionen - DavidsonVsLewis: als Individuen sind sie Objekte.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
Funktionalismus Chalmers
 
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I 15
Functionalism/Lewis/Armstrong/Chalmers: Lewis and Armstrong tried to explain all mental concepts, not only some. ChalmersVsLewis/ChalmersVsArmstrong: both authors made the same mistake as Descartes in assimilating the psychological to the phenomenal (see ChalmersVsDescartes).
E.g. When we wonder whether somebody is having a colour experience, we are not wondering whether they are receiving environmental stimulation and processing it in a certain way. It is a conceptually coherent possibility that something could be playing the causal role without there being an associated experience.
I 15
Funktionalismus/Bewusstsein/ChalmersVsFunktionalismus/ChalmersVsArmstrong/ChalmersVsLewis/Chalmers: es gibt gar kein Mysterium darüber, ob irgendein Zustand eine kausale Role spielt, höchstens ein paar technische Erklärungsprobleme. Warum dabei eine phänomenologische QWualität des Bewusstseins im Spiel ist, ist eine vollkommen andere Frage. Funktionalismus/Chalmers: dieser leugnet, dass es hier zwei verschiedene Fragen gibt. ((s) Auch: ChalmersVsDennett).
I 231
Funktionalismus/Bewusstsein/Chalmers: zwei Varianten: Funktionalismus 2. Stufe: darunter fallen Rosenthals Ansatz von Gedanken 2. Stufe über Bewusste Erlebnisse und Lycans (1995) Ansatz über Wahrnehmungen 2. Stufe. Diese Theorien geben gute Erklärungen für Introspektion.
Funktionalismus 1. Stufe: These: es werden nur kognitive Zustände 1. Stufe gebraucht. Solche Theorien sind besser in der Erklärung von bewussten Erlebnissen. Da aber nicht alle kognitiven Zustände bewussten Erlebnissen entsprechend, braucht man für diese noch ein Unterscheidungsmerkmal.
Lösung/Chalmers: mein Kriterium dafür ist die Zugänglichkeit zu globaler Kontrolle.
I 232
Kirk: (1994): These: „direkt aktive“ Information ist es, was benötigt wird. Dretske: (1995): These: Erfahrung ist Informationen, die für ein System repräsentiert wird.
Tye: (1995): These: Information muss für Zwecke der kognitiven Verarbeitung „ausbalanciert“ werden.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Gegenstück-Relation Bigelow
 
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I 192
Verzweigte Zeit/Mögliche Welten/Bigelow/Pargetter: wir erlauben, dass die Zeit verzweigt ist, d.h. zu jeder Vergangenheit gibt es mehrere Zukünfte. Da sollten wir auch erlauben, dass so etwas für die Entwicklung innerhalb einer möglich ist. D.h. zwei Teile könnten denselben Ursprung haben. Ebenso Fusion und vorübergehendes Zusammengehen von Teilen. Problem: es ist verwunderlich, dass solche Teile dann zumindest einen zeitlichen Teil gemeinsam haben müssten.
Bsp Angenommen, wir treffen Jane aus einem anderen Teil derselben möglichen Welt. Betrachten wir das
Kontrafaktisches Konditional: wenn wir Jane nicht getroffen hätten, hätte sie nicht existiert.
BigelowVsLewis: nach ihm muss das wahr sein
Bigelow/Pargetter: nach uns ist es klarerweise falsch. Es muss daher mindestens eine mögliche Welt geben, in der Jane existiert und wir sie nicht treffen. Und diese Möwe muss uns dann alle Jane und uns enthalten, obwohl es keine Verbindung zwischen uns gibt.
LewisVsVs: dieser müsste dann irgendeine andere Verbindung und entsprechendes kontrafaktisches Konditional annehmen: „…ein Vorfahre oder Nachfahre von uns hätte einen Vorfahren oder Nachfahren von ihr treffen können“ usw.
BigelowVsLewis: das ist immer noch falsch in der fraglichen Welt und weniger plausibel als das obige kontrafaktische Konditional. Das zeigt die Falschheit der temporalen Theorie.

BigelowVsLewis: dieser ist in einem Dilemma: entweder er nimmt die Weltgefährten-Relation als primitiven Grundbegriff oder er lässt modale Grundbegriffe zu.
I 193
Gegenstück-Relation/GR/Lewis/Bigelow/Pargetter: Lewis stützt sich aber noch auf eine wichtigere Relation, die Gegenstück-Relation: sie ist auch kein guter Kandidat für einen unanalysierten Grundbegriff, und dennoch braucht auch sie wiederum modale Grundbegriffe. BigelowVsLewis/BigelowVsGegenstück-Theorie/Bigelow/Pargetter: sie führt auch in die Zirkularität, weil sie modale Begriffe voraussetzt. D.h. sie kann die Modallogik nicht begründen.


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Götter-Beispiel Castaneda
 
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Frank I 356 f
Zwei Götter/2 allwissenende Götter/Lewis: allwissend: nur durch Kenntnis aller Propositionen - aber unfähig, sich selbst die entscheidenden Eigenschaften zuzuschreiben, da Eigenschaften (Attribute) nicht propositional sind. CastanedaVsLewis: sein Begriff des einzigartigen Gegenstücks passt eher auf die Teil-Gegenstandsbereiche der privaten Objekte - die überlagernde Struktur wäre eine totale Welt, und jede Extension wäre "meine Welt" für jede Person in der Welt. Daher ist Lewis’ Bsp der zwei Götter nicht einleuchtend, selbst dann nicht, wenn wir Propositionen mit Mengen von möglichen Welten gleichsetzen.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Identität Parfit
 
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Lewis IV 57
Identität/Kontinuität/Überleben/Person/Parfit: wenn es um das Überleben geht, können nicht beide Antworten (Kontinuität und Identität) richtig sein, daher müssen wir wählen. a) Identität: ist eine Relation mit einem bestimmten formalen Charakter: sie ist eins zu eins und kann nicht graduell sein.
b) Kontinuität: (und Verbundenheit) (z.B. in Bezug auf Mentales) kann eins zu vielen oder vieles zu eins sowie graduell sein.
Parfit: deswegen ist es die Kontinuität und Verbundenheit, die bei der personalen (temporalen) Identität (Überleben) relevant ist.
c) was beim Überleben wichtig ist, ist also nicht Identität! Höchstens eine Relation die soweit mit Identität zusammenfällt, dass Problemfälle nicht auftreten.
LewisVsParfit: jemand anderes könnte das Argument genauso gut in der anderen Richtung vertreten, und Identität als relevant hinstellen. Und natürlich ist die Identität das. worauf es letztlich ankommt! Daher muss man die Divergenz zwischen a) und b) beseitigt werden!
Ich stimme mit Parfit überein, dass Kontinuität und Verbundenheit ausschlaggebend ist, aber sie ist eben nicht als Alternative zur Identität zu sehen.
Grenzfall/Parfit: Problem: Grenzfälle müssen irgendwie willkürlich entschieden werden.
Identität/Kontinuität/Überleben/Person/LewisVsParfit: die Opposition zwischen Identität und Kontinuität ist falsch.
Intuitiv geht es auf jeden Fall um Identität. Und zwar um buchstäbliche!
IV 58
Def R-Relation/Identität/Kontinuität/Person/Lewis: eine bestimmte Relation und Verbundenheit unter Person Zuständen. Def I-Relation/Lewis: Frage: welche der dauerhaften Personen sind identisch mit den früheren?
IV 59
I-Relation/R-Relation/Lewis: These: die beiden sind identisch, weil sie koextensiv sind!
IV. 61
Identität/Fusion/Spaltung/Person/Zustand/Lewis: ist eins zu eins, in dem Sinn, dass ein Ding niemals identisch mit mehreren Dingen ist. Das aber gilt nicht für die I Relation und die R Relation. Viele Ihrer anderen Zustände sind Zustände der selben Person und auf diese und auch aufeinander bezogen. Aber das meint Parfit nicht, wenn er sagt, dass R Relationen eins viele sind. Parfit: meint, dass es mehrere Zustände geben kann auf die ein Zustand bezogen ist, die aber untereinander nicht bezogen sind. (Fusion und Spaltung der Person). D.h. die R Relation wäre dann nicht transitiv.
Spaltung: die vorwärtsbezogene R-Relation ist eins viele, rückwärts: viele eins, simpliciter: transitiv.
IV 65
Methusalem Bsp/Person/Identität/Lewis: (Originalstelle): Verbundenheit/mentale Zustände/Parfit: These: die Verbindung mentaler Zustände schwindet mit der Zeit.
IV 67
Person/Fusion/Parfit: Bsp wenn Sie mit jemand sehr verschiedenem fusionieren ist die Frage, wer überlebt. Aber da gibt es keine bestimmte, verborgene Antwort. Vielmehr ist das, worauf es ankommt, die R-Relation nur zu einem sehr geringen Grad vorhanden.
IV 73
ParfitVsLewis: man sollte unsere gemeinsamen Ansichten nicht mit dem common sense kreuzen. D.h. es geht um einen anderen Sinn von Überleben.
IV 74
Lewis: ich hatte geschrieben, worauf es ankommt, ist die Identität beim Überleben. Dann ist für den kurz lebenden C1 das Stadium S zu t0 tatsächlich Ir zu Zuständen in der fernen Zukunft wie z.B. S2, nämlich über den lang lebenden C2! ParfitVsLewis: "Aber ist das nicht die falsche Person?"
Lewis: tatsächlich, wenn C1 wirklich den Wunsch hat, dass er selbst (C1) überlebt, dann ist dieser Wunsch nicht erfüllt.
LewisVsParfit: aber ich glaube, er kann diesen Wunsch gar nicht haben! es gibt eine Grenze für alltagspsychologische Wünsche unter Bedingungen geteilter Zustände.
Der geteilte Zustand S denkt für beide. Jeder Gedanke, den er hat, muss geteilt werden. Er kann nicht eine Sache im Namen von C1 und eine Sache im Namen von C2 denken.
Wenn andererseits C1 und C2 alltagsverständlich etwas teilen sollen, dann muss es ein "pluraler" Wunsch sein, "Lass uns überleben".
IV 75
Person/Überleben/Identität/LewisVsParfit: Bsp bis jetzt hatten wir angenommen, dass beide vor der Spaltung wissen, dass es zur Spaltung kommen wird. Jetzt Variante: beide wissen nicht von der kommenden Spaltung.
Frage: können wie dann nicht doch perfekt den Wunsch teilen: "Lass mich überleben!"?.
Problem: dass C1 und C2 den Wunsch teilen beruht auf der falschen Präsupposition, dass sie eine Person sind. D.h. das "mich" ist eine falsche Kennzeichnung. Es kann sich nicht auf C1 in C1' Gedanken und nicht auf C2 in dessen Gedanken beziehen. Denn diese Gedanken sind ein und derselbe.
Vs: aber ihr Wunsch zu überleben ist erfüllt! Zumindest der von C2 und der von C1 ist ja nicht unterschieden. Dann kann ihr Wunsch nicht nur in dem unerfüllbaren singulären Wunsch bestehen. Sie müssen beide auch den schwachen pluralen Wunsch haben, auch wenn sie die Spaltung nicht vorher wissen.

Parf I
D. Parfit
Reasons and Persons Oxford 1986

Parf II
Derekt Parfit
On what matters Oxford 2011

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Identitätstheorie Kripke
 
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Frank I 32
Psychisch/physisch/Kripke/Frank: lehrt die Verschiedenheit der logischen Subjekte des Physischen und des Psychischen - Körperliches schreibe ich mit in einem naturalistischen Vokabular zu (syntaktische Strukturen), Psychisches in einem mentalistischen (semantische Strukturen).
Frank I 32
KripkeVsIdentitätstheorie: sie wird nicht weiter kommen, als dass eine Identität zwischen syntaktischen und semantischen Strukturen allenfalls darin begründet wäre, dass Semantisches nicht ohne Syntaktisches ist, aber damit ist es noch nicht hinreichend durch das Syntaktische bestimmt. - Das ist eine Variante der These der Supervenienz.
Frank I 114
KripkeVsIdentitätstheorie: es ist vorstellbar, dass ein psychisches Ereignis (Bsp Schmerz) ohne physisches Ereignis auftritt. - Daher sind beide nicht identisch. - Es ist gar keine wesentliche Eigenschaft einer Schmerzempfindung, ein psychisches Ereignis zu sein. - Vielmehr ist es nur eine akzidentielle Eigenschaft.
Frank I 123
KripkeVsIdentitätstheorie: diese behauptet eine kontingente Identität - da sie aber notwendig ist, können wir, wenn wir uns vorzustellen versuchen, dass die Identitätsaussage falsch ist, nicht von einer Täuschung sprechen! - Es hätte sich herausstellen können, dass Schmerz nicht C-Faser-Reizung ist: das ist keine Analogie zu Wärme/Molekülbewegung - wir greifen Wärme durch die kontingente Eigenschaft heraus, dass sie sich auf eine bestimmte Weise anfühlt - Schmerzen aber durch die notwendige Eigenschaft, sich wie Schmerz anzufühlen - KripkeVsLewis: die Annahme einer kausalen Rolle legt die falsche Vorstellung nahe, dass die Verursachung von Schmerz kontingent sei.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Implikation, Paradox Wessel
 
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I 129
Cl. Lewis VsParadoxien der Implikation: "strikte Implikation": modal: statt "aus Widerspruch beliebige Aussage": "aus unmöglicher..." - WesselVsLewis, CL.: zirkulär: modale Termini überhaupt erst aus logischer Folgebeziehung - 2.Vs: strikte Implikation kann als Operator nicht in beweisbaren Formeln der AL vorkommen.
I 140~
Paradoxien der Implikation: Strategie: Kontradiktion als Antezedens und Tautologie als Konsequens vermeiden.
I 215
Paradoxien der Implikation/Quantorenlogik: zusätzliche Paradoxien: für Individuenvariablen x und y dürfen nicht mehr beliebige sing Term eingesetzt werden - sonst folgt aus "alle Erdmonde bewegen sich um die Erde". "Russell bewegt sich um die Erde". Lösung. Begrenzung des Bereichs: alle Individuen aus demselben Bereich, für jedes Subjekt muss klar sein: P(x) v ~P(x) - d.h. jedes Prädikat kann als Aussagenfunktion bedeutet werden. - Wessel: das ist aber alles außerlogisch.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Individuen Meixner
 
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I 56f
Individuale/Meixner: individuenähnliche Gegenstände: Bsp "das runde Quadrat" aber auch Bsp Holmes, fiktive Personen und deren Körperteile, von denen nicht gesagt werden kann, ob sie gewisse Eigenschaften haben oder nicht haben - "Der Mann, der wusste, dass er nichts weiß": nicht Sokrates, sondern Individual (überdeterminiert: Wissen/Nichtwissen)
I 52ff
Individuale/Meixner: Menge aller Eigenschaften (statt Individuum): Pointe: wenn ein Element fehlt, völlig andere Menge (Identität von Mengen durch Identität der Elemente) - daher dann alle Eigenschaften notwendig. - Bsp (s) Ein bestimmter Mensch in einem bestimmtem Augenblick. - Bsp Meixner: "george w.bush": ist notwendig Präsident (nicht im Fall von Bush).
I 58
Individuale/Meixner: außer einem Individuum, dessen Eigenschaften mindestens zum Teil kontingent sind, gibt es ein ihm zugeordnetes Individual, das einfach aus der Menge derselben Eigenschaften (in dem Moment) besteht. Da eine Menge ihre Identität verliert, wenn ein Element sich ändert, sind alle Eigenschaften hier notwendig. MeixnerVsLewis: verwechselt Individuum mit Individual: Gegenstück hat seine Eigenschaften notwendig, weil es durch die Menge individuiert wird (weil es durch sie überhaupt herausgegriffen wird).

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
Inhalt Lewis
 
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Schw I 161
Inhalt/DavidsonVsLewis: hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. - LewisVsDavidson: Inhalt ist eine Klasse möglicher Individuen, Bsp die den Wunsch erfüllt bekommen. Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.
Schw I 169
Mentaler Gehalt/Inhalt/Lewis: Klasse möglicher Situationen, in denen es regnet, nicht "Klasse der möglichen Welten in denen es regnet" - was für Welten sollten das sein? - Es müssten welche sein, in denen es hier und jetzt regnet. Mögliche Situationen sind zentrierte Welten, mit einem ausgezeichneten hier und jetzt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Interpretation Geach
 
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I 195
Interpretation/Logik/GeachVsLewis/VsLangford: nicht "irgendwelche Dinge", wenn es um erlaubte Spielzüge statt Wahrheit geht. - Bsp hier: Vererbung von Erlaubtheit verlangt etwas wie "Vatertier", "Muttertier". - ((s) Wahrheit wird nicht vererbt sondern nur Regeln bzw. Gültigkeit werden vererbt.)

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Irreale Bedingungssätze Lewis
 
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Goodman II VIII (Vorwort Putnam)
Irreale Bedingungssätze: Vieldiskutiertes Problem heute. - David Lewis: hat ein formalistisches Schema entwickelt, dass eine Totalität von möglichen Welten voraussetzt und eine "Ähnlichkeitsmetrik" die ihre Ähnlichkeit in Graden misst.
GoodmanVsLewis: das sind keine Lösungen, die uns Prinzipien an die Hand geben, zu entscheiden, welche der möglichen Welten der Tatsächlichen mehr oder weniger ähnlich sind.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kausalerklärung Bigelow
 
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I 320
Erklärung/Hempel/Lewis/Bigelow/Pargetter: pro: Hempels Erklärungen sind im Großen und Ganzen korrekt, schöpfen aber nicht alle Fälle aus. Einzelfallverursachung/Einzelereignis/Lewis: (1986e) müssen nicht nach Hempels Art erklärt werden.
Probabilistische Erklärung/Bigelow/Pargetter: hier gilt, dass eine Ursache nicht unbedingt die Wschk der Wirkung erhöht. Wenn man das Gegenteil annimmt, muss man annehmen, dass die Erklärung selbst die Ursache ist. Und zwar, weil die Erklärung das Ergebnis wahrscheinlicher macht.
BigelowVsProbabilistische Erklärung (s.o.). Statt dessen. Ansatz von Lewis:

Kausalerklärung/Lewis/Bigelow/Pargetter: (1986e9 5. Stadien:
1. Naturgesetze als Input für eine Theorie von kontrafaktischen Konditionalen.
I 321
2. Gebraucht kontrafaktische Konditionale, um eine Relation zwischen Ereignissen zu definieren, nämlich kontrafaktische Abhängigkeit. 3. Gebraucht kontrafaktische Abhängigkeit ,um Verursachung durch zwei Prinzipien zu erklären:
(1) These: kontrafaktische Abhängigkeit ist Verursachung
(2) die Ursache einer Ursache ist eine Ursache.
Verursachung/Lewis: ist transitiv.
4. Lewis konstruiert eine Kausalgeschichte eines Ereignisses. (Baumstruktur dabei kann es sein, dass entferntere Ursachen nicht durch kontrafaktische Abhängigkeit verbunden sind. D.h. eine andere Ursache hätte an die Stelle treten können. Tatsächlich ist es aber die Ursache.
5. Def Kausalerklärung/Lewis: ist alles, was Information über die Kausalgeschichte liefert. Diese kann auch partiell sein. Bsp mütterliche Linie, väterliche Linie. Bsp Information über einen zeitlichen Abschnitt des Baums: das entspricht der Erklärung von Hempel.
I 322
Kausalerklärung/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: unsere Theorie ist ähnlich wie die von D. Lewis, hat aber auch Unterschiede: (Lager): Lewis. gebraucht Gesetze, um kontrafaktische Konditionale zu erklären.
Bigelow/Pargetter: wir gebrauchen Grade der Zugänglichkeit für beide.
Lewis. braucht kontrafaktische Konditionale, um Verursachung zu erklären
Bigelow/Pargetter: wir nicht. Dafür nehmen wir Kräfte an – Lewis nicht.
Transitivität: der Verursachung: Lewis pro, BigelowVs.
Kausalerklärung/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: weil wir keine Transitivität anerkennen, wird die KG sich nicht unendlich in die Vergangenheit zurückverfolgen lassen. Sonst sind Adam und Eva eine Erklärung für alles. Irgendwo muss die kausale Verbindung abbrechen.
BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: der hauptsächliche Unterschied ist, dass für Lewis Information über die Kausalgeschichte hinreichend für eine Kausalerklärung ist, für uns aber nur Information über Ursachen und damit über Kräfte.
Angemessenheit/Kausalerklärung/pragmatisch/Lewis/Bigelow/Pargetter: These: über die Angemessenheit einer Erklärung muss pragmatisch entschieden werden. Bigelow/Pargetter dito.
I 323
Warum-Erklärung/warum/Bigelow/Pargetter: These: keine Erklärung kann ganz ohne Warum-Erklärung auskommen. Diese wiederum braucht Wie-Erklärungen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kausalerklärung Lewis
 
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V 214
Kausalgeschichte/Kausalerklärung/Lewis: nicht alles in einer Kausalgeschichte ist eine Ursache - Bsp scharfe Kurve ist nicht selbst ein Grund - sie verursacht das Herumreißen des Steuers) - es gibt mehrere, konvergierende Kausalketten - sie können Baumstruktur haben. - Kausalketten sind dicht. "Ursache"/Alltagssprache: unklar - kontextabhängig. Gesamtursache/Mill: Lewis pro: ist eine Ursache.
V 217
Geschlossen: alles, von dem ein Ereignis in der (Vor-) Geschichte abhängt, ist selbst ein Ereignis in der (Vor-) Geschichte - aber nicht umgekehrt: eine Kausalgeschichte muss nicht geschlossen sein - Erklärung: Information über Kausalgeschichte.
V 230f
Kausalerklärung/Erklärung/Zufall/Warum-Frage/Lewis: beides ist legitim: a) Zufallsereignisse zu erklären
b) zu leugnen, dass wir erklären können, warum dieses ein Ergebnis liefert anstelle eines anderen. Dabei geht es nicht um relative Wahrscheinlichkeit. - Die aktuale Kausalgeschichte unterscheidet sich überhaupt nicht von der nichtaktualisierten, die das andere Ergebnis gehabt hätte, wenn es passiert wäre - es gibt keine Eigenschaften, die die aktuale Geschichte von einer nichtaktualen unterscheidet.
V 327
Kausale kontrafaktische Konditionale/KoKo/Lewis: können zu Mustern kausaler Abhängigkeit oder Unabhängigkeit gehören. - Wir erhalten sie, wenn wir von der Sprache zu Propositionen übergehen. - - -
Bigelow I 320
Erklärung/Hempel/Lewis/Bigelow/Pargetter: pro: Hempels Erklärungen sind im Großen und Ganzen korrekt, schöpfen aber nicht alle Fälle aus. Einzelfallverursachung/Einzelereignis/Lewis: (1986e) müssen nicht nach Hempels Art erklärt werden.
Probabilistische Erklärung/Bigelow/Pargetter: hier gilt, dass eine Ursache nicht unbedingt die Wschk der Wirkung erhöht. Wenn man das Gegenteil annimmt, muss man annehmen, dass die Erklärung selbst die Ursache ist. Und zwar, weil die Erklärung das Ergebnis wahrscheinlicher macht.
BigelowVsProbabilistische Erklärung (s.o.). Statt dessen. Ansatz von Lewis:

Kausalerklärung/Lewis/Bigelow/Pargetter: (1986e9 5. Stadien:
1. Naturgesetze als Input für eine Theorie von kontrafaktischen Konditionalen.
I 321
2. Gebraucht kontrafaktische Konditionale, um eine Relation zwischen Ereignissen zu definieren, nämlich kontrafaktische Abhängigkeit. 3. Gebraucht kontrafaktische Abhängigkeit ,um Verursachung durch zwei Prinzipien zu erklären:
(1) These: kontrafaktische Abhängigkeit ist Verursachung
(2) die Ursache einer Ursache ist eine Ursache.
Verursachung/Lewis: ist transitiv.
4. Lewis konstruiert eine Kausalgeschichte eines Ereignisses. (Baumstruktur dabei kann es sein, dass entferntere Ursachen nicht durch kontrafaktische Abhängigkeit verbunden sind. D.h. eine andere Ursache hätte an die Stelle treten können. Tatsächlich ist es aber die Ursache.
5. Def Kausalerklärung/Lewis: ist alles, was Information über die Kausalgeschichte liefert. Diese kann auch partiell sein. Bsp mütterliche Linie, väterliche Linie. Bsp Information über einen zeitlichen Abschnitt des Baums: das entspricht der Erklärung von Hempel.
I 322
Kausalerklärung/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: unsere Theorie ist ähnlich hat aber auch Unterschiede. Siehe Kausalerklärung/Bigelow. .

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Kausalität Bigelow
 
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I 264
Erklärung/Kausalität/Bigelow/Pargetter: Problem: wegen drohender Zirkularität können wir Kausalität dann nicht durch Gesetze oder kontrafaktische Konditionale oder Wahrscheinlichkeit erklären. Kontrafaktisches Konditional/Erklärung/Bigelow/Pargetter: umgekehrt werden kontrafaktische Konditionale analysiert in Begriffen von Kausalität. Ebenso Notwendigkeit.
Verursachung/Bigelow/Pargetter: Muss unanalysierter Grundbegriff sein. Sie ist ein strukturelles Universale. Fundamentale Kräfte spielen eine Hauptrolle.
Kräfte/Bigelow/Pargetter: sind Vektoren.
I 265
Kausalität/Verursachung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: zunächst widerlegen wir einige gängige Theorien. Verursachung/Tradition/Bigelow/Pargetter: wird oft als eine Art „notwendige Verbindung“ angesehen. Normalerweise wird das so ausgedrückt, dass entweder die Ursache notwendig für die Wirkung ist oder die Wirkung eine notwendige Folge der Ursache. Dann ist die Ursache entweder eine notwendige oder eine hinreichende Bedingung oder beides.
schwächer: einige Autoren: es sei nur unwahrscheinlich, eine Ursache ohne Wirkung (oder umgekehrt) zu finden. (probabilistische Theorien der Verursachung, Lewis 1979, Tooley 1987).
„Notwendigkeits-Theorien“/Bigelow/Pargetter: sollten erklären, auf was für einer Art von Notwendigkeit sie beruhen.
Ursache/Wirkung/BigelowVsTradition/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: These eine Ursache muss weder eine hinreichende noch eine notwendige Ursache für eine Wirkung sein, die Wirkung hätte ohne eintreten können oder durch eine andere Ursache, oder ohne Ursache überhaupt! Man kann auch nicht immer eine hohe Wahrscheinlichkeit annehmen! Eine Ursache muss nicht immer die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses erhöhen!
I 266
Hume/Bigelow/Pargetter: das haben wir von ihm gelernt. (HumeVsLewis). Kausalität/Hume/Bigelow/Pargetter: seine Auffassung von ihr hat einen theologischen Hintergrund, (von Descartes und Malebranche her): These: es konnte nicht sein, dass Gott durch irgendwelche Beschränkungen gefesselt wäre.
Daher konnte es nicht sein, dass Gott gezwungen sein würde, der Wirkung zu erlauben, zu folgen. Immer müsste es aus Gottes freier Wahl entstehen und damit jedes Mal ein Wunder sein.
Hume/Bigelow/Pargetter. seine Theorie eliminiert daraus einfach Gott. Hume bittet uns einfach uns vorzustellen, dass die Wirkung es unterlassen könnte, aus der Ursache zu folgen.
Bigelow/Pargetter: damit hat er Recht! Es ist nicht nur logisch möglich, sondern auch empirisch möglich!
Vorstellung/Hume/Bigelow/Pargetter: ist für Hume der Führer zur Möglichkeit. Damit schwenkt er von einem theologischen zu einem psychologischen Argument.
Ursache/Bigelow/Pargetter: Ursachen sind keine hinreichenden Bedingungen. Sie sind auch nicht immer notwendig!
I 267
Lösung/Hume/Bigelow/Pargetter: innere Erwartungen von Regularitäten. Ursache/Hume/Bigelow/Pargetter: nach Hume darf „hinreichend“ nicht modal aufgefasst werden. D.h. dass „hinreichend“ nicht realistisch aufgefasst werden darf.
BigelowVsHume: ging zu weit in seiner Zurückweisung von Notwendigkeit in Gesetzen. Aber nicht weit genug in seiner Zurückweisung des Notwendigkeits-Ansatzes der Kausalität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Konditional Jackson
 
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Lewis V 153
Konditional/Grice/Lewis: wenn P(A > C) hoch ist vor allem weil P(A) niedrig ist (>ex falso quodlibet), was ist dann der Sinn davon "Wenn A, dann B" zu sagen? Warum sollte man nicht das Stärkere sagen: dass es fast so wahrscheinlich wie Nicht A ist?
JacksonVsGrice/JacksonVsLewis: wir behaupten oft Dinge, die viel schwächer sind als wir eigentlich behaupten könnten, und das aus gutem Grund.
Ich nehme dabei an, dass Dein Glaubenssystem ähnlich wie meins ist, aber nicht völlig gleich.
Bsp Angenommen, du weißt etwas, was mir heute sehr unwahrscheinlich vorkommt, ich möchte aber dennoch etwas Nützliches sagen. so sage ich etwas schwächeres, so dass du mich auf jeden Fall beim Wort nehmen kannst.

Lewis V 153
Def robust/Jackson/Lewis: A ist robust im Verhältnis zu B, (in Bezug auf jemandes subjektive Wahrscheinlichkeit zu einer Zeit) gdw. die Wahrscheinlichkeit von A und die Wahrscheinlichkeit von A konditional auf B nahe beieinander liegen und beide hoch sind,
V 154
so dass man, wenn man erfährt, dass B, immer noch A für wahrscheinlich hält. Jackson: das Schwächere kann dann mehr robust sein in Bezug auf etwas, das man für unwahrscheinlicher hält, aber dennoch nicht ignorieren möchte.
Wenn es nun nutzlos ist, das Schwächere zu sagen, wie nutzlos ist es dann erst, das Schwächere und das Stärkere zusammen zu behaupten! Und dennoch tun wir es!
Bsp Lewis: "Bruce schläft in der Kleiderkiste oder sonst wo im Erdgeschoß".
Jackson: Erklärung: es hat Zweck, das Stärkere zu behaupten und genauso Zweck, das Robustere zu behaupten. Wenn beide differieren, behaupten wir beide.

Robustheit/indikativisches Konditional/Lewis: ein indikativisches Konditional ist ein wahrheitsfunktionales Konditional, das konventionell Robustheit impliziert (Konventionsimplikatur) im Hinblick auf das Antezedens.
Deshalb müssen die Wahrscheinlichkeit P(A > C) und P(A > C) beide hoch sein.
Das ist der Grund warum die Behauptbarkeit des indikativischen Konditionals mit der entsprechenden konditionalen Wahrscheinlichkeit einhergeht.


Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kontrafaktisches Konditional Field
 
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I 220
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/FieldVsKontrafaktisches Konditional: es ist zu vage für physikalische Theorien oder geometrische Begriffe. - DummettVsKoKo: sie können nicht "einfach wahr" sein - sie brauchen (ohne KoKo) feststellbare Tatsachen als Wahrmacher. - Substantivalismus/Field: kann garantieren, daß Situationen, in denen Abstände differieren, auch in nicht-kontrafaktischen Hinsichten differieren. - FieldVsRelationismus: dieser kann das nicht - FieldVsKoKo: keine Theorie über kontrafaktisch definierten Relationen funktioniert, wenn diese Relationen nicht auch nicht-kontrafaktisch definiert werden können. - (Deswegen können sie nicht "einfach wahr" sein). - Diese KoKo sind nicht von kontra-kontrafaktischen Aussagen über Punkte in der Ebene ableitbar. - Daher müßten wir sie als nackte Tatsachen nehmen. - Das wäre kein Problem, wenn man nur wenige davon brauchte.
I 233
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Erklärung/Lewis: nichts kann kontrafaktisch von Nichtkontingentem abhängen. - Bsp Kontrafaktisch davon abhängen, welche mathematische Entitäten es gibt. - Nichts sinnvolles kann darüber gesagt werden, welche unserer Meinungen anders wären, wenn es die Zahl 17 nicht gäbe. - Da Mathematik aus notwendigen Wahrheiten besteht, kann es hier kein Erklärungsproblem geben. - FieldVsLewis: nicht alle Tatsachen in der Mathematik sind notwendig - Bsp Zahl der Planeten.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Kontrafaktisches Konditional Lewis
 
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V 5
Kontrafaktisches Konditional/Lewis: variabel striktes Konditional: wenn es nähere Welt (>mögliche Welten) gibt, die ferneren außer Betracht lassen.
V 5f
Kontrafaktisches Konditional/Negation/Lewis: von "wäre" durch "könnte" (oder "könnte nicht"): mit logischem Antezedens und negiertem Konsequens - von "könnte": mit "wäre" mit gleichem A und negiertem Konsequens.
V 8
Kontrafaktisches Konditional: Analyse 0: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in jeder A-Welt gilt, sodass __". Analyse 1: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in der nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist, wenn es eine gibt - A wä>wä C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in jeder nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist.
Analyse 1 1/2: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in einer bestimmten, willkürlich gewählten nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist.
Analyse 3: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn eine (zugängliche) AC-Welt näher an i ist als irgend eine A~C-Welt - Def A wäre>>könnte C ist wahr in i gdw. für jede (zugängliche) A~C-Welt es eine AC-Welt gibt, die mindestens so nah an i ist und es (zugängliche) A-Welten gibt.
V 10
Kontrafaktisches Konditional/Negation: hier: durch "könnte" im Hinterglied - Bsp ~(A wäre>>wäre C) ↔ A wäre>>könnte ~C. ((s) "könnte" = "müsste nicht"). Das taugt für Analyse 2: "...wahr in jeder nächsten Welt"...- dann Bizet/Verdi: "müsste nicht Franzose" und "müsste nicht Nicht-Franzose"...usw. - alle wahr.
Falsch: "müsste nicht Franzose-und-Italiener..." - das ist in Ordnung. ((s) Erklärung: es geht darum, in welchem Fall Bizet und Verdi Landleute gewesen wären. Problem: es lässt sich keine "Ähnlichste Welt" angeben.).
V 14
Def kontrafaktisches Konditional:= variabel striktes Konditional, d.h. wenn es nähere mögliche Welt gibt, die ferneren außer Betracht lassen - (s.u. V 22, s.o. V 5).
V 18
Kontrafaktisches Konditional: gebrauche ich, wenn das Antezedens vermutlich falsch ist - Kontrafaktische Konditionale sind eher wie das materiale Konditional - Solche mit wahrem Antezedens sind nur wahr, wenn auch das Konsequens wahr ist. - Problem: die Äußerungsbedingungen von kontrafaktischen Konditionalen mit wahren Antezedens sind schwierig zu bestimmen - sie sind nämlich unangemessen! - Angenommen, jemand hat unwissentlich ein solches geäußert: dann ist beides triftig: a) A, ~C , ergo ~(A wä>wä C): falsch, weil A aber dennoch nicht C , b) A, C, ergo A wäre>wäre C.: wahr, weil A und tatsächlich C - Pointe: das hängt von der Angemessenheit von "weil" ab - Lewis: mir scheint a) angemessener (sollte als wahr genommen werden).
Def Zentrierungs-Annahme: wird damit so geschwächt: jede Welt ist selbst-zugänglich und wenigstens so ähnlich mit sich selbst, wie irgendeine andere Welt mit ihr ist - damit ist a) gültig, aber b) ungültig.
Zentrierungs-Annahme: (s.u. V 42): wenn sie verletzt wird, würden Welten, die in einer nichtbeachteten Hinsicht abweiche, als identisch mit der wirklichen Welt zählen)
V 18
Wahrheitswert/WW/kontrafaktisches Konditional: wenn man die Wahrheitswerte in kontrafaktischen Konditionalen unterscheiden möchte, kann man das tun, indem man die vergleichende Ähnlichkeit von Welten ausdehnt, sodass sie auch gewisse unmögliche Welten (unMöWe) umfassen, in denen nicht allzu unmögliche Antezedenzien wahr sind - Vs: aber die sind noch schlimmer als die unmöglichen Grenzwelten (s.o.).
V 25
Kontrafaktisches Konditional/Axiome: System C1 das kontrafaktische Konditional impliziert die Implikation - A wäre>>wäre B . > . A > B. - ((s) D.h. das kontrafaktische Konditional ist stärker als die Implikation AB > A wäre>>wäre B.). - D.h. aus der Konjunktion folgt das kontrafaktische Konditional.
V 62
Kontrafaktische Konditionale: brauchen Ähnlichkeit von Welten, um vergleichbar zu sein - Analyse 1/A1: (VsLewis) ohne Ähnlichkeit. Kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis: ist immer kausal und damit teils in zeitlicher Ordnung bestehend.
V 62
Kontrafaktisches Konditional: das Antezedens wird normalerweise als falsch angenommen - mit wahr angenommenem Konsequens.
V 95/96
Kontrafaktisches Konditional: Vorteil: nicht wahrheitsfunktional aufgebaut - entweder beide, Antezedens und Konsequens oder keins von beiden gilt in einer möglichen Welt.
V 179
Kontrafaktische Konditionale: sind nicht transitiv - daher gibt es keinen bestimmten Verlauf der Erhöhung oder Verminderung von Wahrscheinlichkeiten durch eine Kausalkette.
V 284
Rückwärts/Kontrafaktisches Konditional: es gibt eine kontrafaktische Abhängigkeit in der Rückwärtsrichtung, aber ohne kausale Abhängigkeit: falsch: "wenn die Wirkung eine andere gewesen wäre, wäre die Ursache eine andere gewesen".
V 288
Probabilistisches kontrafaktisches Konditional/Lewis: Form: wenn A der Fall wäre, gäbe es die und die Chance für B.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kontrafaktisches Konditional Putnam
 
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III 93
Kontrafaktisches Konditional/Putnam: welche möglichen Situationen sind relevant?
I 187ff
Kontrafaktisches Konditional/PutnamVsLewis: es gibt aber Situationen, in denen es einfach nicht wahr ist, dass B nicht passiert wäre, wenn A nicht passiert wäre.
II 201
Bsp B hätte von einer anderen Ursache verursacht worden sein können - Bsp Eineiige Zwillinge: es ist so, dass beide immer die gleiche Haarfarbe haben - aber das Haar des einen ist nicht die Ursache des anderen - PutnamVsLewis: das kann Lewis nicht trennen. Kontrafaktisches Konditional/Mackie: vom Wissenstand abhängig - Angabe, welche Folgerungen daraus erlaubt - Wissensstand: nur "das Streichholz wurde angerissen" mehr nicht - Kontrafaktisches Konditional/Sellars: hat Behauptbarkeitsbedingungen, keine Wahrheitsbedingungen.
Kontrafaktisches Konditional/Lewis: (folgt Stalnaker): Wahrheitsbedingungen für kontrafaktische Konditionale mit möglichen Welten und Ähnlichkeitsmaß. - Putnam: eine Ontologie mit möglichen Welten ist nicht materialistisch.
PutnamVs: das Ähnlichkeitsmaß darf nicht intrinsisch sein (mit geistunabhängiger Entscheidung über Relevanz), sonst wäre die Welt selbst wie ein Geist.
PutnamVsLewis: das ist Idealismus, und der könnte nicht nur graduell wahr sein. - Falsch: zu sagen "Es ist alles physikalisch, außer diesem Ähnlichkeitsmaß".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Konventionen Bennett
 
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I 155
Konvention/Lewis: mehr als bloße Verhaltensregularität - keine Übereinkunft notwendig - auch keine stillschweigende.
I 170
Konventionelle Bedeutung ist mehr als übliche Bedeutung, weil sie gemeinsames Wissen über eine Regularität enthält.
I 167f
Konvention/Lewis: wechselseitiges Wissen - Cargile: höchstens bis zur vierten Spiegelung sinnvoll - Lewis: es werden nur Handlungen koordiniert - BennettVsLewis: Verleihen einer Bedeutung ist keine Handlung.
I 189
Searle: keine "konventionelle Bedeutung" - statt dessen: Regeln, die für eine Äußerung gelten.
I 191
Konvention/Bedeutung/Bennett: ein Sprecher kann einer Äußerung überhaupt nur dann eine konventionelle Bedeutung verleihen, wenn sie schon eine Bedeutung hat. - (>Zitronen-Bsp) - Wittgenstein: ich kann nicht sagen "heiß" und gleichzeitig meinen "kalt". - SearleVsWittgenstein: die Bedeutung übersteigt die Intention, sie ist manchmal auch Sache der Konvention. - Bennett: konventionelle Bedeutung ist nicht irgendein Umstand, sie ist ein wirkungsvollerer Umstand.
Jonathan Bennett
I Bennett Die Strategie des Bedeutungs-Nominalismus aus Meggle (Hrsg) Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Frankf/M 1979
Konventionen Lewis
 
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Grice I 464
Konvention/Lewis/Walker: liegt nur vor, wenn Alternativen ebenfalls Konventionen sind - etwas ist nur dann keine K, wenn die Beteiligten sich nicht vorstellen können, dass auch andere Arten des Redens möglich sind - Konvention/Walker: man kann im Einzelfall nicht herausfinden, ob der Zusammenhang zwischen Vorder- und Nachsatz konventionell oder konversationell gesichert ist. - - -
Lewis II 222
Konvention/Lewis: nicht einfach Bedeutungszuordnung sondern Umweg über Handlung/Erwartung
II 222
Eine Konvention in dem hier von uns definierten Sinn ist eine Regularität des Handelns (und Glaubens). Es ist wesentlich, dass die Regularität von seiten anderer ein Grund dafür ist, sich selbst konform zu verhalten. VsLewis: Wahrhaftigkeit und Vertrauen (hier nicht in L) können keine Konvention sein. Welche Alternative könnte es zu allgemeiner Wahrhaftigkeit geben - Unwahrhaftigkeit vielleicht? ((s) Hintergrund: Konventionen müssen kontingent sein.)
II 232
LewisVs: Die Konvention ist nicht die Regularität der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens schlechthin. Sie ist es in einer bestimmten Sprache! ihre Alternativen sind Regularitäten in anderen Sprachen.
II 233
Eine Konvention besteht deshalb weiter, weil jeder Grund hat, sich an sie zu halten, falls dies andere tun, das ist die Verpflichtung. - - -
Grice I 479 ff
Def Konventionen/Lewis/Walker: eine Praxis ist nur dann eine Konvention, wenn sie Alternativen hat, die ihrerseits Konventionen sind. Etwas ist nur dann keine Konvention, wenn die Beteiligten sich nicht vorstellen können, daß auch andere, weniger natürliche Arten des Redens möglich sind.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993
Materialismus Chalmers
 
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Sta I 242
Def Typ-A-Materialismus/Chalmers/Stalnaker: (Chalmers 1996, 165-6) These: Bewusstsein, so weit es existiert, superveniert logisch auf dem Physischen, aus funktionalistischen oder eliminativistischen Gründen. - Def Typ-B-Materialismus: These: Bewusstsein superveniert nicht logisch auf dem Physischen, also gibt es keine a priori-Implikation vom Physischen auf das Phänomenale, dennoch wird der Materialismus behauptet. - - -
Chalmers I XIII
Materialism/Chalmers: to account for consciousness, we have to go beyond the resources it provides.
Chalmers I 41
Def Materialismus/Physikalismus/Chalmers: die These, dass alle positiven Tatsachen über die Welt global logisch supervenieren auf physikalischen Tatsachen. (>Supervenienz/Chalmers)
I 42
Der Materialismus ist wahr wenn alle positiven Tatsachen über die Welt von den physikalischen Tatsachen beinhaltet (entailed) sind. (FN 17/Kap 2).D.h. wenn für jede logisch mögliche Welt W, die physikalisch von unserer Welt ununterscheidbar ist, alle positiven Tatsachen, die wahr von unserer Welt sind, auch wahr von Welt W sind. Das entspricht Jacksons Phy Def Physikalismus/Jackson: (Jackson 1994): Kriterium: jedes minimal physikalische Duplikat unserer aktualen Welt ist simpliciter ein Duplikat unserer Welt (FN 19/Kap 2).
I 123
Materialismus/ChalmersVsMateialismus: wenn meine Annahmen über bewusstes Erleben (phänomenales Bewusstsein) richtig sind, muss der Materialismus falsch sein: 1. Es gibt bewusste Erlebnisse in unserer Welt
2. Es gibt eine logisch mögliche Welt, die physikalisch identisch mit unserer aktualen Welt ist, in der die positiven Tatsachen über Bewusstsein in unserer Welt nicht gelten.
3. Daher sind Tatsachen über Bewusstsein zusätzliche Tatsachen, jenseits der physikalischen Tatsachen.
4. Daher ist der Materialismus falsch.
I 124
Die gleiche Schlussfolgerung kann aus der logischen Möglichkeit von Welten mit vertauschten bewussten Erlebnissen gezogen werden. Wenn Gott also die Welt erschuf hatte er, nachdem er die physikalischen Fakten sicherstellte, noch mehr zu tun, wie Kripke sagt: er musste bewirken, dass die Tatsachen über das Bewusstsein bestehen.
Das fehlschlagen dieser Art von Materialismus führt zu einer Art Dualismus.
I 139
MaterialismusVsChalmers: könnte argumentieren, dass die Unvorstellbarkeit gewisser Welten (s.o.) nur auf unsere kognitiven Beschränkungen zurückzuführen sei. Dann wäre die entsprechende Welt nicht einmal logisch möglich! (Das wäre eine mögliche Interpretation von McGinn 1989.) Analogie: man könnte vermuten, dass die Entscheidung Bsp über die Kontinuumshypothese oder ihre Negation jenseits unserer kognitiven Fähigkeiten liegt.
ChalmersVsVs: diese Analogie greift nicht im Fall unseres Verständnisses von Modalitäten (Spielarten von Notwendigkeit und Möglichkeit).
Bsp es ist auch nicht so, dass eine smartere Version der Farbenforscherin Mary besser wüsste, wie es ist, eine Farbe zu sehen.
I 144
Materialismus/Chalmers: müsste schlichtweg leugnen, dass Mary überhaupt irgendwelche Entdeckungen macht. Das ist die Strategie von Lewis (1990) und Nemirow (1990): Mary erwirbt nur eine zusätzliche Fähigkeit (zum Wiedererkennen), kein Wissen. ChalmersVsNemirow/ChalmersVsLewis: bei dieser Strategie gibt es zwar keine internen Probleme, sie ist aber unglaubwürdig.
I 145
Mary lernt sehr wohl neue Tatsachen über die Natur der Erfahrung. Sie hat den Raum epistemischer Möglichkeiten verringert. Allwissenheit/Chalmers: für ein allwissendes Wesen gibt es keine solche Verengung der Möglichkeiten.
Loar: (1990) leitet aus diesem neuen Wissen von Mary Konditionale ab: „Wenn das Sehen roter Dinge so ist, und das Sehen blauer Dinge so, dann ist das Sehen violetter Dinge wahrscheinlich so.“
DennettVsJackson: (Dennett 1991) Mary lernt überhaupt nichts. Man könnte sie nicht hinters Licht führen, z.B. indem Experimentatoren einen blauen Apfel statt eines roten hochhalten. Sie hat schon das Nötige aus den Reaktionen Anderer in ihrer Umwelt gelernt.
ChalmersVsDennett: das zeigt aber nicht, dass sie das entscheidende (phänomenale) Wissen hatte.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Metaphysik Inwagen
 
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Schwarz I 27
Metaphysik/Wesen/wesentlich/van InwagenVsLewis/StalnakerVsLewis: Wissen über kontingente Tatsachen über die aktuelle Situation wäre prinzipiell nicht hinreichend, um alle a posteriori Notwendigkeiten zu kennen: Def starke Notwendigkeit/Chalmers: These: neben substantiellen kontingenten Wahrheiten gibt es auch substantielle modale Wahrheiten: Bsp dass Kripke essentiell ein Mensch ist, Bsp dass Schmerz essentiell identisch mit XY ist.
Pointe: Kenntnis kontingenter Tatsachen ist nicht hinreichend, um diese modalen Tatsachen zu erkennen. Wie erkennen wir sie, vielleicht können wir das nicht (van Inwagen 1998) oder nur hypothetisch durch methodologische Erwägungen (Block/Stalnaker 1999).

A posteriori Notwendigkeit/Metaphysik/Lewis/Schwarz: normale Fälle sind keine Fälle von starker Notwendigkeit. Man kann herausfinden Bsp dass Blair Premier ist oder Bsp Abendstern = Morgenstern.
LewisVsInwagen/LewisVsStalnaker: andere Fälle (die sich empirisch nicht herausfinden lassen) gibt es nicht.
LewisVsstarke Notwendigkeit: hat in seiner Modallogik keinen Platz. >LewisVsTeleskoptheorie: Welten sind nicht wie ferne Planeten, bei denen man herausfinden kann, welche es wohl gibt.


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Modaler Realismus Bigelow
 
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I 165
Modaler Realismus/Bigelow/Pargetter. sollte eine Korrespondenztheorie für modale Sprache akzeptieren. Mögliche Welten/Bigelow/Pargetter: These: mögliche Welten existieren. Wir haben aber noch nichts darüber gesagt, woraus sie bestehen und was sie sind. Verschiedene Arten von Realismen werden verschiedene Arten von Möwe annehmen.
Wahrmacher/Bigelow/Pargetter: wir haben aber noch nichts darüber gesagt, wie modale Sätze wahr gemacht werden.

Realismus/ Mögliche Welten/Bigelow/Pargetter: alle Realismen werden sagen, dass es möglich ist, dass es eine Welt gibt, die die aktuale Welt als in einer bestimmten Weise seiend repräsentiert. ((s) >Stalnaker). Alle bis auf eine repräsentieren sie damit natürlich falsch.
Mögliche Welten/Bigelow/Pargetter: sind danach Repräsentationen der aktualen Welt. „Repräsentation“ ist aber nur technisch gemeint,
I 166
nicht explanatorisch. Mögliche Welten: repräsentieren dann aber auch nicht nur die aktuale Welt, sondern auch andere mögliche Welten!
modale Realismen/Bigelow/Pargetter: können wir in dieser Redeweise dann danach unterschieden, als was sie mögliche Welten auffassen.

Modaler Realismus/Mögliche Welten /Bigelow/Pargetter: drei Spielarten:
1. Buch-Theorien = maximal konsistente Mengen von Wahrmachern – „Bücher“.
2. Replika-Theorien = These: Welten sind keine Wahrheitsträger sondern Replikas ((s) D.h. Gegenstände).
Vertreter: David Lewis.
3. Eigenschafts-Theorien: = These: Welten können nicht als Bücher aufgefasst werden, sie sind eine Vielzahl von Büchern. D.h. es gibt eine Vielzahl von Mengen von Wahrmachern ((s) innerhalb einer Möwe).
Hier gibt es drei Mengen von Wahrmachern:
a) Mengen von Sätzen
b) Mengen von Propositionen
c) Mengen von Überzeugungen.
I 173
Modaler Realismus/Bigelow/Pargetter: der modale Realismus muss mögliche Welten erklären können, ohne jegliche modale Grundbegriffe zu gebrauchen. Und das ist schwerer als es zunächst aussieht. Es gibt eine These, dass dies überhaupt nicht ginge: den Modalismus.

Def Modalismus/Bigelow/Pargetter. die These, dass es nicht möglich sei, modale Begriffe nichtmodal zu definieren.
Vertreter: Lycan 1979, Plantinga 1974, 1976, 1987, van Inwagen (1984 : einige Modalitäten müssen nicht in grundlegenderen Begriffen definiert werden.
BigelowVsModalismus.
Modalismus: könnte man nach Humes Kritik des naturalistischen Fehlschlusses (avant la lettre) mit dem Slogan These „Kein Muss aus dem ist“ wiedergeben. D.h. moralisches Sollen kann nicht völlig aus außermoralischen Tatsachen logisch abgeleitet werden. Bigelow/Pargetter: daraus können wir zwei Haltungen gewinnen:
a) es gibt keine moralischen Wahrheiten, (moralischer Nihilismus) oder
b) einige moralische Wahrheiten müssen wir als undefinierte Grundgegebenheiten nehmen.

Modallogik/Bigelow/Pargetter: Probleme mit dem moralischen „Muss“ spiegeln sich im metaphysischen „Muss“.
Korrespondenztheorie: sie ist es, die die Probleme bringt, denn ohne sie wären modale Grundbegriffe kein Problem. Da wir die Korrespondenztheorie aber behalten wollen, brauchen wir einen besseren Zugang zu möglichen Welten.
I 174
mögliche Lösung: können wir nicht einfach sagen, dass einige Dinge nicht ohne modale Begriffe beschrieben werden können? Analog: Bsp Name: ein Fantasiename wie „Gough“ könnte auf etwas nichtsprachliches referieren, das kein Wahrheitsträger ist. Auf jeden Fall müssen wir ein Individuum annehmen. Damit nehmen wir auch schon Korrespondenz an. Falls wir stattdessen eine Kennzeichnung versuchten, würde diese wieder einen Namen einführen. Daher müssten wir einige Namen als undefinierte Grundbegriffe annehmen. Aber das wäre noch keine Bedrohung für die Korrespondenztheorie.
(Frage/(s): viele Grundbegriffe würden eine Korrespondenzrelation überflüssig machen, weil etwas undefiniertes, nicht gezeigt werden muss?)
Modaler Grundbegriff/Korrespondenz/Bigelow/Pargetter: analog können wir annehmen, dass modale Grundbegriffe keine Bedrohung der Korrespondenz sind: Bsp
Conchita kann Gitarre spielen
ist wahr kraft einer Korrespondenz zwischen dieser Aussage und Dingen in der Welt. Dabei wird die Eigenschaft, in der Lage zu sein, Gitarre zu spielen angenommen. (Bigelow/Pargetter pro).
modale Begriffe/Bigelow/Pargetter: ihre Bedrohung kommt nicht nur aus der Korrespondenztheorie, sondern aus ihrer Supervenienz auf nichtmodalen Eigenschaften.
I 175
(>Humesche Supervenienz/Lewis). Supervenienz/Definierbarkeit/Definition/Bigelow/Pargetter: eine Supervenienz würde die Definierbarkeit von modalen Eigenschaften in nichtmodalen Begriffen garantieren!
Problem. dazu müssten wir unendlich viele komplexe Definitionen erlauben. Das würde immerhin eine Charakterisierung von modalen Begriffen ermöglichen.
Mögliche Welten/Bigelow/Pargetter: wir werden im Folgenden also Versuche betrachten, Möwe in nichtmodalen Begriffen zu charakterisieren.
Charakterisierung/Bigelow/Pargetter/(s): weniger als eine Definition, aus vielen Einzelfällen.
;Methode/Bigelow/Pargetter: wann immer eine Theorie zu modalen Grundbegriffen führt, werden wir diese Theorie zur Seite legen. Und zwar, weil sie dann keine erklärende Rolle innerhalb der Humeschen Supervenienz spielen kann. Nicht weil die entsprechenden Möwe nicht existierten.
I 187
Modaler Realismus/Lewis/Bigelow/Pargetter: sein extrem konkreter modaler Realismus hat den Vorteil, dass er viele Dinge erklären würde, wenn er wahr wäre. Und darüber sind sich die meisten auch einig. Warum ist der ungläubige Blick dann nicht verschwunden? Seine Theorie hat auch nichts Irrationales. VsLewis: um ihn zu widerlegen müsste man eine von zwei Strategien annehmen:
1. die Anfangs- Wahrscheinlichkeit ist 0 (statt etwas darüber)
2. auch wenn die Wahrscheinlichkeit im Verlauf wächst, wäre die Zuname infinitesimal.
Ad 1.: vo n 0 aus kann die Wahrscheinlichkeit eben nicht wachsen. Dennoch bleibt die Frage, ob es je rational ist, eine Wahrscheinlichkeit von 0 zuzuschreiben. Insbesondere nicht Lewis Theorie:
LewisVsVs: das würde zu einem Trilemma führen:
(1) die Gegner könnten erkennen, dass eine größere Intelligenz als sie länger darüber nachgedacht hat und daher die Wahrscheinlichkeit > 0 ist und dass er meint was er sagt
(2) sie könnte annehmen, dass er nicht meint was er sagt
(3) sie könnten sagen, dass es manchmal rational ist,
I 188
etwas eine Wahrscheinlichkeit von 0 zuzuschreiben, was eine ernsthafte und intelligente Instanz gesagt hat. Rationalität/Bigelow/Pargetter: von Lewis Trilemma bliebe nur (3) und damit die Frage nach der Rationalität. Rationalität sollte uns nicht zur Akzeptanz von (3) führen. Sie bleibt aber auch, wenn man Lewis’ Position nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit zuschreibt.
Problem: jemand die Rationalität auf einem Gebiet abzuerkennen, zu dem man prinzipiell keinen besseren epistemischen Zugang hat als der Kritisierte.
Ad 2. (die Wahrscheinlichkeit bleibt infinitesimal): d.h. es ist egal, wieviel Belege wir beibringen.
BayesVs: das könnte nach dem Bayes-Theorem nur geschehen,
I 189
wenn die verlangte Wahrscheinlichkeit für jeden zukünftigen Beleg praktisch 1 sein müsste. Und das ist inakzeptabel.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Modaler Realismus Inwagen
 
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Schwarz I 42
Van InwagenVsmodaler Realismus/InwagenVsLewis: „Konkretismus“. Stalnaker: „extremer modaler Realismus“.
Schwarz I 64
Modaler Realismus/Mögliche Welten/VsLewis/Schwarz: manche: Lewis’ mögliche Welten müssten Teil der Wirklichkeit sein, weil „Wirklichkeit“, „Welt“ und „Realität“ synonyme Ausdrücke für die Gesamtheit aller Dinge sind. (Plantinga 1976, 256f Lycan 1979, 290): die Idee von realen Dingen außerhalb der Welt ist einfach inkonsistent. Realität/Welt/LewisVsVs: Lewis unterscheidet zwischen Welt und Realität: „wirkliche Welt“ bezeichnet nur einen kleinen Teil aller Dinge (Realität beinhaltet Welt, Welt nur Teil der Realität). Damit lösen sich die Widersprüche auf.
Schwarz: das ist eine neutrale Formulierung des modalen Realismus. Frage: was soll die Realität raumzeitlich maximaler Gegenstände mit Modalität zu tun haben?
Modalität/van InwagenVsLewis/Schwarz: hier geht es doch darum, wie unsere Welt hätte sein können, nicht darum, wie irgendwelche von uns isolierten Dinge sind. (1885, 119,1986, 226), Plantinga 1987).
LewisVsVs: Modaloperatoren sind eben Quantoren über solche Dinge.
Van InwagenVsLewis: der Einwand geht tiefer: Bsp Angenommen, es gibt genau 183 raumzeitlich maximale Gegenstände. Das ist nicht analytisch falsch. Es kommt auch kein starrer Designator vor.
Schwarz I 65
Es könnte also wahr sein oder auch nicht. Lewis scheint zu behaupten, dass es so viele raumzeitlich maximale Gegenstände geben kann wie es Mengen gibt. VsLewis: damit ist die Gesamtheit der Welten kontingent geworden!

Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Modalitäten Quine
 
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Willard V. O. Quine
VII 4
Modalität/Quine: auf ganze Sätze beschränken.
VII 143
Modalität/QuineVs Cl.Lewis/QuineVsstrikte Implikation: der Begriff der strikten Modalität ist auf dem Begriff der Analytizität aufgebaut. (QuineVsLewis, Cl.I., QuineVsAnalytizität).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Mögliche Welten Castaneda
 
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Frank I 329ff
mögliche Welt/MöWe/Lewis: nur öffentlich zugängliche, physikalische Gegenstände, keine Propositionen, kein propositionales Wissen, extensional (Bsp Zwei allwissende Götter) - CastanedaVsLewis: private Gegenstände und Indikator-Sätze ("ich", "hier", "jetzt") sind doch in möglichen Welten individuierbar (intensional). - Lewis: wenn Zugang zu möglichen Welten perspektivisch beschränkt ist, dann noch schlimmer: man wüsste man nicht mehr, was man propositional glaubt, weil die Propositionen als Mengen von möglichen Welten nicht mehr durchsichtig wären.
Frank I 357
Mögliche Welten/CastanedaVsLewis: sind nicht geeignet als Akkusativ des Denkens: als Mengen sind sie zu weit - nicht intensional.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Mögliche Welten Field
 
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I 41
mögliche Welt/MöWe/Identität/Unterschied/ Unterscheidung/Field: Bsp wir können keine MöWe postulieren, die isomorph zu unserer ist und in der einzig Nixon wie Humphrey (hier) und Humphrey wie Nixon (hier) ist - (Während der ganzen Geschichte).
I 75
MöWe/Lewis: (Counterfactuals, Abschn.4.1): 4-dimensionale Scheiben einer breiteren Realität, wie andere MöWe. Alle zusammen das aktuale Universum - FieldVsLewis - NominalismusVsMöWe: diese sind abstrakte Entitäten) -
I 222
Problem der Quantitäten//MöWe/Field: mit MöWe und Querweltein-Kongruenz könnten wir den Möglichkeits-Operator vermeiden - FieldVs: wir wollte ja gerade die Ontologie der Raumzeit-Regionen vermeiden - MöWe/Field: sind nur heuristisch harmlos.
I 223
MöWe/PdQ/StalnakerVsLewis: (1976): Alternative zu Lewis: Rede von MöWe sollte als Rede über eine Eigenschaft Q verstanden werden, so daß es notwendig ist, daß wenn das Universum Q hat, dann gibt es x*, y*, z*, w* und u*, so daß F(x*, y*, z*, w*, u*) - Problem: wie sollten wir die Querweltein-Kongruenz verstehen? -" die letzteren Vorkommnisse von x* usw. sind beim Vergleich nicht durch Quantoren gebunden - FieldVsStalnaker: Problem: Interpretation des Ausdrucks "räumliche Relation".
II 89
MöWe/Mengen von/Field: was für Mengen von MöWe als Objekte von Geistzuständen relevant ist, ist, daß sie eine Boolesche Algebra formen - Pointe: dann müssen die Elemente selbst gar keine MöWe sein - jede andere Art von Elementen taugen dann genausogut für eine psychologische Erklärung - sie könnten einfach alles sein - Bsp Zahlen - Zahlen: geben aber nicht vor, die Welt zu repräsentieren, wie sie ist - ((s) sie sind also nicht intrinsisch repräsentational).
II 90
Intentionalität/MöWe/FieldVsStalnaker/Field: Witz der MöWe-Auffassung ist die Boolesche Algebra, die Booleschen Relationen, die zwischen MöWe herrschen - Problem: dann ist die leere Menge von MöWe die die Dreiteilung des Winkels enthält eine Teilmenge der Menge der MöWe, in denen Cäsar den Rubikon überquerte - Problem: welche Tatsache macht das? - ohne sie ist der Ansatz sinnlos.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Mögliche Welten Inwagen
 
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Schwarz I 41
Def Mögliche Welten/Lewis: früh: Weisen, wie die Dinge sein könnten. Van InwagenVs: das sind eher Eigenschaften als konkrete Universen. (StalnakerVsLewis, RichardsVsLewis: dito). Lewis: später: Welten entsprechen Weisen, wie die Dinge sein könnten.
Schwarz: aber wir müssen nicht unbedingt spezielle Entitäten dafür einführen. Sie könnten auch grammatische Illusionen sein. Selbst wenn man mögliche Welten als Entitäten betrachtet, legt man noch lange nicht fest, was das für Entitäten sind.


Inwa I
Peter van Inwagen
Metaphysics Fourth Edition

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Mögliche Welten Lewis
 
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IV 147
Zentrierte mögliche Welten/MöWe/de re/de se/Quine/Lewis: (Ontologische Relativität, Propositional Objects): Bsp eine Katze, die von einem Hund gejagt wird, will aufs Dach in Sicherheit - de dicto: sie will einen Zustand, der die Klasse aller möglichen Welten ist, wo sie aufs Dach kommt - Problem: Querwelteinidentität: Frage: welche der vielen Gegenstücken in vielen möglichen Welten ist sie selbst? - Lösung/Quine: zentrierte Welt: Paare aus einer Welt und einem bezeichneten Raumzeit-Punkt darin, der gewünschte Zustand ist dann eine Klasse zentrierter Welten - keine zentrierte Welt gehört zu zwei Klassen (gewünschten und gefürchteten MöWe) - QuineVs: letztlich besser geteilte Theorie: hier sind die Objekte von "einfachen Einstellungen" Klassen von Reizmustern, die komplexeren sind linguistisch - Eigenschaft/Lewis: entspricht einer Klasse zentrierter Welten, genauer gesagt einer Eigenschaft von Raumzeit-Punkten, aber auch einer Eigenschaft von Katzen.
IV 148
MöWe/Quine/Lewis: Lewsi: große Einzeldinge (konkret) - Quine: abstrakte Entitäten - gewisse Klassen von Klassen von Quadrupeln von reellen Zahlen - (Raumzeit-Punkte) - Stalnaker: pro Quine: entspricht besser unsere Alltagssprache: "wie es hätte sein können".
IV 149
Situation/mögliche Welt/Lewis: es kann innerhalb einer möglichen Welt auch noch Alternativen geben - also Unterscheidung Situation/mögliche Welt. - LewisVsStalnaker: nicht Propositionen als Glaubensobjekte (Wunschobjekte) sondern Einstellungen de se - Bsp Lingens mit Gedächtnisverlust findet im Buch heraus, dass es zwei Leute gibt, die mit ihm identisch sein können - a) im 6. Stock in Stanford - b) im Untergeschoss einer andere. Bibliothek 3km weit weg - zwei mögliche Situationen (Möglichkeiten) in derselben möglichen Welt - Lösung: Eigenschaft statt Proposition - die Propositionen gelten für beide Personen gleich - V 42 Zentrierungsannahme/mögliche Welten/Lewis: wenn sie verletzt würde, würden Welten, die in einer nichtbeachteten Hinsicht abweichen, als identisch mit der wirklichen Welt zählen.
V 262
Mögliche Welt/Gleichheit/Identität/ Lewis: es ist eine unabhängige und schwierige Frage, ob zwei Mögliche Welten, die exakt in ihrer Geschichte übereinstimmen, auch in jeder anderen Hinsicht übereinstimmen - Bsp in ihren Wahrscheinlichkeiten, Gesetzen, modalen Wahrheiten, Kontrafaktische Konditionale - Lewis: das interessiert hier aber nicht. Gesamtgeschichte/Supervenienz: superveniert auf der Geschichte der Ereignisse, was immer sonst noch umgekehrt auf der Gesamtgeschichte supervenieren mag.
Schw I 216
Mögliche Welt/Lewis: keine Menge gewöhnlicher Sätze - davon gibt es zu wenig in der Sprache. Lewis:Gegenstücke, These: mögliche Welten sind real. (KripkeVs)(PutnamVs).
I 59
Mögliche Welt/Lewis: man kann recht unbeschwert und metaphysisch arglos und ohne besondere ontologische Vprbehalte über mögliche Welten reden.
II 214
Die Annahme von möglichen Welten erspart Trennung Objekt-/Metasprache - Wahrheit und Analytizität sind nicht in derselben Sprache definierbar.
II 214
Def Mögliche Welt(VsLewis): Der Begriff einer möglichen Welt ist selbst durch Rekurs auf semantische Termini zu erklären. Mögliche Welten sind Modelle der analytischen Sätze einer Sprache bzw. Diagramme oder Theorien solcher Modelle.
II 214
LewisVs: Mögliche Welten können nicht durch Rekurs auf semantische Termini erklärt werden. Mögliche Welten existieren und sollten nicht durch ihre sprachlichen Repräsentationen ersetzt werden. Eine solche Ersetzung funktioniert nicht richtig: zwei in der repräsentierenden Sprache ununterscheidbare Welten erhalten (fälschlich) ein und dieselbe Repräsentation zugeordnet.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Mögliche Welten Putnam
 
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III 177
mögliche Welt/MöWe/PutnamVsLewis: andere Weise braucht nicht gleich MöWe zu sein - sonst müßte eine Eigenschaft, eine Zustandsbeschreibung der ganzen Welt zu sein aus der Tatsache folgen, daß der Eiffelturm eine andere Höhe hätte - >Eigenschaften - ((s) >Stalnaker wie Putnam).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Mögliche Welten Stalnaker
 
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I 17
Mögliche Welt/MöWe/StalnakerVsLewis: statt wirklich existierender Welten besser Weisen, wie die Welt hätte sein können.
I 14
Mögliche Welt/Zeit/Stalnaker: es gibt viele Analogien zwischen Zeiten und Welten - Aktualismus: entspricht dem Präsentismus - Def Präsentismus/(s): nur die Gegenwart existiert bzw. nur der jetzige Zeitpunkt. -Vierdimensionalismus/Stalnaker: entspricht dem modalen Realismus. Def modaler Realismus/(s): andere mögliche Welten existieren buchstäblich - Vertreter: David Lewis - Stalnaker: die wenigsten sind Realisten in Bezug auf mögliche Welten und Zeiten, aber die meisten in Bezug auf den Raum.
I 27
Mögliche Welt/StalnakerVsLewis: statt so etwas wie "ich und meine Umgebung": Weise, wie die Welt ist - = Eigenschaft oder Zustand - Pointe: Eigenschaften können uninstantiiert existieren.
I 38
Mögliche Welt: ist ebenso wenig ein Ding einer bestimmten Art - auch kein Individuum - eine mögliche Welt ist das, worauf Wahrheit relativ ist - das was Leute in ihren rationalen Handlungen unterscheiden.
I 52
Mögliche Welt: r: es ist sinnlos zu fragen, ob mögliche Welten gewissen Bedingungen genügen - Bsp gibt es eine MöWe, in der Wasser nicht H2O ist? Das ist sinnlos - die Antwort wird immer die Form eines notwendigen Satzes haben: P-oder-nicht-P - aber Zweifel darüber wird ein Zweifel über den Inhalt des Satzes sein und nicht Zweifel über eine mögliche Welt - das gleiche gilt für das Problem, dass man eine notwendige Wahrheit vielleicht nicht glaubt. - ((s) weil man sie nicht verstanden hat.)
I 52
Mögliche Welt/Bedingungen: es ist sinnlos zu fragen, ob mögliche Welten gewissen Bedingungen genügen.
I 52
Mögliche Welt/notwendig/Stalnaker: ((s) >Kripke): wenn es wahr ist, Bsp dass Wasser notwendig H2O ist, oder Bsp dass es unerreichbare Kardinalzahlen gibt, dann drücken diese Behauptungen genau diese Proposition aus und die Sätze die diese Propositionen ausdrücken sagen uns nichts über den Charakter von möglichen Welten - Stalnaker: daher kann man nicht den gesamten Bereich aller Möglichkeiten charakterisieren - denn dann müssten wir die Weise, wie der Bereich aller Möglichkeiten ist von dem unterscheiden, wie er sein könnte - > Wittgenstein: "worüber man nicht reden kann, darüber sollte man schweigen" - (Tractatus). StalnakerVsWittgenstein: das hilft aber nicht, denn auch Zeigen muss einen Inhalt haben - daher Ramsey: "Was man nicht sagen kann, das kann man auch nicht pfeifen".
I 84/85
Mögliche Welt/Stalnaker: sind nicht nur eine Übung unserer Vorstellungskraft, sondern Teil unserer Handlungen - Bsp wissenschaftlicher Erklärungen.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Ontologie Lewis
 
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IV 40
Ontologie/Lewis: besteht für mich aus iterativer Mengenlehre mit Individuen - der einzige unorthodoxe Zug ist meine Sicht dessen, welche Individuen es gibt - Teil-Ganzes-Relation: bezieht sich bei mir auf Individuen, nicht Mengen - Mengen/mögliche Welten/MöWe: daher ist keine Menge in einer Welt im Sinn von Teil-sein - Mengen: Bsp Zahlen, Eigenschaften, Propositionen, Ereignisse - selbst eine Sequenz möglicher Individuen (alle aus derselben Welt) ist strikt gesehen nicht selbst (als Menge) in dieser Welt - Zahlen: Mengen - sie sind nicht stärker im logischen Raum lokalisiert als in der Raumzeit. Sie bestehen sogar aus Sicht aller Welten - Eigenschaften: Mengen (von Individuen) - Propositionen: Mengen - Ereignis: Mengen.
Schw I 232
Ontologie/Lewis/(s): alles auf Verteilung von Eigenschaften statt von Gegenständen zurückgeführt: "a priori Reduktionismus von allem".
Schw I 233
Ontologie/Erklärung/Theorie/Lewis/Schwarz/(s): Analyse/LewisVsArmstrong: sucht Definitionen, ArmstrongVsLewis: nach Wahrmachern - Schwarz: das ist der Unterschied zwischen Analyse und notwendiger Implikation.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Prädikate Lewis
 
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Schw I 121
Prädikat/Lewis/Schwarz: greift Eigenschaften heraus - welche, hängt von der möglichen Welt ab.
Schw I 228
Namen/Prädikat/Eigenschaft/Lewis: These: Namen können alles benennen: statt Prädikat "F" nehmen wir "F-heit". Prädikate sind keine Namen und benennen nichts - Prädikat/(s): kein singulären Termini. - SchwarzVsLewis/ RussellVsFrege: wenn man annimmt, daß jedem Prädikat ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zugeordnet werden kann, folgt Russells Paradoxie - >Heterologie: manchen Prädikaten wie Bsp "ist eine Eigenschaft, die nicht auf sich selbst zutrifft" entspricht keine Eigenschaft. - Auch Prädikaten wie Bsp "ist eine Klasse", Bsp "ist ein Teil von" und Bsp "ist identisch mit _" entspricht nichts, was mit einem singulären Term benannt werden kann. - ((s) Prädikate kann man immer erfinden, ob die Welt entsprechende Eigenschaften enthält, ist eine empirische Frage.) - ((s) Eigenschaften gehören zur Ontologie - Prädikate: gehören zur (Quineschen) Ideologie).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Privatsprache Lewis
 
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II 227
VsLewis: Bsp angenommen, ein zeitlebens isolierter Mensch könnte aufgrund seiner genialen Begabung eines Tages spontan beginnen, eine Sprache zu verwenden, z.B. um Tagebuch zu führen. Privatsprache: Dies wäre eine zufällig private Sprache, sie verfiele nicht dem Verdikt Wittgensteins. Und hier wäre keine Konvention involviert.
II 227/28
LewisVs: Auch der isoliert lebende Mensch hält sich immer wieder an eine gewisse Regularität. Er weiß auch, daß er sich in der Vergangenheit an diese Regularität gehalten hat und hat ein Interesse daran, sich die ganze Zeit über gleich zu verhalten.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Qualia Jackson
 
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Pauen V 179
Farbenforscherin Mary/Jackson/Pauen: JacksonVsMonismus! Anders als Nagel. Bsp Fred vermag innerhalb des Rotspektrums zwei ganz unterschiedliche Farben zu sehen.
Bsp Farbenforscherin Mary: sie lernt "wie es ist", wenn sie ihren Schwarz-Weißraum verlässt.
These 1. Neurobiologisches Wissen ist im Hinblick auf phänomenale Erfahrungen prinzipiell unvollständig.
2. Der Monismus ist falsch, phänomenale Eigenschaften können nicht identisch mit neuronalen Eigenschaften sein! Phänomenale Eigenschaften sind kausal wirkungslose Nebeneffekte mentaler Zustände. (Epiphänomenalismus).
V 180
Jackson: zwei unterschiedliche Thesen 1. erkenntnistheoretische These, wonach neurobiologisches Wissen kein phänomenales Wissen impliziert (wie Nagel). LewisVsJackson/Pauen: Mary erwirbt kein neues Wissen, sondern nur die Fähigkeit, sich von nun an Farben vorzustellen. Das relevante Wissen hat sie bereits vorher.
JacksonVsLewis/Pauen: das Wissen geht offensichtlich über die Fähigkeit hinaus: neuerdings kann Mary sich Gedanken darüber machen, ob sie dieselben Farbempfindungen hat wie andere Menschen.
Entscheidend ist hier der Gegenstand der Überlegung: die Frage, ob ihre Vorstellungen von den phänomenalen Zuständen anderer zutreffen oder nicht.
Nida Rümelin/Jackson/Pauen: (pro): das phänomenale Wissen ist hier ein echtes Wissen: es erlaubt die Entscheidung zwischen zuvor offenen Möglichkeiten.
V 181
LycanVsJackson/Pauen: liefert gar kein Argument VsMonismus: das Wissen muss sich nicht auf neuartige Tatsachen außerhalb der Physik beziehen, es kann sich einfach um einen neuen Zugang handeln. Mary kannte schon vor ihrer Befreiung "sämtliche Tatsachen", aber sie hatte nur begrenzten Zugang zu ihnen. Das ist also wieder eine epistemische, keine ontologische Beweisführung. Daher ist kein Einwand gegen den Monismus zu erwarten.
Ein physisches Duplikat von Mary müsste die gleichen Empfindungen haben. Jedenfalls wird das von Jackson nicht ausgeschlossen.
V 182
So zeigt Jackson nur die schwächere Variante der Unterscheidung von neurobiologischem und phänomenalem Wissen: sie zeigen, dass die Kluft besteht, aber nicht, dass sie unüberbrückbar ist.
Fehlende Qualia/Pauen: Bsp zwei ansonsten physisch identische Organismen unterscheiden sich mental völlig voneinander: der eine hat keinerlei phänomenale Empfindungen.
Pointe: wenn das möglich ist, dann kann physiologischen Wissen keinerlei Auskünfte über die mentalen Zustände geben.
LenzenVs: es ist nicht klar, in welchem Sinne dieser Fall "möglich" ist: es gibt wohl Menschen, deren gesamtes Verhalten ohne Bewusstsein vonstatten geht, andere, bei denen zumindest einige Tätigkeiten bewusst sind.
Fehlschluss jeder/alle/Pauen: nun kann man vielleicht behaupten, dass jede einzelne Handlung auch ohne Bewusstsein ausgeführt werden könnte, aber nicht alle Handlungen!
V 183
Das geht auch schon deshalb nicht, weil viele Handlungen Lernen voraussetzen. Wir hätten sie also niemals lernen können! VsVs: der Vertreter der fehlenden Qualia muss nicht auf Lenzen eingehen, er kann ganz einfach behaupten, die Vorstellung sein "intuitiv plausibel".
Damit setzt das Argument der Vorstellbarkeit gewisse Szenarien voraus.
Jedenfalls kann darf man aus der Vorstellbarkeit nicht die Möglichkeit folgern. Nur eine solche reale Möglichkeit würde aber einen ernsthaften Einwand VsIdentitätstheorie begründen.
VsFehlende Qualia: mentale Zustände werden hier de facto zu Epiphänomenen degradiert.
1. Dualistische Unterscheidung zwischen mentalen und physischen Eigenschaften.
V 184
2. Es wird unterstellt, dass die mentalen Eigenschaften nicht kausal wirksam sind, sonst würde sich ihr Ausbleiben bemerkbar machen.

Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Referenz Lewis
 
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Horwich I 437
"Elite-Klassen"/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These: es gibt bestimmte Klassen von Dingen "da draußen" (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine "natürliche Bedingung" für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), daß möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. - PutnamVs: das ist "spukhaft".
Schw I 149
"Neue Theorie der Referenz"/Putnam: Referenz hab nichts mit assoziierter Beschreibung zu tun - dann könnte Schmerz in Wirklichkeit auch Freude sein.(Kripke dito) - LewisVsPutnam: Lösung: Rolle: Schmerz kann nicht die Rolle von Freude spielen.
Schw I 217
Referenz/Kennzeichnungstheorie der R/Lewis: These Ausdrücke wie "mögliche Welt", "Bedeutungen", "Schmerz" "objektive Wahrscheinlichkeit" sind mit Rollen assoziiert, die festlegen, worauf sie sich beziehen.
Putnam II 195 f
Referenz/Lewis: ist eine funktionale Eigenschaft/fE: (siehe Eig/Put) - Pointe: soll Unterscheidung physikalisch/ nichtphysikalisch unterlaufen - R ist dann eine fE des Organismus-plus-Umwelt-Systems - dann ist die Gemeinsamkeit der Bezugnahmen ebenso abstrakt wie ein Programm, verlangt aber keine fundamentalen Größen . - PutnamVsLewis: Referenz keine funktionale Eigenschaft keine Kausalität bzw. Kausalität nichts physikalisches. - (>Charles Fried).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Schein Sellars
 
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Brandom I 425
Schein: Sellars: zwei Verwendungsweisen von »scheint« oder »sieht aus«: 1. generische »scheint«-Aussagen: Bsp das Huhn scheint eine Anzahl Flecken zu haben, aber es gibt keine bestimmte Anzahl, die es zu haben scheint. Bsp Es scheinen eine Menge Krümel auf dem Tisch zu liegen. Aber es scheinen nicht 998 Krümel auf dem Tisch zu liegen, oder 999.
2. die andere Verwendungsweise ist die Unterscheidung zwischen den folgenden Aussagen:
Es sieht so aus, als sei drüben ein Baum.
Da drüben ist etwas, das wie ein Baum aussieht.
Da drüben ist ein Baum.
Unterschiedliche Reichweite. Es ist eine parasitäre Beziehung zwischen diesen Zurückhaltungen einer Billigung und den riskanten Billigungspraktiken, aus denen sich ihre Bedeutung ableitet.
I 426
Brandom: was immer ihre Rolle in der Reihenfolge der Rechtfertigung sein mag, in der Reihenfolge des Verstehens setzt »scheint rot« »ist rot« voraus. - - -
Rorty VI 147/48
Erscheinen/Scheinen/Erklärung/SellarsVsNagel: die "Erscheinungen" die von der wissenschaftlichen Erklärung gerettet werden müssen, sind ihrerseits sprachrelativ. Was einem erscheint, ist davon abhängig, wie man zu reden gewohnt ist. - - -
Sellars I XVII
Scheinen: Sellars: wie Lewis und Chisholm: darüber wie jemand etwas erscheint, ist in der Tat jedweder Irrtum ausgeschlossen! Aber VsLewis: dadurch avancieren die Sätze dennoch nicht zum Fundament der Rechtfertigung. Der Satz, dass etwas für jemand rot zu sein scheint, hat den Gedanken, dass er in irgendeiner Beziehung zu irgend etwas steht, das rot ist, nicht als Teil seiner Bedeutung.
I 24
Sellars: scheinen prima facie = sein.
I 26
Scheinen/Sellars: Sein basaler als Scheinen - Scheinen keine Beziehung zwischen Person, Ding und Eigenschaft! - Sinnesdaten sollten Scheinen erklären - Sellars: unnötig - Erfahrung "ist grün" und "scheint grün" sind identisch! nur die erste ist bekräftigt. (Ryle: Erfolgswort) - Grün-scheinen setzt den Begriff des Grün-Seins voraus. Scheinen ist überhaupt keine Beziehung.
I 32
Erscheinen: der Begriff des Grün-Scheinens, die Fähigkeit zu erkennen, dass etwas grün zu sein scheint, setzt den Begriff des Grün-Seins voraus.
I 36
Sellars: es kann keine dispositionale Analyse von physikalischer Röte auf der Grundlage des Rot-Scheinens geben. Wir müssen zwischen qualitativem und existentialem Scheinen unterscheiden.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Terminologien Castaneda
 
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Frank I 325
Guise-Theorie/Castaneda: "Theorie ontologischer Gestaltungen". zieht aus dem semantischen Befund, dass private Bezugnahmen eine uneliminierbare Bedeutung haben (Nichtersetzbarkeit) und den Intensionalitätsbedingungen ontologische Konsequenzen. - Nicht zwischen Denken und Welt, sondern primärer Referent des Denkens. - Dann muss Privates nicht mehr aus dem Gegenstandsbereich ausgeschlossen werden. - Außerdem können Denken und Welt klassisch propositional strukturiert bleiben. (VsLewis/VsChisholm).
I 337f
"Doxastischer Akkusativ"/Castaneda: vermeidet Tatsachen als Gegenstände - Denkepisoden werden durch ihre Akkusative individuiert - Akkusativ: ein Attribut, nicht Ding.
I 386~
Doxastische Akkusative/Castaneda: Problem: reine Universalien sind zu weit weg, partikularisierte Eigenschaften oder Propositionen sind zu groß - Lösung: Guise-Theorie der Gestaltungen: Mittelweg: partikularisierte Eigenschaften, partikularisiert zu ganz dünnen, endlichen Individuen.
I 463ff
Gestaltung/Guise/CastanedaVsFrege: Konsubstantiation: Selbigkeit von Ödipus Vater und Ödipus Vorgänger auf dem Thron - VsFrege: jeder sing Term denotiert in jeder Verwendung einen Gegenstand - keine variierende Denotation - Gestaltungen sind eindimensional, nicht wie bei Frege - zweidimensional: sind Sinn und Gegenstand.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Überzeugungen Stalnaker
 
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I 51
Inhalt/Wissen/Überzeugung/Lewis/Stalnaker: doxastisch zugängliche Welten sollten nicht durch die Überzeugungen des Handelnden definiert werden, sondern wir sollten umgekehrt den Inhalt des Wissens und der Überzeugungen in Begriffen von doxastisch (epistemisch) zugänglichen Welten definieren.
I 53
StalnakerVsLewis: er widerspricht sich selbst, weil seine andere These über mögliche Welten über die wir substantielle Überzeugungen haben können, seiner Definition von Inhalt (s.o.) widerspricht.
I 54
Überzeugung/Glauben/objektiv/Lewis/Stalnaker: nach Lewis sind alle objektiven unpersönlichen Überzeugungen Glauben darüber, was in der Realität ist und nicht über den Ort des Glaubenden in der Welt. - Entweder notwendig wahr oder notwendig falsch. - Aber diese sagen nichts aus.
I 255
Überzeugungen/Stalnaker: sind Mengen von nichtzentrierten möglichen Welten. Inhalt/Überzeugung/Lewis/Stalnaker: mit Lewis kann man Glaubensinhalte auch als Eigenschaften auffassen. (Lewis 1979).
Eigenschaft: legt eine eindeutige Menge von zentrierten Welten fest (jene, in denen das ausgezeichnete Individuum die Eigenschaft in der Welt zu der Zeit hat) und jede Menge von zentrierten Welten legt eindeutig eine Eigenschaft fest. (Die Eigenschaft, die x zu t in Welt w hat gdw. die zentrierte Welt in der Menge ist.
Def Glauben/Überzeugung/Selbst//Stalnaker: eine Überzeugung mit einer gegebenen Eigenschaft zu haben heißt, sich diese Eigenschaft selbst zuzuschreiben.
Glauben/Lewis: (nicht auf das Selbst bezogen): glauben, dass φ, (wobei φ eine Proposition ist) = sich die Eigenschaft zuschreiben in einer Welt zu leben, in der φ.
Selbst/semantische Diagnose/PerryVsLewis/Stalnaker: liefert keinen Inhalt einer Selbstzuschreibung, sondern unterscheidet Glaubensinhalt von Glaubenszustand.
relativierte Proposition/Perry: klassifizieren Glaubende: wir haben denselben Glaubenszustand gemeinsam, wenn wir beide den glauben haben Bsp „ich bin Philosoph“. Das korrespondiert Mengen zentrierter möglicher Welten.


Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Unkorrigierbarkeit Sellars
 
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I XVI
Unkorrigierbarkeit/AustinVsLewis, Cl. I.: man kann sich über seine eigenen Vorstellungen zwar nicht täuschen, aber man kann sie falsch beschreiben!

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999
Unmögliche Welt Lewis
 
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IV 21
Unmögliche Welt/UnMöWe/LewisVs: gibt es nicht. - Problem: die unmöglichen Dinge in ihr zu beschreiben. - 1. konsistente Wahrheiten über sie. - 2. falsche Kontradiktionen über sie. - a) Wahrheit über Schweine, die fliegen können und nicht können. - b) kontradiktorische Falschheit, dass sie dort fliegen können, obwohl es nicht so ist, dass sie dort fliegen können. - Lewis: eine solche Unterscheidung kann nicht getroffen werden. - VsLewis: allenfalls könnte man etwas wie "Wahrheit in der Fiktion" anführen. - LewisVs: das bringt aber nichts.
V 15
Unmögliche Welt/unMöWe/Lewis: wenn wir unter den ähnlichen möglichen Welten keine ähnlichste finden - (Bsp 7 Fuß + e für kleiner werdendes e findet keine Grenze). - Dann können wir immer noch unMöWe annehmen - S sei jede maximale Menge von Sätzen, sodass, für jede endliche Konjunktion C von Sätzen in S A wä>>kö C gilt in i - S ist dann eine vollständige Beschreibung einer - möglichen oder unmöglichen - Möglichkeit, wie die Tatsachen sein könnten wenn A der Fall wäre (gesehen vom Standpunkt von i) - dann müssen wir eine unmögliche Welt postulieren, wo alle Sätze aus S gelten - sie sollte allein von i aus zugänglich (!) sein - sie sollte näher an i sein als jede mögliche Welt - Pointe: aber nicht näher an i als irgendeine mögliche Welt, die ihrerseits näher ist als alle möglichen A-Welten - Unmögliche Welt: hier sind Zugänglichkeit und vergleichbare Ähnlichkeit undefiniert. - die Grenzannahme ist offensichtlich erfüllt. - Die Sätze in einer unmöglichen Welt können inkompatibel sein. - Aber man kann keinen Widerspruch aus ihnen ableiten - denn es kann widerspruchsfreie Teilmengen geben. - Bsp ich bin mehr als 7 Fuß groß - unsere Grenzwelten werden unMöWe sein, wo A wahr ist, aber in denen ..7,1 Fuß.. ..7,01,..7,001 usw. falsch ist. - Pointe: das ist nicht dasselbe wie die mögliche Welt, wo ich infinitesimal mehr als 7 Fuß groß bin: denn es gibt solche Welten, wo physikalische Größen Nicht-Standard -Werte die ihrerseits infinitesimal von natürlichen Zahlen abweichen, annehmen können - Zahlen/Messen/Physik: Bsp physikalische Größen nehmen niemals Nicht-Standard-Werte an. -
V 16
Das ist falsch in jeder möglichen Welt wo ich infinitesimal größer als 7 Fuß bin, aber wahr in den unmöglich-nächsten A-Welten. - LewisVs: es ist schlimm, so etwas anzunehmen, aber man kann es reduzieren auf unproblematischere Mengen von Propositionen oder Sätzen. - V 18 unmögliche Grenzwelten: hier werden unmögliche, aber konsistente unendliche Kombinationen von möglichen wahren Sätzen wahr.
V 15
Unmögliche Welt/Lewis: wird angenommen, wenn infinitesimale Annäherung keine definitiv letzte ähnlichste mögliche Welt liefert. - Vs: statt unmöglichen Welten sollten wir Mengen von Propositionen oder nur Sätzen annehmen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Ursachen Bigelow
 
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I 267
Ursache/Bigelow/Pargetter: These: eine Ursache ist weder hinreichend noch notwendig für eine Wirkung. Begründung: es gibt ein Backup-System, das dieselbe Wirkung hervorgebracht haben könnte.
I 268
wenn das aktuale System fehlgeschlagen hätte. Bsp Sie hätten auch eine andere Scheibe Brot essen können. Verschiedene Nahrungsaufnahmen können exakt die gleiche Wirkung nach sich ziehen. Unschärfe/Unvollkommenheit/Bigelow/Pargetter: ist es bezeichnendes Merkmal von lebenden Systemen. Dennoch ist das kein intrinsisches Merkmal.
Ursache/Lewis/Bigelow/Pargetter: Lewis erlaubt, dass eine Ursache keine notwendige Bedingung für die Wirkung ist. Dennoch erklärt er Verursachung durch Notwendigkeit. Und zwar durch Ketten notwendiger Bedingungen. (1973b, 1986d, 1979).
Ursache/Mackie/Bigelow/Pargetter: dieser kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie Lewis, aber mit strikten Konditionalen. (> Ursache/Mackie)
Ursache/INUS/Mackie: (Mackie 1965) These: nicht hinreichender aber notwendiger Teil einer nicht notwendige aber hinreichenden Bedingung.
Ursache/Lewis/Mackie/Bigelow/Pargetter: beide gehen von einer Kette notwendiger Bedingungen aus. Sie unterscheiden sich darin, wie die Glieder der Kette verbunden sein sollen.
Lewis: durch kontrafaktische Konditionale
Mackie: durch strikte Konditionale. Deren Antezedenten können so komplex sein, dass wir sie in der Praxis nicht angeben können.

Backup-System/Bigelow/Pargetter: (s.o.) würde dazu führen, dass ein kontrafaktisches Konditional fehlschlägt. Dennoch verbucht Lewis die Ursache als Ursache, weil sie zur Kette beiträgt.
Mackie: dito, weil die abweichende Ursache Teil einer hinreichenden Bedingung ist.

BigelowVsLewis/BigelowVsMackie: beider Theorien haben Nachteile.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Ursachen Mackie
 
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Bigelow I 268
Ursache/Mackie/Bigelow/Pargetter: dieser kommt zu ähnlichen Ergebnissen wie Lewis, aber mit strikten Konditionalen. C: ist eine Konjunktion von Bedingungen
c: Ursache
e: Wirkung.
I 268
KoKo/Lewis: c geschieht wäre>wäre e geschieht
c geschieht nicht wäre>wäre e geschieht nicht
Mackie: strikte Konditionale:
N(C gilt und c geschieht > e geschieht)
N(C gilt und c geschieht nicht > e geschieht nicht).
Ursache/INUS/Mackie: (Mackie 1965) These: nicht hinreichender aber notwendiger Teil einer nicht notwendige aber hinreichenden Bedingung.
Ursache/Lewis/Mackie/Bigelow/Pargetter: beide gehen von einer Kette notwendiger Bedingungen aus. Sie unterscheiden sich darin, wie die Glieder der Kette verbunden sein sollen.
Lewis: durch kontrafaktische Konditionale
Mackie: durch strikte Konditionale. Deren Antezedenten können so komplex sein, dass wir sie in der Praxis nicht angeben können.

Backup-System/Bigelow/Pargetter: (s.o.) würde dazu führen, dass ein kontrafaktisches Konditional fehlschlägt. Dennoch verbucht Lewis die Ursache als Ursache, weil sie zur Kette beiträgt.
Mackie: dito, weil die abweichende Ursache Teil einer hinreichenden Bedingung ist.

BigelowVsLewis/BigelowVsMackie: beider Theorien haben Nachteile.


Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Veränderung Wittgenstein
 
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Hintikka I 103
Veränderung/Wechsel/Gegenstand/Substanz/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Gegenstände bleiben erhalten. - Das ist die Substanz der Welt. - Veränderungen sind Wechsel von einer möglichen Welt zur anderen. (Es geht nicht um physikalische Bewegung). - ((s) WittgensteinVsLewis.) (LewisVsWittgenstein) - Unzeitlich sind die einfachen Gegenstände. - ((s) nicht ihre Konfigurationen) - ((s) > Wittgenstein pro S4, nicht S5.).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Wahrmacher Armstrong
 
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II 21
Wahrmacher: Problem: kontrafaktische Konditionale weisen auf etwas, das nicht existiert: ein "kontrafaktischer Zustand" kann kein Wahrmacher sein. - Es gibt keine kontrafaktischen Zustände -(s) s.u. wohl aber kontrafaktische Tatsachen (als Annahmen).
II 66
Wahrmacher/kontrafaktisches Konditional/Place: besondere Disposition, zeitlich begrenzt (wie Goodman, Nominalist) - ArmstrongVsPlace: Wahrmacher: Gesetz, zeitlich unbegrenzt.
II 92
Wahrmacher/Armstrong: sind auch für die wahre Zuschreibung von unmanifestierten Dispositionen notwendig - aber nicht-dispositionale Eigenschaften plus Naturgesetz hinreichend - Bsp zwei nichteintretende gleichwahrscheinliche Ereignisse: haben keine Tatsachen als Wahrmacher - gleicher Fall: Bsp entfernte Elementarteilchen, die niemals reagieren, würden sich idiosynkratisch verhalten: kein Wahrmacher, keine bestimmte Weise, dennoch: das kontrafaktische Konditional gilt: wenn sie zusammengekommen wären, hätten sie sich idiosynkratisch.../(s) ((s) "idiosynkratisch" bezeichnet nicht die Weise und legt sie nicht fest.)
II 99
Gesetz/Armstrong: Wahrmacher für Gesetzesaussagen - atomarer Zustand: Relation höher Ordnung zwischen Universalien; die Anzahl der Instantiation ist irrelevant, alle identisch, daher aus a ist F deduzierbar: a ist G. -- Hume: molekularer Zustand, Gleichförmigkeit. - Armstrong: hier erweitern die viele Fälle nur das Gesetz und sind keine Rechtfertigung für Deduktion von Unbeobachtetem.
II 121
Wahrmacher/Armstrong: ein einzelnes Naturgesetz macht eine universale Gesetzesaussagen wahr und deckt alle Instantiierungen ab. - PlaceVsArmstrong: einzelne Wahrmacher sind nötig.
II 156
Wahrmacher/Place: verlockend: dass der Zustand, der das kontrafaktische Konditional wahr macht derselbe ist, der die kausale Gesetzesaussagen wahr macht, von dem es epistemisch abgeleitet ist - (Vs "kontrafaktische Tatsachen") - PlaceVs, Vs "allgemeine Tatsache" - VsArmstrong, Vs denkunabhängige Naturgesetze als Wahrmacher. - > II 176
II 175f
Wahrmacher/MartinVsArmstrong: es ist noch immer unklar, ob seine Anrufung von Gesetzen stark genug ist, das volle ontologische Gewicht als Wahrmacher für die Lösbarkeit des Salzes zu leisten, das nicht in Wasser gestreut wurde.
II 176
Welche auch immer er anführt, sie scheinen falsch für die Situation zu sein, nämlich ausschließlich für die Situation der Verbindung, d.h. der tatsächlichen Manifestation.
II 182 f
Abwesenheit/Mangel/Löcher/MartinVsLewis: doch als Wahrmacher geeignet: Zustand - Problem: Zustand bloß "allgemeine Tatsache" (Russell) (>allg Term) - Lewis: "wie es ist", "wie die Dinge sind" darf nicht einfach alles abdecken, was durch Dinge erfüllt wird, sonst trivial. - Lewis: Wahrheit superveniert darauf, was für Dinge es gibt und welche Eigenschaften und Relationen sie instantiieren. - MartinVsLewis: "wie das Universum ist" ist ein allgemeiner Term, aber immer noch 1. Ordnung! - Lösung/Martin: reziproke Dispositions-Partner für gegenseitige Manifestierung - Existenzsatz/Martin: egal ob positiv oder negativ: die Welt ist am anderen Ende und nicht vergebens.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Werte Lewis
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: Werte sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten. - Letztlich als ein Verlangen von Verlangen. HarmanVsLewis: 1. intrinsisches Verlangen höherer Stufe ist irreführend - . "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist wie jede Intention, schon selbstreferentiell.
- - -
I 191
FrankfurtVsHarman: in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zweck(en) und Mittel zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, dass Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten. - - -
Schw I 185
Wert/Ethik/Lewis/Schwarz: die Werte stecken nicht in den bewerteten Ereignissen, sondern in uns. In unseren Wünschen -" Problem: weil man etwas wünscht, ist es noch nicht gut - Lösung: Wünsche 2. Stufe: Wunsch, nicht zu wünschen zu rauchen. - Beste Theorie: ist dispositional. Problem: latenter Relativismus.
Schw I 187
LewisVsUtilitarismus: vernachlässigt die Perspektive.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Willensfreiheit Lewis
 
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V 291
Willensfreiheit/Naturgesetze/NG brechen/Lewis: dass wir anscheinend Naturgesetze brechen können hängt von der Annahme eines "weichen" Determinismus ab. - Die These, dass man manchmal freiwillig das tut, wozu man vorbestimmt ist und dass man in solchen Fällen auch anders handeln könnte, obwohl die Vorgeschichte und die Naturgesetze festlegen, dass man nicht anders handeln wird. - Kompatibilismus: die These, dass der weiche Determinismus wahr sein könnte, aber These es gibt vielleicht eine physikalische Grundlage einer Vorbestimmung. - Bsp "Ich hätte die Hand heben können- dann hätte ich ein Naturgesetz verletzt" - Das wird hier nur um des Argumentes des weichen Determinismus willen angenommen.
V 292
Pointe: daraus folgt aber nicht, dass es etwas gibt, das beides ist: ein Naturgesetz und gebrochen. - Denn gebrochene Naturgesetze sind eine contradictio in adjecto.
V 293
Die Annahme dient hier der Unterscheidung zweier Thesen: schwache These: ein tatsächlich ungebrochenes Gesetz hätte gebrochen werden können. - Stark: ich kann Naturgesetze brechen. - Pointe: wenn kein Akt von mir ein Naturgesetze-brechendes Ereignis ist, dann könnte es nicht wahr sein, dass ich ein Naturgesetz gebrochen hätte. - ((s) "solange nicht...").
V 295
Willensfreiheit/Naturgesetze brechen/Lewis: Bsp angenommen, ich habe vor 10 Minuten die Hand gehoben, obwohl es vorbestimmt war, das ich sie nicht hebe. - Dann gab es einen Zeitpunkt davor, an dem die Gesetze gebrochen wurden. - Pointe: dann ist die Verursachung umgekehrt. - Das Gesetzebrechen verursachte das Handheben. - (s.o. "Wunder"). - Aber der Akt selbst ist nicht das Wunder - daher braucht man für den weichen Determinismus keine übernatürlichen Kräfte. - Problem: die Wirkung würde der Ursache vorausgehen. - Dennoch haben wir ein richtiges Muster von kontrafaktischer Abhängigkeit.
V 296
InwagenVsLewis/Vs weicher Determinismus.
V 297
Lewis: Unterscheidung Akt/Ereignis. - Der Akt ruft erst das Ereignis des Gesetzebrechens hervor. - Der Akt falsifiziert kein Gesetz sondern nur eine Konjunktion von Vorgeschichte und Gesetz.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Zuckerspur- Beispiel Cresswell
 
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II 183
Supermarkt/Zuckerspur/Perry/Cresswell: Perry Lösung: Proposition/Perry: als Menge von Tripeln von Personen, Zeiten und Welten. Bzw. als Funktion von Personen und Zeiten auf Mengen von möglichen Welten. - Problem: diese Proposition erklärt nicht das Anhalten des Einkaufswagens. - Lösung/Lewis: das Glaubensobjekt ist gar kein Satz, sondern eine Eigenschaft, die die Bedeutung von "Ich mache ein Schlamassel" ist. (Selbstzuschreibung). - Boer/LycanVsLewis: Selbstzuschreibung ist ein unklarer Begriff.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 104 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsLewis Funktionalismus Vs Alltagspsychologie
 
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Schwarz I 147
analytischer Funktionalismus/Terminologie/Schwarz: so wird Lewis’ Position manchmal genannt, wegen der holistischen Charakterisierung. (Block, 1978, 271ff).
Schw I 148
„analytisch“: weil die Charakterisierung der kausalen Rollen bei Lewis analytisch sein soll. Wenn Funktionalismus aber als VsIdentitätstheorie verstanden werden soll, dann ist Lewis kein Funktionalist, sondern Identitätstheoretiker.
Standardeinwände VsFunktionalismus betreffen Lewis auch gar nicht: Bsp mentale Zustände:
mentale Zustände/Lewis: für ihre Charakterisierung braucht es auch wesentlich Verbindung zur wahrgenommenen Umgebung usw. Deshalb besteht keine Gefahr, dass wir Bsp der chinesischen Volkswirtschaft Gefühle zuschreiben müssten. (>DennettVsSearle?).
Andererseits kommt es nicht nur auf Input Output Relationen an, so dass Maschinen, die sich zwar äußerlich verhalten wie wir, aber intern völlig anders sind (Bsp Blocks (1981) „Blockhead“, Searle: Bsp Chinese Room (1980), Wünsche, Schmerzen und Meinungen hätten (> Bsp Marsmenschenschmerz).
Schmerz/VsLewis/VsVolkspsychologie: wenn wir wissen wollen, was Schmerz ist, sollten wir Schmerzforscher fragen und nicht den Mann auf der Straße.Theorie Theorie/Philosophie des Geistes/Schwarz: These: dass wir das Verhalten unserer Artgenossen mit Hilfe eines internalisierten Satzes an Regeln und Prinzipien interpretieren und nicht z.B.: durch mentale Simulation. Das wird Lewis völlig fälschlich zugeschrieben. Dieser hat sich dazu nie geäußert. Alltagspsychologie/Lewis: ist keine besondere „Theorie“. Sie setzt nur voraus, dass wir Meinungen und Erwartungen über mentale Zustände haben nicht unbedingt bewusste. (1997c: 333, früh: „Sammlung von Platituden“ (1972,§3).
LewisVsPsychologie: das wäre ein Wechsel des Themas. Wir wollen doch wissen, ob ein biologischer Zustand die Rolle spielt, die wir mit „Schmerz“ assoziieren.
Schw I 149
SchwarzVsLewis: der Gegensatz ist vielleicht weniger stark, manche Schmerzforscher könnten besser wissen, was Schmerz ist. Bsp Depression.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Kripke Vs Armstrong, D.
 
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Frank I 121
KripkeVsIdenttätsteorie: erfüllt diese einfachste Anforderung nicht: Schmerz muss als Schmerz gefühlt werden, sonst ist er kein Schmerz! kausale Rolle: Bsp Absicht ruft Handlung hervor, Schmerz Schmerzverhalten.
Identitätstheorien/KripkeVsLewis/KripkeVsArmstrong: gehen gewöhnlich davon aus, dass Reize und kausale Rollen einen Gehirnzustand zu einem psychischen Zustand machen.
Das legt den Vertretern irrtümlicherweise die Vorstellung nahe, dass diese Verursachung kontingent sei.
Bzw. dass die Identität dieses Gehirnzustands mit dem und dem psychischen Zustand zufällig sei.
Identitätstheorie:
1. X ist ein Gehirnzustand 2. Die Tatsache ist kontingent, dass Schmerz gerade von dem und dem Reiz hervorgerufen wird. (Klingt ja auch ganz plausibel) und ein bestimmtes Verhalten hervorruft.
Der Gehirnzustand kann nun auch existieren, ohne das passende Verhalten hervorzurufen.
Somit scheinen 1. und 2. zu behaupten, dass ein gewisser Schmerz hätte existieren können, ohne Schmerz gewesen zu sein.
Identität/KripkeVsIdentitätstheorie: wenn x = y, dann teilen x und y alle ihre Eigenschaften. Einschließlich ihrer modalen Eigenschaften.
Bsp wenn x der Schmerz und y der Gehirnzustand ist, dann ist es eine wesentliche Eigenschaft von x, ein Schmerz zu sein und eine wesentliche Eigenschaft von y, ein Gehirnzustand zu sein!
Wenn nun die Beziehung zwischen beiden tatsächlich Identität ist, dann muss es von y notwendig sein, dass es einem Schmerz entspricht, und von x notwendig, dass es einem Gehirnzustand entspricht, nämlich y.
Beide Behauptungen scheinen aber falsch zu sein.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsLewis Lewis Vs Armstrong, D.
 
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V 353
"New Work for a Theory of Universals" (1983) Universalien/Armstrong: seine Theorie der U. soll eine Lösung des
Problems des Einen und des Vielen sein.
LewisVsArmstrong: aber das gestattet entweder nominalistische Lösungen, oder es gestattet überhaupt keine Lösung irgendwelcher Art.
- - -
Schwarz I 71
Kombinatorialismus/Armstrong: besteht lediglich aus einigen fundamentalen Eigenschaften, bei denen anders als bei Farben – jede Kombination möglich sein soll (1986,§7). LewisVs: 1986a,86, HellerVs (1998): es ist nicht klar, ob das überhaupt geht. LewisVsArmstrong: damit verschiebt sich das Problem aber nur auf die Interpretation der Beschreibungen: wann repräsentiert so eine Satzmenge, in der von Eseln nicht die Rede ist, da es Esel gibt? Nur, wenn die Sätze die Existenz von Eseln notwendig implizieren (1986e,,150 157).
Problem: das setzt wieder Modalität voraus.
VsVs: man könnte sagen, da die Beziehung zwischen der Verteilung fundamentaler Eigenschaften und allen anderen Wahrheiten analytisch ist, und damit auch ohne primitiv modales Vokabular charakterisierbar ist. (2002b, Heller 1996, s.u. Kapitel 11. (LewisVs: 1992a,209).
- - -
Schwarz I 118
Naturgesetze/NG/DretskeVsLEwis/TooleyVsLewis/ArmstrongVsLewis: Lewis’ NG fehlt etwas: bei Lewis sind NG bloße Regularitäten, sie müssten aber mehr sein. Dretske-Tooley-Armstrong-Theorie: These: NG beruhen auf fundamentalen Beziehungen zwischen Universalien, also Eigenschaften. Weil Regularitäten logisch unabhängig von lokalen Ereignissen sind, können sich mögliche Welten (MöWe) mit denselben lokalen Ereignissen gut in ihren NG unterscheiden: was hier eine bloße Regularität ist, mag dort eine Universalien Beziehung sein.
Universalien Beziehung: ist grundlegend und unanalysierbar. Es genügt nicht zu sagen, es bestehe eine Beziehung zwischen Fs und Gs, weil alle Fs Gs sind. Das wäre die Reg Th.
SchwarzVs: das gibt Probleme mit uninstantiierten Universalien (Mellor 1980, §6).
NG/LewisVsArmstrong/LewisVsTooley/LewisVsDretske: Wenn NG fundamentale Beziehungen zwischen Universalien ausdrücken, die logisch unabhängig sind von beobachtbaren Regularitäten, wieso nehmen wir dann an, dass die Physik uns etwas über NG verrät?
Schwarz I 119
Welchen Nutzen bringen Universalien? Physiker wollen bloß Regularitäten beobachten. Und was hat die Universalien Beziehung dann mit noch mit den Regularitäten zu tun? Das muss man dann noch zusätzlich erklären! Wie könnte ein angenommener Gesetzgeber ausschließen, dass N(F,G) gilt und dennoch einige Fs keine Gs sind? Es genügt nicht, dem „Gesetzgeber“ einen Namen zu geben wie Armstrong das tut mit „necessitation“ („Notwendigmachung“). NG/LewisVsArmstrong: vielleicht besser: Regularitäten, die zusätzlich durch eine primitive Beziehung zwischen Universalien abgesegnet sind, eine Beziehung, die auch in MöWe besteht, in denen das NG nicht gilt. Das ist zwar noch obskurer, aber dann ist es wenigstens kein Wunder mehr, dass alle Fs Gs sind, wenn ein NG das verlangt.
Schwarz I 124
Wschk/LewisVsArmstrong: Vs fundamentale Wahrscheinlichkeit- Eigenschaft. Fundamentale Eigenschaften können die Rolle nicht erfüllen, die wir Wschk zuschreiben.
Schw I 139
Ursache/Verursachung/Armstrong: Abwesenheit keine echte Ursache. LewisVsArmstrong: doch, bloß so alltäglich, dass ignoriert– Problem: in Vakuum dann unzählige Abwesenheiten
Schwarz I 140
Lösung/Lewis: Abwesenheiten sind überhaupt nichts, da gibt es nichts Problem: wenn Abwesenheit bloß leere RZ Region, warum gäbe es dann ohne sie gerade Sauerstoff und nicht Stickstoff? > Lösung/Lewis: „Einfluss“, leichte Erhöhung der Wschk –141 kontrafaktische Abhängigkeit auch zwischen dem Wie, Wann und Wo des Geschehens
Schwarz I 231
Def Wahrmacher-Prinzip/ Wahrmachen/Armstrong/Martin/Schwarz: alle Wahrheiten müssen in der Ontologie verankert sein. Starke Form: für jede Wahrheit existiert etwas, das sie wahr macht, dessen Existenz die Wahrheit notwendig impliziert. LewisVsArmstrong: das ist zu stark: Bsp dass „Es gibt keine Einhörner“ wahr ist, liegt nicht daran, dass es etwas bestimmtes gibt, sondern daran, dass es Einhörner gerade nicht gibt. (1992a,204, 2001b,611f).
Wahrmacher: wäre hier ein Gegenstand, der nur in Welten existiert, in denen es keine Einhörner gibt. Problem: warum kann dieser Gegenstand nicht auch in Welten mit Einhörnern existieren?. Antwort: weil ein solcher Gegenstand dem Rekombinationsprinzip widerspräche.
SchwarzVsLewis: das stimmt aber nicht: der Wahrmacher für „es gibt keine Einhörner“ könnte ein Ding sein, das essentiell in einer MöWe ohne Einhörner lebt, aber durchaus Duplikate in MöWe mit Einhörnern hat. Die GR ist keine Beziehung intrinsischer Ähnlichkeit.
Wahrmachen/Prädikat/Armstrong/Schwarz: (Armstrong 1997a,205f): wenn ein Ding A eine Eigenschaft F hat, muss es einen Gegenstand geben, dessen Existenz diese Tatsache impliziert.
LewisVsArmstrong: warum kann dieser Gegenstand nicht existieren, obwohl A nicht F ist? (1998b). Warum muss immer, wenn in einer Welt A F ist und in einer anderen nicht, in der einen auch etwas existieren, das in der anderen MöWe fehlt: Zwei MöWe können sich auch nur darin unterscheiden, was für Eigenschaften die Dinge in ihnen haben ((s) Also bei konstant gehaltenem Gegenstandsbereich andere Eigenschaften).
Eigenschaft/Wahrmacher/Lewis: dass etwas eine (grundlegende) E hat, benötigt also keine Wahrmacher: Der Satz, dass A F ist, ist wahr, weil A die Eigenschaft F hat, Das ist alles. (1998b, 219).
Def Wahrmacher-Prinzip/LewisVsArmstrong/Schwarz: es bleibt dann nur übrig: Wahrheit superveniert darauf, welche Dinge es gibt und welche perfekt natürlichen Eigenschaften und Relationen sie instantiieren. (1992a,207,1994a,225, Bigelow 1988, §25).
Wann immer zwei Möglichkeiten sich unterscheiden, gibt es in ihnen entweder verschiedene Gegenstände oder diese Gegenstände haben verschiedene fundamentale Eigenschaften.(1992a,206, 2001b,§4).
Schwarz I 232
Anmerkung: wenn es qualitativ ununterscheidbare, aber numerisch verschiedene Möglichkeiten gibt, (was Lewis weder behauptet noch bestreitet, 1986e,224) muss das Prinzip auf qualitative Wahrheiten bzw. Eigenschaften beschränkt werden (1992a, 206f). Wenn es keine gibt, lässt es sich vereinfachen: keine zwei Möglichkeiten stimmen exakt darin überein, was für Dinge es gibt und welche fundamentalen Eigenschaften sie instantiieren. ((s) Wenn die Verteilung fundamentaler Eigenschaften alles festlegt, sind die Dinge damit gegeben, und die MöWe könnten sich nur in Eigenschaften unterscheiden, aber die sind ja gerade festgelegt). Schwarz: das kann noch etwas verstärkt werden.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Wright Vs Armstrong, D.
 
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I 153
VsBasisgleichungen/WrightVsLewis/WrightVsArmstrong/WrightVsKontrafaktische Konditionale: kontrafaktische Konditionale sind in der Geschichte der Philosophie kaum auffallend erfolgreich gewesen. Problem: folgender Satz kann immer zunichte gemacht werden, wenn es möglich ist, dass die Verwirklichung von Q kausal störend auf einen Sachverhalt einwirkten könnte, der selbst faktisch auf den Wahrheitswert von P Einfluss ausübt:
P dann und nur dann, wenn (wäre es der Fall, dass Q), es der Fall wäre, dass R
(P = Aussage, Q = "Licht an", R = Reaktion).
Bsp Johnston: ein Chamäleon sitzt im Dunkeln auf einem grünen Billardtisch. Dann kann die Herbeiführung von "Standard" Bedingungen eine Veränderung bewirken, die wir an der Hautfarbe des Chamäleons ablesen können.
Wenn nun aber die Wahrheitsbedingungen korrekt durch das konjunktivische Konditional erfasst würden, dann müssten wir sagen "Das Chamäleon ist grün, bis die Lichter angehen".
I 154
Konditionaler Fehlschluss: hier wirkt die Klasse der Urteile, an denen wir interessiert sind, an der kausalen Ordnung mit. Es kann daher nicht a priori gelten, dass die Wae verfügbar) hrheitsbedingungen für P durch die zu analysierende Aussage erfasst werden.
Vs: wir haben doch sicherlich, wenn wir einen kontrafaktischen Konditionalsatz betrachten, nur einschlägig relevante, nicht abwegige mögliche Situationen zu betrachten!

