Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 6 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutungs-Postulate Loar
 
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Schiffer I 34
M-Beschränkung/Lösung/Loar: Vorschlag: (von Carnaps Bedeutungspostulaten, 1947) - Bsp wenn x glaubt, dass y nördlich von z ist und dass u nördlich von y, dann glaubt x, dass u nördlich von z ist. - Dann sollte die M-Beschränkung jede Proposition, die nicht in einer Input-Bedingung vorkommt, mit einer verbinden, die eindeutig in einer Input-Bedingung vorkommt. SchifferVsLoar: es gibt nicht genug M-Beschränkungen. - SchifferVsVolkspsychologie: sie kann die funktionalistische Reduktion nicht leisten.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Funktionale Rolle Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 21
Funktionale Eigenschaft/Schiffer: wird vom Begriff der funktionalen Rolle abgeleitet. Def funktionale Rolle/Schiffer: einfach jede Eigenschaft 2. Stufe, eines Zustands-Typs 2. Stufe, dessen Besitz beinhaltet, dass der Besitz dieses Z-Typs kausal oder kontrafaktisch auf andere Z-Typen bezogen ist, nämlich zu Output, Inputs, distalen Objekten und ihren Eigenschaften - 1. ein gegebener physikalischer Z-Typ hat unbestimmt viele funktionale Rollen.
2. Zwei verschiedene physikalische Z-Typen können dieselbe funktionale Rolle haben.
Def funktionale Eigenschaft/Schiffer: jede funktionale Rolle bestimmt eindeutig eine funktionale Eigenschaft - wenn F eine f. Rolle ist, dann wird die funktionale Eigenschaft, ausgedrückt durch den offenen Satz: x ist ein Token eines Z-Typ der F hat - ((s) Die funktionale Eigenschaft ist ein Token des physikalischen Zustands-Typs, der die und die Rolle hat. Kurz: Eigenschaft = Token des Typs mit der Rolle sein) - Typ hier immer "physikalisch") - Eigenschaften gehören zu Tokens - Rollen zu Typen Bsp der neuronale Z-Typ H (Hunger) hat in verschiedenen Personen verschiedene funktionale Rollen, weil er nicht bei allen durch Pizza-Duft ausgelöst wird (verschiedene Inputs).
I 23
Dann kann man Propositionen mit funktionalen Rollen korrelieren und eine Glaubens-Eigenschaft mit einer funktionalen Eigenschaft - für jede Proposition p gibt es eine funktionale Rolle F so dass ein Glauben, dass p = ein Zustands-Token zu sein des Zustands-Typs der die Rolle F hat. I 26 das Kriterium dafür, dass ein Z-Token n ein Glauben, dass p ist, dass n ein Token eines Z-Typs ist, der die funktionale Rolle hat, die die Definition von BelT mit p korreliert.
I 29
Verben für propositionale Einstellungen erhalten ihre Bedeutung durch ihre funktionale Rolle .
I 30
Volkspsychologie: 3 Arten von Verallgemeinerung: 1. funktionale Rollen für Beeinflussung von Überzeugungen untereinander - 2. Input-Bedingungen für Wahrnehmung (können nicht Teil des gemeinsamen Wissens sein) - 3. Output-Bedingungen für Handlungen - Problem: Bsp Blinde können genau unseren Glauben haben, aber nicht unsere Volkspsychologie.
I 33f
SchifferVsvolkspsychologie: Problem: die Theorie wird oft gleichzeitig dieselbe funktionale Rolle für verschiedene Überzeugungen (Glauben) liefern - SchifferVsLoar: bei ihm folgt aus Bel T#(dass Schnee weiß ist = Bel T#(dass Gras grün ist) - dann haben beide dieselbe T-korrellerte funktionale Rolle.
I 276
Pointe: dabei ist die Eindeutigkeits-Bedingung eine ganz schwache Bedingung - sie ist nicht hinreichend dafür, dass man in einem bestimmten Glaubenszustand ist, der mit ihnen verknüpft ist: - Bsp "wenn p wahr ist, glaubt man, dass p" - Pointe: -"p" kommt innerhalb und außerhalb des Glaubenskontexts vor - daher wird die Theorie etwas eindeutiges über p sagen. - Problem: in der Eindeutigkeits-Bedingung kommen die Variablen für Propositionen. Nur innerhalb von Glaubenskontexten vor - dann haben alle Glauben derselben logischen Form dieselbe funktionale Rolle.
I 34
Das unterscheidet alles nicht die Überzeugung, dass Dinosaurier ausgestorben sind von der, dass Flöhe sterblich sind - Problem: es gibt zu wenig Input-Regeln, die sich nicht auf Wahrnehmung beziehen.
I 35
Zwillingserde/ZE/SchifferVsVolkspsychologie: muss falsch sein, weil in Zwillingserde ein abweichender Glaube dieselbe funktionale Rolle hat! - Bsp Ralph glaubt, es gibt Katzen - Zwalph glaubt "es gibt Katzen" (aber es sind Zwatzen) - also glaubt Zwalph nicht, dass es Katzen gibt - also zweimal verschiedener Glaube aber dieselbe funktionale Rolle. - Zwalph ist im selben neuronalen Z-Typ N - die Spezifikation des Glaubens würde vielleicht Referenz auf Katzen verlangen, dennoch würde die kontrafaktische Natur der Bedingung sicherstellen, dass N bei Zwalph erfüllt wird - Pointe: das folgt nicht aus einer Wahrheit über funktionale Rollen allgemein, sondern in Bezug auf die Theorie T* (Volkspsychologie) - außerhalb der Volkspsychologie: "Jedes Token von "Katze" wird durch Betrachten einer Katze ausgelöst". - Falsche Lösung: Plattitüde: "typischerweise durch Katzen ausgelöst" kann keine notwendige Bedingung sein! - außerdem gibt es Zwillingserden-Beispiele, wo typischer Glaube unzuverlässig für die eigene Wahrheit ist. VsKennzeichnung: keine Lösung: "das Ding vor mir".
I 38f
Burge: keine funktionale Rolle kann bestimmen, was man glaubt (geht nicht um die Zwillingserde, sondern um falsch gebrauchte Begriffe).
I 286f
Glauben/SchifferVsLoar: Problem: seine Realisation einer Theorie von Glauben/Wünschen - (als Funktion von Propositionen auf physikalische Zustände)- deren funktionale Rollen von der Theorie festgelegt werden: Problem: Theorie zu finden, die jede Proposition mit einer einzigen funktionalen Rolle korreliert statt mit vielen - Schiffer: These das wird nicht gehen, daher ist das Quine-Field-Argument erledigt.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Glauben Loar
 
