Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bewusstsein Bieri
 
Bücher bei Amazon
Metz I 65ff
Bewusstsein/Leibniz/Bieri: es ist die (Leibnizsche) Fabrik als Ganze, die für das Bewusstsein verantwortlich ist.
Metz I 66/67
Bewusstsein/Bieri: nicht Gesetzmäßigkeiten sind das Problem, sicher gibt es welche. - Problem: warum es sie gibt, was im Gehirn macht es notwendig, dass der Mensch etwas erlebt? - Anders als Gravitation: Bewusstsein ist eine Systemeigenschaft.
II 61
Bewusstsein/Bieri: kein einheitliches Phänomen. innerer Antrieb, innere Steuerung, Gewahrsein, Empfindungsfähigkeit (jedenfalls nicht dasselbe wie Selbstbewusstsein). Diskriminatives Verhalten, einer Situation angemessen, über eine Zeit hinweg kohärent, "integriert".
Einige mentale Zustände sind verbalisierbar, andere nicht.
Bewusstsein im kognitiven Sinne erscheint dennoch heute nicht mehr als etwas intellektuell undurchdringliches.
II 64
Erlebnis/Rätsel: das Erlebnis ist das Rätsel, nicht dessen Repräsentation. Bewusstsein/du Bois Reymond: "ist aus seinen materiellen Bedingungen heraus nicht erklärbar".
BieriVsdu Bois Reymond: warum sollte es das auch? – These: es wird auch dann nicht durch die materiellen Bedingungen erklärbar, wenn wir (was wir jetzt nicht tun) alle materiellen Bedingungen kennten.
Bewusstsein/Leibniz: es ist die "Fabrik als Ganze", die für das Bewusstsein verantwortlich ist.
II 74
Erklärung/Bieri: heißt immer, eine bestimmte Art von Beziehung aufzudecken. Rätsel/Bewusstsein/Bieri: wir haben keinerlei Vorstellung davon, was als Lösung, als Verstehen zählen würde.
Es wäre aber sehr seltsam, wenn es hier eine besondere Beziehung gäbe, die es sonst nirgendwo gibt. (VsMcGinn).
Wenn es ein Wesen gäbe, das uns diese seltsame Beziehung vorführt, so würden wir sie nicht verstehen, wir könnte sie nicht nachvollziehen.



Bieri I
P. Bieri
Analytische Philosophie des Geistes Weinheim 2007
Bewusstsein Dennett
 