VsVs: das ist aber so, im Fall des Bsp Chamäleons. Der Einwand verfehlt den Kern: die Art der Äquivalenz, an der wir interessiert sind, muss a priori gültig sein können.
I 155
Es muss möglich sein, a priori zu wissen, dass die Implementierung des Antezedens diejenigen Verhältnisse nicht materiell beeinflussen wird, die auf die tatsächlichen Wahrheitswerte des Analysandums einwirken können. Aber wie könnte man dies wissen, ohne kollaterale empirische Information über die Eigenart der Welt, in der man sich tatsächlich befindet?
Also: a priori korrekte konjunktivisch konditionale Kennzeichnungen der Wahrheitsbedingungen (im uns interessierenden Diskurs) sind nicht zu bekommen. Die Basisgleichung ist zu verwerfen.
Statt dessen:
"Provisorische Gleichungen"/Wright: das Problem mit dem Bsp Chamäleon könnte nicht passieren, wenn wir festgelegt hätten, dass es um seine Farbe unter Standardbedingungen geht, die ein Standard Beobachter zu prüfen hat
Änderung der Wahrheitswerte dürfte kein Problem sein, wenn es der Wahrheitswert von P unter C Bedingungen (keine anderen Umstände)ist, den S unter C Bedingungen beurteilen soll.
Provisorische Gleichung:
Wenn CS, dann (Es würde der Fall sein, dass P dann und nur dann, wenn S urteilen würde, dass P).
So konzentrieren wir uns nicht auf Bikonditionale mit konditionalen Teilen zur Rechten, sondern auf Konditionale mit bikonditionalen Konsequenzen.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsLewis Stalnaker Vs Armstrong, D.
 
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I 9
Def Universalien/Armstrong/Lewis: wiederholbare Entitäten, die vollständig präsent sind, wenn ein Einzelding sie instantiiert.
StalnakerVsLewis: was soll der Unterschied zwischen "vollständig präsent" und "teilweise präsent"? Das ist zu obskur.
I 10
Eigenschaften/Universalien/StalnakerVsArmstrong: ich will nicht nominalistisch sein, aber das Modell des Eigenschaftsraums legt keine Dinge wie die von Armstrong favorisierten nahe. Bsp Wenn die Eigenschaft Rot eine Region im Eigenschaftsraum (ER) sind, dann wäre zu sagen, dass die c Teil der Rose ist, so wie zu sagen, dass Texas ein vollständiger Teil von George W. Bush ist, wenn er in Texas ist.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Wessel Vs Armstrong, D.
 
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I 305
Def Naturgesetz/Wessel: hier wird behauptet, dass eine wahre allgemeine konditionale Aussage dann ein Gesetz ausdrückt, wenn ihr wahre irreale Konditionalaussagen entsprechen. (>Lewis, Armstrong) Im Gegensatz dazu trifft eine bloß gesetzesartige Aussage nicht auf alle möglichen Gegenstände zu.
Gesetze wie das von der Spule gelten auch für während der Steinzeit von außerirdischen auf die Erde gebrachte Exemplare.
I 306
Es wird vorausgesetzt, dass die Wahrheit der irrealen Bedingungssätze unabhängig von der Gesetzesaussage festgestellt werden kann. Das ist für irreale Bedingungssätze aber in der Regel schwer. WesselVsArmstrong/WesselVsLewis: These: der irreale Bedingungs-Satz ist von der realen Aussage abhängig.
Gesetzesaussagen stützen und garantieren die Gültigkeit entsprechender irrealer Konditionale und nicht umgekehrt!
Bsp ..."Selbst wenn": solche Aussagen gelten als wahr, weil das Konsequens "sowieso wahr" ist.
alltagssprachliche Übersetzung:
Bsp "Es ist nicht so, dass es regnet, wenn der Schamane tanzt und er tanzt nicht und es regnet nicht".

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsLewis Castaneda Vs Attributionstheorie
 
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Frank I 322
Attributionstheorie/Terminologie/Castaneda: sein Ausdruck für die Theorie von Chisholm/Lewis, Selbstzuschreibung. Theorie/Terminologie/Castaneda: vertritt die von ihm so genannte Dia Philosophie: alternative Theorien können gemeinsam weiterentwickelt werden.
CastanedaVsChisholm: VsAttributionstheorie: erklärt nicht hinreichend das explizite Selbstbewusstsein (SB).
I 323
"Unhaltbarer Fichteanismus": Fichte: kein Bewusstsein ohne Selbstbewusstsein.
I 329
Proposition/Glauben/Selbstzuschreibung/CastanedaVsAttributionstheorie/CastanedaVsLewis: 1. definiert Lewis die Glaubensobjekte extensional (aus Mengen).
Das verletzt Castanedas zweite Intensionalitätsbedingung für die Objekte von intentionalen Eistellungen. (s.o.).
Mögliche Welten (MöWe) sind aufgrund ihrer unendlichen Extension (unendlich viele mögliche Aspekte) ungeeignet als primäre Objekte des Glaubens und
Eigenschaften lassen sich nicht durch Mengen von Objekten individuieren, weil die Mengenbildung die Prädikation von Eigenschaften bereits voraussetzt. (>Individuation).
2. Lewis’ These, dass Selbstzuschreibung nur durch ein nicht propositionales Wissen zu erklären sei, hängt von der Prämisse ab, dass es keine indexikalischen oder auf Privates bezogenen Propositionen geben könnte.
CastanedaVsLewis: dafür fehlt aber eine überzeugende Begründung.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsLewis Cresswell Vs Barcan, R.
 
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HC I 150
Existenz/Modalität/Barcan-Formel/BF/Hughes/Cresswell: es gibt Versionen von T, S4 (aber nicht von S5) mit und ohne BF. Frage: können wir eine Behandlung der Gültigkeit liefern, die zu den Versionen ohne BF, nämlich PK + T und PK + T S4 passt? Barcan-Formel/Lager: VsBarcan: Prior (1957), Hintikka (1961), Myhill (1958) Verteidiung: Barcan (1962)
Barcan-Formel/BF/Hughes/Cresswell: für unsere Zwecke betrachten wir sie am besten in dieser Form
(x) Lfx > L(x)fx (Schreibweise: (x) L phi x > L(x) phi x).
alltagssprachliche Übersetzung/Hughes/Cresswell: wenn alles notwendigerweise eine bestimmte Eigenschaft phi besitzt, ist es notwendigerweise der Fall, dass alles jene Eigenschaft hat.
(s) also nicht: "es gibt notwendigerweise". > Tatsache
((s) Tatsache/(s): wäre dann ein Operator "es ist eine Tatsache, dass..." intensional? Würde er etwas hinzufügen? Vs: das steht sowieso im Konditional.)
VsBarcan/Hughes/Cresswell: durch den Umstand, dass alles Existierende notwendig phi ist, wird die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass es Dinge geben könnte (oder gegeben haben könnte), die nicht phi sind und in diesem Fall wäre es keine notwendige Wahrheit, dass alles phi ist.
Hughes/Cresswell: dieser Einwand geht von der Annahme aus, dass in verschiedenen möglichen Welten (MöWe) Gegenstände nicht nur Eigenschaften haben können, die sich von denen, die sie in der wirklichen Welt (WiWe) haben, unterscheiden, sondern dass es sogar Gegenstände geben könnte, die in der WiWe gar nicht existieren.
Semantik möglicher Welten/MöWe/Semantik/Prädikatenkalkül/PK(/Modalität/Hughes/Cresswell: nun ist es mindestens einleuchtend anzunehmen, dass die Semantik, die wir für die modalen Prädikatenkalkül gegeben haben, diese Voraussetzung implizit negiert, da wir in jedem Modell einen einzigen, für alle MöWe gleichen Individuenbereich angenommen haben.
Die Gültigkeit der BF hängt in der Tat mit dieser Eigenschaft der Semantik zusammen. ((s)>LewisVsKripke, KripkeVsLewis).
I 151
Dann können wir eine Semantik,. bei der BF ungültig ist dadurch gewinnen, dass wir Modelle zulassen, bei denen verschiedenen MöWe verschiedene Bereiche zugeordnet werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsLewis Lewis Vs Behaviorismus
 
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I 15
LewisVsBehaviorismus: mein Prinzip ist besser: 1. es läßt Erlebnisse etwas Wirkliches sein. 2. es gestattet uns auch, andere Erlebnisse zu den typischen Ursachen und Wirkungen zu rechnen, durch die ein Erlebnis definiert ist. ((s)VsLewis: man kann immer beliebig viele Beschreibungen zwischen Auslöser und Wirkungen zwischenschalten, aber nicht beliebig viele Phänomene.
3. wir sind nicht gezwungen, ein Erlebnis durch die Ursachen und Wirkungen genau aller seiner Vorkommnisse zu definieren. (Es genügen typische).
I 15
Introspektion: wenn Erlebnisse durch ihre kausale Rollen definiert sind, werden sie für Introspektion zugänglich. Und diese Zugänglichkeit ist ein wichtiges Merkmal jedes Erlebnisses. Das heißt, daß das Erlebnis vorzugsweise andere Erlebnisse zuverlässig bewirkt, die intentional auf es gerichtet sind.
I 15
VsBehaviorismus: Die Freiheit, Erlebnisse mit anderen Erlebnissen zu definieren, besteht nach dem Behaviorismus nicht. Solche Definitionen sind hier nur zulässig, wenn sie im Prinzip eliminiert werden können. (Hierarchie).
I 15
LewisVsBehaviorismus: dieser erkennt nicht an, daß das Erlebnis etwas von seinen definierenden Anlässen und Manifestationen verschiedenes ist. Er kann durch Kriterien nur partiell erklären, was das Erlebnis ist. Er gelangt immer nur zu einer Vermutung.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Lewis Vs Bigelow, J.
 
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Big I 222
Naturgesetz/NG/Bigelow/Pargetter: These: kann nicht angemessen in einer nichtmodalen Sprache beschrieben werden. Und zwar, weil ein NG nicht bloß eine Regularität ist. logische Form: d.h. ein NG kann nicht bloß als
(x)(Fx > Gx)
dargestellt werden.
logische Form : eines NG wird oft eine universelle Generalisierung (UG) sein. Aber es kann auch eine andere Generalisierung oder andere Form von Satz sein. Wir nehmen hier aber an, daß NG (UG) involvieren und daher folgende Form haben werden:
I 223
natN(x)(Fx > Gx). (x) Fx wä>wä Gx)
((s) Wenn etwas ein F wäre, wäre es ein G).
NG/Bigelow/Pargetter : These: das ist die Sicht von NG, die wir verteidigen.
LewisVsBigelow: (1979) die Theorie ist zirkulär.
I 231
LewisVsBigelow: Vsmodale Theorie. Bigelow/Pargetter: wir erklären Gesetze durch Zugänglichkeit
Lewis: erklärt Zugänglichkeit durch Gesetze.
Bigelow/Pargetter: wenn Lewis recht hat, ist unsere Theorie zirkulär.
Lösung/Lewis: s.u.
BigelowVsVs/BigelowVsLewis: wir leugnen, daß Zugänglichkeit durch Ähnlichkeit erklärt werden muß. Die am leichtesten zugängliche Welt muß nicht die ähnlichste Welt sein.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Austin Vs Chisholm, R.M.
 
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Sellars I XVI
Unkorrigierbarkeit/AustinVsLewis, Cl.I./AustinVsChisholm: es ist falsch, zu glauben, dass Aussagen darüber, wie einem Sprecher etwas erscheint, von einem Irrtum ausgeschlossen sind! Man kann sich in Bezug auf seine eigenen Vorstellungen zwar nicht täuschen, aber bei der Beschreibung der eigenen Vorstellungen, Wiedererkennen und Erinnerungen können durchaus Fehler auftreten.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsLewis Castaneda Vs Chisholm, R.M.
 
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Chisholm I 43
CastanedaVsChisholm: Propositionen der 1. Person sind bei ihm nicht abstrakte (ewige) Gegenstände, sondern kontingente Dinge. Sie hören auf zu existieren, wenn die Person x aufhört zu existieren. - - -
Frank I 330
Selbstzuschreibung/Chisholm: knüpft an Lewis an. In jeder Fremdzuschreibung ist eine Selbstreferenz enthalten (implizit).
I 331
Bewusstsein/CastanedaVsChisholm: jeder bezieht sich zunächst auf seine eigene Welt, (pro Chisholm), daraus ergibt sich aber nicht die Notwendigkeit, dass jedes Bewusstsein und jeder Gedanke explizit selbstbewusst ist. (CastanedaVsFichte). Die Ich Perspektive ist eben nur implizit in einem nicht reflexiven Bewusstsein enthalten.
Von diesem Bewusstsein unterscheidet sich aber eine explizites Selbstbewusstsein, wenn man darunter bewussten expliziten Selbstbezug versteht.
Selbstzuschreibung/CastanedaVsChisholm: wenn alles Bewusstsein direkte Zuschreibung beinhaltet, also auch ein ich loses, rein weltzugewandtes Bewusstsein, dann kann die Direktattribution nur ein rein objektives Selbstverhältnis ausdrücken und deshalb Selbstbewusstsein nicht erklären.
Wenn Chisholm darauf hinweist, dass die Reflexion noch hinzukommen muss argumentiert er zirkulär, denn dieses Selbstbewusstsein sollte ja gerade durch die Selbstzuschreibung erklärt werden.
I 332
Reflexion/Selbstbewusstsein/ChisholmVsCastaneda/Grundmann: das trifft nicht den Kern von Chisholms Argumentation: dieser würde nämlich die Unterstellung, dass in der Selbstzuschreibung nur ein rein externer oder objektiver Selbstbezug artikuliert wird, zurückweisen. Externer Selbstbezug: äußerst selten. Bsp Mach, Omnibus (s.o.).
Selbstzuschreibung/Chisholm: bezeichnet implizites Selbstbewusstsein.
VsChisholm: allerdings gelingt es ihm nicht, die Überführung vom impliziten in explizites Selbstbewusstsein (SB) zu erklären.
Reduktion/CastanedaVsChisholm: nach Chisholm läßt sich die Verwendung aller Indikatoren auf solche der ersten Person zurückführen.
Bsp das Subjekt schreibt sich die Eigenschaft zu, seine Aufmerksamkeit auf ein Buch zu richten und schreibt diesem Buch indirekt die Eigenschaft zu, geistreich und spannend zu sein.
I 333
Konsubstantiation/CastanedaVsChisholm: die Tätigkeit des Richtens der Aufmerksamkeit ist in einem feststellenden Satz nur konsubstantiiert (implizit). Demnach ist der intentionale Akt nicht Teil des demonstrativen Gedankens.
I 338
Attributionstheorie/CastanedaVsLewis/CastanedaVsChisholm: sollte nicht monolithisch sein: man muss zwischen prop Einst und Praktitionen unterscheiden: "gemischte Konditionale: Bsp die Intention, das Fenster zuschließen, wenn ich die Tür öffne, ist verschieden von der Intention, die Tür zu öffnen, wenn ich das Fenster schließe.
I 375
Bewusstsein/Zuschreibungstheorie/CastanedaVsChisholm: Problem: Unterscheidung zwischen reflektivem und nicht reflektivem Bewusstsein. Das ist eine semantisch pragmatische Unterscheidung zwischen Gedankeninhalten und sie kollidiert mit Chisholms Einheitssyntax.
Fra I 380
Eigenschaften/CastanedaVsChisholm: 1.faßt Eigenschaften als Subjekte der Prädikation auf 2. quantifiziert über sie verheerend in deontologischen Kontexten zu kompliziert bei kumulativen Zitaten.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsLewis Lycan Vs Chisholm, R.M.
 
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Cresswell II 183
Selbstzuschreibung/Boer/LycanVsLewis/LycanVsChisholm: (Boer/Lycan (1980, 445) der Begriff ist alles andere als klar. Selbstreferenz/Lakoff/Cresswell: (Lakoff 1972, 639): Bsp „Ich träumte ich wäre Brigitte Bardot und ich küßte mich“. (Stechow 1982, 43-45).

Lyc I
W. G. Lycan
Modality and Meaning

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsLewis Lewis Vs Deskriptivismus
 
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Stalnaker I 212
Def Lokaler Deskriptivismus/Lewis/Stalnaker: ist einfach eine Weise, einen Teil der Sprache durch einen anderen zu erklären. ((s) Laut Lewis und Stalnaker die einzige Möglichkeit). Dem erweiterten Kaplanschen Paradigma entspricht:
Def Globaler Deskriptivismus/Lewis/Stalnaker: (Lewis 1984, 224) nimmt die gesamte Sprache eines Sprechers als Beschreibung der Welt. (Als Theorie). Man interpretiert gleichzeitig alle Ausdrücke der Sprache und macht Aussagen über die Welt, indem man seine Theorie aufstellt.
D.h. die Ausdrücke referieren auf "welche Dinge auch immer", Eigenschaften und Relationen machen so viel von der Theorie wie möglich wahr.
LewisVsGlobaler Deskriptivismus/Stalnaker: das kann nicht gehen, weil es unmöglich macht zu erklären, wie Aussagen überhaupt falsch sein können. Das ist Putnams Paradox.
Def Putnams Paradox/Stalnaker/(s): wenn die Sprache als Ganzes genommen wird um alle Termini (und ihre Referenzfestlegung) gleichzeitig zu erklären, dann referieren die Ausdrücke auf "welche Dinge auch immer" und dann sind die Relationen und Eigenschaften immer das, was die Theorie am besten wahr macht.
Sprache/Denken/Welt/Realität/Lewis/Stalnaker: Zusatzbedingung zum globalen Deskriptivismus: die einfachen Termini müssen die Welt "an den Gelenken aufteilen". ((s) Das ist aber mit einer Sprache noch nicht gegeben).
LewisVsGlobaler Deskriptivismus.
StalnakerVsGlobaler Deskriptivismus/StalnakerVsLewis: eine solche metasemantische Theorie wird überhaupt nicht funktionieren, aber wenn, dann würde sie eine sehr andere Darstellung der Inhalte unserer Gedanken liefern.
1. Wäre sie holistisch, was immer jemand denkt ist abhängig von allem anderen was er denkt
2. Wäre sie solipsistisch, die Kausalrelationen sind vom Gebrauch der einzelnen Person abhängig. Dann bedeutet „Tullius“ bei mir etwas ganz anderes als bei dir.
Problem: dann reden wir nur im allerhöchsten Allgemeinheitsgrad über die Sprache. Nicht nur, dass wir gar nicht auf Einzeldinge referieren können als von anderen unterschieden, wir beschreiben die Dinge dann auch nicht durch grundlegende Eigenschaften, sondern nur in Begriffen der "Eigenschaften und Relationen, die am besten passen" um unsere uninterpretierte Theorie wahr zu machen.
Vs: der Vertreter des erweiterten Kaplanschen Paradigmas (semantisch, nicht metasemantisch) könnte erwidern:
Der in die Sprache eingebaute zwei-dimensionale Rahmen ermöglicht uns, Propositionen auszudrücken, die Direkteres über die Welt aussagen da
Sekundäre Propositionen: die durch unsere Gedanken und Äußerungen festgelegt sind, singuläre Propositionen sind und Propositionen, die grundlegende Eigenschaften und Relationen aussagen. Aber:
primäre Propositionen: sie sind es, die die kognitiven Werte unserer Gedanken repräsentieren.
sekundäre Propositionen/semantisch//erweiterter Kaplanscher Rahmen: nach ihm sind die sekundären Propositionen beschrieben und nicht ausgedrückt. ((s) erwähnt, nicht gebraucht/Erwähnung/Gebrauch).
Sekundäre Proposition/semantisch: sie sind eindeutig festgelegt als eine Funktion der Tatsachen.
Problem: sie sind nicht etwas, zu dem wir kognitiven Zugang haben.
Bsp Propositionen, die wir nur durch Beschreibung kennen: "Der Satz, der in Zeilen 3-4 auf Seite 26 in Frank Jacksons "Von der Metaphysik zur Ethik" zitiert wird".
Bsp Der Inhalt des ersten Satzes von Napoleon zu Josephine nach seiner Krönung.
Aber: solche Propositionen kann man gar nicht behaupten, indem man sagt: Bsp „Ich behaupte hiermit die Proposition, die die folgende Bedingung erfüllt“.
Sekundäre Proposition/semantisch/Stalnaker: wenn man den zwei-dimensionalen Rahmen semantisch (nicht metasemantisch) interpretiert, scheinen die sekundären Propositionen so zu sein wie diese Beispiele.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Sellars Vs Empirismus
 
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Rorty VI 205
SellarsVsEmpirismus,Britischer/Rorty: Verwechslung von kausaler Bedingtheit und rechtfertigender Begründung.
Rorty I 194
QuineVsEmpirismus/SellarsVsEmpirismus/logischer/Rorty: deren juristische Zweifel am epistemischen Privileg: das gewisse Behauptungen qua Berichte privilegierter Vorstellungen in Anspruch genommen werden. Gavagai/Quine/Rorty: fragt, wie die Sätze der Eingeborenen in kontingente empirische Plattitüden einerseits und notwendige begriffliche Wahrheiten anderseits unterschieden werden sollen. Für die Eingeborenen reicht aus zu wissen, welche Sätze mit Sicherheit wahr sind. Sie haben keine Ahnung von begrifflichen, notwendigen Wahrheiten.
I 195
Behauptbarkeit/Rorty: wenn Behauptungen aufgrund der Gemeinschaftlichkeit, nicht aufgrund des Charakters der inneren Episoden gerechtfertigt sind, so macht es keinen Sinn, privilegierte Vorstellungen isolieren zu wollen.
I 196
Notwendigkeit/Quine/Rorty: notwendige Wahrheit: gleichbedeutend mit der Tatsache, dass niemand eine interessante Alternative anzubieten habe, die uns veranlassen könnte, sie in Frage zu stellen. Unkorrigierbarkeit/Sellars/Rorty: niemand hat bisher ein brauchbares Verfahren der Kontrolle menschlichen Verhaltens vorgeschlagen, das Zweifel in dieser Angelegenheit verifizieren könnte.
I 196/197
Wahrheit/gerechtfertigte Behauptbarkeit/Rorty: (Dewey). Sellars, Quine, Chisholm, und viele andere haben die Absicht, Wahrheit zu mehr zu machen, als diesen bescheidenen Ansatz.
VI 219
RortyVsEmpirismus: enthält nichts, was eine Rettung lohnte. - - -
Sellars I XVII
Scheinen/Erscheinen/Sellars: wie Lewis und Chisholm: darüber wie jemand etwas erscheint, ist in der Tat jedweder Irrtum ausgeschlossen! Aber VsLewis: dadurch avancieren die Sätze dennoch nicht zum Fundament der Rechtfertigung.
Beobachtungsberichte/SellarsVsEmpirismus/Sellars: scheinen statt der Sinnesdaten das Fundament der Rechtfertigung bilden zu können.
Vs: sie sind nicht in dem Sinne selbständig, dass sie keinerlei weiteres Wissen voraussetzen.
Jemand der stets nur mit »Dies ist grün« reagiert, bringt damit allein noch kein Wissen zum Ausdruck. (> Thermometer). Er hat keine Position im "logischen Raum der Gründe".
I XXI
SellarsVsLogischer Empirismus/SellarsVsEmpirismus/Sellars: der besondere Witz seiner Kritik liegt darin, dass die Erlebnisse der protokollführenden Personen, die im logischen Empirismus gewissermaßen die Basis der Theoriebildung ausmachen sollten, von ihm als quasi theoretische, postulierte Entitäten eines alltäglichen Weltbildes rekonstruiert werden.
I XXII
Sellars: ( anders als Wittgenstein und Austin): Verbindung zwischen Fragestellungen der klassischen Philosophie und der Alltagssprache.
Sellars I 54
Elementare Wort-Welt-Verbindungen bestehen zwischen "rot" sowie roten physikalischen Gegenständen und nicht zwischen "rot" und einer mutmaßlichen Klasse privater roter Einzelgegenstände. (SellarsVsEmpirismus). Das heißt nicht, dass private Empfindungen nicht vielleicht doch wesentlich zur Entstehung dieser assoziativen Verbindungen gehören.

Sell I
W. Sellars
Der Empirismus und die Philosophie des Geistes Paderborn 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsLewis Lewis Vs Endurantismus
 
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Schwarz I 32
Def Endurantismus/Schwarz: (VsPerdurantismus): These: Dinge sind zu jeder Zeit, zu der sie existieren, ganz (nicht nur zum Teil) anwesend (wie aristotelische Universalien). LewisVsEnduantismus (stattdessen: Mosaik Theorie).
Mosaik/Lewis: These: alle Wahrheiten über unsere Welt auch über die zeitliche Ausdehnung von Dingen, beruhen auf den Eigenschaften und Beziehungen zwischen raumzeitlich ausgedehnten Punkten.
EndurantismusVsLewis: da er mit Mosaik nichts am Hut hat, ist das für ihn gar kein Argument.
LewisVsEndurantismus: besseres Argument: intrinsische Veränderung: wenn normale Dinge keine zeitlichen Teile haben, sondern zu verschiedenen Zeiten existieren, können sie weder rund noch groß sein, sondern nur rund zu t. Und das sei absurd.
Eigenschaften/einige Autoren: sicher sind nicht alle Eigenschaft relational wie „Entferntsein“ aber könnten sie nicht immerhin zeit relational sein, wobei wir diese ständig vorhandene Abhängigkeit ignorieren. (Haslanger 1989:123f, Jackson 1994b,142f, van Inwagen 1990a, 116).
Eigenschaften/Lewis: (2004,4) wenigstens abstrakte geometrische Objekte können einfach nur rund sein, daher ist „rund“ nicht generell eine Relation zu Zeiten.
Eigenschaften/Endurantismus/Johnston: These: man sollte nicht die Eigenschaften, sondern ihre Instantiationen zeitlich relativieren. (Johnston, 1987,§5) Bsp ich bin jetzt sitzend und war letzte Nacht schlafend.
Andere: (Haslanger, 1989): These: Zeitangaben (>Zeit) sind adverbiale Modifikationen von Propositionen: Bsp ich bin auf jetzige Weise sitzend und bin auf letzte Nacht Weise schlafend.
LewisVsJohnston/LewisVsHaslanger: das macht keinen großen Unterschied. Auch diese Vertreter bestreiten, dass Formeigenschaften den Dinge direkt, einfach und selbst zukommen.
Perdurantismus/Endurantismus/Schwarz: die Debatte ist festgefahren, beide werfen sich vor, Veränderung wegzuanalysieren.
Endurantismus: Instantiierung unvereinbarer Eigenschaften hat mit Veränderung nichts zu tun
Perdurantismus: zeitlose Instantiierung vereinbarer Eigenschaften Bsp gerade zu t1, gekrümmt zu t0, sei keine Veränderung.
Schwarz: beides entspricht nicht unseren Intuitionen. Der Veränderung wird zu viel Gewicht beigemessen.
Schw I 33
Perdurantismus/Schwarz: pro: für den Präsentismus ist intrinsische Veränderung kein Problem, weil die Vergangenheit nur noch Fiktion ist, aber das Folgende dürfte zeitliche Teile auch für den Präsentisten attraktiv machen: der Surrogat Vierdimensionalist muss nur seine Ersatz Zeiten anders konstruieren: statt primitiver Wesenheiten, die strikt identisch in verschiedenen Ersatz Zeiten vorkommen, könnte man zeitliche Ersatz Teile einführen, die sich zu den Wesenheiten zusammensetzen, und von deren assoziierten Eigenschaften es abhängt, ob es sich um Bsp Ersatz Sokrates handelt oder nicht. Teil/LewisVsEndurantismus: kann auch in der Alltagssprache zeitlich sein: Bsp Teil eines Films oder eines Fußballspiels. Bsp Teil eines Plans, Teile der Mathematik: nicht räumlich. Letztlich ist sogar nicht wichtig, ob die Sprache solche Benennungen erlaubt, zeitliche Teile würden auch existieren, wenn wir sie nicht bezeichnen könnten.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Stalnaker Vs Endurantismus
 
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I 135
Vage Identität/Zeit/Mögliche Welt/MöWe/Stalnaker: ich frage anhand einiger Beispiele zur zeitlichen und zur Querwelteinidentität, ob Salmon vage Identität mit seinem Argument widerlegt. Bsp in Philadelphia gibt es zwei prominente Fischrestaurants mit dem Namen „Bookbinder’s“. Sie konkurrieren miteinander.
B1: "Bookbinders klassisches Fischrestaurant"
B2: "Das alte originale Bookbinders".
B0: Das ursprüngliche, einzige Restaurant von 1865.
Die beiden heutigen Restaurants mögen auf das alte zurückgehen und eine verwickelte Geschichte haben.
Frage: zeigt Salmons Argument,
I 136
dass es eine Tatsache geben muss, (über die Geschichte), die darüber entscheidet, welches Restaurant das Original ist? Klar ist: B1 ungleich B2.
Transitive Identität/Transitivität/Stalnaker: wegen der Transitivität der Identität kann dann auch nicht gleichzeitig B0 = B1 und B0 = B2 sein.
Semantische Unbestimmtheit/Stalnaker: man ist aber versucht zu sagen, dass es hier eine gewisse semantische Unbestimmtheit gibt.
Frage: können wir das mit Salmons Argument (SalmonVsVage Identität) versöhnen?
Stalnaker: ich glaube wir können.
Perdurantismus/Perduration/Stalnaker: Bsp wenn wir sagen die Bezeichnung "B0" reicht zurück in die Zeit von 1865, wo es ein gewisses Restaurant "Bookbinders" gab, ist das die natürlichste Weise.
Endurantismus/Enduration/Stalnaker: Bsp wir können aber auch sagen, B0 ist eins der beiden heute existierenden Restaurants "Bookbinders".
StalnakerVsEndurantismus.
Endurantismus/Stalnaker: hier ist es ähnlich wie bei vagen Kennzeichnungen: Bsp "B0" ist mehrdeutig! Es ist unklar, ob er auf B1 oder auf B2 referiert. (unbestimmte Referenz).
Perdurantismus/Stalnaker: hier ist die Referenz klar. ((s) Weil das ursprüngliche Restaurant nicht mehr existiert. B0 bedeutet damit eindeutig das ursprüngliche Restaurant, weil es nicht mit einem der beiden heutigen verwechselt werden kann) Ebenso sind natürlich "B1" und "B2" eindeutig.
Frage: gegeben Salmons Argument: wie kann es dann unbestimmt sein, ob B0 = B2?
Stalnaker: das hängt eben davon ab, wie wir continuants verstehen, als endurant oder als perdurant.
continuant/Perdurantismus/Endurantismus/Stalnaker:
Perdurantismus/Stalnaker: kann continuants z.B. als vierdimensionale Objekte (Vierdimensionalismus) auffassen, die in der Zeit genauso erstreckt sind, wie sie im Raum erstreckt sind. Dann entspricht das Bsp der Restaurants dem Bsp der Gebäude (s.o.).
Bsp Gebäude: die Unbestimmtheit wird dort durch die Unbestimmtheit des Begriffs „Gebäude“ erklärt. Das eine Gebäude ist vielleicht ein Teil des anderen.
Bsp Restaurants: jedes hat nach dieser Auffassung einen zeitlichen Teil mit dem ursprünglichen gemeinsam. Hier ist unbestimmt, welches der zeitlichen Teile ein Restaurant ist, und welches eine Zusammensetzung mehrerer zeitlicher Teile von verschiedenen Restaurants ist.
I 137
Daher ist es unbestimmt, auf welche dieser verschiedenen Entitäten "B0" referiert (unbestimmte Referenz). Perdurantismus/continuant/Stalnaker: man könnte denken, wir haben doch eine bestimmte Referenz, ähnlich wie im Bsp der Gebäude durch ein Demonstrativum zusammen mit einer Ostension: wenn wir sagen "dieses Gebäude". Aber das geht nicht bei der perdurantistischen Auffassung der Restaurants. ((s) Als Institution, nicht als Gebäude. Diese sollen hier perdurant sein, d.h. nicht alle zeitlichen Teile sind gleichzeitig präsent, und sowieso nicht als nicht als materielle Gegenstände).
Vierdimensionalismus/Stalnaker: hat also zwei mögliche Auslegungen: perdurantistisch (hier) und endurantistisch (s.u.).
Endurantismus/vierdimensional/Vierdimensionalismus/continuant/Stalnaker: einige Autoren: These: continuants haben keine zeitlichen Teile wie Ereignisse. D.h. sie sind in jedem Augenblick mit allen ihren (nur räumlichen) Teilen präsent. Dennoch existieren sie in der Zeit.
LewisVsEndurantismus: (Lewis 1986a, 203) diese Auffassung gebraucht die Begriffe "Teil" und "Ganzes" in einem sehr eingeschränkten Sinn.
StalnakerVsLewis: das kann nicht ganz so sein, denn die Vertreter geben zu, dass einige Dinge Bsp Fußballspiele, Kriege, Jahrhunderte durchaus zeitliche Teile haben.
Endurantismus/Stalnaker: selbst wenn das Ganze eine unklare Doktrin ist, einige Intuitionen sprechen doch dafür. Ich werde ihn weder verteidigen noch bekämpfen.
Endurantismus: Bsp Restaurants:
1865 gibt es nur ein Restaurant "Bookbinders" es gibt keine anderen Kandidaten für diese Bezeichnung. Selbst wenn unser Kriterium für „Restaurant“ unklar ist.
Es scheint, dass wir eine bestimmte Referenz für ein endurantes Ding B0 haben.
Auch für das heute existierende Restaurant B1 scheinen wir bestimmte Referenz zu haben.
Salmon/Stalnaker: wenn wir wieder sein Argument akzeptieren, muss es dann eine Tatsache geben, die darüber entscheidet, ob B0 mit B1 identisch ist oder nicht?
StalnakerVs: hier ist die semantische Unbestimmtheit möglicherweise subtiler, aber es gibt sie immer noch. Das zeigen wir so:
Identität in der Zeit/Stalnaker: Bsp Statue/Ton: Gestern gab es den Haufen, heute die Statue, daher können beide nicht identisch sein. Sie haben verschiedene historische Eigenschaften. Dieses bekannte Argument verlangt keinen Vierdimensionalismus.
Vierdimensionalismus/Statue/Ton/Stalnaker: Statue und Haufen als vierdimensionale Objekte: hier existieren nur Teile von ihnen heute.
Endurantismus/Staute/Ton/Stalnaker: wenn wir behaupten, beide - Statue und Haufen -seien bei heute "völlig präsent" (wie, das müsste erklärt werden) zeigt das Argument von Salmon immer noch, dass beide (jetzt) verschieden sind. Das Argument hängt nicht ab davon ab, dass sie verschiedene Teile haben. Es verlangt nur, dass sie verschiedene historische Eigenschaften haben.
Endurantismus/Stalnaker: Bsp Restaurants: Angenommen, der Begriff Restaurant ist unbestimmt. Nach einigen willkürlichen Präzisierungen wird B0 = B1 werden, nach anderen B0 = B2.
Disambiguierung/Stalnaker: dann hat B0 nach einigen Disambiguierungen zeitliche Eigenschaften die es in einer anderen Disambiguierung nicht hätte.
Semantische Unbestimmtheit/Referenz/StalnakerVsSalmon, Nathan: der Referent von "B0" ist dann abhängig von der Weise unserer willkürlichen Annahmen zur Vereindeutigung.
SalmonVsStalnaker/Stalnaker: wirft mir einige Inkohärenzen vor, aber ich habe hier Unbestimmtheit der Referenz gezeigt, während Salmon sich auf Unbestimmtheit der Identität zwischen bestimmten Objekten bezieht.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Lewis Vs Ersatz World
 
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Schwarz I 69
sprachlicher Ersatzismus/Schwarz: LewisVs: wenn mögliche Welten (MöWe) Satzmengen sind, warum ist dann die wirkliche Welt (WiWe) keine Satzmenge? (1973b,16,90)
Schw I 70
VsVs: Ersatzismus bestreitet ja gerade, dass Dinge derselben Art sind wie die wirkliche Welt (WiWe). Lewis: zieht den Einwand zurück. (>ersatz worlds)
LewisVsErsatzismus: natürlichen Sprachen stehen zu wenig Sätze zur Verfügung, um für jede Weise, wie eine Welt sein könnte, eine MöWe zu konstruieren.:
Sprache/unendlich/Lewis: wenn Sätze endliche Zeichenketten aus einem endlichen Alphabet sind, gibt es höchstens Aleph 1 viele Satzmengen, so viele wie reelle Zahlen. Es gibt aber viel mehr Weisen, wie eine Welt hätte sein können. (s.o. Abschnitt 3.2) mindestens Aleph 2. (1973b,90,1986e, 143)
I 71
Possibilia/LewisVsErsatzismus/Schwarz: 4. (Bewohner von MöWe): hartnäckigeres Problem: einzelne Aussagen über sie sind im sprachlichen Ersatzismus so etwas wie Kennzeichnungen (Beschreibungen) oder offene Sätze. Problem: damit können Dinge nicht auseinander gehalten werden, auf die genau dieselbe Beschreibung zutrifft. ((s) Bsp A Teilchen, anders als oben: dort ging es um identische Eigenschaften, nicht um identische Dinge). Bsp in einer symmetrischen Welt können zwei Drachen vorkommen, die dieselbe Beschreibung erfüllen (sofern es dort keine haecceitistischen Wesenheiten gibt). Dann sind die Beschreibungen identisch, aber nicht die Drachen. (1986e,157f).
VsErsatzismus/sprachlicher/Lewis/Schwarz: 5. nicht jeder Satzmenge entspricht eine Möglichkeit. Bsp wenn Kripke notwendig ein Mensch ist und nichts zur selben Zeit ganz rot und ganz grün sein kann, müssen Satzmengen, in denen Gegenteiliges behauptet wird, ebenso ausgeschlossen werden wie Satzmengen, deren Elemente miteinander unvereinbar sind. Bsp bestimmte Sätze über die Verteilung mikrophysikalischer Strukturen (MiSt) sind unvereinbar damit, dass hier ein Esel steht. Problem: wie soll das ohne Rückgriff auf modale Begriffe, z.B. rein syntaktisch bestimmt werden sollte.
- - -
Stalnaker I 28
ersatz World/LewisVsErsatzismus/LewisVsmoderater modaler Realismus: deswegen bringt sich jede moderate Theorie zu Fall: eine Auffassung von möglichen Welten (MöWe) als „Weisen“ repräsentiert die aktualisierte ersatz world als eine spezielle. Sie sei speziell weil sie die allein die konkrete repräsentiert. Und dann sei sie nicht nur vom eigenen sondern von jedem Standpunkt aus speziell. Also sei sie nicht-kontingent speziell (ausgezeichnet).
((s) Ersatz world/((s): eine ersatz world ist eine Menge von Sätzen.) ((s) Dann ist es notwendig, dass sie als Menge genau diese Elemente hat, die sie hat, denn sonst wäre es eine andere Menge. Es ist nicht kontingent, dass Bsp die Menge {0,1} die Elemente hat, die sie hat. Es ist aber kontingent, dass die MöWe einige ihrer Gegenstände hat. )
StalnakerVsLewis: der kursive Satz (…von jedem Standpunkt aus speziell..“) ist falsch. Es ist sehr wohl eine spezielle Tatsache über die aktuale Welt (WiWe), dass sie allein der einzigen konkreten Welt entspricht. Aber das ist eine kontingente Tatsache, d.h. vom Standpunkt andere MöWe aus ist es gar keine Tatsache.
Problem: heißt das nicht, dass von einem objektiven Standpunkt aus bloß mögliche Personen und ihre Umgebungen genauso real sind wie wir? Nur wenn man den objektiven oder absoluten Standpunkt mit einem neutralen Standpunkt außerhalb aller MöWe identifiziert. Einen solchen Standpunkt gibt es nicht.
I 29
Objektivität/absolut/Stalnaker: der absolute, objektive Standpunkt ist die Sicht von unserer aktualen Welt (WiWe) aus. Fiktion: wir gestehen zu, dass fiktionale Charaktere von ihrem Standpunkt aus, dasselbe Recht haben, ihre Realität zu behaupten, wie wir unsere. Aber ihr Standpunkt ist fiktional.
semantische These: ist die These, dass die indexikalische Analyse von „aktual“ die korrekte ist.
metaphysische These: ist die, dass die Def Aktualität der WiWe nicht mehr ist als die Relation zwischen ihr und den Dingen, die in ihr existieren.
Dabei kann man die semantische These akzeptieren und irgendwelche Universen aus der Ontologie ausschließen.
- - -
I 63
…natürlich gibt es inkonsistente Mengen von Propositionen. Metaphysik: man erhält aber keine Metaphysik, in dem man solche Mengen von Propositionen MöWe nennt. ((s) > LewisVsersatz Worlds).
MöWe/Louis: unser Hauptstreitpunkt betrifft die Rolle von MöWe in Erklärungen von Möglichkeit und allgemeiner in der Erklärung von Propositionen und Relationen zwischen diesen.
Frage: sollten wir MöWe in Begriffen von Propositionen analysieren oder umgekehrt?
Vsersatz worlds/Lewis/Louis: wir sollten MöWe nicht mit Mengen von Propositionen identifizieren, weil ich denke, dass Propositionen Mengen von MöWe sind.
I 64
Inhalt: dabei geht es um einen Begriff von Inhalt, der gar nicht an den modalen Realismus gebunden ist. Ausgangspunkt ist der vertraute Gedanke, dass der intentionale Gehalt eines Satzes oder Gedankens die Wahrheitsbedingungen (WB) sind. WB: sind dann die Weise wie die Welt sein müsste, damit der Satz wahr ist. Man weiß, was der Satz bedeutet, wenn man weiß, welche Art MöWe ihn wahr macht und welche nicht.
möglich/Möglichkeit/Louis: wenn man einen Begriff von einer MöWe hat, die, wenn realisiert, den Satz wahr machen würde, hat man gezeigt, dass der Satz möglich ist.
Dann wird folgendes wahr sein, egal welcher Metaphysik man anhängt:
Modaloperator/Quantifikation/Louis: wenn es einen Bereich aller MöWe gibt, kann man die Modaloperatoren in Begriffen von unbeschränkter Quantifikation über diesen Bereich interpretieren. Notwendigkeit ist Wahrheit in allen MöWe, Möglichkeit in mindestens einer.
metaphysisch notwendig/metaphysische Möglichkeit/Lewis/Louis/Stalnaker: das ist es, was ich mit "metaphysisch möglich" meine. (Quantifikation über der Menge aller MöWe).
Das geht übrigens auch mit beschränkter Quantifikation, ohne die Begriffe "möglich",. „könnte“ usw. zu ruinieren.
Beschränkung: hier muss man nur wissen, was die Basis für die Beschränkung sein soll.
Unmögliche Welt/UnMöWe/LouisVsUnMöWe: auf jeden Fall entkommt man aber nicht der Konklusion, dass wenigstens einige unmögliche Aussagen dadurch zu ihrem Unmöglichsein kommen, dass sie in keiner MöWe wahr sind. Und zwar wegen der Kompositionalität, der Du sicher auch zustimmst. Daher gibt es Sätze die in keiner MöWe, aber auch in keiner UnMöWe wahr sind.
Möglichkeit/Irrtum/Unwissen/Louis: natürlich kann man sich darüber irren, was in diesem unbeschränkten Sinn möglich ist. Man kann sich darüber irren, ob man sich eine Möglichkeit richtig vorgestellt hat (conceived of).
Lösung: Aussagen repräsentieren Möglichkeiten in komplexer Weise.
I 65
So kann man entdecken, dass ein Satz unmöglich ist. falsch: wäre es zu meinen, dass man einen Begriff einer Art Situation bildet die eine Aussage wahr macht, und dann anschließend urteilt, dass diese Art Situation eine metaphysische Bedingung nicht erfüllt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Verschiedene Vs Extensionalismus Lewis IV 256
Lewis: ich weiß wirklich nicht, was der Intensionalist (I) VsExtensionalismus (E) sagen soll! Ich kenne mehrere unbefriedigende Argumente. ("I" im englischen Text auch für "ich, Lewis") (vergeblich) VsExtensionalismus: 1. man könnte sagen, der Extensionalismus ist komplizierter. Er braucht zwei Kategorien mehr und einen Lexikon Gegenstand mehr.
VsVs: das ist aus zwei Gründen schlecht:
a) Extensionalität selbst ist allgemein als wichtige Dimension von Einfachheit angesehen.
b) ich stimme mit E überein, dass ein vollständiger Zugang auch die Pause des Sprechers am Anfang des Satzes berücksichtigen muss. Das hat E bereits mit seiner Syntax und Semantik getan! Der Intensionalist muss dafür noch einen Platz finden.
(vergeblich) VsExtensionalismus: 2. man könnte einwenden, dass es gegen unser Paradigma geht, dass Extensionen geteilt werden müssen: Bsp "Boston" benennt einfach Boston und nicht statt dessen eine Funktion von Indices.
Problem: dieses Paradigma gilt für Englisch, Polnisch, Deutsch, usw. aber nicht unbedingt für unerforschte Eingeborenensprachen.
Selbst wenn der Intensionalist vermutete, dass die Sprache sehr verwandt mit unserer ist, kann man nicht erwarten, dass E zustimmt, dass die Paradigmen anwendbar sind! Denn E und I sind sich nicht einig, welche Sprache die ihre ist!
Tarskis Konvention W: hilft hier nicht: denn die Eingeborenensprache entspricht ja nun mal nicht - übrigens nicht unkontrovers - unserer Metasprache ihrer Sprache. Daher sind die einzigen Versionen dieser Prinzipien die anwendbar sind, in Übersetzungen dieser Begriffe konstatiert.
Bsp E und I können übereinstimmen, dass ein metasprachlicher Satz der Form
"... benennt ... in ihrer Sprache" oder
IV 256/257
"... ist ein Name, der ... als Extension in ihrer Sprache hat" wahr sein sollte, wann immer die erste Leerstelle mit einem Namen (in unserer Sprache) mit einem Namen  der Eingeborenensprache gefüllt wird und die zweite mit einer Übersetzung von  in unsere Sprache.
Aber das führt uns nirgends hin, weil wir uns überhaupt nicht über Namen einig sind und darüber, was ihre korrekten Übersetzungen sind!
(vergeblich) VsExtensionalismus: 3. ich könnte einzuwenden versuchen, dass die Eingeborenensprache nicht extensional sein kann, weil in ihr einige Schlussfolgerungsmuster ungültig sind, die in jeder extensionalen Sprache gültig sind.
Bsp Identität: Inferenzen mit Leibniz’scher Identität (Leibniz’ Gesetz) oder Existenzgeneralisation führen in der Eingeborenensprache von wahren Prämissen zu falschen Konklusionen.
Extensionalist/VsLewis: sollte zustimmten, dass Leibniz’ Gesetz in jeder extensionalen Sprache Wahrheit erhält und dass sie nicht in meinen Gegenbeispielen (welchen?) bewahrt wird.
Aber er sollte nicht zustimmen, dass solche Inferenzen Fälle von Leibniz‘scher Identität sind!
Identität/Leibniz/Lewis: eine Inferenz mit Leibniz’ Gesetz braucht eine Identitätsprämisse und wie soll man die identifizieren? Nicht indem man drei oder vier horizontale Linien betrachtet!
semantisch: ein Ausdruck mit zwei Lücken drückt Identität aus, dann und nur dann, wenn 1. das Ergebnis des Einsetzens von Namen in die Lücken ein Satz ist,
2. der so gebildete Satz wahr ist, wenn die Namen koextensiv sind, sonst falsch.
Def Identitätsprämisse: ist ein Satz, der so gebildet wird.
Problem: da E und I nicht einig sind darüber, welches die koextensiven Namen sind, sind sie sich auch nicht einig darüber, welches die Ausdrücke sind, die Identität ausdrücken, welche Sätze die Identitätsprämissen sind und welche Inferenzen echte Instanzen von Leibniz’ Gesetz sind.
Wir ignorieren hier die Meinungsverschiedenheit, ob ein Satz S von einer Pause  eingeleitet werden muss, um überhaupt ein Satz zu sein. Genau gesagt, wenn " ,/also  " eine nicht wahrheitserhaltende Inferenz in Li ist, dann ist " ,/ also  " eine nicht wahrheitserhaltende Inferenz in Le. Die Originalversion ohne  ist überhaupt keine Inferenz in Le, weil ihre "Prämissen" und "Konklusionen" S Namen sind und keine Sätze.
((s) extensionale Sprache/(s): wie ist sie überhaupt möglich, wenn keine Prädikate (Eigenschaften) zugelassen sind - fällt dann nicht die Form Subjekt Prädikat überhaupt aus?)
Vs: die Form ist dann: a ist ein Element der Menge B.
(vergeblich) VsExtensionalismus: 4. ich könnte ad hominem argumentieren, dass E der Intensionalität nicht wirklich entronnen ist, weil die Dinge, die er als Extensionen nimmt, intensionale Entitäten sind.
Funktionen von Indizes zu Wahrheitswerten (WW) werden normalerweise mit Propositionen identifiziert (besonders, wenn die Indizes aus möglichen Welten und wenig mehr bestehen).
Und diese Funktionen werden gleichermaßen mit Individualbegriffen identifiziert. Wie können solche intensionale Entitäten dann Extensionen sein?
LewisVsVs: das ist nur eine Verwechslung! Intensionshaftigkeit ist relational!
((s) Es hängt von der Betrachtung ab, ob etwas eine Intension oder Extension ist).
Intensionen sind Dinge ((s) Entitäten), die eine bestimmte Rolle in der Semantik spielen und nicht Dinge einer bestimmten Sorte.
E und I stimmen darin überein, dass in einer geeigneten Sprache dasselbe Ding, das die Intension eines Ausdrucks ist, auch die Extension eines anderen ist.
Bsp wenn wir in einem Fragment von technischem Englisch sprechen, das als Metametasprache eines kleineren Fragments geeignet ist, stimmen wir darin überein, dass ein und dasselbe Ding beides ist, die Intension des Ausdrucks in der Objektsprache "mein Hut"
IV 258
und die Extension des metasprachlichen Ausdrucks "Intension von "mein Hut" ". ((s) Dasselbe Ding, nicht derselbe Ausdruck).
Lewis: das Ding selbst ist weder Extension noch Intension.
Wahr ist, dass einige Entitäten nur als Extensionen dienen können, während andere Funktionen von Indices z.B. als beides dienen können.
Aber es gibt kein Ding, das von sich aus ungeeignet wäre, eine Extension zu sein.
Ontologie/ (vergeblich) VsExtensionalismus: 5. man könnte meinen, dass der Extensionalist den Eingeborenen eine extravagante Ontologie zuschreibt:
Bsp wenn der Intensionalist sagt, ein Wort der Eingeborenen benennt einen konkreten materiellen Berg, dann sagt E, er benenne etwas mehr esoterisches: ein mengentheoretisches Objekt, gebildet aus einem Bereich von Individuen, der unverwirklichte Möglichkeiten einschließt.
Aber auch E und I glauben an esoterische Dinge, wenn sie sich nicht selbst widersprechen wollen. Wir zweifeln nicht daran, dass wir sie benennen können.
Wir sind uns nämlich einig, dass die Eingeborenen Namen für noch weiter hergeholte Dinge wie z.B. Götter (gemäß dem Intensionalisten) oder Funktionen von Indices auf solche Götter (gemäß dem Extensionalisten) haben.
Ontologie/VsExtensionalismus: ich sollte vielleicht besser argumentieren, dass bestimmte unesoterische Dinge fehlen!
Ontologie/Kripke: (gesprächsweise, 1972): es ist falsch, jemand eine Ontologie zuzuschreiben, die Mengen ohne Elemente enthält oder Funktionen ohne Argumente und Werte usw.
LewisVsVs: das ist ein plausibles Prinzip. Aber hat E es verletzt wenn er sagt, die Namen der Eingeborenen seien Funktionen von Indices und keine Namen von konkreten Dingen? Ich denke nicht.
Die zugeschriebene Ontologie ist nicht dasselbe wie die zugeschriebene Menge der Namens Träger. Bsp wenn unserer Sprache eine Ontologie zugeschrieben wird, enthält sie alle natürlichen Zahlen, nicht nur die kleine Minderheit von ihnen, die tatsächlich Namen tragen!
Es ist nicht signifikant, dass die Menge der Namen Träger Kripkes Schliessungs-Prinzip (closure) verletzt, außer wenn gezeigt werden kann, dass das die Gesamtheit der zugeschriebenen Ontologie ist. Aber es ist schwer zu sagen, welche Ontologie, wenn überhaupt eine, durch den Gebrauch von Le zugeschrieben wird.
Man sollte sich den Bereich der Quantoren anschauen, aber Le hat überhaupt keine Quantoren!
Quantoren: bilden Sätze. Aber in Le macht das nur das Prädikat  und das ist kein Quantor.
Anders die Transformation Lp von Parsons: sie hat einen Bereich. Die Menge D, so dass wir intendierte Wahrheitsbedingungen für die Sätze von Lp bekommen, die die Sätze von Li transformieren, dann und nur dann, wenn D eingeschlossen ist im Bereich der gebundenen Variablen.
(Das setzt voraus, dass die Prädikate von Lp intendierte Interpretationen haben).
Die Menge D ist dieselbe wie die Menge der Extensionen von Ausdrücken in Le. Sie verletzt Kripkes Schliessungs-Prinzip ((s) dass keine leeren Mengen zugeschrieben werden sollen, s.o.), deswegen kann sie niemand als Ontologie zugeschrieben werden. ((s) weil es eben in Le keine gebunden Variablen gibt.).
D.h. wenn ein Extensionalist behauptet, der Eingeborene spräche Lp, verschleiert durch Transformationen, haben wir ein Mittel gegen ihn.
Aber E selbst vertritt das nicht!
Vielleicht kann man zeigen, dass, wenn es schlecht ist, den Gebrauch von Lp zuzuschreiben,
IV 259
dass es dann auch schlecht ist, den Gebrauch von Le zuzuschreiben? Aber das sehe ich noch nicht.





LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Kripke Vs Field, H.
 