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Schiffer I 19
Glauben/Loar: wird aufgefasst als Funktion, die Propositionen auf interne physikalische Zustände abbildet. - Diese inneren physikalischen Zustände haben funktionale Rollen, die durch diese Propositionen angegeben werden.
I 286f
Glauben/SchifferVsLoar: Problem: seine Realisation einer Theorie von Glauben/Wünschen - (als Funktion von Propositionen auf physikalische Zustände), deren funktionale Rollen von der Theorie festgelegt werden. - Problem: Eine Theorie zu finden, die jede Proposition mit einer einzigen funktionalen Rolle korreliert statt mit vielen. - Schiffer: das wird nicht gehen, daher ist das Quine-Field-Argument erledigt. Quine-Field-Argument/Schiffer: (I 157) Glauben/Glaubenssätze/Quine/Schiffer: für Quine sind Glaubenssätze nie wahr, auch wenn er zugesteht (Quine pro Brentano): man kann nicht aus dem intentionalen Vokabular ausbrechen. Aber:
QuineVsBrentano: ins kanonische Schema gehören keine propositionalen Einstellungen, nur physikalische Konstitution und Verhalten von Organismen.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Propositionen Loar
 
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EMD II 140
Proposition/Davidson: (Bedeutungen als Entitäten) sind nicht unabhängig von Kennzeichnungen: "Die Bedeutung von "Theaetetus fliegt"". - Problem: Relationen zwischen solchen Kennzeichnungen kann man nicht so spezifizieren, dass man die Kompositionalität zeigen kann. - LoarVsDavidson: stattdessen: Semantik möglicher Welten.
II 147
Proposition/Loar: Problem: wenn die Form der Wörter irrelevant ist, wird die Referenz zweifelhaft - das passiert, wenn propositionale Einstellungen eine Relation zwischen Sprecher, Satz und einer intensionalen Entität gemacht werden - Lösung/Frege: "dass S" bezeichnet die Bedeutung von "S" als Entität, aber nicht S als "eine bestimmte Bedeutung habend". - Noch bessere Lösung: parataktische Analyse/Davidson. - - -
Schiffer I 25f
Loar/Schiffer: stellt eine Theorie auf, in der es ein Paar von Funktionen von Propositionen auf interne Zustände gibt, bei denen die eine vom Inhalt der Theorie bestimmt wird. - Propositionen sind dann externe Indizes der funktionalen Rollen, die man physikalischen Zuständen zuschreiben möchte. - So blieben die Propositionen dem System äußerlich. - Analogie: Physikalische Eigenschaften/Stalnaker: Bsp eine bestimmte Höhe oder Gewicht haben. - Das kann als Relation zwischen einem Ding und einer Zahl angesehen werden, weil sie zu einer Familie von Eigenschaften gehören, die eine gemeinsame Struktur mit den reellen Zahlen haben. - So kann man auch Propositionen herausgreifen: als Relation zwischen Person und Proposition. - Die Theorie hat dann eine Form, wo die quantifizierten Variablen (die "φ-s") über Funktionen gehen, die Propositionen auf physikalische Z-Typen abbilden. - Wenn die Theorie dann wahr ist, haben diese Z-Typen dann die funktionalen Rollen, die die Theorie bestimmt. - (Das alles gilt nur bei angenommener Relationstheorie, d.h. einer Relation zu angenommenen Glaubensobjekten).
Schiffer I 45
Glauben/Loar/Schiffer: begann mit Propositionen - diese wurden später überflüssig. - SchifferVsLoar: die Theorie ist nicht völlig allgemein - nur für normale Erwachsene - nicht immun gegen Zwillingserden-Fälle und Arthritis-Beispiele ((s) >Externalismus, >Arthritis/Shmartritis).