Bücher bei Amazon
Rorty VI 161
Bewusstsein/Dennett: es ist eine Illusion zu glauben, das Bewusstsein sei die Ausnahme von der Regel, dass sich alles durch seine Beziehungen zu anderen Dingen erklären lässt. Es ist keine Ausnahme. - - -
Den I 534
Bewusstsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewusstsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Den II 23ff
Sprache/Tier/Bewusstsein/Dennett: da es keine Grenze für Bewusstsein (mit oder ohne Sprache) gibt, da es allmählich entstanden ist, ist die Frage, welche Tiere Bewusstsein haben, unentscheidbar - "Eine Frage des Stils" - Bewusstsein ist nicht gleich Denken! Dennett: kein Denken ohne Sprache, aber Bewusstsein ohne Denken. - - -
Metzinger/Rosenthal II 430
Bewußtsein/Dennett: selbst für die Erste Person nicht immer klar, was bewusst ist und was nicht - Bsp sich des Inventars eines Zimmers bewusst werden - Bsp Tapetenmuster: Vervollständigung durch Urteil, nicht sensorisch!
Metzinger II 475
Bewusstsein/Dennett: ist wie eine Simulation der Welt - verhält sich zum Gehirn wie die Flugsimulation zu den Vorgängen im Computer.
Metzinger II 555
Bewusstsein/Dennett: 1 . kulturelles Konstrukt - 2. man kann Bewusstsein nicht haben, ohne den Begriff von Bewusstsein zu haben - BlockVsDennett: falsche Verschmelzung von P-Bewusstsein und Z-Bewusstsein. - - -
Chalmers I 113
Bewusstsein/Kognition/Dennett/Chalmers: Dennett (1978c) bringt ein kognitives Modell des Bewusstseins, bestehend aus Wahrnehmungsmodul, Kurzzeitgedächtnis, Speicher,
I 114
Kontrollinstanz und Modul für „public relations“: für die Umsetzung in Alltagssprache. ChalmersVsDennett: das zeigt uns etwas über Informationsverarbeitung und die Möglichkeit, darüber zu berichten, aber nicht, warum es für ein solches Modell eine Weise geben sollte „wie es ist“, dieses Modell zu sein.
Später bringt Dennett ein stärker ausgearbeitetes Modell (Dennett, Consciousness Explained, 1991) ohne zentrales „Hauptquartier“.
ChalmersVsDennett: das bringt nun auch eine mögliche Erklärung von Aufmerksamkeit, nicht aber eine bessere Erklärung von bewusstem Erleben.
Bewusstsein/DennettVsNagel/DennettVsChalmers: These: was er aufzeigt, sei dennoch alles, was es braucht, um Bewusstsein zu erklären. Sobald man die verschiedenen Funktionen erklärt hat, hat man alles erklärt (Dennett, 1993a, p. 210) und (FN 9/Kap 3)
Kognitive Modelle/Chalmers: gibt es auch von Churchland, (1995), Johnson-Laird (1988), Shallice (1972, 1988a, 1988b). ChalmersVs: auf alle trifft meine Kritik VsDennett von oben zu.
Chalmers I 229
Bewusstsein/Dennett/Chalmers: (Dennett 1993b) Bewusstsein ist, was in Gehirnprozessen hervorsticht. („Cerebral celebrity“). Solche Inhalte sind bewusst, die Ressourcen auf sich fixieren und monopolisieren. (p. 929). Chalmers: das ist nah bei meinem Ansatz, nur dass ich von potentiellen Hervorstechen spreche, Es muss nur möglichsein, dass ein Inhalt diese Rolle spielen kann.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Metz I
Th. Metzinger (Hrsg.)
Bewusstsein Paderborn 1996

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Bewusstsein Searle
 
Bücher bei Amazon:
John R. Searle
I 103
Bewusstsein/Block: ein Zombie kann Bewusstsein haben - SearleVs: Bewusstseinszustände haben immer Inhalt - aber das "von" ist ist nicht immer eins der Intentionalität: Bsp nicht bei Schmerz, weil der nicht außerhalb ist.
I 112
Bewusstsein muss nicht naturalisiert werden, es ist schon völlig natürlich
I 124f
Bewusstsein/McGinn: ist eine Art Stoff - der Stoff selbst wird durch Introspektion erkannt - die Verbindung aber können wir prinzipiell nicht erkennen. SearleVsMcGinn: 1. Bewusstsein ist kein Stoff, sondern ein Merkmal des Gehirns - 2. Bewusstsein wird nicht durch Introspektion erkannt -
I 149
Raum/Zeit/Bewusstsein: Asymmetrie: Bewusstsein zeitlich, aber nicht räumlich (Kant, Searle).
I 153f
Erfüllungsbedingungen/Searle: Eigenschaften der Gegenstände sind Erfüllungsbedingungen meiner Erlebnisse, daher schwer zu unterscheiden von Eigenschaften der Erlebnisse (diese aber immer perspektivisch) - Bewusstsein bildet die Erfüllungsbedingungen ab. Bewusstsein ist nicht immer intentional: Bsp Depression.
I 168 ff
Bewusstsein/Searle: hat mit Unkorrigierbarkeit und Introspektion nichts zu tun! - Selbsttäuschung setzt cartesianischen Dualismus voraus.
I 198 ff
Hintergrund: Fähigkeiten und Kenntnisse, die das Bewusstsein funktionieren lassen (z.B. Bild verstehen (bergauf/bergab?) - dieselbe wirkliche Bedeutung legt bei verschiedenen Hintergründen verschiedene Erfüllungsbedingungen fest. Hintergrund: nicht selbst Intention,"davon ausgehen" nicht expliziter propositionaler Gehalt, nicht explizite Überzeugung (Gegenstände sind fest) - Netzwerk: Zusatzwissen (kann sich nicht selbst interpretieren) Netzwerk intentional, keine Fähigkeit (auch im Schlaf) ("Bush ist Prädsident").