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Nonfaktualismus/Field: normalerweise sagen wir, daß es keine Tatsache gibt, die bewirkt, daß Isomorphismus die Querwelteinidentität ist.
Field I 40
Querwelteinidentität/QWI/KripkeVsField: (1972): könnte Zweifel aufwerfen, ob dieser qualitative Gesichtspunkt unsere normale Konvention für QWI ist. Field: ich denke, seine Beispiele zeigen, daß QWI nicht nur durch Betrachtung zu einem Zeitpunkt festgestellt werden kann.
Kripke: Bsp eine mögliche Welt (MöWe) genau wie unsere bis zur Geburt von Nixon, aber abweichend von da an. in dieser MöWe ist die Person X, die von Leuten, die qualitativ identisch mit Nixons Eltern sind geboren wurde anders aussehend und mit anderer Karriere als Nixon in der WiWe. Jemand anderes, Y entwickelt sich dagegen wie Nixon und sieht auch aus wie er.
Individuation/Querwelteinidentität/Kripke: wir individuieren Dinge über Welten hinweg so,
I 41
daß die Isomorphismen der Anfangssegmente der Welten (bis zu Nixons Geburt) als Identität zählen. Das bewirkt, daß es X ist, nicht Y, der Nixon ist! ((s) Weil er von den richtigen Eltern geboren wurde, nicht weil er die Taten ausführte). Die spätere lokale, qualitative Gleichheit der Zustände wird irrelevant. QWI/Field: die Idee, daß die qualitative Charakteristik normalerweise irrelevant ist wird durch Kripkes Argument nicht gestützt!
Selbst Kripke würde es für sinnlos halten, daß eine MöWe isomorph zu unserer wäre, aber in der der (vielleicht einzige) Isomorphismus Nixon auf jemand anderen abbildete.
FieldVsKripke: daß wir MöWe postulieren statt sie nach einer Teleskoptheorie aufzufassen, hilft auch nicht: mein Punkt kann auch in der Sprache der Stipulation reformuliert werden: wie wir normalerweise so über Möglichkeit sprechen, legen Überlegungen zur qualitativen Gleichheit Grenzen dafür fest, welche MöWe wir stipulieren können.
Bsp wir können keine MöWe postulieren, die isomorph zu unserer ist und in der einzig Nixon wie Humhrey (hier) und Humphrey wie Nixon (hier) ist. (Während der ganzen Geschichte). (Selbst mit entsprechenden Eltern und Großeltern usw.).
Genausowenig: Bsp eine Welt mit vertauschten Elektronen A und B. (Dabei nehmen wir an, daß A und B in der WiWe verschieden sind und keine vollständige Symmetrie der WiWe mit Bezug auf alle qualitativen Eigenschaften A auf B abbildet.
Und wir können auch keine MöWe postulieren wie Bsp in der eine Raumzeit Region A die Eigenschaften hat, die die RZ Region B bei uns hat (wenn es keine vollständige Symmetrie gibt... wie oben).
Field: wenn das so ist, dann sind beide, (DS) und (DE) falsch. Und aus der Existenz von RZ Regionen folgt (DS) genausowenig wie (DE) aus der Existenz von Elektronen.
(DS) Es gibt eine MöWe, von unserer wirklichen Welt (WiWe) unterschieden aber qualitativ identisch mit ihr, bloß während ihrer ganzen Geschichte um eine Meile verschoben.
(DE) Es gibt eine MöWe, von unserer WiWe unterschieden aber qualitativ identisch mit ihr, die sich von ihr nur darin unterscheidet, daß Elektron A und Elektron B während ihrer ganzen Geschichte vertauscht waren.
I 236
MöWe/FieldVsmetaphysische Notwendigkeit/FieldVsKripke/FieldVsLewis: (normale Auffassung von MöWe: ohne raumzeitliche Relationen zur WiWe): dann ist die Frage, wie unser Glauben darüber, wie die Dinge in anderen MöWe aussehen, verläßlich sein soll ganz einfach (zu einfach) zu beantworten: wie die Frage nach den Eigenschaften Gottes: Wir können mit Lewis das Problem einfach als ein Pseudo Problem hinstellen Lewis: wendet diese Taktik in Bezug auf MöWe, aber nicht im theologischen Fall an.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsLewis Lewis Vs Fine, Kit
 
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V 43
Kit FineVsLewis/VsA 2: Bsp das Kontrafaktische Konditional (KoKo) "Wenn Nixon den Knopf gedrückt hätte, hätte es einen nuklearen Holocaust gegeben", ist wahr oder kann als wahr vorgestellt werden. Nach Lewis Analyse ist das KoKo dann wahrscheinlich falsch. Denn wir müssen uns nur einen kleinen Wechsel in der Realität vorstellen, der die Folgen außer Kraft setzt. LewisVsFine: sicher trägt das Vorliegen oder Nichtvorliegen eines atomaren Holocausts stark zu einer Ähnlichkeits- oder Unähnlichkeitsrelation bei.
Aber die Ähnlichkeitsrelation (ÄR) die KoKo regiert, ist keine von diesen! Sie kann dennoch eine Relation für Ähnlichkeit überall sein, aber nicht, weil sie explizite Urteile regiert, sondern eher weil es nach gewissen Prioritäten der Gewichtung ein Resultat vieler einzelner ÄR ist.
V 44
w0: Bsp Nixon hat den Knopf gedrückt zur Zeit t. w0 kann, muss aber nicht unsere wirkliche Welt (WiWe) sein. Sie habe deterministische Gesetze und sie genügt unseren finstersten Visionen über gedrückte Knöpfe. Ein nuklearer Holocaust tritt ein, weil die Verbindungen des Knopfes alle funktionieren. Nun gibt es alle möglichen Welten (MöWe), wo Nixon den Knopf drückt, und die sich aber von unserer WiWe unterscheiden. Welche am wenigsten? Manche sind einfach Rohrkrepierer. Oder die Rakete hat irgendwie Konfetti geladen.
Bsp w1: bis kurz vor t ist w1 exakt wie w0. Dann, im letzten Moment divergieren die beiden Welten: in w1 sind die deterministischen Gesetze von w0 verletzt.
Lewis: Angenommen, ein winziges kleines Wunder findet statt: vielleicht ein paar Extra Neuronen in Nixons Hirn. Nixon drückt als Resultat dieser Extra Neuronen. Der Holocaust findet statt. Damit unterscheiden sich die beiden Welten, zumindest was die Oberfläche des Planeten betrifft äußerst stark. ((s) In w0 war es nur kontrafaktisch: wenn er drückt, wäre der Holocaust da.)
Lewis: damit genügt w1 der Analyse 1 (Asymmetrie durch Postulat). (Wir nehmen an, dass wir selbst in w0 sind). Es sollte sich herausstellen, dass Welten, wie w1 unter der gesuchten ÄR ähnlicher sind als alle anderen Welten, in denen Nixon den Knopf gedrückt hätte.
Wunder/Lewis: damit meine ich einfach eine Verletzung der Naturgesetze. Aber die verletzten Gesetze sind nicht in derselben Welt! Das wäre unmöglich!
V 45
Wunder: Relation zwischen MöWe, weil die Gesetze einer einzelnen Welt nicht verletzt werden! w2: eine zweite Klasse von Kandidaten ähnlichster Welten zu w0: völlig ohne Wunder, die deterministischen Gesetze aus w0 werden völlig befolgt.
Unterschied zu w0: Nixon drückt den Knopf.
Determinismus: danach sind beide Welten entweder immer gleich oder nie gleich. Daher sind die beiden in keinem Zeitabschnitt ganz gleich. Sie differieren sogar in der entfernten Vergangenheit.
Problem: man kann nicht sagen, was man tun sollte, um die Unterschiede in der frühen Vergangenheit verschwinden zu lassen. Man kann sich einfach schwer vorstellen, wie zwei deterministische Welten sich überhaupt über längere Zeit nur wenig unterscheiden sollten. Es gibt zu viel Wschk für kleine Differenzen, die sich zu großen summieren.
Natürlich sind Welten wie w2 nicht ähnlichste Welten zu einer Welt w0, wo Nixon drückt. Das würde zu Rückwärts Argumenten ohne Ende führen.
Bennett: es würde auch KoKo nutzlos machen: wir wissen zu wenig, um zu wissen, welche von ihnen wahr würden.
Fazit: die Lektion die wir lernen im Vergleich von w1 und w2: unter der gesuchten ÄR braucht man für perfekte Übereinstimmung einzelner Fakten ein kleines Wunder.
w3: beginnt wie w1: bis kurz vor t, ist w3 exakt wie w0. Dann gibt es ein winziges Wunder, Nixon drückt aber kein Holocaust!
Denn ein zweites kleines Wunder ereignet sich unmittelbar nach dem Drücken, genauso gut lokalisiert wie das erste. Das fatale Signal wird ausgelöscht. Dennoch hat Nixons Tat Spuren hinterlassen: seine Fingerabdrücke auf dem Knopf, eine geleerte Extra Gin Flasche usw.
V 46
Es gibt haufenweise Unterschiede zwischen w3 und w0, aber kein einzelner hat besonders viel Gewicht. w3: es bleibt nicht bei den kleinen Unterschieden, z.B. Nixons Memoiren haben Einfluss auf spätere Generationen usw.
Aber selbst wenn es nicht sicher ist, dass sich die Unterschiede sehr stark auswirken, macht das nichts.
- - -
Schwarz I 51
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/FineVsLewis: seine Analyse liefert selbst mit unseren vagen, intuitiven Ähnlichkeitsstandards eindeutig falsche Ergebnisse. Bsp „Hätte Nixon den Knopf gedrückt, wäre es zu einem Atomkrieg gekommen“. Problem: dann muss eine MöWe, in der Nixon den Knopf drückte und ein Atomkrieg ausbrach, unserer wirklichen Welt ähnlicher sein als eine, in der er zwar den Knopf drückte, aber der Mechanismus versagte und nichts passierte. Aber eine unzerstörte Welt sollte unserer doch ähnlicher sein? LewisVsFine: hier wurden falsche Ähnlichkeitskriterien gebraucht. Die richtigen Kriterien sind nämlich die, unter denen seine Analyse sich als korrekt erweist ( „Umkehrung“): „wir müssen sehen, was wir über die Wahrheit und Falschheit der KoKo wissen, um herauszufinden, ob wird eine Art Ähnlichkeitsrelation finden können. (1979b,43, 1986f,211).
Lewis/Schwarz: daher ist seine Theorie der KoKo eher ein Rahmen für solche Theorien. Die Analyse sagt uns, welche Art von Tatsachen KoKo wahr machen, aber nicht, welche Tatsachen das für bestimmte Konditionale in bestimmten Kontexten genau sind.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Dennett Vs Fodor, J.
 
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I 533
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 534
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen. Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Dennett I 570
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten. Bedeutung/Evolution/FodorVsDennett: Bsp Auge des Froschs: Berichte über Bedeutung zu unbestimmt, wenn sie nicht zwischen Schatten und wirklicher Fliege unterscheiden.
I 571
Bedeutung/Evolution/DennettVsFodor: wo man schlicht nicht unterscheiden kann, was die selektionierende Umwelt war, gibt es in der Frage, was das Auge wirklich sagt, keine Wahrheit. Material/Evolution/DennettVsFodor: die Unbestimmtheit, die Fodor bemängelt sind in Wirklichkeit das Material, mit dem die Evolution arbeitet, ihre Voraussetzung. (die "Zweifelsfälle").
I 571
Meinen/Bedeutung/Material/Evolution/DennettVsFodor: die Ansicht, es müsse etwas bestimmtes geben, das das Auge des Frosches "meint", ist schlichter Essentialismus.
Lanz I 299
DennettVsFodor: bestreitet Fodors Voraussetzung, daß intentionale Ausdrücke tatsächlich existierende Personenzustände bezeichnen. Dennett bestreitet damit ihr Merkmal: kausale Effizienz intentionaler Zustände.(damit auch DennettVsLewis). - - -
Rorty I 279
DennettVsFodor/Rorty: zwei Subjekte können durchaus dasselbe glauben, obgleich ihre jeweiligen Prozessoren noch nicht einmal die gleiche Sprache sprechen. Demnach bedarf es keiner Schlüsse von den Propositionen der Prozessoren auf die Propositionen, die das Subjekt glaubt. Anders als bei den »Ideen« der Empiristen braucht dem Kausalvorgang keine Schlusskette zu entsprechen, die die Meinungen der Person rechtfertigt.
Mögen Erklärungen ihren privaten Charakter haben, Rechtfertigung jedenfalls ist insofern öffentlich, als Meinungsverschiedenheiten unterschiedlicher Personen auf die Funktionsweise ihrer trickreichen Köpfe weder Bezug nehmen noch Bezug nehmen sollten.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsLewis Ramsey Vs Fodor, J.
 
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Schurz I 215
Carnap-Satz/Carnap-Konditional/CS/CKVerstärkung/verstärkt/Lewis/Schurz: (Lewis 1970, 83 85): Vorschlag, den CS zu verstärken: indem der Theorie unterstellt wird, sie würde implizit postulieren, dass die Referenz ihrer theoretischen Termini (TT) in der aktualen Welt (WiWe) eindeutig bestimmt sei. Pointe: damit wird der analytische Gehalt einer Theorie durch folgende lokale "Definitionen" mit Hilfe bestimmter Kennzeichnungen der TT dargestellt:
Kennzeichnung als Definition/Lewis: Bsp τi bezeichnet das i te Glied des eindeutigen n-Tupels von Entitäten, das in der WiWe die Behauptung T(X1,...Xn) erfüllt. (1970.87f)
PapineauVsLewis: seine These, dass wissenschaftliche Theorien mit Existenz und Eindeutigkeitsbehauptungen für die Referenz der TT einhergehen, ist selbst dann zweifelhaft, wenn sie realistisch interpretiert wird. Instrumentalistisch: ist sie unhaltbar. (Papineau, 1996, 6,Fn 5).
Definition/SchurzVsLewis: Definition per Deskription (Beschreibung, Kennzeichnung) sind nicht vollwertig, sondern nur partiell, weil sie die Extension der TT nur in solchen möglichen Welten bestimmen, in denen die zugrundeliegende Existenz bzw. Eindeutigkeitsannahme erfüllt ist.
I 216
TT/FodorVsHolismus: Vs semantischer Theorienholismus: die Bestimmung der Bedeutung der TT ist zirkulär. Def semantischer Theorienholismus/Schurz: These: die Bedeutung der TT wird durch die Bedeutung der Theorie bestimmt.
Lösung/Ramsey-Satz/RS/CS/Schurz:
RS/CS/Holismus/Bedeutung/Zirkel/Schurz: die Methode der Konjunktion von RS und CS ist die Lösung für den Vorwurf der Zirkularität von FodorVsHolismus.
a) Einerseits: ist wegen der Kompositionalität die Bedeutung von T(t1,...tn) durch die Bedeutung der TT (nebst der Bedeutung der anderen Begriffe von T) bestimmt,
b) Andererseits: folgt aus dem semantischen Theorienholismus, dass die Bedeutung der TT durch die Bedeutung der Theorie bestimmt ist.
FodorVs: das ist ein Zirkel
RamseyVsFodor/CarnapVsFodor: Lösung: der Ramsey Satz R(T) lässt sich verstehen, ohne eine unabhängige Bedeutungskenntnis der TT vorauszusetzen, und der CS bzw. die Lewis Definitionen fügen hinzu, die Bedeutung der TT liegt darin, jene Entitäten zu bezeichnen, die die Behauptung der Theorie erfüllen.
((s) Carnap Satz/Schurz/(s): besagt, dass die Bedeutung der TT in der Bezeichnung der Entitäten liegt, die die Theorie erfüllen.)

Rams I
F. P. Ramsey
The Foundations of Mathematics and Other Logical Essays 2013

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsLewis Lewis Vs Frege, G.
 
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Schwarz I 228
Prädikat/Eigenschaft/SchwarzVsLewis/VsFrege: die Annahme, jedem Prädikat ließe sich eindeutig ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zuordnen, ist aber nichts anderes als Freges unheilvolles Axiom V (Frege 1893 1903,§20). RussellVsFrege: Russells Paradoxie. Manchen Prädikaten wie Bsp „_ ist eine Eigenschaft, die nicht auf sich selbst zutrifft“ entspricht keine Eigenschaft. (>Heterologie). Prädikat/Eigenschaft/Lewis/Schwarz: in Lewis’ Metaphysik entspricht auch Prädikaten wie Bsp „_ ist eine Klasse“, Bsp „_ ist ein Teil von “ und Bsp „ ist identisch mit _“ nichts, was mit einem singulären Term benannt werden kann.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Block Vs Funktionalismus
 
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Block I 161
Funktionalismus: will mentale Zustände kausal individuieren. Problem: es gibt dann Organismen, die nach dem Behaviorismus mentale Zustände haben, (liberale Auffassung) aber nicht nach dem Funktionalismus (chauvinistische Auffassung).
I 210
BlockVsFunktionalismus: es ist schwer verständlich, wie es eine einzige Charakterisierung der Inputs und Outputs geben kann, die auf alle und nur auf mentale Systeme zutrifft.
Avramides I 149
Input/Output/BlockVsFunktionalismus/BlockVsLewis: egal, wie der Funktionalismus Input und Output auch charakterisiert, er führt in die Falle, entweder chauvinistisch oder liberal zu sein. ((s) liberal: zu vielen Systemen (z.B. Automaten) Geist zuzuschreiben/chauvinistisch: zu wenig: z.B.: ihn Tieren abzusprechen).
I 150
Input/Output/BlockVsFunktionalismus/VsLewis: jede physische Charakterisierung von Inputs und Outputs ist unweigerlich chauvinistisch oder liberal: Bsp angenommen, Sie wurden ernsthaft verletzt und ihr einziger Weg, mit der Umwelt zu kommunizieren, ist über EEG Muster. Wenn sie etwas aufregend finden gibt es ein Muster, daß die anderen als Punkt interpretieren, etwas langweiliges: als Strich.
Jetzt stellen wir uns umgekehrt vor, andere kommunizieren mit Ihnen indem sie elektronische Aktivität erzeugen, die bei Ihnen lange oder kurze Nachbilder hinterläßt.
In diesem Fall könnten wir sagen, daß das Gehirn selbst ein Teil der Inpus und Outputs geworden ist! (Wir hatten oben aber variable Realisation als wesentlichen Fortschritt festgestellt).
Aber:
Block: wenn dieser Punkt (der variablen Realisierung) richtig ist VsMaterialismus, dann gilt er auch für Inputs und Outputs, denn die physische Realisation kann selbst wesentlicher Teil der Inputs und Outputs sein. ((s) input output devices: Rezeptoren?).
D.h. es gibt keine physikalische Charakterisierung, die sich auf Inputs und Output von allen und nur mentalen Systemen beruft. (Block 1980b,S.295).
Fazit/Block: jede physikalische Charakterisierung von Inputs/Outputs ist entweder chauvinistisch oder liberal.

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsLewis Verschiedene Vs Funktionalismus Münch III 338
Funktionalismus/Holenstein: sein offensichtliche Grenze bezieht sich auf die phänomenalen Qualitäten. Phänomene sind funktional nicht identifizierbar. Es ist entscheidbar, ob die Eigenschaft eines Dings, die zwei Personen mit dem Farbadjektiv "rot" belegen, für sie funktional gleichwertig ist. Es ist jedoch unentscheidbar, ob beide die gleiche Farbe wahrnehmen.
James I 102
VsFunktionalismus,VsPragmatismus: Der Begriff des Nutzens ist zirkulär und leer. "Alles, was für ein System nützlich ist" kann beliebig aufgefaßt werden. VsPragmatismus: daß James Wahrheit mit Bewährung verwechsele: es kann niemals festgestellt werden, ob eine Beobachtung richtig übersetzt ist. (Basissatzproblem, auch Quine).
- - -
Schwarz I 155
VsRolle/VsLewis: besonderes Merkmal unserer mentalen Zustände ist ihre Vertrautheit. Wir identifizieren sie nicht über die kausalen Rollen. LewisVsVs: baut die Introspektion kurzerhand in die kausale Rolle ein. Zur kausalen Rolle bewusster Erfahrungen gehört, dass sie (unter geeigneten Umständen) Meinungen über ihr eigenes Vorliegen bewirken. (1966a, 103).





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Bigelow Vs Gegenstücktheorie
 
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I 168
VsGegenstücktheorie/GT/Bigelow/Pargetter: kann man auch noch anders vermeiden. Indem man Eigenschaften als Relationen auffaßt. Weil Eigenschaften sind ändern, können wir sie auch als Relation zwischen einem Individuum und einem Zeitpunkt betrachten.
I 193
BigelowVsLewis/BigelowVsGegenstück-Theorie/Bigelow/Pargetter: sie führt auch in die Zirkularität, weil sie modale Begriffe voraussetzt. D.h. sie kann die Modallogik nicht begründen.
I 195
Gegenstücktheorie/Lewis/Bigelow/Pargetter. seine GT hat zwei Komponenten, die Gegenstücke (GS) erfüllen müssen: 1. hinreichende Ähnlichkeit mit einem Original in der aktualen Welt D.h. es gibt einen „Schwellenwert“.
2. die Weltgefährten müssen dem aktualen Ding mindestens so ähneln wie das GS dem aktualen Ding ähneln.
BigelowVsLewis/BigelowVsGegenstücktheorie: Problem. der Schwellenwert birgt schon wieder vorausgesetzte modale Begriffe ((s) Möglichkeit der Abweichung von der wirklichen Welt).
Ad 2. das schließt Möglichkeiten aus, die wir nicht ausschließen möchten.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsLewis Plantinga Vs Gegenstücktheorie
 
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Schwarz I 57
Gegenstück/GT/PlantingaVsLewis/PlantingaVsGegenstück-Theorie: (1974,115f,1987,209): Lewis zufolge hätten dann alle Dinge streng genommen all ihre Eigenschaften essentiell, da es keine mögliche Welten (MöWe) gibt, in der sie selbst, (nicht nur irgendwelche Stellvertreter) andere Eigenschaften haben. Bsp wäre es heute ein Grad kälter, würden wir alle nicht existieren, weil dann eine andere MöWe wirklich wäre, und keiner von uns wäre dort. Ähnlich Kripke:
KripkeVsGegenstück-Theorie/KripkeVsLewis: Bsp wenn wir sagen "Humphrey hätte die Wahl gewinnen können" reden wir nach Lewis eben nicht von Humphrey, sondern von jemand anderem. Und nichts könnte ihm gleichgültiger sein ("He couldn’t care less"). (Kripke 1980,44f).
- - -
Schwarz I 100
Eigenschaften/VsGegenstück-Theorie/GT/Schwarz: wenn man Gegenstücke und zeitliche Teile ablehnt, muss man alle Eigenschaften als verkappte Relationen zu Zeiten und MöWe auffassen. Dann gibt es natürlich sehr viel mehr fundamentale Relationen. - - -
Stalnaker I 117
Identität/Stalnaker: …diese Beispiele erinnern uns daran, was für eine unflexible Relation Identität ist. Unsere Intuitionen über die Flexibilität von Möglichkeiten widersprechen dieser starren Verfassung der Identität. Gegenstück-Theorie/GT/Stalnaker: sagt uns "Entspann Dich!". Wir sollten für die Querwelteinidentität eine flexiblere Relation einführen, die Intransitivität und Asymmetrie ermöglicht.
Gegenstück-Theorie/GT/Stalnaker: die 3. Motivation für sie ist die, die den Phänomenen am nächsten ist und am wenigsten metaphysische Voraussetzungen macht.
Vs: der Aktualismus und der Vertreter einer primitiven Diesheit mögen Schwierigkeiten damit haben.
I 118
PlantingaVsGegenstücktheorie/Nathan SalmonVsGT/Stalnaker: GT/Plantinga/Salmon: kann man in zwei Doktrinen aufteilen: 1. Metaphysische These: dass die Bereiche verschiedener möglicher Welten (MöWe) sich nicht überlappen ((s) >Lewis: "Nichts ist in zwei Welten").
2. Semantische These: dass modale Prädikate in Begriffen von Gegenstücken interpretiert werden sollten statt in Begriffen der Individuen selbst.
Ad 1.: scheint einen extremen Essentialismus zu suggerieren, nach dem nichts anders hätte gewesen sein können als es aktual ist.
Extremer Essentialismus/Plantinga: wäre die These, dass "~wenn ein Blatt im Oktober 1876 in den Bergen der Nördlichen Cascaden einen Tag früher gefallen wäre, als es tatsächlich fiel, ich entweder nichtexistent wäre, oder eine Person, die sich von mir unterscheidet. Und das ist sicher falsch". (Plantinga 1973).
ad 2.: kann der semantische Teil der Doktrin das lösen?
Plantinga/Salmon: das kann er nicht. Er kann nur die metaphysischen Konsequenzen verschleiern.

Plant I
A. Plantinga
The Nature of Necessity (Clarendon Library of Logic and Philosophy) Revised ed. Edition 1979

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Jackson Vs Grice, P.H.
 
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Lewis V 153
Implikatur/Konversationsimplikatur/Grice/Lewis: Bsp "Hier hast du mal recht" Implikatur: "Sonst hast du meist unrecht".
Konventionsimplikatur/Jackson: Bsp "Sie wählt liberal, aber sie ist kein Idiot" "Die meisten Liberalen sind Idioten".
Konditional/Grice/Lewis: wenn P(A > C) hoch ist vor allem weil P(A) niedrig ist (EFQ), was ist dann der Sinn davon "Wenn A , dann B" zu sagen? Warum sollte man nicht das stärkere sagen: dass es fast so wahrscheinlich wie Nicht A ist?
JacksonVsGrice/JacksonVsLewis: wir behaupten oft Dinge, die viel schwächer sind als wir eigentlich behaupten könnten, und das aus gutem Grund.
Ich nehme dabei an, dass Dein Glaubenssystem ähnlich wie meins ist, aber nicht völlig gleich.
Bsp Angenommen, du weißt etwas, was mir heute sehr unwahrscheinlich vorkommt, ich möchte aber dennoch etwas nützliches sagen. so sage ich etwas schwächeres, so dass du mich auf jeden Fall beim Wort nehmen kannst.
Def robust/Jackson/Lewis: A ist robust im Verhältnis zu B, (in Bezug auf jemandes subjektive Wschk zu einer Zeit) gdw. die Wschk von A und die Wschk von A konditional auf B nahe beieinander liegen und beide hoch sind,
V 154
so dass man, wenn man erfährt, dass B, immer noch A für wahrscheinlich hält. Jackson: das Schwächere kann dann mehr robust sein in Bezug auf etwas, das man für unwahrscheinlicher hält, aber dennoch nicht ignorieren möchte.
Wenn es nun nutzlos ist, das Schwächere zu sagen, wie nutzlos ist es dann erst, das Schwächere und das Stärkere zusammen zu behaupten! Und dennoch tun wir es!
Bsp Lewis: "Bruce schläft in der Kleiderkiste oder sonstwo im Erdgeschoss".
Jackson: Erklärung: es hat Zweck, das Stärkere zu behaupten und genauso Zweck, das Robustere zu behaupten. Wenn beide differieren, behaupten wir beide.
Robustheit/indikatives Konditional/iK/Lewis: ein iK ist ein wahrheitsfunktionales Konditional, das konventionell Robustheit impliziert (Konventionsimplikatur) im Hinblick auf das Antezedens.
Deshalb müssen die Wschk P(A > C) und P(A > C) beide hoch sein.
Das ist der Grund warum die BH des iK mit der entsprechenden konditionalen Wschk einhergeht.

Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Lewis Vs Haecceitismus
 
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IV 140
Haecceitismus/mögliche Welt/MöWe/VsLewis: die Haecceitisten finden das Bsp von den zwei Göttern nicht überzeugend: Variante: Bsp 2 Götter: bewohnen beide die Welt W, zwei andere Götter bewohnen die Welt V die sie von W darin unterscheidet, dass die beiden die Plätze getauscht haben.
((s) Wenn sie alles tauschen, macht es keinen Unterschied).
Nun sind der Gott auf dem höchsten Berg in W und der auf dem kältesten Berg in V durch ein einfaches Band vereint, das sie irgendwie zu einem macht. (Und ebenso für das andere Paar).
Wenn der auf dem Höchsten in W nicht weiß, ob er auf dem Höchsten oder auf dem Kältesten sitzt, dann kann er nicht wirklich wissen, welches seine Welt ist.
Er kann alles Qualitative wissen, was es über seine Welt zu wissen gibt, aber nicht, ob seine Welt W oder V ist!
Wenn er es wüsste, wüsste er jede Proposition, die in dieser Welt gültig ist. Aber es scheint, dass er eine Proposition nicht weiß: die, die dem Satz entspräche: "Ich sitze auf dem höchsten Berg".
Ich/Haecceitismus: wenn sein Pronomen "ich" auf beides, ihn und seinen Bruder in haecceitas auf dem Kältesten in V zutrifft, dann ist es in der Tat eine Proposition, die in W gültig ist, aber nicht in V!
IV 141
Wenn er also nun doch diese Proposition wüsste, wüsste er dann nicht, dass er auf dem Höchsten sitzt? 2 Götter/LewisVsHaeccetismus: ich würde ja gerne entdecken, was ich da über die Objekte des Glaubens wissen sollte und die Haecceitisten sich selbst überlassen. Aber ich kann nicht widerstehen, mich einzumischen: wenn Sie Haecceitist wären, würde ich ihnen raten, die obige Analyse schnell auszuspucken!
Haecceitismus oder nicht, es gibt eine Art Unwissenheit, die nicht mit irgendeiner Selbstlokalisation im logischen Raum geheilt werden kann!
Bsp Angenommen, die beiden Götter haben die Plätze getauscht und es sei zugestanden, dass der auf dem Höchsten weiß, dass seine Welt W ist und nicht V!
Er sei allwissend in Bezug auf alle Propositionen, nicht nur die qualitativen. Hilft das?
Kümmern Sie sich nicht um V, von der er weiß, dass er nicht dort lebt!
Weiß er nun die Proposition "Ich bin auf dem höchsten Berg"? Sicher weiß er die! Er weiß alle Propositionen, und diese ist eine davon! Weiß er daher, dass er auf dem Höchsten sitzt?
Nein! Denn das folgt daraus nicht! Weil er der auf dem Höchsten ist, drückt sein Satz eine bestimmte Proposition aus, die wahr ist in W aber nicht in V, eine, von der er weiß, dass sie wahr ist.
Wäre er der auf dem Kältesten gewesen (was er nach allem, was er weiß, sein könnte), hätte der gleiche Satz eine andere Proposition ausgedrückt, eine, die wahr ist in V und falsch in W, eine, von der er wüsste, dass sie falsch ist.
Er wüsste die Proposition, die tatsächlich ausgedrückt würde durch "ich bin auf dem Höchsten" aber das heißt nicht, dass er weiß, ob er auf dem Höchsten ist!

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Lewis Vs Hempel, C.
 
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V 232
Wahrscheinlichkeit/Erklärung/Hempel/Lewis: bietet er auch für den probabilistischen Fall an: aber das differiert von seinem deduktiv nomologischen Modell. LewisVsHempel: zwei unwillkommene Konsequenzen:
1. ein unwahrscheinlicher Fall kann überhaupt nicht erklärt werden.
2. ein Erfordernis für eine korrekte Erklärung: "maximale Spezifität": ist relativ zu unserem Wissen! D.h. Unwissenheit (ein Fall von Wschk) macht eine Erklärung, die eigentlich korrekt ist, unkorrekt. Wahr ist nur, dass sie sie unwahr erscheinen lässt.
Ich bevorzuge das Modell von Peter Railton:
WschkErklärung/Peter Railton/Lewis: "deduktiv nomologisches Modell probabilistischer Erklärung". (D-N).
Man muss es von Fetzers Modell unterscheiden: für beide sind
covering law/Raiton/Fetzer: universelle Generalisierung über Einzelfall Chancen.
Erklärung/Wschk/FetzerVsRailton: wie bei Hempel: induktiv, nicht deduktiv. Erklärung: wie Argument! LewisVsFetzer: aber: eine gute Erklärung ist nicht notwendig ein gutes Argument!
LewisVsFetzer/LewisVsRailton: beide wollen eine Erklärung, auch wenn das Ereignis extrem unwahrscheinlich ist, aber in dem Fall ist eine gute Erklärung ein sehr schlechtes Argument.
V 233
Wschk/Erklärung/covering law Modell/Railton: zwei Teile: 1. ein D-N-Argument (deduktiv nomologisch), das einige Bedingungen des nicht probabilistischen Falls erfüllt. Zu seinen Prämissen können auch Wschk Gesetze gehören.
2. gehört nicht zum Argument: die Feststellung, dass das Ereignis stattgefunden hat.
Wenn die Prämissen sagen, dass gewisse Ereignisse stattgefunden haben, dann sind diese zusammen hinreichend - gegeben die Gesetze - für das eigentliche Ereignis oder für die Wschk.
Problem: eine Teilmenge - gegeben auch nur ein Teil der Gesetze - kann ebenfalls hinreichend sein, Teile der Ereignisse zu erklären, und eine Anzahl Überbleibsel hervorbringen, die immer noch hinreichend unter den Originalgesetzen sind. Daher muss man beim Erklären zwei Bedingungen haben:
1. dass gewisse Ereignisse zusammenhinreichend sind für das Explanandum Ereignis (unter den herrschenden Gesetzen)
2. dass nur einige der Gesetze gebraucht werden, das Hinreichen der Bedingungen zu garantieren.
LewisVsRailton: wenn wir ein covering law (Begleitgesetz) für Verursachung hätten, zusammen mit unserem covering law für Erklärung, würde das meinen Ansatz mit dem cl Ansatz versöhnen.
Aber das ist nicht zu haben!
V 233/234
Oft wird ein Element der hinreichenden Grund der D N Menge in Wirklichkeit eine der Ursachen selbst sein. Aber das darf nicht! Die Gegen Bsp sind wohlbekannt: 1. zur hinreichenden Teilmenge kann ein ganz irrelevanter Grund gehören, das Erfordernis der Minimalität hilft nicht: wir könnten eine künstliche Minimalität erzeugen, indem wir schwächere Gesetze nehmen und stärkere Gesetze unberücksichtigt lassen.
Bsp Salmon: ein Mann nimmt die Pille, und wird nicht schwanger! Die Prämisse, dass niemand, der die Pille nimmt, schwanger wird, darf nicht weggelassen werden!
2. Ein Element der hinreichenden Teilmenge könnte etwas sein, das kein Ereignis ist:
Bsp eine Prämisse kann feststellen, dass etwas eine extrinsische oder hochdisjunktive Eigenschaft hat. das kann aber keine echten Ereignisse spezifizieren.
3. Ein Effekt kann zur Teilmenge gehören, wenn die Gesetze sagen, dass er nur in bestimmter Weise hervorgebracht werden kann. D.h. die Menge könnte in geeigneter Weise minimal sein, und auch eine von Ereignissen sei, aber das wäre nicht hinreichend, den Effekt zur Ursache seiner Ursache zu machen!
4. Ein solcher Effekt kann auch zur hinreichenden Teilmenge für einen anderen Effekt sein, z.B. eines späteren, derselben Ursache. Bsp dass ein Werbespot auf meinem Fernseher erscheint wird durch dieselbe Ausstrahlung verursacht, wie das Erscheinen desselben Spots auf Ihrem Fernseher, aber das eine ist nicht Ursache des anderen. Eher haben sie eine gemeinsame Ursache.
5. eine verhinderte potentielle Ursache könnte zur Teilmenge gehören, weil nichts sie außer Kraft gesetzt hat.
LewisVsRailton: das zeigt, dass die gemeinsam hinreichende Teilmenge, die von D-N-Argument präsentiert wird, möglicherweise nicht eine Menge von Ursachen ist.
V 235
LewisVsRailton: wenn ein D N Argument keine Ursachen zu zeigen scheint, aber dennoch eine Erklärung zu sein scheint, ist das ein Problem für meine eigene Theorie. (s.o. Abschnitt III,I. drei Beispiele VsHempel: Brechungsindex, VsRailton: in Wirklichkeit keine nicht kausalen Fälle. RailtonVsLewis: wenn das D-N-Modell keine Ursachen präsentiert, und deshalb nicht wie eine Erklärung aussieht, dann ist das ein Problem für das D N Modell.
Railton: deshalb ist nicht jedes D-N-Modell eine korrekte Erklärung.
V 236
Frage: kann jede Kausalgeschichte durch die Information charakterisiert werden, die in einem D N Argument enthalten ist? Das wäre der Fall, wenn jede Ursache zu einer hinreichenden Teilmenge gehört gegeben die Gesetze. Oder im probabilistischen Fall: unter Wschk Gesetzen. Und ist das so, dass die Ursachen darunter fallen?
Lewis: Das folgt nicht aus der kontrafaktischen Analyse der Kausalität! Dennoch mag es wahr sein. (Es wird wahr sein in einer möglichen Welt (MöWe) mit hinreichend strengen Gesetzen).
Wenn erklärende Information Information über Kausalgeschichte ist, dann ist eine Weise, sie zu liefern, die über D-N-Argumente.
Aber dann ist immer noch etwas falsch! Die D-N-Argumente werden als ideal dargestellt. D.h. sie haben die richtige Form. nichts zu viel und nicht zu wenig.
Aber niemand denkt, dass alltägliches Erklären das erfüllt. Normalerweise ist das beste, was wir tun können, Existenzannahmen zu machen.
"Deshalb" Behauptung/Morton White: können wir als Existenzannahmen auffassen.
LewisVsRailton: korrekte D-N-Argumente als Existenz Annahmen sind noch keine echte Erklärung. Einfach wegen ihrer Form genügen sie nicht dem Standard, wie viel Information hinreichend ist.
Lewis: es gibt immer noch mehr zu wissen, wenn wir noch so perfekte D-N-Argumente aufhäufen. Die D N A geben immer nur einen Querschnitt der Kausalgeschichte. Viele Ursachen mögen weggelassen sein. Und diese könnte diejenigen sein, die wir gerade suchen. Vielleicht möchten wir gerade die Mechanismen kennen lernen, die in bestimmten Spuren der Kausalgeschichte involviert sind.
V 238
Erklärung/Lewis/VsRailton: ein D-N-A kann auch von falscher Form sein: uns gleichzeitig nicht genug zu viel geben. Erklärung/Lewis: dabei ist es nicht so, dass wir eine verschiedene Vorstellung von der Einheit der Erklärung haben. Wir sollten gar keine Einheit fordern: eine Erklärung ist kein Ding, das man haben kann oder verfehlen, sondern etwas, von dem man mehr oder weniger haben kann.
Problem: die Vorstellung, "genug" Erklärung zu haben: es nährt Zweifel an dem Wissen unserer Vorfahren: diese hatten selten oder nie vollständiges Wissen über die Naturgesetze.
LewisVsRailton: D.h. sie hatten also selten oder nie vollständige D-N-A. hatten sie deshalb lückenhaftes erklärendes wissen? Ich denke nein! Sie wußten eine Menge darüber, wie die Dinge verursacht sind.
Lösung/Railton: (ähnlich wie mein Bild): zusammen mit jedem Explanandum haben wir eine ausgedehnte und komplexe Struktur.
V 239
Lewis: für mich sind diese Strukturen durch kausale Abhängigkeit verbunden Railton: für ihn bestehen sie aus einem "idealen Text" aus D-N-Argumenten. wie in mathematischen Beweisen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Bigelow Vs Hume, D.
 
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I 226
nichtmodale Theorie/Naturgesetze/NG/Hume/Bigelow/Pargetter: die meisten nichtmodalen Theorie der NG stammen von Hume ab. Dann können wir nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen, ohne in einen Zirkel zu geraten. Pointe: dann können wir einfach nomische Notwendigkeit als relative Notwendigkeit annehmen und uns darauf verlassen, daß sie ihrerseits auf einem unabhängigen Zugang zu Gesetzen beruht!
Erklärung: also ist es sinnvoll, Gesetze zu gebrauchen, um nomische Notwendigkeit zu erklären, statt umgekehrt. Und das ist viel weniger obskur als modale Argumente.
I 227
BigelowVsVs: modale Erklärungen sind gar nicht so mysteriös. BigelowVsHume: Humesche Theorien sind nicht in der Lage, diese nichtmodalen Eigenschaften der Gesetze zu erklären, sie haben weniger Erklärungskraft.
I 233
„völlige Allgemeinheit“/“reine“ A./Hume/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: darf keine Referenz auf ein Individuum enthalten: Das ist zu schwach und zu stark:
a) zu stark: Bsp Keplers Gesetze beziehen sich auf alle Planeten aber damit auch auf ein Individuum, die Sonne.
b) zu schwach: sie ist immer noch kein Gesetz. Bsp daß alles sich auf den Erdmittelpunkt hin bewegt.
I 235
NG/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: nach unserer Ansicht hat es nichts mit ihnen zu tun, ob sie z.B. nützlich sind, oder unseren Intuitionen widersprechen. Kontrafaktisches Konditional/KoKo/NG/Hume/Bigelow/Pargetter: für den Humeaner sind KoKo zirkulär, wenn sie NG darstellen sollen. Wir selbst wenden ein KoKo auch erst an, wenn wir etwas als Gesetz anerkannt haben! Wenn wir uns fragen, ob etwas ein Gesetz ist, fragen wir uns noch nicht, ob es ein KoKo erfüllt.
I 236
HumeVsBigelow/Bigelow/Pargetter: unser modaler Ansatz für NG sei zirkulär. BigelowVsVs: das ist er nicht!
BigelowVsHume: die meisten Humeschen Theorien der NG sind selbst zirkulär, mit einer Ausnahme: die Theorie, die Lewis aus Ramsey herausliest.
Ramsey/Lewis/Bigelow/Pargetter: diese Theorie beruht auf den logischen Relationen von Gesetzen untereinander (Kohärenz).(Ramsey 1929, 1931, Lewis 1973a, Mellor 1980).
I 237
BigelowVsLewis/BigelowVsHume/Bigelow/Pargetter: Problem; wenn Theorien Mengen von Propositionen sind, dürfen Propositionen keine Mengen von möglichen Welten (MöWe) sein! Denn dann müßte die beste Theorie für eine MöWe ein Axiom sein: die Einerklasse dieser MöWe. Alle Tatsachen der Welt sind dann Theoreme des Axioms. Es gäbe nur ein einziges Gesetz für jede Welt. Keine zwei Möwe hätten ein Gesetz gemeinsam.
I 267
BigelowVsHume: ging zu weit in seiner Zurückweisung von Notwendigkeit in Gesetzen. Aber nicht weit genug in seiner Zurückweisung des Notwendigkeits-Ansatzes der Kausalität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsLewis Verschiedene Vs Humesche Supervenienz Schwarz I 114
VsHumesche Supervenienz/HS/VsLewis/Schwarz: schwerwiegender: Überlegungen, die zeigen sollen, dass nomologische und kontrafaktische Wahrheiten nicht auf der Verteilung lokaler Eigenschaften supervenieren. Angenommen, es gibt ein grundlegendes Naturgesetz, nach dem bei einem Zusammentreffen von X und Y Teilchen, stets ein Z Teilchen entsteht. Rein zufällig treffen X und Y Teilchen aber nie zusammen. Die Welt w1, in der dieses Naturgesetz (NG) existiert, sähe dann genau so aus, wie die Welt w2, in der es nicht existiert. Beide Welten stimmen in der Verteilung lokaler Eig überein. Aber sie unterscheiden sich in ihren NG und vor allem in ihren kontrafaktischen Wahrheiten. (In w1 entstünde bei einer Kollision ein Teilchen). (Tooley 1977m 669 671, 2003,§4,Armstrong 1983,§5.4,Carroll 1994,§3.1)





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Lewis Vs Inwagen, P. van
 
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V 195
Individuation/redundante Verursachung/Peter van Inwagen: These: ein Ereignis, das aktual passiert als Produkt mehrerer Ursachen, könnte nicht passiert sein, ohne das Produkt dieser Ursachen zu sein. Die Ursachen hätten auch kein anderes Ereignis zur Folge haben können. Analogie zur Individuation von Gegenständen und Menschen durch ihre kausalen Ursprünge,.
LewisVsInwagen:
1. das würde meine Analyse ruinieren, Verursachung in Begriffen von kontrafaktischer Abhängigkeit zu analysieren. ((s) Jede Abweichung wäre ein anderes Ereignis, nicht vergleichbar, keine kontrafaktischen Konditionale anwendbar). 2. es ist prima facie unplausibel: ich kann durchaus legitimerweise alternative Hypothesen aufstellen, wie ein Ereignis (oder auch ein Gegenstand oder ein Mensch) verursacht worden ist.
Aber damit setze ich voraus, dass es ein und dasselbe Ereignis gewesen wäre! Oder dass ein und dasselbe Ereignis verschiedene Effekte hätte haben können.
(Das setzt sogar Inwagen selbst voraus).
Plan/LewisVsInwagen: impliziert noch mehr Unmögliches: entweder sind meine ganzen Pläne oder Hypothesen versteckte Unmöglichkeiten, oder sie handeln gar nicht von einem bestimmten Ereignis.
- - -
V 296
Vs weicher Determinismus/VsKompatibilismus/van InwagenVsLewis: (gegen den wD, den ich vorgebe, zu vertreten): Bsp Angenommen zur reductio, dass ich hätte meine Hand heben können, obwohl der Determinismus wahr wäre.
Dann folgt aus vier Prämissen, die ich nicht leugnen kann, dass ich eine falsche Konjunktion HL hätte hervorbringen können, aus einer Proposition H über einen Zeitpunkt vor meiner Geburt und eine gewisse Proposition über ein Gesetz L.
Prämisse 5: wenn ja, dann hätte ich L falsch machen können.
Prämisse 6: aber ich hätte L nicht falsch machen können. (Widerspruch).
LewisVsInwagen: 5 und 6 sind nicht beide wahr. Welche wahr ist, hängt davon ab, was Inwagen mit "hätte falsch machen können "meint. Allerdings nicht in der Alltagssprache, sondern in Inwagens künstlicher Sprache. Aber auch da kommt es nicht darauf an, was Inwagen selbst damit meint!
Worauf es ankommt ist, ob wir dem überhaupt einen Sinn geben können, der alle Prämissen ohne Zirkularität gültig macht.
Inwagen: (mündlich) dritte Bedeutung für "hätte falsch machen können": nämlich dann und nur dann, wenn der Handelnde die Dinge so hätte arrangieren können, dass sein Tun plus die ganze Wahrheit über die Vorgeschichte zusammen die Falschheit der Proposition implizieren.
Dann sagt Prämisse 6, dass ich die Dinge nicht hätte so arrangieren können, so dass ich prädeterminiert war, sie nicht so zu arrangieren.
Lewis: es ist aber gar nicht instruktiv zu sehen, dass der weiche Determinismus die so interpretierte Prämisse 6 ablehnen muss.
V 297
Falsifikation/Handlung/Willensfreiheit/Lewis: provisorische Definition: ein Ereignis falsifiziert eine Proposition, nur dann, wenn es notwendig ist, dass wenn das Ereignis geschieht, dann die Proposition falsch ist. Aber mein Akt des Steinewerfens würde nicht selbst die Proposition falsifizieren, dass das Fenster in der Wurflinie intakt bleibt. Alles was wahr ist, ist, dass mein Akt ein anderes Ereignis hervorruft, das die Proposition falsifizieren würde.
Der Akt selbst falsifiziert kein Gesetz. Er würde nur eine Konjunktion von Vorgeschichte und Gesetz falsifizieren.
Alles was wahr ist ist, dass meinem Akt ein anderer Akt vorausgeht das Wunder und dieser falsifiziert das Gesetz.
schwach: sagen wir, ich wäre in der Lage eine Proposition im schwachen Sinne falsch zu machen gdw. ich etwas tue, die Proposition falsifiziert wäre, (aber nicht notwendig durch meinen Akt und nicht notwendig durch irgendein Ereignis, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde). (Lewis pro "Schwache These" (weicher Determinismus)).
stark: wenn die Proposition entweder durch meinen Akt selber oder durch ein Ereignis falsifiziert wird, das durch meinen Akt hervorgerufen wurde.

Inwagen/Lewis: der erste Teil seiner These steht, egal ob wir die starke oder die schwache These vertreten:
wenn ich meine Hand hätte heben können, obwohl der Determinismus wahr ist und ich sie nicht gehoben habe, dann ist es im schwachen und im starken Sinn wahr, dass ich die Konjunktion HL (Propositionen über die Vorgeschichte und die Naturgesetze) hätte falsch machen können.
Aber ich hätte die Proposition L falsch machen können im schwachen Sinn, obwohl ich sie nicht im starken sinn hätte falsch machen können.
Lewis: wenn wir den schwachen Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 6.
Wenn wir den starken Sinn vertreten, leugne ich Prämisse 5.
Inwagen: vertritt beide Prämissen, indem er analoge Fälle erwägt.
LewisVsInwagen: ich glaube, dass die Fälle nicht analog sind: sie sind Fälle, in denen der starke und der schwache Fall gar nicht divergieren:
Prämisse 6/Inwagen: er fordert uns auf, die Vorstellung zurückzuweisen, dass ein Physiker ein Teilchen schneller als das Licht beschleunigen könnte.
LewisVsInwagen: aber das trägt nichts dazu bei, die Prämisse 6 im schwachen Sinn zu stützen,
V 298
denn die zurückgewiesene Vermutung ist, dass der Physiker ein Naturgesetz im starken Sinn falsifizieren könnte. Prämisse 5/Inwagen: hier sollen wir die Vermutung zurückweisen, dass ein Reisender eine Konjunktion von Propositionen über die Vorgeschichte und einer über seine zukünftige Reise anders falsifizieren könnte, als durch Falsifikation des nichthistorischen Teils.
LewisVsInwagen: weisen Sie die Vermutung ruhig ganz zurück, das trägt nichts dazu bei, Prämisse 5 im starken Sinn zu stützen. Was würde folgen, wenn man Konjunktion derart im starken Sinn falsifizieren könnte? Dass man den nichthistorischen Teil im starken Sinn falsifizieren könnte? Das ist es, was Prämisse 5 im starken Sinn stützen würde.
Oder würde bloß folgen, (was ich denke), dass man den nichthistorischen Teil im schwachen Sinn zurückweisen könnte? Das Bsp des Reisenden hilft hier nicht, weil eine Proposition über zukünftige Reisen sowohl im schwachen als auch im starken Sinn falsifiziert werde könnte.
- - -
Schwarz I 28
Gegenstand/Lewis/Schwarz: die materiellen Dinge sind Ansammlungen oder Aggregate solcher Punkte. Aber nicht jede Ansammlung solcher Punkte ist ein materielles Ding. Bsp Alle Punktteile aller Katzen: manche liegen in Neuseeland, andere in Berlin, einige in der Gegenwart, andere im alten Ägypten. Zusammen bilden sie weder eine Katze noch sonst einen Gegenstand im üblichen Sinn.
Bsp Dasselbe gilt für das Aggregat der Teile, aus denen ich jetzt bestehe, zusammen mit den Teilen, die Hubert Humphrey zu Anfang des Jahres 1968 zusammensetzten.
Ding: was unterscheidet dann ein Ding im normalen Sinn, von solchen Aggregaten? Hinreichende Bedingungen sind schwer zu finden. Paradigmatische Gegenstände haben keine Lücken und Löcher sind von anderen abgegrenzt, und erfüllen eine Funktion. Aber nicht all Dinge sind von solcher Art. Fahrräder haben z.B. Löcher, Bikinis und der Saturn haben unzusammenhängende Teile. Was wir als Ding akzeptieren hängt im Alltag von unseren Interessen ab. Kontextabhängig: ob wir die Bsp Rückwand eines Hause oder die Stelen des Holocaust Mahnmals oder Bildschirm und Tastatur als einzelnes zählen. Aber diese Dinge verschwinden auch nicht, wenn wir sie nicht als selbständig zählen!
Gegenstand/Ding/van Inwagen: (1990b) These: Teile setzen sich nur dann zu einem Gegenstand zusammen, wenn dieser ein Lebewesen ist. Danach gibt es Menschen Fische, Katzen, aber nicht Computer, Wände und Bikinis.
Gegenstand/Ding/Lewis: bessere Antwort: zwei Fragen:
1.Unter welchen Bedingungen setzen Teile ein Ganzes zusammen? Unter allen! Für beliebige Dinge gibt es immer ein Ding, das sie zusammensetzen. (Def mereologischer Universalismus/ > Quine).
2.Welche dieser Aggregate zählen wir im Alltag als eigenständiges Ding? Dass wir einige Aggregate nicht als Alltagsdinge betrachten, heißt nicht, dass diese Aggregate nicht existieren. (Allerdings überschreiten sie die normalen Bereiche unserer normalen Quantoren). Aber diese Beschränkungen variieren von Kultur zu Kultur. Nicht die Realität ist damit kulturabhängig, sondern der jeweils beachtete Teil der Realität. (1986e, 211 213, 1991:79 81).
LewisVsvan Inwagen/Schwarz: wenn nur Lebewesen echte Gegenstände bilden können, konnte die Evolution nicht beginnen. ((s) Aber wenn es kein Problem ist zu sagen, Lebewesen sind durch Emergenz entstanden“, könnte es auch kein Problem sein, stattdessen „Gegenstände…“ zu sagen.)
LewisVsvan Inwagen: kein Kriterium für „Lebewesen“ ist so präzise, dass es einen scharfen Schnitt ziehen könnte.
Schw I 30
Lewis: für ihn ist das kein Problem: die Konventionen des Deutschen bestimmen eben nicht mit atomarer Genauigkeit, auf welche Aggregate „Lebewesen“ zutrifft. (1986e, 212) LewisVsvan Inwagen: für ihn steht diese Erklärung nicht zur Verfügung: für ihn ist die Grenze zwischen Lebewesen und Nicht Lebewesen die Grenze zwischen Existenz und Nichtexistenz. Wenn vage ist, was ein Lebewesen ist, dann ist auch Existenz vage.
Existenz/Van Inwagen: (1990b. Kap.19) These: manche Dinge sind Grenzfälle von Existenz.
LewisVsvan Inwagen: (1991,80f,1983e,212f): wenn man schon „es gibt“ gesagt hat, dann ist das Spiel schon verloren: wenn man sagt, „etwas existiert in geringerem Grade“.
Def Existenz/Lewis: heißt einfach, eins von den Dingen zu sein, die es gibt.
- - -
Schwarz I 34
zeitliche Teile/van Inwagen: (1981) lehnt zeitliche Teile grundsätzlich ab. SchwarzVsvan Inwagen: dann muss er den mereologischen Universalismus radikal beschränken oder Präsentist sein.
- - -
Schwarz I 227
Modalität/LewisVsvan Inwagen: es gibt keine substantiellen modalen Tatsachen: was für Möglichkeiten es gibt, ist nicht kontingent. Darüber kann man gar keine Information erwerben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Lewis Vs Kim, Jaegwon
 
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V 249
Wesen/Benennen/Ereignis/Lewis: man könnte denken, dass folgendes ausreicht: "das F en von A zu T". f sei die Eigenschaft, die durch das Prädikat f ausgedrückt wird,
a sei das Individuum, das durch A bezeichnet wird,
t der Zeitpunkt, denotiert durch T.
Die Bezeichnungen müssen nicht starr sein!
"Konstitutives Tripel". (Kim, "Causation, Nomic Subsumption and the Conept of Event", 1973)
Außerdem ist das Vorkommen des Ereignisses irgendwie mit der Tatsache verbunden, dass die Eigenschaft f zu dem Individuum a zu t gehört.
Eigenschaft/Frage: wie gehört eine Eigenschaft zu einem Individuum zu t? Vielleicht weil es wirklich eine Eigenschaft von Zeitschnitten ist oder eine Relation von Individuen zu Zeiten ist.
LewisVs: dann wäre es allzu einfach, ein Wesen zuzusprechen. einfach indem man ein Tripel aufstellt. D.h. dass "das F-en von A zu T" das Ereignis bezeichnet, so dass notwendig, es dann und nur dann sich ereignet, wenn f zu a zu t gehört. ((s) Bsp es regnet notwendig am Dienstag, wenn es notwendig ist, dass es Dienstag regnet).
LewisVsKim: das genügt nicht den Bedürfnissen der kontrafaktischen Analyse der Verursachung. manchmal kann ein Ereignis tatsächlich durch eine konstitutive Eigenschaft,
V 250
ein Individuum und eine Zeit wesentlich spezifiziert werden. Aber nicht im allgemeinen für Ereignisse, die wir durch Benennen bezeichnen.
Problem: wenn das Wesen zu reich ist, ist es zu fragil. Es ist schwer, es zu modifizieren, ohne es dabei zu zerstören. Es kann nirgends vorkommen, außer zu seiner konstitutiven Zeit. Unsere alltäglichen Ursachen und Wirkungen sind robuster.
((s) es wäre unverständlich, ein Individuum zu haben, was nur einmal an einer Stelle zu einer Zeit vorkommen kann, weil man keinen Sprachgebrauch dafür hätte, d.h. die Bedeutung von etwas, das nur einmal vorkommt, ist nicht festzumachen an Prädikaten, die auch anderen Dingen zukommen können, wenn diese Prädikate wesentlich nur diesem Individuum zu kommen sollen.)
- - -
Schwarz I 132
Ereignis/LewisVsKim: seine Definition: Def Ereignis/Kim: (Kim 1976): ein Tripel aus einem Ding, einem Zeitpunkt und einer Eigenschaft.
LewisVsKim: (1986f,196) das ist zu zerbrechlich:
Schw I 133
Das weist Ereignissen zu viele wesentliche Eigenschaften zu. Bsp ein Fußballspiel hätte auch ein bisschen später oder ein wenig anders ablaufen können. Oder wäre es dann ein anderes Spiel gewesen? Bennett: (1988,§23 24) intuitiv hat die Frage keinen Sinn.
Schwarz: darauf kommt es bei Lewis aber nicht an. Aber es kommt auf die Zerbrechlichkeit an, wenn es um Ursachen und Wirkungen geht:
Def Zerbrechlichkeit/Fragilität/fragil/Ereignis/Lewis/(s): ein modifiziertes Ereignis wäre nicht dasselbe sondern ein anderes). Dann Modifikation gar nicht ausdrückbar: „was wurde modifiziert?
kontrafaktische Analyse: nach ihr verursacht A B, wenn B ohne A nicht geschehen wäre. Frage: unter welchen Umständen wäre ein Ereignis noch geschehen (wenn auch anders) und unter welchen wäre es durch ein anderes ersetzt. Das wird später noch zu Problemen führen.
Ursache/Wirkung/Lewis/Schwarz: beides sind oft keine Ereignisse im intuitiven Sinn. Bsp akustische Rückkopplung: hier werden die späteren zeitlichen Teile durch die früheren verursacht. (1986f,172f). Ähnlich: Bsp die zeitlichen Teile von Personen sind durch Kausalbeziehungen verknüpft! (s.o. 2.3). Aber diese zeitlichen Teile sind keine Ereignisse im intuitiven Sinn. Auch Ursachen wie die Anwesenheit von Sauerstoff bei einer Explosion (Als Ursache ok) ist kein Ereignis im alltäglichen Sinn. (1986d,261).
Ereignis/BennettVsLewis/MellorVsLewis/Schwarz: sollte Lewis nicht besser von „Tatsachen“ sprechen? „dass p verursacht, dass q“.
Tatsache/Schwarz: wenn man sie als Klassen von Raumzeit-Regionen versteht, ist das gar keine Alternative, sondern nur eine terminologische Variante.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Fraassen Vs Kontrafakt. Konditional
 
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I 115
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Verursachung/Ursache/Lewis/Fraassen: unter gewissen Umständen ist immerhin logisch richtig: wann immer „A ist die Ursache von B“ wahr ist, ist es auch wahr, dass wenn A nicht gewesen wären, auch B nicht gewesen wäre. FraassenVsKontrafaktische Konditionale/FraassenVsLewis: Problem: Bsp Angenommen, wenn der Wecker nicht geklingelt hätte, wäre David nicht aufgewacht, das wollen wir zugestehen, aber: wenn er die Nacht vorher nicht geschlafen hätte, wäre er nicht aufgewacht!
Problem: es sollte nicht die Ursache seines Aufwachens sein, dass er schlafen gegangen ist.
Lösung/Lewis: KoKo sondert die Knoten im kausalen Netzwerk aus, während „weil“ auf spezifische Faktoren zeigt.
Relevanz: Bsp das Einschlafen ist nicht relevant für das Aufwachen zu einem bestimmten Zeitpunkt, auch wenn es eine notwendige Bedingung ist. Nicht jede notwendige Bedingung ist relevant.
kontext-abhängig/Fraassen: jede Theorie der Kausalität muss erklären, was als unwichtig ausrangiert wird. Und das geschieht eben kontext-abhängig. Das wiederum ist objektiv. So viel Kontextabhängigkeit muss immer sein,.
Problem: es gibt noch viel mehr davon, wenn wir es mit KoKo zu tun haben!
FraassenVsKoKo/FrassenVsLewis: in der Wissenschaft gibt es nichts, was KoKo mit ihrer extremen Kontext-Abhängigkeit entspricht: Wissenschaft ist nicht kontext-abhängig.
ceteris paribus/Fraassen: die Faktoren, die fixiert gehalten werden, sind im Geist des Sprechers! Sie sind sprecher-abhängig! Und es hängt vom weiteren Kontext ab. Ob das, was ich stillschweigend voraussetze, mit der Situation kollidiert oder nicht Bsp Dass das Streichholz trocken.
I 118
Bsp Danny interessiert sich für Frauen. Wäre er eine Frau, wäre er dann lesbisch? Lösung: der Inhalt von „ceteris paribus“ ist nicht nur durch den einen Satz bestimmt und die bestimmte Situation, sondern auch durch Faktoren des Kontexts.
FraassenVsKoKo: diese sind hier aber keine Lösung: wissenschaftliche Aussagen sind nicht kontext-abhängig. Daher impliziert Wissenschaft auch keine KoKo (wenn diese, wie ich glaube, kontext-abhängig sind).
KoKo/Naturgesetze/NG/Reichenbach/Goodman/Hempel: These: KoKo liefern ein objektives Kriterium dafür, was ein Gesetz ist, oder wenigstens eine gesetzesartige Aussagen. Denn nur Gesetze, nicht aber allgemeine Wahrheiten implizieren KoKo.
FraassenVsKoKo/FraassenVsGoodman: diese Idee muss umgekehrt werden: wenn Gesetze KoKo implizieren, dann, weil diese kontext-abhängig sind.
Gesetz/NG/Fraassen: der Begriff des Gesetzes zeigt nicht auf irgendeine objektive Unterscheidung in der Natur.
KoKo/Erklärung/Fraassen: dennoch glaube ich, dass KoKo für Erklärungen geeignet sind, das heißt aber, dass Erklärungen entscheidend kontext-abhängig sind.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsLewis Schwarz Vs Kontrafakt. Konditional
 
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Schwarz I 131
Ähnlichkeitskriterien/VsLewis: selbst damit wäre aber noch kontrafaktische Abhängigkeit ohne Kausalität möglich: Bsp wäre das Halteproblem lösbar, wäre die PL entscheidbar (weil kontrafaktische Konditionale mit falschem Antezedens bei Lewis immer wahr sind) aber das eine ist nicht Ursache des anderen. VsKontrafaktische Konditionale/VsKoKo: Problem: nach der bisherigen Analyse müsste auch jedes Ereignis sich selbst verursachen: wäre es nicht geschehen, dann wäre es nicht geschehen! Bsp Jaegwon Kim (1973, 1974): wäre Sokrates nicht gestorben, wäre Xanthippe nicht Witwe geworden, Bsp hätte ich den Fenstergriff nicht gedreht, hätte ich das Fenster nicht geöffnet, Bsp hätte ich nicht „rr“ geschrieben, hätte ich nicht “Larry“ geschrieben. Alles kontrafaktische Beziehungen ohne Kausalität.
Lösung/Lewis: wir müssen die Relata A und B einschränken: sie dürfen weder mathematische Wahrheiten noch miteinander identisch sein. Zulässig sind nur kontingente, nicht überlappende Einzelereignisse.
Überlappen/Schwarz: „nicht überlappend“ ist schwächer als „nicht identisch“. ((s) „Überlappend“ kann auch „nicht identisch“ sein. Das schließt aus, dass Bsp ein Fußballspiel seine erste Halbzeit verursacht.) ((s)>Hume: nur zwischen nicht identischen Ereignissen kann Kausalität wirksam sein.)
LewisVsKim: damit seien auch dessen Beispiele erledigt: Teils sind die Entitäten, die Kim betrachtet, keine Ereignisse (Bsp Xanthippe) teils ist es ein einziges Ereignis, beschrieben durch zwei Kennzeichnungen (Bsp Fenster), bzw. zwei Ereignisse, die nicht vollständig getrennt sind (Bsp Larry). (1981c, 124).