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Volkspsychologie Schiffer
 
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Stephen Schiffer
I 33f
SchifferVsvolkspsychologie: Problem: die Theorie wird oft gleichzeitig dieselbe funktionale Rolle für verschiedene Überzeugungen (Glauben) liefern - SchifferVsLoar: bei ihm folgt aus Bel T#(dass Schnee weiß ist = Bel T#(dass Gras grün ist) - Dann haben beide dieselbe T#-korrellerte funktionale Rolle.
I 276
Pointe: dabei ist die Eindeutigkeitsbedingung eine ganz schwache Bedingung - Sie ist nicht hinreichend dafür, dass man in einem bestimmten Glaubenszustand ist, der mit ihnen verknüpft ist: - Bsp "wenn p wahr ist, glaubt man, dass p". - Pointe: "p" kommt innerhalb und außerhalb des Glaubenskontexts vor - Daher wird die Theorie etwas eindeutiges über p sagen. - Problem: in der Eindeutigkeitsbedingung kommen die Variablen für Propositionen. Nur innerhalb von Glaubenskontexten vor. - Dann haben alle Glauben derselben logischen Form dieselbe funktionale Rolle.
I 34
Das unterscheidet alles nicht die Überzeugung, dass Dinosaurier ausgestorben sind von der, dass Flöhe sterblich sind. - Problem: es gibt zu wenig Input-Regeln, die sich nicht auf Wahrnehmung beziehen.
I 38
BurgeVsVolkspsychologie BurgeVsIBS/BurgeVsGrice/Schiffer:: berühmtes Bsp: Alfred glaubt in w, dass er Arthritis im Oberschenkel hat. - Er deckt aber außerdem auch alle richtigen Fälle ab. - In w’ hat er einen korrekten Gebrauch von "Arthritis" - dann hat er in w’ nicht den Glauben, dass er Arthritis im Oberschenkel hat - (denn dieser Glaube ist falsch). - Pointe: in w’ ist er in genau denselben T*-korrelierten Zuständen (T* = Volkspsychologie) wie in w. - Daher müsste er denselben Glauben ausdrücken. - Das tut er aber nicht. - Daher muss der CSF (commonsense-Funktionalismus) falsch sein.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Wissen wie Loar
 
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Chalmers I 142
Wissen-wie/Qualia/Intension/primäre/sekundäre Intension/LoarVsJackson/ LoarVsMaterialismus/Loar/Chalmers: Loar (1990) geht in seiner Kritik tiefer als Horgan (1984b), Tye (1986), Churchland (1985), Papineau (1993), Teller (1992), McMullen (1985): die Beispiele mit Wasser/H2O, Superman/Clark Kent usw. erlauben immer noch, dass die physikalischen bzw. phänomenalen Begriffe unterschiedliche primäre Intensionen haben. Bsp Wärme und z.B. mittlere kinetische Energie designieren dieselbe Eigenschaft (sekundäre Intension) aber führen gleichzeitig verschiedene Eigenschaften (primäre Intensionen) ein! Aber das wird nicht a priori gewusst. Pointe: dann war Marys Wissen über die phänomenalen Eigenschaften von Farben
I 143
schon ein Wissen über physikalische bzw. funktionale Eigenschaften, aber sie konnte die beiden zuvor nicht verbinden. VsJackson/Chalmers: Weitere Einwände: (Bigelow/Pargetter (1990): BigelowVsJackson, PargetterVsJackson: selbst für ein allwissendes Wesen gibt es eine Lücke zwischen physikalischem und indexikalischem Wissen (siehe Bsp Rudolf Lingens mit Gedächtnisverlust liest in der Bibliothek seine eigene Biografie).
I 144
ChalmersVsBigelow/ChalmersVsPargetter/ChalmersVsLoar: der Mangel an phänomenalem Wissen ist ein ganz anderer als der an indexikalischem Wissen. Wissen/Indexikalität/Nagel/Chalmers: (Nagel 1983): es gibt hier eine ontologische Lücke.
ChalmersVsNagel: wir können viel direkter argumentieren: es gibt keine vorstellbare Welt, in der die physikalischen Fakten sind wie in unserer Welt, in der jedoch die indexikalischen Fakten sich von unseren unterscheiden.


Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsLoar Loar Vs Burge, Tyler
 
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Stalnaker II 202
Dass-Satz/psychologischer Inhalt/Loar: These: psychologischer Inhalt ist nicht immer identisch mit dem, was von Dass-Sätzen eingefangen wird. Es gibt nur eine lose Übereinstimmung.
Zuschreibung/Inhalt/Prinzip/Zuschreibunsprinzipien/Loar/Stalnaker: zwei Prinzipien, die Loar als falsch erweisen möchte:
1. Gleichheit (Selbigkeit) de dicto bzw. indirekte Zuschreibung impliziert Gleichheit des psychologischen Inhalts.
2. Unterschiede de dicto bzw. bei der indirekten Zuschreibung implizieren Unterschiede im psychologischen Inhalt.
LoarVsBurge: er nimmt diese beiden Prinzipien an, wenn er sagt, dass wir in normalen Verhaltenserklärungen eigentlich weiten Inhalt zuschreiben.
LoarVsBurge: wenn wir die beiden Prinzipien negieren, können wir vermeiden anzunehmen, dass es weiter Inhalt ist, den wir zuschreiben.
StalnakerVsLoar: ich verstehe seine beiden Prinzipien nicht, weil ich nicht sehe, wie man den Inhalt von normalen Glaubenszuschreibungen von den Referenten von Dass-Sätzen unterscheiden könnte.
Man könnte höchstens sagen
a) die Ausdrücke (Dass-Sätze) sind entweder dieselben oder verschieden,
b) die Referenten (der Dass-Sätze) sind dieselben oder verschieden.
Ad a): dann haben die Prinzipien überhaupt keinen Sinn. Das 1. Prinzip (dass die Gleichehit von Zuschreibungen Gleichheit von Inhalt erfordert) wäre falsch, wenn die Dass-Sätze kontextabhängig sind. Loar verbietet hier zwar Indexwörter, aber auch allg term können kontextabhängig sein, dann ist das Prinzip sogar für weiten Inhalt falsch!
2. Prinzip: würde hier implizieren, dass keine zwei verschiedenen Ausdrücke auf denselben Inhalt referieren könnten. Das kann nicht gewollt sein.
ad b) hier sagen die Prinzipien einfach, dass die Referenten der Dass-Sätze in normalen Glaubenszuschreibungen die psychologischen Inhalte sind. Dann hieße die Leugnung der Prinzipien, dass die Inhalte psychologischer Erklärungen keine psychologischen Inhalte wären.
Def psychologischer Inhalt/Loar: was immer eine Überzeugung individuiert in alltagspsychologischen Erklärungen.
II 205
privilegierter Zugang/Loar/Stalnaker: Loars phänomenologisches Argument für seinen Internalismus ist der privilegierte Zugang, den wir zu uns selbst haben. Wir wissen, worüber unsere Gedanken sind. LoarVsBurge/LoarVsExternalismus: privilegierter Zugang ist inkompatibel mit dem Anti-Individualismus. (Lager: Loar pro Internalismus, Loar pro Individualismus).
II 206
Loar: These: es ist schwer zu sehen, wie ich mich über meine rein semantisches Urteil irren könnte, dass mein Gedanke über Freud über Freud ist – vorausgesetzt, Freud existiert zeitlos.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLoar Avramides Vs Loar, B.
 