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Gene McGinn
 
Bücher bei Amazon
I 235
McGinn: Gene haben Repräsentationsvermögen ohne Semantik. Gene/McGinn: 2. Möglichkeit: dass es weniger dem Gehirn nützt, ein Potential zur Lösung unserer philosophischen Probleme zu entwickeln, als vielmehr den Genen.(Genetischer Code).
Genetischer Code/Gene/McGinn: enthalten die von den Genen verschlüsselten Vorschriften Prinzipien, die über die Reichweite der menschlichen Vernunft hinausreichen, und dennoch einige der verwirrten Fragen der Vernunft beantworten?
((s)VsMcGinn: aus all diesen Argumenten, dass es höchst nützlich wäre, folgt nicht, dass es so ist.)
Offensichtlich ist der genetische Code eine Vorschrift zur Konstruktion tierischer Körper einschließlich Gehirn und Geist.
I 228
Gene/McGinn: zu ihren erstaunlichsten Merkmalen gehören die Fähigkeiten zur Speicherung von Information. Ebenso die Kopierfähigkeit des gesamten Fortpflanzungsvorgangs. Nur sehr selten kommen Fehler vor. D.h. Gene sind so gut wie lernunfähig! Umweltveränderungen führen zu so gut wie keinem Wandel der Vorschriften zur Konstruktion der nächsten Generation , egal, wie katastrophal sie sein mögen. Nur zufällige Mutation.
Während die Vernunft ein Ausbund an Flexibilität ist, sind die Gene der Höhepunkt starren Verhaltens.
I 229
McGinn: These es könnte sein, dass die Gene unsere (oben erörterten) philosophischen Problem bereits gelöst haben, zumindest zum Teil. Denn 1. müssen sie die rein physischen Probleme der Konstruktion bereits gelöst haben, d.h. sie repräsentieren Pläne für den Körperbau, und
2. Was für den Körper gilt, gilt auch für den Geist. Insoweit ein geistiges Merkmal biologisch fundiert ist, müssen Gene Anweisung für den Aufbau von Organismen mit diesem Merkmal enthalten. (Aufbau von Bewusstsein, auch Ich, Willensfreiheit, Intentionalität, alle möglichen Arten von Wissen.).


McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Materialismus McGinn
 
Bücher bei Amazon
II 30f
Materialismus/Geist: These: Am Geist ist nicht mehr dran als am Gehirn. "Gehirn ist alles, was der Geist braucht". Der Geist besteht aus Fleisch, er ist Fleisch.
II 31f
Sobald die Natur (oder Gott) uns Neuronen ins Gehirn gepflanzt hatte, war keine weitere Arbeit mehr nötig, um uns mit Bewusstsein zu versehen. Und zwar nicht, weil Neuronale Prozesse Bewusstseinsprozesse verursachen, sondern weil neuronale Prozesse Bewusstseinsprozesse sind.
II 32
Es ist auch nicht so, dass Bewusstseinsprozesse nur einen Aspekt neuronaler Prozesse darstellen, sondern der Bewusstseinszustand ist nicht mehr oder weniger, als sein neuronales Korrelat. Bsp Schmerz reduziert sich einfach auf physikalische Prozesse, beide sind nicht nur korreliert, sondern identisch.
Zugegeben, Schmerz sieht in der Introspektion anders aus, aber:
Introspektion ist bloß eine Quelle von Irrtümern.
II 32
Die wahre Natur des Schmerzes lässt sich nur durch Beobachtung der dritten Person offen legen. Der Geist ist Gehirn in Verkleidung, der Dschinn ist die Lampe, mag es auch anders aussehen.
II 33
McGinnVsMaterialismus: intuitive Antwort: wenn der Materialismus recht hat, bin ich trotz alledem kein bewusstes Wesen.
II 33
Wie können dann beide für identisch erklärt werden: MaterialismusVsMcGinn: Tatsachen sind eine Sache und Wissen um Tatsachen eine andere Sache.
Vielleicht weiß ich alles über Ihr Gehirn, aber mein Wissen basiert auf bestimmten Konzepten (Begriffen).
Der Materialismus besteht darauf, dass alle mentalen Fakten Gehirnfakten sind, wir Vorstellungen von mentalen Fakten nicht in Vorstellungen auf der Ebene von Gehirnfakten übersetzen können. ((s) Eine Übersetzung müsste einen Ebenenwechsel vollziehen.)
Bsp Alle Fakten über Wasser sind Fakten über "H2O" obwohl die Worte "Wasser" und "H2O" nicht dasselbe bedeuten. Sie sind keine Synonyme.
McGinnVsMaterialismus: das Problem an diesem Einwand ist, dass es keine Möglichkeit gibt, , zwischen mentalen und physischen Konzepten zu unterscheiden, ohne eine Unterscheidung auf der Ebene der Fakten zu fordern.
Was die Vorstellung von Schmerz von der Vorstellung feuernder C-Fasern unterscheidet, ist nämlich genau die Tatsache, dass im Brennpunkt beider Konzepte ganz unterschiedliche Eigenschaften stehen, und damit können wir nicht sagen, beide Eigenschaften seien identisch.
Der Materialist ist gezwungen, die Vorstellung einzuführen, dass ein und dieselbe Tatsache zwei verschiedene Erscheinungsformen haben kann. Dieser Begriff von Erscheinungsformen aber basiert seinerseits darauf, dass es im Zusammenhang mit Erscheinungsformen Fakten gibt, die sie sich nicht mit Gehirnfakten erklären lassen.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 7 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsMcGinn Dennett Vs Chomsky, N.
 
Bücher bei Amazon
I 513
Chomsky: vertrat die Ansicht, daß Gehirn arbeite auf eine Weise, die sich letztlich der wissenschaftlichen Analyse entzieht. Auch Fodor. Auch McGinn.
I 533
DennettVsChomsky/DennettVsFodor: das ist eine Art saltationistische Ansicht über den Geist: sie postuliert Sprünge im Gestaltungsraum, und ist damit nicht darwinistisch. Dennett: eigentlich vertritt Chomsky eine durchaus darwinistische Aussicht auf die Sprachtheorie, er selbst hat diese Aussicht aber, wie Gould, stets gemieden.
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 533
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen.
I 534
Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
I 556
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten. DennettVsChomsky: er hat Unrecht, wenn er eine Beschreibung auf der Ebene der Automaten für schlüssig hält, denn das öffnet der "starken KI" Tür und Tor.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsMcGinn Dennett Vs Fodor, J.
 
Bücher bei Amazon
I 533
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 534
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen. Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Dennett I 570
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten. Bedeutung/Evolution/FodorVsDennett: Bsp Auge des Froschs: Berichte über Bedeutung zu unbestimmt, wenn sie nicht zwischen Schatten und wirklicher Fliege unterscheiden.
I 571
Bedeutung/Evolution/DennettVsFodor: wo man schlicht nicht unterscheiden kann, was die selektionierende Umwelt war, gibt es in der Frage, was das Auge wirklich sagt, keine Wahrheit. Material/Evolution/DennettVsFodor: die Unbestimmtheit, die Fodor bemängelt sind in Wirklichkeit das Material, mit dem die Evolution arbeitet, ihre Voraussetzung. (die "Zweifelsfälle").
I 571
Meinen/Bedeutung/Material/Evolution/DennettVsFodor: die Ansicht, es müsse etwas bestimmtes geben, das das Auge des Frosches "meint", ist schlichter Essentialismus.
Lanz I 299
DennettVsFodor: bestreitet Fodors Voraussetzung, daß intentionale Ausdrücke tatsächlich existierende Personenzustände bezeichnen. Dennett bestreitet damit ihr Merkmal: kausale Effizienz intentionaler Zustände.(damit auch DennettVsLewis). - - -
Rorty I 279
DennettVsFodor/Rorty: zwei Subjekte können durchaus dasselbe glauben, obgleich ihre jeweiligen Prozessoren noch nicht einmal die gleiche Sprache sprechen. Demnach bedarf es keiner Schlüsse von den Propositionen der Prozessoren auf die Propositionen, die das Subjekt glaubt. Anders als bei den »Ideen« der Empiristen braucht dem Kausalvorgang keine Schlusskette zu entsprechen, die die Meinungen der Person rechtfertigt.
Mögen Erklärungen ihren privaten Charakter haben, Rechtfertigung jedenfalls ist insofern öffentlich, als Meinungsverschiedenheiten unterschiedlicher Personen auf die Funktionsweise ihrer trickreichen Köpfe weder Bezug nehmen noch Bezug nehmen sollten.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsMcGinn McGinn Vs Materialismus
 