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Lewis Vs Kripke, Saul A.
 
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V 251/252
Ereignis/Kennzeichnung/Beschreiben/Benennen/Lewis: wird meist durch akzidentelle Eigenschaften spezifiziert. Auch wenn es sogar klar ist, was es bedeutete ,es durch sein Wesen zu spezifizieren. Ein Ereignis trifft z.B. auf eine Kennzeichnung zu, hätte sich aber auch ereignen können, ohne auf die Beschreibung zuzutreffen.
Def Ereignis/Lewis: ist eine Klasse, die aus einer Region dieser Welt zusammen mit verschiedenen Regionen von anderen möglichen Welten (MöWe) besteht, in denen sich das Ereignis hätte ereignen können. (Weil Ereignisse immer kontingent sind).
Was der Beschreibung in einer Region entspricht, entspricht ihr nicht in einer anderen Region (einer anderen MöWe).
Man kann nie ein vollständiges Inventar der möglichen Beschreibungen (Kennzeichnungen) eines Ereignisses erreichen.
1. künstliche Beschreibung: Bsp "das Ereignis, das im Urknall besteht wenn Essendon das Endspiel gewinnt, aber die Geburt von Calvin Coolidge, wenn nicht". "p > q, sonst r".
2. teils durch Ursache oder Wirkungen
3. durch Referenz auf den Ort in einem System von Konventionen Bsp Unterschreiben des Schecks
4. Vermischung von wesentlichen und akzidentellen Elementen: Singen, während Rom brennt. Bsp Tripel Eigenschaft, Zeit, Individuum, (s.o.).
5. Spezifikation durch einen Zeitpunkt, obwohl das Ereignis auch früher oder später hätte vorkommen können
6. obwohl Individuen wesentlich involviert sein können, können akzidentell zugehörige Individuen herausgehoben werden.
7. es kann sein, dass ein reiches Wesen eines Ereignisses darin besteht, zu schlendern, aber ein weniger fragiles (beschreibungsabhängiges) Ereignis könnte lediglich akzidentell ein Schlendern sein. (s) Und es kann unklar bleiben, ob das Ereignis nun wesentlich durch Schlendern charakterisiert ist.
8. ein Ereignis, das ein Individuum wesentlich involviert, mag gleichzeitig akzidentell ein anderes Involvieren: Bsp ein bestimmter Soldat, der zufällig zu einer bestimmten Armee gehört, Das entsprechende Ereignis kann nicht in Regionen vorkommen, wo es kein Gegenstück zu diesem Soldat gibt, wohl aber, wenn es ein GS von dem Soldaten gibt, dieses aber zu einer anderen Armee gehört.
V 253
Dann wird die Armee akzidentell involviert, über die Weise ihres Soldaten. 9. Wärme: nichtstarrer Designator (nonrigid): (LewisVsKripke):
nicht starr: was immer diese Rolle hat: was immer die und die Manifestation hervorbringt.
Bsp Wärme hätte auch etwas anderes als Molekülbewegung sein können.
Lewis: in einer MöWe, wo Wärmefluss die entsprechenden Manifestationen hervorbringt, sind heiße Dinge solche, die eine Menge Wärmefluss haben.
- - -
Schwarz I 55
Wesen/Kontextabhängigkeit/LewisVsKripke/SchwarzVsKripke: in bestimmen Kontexten können wir durchaus fragen, Bsp wie es wäre, wenn wir andere Eltern gehabt hätten oder einer anderen Art angehörten. Bsp Statue/Ton: Angenommen, Statue und Ton existieren beide genau gleich lang. Sollen wir dann sagen, dass sie es trotz ihrer materiellen Natur schaffen, stets zu selben Zeit am selben Ort zu sein? Sollen wir sagen, dass beide gleich vie wiegen, aber zusammen nicht doppelt?
Problem: wenn man sagt, dass die beiden identisch sind, bekommt man Ärger mit den modalen Eigenschaften: Bsp das Stück Lehm hätte auch ganz anders geformt sein können, die Statue aber nicht – umgekehrt:
I 56
Bsp die Staute hätte aus Gold bestehen können, aber der Ton hätte nicht aus Gold bestehen können. Gegenstück Theorie/GT/Identität: Lösung: die relevante Ähnlichkeitsrelation hängt davon ab, wie wir auf das Ding Bezug nehmen, als Statue oder als Lehm.
Gegenstück Relation: Kann (anders als Identität) nicht nur vage und variabel, sondern auch asymmetrisch und intransitiv sein. (1968,28f): Das ist die Lösung für
Def Chisholms Paradox/Schwarz: (Chisholm, 1967): Bsp Angenommen, Kripke könnte unmöglich ein Rührei sein. Aber sicher könnte er ein wenig rühreiartiger sein, wenn er ein wenige kleiner und gelber wäre! Und wäre er ein bisschen mehr so, dann könnte er auch noch mehr so sein. Und es wäre seltsam, wenn er in jener MöWe nicht wenigstens ein kleines bisschen kleiner und gelber sein könnte.
GT/Lösung: weil die GR intransitiv ist, folgt aber keineswegs, dass am Ende Kripke ein Rührei ist. Ein GS eines GS von Kripke muss nicht ein GS von Kripke sein. (1986e,246)
I 57
KripkeVs Gegenstück-Theorie/KripkeVsLewis: Bsp wenn wir sagen „Humphrey hätte die Wahl gewinnen können“ reden wir nach Lewis eben nicht von Humphrey, sondern von jemand anderem. Und nichts könnte ihm gleichgültiger sein („he couldn’t care less“). (Kripke 1980,44f). Gegenstück/GT/SchwarzVsKripke/SchwarzVsPlantinga: die beiden Einwände missverstehen Lewis: Lewis behauptet nicht, dass Humphrey die Wahl nicht hätte gewinnen können, im Gegenteil: „er hätte die Wahl gewinnen können“ steht genau für die Eigenschaft, die jemand hat, wenn eins seiner Gegenstücke die Wahl gewinnt. Diese Eigenschaft hat Humphrey, kraft seines Charakters. (1983d,42).
Eigentliches Problem: wie macht Humphrey das, dass er in der und der MöWe die Wahl gewinnt?
Plantinga: Humphrey hätte gewonnen, wenn der entsprechenden MöWe (dem Sachverhalt) die Eigenschaft des Bestehens zukäme.
Lewis/Schwarz: diese Frage hat mit den Intuitionen auf die sich Kripke und Plantinga berufen, nichts zu tun.
- - -
Schwarz I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Lösung/Lewis: seine Beschreibungstheorie der Namen erlaubt, dass Bsp „Gödel“ nur eine zentrale Komponente hat: nämlich dass Gödel am Anfang der Kausalkette steht. Damit steht die Theorie nicht mehr im Widerspruch zur Kausaltheorie der Referenz. (1984b,59,1994b,313,1997c,353f,Fn22).
((s)Vs: aber nicht die Kennzeichnung „steht am Anfang der Kausalkette“, denn das unterscheidet einen Namen nicht von irgendeinem anderen. Andererseits: „am Anfang der Gödel Kausalkette“ wäre nichtssagend.)
Referenz/LewisVsmagische Theorie der Referenz: wonach Referenz eine primitive, irreduzible Beziehung ist, (vgl. Kripke 1980,88 Fn 38), so dass wir, selbst wenn wir alle nicht semantischen Tatsachen über uns und die Welt wüssten, immer noch nicht wüssten, worauf unsere Wörter sich beziehen, nach der wir dazu spezielle Referenz o Meter bräuchten, die fundamentale semantische Tatsachen ans Licht bringen.
Wenn die magische Theorie der Referenz falsch ist, dann genügt nicht semantische Information im Prinzip, um uns zu sagen, worauf wir uns mit Bsp „Gödel“ beziehen: „wenn die Dinge so und so sind, bezieht sich „Gödel“ auf den und den“. Daraus können wir dann eine Kennzeichnung konstruieren, von der wir a priori wissen, dass sie Gödel herausgreift.
Diese Kennzeichnung wird oft indexikalische oder demonstrative Elemente enthalten, Verweise auf die wirkliche Welt.
I 224
Referenz/Theorie/Namen/Kennzeichnung/Beschreibungstheorie/LewisVsPutnam/LewisVsKripke/Schwarz: Bsp unsere Bananen Theorie sagt nicht, dass Bananen zu allen Zeiten und in allen MöWe im Supermarkt verkauft werden. Bsp unsere Gödel Theorie sagt nicht, dass Gödel in alle MöWe Gödel heißt. ((s) >Deskriptivismus). (KripkeVsLewis: doch: Namen sind starre Designatoren). LewisVsKripke: bei der Auswertung von Namen im Bereich von Temporal und Modaloperatoren muss man berücksichtigen, was in der Äußerungssituation die Kennzeichnung erfüllt, nicht in der MöWe oder in der Zeit, von der gerade die Rede ist. (1970c,87,1984b,59,1997c,356f)
I 225
A posteriori Notwendigkeit/Kripke/Schwarz: könnte es nicht sein, dass Wahrheiten über Schmerzen zwar auf physikalisch biologischen Tatsachen supervenieren und damit notwendig aus diesen folgen, dass uns diese Beziehung aber nicht a priori oder durch Begriffsanalyse zugänglich ist? Die Reduktion von Wasser auf H2O ist schließlich nicht philosophisch, sondern wissenschaftlich. Schwarz: wenn das stimmt, macht sich Lewis die Arbeit unnötig schwer. Als Physikalist müsste er nur behaupten, dass phänomenale Begriffe in nicht phänomenalem Vokabular analysierbar sind. Man könnte auch die Analyse von Naturgesetzen und Kausalität sparen. Er könnte einfach behaupten, diese Phänomene folgten notwendig a posteriori aus der Verteilung lokaler physikalischer Eigenschaften.
a posteriori notwendig/LewisVsKripke: das ist inkohärent: dass ein Satz a posteriori ist, heißt, dass man Information über die aktuelle Situation braucht, um herauszufinden, ob er wahr ist. Bsp dass Blair der tatsächliche Premierminister ist (tatsächlich eine a posteriori Notwendigkeit) muss man wissen, dass er in der aktuellen Situation Premierminister ist,
Schw I 226
was wiederum eine kontingente Tatsache ist. Wenn wir genügend Information über die ganze Welt haben, könnten wir im Prinzip a priori entnehmen, dass Blair der tatsächliche Premierminister ist. A posteriori Notwendigkeiten folgen a priori aus kontingenten Wahrheiten über die aktuelle Situation. (1994b,296f,2002b, Jackson 1998a: 56 86), s.o. 8.2)

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Verschiedene Vs Lewis, C.I. Berka I 168
Modalität/BeckerVsLewis, C.I.: Problem der unendlich vielen zusammengesetzten Modalitäten, die aus der Iteration und Komposition der Zeichen ~ (unmöglich) und (nicht) entstehen. VsLewis: sein System ist hier (anscheinend) nicht abgeschlossen.





Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsLewis Wessel Vs Lewis, C.I.
 
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System SI/CL.Lewis/Wessel: hier sind alle Axiome Tautologien und die Schlussregeln vererben den tautologischen Charakter.
Aber: p -> (q -> p) nimmt bei p = 3 und q = 3 den nichtausgezeichneten Wert 4 an, ist also nicht herleitbar und damit kein Theorem von SI:
Ebenfalls kein Theorem: ~p -> (p -> q).
Die "klassischen" Paradoxien sind vermieden, aber:
~p u p -> q und
q > ~(~p u p) ist beweisbar! ((s) andere Darstellung von Widerspruch bzw. unmöglicher Aussage)
Also:
1. Aus einem Widerspruch folgt eine beliebige Aussage
2. Eine logisch wahre Aussage folgt aus einer beliebigen. ((s) durch SI ausgeschlossen)
da in der ursprünglichen Variante von SI ein Widerspruch ~p u p als eine unmögliche Aussage definiert wurde und dessen Negation als notwendige, kann man umformulieren:
I 131
modal: 1. aus einer Unmöglichen folgt jede beliebige,
2. eine notwendige Aussage folgt aus jeder beliebigen. ((s) durch SI ausgeschlossen)
("Paradoxien der strikten Implikation").
Implikation/WesselVsLewis(Cl.): hat die Paradoxien nicht befriedigend gelöst.
Er sah zwar die Notwendigkeit eines inhaltlichen Zusammenhangs, präzisierte diesen aber nicht. (s.u.: gleiche Variablen müssen zweimal auftauchen!).
Lewis: neu: bei A > B ↔ ~(A u ~B) dürfe "A u ~B" nicht nur nicht gelten, sondern müsse unmöglich sein.
I 131
WesselVsLewis,CL.: dieser versucht, die Folgebeziehung durch modale Termini zu definieren. A -> A = def ~M(A u ~B).
1. Das ist zirkulär: eine Definition der Folgebeziehung ist nötig, um modale Termini überhaupt erst einführen zu können.
2. Die Paradoxien aus Principia Mathematica sind zwar ausgeschlossen, nicht aber die "klassischen". (Ajdukiewicz/(s) EFG bzw. wahre aus beliebiger).
3. Die strikte Implikation wird als Operator verstanden. So kann sie aber in beweisbaren Formeln der Aussagenlogik niemals vorkommen!.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsLewis Armstrong Vs Lewis, David
 
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Arm III 70
Def Naturgesetz/NG/Lewis: dann und nur dann, wenn es als Theorem (oder Axiom) in jedem der wahren deduktiven Systeme auftritt, das die beste Kombination von Einfachheit und Stärke vereinigt. Armstrong: "jedes" ist wichtig: angenommen, wir hätten L3 und L4 (s.o. Bsp), beide als Gesetze, aber beide unterstützen inkompatible kontrafaktische Konditionale.
Lewis: dann gibt es kein drittes Gesetz.
ArmstrongVsLewis: das scheint falsch.
III 71
Das geringste Übel wäre zu sagen, dass eine willkürliche Wahl getroffen werden muss, zwischen L3 oder L4 als drittem Gesetz. Der Preis dafür ist die Entdeckung, dass in einigen möglichen Situationen die Sicht von Ramsey Lewis keine nichtwillkürliche Antwort liefert. Für Lewis mag das kein Problem sein:
Gesetz/Lewis: „vager und schwieriger Begriff".
ArmstrongVsLewis: wenn man nicht die Regularitätstheorie voraussetzt, gibt es eine präzise Unterscheidung zwischen Gesetzen und Nicht Gesetzen.
Vs systematischer Ansatz/VsRamsey/VsLewis: pro: es ist, wie sie sagen, dass die Manifestationen von NG aus den Humeschen Gleichförmigkeiten herausgegriffen werden können. Aber:
Das ist keine notwendige Wahrheit. Ihr Kriterium ist nicht Teil unseres Begriffs von NG.
ArmstrongVsLewis: es ist logisch möglich, daß die Gleichförmigkeiten (GF) in einer beliebig gewählten Teilklasse Manifestationen von NG sind, während die GF in der Restklasse rein zufällige GF sind. Es ist logisch möglich, daß jede HG die Manifestation eines NG ist, daß keine eine ist, oder daß jede andere Teilklasse diese Klasse der Manifestationen von NG ist.
- - -
Schwarz I 94
Def Eigenschaften/Lewis: eine Eigenschaft zu haben, heißt, Element einer Klasse sein. ArmstrongVsLewis/Problem/Schwarz: man kann „rot“ nicht dadurch erklären, dass man sagt, dass sein Träger Element der und der Klasse ist. ((s) Entweder, es ist zirkulär, oder es verfehlt die Eigenschaft, weil der Gegenstand (Träger) auch zu anderen Klassen gehören kann. Bsp dass die Tomate rot ist, liegt nicht daran, dass sie Element der Klasse der roten Dinge ist, sondern umgekehrt.) Arm 1978a,§2,5,§2,7)
Schw I 95
LewisVsVs: Lewis will, anders als andere Vertreter der Universalientheorie, gar nicht erklären, was es heißt oder woran es liegt, dass Dinge die Eigenschaften haben, die sie haben. Erklärung/Lewis: bei richtigen Erklärungen ist von Elementschaft nicht die Rede. (1997c,1980b). Es kann aber keine allgemeine Erklärung des Habens von Eigenschaften oder von Prädikation geben! Weil in der Erklärung wieder Prädikate vorkommen müssen, wäre sie zirkulär. Daher ist „Haben einer Eigenschaft“ keine Relation. Aber mehr kann man auch nicht darüber sagen. (2002a,6,1983c:20 24,1998b,219). Bsp „A ist F“ sei generell wahr, weil A in der und der Beziehung zur Eigenschaft F steht: hier müsste „A steht in der und der Beziehung zur Eigenschaft F“ wiederum wahr sein, weil A und F in der und der Beziehung zur Relation „in der und der Beziehung stehen“ stehen usw.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Bennett Vs Lewis, David
 
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I 168
Bedeutung: Problem: was wird womit koordiniert? Lewis: stets nur Handlungen! BennettVsLewis: das deckt gewisse Risse einfach zu: Einer Äußerung eine Bedeutung zu verleihen ist übehaupt keine Handlung!
Jonathan Bennett
I Bennett Die Strategie des Bedeutungs-Nominalismus aus Meggle (Hrsg) Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Frankf/M 1979
VsLewis Block Vs Lewis, David
 
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I 188
Lewis: Schmerz kann funktional charakterisiert werden. FodorVsLewis: scheint damit auf eine Identitätstheorie funktionaler Eigenschaften festgelegt.
Meiner Ansicht nach läuft dies auf eine Identitätstheorie funktionaler Zustände hinaus.(I 213)
Lösung: Lewis: Vorschlag. nicht Konjunktion aller Banalitäten, sondern "ein Bündel davon durch eine Disjunktion von Konjunktionen der meisten von ihnen (dann macht es nichts, wenn einige verkehrt sind)."
BlockVsLewis: das kann aber das Problem der Unterscheidung (1.) verschärfen, da es Paare unterschiedlicher Mentalitäten geben kann, die in Bezug auf die meisten Banalitäten gleich sind!

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsLewis Chomsky Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 200
Sprache/Semantik/Konvention/Psychologie/Lewis/Schwarz: die Psychologie hinter den Absichten und Erwartungen interessiert Lewis eigentlich nicht. ChomskyVsLewis: leugnet den Mechanismus
LewisVsVs: das wird ihm zu Unrecht unterstellt. Er hält es nur bei gegenwärtigen Stand der Neurophysiologie für müßig, darüber zu spekulieren.
Es wäre auch möglich, dass Wesen ohne interne Grammatik die deutsche Sprache verwenden, oder dass verschiedene Sprecher des Deutschen verschiedene interne Grammatiken haben. Wir sollten uns daher nicht auf kognitive Implementierung festlegen.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Davidson Vs Lewis, David
 
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I 114
Davidson: "Konventionen und Regeln erklären die Sprache nicht, die Sprache erklärt sie." ((s) nicht klar, ob das Lewis Position ist).

Fodor/Lepore IV 84
Anmerkung W Satz/Davidson: W Sätze haben die Form und Funktion von Naturgesetzen!
25.
Sprache/DavidsonVsLewis: es ist nicht nützlich, sie als System von Konventionen zu beschreiben.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsLewis Dennett Vs Lewis, David
 
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Lanz I 299
DennettVsFodor: bestreitet Fodors Voraussetzung, daß intentionale Ausdrücke tatsächlich existierende Personenzustände bezeichnen. Dennett bestreitet damit ihr Merkmal: kausale Effizienz intentionaler Zustände.(damit auch DennettVsLewis).

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsLewis Field Vs Lewis, David
 
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I 233
Wissen/Glauben/Erklärung/Mathematik/Lewis: folglich, da Mathematik aus notwendigen Wahrheiten besteht, kann es kein Erklärungsproblem geben. FieldVsLewis: wenigstens 4 Punkte, warum das die epistemischen Bedenken nicht ausschließt:
1. nicht alle Tatsachen über das Reich der mE gelten notwendig. Aber angenommen es wäre so, dann gibt es immer noch Tatsachen über das mathematische und nicht mathematische Reich zusammen! Bsp
(A) 2 = die Zahl der Planeten die näher zur Sonne sind als die Erde
(B) für eine natürliche Zahl n gibt es eine Funktion, die die natürlichen Zahlen kleiner als n auf die Menge aller Teilchen im Universum abbildet ((s) = es gibt eine endliche Anzahl Teilchen).
(C) jenseits aller RZ Punkte gibt es eine offene Region, für die es eine 1:1 differenzierbare Abbildung
I 234
dieser Region auf eine offene Teilmenge von R4 (Raum, Quadrupel reeller Zahlen) gibt. (D) es gibt eine differenzierbare Funktion y von Raum Punkten auf reelle Zahlen, so daß der Gradient von y die Gravitationskraft auf jedes Objekt, gemessen durch die Einheitsmasse für jenes Objekt angibt.

Field: diese Tatsachen sind alle kontingent. Aber sie sind teilweise über das mathematische Reich (mE).
Erklärung/FieldVsLewis: es bleibt nun das Problem der Erklärung solcher "gemischter" Aussagen. (Bzw. der Korrelation dieser mit unseren Glaubenseinstellungen).
Lösung: man kann diese Aussagen aufteilen: ein
a) rein mathematische Komponente (ohne Referenz auf physikalische Theorien, wohl aber durch aus auf nicht. mathematische Entitäten, Bsp Mengen mit Urelementen, sonst wäre die Bedingung zu stark). Pointe. diese Komponente kann dann als "notwendig wahr" angesehen werden.
b) rein nicht mathematische Komponente (ohne Referenz auf Mathematisches).
I 235
2. FieldVsLewis: selbst im Hinblick auf rein mathematische Tatsachen ist Lewis Antwort zu einfach. notwendige Tatsachen/Mathematik: in wiefern sollen sie im Reich der Mathematik notwendig sein? Logisch notwendig sind sie nicht! Und sie können auch nicht per Definition auf logische Wahrheiten reduziert werden.
Natürlich sind sie mathematisch notwendig in dem Sinn, daß sie aus den Gesetzen der Mathematik folgen.
Bsp Gleichermaßen ist die Existenz von Elektronen physikalisch notwendig, weil sie aus den Gesetzen der Physik folgt.
FieldVsLewis: aber in diesem physikalischen Fall würde Lewis nicht von einem Pseudo Problem sprechen! Warum soll dann aber die Tatsache, daß Zahlen mathematisch notwendig existieren, ein Pseudo Problem sein?
mathematische Notwendigkeit/Field: falsche Lösung: man könnte versuchen einzuwenden, daß mathematische Notwendigkeit absolute Notwendigkeit sei, während physikalische nur eine eingeschränkte Notwendigkeit ist.
metaphysische Notwendigkeit/Field: oder man könnte behaupten, daß mathematische Aussagen
I 236
metaphysisch notwendig seien, physikalische aber nicht. FieldVs: dem kann man gar keinen Inhalt geben.
I 237
3. FieldVsLewis: dieser nimmt eine umstrittene Beziehung zwischen KoKo und Notwendigkeit an. Sicher ist es wahr, daß nichts Sinnvolles darüber gesagt werden kann, Bsp was anders wäre, wenn es die Zahl 17 nicht gäbe. Und zwar deshalb, weil das Antezedens uns keinen Hinweis darauf gibt, welche alternative Mathematik in diesem Fall als wahr angesehen werden sollte.
I 238
4. FieldVsLewis: es gibt gar keinen Grund, das Problem der Erklärung der Verläßlichkeit unseres mathematischen Glaubens in modalen oder kontrafaktischen Ausdrücken zu formulieren. - - -
II 197
Theoretische Termini/TT/Einführung/Field: TT werden normalerweise nicht einzeln, sondern im ganzen Paket eingeführt. Das ist aber kein Problem, solange man die korrelative Unbestimmtheit berücksichtigt. Man kann sagen, dass die TT zusammen als ein „Atom“ eingeführt werden. Bsp „Glauben“ und „Wunsch“ werden zusammen eingeführt.
Angenommen, beide werden in einem Organismus multipel realisiert:
Glauben: durch die Relationen B1 und B2, (zwischen dem Organismus und inneren Repräsentationen),
Wunsch: durch D1 und D2.
Während nun die Paare (B1,D1) und (B2,D2) die (term-einführende) Theorie realisieren müssen,
II 198
Müssen die Paare (B1,D2) und (B2,D1) das nicht tun. ((s) Vertauschung von Glauben und Wunsch: das Subjekt glaubt, etwas anderes werde seinen Wunsch erfüllen). FieldVsLewis: aus diesem Grund können wir seine Lösung nicht annehmen.
partielle Denotation/Lösung/Field: wir nehmen die TT zusammen als „Atom“, das als ganzes partiell denotiert.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsLewis Fodor Vs Lewis, David
 
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Block I 163
Schmerz/FodorVsLewis: wenn man sagt, Schmerzen bei Menschen und Marsmenschen sei verschieden, gibt man nicht an, aufgrund welcher Eigenschaften die beiden Schmerzen empfinden. Irgendeine Disjunktion physikalischer Zustände, die in der Geschichte des Universums Schmerz bedeutet haben, ist keine Lösung. Denn das erfaßt nicht, was die Individuen gemeinsam haben.
I 215
Schmerz/FodorVsLewis: da die Eigenschaft, den Zustand zu haben, eine funktionale Eigenschaft ist - und nicht nur eine funktional charakterisierte Eigenschaft! - ist Lewis doch auf den hier diskutierten Funktionalismus festgelegt. Schmerz/VsLewis: der hier vorgestellte Funktionalismus behauptet: ein
Zustand Z wird als Zustand mit der und der kausalen Rolle definiert, und die funktionalistische Behauptung wird zu: "Schmerz = Z".
Hier ist Z selbst ein funktionaler Zustand. (>ramseyfunktionales Korrelat).
Block I 217
FodorVsLewis: der Unterschied zu Lewis (funktionale Charakterisierung eines Zustands statt funktionaler Zustand): kann verdeutlicht werden: Bsp ein Zustandstyp sei eine bestimmte Eigenschaftsart. Nämlich der Eigenschaft, die jedes Token dieses Zustands dadurch hat, daß es ein Token dieses Typs ist.
Dann würde der Schmerzzustand mit der Eigenschaft ein Schmerz zu sein identifiziert (nicht Schmerz zu haben!). Also in Bezug auf den Schmerz und nicht auf den Organismus.
Lewis: definiert Schmerz als den Zustand, der eine bestimmte kausale Rolle hat. ("i x")
Funktionalismus/Block: Schmerz als Eigenschaft, eine bestimmte kausale Rolle zu spielen. ("lx").

Fodor/Lepore IV 107
Radikale Interpretation/RI/Lewis: durch fundamentale Prinzipien geregelt, die uns sagen, wie Glauben und Bedeutungen normalerweise aufeinander bezogen sind, sowie auf Verhalten und Sinneswahrnehmung (sensory Input).
IV 108
Diese fundamentalen Prinzipien sind nichts anderes als eine Menge Platitüden des Alltagsverstands (common sense). Bsp dass die meisten der Glaubenseinstellungen des Sprechers wahr sind.
Das kann aber nur erfüllt sein, wenn der Sprecher mehrere prop Einst hat.
Holismus/Fodor/Lepore: dann ist der Holismus aus den Bedingungen für die intentionale Zuschreibung ableitbar!
Fodor/Lepore VsLewis: (dieser könnte vielleicht zustimmen): es ist nicht klar, dass irgend etwas metaphysisch interessantes aus der Erfüllung von Bedingungen für die intentionale Zuschreibung folgt.
IV 114
Bedeutungsholismus/BH/Glauben/Fodor/Lepore: wenn nach Lewis These Glauben den Primat vor der Zuschreibung des Intentionalen hat, dann muss er selbst holistisch sein. Wenn der BH folgen soll, müßte man z.B. folgendes annehmen:
Def These vom "Primat des Glaubens"/PT/Lewis. These "Die Bedingungen der intentionalen Zuschreibung beinhalten die Bedingungen für Glaubenszuschreibung. Daher: wenn das erstere holistisch ist, muss es auch das letztere sein".
Semantischer Holismus/SH/Fodor/Lepore: wir gestehen zu, dass der semantische Holismus womöglich aus dieser These folgt. (Glaubensholismus scheint plausibel zu sein).
Primat des Glaubens/Fodor/Lepore VsLewis: die These ist so stark, dass man SH auch ohne PdN erhält. Sogar ohne irgendeine Theorie der Interpretation!
Aber wir glauben nicht, dass die These wahr ist.
RI/Lewis/Fodor/Lepore: seine Version der RI ermächtigt (endorse) nicht die These vom Primat des Glaubens (PT) und wir sagen auch nicht, dass er sie überhaupt akzeptiert (?).
Wir glauben, dass die PT nicht wahr ist.
Holismus/Lewis/Fodor/Lepore: aber wenn Lewis die Primatsthese nicht vertritt, dann sind seine Argumente für den Holismus nur beschränkt. Sie können zeigen, dass Glauben qua Glauben holistisch sind, aber nicht, dass sie holistisch sind qua intentional.
IV 121
VsLewis: die Primatsthese ist unplausibel.
IV 131
Fodor/LeporeVsDavison/VsLewis: man könnte sagen: weil die Semantik von Repräsentationen atomistisch ist folgt, dass intentionale Zuschreibung als solche nicht durch konstitutive Prinzipien wie das Rationalitätsprinzip bestimmt ist! Zu erlauben, dass irrationale prop Einst zugeschrieben werden, hieße einfach "das Thema zu wechseln". Das wären dann keine intentionalen Zustände!
D.h. wenn wir dem Sprecher Irrationales zuschreiben, ändern wir unsere Meinung über den Inhalt seiner mentalen Zustände.
Vs: 1. man könnte das stärker machen, nicht nur epistemisch, in dem man sagte, sogar Gott würde den Inhalt seiner Zuschreibung ändern, bevor er die Rationalität verletzt.
IV 132
2. Angenommen, der Punkt sei metaphysisch und nicht nur epistemisch: dennoch folgt nicht, aus dem atomistischen Zugang zur mentalen Semantik, dass das Rationalitätsprinzip bei der Zuschreibung ignoriert werden könnte. Man kann nicht gleichzeitig glauben dass p und dass nicht p.
Diese Prinzipien sind konstitutiv für Glauben. Auch für Wünsche usw.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsLewis Fraassen Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 117
Naturgesetze/NG/Theorie/van FrassenVsLewis: (1989,§3.3): 1. Lewis erklärt nicht die modale Kraft von NG: Bsp wenn „alle Fs Gs“ sind, dann müssen sie es in einem guten Sinn sein. Zeichen dafür sind kontrafaktische Konditionale, die mit NG verbunden sind (Dretske 1977,255, Armstrong 1983,§4.4 und 69f).
Schw I 118
VsLewis: 2. seine Analyse zeigt nicht, warum NG eine so große Rolle in Erklärungen spielen (Dretske 1977,262, van Fraassen 1989, §3,4, Armstrong 1983 §4.2). Kann man erklären, warum dieses F ein G ist, indem man darauf hinweist, dass alle Fs Gs sind? LewisVsVs: warum sollten die Theoreme der besten Theorien die Bedingungen nicht erfüllen? Systematische Regularitäten sind ein wichtiges Merkmal der wirklichen Welt (WiWe). Deshalb kommt Ähnlichkeit bei der Auswertung von kontrafaktischen Konditionalen besonderes Gewicht zu.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Goodman Vs Lewis, David
 
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GoodmanII Putnam Vorwort VIII
Irreale Bedingungssätze: Vieldiskutiertes Problem heute. David Lewis: hat formalistisches Schema entwickelt, daß eine Totalität von möglichen Welten voraussetzt und eine "Ähnlichkeitsmetrik" die ihre Ähnlichkeit in Graden mißt. GoodmanVsLewis: das sind keine Lösungen, die uns Prinzipien an die Hand geben, zu entscheiden, welche der MöWe der Tatsächlichen mehr oder weniger ähnlich sind.
IX
Es gibt keine "möglichen aber nicht tatsächlichen" Welten. - - -
Putnam I 198
Mögliche Welten/GoodmanVsLewis: nicht viele Welten, sondern viele Versionen unserer Welt. Sie sind korrigierbar, relativ zur jeweiligen Aufgabe, und nicht subjektiv!

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsLewis Kaplan Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 43
Mögliche Welt/MöWe/Schwarz: man kann sich MöWe vielleicht als eine Art kontingenter Erweiterung der Wirklichkeit vorstellen. >Kaplan: MöWe/Teleskop/KaplanVsLewis/Schwarz: (1979,93) für MöWe brauchen wir besondere modale Teleskope: Def „Verneoskope“ (Terminologie).auch „modale Intuition“. Damit erfahren wir vielleicht, dass es Universen mit sprechenden Eseln gibt, aber keins, wo Kripke andere Vorfahren hat. (Plantinga 1987,212, Skyrms 1976).
MöWe/LewisVsKaplan/LewisVsTeleskoptheorie: MöWe können gar nicht anders sein, als sie sind, (also nicht kontingent) sie sind nicht mit Verneoskopen erforschbar.
D. Kaplan
hier nur externe Quellen; vgl. die Angaben in den einzelnen Beiträgen.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Kripke Vs Lewis, David
 
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Lewis I 90/91
MöWe/mögliche Welt/Kripke/VsLewis/KripkeVsLewis: Wenn jemand verlangt, dass jede mögliche Welt auf rein qualitative Weise beschrieben werden muss, können wir nicht sagen "Angenommen, Nixon hätte die Wahl verloren" - wir müssen vielmehr eine Kennzeichnung anwenden: "angenommen, ein Mann, der einen Hund namens Checkers hat, der wie eine Verkörperung von David Frye aussieht, befindet sich in einer bestimmten möglichen Welt und verliert die Wahl." Ein Beispiel für diese Gegenstücktheorie (counterpart theory) ist David Lewis. MöWe/Lewis: Gegenstücke, nicht dieselben Leute - Kripke: dann geht es nicht um Identifizierung, sondern Ähnlichkeitsrelation.
KripkeVsLewis: seine MöWe sind wie fremde Länder. Streng genommen ist seine Auffassung nicht eine Auffassung der "Identifizierung über mögliche Welt hinweg". Er ist vielmehr der Meinung, dass Ähnlichkeiten, die über mögliche Welten hinweg bestehen, eine Gegenstück-Relation bestimmen, die weder symmetrisch noch transitiv zu sein braucht. Das Gegenstück ist nie identisch mit diesen Gegenstand selbst. Wenn wir sagen "Humphrey hätte die Wahl gewinnen können, wenn er was anderes getan hätte" dann reden wir also nicht über etwas, was Humphrey hätte geschehen können, sondern jemand anderem, einen "Gegenstück hätte geschehen können. KripkeVsLewis: seine Auffassung scheint mir noch bizarrer zu sein als die üblichen Begriffe der Identifizierung über mögliche Welt hinweg.
Gegenstück/Lewis: Vertreter der Theorien, dass eine mögliche Welt uns nur qualitativ gegeben ist ("Gegenstück-Theorie", David Lewis) argumentieren, dass Aristoteles, bzw. seine Gegenstücke "in anderen möglichen Welten" mit denjenigen Dingen "zu identifizieren" ist, die Aristoteles in seinen wichtigsten Eigenschaften am stärksten ähneln.
KripkeVsLewis: Aristoteles’ wichtigste Eigenschaften liegen in seinen Werken, Hitlers in seiner mörderischen politischen Rolle. Doch könnten beide gelebt haben, ohne diese Eigenschaften überhaupt gehabt zu haben. Es hängt kein logisches Schicksal über ihnen, dass es in irgendeiner Hinsicht unvermeidlich macht, dass sie die diejenigen Eigenschaften besitzen sollten, die nach unserer Ansicht wichtig für sie sind. Wichtige Eigenschaften brauchen keine wesentlichen zu sein.
I 181
Gegenstück/Lewis: qualitativ bestimmt - KripkeVs: MöWe nicht qualitativ bestimmt, sondern festgesetzt. - - -
Lewis V XIII
KripkeVsLewis: Bsp eine runde Scheibe aus homogenem Material: die Frage, ob die Scheibe sich dreht oder nicht, ist eine Eigenschaft der Welt, die nicht auf dem Arrangement von Qualitäten (AvQ) superveniert! Wir könnten zwei mögliche Welten haben, eine mit einer sich drehenden und eine mit einer ruhenden Scheibe, und das Arrangement von Qualitäten wäre genau das gleiche.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Putnam Vs Lewis, David
 
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Lanz I 291
Funktionalismus/Identitätstheorie: gemeinsam: Anerkennung kausal relevanter innerer Zustände. Aber: FunktionalismusVsIdentitätstheorie: der Stoff ist es nicht, der eine kausale Rolle für die Festlegung spielt! (PutnamVsLewis). - - -
Horwich I 437
„Elite-Klassen“/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These es gibt bestimmte Klassen von Dingen „da draußen“ (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine „natürliche Bedingung“ für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), dass möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. Das legt die Referenz unserer Ausdrücke noch nicht eindeutig fest, weil es manchmal noch andere Desiderata gibt, aber so wird die Sprache „an die Welt geknüpft“.
Löwenheim/Putnam: aus meinem (s) Löwenheim )Argument folgt, dass alle unsere Überzeugungen und Erfahrungen dieselben wären und das hat keine meiner Kritiker bestritten.
Pointe: daraus folgt, dass Lewis „natürliche Bedingungen“ nicht durch unsere Interessen hereingebracht wurden, sondern dass sie etwas sind, das mit unseren Interessen zusammenarbeitet, um Referenz zu fixieren.
LewisVsLöwenheim/Putnam: Lewis’ These läuft darauf hinaus, dass Bsp die Klasse der Katzen danach schreit, benannt zu werden, die der Katzen* aber nicht.
Referenz/PutnamVsLewis: seine Idee der Elite Klassen löst nicht das Problem der Referenz, sondern verwirrt das materialistische Bild noch, indem es etwas Spukhaftes einführt.
PutnamVsLewis: das betrifft nicht nur Referenz, sondern auch Rechtfertigung, Relationen gleichzeitiger Behauptbarkeit, (dass etwas wahr bleiben könnte, während etwas anderen nicht mehr wahr ist). Alle diese können nicht durch etwas Psychologisches fixiert werden, durch etwas „im Kopf“.
PutnamVsPhysikalismus: dieser kann nicht sagen, sie seien fixiert, ohne in mittelalterliche Redeweise von einer „eindeutigen Kausalordnung“ zurückzufallen. Der Physikalismus kann nicht sagen, wie sie fixiert wäre, ohne in mittelalterliche Rede zurückzufallen.
- - -
Schwarz I 149
„Neue Theorie der Referenz/PutnamVsLewis/KripkeVsLewis/Schwarz: haben Kripke und Putnam nicht bewiesen, dass das, worauf ein Ausdruck referiert, mit assoziierten Beschreibungen gar nichts zu tun hat? Dann könnte sein, dass wir uns mit „Schmerz“ auf einen Zustand beziehen, der gar nicht die alltagspsychologische Rolle spielt, der gar nicht durch Verletzungen usw. ausgelöst wird, sondern vielleicht die Rolle spielt, die wir irrtümlich „Freude“ zuschreiben. Dann würden Leute mit Schmerz typischerweise strahlen. Typische Ursache von Schmerz wäre die Erfüllung von Wünschen.
LewisVsPutnam: hält das für Unfug. Wenn ein Zustand die Freude Rolle spielt, handelt es sich um Freude.
- - -
Putnam III 176
Mögliche Welten/MöWe/Lewis: ich glaube auch an das, was durch zulässige um Formulierungen meiner Überzeugungen behauptet wird. Nimmt man die Umformulierung für bare Münze, glaube ich also an die Existenz von Entitäten, die man "Weisen, wie sich die Dinge hätten abspielen können" nennen könnte. Diese Entitäten nenne ich "mögliche Welten".(realistische Deutung mögliche Welten.) PutnamVsLewis: "Weise" braucht man nicht unbedingt als eine andere Welt aufzufassen.
III 177
Mögliche Welten/MöWe/David Lewis: wir wissen schon was mit unserer Welt auf sich hat, andere Welten sind Dinge von der gleichen Sorte, die sich nicht der Art nach unterscheiden, sondern nur durch die Vorgänge, die sich in ihnen abspielen. Wir nennen unserer Welt deshalb die wirkliche Welt, weil es die Welt ist, in der wir leben. MöWe/PutnamVsLewis: eine mögliche "Weise" der Weltentwicklung könne auch als eine Eigenschaft aufgefasst werden, nicht als andere Welt. Diese Eigenschaft könnte doch ein wenn auch noch so kompliziertes Merkmal, das der ganzen Welt hätte zukommen können, sein.
MöWe/PutnamVsLewis: wenn eine "Weise der möglichen Weltentwicklung" eine Eigenschaft (eine "Zustandsbeschreibung" der ganzen Welt) wäre, und der Eiffelturm eine andere Höhe hätte, dann müsste die Eigenschaft " ist eine Welt, in der der Eiffelturm 150 Meter hoch ist " aus der Eigenschaft folgen, dass der Eiffelturm in unserer Welt nicht 150 Meter hoch ist.
Lewis: behauptet, Eigenschaften müssten etwas Einfaches sein, und die Aussage, dass eine Eigenschaft aus einer anderen folgt, laufe auf die Behauptung hinaus, dass zwischen verschiedenen Einfachen eine notwendige Beziehung bestehe, und das sei, wie Lewis meint, "unverständlich". Also müssten die Eigenschaften ihrerseits als Komplexe gedeutet werden. Aber Lewis vermag nicht zu sehen, inwiefern Eigenschaften Komplexe sein könnten, wenn woraus sollten Sie zusammengesetzt sein?
III 178
PutnamVsLewis: Lewis hat hier nicht im "analytischen" Stil geantwortet. Er hat keine normalen Dinge gesagt. Ich habe keine Ahnung, was es mit dem von Lewis in Anspruch genommenen intuitiven Vorstellungen auf sich hat, warum etwas intuitiv und etwas anderes unverständlich wirkt. Das Argument, dass etwas Einfaches keine Beziehungen eingehen kann, ist nach meinem Eindruck weit davon entfernt, praktische oder spirituelle Bedeutung zu besitzen. Mir sind diese intuitiven Vorstellungen nicht nur fremd; ich habe sogar das Gefühl, nicht einmal zu verstehen, was damit gemeint ist. - - -
Putnam I 187
Kontrafaktische Konditionalsätze/KoKo/irreale Bedingungssätze/KoKo/Lewis: Vorschlag: "Ursache" anhand von irrealen Bedingungssätzen zu analysieren: "Wenn A nicht passiert wäre, wäre B nicht passiert". KoKo/PutnamVsLewis: es gibt aber Situationen, in denen es einfach nicht wahr ist, dass B nicht passiert wäre, wenn A nicht passiert wäre.
I 201
Bsp B hätte von einer anderen Ursache verursacht worden sein können. Bsp Eineiige Zwillinge: es ist so, dass beide immer die gleiche Haarfarbe haben. Aber das Haar des einen ist nicht die Ursache des anderen. Das kann Lewis nicht trennen!
Kontrafaktische Konditionalsätze/irreale Bedingungssätze/ Wahrheitsbedingungen/KoKo/Lewis/Stalnaker: Lewis folgt Stalnaker und stellt WB für irreale Bedingungssätze auf: dazu braucht er Mögliche Welten (MöWe) und ein Ähnlichkeitsmaß.
Def Wahrheitsbedingung/Lewis: "Wenn X passiert wäre, wäre Y passiert" ist genau dann wahr, wenn Y in allen naheliegendsten Welten in denen X der Fall ist, wirklich wahr ist.

PutnamVsLewis: eine Ontologie, die parallele und mögliche Welten verlangt, ist jedenfalls keine materialistische Ontologie. Außerdem hört es sich ziemlich nach Science fiction an.
I 188/189
Die Vorstellung eines intrinsischen Ähnlichkeitsmaßes also ein Maß, das sensibel dafür ist, was wir für relevant oder normal halten, ist schon wieder derart, dass die Welt wie ein Geist ist oder mit so etwas wie Vernunft getränkt. Das verlangt dann eine metaphysische Erklärung und wird damit Idealismus.
Und objektiver Idealismus kann wohl kaum "ein bisschen wahr" sein!
"Es ist alles Physik, außer, dass es jenes Ähnlichkeitsmaß gibt" macht einfach keinen Sinn!
- - -
Putnam I 189
Identität/Wesen/Essenz/Lewis: Vorschlag: die Aggregation der Moleküle und "ich" sind für eine Zeitspanne identisch, so ähnlich wie Highway 2 und Highway 16 eine Zeit lang identisch sind. VsLewis: es ist aber nicht jede Eigenschaft der Aggregation eine Eigenschaft von mir!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Quine Vs Lewis, David
 
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Willard V. O. Quine
II 15
Mögliche Welten/MöWe/Quine: Die meisten Verfahren sind körperorientiert, sie betreffen nicht den Begriff der Identität, sondern den des Körpers. Die meisten Prädikate bezeichnen Körper, leiten ihre Individuation davon her - Moment-zu-Moment-Identifikation. Das Dollarbeispiel wirkt recht forciert Wir setzen der hartnäckigen Körperfixierung unsere liberalere Ontologie der phys. Geg. entgegen. Alle Geg. bilden Werte meiner Variablen (bei Quantifikation).
II 158
Und was wären die analogen Werte in anderen Welten? Schlicht die Summen der physikalischen Geg. in allen MöWe, wobei die Bewohner unterschiedslos verbunden werden. Bsp Einer dieser Werte wäre "Napoleon mitsamt seinen Gegenstücken in anderen Welten" ein anderer bestünde aus Napoleon mitsamt diversen völlig verschiedenen unähnlichen Bewohnern anderer Welten. Daher verlangt die Quantifikation über Gegenstände quer durch MöWe keineswegs, dass wir dem Ausdruck "Gegenstück" irgendeinen Sinn abgewinnen! Ebenso wie beliebige Momentangegenstände zu verschiedenen Zeiten Zeitsegmente bilden, die nicht nur einem, sondern zahllosen zeitlich ausgedehnten Gegenstanden angehören.(QuineVsLewis).
Die Quantifikation über einen Bereich ist nicht schwieriger als über mehrere Bereiche, wenn es nicht zusätzliche Schwierigkeiten mit Bezug auf MöWe gibt.
Die gibt es in der Tat: nicht in der Quantifikation sondern in den Prädikaten.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsLewis Verschiedene Vs Lewis, David Metzinger II 274
Nida-RümelinVsLewis: dieser Einwand ist hier vom Tisch, nachdem wir gezeigt haben, daß auf der 1. Stufe (Marianna findet ein bunt möbliertes Zimmer mit z.T. falsch kolorierten Drucken vor) die Alternativen ins Blickfeld rücken, diese dann auf der 2. Stufe ausgeschlossen werden. Echtes phänomenales Wissen. ShafferVsIdentitätstheorie: sie könne nicht wahr sein, da Erlebnisse mit analytischer Notwendigkeit nicht räumlich seien, während die neuralen Ereignisse im Nervensystem stattfinden. LewisVsShaffer: das ist nicht analytisch oder sonstwie notwendig. Und neurale Ereignisse sind ebenfalls Abstrakta. Was immer sich aus Überlegungen über Erlebnisse als Argument für Nichträumlichkeit ergibt, müßte auch für neurale Ereignisse gelten. Lewis I 9 - VsLewis: es ist Unsinn, wenn man eine bloße Lautkette oder Schriftzeichenkette als einen möglichen Träger einer Bedeutung oder eines Wahrheitswertes ansieht. Bedeutung/Träger: Träger der Bedeutung sind nur einzelne Sprechakte! -LewisVsVs: Meine Behauptung ist nicht, daß Laute und Schriftzeichen Träger der Bedeutung sind, sondern, daß sie Bedeutung und Wahrheit relativ auf eine Sprache bzw. Population tragen. Ein einzelner Sprechakt kann Träger der Bedeutung sein, weil er in den meisten Fällen die in seiner jeweiligen Vollzugssituation verwendete Sprache eindeutig bestimmt. II 213 -VsLewis: Eine auf MöWe rekurrierende Bedeutungstheorie ist zirkulär. -Def MöWe/VsLewis): Der Begriff einer möglichen Welt ist selbst durch Rekurs auf semantische Termini zu erklären. MöWe sind Modelle der analytischen Sätze einer Sprache bzw. Diagramme oder Theorien solcher Modelle. -LewisVs: MöWe können nicht durch Rekurs auf semantische Termini erklärt werden. MöWe existieren und sollten nicht durch ihre sprachlichen Repräsentationen ersetzt werden. 1.Eine solche Ersetzung funktioniert nicht richtig: zwei in der repräsentierenden Sprache ununterschiedbare Welten erhalten (fälschlich) ein und dieselbe Repräsentation zugeordnet. - 2.Eine solche Ersetzung wäre auch völlig unnötig: der Begriff der MöWe ist auch für sich vollkommen verständlich. II 214 ++ - Hypostatiserung von Bedeutung II 216 - VsLewis: nicht bloß Worte, auch Dinge existieren! - VsVs: wir können eine Grammatik bilden - VsLewis: vielleicht interne Repräsentation? VsVs: bringt nichts! II 221 - Konvention mehr als Vereinbarung: die anderen müssen daran glauben! II 222 - VsLewis:Sprachkonventionen sind um nichts besser als unsere berühmt-berüchtigten obskuren alten Freunde, die Sprachregeln. II 223 VsVs: Eine Konvention der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens könnte man durchaus als eine Regel bezeichnen - VsLewis: Sprache ist nicht konventionell. LewisVs: Mag sein, daß es weniger Konventionalität gibt, als wir ursprünglich dachten. Trozdem gibt es Konventionen der Sprache-II 224 - VsLewis: Nur wer zugleich Mengentheoretiker ist, kann erwarten, daß sich die anderen an die Regularität halten. LewisVs: Ein gewöhnlicher Mensch braucht keinen Begriff von L zu besitzen, um erwarten zu können, daß die anderen wahrhaftig und vertrauensvoll in L sind. Er braucht nur Erwartungen über Handeln zu haben. II 225 - VsLewis:Verwendung von Sprache ist nahezu nie eine rationale Angelegenheit. LewisVs: Eine Handlung kann selbst dann rational und erklärbar sein, wenn sie aus Gewohnheit und ohne Gedanken getan wurde. II 226 - VsLewis: Sprache kann unmöglich auf Konventionen zurückgehen. Man kann sich unmöglich irgend wann auf alles geeinigt haben
LewisVs: Zugegeben, die erste Sprache kann unmöglich auf eine Konvention zurückgehen. II 227 - VsLewis: Bsp angenommen, ein zeitlebens isolierter Mensch könnte aufgrund seiner genialen Begabung eines Tages spontan beginnen, eine Sprache zu verwenden. LewisVs: Auch der isoliert lebende Mensch hält sich immer wieder an eine gewisse Regularität. II 227 - VsLewis: Es ist zirkulär, die Bedutung in P von Sätzen mithilfe der von den Mitgliedern von P gemachten Annahmen zu definieren.LewisVs: Es kann schon sein, aber daraus folgt nicht, daß das Machen einer Annahme als das Akzeptieren von Sätzen analysiert werden sollte. II 228 - VsLewis: Bsp Population notorischer Lügner. LewisVs: Ich bestreite, daß L in dieser Population verwendet wird! II 229 - Bsp Ironiker: diese Leute sind tatsächlich wahrhaftig in L! Sie sind jedoch nicht im wörtlichen Sinne wahrhaftig in L. D.h. sie sind wahrhaftig in einer anderen, mit L verknüpften Sprache, die wir "wörtlich-L" nennen können. II 229 -VsLewis: Wahrhaftigkeit und Vertrauen (hier nicht in L) können keine Konvention sein. LewisVs: Die Konvention ist nicht die Regularität der Wahrhaftigkeit und des Vertrauens schlechthin. Sie ist es in einer bestimmten Sprache! ihre Alternativen sind Regularitäten in anderen Sprachen! II 232 - VsLewis: Selbst Wahrhaftigkeit und Vertrauen in L können keine Konvention sein. + moralische Verpflichtung. Lewis: Eine Konvention besteht deshalb weiter, weil jeder Grund hat, sich an sie zu halten, falls dies andere tun, das ist die Verpflichtung. II 233 - VsLewis: Wieso Kommunikation, wenn die Leute aus einer Aussage auch ganz andere Schlußfolgerungen ziehen können? - VsVs ist mit meiner Theorie durchaus verträglich. Das sind dann aber keine unabhängigen Konventionen sondern Nebenprodukte. II 234 - VsLewis: nicht nur eine Sprache, sondern unendlich viele Fragmente (z.B. Interesse an Kommunikation usw.) VsVs: das ist tatsächlich so, die Sprache ist inhomogen II 235 Bsp Gebildete/Ungebildete - VsLewis: Schweigen ist keine Unwahrhaftigkeit. VsVs: richtige Erwartung von Wahrhaftigkeit, aber kein Vertrauen. II 237 - VsLewis: entweder analytisch oder nicht, kein fließender Übergang. VsVs: unscharfe Analytizität mit Hilfe gradueller Konventionalität: bezügl. der Stärke der Annahmen oder der Häufigkeit der Ausnahmen, oder Ungewissheit, ob gewisse Welten tatsächlich möglich sind. II 238/239 - VsLewis: These und Anti-These beziehen sich auf verschiedene Gegenstände: a) auf semantische (künstliche) Sprachen, b) auf Sprache als Teil der Naturgeschichte - VsVs: nein, es gibt nur eine Sprachphilosophie, Sprache und Sprachen sind komplementär. II 240





Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996
VsLewis Martin Vs Lewis, David
 
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Arm II 182
Abwesenheit/Lewis: wie Quines "Anbetrachten" nur eine facon de parler eine "happenstance of idiom". MartinVsLewis/MartinVsQuine: das muß man überhaupt nicht deontologisieren.
Anbetracht/Martin: ("sake"): ist der angenommene Nutzen von etwas, durch Instantiation eines Zustands oder einer Bedingung durch eine Aktion oder Unterlassen. Es genügt, daß wir ungefähr wissen, nach was in der Welt wir Ausschau halten sollen, wenn von "Anbetracht" die Rede ist. Auch wenn meistens herauskommt, daß es in Begriffen der theoretischen Physik nicht darstellbar (zu vervollständigen) ist. Aber auf der Ebene, wo wir über die beobachtbare Welt reden ist solche Vollständigkeit unnötig.
Abwesenheit/Löcher/MartinVsLewis: auch hier ist eine Deontologisierung überflüssig.
Lösung: statt "wie die Dinge sind" sollte man besser sagen: "Wie die Welt ist" oder "Wie es ist" entweder zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, oder auch ganz allgemein. Dann werden "Dinge" gar nicht erwähnt.

Arm II 183
MartinVsLewis: aber der Satz "Es gibt keine Falschmacher für "es gibt keine arktischen Pinguine"" ist genauso ein negativer Existenzsatz. Lösung/Martin: es ist kein negativer Existenzsatz über Dinge, sondern es geht um einen Zustand einer Raumzeit Region. Der Satz über die Abwesenheit von Falschmachern braucht einen Satz über einen Weltzustand als Wahrmacher.
Problem: und zwar genauso wie "Es gibt keine arktischen Pinguine". Daher kann er auch nicht gebraucht werden, um zu zeigen, dass der letztere Satz keinen Zustand als Wahrmacher braucht.
II 186
Leere/Abwesenheit/MartinVsLewis: dieser will immer den Doughnut ansehen und nicht das Loch. Das kann man aber durchaus konkreter fassen: Bsp wenn wir ein Hemd ohne Flecken aussuchen, dann halten wir nicht nach dem reinen Nichts Ausschau, sondern nach der Abwesenheit von Flecken.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsLewis Bigelow Vs Lewis, David
 
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I 91
perfekt natürliche Eigenschaft/BigelowVsLewis: auch das ist schwarze Magie, wenn solche Klassen heterogenen Klassen gegenübergestellt werden, unsere Theorie der Universalien vermeidet sie.
I 192
Mögliche Welten/MöWe/Lewis/BigelowVsLewis: Problem: es ist verwunderlich, daß solche Teile dann zumindest einen zeitlichen Teil gemeinsam haben müßten. (s.o.) Bsp angenommen, wir treffen Jane aus einem anderen Teil derselben MöWe. Betrachten wir das
Kontrafaktisches Konditional/KoKo: wenn wir Jane nicht getroffen hätten, hätte sie nicht existiert.
BigelowVsLewis: nach ihm muß das wahr sein
Bigelow/Pargetter: nach uns ist es klarerweise falsch. Es muß daher mindestens eine MöWe geben, in der Jane existiert und wir sie nicht treffen. Und diese Möwe muß uns dann alle Jane und uns enthalten, obwohl es keine Verbindung zwischen uns gibt.
I 197
Repräsentation/Bigelow VsLewis: Bsp AG es gibt Zwillinge in der wirklichen Welt (WiWe), Dum und Dee , die absolut identisch sind, aber hätten anders sein können. D.h. daß es in anderen Möwe Zwillinge Tee Dum und Tee Dee gibt, die sich stärker voneinander unterscheiden, aber mit unseren hinreichend ähnlich sind, um als GS durchzugehen. Dann ist es möglich, daß ein GS, z.B. Tee Dum Dum ähnlicher ist, als Tee Dee Dee ähnlich ist.
Lewis: seine Theorie impliziert, daß von den nichtaktualen Zwillingen Tee Dee ähnlicher ist, und also Dees GS ist, was wir auch hoffen.
Problem: Tee Dee ist ebenfalls näher an Dum als jeder seiner Weltgefährten, so daß auch er ein GS von Dum ist. Tee Dee ist GS von beiden, Dee und Dum, und Tee Dum ist Gs von keinem von beiden! Und daßTee Dum kein Gs sein kann, liegt an Eigenschaften seines Bruders und hat nichts mit seinen eigenen intrinsischen Eigenschaften zu tun.
BigelowVsLewis: dennoch ist es nicht plausibel das zu sagen, denn das ist äquivalent mit der modalen Aussage, daß einer der Zwillinge nicht hätte anders sein können, wenn nicht auch der andere anders gewesen wäre. Das ist inakzeptabel.
I 199
Rivalentheorie/VsLewis/Bigelow/Pargetter: die Rivalentheorie behauptet, These: daß die Gegenstücke doch numerisch identisch mit dem entsprechenden Individuum in der WiWe sind. Die Rivalentheorie gebraucht die Relation der numerischen Identität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsLewis Blackburn Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 57
Gegenstück/GS/RosenVsLewis/BlackburnVsLewis: die Gegenstücktheorie macht aus unserer emotionalen Verbundenheit mit kontrafaktischen Tatsachen ein Rätsel. Warum sollten wir uns darum sorgen, was anderen Leuten in anderen Universen geschieht? LewisVsVs/Schwarz: warum sollten wir uns um die Elemente maximal konsistenter Satzmengen oder die kontrafaktischen Eigenschaften abstrakter Sachverhalte sorgen?
Kontrafaktisches/Bennett/Schwarz: ein Grund, warum das K uns interessiert, ist, dass wir zukünftige Fehler vermeiden wollen. (Bennett, 1988,62).
Existenz/SchwarzVsLewis: ungenaue Formulierung: für Lewis existiert Humphrey nur in der WiWe, aber in einem weiteren Sinn – als GS – existiert er natürlich in vielen möglichen Welten (MöWe).
KripkeVsLewis/PlantingaVsLewis: bestreiten, dass es MöWe gibt, die Humphrey als echten Teil enthalten.
Kris McDaniel/Schwarz: ist der einzige, der je behauptet hat, dass die MöWe z.B. Humphrey als echten raumzeitlichen Teil enthalten. (2004).