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Avra I 29
Bedeutungstheorie/BT/Pragmatik/Semantik/Loar/Avramides: (Loar 1976, S150f) (nah bei Lewis, VsMcDowell, VsWiggins, pro Grice) These Semantik und Pragmatik sollten nicht getrennt werden. Grice steht nach Loar nicht bloß auf Seiten der Pragmatik. Semantik kann nicht ohne psychologische Begriffe betrieben werden. Grice: für Loar arbeitet Grice auf der ersten Ebene (s.o.).
Loar: die Grenze zwischen Semantik und Pragmatik ist schwer zu ziehen.
Def Pragmatik/Loar: muß negativ bestimmt werden: alle Tatsachen über den Sprachgebrauch in einer Gemeinschaft, die nicht semantische Tatsachen sind.
AvramidesVsLoar: diese Definition von Pragmatik ist nicht die Standarddefinition, diese stammt von Morris: (Foundations of the Theory of Signs)
Def Syntax/Morris: das Studium der Beziehungen der Zeichen untereinander
Def Semantik/Morris: das der Relation von Zeichen zu den bezeichneten Dingen
Def Pragmatik/Morris: das der Relation zwischen Zeichen und ihren Interpreten.
Damit würde jede Untersuchung die Sprecher einbezieht, für Morris ins Gebiet der Pragmatik fallen. Also auch Grice’ Werk.
I 30
Auf der anderen Seite: das Modell von Wiggins/McDowell (Th.d.Sinns/d.Kraft) macht es notwendig, daß die beiden Morris’ Definition von Pragmatik wählen, und nicht die von Loar. Deswegen lehnt Loar ihr Modell vielleicht ab und tendiert zu Lewis.
Loar: scheint die Unterscheidung zwischen möglichen und aktualen Sprachen innerhalb der Semantik für möglich zu halten. Dann ist Pragmatik etwas, was darüber schwebt.
AvramidesVs: man kann Lewis’ Modell aber auch anders sehen: These die Unterscheidung aktuale/mögliche Sprachen ist parallel zu der Unterscheidung Semantik/Pragmatik von Morris. (Und bringt auch nicht viel neues)
AvramiesVsLoar: Fehlinterpretation: er scheint zu glauben, daß wir, wenn wir ein Schichtenmodell der Bedeutungstheorie akzeptieren, die Ebenen isoliert halten müssen. Dann befürchtet er, Grice würde allein der Pragmatik zugerechnet. (Loar 1927,S.149).
McDowell/Avramides: nach seiner Interpretation wäre das nicht so. Hier haben wir ein Gesamtbild, das Semantik und Pragmatik einbezieht.
Schichtenmodell/BT/Avramides: ermöglicht auch eine Versöhnung des Griceschen Ansatzes mit den formalen BT von Frege/Davidson.
I 31
Problem: die Versöhnung muß für beide Seiten akzeptabel sein. Jedenfalls nach Loar ist die Unterscheidung Pragmatik/Semantik alles andere als bloß terminologisch: BT/Philosophie des Geistes/Loar: die BT ist Teil der Theorie des Geistes und nicht umgekehrt.
Loar/Avramides: d.h. daß für Loar die fundamentale Natur semantischer Begriffe nur durch Referenz auf psychologische Begriffe verstehen kann. (>Lager).Damit nimmt er eine reduktive Position ein.
Grice: gehört für Loar zur Semantik. Und die Semantik muß auf Psychologie reduziert werden.
I 78
Reduktion/Avramides: es geht darum, ob wir im Analysans psychologische Begriffe gebrauchen dürfen, die sich nicht auf eben die semantischen Begriffe stützen, die wir zuerst analysieren wollten. reduktive Interpretation/Grice/Avramides: die reduktive hat einen noch weiteren Anspruch: wenn erfolgreich, sollte sie zeigen, daß unser Bedeutungs Begriff sekundär zu unseren psychologischen Begriffen im Gesamtschema (overall scheme) ist.
I 79
AvramidesVsSchiffer/AvramidesVsLoar: eine Reduktion des Semantischen auf das Psychologische funktioniert nicht wegen der zweiten Form der Zirkularität.
I 110
Cartesianismus/Loar: dessen Zurückweisung sieht er vor allem in einer Zurückweisung des von ihm sogenannten "Nicht Naturalismus" begründet. AvramidesVsLoar: aber diejenigen, die die Intuition haben, daß Glauben und Intentionen vor allem sprachliche Zustände sind, könnten mehr zurückweisen als bloß Nicht Naturalismus.
I 111
Loar: die Auffassung, daß Glauben, Wünsche und ihr Inhalt ohne Annahmen über die natürliche Sprache erklärt werden könnte, geht das Risiko ein, ein Bild des Denkens ohne Sprache zu zeichnen. (Loar 1981, S.2) AvramidesVsLoar: Denken ohne Sprache nicht unmöglich. ++ I 137

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsLoar Schiffer Vs Loar, B.
 