Bücher bei Amazon
II 33
McGinnVsMaterialismus: intuitive Antwort: wenn der Materialismus recht hat, bin ich trotz alledem kein bewußtes Wesen. Alter Witz: Der Materialismus muss Narkose simulieren! ((s) Weil die physischen Prozesse die gleichen bleiben.) - Nach dem Materialismus wären wir alle Zombies, die sich einbilden, ein Bewusstsein zu haben. II 34
Daraus folgt ein Argument VsMaterialismus: Bsp angenommen, ich wüsste alles über Ihr Gehirn, was es in neurologischer Hinsicht zu wissen gibt. Weiß ich dann alles über Ihren Geist? (Könnte ich Ihre Zukunft vorhersagen?) McGinn: Nein. Wie können dann beide für identisch erklärt werden:
MaterialismusVsMcGinn: Tatsachen sind eine Sache und Wissen um Tatsachen eine andere Sache.
McGinnVsMaterialismus: das Problem an diesem Einwand ist, dass es keine Möglichkeit gibt, zwischen mentalen und physischen Konzepten zu unterscheiden, ohne eine Unterscheidung auf der Ebene der Fakten zu fordern.
Was die Vorstellung von Schmerz von der Vorstellung feuernder C-Fasern unterscheidet, ist nämlich genau die Tatsache, dass im Brennpunkt beider Konzepte ganz unterschiedliche Eigenschaften stehen, und damit können wir nicht sagen, beide Eigenschaften seien identisch.
Der Materialist ist gezwungen, die Vorstellung einzuführen, dass ein und dieselbe Tatsache zwei verschiedene Erscheinungsformen haben kann. Dieser Begriff von Erscheinungsformen aber basiert seinerseits darauf, dass es im Zusammenhang mit Erscheinungsformen Fakten gibt, die sie sich nicht mit Gehirnfakten erklären lassen.
II 42
McGinnVsMaterialismus: er versucht, den Geist aus Eigenschaften zu konstruieren, die dafür ungeeignet sind. Er geht davon aus, das genügend Tropfen neuronalen Wassers das Feuer des Geistes entfachen werden.
Er hat recht, dass irgendeine Eigenschaft des Gehirns für das Bewusstsein verantwortlich ist, aber er irrt sich über die Art dieser Eigenschaft.

McG I
C. McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McG II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
VsMcGinn Dennett Vs McGinn, Colin
 
Bücher bei Amazon
I 533
Kognitionssperre/DennettVsMcGinn: die Situation für den Affen ist anders als für uns: er kann nicht einmal die Frage verstehen. Er ist noch nicht einmal verblüfft! Weder Fodor noch Chomsky können Fälle von Tieren anführen, denen gewisse Fragen ein Rätsel sind.
I 534
In Wirklichkeit nicht wie von ihnen dargestellt, ein biologisches, sondern ein pseudobiologisches Problem. Es ignoriert sogar eine biologische Gegebenheit: wir können durchaus eine Intelligenzskala unter den Lebewesen feststellen. Bewußtsein/DennettVsMcGinn: abgesehen von Problemen, die in der Lebenszeit des Universums nicht lösbar sind, wird sich unser Bewußtsein noch so entwickeln, wie wir es uns heute noch nicht vorstellen können.
Warum möchten Chomsky und Fodor diese Schlußfolgerung nicht? Sie halten die Mittel für unbefriedigend. Sollte unser Geist nicht auf Himmelshaken sondern auf Kränen beruhen, würden sie das gerne geheim halten.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsMcGinn Field Vs McGinn, Colin
 