Blckbu I
S. Blackburn
Spreading the Word : Groundings in the Philosophy of Language Oxford 1984

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Avramides Vs Lewis, David
 
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Avra I 28
VsLewis: es ist sinnlos zu sagen, daß Geräusche Wahrheitsbedingungen (WB) haben. LewisVsVs: ich sage nicht, daß Geräuschketten oder Zeichen selbst WB haben, ich sage, sie haben Bedeutung oder WB relativ zu einer Sprache. (> Lewis 1983c,S.173)

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsLewis Schiffer Vs Lewis, David
 
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Stephen Schiffer
I 30
covering law/Lösung/Lewis: sie sind in den Zuschreibung von einzelnen Glauben impliziert, wobei der Mechanismus dieser Implikation durch die Definition von Glauben und Wünschen aufgedeckt wird, in Bezug auf die Volkspsychologie. covering law/SchifferVsLewis: ich glaube immer noch, dass wir die covering laws nicht finden können. Dann kann das entsprechende Erklärungsmodell auch nicht korrekt sein.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsLewis Peacocke Vs Lewis, David
 
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EMD II 169
Lewis: Chomsky: These: es könnte sein, daß wir weit weniger Konventionen haben als man annimmt. Aber solange es wenigstens zwei mögliche menschliche Sprachen gibt, muss es eine Konvention geben, nach der die Wahl erklärt wird. PeacockeVsLewis: das ist komisch: in dem Grenzfall, wo es keine andere ebenso reiche Sprache gibt, kann diese Tatsache verhindern, daß eine mögliche Sprache die aktuale Sprache wäre?
Dann könnte es scheinen, als wäre es eine Frage der Konvention, ob L1 eine aktuale Sprache von P1 ist, aber keine Frage der Konvention, ob L2 eine aktuale Sprache von P2 ist.
Ipso facto ist die aktuale Sprachrelation (s.o.II165, Anwendung auf die Welt) nicht in Begriffen von Konvention analysiert.
II 187
Wahrheit/aktuale Sprache/Peacocke: aber den Wahrheitsbegriff der nur auf die Sprache bezogen ist "wahr in L" können wir (anders als den allgemeinen W Begriff) jemandem durch totale Rekursion vermitteln: wir können seinen Gebrauch trainieren (wie Gewinnen). Dazu müssen wir den allgemeinen Wahrheitsbegriff (bei ihm) nicht voraussetzen. (Anwendungsbedingungen) Dabei ist kein bestimmter Anfangspunkt erforderlich, es ist nur notwendig, dass man irgendwo anfängt.
PeacockeVsLewis: (Konventionen) diesen gegenwärtigen Punkt vermeidet dieser, aber zu dem Preis, daß er eine Quantifikation über mögliche Welten einführen muss oder wenigstens Bedingungen oder Propositionen.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsLewis Montague Vs Lewis, David
 
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I 10
Erlebnis: nicht identisch mit der Eigenschaft, die man jemandem dadurch zu spricht, dass man sagt, er habe dieses Erlebnis. Erlebnis: derjenige Zustand, der eine gewisse definierende kausale Rolle innehat.
Eigenschaft: eben die Eigenschaft, sich in dem Zustand zu befinden.
Bsp Schmerzen sind nicht identisch mit der Eigenschaft, Schmerzen zu haben! »Schmerz« ist ein kontingenter Name., das heißt, der hat in verschiedenen möglichen Welten verschiedene Denotationen. (Nicht starr).
»Die Eigenschaft, Schmerzen zu haben«, ist demgegenüber ein nicht kontingenter Name. (Starr, in jeder möglichen Welt das gleiche).( I 11 +: MontagueVsLewis, LewisVsMontague).
VsLewis Stalnaker Vs Lewis, David
 
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Bigelow I 117
StalnakerVsLewis: (1968, 1981) verteidigt den konditionalen Satz vom ausgeschlossenen Dritten gegen Lewis. - - -
Lewis V 183
"versteckte Eigenschaft"/LewisVs: "Mein Opponent": denkt dass keine echte Wschk sondern eine "gefälschte" Wahrscheinlichkeit (Wschk) im Spiel ist. (s.o) Bsp 88%,3%). (s) Eine "vorgegebene Variante" die dann in Kraft tritt, wenn c ausgeschieden ist. Lewis: wenn das stimmt, dann wäre es ja ok, dann wäre e also irgendwie vorbestimmt. Für das kontrafaktische Konditional (KoKo) wäre es sozusagen einfacher.
LewisVs: wir müssen aber dennoch echte Wschk annehmen.
Opponent: klingt wie Stalnaker wenn er sagt: entweder e wäre mit c passiert oder ohne c. Aber seine Position ist nicht dieselbe, obwohl er dieselbe Disjunktion von KoKo akzeptiert und Stalnakers Verteidigungen nützt ihm nichts.
Opponent: denkt dass es zwei relevante Weisen gibt, wie die Welt sein könnte eine würde ein KoKo wahr machen, die andere Weise das andere. So ist die Disjunktion auf jedenfalls wahr.
StalnakerVs: (Lewis pro): es gibt nur eine relevante Weise, wie die Welt ist und sie macht keins der KoKo definitiv wahr oder falsch.
Ontologie/Semantik/StalnakerVsLewis: die beiden KoKo sind wahr oder falsch relativ zu alternativen arbiträren Auflösungen einer semantischen Unbestimmtheit. ((s) Semantische Annahmen sollen ontologische Annahmen überflüssig machen).
V 184
Was bewirkt, dass die KoKo die Wahrheit nicht bestimmen, ist, dass verschiedene Lösungen verschiedene Wege gehen. Aber jede Lösung macht die eine oder die andere wahr, so ist die Disjunktion bestimmt wahr, trotz der komplemäntären Unbestimmtheit der Disjunkte. Diese angebliche semantischen Unbestimmtheit ist keine echte Eigenschaft der Welt.
Stalnaker differiert mit mir in einer kleinen semantischen Frage, mit meinem Opponenten in einer großen ontologischen Frage.
- - -
Schwarz I 60
Gegenstück/GS/Gegenstücktheorie//GT/GR/Gegenstückrelation/StalnakerVsLewis: wenn man ohnehin fast beliebige Relationen als GR zulässt, könnte man auch nicht qualitativen Beziehungen verwenden. (Stalnaker 1987a): dann kann man GS mit dem Haecceitismus versöhnen: wenn man sich daran stößt, dass bei Lewis (x)(y)(x = y > N(x = y) falsch ist, (Lewis pro kontingente Identität, s.o.) kann man auch festlegen, dass ein Ding stets nur ein GS pro möglicher Welt (MöWe) hat. Stalnaker/Schwarz: das geht nicht mit qualitativen GR, da immer denkbar ist, dass mehrere Dinge – Bsp in einer völlig symmetrischen Welt – einem dritten Ding in einer anderen MöWe genau gleich ähnlich sind.
LewisVsStalnaker: Vs nicht qualitative GR: alle Wahrheiten einschließlich modaler Wahrheiten sollen darauf beruhen, was für Dinge es gibt, (in WiWe und MöWe) und welche (qualitativen) Eigenschaften sie haben (>“Mosaik“).

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Plantinga Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 168
Inhalt/Proposition/TraditionVsLewis/PlantingaVsLewis/Schwarz: diese Konstruktion erfüllt nicht alle traditionellen Forderungen an Propositionen und Inhalt: (Plantinga 1987,208f): wir müssen in einer interessanten Beziehung zum Gegenstand stehen (Bekanntschaft oder Erfassen) Gehalt muss direkt kausal in Handlungen verwickelt sein. Das tun Klassen von möglichen Situationen nicht. Lewis(1983b,375 Fn 2) vergleicht sie mit Zahlen bei der Angabe physikalischer Größen.

Plant I
A. Plantinga
The Nature of Necessity (Clarendon Library of Logic and Philosophy) Revised ed. Edition 1979

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Simons Vs Lewis, David
 
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I 282
Ereignis/Mögliche Welten/MöWe/SimonsVsLewis: es scheint zu restriktiv, dass ein Ereignis nicht in mehreren MöWe vorkommen können sollte. Die Identität von MöWe hängt von allem ab, was existiert, und in ihnen vorkommt,
I 282
Und wir können uns aber Bsp zwei MöWe vorstellen, die exakt gleich sind im Hinblick auf ein bestimmtes Ereignis und dessen kausale Vorläufer, die aber in Bezug auf etwas kausal von diesem Ereignis völlig unabhängigem differieren. Zeit/MöWe/SimonsVsLewis: es könnte auch zwei MöWe geben, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt völlig gleich sind, später aber divergieren. Dann gibt es keinen Grund, die Identität der Ereignisse bis zu diesem Zeitpunkt zu leugnen.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsLewis Castaneda Vs Lewis, David
 
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Frank I 329
Proposition/Glauben/Selbstzuschreibung/CastanedaVsAttributionstheorie/CastanedaVsLewis: 1. definiert Lewis die Glaubensobjekte extensional (aus Mengen).
Das verletzt Castanedas zweite Intensionalitätsbedingung für die Objekte von intentionalen Eistellungen. (s.o.).
Mögliche Welten (MöWe) sind aufgrund ihrer unendlichen Extension (unendlich viele mögliche Aspekte) ungeeignet als primäre Objekte des Glaubens und
Eigenschaften lassen sich nicht durch Mengen von Objekten individuieren, weil die Mengenbildung die Prädikation von Eigenschaften bereits voraussetzt. (>Individuation).
2. Lewis’ These, dass Selbstzuschreibung nur durch ein nicht propositionales Wissen zu erklären sei, hängt von der Prämisse ab, dass es keine indexikalischen oder auf Privates bezogenen Propositionen geben könnte.
CastanedaVsLewis: dafür fehlt aber eine überzeugende Begründung.
MöWe/CastanedaVsLewis: hält es für denkbar, dass eine mögliche Welt nicht nur aus öffentlichen physikalischen Objekten besteht, sondern auch subjektive Referenten wie Ich Gestaltungen und indexikalische Gestaltungen enthält.
Diese Welt könnte dann auch ihre jeweils subjektiv gefärbten weisen der Gegebenheit (Intension) mit umfassen. Dann wäre ein Subjekt, das alle Propositionen kennt, auch in der Lage, seine eigenen Position zu erkennen. (propositionales Wissen).
I 356
propostionales Wissen/Lewis: Bsp "Zwei Götter": (leicht gekürzte Originalstelle): weil sie jede Proposition kennen, sind sie allwissend.
Doch kann ich mir vorstellen, dass sie an einer Unwissenheit leiden: keiner von beiden weiß, welcher er ist.
..es gibt nicht mehr zu wissen, sie würden sich bloß mehr von den Eigenschaften, die sie besitzen, selbst zuschreiben.
er hat diese Eigenschaft und sein Weltgenosse hat sie nicht, also ist das Selbstzuschreiben dieser Eigenschaft nicht davon abhängig, dass er weiß, welches seine Welt ist.
These: manchmal finden sich Eigenschaftsobjekte, während propositionale Objekte nicht zur Verfügung stehen,. Manches Glauben und manches Wissen kann nicht als propositional verstanden werden, aber kann als Selbstzuschreibung von Eigenschaften verstanden werden,.
CastanedaVsLewis: das hängt von dem relevanten Sinn ab, den man mit "Eigenschaft" und "Proposition" verbindet.
Deshalb definiert er diese in seinem Sinne, und schafft damit kontraintuitive Prämissen…+…
I 358
6. CastandedaVsLewis: dass Wahrnehmungs Wissen nicht propositional sei, gilt auch nicht ohne weiteres. In dem Maße, wie demonstrative Bezugnahmen stattfinden, geht es um die Frage, ob MöWe flüchtige und private Einzeldinge enthalten. 7. die Idee, dass Iche, Jetzte und Dieses Gegenstände privaten Wissens sind, ist begründet.
CastanedaVsLewis: aber sie müssen nicht unausdrückbar sein!
Die Funktion von Quasi Indikatoren ist es gerade, mittels interpersoneller und nichtflüchtiger Bezugnahmen die indexikalischen Bezugnahmen anderer Personen einzufangen.

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsLewis Jackson Vs Lewis, David
 
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V 152
indikatives Konditional/iK/indikativisches Konditional/indicative conditional/JacksonVsLewis: bessere Theorie (Lewis pro): beide Theorien haben gemeinsam: 1. das iK hat die Wahrheitsbedingungen (WB) des wahrheitsfunktionalen Konditionals A > C.
2. dennoch geht die Behauptbarkeit mit der konditionalen subjektiven Wahrscheinlichkeit (Wschk)
3. es gibt eine Diskrepanz zwischen wahrheits- und behauptbarkeitserhaltenden Inferenzen die indikative Konditionale involvieren.
V 152/153
4. unsere Intuitionen über gültiges Schließen mit Konditionalen lassen sich auf die Konditionale anwenden, aber sind damit auch magere Beweise für Gültigkeit. 5. die Diskrepanz zwischen der Behauptbarkeit von P(C I A) und der Wschk der Wahrheit von P(A > C) liegt an der einen oder anderen Griceschen Implikatur.
6. der richtige Zugang zu dieser Implikatur muss von der Prämisse ausgehen, dass das Konditional die WB des (wahrheitsfunktionalen) A > C (Hufeisen) hat.
V 154
Lewis These: "Behaupte das Stärkere" Theorie für die konditionale Wschk. Jackson These: "Implikatur der Robustheit" Theorie für die konditionale Wschk. Pro:
JacksonVsLewis: Bsp "Fred wird nicht lernen und selbst wenn, wird er durchfallen". Wenn (nach Lewis) hier das Konditional nur behauptbar ist, wenn das Antezedens nicht geleugnet werden kann, wie kann es dann sein, dass dennoch beides zusammen behauptet wird?
Erklärung: das Antezedens wird wegen der Robustheit hinzugefügt. Selbst wenn du glaubst, dass ich mich irren, wenn ich meine, dass Fred nicht lernt, kannst du immer noch wie ich glauben, dass er durchfallen wird. Lewis pro.

Jack I
F. C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000
VsLewis Benacerraf Vs Lewis, David
 
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IV 201
Bedeutung/BenacerrafVsLewis: es sieht so aus, als hätten wir zu willkürlich gewählt. Wie kann man überhaupt bei Bedeutungen wählen? Sie sind einfach Bedeutungen! Das ist ein grundsätzlicher Einwand gegen mengentheoretische Ansätze.
Lewis: wenn einen das stört kann man auch annehmen, dass Bedeutungen sui generis sind.

Bena I
P. Benacerraf
Philosophy of Mathematics 2ed: Selected Readings Cambridge 1984
VsLewis Perry Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 170
mentaler Gehalt/Inhalt/Perspektive/PerryVsLewis/Schwarz: einige Autoren wollen die Perspektive aus dem Gehalt heraus halten: (Perry 1977): These: perspektivische Unterschiede in der Weise des Gegebenseins ansiedeln: Bsp Fred in Kuala Lumpur, ich in Berlin: unser Gehalt ist derselbe: dass es am 12. August 2005 in Berlin regnet, der Gehalt ist aber verschieden gegeben, das erklärt die unterschiedlichen Verhaltenskonsequenzen. Def Gegebenheitsweise/Perry/Schwarz: ist die Funktion, die jeder Situation die Klasse der Welten zuweist, in denen es an Ort und Zeit der Situation regnet.
LewisVsPerry: das macht keinen Unterschied (1989b,74,Fn 9). Gehalt ist einfach die Klasse der Situationen, denen eine wahre Proposition zugewiesen wird.
Perspektive/Lewis: umgekehrt kann man aber aus Lewis’ Gehalt die nicht perspektivische Proposition nicht mehr rekonstruieren.
Perry: hat also eine zusätzliche Gehaltskomponente.
Lewis: diese wird bei ihm nicht gebraucht.
Perspektive/unzentrierte Welt/Perry/Schwarz: Perry hat andere Aufgaben im Sinn: die unzentrierte Gehaltskomponente soll bei der Semantik von Glaubenssätzen helfen und erklären, warum Fred und ich intuitiv dasselbe glauben..
LewisVsPerry: bezweifelt, dass das geht: Semantik: was unsere Intuitionen über "dasselbe meinen" angeht, sind viel vager und komplizierter. Bsp es gibt einen guten Sinn, in dem Fred und ich dasselbe meinen, wenn er glaubt, dass es bei ihm regnet! Bsp "Ich wünschte, es würde regnen" – "Das wünsche ich mir auch". Dazu genügen Klassen möglicher Situationen.
- - -
Stalnaker I 255
Def Glauben/Überzeugung/Selbst//Stalnaker: eine Überzeugung mit einer gegebenen Eigenschaft zu haben heißt, sich diese Eigenschaft selbst zuzuschreiben. Glauben/Lewis: (nicht auf das Selbst bezogen): glauben, dass φ, (wobei φ eine Proposition ist) = sich die Eigenschaft zuschreiben in einer möglichen Welt (MöWe) zu leben, in der φ.
Selbst/semantische Diagnose/PerryVsLewis/Stalnaker: liefert keinen Inhalt einer Selbstzuschreibung, sondern unterscheidet Glaubensinhalt von Glaubenszustand.
Relativierte Proposition/Perry: klassifizieren Glaubende: wir haben denselben Glaubenszustand gemeinsam, wenn wir beide den glauben haben Bsp "ich bin Philosoph". Das korrespondiert Mengen zentrierter MöWe.

Perr I
J. R. Perry
Identity, Personal Identity, and the Self 2002

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Schwarz Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 31
personale Identität/SchwarzVsLewis: sein Kriterium ist nicht präzise und liefert in interessanten Fällen keine Antwort. Bsp Kontinuität nach Gehirnoperation usw. Aber das will Lewis auch nicht. Unser (vager) Alltagsbegriff soll nur explizit gemacht werden. Beamen/Teleportation/Verdopplung/Lewis: das alles wird von seiner Theorie erlaubt.
- - -
Schwarz I 60
Identität/Lewis/zentrierte Welt/MöWe/Schwarz: mein Wunsch, jemand anderer zu sein, bezieht sich vielleicht nicht auf die ganze Welt, sondern nur auf meine Lage in der Welt. Bsp Zwillingserde/Schwarz: einer von beiden Planeten wird morgen gesprengt, den beiden Möglichkeiten (dass wir auf dem einen oder dem anderen sind) entsprechen aber nicht zwei MöWe! Detailkenntnis würde nicht helfen herauszufinden, wo wir sind, da beide gleich sind. ((s) also keine „zentrierte Welt“). Eigentlich wollen wir wissen, wo wir selbst uns in dieser Welt befinden. (1979a,1983b,1986e:231 233).
SchwarzVsLewis: sagt zu wenig über diese perspektivischen Möglichkeiten. Es reicht hier nicht, mehrere Gegenstücke (GS) in einer Welt zuzulassen. Es sollte nicht nur möglich sein, dass Humphrey genauso ist wie der tatsächliche Nixon, er sollte auch abweichen dürfen. Humphrey darf also kein GS von sich selbst sein. (>irreflexive GR, >S.u. Abschnitt 9.2. „doxastische GS“.
Ähnlichkeitsrelation. Egal welche Aspekte man beton: Nixon wird Humphrey nie ähnlicher sein als er sich selbst.
- - -
Schwarz I 100
fundamentale Eigenschaften/SchwarzVsLewis: dieser scheint zu schwanken, ob er die fE zur begrifflichen Basis für die Reduktion aller Prädikate und letztlich aller Wahrheiten bilden sollen, oder nur eine metaphysische Basis, auf der alle Wahrheiten supervenieren. (>Supervenienz, Reduktion). - - -
Schwarz I 102
Natürlichkeit/natürlich/Eigenschaft/Inhalt/Lewis: der tatsächliche Gehalt ist dann der natürlichste Kandidat, der zum Verhalten passt. „giftig“ ist keine perfekt natürliche Eigenschaft (PnE), aber natürlicher als „weiter als 3,78 Lichtjahre entfernt“ und gesund und weniger entfernt und giftig“. Natürlichkeit/Maß/Lewis: (1986e:, 61,63,67 1984b: 66): die Natürlichkeit einer Eigenschaft ist durch die Komplexität oder Länge ihrer Definition durch perfekt natürliche Eigenschaften bestimmt.
PnE: sind immer intrinsisch und alle ihre Booleschen Kombinationen bleiben es.
Problem: extrinsische Eigenschafen drohen, unnatürlich zu wirken. Außerdem wäre Bsp „Rot oder Frühstück“ viel komplizierter zu erklären, als Bsp „Hat Ladung –1 oder eine Masse, dessen Wert in kg eine Primzahl ist. (Obwohl sie nach der Definition unnatürlicher zu sein scheint).
Natürlichkeit/Eigenschaft/Lewis: (1983c,49): eine Eigenschaft ist um so natürlicher, je mehr sie wohlumgrenzten Dingen zukommt. Vs: dann ist Bsp „Wolke“ weniger natürlich als Bsp „Tisch in der Umgebung eines Kernkraftwerks oder Uhr, die 7:23 anzeigt“.
Schw I 103
Natürlichkeit/Eigenschaften/Lewis: (1983c:,13f): Natürlichkeit könnte auf Ähnlichkeit zwischen Eigenschaften zurückgeführt werden: Bsp eine Klasse ist umso natürlicher, je mehr die Eigenschaften ihrer Elemente sich ähneln. Ähnlichkeit: Lewis verweist auf Armstrong: Ähnlichkeit zwischen Universalien 1978b,§16.2,§21, 1989b: §5.111997 §4.1). Letztlich LewisVs.
Natürlichkeit/Lewis/Schwarz: (2001a:§4,§6): schlägt Test für Natürlichkeit vor, der auf Ähnlichkeit zwischen Einzeldingen beruht.: Koordinatensystem: „intrinsische“ und „extrinsische“ Achse. Eine Eigenschaft ist dann um so natürlicher, je dichter und kompakter die entsprechende Region ist.
Problem: 1. das setzt graduelle Ähnlichkeit voraus und kann daher auch nicht gut zur Definition gradueller Natürlichkeit verwendet werden.
2. die pnE kommen ziemlich unnatürlich heraus, denn die Instanzen gleichen einander oft nicht stark. Bsp wenn eine bestimmte Masse Eigenschaft perfekt natürlich ist, dann bilden alle Dinge mit dieser Masse eine perfekt natürliche Klasse, egal wie unähnlich sie einander sind.
SchwarzVsLewis: er zeigt Unterscheidungen zwischen natürlichen und weniger natürlichen Eigenschaften in verschiedenen Bereichen, zeigt aber nicht, dass die Unterscheidung immer dieselbe ist.
Natürlichkeit/SchwarzVsLewis: könnte auch von Interessen und biologischer Ausprägung abhängen. Und dennoch können die verschiedenen Arten von Natürlichkeit auf verschiedene Weise – durch perfekte Natürlichkeit bestimmt sein. Das heißt aber nicht viel, weil bei Lewis alles per definitionem durch die Verteilung der pnE bestimmt ist. ((s) > Mosaik).
Schwarz I 122
Natürlichkeit/SchwarzVsLewis: nicht sinnvoll anzunehmen, sie sei objektiv, unabhängig davon, wie natürlich sie uns erscheint. Lewis hat objektive Natürlichkeit als metaphysische Grundlage für qualitative, intrinsische Ähnlichkeit und Verschiedenheit eingeführt, dafür dass manche Dinge sich gleichen wie Eier und andere nicht. (s.o. 5.2). Intrinsische Ähnlichkeit: sowie qualitativer Charakter und Duplikation: diese Begriffe sollen nach Lewis unsere vertrauten Begriffe sein.
SchwarzVsLewis: wenn objektive Natürlichkeit aber zur Unterscheidung unserer Meinungen über Ähnlichkeit zu erklären, kann man nicht mehr sinnvoll in Frage stellen, ob die Unterscheidung eben dies leistet.
Also: zwar gibt es mögliche Wesen (oder Welten) deren Prädikate relativ unnatürliche Eigenschaften ausdrücken und sich deshalb über Naturgesetze irren, ohne dass sie den Irrtum entdecken können. Doch wir können a priori sicher sein, dass wir nicht zu ihnen gehören (!).
Problem: die anderen Wesen können ihrerseits glauben, a priori sicher zu sein, dass ihre physikalischen Prädikate relativ natürlich sind.
Lösung: aber sie (und nicht wir) unterlägen dabei einem Irrtum, vorausgesetzt, „natürlich“ bedeutet in ihrem Mund dasselbe wie bei uns. ((s) aber genauso könnten wir bloß glauben, keinem Irrtum zu unterliegen. Bzw. wir wissen gar nicht ob wir „wir“ oder „die“ sind.).
Schwarz: hier zeigt sich eine Spannung in unserem Begriff der Naturgesetze (NG):
a) einerseits ist klar, dass wir sie empirisch erkennen können,
b) andererseits sollen sie in einem starken Sinn objektiv sein, unabhängig von unseren Standards und Begriffen.
Problem: Wesen mit anderen Standards können mit denselben empirischen Daten zu ganz anderen Urteilen über NG kommen.
Schwarz I 134
Ereignis/SchwarzVsLewis: vielleicht besser: Ereignisse doch als die Regionen selbst oder die Dinge in den Regionen: dann kann man Bsp den Flug von der Rotation des Balls unterscheiden. Dem scheint Lewis später auch zugeneigt gewesen zu sein. (2004d). Lewis: Bsp der Tod eines Menschen der in einen völlig leeren Raum geworfen wird, wird nicht durch etwas verursacht, das in diesem Raum geschieht, weil da ja nichts ist. Wenn aber Ereignisse Klassen von RZ Regionen sind, könnte ein Ereignis auch eine leere Region enthalten.
Def Qua Ding/Lewis/Schwarz: spätere Theorie: “Qua-Dinge” (2003): Bsp „Russell qua Philosoph“: (1986d,247): Klassen von Gegenstücken – dagegen:
LewisVsLewis: (2003) Russell qua Philosoph und Russell qua Politiker und Russell sind identisch. Dann liegt der Unterschied in kontrafaktischen Kontexten an der durch die jeweilige Beschreibung bestimmte Gegenstück Relation. Das sind dann intensionale Kontexte. (ähnlich 1971). kontrafaktische Asymmetrie/Lewis/Schwarz: Lewis’ Analyse setzt Ähnlichkeit zwischen MöWe voraus.
HorwichVsLewis: (1987,172) sollte erklären, warum er an dieser barocken Abhängigkeit interessiert ist.
Problem/SchwarzVsLewis: bisher liefert die Analyse immer noch falsche Ergebnisse Bsp Verursachung späterer durch frühere Ereignisse.
- - -
Schwarz I 139
konjunktive Ereignisse/SchwarzVsLewis: er sieht nicht, dass dasselbe auch für konjunktive Ereignisse gilt. Bsp seien A,B,C,D beliebige Ereignisse, so dass A B verursacht und C D. Wenn es ein Ereignis B & C gibt, das genau dann eintritt, wenn sowohl B als auch C geschehen, dann ist A die Ursache von D: ohne A wäre B nicht geschehen, also auch nicht B & C. Ebenso wäre D nicht geschehen, ohne B & C. Da Verursachung transitiv ist, verursacht folglich jede beliebige Ursache jede beliebige Wirkung. Anmerkung: nach Voraussetzung wäre D ohne C nicht geschehen, aber vielleicht ist die nächste mögliche Welt (MöWe), in der B & C fehlt, eine, in der C trotzdem stattfindet? Nach Lewis soll die nächste MöWe aber eine sein, wo die fehlende Ursache völlig ausgelöscht ist.
Schwarz: man kann sicher nicht alle konjunktiven Ereignisse ausschließen. Bsp ein Gespräch oder Bsp ein Krieg setzt sich aus vielen Ereignissen zusammen und kann dennoch als Ganzes Ursache oder Wirkung sein. Lewis (2000a,193) gebraucht sogar ziemlich unnatürliche Konjunktionen von Ereignissen, um Einwänden zu entgehen: Bsp Konjunktion aus dem Gehirnzustand einer Person und einer Entscheidung einer anderen Person.
Abwesenheit/Lewis/Schwarz: weil Lewis keine harmlosen Entitäten findet, die als Abwesenheiten in Frage kommen, leugnet er ihre Existenz: sie sind keine Ereignisse, sie sind überhaupt nichts, da gibt es nichts relevantes. (2000a, 195).
SchwarzVsLewis: aber wie passt das mit den Mooreschen Tatsachen zusammen? Wie kann eine Relation instantiiert sein, deren Relata nicht existieren?
Mooresche Tatsachen/Schwarz: Bsp dass Abwesenheiten oft Ursachen und Wirkungen sind. Etwas, das zu bestreiten nur Philosophen in den Sinn kommt.
I 142
Einfluss/SchwarzVsLewis: Problem: Beeinflussung vergangener Ereignisse durch zukünftige. Bsp Hätte ich schon vor einer halben Minute aus der Tasse getrunken, dann wäre jetzt ein bisschen weniger Tee in der Tasse, und je nachdem, wieviel Tee ich vor einer halben Minute getrunken hätte, wie warm der Tee damals war, wohin ich die Tasse dann stellte, je nachdem wäre auch die jetzige Situation ein wenig anders. Nach Lewis’ Analyse ist mein zukünftiges Teetrinken daher eine Ursache dafür, wie der Tee jetzt vor mir steht. (? Wegen Ai und Bi?). Da die Vorkommnisse des Trinkens einander wahrscheinlich sehr ähnlich sind, ist der Einfluss um so größer. Er ist aber im Gegensatz zum Mond nicht kausal. - - -
Schwarz I 160
Wissen wie/SchwarzVsLewis: es ist nicht ganz korrekt, dass der phänomenale Charakter kausal wirkungslos sein muss, wenn die Mary und Zombie Argumente durchgehen. Für kausale Wirksamkeit reicht es aus, wenn Mary auf ein phänomenal anderes Erlebnis anders reagiert hätte ((s) KoKo, kontrafaktisch). Dualismus/Schwarz: das kann man als Dualist akzeptieren. Dann kann man phänomenal Eigenschaften wie fundamentale physikalische Eigenschaften verstehen. Dass es dann (wie oben Bsp Ladung 1 und Ladung 1 tauschen ihre Rollen in möglichen Welten (MöWe)): möglich ist, dass in verschiedenen MöWe die phänomenalen Eigenschaften ihre Rollen getauscht haben, bedeutet nicht, dass sie kausal irrelevant sind! Im Gegenteil: ein Teilchen mit getauschter Ladung würde sich anders verhalten.
Lösung: denn eine mögliche Welt (MöWe), in der das Teilchen eine andere Ladung hat und diese Ladung eine andere Rolle spielt, ist unserer wirklichen Welt sehr unähnlich! Weil dort andere Naturgesetze herrschen. ((s) Ist hier wesentlich, dass außer der geänderten Ladung auch noch zusätzlich die Rollen getauscht wurden? s.o.: >Quidditismus)
SchwarzVsLewis: dieser muss nur akzeptieren, dass Unterschiede in fundamentalen Eigenschaften sich nicht immer in kausalen Unterschieden wiederfinden. Mehr muss man auch nicht akzeptieren, um Mary den Erwerb neuer Information zuzugestehen.
- - -
Schwarz I 178
Gehalt/Individuation/Lösung/LewisVsStalnaker: (1983b,375,Fn 2, 1986e,34f) eine Person kann manchmal mehrere verschiedene Meinungssysteme haben! Bsp Split Brain Patienten: Zur Erklärung von Handbewegungen auf einen Gegenstand zu, den der Patient zu sehen leugnet. Dann kann man Rechnen und logische Folgerung als Zusammenführen getrennter Überzeugungsfragmente auffassen.
Wissen/Glauben/notwendige Wahrheit/Allwissenheit/SchwarzVsLewis/SchwarzVsFragmentierung: Problem: auch innerhalb von Lewis’ Theorie ist Fragmentierung nicht so leicht zu bekommen, weil die Alltagspsychologie sie nicht bevorzugt.
Schw I 179
Bsp bei inkonsequentem Verhalten oder bei Lüge nehmen wir nicht ein fragmentiertes Überzeugungssystem an. Wir nehmen eher an, dass jemand seine Überzeugungen ändert oder jemand absichtlich in die Irre führen will. Bsp wenn jemand nicht den besten Schachzug vollzieht, muss das nicht an Fragmentierung liegen. Man sollte echte Unkenntnis kontingenter Wahrheiten statt scheinbare Unkenntnis notwendiger Wahrheiten annehmen. Fragmentierung hilft auch nicht bei mathematischen Wahrheiten, die in jedem Fragment wahr sein müssen: Frieda lernt nichts neues, wenn sie endlich herausfindet, dass 34 die Wurzel aus 1156 ist. Dass sie den entsprechenden Satz vorher bestritt, lag an einer Beschränkung ihrer kognitiven Architektur.
Wissen/Schwarz: wie auch immer unser Gehirn funktioniert, ob in Form von Karten, Sätzen oder neuronalen Netzen – es bedarf gelegentlich einigen Aufwands, die gespeicherte Information abzurufen.
Allwissenheit/VsMöWe/Gehalt/VsLewis/Schwarz: der Einwand der logischen Allwissenheit ist der häufigste Einwand gegen die Modellierung mentalen und sprachlichen Gehalts durch MöWe bzw. mögliche Situationen.
SchwarzVsVs: hier tritt bloß ein Problem besonders hervor, das alle anderen Ansätze genauso betrifft.
- - -
Schwarz I 186
Wert/Moral/Ethik/VsLewis/Schwarz: größter Nachteil seiner Theorie: ihr latenter Relativismus. Was Leute unter Umständen wünschen, ist kontingent. Es gibt mögliche Wesen, die nicht Glück wünschen. Viele Autoren haben die Intuition, dass Werturteile objektiver sein sollten. Lösung/Lewis: nicht nur wir, sondern alle möglichen Personen sollten unter idealen Bedingungen dasselbe wertschätzen. Bsp wenn dann jemand Sklaverei gutheißt, sollte es daran liegen, dass ihm die Sache nicht wirklich klar vor Augen ist. Moralische Meinungsverschiedenheiten wären dann prinzipiell immer lösbar. ((s) >kognitive Defizienz/Wright).
LewisVsLewis: das trifft unsere Intuitionen zwar besser, aber es gibt leider keine so definierten Werte,. Leute mit anderen Dispositionen sind möglich.
Analogie zur Situation bei objektiver Wschk (s.o. 6.5): es gibt nichts, was all unsere Annahmen über echte Werte erfüllt, aber es gibt etwas, was dem nahe kommt, und das ist gut genug. (1989b,90 94).
Wert/wirkliche Welt/WiWe/Lewis: es ist auch völlig offen, ob es in der WiWe Leute mit völlig anderen Wert Dispositionen gibt. D.h. aber nicht, dass wir sie nicht überzeugen könnten.
Relativismus/Werte/Moral/Ethik/Lewis/Schwarz: Lewis heißt eine andere Art Relativismus allerdings willkommen: Wunsch Inhalte können perspektivisch sein. Das Schicksal meiner Nächsten kann mir mehr am Herzen liegen als das von Fremden. (1989b, 73f).
- - -
Schwarz I 232
Wahrmacher Prinzip/ SchwarzVsLewis: hier ist etwas faul, das WP ist von Anfang an falsch formuliert: wir wollen nicht „die Welt wie sie ist“ als Wahrmacher, weil das keine Erklärung ist, wir wollen erklären, wie die Welt die Wahrheit macht, wie etwa die Gegenwart Sätze über die Vergangenheit wahr macht.
Schw I 233
Erklärung/Schwarz: sollte notwendige Implikation und Analyse auseinander halten. Für reduktive Metaphysik ist notwendige Implikation nur bedingt interessant. SchwarzVsLewis: das übersieht er, wenn er schreibt: „Eine Supervenienz-These ist im weiteren Sinne reduktionistisch“. (1983,29).
Anderswo sieht er den Unterschied: Bsp LewisVsArmstrong: dieser hat einen ungewöhnlichen Begriff von Analyse: für ihn ist sie nicht Suche nach Definitionen, sondern nach Wahrmachern“.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Inwagen, Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 227
Metaphysik/Wesen/wesentlich/van InwagenVsLewis/StalnakerVsLewis: Wissen über kontingente Tatsachen über die aktuelle Situation wäre prinzipiell nicht hinreichend, um alle a posteriori Notwendigkeiten zu kennen: Def starke Notwendigkeit/Chalmers: These: neben substantiellen kontingenten Wahrheiten gibt es auch substantielle modale Wahrheiten: Bsp dass Kripke essentiell ein Mensch ist, Bsp dass Schmerz essentiell identisch mit XY ist.
Pointe: Kenntnis kontingenter Tatsachen ist nicht hinreichend, um diese modalen Tatsachen zu erkennen. Wie erkennen wir sie, vielleicht können wir das nicht (van Inwagen 1998) oder nur hypothetisch durch methodologische Erwägungen (Block/Stalnaker 1999).

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Hazen Vs Lewis, David
 
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IV 45
Gegenstück-Theorie/GT/Kripke/HazenVsLewis: fordert, einige logische Prinzipien aufzugeben. LewisVsKripke/VsHazen: ich bin nicht der Meinung. Bsp
(1) ist ein klassisches logisches Schema der Logik mit Identität und Quantifikation. Auf der anderen Seite ist (2) ungültig in der qML, weil die Übersetzung in GT kein Theorem ist.
(1) (x)(y)(x = y >. __x__ ↔ __y__)
(2) (x)(y)(x = y >. M x ≠ y ↔ M y ≠ y).
Wie kann (2) falsch sein? Würde seine Leugnung bedeuten, dass wir zwei verschiedenen Dinge haben, die kontingent identisch sind?.
Oder vielleicht dass ein Ding kontingent selbstidentisch ist?.
Nein, nichts so sinnloses. Die GT Übersetzung sagt:
nichts in der wirklichen Welt (WiWe) hat mehr als ein GS in irgendeiner anderen Welt. Dann sagt seine Leugnung, dass etwas in der WiWe mehr als ein GS in einer einzelnen Welt hat.
Bsp im Fall von Dee, Dee1 und Dee2 , wenn Dee aktual ist.
Problem: entsteht durch die doppelte de re Frage, aus der doppelte GS resultieren.
Trotzdem bleibt (1) wahr, weil (2) gar keine Instanz von (1) ist. Wir können also (2) alleine ablehnen.
Bsp ein anderer ungültiger Satz: (3) als Instanz von (1)
(3) (x)(y)(x = y >. (Ey)y ungl x ↔ (Ey)(y ≠ y).
Aber: damit das eine Instanz von (1) wäre, müsste das letzte Vorkommnis von "y" an das anfängliche "(y)" gebunden sein, aber das ist es nicht, es gehört zum näher gelegenen "(Ey)".
IV 136
Einstellungen/Lewis: ich hoffe Sie davon zu überzeugen, dass es eine willkürliche Einschränkung ist, dass Objekte von Einstellungen Mengen von Welten (MöWe) sein sollen. Subjekt/Lewis: Subjekte von Einstellungen sind verteilt über Zeit und Raum, einige sind in Neuseeland, einige im Mittelalter.
Auch sind sie über den logischen Raum verteilt: einige leben in der WiWe, andere in anderen MöWe. Zugegeben: wenn wir über sie quantifizieren, lassen wir oft alle anderen aus, bis auf die Mitbewohner der WiWe. Aber nochmals: das ist eine willkürliche Einschränkung, die wir fallen lassen können.
Lewis: jedenfalls ich kann es, einige sagen, sie können es nicht.
HazenVsLewis: das Verständnis ist begrenzt auf das, was durch Modalität und weltbezogene Quantoren ausgedrückt werden kann.
LewisVsVs: denen kann ich nicht helfen. Es ist bekannt, dass die Ausdruckskraft einer Sprache, die querweltein quantifiziert, die Art Sprache übersteigt, die jene verstehen.
Subjekt/MöWe/Lewis: jedes Subjekt einer Einstellung bewohnt nur eine einzige Welt. (s.o.).
Ich möchte mich nicht mit denen streiten, die sagen Bsp Adam ist ein großes Aggregat, teilweise in jeder von vielen Welten.
IV 137
Vs: aber dieser Adam - wenn wir ihn so nennen können - besteht aus vielen kausal isolierten Teilen, von denen jeder eigene Einstellungen hat. MöWe/Quantifikation/Lewis: wenn wir also diese Beschränkung der Quantifikation auf eine Welt fallen lassen, haben wir eine riesige (über Zeit und Raum) verteilte Bevölkerung.
Bsp was passiert nun, wenn einer aus dieser über mehrere Welten verteilten Bevölkerung einen Glauben in Form einer Proposition hat, z.B. dass Cyanoacrylat Leim sich in Aceton auflöst?
Pointe: er lokalisiert sich selbst in einer Region des logischen Raums. (Durch seine Glaubenseinstellung einer Proposition, (nicht Eigenschaft)).
Es gibt Welten, in denen Cyanoacrylat Leim sich in Aceton auflöst und Welten, in denen er es nicht tut. Er hat einen Glauben über sich selbst ((s) dann hat er immer zwei Überzeugungen): denn dass er Einwohner einer der Welten ist, wo der Leim das tut. Damit schreibt er sich selbst eine Eigenschaft zu.
(MöWe/Naturgesetze/Mathematik/Lewis/(s): Lewis gesteht MöWe mit geänderten physikalischen Bedingungen oder anders sich verhaltenden Substanzen zu, (wobei nicht explizit von geänderten Naturgesetzen die Rede ist) aber keine Welten, wo die Mathematik geändert ist).
Glauben/Lewis: kann man allgemein als Selbstzuschreibung einer Eigenschaft ansehen.
Diese Eigenschaft ist allen und nur den Bewohnern einer bestimmten Region im logischen Raum gemeinsam.
Man kann auch etwas anders denken: eine Proposition teilt die Bevölkerung: in privilegierte Bewohner einer Welt in der Cyanoycrylat Leim sich in Aceton auflöst, und Unglücklichere, die nicht in einer solchen Welt leben (wie leider ich).
VsLewis Bowie Vs Lewis, David
 
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V 42
Ähnlichkeit/Ähnlichkeitsrelation/ÄR/Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/MöWe/Lewis: Problem: man sollte nicht denken, dass irgendeine spezielle Ähnlichkeitsrelation (ÄR) an die man gerade denkt, in einer allgemeinen Ähnlichkeit ein bestimmtes Gewicht haben sollte. Bsp Glauheit trägt nichts zur Ähnlichkeit vor dem Zeitpunkt t bei! (>glau).
Bsp was für eine Ähnlichkeit der Schriften von Wittgenstein und Heidegger sollte irgendwie zählen? Die Zahl der Vokale? Absurd.
BowieVsLewis: wenn einige Vergleichsaspekte aber gar nichts zählen sollten, dann wäre die "Zentrierungsannahme" verletzt: d.h. Welten die in einer nicht beachteten Hinsicht abweichen, müssten als identisch mit unserer wirklichen Welt (WiWe) zählen.
LewisVsVs: es gibt keine Welten, die sich nur in solchen Hinsichten von unserer unterscheiden, die nichts zählen, auch wenn sie sich unter anderem in solchen Hinsichten von unserer unterscheiden. Die Hinsichten mögen auch nicht völlig trennbar sein.
Weiteres Problem: es ist allzu leicht, Unterscheidungen zu treffen und dann anzunehmen, dass sie allen Zwecken genügten! Wir müssen unterscheiden zwischen ganz verschiedenen ÄR, solchen, die offensichtliche Urteile beeinflussen, und solchen, die kontrafaktische Urteile beeinflussen.
Wenn wir das nicht unterscheiden, gibt es ein Argument:
VsA 2: manchmal scheint ein solches Paar von kontrafaktischen Konditionalen (KoKo) wahr zu sein: "Wenn A, wäre die Welt sehr verschieden von unserer, aber wenn A und B, dann nicht sehr verschieden".
Lösung: man muss ÄR für explizite Urteile von ÄR für kontrafaktische Urteile unterscheiden!
V 43
Es könnten sogar in der Interpretation eines einzigen Satzes solche ganz verschiedenen ÄR auftauchen. Wir sollten uns nicht zuerst für eine Ähnlichkeitsart entscheiden und dann anschließend A2 damit testen. Damit würden wir bloß eine Kombination von A2 mit einer absurden Annahme über die Konstanz von Ähnlichkeit testen. DF.
Stattdessen müssen wir die richtige ÄR dadurch finden, dass wir unser Wissen über Wahrheit und Falschheit von KoKo benutzen, um zusammen mit A 2 die richtigen Wahrheitsbedingungen zu finden. Diese Kombination kann dann entgegen unserem Wissen über KoKo unabhängig getestet werden, nicht A 2 allein.
VsLewis Levy Vs Lewis, David
 
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V 117
Isaac LeviVsLewis: +
V 118
Selbst wenn wir Fluktuationen der Rahmenbedingungen zulassen, werden wir doch nicht erlauben, dass es so dramatische Auswirkungen haben wird, wie, dass 0 oder 1 als Wahrscheinlichkeit (Wschk) für Münzwürfe herauskommt. Lewis: wie bringe ich dann also die Annahme von 50 % zusammen mit der Tatsache, dass es auch Null oder 1 oder etwas in der Nähe davon sein kann?
Ich bringe das nicht zusammen! Wenn die Chance bei Null oder 1 oder in der Nähe ist, kann sie nicht bei 50 % liegen.
Auf die Frage, wie Zufall mit Determinismus vereinbart werden kann oder wie weit auseinander liegende Chancen zusammengebracht werden können muss ich antworten, sie können nicht zusammengebracht werden.
Wschk/Lewis: im Aufsatz hatte ich nur ein "hypothetisches Sie" angenommen, für jemand, der eine Chance von 50 % zuschreibt!
Ich selbst würde auch eine geringe Menge von Überzeugungen für die Extreme zuschreiben! ((s) nur verständlich als Subjektivismus: mehrere Propositionen gleichzeitig nebeneinander aufrechterhalten).

Zufall/Determinismus/Lewis: ich gebe den Extremen eine kleine Chance, das spiegelt meine Ungewissheit wider, ob die Welt überhaupt Zufall zulässt.
Aber zum größten Teil bin ich doch überzeugt davon, dass in der Mikrophysik eine Menge Zufallsprozesse ablaufen.
LewisVsLevi: er schafft eine künstliche Situation, wo der Münzwurf von solchen Prozessen abgekoppelt ist, das ist kaum möglich.

Levy I
I. Levy
Gambling With Truth an Essay of Induction and the Aims of Science Cambridge 1974
VsLewis Collins Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 141
Verursachung/CollinsVsLewis: (2000,230f): Inflation von Verursachungen!
Schw I 142
Damit wird das Thema gewechselt! Sicher kann ein Ereignis kausalen Einfluss haben, ohne selbst Ursache zu sein.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Shaffer Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 142
Verursachung/SchafferVsLewis: (2001a:15f) Verursachung ohne Einfluss: Bsp der Knopfdruck eines Bahnangestellten stellt die Weiche falsch, es kommt zwei Stunden später zum Unfall. Problem: wenn der Knopfdruck ein wenig anders gewesen wäre, etwas fester, etwas später usw. hätte sich nichts geändert.
Lösung/Lewis: Einfluss, bei dem nur zwei Variationen der Ursache mit zwei Variationen der Wirkung einhergehen. Variation: Abwesenheit des Knopfdrucks.
SchwarzVsLewis: das ist aber dann keine „nicht zu sehr abweichende Variation“. Und außerdem existieren ja Abwesenheiten nach Lewis gar nicht.
Abwesenheit/Lewis: entspricht einer negativen Existenzaussage.
SchwarzVsLewis: leider hält er sich nicht daran! Ständig tauchen Abwesenheiten auf, die man nicht leicht mit negativen Existenzaussagen loswird. Soll dann über negative Existenzaussagen quantifiziert werden?
- - -
Schwarz I 183
Wissen/Evidenz/SchafferVsLewis: (Schaffer 2001c): das Modell ist zu einfach. Bsp ich sehe bei einer DNA- Analyse eines Pilzes zu. Die mir vorliegende Evidenz impliziert, dass es sich um einen xxx handelt. Deshalb brauche ich aber nicht zu wissen, dass der Pilz ein xxx ist. Das ist das alte Problem der logischen Allwissenheit: wir wissen nicht alle Konsequenzen von allem, was wir wissen,. Lewis Wissensanalyse liefert nun eine Bestimmung unserer epistemischen Alternativen, der möglichen Individuen, die - nach allem was wir wissen - wir sein könnten.
Semantik der Wissenszuschreibung: steht nun auf einem anderen Blatt: sie ist komplizierter: Bsp wenn wir aus der Küche gefragt werden, ob der Kandidat der Quizsendung die richtige Antwort hatte kommt es uns nicht darauf an, ob die Antwort wirklich gerechtfertigt war (Ernst 2002,83 113). Er könnte auch nur geraten haben. In anderen Kontexten sind die Anforderungen aber viel stärker, so dass wir uns fragen können, ob wir überhaupt etwas wissen > Skeptizismus.

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Menzies Vs Lewis, David
 
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Schwarz I 136
Def kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis: (1986f,184): Modifikation: neu: B ist kontrafaktisch abhängig von A, wenn die Wahrscheinlichkeit (Wschk), dass B eintritt (relativ zu einer Zeit nach dem tatsächlichen Eintreten von A) ohne das Eintreten von A deutlich niedriger gewesen wäre.
Schw I 137
Peter MenziesVsLewis: (1989,1996): das hat noch mehr Probleme mit ausgeschalteten Ursachen: Bsp eine Verbindung zwischen Neuron A und Neuron C ist sehr verlässlich, nicht aber die zwischen B und C. Bs Erregung blockiert As Signal, wenn A und B gleichzeitig aktiv sind. Wenn nun zufällig die Verbindung B C einmal funktionier, wird C erregt. Die Erregung ist durch Bs Erregung verursacht, nicht durch As. Ihre Wschk wird aber durch die Erregung von B gesenkt und durch die von A erhöht. Daher ist Lewis’ Bedingung weder hinreichend noch notwendig für indeterministische Verursachung. Lewis dito, aber keine Lösung. Ursache/VsLewis: viele Autoren stören sich an der Transitivität von Lewis’ Ursachen Begriff. Bsp (Kvart 1991): ein Mann verliert bei einem Unfall seinen Finger, der erfolgreich wieder angenäht wird und drei Monate später wieder funktioniert. Nach Lewis verursacht der Unfall die Funktionsfähigkeit.
LewisVsVs: manche Ereignisfolgen sind eben intuitiv merkwürdig, obwohl sie (wie hier) stimmen. (2004a: 98 100).

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Cresswell Vs Lewis, David
 
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I 23
Performanz/Kompetenz/semantische/Cresswell: welche Beziehungen gibt es zwischen beiden? Lewis: Konvention der Wahrhaftigkeit und des Vertauens: in L: These: darauf basiert der meiste Sprachgebrauch.
I 24
Wir nehmen an, die Sprecher versuchen, wahre Sätze zu äußern und erwarten dasselbe von den anderen. Pointe/CresswellVsLewis: das kann nun so sein, scheint mir aber eher eine Frage der empirische Untersuchung als eine Definition, daß es so sein sollte, zu sein. Und zwar deshalb:
I 33
Sprache /Bigelow/Cresswell: John Bigelow erzählt mir, These: daß eine der frühesten Funktionen der Sprache Geschichtenerzählen war. Dann geht es mehr um Vorstellungskraft als um alltägliche Kommunikation! ((s)VsCresswell: 1. woher weiß Bigelow das? 2. warum sollte man daraus so weitgehende Schlüsse ziehen?). CresswellVsLewis: selbst wenn sich herausstellen sollte, daß es eine logische Verbindung zwischen der Konvention und dem Sprachgebrauch gäbe, scheint es mir besser, das nicht von vornherein in eine Theorie der Semantik einzubauen. Jedenfalls brauchen wir keine Verbindung von Kompetenz und Performanz.
II 142
Fiktion/Glauben de re/Lewis/Cresswell: (Lewis 1981, 288): Bsp in Frankreich glauben die Kinder, daß Papa Noel allen Kindern Geschenke bringt, in England Father Christmas nur den braven (, diese kommen dafür das doppelte, wie Pierre sich ausrechnet). de re/Fiktion/Lewis: das kann keine Einstellung de re sein, weil es diese res in beiden Fällen nicht gibt.
Fiktion/CresswellVsLewis: auch hier kann man eine Referenz de re haben, auch wenn die Kausalverbindung nicht direkt ist.
Lösung/Devitt: das Geschichtenerzählen.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsLewis Meixner Vs Lewis, David
 
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I 58
Kennzeichnung/Eigenschaften /notwendig/Kontingent/Individuum/Individual/Meixner: Bsp "der Präsident der USA 2002". benennt das Individuum George W. Bush.
I 59
Dieselbe Kennzeichnung kann aber auch für ein ersteigenschaftlich maximalkonsistentes Individual, nämlich für "george w. bush" aufgefasst werden. Bush und bush haben genau dieselben Ersteigenschaften ("haben" aber in einem verschiedenen Sinn). Pointe: während es sehr leicht hätte sein können, dass Bush nicht die Eigenschaft gehabt hätte, Präsident zu sein, hat bush die Eigenschaft notwendig!
Meixner: Das kann sehr leicht miteinander verwechselt werden und ist mindestens zweimal in der Philosophiegeschichte verwechselt worden:
1. bei Leibniz.
2. MeixnerVsLewis: Verwechslung von Individuum und Individual in seiner Gegenstück-Theorie: das Individuum hat seine Eigenschaften kontingent, ((s) ein herausgegriffenes Gegenstück hat als solches seine Eigenschaften notwendig, weil es durch die Menge dieser Eigenschaften individuiert wird.) Individuum/Leibniz/Meixner: für den Leibnizianer ist das Individuum Bush identisch mit dem Individual bush, ((s) Weil die beiden ( in dem Moment) ununterscheidbar sind.)
MöWe: aber Leibniz sagt, der Grund, warum Bush auch hätte nicht Präsident sein können ist, dass sein Gegenstück bush nicht Präsident ist!
- - -
I 139
Teil/Konstituente/Meixner: Bsp wir sind nicht Teile, wohl aber Konstituenten von Sachverhalten. MeixnerVsLewis: daher kann er mögliche Welten (MöWe) nicht als Sachverhalte (SV) ansehen.
I 144
Aktualitätsrelativismus/AR/Meixner: ist zur Sichtweise von MöWe als individuenähnlichen Entitäten gezwungen (s.o) von denen eine dadurch hervorgehoben ist, dass sie die einzige MöWe ist, von der wir Teile sind. Diese avanciert also zur absolut aktualen Welt und alle übrigen Entitäten, die absolut aktual sind, sind es dadurch, dass sie in ihr aktual sind. MeixnerVs.
Vs: Problem: keine kontrafaktischen Konditionale wie "UM (=Uwe Meixner) hätte in seinem Leben auch Geographie studieren können" durch unsere Fesselung an die wirkliche Welt (aktuale Welt) nicht möglich.
Dass UM eine Konstituente auch einer anderen MöWe als w* ist, widerspricht dem AR, der sagt, dass er nur Konstituente der einzigen aktualen Welt w* sein kann.
I 145
Weil bei der (vom AR angenommenen) individuenähnlichen Entität der MöWe Konstituenten von individuenähnlichen Entitäten nur dann sind, wenn sie Teile von ihnen sind. Um Konstituente auch einer anderen MöWe sein zu können, müsste UM auch Teil einer anderen MöWe als w* sein und das ist nach dem AR unmöglich.
Lösung/Lewis: (AR): ein Gegenstück von UM hat in einer anderen MöWe Geographie studiert.
MeixnerVsLewis: das verfehlt den Sinn des Satzes, dass UM hätte Geographie studieren können. Dabei geht es doch nicht um jemand anderen als mich in einer MöWe.
KripkeVsLewis/Meixner: auch Kripke legte Lewis nahe, von seiner Deutung abzugehen, aber dieser tat es nie.
Leibniz pro Lewis: (Brief an Antoine Arnauld): Bsp hätte Adam auch eine andere Nachkommenschaft haben können? Das ist nur im folgenden Sinn zu bejahen: es stand Gott frei, einen anderen Adam (Gegenstück) zu schaffen. das wäre dann eine andere MöWe (freilich nicht die beste aller Welten) gewesen.
Dennoch ist Leibniz kein AR.
II 146
absolute Aktualität/Leibniz: ist etwas von Gott verliehenes und darum herum gibt es eine einzige dazu passende MöWe. Meixner: absolute Aktualität ist dann keine Sache eines bloßen Ortes im "logischen Raum", keine Sache der bloßen Positionierung im Möglichen, sondern
Das Mögliche gebiert nicht aus sich selbst alles wirkliche, es leuchtet nicht aus sich selbst im Licht der Wirklichkeit über all dort, wo es in diesem Licht leuchtet, vielmehr ist es auf sich allein gestellt weitgehend "wirklichkeitsdunkel".