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Stephen Schiffer
I 274
Glauben/Loar:/Schiffer (1981): geniale Theorie nach der These: Glauben eine Relation zu einem Satz in der öffentlichen Sprache des Zuschreibenden ist, aber in der die semantischen Eigenschaften, die den Inhalt bestimmen, nicht in der öffentlichen Sprache definiert sind, sondern im Tarski-Stil.
I 275
Tarski-Stil/W-Def/Schiffer: geht nicht von irgendeiner Rolle aus (Übersetzung: prescinds form any role), die der Ausdruck in der Kommunikation haben kann: wenn „T“ für eine Sprache definiert ist, dann beinhaltet [s ist T] nichts über den Gebrauch von s in irgendeiner Population von Sprechern. (Tarski 1956).
I 15
Individuation/Glauben/Loar/Schiffer: Loars Sicht macht es notwendig, dass Überzeugungen auf der Basis von interpersonal zuschreibbaren funktionalen Zuständen individuiert werden. ((s) Also eigentlich unverträglich mit Tarski). SchifferVsLoar:: (s.u.): das wird wahrscheinlich nicht gehen.
Das lässt als einzige Möglichkeit: (s.o.)
a) (kompatibel mit IBS (intention based semantics/intentionsgestützte Semantik): die lokale (topical) These, dass Glauben eine Relation zu einer mentalen Repräsentation (in Mentalesisch) ist.
D.h. 1. die Inhalte von Zeichen und Lauten müssen auf Inhalte von mentalen Zuständen reduziert werden (d.h. ihre intentionalen Eigenschaften, die in dass-Sätzen zugeschrieben werden).
2. anschließend werden die Inhalte der mentalen Zustände auf semantische Eigenschaften der nicht-öffentlichen Sprache der mentalen Repräsentationen reduziert, die diese mentalen Zustände realisieren. ((s) Repräsentationen realisieren mentale Zustände).
Nicht-öffentliche Sprache/Problem: die semantischen Eigenschaften der nicht-öffentlichen Sprache von Formeln im inneren System sind kontingente (!) Eigenschaften! D.h. sie erfordern eine Theorie, die uns sagt, was die WB für Sätze in Mentalesisch bestimmt.
Das ist ein schweres Erbe.
Glauben/Schiffer: muss allerdings auch ohne psychologisches Vokabular erklärt werden können. (s.o.).
((s) Repräsentationen/Schiffer/(s): müssen in nicht-öffentlicher Sprache erklärt werden, bzw. die Erklärung selbst in öffentlicher, aber als Phänomen muss gewürdigt werden, dass ihre Inhalte in nicht-öffentlicher Sprache determiniert sind. (Nicht-öffentlich: Bsp Zuschreibung von Wahrheitswerten, aber auch Mentalesisch, Inhalte mentaler Zustände usw.).
I 34
SchifferVsLoar/SchifferVsVolkspsychologie: es gibt nicht annähernd genug M-Beschränkungen in einer möglichen Volkspsychologie, die der Definition nach, jedem zugänglich sein muss, Bsp der Glaube, dass Neuseeland keine Diktatur ist: mit welchem „beobachtungsmäßigen Glauben“ (oder Mengen von solchen) soll dieser Glaube via M-Beschränkungen verbunden sein? SchifferVsVolkspsychologie: sie kann die funktionalistische Reduktion nicht leisten.
I 45
Glauben/Proposition/Loar/Schiffer: (Loar, 1981) begann mit Propositionen als Glaubensobjekten, zeigte dann aber, wie man ohne sie auskommt zugunsten von sprachlichen Entitäten. SchifferVsLoar: 1. gibt keinen völlig allgemeinen Vorschlag. Seine einzige Meta-Bedingung wird von einer commonsense Theorie geliefert, die nur auf normale Erwachsene anwendbar ist.
I 46
Problem: es ist eine Konsequenz aus Loars Theorie, dass Bsp das Prädikat „glaubt, dass der New Yorker Ved Metha publiziert“ in meinem Idiolekt teilweise durch eine common sense-Theorie definiert ist, die falsch ist für Blinde und daher, so wie ich das Prädikat gebrauche, der Satz „Ved Metha glaubt, dass der New Yorker Ved Metha publiziert“ nicht richtig sein kann, denn Ved Metha ist blind. 2. Loars Theorie ist nicht immun gegen Zwillingserden-Beispiele und Burges Beispiele. (Das ist ihm bewusst).

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
VsLoar Stalnaker Vs Loar, B.
 
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II 195
Enger Inhalt/Loar/Stalnaker: (Loar 1987, 1988): Loar hat eine geniale These und gute Beispiele, die uns den Internalismus besser verstehen lassen. StalnakerVsLoar: seine Verteidigung des Internalismus ist dennoch nicht völlig überzeugend.
Stalnaker: ich glaube, dass etwas wie Loars enger Inhalt eine Rolle bei intentionalen Erklärung spielen wird, aber dass es sich dabei gar nicht um engen Inhalt handelt!
- - -
II 203
Inhalt/Dass-Satz/Loar/Stalnaker: "lose Verbindung": hier soll es eine bestimmte Weise geben, wie die Welt dem Denkenden erscheint und dies sei eine rein interne Eigenschaften des Denkenden. Sprache/Inhalt/Problem/Loar: unsere Sprache ist durchzogen von sozialen und kausalen Präsuppositionen, daher kann sie unseren internen Inhalt nur ungenau erfassen.
Stalnaker: pro, aber ich glaube nicht, dass die Glaubenszustände selbst einen Deut weniger kausal und sozial infiziert sind!
II 204
„lose Verbindung“/Loar: (Bsp Paul, arthrite/Arthritis) Problem: welche Dinge über die Welt, von der Paul glaubt, dass er in ihr ist, machen Pauls Überzeugungen wahr? Die Zuschreibung von "Ich hab Arthritis im Knöchel" drückt etwas anderes aus als die Zuschreibung von "J’ai l’arthrite dans ma cheville".
StalnakerVsLoar: ich denke auch, dass dies ein Rätsel ist, aber über Zuschreibung. Ich glaube nicht, dass das einen Internalismus unterstützt.
Wahrmacher/Überzeugung/Mögliche Welt/MöWe/Stalnaker: sind die Tatsachen über die Welt, so wie sie Paul vorkommt intern, oder Tatsachen über den Sprachgebrauch in Pauls Umgebung?
Zuschreibung/wahrmachen/Stalnaker: um die Frage zu beantworten, brauchen wir eine Theorie darüber, was Glaubenszuschreibungen (Zuschreibungen von Inhalt) wahr oder falsch macht.
Lösung/Stalnaker: wir brauchen einen kausalen informations-theoretischen Ansatz, der kontrafaktische Konditionale gebraucht. Und ich sehe nicht, wie das internalistisch gehen könnte.
Kontrafaktisches Konditional/KoKo/Stalnaker: (externalistisch) man könnte annehmen, dass Paul in einem anderen Zustand wäre, wenn die Welt anders wäre. Bzw. Paul ist in seine internen Zustand gdw. Die Welt aktual in dieser Weise ist. ((s) Das schließt aber Täuschungen aus).
externalistisch: das wäre nicht-internalistisch, weil es auf allgemeinen kausalen Regularitäten beruht.
Problem/Stalnaker: dieselben Probleme entstehen, die auch schon bei Loars Glaubenszuschreibung entstanden waren.