Bücher bei Amazon
I 76
Metalogik/Modaloperator/Logik/Field: "es ist logisch möglich daß" sollte primitiv sein und so verständlich wie Negation oder Existenzquantifikation. Ist das legitim? Sicher nicht in der Physik.
Physik/Field: beschreibt nur die aktuale Welt, nicht Möglichkeiten! Man sollte keiner "Tatsachen über Möglichkeiten" anrufen. (Field: das ist aber nur Geschmackssache).
Metalogik: hier sieht es ganz anders aus:
Def Logik/Field: ist die Wissenschaft des Möglichen!
Möglichkeit/Field: ist intim mit der Logik verbunden, in einer Weise, in der sie nicht mit der Physik verbunden ist.
Beweisbarkeit/Field: es ist natürlicher, sie in Begriffen der möglichen Existenz von Zeichenketten zu erklären als durch eine aktuale Existenz einer abstrakten Sequenz von abstrakten Analoga solcher Zeichen (Symbole).
Konsistenz/Widerspruchsfreiheit/Field: ist semantische Konsistenz der Theorie diskreter linearer Ordnungen nicht natürlicher in Begriffen der möglichen Existenz von Entitäten erklärt als durch die aktuale Existenz eines geordnete Paars dessen erstes Element eine unendliche Menge und deren zweites eine Teilmenge des Cartesischen Produkts dieser Menge mit sich selbst ist?
Folgebeziehung/Field: es kann in der Art von Lewis bezweifelt werden, daß mengentheoretische Erklärungen der logischen Folgebeziehung inkorrekt sind, weil sie auch inkonsistente Elemente als konsistente Elemente erlaubt. Bsp "Es gibt verheiratete Junggesellen".
Metalogik/Field: Grundbegriff: Modaloperator "Es ist logisch möglich, daß" McGinn: sogar: "es ist physikalisch möglich, daß" (FieldVsMcGinn).
I 77
Metalogik: allerdings heiße ich die Einführung des Begriffs der Möglichkeit selbst in die Metalogik nicht völlig willkommen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsMcGinn Verschiedene Vs McGinn, Colin Metzinger II 74
Rätsel/Bewußtsein/Bieri: wir haben keinerlei Vorstellung davon, was als Lösung, als Verstehen zählen würde. Es wäre aber sehr seltsam, wenn es hier eine besondere Beziehung gäbe, die es sonst nirgendwo gibt.(BieriVsMcGinn) Wenn es ein Wesen gäbe, das uns diese seltsame Beziehung vorführt, so würden wir sie nicht verstehen, wir könnte sie nicht nachvollziehen.




VsMcGinn Cresswell Vs McGinn, Colin
 
Bücher bei Amazon
II 160
Glauben/McGinn/Cresswell: (McGinn 1982, 216): kombiniert zwei Elemente:
1. das kausale Element
2. die Wahrheitsbedingungen. Cresswell: er scheint zu vertreten, daß wenigstens einige Sätze mit prop Einst von Repräsentationen im Komplementsatz abhängen.
Repräsentation/Glauben/CresswellVsMcGinn/CresswellVsFodor: ich habe oben im Text gute Gründe vorgebracht dafür, daß keine bestimmten Repräsentationen involviert sind. Denn diese sind „im Kopf“ und daher privat und daher nicht dem Sprecher zugänglich ((s) Dem Sprecher, der eine prop Einst zuschreibt, also Bsp „Ralph glaubt...“).

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984