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsLewis Rescher Vs Lewis, David
 
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Schurz I 237
Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/MöWe/Kontrafaktisches Konditional/ KoKo/RescherVsLewis/Schurz: (Lewis 1973b): für die Wissenschaftstheorie gibt Lewis’ logische Semantik für KoKo wenig her, denn die inhaltliche Interpretation der Ähnlichkeitsmetrik zwischen MöWe setzt voraus, dass wir schon eine Unterscheidung zwischen Gesetzen und kontingenten Tatsachen kennen. (Stegmüller 1969, 320 334).

Resch I
N. Rescher
Kant and the Reach of Reason: Studies in Kant’s Theory of Rational Systematization Cambridge 2010

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsLewis Hausman Vs Lewis, David
 
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Schurz I 240
Umstände/Kausalität/Schurz: Umstände müssen analytisch unabhängig sein. Singuläre Kausalrelation/Einzelfallverursachung/Schurz: hier brauchen wir nicht nur die Ursache, sondern auch die Wirkung (im Gegensatz zum allgemeinen Fall).
probabilistische Kausalität: hier ist (im Gegensatz zur strikten) das Eintreten der Wirkung wesentlich.
EellsVsHausman: (VsHausmans „Prinzip G“): in indeterministischen Situationen folgt daraus, dass F in Umständen U G generell verursacht und dass Ereignis Fa unter Umständen Ua eingetreten ist, nicht zwingend, dass auch die Wirkung Ga eingetreten ist, sondern nur mit erhöhter Wahrscheindlichkeit.
Einzelfallverursachung/Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Lewis/Schurz: (Lewis 1973a): durch Rekurs auf Ähnlichkeitsmetrik zwischen möglichen Welten: ein Ereignis Fa verursachte ein anderes Ga, wenn zutrifft: wäre Fa nicht eingetreten, so wäre auch Ga nicht eingetreten.
HausmanVsLewis: Problem unter anderem: Deutung der Ähnlichkeitsmetrik.
I 244
interventionistischer Ansatz/probabilistisch/Kausalität/Handlungstheorie/Schurz: der interventionistische Ansatz geht von der Handlungstheorie aus (von Wright, 1974, 73, Menzies, Price 1993): danach ist A die Ursache von B, wenn durch Realisierung von A mit Hilfe einer Handlung H die Wirkung B herbeigeführt werden kann. Das erscheint zirkulär, weil die Herbeiführung durch eine Handlung unerklärt ist. HausmanVsHandlungstheorie: (1989): sie sollte durch eine abstrakte kausale Interventionstheorie ersetzt werden. (+)

Hausm
D. M. Hausman
The Philosophy of Economics: An Anthology Cambridge 2008

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsLewis Wessel Vs Lewis, David
 
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I 304/305
Irreale Bedingungssätze/Kontrafaktische Konditionale/Wessel: der Anspruch, eine allgemeine Konditionaltheorie zu sein, wird im allgemeinen nicht erfüllt. Bsp
(1) Wenn Peter nicht gekommen wäre, wären Paul und Peter nicht gekommen.
(2) Wenn jetzt durch die Spule ein Strom fließen würde...
(3) Selbst wenn der Schamane den Regentanz tanzen würde, würde es nicht regnen.
(4) Wenn Oswald Kennedy nicht erschossen hat, hat es ein anderer getan.
(5) Wenn .....nicht erschossen hätte, hätte..
(6) Wenn Bizet und Verdi Landleute wären, wäre Bizet Italiener
(7) ...wäre Verdi Franzose.

(1) ist vom System der logischen Folgebeziehung (hier FK) abhängig.
(2) hypothetischer Sachverhalt: Solche Aussagen werden zur Explikation des Begriffs "empirisches Gesetz" genutzt.
Def Naturgesetz/Wessel: hier wird behauptet, dass eine wahre allgemeine konditionale Aussage dann ein Gesetz ausdrückt, wenn ihr wahre irreale Konditionalaussagen entsprechen. (>Lewis, Armstrong)
Im Gegensatz dazu trifft eine bloß gesetzesartige Aussage nicht auf alle möglichen Gegenstände zu.
Gesetze wie das von der Spule gelten auch für während der Steinzeit von außerirdischen auf die Erde gebrachte Exemplare.
I 306
Es wird vorausgesetzt, dass die Wahrheit der irrealen Bedingungssätze unabhängig von der Gesetzesaussage festgestellt werden kann. Das ist für irreale Bedingungssätze aber in der Regel schwer. WesselVsArmstrong/WesselVsLewis: These:: der irreale Bedingungs Satz ist von der realen Aussage abhängig.
Gesetzesaussagen stützen und garantieren die Gültigkeit entsprechender irrealer Konditionale und nicht umgekehrt!
ad (3) "selbst wenn": solche Aussagen gelten als wahr, weil das Konsequens "sowieso wahr" ist.
alltagssprachliche Übersetzung:
Bsp "Es ist nicht so, dass es regnet, wenn der Schamane tanzt und er tanzt nicht und es regnet nicht".
I 307
Irreale Bedingungssätze/Wessel: Bsp Oswald/Kennedy (4) ist zweifellos wahr und (5) zweifellos falsch. Wie ist das zu erklären? Mögliche Welten/MöWe/viele Autoren: man muss sich in einen Kontext versetzen, der dem aktuellen Gang der Geschichte möglichst nahe ist. Der ähnliche Kontext (nächste MöWe) ist der, in dem ein anderer Kennedy erschossen hat.
ad (5): hier ist die ähnlichste Welt die, in der, wenn Oswald nicht geschossen hat, dass niemand geschossen hat und Kennedy noch lebt. Daher sei (5) falsch.
WesselVsMöWe/WesselVsLewis: Nachteil: die Auswahl der ähnlichsten Welt muss begründet werden!
I 307
Irreale Bedingungssätze/Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Ähnlichkeitsmetrik/Wessel: (5) ist eine versteckte "selbst wenn" Aussage: "Selbst wenn Oswald Kennedy nicht erschossen hätte, wäre Kennedy erschossen worden".
Die Wahrheit solcher aussagen, die in politischen und historischen Kontexten häufig sind, ist schwer festzustellen.
(6)/(7): Bizet/Verdi Bsp/Wessel: Lösung: der Grund für die Entstehung des Paradoxes liegt in der unkontrollierten Verwendung des Prädikats "Landsleute"., und nicht in der Konditionallogik.
Wenn beide Landsleute wären, folgte daraus noch nichts über die konkrete Nationalität beider., ausgenommen: es ist dieselbe. Mit demselben Recht könnte dann beide auch Japaner sein!
Anstelle des zweistelligen Prädikats "Landsleute" sollte man die einstelligen Prädikate "Landsmann von Verdi" und "Landsmann von Bizet" verwenden. ((s) Dann eindeutig: Bizet als Landmann von Verdi müsste Italiener sein.)
I 308
"Immer, wenn jemand Landsmann von Bizet ist, ist er Franzose". Das ist dann gar kein Problem mehr.
Irreale Bedingungssätze/Konditional/Konjunktion/Wessel: jedes Vorkommen eines irr. Bedingungs Satzes kann durch Konjunktionen ersetzt werden, in denen reale Konditionale vorkommen.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsLewis Armstrong Vs Mellor, D.H.
 
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Arm II 34
Kraft/objektive Chance/ArmstrongVsMellor/ArmstrongVsLewis: ich glaube, dass der Begriff einer Eig, die nur beschrieben werden kann als das, was eine Chance darstellt, eine Eig niedrigerer Stufe zu haben, inkohärent ist. Aber selbst wenn das nicht so ist, ist die Postulierung ein Stück unerwünschte Metaphysik. Die angeschlagene Regularitätstheorie damit zu retten, ist ein schwaches Motiv. Es hat sich auch stark von der ursprünglichen Regularitätstheorie entfernt.
II 35
MellorVsArmstrong/RamseyVsArmstrong: Mellor folgt Ramsey: Naturgesetze sollten nicht als Relation von Universalien aufgefaßt werden. ArmstrongVsVs: man sollte sich bei der Einführung objektiver Chancen ontologisch nicht zu sicher fühlen, sie sind mysteriös.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsLewis Verschiedene Vs Mereologie Schwarz I 34
zeitliche Teile/Mereologie/Schwarz: akzeptiert man aber Aggregate aus Sokrates und Eiffelturm, könnte man immer noch bestreiten, dass Sokrates selbst zeitliche Teile hat. Lewis: behauptet selbst auch nicht, dass notwendig alles, was über die Zeit hinweg existiert, aus zeitlichen Teilen besteht (1986f,x,1986e,205,1994 §1) VsStowe: zeitliche Teile sollen keine Analyse zeitüberdauernder Existenz liefern
Lewis: (1083d,76,ähnlich Armstrong 1980,76): Bsp ein Kind, Frieda1 verschwindet plötzlich, während ein anderes Kind, Frieda2 plötzlich auftaucht. Das mag den Naturgesetzen widersprechen, ist aber logisch möglich.
Schw I 35
Vielleicht bemerkt niemand etwas. Und es gäbe ja auch nichts zu bemerken. Vs: das ist nicht überzeugend.
EndurantismusVs: kann die Prämissen gar nicht akzeptieren.
van InwagenVs: Frieda1 und Frieda2 können nicht so aneinandergereiht existieren und dennoch verschieden bleiben. (2000,398)
Schwarz I 36
Ding/EndurantismusVsLewis/VsMereologie: die Gegenstände sind nicht die mereologische Summe ihrer Teile, weil die Summe und die Teile auch existieren, wenn die Dinge selbst nicht existieren, (z.B. wenn sie zerlegt oder kaputt sind). Vs: dann wird der Begriff „Teil“ nicht genau gebraucht. Die verstreuten Teile sind dann keine Teile mehr, weil das (zerlegte) Fahrrad zu der Zeit nicht existiert.
Lösung/Lewis: Teil des Fahrrads ist nur ein vergangener zeitlicher Teil der Gangschaltung. Personale Identität, zeitliche Identität: auch wir sind nicht identisch mit irgendeinem Aggregat von Molekülen, denn wir tauschen mit dem Stoffwechsel viele davon ständig aus. (1988b, 195).





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Verschiedene Vs Modaler Realismus Schwarz I 61
Vsmodaler Realismus/VsLewis/Ontologie/Schwarz: (viele Autoren: dieser verkenne das Wesen der Modalität, bereite Skeptizismus, Nihilismus und moralischem Verfall den Boden. Reale Existenz all dieser „Paralleluniversen“ ist völlig unglaubwürdig.
LewisVsVs: das Problem mit dem common sense ist ernst zu nehmen, aber die methodologischen Vorteile der Theorie überwiegen. (1986e:vii)
Lösung/Lewis: Beschränkung der Quantoren: weil wir uns auf unsere Welt beschränken, ist es richtig zu sagen, dass es keine sprechenden Esel gibt.
VsLewis: seine möglichen Welten (MöWe) sind epistemisch unzugänglich. Woher wissen wir, dass es sie gibt? Wir könnten prinzipiell nie etwas über sie erfahren!
LewisVsVs: der Einwand setzt voraus, dass Wissen kausal erworben wird (Kausaltheorie des Wissens) ((s) dass MöWe nicht logisch erforscht werden). Wenn das richtig wäre, hätten wir auch kein mathematisches Wissen. (1986e:109).
Schw I 62
VsLewis: das gilt nur für den mathematischen Platonismus (Lager: Lewis: mathematischer Platonist – FieldVsLewis).
Schw I 64
Modaler Realismus/MöWe/VsLewis/Schwarz: manche: Lewis’ MöWe müssten Teil der Wirklichkeit sein, weil „Wirklichkeit“ , „Welt“ und „Realität“ synonyme Ausdrücke für die Gesamtheit aller Dinge sind. (Plantinga 1976, 256f Lycan 1979, 290): die Idee von realen Dingen außerhalb der Welt ist einfach inkonsistent. Realität/Welt/LewisVsVs: Lewis unterscheidet zwischen Welt und Realität: „wirkliche Welt“ bezeichnet nur einen kleinen Teil aller Dinge (Realität beinhaltet Welt, Welt nur Teil der Realität) . Damit lösen sich die Widersprüche auf.
Schwarz: das ist eine neutrale Formulierung des modalen Realismus. Frage: was soll die Realität raumzeitlich maximaler Gegenstände mit Modalität zu tun haben?
Modalität/van InwagenVsLewis/Schwarz: hier geht es doch darum, wie unsere Welt hätte sein können, nicht darum, wie irgendwelche von uns isolierten Dinge sind. (1885, 119,1986, 226)., Plantinga 1987).
LewisVsVs: Modaloperatoren sind eben Quantoren über solche Dinge.
Van InwagenVsLewis: der Einwand geht tiefer: Bsp Angenommen, es gibt genau 183 raumzeitlich maximale Gegenstände. Das ist nicht analytisch falsch. Es kommt auch kein starrer Designator vor.
Schw I 65
Es könnte also wahr sein oder auch nicht. Lewis scheint zu behaupten, dass es so viele raumzeitlich maximale Gegenstände geben kann wie es Mengen gibt. VsLewis: damit ist die Gesamtheit der Welten kontingent geworden!
Kontingenz/Lewis/Schwarz: dieser muss das vermeiden, weil er ja Kontingenz über MöWe analysieren will. ((s) d.h. Kontingenz heißt, dass es abweichende MöWe gibt, also nicht zuerst die Menge der
MöWe (= raumzeitlich maximale Gegenstände) limitieren und danach sagen, dass das eben die Kontingenz ist, denn dann ist die Kontingenz nicht kontingent begrenzt, weil es dann eine nicht kontingente Grenze wäre, wenn es nur 183 MöWe gibt). (van InwagenVsLewis/PlantingaVsLewis). ((s) wenn es kontingent wäre, könnte man nicht einfach sagen „es gibt 183 MöWe“. Anders: „wie viele Möglichkeiten es gibt, hängt von den Möglichkeiten ab“: zirkulär – wohl aber: Bsp „Wie lange es dauert, hängt von den Möglichkeiten ab: z.B. wie viele Versuche man durchführt. – anders: auch richtig: Bsp wie viele Möglichkeiten es gibt, hängt (nicht von den Möglichkeiten) sondern von den Eigenschaften ab, z.B. wie abnutzbar der betrachtete Gegenstand ist. (Lewis dito).
Kontingenz/Schwarz: heißt ja, dass es abweichende MöWe gibt. Die Gesamtheit aller MöWe existiert aber nicht in einzelnen Welten. Daher kann die Gesamtheit selbst nicht anders sein, als sie ist! (s) Die Gesamtheit ist nicht Gegenstand der Betrachtung in einer MöWe.)
Gesamtheit/Modallogik/Lewis/Schwarz: unbeschränkte Aussagen über MöWe sind unbeschränkte modale Aussagen ((s) Verschiebung des Bereichs dann nicht möglich! s.o.) .
Schwarz: als solche entziehen sie sich dem Einfluss von Modaloperatoren:
Bsp „Es gibt eine MöWe, in der Esel sprechen können“ ist äquivalent mit:
„N Es gibt eine MöWe, in der Esel sprechen können“. Und mit
„M Es gibt eine MöWe, in der Esel sprechen können“.
(s) logische Form: Mp > NMp. (S5). Mp > MMp. (weder T noch S4, Reduktionsgesetz, > Hughes/Cresswell I 34)).
modaler Realismus/VsLewis/Schwarz. Problem: wie die Nicht Kontingenz der MöWe mit ihrer Charakterisierung als Paralleluniversen zusammenpasst.
Kontingenz/Lewis/Schwarz: entweder wir reden über die Gesamtheit der Realität: dann ist die Zahl der Möwe nicht kontingent – oder wir reden über die Wirklichkeit ((s) WiWe), dann gibt es notwendigerweise nur ein einziges Universum (denn in jeder Welt gibt es nur eins, die Welt selbst).
Kontingenz/Schwarz: empirisches Problem: nach der RT könnten zwei Universen durch ein Wurmloch verbunden werden. Aber es ist kontingent, ob das auftritt.
LewisVs: das ist absolut unmöglich! ((s) Problem: man müsste vor dem Wurmloch schon behaupten, dass es zwei Universen gibt, die verbunden werden können, und das wäre eine Aussage über die (weitere) Realität und nicht über die (engere) Wirklichkeit (=WiWe) (in der es nur ein Universum geben kann). (1986e:71f)
Anmerkung: das ist das „Inseluniversum“ (Richards 1975,107f, Bigelow/Pargetter 1987).
Inseluniversen/Bricker: (2001,35 39): (völlig andere Version: Rekombinationsprinzip: danach gibt es eine MöWe w, die ein Duplikat der mereologischen Summe aus Hume und Lewis enthält und sonst nichts – auch keine Raumzeit zwischen dem Hume-Duplikat und dem Lewis-Duplikat. Folglich enthält w zwei raumzeitlich isolierte Teile.
SchwarzVsBricker: das setzt voraus, dass raumzeitliche Relationen notwendig substantielle Raumzeit erfordern. ((s) >Substantivalismus).
Lösung/Lewis/Schwarz: (1986e,72) Ersatz Möglichkeit: seine Theorie erlaubt Welten, in denen mehrere vierdimensionale Universen nur entlang einer zusätzlichen fünften Dimension verbunden sind, in den vier normale Dimensionen aber isoliert sind. Wenn das nicht geht, müssen wir das Kriterium der raumzeitlichen Verbundenheit lockern.
Schw I 66
zwei Alternativen: (1986f, 74f) a) Welten sind durch Relationen verbunden, die den raumzeitlichen Relationen analog sind.
b) die Bewohner einer MöWe stehen zueinander in beliebigen perfekt natürlichen externen Relationen.
Schwarz: raumzeitlicher Abstand ist aber das einzig klare Beispiel dafür.
SchwarzVsLewis: das löst das allgemeine Problem nicht: dass die Dinge (Gesamtheit der MöWe) eben auch anders sein könnte.
Schwarz I 68
Vsmodaler Realismus/Schwarz: ontologische Überfrachtung. Alternativen: a) „ersatz worlds“ – b) Fiktionalismus. Def ersatz world/Ersatzismus/ersatzism/Terminologie/Lewis: versucht, mögliche Welten durch Satzmengen oder Sachverhalte zu ersetzen.
Def Fiktionalismus/Vsmodaler Realismus/Schwarz: hier kommen bei der Interpretation von Sätzen über (MöWe) gar keine speziellen Entitäten ins Spiel.





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Bigelow Vs Modaler Realismus
 
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I 203
modaler Realismus/Bigelow/Pargetter: BigelowVskonkreter modaler Realismus. Aber es gibt viele Dinge, die man in jedem Fall mit Möwe tun kann, egal ob sie konkret existieren oder nicht.
I 187
modaler Realismus//Lewis/Bigelow/Pargetter. Sein extrem konkreter mR hat den Vorteil, daß er viele Dinge erklären würde, wenn er wahr wäre. Und darüber sind sich die meisten auch einig. Warum ist der ungläubige Blick dann nicht verschwunden? Seine Theorie hat auch nichts Irrationales. VsLewis: um ihn zu widerlegen müßte man eine von zwei Strategien annehmen:
1. die Anfangs-Wahrscheinlichkeit ist 0 (statt etwas darüber)
2. auch wenn die Wschk im Verlauf wächst, wäre die Zuname infinitesimal.
Ad 1.: von 0 aus kann die Wschk eben nicht wachsen. Dennoch bleibt die Frage, ob es je rational ist, eine Wschk von 0 zuzuschreiben. Insbesondere nicht Lewis Theorie:
LewisVsVs: das würde zu einem Trilemma führen:
(1) die Gegner könnten erkennen, daß eine größere Intelligenz als sie länger darüber nachgedacht hat und daher die Wschk > 0 ist und daß er meint was er sagt
(2) sie könnte annehmen, daß er nicht meint was er sagt
(3) sie könnten sagen, daß es manchmal rational ist,
I 188
etwas eine Wschk von 0 zuzuschreiben, was eine ernsthafte und intelligente Instanz gesagt hat.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsLewis Stalnaker Vs Modaler Realismus
 
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Stalnaker I 36
Proposition/Abgeschlossenheit/Stalnaker: was auch immer Propositionen sind, wenn es welche gibt, gibt es auch Mengen von ihnen. Und für jede Menge von Propositionen ist es definitiv wahr oder falsch, dass alle ihre Elemente wahr sind. Und dies ist natürlich wieder eine Proposition.
(W5) Abgeschlossenheits-condition: Für jede Menge von Propositionen G gibt es eine Proposition A so dass G A impliziert und A impliziert jedes Element von G.
Stalnaker: d.h. ist, dass für jede Menge von Propositionen es eine Proposition gibt die sagt, dass jede Proposition in der Menge wahr ist.
Also nehme ich an, dass der Welt-Geschichten-Theoretiker (W5) zu seiner Theorie hinzufügen will.
(W6) Äquivalente Propositionen sind identisch.
Problem: die Probleme von (W6) sind bekannt. ((s) > Hyperintensionalismus/ Hyperintensionalität): Sätze, die in denselben Welten wahr sind, sind ununterscheidbar, VsMöWe-Semantik, Vs Semantik möglicher Welten).
I 40
modaler Realismus/MR/Lewis/Stalnaker: nach Lewis ist die aktuale Welt (WiWe) nur ein echter Teil einer Realität, die aus vielen Paralleluniversen besteht, die räumlich und zeitlich voneinander getrennt sind. Aktuale Welt/WiWe/Lewis/Stalnaker: ist dann indexikalisch definiert als der Teil, der mit uns in Verbindung steht.
unverwirklichte Möglichkeiten/Possibilia/Lewis/Stalnaker: existiert dann tatsächlich, aber in einem anderen Teil der Realität. Ihre Nicht-Aktualität besteht nur in ihrer Lokalisierung woanders.
((s) das ist nur eine polemische Darstellung: Lokalisierung muss mehr sein als „woanders“. Lokalisierung kann von uns gar nicht vorgenommen werden für Gegenden, die überhaupt nicht mit uns in Verbindung stehen, weil wir dann kein Wissen haben.)
modaler Realismus/Stalnaker: teilt sich in
1. semantische These: Behauptungen über das was möglich und notwendig ist, sollten analysiert werden in Begriffen darüber was wahr ist in einigen oder allen Teilen der Realität
2. metaphysische These:: über die Existenz von möglichen Welten (MöWe)..
Semantischer MR/Stalnaker: Problem: VsMR man könnte einwenden, dass es gar nicht möglich ist die metaphysischen Tatsachen über ihn zu wissen, selbst wenn der semantische Teil wahr wäre.
I 41
Lewis: hier gibt es eine Parallele zu Benacerrafs Dilemma über mathematische Wahrheit und Wissen.
I 42
EpistemologieVsMR/Stalnaker: die Vertreter des epistemologischen Arguments gegen den MR weisen die Parallele zwischen mathematischen Objekten und realistisch aufgefasst Possibilia zurück. Sie bestehen darauf, dass Referenz und Wissen von konkreten Dingen kausale Verbindung erfordert, selbst wenn das nicht für abstrakte Dinge (Zahlen usw.) gilt. Wissen/LewisVs: warum sollte die Grenze zwischen dem, was für Wissen und Referenz eine kausale Verbindung benötigt getroffen werden in Begriffen der Unterscheidung abstrakt/konkret?
Wissen/Lewis: stattdessen sollten wir sagen, dass Referenz und Wissen von kontingenten Tatsachen kausale Verbindung erfordert, nicht aber das von modaler Realität (Wissen darüber was was möglich und notwendig ist).
Modaler Realismus/Wissen/Lewis: These: im Kontext des MR können wir sagen, dass indexikalisches Wissen kausale Verbindung benötigt, unpersönliches Wissen aber nicht.
I 43
Platonismus/Mathematik/Stalnaker: pro Lewis: hier muss Wissen nicht auf einer kausalen Verbindung beruhen. Dann kann Benacerrafs Dilemma gelöst werden. EpistemologieVsMR/Stalnaker: ich fühle aber immer noch die Kraft des epistemologischen Arguments VsMR.
Referenz/Wissen/Stalnaker: Problem: den Unterschied zwischen Wissen und Referenz auf Zahlen, Mengen usw. und auf Kohlköpfe usw. zu erklären.
I 49
Mögliche Welten/MöWe/MR/Vsmodaler Realismus/Wissen/Verifikationismus/StalnakerVsLewis: der modale Realist kann keine verifikationistischen Prinzipien für das, was er sein Wissen nennt, anführen. Fazit: Problem: der MR kann nicht auf der einen Seite sagen, dass MöWe Dinge von derselben Art sind wie die wirkliche Welt (kontingente physikalische Objekte) und auf der anderen Seite sagen, MöWe seien Dinge, von denen wir auf dieselbe Art wissen, wie von Zahlen, Mengen Funktionen. ((s) Letztere sind nicht „wirkliche“ Dinge).

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Lewis Vs Modalität
 
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Schwarz I 228
Möglichkeit/starke Notwendigkeit/Metaphysik/Chalmers/VsLewis/Schwarz: Anhänger der starken Notwendigkeiten trennen zwischen metaphysischen Möglichkeiten und „epistemischen“ oder „doxastischen" Möglichkeiten. MöWe/Lewis: für die Aufgaben, die Lewis MöWe zuweist, muss es für jede Weise, wie nach allem, was wir wissen, die Dinge sein könnten, eine MöWe geben. Nur einige dieser Möglichkeiten sind aber wirklich metaphysisch möglich.
metaphysische Modalität/Schwarz: ist danach eine im Vergleich zu Lewis Modalität eine beschränkte.
LewisVsstarke Notwendigkeit/Schwarz: ihre Anhänger erklären nicht, wo die Trennlinie verlaufen soll. Bsp wenn jemand die metaphysische Notwendigkeit der Existenz von Eierbechern dadurch verteidigen wollte, dass er „metaphysisch möglich“ nur auf MöWe anwendet, in denen es Eierbecher gibt, wäre das nicht interessant.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Verschiedene Vs Mögliche Welten Schwarz I 41
Def Mögliche Welt/MöWe/Lewis: früh: Weisen, wie die Dinge sein könnten. Van InwagenVs: das sind eher Eigenschaften als konkrete Universen. (StalnakerVsLewis, RichardsVsLewis: dito). Lewis: später: MöWe entsprechen Weisen, wie die Dinge sein könnten.
Schwarz: aber wir müssen nicht unbedingt spezielle Entitäten dafür einführen. Sie könnten auch grammatische Illusionen sein. Selbst MöWe als Entitäten betrachtet legt noch lange nicht fest, was das für Entitäten sind. Z.B.:
Def MöWe/Stalnaker/Schwarz: die Bestimmung als (maximale) Weisen, wie die Dinge sein könnten: dann sind es spezielle Eigenschaften oder Propositionen. (Stalnaker 1976, Robert Adams, 1974).
Def MöWe/Plantinga: (1974, Kap. 4) maximale Sachverhalte. Danach muss man unterscheiden zwischen Existenz und Bestehen eines Sachverhalts (SV). Bsp Der SV, dass Esel sprechen könnten existiert, aber er besteht nicht. (Existenz: Möglichkeit – Bestehen: Wirklichkeit? – eher Realität (als weiterer Begriff): beinhaltet Möglichkeiten)
Schw I 42
Def MöWe/Entscheidungstheorie/Richard Jeffrey: (1965,196f): maximal konsistente Satzmengen. Da der Satz Bsp „Esel können sprechen“ konsistent ist, gibt es eine maximal konsistente Satzmenge, die ihn enthält. Das drücken wir aus, wenn wir sagen, es gibt eine MöWe... Def Surrogat Vierdimensionalismus/Schwarz. diese Positionen entsprechen dem Sachverhalt in der Philosophie der Zeit (s.o. 22), die andere Zeiten als abstrakte Entitäten auffasst, die von anderer Art sind als die Gegenwart.
LewisVs: andere Zeiten sind genauso real.
Def Koexistenz/Lewis: zwei Dinge befinden sich in derselben Welt, gdw. es einen raumzeitlichen Weg von einem zum anderen gibt. Konsequenz:
MöWe/Lewis: sind raumzeitlich isoliert! Es gibt also auch keine Kausalität zwischen ihnen. Kein Ereignis in einer MöWe verursacht ein anderes in einer anderen MöWe.
D.h. weiter, dass MöWe eben nicht von uns geschaffen wurden! Wir können sie auch nicht von hier aus sehen, messen oder besuchen. (1986e,3,80f). Lewis ist es egal, ob man seine MöWe konkret nennt oder abstrakt. Das hat keine klaren Sinn (1986e,§1,7).
Wirkliche Welt/WiWe/Lewis: was unterschiedet sie von den anderen MöWe? Nicht ihre Konkretheit, sondern die Tatsache, dass wir in ihr leben. Objektiv ist die WiWe genauso wenig ausgezeichnet wir jede andere, oder wie die Gegenwart.
„aktual“/Lewis: ist ein indexikalischer Ausdruck wie „hier“ oder „jetzt“. Daher können wir nicht sinnvoll fragen, ob wie in der wirklichen Welt leben oder in einer möglichen. Genauso können wir nicht fragen, ob wir in der Gegenwart leben oder vielleicht in der Zukunft.
Wirklichkeit/Lewis/Schwarz: Lewis Analyse von „wirklich“ wird auch von Gegner des modalen Realismus geteilt:
Van InwagenVsmodaler Realismus/InwagenVsLewis: „Konkretismus“. Stalnaker: „extremer modaler Realismus“.
- - -
Lewis IV 85
Bedeutung/Referenz/theoretische Termini/TT/Lewis: wenn wir damit die Denotation der TT haben, wie steht es mit ihrem Sinn? Aber den haben wir schon! Denn wir haben ihre Denotation in jeder möglichen Welt (MöWe) spezifiziert. Def Sinn/Lewis: Denotation eines Ausdrucks in jeder MöWe.
D.h. in jeder MöWe müssen die TT die Komponenten dessen benennen, was immer die Theorie T in dieser Welt einmalig realisiert. Wenn es in der Welt keine Realisierung gibt, benennen sie auch nichts.
Def Sinn/Lewis: daher können wir sagen, der Sinn sei eine Funktion (aller oder einiger) MöWe auf benannte Entitäten.
VsMögliche Welten/VsMöWe/Lewis: manche nennen sie okkult,
VsVs: aber sie sind nicht okkulter als z.B. unendliche Mengen, die wir sehr gut handhaben können.





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Stalnaker Vs Mögliche Welten
 
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I 49
Mögliche Welt /MöWe/Wissen/Mathematik/StalnakerVsLewis/Stalnaker: ich bin geneigt zu sagen, dass die MöWe-Theorie Annahmen über die Natur ihrer Objekte macht, die - anders als die entsprechenden Annahmen des mathematischen Platonismus – unverträglich sind mit der Darstellung der Verbindung zwischen den Wissenssubjekten und ihren Objekten im Fall der MöWe. MöWe/MR/Vsmodaler Realismus/Wissen/Verifikationismus/StalnakerVsLewis: der modale Realist kann keine verifikationistischen Prinzipien für das, was er sein Wissen nennt, anführen.
Fazit: Problem: der MR kann nicht auf der einen Seite sagen, dass MöWe Dinge von der selben Art sind wie die aktuale Welt (kontingente physikalische Objekte) und auf der anderen Seite sagen, MöWe seien Dinge, von denen wir auf dieselbe Art wissen, wie von Zahlen, Mengen Funktionen. ((s) Nämlich keine real existierenden Dinge).
I 53
StalnakerVsLewis: er widerspricht sich selbst, weil seine andere These über MöWe über die wir substantielle Überzeugungen haben können, seiner Definition von Inhalt (s.o.) widerspricht.
I 58
Widerspruch/Lewis: es gibt keinen Gegenstand, wie phantastisch auch immer, über den man die Wahrheit sagen könnte, indem man sich selbst widerspricht. Fußnote:
Takashi YagisawaVsLewis: warum nicht? Was sollte man denn sonst erwarten? Unmögliche Dinge sind unmöglich.
- - -
II 20
Glaubenszuschreibung/Lösung/Stalnaker: ich frage immer, wie die MöWe wäre, entsprechend dem, was der Glaubende glaubt. Bsp Pierre: für ihn gibt es zwei Städte (Londres und London)
Bsp Lingens in der Bibliothek: für ihn gibt es zwei Männer, eine namens „Lingens“, über den der andere etwas liest.
Relationstheorie/RelTh/Stalnaker: das kann man mit der Annahme versöhnen, dass Propositionen die Glaubensobjekte sind. (Lager: Stalnaker pro Relationstheorie? (1999))
Index/Glauben/Stalnaker: dennoch glaube ich, dass Überzeugungen in irreduzibles indexikalisches Element haben.
Lösung/Lewis: Mengen von zentrierten MöWe als Glaubensobjekte.
StalnakerVsLewis: ich habe zwar zugestanden, dass solche MöWe dann eine Repräsentation des mentalen Zustands des Glaubenden enthalten.
Aber darum geht es nicht! Es ist nicht hinreichend, dass MöWe, die kompatibel sind mit jemandes Überzeugungen dann eine Person enthalten, die diese Überzeugungen hat (> Bsp Lingens), der Glaubende muss sich selbst mit der Person identifizieren, die diesen Gedanken hat!
Proposition/Identifikation/Selbstidentifikation/Stalnaker: ich behaupte nicht, dass diese Identifizierung durch den Glauben an eine Proposition erfüllt wird.
Ich denke jetzt, dass es dabei überhaupt nicht um irgendeine Art kognitiver Leistung geht.
Indexikalische Überzeugung/Stalnaker: (Bsp Perry: Gedächtnisverlust, Bibliothek, Bsp Lewis: 2 Götter (2 allwissende Götter, Bsp Castaneda: Gedächtnisverlust): indexikalisches Nichtwissen.
Stalnaker: These: die Leute unterscheiden sich nicht darin, was sie glauben.
II 21
Bsp O Leary weiß, dass er im Keller ist und dass Daniels in der Küche ist. Und Daniels weiß dasselbe: dass er in der Küche ist und O’Leary im Keller. Jeder weil wer und wo er selbst ist und wer und wo der andere ist. Die MöWe, die mit den Überzeugungen der beiden kompatibel sind, sind dieselben. Sie streiten sich über nichts.
Dennoch gibt es einen offensichtlichen Unterschied ihrer doxastischen Situation: O’Leary identifiziert sich selbst mit dem im Keller und Daniels identifiziert sich selbst als denjenigen, der in der Küche ist.
MöWe-Semantik/StalnakerVsMöWe-Semantik/Stalnaker: dieser Unterschied in den Glaubenszuständen der beiden wird durch eine Menge von MöWe als Glaubenszustand nicht reflektiert.
Lösung/Lewis: Selbstzuschreibung von Eigenschaften, oder - äquivalent dazu – Mengen zentrierter MöWe.
StalnakerVsLewis: das möchte ich nicht.
StalnakerVsLewis: Problem: es ist falsch, den Unterschied in der Perspektive als einen Streit (disagreement) zu behandeln. Die beiden streiten sich über nichts.
Problem: es ist nicht sicher, ob man ihre Übereinstimmung damit ausdrücken kann, dass die Menge ihrer unzentrierten MöWe dieselbe ist. Denn
Bsp Heimson/Perry/Stalnaker: (Heimson glaubt, „ich bin David Hume“) alle seine unpersönlichen Überzeugungen über Hume sind korrekt. Nehmen wir an, sie sind dieselben Überzeugungen wie die Überzeugungen von Hume über Hume.
Stalnaker: dennoch wäre es falsch zu sagen, dass sie sich über nichts streiten. ((s) Anders als O’Leary und Daniels).
- - -
II 134
Lokalisation/Raum/Zeit/Selbstlokalisation/logischer Raum,/Lewis/Stalnaker: logischer Raum/Lewis/Stalnaker: Menge von MöWe, aus denen man einen auswählt.
Selbstlokalisation/physisch: in Raum und Zeit. Wir wissen meist, so wir sind. ((s) Aber wir kennen nie alle MöWe, in denen wir lokalisiert sein könnten, wir können diese MöWe nicht alle unterscheiden, weil wir nicht alles wissen).
Götter-Bsp/Stalnaker: die beiden wissen genau, wo im logischen Raum sie sind.
II 135
Aber sie wissen nicht, wo sie innerhalb dieser MöWe sind. LewisVsTradition: die Doktrin der Proposition ist nur auf eine der beiden Arten des lokalisierenden Glaubens konzentriert.
Verallgemeinerung: ist es, was wir brauchen, und dazu dient der Übergang von Propositionen zu Eigenschaften (als Glaubensobjekten).
- - -
II 144
Götter-Bsp/Stalnaker: auch dies ist ein Fall von Unwissenheit, welche von zwei ununterscheidbaren MöWe aktual ist. Eine ist tatsächlich die aktuale Welt (WiWe), während die andere genauso ist, mit der Ausnahme, dass der Gott, der in der WiWe auf dem höchsten Berg sitzt, diesmal auf dem kältesten Berg sitzt und zwar mit allen Eigenschaften, die der Gott auf dem höchsten Berg tatsächlich hat.
((s) zwei Individuen tauschen die Plätze, nehmen aber alle Eigenschaften mit. Das geht nur, wenn Lokalisierung keine Eigenschaft ist)
Allwissenheit/Stalnaker: dann muss man sagen, die beiden Götter sind nicht wirklich allwissend in Bezug auf Propositionen, wohl aber allwissend in Bezug auf rein qualitative Merkmale.
LewisVsStalnaker: dieser Erklärung weist Lewis aus zwei Gründen zurück:
1. weil er die Gegenstücktheorie (GT) vertritt, die Querwelteinidentität überflüssig bzw. sinnlos macht.
2. selbst ohne GT würde es nicht funktionieren, weil
Angenommen, die beiden Götter aus Welt W haben in Welt V die Plätze getauscht, angenommen, der Gott auf dem höchsten weiß, dass seine Welt W ist, nicht V. Angenommen, er ist allwissend in bezug auf alle Propositionen, nicht nur die qualitativen Propositionen.
II 145
V: die Welt V kann keine Rolle spielen, denn er weiß, dass er nicht dort lebt. Problem: es gibt immer noch zwei Berge in der einen MöWe W, wo er, nach allem was er weiß, leben kann.
StalnakerVsLewis: das beantwortet die Frage nicht: man kann nicht einfach stipulieren, dass der Gott in W etwas weiß und nicht V nicht. Denn nach der von uns vorgeschlagenen Erklärung führt das doch dazu, dass er weiß, auf welchem Berg er lebt.
Lewis/Stalnaker: seine Erklärung ist plausibel, wenn man sie als Metapher für eine Lokalisation im logischen Raum auffasst:
logischer Raum/Lewis/Stalnaker: Angenommen, eine Karte des logischen Raums, aufgeteilt in große Regionen, die MöWe entsprechen und darin kleinere Unterteilungen, die Lokalisierungen innerhalb von MöWe repräsentieren.
Pointe: dann können wir jemand mitteilen, in welcher großen Region er ist, ohne ihm zu sagen, wo genau darin er lokalisiert ist.
modaler Realismus/logischer Raum/Stalnaker: für ihn mag dieses Bild angemessen sein.
Aktualismus/logischer Raum/Lokalisierung/Stalnaker: für den Aktualismus ist dieses Bild irreführend: zu wissen, in welchem Land man ist, ist verschieden davon zu wissen, wo in dem Land man ist, aber es ist nicht so klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, dass man etwas darüber weiß, in welcher MöWe man ist und dem Wissen, welche MöWe die aktuale ist.
Das gesteht auch Lewis zu.
Stalnaker: mein Ansatz scheint eigentlich nahe an dem von Lewis zu sein, aber nein.
Zentrierte MöWe: man sollte vielleicht statt von ununterscheidbaren MöWe von zentrierten Welten (nach Quine) sprechen. Diese sind dann unterscheidbar.
Ununterscheidbarkeit/MöWe/Stalnaker: distinkte aber ununterscheidbare MöWe wären dann dieselben Welten, aber mit unterschiedlichen Zentren.
Einstellung/Eigenschaften/Propositionen/zentrierte Welt/Lewis: Objekte von Einstellungen als Mengen zentrierter MöWe zu behandeln macht sie zu Eigenschaften statt Propositionen.
zentrierte MöWe/Stalnaker: ich stimme zu, dass mögliche Situationen normalerweise, vielleicht sogar wesentlich, zentriert sind im Sinne einer Repräsentation eines bestimmten geistigen Zustands.
II 146
StalnakerVsLewis: das macht den Ansatz (Götter-Bsp) aber komplizierter, wenn es um die Relationen zwischen verschiedenen mentalen Zuständen geht. Bsp vergangene mit gegenwärtigen Zuständen zu vergleichen ist dann schwieriger, oder Relationen zwischen den Überzeugungen verschiedener Personen.
Information/Kommunikation/Stalnaker: wir brauchen dann zusätzliche Erklärungen darüber, wie Informationen ausgetauscht werden. Zwei Beispiele:
Bsp O’Leary ist aus seinem Kofferraum befreit und fragt sich gegen neun:
a) „Wie spät war es, als ich mich frage, wie spät es sei?“
Stalnaker: das ist dieselbe Frage wie die, dieser damals stellt.
Wenn er erfährt, dass es drei Uhr war, ist sein Zweifel beseitigt.
Lösung: der Zweifel ist beseitigt, weil alle möglichen Situationen (MöWe) in denen ein Gedanke zu zwei verschiedenen Zeiten vorkommt, involviert sind. De Zentren dieser Situationen haben sich bewegt in dem Sinn, dass es jetzt neun Uhr ist, und O’Leary nicht mehr im Kofferraum, aber dennoch kann es sein, dass das erste Vorkommnis des damaligen Gedankens ist, an das O’Leary jetzt denkt.
Pointe: diese Verschiebung des Zentrums erfordert nicht, dass die MöWe, die die Propositionen charakterisieren, verändert werden.
b) „Wie spät war es, als ich mit fragte, ob es drei oder vier sei?“. (Wenn er sich zweimal fragte)
Ununterscheidbarkeit: selbst wenn die beiden Vorkommnisse für O’Leary ununterscheidbar waren, kann es immer noch sein, dass es das erste Mal war, an das sich O’Leary gegen neun Uhr erinnert.
StalnakerVsLewis: sein Ansatz ist komplizierter. Nach seinem Ansatz müssen wir um drei Uhr sagen, O’Leary wundert sich über seine gegenwärtige zeitliche Lokalisierung in der aktualen Welt (WiWe), statt sich zu fragen, in welcher MöWe er ist.
Dagegen: um neun sieht die Sache ganz anders aus: jetzt fragt er sich, ob er in einer MöWe lebt, vo ein bestimmter Gedanke um drei vorkam oder um vier. Das ist unnötig kompliziert.
Bsp Lingens, immer noch in der Bibliothek, trifft Ortcutt und fragt ihn, „Weiß Du, wer ich bin?“ – „Du bist mein Cousin, Rudolf Lingens!“.
Stalnaker: das scheint eine einfache und erfolgreiche Kommunikation zu sein. es wurde Information verlangt und gegeben. Die Frage wurde beantwortet.
II 147
Proposition/Stalnaker: (Propositionen als Glaubensobjekte) Ortcutts Antwort drückt eine Proposition aus, die zwischen möglichen Situationen unterscheidet, und Lingens Zweifel beseitigt. StalnakerVsLewis: nach seinem Ansatz (Selbstzuschreibung von Eigenschaften) ist es wiederum komplizierter:
Lingens: fragt, ob er sich selbst eine gewisse Menge von Eigenschaften korrekterweise i zuschreibt.
Ortcutt: antwortet, indem er sich selbst eine ganz andere Menge von Eigenschaften zuschreibt.
Lingens: muss die Antwort dann danach erst selbst erschließen. So sind alle Antworten in Kommunikation immer indirekt. ((s) Auch StalnakerVsChisholm, implizit).
Kommunikation /Lewis/Chisholm/StalnakerVsLewis/StalnakerVsChsholm: alle Leute reden dann immer nur von sich selbst.
Lösung/Stalnaker: Lewis müsste sonst zwischen Einstellungen und Sprechakten unterscheiden und sagen, dass Sprechakte Propositionen als Objekt haben und Einstellungen Eigenschaften als Objekt.
Problem/StalnakerVsLewis: Lewis kann nicht intuitionsgemäß sagen, dass der Inhalt von Ortcutts Antwort die Information ist, die Lingens’ Zweifel behebt.
Das ist auch ein Problem für Perrys Ansatz. (> StalnakerVsPerry)

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLewis Lewis Vs Montague, R.
 
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I 10
Erlebnis: nicht identisch mit der Eigenschaft, die man jemandem dadurch zu spricht, daß man sagt, er habe dieses Erlebnis. Erlebnis: derjenige Zustand, der eine gewisse definierende kausale Rolle innehat.
Eigenschaft: eben die Eigenschaft, sich in dem Zustand zu befinden.
Bsp Schmerzen sind nicht identisch mit der Eigenschaft, Schmerzen zu haben! »Schmerz« ist ein kontingenter Name., das heißt, der hat in verschiedenen möglichen Welten verschiedene Denotationen. (Nicht starr). I 10
»Die Eigenschaft, Schmerzen zu haben«, ist demgegenüber ein nicht-kontingenter Name. (Starr, in jeder möglichen Welt das gleiche).( I 11 + MontagueVsLewis,LewisVsMontague).
- - -
V 37
Def Determinismus/mögliche Welten/MöWe/Lewis: wenn zwei MöWe den Gesetzen perfekt gehorchen, dann sind sie entweder exakt gleich durch die ganze Zeit oder in keinen zwei Zeitabschnitte gleich. Nehmen wir um des Arguments willen einmal an, dass die Naturgesetze deterministisch seien. Meine Definition von Determinismus rührt von Montague her, weicht aber in zwei Punkten von im ab:
LewisVsMontague:
1. ich vermeide seine mathematische Konstruktion von ersatz worlds (Ersatz Welten ((s) anderswo: = Mengen von Sätzen)). 2. Ich nehme zeitweise Gleichheit von Welten als einfache Relation. Montague statt dessen nimmt die Relation, dieselbe vollständige Beschreibung in einer bestimmten Sprache zu haben, als Grundrelation, die er unspezifisch lässt.
Meine Definition setzt voraus, dass wir verschiedene Zeitabschnitte von einer Welt zur anderen identifizieren können.
V 246
Def Ereignis/Richard/Montague/Lewis: (1969) bestimmte Eigenschaften von Zeit. Das Ereignis geschieht zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten MöWe dann und nur dann, wenn das Ereignis zu der Welt und zu der Zeit gehört. D.h. das Ereignis wird mit der Eigenschaft identifiziert, eine Zeit zu sein, wann das Ereignis geschieht.
LewisVsMontague: ich denke, mein Ansatz hat zwei kleinere Vorzüge:
1. in der RT ist es nicht immer klar, was Zeit überhaupt ist,
2. Angenommen, ein Montague Ereignis geschieht zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Möwe, dann müssen wir den Ort erst finden. Bei meinem Ansatz ist die Region sofort gegeben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Lewis Vs Nominalismus
 
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Schwarz I 94
Eigenschaften/Mengenlehre//Lewis/Schwarz: wie ist es dann zu verstehen, dass Identität transitiv ist, Elementschaft aber nicht? Das muss Lewis uminterpretieren: Identität/Lewis: dass sie transitiv ist, heißt nur, dass immer wenn A = B und B = C, dann auch A = C.
SchwarzVsLewis: damit fällt LewisVsNominalismus: dieser wolle „alle Sätze über Eigenschaften irgendwie uminterpretieren“ dieser Vorwurf fällt damit auf Lewis selbst zurück.
Schwarz: aber vor diesem Problem steht jeder, der eine konsistente Theorie von Eigenschaften vertreten möchte. Es hilft z.B. nicht, Eigenschaften als irreduzible abstrakte Entitäten aufzufassen: auch dann kann es die Russell Eigenschaft ((s) nicht auf sich selbst zuzutreffen) nicht geben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Lewis Vs Parfit, D.
 
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IV 55
Identität/Kontinuität/Überleben/Person/Lewis: Problem: wir haben eine Frage gestellt und zwei Antworten bekommen: a) Identität: kann nur totale Identität sein
b) Kontinuität: kann graduell sein.
Welches von beidem soll denn nun relevant sein beim Überleben?
Wenn wir wählen müssten, sollten wir die alltagssprachliche Platitüde vor der philosophischen Spitzfindigkeit bevorzugen.
Die einzige Hoffnung ist, dass Identitätssicht und Kontinuitätsversion irgendwie zu versöhnen sind. Das möchte ich VsParfit verteidigen.
IV 57
Identität/Kontinuität/Überleben/Person/Parfit: These: nicht beide Antworten (Kontinuität und Identität) können richtig sein, daher müssen wir wählen. a) Identität: ist eine Relation mit einem bestimmten formalen Charakter: sie ist eins zu eins und kann nicht graduell sein.
b) Kontinuität: (und Verbundenheit) (z.B. in Bezug auf Mentales) kann eins zu vielen oder vieles zu eins sowie graduell sein.
Parfit: deswegen ist es die Kontinuität und Verbundenheit, die bei der personalen (temporalen) Identität (Überleben) relevant ist.
c) was beim Überleben wichtig ist, ist also nicht Identität! Höchstens eine Relation die soweit mit Identität zusammenfällt, dass Problemfälle nicht auftreten.
LewisVsParfit: jemand anderes könnte das Argument genauso gut in der anderen Richtung vertreten, und Identität als relevant hinstellen. Und natürlich ist die Identität das. worauf es letztlich ankommt! Daher muss man die Divergenz zwischen a) und b) beseitigt werden!
Ich stimme mit Parfit überein, dass Kontinuität und Verbundenheit ausschlaggebend ist, aber sie ist eben nicht als Alternative zur Identität zu sehen.
Grenzfall/Parfit: Problem: Grenzfälle müssen irgendwie willkürlich entschieden werden.
Identität/Kontinuität/Überleben/Person/LewisVsParfit: die Opposition zwischen Identität und Kontinuität ist falsch.
Intuitiv geht es auf jeden Fall um Identität. Und zwar um buchstäbliche!
Def Identität/Lewis: die Relation, in der alles zu sich selbst und zu nichts anderem steht. …+… R-relation, I-Relation
IV 58
Def R Relation/Identität/Kontinuität/Person/Lewis: eine bestimmte Relation und Verbundenheit unter Person Zuständen. Def I Relation/Lewis: Frage: welche der dauerhaften Personen sind identisch mit den früheren?
Aber genauso gibt es natürlich auch I Relationen zwischen den einzelnen Zuständen!
IV 73
ParfitVsLewis: man sollte unsere gemeinsamen Ansichten nicht mit dem common sense kreuzen. D.h. es geht um einen anderen Sinn von Überleben.
Bsp kurz nach der Spaltung stirbt eine der beiden dP (continuants), die andere lebt noch sehr lange.
S sei der zu t0 (vor der Spaltung) geteilte Zustand, aber nachdem gewußt wird, dass die Spaltung stattfinden wird. Dann ist der Gedanke, der in S gefunden wir der Wunsch nach überleben, und zwar äußerst common sense mäßig und ganz unphilosophisch.
Da S ein geteilter Zustand (Stadium) ist, ist es auch ein geteilter Wunsch.
Problem: C2 hat das Überleben, das er sich erwünscht und es kommt ja auf mentale Kontinuität und Verbundenheit an. (RR) aber wie sieht es für C1 (den früh sterbenden continuant) aus?
IV 74
Lewis: ich hatte geschrieben, worauf es ankommt, ist die Identität beim Überleben. Dann ist für den kurz lebenden C1 das Stadium S zu t0 tatsächlich Ir zu Zuständen in der fernen Zukunft wie z.B. S2, nämlich über den lang lebenden C2! ParfitVsLewis: "Aber ist das nicht die falsche Person?"
Lewis: tatsächlich, wenn C1 wirklich den Wunsch hat, dass er selbst (C1) überlebt, dann ist dieser Wunsch nicht erfüllt.
(Lewis geht aber auf das schwierigere Problem ein):
LewisVsParfit: aber ich glaube, er kann diesen Wunsch gar nicht haben! es gibt eine Grenze für alltagspsychologische Wünsche unter Bedingungen geteilter Zustände.
Der geteilte Zustand S denkt für beide. Jeder Gedanke, den er hat, muss geteilt werden. er kann nicht eine Sache im Namen von C1 und eine Sache im Namen von C2 denken.
Wenn andererseits C1 und C2 alltagsverständlich etwas teilen sollen, dann muss es ein "pluraler" Wunsch sein, "laß uns überleben".
Hier müssen wir nun zwischen zwei pluralen Wünschen unterscheiden:
a) schwach: laß wenigstens einen von uns überleben
b) stark: laß uns beide überleben.
Weil diese Wünsche plural und nicht singulär sind, sind sie nicht common sense. Und zwar, weil alltagspsychologisches Überleben eher in Begriffen des Überlebens von dP als von Relationen von Zuständen verstanden wird.
Der schwache Wunsch von C1 entspricht dem Wunsch nach IR für zukünftige Zustände. Dann entspricht die IR auch der RR. und dem entsprechenden Wunsch.
Wenn C1ens Wunsch stark ist, wird er nicht befriedigt. Dann entspricht er auch nicht dem "philosophischen Wunsch"
IV 75
nach RR für zukünftige Stadien und Parfit hat recht VsLewis. LewisVsParfit: aber sollten wir sagen, dass C1 überhaut diesen starken Wunsch hat? Ich denke, nein. Denn wenn C1 ihn haben kann, kann ihn auch C2 haben.
Bsp Angenommen, (nach Justin Leiber): ein Wunsch wird von Zeit zu Zeit aufgezeichnet, nach gewisser Zeit aber wieder gelöscht. Das entspricht dem schwachen Wunsch nach Überleben, aber nicht dem starken. Angenommen, die Aufnahme erfolgt zur Zeit der Spaltung, C1 stirbt kurz danach durch einen Unfall. C2, überlebt.
Zusätzliche Komplikation: C" erlebt danach eine Körpertransplantation. Wenn Ihr Wunsch zu überleben dann erfüllt sein soll, ist er überwiegend der schwache Wunsch.
Person/Überleben/Identität/LewisVsParfit: Bsp bis jetzt hatten wir angenommen, dass beide vor der Spaltung wissen, dass es zur Spaltung kommen wird. Jetzt
Angenommen (Variante): beide wissen nicht von der kommenden Spaltung.
Frage: können wie dann nicht doch perfekt den Wunsch teilen: "laß mich überleben"?.
Problem: dass C1 und C2 den Wunsch teilen beruht auf der falschen Präsupposition, dass sie eine Person sind. D.h. das "mich" ist eine falsche Kennzeichnung. Es kann sich nicht auf C1 in C1’ Gedanken und nicht auf C2 in dessen Gedanken beziehen. Denn diese Gedanken sind ein und derselbe.
Vs: aber ihr Wunsch zu überleben ist erfüllt! Zumindest der von C2 und der von C1 ist ja nicht unterschieden. Dann kann ihr Wunsch nicht nur in dem unerfüllbaren singulären Wunsch bestehen. Sie müssen beide auch den schwachen pluralen Wunsch haben, auch wenn sie die Spaltung nicht vorher wissen.
Pointe: das gilt dann auch für uns alle, obwohl wir nicht oft gespalten werden, sind viele unserer gegenwärtigen Wünsche sind keine aktuellen Vorkommnisse:
Bsp
Der Wunsch vor unvorstellbaren Schmerzen verschont zu bleiben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Lewis Vs Perry, J.
 