Inhalt/Loar/Stalnaker: nach Loar gibt es zwei Dimensionen, die mit einem mentalen Zustand verbunden sind:
a) einen rein internen Inhalt – die Weise, wie die Welt dem Denkenden erscheint – mit ihm wird Verhalten eigentlich erklärt.
II 205
b) einen sozialen Inhalt (worauf die Zuschreibungen referieren). Stalnaker: mir ist nicht klar, welche Rolle b) spielen soll.

Inhalt/StalnakerVsLoar: These: wenn wir ihn richtig beschreiben, fallen psychologischer und sozialer Inhalt zusammen.
Loars Bespiele zeigen nicht, dass psychologischer Inhalt eng ist.
Loar: These: es gibt phänomenologische Gründe, warum die Weise, wie die Welt dem Denkenden erscheint, eine interne Eigenschaft des Denkenden sein muss.
- - -
II 205
privilegierter Zugang/Loar/Stalnaker: Loars phänomenologisches Argument für seinen Internalismus ist der privilegierte Zugang, den wir zu uns selbst haben. Wir wissen, worüber unsere Gedanken sind. LoarVsBurge/LoarVsExternalismus: privilegierter Zugang ist inkompatibel mit dem Anti-Individualismus. (Lager: Loar pro Internalismus, Loar pro Individualismus).
II 206
Loar: These: es ist schwer zu sehen, wie ich mich über meine rein semantisches Urteil irren könnte, dass mein Gedanke über Freud über Freud ist – vorausgesetzt, Freud existiert zeitlos. StalnakerVsLoar: das ist schon richtig, aber warum konfligiert das mit dem Externalismus?
LoarVsExternalismus/Stalnaker: Loars Argumente stützen sich auf Beobachtungen der externalistischen Analyse der Referenzrelation.
logische Form: (des Arguments);: ich urteile nicht, dass ich in Relation R zu x stehe ("R") sei eine externalistische Auffassung dieser Relation der aboutness oder Referenz).
aboutness/"über"/Loar/Stalnaker: daher kann "R" keine korrekte Analyse der aboutness-Relation sein, zu der ich privilegierte Zugang habe.
aboutness/"über"/Loar: es ist unplausibel, dass ich, um zu wissen, dass meine Gedanken über Freud sind, ein Urteil über eine kausal-historische Relation zu ihm brauche. Eine solche Relation hat auch noch niemand richtig charakterisiert.
StalnakerVsLoar: daran sind zwei Dinge falsch:
1. eine philosophische Analyse eines Begriffs kann korrekt sein, auch wenn ein kompetenter Benutzer des Ausdrucks die Analyse nicht kennt.
2. der Externalismus ist nicht darauf festgelegt, dass die aboutness-Relation analysierbar ist.
Burge: schlägt keine Analyse vor
Kripke: (in seiner Verteidigung der Kausaltheorie) behauptet nicht, dass diese reduktionistisch sei.
Loar/StalnakerVsLoar: er hat recht, dass meine „vorkritische“ Perspektive, „dass mein Gedanke, dass mein Gedanke über Freud ist, ein Gedanke über Freud ist“ keinen anscheinend externalistischen Begriff braucht. ((s) "Durchgreifender Inhalt". s.u.).
- - -
II 209
Kontext-Abhängigkeit/Zuschreibung/Loar/Stalnaker: Loar zeigt uns aber zu recht dass Glaubens-zuschreibungen kontext-abhängig sind. Und er hat auch recht, dafür Realisierungsbedingungen anzunehmen. Realisierungsbedingungen/StalnakerVsLoar: diese geben uns aber keine Möglichkeit, zu reinen internen Eigenschaften des Glaubenden zu kommen
Def Inhalt/Stalnaker: (egal ob psychologisch oder sozial) ist eine Weise, uns mit anderen in Verbindung zu setzen und zu unserer Umwelt.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsLoar Avramides Vs Physikalismus
 
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Avramides I 111
AvramidesVsPhysikalismus/AvramidesVsCartesianismus: beide machen den gleichen Fehler. In Wirklichkeit kann überhaupt keine Perspektive (Gottesstandpunkt oder Wissenschaft der Zukunft) das mentale Leben eines Individuum ohne Beobachtung seines Verhaltens ergründen. (Davidson dito).
I 135
AvramidesVsPhysikalismus: indem er die Schwierigkeiten eines immateriellen Reichs unterstreicht, verliert er eine wichtige Einsicht Descartes’ aus den Augen: Das Subjekt hat eine einzigartige Relation zu seinem Inneren.
PhysikalismusVsCartesianismus: dreht ihn um: statt der Erste Person Perspektve haben wir nur noch die Dritte Person Perspektive.
I 137
objektiver Geist/Asymmetrie/Begriff/AvramidesVsLoar/AvramidesVsPhysikalismus: These wenn man den Geist als objektiv auffaßt, kann man begriffliche Fragen nicht mehr von oberflächlichen epistemischen Fragen trennen oder
eine Trennung zwischen unserem Zugang zu dem, was Geistzustände in sich sind und
den normalen Belegen (Verhalten) die sie betreffen, aufrechterhalten.