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IV 70
Person/Identität/Spaltung/Perry/Lewis: wir beide haben dasselbe Ziel, aber verschiedene Prioritäten. Perry: gebraucht nicht die zeitliche Identität (Identität zu t). Er erlaubt nicht die Identifikation der I-Relation (IR) und der R-Relation (RR) sondern nur von gewissen zeitlichen Unterrelationen von ihnen.
LewisVsPerry: dazu muss er eine unintuitive Unterscheidung zwischen Personen, die zu verschiedenen Zeiten existieren (Zustände haben) einführen. ((s) >Castaneda: "flüchtige Iche").
Alle Personen sind bestimmbar zu einer Zeit (außer den Problemfällen).
Bsp Stadium S1 sei R relativiert zu t kurz R1r in Bezug auf S2 dann und nur dann, wenn S1 und S2 Rr simpliciter sind, und auch S2 zu t lokalisiert ist. Dann ist die R1Relation die R Relation zwischen Stadien zu t und anderen Stadien zu anderen Zeiten oder zu t.
IV 71
Und S1 ist Ir zu t kurz I1 relativ auf S2 wenn beide S1 und S2 Stadien einer dP sind, die bestimmbar zu t ist und S2 zu t lokalisiert ist. Dabei müssen wir dP auslassen, die nicht zu t bestimmbar sind. Dauerhafte Person/Perry: (continuant, dP): ein C ist eine dP wenn für ein Person Stadium S, lokalisiert zu t, C das Aggregat ist, das alle und nur Stadien umfasst, die Rtr auf S sind.
Allgemein, eine dP ist ein continuant, der zu einer Zeit bestimmbar ist. Niemand ist zu dauerhafter Unidentifizierbarkeit verurteilt.
Def Lebenszeit/Perry: dauerhafte Person, (continuant).
Def Zweig/Terminologie/Perry: maximal R korreliertes Aggregat von Person Stadien (genau das, was ich eine dP nenne).
Spaltung: hier sind einige Lebenszeiten keine Zweige. Das ganze ist eine Lebenszeit (kein Zweig) die bestimmbar ist zu t0 (vor der Spaltung). C1 und C2 sind noch gar nicht unterscheidbar, während C nicht mehr bestimmbar ist zu t1 (nach der Spaltung).
PerryVsLewis: These: die RR ist nicht dasselbe wie die IR (in diesem Fall). Denn C ist eine Lebenszeit und dann sind nach Perry S1 und S2 I r, aber wegen der Spaltung nicht R r.
Daraus folgt, dass für jede Zeit t die RtR dieselbe wie die I1R ist.
Lewis: vielleicht genügt das, dann jede Frage nach dem Überleben oder der Identität entsteht ja zu einer bestimmten Zeit! D.h. zu t sind nur die RtR und ItR relevant.
Es ist harmlos, dass S1 und S2 Ir sind weil sie weder It0 noch It1r noch überhaupt Itr zu irgendeiner Zeit t sind.
Perry These: jedes Person Stadium zu einer Zeit muss zu genau einer dP bestimmbar zu der Zeit gehören. Personen können wohlgemerkt Stadien teilen:
Bsp Spaltung: S gehört zu drei Lebenszeiten: C, C1, C2 aber nur zu zwei Zweigen: C1 und C2. S1 gehört zu zwei LZ C und C1 aber nur zu einem Zweig: C1.
Stadien/Perry: werden aber nur dann geteilt, wenn alle bis auf einen Träger nicht bestimmbar sind.
Deshalb können wir mit Identität zählen, wenn wir nur die Personen zählen, die zu einer Zeit bestimmbar sind und bekommen die richtige Anwort. Eine Person existiert vor der Spaltung, zwei nachher.
Insgesamt sind es drei, aber dann werden auch die nichtbestimmbaren gezählt! Aber bei der Spaltung verschwindet die erste und zwei neue entstehen.
LewisVsPerry: ich gebe zu, dass Zählung durch Identität zu t etwas kontraintuitiv ist, aber ist es nicht genauso kontraintuitiv, unbestimmbare Personen auszulassen?
"es gibt"/existeren: zeitlos gesehen gibt es Personen, sie existieren aber zu einer Zeit. (d.h. sie haben Zustände, Stadien).
IV 72
Und damit sind sie nicht identisch mit den Personen, die wir zählen. Ist es nicht ungerechtfertigt, sie auszuschließen? Perry kann sagen: wir haben ausgezeichnete praktische Gründe. Methusalem/Perry/Lewis: Perry geht nicht darauf ein, sein Ansatz kann aber darauf angewendet werden:
Das Ganze von Methusalem ist sowohl Lebenszeit als auch Zweig und damit eine unproblematische Peson.
Zweige/Lewis: (= continuants, dauerhafte Personen) die (willkürlich gewählten) Segmente von 137 Jahren. Für Perry wären es die doppelten 274 Jahre.
Lebenszeit: ist bei den trivialen Ausnahmefällen des Beginns und des Endes nicht identisch. D.h. die ersten und die letzten 137 Jahre sind beides: Zweig und Lebenszeit, da sie nicht auseinanderklaffen können.
Jedes Stadium gehört zu genau einer Person, die zu t bestimmbar ist und zu unendlich vielen nichtbestimmbaren Personen!
Zählung nach Identität liefert die richtige Antwort, weil sie die unbestimmbaren auslässt.
RtR und ItR sind für jede Zeit t identisch, aber sie RR und die IR differieren für je zwei Stadien, die weiter als 137 Jahre auseinander liegen. (Aber nicht mehr als 274).
Identität/Perry: er sagt nichts über Grade personaler Identität.
Lewis: er könnte sie aber übernehmen.
LewisVsPerry: pro Perry was die normalen Fälle betrifft, aber bei pathologischen Fällen (Spaltung usw.) fehlt ein genauer Punkt der Referenz:
Das führt wieder zu Überbevölkerung:
Bsp wie viele Personen waren bei einer Spaltung involviert, die sich vor langer Zeit ereignete? Ich sage: zwei Perry: drei. Oder er sagt: keine heute bestimmbaren.
- - -
IV 151
Heimson Bsp/LewisVsPerry: soweit sein Argument und ich glaube, dass es funktioniert, aber es ist zu kompliziert, ohne extra etwas zu leisten. Seine Lösung muss mindestens so gut sein wie meine, weil sie ein Teil meiner Lösung ist. Wann immer ich sage, dass jemand sich die Eigenschaft X zuschreibt, sagt Perry: das erste Objekt ist ein Paar von ihm und der Eigenschaft X. Das zweite Objekt ist dann die Funktion die irgendeinem Subjekt das Paar Y und X zuschreibt.
Der scheinbare Vorteil bei Perry ist, dass er Fremdzuschreibung genauso gut wie Selbstzuschreibung erklärt.
Glauben de re: Zuschreibung von Eigenschaften an Individuen.
Perrys Schema ist gemacht für Zuschreibung de re, aber de se fällt darunter als Spezialfall.
IV 152
De re: Heimson und der Psychiater stimmen darin überein, Heimson die Eigenschaft, Hume zu sein, zuschreiben. LewisVsPerry: meine Lösung ist einfacher: die Selbstzuschreibungen eines Subjekts sind das Ganze seines Glaubenssystems ((s) >Chisholm).
Fremdzuschreibungen: sind keine weiteren Glaubenseinstellungen neben den SZ.
Glauben/Überzeugung/LewisVsPutnam: ist im Kopf! ((s) Putnam spricht auch nur von Bedeutungen, die nicht im Kopf sind.)
Lewis: aber ich stimme mit Perry überein, dass Glauben de re im allgemeinen nicht im Kopf sind, weil sie in Wirklichkeit gar nicht Glauben sind! Sie sind Sachverhalte, Kraft der Relationen des Glaubens des Subjekts zu den Dingen.
LewisVsPerry: sein Schema repräsentiert neben Glauben noch etwas anderes. Für Glauben ist es redundant. Wenn wir ein paar erste Objekte haben und ein paar erforderliche Tatsachen die nicht über Glauben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Lewis Vs Plantinga, A.
 
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Bigelow I 181
Repräsentation/Proposition/Struktur/LewisVsPlantinga: seine (strukturlosen) Propositionen machen Repräsentation zu etwas Magischem. Lösung/PlantingaVsLewis: Repräsentation wird eben als Grundbegriff genommen und ist völlig verständlich und nicht magisch.

Bigelow I 228
Zugänglichkeit/Lewis: ihre Grade sollten als Grade von Ähnlichkeit verstanden werden. Ähnlichkeit/Lewis: hier müssen wir die relevante Ähnlichkeit erkennen. Wichtiger ist die in Bezug auf bestimmte Gesetze! Damit werden Gesetze bei der Erklärung schon vorausgesetzt. (Lewis 1979, 1986a - JacksonVsLewis: Jackson 1977a: Kausalität statt Ähnlichkeit)
I 231
BigelowVsVs/BigelowVsLewis: wir leugnen, dass Zugänglichkeit durch Ähnlichkeit erklärt werden muss. Die am leichtesten zugängliche Welt muss nicht die ähnlichste Welt sein. - - -
Schwarz I 68
Def Mögliche Welt/MöWe/Plantinga: als maximal mögliche Sachverhalte (SV). („magischer Ersatzismus“)
Schw I 69
SV als abstrakte Entitäten, über deren Struktur sich nicht viel sagen lässt. Jedenfalls sind sie keine realen Universen oder Konstruktionen aus realen Dingen. Existenz/“Bestehen“/Plantinga: (>“es gibt“): ist eine grundlegende Eigenschaft, die nicht weiter analysiert werden kann. Andere Sachverhalte bestehen nicht, könnten aber bestehen.
Def maximal/Sachverhalt/Plantinga: ein Sachverhalt ist maximal, wenn sein Bestehen für jeden anderen SB entweder dessen Bestehen oder Nicht Bestehen impliziert.
MöWe/Plantinga: sind maximal mögliche Sachverhalte. Bsp Dass "in" einer möglichen Welt Esel sprechen können, heißt, dass Esel sprechen könnten, wenn der Sachverhalt die Eigenschaft des Bestehens hätte.
VsPlantinga: dieser Zusammenhang zwischen einer primitiven Eigenschaft abstrakter Entitäten und der Existenz sprechender Esel muss als unerklärbar akzeptiert werden. Insbesondere hat er nichts mit der internen Struktur oder Zusammensetzung der abstrakten Entität zu tun: diese enthält weder einen sprechenden Esel noch ein Bild oder Modell eines Esels, noch einen Satz oder ein Zeichen, dass irgendwie sprechende Esel repräsentiert.
LewisVsPlantinga: 1.warum kann diese abstrakte Entität nicht jene primitive Eigenschaft haben, obwohl es keine sprechenden Esel gibt? Woher diese notwendige Beziehung zwischen distinkten Entitäten?
2. Plantingas Sachverhalte machen eine Reduktion modaler Wahrheiten auf Wahrheit darüber, was für Dinge mit was für Eigenschaften es gibt, unmöglich. Plantinga setzt in der Charakterisierung von möglichen Welten damit schon Modalität voraus. ((1986e,§3,4)
3. Wir wollen auch nicht nur über mögliche Welten, sondern auch über deren Bewohner reden. Plantinga muss Sherlock Holmes als irreduzible abstrakte Wesenheit annehmen. (Plantinga 1976,262 272). Dies ist eine nicht qualitative (haecceitistische) Eigenschaft, die notwendig genau dann von einen Gegenstand x instantiiert wird, wenn x Holmes ist. Wenn wir im modalen Realismus also unzählige bloß mögliche Dinge haben, dann haben wir bei Plantinga unzählige Wesenheiten bloß möglicher Dinge.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Lewis Vs Possibilia
 
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Schwarz I 87
Possibilia/MöWe/mögliche Welten/possibilistischer Strukturalismus/Lewis/Schwarz: (1991,1993d) hier ging Lewis davon aus, These: dass es deutlich weniger Bewohner von MöWe (Possibilia) gibt als Mengen. ML: für sie mussten also zusätzliche Entitäten neben den Possibilia angenommen werden. Diese zusätzlichen Entitäten sollten dann gerade die Mengen (und Klassen), wie die 5. Bedingung (s.o.) verlangt.
Lewis später: akzeptiert, dass es mindestens so viele Possibilia wie Mengen (s.o. Abschnitt 3.2). Dann könnte man auf die zusätzlichen mathematischen Entitäten verzichten (Lewis pro). Dann streichen wir die 5. Bedingung. Dann müssen „viele“ Bewohner von MöWe Mengen sein.
Schw I 88
Denn Lewis setzt voraus, dass es mehr Mengen als Individuen gibt. Denn wenn es „viele“ Individuen gibt, dann auch „viele“ individuelle Atome, Atome von Individuen. Es gibt aber mehr Summen individueller Atome als individuelle Atome. Dann gibt es auch mehr Individuen als Atome überhaupt und dann nach Bedingung (1) und (3) auch mehr Einermengen als Atome, im Widerspruch zu (2). Possibilia/Lewis/Schwarz: wenn sie keine Kardinalität haben, können nicht alle Possibilia Individuen sein.
Def possibilistischer Strukturalismus/Lewis/Schwarz: mathematische Aussagen handeln ohnehin nicht nur von mathematischen Entitäten, sondern teilweise auch von Possibilia. Warum dann nicht nur von diesen?
Pro: er kommt nicht nur ganz ohne primitives mathematisches Vokabular, sondern auch ohne primitive mathematische Ontologie aus. Damit erledigen sich Fragen nach deren Herkunft und unserem epistemischen Zugang. Handeln mathematische Aussagen von Possibilia, ergibt sich ihr
modaler Status aus der Logik unbeschränkter Modalität: Für unbeschränkt
modale Aussagen fallen Wahrheit, Möglichkeit und Notwendigkeit zusammen
(s.o. Abschnitt 3.6).
Lewis: kann aber die mathematische Entitäten nicht einfach streichen. (LewisVsField): Problem: gemischte Summen. Bsp wenn einige Atome in Cäsars Gehirn als Einermengen und andere als Individuen eingestuft werden, dann ist Cäsar eine gemischte Summe.
Gemischte Summe/Mereologie/Lewis: ist aber selbst weder Individuum noch Klasse.
Klasse: Summe von Einermengen.
Schw I 89
gemischte Summen: sind in Lewis’ Originalsystem auch keine Elemente von Mengen. Schwarz: das ist mengentheoretisch unmotiviert: nach der iterativen Auffassung hat absolut alles eine Einermenge. Lewis ignoriert gemischte Summen sowieso meist.
Problem: nicht unter jeder Einermengenbeziehung gibt es eine Einermenge von Cäsar.
Lösung: a) auch gemischten Summe eine Einermenge zugestehe. Vs: es gibt mehr gemischte Summen als Einermengen, das funktioniert also nicht.
b) Forderung: dass alle „kleinen“ gemischten Summen eine Einermenge haben.
c) eleganter: gemischte Summe dadurch erledigen, dass man Individuen verbietet. Wenn man Klassen mit gewöhnlichen Possibilia identifiziert, könnte man jedes Atom als Einermenge behandeln. Bsp Cäsar ist dann immer eine Klasse, seine Einermenge Gegenstand der reinen Mengenlehre.
LewisVs: das funktioniert in seiner ML (anders als bei ZFC) nicht. Denn wir brauchen mindestens ein Individuum als leere Menge.
Einermenge/Lewis/Schwarz: da ein einziges individuelles Atom dazu aber ausreicht, könnte man an Stelle von (1) (3) Einermengenbeziehungen auch als beliebige eineindeutige Abbildungen von kleinen Dingen in alle Atome außer einem bestimmen. Dieses eine Atom ist dann die leere Menge relativ zur jeweiligen Einermengen Beziehung. (> QuineVsRussell: mehrere leere Mengen, dort je nach Typ).
Lösung/Daniel Nolan: (2001, Kaß 7, 2004): VsLewis, VsZermelo: leere Menge als echter Teil von Einermengen:
Def „Esingleton“ von A /Nolan: {A} besteht aus 0 und einem Ding {A} – 0 . (Terminologie: „Singleton“: einzige Karte einer Farbe).
Esingleton/Nolan: für sie gelten ähnliche Annahmen wie bei Lewis für Einermengen.
Gemischte Summe/Nolan: dieses Problem wird zu dem von Summen aus 0 und Atomen, die keine Esingletons sind. Diese sind bei Nolan nie Elemente von Mengen.
Gegenstand/Nolan: (2004.§4):nur gewisse „große“ Dinge kommen als 0 in Frage. Also werden alle „kleinen“ Dinge als Elemente von Klassen erlaubt.
Individuum/Nolan: viele „kleine“ Dinge sind bei ihm unter allen Esingleton Beziehungen Individuen.
Leere Menge/Schwarz: alle diese Ansätze sind nicht makellos. Die Behandlung der leeren Menge ist immer etwas künstlich.
Schw I 90
leere Menge/Lewis/Schwarz: Menge aller Individuen (s.o.): Das hat einen guten Grund! ((s) Also gibt es keine Individuen und die leere Menge wird gebraucht, um das auszudrücken.). Teilmenge/Lewis/Schwarz: ist dann disjunktiv definiert: einmal für Klassen und einmal für die leere Menge.
possibilistischer Strukturalismus/Schwarz: ist elegant. Vs: er verhindert mengentheoretische Konstruktionen von MöWe (etwa als Satzmengen).
Wenn man Wahrheiten über Mengen auf solche über Possibilia reduziert, kann man Possibilia nicht mehr auf Mengen reduzieren.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsLewis Physikalismus Vs Reduktionismus
 
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Schwarz I 156
Physikalismus/VsReduktionismus/VsLewis. andere Autoren: der Physikalismus ist gar nicht auf die a priori Ableitbarkeit der mentalen aus den physikalischen Wahrheiten festgelegt, nur auf Supervenienz mentaler auf physikalischen Tatsachen. Das muss aber nicht a priori sein. Es kann A posteriori Notwendigkeit sein. Wie Bsp die Beziehung zwischen H2O-Wahrheiten und Wasser Wahrheiten. (Das ist der nicht reduktive Physikalismus). LewisVs: das ist ein Missverständnis über a posteriori Notwendigkeit: Bsp Angenommen, „Wasser ist H2O“ ist a posteriori notwendig.: dann liegt das nicht daran, dass hier eine modale Tatsache besteht, eine Notwendigkeit, die wir nur a posteriori entdecken können, sondern vielmehr daran, dass die Bedeutung gewisser Wörter von kontingenten, empirischen Faktoren abhängt: nach unseren Konventionen greift „Wasser“ in allen möglichen Welten denjenigen Stoff heraus, der bei uns Seen und Bäche füllt. „Wasser ist H2O“ ist a posteriori, weil man erst einmal herausfinden muss, dass der Stoff, der bei uns Bäche und Seen füllt, H2O ist. Das ist eine kontingente Tatsache die gewöhnlich chemische Untersuchung erfordert, keine Ausflüge in den modalen Raum. Die H2O -ahrheiten implizieren deshalb a priori die Wasser Wahrheiten.
Wenn Schmerz a posteriori identisch ist mit einem physikalischen Zustand, dann muss auch das daran liegen, dass der Bezug von „Schmerz“ von kontingenten Tatsachen abhängt, davon, was für ein Zustand bei uns die und die Rolle spielt ((s) nicht, was für eine Sprachkonvention wir haben). (vgl. 1994b,296f).

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Verschiedene Vs Semantischer Wert Schwarz I 198
Def semantischer Wert/Lewis/Schwarz: im nächsten Schritt werden semantische Werte zugeteilt: aus diesen sollen am Ende die Wahrheitsbedingungen (WB) von Sätzen (Funktionen von möglichen Situationen auf Wahrheitswerte) hervorgehen.
Schw I 199
Kategorie N: diesen Ausdrücken wird in der intensionalen Semantik eine Funktion von möglichen Situationen auf Dinge zugewiesen. Die Werte für andere Kategorien ergeben sich dann wieder aus ihrer syntaktischen Rolle: Bsp da „lacht“ ein Ausdruck der Kategorie (S/N) ist, muss sein semantischer Wert zusammen mit dem Wert eines N -Ausdrucks den Wert eines S-Ausdrucks liefern.
Bsp der semantische Wert von „lacht“ ist also eine Funktion von N-Werten (Funktionen von möglichen Situationen auf Individuen) auf S Werte (Funktionen von möglichen Situationen auf WW).
Bsp das Adverb „laut“ hat als semantischen Wert eine Funktion von (S/N)-Werten auf (S/N)-Werte (Also eine Funktion von Funktionen von Funktionen von Situationen auf Individuen auf Funktionen von Situationen auf Wahrheitswerten (WW) auf Funktionen von Funktionen von Situationen auf Individuen auf Funktionen von Situationen auf WW).
Bedeutung/Vssemantischer Wert/VsLewis: Frage: ist die Bedeutung von „Frieda“ wirklich eine Funktion von Situationen auf Individuen, und nicht einfach Frieda selbst?
Lewis/Schwarz: solche Bedenken halten ihn nicht auf: um zu sagen, was Bedeutung ist, müssen wir zuerst fragen, was Bedeutung tut und dann das finden, das das macht. (1970b,193).





Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Field Vs Stalnaker, R.
 
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II 35
Proposition/Mathematik/Stalnaker: (1976,S 88): es gibt nur zwei mathematische Propositionen, die notwendig wahre und die notwendig falsche. Und wir wissen, dass die erste wahr und die zweite falsch ist. Problem: die Funktionen, die bestimmen welche der zwei ((s) Bsp „dieser Satz ist wahr“, „dieser Satz ist falsch“?) durch einen mathematische Aussage ausgedrückt wird sind gerade hinreichend komplex um Zweifel zu bekommen, welche der beiden gerade ausgedrückt wird.
Lösung/Stalnaker: deshalb sollte man die Glaubensobjekte in der Mathematik als Propositionen über die Relation zwischen Sätzen und dem was sie sagen, sein.
FieldVsStalnaker: das klappt nicht. Bsp „der Banach-Tarski-Konditional“ steht für den Konditional dessen Antezedens die Konjunktion der ML mit Auswahlaxiom (AA) ist und dessen Konsequens das Banach-Tarski-Theorem (BTT) ist.
Angenommen, eine Person bezweifelt das BTT, kennt aber die Sprachregelen, die Sätze der Sprache der ML auf Propositionen bezieht.
Nach Stalnaker würde diese Person nicht wirklich die Proposition bezweifeln, die vom BT –Konditional ausgedrückt wird, denn sie ist eine logische Wahrheit.
Field: was er in Wirklichkeit bezweifelt, ist die Proposition, die durch folgendes ausgedrückt wird:
(i) die Sprachregeln verbinden den BT-Konditional mit notwendiger Wahrheit.
Problem: weil die Person die Sprachregeln für die Sprache der ML kennt, kann er (i) nur bezweifeln, wenn er auch die durch Folgendes ausgedrückte Proposition bezweifelt:
(ii) die Sprachregeln __ beziehen den BT-Konditional auf die notwendige Wahrheit
wobei in die Leerstellen die Sprachregeln der jeweiligen Sprache gehören.
Pointe: FieldVsStalnaker: die durch (ii) ausgedrückte Proposition ist selbst eine notwendige Wahrheit!
Und weil Stalnaker von grobkörnigen Mengen von MöWe ausgeht, kann er damit nicht unterscheiden, ob irgend jemand sie glaubt oder nicht glaubt. ((s) Weil es keinen Unterschied in den Mengen von MöWe macht, weil notwendige Wahrheit in jeder MöWe gilt).
FieldVsStalnaker: der Aufstieg von mathematischen Propositionen zu metasprachlichen hat nichts gebracht.
Proposition/FieldVsStalnaker: müssen feiner individuiert werden als Mengen von MöWe und Lewis zeigt uns wie: wenn wir akzeptieren, dass das Glauben einer Proposition eine Einstellung gegenüber Sätzen involviert.
Bsp ML zu glauben ist grob gesagt dasselbe wie die Konjunktion ihrer Axiome zu glauben*.
Die geglaubten* Sätze haben verschiedene feinkörnige Bedeutungen. Daher schreibt (1) den beiden verschiedenen Personen verschiedene feinkörnige Propositionen zu.
II 45
Repräsentation/Funktionalismus/Field: 1. Frage: muß eine adäquate Glaubens-Theorie Annahmen über Repräsentationen explizit eingebaut haben? Funktionalismus/Field: bietet hier keine Alternative zu Repräsentationen. Damit meine ich mehr, als dass Funktionalismus mit Repräsentationen kompatibel ist. Das würden Lewis und Stalnaker zugeben.
Repräsentation/Lewis/Stalnaker/Field: beide würden sicher zugeben, dass, angenommen wenn man den Kopf eines Wesens öffnete und dort eine beschriebene Tafel fände, auf die verschiedene englische Sätze geschrieben wären, und wenn man ferner sähe, dass das in der richtigen Weise in das Verhalten eingeht, dann hätte wir eine starke Annahme für Repräsentationen.
Damit ist gezeigt, dass der Funktionalismus mit Repräsentationen kompatibel ist.
Repräsentation/FieldVsStalnaker/FieldVsLewis: ich will auf etwas Stärkeres hinaus, das beide sicher ablehnen würden: ich denke, die beiden würden sagen, dass wir, ohne den Kopf zu öffnen, wenig Grund haben, an Repräsentationen zu glauben.
II 46
Es wäre unfundierte neurophysiologische Spekulation. S-Proposition/Stalnaker: 2. Vorteile:
1. als grobkörniger paßt sie besser in den pragmatischen Ansatz für intentionale Zustände (wegen ihrer ((s) großzügigeren) Identitätsbedingungen für Inhalte)
2. nur so können wir Brentanos Problem der naturalistischen Erklärung von Geistzuständen lösen.
II 82
Glauben/Stalnaker: Relation zwischen kognitivem Zustand eines Handelnden und S-Propositionen.
II 83
FieldVsStalnaker. Vs 1. und 2. 1. Die ganze Idee von Bsp „das Objekt von“, „der Inhalt von“ ist mit Vorsicht zu genießen. In einem ganz allgemeinen Sinn sind sie nützlich, um Gleichheit von solchen Inhalten festzustellen. Aber das ist stark kontext-abhängig.
II 84
2. Stalnaker will nicht nur Entitäten zu Geistzuständen als ihren Inhalt zuschreiben, sondern sogar Def intrinsisch repräsentationale Entitäten/iR/Field: in ihnen ist es schon eingebaut, dass sie das reale Universum als in einer bestimmten Weise seiend abbilden.
3. selbst wenn wir solche intrinsisch repräsentationalen Entitäten als Inhalte zuschreiben, ist es nicht offensichtlich, dass es nur eine einzige Sorte von solchen iR geben sollte.
feinkörnig/grobkörnig/FieldVsStalnaker: für ihn scheint es hier eine klare Trennung zu geben, ich glaube, diese ist nicht so klar.
Daher ist es für mich auch nicht klar, ob seine S-Propositionen der richtige Inhalt sind, ich möchte sie aber auch nicht den „falschen“ Inhalt nennen.
Field These wir werden noch andere Arten von „inhalts-ähnlichen“ Eigenschaften von Geistzuständen brauchen, sowohl für die Erklärung von Verhalten als auch für den naturalistischen Zugang zum Inhalt.
Intentionalität/Geistzustand/Stalnaker/Field: Stalnaker vertritt das von ihm so genannte pragmatische Bild und glaubt dass es zu folgendem führt:
1. die Glaubensobjekte sind grobkörnig,
Def grobkörnig/Stalnaker: sind Glaubensobjekte, die nicht verschieden und gleichzeitig logisch äquivalent sein können.
2. StalnakerVs Gedankensprache. (>Mentalesisch?).
Gedankensprache/Stalnaker/Field: anscheinend glaubt Stalnaker, dass eine Gedankensprache (die feinkörniger ist), zu einer Ablehnung des pragmatischen Bilds führen müßte.
FieldVsStalnaker: das ist irreführend.
Def pragmatisches Bild/Intentionalität/Stalnaker/Field: Stalnaker These: repräsentationale Geistzustände sollten vor allem in Begriffen der Rolle verstanden werden, die sie bei der Charakterisierung von Handlungen spielen.
II 85
StalnakerVslinguistisches Bild: These: Sprechen sei nur eine Art Handlung. Es hat keinen besonderen Status. …+…

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsLewis Lewis Vs Stalnaker, R.
 
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Read III 101/102
Stalnaker setzt die Wahrscheinlichkeit der Bedingungssätze mit der bedingten Wahrscheinlichkeit gleich. LewisVsStalnaker: es gibt keine Aussage, deren Wahrscheinlichkeit durch die bedingte Wahrscheinlichkeit gemessen wird! (+ III 102)
Nach Lewis ergibt sich, dass auf Grund von Stalnakers Annahme die Wahrscheinlichkeiten beim Kartenziehen unabhängig sind. Das ist aber offensichtlich falsch (im Gegensatz zum Würfeln). Also kann die Wahrscheinlichkeit des Bedingungssatzes nicht durch die bedingte Wahrscheinlichkeit gemessen werden.
III 108
Bsp von Lewis Wenn Bizet und Verdi Landsleute wären, wäre Bizet Italiener
und
Wenn Bizet und Verdi Landsleute wären, wäre Bizet nicht Italiener.
Stalnaker: die eine oder die andere muß wahr sein.
Lewis: beide sind falsch. (Weil nur konjunktivische Bedingungssätze nicht wahrheitsfunktional sind). Die indikativischen Stücke wären im Munde derjenigen, denen ihre Nationalität unbekannt ist, ganz akzeptabel.
- - -
IV 149
Handlung/Rationalität/Stalnaker: Propositionen sind hier die geeigneten Objekte von Einstellungen. LewisVsStalnaker: es stellt sich heraus, dass er eigentlich eine Theorie der Einstellungen de se braucht.
Stalnaker: der rational Handelnde ist jemand, der verschiedene mögliche rationale Zukünfte annimmt. Die Funktion des Wunschs ist einfach, diese verschiedenen Ereignisverläufe in die gewünschten und die abgelehnten zu unterteilen.
Oder eine Ordnung oder ein Maß für alternative Möglichkeiten zu liefern in bezug auf Wünschbarkeit.
Glauben/Stalnaker: seine Funktion ist es einfach, zu bestimmen, welchen die relevanten alternativen Situationen sein können, oder sie in Bezug auf ihre Wahrscheinlichkeit unter verschiedenen Bedingungen zu ordnen.
Einstellungsobjekte/Glaubnesobjekte/Stalnaker: sind identisch dann und nur dann, wenn sie funktional äquivalent sind, und das sind sie nur dann, wenn sie sich in keiner alternativ möglichen Situation unterscheiden.
Lewis: wenn diese alternativen Situationen immer alternative MöWe sind, wie Stalnaker annimmt, dann ist das in der Tat ein Argument für Propositionen. ((s) Unterscheidung Situation/MöWe).
Situation/MöWe/Möglichkeit/LewisVsStalnaker: ich denke, es kann auch innerhalb einer einzelnen MöWe Alternativen geben!
Bsp Lingens weiß mittlerweile fast genug, um sich selbst zu identifizieren. Er hat seine Möglichkeiten auf zwei reduziert: a) er ist im 6. Stock der Stanford Bücherei, dann muss er treppab gehen oder
b) er ist im Untergeschoß der Bücherei des Widener College und muss treppauf gehen.
Die Bücher sagen ihm, dass es genau einen Menschen mit Gedächtnisverlust an jedem dieser Orte gibt. Und er hat herausgefunden, dass er einer der beiden sein muss. Seine Überlegung liefert 8 Möglichkeiten:
Die acht Fälle verteilen sich nur über vier Arten von Welten! Z.B. 1 und 3 gehören nicht zu verschiedenen Welten sondern sind 3000 Meilen entfernt in derselben Welt.
Um diese zu unterscheiden braucht man wieder Eigenschaften, ((s) Die Propositionen gelten für beide Gedächtniskünstler gleichermaßen.)
- - -
V 145
Konditionale/Wschk/Stalnaker: (1968) Schreibweise: ">" (spitz, nicht Hufeisen!) Def Stalnaker Konditional: ein Konditional A > C ist wahr gdw. die geringstmögliche Änderung, die A wahr macht, auch C wahr macht. (Revision).
Stalnaker: vermutet, dass damit P(A >C) und P(C I A) angeglichen werden, wenn A positiv ist.
Die Sätze, die wie auch immer unter Stalnaker Bedingungen wahr sind, sind dann genau die, die positive Wschk haben unter seiner Hypothese über Wschk von Konditionalen.
LewisVsStalnaker: das gilt wohl meistens, aber nicht in gewissen modalen Kontexten, wo verschiedene Interpretationen einer Sprache die gleichen Sätze verschieden bewerten.
V 148
Konditional/Stalnaker: um zu entscheiden, ob man ein Konditional glauben soll: 1. füge das Antezedens zur Menge deiner Glaubenseinstellungen hinzu,
2. mache die nötigen Korrekturen für die Konsistenz
3. entscheide, ob das Konsequens wahr ist.
Lewis: das ist richtig für ein St Kond, wenn die vorgetäuschte Revision durch Abbildung erfolgt.
V 148/149
LewisVsStalnaker: die Passage suggeriert, dass man die Art Revision vortäuschen soll, die stattfindet, wenn das Antezedens wirklich zu den Glaubenseinstellungen hinzugefügt würde. Aber das ist falsch: dann brauchte man Konditionalisierung. - - -
Schwarz I 60
Gegenstück/GS/Gegenstücktheorie/GT/Gegenstückrelation/GR/StalnakerVsLewis: wenn man ohnehin fast beliebige Relationen als GR zulässt, könnte man auch nicht qualitativen Beziehungen verwenden. (Stalnaker 1987a): dann kann man GS mit dem Haecceitismus versöhnen: wenn man sich daran stößt, dass bei Lewis (x)(y)(x = y > N(x = y) falsch ist, (Lewis pro kontingente Identität, s.o.) kann man auch festlegen, dass ein Ding stets nur ein GS pro Welt hat. Stalnaker/Schwarz: das geht nicht mit qualitativen GR, da immer denkbar ist, dass mehrere Dinge – Bsp in einer völlig symmetrischen Welt – einem dritten Ding in einer anderen MöWe genau gleich ähnlich sind.
LewisVsStalnaker: Vsnicht qualitative GR: alle Wahrheiten einschließlich modaler Wahrheiten sollen darauf beruhen, was für Dinge es gibt, (in der wirklichen Welt und möglichen Welten) und welche (qualitativen) Eigenschaften sie haben (>“Mosaik“).
- - -
Schwarz I 62
Mathematik/Wahrmachen/Tatsache/Lewis/Schwarz: wie bei MöWe gibt es keine eigentliche Information: Bsp dass 34 die Wurzel von 1156 ist, sagt uns nichts über die Welt. ((s) Dass es in jeder MöWe gilt. Regeln sind keine Wahrmacher). Schwarz: Bsp dass es niemand gibt, der die rasiert, die sich nicht selbst rasieren, ist analog keine Information über die Welt. ((s) Also nicht, dass die Welt qualitativ so aufgebaut ist).
Schwarz: vielleicht lernen wir hier eher etwas über Sätze. Es ist aber eine kontingente Wahrheit (!) , dass Sätze wie Bsp „es gibt jemand, der die rasiert, die sich nicht selbst rasieren“ inkonsistent ist.
Lösung/Schwarz: der Satz hätte etwas anderes bedeuten und damit konsistent sein können.
Schw I 63
scheinbar analytische Wahrheit/Lewis/Schwarz: Bsp was erfahren wir wenn wir erfahren, dass Ophtalmologen Augenärzte sind? Dass Augenärzte Augenärzte sind, wußten wir schon vorher. Wir haben eine kontingente semantische Tatsache erfahren. Modallogik/Modalität/modales Wissen/Stalnaker/Schwarz: These: modales Wissen könnte immer als semantisches Wissen verstanden werden. Bsp wenn wir fragen, ob Katzen notwendig Tiere sind, fragen wir, wie die Ausdrücke „Katze“ und „Tier“ zu gebrauchen sind. (Stalnaker 1991,1996, Lewis 1986e:36).
Wissen/SchwarzVsStalnaker: das reicht nicht: um kontingente Information zu erwerben, muss man immer die Welt untersuchen. (kontingent/Schwarz: empirisches, nicht semantisches Wissen).
Modale Wahrheit/Schwarz: der Witz an logischen, mathematischen und Modalen Wahrheiten ist gerade, dass sie ohne Kontakt mit der Welt gewußt werden können. Hier erwerben wir keine Information. ((s) >wahr machen: keine empirische Tatsache „in der Welt“ macht, dass 2+2 = 4 ist).
- - -
Schwarz I 207
„sekundäre Wahrheitsbedingungen“/WB/semantischer Wert/WB/Lewis/Schwarz: zur Verwirrung trägt bei, dass die einfachen (s.o., kontextabhängige, ((s) „indexikalische) und variablen Funktionen von Welten auf Wahrheitswerte (WW) oft nicht nur als „semantische Werte“ sondern auch als WB bezeichnet werden. Wichtig: diese Wahrheitsbedingungen (WB) müssen von den normalen WB unterschieden werden.
Lewis: verwendet WB mal so mal so. 1986e,42 48: für primäre, 1969, Kap V: für sekundäre).
Def primäre WB/Schwarz: die Bedingungen, unter denen der Satz gemäß den Konventionen der jeweiligen Sprachgemeinschaft geäußert werden sollte.
WB/Lewis/Schwarz: sind das Bindeglied zwischen Sprachgebrauch und formaler Semantik ihre Bestimmung ist der Zweck der Grammatik.
Anmerkung:
Def Diagonalisierung/Stalnaker/Lewis/Schwarz: die primären WB erhält man durch Diagonalisierung, d.h. indem man als Welt Parameter die Welt der jeweiligen Situation einsetzt (entsprechend als Zeit Parameter den Zeitpunkt der Situation usw.).
Def „diagonale Proposition“/Terminologie/Lewis: (nach Stalnaker, 1978): primäre WB.
Def horizontale Proposition/Lewis: sekundäre WB. (1980a, 38, 1994b,296f).
Neuere Terminologie:
Def A Intension/primäre Intension/1 Intension/Terminologie/Schwarz: für primäre WB
Def C Intension/sekundäre Intension/2 Intension/Terminologie/Schwarz: für sekundäre WB.
Def A Proposition/1 Proposition/C Proposition/2 Propsition/Terminologie/Schwarz: entsprechend. (Jackson 1998a,2004, Lewis 2002b,Chalmers 1996b, 56 65)
Def meaning1/ Terminologie/Lewis/Schwarz: (1975,173): sekundäre WB
Def meaning2/Lewis/Schwarz: komplexe Funktion von Situationen und Welten auf Wahrheitswerte, „zweidimensionale Intension“.
Schwarz: Problem: damit sind ganz verschiedene Dinge gemeint:
primäre WB/LewisVsStalnaker: bei Lewis nicht über metasprachliche Diagonalisierung bestimmt wie Stalnakers diagonale Propositionen. Auch nicht über A priori Implikation wie bei Chalmers primären Propositionen.
- - -
Schwarz I 227
a posteriori Notwendigkeit/Metaphysik/Lewis/Schwarz: normale Fälle sind keine Fälle von starker Notwendigkeit. Man kann herausfinden Bsp dass Blair Premier ist oder Bsp AS = MS. LewisVsInwagen/LewisVsStalnaker: andere Fälle (die sich empirisch nicht herausfinden lassen) gibt es nicht.
LewisVs starke Notwendigkeit: hat in seiner Modallogik keinen Platz. >LewisVsTeleskoptheorie: MöWe sind nicht wie ferne Planeten, bei denen man herausfinden kann, welche es wohl gibt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Armstrong Vs Swoyer, Chr.
 
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Arm III 160
Eigenschaften/Swoyer: (1982) These: Eig. müssen "wesentliche Merkmale" haben. Aber die sind nicht phänomenal und bestehen auch nicht aus Eig von Eig. Sie sind die Relationen der "nomischen Implikationen" die sie zu anderen Eig haben. VsSwoyer: (anderswo: PutnamVsLewis: Eig können nicht einfach sein): warum sollten Eig überhaupt wesentliche Merkmale haben? Vielleicht ist ihre Identität einfach.
Sonst muss man das Leibnizsche Prinzip der Ununterscheidbarkeit des Identischen aufgeben (in Bezug auf Eig.).
Bsp Eig können verschieden sein, wie z.B.: die meisten von uns sagen würden, Einzeldinge (ED) verschieden sein können, obwohl sie alle Merkmale gemeinsam haben. ((s) letztlich doch durch lokale Eig unterschieden?) (> Lit.: Armstrong, Universals, 1978, Kapitel 9,1).
SwoyerVs: diese "einfache" Unterscheidung muss in irgendetwas gründen: ihre raumzeitliche Lokalisierung.
ArmstrongVsSwoyer: aber angenommen,, wie es denkbar scheint, daß es ED gibt, die nicht raumzeitlich sind. Pace Thomas von Aquin: Bsp könnten nicht zwei Engel verschieden sein, obwohl sie alle Merkmale gemeinsam haben.
Armstrong: warum nicht einfach eine "einfache Eigenschaft" die kein wesentliches Merkmal hat, sondern einfach "sie selbst" ist?

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsLewis Lewis Vs Unmögliche Welt
 
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IV 21
unmögliche Welt/VsUnmögliche Welt/VsUnMöWe/UnMöWe/VsLewis: Selbstkritik: "wenn irgendwelche unmöglichen Welten vorstellbar sind, sollten wir sie als Welten zählen" . Das hatte einen zu hohen Preis. Es gibt überhaupt keine unmöglichen Welten (UnMöWe), egal was für Vorstellungskünste am Werk sind.
Angenommen, es gäbe UnMöWe: wir müssten sehr sorgfältig sein, die unmöglichen Dinge in ihr zu beschreiben.
es kann
1. konsistente Wahrheiten über solche extraordinären Gegenstände geben,
2. falsche Kontradiktionen über sie.
Kontradiktion/Lewis: ist keine Wahrheit über irgend etwas weder existierend noch nicht existierend oder wie exotisch auch immer.
Bsp wir müssten unterscheiden können, zwischen
a) der unheimlichen Wahrheit über eine unmögliche Welt, in der Schweine fliegen können und gleichzeitig nicht fliegen können von
b) der kontradiktorischen Falschheit, dass in dieser Welt Schweine fliegen können, obwohl es nicht so ist, dass in dieser Welt Schweine fliegen können. Unsinn!
Eine solche Unterscheidung kann nicht getroffen werden.
Ich weiß, dass es formale Mittel gibt, die angebliche Unterscheidung aufrechtzuerhalten. Es würde schon ausreichen, meinen eigenen Weg der Unterscheidung zwischen
1. der Wahrheit über inkonsistenten Inhalt einer unmöglichen Geschichte und
2. kontradiktorischer Falschheit über diese Geschichte
zu imitieren. (s.u. "Wahrheit in der Fiktion").
Aber es bringt nichts, eine Unterscheidung zu verfolgen, die nicht existiert!
Wenn Welten Geschichten wären, oder Modelle oder Repräsentationen dann könnte es sehr wohl unmögliche geben.
Unmögliche Repräsentationen würden vorgeben Welten zu repräsentieren, könnten es aber nicht. Wir könnten auch sehr gut unterscheiden zwischen einer Wahrheit über den Inhalt einer unmöglichen Repräsentation und einer kontradiktorischen Falschheit über sie.
Aber Welten sind keine Repräsentationen, wie diese Welt bezeugt.
- - -
Schwarz I 66
UnmöglicheWelt/UnMöWe/Schwarz: Alternative zum Modalen Realismus: man braucht Modalität, um MöWe von UnMöWe abzugrenzen: Bsp eine Satzmenge kann ohne weiteres sowohl Bsp „es gibt Drachen“ als auch „es gibt keine Drachen“ enthalten.
I 67
Oder Bsp „Der Abendstern ist nicht der Morgenstern“. Lewis: bei ihm gibt es keine UnMöWe. Weil es nicht zugleich sowohl Drachen als auch nicht Drachen geben kann. (1983d: 21)
((s) >Existenz/“es gibt“: das ist eine Verschärfung der Unterscheidung von Existenz/“ Bestehen“ usw.: schwächere Form: „es gibt Möglichkeiten“ – stärkere: „Es gibt etwas Unmögliches“).
UnMöWe/Lycan: (1991b,224f) könnte folgendermaßen gebraucht werden: Bsp wer erfährt, dass der MS identisch mit dem AS ist, der kann Alternativen ausschließen. Pointe: die ausgeschlossenen Alternativen sind keine Weisen wie die Dinge sein könnten. ((s) Das setzt voraus, dass jede Identität notwendig ist).
Manche Autoren: nennen das „epistemisch oder begrifflich mögliche, aber metaphysisch unmögliche Welten“.
LewisVsUnMöWe: die Alternativen sind nicht unmöglich. Wir erfahren ja hier nicht, dass die Venus mit der Venus identisch ist, sondern eine Information über eine kontingente semantische Tatsache. ((s) Benennung). Das ist nicht Selbst Identität. Was man ausschließt, sind echte Möglichkeiten, und damit wird echte Information (Wissen) erworben.
UnMöWe/Schwarz: werden also nicht für a posteriori Notwendigkeit gebraucht, aber sie helfen auch nicht bei a priori Notwendigkeit (wo scheinbare Information übermittelt wird).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Mellor Vs Vitalismus
 
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Schwarz I 25
Vierdimensionalismus/Lewis: Zeit Operator;: verschiebt den Bereich: Bsp „1642 gab es keine Kuckucksuhren“ ist wie Bsp „in Australien gibt es keine Kuckucksuhren“ Der Satz über 1642 ist wahr, wenn es in diesem Bereich (Teil der Realität) keine Kuckucksuhren gibt. Intrinsische Veränderung/Zeit/Vierdimensionalismus: Problem: Bsp ich mache den Satz wahr: „letzte Nacht lag jemand in meinem Bett“ aber ich sitze hier am Tisch.
Schw I 26
intuitive Antwort: (einige Vertreter): letzte Nacht geschlafen zu haben, ist doch gar nicht unverträglich damit, jetzt wach zu sein. Die Dinge scheinen nur unverträgliche Eigenschaften zu instantiieren, diese seien in Wirklichkeit bloß zeit relativ. Gegenstände, über die wir mit „letzte Nacht“ quantifizieren, sind an sich weder schlafend noch sitzend noch sonst etwas. Sie haben auch weder Form noch Farbe. Richtig: sie sind „wach zu t“ usw.
Eigenschaften: nach dieser Ansicht sind einfache Eigenschaften in Wirklichkeit Relationen zwischen merkwürdig eigenschaftslosen Dingen und Zeiten,
zeit-relative Eigenschaften/LewisVs: das ist inakzeptabel.
Form/Lewis: ist eine Eigenschaft und keine Relation!
Eigenschaften, intrinsisch/SchwarzVsLewis: dieser hat das Problem falsch benannt, es geht nicht um intrinsische, sondern um einstellige Eigenschaften.
Eigenschaften/Relation: Frage: ob Formprädikate ähnlich wie Bsp „berühmt“ und „fern“ verkappte Relationen ausdrücken. Es ist sinnlos ohne Bezug auf etwas zu sagen, jemand sei berühmt. Lewis: es ist aber wohl sinnvoll ohne Bezug auf etwas anderes zu sagen, etwas sei rot oder rund.
Intrinsische Veränderung/Lewis: Lösung: nach der Analogie von Zeit und Raum: Bsp eine lange Mauer ist an manchen Stellen hoch und rot, an manchen niedrig und grau. Als ganzes ist sie weder hoch noch niedrig, weder rot noch grau. Lösung: sie setzt sich eben einfach aus verschiedenen Teilen zusammen.
Schw I 27
Veränderung/Lewis: gewöhnliche Dinge haben zu verschiedenen Zeiten verschiedene Eigenschaften, indem sie aus Teilen mit jenen Eigenschaften zusammengesetzt sind. Identität/Zeit/zeitliche Identität/Lewis/Schwarz: Problem: dann sind vergangene Dinge nicht streng identisch mit jetzigen Dingen. Das früher schlafende und der jetzt hier sitzende Ding sind nicht strikt identisch. Die verschiedenen zeitlichen Teile sind doch verschiedene Dinge! (1976b,68,1986e:204)
MellorVsLewis: das ist absurd. Wenn wir von jemand reden, reden wir nicht von seinen Teilen.
LewisVsVs: Bsp sicher war der ganze Mensch Hillary auf dem Mt. Everest. Lösung: Hillary hat einen vergangenen zeitlichen Teil, der auf einem vergangenen Teil der Everest ist. Edmund Hillary als ganzes erfüllt diese Bedingung.
Problem: Bsp dann bin ich strenggenommen als ganzes weder wachend noch sitzend. Aber als ganzes bin ich deswegen nicht formlos.
Lewis/Lösung: ich habe eine komplexe vierdimensionale Form. Es gibt immer zeitliche Teile, die ignoriert werden.
Ich/Vierdimensionalismus/Lewis: “ich“ bezieht sich oft nur auf einen einzelnen zeitlichen Teil von mir.
Ted Sider: (1996,2001a. 188 208) hat das weiter ausgeführt: Namen beziehen sich immer auf zeitliche Teile. Ich heute Nacht war ein zeitliches Gegenstück (counterpart) von mir jetzt.

Mell I
D. H. Mellor
Properties (Oxford Readings in Philosophy) Oxford 1997

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsLewis Katz Vs Wahrheitskonditionale Sem.
 
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II 145
Semantik/Katz/Cresswell: (Katz 1972 und viele andere Artikel). KatzVswahrheitskonditionale Semantik/KatzVswako: 1. (Katz 1982): alle anderen Ansätze außer Katz’ eigenem reduzieren Bedeutung auf etwas anderes, unter anderem auf WB.
VsKatz: seine eigene Kritik hängt davon ab, daß er schon weiß, daß WB etwas anderes sind als Bedeutung. ((s) Also können die von ihm kritisierten Ansätze nicht zirkulär sein).
CresswellVsKatz: seine Semantik ist nicht falsch, sie ist aber unvollständig.
Semantik/Cresswell: „semantische Daten“: Bsp Bedeutsamkeit von Sätzen, Bsp Synonymie von Satzpaaren usw.
II 146
KatzVs wahrheitskonditionale Semantik/Cresswell: 2. sie hat zur Folge, daß alle logisch äquivalenten Sätze dieselbe Bedeutung haben. Insbesondere in der Version der MöWe-Semantik. (1982, 190): Katz anerkennt, daß es Versuche zur Lösung gibt. Bsp Lewis (1972). KatzVsLewis/Cresswell: Katz’ Ansatz scheint Strukturierte Bedeutungen zu verlangen.
lexikalische Dekomposition/Katz/Cresswell: diese wird von Katz gebraucht, um Bedeutungen auf semantische Grundbegriffe zurückzuführen.

Katz
J. J. Katz
The Metaphysics of Meaning

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Funktionalismus VsLewis Versus Field II 30
Field: pro Materialismus, pro Physikalismus - FieldVsFunktionalismus/ FieldVsLewis: nicht hinreichend für Brentanos Problem - FieldVsInstrumentalismus: Glaubenszuschreibungen können buchstäblich wahr sein und sie sind nicht nur nützliche Instrumente.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
MöWe VsLewis Versus Field I 205
mögliche Welt/MöWe: FieldVsMöWe/FieldVsLewis: MöWe sind dubiose Entitäten - FieldVsLEwis: Bsp ein Satz der Form "MS" ist nicht wie Lewis sagt: eine Abkürzung für einen Satz ohne Modaloperator, der die Existenz einer MöWe behauptet.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 12 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Werte Harman, G.
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: These Werten sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten -" letztlich Verlangen von Verlangen - HarmanVsLewis: 1. intrinsisches Verlangen höherer Stufe irreführend - . "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist wie jede Intention, schon selbstreferentiell - I 191 FrankfurtVsHarman: in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zweck(en) und Mittel zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, daß Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten -

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
bedingte Wahrschk. Jackson, F.
 
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Lewis V 154
Jackson These: "Implikatur-der-Robustheit-Thorie für die konditionale Wahrscheinlichkeit. Pro: JacksonVsLewis: Bsp "Fred wird nicht lernen und selbst wenn, wird er durchfallen". Wenn (nach Lewis) hier das Konditional nur behauptbar ist, wenn das Antezedens nicht geleugnet werden kann, wie kann es dann sein, daß dennoch beides zusammen behauptet wird?
Erklärung: das Antezedens wird wegen der Robustheit hinzugefügt. Selbst wenn du glaubst, daß ich mich irre, wenn ich meine, daß Fred nicht lernt, kannst du immer noch wie ich glauben, daß er durchfallen wird. Lewis pro.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Vierdimensionalism. Lewis, D.
 
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Meixner I 51
Raumzeitschnitte/Vierdimensionalismus/Lewis: "Argument der intrinsischen Veränderung": eine Veränderung, die nicht in dem Wechsel der Beziehungen zu etwas außerhalb des Gegenstands bestehen.
Intrinsische Veränderungen kommen oft vor. These Sie lassen sich nur verstehen, wenn man annimmt, daß Gegenstände zeitliche Teile haben.
Ein vorausgehender zeitlicher Teil des Gegenstands hat die Gestalt A und ein nachfolgender die Gestalt B.
MeixnerVsLewis: doch kann man auch einfach sagen, da der Gegenstand - ganz ohne zeitliche Teile ï·" erst diese Gestalt hat, und dann jene andere (wobei die beiden Gestalten Universalien sind, die sich als solche ganz unabhängig von dem Gegenstand und der Zeit bestimmen lassen).

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
Mögliche Welten Lewis, D.
 
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IV 149
Situation/MöWe/Lewis: es kann innerhalb einer MöWe auch noch Alternativen geben -"
V 347
"Counterfactuals" (1973) MöWe/Lewis: keine zwei Welten differieren nur in einer Hinsicht. (s.o.): die kleinste Änderung zieht unendlich viele andere nach sich.
Wenn es keine ähnlichsten A-Welten gibt, sollten wir überlegen, ob irgendwelche A-Welten, wo B gilt, ähnlicher zu unserer wirklichen Welt sind, als Welten, wo B nicht gilt.
Schw I 13
MöWe/Realismus/Lewis: These jenseits unseres Universums gibt unzählige weitere, bloß mögliche. Praktisch alle VsLewis. Lewis: das ist gerechtfertigt wegen der Vorteile der dahinter stehenden Theorie.
Inhalt Lewis, D.
 
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Schw I 161
mentaler Inhalt/Lewis: These ist durch die kausale Rolle bestimmt, durch die typischen Ursachen und Wirkungen. Inhalt/DavidsonVsLewis: der Inhalt hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. (Davidson 1975)
Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.
Schw I 171
Naturalisierung des Gehalts-œ/Repräsentation/Schwarz: These daß mentale Repräsentationen soweit satzartig sind, daß man ihren Inhalt kompositional erklären kann. (vgl. Fodor 1990).
Namen Lewis, D.
 
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Schw I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Schw I 228
Namen/Prädikat/Eigenschaft/Lewis: These: Namen können alles benennen: statt Prädikat "F" nehmen wir "-heit" - Prädikate sind keine Namen und benennen nichts. - Prädikat/(s): kein sing Term - SchwarzVsLewis/ RussellVsFrege: wenn man annimmt, daß jedem Prädikat ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zugeordnet werden kann, folgt Russells Paradoxie.
Satz-Bedeutung Lewis, D.
 
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Grover II 158
Bedeutung/Lewis/Grover: (Lewis 1972):Wahrheitsbedingungen, die durch Abbildungen von Umständen (mögliche Welt, MöWe) und Kontexten auf Wahrheitswerte repräsentiert werden, erfassen die Satz-Bedeutung.
Schw I 161
mentaler Inhalt/Lewis: ist durch die kausale Rolle bestimmt, durch die typischen Ursachen und Wirkungen. Inhalt/DavidsonVsLewis: der Inhalt hängt von der Sprache ab, die wir sprechen. (Davidson 1975)
Bedeutung/LewisVsDavidson: was die Sätze der öffentlichen Sprache bedeuten, hängt vom Inhalt unserer Erwartungen, Wünsche und Überzeugungen ab.

Gro I
D. L. Grover
A Prosentential Theory of Thruth Princeton New Jersey 1992
Werte Lewis, D.
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: These Werten sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten -" letztlich Verlangen von Verlangen - HarmanVsLewis: 1. intrinsisches Verlangen höherer Stufe irreführend - . "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist wie jede Intention, schon selbstreferentiell - I 191 FrankfurtVsHarman: in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zweck(en) und Mittel zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, daß Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten.
Schw I 185
Wertschätzen/Bewerten/Bewertung/Wert/Lewis/Schwarz: Lewis ist These Realist und Naturalist in Bezug auf normative Tatsachen: Werturteile können wahr oder falsch sein. Ihre Wahrheit beruht auf natürlichen, physikalischen Umständen der wirklichen Welt.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Theoretische Termini Papineau, D.
 
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Schurz I 215
PapineauVsLewis: seine These, daß wissenschaftliche Theorien mit Existenz- und Eindeutigkeitsbehauptungen für die Referenz der TT einhergehen, ist selbst dann zweifelhaft, wenn sie realistisch interpretiert wird. Instrumentalistisch: ist sie unhaltbar. (Papineau, 1996, 6,Fn 5).

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
pers. Identität Perry, J.
 
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Lewis IV 71
PerryVsLewis: These: die RR (IV 58: Verbundenheit v. Person-Zuständen)(> Lewis) ist nicht dasselbe wie die IR (I-Rel: Welche Personen sind ident. m.d.früheren) (in diesem Fall). Denn C ist eine Lebenszeit und dann sind nach Perry S1 und S2 I-r, aber wegen der Spaltung nicht R-r. Perry These: jedes Person-Stadium zu einer Zeit muß zu genau einer dP bestimmbar zu der Zeit gehören. Personen können wohlgemerkt Stadien teilen:
Bsp Spaltung: S gehört zu drei Lebenszeiten: C, C1, C2 aber nur zu zwei Zweigen: C1 und C2. S1 gehört zu zwei LZ C und C1 aber nur zu einem Zweig: C1.
Stadien/Perry: werden aber nur dann geteilt, wenn alle bis auf einen Träger nicht bestimmbar sind.
LewisVsPerry: ich gebe zu, daß Zählung durch Identität-zu-t etwas kontraintuitiv ist, aber ist es nicht genauso kontraintuitiv, unbestimmbare Personen auszulassen?

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kontrafakt. Kondit. Reichenbach, H.
 
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Fraassen I 118
Kontrafaktisches Konditional/Naturgesetze/Reichenbach/Goodman/Hempel: These: kontrafaktische Konditionale liefern ein objektives Kriterium dafür, was ein Gesetz ist, oder wenigstens eine gesetzesartige Aussagen. Denn nur Gesetze, nicht aber allgemeine Wahrheiten implizieren kontrafaktische Konditionale. - - -
Wessel I 306
Es wird vorausgesetzt, dass die Wahrheit der irrealen Bedingungssätze unabhängig von der Gesetzesaussage festgestellt werden kann. Das ist für irreale Bedingungssätze aber in der Regel schwer. WesselVsArmstrong/WesselVsLewis: These: der irreale Bedingungssatz ist von der realen Aussage abhängig.
Gesetzesaussagen stützen und garantieren die Gültigkeit entsprechender irrealer Konditionale und nicht umgekehrt!

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
continuant Stalnaker, R.
 
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I 137
Endurantismus/vierdimensional/Vierdimensionalismus/continuant/Stalnaker: einige Autoren: These: continuants haben keine zeitlichen Teile wie Ereignisse. D.h. sie sind in jedem Augenblick mit allen ihren (nur räumlichen) Teilen präsent. Dennoch existieren sie in der Zeit. LewisVsEndurantismus: (Lewis 1986a, 203) diese Auffassung gebraucht die Begriffe "Teil" und "Ganzes" in einem sehr eingeschränkten Sinn.
StalnakerVsLewis: das kann nicht ganz so sein, denn die Vertreter geben zu, daß einige Dinge Bsp Fußballspiele, Kriege, Jahrhunderte durchaus zeitliche Teile haben.
Endurantismus/Stalnaker: selbst wenn das ganze eine unklare Doktrin ist, einige Intuitionen sprechen doch dafür. Ich werde ihn weder verteidigen noch bekämpfen.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Werte Frankfurt, H.
 
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Graeser I 190
Wert/Bewertung/Lewis: These: Werten sollte man als Fühlen, Glauben, Verlangen betrachten, letztlich alsVerlangen von Verlangen. HarmanVsLewis: 1. Intrinsisches Verlangen höherer Stufe ist irreführend. "Verlangen" hat die Bedeutung von Intention und ist, wie jede Intention, schon selbstreferentiell.
I 191
FrankfurtVsHarman: diser ist in Gefahr, die Unterscheidung zwischen Zwecken und Mitteln zu verwischen, und damit sich zu der Annahme zu verpflichten, dass Ziele gewissermaßen mit Mitteln ausgestattet seien und uns so begegneten.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Werte Watson, G.
 
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Graeser I 190
Gary Watson: These: Verlangen und Werten sind separat. - "Motivational system"/"valuational system". - VsLewis.

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002