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsLoar Loar Vs Positivismus
 
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Avramides I 137
Zuschreibung/prop Einst/Theorie/Loar: These: die Epistemologie der Zuschreibung von Glauben und Wünschen muß getrennt werden von ihrer Erklärung. LoarVsPositivismus: ohne die Trennung verfällt man den Fehlern des Positivismus, des Phänomenalismus, des Behaviorismus und des semantischen Instrumentalismus in Bezug auf Wissenschaft. (Loar 1981 S.128).
LoarVsPositivismus/Avramides: sein Fehler: zu versuchen, WB in Begriffen von Beleg Bedingungen zu formulieren.
AvramidesVsLoar: These nun sind "a priori konstitutive Verbindungen zwischen Zuschreibung von Einstellungen (prop Einst) und Sprachverhalten" genau das, was ich vorschlage. (Loar 1981 S.128).
Außerdem habe ich vorgeschlagen, gerade nicht zwischen der Epistemologie der Zuschreibung von Wünschen und Glauben von ihrer Erklärung zu trennen. ((s) Also doch nicht!).
Falle ich nun in die "positivistischen Falle" von Loar? Ich denke nicht.
AvramidesVsLoar: sein Fehler ist zu denken, dass nur der Positivismus einen Zugang zum Psychologischen mit Semantik verbinden kann.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989
VsLoar Loar Vs Quine, W.V.O.
 
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Avramides I 37
prop Einst/Physikalismus/LoarVsQuine: Variante: erlaubt, daß die Propositionen von A durch solche von B ersetzt werden, aber dadurch hat sich nichts geändert in der Weise, wie Menschen die Dinge sehen. Insbesondere erlauben wir, daß die Propositionen irgendeiner physikalischen Theorie durch Propositionen über Glauben usw. ersetzt werden, aber das ändere nicht die Art, wie wir über einander denken. Das ist die "konservative Erklärung".
Pointe: nicht, daß der Theoretiker keine Glaubenseinstellungen geändert hätte vielmehr ist seine kognitive Situation so, als hätte er das nicht. Wie kann das sein? Ich kann es nicht erklären, aber es kommt vor. Und es kann als kognitive Lösung für etwas herhalten, was als ernstes theoretisches Problem gilt.
Aber: damit die Ersetzung korrekt ist, müssen die Wahrheiten von B (Menge von Propositionen) denen von A (physikalische Theorie) weichen. ((s) Also Propositionen über Glauben physikalistisch werden).
I 38
AvramidesVsLoar/AvramidesVsReduktionismus: ich kann nicht zulassen, daß die Wahrheiten von B denen von A weichen müssen. (s.u. Kapitel 3 und 4) werde ich zeigen, daß die Gründe, die uns am Festhalten an Propositionen über Glauben zwingen, Gründe dafür sind, die imperialistische (physikalistische) Sicht aufzugeben. Das entspricht sogar Loars Linie.

Loar I
B. Loar
Mind and Meaning Cambridge 1981

Avr I
A. Avramides
Meaning and Mind Boston 1989

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
objektiver Geist Loar, B.
 
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Avramides I 137 Loar macht auss dem Geist ein objektives Phänomen - AvramidesVsLoar/AvramidesVsPhysikalismus: These wenn man den Geist als objektiv auffaßt, kann man
begriffliche Fragen nicht mehr von oberflächlichen epistemischen Fragen trennen oder
eine Trennung zwischen unserem Zugang zu dem, was Geistzustände in sich sind und
den normalen Belegen (Verhalten) die sie betreffen, aufrechterhalten.
Glauben Schiffer, St.
 
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I 286f
Glauben/SchifferVsLoar: Problem: seine Realisation einer Theorie von Glauben/Wünschen - (als Funktion von Propositionen auf physikalische Zustände) - deren funktionale Rollen von der Theorie festgelegt werden - Problem: Theorie zu finden, die jede Proposition mit einer einzigen funktionalen Rolle korreliert statt mit vielen - Schiffer: das wird nicht gehen, daher ist das Quine-Field-Argument erledigt.
I 216
"glaubt" /prop Einst/Schiffer: ist semantisch einfach, in dem Sinn, daß es nicht zusammengesetzt ist. Es ist aber kein Grundbegriff.